Archiv für den Monat: August 2019
Familien messe 1.09.2019
Familienmesse 1. September 2019
„Gäste Jesu“
Vorbereitung:
Beim Betreten der Kirche bekommen die KInder
bunte Tischkarten, auf die sie ihre Namen schreiben.
4 große Tischkarten
Dicker Filzstift für große Tischkarten, viele Filzstifte für kleine Tischkarten
4 Kinder für Spielszene
Lied: Groß sein lässt meine Seele den Herrn (SJ 117)
Pfarrer Peter: Kreuzzeichen und Begrüßung:
Liebe Kinder, liebe Gemeinde! Wie ihr gerade gesungen habt, dürfen wir heute wieder gemeinsam mit Jesus feiern. Wir haben einen warmen Sommer genießen dürfen und ich hoffe ihr habt viel Zeit mit eurer Familie und mit euren Freunden verbracht. Bestimmt habt ihr wieder Energie getankt, damit ihr gut in das neue Schul- oder Kindergartenjahr starten könnt.
Heute möchten wir im Gottesdienst darüber nachdenken, was „LIEBE“ bedeutet. Die ganze Welt singt und dichtet von der Liebe. Jesus will uns heute zeigen, was Liebe für ihn bedeutet. Aber lasst uns zuerst einmal anschauen, wie es oft bei uns zugeht.
Schauspiel der Kinder vor dem Altar:
Kind 1: MATTHIAS „Was krieg ich dafür – Typ“
Das Kind stellt sich vor dem Altar und wird nacheinander von 3 Kindern angesprochen.
Kind 2: MARLENE
Ich habe mein Lesebuch vergessen. Darf ich heute bei dir mit schauen?
Kind 1: Was krieg ich dafür?
Kind 3: MICHAELA
Ich habe heute meine Jause zuhause liegen lassen. Kannst du mir etwas geben?
Kind 1: Was krieg ich dafür?
Kind 4: STEFAN
Kannst du mir dein Fahrrad leihen? Ich hab meine Fußballschuhe zuhause vergessen.
Kind 1: Was krieg ich dafür?
Pfarrer Peter :
Ihr habt es gemerkt. Das gibt es öfter… Menschen die immer fragen: Was krieg ich dafür? Wir werden heute erfahren, was Jesus zu solchen „Was-krieg-ich-dafür-Typen“ sagt.
Aber lasst uns zuerst Gott um Verzeihung bitten:
Kyrie
-
MATTHIAS
Jesus, wir stellen uns oft gern in den Vordergrund, wo es nicht gut ist.
Herr, erbarme dich unser.
-
MICHAELA
Jesus, wir wollen für vieles was wir tun, eine Gegenleistung erhalten.
Christus, erbarme dich unser.
-
MARLENE
Jesus, manchmal nehmen wir uns selbst zu wichtig und vergessen dabei auf die anderen.
Herr, erbarme dich unser.
Pfarrer Peter:
Herr, du bist der Gott aller Menschen. Es ist nicht immer leicht aus unserem Herzen heraus zu handeln. Verzeihe uns, wenn wir damit Probleme haben und vergib uns unsere Schuld. Schenke uns dein Erbarmen, stehe uns zur Seite und schenke uns Mut wenn wir es immer wieder neu probieren. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen
Tagesgebet: Pfarrer Peter
Gott, von dir kommt alles Gute. Du schenkst uns deine reine Liebe. Lass in uns das Gute wachsen. Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen
Gloria: Lobe den Herrn (SJ 241)
Lesung: Sir 3,17-18.20 (bitte nur diese Lesung)
Anna – Maria
Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden, und du wirst mehr geliebt werden als einer, der Gaben verteilt. Je größer du bist, um so mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott. Denn groß ist die Macht Gottes, und von den Demütigen wird er verherrlicht.
Für die Wunde des Übermütigen gibt es keine Heilung, denn ein giftiges Kraut hat in ihm seine Wurzeln. Ein weises Herz versteht die Sinnsprüche der Weisen, ein Ohr, das auf die Weisheit hört, macht Freude.
Wort des lebendigen Gottes
Halleluja: Kinderchor
Evangelium: Lk 14,1. 7-14
Predigt Pfarrer Peter: nur ein Vorschlag!!!
Liebe Kinder, liebe Pfarrgemeinde!
Es ist bei Gott nicht leicht, was Jesus uns im Evangelium aufträgt.
2 wichtige Botschaften sind darin enthalten.
die Eine: Wann, in meinem Leben, stelle ich mich in den Vordergrund und „ERHÖHE“ mich damit über meine Mitmenschen.
die Andere: Was mache ich in meinem Leben mit Hintergedanken mit einer Absicht, um vielleicht selbst etwas dafür zu bekommen?
Diese kritischen Punkte spricht Jesus ausgerechnet in einer Situation an, in der er selbst zu Gast ist. Jesus macht es aber in Form von Gleichnissen, in Form einer Erzählung ohne Anwesende direkt zu nennen. Trotzdem wird deutlich, dass er die Verhaltensweisen des Gastgebers und der Gäste kritisch sieht.
Nämlich das Verhalten jener Gäste, die sich für besser und wichtiger halten, als die anderen. Arrogant und ohne Nachzudenken, setzen die sich ganz selbstverständlich auf die Ehrenplätze.
Meist ist es in unserer Welt auch so, dass diese Leute beklatscht und beachtet werden, die sich in den Vordergrund drängen.
Jene die sich bescheiden zurückhalten und sich im Hintergrund dienstbar machen, werden oft übersehen. Nur selten ist es anders.
Die Beachtung, liebe Pfarrgemeinde, liebe Kinder, die jemanden geschenkt wird, sagt aber nichts über den wahren Wert der Person aus.
Die, die sich groß machen, haben oft nur sich selbst im Blick.
Die Bescheidenen haben ihre Mitmenschen im Blick und tragen sehr viel zum Wohle anderer und zum Funktionieren unserer Gesellschaft bei. Viele von ihnen wollen auch keinen Lohn, weil sie es von Herzen gerne machen.
Sie setzen die Botschaft Jesus bereits in ihrem Leben um. Ich mache etwas gerne! Ich erfreue mich an dem was ich für andere tun kann.
Was Jesus im Zuge dieses Gastmahls den „Möchtegern-Promis“ noch mitgegeben hat, ist, dass es schmerzlich sein kann, wenn man erfahren muss, dass andere dem Gastgeber wichtiger sind. Wenn man doch nicht den besten Platz am Tisch bekommt.
Hierzu fällt mir unweigerlich das Sprichwort ein „Die Letzten werden die Ersten sein! und die Seligpreisungen: „Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen“ und „Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“.
Mach dich nicht größer, als du bist, sei bescheiden und erfreue dich an der Liebe und der Freude die du anderen entgegen bringst und die auch dir entgegengebracht wird.
Nehmen wir uns diesen Wegweiser unseres Herrn zu Herzen!
Kommen wir nun zur 2. Botschaft die Jesus angesprochen hat.
Dazu möchte ich euch eine Frage stellen:
Wann habe ich zuletzt etwas für andere gemacht, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten? P A U S E
Ihr habt das liebe Kinder, in eurem Schauspiel, sehr gut ausgedrückt!
Immer wieder sind auch wir solche „Was-krieg-ich-dafür“ Typen.
Viel zu oft stellen wir uns die Frage: „Was hab ich davon“ wenn ich mit dir teile, *wenn ich dir einen Gefallen tue, *wenn ich dich zu meiner Feier einlade – um bei diesem Beispiel zu bleiben.
Erwarte ich mir ein besonders tolles Geschenk?
Erwarte ich mir eine Gegeneinladung?
Vielleicht habe ich ein Anliegen, wo mir mein Gast weiterhelfen kann?
Jesus hat einen anderen Zugang. Während viele Menschen von Liebe sprechen, zeigt uns Jesus, was Liebe wirklich bedeutet. Ich lese euch die Zeilen nochmals vor:
Wenn du ein Essen gibst, lade nicht Freunde ein, die auch dich wieder einladen, und die dir alles vergelten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme, und Blinde ein, denn die können es dir nicht vergelten.
Lade auch die ein, an die niemand denkt und mit denen keiner etwas zu tun haben will.
So macht Jesus den Kreis der Menschen die wir mit unserer Liebe beschenken sollen, deutlich größer. Es ist eine reine Liebe ohne Absicht und ohne Bedingung. Wir finden in den Evangelien nichts, wo sich Jesus eine Gegenleistung erwartet. Er gibt, schenkt und hilft und freut sich an der Freude des Nächsten. So zeigt er uns den Willen seines Vaters.
Und diesen Auftrag gibt er uns allen: Gib auch, wenn du nichts dafür bekommst!
Aus dem „Was-krieg-ich-dafür-Typ“ kann durch Jesu Botschaft ein „Ich-gebe-gern-Typ“ werden!
Gott freut sich darüber und dankt es einem jeden.
Liebe Kinder! Lasst uns doch die Spielszene vom Beginn nochmals anschauen. Vielleicht könnt ihr uns zeigen, wie wir im Auftrag Jesus den Alltag meistern können.
Spielszene 2:
die 3 Kinder stellen / setzen sich auf die Altarstufen. Kind 1 geht zu einem jedem einzeln hin und spricht:
zu Kind 2: Komm, eh klar schau mit mir mit!
zu Kind 3: Wenn du keine Jause mithast, teile ich meine mit dir. Ich hab genug dabei!
zu Kind 4: Brauchst du noch mein Fahrrad? Ich borgs dir – brauchs ja jetzt eh nicht!
