Gott, der Herr, der auch eine unsichtbare Welt erschaffen hat, sei mit euch.
Gott hat nämlich auch unzählige Geister, die wir Engel nennen, erschaffen. Sie waren alle exzellent und glücklich. Blieben alle Engel gut und glücklich? Nein. Viele sündigten und wurden in die Hölle gestürzt. Die wohlwollenden Engel haben uns lieb und beschützen uns an Leib und Seele. Darum heißen sie auch Schutzengel.
Engel haben den Hirten deine Geburt verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Engel haben dir in den schwersten Stunden deines Erdenlebens gedient. Christus, erbarme dich unser.
Engel haben deine Auferstehung verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Was meint denn der Katechismus mit der Frage: „Wie sind denn die guten Engel gegen uns gesinnt?“ Wenn ich dich frage, wie bist du gegen dieses Kind gesinnt bist, so meine ich: Hast du es gern, oder magst du es nicht. Bist du ihm gut oder bös? Was meint also der Katechismus, wenn er fragt. Wie sind die guten Engel gegen uns? Die guten Engel haben uns lieb, haben uns gern, wollen, dass es uns gut gehe. Darum beschützen sie uns auch, behüten uns vor was? Vor dem Bösen. Sie beschützen uns am Leib. Was könnte dir Böses zustoßen am Leib? Du könntest fallen, dich schneiden, krank werden, einen Unfall haben usw. Davor schützt dich dein Schutzengel. Morgen, wenn du aufwachst, ist er schon bei dir und der ganzen Tag, verlässt er dich nicht. Wärst gewiss schon vielmals gefallen und hättest einen Fuß gebrochen, wenn der Schutzengel dich nicht beschützt hätte. Und die guten Engel beschützen uns an der Seele. Was könnte uns denn Böses begegnen an der Seele? Wenn wir sündigten. Wie schützt dich nun dein Schutzengel, dass du nicht sündigst? Vielleicht hast du schon Lust gehabt, etwas zu stehlen. Wäre das recht gewesen? Plötzlich hören wir , wie jemand ganz leise sagt: „Das ist nicht recht. Du darfst nicht stehlen. Gott sieht dich.“ Siehe, das war dein Schutzengel, der dich gewarnt und dadurch beschützt hat, dass du nicht sündigtest. Weil gute Engel uns so beschützen, heißen sie Schutzengel. Und einen solchen Schutzengel hat jeder Mensch.
Damit der Herr uns bereit findet, lasst uns beten, wie er selbst und aufgetragen hat:
Gott ist größer als unser Herz. Deshalb bitten wir voll Vertrauen:
Selig, die zur Rechten des Herrn stehen dürfen,wenn er kommt zum Gericht.
Heute erinnern wir uns an Theresia von Lisieux. Kleine heilige Theresia, wird genannt, die große Ordensfrau und Mystikerin Theresia. Die Bezeichnung „klein“ diente zum einen wohl zur Unterscheidung von der Ordensreformatorin Theresia von Avila, zum anderen drückt sie aber auch aus, dass man Theresia von Lisieux lange Zeit als kindliche Beterin bezeichnet hat.
Jesus, du stärkst die, die dir zu dienen bereit sind. Herr, erbarme dich unser.
Du tröstest die, die mit dir das Kreuz zu tragen bereit sind. Christus, erbarme dich unser.
Den Demütigen hast du dein Reich verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Theresia vom Kinde Jesus, kam am 2. Januar 1873 in dem Örtchen Alençon in der Normandie zur Welt und hieß mit Familiennamen Martin. Ihr einziger Wunsch war schon als Kind dem Karmeliterorden beitreten zu dürfen. Nach mehreren vorangegangenen Ablehnungen wurde Theresia dann im Alter von 15 Jahren in den Karmel von Lisieux, wo sie mit ihrer Familie seit dem frühen Tod der Mutter lebte, aufgenommen. Die Schwestern im Kloster kamen mit der Persönlichkeit Theresias von Anfang an nicht zurecht, niemand kannte sich in ihrem Wesen aus. Man hielt das Mädchen, aufgrund einer Sondererlaubnis täglich kommunizieren durfte, für eingebildet und stolz und bemerkte nicht, welche inneren Kämpfe es Tag für Tag auszufechten hatte. Die Oberin erschwerte Theresia durch ständige Demütigungen das Leben noch zusätzlich. Theresia, die nach außen so ruhig und beherrscht wirkte, litt ihr Leben lang unter Angstzuständen. Sie wurde oft vom Gedanken gequält, Gott habe sie verlassen und geriet dadurch in schwere innere, starke Versuchungen, denen die Theresia widerstehen konnte. Manchmal war sie überzeugt, sie sei zur Verdammnis verurteilt. Dennoch gab sie sich ganz der Liebe Christi hin. Ihr Leitspruch war: „Alles ist Gnade.“
Jesus hat uns zu Kindern Gottes gemacht und ruft uns auf den gemeinsamen Weg zum Vater:
Friedensverträge reichen nicht aus. Der Friede muss persönlich werden, so wie Christus selbst unser Friede wird:
Wenn wir das Brot des Lebens teilen, empfangen wir die Kraft, der Einheit unter den Menschen zu dienen.
Jesus, der sagte: Den, der der Kleinste ist unter euch allen, der ist groß, sei mit euch.
Heute erinnern wir uns an den heiligen Hieronymus. Er gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der gesamten Kirchengeschichte, er ist Kirchenlehrer und einer der vier lateinischen Kirchenväter, er zählt zu den größten Gelehrten innerhalb der katholischen Kirche.
Jesus, du kamst als Lehrer der Weisheit. Herr, erbarme dich unser.
Du hast deine Apostel zu Boten deines Wortes bestellt. Christus, erbarme dich unser.
Dein Wort weist uns den Weg des Lebens. Herr, erbarme dich unser.
Es ist interessant, dass der große Hieronymus nie offiziell heiliggesprochen wurde. Der Grund für diese außergewöhnliche Tatsache ist möglicherweise in dem oft ungestümen Temperament des Cholerikers Hieronymus zu suchen, der aufgrund zahlreicher Krankheiten und eines strengen Asketenlebens häufig überreizt und kränkend war und polemisch urteilte. Doch trotz aller Schwächen war Hieronymus bei den Großen seiner Zeit hochgeschätzt, das Volk verehrte ihn bereits im Mittelalter wie einen Heiligen. Hieronymus kam um das Jahr 347 im dalmatisch-pannonischen Grenzort Stridon in Kroatien zur Welt. Seine katholischen Eltern erzogen ihn im christlichen Glauben. Nach einem umfassenden Studium in Rom, wo er auch das Taufsakrament empfing, zog Hieronymus zunächst nach Trier, wo er das Mönchtum kennen und schätzen lernte. Die nächste Station im Leben von Hieronymus war östlich von Venedig, wo er sich um das Jahr 370 einem asketischen Freundeskreis, dem „Chor der Seligen“ anschloss . 373 verließ der inzwischen 26-jährige Hieronymus Aquileja wieder und unternahm mehrere Pilgerfahrten in den Orient. Einige Zeit lebte er in strengster Abgeschiedenheit in einer Mönchsgemeinschaft bei Aleppo im heutigen Nord-Syrien. Doch die Streitigkeiten unter den Mönchen vertrieben ihn bald wieder. Das ist ein Teil vom Leben des heiligen Hieronymus.
Alle, die zu Christus gehören, haben Teil an seinem Leid, an seinem Tod und seiner Auferstehung. Sie leben mit und aus dem Gebet, das diesen Glauben bezeugt und vertieft. So beten wir zum Vater, wie Jesus es den Seinen gesagt hat:
Der Friede, den der Herr versprochen ist Friedhofsruhe. Der Friede des Herrn ist die Brücke Gottes zu den Menschen, um Leben zu spenden. Darum bitten wir:
Singt dem Herrn und preist seinen Namen, verkündet sein Heil von Tag zu Tag.
Jesus, der den mondsüchtigen Knaben heilte, sei mit euch.
Der heilige Lukas beendet die Geschichte der Genesung des mondsüchtigen Knaben mit den Worten: „Und alle waren erstaunt über die große Kraft Gottes.“ Die Menschen äußerten ihr Erstaunen offen und mit Begeisterung. Das war fast immer, wenn Jesus ein Wunder tat. Die Leute waren spontan begeistert.
Jesus, du liebst alle Menschen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Menschen immer geholfen. Christus, erbarme dich unser.
Du trittst beim Vater für uns ein. Herr, erbarme dich unser.
