Archiv für den Monat: August 2019

Samstag der 21. Woche Mt 25,14–30

Jesus Christus, der sagte dem der hat, wird gegeben und er wird im Überfluss haben“, sei mit euch.

Anlässlich des heutigen Evangeliums denken wir über unsere Tätigkeit des Wirtschaftens mit unseren Talenten nach. Über unsere Selbstverwirklichung, das Wirtschaften mit diesen Talenten, die Notwendigkeit, sie zu erweitern, und die Verantwortung, die wir für die uns anvertrauten Talente tragen.

Jesus, du hast uns die Güter dieser Welt anvertraut. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns berufen, dir in dieser Welt zu dienen. Christus, erbarme dich unser.

Du wirst wiederkommen und von uns Rechenschaft verlangen. Herr, erbarme dich unser.

Machen wir einen kurzen Halt beim dritten Diener aus dem Gleichnis. Er ist die zentrale Persönlichkeit, eigentlich die tragische Gestalt des heutigen Gleichnisses aus dem Evangelium. Sein Versagen ist nicht das Böse, das er getan hat. Er lebte sein alltägliches Leben, er war nicht vorbestraft, wir wissen von ihm nichts Böses. Aber er hat auch nichts aus Faulheit oder Feigheit getan. Sein Problem war, dass er seinen Herrn völlig falsch verstanden hatte. Er wollte nur seinen Frieden und seine Sicherheit haben. Kein Risiko, kein Experimentieren mit dem anvertrauten Geld. Sind das nicht auch wir modernen Christen, die sich nach Frieden und Sicherheit sehnen? Irgendwie wollen wir nicht verstehen, was Jesus gesagt hatte. Ich brachte keinen Frieden, sondern das Schwert. In dieser Welt, die von Bösem und Tod beherrscht wird, gibt es grundsätzlich keine Sicherheit. Die einzige Sicherheit ist, dass der Herr kommen wird. Das ist bestimmt. Die Christen sollten wissen, dass sie Rechenschaft ablegen werden müssen, von den ihnen anvertrauten Talenten. Eins müssen wir uns versichern: Hier gilt das Motto nicht: Wer nichts tut, zerstört nichts und bekommt seine Belohnung. Daher ist es nach den Worten Jesu unsere Pflicht, mit den anvertrauten Talenten zu riskieren und sie zu erweitern, auch um den Preis eines Fehltritts.

Mit dem Gebet, das Jesus uns anvertraut hat, dürfen wir bitten:

Jesus bringt Licht, bringt Heil und Frieden in die Herzen der Menschen, die ihm vertrauen:

Herr, du bist das ewige Licht in unserer Welt.

Familien messe 1.09.2019

 

Familienmesse 1. September 2019

„Gäste Jesu“

Vorbereitung:

Beim Betreten der Kirche bekommen die KInder

 bunte Tischkarten, auf die sie ihre Namen schreiben.

4 große Tischkarten

Dicker Filzstift für große Tischkarten, viele Filzstifte für kleine Tischkarten

4 Kinder für Spielszene

Lied: Groß sein lässt meine Seele den Herrn (SJ 117)

 

Pfarrer Peter: Kreuzzeichen und Begrüßung:

Liebe Kinder, liebe Gemeinde! Wie ihr gerade gesungen habt, dürfen wir heute wieder gemeinsam mit Jesus feiern. Wir haben einen warmen Sommer genießen dürfen und ich hoffe ihr habt viel Zeit mit eurer Familie und mit euren Freunden verbracht. Bestimmt habt ihr wieder Energie getankt, damit ihr gut in das neue Schul- oder Kindergartenjahr starten könnt.

Heute möchten wir im Gottesdienst darüber nachdenken, was „LIEBE“ bedeutet. Die ganze Welt singt und dichtet von der Liebe. Jesus will uns heute zeigen, was Liebe für ihn bedeutet. Aber lasst uns zuerst einmal anschauen, wie es oft bei uns zugeht.

Schauspiel der Kinder vor dem Altar:

Kind 1: MATTHIAS „Was krieg ich dafür – Typ“

Das Kind stellt sich vor dem Altar und wird nacheinander von 3 Kindern angesprochen.

Kind 2: MARLENE

Ich habe mein Lesebuch vergessen. Darf ich heute bei dir mit schauen?

Kind 1: Was krieg ich dafür?

Kind 3: MICHAELA

Ich habe heute meine Jause zuhause liegen lassen. Kannst du mir etwas geben?

Kind 1: Was krieg ich dafür?

