Donnerstag 23.Woche Lk 6,27-38

 Liebt eure Feinde, tut Gutes und leiht, wo ihr nichts zurückerhofft! So wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein. › Lk 6,35

Was Jesus von uns verlangt, mag unmöglich erscheinen. Aber das Bewusstsein, dass Er uns zuerst geliebt hat, führt uns dazu, dieselbe Liebe mit allen teilen zu wollen. Man sagt, die Rede von den Seligpreisungen sei wie ein Selbstporträt Jesu. Und auf besondere Weise lässt sie sein Herz erkennen – das Herz des Sohnes, der alles vom Vater empfangen hat –, wenn er lehrt, wie die Lebensweise derer sein soll, die ihm nachfolgen.

Du hast uns die Barmherzigkeit des Vaters verkündet.Herr,erbarme dich unser.

Du hast immer Böses mit Gutem vergolten.Christus,erbarme dich unser.

Du hast deine Feinde geliebt und ihnen verziehen.Herr,erbarme dich unser.

Wenn wir Kinder des Höchsten werden wollen, haben wir ein klares Vorbild: Barmherzigkeit, Vergebung, Versöhnlichkeit und Liebe auch zu den Feinden. In Jesus, besonders in seinem Leiden, erstrahlt diese Haltung auf erhabene Weise: die stille und betende Hingabe seines Lebens zeigt seine Lehre in Taten. Auch jetzt, sitzend zur Rechten des Vaters, erweist er den Sündern unendliche Barmherzigkeit und ist immer bereit zu vergeben. Er ist der Sohn des Höchsten. Sein Ziel ist jedoch sehr hoch. Es scheint ein unerreichbares Ideal zu sein.

Jesus ist der Weg, so definiert er sich für uns. Und sein Wort ermahnt nicht nur, tröstet oder übermittelt eine Botschaft, sondern ist vor allem Gnade. Dieses heldenhafte Verhalten, das von den Jüngern verlangt wird, ist nicht unmöglich. Man muss es im Glauben annehmen, im Glauben darüber nachdenken, es sich zu eigen machen, davon überzeugt sein, dass alles möglich ist für den, der glaubt. Dann werden wir ihm folgen können, Ihn nachahmen, Ihn als unmittelbare Referenz in unserem täglichen Verhalten in den Beziehungen zu unseren Nächsten, im Familienleben, in der Arbeit, im öffentlichen Leben haben. Und wir werden diese Welt wirklich verändern, die so voller Gleichgültigkeit und Konfrontation ist.

Alle Schuld uns erlassen werden,wenn wir einander vergeben.Deshalb beten wir zum Vater.

Wir wollen nicht richten,sondrn einander vergeben,damit wir den Frieden des Herrn empfangen.

Selig,die Böses mit Gutem vergelten und reicht beschenkt werden am Tag der Vergeltung.

 

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