Gott, der Herr, der auch eine unsichtbare Welt erschaffen hat, sei mit euch.
Gott hat auch nämlich unzählige Geister, die wir Engel nennen, erschaffen. Sie waren alle gut und glücklich. Blieben alle Engel, gut und glücklich? Nein. Viele sündigten und wurden in die Hölle gestürzt. Die guten Engel haben uns lieb und beschützen uns an Leib und Seele. Darum heißen sie auch Schutzengel.
Engel haben den Hirten deine Geburt verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Engel haben dir in den schwersten Stunden deines Erdenlebens gedient. Christus, erbarme dich unser.
Engel haben deine Auferstehung verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Was meint denn der Katechismus mit der Frage: „Wie sind denn die guten Engel gegen uns gesinnt?“ Wenn ich dich frage, wie bist du gegen dieses Kind gesinnt, so meine ich: Hast du es gern, oder magst du es nicht. Bist du ihm gut oder bös? Was meint also der Katechismus, wenn er fragt. Wie sind die guten Engel gegen uns? Die guten Engel haben uns lieb, haben uns gern, wollen, dass es uns gut gehe. Darum beschützen sie uns auch, behüten uns vor was? Vor dem Bösen. Sie beschützen uns am Leib. Was könnte dir Böses zustoßen am Leib? Du könntest fallen, dich schneiden, krank werden, Unfall haben usw. Davor schützt dich dein Schützengel. Morgen, wenn du aufwachst, ist er schon bei dir und der ganzen Tag, verlässt er dich nicht. Wärest gewiss schon viel mal gefallen und hättest einen Fuß gebrochen, wenn der Schutzengel dich nicht beschützt hätte. Und die guten Engel beschützen uns an der Seele. Was könnte uns denn Böses begegnen an der Seele? Wenn wir Sündigten. Wie schützt dich nun dein Schutzengel, das du nicht Sündigst? Vielleicht hast du schon Lust gehabt, etwas zu stehlen. Wäre das recht gewesen? Plötzlich hören wir , wie jemand ganz leise sagt: „Das ist nicht recht. Du darfst nicht stehlen. Gott sieht dich.“ Siehe, das war dein Schutzengel, der dich gewarnt und dadurch beschützt hat, dass du nicht sündigest. Weil guten Engel uns so beschützen, heißen sie Schutzengel. Und einen solchen Schutzengel hat jeder Mensch.
Damit der Herr uns bereit findet, lasst uns beten, wie er selbst und aufgetragen hat:
Gott ist größer als unser Herz. Deshalb bitten wir voll Vertrauen:
Selig, die zur Rechten des Herrn stehen dürfen,wenn er kommt zum Gericht.
Heute erinnern wir uns an Theresia von Lisieux. Kleine heilige Theresia, wird genannt, die große Ordensfrau und Mystikerin Theresia. Die Bezeichnung klein diente zum einen wohl zur Unterscheidung von der Ordensreformatorin Theresia von Avila, zum anderen drückt sie aber auch aus, dass man Theresia von Lisieux lange Zeit als kindliche Beterin bezeichnet hat.
Jesus, du stärkst, die dir zu dienen bereit sind. Herr, erbarme dich unser.
Du tröstest, die mit dir das Kreuz zu tragen bereit sind. Christus erbarme dich unser.
Den Demütigen hast du dein Reich verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Theresia vom Kinde Jesus, kam am 2.Januar 1873 in den Örtchen Alencon in der Normandie zur Welt und hieß mit Familiennamen Martin. Ihr einziger Wunsch war schon als Kind dem Karmeliterorden beitreten zu dürfen. Nach mehreren vorangegangen Ablehnung wurde Theresia dann im Alter von 15 Jahren in den Karmel von Lisieux, wo sie mit ihrer Familie seit dem frühen Tod der Mutter lebte, aufgenommen. Die Schwestern im Kloster kamen mit der Persönlichkeit Theresia von Anfang an nicht zurecht, niemand kannte sich in ihrem Wesen aus. Man hielt das Mädchen, aufgrund einer Sondererlaubnis täglich kommunizieren durfte, für eingebildet und stolz und bemerkte nicht, welche inneren Kämpfe es Tag für Tag auszufechten hatte. Die Oberin erschwerte Theresia durch ständige Demütigungen das Leben noch zusätzlich. Theresia, die nach außen so ruhig und beherrscht wirkte, litt ihr Leben lang unter Angstzuständen. Sie wurde oft vom Gedanken gequält, Gott habe sie verlassen und geriet dadurch in schwere innere starke Versuchungen, denen die Theresia widerstehen konnte. Manchmal war sie überzeugt, sie sei zur Verdammnis verurteilt. Dennoch gab sie sich ganz der Liebe Christi hin. Ihr Leitspruch war: „Alles ist Gnade.“
Jesus hat uns zu Kindern Gottes gemacht und ruft uns auf den gemeinsamen Weg zum Vater:
Friedensverträge reichen nicht aus. Der Friede muss persönlich werden, so wie Christus selbst unser Friede wird:
Wenn wir das Brot des Lebens teilen, empfangen wir die Kraft, der Einheit unter den Menschen zu dienen.
Jesus, der sagte: den wer der Kleinste ist unter euch allen, der ist groß, sei mit euch.
Heute erinnern wir uns an heiligen Hieronymus. Er gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der gesamten Kirchengeschichte, er ist Kirchenlehrer und einer der vier lateinischen Kirchenväter, er zählt zu den größten Gelehrten innerhalb der katholischen Kirche.
Jesus, du kamst als Lehrer der Weisheit. Herr, erbarme dich unser.
Du hast deine Apostel zu Boten deines Wortes bestellt. Christus, erbarme dich unser.
Dein Wort weist uns den Weg des Lebens. Herr, erbarme dich unser.
Es ist interessant, dass der große Hieronymus nie offiziell heiliggesprochen wurde. Der Grund für diese außergewöhnliche Tatsache ist möglicherweise in dem oft ungestümen Temperament des Cholerikers Hieronymus zu suchen, der aufgrund zahlreicher Krankheiten und eines strengen Asketenlebens häufig überreizt und kränkend war und polemisch urteilte. Doch trotz aller Schwächen war Hieronymus bei den Großen seiner Zeit hochgeschätzt, das Volk verehrte ihn bereits im Mittelalter wie einen Heiligen. Hieronymus kam um das Jahr 347 im dalmatisch-pannonischen Grenzort Stridon in Kroatien zur Welt. Seine katholischen Elter erzogen ihn im christlichen Glauben. Nach einem umfassenden Studium in Rom, wo er auch das Taufsakrament empfing, zog Hieronymus zunächst nach Trier, wo er das Mönchtum kennen und schätzen lernte. Die nächste Station im Leben von Hieronymus war Aquileja östlich von Venedig, wo er sich um das Jahr 370 einem asketischen Freundeskreis, dem ,, Chor der Seligen“ anschloss . 373 verließ der inzwischen 26jährige Hieronymus Aquileja wieder und unternahm mehrere Pilgerfahrten in den Orient. Einige Zeit lebte er in strengster Abgeschiedenheit in einer Mönchsgemeinschaft bei Aleppo im heutigen Nord-Syrien. Doch die Streitigkeiten unter den Mönchen vertrieben ihn bald wieder. Das ist ein Teil von Leben des heiligen Hieronymus.
Alle die zu Christus gehören, haben teil an seinem Leid, an seinem Tod und seiner Auferstehung. Sie leben mit und aus dem Gebet, das diesen Glauben bezeugt und vertieft. So beten wir zum Vater, wie Jesus es den Seinen gesagt hat:
Der Friede, den der Herr versprochen hat ist Friedhofsruhe.Der Friede des Herrn ist die Brücke Gottes zu den Menschen, um Leben zu spenden. Darum bitten wir:
Singt dem Herrn und preist seinen Namen, verkündet sein Heil von Tag zu Tag.
Jesus, der den mondsüchtigen Knaben heilte, sei mit euch.
Der heilige Lukas beendet die Geschichte der Genesung des mondsüchtigen Knaben mit den Worten: „Und alle waren erstaunt über die große Kraft Gottes.“ Die Menschen äußerten ihr Erstaunen offen und mit Begeisterung. Das war fast immer,wenn Jesus ein Wunder Tat. Die Leute waren spontan begeistert.
Jesus, du liebst alle Menschen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Menschen immer geholfen. Christus, erbarme dich unser.
Du trittst beim Vater für uns ein. Herr, erbarme dich unser.