Jesus war immer zurückhaltend, wenn es um die Begeisterung der Menschenmassen ging. Er sah nicht nur die jauchzenden Gesichter, sondern auch die Seelen und Herzen dieser Menschen. Diejenigen, die begeistert waren, werden sich abkühlen, sobald sie sich von Jesus trennen. Ihre Begeisterung hat sie nicht verändert, sie bleibt an der Oberfläche. Jesus kennt diese Leute. Er kennt alle Menschen. Darum lässt er sich durch die Begeisterung der Menschenmassen nicht täuschen. Obwohl in diesem Moment alle Jesus feierten. Für alles, was Jesus getan hatte, sagte er zu seinen Aposteln: „Der Menschensohn wird in die Hände der Menschen überliefert werden; sie werden ihn verurteilen und töten.“ Die Apostel verstanden diese Rede nicht, aber Jesus wusste, was er sagte. Er kannte die Gesinnung der Menschen. Wie schnell sich ihre Meinung ändert! Ich habe kürzlich einen Dokumentarfilm über Mussolini gesehen. Die Massen waren jahrelang von ihm begeistert. Und dann waren fast alle gegen ihn und lynchten ihn buchstäblich. Heute suchen viele Politiker die Gunst der Massen und sagen deshalb, was die Leute hören wollen. Sie sagen nicht, was sie sagen sollten, weil sie wissen, dass es den Menschen nicht gefallen würde und sie ihre Gunst verlieren würden. Jesus gab uns ein anderes Beispiel.
Mehr als ein Vater sich um seine Kinder sorgt, umfängt uns Gott mit seiner Liebe. So dürfen wir vertrauensvoll beten:
Wir alle kennen das Hauptgebot der Liebe und dennoch handeln wir oft anders. Darum gibt’s Unfrieden und Spaltung Wir bitten:
Jesus, der die Apostel fragte: „Für wen halten mich die Menschen, er sei mit euch.
Jesus fragt die Apostel, was die Menschen über ihn sagen. Die Jünger waren gerade von ihren Missionen unter den Menschen zurückgekehrt. So hatten sie die Möglichkeit, nicht nur über Jesus zu sprechen, sondern auch zu hören, was die Menschen über ihn sagen. Dabei hatten die Menschen unterschiedliche Meinungen über Jesus.
Jesus, du hast allen Gutes getan. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Kranke geheilt und Arme gespeist. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst uns richten nach den Werken der Liebe. Herr, erbarme dich unser.
Von Vinzenz von Paul ist bekannt, dass er Libertären vollbracht hat. Außerdem organisierte er die Hilfe, die sie bräuchten und die nicht in der Lage waren, sich selbst zu helfen. Davon ein paar Worte. Ein Werk der Liebe des heiligen Vinzenz ist die Anstalt zur Versorgung von Findelkindern. Vinzenz ward einst in der Nacht zu einer Kranken gerufen. Ein Bruder begleitet ihn mit einer Laterne. Sie hörten an einer Gassenecke ein lautes Geschrei. Als Vinzenz näher kam, hörte er die Stimme einer Frau, welche flehend zu einer andern Frau sagte, sie möge ihr doch ihr Kind lassen und sein unschuldiges Blut nicht zu gottlosen Zaubereien missbrauchen. Als Vinzenz hinzutrat, wollte die Frau entfliehen, er aber hielt sie zurück. Die trostlose Mutter erkannte an der Kleidung, dass Vinzenz ein Priester ist, und gestand ihm, dass die Not sie gezwungen habe, ihr Kind auf die Straße zu setzen. Nun habe sie gehört, dass jene Frau Landry, mit der sie geredet, diese ausgesetzten Kinder aufnehme und zum Missbrauch gottloser Zauberei verkaufe. Sie haben heute von dieser Frau ihr Kind wieder zurückgefordert, vergeblich. Vinzenz ließ sich von der jammernden Mutter zur Frau Landry führen, wo er durch strenge Nachforschung und durch sein großes Ansehen die Wahrheit der obigen Frau erfuhr. Er erhielt das Kind, und da er bei dieser gottlosen Frau noch mehrere kleine Kinder in der hilflosesten Lage sah, legte er bei sich das Gelübde ab, diesen unglücklichen Findlingen zu helfen. Am folgenden Morgen zeigte er die ganze Sache beim Magistrat an, die lasterhafte Frau mit ihren Genossen wurde streng bestraft. Vinzenz aber sann auf Mittel und Wege, wie die täglich auf der Straße in Paris ausgesetzten Kinder gerettet und christlich erzogen werden könnten. Er berief die zur Wohltätigkeit vereinten Frauen zu einer Versammlung, stellte ihnen die traurige Lage dieser armen Findlinge vor und sprach ihnen so eindringlich zu, dass sie an Schmuck und Geld, was sie bei sich hatten, hergaben und damit die Gründung eines Findelhauses den Grund legten.
Jesus Christus ist Mensch geworden und hat uns zu Kindern Gottes gemacht. So dürfen wir zu Gott, unserem Vater, beten:
Friede wird möglich, wenn Menschen sich so begegnen, dass jeder den Segen Gottes im anderen wahrnimmt. Damit uns das gelingt, bitten wir:
So spricht der Herr: Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.
Für einen Christen ist der Glaube von fundamentaler Bedeutung. Wir Gläubigen sollten uns mit dem Glauben befassen, denn er ist keine ausgereifte Angelegenheit. Er kann leicht verloren gehen. Wie?
Predigt
Wie kann man den Glauben verlieren? So wie die Brüder vom vermögenden Kreuzmann ihren Glauben verloren haben. Im bekannten Evangelium vom vermögenden Mann und Lazarus bittet der reiche Mann in der Hölle Abraham, seine fünf Brüder zu warnen, damit auch sie nicht wie er in der Hölle enden. Abraham antwortete: „Sie haben Mose und die Propheten. Der Reiche aber drängte weiter: „Nein, Vater Abraham, wenn jemand zu ihnen kommt, der von den Toten auferstanden ist, werden sie Buße tun.“ Abraham beendet diesen Dialog mit traurigen, aber wahren Worten: „Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufersteht.“ Was Abraham damit sagen wollte, ist: Menschen, die mit materiellen Genüssen „verschüttet“ sind, sind nicht fähig, an Gott zu glauben oder den Glauben an Gott zu behalten. In der Heiligen Schrift heißt es, dass der Glaube im Grunde nicht schwer zu gewinnen ist. So schreibt der heilige Paulus in seinem Brief an die Römer: „Seit der Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit.“ (Vergleiche Röm 1,20). Aber was, wenn der Mensch vom Streben nach Genuss „umgarnt“ wird? Der heilige Gregor von Nazianz sagt: „Wenn du ein Haus betrittst und du siehst, dass in diesem Haus alles ordentlich und aufgeräumt ist, kannst du leicht glauben, dass dieses Haus einen Besitzer hat, der alles arrangiert hat. Ähnlich ist es, wenn du das Haus dieser Welt betrittst und auf der Erde und im Weltraum Ordnung, Zweckmäßigkeit und Gesetzmäßigkeit siehst. Dann wirst du leicht glauben, dass es einen Gott gibt. Wenn man sich jedoch nur für irdische Genüsse interessiert, wie einst die fünf Brüder des Reichen, ist man nicht mehr fähig, über Ordnung und Zweckmäßigkeit nachzudenken und so zu erkennen, dass Gott wirklich existiert.“ Doch auch der Apostel Paulus hat geschrieben: „Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt.“ (1 Kor 2,14 ). Karl Gustav Jung, einer der bedeutendsten Psychologen des letzten Jahrhunderts, bestätigt die Lehre aus dem heutigen Evangelium wissenschaftlich. Er war selbst einst ungläubig und lehnte die Religion ab. Als er jedoch die Psyche des Menschen bis ins kleinste Detail untersuchte, stellte er fest, dass es beim Menschen unweigerliche Fragen gibt. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Warum lebe ich hier? Es ist möglich, dass es einen Menschen gibt, der sich diese Fragen nicht stellt. Vor allem Menschen, die nur irdische Freuden suchen. Ein Mensch jedoch, der sich ernsthaft mit diesen Fragen beschäftigt, gelangt allmählich in die Tiefe seines Inneren, wo seine Selbsterkenntnis auf die Erkenntnis Gottes trifft. Genauso kam der Psychologe Karl Gustav Jung zum Glauben. Seine analytische Psychologie wurde von vielen Gläubigen übernommen. Mithilfe dieser konnten sie die herausragenden Mystiker des 16. Jahrhunderts, wie beispielsweise die heilige Theresia von Avila und den heiligen Johannes vom Kreuz, besser verstehen. Ihre Bücher „Die innere Burg” oder „Der Aufstieg auf den Berg Karmel” beschreiben genau diesen Weg in die Tiefen unseres Inneren. Jung fügt hinzu: „Die entschiedenste Frage unseres Lebens ist: ‚Bin ich auf Gott gerichtet, oder nicht‘. Daraus folgt, dass der fatale Fehler von der Person begangen wird, die ihre Tiefe ursprünglich auf Gott gerichtet hat, aber mit materiellen Genüssen in so großer Menge zugeschüttet wird, dass sie den Glauben an Gott verliert.“ Wenn jemand einen Menschen um den Glauben bringen will, muss er das nicht durch Überzeugen oder Argumentation machen. Vermögenden
Heute ist der Tag des Dankes für alle Geschenke der Natur, die wir erhalten haben. Wir wissen, dass jede Feier der Eucharistie Danksagung ist. Bei der Opferung sprechen wir die Worte: „Wir bringen dir, Herr, Geschenke, die die Erzeugnisse deiner Schöpfung und die Frucht menschlicher Arbeit sind.“ Daraus folgt, dass jedes Werk zwei Dimensionen hat. Wir finden darin die Macht Gottes und zugleich die Teilnahme des Menschen.