Pfarrer Peter: Danke Kinder!!!! Genauso hat es Jesus gemeint! Helfen, teilen, borgen, geben…. ohne dafür etwas haben zu wollen. Einfach aus dem Herzen heraus für andere da sein…. Amen
Lasst uns nun gemeinsam unseren Glauben bekennen:
Glaubensbekenntnis
Fürbitten:
Pfarrer Peter:
Jesus sagt: „Wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.“ Wir wollen für alle Menschen beten, die Jesus Christus einlädt zu seinem Fest.
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LISA
Herr Jesus, wir bitten für die Menschen die blind vor Wut und Ärger sind. Schenke ihnen deine Liebe.
Wir bitten dich erhöre uns
Tischkarte „BLINDE“ wird auf den Altar gestellt.
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FLORIAN
Herr Jesus, wir bitten für die Menschen die wie gelähmt sind, weil sie keinen Mut und keine Hoffnung in ihrem Leben haben. Schenke ihnen deine Liebe.
Wir bitten dich erhöre uns
Tischkarte „LAHME“ wird auf den Altar gestellt.
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Herr Jesus, wir bitten für die Menschen die krank sind vor Kummer und Sorgen. Schenke ihnen deine Liebe.
Wir bitten dich erhöre uns
Tischkarte „KRANKE“ wird auf den Altar gestellt.
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Herr Jesus, wir bitten für die Menschen, die arm sind, weil sie keine Freunde haben.
Wir bitten dich erhöre uns
Tischkarte „ARME“ wird auf den Altar gestellt.
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PAULA
Herr Jesus, die Ferien sind schon fast zu Ende. Schule und Kindergarten starten schon bald. Unterstütze und begleite uns durch das neue Schuljahr.
Wir bitten dich erhöre uns
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ANNA – MARIA
Herr Jesus, wir bitten für alle Verantwortlichen in Politik, Kirche und Gesellschaft, dass sie ihr Amt ehrlich und ohne Hintergedanken ausüben.
Wir bitten dich erhöre uns
Pfarrer Peter: Wir bitten auch für alle Verstorbenen. Nimm sie bei dir auf und schenke ihnen deinen Frieden in deinem Reich.
Herr, du liebst alle Menschen und lädst sie ein an deinen Tisch, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Gabenbereitung: Nimm oh Herr die Gaben (SJ 267)
Gabengebet
Heilig: Heilig, heilig, heilig (SJ 166)
Vor dem Vater Unser:
Pfarrer Peter???:
Liebe Kinder, ihr alle habt Tischkarten bekommen. Wir alle sind eingeladen am Tisch des Herrn. Kommt nun bitte nach vorne zum Altar und stellt euer Kärtchen dazu.
…. (Kinder kommen nach vorne und stellen die Tischkärtchen auf den Altar)
Bei uns soll es kein „oben“ und „unten“ geben. Darum bilden wir einen Kreis um den Altar, so sind wir alle in gleicher Weise – auch nach außen sichtbar – nahe bei Jesus.
Als Zeichen, dass wir alle bei Jesus willkommen sind reichen wir uns die Hände und singen das Gebet unseres Herrn.
Vater Unser: gesungen (SJ 334)
Friedensgruß
Lamm Gottes: Gottes Lamm (SJ 108)
Kommunion: Instrumental Birgit und Marlene
Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer (Kopie)
Verlautbarungen:
Geburtstagssegen: Geburtstagskinder Juli und August
Lied: Der Vater im Himmel segne dich
Schlussgebet:
Guter Gott, du hast uns in dieser Feier gestärkt durch das lebendige Brot. Deine Liebe macht uns bereit, deine Botschaft sichtbar zu machen. Darum bitten wir dich durch Christus unseren Herrn. Amen.
Segen: Pfarrer Peter
Der Herr sei mit euch im neuem Schuljahr.
Er schenke euch Kraft und Mut beim bewältigen
der neuen Aufgaben.
Er stärke eure Schulgemeinschaft damit alle
mit Freude in die Schule kommen.
Er gewähre euch gerechte Noten und Anerkennung bei euren Lehrerinnen und Lehrern, wie auch in eurer Klasse.
Er behüte euch auf eurem Schulweg und in eurer Freizeit, beschütze eure Familien und schenke euch seinen Frieden.
So segne euch der dreieinige Gott, der Vater….
Schlusslied: Ave Maria (Kopie)
Freitag der 21.Woche Mt 25,1-13
Jesus, der das Gleichnis von den zehn Jungfrauen erzählte, sei mit euch.
Der Redakteur fragt die Arbeiter der Straßenmeisterei, die im Winter die Straßenräumung verrichten, zum Beispiel, ob sie auf diese Arbeit vorbereitet sind. Ähnlich fragt auch uns der Herr Jesus: „Seid auch ihr bereit?” Die Frage ist: Wofür sind wir bereit? Für die Ankunft des Herrn Jesus.
Jesus, du hast uns zur himmlischen Hochzeit gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns zu Kinder des Vaters gemacht. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns das neue Leben geschenkt, das hinüberreicht in deine Welt. Herr, erbarme dich unser.
Heute spricht der Herr Jesus über die zehn Jungfrauen, die auf den Bräutigam warten. Eine Hochzeit ist etwas Angenehmes. Nicht nur die Familie, sondern alle eingeladenen Gäste bereiten sich auf dieses schöne Ereignis vor. Die meisten Menschen bereiten sich verantwortungsvoll auf eine Hochzeit vor. Im Evangelium lesen wir, dass fünf der Jungfrauen nicht genug Öl für ihre Lampen mitgebracht haben. Sie sind uns als „unklug“ bekannt. Sie haben sich nicht verantwortungsvoll auf die Hochzeit vorbereitet. Im Sinne dieser Worte denken wir über uns nach. Wenn uns heute jemand als „Trottel” bezeichnen würde, wären wir sofort bereit, eine Strafanzeige zu erstatten. Aber wie wird es uns ergehen, wenn Gott uns einmal diesen Titel zuspricht? „Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht“ (Mt 25,12). Was bedeutet das für uns? Unsere „Lampe”, die immer vorbereitet sein und leuchten soll, ist unser Glaube. Je mehr wir uns seiner Größe und Schönheit vergewissern, desto mehr strahlt sein Licht. Alle Menschen müssen unser Licht des Glaubens sehen. Ein Christ, der bereit ist, ist ein glücklicher Christ. Er hat keine Angst vor dem Morgen. Er lebt im Frieden, denn er ist stets auf die Ankunft des Herrn Jesus vorbereitet.
Damit das Licht in unseren Lampen erlösche, wollen wir zu unserem Vater voll Vertrauen beten:
Die bereit sind für den Herrn, werden mit ihm eingehen in den ewigen Frieden. So bitten wir:
Selig, die bereit sind mit dem Herrn zur Hochzeit einzugehen, wenn er kommt.
Enthauptung Johannes des Täufers Mk 6,17–29
Jesus Christus, der uns gelehrt hat, im Geist und in der Wahrheit den Vater anzubeten, sei mit euch.
Lasst uns mit Jesus Christus, der uns die Versöhnung mit dem Vater verkündete, um Vergebung unserer Schuld beten.
Wer den Willen Gottes tut, findet den Frieden. Deshalb bitten wir.
Selig, die den Willen Gottes tun und aufgenommen werden zu denen, die Vergebung gefunden haben.