Kind 4: STEFAN

Kannst du mir dein Fahrrad leihen? Ich hab meine Fußballschuhe zuhause vergessen.

Kind 1: Was krieg ich dafür?

Pfarrer Peter :

Ihr habt es gemerkt. Das gibt es öfter… Menschen die immer fragen: Was krieg ich dafür? Wir werden heute erfahren, was Jesus zu solchen „Was-krieg-ich-dafür-Typen“ sagt.

Aber lasst uns zuerst Gott um Verzeihung bitten:

Kyrie

  1. MATTHIAS

Jesus, wir stellen uns oft gern in den Vordergrund, wo es nicht gut ist.
Herr, erbarme dich unser.

  1. MICHAELA

Jesus, wir wollen für vieles was wir tun, eine Gegenleistung erhalten.
Christus, erbarme dich unser.

  1. MARLENE

Jesus, manchmal nehmen wir uns selbst zu wichtig und vergessen dabei auf die anderen.
Herr, erbarme dich unser.

Pfarrer Peter:

Herr, du bist der Gott aller Menschen. Es ist nicht immer leicht aus unserem Herzen heraus zu handeln. Verzeihe uns, wenn wir damit Probleme haben und vergib uns unsere Schuld. Schenke uns dein Erbarmen, stehe uns zur Seite und schenke uns Mut wenn wir es immer wieder neu probieren. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen

Tagesgebet: Pfarrer Peter

Gott, von dir kommt alles Gute. Du schenkst uns deine reine Liebe. Lass in uns das Gute wachsen. Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen

Gloria: Lobe den Herrn (SJ 241)

 

 

Lesung:  Sir 3,17-18.20    (bitte nur diese Lesung)
Anna – Maria

Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden, und du wirst mehr geliebt werden als einer, der Gaben verteilt. Je größer du bist, um so mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott. Denn groß ist die Macht Gottes, und von den Demütigen wird er verherrlicht.
Für die Wunde des Übermütigen gibt es keine Heilung, denn ein giftiges Kraut hat in ihm seine Wurzeln. Ein weises Herz versteht die Sinnsprüche der Weisen, ein Ohr, das auf die Weisheit hört, macht Freude.

Wort des lebendigen Gottes

Halleluja: Kinderchor

Evangelium: Lk 14,1. 7-14

 

Predigt Pfarrer Peter:  nur ein Vorschlag!!!

Liebe Kinder, liebe Pfarrgemeinde!

Es ist bei Gott nicht leicht, was Jesus uns im Evangelium aufträgt.

2  wichtige Botschaften sind darin enthalten.

 

die Eine: Wann, in meinem Leben, stelle ich mich in den Vordergrund und „ERHÖHE“ mich damit über meine Mitmenschen.

 

die Andere: Was mache ich in meinem Leben mit Hintergedanken mit einer Absicht,  um vielleicht selbst etwas dafür zu bekommen?

 

Diese kritischen Punkte spricht Jesus ausgerechnet in einer Situation an, in der er selbst zu Gast ist. Jesus macht es aber in Form von Gleichnissen, in Form einer Erzählung ohne Anwesende direkt zu nennen. Trotzdem wird deutlich, dass er die Verhaltensweisen des Gastgebers und der Gäste kritisch sieht.

 

Nämlich das Verhalten jener Gäste, die sich für besser und wichtiger halten, als die anderen. Arrogant und ohne Nachzudenken, setzen die sich ganz selbstverständlich auf die Ehrenplätze.

Meist ist es in unserer Welt auch so, dass diese Leute beklatscht und beachtet werden, die sich in den Vordergrund drängen.

Jene die sich bescheiden zurückhalten und sich im Hintergrund dienstbar machen, werden oft übersehen. Nur selten ist es anders.

Die Beachtung, liebe Pfarrgemeinde, liebe Kinder, die jemanden geschenkt wird, sagt aber nichts über den wahren Wert der Person aus.

Die, die sich groß machen, haben oft nur sich selbst im Blick.

Die Bescheidenen haben ihre Mitmenschen im Blick und tragen sehr viel zum Wohle anderer und zum Funktionieren unserer Gesellschaft bei. Viele von ihnen wollen auch keinen Lohn, weil sie es von Herzen gerne machen.

 

Sie setzen die Botschaft Jesus bereits in ihrem Leben um. Ich mache etwas gerne! Ich erfreue mich an dem was ich für andere tun kann.