Predigt
Wenn wir uns umschauen, sehen wir die Natur, die Werke menschlicher Hände, Städte, Dörfer und Gebäude. Das alles ist im Wesen die Verwirklichung, Erfüllung und Umsetzung von Gottes Plan. Von Ewigkeit an hat Gott in seiner Weisheit den Zweck und die Bedeutung von allem bestimmt. In der Geschichte der ganzen Schöpfung können wir Gottes monumentale schöpferische Tätigkeit sehen. Alles, was in der Welt passiert, geschieht nach seinem heiligen Willen. In diesem großartigen Werk Gottes ist nur der Mensch eine Ausnahme. Gott lud den Menschen ein, an seinem Werk mitzuarbeiten. Der Mensch wird so zu einem schöpferischen Wesen, das Gott ähnlich ist. Dies ist ein wunderbares Privileg. Wir Menschen können und sollen durch unseren Geist die Weisheit und Schönheit Gottes bemerkbar machen. Was ich bisher gesagt habe, und viele von ihnen haben sich wahrscheinlich gefragt, warum ich das erzähle, deshalb muss ich erklären, dass es ein Vorspiel war, wieder zu erkennen, wer wir sind, was der Zweck unseres Seins ist, und was die Mission unseres menschlichen Lebens ist. Gott hat uns geschaffen, er berief uns, an seinem Leben teilzunehmen, damit wir an seiner schöpferischen Tätigkeit teilnehmen können. Vergessen wir nun, dass der Mensch zu Beginn seiner Geschichte in Konflikt mit Gottes Willen geraten ist, und dass Gott noch ein Werk für ihn getan hat, nämlich das Werk der Erlösung. Aber ich möchte jetzt nicht darüber sprechen. Dies ist ein anderes Kapitel. Jeder von uns sollte erkennen, dass dies ein erheblicher Vorteil ist, wenn wir mit Gott zusammenarbeiten können. Der Glaube lehrt uns, zur Ehre und Herrlichkeit Gottes zu arbeiten. Nur ein stolzer Mann denkt, dass er Gott ist, der alles erfunden und erschaffen hat. Ein Irrtum. Wir sind nur Werkzeuge. Wie klug es fasste Carlo Carretto, als er in einer seiner Meditationen schrieb: „Mit dem Schweiß auf der Stirn. Wir könnten sagen, dass ein Mann in seiner Arbeit nicht allein ist, dass es selbst Gott ist, der in ihm arbeitet. Die Wahrheit ist, dass Gott in seiner Schöpfung immer gegenwärtig ist und mit seiner Kreatur zusammenarbeitet, um seinen Plan zu erfüllen, wobei er auch den Menschen ausnutzt. In der Hand des Künstlers ist die der Gottheit, die nach Schönheit ruft. In der Hand des Arbeiters ist die Hand Gottes, die an das Brot für seine Kinder denkt. Gott ist im Werk eines jeden Menschen präsent. Keine Entdeckung, kein technischer Fortschritt werden ohne Gottes Willen erreicht. Ja, Arbeit ist für den Menschen notwendig. Ein Wort drückt das Wesen der Arbeit, Erlösung, sehr gut aus. Die Arbeit war vor der Verwirrung durch die Sünde lediglich schöpferische Tätigkeit und Freude. Durch die Sünde beginnt sie sich mit Mühe und Leiden zu verbinden. Jesus Christus hat uns ermöglicht, dass die Arbeit für uns heilbringend wird. Die Arbeit hilft den Menschen, sich vom Bösen zu befreien, wichtige und nützliche Dinge zu tun und täglich an ihrer Erlösung zu arbeiten. Carlo Caretto, dessen Bücher in vielen Sprachen gelesen werden, erklärte kurz und deutlich die Bedeutung unserer Arbeit und Aktivitäten. All dies hat uns den Boden für unser Denken bereitet. Heute möchten wir Gott für die geleistete Arbeit danken. Wenn wir Gott danken, wissen wir, dass er uns gesegnet hat, dass die Arbeit unserer Hände gelingt und dass wir an seinem Werk zusammenarbeiten können. Auf dem, was uns aufzubauen gelungen ist, sehen und nehmen wir wahr: Gottes Schönheit, Weisheit, Größe. Vielen Dank für das Privileg, mit Gott zusammenarbeiten zu dürfen. Jede kleine Arbeit, nicht nur die großen, sondern auch die einfachsten, das ist unser Anteil an dem Werk des Guten und der Erlösung. Allen, die fleißig arbeiteten, gehört Dank und Anerkennung.
Herodes hörte von allem, was um Jesus geschah, und war verlegen, denn einige sagten, Johannes der Täufer sei auferstanden, andere, einer der alten Propheten. Wir sehen, dass Jesu Wirken auch bei Herodes Fragen aufwirft.
Jesus, du kamst vom Vater, um uns seine Liebe zu künden. Herr, erbarme dich unser.
Du bist unter uns zum Weg der Wahrheit geworden. Christus, erbarme dich unser.
Du führst uns zum Vater. Herr, erbarme dich unser.
Während die Apostel im Auftrag Jesu in Galiläa wanderten, ließ Herodes Johannes den Täufer enthaupten. Nach diesem kriminellen Mord fühlte sich Herodes in seiner Burg unwohl. Hier erfuhr er von den Wundern Jesu. Viele Gerüchte, die unter den Menschen kursierten, kamen zu ihm. Lukas schreibt, dass Herodes verlegen gewesen sei. Sein Zustand könnte auch so ausgedrückt werden wie Zweifel, Unsicherheit oder Hilflosigkeit. Wer ist Jesus? Diese Frage stellte sich dem Volk, den Höflingen und selbst dem Herrscher Herodes. Er war wegen der unterschiedlichen Meinungen über Jesus unsicher. Auch bei den Israeliten äußerte sich gelegentlich der Hühneraberglaube. Die Seele des hingerichteten Mannes/Johannes/ zog in einen anderen Menschen um. Diese Täuschung fand bei Herodes mehr willige Ohren als das Wort der Wahrheit. Herodes‘ Herz war feige. Er wollte Jesus sehen. Dies geschah, als Pilatus Jesus zu Herodes sandte. Herodes freute sich. Er hoffte, von Jesus ein Wunder zu sehen. Er wollte Jesus sehen und mit ihm sprechen. Er dachte, er würde Jesus auf diese Weise erkennen. Was für ein Irrtum: Der Weg zu Jesus führt nicht durch Unterhaltung, Wunder oder Neugier. Es führt durch Glauben und Liebe. Jesus zu kennen ist ein Geschenk Gottes, nach dem wir uns in Demut und aufrichtig sehnen.
Von Gott gibt es viele Vorstellungen. Am häufigsten wird das Bild des Vaters im Himmel verwendet. Wir nennen Gott unseren Vater, weil Jesus Christus uns so zu beten gelehrt hat:
Die Welt ist voller Friedenssehnsucht, doch oft ist es nur eine weltliche Friedensvorstellung. Der Stärkere hat das Recht; der Klügere bekommt es. Jesus aber sagte: „Bei euch aber soll es nicht so sein, deshalb gebe ich euch meinen Frieden.
Herr, von den Früchten deiner Schöpfung werden alle satt. Du schenkst dem Menschen Brot von der Erde und Wein, der sein Herz erfreut.
Galiläa,Jesus Christus, der seine Apostel in die Welt sandte, das Reich Gottes zu predigen, sei mit euch.