Der Heilige Johannes der Täufer, der Vorgänger Jesu, ist zweifellos der am häufigsten dargestellte Heilige in der Kunstgeschichte. Zunächst wird er als kleiner Junge im Kreise der Heiligen Familie dargestellt. Danach wird er als Erwachsener gezeigt: im Tierfell bekleidet und mit einem Stab in Form eines Kreuzes in der Hand. Oft sehen wir ihn, wie er Jesus im Fluss Jordan tauft. Seltener sehen wir ihn in den letzten Augenblicken seines Märtyrertodes. Die Enthauptung des Johannes des Täufers ist ein Fest, das wir heute, am 29. August, feiern. Michelangelo Merisi da Caravaggio lief von Rom weg und landete auf der Mittelmeerinsel, um Ritter des Malteserordens zu werden. Obwohl er kein Adliger war, gelang es ihm dank seiner künstlerischen Verdienste, dieses Ziel zu erreichen. Der Großmeister des Ritterordens bestellte bei ihm ein Gemälde, das als eines der berühmtesten seiner Kunstwerke gilt. Das Thema des Gemäldes war die Enthauptung des Johannes des Täufers. Die Szene, die Caravaggio festgehalten hat, spielte sich am Hof des Gefängnisses ab. Die Komposition des Gemäldes ist asymmetrisch. Die Enthauptung spielt sich auf der linken Seite des Bildes ab. Auf der rechten Seite ist ein Gitter zu sehen, hinter dem zwei Gefangene der gewaltsamen Hinrichtung entsetzt zusehen. Das Drama spielt sich auf der rechten Seite ab, wo sich die Hauptdarsteller der Tragödie befinden. Zu sehen ist auch eine junge Magd, die einen Korb in den Händen hält, um den Kopf des Täufers aufzufangen. An ihrer Seite steht eine alte Frau, die weinend ihre Hände vor das Gesicht hält. Mit dieser Geste reagiert sie auf das Schreckliche, das sich vor ihren Augen abspielt. Der Kerkermeister zeigt mit einer entschiedenen Geste auf den Korb. Am Ende ist auch der Henker zu sehen, der in seiner Rechten das Schwert hält und bereit ist, dem Heiligen den Todesstoß zu versetzen und seinen Kopf vom Rumpf zu trennen. Der zusammengebrochene Heilige könnte bereits tot sein. Doch sein Antlitz strahlt tiefen Frieden und die Gewissheit des Opfers aus. Ein sichtbarer Kontrast: Die anderen abgebildeten Personen wirken resigniert, der Heilige Johannes hingegen, obwohl er bereits tot ist, hat den Ausdruck einer lebendigen Persönlichkeit. Er wird als Vorgänger des Herrn am Kreuz dargestellt. Caravaggio hat sich dafür entschieden, den Augenblick unmittelbar vor der Hinrichtung festzuhalten. Alles dient dazu, die Dramatik dieses Augenblicks zu betonen. Sogar die Palette der Farben. Zwischen den überwiegend braunen Farben kommt die rote Farbe des Stoffes, der den Leib des Johannes teilweise zudeckt, sehr zum Vorschein. Die rote Farbe des Stoffes zieht den Betrachter des Gemäldes in erster Linie in den Bann und unterstreicht damit die Bedeutung der Farbe. Rot ist die Farbe des Martyriums. Es ist ihm dank seiner künstlerischen Verdienste gelungen, dieses Ziel zu erreichen. Der Großmeister des Ritterordens hat sich bei ihm ein Gemälde bestellt, das als eines der allerberühmtesten seiner Kunstwerke gilt. Das Thema des Gemäldes war die Enthauptung des Johannes des Täufers. Die Szene, die sich der Künstler Caravaggio entschlossen hat festzuhalten, spielte sich am Hof des Gefängnisses ab. Die Komposition des Gemäldes ist asymmetrisch. Die Szene der Enthauptung spielt sich auf der linken Bildseite ab. Auf der rechten Seite sieht man ein Gitter, hinter dem zwei Gefangene entsetzt der gewaltsamen Hinrichtung zusehen sind. Das Drama spielt sich an der rechten Seite ab, wo sich die Hauptdarsteller der Tragödie befinden. Es ist auch eine junge Magd da, die einen Korb in den Händen hält, damit dieser den Kopf des Täufers aufnehmen kann. An ihrer Seite ist eine alte Frau, die weinend ihre Hände im Gesicht hält. Mit dieser Geste reagiert sie auf das Schreckliche, das vor ihren Augen abspielt. Der Kerkermeister zeigt mit einer entschiedenen Geste auf den Korb. Am Ende ist hier auch der Henker, der in seiner Rechten das Schwert hält, schon bereit, dem Heiligen den Todesstoß zu versetzen und den Kopf vom Rumpf zu trennen. Der zusammengebrochene Heilige könnte bereits tot sein. Doch sein Antlitz strahlt tiefen Frieden und die Gewissheit des Opfers aus. Ein sichtbarer Kontrast: Die anderen abgebildeten Personen wirken resigniert, der Heilige Johannes, obwohl er schon tot ist, hat einen Ausdruck einer lebendigen Persönlichkeit. Er wird als wirklicher Vorgänger des Herrn am Kreuz dargestellt. Caravaggio entschied sich, den Augenblick unmittelbar vor der Hinrichtung festzuhalten. Alles dient dazu, die Dramatik des Augenblicks zu betonen. Sogar die Palette der Farben. Zwischen der überwiegenden braunen Farbe kommt die rote Farbe des Stoffes, der den Leib des Johannes teilweise zudeckt, sehr zum Vorschein. Und nicht zuletzt zieht die rote Farbe des Stoffes den Betrachter des Gemäldes in erster Linie in den Bann, was die Aussage über die Bedeutung der Farbe unterstreicht. Die rote Farbe ist die Farbe des Martyriums.
22. Sonntag im Jahreskreis – C Lk 14,1.7–14
Einführung:
Im heutigen Evangelium ist die Rede davon, dass Jesus in ein Haus eines Pharisäers hereinkam und beobachtete, wie die geladenen Gäste die bevorzugten Sitzplätze ausgesucht hatten. Die erste Lesung aus dem Buch Ekklesiastikus unterstützt das Evangelium, wo wir lesen: „Um was du höher gestellt bist, um so mehr sei demütig und du findest die Gnade bei Gott.“
Predigt:
Erzählen wir uns was über den Stolz. Der Stolz ist ein erstes Problem. Ein so ernstes Problem, dass sogar die Heilige Schrift und die Tradition davon überzeugt sind, dass der Stolz der Grund aller Sünden ist. Siehe: Ekkl 9,15. Die katholische Tradition kennt die Reihenfolge der sieben Hauptsünden, und die erste davon ist gerade der Stolz. Der Stolz hat also einen prominenten Platz. Manche sagen, dass ein stolzer Mensch ein praktizierender Atheist ist. Ein praktizierender Atheist ist ein schlechter theoretischer Atheist. Der theoretische Atheist leugnet die Existenz Gottes. Der praktizierende Atheist jedoch verleugnet die Existenz Gottes nicht, aber er lebt ohne Gott im üblichen Leben. Damit beweist er, dass er Gott gar nicht braucht. Wenn er Gott nicht braucht, braucht er auch keine Menschen. Die stolzen Menschen haben große Schwierigkeiten beim Aufbau von Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott überhaupt. Ein Paradoxon ist, dass der stolze Mensch sich weder vor Menschen noch vor Gott verschließt. Er ist davon überzeugt, dass Gott und die Menschen ihn brauchen. Was ist der Grund des Stolzes? Es ist ein Gefühl einer bestimmten Größe. Zu den Charakterzügen des Stolzes zählen Eitelkeit und Selbstgefälligkeit.
Beide haben zwei Dinge gemeinsam: 1. die hemmungslose Sehnsucht, die eigene Vollkommenheit zu präsentieren, und 2. den hemmungslosen Bedarf, das eigene Tun anerkannt zu bekommen. Ein weiteres Problem des Stolzes ist, dass der Mensch gar nicht weiß, dass er stolz ist. Der Stolz kann den Menschen durch viele Gesichter der Demut täuschen. Das eigentliche Gesicht sehen jedoch die anderen. So wie Jesus den Stolz im heutigen Evangelium enthüllt hat. Wenn ein stolzer Mensch seinen Zustand erkennen würde, welche Mittel könnte er einsetzen, um seinen eigenen Stolz zu überwinden?
Er erwähnte vier. 1. Beginne, dich auf die Vorsehung Gottes zu verlassen. Das bedeutet, dass du Gott als den Herrn über die Welt und die Geschichte siehst. Er hält alles fest in seinen Händen, somit auch dich. Was Gott von dir verlangt, ist Treue in seinem Dienst. 2. Höre anderen mit Respekt zu. Auch andere haben Ansichten, die nicht nur deinen eigenen entsprechen. Wenn du dich selbst des Öfteren betrügst, ist es sinnvoll, auch die Rückmeldungen anderer über dich zu hören. Dabei muss man auf zwei große Versuchungen achten: den Selbstschutz und die Selbstverteidigung. 3. Gib zu, dass du das Heil Christi benötigst. Es klingt paradox, aber die meisten praktizierenden Christen sind überzeugt, dass sie das Heil Christi nicht benötigen. Ein Mensch, der von einer bestimmten Abhängigkeit therapiert wurde, war überrascht, als der Priester ihn im Gebet aufforderte, die Erkenntnis seiner charakterlichen Fehler vom Heiligen Geist zu erbitten. Er war sehr überrascht, dass auch er Fehler in seinem Charakter haben könnte. Danach hat er erkannt, dass sein größter Charakterfehler jener war, der den Zugang zur Gnade Gottes blockierte: der Stolz. 4. Gib zu, dass du die Unterstützung und Hilfe anderer Menschen brauchst. Dazu musst du die Gaben und Gnaden anderer Menschen anerkennen. Du musst auch um die Hilfe anderer Menschen bitten, damit sie sehen, dass deine Kräfte nicht für alles ausreichen. Kurz gesagt, gibst du den anderen damit das Signal, dass du auch von anderen Hilfe und Unterstützung benötigst.
Beten wir gemeinsam:
Herr, ich möchte ein Mensch der Demut sein. Der Stolz gibt mir nichts. Im Gegenteil: Er bringt mich um alles. Er macht auch noch außergewöhnlich einsam. Gib mir Demut, die der Weg zu Dir, zu den Menschen und auch zu mir selbst ist. Amen.
Hl.Augustinus, Mt 23, 27–32
Jesus Christus, der den Pharisäern und Schriftgelehrten sagte: „Wehe euch!“, sei mit euch.
Auch im heutigen Evangelium kritisiert Jesus weiterhin die Pharisäer und Schriftgelehrten. Als ob es scheint, dass Jesus diesen beiden Gruppen gegenüber zu streng war. Wirklich wählte Jesus nicht die Worte und sprach sehr scharf. Vielleicht deshalb, damit die Pharisäer und Schriftgelehrten ihren wirklichen Zustand erkannten.
Jesus , du bist unser Meister und Lehrer. Herr, erbarme dich unser.
Du bist uns auf dem Weg des Gehorsams vorausgegangen.Christus, erbarme dich unser.
Du hast alles nach dem Willen des Vaters getan. Herr, erbarme dich unser.
