Samstag der 18.Woche im Jahr 9,57-62

Jesus Christus, der die Macht der Dämonen überwunden hat, sei mit euch.

Auf den Straßen der Welt zu reisen und die Barmherzigkeit Christi zu verkünden, ist eine verlässliche Quelle der Freude. (…) Entschlossen geht Jesus nach Jerusalem, um die Mission zu erfüllen, die ihm sein Vater anvertraut hat und die sein Herz entflammt hat: die Himmelspforten für alle Menschen zu öffnen. Seine Schritte lassen niemanden unberührt und rufen mutige Reaktionen hervor: „Ich will dir folgen …“. Doch der Herr antwortet noch mutiger: „Wer die Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist nicht geeignet für das Reich Gottes“ (V. 62). Diese Worte erinnern an die Geschichte von Elischa im Alten Testament: Elia gibt ihm Zeit, den Pflug beiseite zu legen und sich von seinen Eltern zu verabschieden, bevor er seine Mission antritt (vgl. 1 Kön 19,20–21). Nun aber wird uns gesagt, dass Jesu Ruf noch dringlicher ist, dass keine Zeit für eine Antwort bleibt.

Jesus, du hast uns den Willen des Vaters offenbart. Herr,erbarme dich unser.

Du gibst deiner Kirche Leben und Kraft. Christus,erbarme dich unser.

Du führst deine Kirche durch  Verwirrung und Not. Herr,erbarme  dich unser.

Vielleicht kennen wir Filme oder Serien, in denen ein entscheidender Moment eintritt, in dem die Hauptfigur eine lebensverändernde Entscheidung treffen muss: Nimmt sie das Liebesgeständnis an? Sagt sie Ja zu den Abenteuern, die sie ihr bieten? Innerhalb weniger Minuten scheint die Geschichte eine völlig andere Wendung zu nehmen. Ähnliches geschieht in dieser Evangeliumsstelle: Jesus macht einen Vorschlag, der das Leben seiner Zuhörer prägen wird. Und auch heute noch ruft der Meister dazu auf, sich seiner Mission anzuschließen, die Welt zu bereisen und Boten seiner Barmherzigkeit zu sein. „Warum übergebt ihr euch nicht ein für alle Mal Gott … wirklich … jetzt?!“ (Hl. Josemaría, Der Weg, Punkt 902). Hier spüre ich eine heilige Ungeduld der Liebe.

Wir wissen nicht, wie die drei Personen aus dem heutigen Evangelium letztlich reagierten. Vielleicht folgten sie Jesus nach kurzem Zögern. Wie dem auch sei, die Heilige Schrift bietet uns ein vollkommenes Beispiel für eine schnelle, vollständige und begeisterte Antwort: das der Jungfrau Maria. Als der Erzengel Gabriel ihr mitteilt, dass Gott sie zu seiner Mutter machen will, fragt sie, wie ein solches Wunder geschehen kann, und nimmt ihre Mission ohne zu zögern an: „Siehe, Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort“ (Lk 1, 38).

Gott ist barmherzig und bereit,uns zu heilen. Voll Vertrauen wagen wir, zum Vater zu beten.

Der Glaube hat eine heilende Kraft und schafft Frieden und Versöhnung. So bitten wir.

Selig, denen es nicht an Glauben fehlt, damit sie alle Bosheit überwinden.

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