Jesus, am Ende seiner Tätigkeit in Galiläa, erweiterte sein Werk, indem er seine Apostel aussandte, um das Reich Gottes zu predigen. Die Apostel haben ihn bisher nur als Zeugen seiner Worte und Taten begleitet. Jetzt will er sie zur selbständigen apostolischen Tätigkeit führen. Durch sie will er die Botschaft von Gottes Reich in allen Dörfern und Städten in Galiläa verbreiten. Es war noch nicht die wahre Verkündigung des Heils, zu der die Apostel nach der Herabkunft des Heiligen Geistes bevollmächtigt wurden.
Jesus, du bist zugegen, wo Menschen dein Wort verkünden. Herr, erbarme dich unser.
Du bleibst bei uns bis ans Ende. Christus, erbarme dich unser.
Du lässt deine Macht in menschlichem Wirken sichtbar werden. Herr, erbarme dich unser.
Jesus rief seine Apostel zusammen. Das deutet etwas Feierliches an. Die Aufgabe der Apostel bestand nicht darin, vor Jesus zu gehen, sondern eher, ihm zu folgen. Die Menschen wussten schon viel über Jesus. Die Apostel sollten darin fortfahren, was er begonnen hatte. Sie sollten herausfinden, wer Ihrer Anwesenheit und ihrer Worte würdig ist. Sie sollten den Staub von ihren Füßen schütteln, wo sie nicht empfangen wurden. Jesus besteht darauf, dass die Menschen selbst entscheiden müssen. Jesus gibt den Apostel die Macht, die bösen Geister auszutreiben, und die Kraft zu heilen. Sie sollen Frieden und Liebe bringen. Durch die Wunder sollen sie die Wahrheit ihrer Mission bestätigen. Da Gottes Reich nicht durch Menschenmacht errichtet wird, sondern durch Gott. Deshalb sagt er zu den Aposteln, nichts auf dem Weg mitzunehmen, weder Tasche, noch Brot noch Geld. Jesus gibt den Aposteln auf dem Weg nicht nur die Macht, sondern auch die Anweisungen. Sie sollen einfach ohne Vorbereitung und ohne Vorrat gehen. Jesus versichert ihnen, dass sie alles von denen erwarten können, zu denen sie kommen. Sie sollen sicher sein, dass es keine Knappheit haben wird. Und das ist passiert. Als die Apostel von ihrer Mission zurückkamen, fragte Jesus sie, ob ihnen an etwas fehle, und sie antworteten, dass ihnen an nichts fehle. Diese Anweisung war jetzt gültig, als die Apostel zu dem Volk Israel gingen, das das Recht der Diener Gottes kannte. Ernährung war im Rahmen ihres Dienstes ein Recht. Später bei den Heiden, werden die Ankündiger des Evangeliums sich um sich kümmern, damit sie nicht den Eindruck erwecken, dass sie nicht zur Last sind. Der heilige Apostel arbeitete jahrelang mit eigenen Händen für sein Brot. Aber er lehnte es nicht ab, wenn es geeignet war, eine Unterstützung der Gläubigen für das Wohl der Gottessache zu bekommen.
Zu unserem Vater im Himmel, der uns zu seinen Söhnen und Töchtern berufen hat, beten wir voll Vertrauen:
Der Friede Christi will sich auf unser Leben auswirken, durch seinen Kreuzestod weckt er in uns den Willen zur Versöhnung und führt uns zur Gemeinschaft. Deshalb bitten wir:
Christus ist unter euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit.
Gott, der Herr, der uns durch Jesus Christus den Geist des Glaubens geschenkt hat, sei mit euch.
Als die Pharisäer Jesu Wunder nicht leugnen konnten, begannen sie zu verbreiten, dass Jesus mit der Hilfe des Bellezebub, die bösen Geister austreibt. Diejenige, die aus jeden beliebigen Gründen gegen Jesus voreingenommen waren, verbreiteten diese falsche Nachricht, und dachten dass sie von ihrer Pflicht befreit sind, ernsthaft darüber nachzudenken, wer Jesus und was seine Mission ist.
Jesus, wenn wir den Willen deines Vaters erfüllen, sind wir deine Brüder und Schwestern. Herr, erbarme dich unser.
Du hast in allem dem Vater die Ehre gegeben. Christus, erbarme dich unser.
Du rufst und führst uns in das Reich des Vaters. Herr, erbarme dich unser.
Die böswilligen Reden haben die Verwandten Jesu erreicht. Als sie diese Reden hörten, kamen sie, um ihn abzuführen, schreibt der heilige Markus. Der Evangelist Lukas erwähnt nicht, warum die Verwandte zu Jesus kamen. Er schreibt nur, dass die Leute, die um Jesus herum waren, sagten zu ihm: „Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und und möchtehn dich sehen.“ Darauf antwortete Jesus: „Meine Mutter und meine Brüder, sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.“ Hier hat Jesus gesagt, was er für wesentlich hält und was wir für wesentlich halten sollen. Die Gemeinschaft mit Jesus bildet sich nicht durch natürlichen, verwandschaftlichen Verbindungen, also durch Verbindungen des Blutes. Wer das Wort Gottes hört und bewahrt, der ist in der Gemeinschaft mit Jesus, der ist ihm nahe. Jesu Mutter Maria ist aller Ehre würdig, aber nicht vor allem darum, dass sie seine natürliche Mutter ist, sondern darum, dass sie das Wort Gottes bewahrt, sie ist die demütige Dienerin Gottes. Sie ist voller Glauben, Liebe und Hingabe an Gott. Das Zuhören und die Bewahrung des Wortes Gottes bedeutet seine Mutter, sein Bruder, seine Schwester zu sein. Wir hören auch dieses Wort. Es ist nicht wichtig, dass wir Jesus sehen, wie seine Verwandte ihn sehen wollten. Es geht darum das Wort Gottes zu hören und zu erfüllen. Auf dem ist die Kirche gebaut. Auf dem Gottes Wort. Das Wort Gottes ist die Seele der Kirche und sie ist ihre Frucht. Die Kirche schafft, bildet Jesu Familie damit, dass sie Wort Gottes zuhört und es bewahrt.
Alle, die den Wille des Vaters tun, hat Jesus seine Brüder und Schwestern genannt. In seinem Namen wollen wir beten:
Wer den Willen Gottes tut, findet den Frieden. Deshalb bitten wir:
Selig, die den Willen Gottes tun und aufgenomimen werden zu denen, Idee Vergebung gefunden haben.
Sollen wir unser Gewissen wohl oft befragen, ob etwas recht oder unrecht ist? Bei allem, was wir tun, sollen wir denken. Ist das gut? Wenn wir es so machen, wird es uns mit der Zeit zur Gewohnheit, fortwährend auf unser Gewissen zu achten und kostet uns gar keine Mühe mehr. Wie nennt man den, der immer auf sein Gewissen achtet und ihm auch folgt? Gewissenhaft. Wie nennt man aber diejenigen, die sich um das, was ihnen das Gewissen sagt, nicht kümmern Gewissenslos Wer ist glücklicher, der Gewissenhafte oder der Gewissenslose? Was macht den gewissenhaften Menschen glücklich? Sein Gewissen sagt ihm, dass er auf dem rechten Weg ist und dass Gott mit ihm zufrieden ist. Das bereitet ihm enorme Freude. Wie nennt man diese Freude, die aus einem guten Gewissen entspringt? Den Frieden des Herzens. Dieser Friede macht uns viel glücklicher, als alles, was es in der Welt gibt. Wenn man sich immer an sein Gewissen hält und sich nicht danach richtet, ob einem etwas angenehm ist oder nicht, ob einen die Leute loben oder tadeln, wird man zu einem Charakter. Wie gut es ist, ein Charakter zu sein. Wie geht es aber dem gewissenlosen Menschen? Wie sieht es in seinem Inneren aus? Sein Gewissen macht ihm Vorwürfe, denen er nicht entfliehen kann; durch diese Gewissensbisse wird ihm alles verbittert, und nichts freut ihn recht. Wann wird den gewissenlosenstir Menschen das Gewissen am meisten peinigen? Beim Sterben. Es kommt wohl vor, dass sich das Gewissen auch beim Sterben kaum regt, weil es fortwährend unterdrückt wurde. Das ist aber umso unerträglicher. Warum? Weil sich ein solcher Mensch nicht bekehrt. Wird sein Gewissen doch noch einmal erwachen? Ja, in der Ewigkeit. Mit welchen Worten sagt uns Jesus, dass die Sünder das Gewissen in der Ewigkeit furchtbar peinigen wird? Ihr Wurm stirbt nicht. Was heißt das? Das Gewissen wird an der Seele immerfort nagen und sie peinigen. Wie nützlich ist es also, euch in Bezug auf euer Gewissen zu verhalten, wenn ihr glücklich werden wollt? Wir müssen auf unser Gewissen achten und es immer besser ausbilden. Das Gewissen ist das innere Licht, das uns zeigt, ob das, was wir tun, gut oder böse ist. Alle Völker haben das Gewissen, fühlen auch, dass sie ihm folgen sollen, und können es nie ganz unterdrücken, es muss also von Gott sein. Dem Gewissen muss man folgen, auch wenn es unverschuldet irrt. Wenn es zweifelhaft ist, muss man sich erkundigen. Ist dazu keine Zeit, kann man beliebig handeln. Aber viele sind selbst schuld, dass ihr Gewissen irrt. Gewissenhaftigkeit macht glücklich. Gewissenslosigkeit führt zu Verachtung und Unglück.
