Hl.Petrus Claver, Priester Mt 25,31-40

Jesus Christus,der seligpreist,die ihm auf seinem  Weg folgen,sei,mit

Petras Claver wurde 1580 in Verdú in Katalonien geboren, in eine einfache bäuerliche Familie hinein. Er studierte bei den Jesuiten, trat in den Orden ein und reiste 1610 nach Südamerika – nach Cartagena de Indias, dem heutigen Kolumbien. Cartagena war damals einer der größten Sklavenhäfen der Welt.

Hier kamen die Schiffe aus Westafrika an, beladen mit Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen über den Atlantik transportiert worden waren. Viele überlebten die Überfahrt nicht. Die, die ankamen, waren erschöpft, krank, verängstigt, ihrer Sprache und ihrer Heimat beraubt. 

Du hast die Armut und die Not dieses Lebens ertragen.Herr,erbarme dich unser.

Du hast Schmach und Tod  auf dich genommen.Christus,erbarme dich unser.

Du hast nicht die Ehre der Welt ,sondern den Willen des Vaters gesucht.

In diesen Hafen ging Petrus Claver – nicht einmal, nicht gelegentlich, sondern vierzig Jahre lang, bis er selbst zu krank war, um zu gehen. Er wartete auf die Schiffe. Wenn sie einliefen, stieg er als einer der Ersten an Bord, hinab in die Laderäume, wo die Menschen unter dem Deck zusammengepfercht lagen. Er brachte Nahrung, Medizin, Kleidung. Er reinigte Wunden. Er hielt sterbende Menschen in den Armen.

Er nannte sich selbst „Sklave der Sklaven für immer“ – und das war keine rhetorische Geste. Es war eine rechtliche und spirituelle Selbstverpflichtung, die er bei seiner Profess ablegte. Er verstand seinen Dienst nicht als Wohltätigkeit von oben herab, sondern als Dienst an Christus selbst, der ihm in jedem dieser geschundenen Gesichter begegnete.

Was Petrus Claver tat, war in seiner Zeit nicht selbstverständlich – nicht einmal in kirchlichen Kreisen. Die Sklaverei war rechtlich anerkannt, theologisch legitimiert, wirtschaftlich unentbehrlich für die Kolonialgesellschaft. Petrus Claver hat die Sklaverei als Institution nicht formal bekämpft – das lag nicht in seiner Macht – aber er hat das getan, was er konnte: Er hat die Würde jedes einzelnen Menschen, der durch diesen Hafen kam, mit seinem ganzen Leben bezeugt. Er hat gezeigt, dass dieser Mensch, der wie eine Ware behandelt wurde, ein Kind Gottes ist.

Er taufte in vierzig Jahren Tätigkeit schätzungsweise dreihunderttausend Menschen – eine Zahl, die kaum zu begreifen ist. Aber hinter dieser Zahl stehen keine abstrakten Seelen, sondern Gesichter, Namen, Geschichten. Petrus Claver lernte mit Hilfe von Dolmetschern die Sprachen seiner Schützlinge, um ihnen das Evangelium in ihrer eigenen Sprache verkünden zu können. Er wollte nicht über sie hinwegsprechen. Er wollte mit ihnen sprechen.

Sein Dienst beschränkte sich nicht auf die Ankunft der Schiffe. Er besuchte die Sklaven auf den Plantagen, in den Bergwerken, in den Gefängnissen. Er setzte sich für ihre menschenwürdige Behandlung ein, oft gegen den Widerstand der Plantagenbesitzer und mancher Vertreter der Kolonialgesellschaft. Er war nicht beliebt bei den Mächtigen. Er war geliebt bei den Ohnmächtigen.

In seinen letzten vier Lebensjahren war er durch eine lähmende Krankheit an sein Zimmer gefesselt. Ein Mann, der vierzig Jahre lang täglich unterwegs gewesen war, lag nun still. Und die Art, wie er diese Ohnmacht erlebte, sagt vielleicht am meisten über ihn aus. Er klagte nicht. Er betete. Und wenn Sklaven zu ihm kamen, um ihn zu besuchen – diejenigen, denen er gedient hatte – empfing er sie mit derselben Würde, mit der er ihnen immer begegnet war.

Er starb am 8. September 1654. Die Stadtgesellschaft von Cartagena, die ihn zu Lebzeiten oft ignoriert oder belächelt hatte, gab ihm ein großes Begräbnis. Papst Leo XIII. sprach ihn 1888 heilig, im selben Jahr wie seinen Ordensbruder Alphons Rodriguez, der ihn einst als junger Mann zur Missionsarbeit ermutigt hatte.

Freude ist und verheißen und der große Lohn des Himmels.So wagen wir  zum Vater zu beten.

Damit wir den Tag des Herrn in der Freude erleben,die und verheißen ist,wollen wir den Herrn um seinen Frieden bitten.

Selig,die den Weg der Nachfolge Christi gehen und Freude empfangen im Reich des Vaters.

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