Jesus war immer zurückhaltend, wenn es um die Begeisterung der Menschenmassen ging. Er sah nicht nur die jauchzenden Gesichter, sondern auch die Seelen und Herzen dieser Menschen. Diejenigen, die begeistert waren, werden sich bei den ersten Lebensstößen abkühlen, sobald sie sich mit Jesus trennen. Ihre Begeisterung hat sie nicht verändert, aber sie bleibt an der Oberfläche. Jesus kennt diese Leute. Er kennt alle Menschen. Darum lässt er sich durch die Begeisterung der Menschenmassen nicht irren. Obwohl in diesem Moment alle Jesus feierten. Für, alles was Jesus getan hatte, Jesus sagte zu seinen Apostel: „Der Menschensohn wird in die Hände der Menschen überliefert werden,sie werden ihn verurteilen und getöten.“ Die Apostel verstanden diese Rede nicht, aber Jesus wusste, was er sagt. Er kannte die Gesinnung der Menschen. Wie schnell sich ihre Meinung ändert. Ich habe kürzlich einen Dokumentarenfilm über Mussolini gesehen. Die Massen waren jahrenlang von ihm begeistert. Und dann waren fast alle gegen ihn und buchstäblich lynchten sie ihn. Heute suchen viele Politiker die Gunst der Massen und darum sagen sie, was die Leute hören wollen. Deshalb sagen sie nicht, was sie sagen sollten, weil sie wissen, dass den Menschen es nicht gefalle würde, und sie die Gunst der Menschen verlieren würden. Jesus gab uns ein anderes Beispiel.
Mehr als ein Vater sich um seine Kinder sorg, umfängt uns Gott mit seiner Liebe. So dürfen wir vertrauensvoll beten:
Wir alle kennen das Hauptgebot der Liebe und denoch handeln wir oft anders. Darum gibt’s Unfrieden und Spaaltung. Wir bitten:
Jesus, der die Apostel fragte, für wen halten mich die Menschen, er sei mit euch.
Jesus fragt die Apostel, was sie über ihn sagen. Die Jünger sind gerade von den Wegen unter vielen Menschen zurückgekehrt, so dass sie die Möglichkeit hatten, nicht nur von Jesus zu sprechen, sondern auch hören, was die Menschen von ihm sagen. Daraus folgt, dass die Menschen über Jesus, überschiedliche Meinungen hatten.
Jesus, du hast allen Gutes getan. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Kranke geheilt und Arme gespeist. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst uns richten nach den Werken der Liebe. Herr, erbarme dich unser.
Von Vinzenz von Paul ist bekannt, dass er Libertären vollbracht hat. Außerdem organisierte er die Hilfe, die sie bräuchten und die nicht in der Lage waren sich selbst zu helfen. Davon ein paar Worte. Ein Werk der Liebe des heiligen Vinzenz ist die Anstalt zur Versorgung von Findelkindern. Vinzenz ward einst in der Nacht zu einer Kranken gerufen. Ein Bruder begleitet ihn mit einer Laterne. Sie hörten an einer Gassenecke ein lautes Geschrei. Als Vinzenz näher kam, hörte er die Stimme einer Frau, welche flehend zu einem andern Frau sagte, sie möchte ihr doch ihr Kind lassen und sein unschuldiges Blut nicht zu gottlosen Zaubereien mißbrauchen. Als Vinzenz hinzu trat, wollte die Frau entfliehen, er aber hielt sie zurück. Die trostlose Mutter erkannte an der Kleidung, dass Vinzenz ein Priester ist, und gestand ihm, dass die Not sie gezwungen habe, ihr Kind auf die Straße zu setzen. Nun habe sie gehört, dass jene Frau Landry, mit der sie geredet, diese ausgesetzten Kinder aufnehme und zum Missbrauch gottloser Zauberei verkaufe. Sie habe Heute von dieser Frau ihr Kind wieder zurückgefordert, vergeblich. Vinzenz ließ sich von der jammernden Mutter zur Frau Landry führen, wo er durch strenge Nachforschung und durch sein großes Ansehen die Wahrheit obiger Frau erfuhr. Er erhielt das Kind, und da er bei dieser gottlosen Frau noch mehrere kleine Kinder in der hilflosesten Lage sah, legte er bei sich das Gelübde ab, diesen unglücklichen Findlingen zu helfen. Am folgenden Morgen zeigte er die ganze Sache am Magistrat an, die lasterhafte Frau mit ihren Genossen wurde streng bestraft. Vinzenz aber sann auf Mittel und Wege, wie die täglich auf Straße in Paris ausgesetzten Kinder gerettet und christlich erzogen werden könnten. Er berief die zur Wohltätigkeit vereinten Frauen zu einer Versammlung, stellte ihnen die traurige Lage dieser armen Findlinge vor und sprach ihnen so eindringlich zu, was sie an Schmuck und Geld bei sich hatten hergaben und damit die Gründung eines Findelhauses den Grund legten.
Jesus Christus ist Mensch geworden und hat uns zu Kindern Gottes gemacht. So dürfen wir zu Gott, als unseren Vater beten:
Friede wird möglich, wenn Menschen sich so begegnen dass jeder den Segen Gottes im anderen wahrnimmt. Damit uns das gelingt, bitten wir:
So spricht der Herr: Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.
26.Sonntag 2019 Wie man den Glauben nicht verlieren kann?
Einführung
Glaube ist für einen Christen wichtig. Wir Gläubigen sollten uns mit dem Glauben befassen, weil der Glaube keine fertige Sache ist. Der Glaube kann leicht verloren gehen. Wie?
Predigt
Wie kann man den Glauben verlieren? So wie den Glauben die Brüder von reichen Mann verloren haben. Nach dem bekannten Evangelium von reichem Mann und Lazarus, bittet der reiche Mann in der Hölle Abraham für seine fünf Brüder, damit er sie warnt, sie sollen ihr Leben ändern, damit auch sie nicht wie er in der Hölle enden. Abraham antwortet darauf: „Sie haben Mose und Propheten.“ Der Reiche aber drängt weiter: „Nein Vater Abraham, wenn jemand zu ihnen kommt, der von den Toten auferstanden ist, werden sie Buße tun.“ Abraham beendet diesen Dialog mit traurigen, aber mit wahren Worten: „Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie nicht glauben auch wenn jemand von den Toten auferstanden ist.“ Was Abraham sagen damit wollte ist das: Die Menschen die mit den materiellen Genüssen ,,verschüttet“ sind, diese sind nicht fähig an Gott zu glauben, oder den Glauben an Gott zu behalten. In der Heiligen Schrift steht, dass der Glaube im Allgemeinen nicht so schwer zu gewinnen ist. Zum Beispiel schreibt der heilige Paulus in den Brief an die Römer: „Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen seine ewige Macht und Gottheit . (Vergleiche Röm 1,20). Aber was, wenn der Mensch von dem Streben nach Genuss ,,umgarnen“ wird. Der Hl. Gregor von Nazianz sagt: „Wenn du ein Haus betrittst und du siehst, dass in diesem Haus alles ordentlich, aufgeräumt ist, man kann leicht glauben, das jenes Haus seinen Besitzer hat, der alles arrangiert hat. Ähnlich wenn du das Haus dieser Welt betrittst und du siehst auf der Erde und im Weltraum Ordnung, Zweckmäßigkeit, Gesetzmäßigkeit, wirst du leicht glauben, dass es einen Gott gibt. Aber wenn man sich nur für die irdischen Genüsse interessiert, wie einst die fünf Brüder des Reichen, ist er fähig über Ordnung und Zweckmäßigkeit nachzudenken und so erkennen dass Gott wirklich existiert.“ Doch auch der Apostel Paulus hat geschrieben: „Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt.“ (1.Kor 2,14). Karl Gustav Jung einer der größten Psychologen des letzten Jahrhunderts bestätigt wissenschaftlich die Lehre aus dem heutigen Evangeliums. Er war selbst einst ungläubig und die Religion lehnte er ab. Aber, als er die Psyche des Menschen bis ins kleinste Detail untersuchte, stellte er fest, dass es beim Menschen unweigerliche Fragen gibt. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Aus welchem Grund lebe ich hier? Es ist möglich, dass es gibt einen Menschen die diese Frage nicht stellen. Vor allem die Menschen, die nur irdische Freuden suchen. Aber ein Mensch, der sich ernsthaft mit diesen Fragen beschäftigt, gelangt allmählich in die Tiefe seines Inneren, wo seine Selbsterkenntnis mit der Erkenntnis Gottes zusammentrifft. Und genau so kam zum Glauben der Psychologe Karl Gustav Jung. Seine analytische Psychologie wurde von vielen Gläubigen übernommen und mit ihrer Hilfe waren sie fähig die großen Mystiker des 16. Jahrhunderts, wie z. B. die heilige Theresia von Avila und den heiligen Johannes vom Kreuz besser zu verstehen können. Ihre Bücher: „Die innere Burg“, oder „Der Aufstieg auf den Berg Karmel“, beschreiben genau diesen Weg in die Tiefen unseres Inneren. Und Jung fügt hinzu: „Die entschiedenste Frage unseres Lebens ist: ‚Bin ich auf Gott gerichtet, oder nicht‘?. Daraus folgt dann, dass der fatale Fehler von der Person begangen wird, die seine Tiefe ursprünglich auf Gott gerichtet, verschüttet/zuwerfen/ ist mit materiellen Genüssen in so einer Menge, dass er den Glauben an Gott verliert“. Daraus folgt auch, wenn jemand einen Menschen um den Glauben berauben will, muss das nicht durch das Überzeugen oder Argumentation machen. Die Überzeugungsarbeit und Argumente haben noch niemanden bekehrt weder zum Glauben, noch vom Glauben weg. Dazu, dass wir jemanden vom Glauben abwenden, ist genug, wenn wir im Menschen eine konsumierende oder unmoralische Lebensweise stellen, etablieren. Wenn der Mensch viel materielle Genüsse hat, verliert er das Interesse an Gott, und an Gottes Dingen. Wir sehen es in einer Lebensweise vieler Menschen der Gegenwart. Der Reiche meinte, wenn jemand von den Toten zu ihnen käme, würden sie vielleicht Buße tun. Lass uns vergessen. Solange ist der Mensch mit seinen Genüsse zufrieden und erfüllt ist, wird er nicht glauben, auch wenn jemand von den Toten auferweckt wird. Schließlich ist auch Jesus auferstanden, und wie viele Genießer nehmen das ernst? Wir wurden nicht geschaffen, damit wir es uns gemütlich machen. Wir wurden für höhere Dinge geschaffen. Vielleicht kennen sie die Geschichte von einem Bauer. Eines Tages fand er ein Adlereier. Er nahm es und legte es den anderen Hühnereiern hinzu. Bald schlüpfte der Adler aus dem Ei. Der Junge Adler wuchs mit den anderen Küken auf, und was sie machten, machte auch er. Er dachte, er sei ein Huhn. Und da ein Huhn nur sehr kleine Entfernung fliegen kann, ist der Adler, auch nur sehr kleine Entfernungen geflogen. Er dachte, es sei alles, was er tun könne. Und das Ergebnis war, dass es wirklich alles war, was er tun konnte. Eines Tages sah der Adler einen Vogel hoch über ihm fliegen. Wer ist das? Das ist der Adler. Der König der Vögel. Sagten ihm die Hühner. Er gehört am Himmel. Wir gehören hier am Boden, weil wir nur Hühner sind. So lebte der Adler und starb wie ein Huhn, weil er dachte, das war das was er tun sollte. Heute möchte ich euch alle ermutigen Adler zu sein. Vielleicht wurden sie als Huhn aufgezogen. Vielleicht sind sie Hühner geworden.Vielleicht sind wir durch unsere unklugen, kurzsichtigen Entscheidungen zu Hühnern geworden, um sich voll und ganz den Genüsse hinzugeben. Was auch immer war, machen wir heute die Entscheidung ein Adler zu werden. Machen wir uns auf den Weg, den uns Gott, bestimmt hat. Den Weg, des Geistes, den Weg zu Gott. Der heilige Aloisius pflegte sagen: „Ad maiora natus sun. – Ich bin für höhere Dinge geschaffen.“
Heute ist der Tag des Dankes für alle Geschenke der Natur, die wir erhalten haben. Wir wissen, dass jede Feier der Euchristie Danksagung ist. Bei Opferung sprechen wir die Worte: „Wir bringen dir Herr Geschenke, die die Frucht deiner Schöpfung und die Frucht menschlicher Arbeit sind. Daraus folgt, dass jedes Werk, zwei Dimensionen hat. Wir finden darin die Macht Gottes und auch die Teilnahme des Menschen.
Predigt
Wenn wir uns umschauen, die Natur, die Werke menschlicher Hände, Städte, Dörfer, Gebäude. Das alles ist im Wesen die Verwirklichung, Erfüllung und Umsetzung von Gottes Plan. Von Ewigkeit an hat Gott in seiner Weisheit den Zweck und die Bedeutung von allem bestimmt. In der Geschichte der ganzen Schöpfung können wir Gottes große schöpferische Tätigkeit sehen. Alles was in der Welt geschieht, geschieht nach seinem heiligen Willen. In diesem großartigen Werk Gottes ist nur der Mensch eine Ausnahme. Gott, lud den Menschen ein, an seinem Werk mitzuarbeiten. Der Mensch wird so zu einem schöpferischen Wesen, das Gott ähnlich ist. Dies ist ein wunderbares Privileg. Wir Menschen können und sollen durch unseren Geist die Weisheit und Schönheit Gottes bemerkbar machen. Was ist bisher gesagt habe und viele von ihnen haben sich wahrscheinlich gefragt, warum ich das erzähle, deshalb muss ich erklären, das es ein Vorspiel war, wieder zu erkennen, wer wir sind, was der Zweck unseres Seins ist, und was ist die Mision unseres menschlichen Lebens. Gott hat uns geschaffen, er berief uns an seinem Leben teilzunehmen, damit wir an seiner schöpferischen Tätigkeit teilnehmen können. Vergessen wir nun, dass der Mensch zu Beginn seiner Geschichte in Konflikt mit Gottes Willen geraten ist, und dass Gott noch ein Werk für ihn getan hat, nämlich das Werk der Erlösung. Aber ich möchte jetzt nicht darüber sprechen. Dies ist ein anderes Kapitel. Jeder von uns sollte erkennen, dass dies ein großer Vorteil ist, wenn wir mit Gott zusammenarbeiten können. Der Glaube lehrt uns, zur Ehre und Herrlichkeit Gottes zu arbeiten. Nur ein stolzer Mann denkt, dass er Gott ist, der alles erfunden und erschaffen hat. Ein Irrtum. Wir sind nur Werkzeuge. Wie klug es fasste Carlo Carreto, als er in einer seiner Meditation schrieb/Mit dem Schweiß auf der Stirn/.Wir könnten sagen, dass ein Mann in seiner Arbeit, nicht allein ist, dass selbst Gott es ist, der in ihm arbeitet. Die Wahrheit ist, dass Gott in seiner Schöpfung immer gegenwärtig ist und mit seiner Kreatur zusammenarbeitet, um seinen Plan zu erfüllen, wobei er auch den Menschen ausnützt. In der Hand des Künstler ist die Hand Gottes, die nach Schönheit ruft. In der Hand des Arbeiters ist die Hand Gottes der an das Brot für seine Kinder denkt. Gott ist im Werk eines jeden Menschen präsent. Keine Entdeckung, kein technischer Fortschritt wird ohne Gottes Willen erreicht. Ja, Arbeit ist für den Menschen notwendig. Ein Wort drückt das Wesen der Arbeit /Erlösung/ sehr gut aus. Die Arbeit war vor der Verwirrung durch die Sünde lediglich schöpferische Tätigkeit und Freude. Durch die Sünde beginnt sie sich mit Mühe und Leiden verbinden. Jesus Christus hat uns ermöglicht, dass die Arbeit für uns heilbringende wird. Die Arbeit hilft den Menschen vom Bösen sich zu befreien, wichtige und nützliche Dinge zu tun, und täglich an seiner Erlösung zusammen zuarbeiten. Carlo Caretto dessen Bücher in vielen Sprachen gelesen werden, erklärte kurz und deutlich die Bedeutung unserer Arbeit und Aktivitäten. All dies hat uns den Boden für unser Denken bereitet. Heute möchten wir Gott für die geleistete Arbeit danken. Wenn wir Gott danken, in dem Wissen, dass er uns gesegnet hat, dass die Arbeit unserer Hände gelinkt, dass wir an seinem Werk zusammenarbeiten können. Auf dem was uns aufzubauen gelungen sind, sehen und nehmen wir wahr: Gottes Schönheit, Weisheit, Größe. Vielen Dank für das Privileg mit Gott zusammenarbeiten zu dürfen. Jede kleine Arbeit, nicht nur die großen, sondern auch die einfachsten, das ist unser Anteil, an dem Werk des Guten und der Erlösung. Allen, die fleißig arbeiteten, gehört Dank und Anerkennung ausgesprochen.
Herodes hörte von allem, was um Jesus herum geschah und war verlegen, weil einige sagten, Johannes der Täufer sei von den Toten auferstanden, andere sagten, einer von den alten Propheten ist von den Toten auferstanden. Wir sehen, dass Jesu Wirken, die Fragen auch bei Herodes herausgreifen.
Jesus, du kamst vom Vater, um uns seine Liebe zu künden. Herr, erbarme dich unser.
Du bist unter uns zum Weg der Wahrheit geworden. Christus, erbarme dich unser.
Du führst uns zum Vater. Herr, erbarme dich unser.
Während die Apostel wanderten im Auftrag Jesu in Galileä, ließ Herodes Johannes den Täufer enthaupten. Nach diesem kriminellen Mord fühlte sich Herodes in seiner Burg unwohl. Hier erfuhr er von den Wundern Jesu. Viele Gerüchte, die unter den Menschen kursierten, kamen zu ihm. Lukas schreibt, dass Herodes sei verlegen gewesen. Sein Zustand könnte auch so ausgedrückt werden als Zweifel, Unsicherheit, Hilflosigkeit. Wer ist Jesus? Diese Frage legte sich das Volk, die Höflinge und selbst der Herrscher Herodes. Er war wegen der verschiedenen Meinungen über Jesu unsicher. Auch bei den Israeliten äußerte sich ab und zu der Hünneraberglaube. Die Seele des hingerichteten Mannes/Johannes/ zog in einen anderen Menschen um. Diese Täuschung fand bei Herodes mehr willige Ohren, als das Wort der Wahrheit. Herodes Herz war feige. Er wollte Jesus sehen. Dies geschah, als Pilatus Jesus zu Herodes sandte. Herodes freute sich. Er hoffte von Jesus ein Wunder zu sehen. Er wollte Jesus sehen und mit ihm sprechen. Er dachte, er würde Jesus auf diese Weise erkennen. Was für ein Irrtum der Weg zu Jesus führt nicht durch die Unterhaltung, Wunder, oder Neugier. Es führt durch Glauben und Liebe. Jesus zu kennen ist ein Geschenk Gottes, nach dem wir uns in Demut und aufrichtig sehnen müssen.