Der heilige Augustinus hinterließ ein großes Werk, das aus 113 Schriften, 218 Briefen und 500 Predigten besteht. Allein am Gottesstaat arbeitete der Heilige 22 Jahre. Er beeinflusste sowohl Philosophie, Dogmatik, Moraltheologie und Mystik als auch Sozialleben, Kirchenpolitik und Staatsrecht. Augustinus wurde der große Mitgestalter der abendländischen‚ Kultur des Mittelalters,ohne ihn hätte das Abendland das alte Erbe der Antik niemals übermittelt bekommen, das die Kirche bewahrt, Darstellung des hl. Augustinus, eines der meistverehrten Heiligen der Kirche: mit dem Wasser schöpfendes Kind, aufgrund der Legende,oder mit dem pfeildurchbohrten Herzen, was auf die Stelle aus seinen Bekenntnissen zurückgeht; Du hast unser Herz mit deiner Liebe getroffen, und wie Pfeile, die im Herzen haften, tragen wir deine Worte in uns ; Er wird stets in Bischofskleidung dargestellt, Buch oder Kreuz in der Hand. Der hl. Augustinus ist Patron der Theologen, Bierbrauer und Buchdrucker. Er schützt vor Augenleiden. Einer der bedeutendsten Freskenzyklen des 15. Jahrhunderts von der Hand des Florentiners Benozzo Gozzoli schildert seine Lebensgeschichte an den Wänden der Kirche Sant’Agostino in San Gimignano in der Toskana. Nach seinem Tod hatten flüchtende Christen die Asche des hl. Augustinus 469 nach Sardinien gebracht.Von da holte sie den Longobardenkönig Luiprand 732 nach Pavia und ließ ihn in der Kirche San Pietro in Ciel d’Oro beisetzen.
Gemeinsam stehen wir an diesem Altar und haben Christus, den Herrn, in unserer Mitte. Zu ihm lasst uns beten, wie er es uns zu beten gelehrt hat.
Jesus Christus vertreibt die Dunkelheit der Sünde und will uns seinen Frieden schenken.Deshalb bitten wir.
Alle Enden der Erde sehen die rettende Tat unseres Gottes.
Hl.Monika Mt 23, 23-26
Jesus, der sagte:Du blinder Pharisäer, reinige zum ersten das Inwendige an Becher und Schüssel auf auch das Auswendige rein werde, er sei mit euch.
Eine der anziehendsten Frauengestalten unter den heiligen Witwen, die von der Kirche verehrt werden , ist Monika, die Mutter des großen Augustinus. Ihr Sohn, um den sie so viel gelitten hat, hat ihr in seinen ,Bekenntnissen , ein unvergängliches Denkmal kindlicher Dankbarkeit und Liebe gesetzt. So steht uns ihr Leben und Sterben voller Lebendigkeit vor Augen.
Jesus,du hast alles verlassen, um uns zu heilen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast alles versucht,deine Widersacher zu überzeugen. Christus erbarme dich unser.
Dein Wille war die Rettung aller Menschen. Herr, erbarme dich unser.
Nehmen wir eine Tasse aus dem Schrank. Äußerlich sieht sie sauber aus, aber dann stellen wir fest, dass sie nicht gut gewaschen ist. Es gibt in ihr Spuren von früheren Inhalten. Sie ist nicht so rein, wie sie sein sollte,Die Pharisäer im heutigen Evangelium sind wie die Tasse. Sie sind zwar reinlich von außen, aber von innen müssen sie gründlich gereinigt werden. Sie dachten, wenn der Zehnte regelmäßig zahlen und andere Vorschriften des Gesetzes von Moses einhalten, und taten das was von den Repräsentanten des Gesetzes erwartet wird , alles in Ordnung ist. Und doch sagte Jesus zu ihnen, dass sie vernachlässigen, was im Gesetz am wichtigsten ist, die Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, und Treue. Manchmal müssen wir uns auch von innen reinigen. Manchmal wenden wir all unsere Energie auf, um gute Taten zu vollbringen, aber wir tun dies mit der falschen Einstellungen oder Gesinnungen. Zum Beispiel wir geben den Armen die Almosen, aber wir verurteilen sie innerlich und wir sind überzeugt, dass sie entweder faul sind,oder ein unverantwortliches Leben führten, Diese Ideen entstehen nicht absichtlich, aber wenn sie entstehen, bekämpfen wir sie nicht, im Gegenteil wir entwickeln sie weiter. Hier ist klar, dass wir unsere äußere Taten nicht ändern müssen, sondern wir müssen unsere inneren Einstellungen ändern. Selbstverständlich auch die Außen-taten sollen wir nicht vernachlässigen
Um Gottes Reich bitten wir in jedem Vaterunser. Es ist ein Reich, dass allen Menschen Würde, Hoffnung und Erlösung schenken will. So lasst uns beten.
Jesus Christus ist unser Friede. Er lädt uns ein, seinen Spuren zu folgen. Wir wollen in seinem Frieden leben.
Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.
Phantasie und Wille
Noch eine andere Geisteskraft hat einen großen, Einfluß, auf den Willen. In Frankfurt wurde vor einiger Zeit ein zehnjähriger Volksschüler dabei ertappt, wie r vor dem Schaufenster eines Warenhauses einer Dame ein Geldtaschen entwendete. Als er bei Gericht gefragt wurde, wie er dazugekommen sei, den Diebstahl zu begehen, sagte er er habe einmal im Fernsehen eines Taschendiebstahles angesehen und da habe er auch einmal Derartiges versuchen wollen. Wie erklärt ihr euch das? Den Knaben ist die Vorstellung des Diebstahls so lebhaft vor Augen gestanden, dass er Lust bekam etwas Ähnliches auszuführen, Im Fernsehen war der Diebstahl jedenfalls so dargestellt worden, dass der Dieb als ein äußerst geschickter und pfiffiger Mensch erschien. Darum hatte der Diebstahl dem Knaben schon damals gefallen. Es war schon einige Zeit her, dass er die Vorstellung im Fernsehen gesehen hatte. Aber es gibt in uns eine Kraft, die uns Dinge, die wie vor langer Zeit gesehen habenm vorstellt, als würden wir sie jetzt sehen und die Dinge noch viel schöner vormalt, als wir sie wirklich gesehen haben. Wie nennt man diese Kraft? Einbildungskraft oder Phantasie. Die Phantasie hat jenem Knaben den Diebstahl so reizend vorgemalt, dass seine Lust daran immer größer wurde. Er hat Lust bekommen,etwas Ähnliches zu tun, und dieser Lust hat der Wille nachgegeben. Die Phantasie hat auf den Willen einen großem Einfluss. Es hängt sehr viel davon ab, was für Bilder in unserer Phantasie sind. Wenn es Bilder von Schlechtigkeiten sind, und wenn diese Schlechtigkeiten recht schön ausgemalt sind , so entsteht in der Seele Lust zu diesen Schlechtigkeiten und der Wille kann dann beinahe nicht widerstehen. Wovor müssen wir uns also hüten? Das wie in unsere Phantasie Bilder, Bilder, aufnehmen, die zur Sünde reizen, Wodurch können wir solche schlechte Eindrücke in unsere Seele bekommen? Durch Ansehen unsittlichen Filmen, Bilder, durch Lesen schlechter Bücher, durch Umgang mit sittenlosen Menschen. Für den Augenblick würden euch die gefährlichen Vorstellungen vielleicht gar nicht zur Sünde reizen, aber sie würden in der Seele bleiben, später vielleicht viel schöner erscheinen und sie könnten uns noch nach Jahren zur Sünde hinreißen. Dagegen bemühen wir uns, unsere Phantasie mit edlen und heiligen Vorstellungen erfüllen. Wir können wir das? Durch Umgang mit edlen , guten Menschen, durch Betrachtung der freien Natur. durch Lesen von Lebensbeschreibungen , oder Bibelgeschichten, oder anderer guter Bücher. Wenn unsere Phantasie voll edler , schöner Vorstellungen ist, wird es unserem Willen ganz leicht werden, sich für das Gute zu entscheiden.
Montag der 21.Woche Mt 23,13-22
Jesus, der den Schriftgelehrten und Pharisäer sagte:Ihr Narre und Blinden! Was ist größer, das Opfer oder der Alter, der das Opfer heiligt?, er sei mit euch.
Jesus, du hast den Menschen immer die Wahrheit gesagt. Herr, erbarme dich unser.
Jesus, dich kann niemand durch Verstellung täuschen. Christus, erbarme dich unser.
Jesus, du willst, dass die Menschen aufrichtig das Reich Gottes suchen. Herr,erbarme dich unser.
Jesus adressierte harte Worte an die Lehrer des Gesetzes, an hoch angesehene und religiöse Menschen, an die Menschen die in Israel etwas bedeuteten, die ließen sich Pharisäer nennen. Jesus nennt sie Heuchler.
Wir wissen alle was bedeutet das Wort heucheln. Das bedeuten sich verstellen. Anders denken, anders reden und anders handeln. Die Menschen verbergen ihre bösen Gedanken, damit sie nicht gesehen werden können. Warum nannte Jesus die Pharisäer die Heuchler. Sicher darum, dass sie etwas vortäuschten, vertuschten. Denn die Pharisäer verbargen ihre egoistischen Interessen unter dem Deckmantel des Gesetzes Gottes.Äußerlich predigten sie Gottes Wort und erklärten.Aber ihr inneres Denken von dem nicht zeugte. Von den anderen erforderten die strikte Einhaltung des Gesetzes und sie vermochten diese Last nicht zu tragen. Am schlimmsten war, sie wollten es überhaupt zugeben. Nicht, dass sie sich vor dem Bösen geschütz hätten, sondern sie wollten das Böse vertuschen. so kann ihn niemand sehen. Aber Jesus kannte sie gut, warf ihnen oft ihre Lüge vor, darum sie wollten Jesus steinigen Vielleicht denken wir wir sind keine Pharisäer. Aber es ist uns nicht passiert, dass wir etwas getan haben wofür wir uns schämen und wir begannen unser Handeln zu rechtfertigen und es aus allen möglichen Gründen zu verschleiern. Im wahren Sinne des Wortes ist der. Heuchler derjenige, der seine unlautere Denken, sie können mit schönen Worten abdecken.
Wir beten,um das Kommen das Reiches Gottes, wie uns der Herr gelehrt hat.
