Warum enden unsere Gebete an einer Plexiglassscheibe?
Gott möchte in unser Leben eintreten. Es ist gut, wenn wir zu Gott sagen: „Gott, tritt in mein Leben ein.“ Wenn wir das zu Gott sagen, müssen wir es auch wirklich glauben. Dabei ist eine richtige Beziehung zu Gott notwendig. Wenn wir Angst haben oder einer Person nicht vertrauen, lassen wir sie nicht in unser Leben. Wir errichten gleichsam eine Plexiglasscheibe.
Jesus hat oft Dinge gesagt, denen wir im Grunde nicht glauben. Offen sagen wir das jedoch nicht. Jesus hat klar gesagt: Um was auch immer ihr in meinem Namen bitten werdet, das wird Gott euch geben. In Wirklichkeit aber haben wir kein Vertrauen darauf, dass Gott uns das gibt, worum wir ihn bitten. Über das Wort Gottes müssen wir meditieren, damit wir Jesus in einem anderen Licht sehen. Es genügt nicht, sich nur mit religiösen Erlebnissen zu sättigen. Gefühle sind flüchtig. Wir müssen alles dafür tun, dass das Wort Gottes in unserem Leben wirksam wird.
Oft sind wir vom Denken anderer Menschen beeinflusst; ihnen vertrauen wir mehr als Jesus. Ich nenne ein Beispiel. Jesus hat mehrfach vom ewigen Leben gesprochen. Er sprach in Gleichnissen. Seine Lehre bestätigte er durch Wunder. Und dennoch gibt es Menschen, die sagen: Nun ja, wer weiß, ob das wahr ist – und diese Menschen vermögen Zweifel in unser Leben zu säen, und am Ende glauben wir ihnen mehr als Jesus. Und das Paradoxe daran ist: Diese Menschen haben keinerlei Beweise für ihre Behauptungen.
Noch ein weiteres Beispiel. Ein bestimmter Pastor in der Slowakei sagte in einem Vortrag: „Ich versichere Ihnen, dass Jesus im Allerheiligsten Sakrament nicht gegenwärtig ist.“ Und so muss der Mensch eine Entscheidung treffen: Entweder glaubt er Jesus oder diesem Pastor. Aber hier darf der Mensch fragen: Auf welcher Autorität beruht diese Aussage des Pastors? Hat er damit nicht seine Kompetenzen überschritten?
Für viele Menschen ist es ein Problem, dass sie das Wort Gottes nicht in seiner Fülle annehmen. Sie nehmen nur das an, was ihnen passt. Wir können nicht wollen, dass Jesus in unser Leben eintritt, wenn wir seine Lehre nicht annehmen – oder sie nur teilweise annehmen.
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