Hl. Laurentius Ruiz und Gefährten. Joh 15,18-21

Jesus, der sagte; Wenn die Welt euch hasst,dann denkt daran ,dass sie  mich zuerst gehasst hat.

Der heilige Laurentius Ruiz (Lorenzo Ruiz) war ein philippinischer Familienvater und Märtyrer des 17. Jahrhunderts. Er wurde um 1600 in Manila geboren. Sein Vater war Chinese, seine Mutter Filipina. Laurentius war verheiratet, hatte Kinder und arbeitete unter anderem als Schreiber. Er war ein gläubiger Katholik und gehörte einer Rosenkranzbruderschaft an.

Jesus, aus Liebe bist du Mensch geworden. Herr,erbarme  dich unser.

Du hast  deine  Jünger zu Boten der Liebe berufen. Christus, erbarme  dich unser.

Du hast all unser Tun das Gebot der Liebe gestellt. Herr, erbarme dich unser.

Sein Leben nahm eine unerwartete Wendung, als er wegen eines Verbrechens beschuldigt wurde, das er nach der Überlieferung nicht begangen hatte. Aus Angst vor einer Verhaftung verließ er 1636 die Philippinen auf einem Schiff zusammen mit Dominikanermissionaren. Eigentlich hoffte er, sich dadurch in Sicherheit zu bringen. Die Reise führte ihn jedoch nach Japan, wo damals eine schwere Christenverfolgung herrschte.

Verfolgung in Japan

Laurentius und seine Gefährten wurden bald festgenommen. Die japanischen Behörden versuchten, sie dazu zu bringen, den christlichen Glauben zu verleugnen. Dazu wurden sie grausamen Folterungen ausgesetzt. Man versprach ihnen, ihr Leben zu retten, wenn sie Christus abschwören würden.

Laurentius hatte große Angst und erlebte Momente innerer Unsicherheit. Gerade darin liegt etwas besonders Menschliches an seiner Geschichte: Er war kein Priester und kein Ordensmann, sondern ein Ehemann und Vater, der plötzlich vor der Entscheidung über Leben und Tod stand.

Schließlich entschied er sich bewusst, Christus treu zu bleiben. Von ihm ist das eindrucksvolle Glaubenszeugnis überliefert, sinngemäß:

„Ich bin Christ und nehme den Tod für Gott von ganzem Herzen an. Hätte ich tausend Leben, würde ich sie alle für ihn hingeben.“

Laurentius Ruiz wurde am 29. September 1637 in Nagasaki getötet.

Seine Gefährten

Laurentius gehörte zu einer Gruppe von 16 Märtyrern, die zwischen 1633 und 1637 in Japan den Tod erlitten. Zu ihnen gehörten Dominikanerpriester und Ordensbrüder sowie Laien. Sie stammten aus verschiedenen Ländern und Kulturen, unter anderem aus den Philippinen, Spanien, Frankreich, Italien und Japan.

Gerade diese Verschiedenheit ist bemerkenswert: Was sie miteinander verband, war nicht ihre Herkunft oder gesellschaftliche Stellung, sondern ihr gemeinsamer Glaube an Christus.

Papst Johannes Paul II. sprach Laurentius Ruiz und seine Gefährten 1987 heilig. Laurentius Ruiz wurde damit der erste heiliggesprochene Filipino.

Was können wir von Laurentius Ruiz lernen?

Sein Leben zeigt, dass Heiligkeit nicht nur Priestern, Ordensleuten oder außergewöhnlichen Menschen vorbehalten ist. Laurentius war Familienvater und führte zunächst ein gewöhnliches Leben. Erst eine dramatische Situation zeigte, wie tief sein Glaube tatsächlich geworden war.

Seine Geschichte stellt deshalb auch uns eine Frage: Was bedeutet Christus für mich, wenn der Glaube etwas kostet? Solange der Glaube bequem ist, ist es leicht, sich zu Christus zu bekennen. Die Treue zeigt sich besonders dann, wenn Nachteile, Ablehnung oder Leiden entstehen.

Laurentius Ruiz hatte Angst, aber seine Angst hatte nicht das letzte Wort. Das letzte Wort hatte sein Vertrauen auf Christus. Darin liegt die bleibende Botschaft seines Martyriums: Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Christlicher Mut bedeutet, Christus auch in der Angst treu zu bleiben.

Da die Botschaft vom Reich des Vaters zu uns gekommen ist und wir aufgenommen sind ,dürfen wir voll Vertrauen beten.

Die Frucht unserer Liebe ist der Friede des Herrn. So wollen wir beten.

Selig, die als Jünger dem Herrn angehören und eingehen in die Ernte seines Reiches.

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