Jesus der sagte: Denn es ist nichts verborgen,was nicht offenbar werde, er sei mit euch.
Heute haben wir den großen Gedenktag von hl. Pius von Pietrelcina. Einige Daten aus seinem Leben. Er wurde am 25. Mai 1887 in Pietrelcina geboren. Sein Geburtsname war Francesco Forgione. In den Orden der Kapuziner trat er am 6. Jänner 1903 ein. Die Ordensgelübde legte er am 27. Jänner 1907 ab. Seit 1918 trug er an seinem Körper die Wundmale Christi. Das Gerücht seiner Heiligkeit hat sich schnell ausgebreitet und viele Leute begannen ihn aufzusuchen. Am 16. Juni 2002 erklärte ihn Papst Johannes Paul II. zum Heiligen.
Jesus, du hast das Leben in Armut angenommen. Herr, erbarme dich unser.
Du warst dem Vater gehorsam bis in den Tod. Christus,erbarme dich unser.
Du bist den Weg der Entsagung und der Sühne gegangen. Herr, erbarme dich unser.
Wir kennen mehrere Artikel über die Bilokation des Pater Pio. Einer davon wurde vom italienischen Schriftsteller Andrea Tornielli beschrieben. In seinem Artikel beschreibt er, wie Pater Pio in eine Gefängniszelle in Budapest kam, in der Kardinal József Mindszenty, der ungarische Primas, inhaftiert war. Bilokation ist ein außergewöhnliches mystisches Phänomen, bei dem sich eine Person gleichzeitig an zwei Orten befindet. Pater Pio besaß diese Gabe. Viele Augenzeugen aus verschiedenen Teilen der Welt bezeugen seine Anwesenheit, einige haben sogar mit ihm gesprochen. Kardinal Mindszenty wurde im Dezember 1948 von den Kommunisten inhaftiert und im folgenden Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde fälschlicherweise beschuldigt, sich gegen die Regierung verschworen zu haben. Während seiner Inhaftierung wuchs allmählich sein Wunsch, die heilige Messe zu zelebrieren. Doch er wurde ständig beobachtet. Eines Morgens erschien Pater Pio mit allem, was er zur Feier der heiligen Messe brauchte, vor dem Kardinal. Bei der Messe diente er ihm als Ministrant. Dann sprachen sie miteinander. Schließlich verschwand Pater Pio mit allem, was er mitgebracht hatte. Im Jahr 1965 führte der Journalist Battisti ein Interview mit Pater Pio, in dem er ihn unter anderem fragte, ob er sich mit Kardinal Mindszenty getroffen habe. Pater Pio bestätigte dies: „Ja, wir haben uns getroffen und uns unterhalten.” Dies war jedoch nicht der einzige Fall von Bilokation bei Pater Pio. All dies zeugt von den außergewöhnlichen Gaben, die Pater Pio besaß.
Wir wollen beten, dass Gott uns befreit vom Bösen, damit wir seinen Willen machen können:
Christus will,dass alle, die an einem Brot und an einem Kelch teilhaben, in Frieden und Eintracht zusammenleben. Deshalb bitten wir:
Jesus, der zu Matthäus sagte, Folgt mir nach, sei mit euch.
Matthäus, der Verfasser des ersten Evangeliums, hieß ursprünglich Levi und war Zöllner in Kapharnaum am See Genezareth. Eines Tages sah Jesus ihn bei der Arbeit und sprach: „Levi, folge mir nach.“ Der Angesprochene stand auf, verließ sein Zollhaus und folgte dem Herrn. Christus nahm Levi in den Kreis der Apostel auf. Von diesem Tag an trug der Zöllner den Namen Matthäus, der Verfasser des ersten Evangeliums, hieß ursprünglich Levi und war Zöllner in Kafarnaum am See Genezareth. Eines Tages sah Jesus ihn bei der Arbeit und sprach: „Levi, folge mir nach.” Der Angesprochene stand auf, verließ sein Zollhaus und folgte dem Herrn. Christus nahm Levi in den Kreis der Apostel auf. Von diesem Tag an trug der Zöllner den Namen Matthäus, was im Hebräischen so viel wie „ein Geschenk Gottes“ bedeutet. Men Matthäus was im Hebräischen sowiel wie ,,ein Geschenk Gottes “ bedeutet.
Jesus, du hast deinen Aposteln den Tod des Martyriums verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Du krönst deine Heiligen mit Herrlichkeit. Christus, erbarme dich unser.
Wer dir nachfolgt, findet das Leben. Herr, erbarme dich unser.
Sparsam sind die Überlieferungen über das weitere Leben Matthäus’. Um das Jahr 42, einige Jahre nach Christi Himmelfahrt, soll der Apostel Palästina verlassen haben und zur Verkündigung des Evangeliums nach Ägypten und Äthiopien gezogen sein. In Äthiopien machte Matthäus durch zahlreiche Wunder, die er vollbrachte, auf sich aufmerksam. So soll er den Sohn des Königs vom Tode erweckt und die Königstochter vom Aussatz geheilt haben. Wie lange Mattehäus gewirkt, wie lange er überhaupt gelebt hat, ist nicht authentisch überliefert. Auch über seinen Tod gibt es die unterschiedlichsten Berichte. So soll er einerseits an einem friedlichen Tod gestorben sein, in anderen Erzählungen heißt es, er sei zu Tode gesteinigt worden, wieder andere sagen, Matthäus sei verbrannt worden. Die lateinische und die griechische Kirche verehren den Apostel und Evangelisten jedenfalls als Märtyrer.
Lasset uns beten,wie sich die Kirche nach der Weisung des Herrn von Anfang an zu beten bemüht war:
Herr Jesus Christus, du führst deine Kirche immer wieder von den vier Winden her zum Frieden. So bitten wir dich:
Selig die Frucht bringen in ihrem Leben und eingehen zur Ernte des Lebens.
Jesus, den die Apostel und einige Frauen begleiteten, sei mit euch. Im heutigen Evangelium wird berichtet, dass Jesus das Reich Gottes verkündete. Er wurde nicht nur von den Aposteln, sondern auch von einigen Frauen begleitet. Einige dieser Frauen werden sogar namentlich erwähnt. Dazu gehören beispielsweise Maria Magdalena, Johanna und Susanna. Auch wir sollen mit Jesus leben, so wie sie oder die koreanischen Märtyrer, die wir heute feiern.
Jesus, du hast alle zur Nachfolge des Kreuzes gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Du gibst uns Kraft durch dein Kreuz und deine Auferstehung. Christus,erbarme dich unser.
Dein Sterben war deine Verherrlichung. Herr, erbarme dich unser.
Bei der Heiligsprechung der koreanischen Märtyrer sagte Papst Johannes Paul II. unter anderem: „Die Wahrheit Christi ist auch in Korea eingedrungen. Sie kam gleichzeitig mit Priestern aus China. Auf wunderbare Weise brachte die Gnade Gottes ihre Vorfahren zuerst zur Wahrheit des Gotteswortes und dann zu den lebendigen Glauben an den auferstandenen Erlöser.“ Um ihren christlichen Glauben zu stärken, vervollkommnen, sandten ihre Vorfahren eines ihrer Mitglieder nach Peking, um sich taufen zu lassen. Als er zurückkehrte, gründete er mit anderen Laien die erste christliche Gemeinde in Korea. Diese junge, aber im Glaube starke Kirche musste den Wellen der Verfolgung widerstehen und kann sich mit mehreren Zehntausend Märtyrern rühmen. In den Jahren 1791, 1801, 1827, 1839, 1846 und 1866 sind mit Blut ihre Märtyrer gekennzeichnet. Trotz der Tatsache, dass die Christen in Korea in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nur zwei Priester aus China hatten und das nur einige Zeit, vertieften sie sich in der Einheit und untereinander. Sie achteten nicht auf die sozialen Klassenunterschiede und ermutigten sich, die spirituellen Berufe zu wählen. Sie suchten immer eine engere Verbindung mit ihrem Bischof in Peking und mit dem Papst im fernen Rom. Nach mehreren, vieljährigen Bitten um die größere Zahl der Priester, begrüßten ihre Vorfahren 1836 die französischen Missionare. Einige von ihnen wurden Märtyrer und opferten ihr Leben für das Evangelium. Die schöne Blüte der Kirche in Korea ist die Frucht des Zeugnisses der Märtyrer. Ihr unsterblicher Geist ist auch heute noch eine Stärkung der zum Schweigen gebrachten Kirche in Nordkorea, in diesem so gespaltenen Land.
