Hl.Rupert und hl. Virgil, Bischöfe von Salzburg Joh 12,44-50

Jesus Christus, das Licht der Welt für alle, die an ihn glauben, sei mit euch.

Heute schauen wir auf zwei große Glaubensboten: den heiligen Rupert und den heiligen Virgil. Wir beide wirkten zu unterschiedlichen Zeiten, doch uns verband dieselbe Berufung: Wir wollten Christus zu den Menschen bringen und den Glauben nicht nur mit Worten, sondern durch unser Leben verkünden.

Du  kamst, uns das Heil zu bringen. Herr,erbarme dich  unser.

Du hast die Apostel zu Säulen  deines Reiches gemacht. Christus, erbarme  dich unser. 

Du  lenkst deine Kirche durch alle  Stürme  der Zeit. Herr,erbarme dich unser.

Der heilige Rupert kam in eine Gegend, in der vieles neu aufgebaut werden musste. Er gründete Kirchen und Klöster, förderte das geistliche Leben und sorgte zugleich für die Menschen. Sein Wirken erinnert uns daran: Wo der Glaube lebendig wird, da entsteht Gemeinschaft. Da wächst Hoffnung, da werden Menschen nicht allein gelassen, und da kann aus einem kleinen Anfang etwas Großes entstehen.

Rupert wartete nicht darauf, dass andere den ersten Schritt machten. Er erkannte seine Aufgabe und begann. Auch uns fragt Gott: Wo werde ich gebraucht? Wo kann ich Frieden stiften? Wem kann ich Mut machen? Nicht jeder von uns muss ein Kloster gründen oder in ein fernes Land ziehen. Oft beginnt die Nachfolge Christi im Kleinen: mit einem versöhnlichen Wort, einem offenen Ohr, einem Besuch bei einem einsamen Menschen oder einem Gebet für jemanden, der leidet.

Auch der heilige Virgil stellte sein Wissen und seine Begabungen in den Dienst Gottes. Er war ein gebildeter Mann, ein Seelsorger und ein mutiger Verkünder. Er wusste: Glaube und Vernunft sind keine Feinde. Wer glaubt, muss nicht aufhören zu fragen. Und wer nach Erkenntnis sucht, muss Gott nicht aus seinem Leben ausschließen. Echter Glaube fürchtet die Wahrheit nicht, denn jede Wahrheit hat ihren Ursprung in Gott.

Rupert und Virgil zeigen uns zwei wichtige Seiten des christlichen Lebens: verwurzelt sein und aufbrechen. Wir brauchen Wurzeln im Gebet, im Wort Gottes und in der Gemeinschaft der Kirche. Doch wir dürfen nicht bei uns selbst stehen bleiben. Der Glaube drängt uns hinaus zu den Menschen – besonders zu denen, die Trost, Orientierung und Hoffnung brauchen.

Vielleicht erleben wir heute eine Zeit, die der Welt dieser beiden Heiligen ähnelt. Viele Menschen sind verunsichert. Manche haben den Bezug zum Glauben verloren. Andere suchen nach Sinn, wissen aber nicht, wo sie ihn finden. Darauf sollen wir nicht mit Angst oder Härte antworten. Rupert und Virgil lehren uns, dass Mission mit Geduld, Güte und glaubwürdigem Leben beginnt.

Jesus sagt: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Ein Licht macht keinen Lärm. Es leuchtet einfach. So sollen auch wir leben: nicht überheblich, nicht verurteilend, sondern freundlich, standhaft und barmherzig. Menschen sollen an unserem Verhalten erkennen können, dass Christus lebt.

Bitten wir heute die heiligen Rupert und Virgil um ihre Fürsprache:

Dass wir den Mut haben, neu anzufangen.
Dass wir unsere Fähigkeiten in den Dienst des Guten stellen.
Dass wir im Glauben verwurzelt bleiben.
Und dass durch unser Leben etwas von Gottes Liebe sichtbar wird.

Jesus Christus kam nicht , um zu richten, sondern um zu retten. Deshalb dürfen wir mit vollem Vertrauen zum Vater beten.

Da  Christus nicht kam,um zu richten, sondern um zu retten, dürfen wir  voll Vertrauen um seinen Frieden bitten.

Selig, die Gottes Wort hören und bewahren und am letzten Tag gerettet werden.

 

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