Jesus Christus ist zum Vater heimgekehrt hat für uns einen Platz bereitet, wie Gerechtigkeit, Liebe und Friede herrschen.Darum bitten wir.
Der Gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe. Christus hat sich selbst gegeben. Wir haben Gemeinschaft mit ihm.
Hl. Bartholomäus, Joh 1,45-51
Jesus, der sagte:Ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf und niedersteigen auf den Sohn des Menschen, er sei mit euch.
Heute feiern wir das Fest des heiligen Bartholomäus. Auf ihm können wir sehen, wie schnell sich unsere Meinung von Menschen ändern. Als sein Freund Phillip darüber sprach, wir haben den gefunden , von dem Mose in dem Gesetz geschrieben hat und die Propheten, Joseph von Nazareth, Bartholomäus ist nicht begeistert, mit anderen Worten gesagt, er hat keine hohe Meinung von Jesus. Aber seine Meinung ändert sich schnell, als Jesus ihm sagt, dass er ihn unter dem Feigenbaum gesehen hat.
Jesus, du deine Apostel zu dir berufen. Herr, erbarme dich unser,
Du gibst deinen Geist denen, die du berufst. Christus erbarme dich unser.
Du berufst, die deine Kirche leiten und führen sollen. Herr, erbarme dich unser.
Einer der bekanntesten Bräuche zum Bartholomäustag ist die Almer-Wallfahrt bei der am Sonntag vor oder nach dem Gedenktag für den Apostel die Bewohner des österreichischen Ortes Alm nach St. Bartholomä am Königssee im Berchtesgadener Land pilgern. Die ersten Wallfahrten fanden bereits im 17. Jh. statt und gehen auf ein altes Gelübde zurück.; angeblich soll eine Pestepidemie erloschen sein, woraufhin die Almer gelobten , alljährlich an Bartholomä diese Wallfahrt durchzuführen.Andere Überlieferung sagen , die Almer pilgern nach St. Bartholomä, um Bartholomäus um Schutz für das Vieh vor wilden Tieren zu bitten.
In Frankreich gibt es bis heute den Brauch der Bartholomäus-Kerzen. Für die Franzosen verbinden sich mit dem Namen Bartholomäus aber auch schlechte Erinnerungen. In der Bartholomäusnacht im Jahre 1572 wurden auf Geheiß von Katharina von Medici 2000 protestantische Hugenotten ermordert. Das Bartholomäus-Fest ist seit 1568 im römischen Kalender am 24 August aufgeführt.
Im Namen Jesu Christi, der uns im Brot seinen Leib zur Speise gibt, dürfen wir zum Vater beten.
Wir haben Frieden mit Gott durch Jesus Christus unseren Herrn. Ihn bitten wir.
Selig, die dereinst schauen dürfen,was wir jetzt im Brot verhüllt empfangen.
Freitag der 20. Woche, Mt 22,32-39
Jesus, der sagte:Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand, er sei mit euch.
Jesus hat klar gesagt, dass Liebe das erste und wichtigste Gebot ist. Das heißt wir müssen Gott über alles lieben. Jesus nicht nur von Liebe sprach, sondern er hat uns mit seinem Leben gezeigt, was wahre Liebe ist.
Jesus,du hast die Menschen geheilt, um ihnen die Liebe des Vaters kundzutun, Herr erbarme dich unser
Du hast die Liebe das Hauptgebot genannt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast Gottesliebe und Nächstenliebe eins genannt- Herr, erbarme dich unser.
Die Texter der Lieder behaupten seit je, dass die Welt Liebe braucht.Aber ihre Texte zeigen sehr vage anm was wahre und echte Liebe ist.Und was wirklich bedeutet, jemanden zu lieben.Über die Liebe ist bereits im Alten Testament geschrieben. Was ist wahre Liebe und wie sollen wir lieben zeigt uns vor allem das Neue Testament. Nehmen wir wahr, wie Gott die Menschen liebt. Er hat die Israeliten aus Ägypten befreit. Aber auch später half Gott diesem Volk und zeigte ihm seine Liebe. Aber Gott hilft und liebt jeden Menschen.Viele Menschen könnten darüber sprechen, wie Gott ihnen geholfen hat. Wie beweisen wir die Liebe dem Gott? Wir zeigen unsere Liebe zu Gott auch damit , dass wir auf ihm vertrauen.Möge die Erkenntnis seiner Liebe in unsere Herzen eindringen. Und bewegte uns, ihm unsere Liebe zu bekennen. Danken wir Gott für alle Arten, auf die Er uns seine Liebe offenbart. Und wie zeigen wir die Liebe unseren Nächsten? Wenn Gottes Liebe unser Inneres erfüllt, wird sie sich weiter von uns ausbreiten. Wir zeigen unseren Nächsten Liebe durch Taten, aber auch damit, dass wir sie achten, respektieren,dass wir uns der ärgerlichen Worten enthalten. Lasst uns auf unsere Nächsten so schauen, wie Gott sie schaut. Mit der gleichen Liebe,mit der Gott dich einschließt. Ja, die Welt braucht wirklich Liebe und Gott zeigt uns ,was für eine Liebe soll das sein.Empfangen wir von ihm diese Liebe und geben wir sie weiter.
Gott kennt unsere Not. Im Namen Jesu Christi, der Mitleid hatte mit den Menschen, dürfen wir zum Vater beten.
Damit in unseren Herzen der Friede Christi herrsche, bitten wir.
Selig,die nach der kurzen Weile dieses auferweckt werden zum Leben der Herrlichkeit.
21.Sonntag C Lk 13,22-30
21. Sonntag 2019 Schmales oder breites Tor.
Einführung
In dem Evangelium von heute werden wir hören, dass jemand Jesus fragte. Herr, meinst du, dass wenige selig werden? Jesus hat diese Frage nicht so beantwortete: Viele werden, oder wenige werden das Heil erlangen, sondern er sagte:Ringt danach durch die enge Tür einzugehen.
Predigt
Der Mensch, der Jesus diese Frage stellte, war wahrscheinlich anders als der Mann, der, den Jesus fragte, was er tun soll, um das ewige Leben zu gewinnen, Er interessiert sich nicht um sich selbst, sondern um die anderen. In dem ist er uns ähnlich. Wir analysieren oft die Situationen anderer Menschen, die Situation in der Kirche und wir vergessen unsere eigene Probleme zu lösen. Jesus, als ob diesem Mann sagen wollte. Frage nicht wie viele Heil erreichen werden, auch das nicht, wer es erreichen wird, sondern wie erreichst du das Heil. Bemühe dich durch enge Tür eingehen. Nach den Deuter der Heiligen Schriften war ein Tor bei Eingang in Jerusalem. so eng, dass das reich aufgeladene Kammel, konnte durch dieses Tor nicht durchgehen. Dieses Tor wurde als das Ohr der Nadel benannt. Der Mann aus dem heutigen Evangelium eigentlich fragt. Wie viele lässt Gott in den Himmel eingehen und wie viele wird die Zollkontrolle anhalten, Die Antwort Jesu ist klar. Eintritt ist frei. Keine Formalitäten. Keine Zöllner, oder Beamter, keine Bestechungsgelder.Es gibt nur ein Hindernis. Enge Tür. Was dachte Jesus damit? Die Antwort gibt uns der heilige Augustin. Der, dich ohne dich erschuf, er wird dich ohne dich nicht erlösen. Wir müssen uns um unseres Heil bemühen. Schöner Ausdruck hat dafür Griechische: agonizatomai. der wir übersetzen können, wie die mühsame, andauernde und strenge Übung , wie sehen wir , bei den Top- Athleten. Wir müssen uns bemühen,die Sünde zu bekämpfen. ein edles, tugendhaftes Leben zu führen. Ich bin sicher, hier müssen wir uns wirklich bemühen. Wir selbst wissen, wie viel Schwierigkeiten haben wir mit der Sünde , wie schwer wir sie loswerden können. Es ist daher notwendig ihre eigenen Gedanken zu kontrollieren, die in uns eingehen mussen. Der französische Schriftsteller Bernanos rechtfertigt dies in seinem Roman ,,Unter der Sonne des Satans“ so. Die Sünde kommt zu uns selten mit Gewalt. aber eher mit einer Trick. Zuerst haben wir eine Idee, dann kommt die lebendige Vorstellung. Dann kommt die sinnliche Erfahrung und schließlich die Zustimmung mit ihr. Jesus erwähnt daher den Übergang durch ein enges Tor, damit wir, das was nutzlos ist, was droht uns ablegen. Rabbi Levi sagt, es ist verboten , schlechte Gedanke zu haben. Der menschliche Gehirn ist wie ein Heiligtum in dem ein Kästchen mit der Tafel des Gesetzes. Wenn wir erlauben, dass ins Kästchen die böse Gedanken eindringen, aufstellen wir ins Heiligtum Abgötter. Auch aus diesen Wort geht hervor. Wie sehr müssen wir unsere Gedanken bewachen, Natürlich dazu ,dass wir das Heil erreichen, genügt es nicht nur das gegen die bösen Gedanken zu kämpfen. Uns muss klar sein, dass wir ohne Jesus Christus kein Heil erreichen können. Hier auf der Erde sind wir mit Jesus, durch Glauben verbinden. Weitere Sache, dass wir wissen brauchen ist, dass Gott barmherzig ist, Daraus leiten viele ab, dass alle in den Himmel kommen werden, Das ist aber nicht die Wahrheit. Wir müssen unsere Sünden bereuen. Das Problem steht nicht darin, dass Gott nicht barmherzig ist, sondern darin, dass viele Menschen Jesu Angebot auf das ewige Leben ablehnen. Jetzt, Aber das bedeutet nicht, dass diese Menschen ihre Entscheidungen nicht ändern können. Sie können, aber müssen nicht. Das bleibt immer ein Geheimnis. Aus dem heutigen Evangelium geht für uns zwei Dinge. Bemühen wir uns das Heil durch Jesus Christus erlangen, nach seinem Lehren und nicht nach dem, was die Menschen sagen.