 

Was Jesus im Zuge dieses Gastmahls den „Möchtegern-Promis“ noch mitgegeben hat, ist, dass es schmerzlich sein kann, wenn man erfahren muss, dass andere dem Gastgeber wichtiger sind.  Wenn man doch nicht den besten Platz am Tisch bekommt.

Hierzu fällt mir unweigerlich das Sprichwort ein „Die Letzten werden die Ersten sein! und die Seligpreisungen: „Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen“ und „Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“.

 

Mach dich nicht größer, als du bist, sei bescheiden und erfreue dich an der Liebe und der Freude die du anderen entgegen bringst und die auch dir entgegengebracht wird.

 

Nehmen  wir uns diesen Wegweiser unseres Herrn zu Herzen!

 

Kommen wir nun zur 2. Botschaft die Jesus angesprochen hat.

Dazu möchte ich euch eine Frage stellen:

 

Wann habe ich zuletzt etwas für andere  gemacht, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten?               P A U S E

 

Ihr habt das liebe Kinder, in eurem Schauspiel, sehr gut ausgedrückt!

Immer wieder sind auch wir solche „Was-krieg-ich-dafür“ Typen.

Viel zu oft stellen wir uns die Frage: „Was hab ich davon“ wenn ich mit dir teile, *wenn ich dir einen Gefallen tue, *wenn ich dich zu meiner Feier einlade – um bei diesem Beispiel zu bleiben.

 

Erwarte ich mir ein besonders tolles Geschenk?

Erwarte ich mir eine Gegeneinladung?

Vielleicht habe ich ein Anliegen, wo mir mein Gast weiterhelfen kann?

 

Jesus hat einen anderen Zugang. Während viele Menschen von Liebe sprechen, zeigt uns Jesus, was Liebe wirklich bedeutet. Ich lese euch die Zeilen nochmals vor:

 

Wenn du ein Essen gibst, lade nicht Freunde ein, die auch dich wieder einladen, und die dir alles vergelten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme, und Blinde ein, denn die können es dir nicht vergelten.

 

Lade auch die ein, an die niemand denkt und mit denen keiner etwas zu tun haben will.

 

So macht Jesus den Kreis der Menschen die wir mit unserer Liebe beschenken sollen, deutlich größer. Es ist eine reine Liebe ohne Absicht und ohne Bedingung. Wir finden in den Evangelien nichts, wo sich Jesus eine Gegenleistung erwartet. Er gibt, schenkt und hilft und freut sich an der Freude des Nächsten. So zeigt er uns den Willen seines Vaters.

 

Und diesen Auftrag gibt er uns allen: Gib auch, wenn du nichts dafür bekommst!

Aus dem „Was-krieg-ich-dafür-Typ“ kann durch Jesu Botschaft ein „Ich-gebe-gern-Typ“ werden!

Gott freut sich darüber und dankt es einem jeden.

Liebe Kinder! Lasst uns doch die Spielszene vom Beginn nochmals anschauen. Vielleicht könnt ihr uns zeigen, wie wir im Auftrag Jesus den Alltag meistern können.

Spielszene 2:

die 3 Kinder stellen / setzen sich auf die Altarstufen. Kind 1 geht zu einem jedem einzeln hin und spricht:

zu Kind 2: Komm, eh klar schau mit mir mit!

zu Kind 3: Wenn du keine Jause mithast, teile ich meine mit dir. Ich hab genug dabei!

zu Kind 4: Brauchst du noch mein Fahrrad? Ich borgs dir –  brauchs ja jetzt eh nicht!

Pfarrer Peter: Danke Kinder!!!! Genauso  hat es Jesus gemeint! Helfen, teilen, borgen, geben…. ohne dafür etwas haben zu wollen. Einfach aus dem Herzen heraus für andere da sein….  Amen

Lasst uns nun gemeinsam unseren Glauben bekennen:

Glaubensbekenntnis

Fürbitten:

Pfarrer Peter:

 Jesus sagt: „Wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.“ Wir wollen für alle Menschen beten, die Jesus Christus einlädt zu seinem Fest.

  1. LISA

Herr Jesus, wir bitten für die Menschen die blind vor Wut und Ärger sind. Schenke ihnen deine Liebe.

Wir bitten dich erhöre uns

Tischkarte „BLINDE“ wird auf den Altar gestellt.

  1. FLORIAN

Herr Jesus, wir bitten für die Menschen die wie gelähmt sind, weil sie keinen Mut und keine Hoffnung in ihrem Leben haben. Schenke ihnen deine Liebe.

Wir bitten dich erhöre uns

Tischkarte „LAHME“ wird auf den Altar gestellt.