Gott, dürfen wir Vater nennen und zu ihm rufen, wie uns Christus aufgetragen hat:
Friede mit Gott bedeutet enge Beziehung zu seinem Wort. Diese Beziehung wollen wir in unserem alltäglichen Leben suchen. Deshalb bitten wir.
Lass alle, die im Finstern Gehen, die Sonne deiner Gnade sehen.
Diesen Sonntag werden wir einen Abschnitt aus dem Evangelium hören, der von einem unehrlichen Verwalter handelt. Dieser Verwalter hat seine Position missbraucht und doch stellte ihn Jesus am Ende seinen Hörern zum Vorbild. Dies ist jedoch eine irreführende Interpretation. Was Jesus als Vorbild setzt, ist die Erfindungskraft des Verwalters, als er feststellte, dass er entlassen werden soll. Sein Verhalten als Verwalter verurteilt Jesus eindeutig.
Predigt
Unehrlicher Betrachten wir diesen Verwalter genauer und versuchen wir herauszufinden, warum aus einem anfangs guten und zuverlässigen Menschen schließlich ein Betrüger und Dieb wurde. Abraham Lincoln sagte einmal: „Fast jeder Mensch ist in der Lage, Widrigkeiten zu ertragen, aber wenn du den Charakter eines Menschen überprüfen willst, gib ihm die Macht.” Damit wollte er sagen, dass es viele Dinge im Leben eines Menschen gibt, die seinen Charakter bestätigen. Ein Beispiel ist die Fähigkeit, Leid und Widrigkeiten zu ertragen. Es ist nicht leicht, all diese Widrigkeiten zu durchstehen, aber die meisten Menschen können es. Das Ertragen von Widrigkeiten ist zwar eine großartige Sache, aber noch kein klarer Beweis für die Kraft des Charakters eines Menschen. Ein handfester Beweis ist die Macht. Erst wenn man die Macht hat, sieht man, was in einem Menschen steckt. In diesem Sinne ist es interessant, kleine Kinder zu beobachten. Wenn man ihnen zufälligerweise eine kleine Verantwortung anvertraut, zum Beispiel auf das Spielzeug auf dem Spielplatz aufzupassen oder für die Ordnung in der Klasse zu sorgen. Es kann passieren, dass aus einem angenehmen Jungen oder Mädchen plötzlich ein kleiner Tyrann wird. Daher ist es notwendig, den Menschen von Kindheit an in diesem Bereich zu erziehen, damit er, wenn er heranwächst, in großen Dingen bestehen kann. Deshalb sagt Jesus im heutigen Evangelium: „Wer in der Kleinigkeit treu ist, ist im Großen treu.” Man muss Menschen allmählich mit Macht und Verantwortung belasten und beobachten, wie sie sich verhalten. Wenn er sich bewährt, kann man ihn mit höheren Aufgaben und mit größerer Macht beauftragen. So war es auch beim unehrlichen Verwalter aus dem heutigen Evangelium. Wer weiß, wie er zu diesem Posten gekommen ist. Entweder war er ein guter Schauspieler, als er sich um diesen Job bewarb, oder er hatte bereits einen guten Ruf. Aber jetzt, da sich ihm plötzlich eine erhebliche Gelegenheit aus seiner Position ergeben hatte, drehte er den Kopf. So wurde aus einem ehrlichen Verwalter allmählich ein unehrlicher. Plötzlich begann er, Menschen, Geld und Mittel zu missbrauchen, vor allem aber das Vertrauen seines Herrn. Es ist nicht schwer, Macht und Geld zu missbrauchen. Es reicht, wenn man einen Moment lang unaufmerksam ist. Darum muss er sich ständig bewusst sein, dass die Dinge, die ihm momentan zur Verfügung stehen, sich in seiner Verwaltung befinden. Nur vorübergehend, denn eines Tages wird er für sein Tun Rechenschaft ablegen müssen. Die meisten Funktionen und Ämter, nicht nur im bürgerlichen, sondern auch im kirchlichen Bereich, sind nur für eine begrenzte Zeit anvertraut, um Missbrauch vorzubeugen. Totalitäre Regime sind dafür bekannt, dass bestimmte Ämter nicht mit einem Zeitlimit begrenzt sind und die Beamten ihre Positionen missbrauchen können, wie es ihnen gefällt. Macht und Geld korrumpieren wirklich. Auch gläubige Menschen..
Jesus, der zu der Frau sprach: Dein Glaube hat dich geholfen, gehe hin in Frieden, er sei mit euch.
Jesus nahm die Einladung des Pharisäers Simon zur Hausfeier an. Als eine Frau dies hörte, die in der Stadt als Sünderin bekannt war, kam sie und wusch mit Tränen in den Augen und salbte mit teurer Salbe seine Füße. Wir kennen dieses Ereignis. Diese Begebenheit ereignete sich in Galiläa, zu Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu.
Jesus, du hast den Sündern vergeben, die zu dir kamen. Herr, erbarme dich unser.
Du kennst alle Schuld, die unser Leben belastet. Christus, erbarme dich unser.
Du hast all unsere Schuld am Kreuz getilgt. Herr, erbarme dich unser.
So wurde Jesus als Gast zum Pharisäer Simon eingeladen. Es war vor einem gewaltigen Streit mit den Pharisäern. Aus dem Evangelium geht hervor, dass Simon Jesus nicht sehr herzlich und freundlich aufgenommen hat, sondern mit einer Art Zurückhaltung und kühler Höflichkeit. Einerseits fühlte er die Größe Jesu, andererseits stand er unter dem Einfluss seiner Partei, die gegen Jesus war. Er nahm daher eine Warteposition ein. Jesus lehnte die Einladung nicht ab, um nicht beschuldigt zu werden, die Pharisäer gänzlich abgelehnt zu haben. Jesus versucht gegen die Pharisäer alle Mittel: Strenge und Gütigkeit, Härte und Freundlichkeit. Die Pharisäer waren zu dieser Zeit bereits Feinde Jesu. Beachten wir aber in diesem Evangelium eine Frau, die eine Sünderin ist. Sie hatte Jesus schon einmal gesehen und gehört. Er öffnete ihre Augen für das verlorene Leben und sie begann, all das Böse zu bereuen, das sie begangen hatte. Diese Frau verdankt Jesus, dass er ihr Herz verwandelte und ihr das Leben rettete. Jesus brachte sie in ein wirkliches Leben zurück. Deshalb kommt sie voller Dankbarkeit zu Jesus, die durch den Geruch von Öl ausgedrückt wird. Die Tränen drücken ihr Bedauern aus. In der Salbung mit Öl ist ihr Opfer. Eines ist sicher: Diese Frau, vorher eine Sünderin, bereute ihr sündiges Leben und sie wandte sich mit ihrem ganzen Herzen zu Gott.
Sprechen wir im Geist der Demut und Versöhnung miteinander das Gebet, das uns der Herr gelehrt hat:
Es ist gut zu wissen, dass Gottes Friede kommen wird. Wir wollen uns bereit halten für dieses Geschenk und beten:
Jesus, der sprach: Und die Weisheit ist gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern, er sei mit euch.
Jesus fasste die Ergebnisse der Wirkung von Johannes dem Täufer zusammen und machte Schlussfolgerungen.
Durch die Taufe der Buße bereitete Johannes den Weg nach Gottes Plänen und unter Gottes Anleitung vor. Das Volk erhielt die Taufe des Johannes mit Demut und dem Wunsch nach Reinigung. Die Pharisäer lehnten es ab und wollten den Schwerpunkt in die Debatten setzen, wer eigentlich Johannes der Täufer ist. Die Ersten erkannten Gottes Gerechtigkeit an, ließen sich taufen, die Zweiten – Pharisäer – ließen sich nicht taufen und machten Gottes Pläne zunichte.
Jesus, du bleibst mit deinem Wort immer bei uns. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns den Beistand des Heiligen Geistes verheißen. Christus, erbarme dich unser.