Maria Königin Mt 22 ,1-14
Jesus Christus, der sagte:Denn viele sind Berufenem wenige aber Auserwählte, er sei mit euch.
Heute ist das Fest unserer lieben Frau der Königin. Dieses Fest wurde von Papst Pius XII im Jahr 1954 gegründet. Die Antwort auf die Frage, wessen Königin sie ist geben uns lauretanische Litanei. Dort lesen wir: Du Königin der Engel, Königin der Patriarchen, Propheten,Apostel, Märtyrer usw. Maria in der Heiligkeit übertrifft alle Gruppen von Menschen. Titel Königin verdient sie berechtigterweise.
Jesus, du hast Maria ausgezeichnet vor allen anderen Frauen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Maria in besonderer Weise begnadet. Christus erbarme dich unser.
Du führst uns wie Maria zur Vollendung. Herr, erbarme dich unser.
Der höchste Rang im frühen Mittelalter war der des Königs als oberster Herrscher des Landes . Schon die antiken christlichen Theologen bezeichneten Maria in ihren Schriften als Königin des Himmels. So sprachen sie die Gläubigen in ihren Gebeten. Gesängen an. Die Äußerung dieser Verehrung wurde in der Bildkunst bewahrt. Maler und Bildhauer stellten oft die Mutter Gottes dar, die mit einem Kind/Jesus/ in ihren Armen oder auf einem Thron sitzend mit der Krone auf dem Kopf. Diese Abbildung hat sich unter dem Einfluss byzantinischer Porträts verbreitete. Im Byzanz wurde die Mutter Gotte seit dem 7, Jahrhundert auf Goldmünzen dargestellt. Diese Münzen verbreiteten sich allmählich durch Krieg und Handel in die gesamte christliche Welt. Die Erinnerung an Maria König hat eine Parallele mit dem Fest, Christus König. Auf Wunsch der Gläubigen und der Bischöfe und unter dem Einfluss der Offenbarungen in Fatima wurde vom Papst Pius XII eingeführt. Ursprünglich wurde dieses Fest am 31. Mai gefeiert.
Maria hat Gnade gefunden bei Gott.Auf ihre Fürsprache wagen wir zum Vater zu beten.
Damit wir mit Maria der Magd Gottes, den Frieden des Herrn finden wollen wir beten.
Selig, die bereit sind der Botschaft Gottes zu dienen, und eingehen in das Erbe seines Reiches.
Hl.Pius X, Mt 20,1-16
Jesus, der sagte :So werden die Letzten Erste und die Ersten Letzten sein.Er sei mit euch.
Heute erinnern wir uns an heiligen Papst Pius X. Er stammte aus einer armen Familie. Er war begabt und sehnte sich danach, Priester zu werden. Er blieb kein einfacher Kaplan, sonder er wurde Papst. Da er einen pastoralen Geist hatte, sah er, dass die Kirche Reformen brauchte, und er bemühte sich diese Reformen zu verwirklichen.
Jesus, du hast den Petrus zum Felsen der Kirche gemacht. Herr, erbarme dich unser.
Du hast ihm befohlen, die Brüder zu stärken. Christus, erbarme dich unser.
Du hast ihm Herde und Hirten unterstellt. Herr, erbarme dich unser.
Das heutige Evangelium ist so schön, dass man es nur lesen, oder hören darf, um durch dasselbe gerührt und erbaut zu werden. Versteht man aber auch noch seine wahre Bedeutung, dann wird es erst überaus lehrreich, tröstlich und ermunternd. Der Hausvater ist Gott, die Arbeiter sind wird Menschen, der Abend an welchen den Arbeitern der Lohn ausgeteilt wird, ist die Ewigkeit und der Lohn selbst ist die ewige Seligkeit. Dies ist die kurze, einfache und natürliche Auslegung des schönen Gleichnisses. Durch die Gleichnis des heitigen Evangeliums werden wir Menschen als Arbeiter im Dienste Gottes dargestellt. Ist Gott unser Hausvater in dessen Dienst wir stehen, so wird auch für alles, was wir in seinem Dienste nach seinem Willen tun, der gewisse Lohn werden und das ist die zweite Lehre, die uns das Gleichnis des heutigen Evangeliums gibt. Die Arbeiter im Evangelium erhielten alle ihren versprochenen Lohn. Schöner, tröstlicher und erfreulicher könnte uns das menschliche Leben nicht vorgestell werden, als wenn es ein Dienst Gottes genannt wird, wofür Gott den gewissen Lohn gibt. Darum sollen wir aber drittens. Alles , was wir als Diener Gottes tun , auch gerne und mit Freunden tun, Wir mögen beten oder arbeiten, wie mögen in die Kirche oder zu unsern Berufsgeschäften gehen, so sollen wir es freudig tun.Wie die Arbeiter im Evangelium des Tages Last und Hitze geduldig trugen in froher Erwartungen ihres Lohnes, so sollen auch wir die Beschwernisse des Lebens, die Mühseligkeiten unseres Standes und alles, was unser Dienst für Gott Hartes und Widerwärtiges mit sich bringt.Gott zu Lieb willig leiden. Denn sei auch unser von Gott gesetztes Tagwerk manchmalmühsam und leidenvoll, so ist doch auch de Lohn groß. Der Gedanke: Alles meiem Gott zu Ehren, kann und muss uns alles leicht und angenehm machen.
Wenn wir zu unserem Vater beten, bereiten wir uns das Kommen seines Reiches. Wir wollen uns in diesem Gebet verhindert allen Menschen guten Willens, die Gott als ihren Vater anrufen.
Der Friede ist eine Gabe, die uns zeigst, die Tiefe der Liebe Gottes . Um diesen Frieden wollen wir beten.
Jesus hat uns sein Wort gegeben. Er gibt sich auch als Brot für das Leben der Welt.
Hl. Bernhard von Clairvaux Mt 19,23-26
Jesus der sagte:Wahrlich, ich sage euch. Schwerlich wird ein Reicher in das Reich der Himmel eingehen, er sei mit euch.
Das, dass ein Reicher in den Himmel schwer geraten kann, kann viele Ursache haben, Eine Ursache kann sein, dass er sich überhaupt nicht nach dem Himmel sehnt. Sein Himmel ist das irdische Leben, Glück, der ihm der Reichtum ermöglich erleben. Das kann den Menschen so gefangen nehmen, dass er nach dem Gottes Reich nicht sehnt. Der Himmel scheint ihnen so unglaublich und fern zu sein, und das Glück, das ihnen der Reichtum bringt so anwesend.
Jesus, du kamst, uns den Weg zum Vater zu weisen. Herr,erbarme dich unser.
Du hast in aller irdischen Not geholfen. Christus, erbarme dich unser.
Du willst denen geben, die dich darum bitten. Herr, erbarme dich unser.
Bernhard von Clairvaux verkörperte das Idealbild eines Mönches. Alle Ehrenämter, die ihm angeboten wurden, lehnte er entschieden ab, so auch Ernennungen zum Bischof von Genua und Mailand. Seine schwere Enttäuschung erlebte Bernhard von Clairvaux, als der von ihm so leidenschaftlich unterstützte Zweite Kreuzzug 1149 scheiterte. Von diesem Schmerz erholte er sich nie mehr ganz. Im Alter von 63 Jahren starb der unvergessene Ordensmann Bernhard von Clairvaux an einer schweren Magenkrankheit am 20. August 1153, erschöpft und aufgezehrt. Beigesetzt wurde er in der Abtei Cluny, das Grab ist heute nicht mehr vorhanden. Welches Ansehen dieser Mönch nicht nur in seiner Zeit, sondern auch bei Kirchenwissenschaftlern und Gelehrten genoß zeigen folgende Beinamen: Erzvater des europäischen Gefühls Führer und Richter seiner Welt,religiöses Genie seiner Zeit. Wegen seiner leidenschaftlichen Art zu predigen, erhielt er außerdem den Titel,,Doctor melliflus/honigfließender Lehrer/. Papst Alexander III. sprach Bernhard bereits am 18. Jänner 1174 heilig. Papst Pius VIII ernannte ihn 1830 zum Kirchenlehrer.
Mit Jesu Worten und in der Kraft des Geistes lasst uns zum Vater rufen.
Christus ruft uns zu einer neuen Freiheit, in der wir nicht mehr auf eigenes Können, auf Besitz oder Macht setzten müssen. Das fällt uns manchmal schwer, darum bitten wir.