Von Gott gibt es viele Vorstellungen. Am meisten wird das Bild vom Vater im Himmel verwendet. Wir nennen Gott unseren Vater, weil Jesus Christus und so beten gelehrt hat:
Die Welt ist voller Friedenssehnsucht, aber oft ist es nur eine weltliche Friedensvorstellung. Der Stärkere hat das Techto, der Klügere bekommt das Recht. Jesus aber sagte, bei euch aber soll es nicht so sein, deshalb gebe ich euch meinen Frieden.
Herr, von Früchten deiner Schöpfung werden alle satt. Du schenkst dem Menschen Brot von der Erde und Wein, der sein Herz erfreut.
Jesus Christus, der seine Apostel in die Welt sandte das Reich Gottes zu predigen, sei mit euch.
Jesus, am Ende seiner Tätigkeit in Galileä erweiterte sein Werk, indem er seine Apostel aussandte, das Reich Gottes zu predigen. Die Apostel haben ihn bisher nur als Zeugen seiner Worte und Taten begleitetet. Jetzt will er sie zur selbständigen apostolischen Tätigkeit führen. Durch sie will er die Botschaft von Gottes Reich in allen Dörfer und Städten in Galileä verbreiten. Es war noch nicht die wahre Verkündigung des Heiles, zu der die Apostel nach der Herabkunft des Heiligen Geisten, bevollmächtigt wurden.
Jesus, du bist zugegen, wo Menschen dein Wort verkünden. Herr, erbarme dich unser
Du bleibst bei uns bis ans Ende. Christus, erbarme dich unser.
Du läßt in menschlichen Wirken deine Macht sichtbar werden. Herr, erbarme dich unser.
Jesus rief seine Apostel zusammen. Das deutet etwas feierliches an. Die Aufgabe der Apostel bestand nicht darin, vor Jesus zu gehen, sondern eher ihm zu folgen. Die Menschen wussten schon viel über Jesus. Die Apostel sollten darin fortsetzen, was er angefangen hatte. Sie sollten herausfinden, wer ihrer Anwesenheit und ihren Worten würdig ist. Sie sollten den Staub von ihren Füßen schütteln, wo sie nicht empfangen wurden. Jesus besteht darauf, dass die Menschen selbst entscheiden müssen. Jesus gibt den Apostel die Macht, die bösen Geister auszutreiben und die Kraft zu heilen. Sie sollen Frieden und Liebe bringen. Durch die Wunder sollen sie die Wahrheit ihrer Mission bestätigen. Da Gottes Reich nicht durch Mensche Macht errichtet wird, sondern durch Gott. Deshalb sagt er zu den Aposteln, nichts auf dem Weg zu nehmen, weder Tasche, noch Brot noch Geld. Jesus gibt den Apostel auf den Weg nicht nur die Macht, sondern auch die Anweisungen. Sie sollen einfach ohne Vorbereitung und ohne Vorrat gehen. Jesus versichert ihnen, dass sie Alles von denen erwarten können, zu denen sie kommen. Sie sollen sicher sein, dass sie keine Knappheit haben werden. Und das ist passiert. Als die Apostel von ihrer Mission zurückkamen, fragte Jesus sie, ob ihnen an etwas felhte und sie antworteten, dass es ihnen an nichts fehlte. Diese Anweisung war jetzt gültig, als die Apostel zu dem Volk Israel gingen, das das Recht der Diener Gottes kannte. Ernährung war ein Recht für ihren Dienst. Später bei den Heiden, werden die Ankündiger des Evangelims um sich kümmern, damit sie nicht den Eindruck erwecken, dass sie nicht zur Last sind. Der heilige Apostel arbeitete jahrenlang mit eigenen Händen für sein Brot. Aber er lehnte es nicht ab, wenn es geeignet war, eine Unterstützung der Gläubigen für das Wohl der Gottes Sache zu bekommen.
Zu unserem Vater im Himmel, der uns zu seinen Söhnen und Töchtern berufen hat, beten wir voll Vertrauen:
Der Friede Christi will sich auf unser Leben auswirken, durch seinen Kreuzestod weckt er in uns den Willen zur Versöhnung und führt uns zur Gemeinschaft. Deshalb bitten wir:
Christus ist unter euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit.
Gott, der Herr, der uns durch Jesus Christus den Geist des Glaubens geschenkt hat, sei mit euch.
Als die Pharisäer Jesu Wunder nicht leugnen konnten, begannen sie zu verbreiten, dass Jesus mit der Hilfe des Bellezebub, die bösen Geister austreibt. Diejenige, die aus jeden beliebigen Gründen gegen Jesus voreingenommen waren, verbreiteten diese falsche Nachricht, und dachten dass sie von ihrer Pflicht befreit sind, ernsthaft darüber nachzudenken, wer Jesus und was seine Mission ist.
Jesus, wenn wir den Willen deines Vaters erfüllen, sind wir deine Brüder und Schwestern. Herr, erbarme dich unser.
Du hast in allem dem Vater die Ehre gegeben. Christus, erbarme dich unser.
Du rufst und führst uns in das Reich des Vaters. Herr, erbarme dich unser.
Die böswilligen Reden haben die Verwandten Jesu erreicht. Als sie diese Reden hörten, kamen sie, um ihn abzuführen, schreibt der heilige Markus. Der Evangelist Lukas erwähnt nicht, warum die Verwandte zu Jesus kamen. Er schreibt nur, dass die Leute, die um Jesus herum waren, sagten zu ihm: „Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und und möchtehn dich sehen.“ Darauf antwortete Jesus: „Meine Mutter und meine Brüder, sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.“ Hier hat Jesus gesagt, was er für wesentlich hält und was wir für wesentlich halten sollen. Die Gemeinschaft mit Jesus bildet sich nicht durch natürlichen, verwandschaftlichen Verbindungen, also durch Verbindungen des Blutes. Wer das Wort Gottes hört und bewahrt, der ist in der Gemeinschaft mit Jesus, der ist ihm nahe. Jesu Mutter Maria ist aller Ehre würdig, aber nicht vor allem darum, dass sie seine natürliche Mutter ist, sondern darum, dass sie das Wort Gottes bewahrt, sie ist die demütige Dienerin Gottes. Sie ist voller Glauben, Liebe und Hingabe an Gott. Das Zuhören und die Bewahrung des Wortes Gottes bedeutet seine Mutter, sein Bruder, seine Schwester zu sein. Wir hören auch dieses Wort. Es ist nicht wichtig, dass wir Jesus sehen, wie seine Verwandte ihn sehen wollten. Es geht darum das Wort Gottes zu hören und zu erfüllen. Auf dem ist die Kirche gebaut. Auf dem Gottes Wort. Das Wort Gottes ist die Seele der Kirche und sie ist ihre Frucht. Die Kirche schafft, bildet Jesu Familie damit, dass sie Wort Gottes zuhört und es bewahrt.
Alle, die den Wille des Vaters tun, hat Jesus seine Brüder und Schwestern genannt. In seinem Namen wollen wir beten:
Wer den Willen Gottes tut, findet den Frieden. Deshalb bitten wir:
Selig, die den Willen Gottes tun und aufgenomimen werden zu denen, Idee Vergebung gefunden haben.