Du gibst uns die Kraft zur Arbeit in deinem Reich. Herr, erbarme dich unser.
Die Konsequenzen dieser Haltung reichen von der Vergangenheit bis zu dem Zeitpunkt, als Johannes der Täufer im Gefängnis litt und die Worte und Handlungen von demjenigen übernahm, dem er den Weg bereitete. Die Pharisäer sind auch gegen Jesus willkürlich, wie sie es gegenüber Johannes dem Täufer waren. Jesus ähnelt den willkürlichen Kindern auf dem Spielplatz. Einige wollen Hochzeit spielen, die anderen Begräbnis. Die einen spielen Flöte und wollen tanzen, die anderen summen Bestattungslieder und wollen weinen. Jeder besteht auf sich selbst und ist mit dem anderen nicht zufrieden. Und das mit einer solchen Willkür und Schrulligkeit, wie man das nur bei Kindern beobachten kann. Gerade diese Willkür und Schrulligkeit beherrschte viele Pharisäer, denen Gottes Pläne nicht gefielen und die immer etwas anderes wollten als Gott. Ihnen passt nichts, sie kritisieren und lehnen alles ab. Von Johannes dem Täufer, der kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken hat, behaupteten sie, er habe einen Teufel. Von Jesus, der isst und trinkt, sagen sie: „… siehe, ein Fresser und Trinker, ein Freund der Zöllner und Sünder.” Auch heute gibt es Menschen, die mit nichts zufrieden sind, die alles kritisieren und denken, dass nur sie Recht haben. Eigentlich wissen diese Leute gar nicht, was sie wollen.
Jesus Christus hat uns ein Gebet hinterlassen, das uns Rückhalt gibt, wenn unsere Entscheidung für Gott gefordert ist. Wir dürfen im Vertrauen beten:
Zuverlässigen Frieden finden wir nur in der Treue zu Gott. Durch den gemeinsamen Glauben verbunden, wollen wir beten:
Jesus, der den Jünger aus Nain auferweckte, sei mit euch. Nur der heilige Lukas berichtet von dem Vorfall mit dem Jugendlichen aus Nain. Die Stadt Nain liegt in der Nähe des Berges Tabor ca. 50 km südwestlich von Kafarnaum. Jesus kam zu den Toren dieser Stadt, gerade in dem Augenblick, als der Trauerzug durch die Straßen ging. Es war Gottes Lenkung, dass der Trauerzug Zeugnis des Wunders wurde.
Jesus, du bist gekommen, uns ewiges Leben zu schenken. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Tote erweckt als der Herr über Leben und Tod. Christus, erbarme dich unser.
Du bist von den Toten auferstanden zu neuem Leben. Herr, erbarme dich unser.
Zwei Züge trafen sich vor dem Stadtort. Eskorte des Todes mit den Toten und die Eskorte des Herrschers des Lebens, der Jesus ist. Als Jesus die Mutter sah, bedauerte er sie und sagte zu ihr: „Weine nicht!“ Welch ein Trostwort inmitten von Hilflosigkeit. Das Wort aufmerksam und sanft und zugleich kraftvoll und vielversprechend. Aber dieses Wort ist nicht nur ein schwacher und machtloser menschlichen Trost. Es ist ein Wort des mächtigen Trostes Gottes. Alles ist bereits in diesem einfachen Trostwort einbezogen. Jesus wusste, was er tun wird. Er berührte den Sarg. Die Träger blieben stehen. Wussten sie, wer vor ihnen stand? Nach den wohlgesinnten Wörtern des Trostes folgt die mächtige Tat der Hilfe. „Ich sage dir, steh auf!“ Als ob man ihn aus einem Traum wecken würde. Und der junge Mann setzte sich auf und alle fürchteten sich. Sie priesen Gott: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden!“ Wundern wir uns nicht, dass sich die Nachricht über dieses Wunder in ganz Judäa verbreitet hat. Die Gnadenzeit des Herrn ist gekommen und sie wird niemals aufhören.
Mit den Worten,die Jesus uns gelehrt hat, beten wir gemeinsam zu unserem Vater im Himmel:
Durch das Blut am Kreuz hat Jesus Christus Frieden gestiftet und uns versöhnt. Deshalb bitten wir ihn:
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Schauen wir nun, wie wir uns gegenüber dem Gewissen verhalten sollen. Vor allem fragen wir uns, ob wir dem Gewissen immer folgen sollen. Wie dann, wenn unser Gewissen irrt? Kann es wohl irren? So wie der Verstand überhaupt irren kann, kann auch das Gewissen irren. Es vertraut sich z.B. eine Mitschülerin namens Ema ihrer Freundin Elsa an. „Ich fürchte, ein schlechtes Zeugnis zu erhalten. Wenn ich wirklich ein schlechtes Zeugnis erhalte, laufe ich meinen Eltern davon. Ich habe schon alles vorbereitet. Niemand weiß etwas, nur dir vertraue ich es an. Gib mir dein Ehrenwort, dass du niemandem etwas sagen wirst.“ Elsa gibt ihr das Ehrenwort. Daraufhin ist Elsa beunruhigt. Sie möchte gerne der Mutter Emas Mitteilung machen, um ein Unglück zu verhüten. Aber sie meint, sie dürfte ihr Versprechen nicht brechen, und so sagt sie nichts. Hat ihr Gewissen richtig verurteilt? Nein, wenn Elsa ihr Versprechen hält, kann das ein Unglück zur Folge haben. Unter diesen Umständen gilt das Versprechen nicht. Wenn aber Elsa vollständig überzeugt ist, sie dürfe nichts offenbaren, was soll sie dann tun? Ihrer Überzeugung folgen und nichts offenbaren. Ihr Gewissen ist zwar irrig, aber sie weiß ja nicht, dass es irrig ist, und muss ihm darum folgen. Es ist unrecht, dass sie das, was Emma vorhat, nicht offenbart, aber sie weiß nicht, dass es Unrecht ist. Begeht sie also eine Sünde? Nein. Wenn aber Elsa zweifelt, ob sie unter diesen Umständen ihr Versprechen halten müsse, was soll sie da tun? Ihre Eltern, die Lehrerin oder den Priester fragen. Es kommt aber vor, dass man im Gewissen zweifelt, ob man etwas tun muss oder tun darf, und dass man keine Zeit hat, nachzufragen. Wenn man zweifelt, ob eine Handlung Sünde ist, und auch nicht nachfragen kann, darf man die Handlung verrichten. Nur in gewissen Dingen darf man nicht im Zweifel handeln, weil es zu gefährlich wäre. Sind die Menschen an ihrem irren Gewissen nicht oft selbst schuld? Sie unterrichten sich nicht genügend in der Religion. Was ist wohl der Grund, dass sie sich nicht unterrichten lassen? Es ist teils Gleichgültigkeit, teils dass sie in ihrem Sündenleben nicht gestört sein wollen. Sie lassen sich lieber von ungläubigen Menschen einreden, man brauche keine Gebote zu halten, der Mensch soll sein eigener Herr sein. Das ist natürlich nicht wahr. Wir sind nicht unsere eigenen Herren. Wer ist unser Herr? Gott. Warum ist Gott unser Herr? Auch das ist nicht wahr, dass alles, was die Natur begehrt, gut ist, denn unsere Natur ist durch die Sünde verdorben. Aber viele hören solche Beschwichtigungen gerne und suchen selber durch solche Ausflüchte ihr Gewissen zu beschwichtigen. Habt ihr vielleicht schon gehört, worauf sich Betrüger gerne ausreden? Einem Reichen schade es nicht, betrogen zu werden, mit der Ehrlichkeit könne man nicht durchs Leben kommen. So gibt es für jede Sünde eine Ausrede. Zuerst sehen die Sünder wohl, dass es nur eine Ausrede ist, aber nach und nach glauben sie die Ausrede selbst, und ihr Gewissen sagt ihnen nicht mehr die Wahrheit. Werden solche beim Gericht Gottes mit der Entschuldigung durchkommen? Ich habe nicht gewusst, dass das, was ich tue, Sünde ist. Warum nicht? Es ist ihre eigene Schuld gewesen, dass sie es nicht wussten, denn sie haben es nicht wissen wollen, und eine Ahnung, einen Schimmer haben sie doch noch immer davon gehabt, dass ihr Leben sündhaft ist. Macht es ihr nicht so. Macht es ihr ja nicht. Verfälscht euer Gewissen nicht. Ihr würdet euch damit nur selbst zugrunde richten. Bildet vielmehr euer Gewissen aus, damit es euch immer besser führt.
Jesus Christus, der sagte:Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden,er sei mit euch.