So spricht der Herr. Ich bin das Licht der Welt. Wer mich nachfolgt,wird nicht in der Finsternis gehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Gefühl und Wille
Eigentlich sollte der Wille immer dem Verstand folgen, doch leider lässt er sich oft von anderen Dingen leiten. Viele wissen ganz genau, dass sie den Feind nicht hassen sollen, dennoch empfinden sie Abneigung und Hass. Andere lassen sich in den entscheidendsten Dingen von Angst leiten. Sie fürchten, verspottet zu werden. Gefühle haben einen großen Einfluss auf den Willen. Wie kommt es, dass die Gefühle einen so erheblichen Einfluss auf den Willen haben? Wenn wir uns freuen, wo ist dann die Freude? In der Seele oder im Leib? Wir haben frohe Gedanken, aber auch der Körper fühlt die Freude. Wir fühlen uns aufgelegt zu hüpfen und zu springen. Weil die meisten Gefühle sowohl in der Seele als auch im Leib sind, haben sie eine so große Kraft und reißen so oft den Willen mit sich. Was ist nun zu tun, damit die Gefühle uns nicht zum Bösen hinreißen? Betrachten wir ein Beispiel. Stellen wir uns eine Schülerin vor. Sie wird Eva heißen. Eva ist etwas träge. Sie mag sich in der Schule nicht anstrengen, um aufzumerken, und es ist ihr zu mühsam, zu Hause die Aufgaben zu erledigen. Einmal hätte sie einen Aufsatz schreiben sollen, hat es aber nicht getan. Sie traut sich nun nicht in die Schule zu gehen, sondern schlendert während der Schulzeit durch die Straßen und Gassen und in einem Park herum. Am nächsten Tag bringt sie der Lehrerin eine Entschuldigung, die scheinbar von ihrer Mutter geschrieben wurde, obwohl sie sie selbst verfasst hat. Die Lehrerin nimmt die Entschuldigung an. Eine Mitschülerin namens Anna kommt dahinter, wo Eva während der Schule gewesen ist, und teilt es der Lehrerin mit. Die Lehrerin ist natürlich sehr ungehalten, setzt Eva eine Note und verständigt die Mutter. Die Mutter ist über das Verhalten Evas äußerst betrübt, erteilt ihr einen sehr ernsten Verweis und verbietet ihr, zu ihrer Tante zu fahren. Eva ist voller Scham und Schmerz und weint bitterlich. Dabei kommt ihr der Gedanke: „An allem ist nur Anna schuld. Hätte sie mich nicht angezeigt, so wäre alles gut. Das will ich ihr heimzahlen.” Sie wird immer erbitterter gegen Anna und sinnt und sinnt, wie sie sich an ihr rächen könne. All das kommt ihr ganz von selbst in den Sinn. Welche Gefühle regen sich also in ihr? Zorn und das Verlangen nach Rache. Was soll Eva nun tun, damit sie von diesen Gefühlen nicht überwältigt wird? Sie muss sie unterdrücken. Ja, sie soll die Lust zur Sünde unterdrücken und über sich herrschen. Genügt es, wenn Eva denkt: „Ich will der Anna nicht zürnen und will keine Rachegedanken haben?” So vollkommen ist der Wille nicht. Der Wille muss verschiedene Mittel anwenden, um den Gefühlen beizukommen. Eva soll andere Geisteskräfte zu Hilfe nehmen, um über die Zornesregungen Herr zu werden. Welche? Der Verstand. Wie kann sie den Verstand gegen den Zorn zu Hilfe rufen? Sie soll nachdenken und sich sagen: Anna hat es mir ja zum Besten gemeint. Wenn sie mich nicht angezeigt hätte, wäre ich wahrscheinlich noch öfter auf der Straße gelandet. Vielleicht wäre ich ganz verwahrlost und zugrunde gegangen. Mit welchen Gedanken kann Eva den Zorn noch bekämpfen?
Jesus befiehlt. Liebt eure Feinde. Wenn mich Anna auch nur aus Schadenfreude angezeigt hätte, dürfte ich sie doch nicht hassen, sondern müsste ihr verzeihen. Und wenn ich mich an ihr rächte, was hätte ich davon? Vielleicht wird aber Eva mit diesen Gedanken allein über den Zorn bisher nicht Herr werden. Könnte sie nicht gegen das Gefühl des Zorns ein anderes Gefühl zur Hilfe rufen? Die Liebe zu Gott. Sie soll denken. Ich kann Jesus jetzt keine größere Freude machen, als wenn ich ihm zuliebe gut zu Anna bin. Jesus ist mein Gott und mein Erlöser und er hat mir schon so oft verziehen. Jetzt wird es ihr gewiss schon viel leichter, den Zorn zu unterdrücken. Sie soll nun einen kräftigen Entschluss fassen und darüber nachdenken. Ich will Anna gut sein. Ich will mich zwingen, gegen sie gut zu sein. Wenn Eva das tut und zuerst äußerlich gegen Anna gut ist, so wird das Innere bald nachfolgen und der Zorn wird sich legen. Wenn aber das alles noch nicht helfen sollte, weiß ich ihr noch einen Rat. Wenn bei einem langen Regen ein Fluß über seine Ufer tritt und ein gewaltiger Gießbach sich über Äcker und Wiesen dahinwälzt und eine weite Fläche zu Vorwürfen droht, was kann dagegen tun? Das Wasser aufhalten? Aber vielleicht kann man es nach einer Seite ablenken, wo es keinen Schaden oder wenigstens keinen so großen Schaden anrichtet. Könnte Eva es nicht auch mit dem Zornsollen so machen? Könnte sie nicht vielleicht ihren Zorn anderswohin lenken, wo er keinen Schaden machen, ja sogar Gutes stiften kann? Sie soll über ihre Trägheit zürnen. Ja, sie soll denken. Wohin würde ich denn kommen, wenn ich es so fortmache. Sie muss besiegt werden. Ich will jetzt fleißig werden. Sie soll den Zorn als Zugpferd gebrauchen und vor ihren Willen spannen. Noch ein wichtiges Mittel aber, das Eva gegen den Zorn jedenfalls anwenden soll, ohne das sie nicht viel ausrichten wird, haben wir noch nicht erwähnt. Welches? Sie soll beten. Jesus gebiete dem Sturme in meinem Innern, wie du einst dem Sturme auf dem Meere geboten hast. Sage auch jetzt: Schweige, sei still. Glaubt ihr nicht, dass Eva über ihren Zorn Herr wird, wenn sie alle diese Mittel anwendet? Ähnlich kann man es bei jedem Gefühle machen, das uns zum Bösen hinreißen will. Wie sollen wir uns also überhaupt gegen die Gefühle verhalten? Sollen wir uns von ihnen leiten lassen? O, die Gefühle sind schlechte Führer. Manche Gefühle können wir sehr gut brauchen, damit uns das Gute leichter werde, damit wir es mit Begeisterung tun und mehr ausrichten. Welche? Die Liebe zu Gott, zum Nächsten, den Mut, die Freude an der Arbeit. Solche Gefühle müssen wir vor unseren Willen spannen, damit er frischer und rascher vorwärts gehe. Aber leiten dürfen die Gefühle nicht, denn die besten Gefühle könnten uns verleiten. Wozu kann z. B. das Mitleid eine Mutter verleiten? Es kann sie bewegen, ihr Kind wegen großer Fehler nicht zu bestrafen, nicht einmal ernstlich zu ermahnen. Zu Führern taugen also die Gefühle nicht. Wer muss dem Willen Führer sein? Der Verstand.befell
Montag der 20. Woche, 19,16-22
Herzens. Jesus sagte: „Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote.” Er sei mit euch. Im heutigen Evangelium haben wir die Geschichte eines jungen Mannes gehört, der Jesus die Frage stellt: „Lehrer, was soll ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?” Die Frage, mit der sich der reiche Mann an Jesus wendet, kommt aus der Tiefe seines Herzens. Es ist eine fundamentale Frage im Leben eines jeden Menschen, die beantwortet werden muss.
Jesus,du stehst uns auf allen Wegen bei.Herr,erbarme dich unser.
Du bist uns auf dem Pilgerweg des Lebens vorausgegangen. Christus, erbarme dich unser.
Du schenkst uns die Kraft, dir zu folgen. Herr, erbarme, dich unser.
Die Antwort auf die Frage des vermögenden Mannes müssen wir Wir müssen bei Gott suchen. Diese Frage stellen wir uns, wenn wir im gewissen Moment unseres Lebens erkennen, dass wir nicht vollständig erfüllt sind. Erfüllung müssen wir bei Christus suchen, denn Christus liebt uns und sorgt dafür, dass wir glücklich sind. Wir sind ihm nicht gleichgültig, denn Gottes Pläne sind von Ewigkeit an für uns vorbereitet. Wir haben den freien Willen, Gottes Plan mit uns anzunehmen oder abzulehnen. Um im Leben glücklich zu sein, müssen wir auf unsere eigenen Vorstellungen von uns selbst verzichten und uns den Plänen Gottes anpassen. Oft kümmern wir uns ängstlich um unsere eigenen Interessen und vergessen dabei Gott. Wir sind nicht in der Lage, uns aus dieser materiellen Welt in die Welt der spirituellen Werte aufzuschwingen. Das Heil kommt von Gott. Deshalb muss unser Blick immer auf ihn gerichtet sein. Wir denken, wir kennen uns, und wir glauben zu wissen, was wir brauchen. Und das ist ein großer Irrtum. Denn wer könnte uns besser kennen als unser Schöpfer, der uns erschaffen hat?
Als Glaubende sind wir eingeladen,wache Menschen zu sein, Menschen, die nach dem Willen Gottes fragen und bereit sind, an seinem Reich mitzutun. Mit vollem Vertrauen wollen wir beten.
Es fällt schwer,Frieden im Herzen zu tragen in einer Welt,in der oft das Recht des Stärkeren gilt. und Unfrieden ist fast überall verbreitet.
Wir wollen deshalb den Herrn bitten,dass Er uns hilft, Werkzeuge seines Friedens zu werden.
Wir haben die Liebe erkannt und an die Liebe geglaubt, die Gott zu uns hat.
Samstag der 19.Woche Mt, 19, 13-15
Jesus, der sagte: „Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen, er sei mit euch.
Zu Jesu Zeiten galten manche Menschen als wertvoller als andere. Religionsführer und Reiche wurden hochgeschätzt. Irgendwo unten auf dieser imaginären Leiter standen Arbeitende, zum Beispiel Fischer. Irgendwo noch niedriger auf dieser imaginären Leiter standen die Frauen und ganz am Ende die Kinder.