Sollen wir unser Gewissen wohl oft befragen, ob etwas recht oder unrecht ist? Bei allem, was wir tun sollen wir denken. Ist das gut? Wenn wir es so machen, wird es uns mit der Zeit zur Gewohnheit, fortwährend auf unser Gewissen zu achtem und kostet uns gar keine Mühe mehr. Wie nennt man den, der immer auf sein Gewissen achtet und ihm auch folgt? Gewissenhaft. Wie nennt man aber diejenigen, der sich um das, was ihm das Gewissen sagt, nicht kümmert.? Gewissenslos. Wer ist glücklicher, der gewissenhafte oder der gewissenslose Mensch? Was macht den gewissenhaften Menschen glücklich? Sein Gewissen sagt ihm, dass er auf dem rechten Wege ist, dass Gott mit ihm zufrieden ist. Das macht ihm große Freude. Wie nennt man diese Freude, die aus einem guten Gewissen entspringt? Den Frieden des Herzens. Dieser Friede macht uns viel glücklicher, als alles, was es in der Welt gibt. Wenn man sich immer an sein Gewissen hält und sich nicht danach richtet, ob einem etwas angenehm ist oder nicht, ob einen die Leute loben oder tadeln, wird man zu einem Charakter. Wie gut es ist ein Charakter zu sein. Wie geht es aber dem gewissenslosen Menschen? Wie sieht es in seinem Inneren aus? Sein Gewissen macht ihm Vorwürfe, denen er nicht entfliehen kann, durch diese Gewissensbisse, wird ihm alles verbittert, nichts freut ihn recht. Wann wird den gewissenslosen Menschen das Gewissen am meisten peinigen? Bei Sterben. Es kommt wohl vor, dass sich das Gewissen auch bei Sterben wenig regt, weil es fortwährend unterdrückt worden ist. Das ist aber um so schlimmer. Warum? Weil sich ein solcher Mensch nicht bekehrt. Wird sein Gewissen doch noch einmal erwachen? Ja, in der Ewigkeit. Mit welchen Worten sagt uns Jesus, dass die Sünder das Gewissen in der Ewigkeit furchtbar peinigen wird? Ihr Wurm stirbt nicht. Was heißt das? Das Gewissen wird an der Seele immerfort nagen und sie peinigen. Wie nützt ihr auch also in bezug auf euer Gewissen verhalten , wenn ihr glücklich werden wollt? Wir müssen auf unser Gewissen achten und es immer besser ausbilden. Das Gewissen ist das inneres Licht, dass uns zu erkennen gibt, ob das, was wir tun, gut oder böse ist. Alle Völker haben das Gewissen, fühlen auch, dass sie ihm folgen sollen und können es nie ganz unterdrücken, es muss also von Gott sein. Dem Gewissen muss man folgen, auch wenn es unverschuldet irrt. Wenn es zweifelt, muss man sich erkundigen. Ist dazu keine Zeit, so kann man beliebig handeln. Aber viele sind selbst schuld, dass ihr Gewissen irrt. Gewissenhaftigkeit macht glücklich. Gewissenslosigkeit verächtlich und unglücklich.
Jesus der sagte: Denn es ist nichts verborgen,was nicht offenbar werde, er sei mit euch.
Heute haben wir den großen Gedenktag von hl.Pius von Pietrelcina. Einige Daten aus seinem Leben. Er wurde am 25. Mai 1887 in Pietrelcina geboren. Sein Geburtsname war Francesco Forgione. In den Orden der Kapuziner trat er am 6. Jänner 1903 ein. Die Ordensgelübde, legte er am 27. Jänner 1907 ab. Seit 1918 trug er an seinem Körper die Wundmale Christi. Das Gerücht seiner Heiligkeit hat sich sich schnell ausgebreitet und viele Leute begannen ihn aufzusuchen. Am 16.Juni 2002 erklärte ihn Papst Johannes Paul II. zum Heiligen.
Jesus, du hast das Leben in Armut angenommen. Herr, erbarme dich unser.
Du warst dem Vater gehorsam bis in den Tod. Christus,erbarme dich unser.
Du bist den Weg der Entsagung und der Sühne gegangen. Herr, erbarme dich unser.
Wir kennen mehrere Artikel über die Bilokation des Pater Pio. Einer von ihnen wurde von der italienischen Schriftsteller Andreas Tornielli beschrieben. Sein Artikel erzählt, wie Pater Pio in eine Gefängniszelle in Budapest kam, in der Kardinal Jozsef Mindszenty, der ungarische Primas, inhaftiert war. Bilokation ist ein außergewöhnliches mystisches Phänomen, das dazu führt, dass sich eine Person gleichzeitig an zwei Orten befindet. Pater Pio hatte dieses kostbare Geschenk. Viele Augenzeugen aus verschiedenen Teilen der Welt bezeugen die Anwesenheit Pater Pios, sogar hat er mit ihm gesprochen. Jozsef Kardinal Mindszenty wurde im Dezember 1948 von den den Kommunisten inhaftiert und im folgenden Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde fälschlicherweise beschuldigt, sich gegen die Regierung verschworen zu haben. Während er im Gefängnis war, wuchs allmählich sein Wunsch die heilige Messe zu zelebrieren. Aber er wurde immer beobachtet. Eines Morgens erschien Pater Pio vor dem Kardinal mit allem, was er zur Feier der heiligen Messe bräuchte. Bei der heiligen Messe diente er ihm als Ministrant. Dann sprachen sich miteinander. Schließlich verschwand Pater Pio mit allem, was er mitgebracht hatte. 1965 machte der Journalist Battisti Interview mit Pater Pio und unter andern fragte ihn, ob er sich traf mit Kardinal Mindszenty. Pater Pio bestätigte das: „Ja, wir haben uns getroffen und haben sich unterhalten.“ Dies war jedoch nicht der einzige Fall der Bilokation von Pater Pio. All dies zeugt von außergewöhnlichen Gaben, die Pater Pio hatte.
Wir wollen beten, dass Gott uns befreie vom Bösen, damit wir seinen Willen tun können:
Christus will,dass alle, die teilhaben an dem einen Brot und dem einen Kelch, in Frieden und Eintrach zusammenleben. Deshalb bitten wir:
Jesus, der zu Matthäus sagte, folge mir nach, sei mit euch.
Matthäus, der Verfasser des ersten Evangeliums, hieß ursprünglich Levi und war Zöllner in Kapharnaum am See Genezareth. Eines Tages sah Jesus ihn bei der Arbeit und sprach: „Levi, folge mir nach.“ Der Angesprochene stand stand auf, verließ sein Zollhaus und folgte dem Herrn. Christus nahm Levi in den Kreis der Apostel auf. Von diesem Tag an trug der Zöllner den Namen Matthäus was im Hebräischen sowiel wie ,,ein Geschenk Gottes “ bedeutet.
Jesus, du hast deinen Aposteln den Tod des Martyriums verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Du krönst deine Heiligen mit Herrlichkeit. Christus, erbarme dich unser.
Wer dir nachfolgt, findet das Leben. Herr, erbarme dich unser.
Spärlich sind die Überlieferungen über das weitere Leben von Matthäus. Um das Jahr 42, einige Jahre nach Christi Himmelfahrt, soll der Apostel Palestina verlassen haben und zur Verkündigung des Evangeliums nach Ägypten und Äthiopien gezogen sein. In Äthiopien machte Matthäus durch zahlreiche Wunder, die er vollbrachte, auf sich aufmerksam. So soll er den Sohn des Königs vom Tode erweckt und die Königstochter vom Aussatz geheilt haben. Wie lange Mattehäus gewirkt, wie lange er überhaupt gelebt hat, ist nicht authentisch überliefert. Auch über seinen Tod gibt es die unterschiedlichsten Berichte. So soll er einerseits eines friedlichen Todes gestorben sein, in anderen Erzählungen heißt es, er sei zu Tode gesteinigt worden, wieder andere sagen, Matthäus sei verbrannt worden. Die lateinische und die griechische Kirche verehren den Apostel und Evangelisten jedenfalls als Märtyrer.
Lasset uns beten,wie sich die Kirche nach der Weisung des Herrn von Anfang an zu beten bemüht war:
Herr Jesus Christus, du führst deine Kirche immer wieder von den vier Winden her zum Frieden. So bitten wir dich:
Selig die Frucht bringen in ihrem Leben und eingehen zur Ernte des Lebens.
Jesus, den die Apostel und einige Frauen begleiteten, sei mit euch. Das heutige Evangelium berichtet, dass Jesus das Reich Gottes verkündete und wurde nicht nur von den Apostel, sondern auch von einigen Frauen begleitet. Einige Frauen werden auch namentlich erwähnt. Wie Maria Magdalena, Johanna, Susanna. Auch wir sollen mit Jesus leben wie sie, oder wie die koreanischen Märtyrer, die wir heute feiern.
Jesus, du hast alle zur Nachfolge des Kreuzes gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Du gibst uns Kraft durch dein Kreuz und deine Auferstehung. Christus,erbarme dich unser.
Dein Sterben war deine Verherrlichung. Herr, erbarme dich unser.
Bei der Heiligsprechung der koreanischen Märtyrer sagte Papst Johannes Paul II. unter anderem: „Die Wahrheit Christi ist auch in Korea eingedrungen. Sie kam gleichzeitig mit Priestern aus China. Auf wunderbare Weise brachte die Gnade Gottes ihre Vorfahren zuerst zur Wahrheit des Gottes Wort und dann zu den lebendigen Glauben an den auferstandenen Erlöser.“ Um ihren christlichen Glauben zu stärken, vervollkommnen, sandten ihre Vorfahren eines ihrer Mitglieder nach Peking, um sich taufen zu lassen. Als er zurückkehrte, gründete er mit anderen Laien die erste christliche Gemeinde in Korea. Diese junge, aber im Glaube starke Kirche musste den Wellen der Verfolgung widerstehen und kann sich mit mehreren Zehntausend Märtyrern rühmen. In den Jahren 1791, 1801, 1827, 1839, 1846 und 1866 sind mit Blut, ihrer Märtyrer gekennzeichnet. Trotz der Tatsache, dass die Christen in Korea in der erste Hälfte des 18. Jahrhunderts nur zwei Priester aus China hatten und das nur einige Zeit, vertieften sie sich in der Einheit und untereinander. Sie achteten auf die soziale Klassenunterschiede nicht und ermutigten sich die spirituelle Berufe zu wählen. Sie suchten immer eine engere Verbindung mit ihrem Bischof in Peking und mit dem Papst im fernen Rom. Nach mehreren, vieljährigen Bitten um die größere Zahl der Priester, begrüßten ihre Vorfahren 1836 die französischen Misionare. Einige von ihnen wurden Märtyren und opferten ihr Leben für das Evangelium. Die schöne Blüte der Kirche in Korea ist die Frucht des Zeugnisses der Märtyrer. Ihr unsterblicher Geist ist auch heute noch eine Stärkung der zum Schweigen gebrachten Kirche im Nordkorea dieses so gespaltenen Landes.