Die Gedenktage von Kornelius und Cyprian stehen in engem Zusammenhang, da die Lebensgeschichte von Cyprian, dem großen Bischof von Karthago, eng mit der von Papst Kornelius verknüpft ist. Wie das Haupt des Papstes wird auch das von Cyprian in Kornelimünster bei Aachen verehrt. Auch Cyprian ist kanonisiert; auch er starb am 14. September. Der Gedenktag wurde auf den 16. September festgelegt.
Jesus, du bist gekommen, um Menschen zu helfen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast unsere Krankheiten geheilt. Christus, erbarme dich unser.
Du freust dich darüber, wenn wir Glauben haben. Herr, erbarme dich unser.
Cyprian, einer der bedeutendsten Kirchenschriftteller der Frühkirche, kam als Sohn reicher, heidnischer Eltern um das Jahr 200 in Karthago zur Welt. Erst später bekehrte er sich zum Christentum. Er empfing 248 die Taufe, dann die Priesterweihe, und schon bald darauf wurde er zum Bischof von Karthago und damit zum Oberhaupt der nordafrikanischen Kirche gewählt.
Während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius leitete Cyprian seine Gemeinde nur mithilfe von Briefen vom Verborgenen aus. Wie Papst Kornelius zur selben Zeit in Rom musste sich auch Cyprian nach seiner Rückkehr nach Karthago mit der Frage der sogenannten „Lapsi“, der während der Verfolgung vom Christentum Abgefallenen , befassen. Auch er neigte wie Kornelius zu Milde und Vergebung. Mit dem Papst setzte es sich in Briefen über dieses Problem auseinander. Während einer erneuten Verfolgung wurde Cyprian von Kaiser Valerian verbannt und schließlich am 14. September 258 in Karthago enthauptet. Reliquien der afrikanischen Märtyrer kamen auch in die französischen Städte Compiègne und Lyon.
Wir haben den Geist empfangen, der uns zu deinen Söhnen und Töchtern berufen hat. In ihm dürfen wir beten.
Jesus hat uns zu Gliedern seines Leibes gemacht und damit auch zum Frieden berufen.
So spricht der Herr: Solchen Glauben habe ich in Israel nie gesehen.
Jesus Christus, der uns durch das Kreuz seine Liebe erwiesen hat, sei mit euch.
Heute feiern wir das Fest der Kreuzerhöhung. Das Kreuz Jesu Christi ist die Schule aller christlichen Weisheit. Jesus, der Sohn Gottes, ist durch seinen Tod am Kreuz unser Erlöser geworden. Aber dadurch hat er nicht aufgehört, auch am Kreuz unser Vorbild und unser Lehrer zu sein. Nicht nur sein heiliges Leben, sondern auch sein bitteres Leiden und Sterben sind und bleiben für uns ein Vorbild.
Jesus, du hast für uns das Kreuz getragen. Herr, erbarme dich unser.
Du bist am Kreuz erhöht werden. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst wiederkommen im Zeichen des Kreuzes. Herr, erbarme dich unser.
Ja, liebe Brüder und Schwestern, auch am Kreuz ist Jesus Christus noch unser Lehrer. So sagt es auch der heilige Augustinus (Augustinus, Tractat). 119 in Joan.: Jenes Holz, an welchem die Glieder des sterbenden Erlösers angeheftet waren, ist für uns die Kanzel des lehrenden Meisters. Somit ist sein heiliges Kreuz für uns die Schule aller christlichen Weisheit geworden. Was Jesus in seinem Leben durch Worte und Taten lehrte, das lehrte er am Kreuz durch sein Schweigen, sein Leiden und Sterben, durch das Kreuz selbst. Die Weisheit, die der Gekreuzigte lehrt, ist jedoch eine himmlische, keine irdische; sie ist eine geistige, keine fleischliche Weisheit. Diese christliche Weisheit kommt von Christus und führt zu Christus. Sie betrifft das eine Notwendige: die Sünde zu fliehen, Gott zu ehren, Gott zu lieben und ihm zu dienen, um selig zu werden. Diese christliche Weisheit erlernt man am schnellsten, am leichtesten und am sichersten in der Schule des Kreuzes.
Bei den Füßen des Gekreuzigten, versenkt in ein Meer geheimnisvoller Betrachtungen über das große Werk der Erlösung, erlangten die Heiligen Gottes jene hohe Tugend, die wir in ihrem Leben bewundern.
Der hl. Thomas von Aquin, jener wahrhaft englische Lehrer, bekannte von sich selbst, er habe von dem Kreuz Jesu Christi weit mehr gelernt, als aus Büchern.
Als der hl. Bonaventura gefragt wurde, wo er denn die kostbare Büchersammlung habe, aus welcher er wahrscheinlich alle Schätze seiner Weisheit geschöpft hatte, so zeigte er hin auf das Bildnis des Gekreuzigten und sprach: „Hier ist die Bibliothek, aus welcher ich alles gelernt habe, was ich weiß.“
Die hl. Katharina von Siena, diese hochbegnadete und in der Wissenschaft des Heiles erleuchtete Seele, bat einst Gott, er möge ihr den Weg zur Vollkommenheit zeigen und zur Vereinigung mit ihm kommen. Gott antwortete ihr in einer himmlischen Offenbarung: „Sieh auf Jesus, meinen Sohn, in welchem ich mir allein wohlgefalle, und welcher sich selbst entäußerte, die Gestalt des Knechtes annahm, und gehorsam war bis zum Tode des Kreuzes.“
Im Namen Jesu Christi der durch sein Kreuz die Welt gerettet hat, wagen wir zum Vater zu beten:
Das Kreuz einst ein Zeichen der Schande, hat uns den Frieden gebracht. Deshalb bitten wir:
Selig, die gerettet werden, durch Jesus Christus der für uns am Kreuz erhöht ist.
Jesus,der sprach: Was ihr wollt, das euch die Menschen tun, so tut auch ihr ihnen ebenso, er sei mit euch.
Jesus predigte/verkündigte/ ein neues Leben unter den Menschen. Er verkündigte es vor allem durch die Liebe und auch durch die Liebe zu den Feinden. Jesus unterdrückte überall Zornausbrüche und den Gedanken an Rache. Als Jakobus und Johannes Feuer und Schwefel auf die Stadt herabrufen wollten, wo die Bewohner Jesus nicht annehmen wolltenten, da sagte Jesus zu ihnen: ihr weißt nicht, wessen Geist ihr seid.
Jesus, du hast Liebe zu allen Menschen. Herr,erbarme dich unser.
Du hast uns befohlen, unsere Feinde zu lieben. Christus, erbarme dich unser.
Du willst, dass unsere Liebe selbstlos ist. Herr, erbarme dich unser.
Die Liebe, von der Jesus spricht, ist eine heilige, gerechte und Feste Liebe. Es ist keine Feigheit vor dem Bösen, sie verbirgt keine Fehler. Es ist die Liebe zu den Menschen, die notwendig ist, um sie zu retten, auch wenn man ihre bösen Taten verurteilen muss. Jesus verurteilte die Sünde, liebte aber jeden Menschen. Er starb für alle Menschen am Kreuz, auch für diejenigen, die ihn hassten. Das war die größte Äußerung der Liebe. Wie können wir die Liebe zu unseren Feinden entwickeln, von der Jesus spricht? Stelle gegen Hass eine gute Tat. Antworte auf Flüche mit guten Worten. Wenn du nichts anderes kannst, bete wenigstens. Das machte Jesus selbst. Liebe ist das zentrale Wort des Evangeliums. Das Evangelium lehrt die Menschen, in Liebe zu leben. Passen wir uns nicht dem Bösen der Menschen an, weder durch Worte noch durch Taten. Menschen reagieren auf harte Worte mit noch härteren und auf schlechte Taten mit noch schlechteren. Dann folgt Rache für Rache. Die Menschen fesseln sich selbst mit Ketten, mit Ketten der Rache. Sie haben uns das und das angetan, sie werden sehen, was wir ihnen antun werden. So war es in der Geschichte. Zwischen Individuen und zwischen Nationen. Jesus sagt: „Brecht die Kette der bösen Worte und Taten.” Beantwortet den Fluch mit einem guten Wort und tut denen gut, die euch hassen. Bete für den, der dich hasst. Denken Sie nicht, dass nur das Böse seine Stärke hat. Auch das Gute hat seine Stärke.
Gottes Geist sammelt uns zu einer neuen Gesellschaft im Worten auf das Reich Gottes. Daher beten wir voll Vertrauen wie Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat:
Die Gabe des Friedens ist das Geschenk, das unser Leben heil macht und versöhnt. Deshalb bitten wir:
So spricht der Herr: „Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nicht mehr Durst haben.“
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