Jesus, du hast die Kinder geliebt und ihnen deinen Segen mitgegeben. Herr,erbarme dich unser.
Du liebst,deren Herz frei ist von aller Bosheit. Christus, erbarme dich unser.
Du hast den Einfältigen dein Reich verheißen. Herr,erbarme dich unser.
Es sollte uns nicht überraschen, dass die Jünger Jesu die Kinder, die sich ihm nähern wollten, vertrieben. Jesus war jedoch ganz anders. Er schätzte die Kinder und machte den Jüngern klar, dass gerade ihnen das Reich Gottes gehört. Heute schätzen wir Kinder mehr, es gibt aber noch zwei Ausnahmen: solche, die noch nicht geboren wurden, und Kinder mit Behinderung. Sie gehören zu einer Gruppe von Menschen mit niedrigem sozialem Status. Dazu gehören auch Ausländer sowie Menschen, die nicht über die entsprechenden Fähigkeiten und Mittel verfügen. Diese Abwertung einiger Menschen widerspricht dem Verhalten Jesu. Er schätzte alle Menschen. Manchmal benutzt er sogar die „Gewöhnlichen”, um die „Besseren” zu regulieren (Zöllner und Pharisäer, Kinder und Jünger von Jesus).
Jesus hörte nicht auf, sich um die Bedürftigen zu sorgen, als er in den Himmel aufstieg. Durch sein Volk macht er es weiter. Durch viele Menschen ,,schüttet“ er seine Liebe auf arme und zurückgewiesene Menschen. Wie ist es bei uns? Haben auch wir die Einstellung Jesu gegenüber Menschen oder sind wir eher ähnlich den Juden zur Zeit Jesu, die die Menschen nach ihrem sozialen Status, ihrem Reichtum oder ihren Fähigkeiten bewerten.
Wir haben nicht nur einen Gott,sondern einen Vater im Himmel. Zu ihm dürfen wir volles Vertrauen haben.
Gottes Erbarmen ist größer als menschliche Schuld. Darum bitten wir.
Du bist heilig ,Herr, unser Gott.
Freitag der 19. Woche Mt 19,3-12
Jesus,der die Untrennbarkeit der Ehe bestätigte,er sei mit euch.
Pharisäer fragten Jesus, ob der Mann seine Frau entlassen kann. Sie waren neugierig auf Jesu Ansicht, obwohl sie eine andere Meinung hatten. Es scheint, dass die Menschen von heute an der Ansicht Jesu über die Untrennbarkeit der Ehe nicht interessiert sind. Und wenn sie auch die Meinung der Kirche kennenlernen, beeinflusst das ihre Entscheidungen nicht. Wenn sie von der Meinung Jesu und seiner Kirche beeinflusst würden, gäbe es nicht so viele Scheidungen.
Jesus,sind und du hast gesagt. Was Gott verbunden hat,darf der Mensch nicht trennen. Herr,erbarme dich unser.
Du gibst im Sakrament der Ehe den Ehegatten die Hilfe,in der Liebe und Einheit zu leben. Christus,erbarme dich unser.
Jesus, du führst die Menschen zur Liebe, die verantwortlich ist. Herr, erbarme dich unser.
In der jüdischen Gesellschaft gab es ein Gesetz, das die Beziehung zwischen Mann und Frau regelte. Für einen Juden war dies etwas, das ihn zu einem Menschen machte, wie Gott ihn haben wollte. Aber es gab auch Menschen, die sich nicht daran gehalten haben. Jesus kennt die Denkweise der fragenden Pharisäer und spricht direkt und offen über die Härte des menschlichen Herzens. Er will an den ursprünglichen Plan Gottes mit den Menschen erinnern. Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Das ist auch in unserer Zeit eine schwere Sprache, wenn das Herz des Menschen hart ist gegen Menschen und gegen Gott. In den Verkaufszeitungen stehen oft verschiedene Kuriositäten aus dem intimen Leben der Menschen. Ehen, die nur von kurzer Dauer sind, Ehen, die auf die Probe gestellt werden, zerfallen. Sie werden durch Zusammenleben mit Partnern ersetzt. Die ganze Welt der Musik, Filme, Politik und Kunst ist von diesem Problem geprägt. Diese Menschen legen uns ein Ideal des gegenwärtigen Lebens vor. Ein Ideal kann Menschen stark motivieren. Ein fragwürdiges Ideal kann Menschen jedoch auch irreführen. Fragen wir uns: Lassen auch wir uns von der Gegenwart leiten oder folgen wir der Ansicht Jesu und seiner Kirche zur Ehe? Motiviere
Da wir zur Liebe Gottes und des Nächsten berufen sind, lass uns zum Vater beten.
Der Herr bewahre uns vor dem Bösen und schenke uns seinen Frieden. Deshalb bitten wir.
Selig, die alle Bosheit überwunden haben und in das Reich des Vaters gelangen.
20. Sonntag C Lk 12, 49-53
20. Sonntag C 2019
Einführung
Jesus, dieser Erbauer des Friedens, spricht im Evangelium von Feuer und Spaltung unter den Menschen. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung. Seine Worte, als ob sie das Gesamtbild seiner Persönlichkeit stören. War Jesus für Frieden oder Spaltung?
Predigt
Jesus war für den Frieden und für die Spaltung. Für das Feuer des Radikalismus, aber auch für das Feuer des Kompromisses. Nämlich, die Situationen, denen wir begegnen, sind mannigfaltig. Es gibt keine gleichen Antworten auf alle Probleme. Man muss einfach von der konkreten Situation ausgehen und reagieren, wie es die Umstände erfordern. Es gibt Situationen in unserem Leben, wenn es möglich ist, sich zu einigen und einen Kompromiss zu suchen, ohne dass wir irgendein wichtiges Prinzip verraten. Es gibt aber auch Situationen, in denen Schweigen ein Verrat an unseren Grundsätzen und an der Wahrheit, an die wir glauben, wäre. Die Geschichte der Menschen ist voller Märtyrer für die Wahrheit. Einige wurden post mortem unschuldig rehabilitiert und so Genugtuung verschafft. Aber es gibt diejenigen, die niemand bemerkt hat.
Der Theologe Liam Sword erwähnt aus seiner Seminarzeit eine solche Geschichte. Er sagt ,dass er von Zeit zu Zeit machte Spaziergang im örtlichen Friedhof machte, wo viele prominente Professoren und Mitglieder der theologischen Fakultät begraben wurden. Ihre Gräber sind pompös. Und auf ihren Grabsteinen steht viel Lob geschrieben. Aber ist dort ein Grab auf dem kein Lob ist. Nur der Name: Walter MacDonald. Wer war dieser Mensch? Warum hat er kein Zitat auf dem Grabstein, das etwas von seinem Leben verraten würde? Am unteren Rand des Grabsteines befindet sich ein unauffälliges, lateinisches Zitat. Obiit in festo Sancti Athanasii, was in der Übersetzung er starb am Fest des heiligen Athanasius. Wir wissen, dass Hl. Athanas war Bischof in Alexandria. Vielleicht ist er gerade der Schlüssel zum Leben des Professors. Viele Zeitgenossen hassten Athanasius, weil er auf ihre falschen Einstellungen und Fehler hingewiesen hat. Er war fünfmal in der Verbannung.
Walter MacDonald war solcher Athanasius in seiner Zeit und das war wahrscheinlich der Grund, warum er vergessen werden sollte. Mut ist eine Eigenschaft, die den Menschen unserer Zeit fehlt. Eigentlich hat sie immer gefehlt. Wie viel weniger Böses wäre getan worden , wenn mehr mutige Menschen gefunden worden wären. Zum Beispiel, wenn Leute in Nazideutschland, die in die Dinge sahen, mehr darüber geredet hätten. Gleiches gilt für andere Regime. Zum Beispiel: Apartheid in Südafrika,im kommunistischen Russland während Stalins oder in Kina während Mao-Tsetungs. Es ist wahr, dass nicht alle Menschen in diesen Regimen still waren. Wir haben hier das Beispiel von Kardinal Galen oder von Dietrich Bonhoeffer, von den niederländischen Bischöfen, von Andrej Sacharow, Nelson Mandela, oder von Bischof Desmond Tutu und von anderen. Aber das ist nur ein paar Namen. Wie viel mehr waren die, die das Böse sahen und schwiegen. Lassen wir uns ein wenig in die Gegenwart versetzen.
Ein junger , eifriger Kaplan predigte gegen das Laster der Pferdewetten. Aber vielen gefiel seine Predigt nicht, weil sie von Wette leben. Am darauffolgenden Sonntag predigte er über die Schädlichkeit des Rauchs. Aber auch diese Predigt traf nicht mit Verständnis. In der Kirche gab es mehrere Raucher und Tabakproduzenten. Und am dritten Sonntag predigte er gegen Alkoholismus. Aber auch mit dieser Predigt hatte er keinen Erfolg. Wie er erfuhr, befindet sich die beste Brennerei in ganzen Umgebung. Und viele Pfarrangehörige arbeiteten in Brennerei. Und dann unglücklich fragte er. Wovon soll ich predigen? Zum Beispiel über die Kommunisten in China. Jesus wies immer auf die Fehler der anwesenden Menschen hin. Die Wahrheit zu sagen ist unangenehm und manchmal auch gefährlich, aber notwendig. Es ist nicht richtig, wenn wir schweigen, weil wir damit die Wahrheit verraten, und erlauben, dass das Böse sich verbreitet und ganz normal wird. Viele Menschen wollen nicht in der Spaltung leben. Wichtiger ist aber nach der Wahrheit zu leben.
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