Gott, dürfen wir Vater nennen und zu ihm rufen, wie uns Christus aufgetragen hat:
Friede mit Gott bedeutet enge Beziehung zu seinem Wort. Diese Beziehung wollen wir in unserem alltäglichen Leben suchen. Deshalb bitten wir.
Lass alle, die im Finstern Gehen, die Sonne deiner Gnade sehen.
Diesen Sonntag werden wir einen Abschnitt aus dem Evangelium hören, der von einem unehrlichen Verwalter handelt. Dieser Verwalter hat seine Position missbraucht und doch am Ende stellte ihn Jesus, seinen Hörer zum Vorbild. Dies ist jedoch eine irreführende Interpretation. Was Jesus als Vorbild setzt, ist die Erfindungskraft des Verwalters, als er feststellte, dass er entlassen werden soll. Sein Verhalten als Verwalter Jesus verurteilt eindeutig.
Predigt
Schauen wir uns diesen Verwalter genauer an und versuchen wir herauszufinden, warum am Anfang aus einem guten und zuverlässigen Menschen schließlich ein Betrüger und ein Dieb wurde. Abraham Lincoln sagte einmal: „Fast jeder Mensch ist in der Lage Widrigkeiten zu ertragen, aber wenn du den Charakter eines Menschen überprüfen willst, gib ihm die Macht.“ Was er damit sagen wollte war folgendes: es gibt viele Dinge im Leben eines Menschen, die seinen Charakter bestätigt. Zum Beispiel die Fähigkeit das Leid, Widrigkeiten zu ertragen. Es ist nicht leicht, in allen diesen Widrigkeiten, durchzukommen, aber die meisten Menschen kann es standhalten. Aber das Ertragen der Widrigkeiten, auch wenn es eine großartige Sache ist, das ist noch nicht der klarste Beweis für die Kraft des Charakters eines Menschen. Ein handfester Beweis ist die Macht. Erst wenn man die Macht hat, sehen wir , was im Menschen ist. In diesem Sinne ist es interessant kleine Kinder zu beobachten. Wenn sie ihnen zufälligerweise eine kleine Verantwortung anvertrauen, zum Beispiel auf das Spielzeug auf dem Spielplatz aufzupassen oder sie auf die Ordnung in der Klasse zu beaufsichtigen. Es kann passieren, dass aus einem angenehmen Junge oder Mädchen plötzlich ein kleiner Tyran wird. Daher ist es notwendig den Menschen in diesem Bereich von Kindheit an zu erziehen, damit er wenn er heranwächst dass er in großen Dingen bestehen kann. Deshalb sagt Jesus im heutigen Evangelium. „Wer in der Kleinigkeit treu ist ist im Großen treu.“ Den Menschen muss man allmählich mit Macht und Verantwortung belasten und beobachten, wie er sich benimmt. Und wenn er besteht, kann man ihn mit höheren Aufgaben und mit größerer Macht beauftragen. Dies war der Fall des unehrlichen Verwalters aus dem heutigen Evangelium. Wer weiß, wie er zu diesem Posten gekommen ist. Entweder war er ein guter Schauspieler, als er sich um diesen Job bewarb, oder er hatte schon den guten Ruf. Aber jetzt plötzlich, als er die große Chance hatte, die sich aus seiner Position ergeben hatte, drehte sich ihm den Kopf. Und so ist zu Beginn aus einem ehrlichen Verwalter allmählich ein unehelicher Verwalter geworden. Plötzlich begann er die Menschen, Geld, Mittel missbrauchen, vor allem aber das Vertrauen seines Herrn. Missbraucher der Macht und des Geldes zu werden, ist nicht schwer. Es reicht aus, wenn man einen Moment nicht aufmerksam ist. Darum muss er sich ständig bewusst sein, dass die Sachen, die ihm momentan zur Verfügung stehen, die hat er in der Verwaltung. Nur vorübergehend und eines Tages wird er von ihnen die Rechenschaft aus seinem Tun verlangt. Die meisten Funktionen und Ämter nicht nur in bürgerlichen Bereich, sondern auch in kirchlichen Bereich, sind nur für eine begrenzte Zeit anvertraut, um den Missbrauch vorzubeugen. Totalitäre Regime sind damit bekannt, dass bestimmte Ämter nicht mit Zeitlimit begrenzt sind, und die Beamter missbrauchen ihre Ämter/Funktionen/ können, wie es ihnen gefällt. Macht und Geld korrumpieren wirklich. Auch die gläubigen Menschen. Dafür haben wir genügend Beispiele. Es gibt nur wenige Leute, die fähig sind, die im Rahmen grenzenlosen finanziellen und anderen Möglichkeiten daran zu denken, dass nichts davon, was sie haben, nicht ihnen gehört, das haben sie nur in der Verwaltung. Daher ist es notwendig zu fragen, in welchem Verhältnis stehe ich zum Amt, zu der Funktion, die ich derzeit ausübe und zu den Vorteilen, die mit dieser Funktion verbunden sind. Es ist schwierig in einer Gesellschaft zu leben, in der Menschen ihre Funktion missbrauchen. Jesus erwähnt im Evangelium den Erfindergeist des unehrlichen Verwalters. Wie aktiv und erfinderisch ein Mensch ist, wenn es darum geht seine Betrüge zu verbergen und für seine Zukunft zu sorgen. Jesus will uns im heutigen Evangelium sagen, dass wir so wie wir uns aktiv um unsere irdische Zukunft kümmern, so auch um unser ewiges Leben kümmern sollten. Aber wie? Ein sehr wirksames Mittel zur Lösung dieses Problems ist,was Jesus im Evangelium sagt: Macht euch Freude mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohungen aufgenommen werdet, wenn es mit euch zu Ende geht. Lk 16,9. Mit Geld können wir viel Gutes machen. Es wird uns helfen, wenn alles, was wir haben, zur Hilfe der anderen Menschen verwenden. Lasst uns unser Leben auf die Ehrlichkeit und Liebe aufbauen.
Jesus, der zu der Frau sprach: Dein Glaube hat dich geholfen, gehe hin in Frieden, er sei mit euch.
Jesus nahm die Einladung des Pharisäer Simon zur Hausfeier an. Als eine Frau dies hörte, die in der Stadt als Sünderin bekannt war, sie kam und mit Tränen in den Augen waschte und mit teurer Salbe salbte sie seine Füße. Wir kennen dieses Ereignis. Diese Begebenheit erreignete sich in Galiläa, zu Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu.
Jesus, du hast den Sündern vergeben, die zu dir kamen. Herr, erbarme dich unser.
Du kennst alle Schuld, die unser Leben belastet. Christus, erbarme dich unser.
Du hast all unsere Schuld am Kreuz getilgt. Herr, erbarme dich unser.
So wurde Jesus als Gast zum Pharisäer Simon eingeladen. Es war vor einem gewaltigen Streit mit den Pharisäer. Aus dem Evangelium geht hervor, dass Simon Jesus nicht sehr herzlich und freundlich aufgenommen hat, sondern mit einer Art, Zurückhaltung und kühler Höflichkeit. Einerseits, fühlte er die Größe Jesu, anderseits stand er unter dem Einfluss seiner Partei, die gegen Jesus war. Er nahm daher eine Warteposition ein. Jesus lehnte die Einladung nicht ab, um nicht zu beschuldigt zu werden, die Pharisäer gänzlich abgelehnt zu haben. Jesus versucht gegen die Pharisäer alle Mittel. Strenge und Gütigkeit, Härte und Freundlichkeit. Die Pharisäer waren zu dieser Zeit bereits Feinde Jesu. Beachten wir aber in diesem Evangelium eine Frau, die Sünderin ist. Sie hatte Jesus schon einmal gesehen und gehört. Er öffnete ihre Augen für das verlorene Leben und sie begann all das Böse zu bereuen, das sie begangen hatte. Diese Frau verdankt Jesus, dass er ihr Herz verwandelte und ihr das Leben retette. Jesus brachte sie in ein wirkliches Leben zurück. Deshalb kommt sie voller Dankbarkeit zu Jesus, die durch den Geruch von Öl ausgedrückt wird. Die Tränen drücken ihr Bedauern aus. In der Salbung mit Öl ist ihr Opfer. Eines ist sicher: diese Frau, vorher eine Sünderin, bereute ihr sündiges Leben und sie wandte sich mit ihrem ganzen Herzen zu Gott.
Sprechen wir im Geist der Demut und Versöhnung miteinander das Gebet, das uns der Herr gelehrt hat:
Es ist gut zu wissen, dass Gottes Friede kommen wird. Wir wollen uns bereit halten für dieses Geschenk und beten:
Jesus, der sprach: Und die Weisheit ist gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern, er sei mit euch.
