28.Sonntag im Jahr A Mt, 22,1-14

28. Sonntag A 2020

Einführung- Gott lädt uns ein zum ewigen Leben

Es gibt zwei Möglichkeiten, Menschen zu sagen, dass sie zu einem Ort oder einer Veranstaltung kommen sollen. Es ist eine Vorladung und eine Einladung. Die Vorladung ist normalerweise ein offizielles Dokument. Ihr Ziel ist es, in einfacher Form bekannt zu geben, dass jemand kommen soll zum Beispiel  ins Büro, zur Polizei oder zum Notar. Die Ablehnung einer Vorladung kann rechtliche Konsequenzen für eine Person haben. Bei einer Einladung ist das anders. In der Einladung wird freundlicherweise angekündigt, dass die einladende Person, die eingeladene Person bei ihrer Feier gern  sehen möchte. Es kann eine Hochzeit, eine Promotion  oder ein Lebensjubiläum sein.

Predigt.

Die Einladung ist kein Zwangsdokument. Respektiert die menschliche Freiheit. Der Mensch  kann die Einladung annehmen oder nicht. Der König aus dem  Gleichnis  lädt die  Menschen zur Hochzeit seines Sohnes ein. Sie können sich frei entscheiden, auch wenn der König davon ausgeht, dass sie die Einladung annehmen. Aber das Gegenteil ist passiert. Die Eingeladenen die Einladung nicht angenommen haben.

Das Gleichnis löst ein wichtiges Problem, das als der Wille Gottes bezeichnet wird, alle Menschen durch Jesus Christus zu retten. So sollten wir die Zeichen aus dem Gleichnis verstehen. Gott ist König. Sein Sohn ist Jesus Christus. Die eingeladenen Gäste repräsentieren die Menschen und ihre Einstellung zur Erlösung. Auf den ersten Blick scheint es, dass Gott nicht alle Menschen retten will. Als hätte er nur seine Favoriten ,die er retten wollte  Nur wenn sie die Erlösung frei und freiwillig ablehnen, treten diejenigen von der „Straße“ in den Vordergrund. Wir können im Geiste antworten, dass Gott völlig frei ist, wem er seine Gaben  gibt und in welchem ​​Umfang. Diejenige, die   von Gott mehr Gaben bekommen, werden  auch eine größere Verantwortung für Gottes Gaben tragen. Wer weniger Gaben  bekommen hat auch weniger Verantwortung. Wie dies alles im Einzelfall geschieht, bleibt ein Rätsel zwischen Gott und Mensch. Gott respektiert jedoch immer die freie Haltung des Menschen. Man kann eine Einladung annehmen oder nicht annehmen. Die Folgen werden von sich selbst getragen.

Aus einem anderen Blickwinkel könnte man sagen, dass Gott den Menschen im ersten Grad auf der Ebene des Gewissens oder des Naturgesetzes in ihm zur Erlösung einlädt. Wenn ein Mensch nach seinem Gewissen lebt, auch wenn er nicht religiös geprägt ist, hilft ihm Gott im zweiten Grad, mit der Gnade die helfen, Gnade genannt wird. Wir können es auch die innere Stimme nennen, in der Gott den Menschen ruft, einen entscheidenden Schritt zur Erlösung zu tun. Aber auch in dieser Phase der Freiheit des Menschen bleibt. Er muss nicht auf diese Stimme hören. Es könnte ihn mit etwas überwältigen. Aber wenn er auf ihn hört und weitergehen will, dann kommt der dritte Grad. In ihm nimmt der Mensch Gott bewusst an und durch die einzelnen Sakramente gibt Gott ihm heiligende Gnade. Es ist das weiße Kleid aus dem Gleichnis. Es ist Gottes Leben in der menschlichen Seele. Man könnte argumentieren, dass die Freiheit stark betont wird, und doch weiß Gott in seiner Allwissenheit, welche Menschen Gottes Gnade empfangen werden und welche nicht. Der Mensch ist also nicht frei. Dass Gott zwar  weiß, wie der Mensch entscheiden wird, das ist wahr. Gottes Wissen beeinflusst jedoch nicht die menschliche Freiheit. Wenn einige gerettet und andere verdammt sind,  nicht darum , weil Gott davon wusste, sondern weil sie sich  frei entschieden. Obwohl Gott ihre Entscheidung von Ewigkeit an vorausgesehen hatte. Kein Mann auf der Welt wird mit dem Gefühl des Unrechts   sterben, dass  ich wollte gerettet werden aber   Gott wollte nicht.

Gehen wir von der schwierigen Dogmatik zu unserem praktischen Leben über. Darin sehen wir, wie Menschen auf Gottes Einladung reagieren. Einige sind gleichgültig. Sie sind nicht grundsätzlich gegen Gott, aber sie haben keine Zeit für ihn. Dies sind diejenigen des Gleichnisses, die zu ihren Feldern und Geschäften gingen. Andere sind oberflächlich. Sie werden von einem Mann vertreten, der auf der Hochzeitsfeier kein Hochzeitskleid hatte. Dies sind Menschen, die auf einen Blick auf Gott schauen, sich aber nicht darum kümmern, wie sie leben. Es ist ihnen egal, was ihre Seele ist und was ihre Taten sind. Es gibt auch kämpfende Feinde Gottes. Sie sind im Gleichnis von denen dargestellt, die die Diener des Herrn getötet haben, als sie sie zur Hochzeit eingeladen haben. Der Zweck ihres Lebens ist es, mit allen Mitteln gegen Gott, die Kirche und die Christen zu kämpfen. Von grausamen zu raffinierten Wegen. Immerhin gibt es Menschen, die sich nach Erlösung sehnen. Sie sind im Gleichnis derer vertreten, die sie von der Straße eingeladen haben. Sie sind sich ihrer Unwürdigkeit bewusst, aber sie nehmen Gottes Einladung mit Dankbarkeit an.

Sie sind ein Bild aller aufrichtigen Christen, die verantwortungsbewusst für ihre Errettung zusammenarbeiten, obwohl sie sich ihrer Schwäche und Sündhaftigkeit bewusst sind. Jeden Sonntag ruft uns Christus zu seinem Hochzeitsfest in die Kirche. Wir nehmen diese Einladung gerne und verantwortungsbewusst an. Die Erfahrung lehrt uns, dass es eine Zeit geben kann, in der wir am Sonntag in St. das Läuten der Kirchenglocken hören. Masse, aber unser Körper kann schon hilflos und schwach sein. Wenn ein gesunder Mensch diese Einladung nicht annimmt, liegt dies entweder daran, dass er ernsthafte Gründe dafür hat, oder daran, dass er unhöflich ist. Gott hat Verständnis aus schwerwiegenden Gründen. Verlassen wir den Altar immer mit der Bitte, einmal nach dem Tod zum ewigen Fest im Himmel zu kommen.

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