Jesus fasste die Ergebnisse der Wirkung von Johannes dem Täufer zusammen und machte Schlussfolgerungen.
Durch die Taufe der Buße bereitete Johannes den Weg nach Gottes Plänen und unter Gottes Anleitung vor. Das Volk erhielt die Taufe des Johannes mit Demut und dem Wunsch nach Reinigung. Die Pharisäer lehnten es ab und wollten den Schwerpunkt in die Debatten setzen, wer eigentlich Johannes der Täufer ist. Die Ersten erkannten die Gottes Gerechtigkeit an, liesen sie sich taufen, die Zweiten – Pharisäer – liesen sich nicht taufen und machten Gottes Pläne zunichte.
Jesus, du bleibst mit deinem Wort immer bei uns. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns den Beistand des Heiligen Geistes verheißen. Christus, erbarme dich unser.
Du gibst uns die Kraft zur Arbeit in deinem Reich. Herr, erbarme dich unser.
Die Konsequenzen dieser Haltung bestehen von der Vergangenheit bis zu dem Zeitpunkt, als Johannes der Täufer im Gefängnis leidet und die Worte und Handlungen von demjenigen übernommen wurden dem Johannes den Weg vorbereitete. Die Pharisäer sind auch gegen Jesus willkürlich, wie sie zu Johannes dem Täufer waren. Jesus ähnelt sie zu den willkürlichen Kindern auf dem Platz beim Spielen. Einige Kinder wollen zur Hochzeit spielen, die anderen wollen zum Begräbnis spielen. Die ersten spielen Flöte und wollen tanzen, die Zweiten sumsen Bestattungslieder und wollen weinen. Jeder besteht auf sich selbst und ist mit dem anderen nicht zufrieden. Und das mit einer solchen Willkür mit solcher Schrulligkeit, wie man das nur bei Kindern sehen kann. Gerade diese Willkür und Schrulligkeit beherrschte viele Pharisäer, denen Gottes Pläne nicht gut erschienen und sie wollen immer etwas anderes als Gott. Ihnen passt nichts, sie kritisieren und lehnen alles ab. Von Johannes den Täufer, der kein Brot gegessen hat und keinen Wein getrunken hat behaupteten sie er hat einen Teufel, von Jesus der isst und trinkt sagen sie, „… siehe ein Fresser und Trinker, ein Freund der Zöllner und Sünder.“ Auch heute gibt es die Menschen, die mit nichts zufrieden sind, die alles kritisieren, sie denken, dass nur sie Recht haben. Eigentlich wissen diese Leute gar nicht, was sie wollen.
Jesus Christus hat uns ein Gebet hinterlassen, das uns Rückhalt gibt, wenn unsere Entscheidung für Gott gefordert ist. Wir dürfen im Vertrauen beten:
Zuverlässigen Frieden finden wir nur in der Treue zu Gott. Durch den gemeinsamen Glauben verbunden, wollen wir beten:
Jesus, der den Jünger aus Nain auferweckte, sei mit euch. Nur der heilige Lukas berichtet von dem Vorfall mit dem Jugendlichen aus Nain. Die Stadt Nain liegt in der Nähe des Berges Tabor ca. 50 km südwestlich von Kafarnaum. Jesus kam zu den Toren dieser Stadt, gerade in dem Augenblick, als der Trauerzug durch die Straßen ging. Es war Gottes Lenkung, dass der Trauerzug Zeugnis des Wunders wurde.
Jesus, du bist gekommen, uns ewiges Leben zu schenken. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Tote erweckt als der Herr über Leben und Tod. Christus, erbarme dich unser.
Du bist von den Toten auferstanden zu neuem Leben. Herr, erbarme dich unser.
Zwei Züge trafen sich vor dem Stadtort. Eskorte des Todes mit den Toten und die Eskorte des Herrschers des Lebens, der Jesus ist. Als Jesus die Mutter sah, bedauerte er sie und sagte zu ihr. „Weine nicht!“ Welch ein Trostwort inmitten von Hilflosigkeit. Das Wort aufmerksam und sanft und zugleich kraftvoll und vielversprechend. Aber dieses Wort ist nicht nur ein schwacher und machtloser menschlichen Trost. Es ist ein Wort des mächtigen Trostes Gottes. Alles ist bereits in diesem einfachen Trostwort einbezogen. Jesus, wusste, was er tun wird. Er berührte den Sarg. Die Träger blieben stehen. Wussten sie, wer vor ihnen stand? Nach den wohlgesinnten Wörter des Trostes folgt die mächtige Tat der Hilfe. „Ich sage dir, steh auf!“ Als ob man ihn aus einem Traum wecken würde. Und der junge Mann setze sich auf und alle fürchteten sich. Sie priesen Gott: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden!“ Wundern wir uns nicht, dass sich die Nachricht über dieses Wunder in ganz Judeä verbreitet hat. Die Gnaden Zeit des Herrn ist gekommen und sie wird niemals aufhören.
Mit den Worten,die Jesus uns gelehrt hat, beten wir gemeinsam zu unserem Vater im Himmel:
Durch das Blut am Kreuz hat Jesus Chrisstus Frieden gestiftet und uns versöhnt. Deshalb bitten wir ihn:
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er läßt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Schauen wir nun, wie wir uns gegenüber dem Gewissen verhalten sollen. Vor allem fragen wir uns, ob wir dem Gewissen immer folgen sollen. Wie dann, wenn unser Gewissen irrt? Kann es wohl irren? So wie der Verstand überhaupt irren kann, kann auch das Gewissen irren. Es vertraut sich z.B. eine Mitschülerin Namens Ema ihrer Freundin Elsa an. „Ich fürchte ein schlechtes Zeugnis zu erhalten. Wenn ich wirklich ein schlechtes Zeugnis erhalte, laufe ich meinen Eltern davon. Ich habe schon alles vorbereitet. Niemand weiß etwas, nur dir vertraue ich es an. Gib mir dein Ehrenwort, dass du niemand etwas sagen wirst.“ Elsa gibt ihr das Ehrenwort. Darnach ist Elsa beunruhigt. Sie möchte gerne der Mutter Emas Mitteilung machen, um ein Unglück zu verhüten. Aber sie meint, sie dürfte ihr Versprechen nicht brechen und so sagt sie nichts. Hat ihr Gewissen richtig verurteilt? Nein, wenn der Elsa ihr Versprechen hält, kann das ein Unglück zur Folge haben. Unter diesen Umständen gilt das Versprechen nicht. Wenn aber Elsa vollständig überzeugt ist, sie dürfe nichts offenbaren, was soll sie dann tun? Ihrer Überzeugung folgen und nichts offenbaren. Ihr Gewissen ist zwar irrig, aber sie weiß ja nicht, dass es irrig ist, und muss ihm darum folgen. Es ist unrecht, dass sie das, was Emma vorhat, nicht offenbart, aber sie weiß nicht, dass es Unrecht ist. Begeht sie also eine Sünde? Nein. Wenn aber Elsa zweifelt ob sie unter diesen Umständen ihr Versprechen halten müsse, was soll sie da tun? Ihre Eltern, die Lehrerin, oder den Priester fragen. Es kommt aber vor, dass man im Gewissen zweifelt, ob man etwas tun muss oder tun darf und dass man keine Zeit hat nachzufragen. Wenn man zweifelt ob eine Handlung Sünde ist und auch nicht nachfragen kann, darf man die Handlung verrichten. Nur in gewissen Dingen darf man nicht im Zweifel handeln, weil es zu gefährlich wäre. Sind die Menschen an ihrem irrigem Gewissen nicht oft selbst schuld? Sie unterrichten sich nicht genügend in der Religion. Was ist wohl der Grund, dass sie sich nicht unterrichten lassen. Es ist teils Gleichgültigkeit, teils dass sie in ihrem Sündenleben nicht gestört sein wollen. Sie lassen sich lieber von ungläubigen Menschen einreden, man brauche keine Gebote zu halten, der Mensch soll sein eigener Herr sein. Das ist natürlich nicht wahr. Wir sind nicht unsere eigenen Herren. Wer ist unser Herr? Gott. Warum ist Gott unser Herr? Auch das ist nicht wahr, dass alles, was die Natur begehrt, gut ist, denn unsere Natur ist durch die Sünde verdorben. Aber viele hören solche Beschwichtigungen gerne und suchen selber durch solche Ausflüchte ihr Gewissen zu beschwichtigen. Habt ihr vielleicht schon gehört worauf sich Betrüger gerne ausreden? Einem Reichen, schade es nicht, betrogen zu werden, mit der Ehrlichkeit könne man nicht durchs Leben kommen. So gibt es für jede Sünde eine Ausrede. Zuerst sehen die Sünder wohl, dass es nur eine Ausrede ist, aber nach und nach glauben sie die Ausrede selbst, und ihr Gewissen sagt ihnen nicht mehr die Wahrheit. Werden solche beim Gericht Gottes mit der Entschuldigung durch kommen? Ich habe nicht gewusst, dass das was ich tue, Sünde ist. Warum nicht? Es ist ihre eigene Schuld gewesen, dass sie es nicht wussten, denn sie haben es nicht wissen wollen, und eine Ahnung, einen Schimmer haben sie doch noch immer davon gehabt, dass ihr Leben sündhaft ist. Macht es ihr nicht so. Macht es ihr ja nicht. Verfälscht euer Gewissen nicht. Ihr würdet euch damit nur selbst zugrunde richten. Bildet vielmehr euer Gewissen aus, damit es euch immer besser führt.
Jesus Christus, der sagte:Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden,er sei mit euch.
Der Lebensgeschichte von Cyprian dem großen Bischof von Karthago,steht in engem Zusammenhang mit dem Papst Kornelius. Wie das Haupt des Papstes wird auch das von Cyprian in Kornelimünster bei Aachen verehrt. Auch Cyprian ist Kanon-Heiliger, auch er starb an einem 14.September. Beider Gedenktag wurde auf den 16.September gelegt.
Jesus, du bist gekommen, um Menschen zu helfen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast unsere Krankheiten geheilt. Christus, erbarme dich unser.
Du freust dich darüber, wenn wir Glauben haben. Herr, erbarme dich unser.
Cyprian, einer der bedeutendsten Kirchenschriftteller der Frühkirche, kam als Sohn reicher, heidnischer Eltern um das Jahr 200 in Karthago zur Welt. Erst später bekehrte er sich zum Christentum. Er empfing 248 die Taufe, dann Priesterweihe, und schon bald darauf wurde er zum Bischof von Karthago und damit zum Oberhaupt der nordafrikanischen Kirche gewählt.
Während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius leitete Cyprian seine Gemeinde nur mit der Hilfe von Briefen vom Verborgenen aus. Wie Papst Kornelius zur selben Zeit in Rom musste sich auch Cyprian nach seiner Rückkehr nach Karthago mit der Frage der sogenannten ,,Lapsi“ der während der Verfolgung vom Christentum Abgefallenen befassen. Auch er neigte wie Kornelius zu Milde und Vergebung. Mit dem Papst setzte es sich über dieses Problem in Briefen auseinander. Während einer erneuten Verfolgung wurde Cyprian von Kaiser Valerian verbannt und schließlich am 14. September 258 in Karthago enthauptet. Reliquien des afrikanischen Märtyrers kamen auch in die französischen Städte Compiegne und Lyon.
Wir haben den Geist empfangen, der uns zu deinen Söhne und Töchtern berufen hat. In ihm dürfen wir beten.
Jesus hat uns zu Gliedern seines Leibes gemacht und damit auch zum Frieden berufen.
So spricht der Herr, solchen Glauben habe ich in Israel nie gesehen.
Jesus Christus, der uns durch das Kreuz seine Liebe erwiesen hat, sei mit euch.
Heute feiern wir das Fest der Kreuzerhöhung. Das Kreuz Jesu Christi ist die Schule aller christlichen Weisheit. Jesus, der Sohn Gottes, ist durch seinen Tod am Kreuze unser Erlöser geworden, aber dadurch hat er nicht aufgehört, auch noch am Kreuze unser Vorbild und unser Lehrer zu sein. Nicht bloß sein heiliges Leben, sondern auch sein bitteres Leiden und Sterben ist und bleibt für uns ein Gegenstand der Nachahmung.
Jesus, du hast für uns das Kreuz getragen. Herr, erbarme dich unser.
Du bist am Kreuz erhöht werden. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst wiederkommen im Zeichen des Kreuzes. Herr, erbarme dich unser.
Ja liebe Brüder und Schwestern auch am Kreuze ist Jesus Christus noch unser Lehrer und so ist, wie der hl. Augustinus sagt /August Tractat. 119 in Joan/ jenes Holz an welchem die Glieder der sterbenden Erlösers, angeheftet waren, ist für uns die Kanzel des lehrenden Meisters somit ist sein heiliges Kreuz für uns die Schule aller christlichen Weisheit geworden. Was Jesus in seinem Leben durch Worte und taten lehrte, das lehrte er am Kreuze durch sein Schweigen, durch sein Leiden und Sterben durch sein Kreuz selbst. Aber die Weisheit, welche der Gekreuzigte lehrt, ist eine himmlische, keine irdische, sie ist eine geistige, keine fleischliche Weisheit. Diese Weisheit, die christliche nämlich, weil sie von Christus kommt und zu Christus führt, diese Weisheit betrifft das eine Notwendige, welches ist: Die Sünde fliehen, Gott zu ehren, Gott zu lieben, Gott dienen und so selig werden. Diese christliche Weisheit erlernt sich am schnellsten am leichtesten am sichersten in der Schule des Kreuzes.
Bei den Füßen des Gekreuzigten und versenkt in ein Meer geheimnisvoller Betrachtungen über das große Werk der Erlösung, erlangten die Heiligen Gottes jene hohe Tugend, welche wir in ihrem Leben bewundern.
Der hl. Thomas von Aquin, jener wahrhaft englische Lehrer bekannte von sich selbst. Er habe von dem Kreuz Jesu Christi weit mehr gelernt, als aus Büchern.
Als der hl. Bonaventura gefragt wurde, wo er denn die kostbare Büchersammlung habe, aus welcher er wahrscheinlich alle Schätze seiner Weisheit geschöpft hatte, so zeigte er hin auf das Bildnis des Gekreuzigten, und sprach: „Hier ist die Bibliothek, aus welcher ich alles gelernt habe, was ich weiß.“
Die hl. Katharina von Siena, diese hochbegnadete und in der Wissenschaft des Heiles erleuchtete Seele, bat einst Gott, er möge ihr den Weg zur Vollkommenheit zeigen und zur Vereinigung mit ihm kommen. Gott antwortete ihr in einer himmlischen Offenbarung: „Sieh auf Jesus, meinen Sohn, in welchem ich mir allein wohl-gefalle, und welcher sich selbst entäußerte, die Gestalt des Knechtes annahm, und gehorsam war bis zum Tode des Kreuzes.“
Im Namen Jesu Christi der durch sein Kreuz die Welt gerettet hat, wagen wir zum Vater zu beten:
Das Kreuz einst ein Zeichen der Schande hat uns den Frieden gebracht. Deshalb bitten wir:
Selig, die gerettet werden, durch Jesus Christus der für uns am Kreuz erhöht ist.
Jesus,der sprach: Was ihr wollt, das euch die Menschen tun, so tut auch ihr ihnen ebenso, er sei mit euch.
Jesus predigte/verkündigte/ ein neues Leben unter den Menschen. Er verkündigte es vor allem durch die Liebe und auch durch die Liebe zu den Feinden. Jesus unterdrückte überall Zornausbrüche und den Gedanken an Rache. Als Jakobus und Johannes Feuer und Schwefel auf die Stadt herabrufren wollten, wo die Bewohner Jesus nicht annehmen wollten, da sagte Jesus zu ihnen: ihr weißt nicht, wessen Geist ihr seid.
Jesus, du hast Liebe zu allen Menschen. Herr,erbarme dich unser.
Du hast uns befohlen, unsere Feinde zu lieben. Christus, erbarme dich unser.
Du willst, dass unsere Liebe selbstlos ist. Herr, erbarme dich unser.
Die Liebe von der Jesus spricht, ist eine heilige, gerechte und feste Liebe. Es ist keine Feigheit vor dem Bösen, sie verbirgt keine Fehler. Es ist die Liebe zu den Menschen, die notwendig ist zu retten, auch wenn man seine bösen Taten verurteilen muss. Jesus verurteilte die Sünde, liebte aber jeden Menschen. Jesus starb für alle Menschen am Kreuz und auch für diejenige, die ihn hassten. Es war die größte Äußerung der Liebe. Wie sollen wir die Liebe zu den Feinden haben, von der Jesus spricht? Stelle gegen Hass deine gute Tat. Auf das Fluchen antworte mit einem guten Wort. Wenn du anderes nicht kannst, bete wenigstens. Das machte Jesus selbst. Liebe ist das eigentlichste Wort des Evangeliums. Das Evangelium lehrte die Menschen in Liebe zu leben. Passen wir uns nicht dem Bösen der Menschen an, weder durch Worte, noch durch Taten. Menschen reagieren auf harte Worte, mit noch härteren und auf schlechte Taten noch mit schlechteren. Dann folgt Rache für Rache. Die Menschen fesseln sich selbst mit Ketten, mit Ketten der Rache. Sie machten uns das und das, sie werden sehen, was wir werden ihnen antun. So war es in der Geschichte. Zwischen Individuen und zwischen Nationen. Jesus sagt brechen sie die Kette der bösen Worte und bösen Taten. Beantworten sie auf den Fluch mit einem guten Wort und tut denen gut, die euch hassen. Bete für den, der dich hasst. Denken sie nicht dass nur das Böse seine Stärke hat. Auch Gut hat seine Stärke.
Gottes Geist sammelt uns zu einer neuen Gesellschaft im Worten auf das Reich Gottes. Daher beten wir voll Vertrauen wie Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat:
Die Gabe des Friedens ist das Geschenk, das unser Leben heil macht und versöhnt. Deshalb bitten wir:
So spricht der Herr: „Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nicht mehr Durst haben.“