  1. _______________

Herr Jesus, wir bitten für die Menschen die krank sind vor Kummer und Sorgen. Schenke ihnen deine Liebe.

Wir bitten dich erhöre uns

Tischkarte „KRANKE“ wird auf den Altar gestellt.

  1. ________________

Herr Jesus, wir bitten für die Menschen, die arm sind, weil sie keine Freunde haben.

Wir bitten dich erhöre uns

Tischkarte „ARME“ wird auf den Altar gestellt.

  1. PAULA

Herr Jesus, die Ferien sind schon fast zu Ende. Schule und Kindergarten starten schon bald. Unterstütze und begleite uns durch das neue Schuljahr.

Wir bitten dich erhöre uns

  1. ANNA – MARIA

Herr Jesus, wir bitten für alle Verantwortlichen in Politik, Kirche und Gesellschaft, dass sie ihr Amt ehrlich und ohne Hintergedanken ausüben.

Wir bitten dich erhöre uns

 

Pfarrer Peter: Wir bitten auch für alle Verstorbenen. Nimm sie bei dir auf und schenke ihnen deinen Frieden in deinem Reich.

Herr, du liebst alle Menschen und lädst sie ein an deinen Tisch, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Gabenbereitung: Nimm oh Herr die Gaben (SJ 267)

Gabengebet

Heilig: Heilig, heilig, heilig (SJ 166)

Vor dem Vater Unser:

Pfarrer Peter???:

Liebe Kinder, ihr alle habt Tischkarten bekommen. Wir  alle sind eingeladen am Tisch des Herrn. Kommt nun bitte nach vorne zum Altar und stellt euer Kärtchen dazu.

….   (Kinder kommen nach vorne und stellen die Tischkärtchen auf den Altar)

Bei uns soll es kein „oben“ und „unten“ geben. Darum bilden wir einen Kreis um den Altar, so sind wir alle in gleicher Weise – auch nach außen sichtbar – nahe bei Jesus.
Als Zeichen, dass wir alle bei Jesus willkommen sind reichen wir uns die Hände und singen das Gebet unseres Herrn.

Vater Unser: gesungen (SJ 334)

Friedensgruß

Lamm Gottes:          Gottes Lamm (SJ 108)

Kommunion:             Instrumental Birgit und Marlene

                                   Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer (Kopie)

Verlautbarungen:

Geburtstagssegen: Geburtstagskinder Juli und August

 Lied: Der Vater im Himmel segne dich

Schlussgebet:

Guter Gott, du hast uns in dieser Feier gestärkt durch das lebendige Brot. Deine Liebe macht uns bereit, deine Botschaft sichtbar zu machen. Darum bitten wir dich  durch Christus unseren Herrn. Amen.

 

Segen: Pfarrer Peter

Der Herr sei mit euch im neuem Schuljahr.

Er schenke euch Kraft und Mut beim bewältigen

der neuen Aufgaben.

Er stärke eure Schulgemeinschaft damit alle

mit Freude in die Schule kommen.

Er gewähre euch gerechte Noten und Anerkennung bei euren                                                                   Lehrerinnen und Lehrern, wie auch in eurer Klasse.

Er behüte euch auf eurem Schulweg und in eurer Freizeit,                                                                            beschütze eure Familien und schenke euch seinen Frieden.

So segne euch der dreieinige Gott, der Vater….

 

 

Schlusslied: Ave Maria (Kopie)

Freitag der 21.Woche Mt 25,1-13

Jesus, der das Gleichnis von den zehn Jungfrauen erzählte, sei mit euch.

Der Redakteur fragt die Arbeiter der Straßenmeisterei, die im Winter die Straßenräumung verrichten, zum Beispiel, ob sie auf diese Arbeit vorbereitet sind. Ähnlich fragt auch uns der Herr Jesus: „Seid auch ihr bereit?” Die Frage ist: Wofür sind wir bereit? Für die Ankunft des Herrn Jesus.

Jesus, du hast uns zur himmlischen Hochzeit gerufen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns zu Kinder des Vaters gemacht. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns das neue Leben geschenkt, das hinüberreicht in deine Welt. Herr, erbarme dich unser.

Heute spricht der Herr Jesus über die zehn Jungfrauen, die auf den Bräutigam warten. Eine Hochzeit ist etwas Angenehmes. Nicht nur die Familie, sondern alle eingeladenen Gäste bereiten sich auf dieses schöne Ereignis vor. Die meisten Menschen bereiten sich verantwortungsvoll auf eine Hochzeit vor. Im Evangelium lesen wir, dass fünf der Jungfrauen nicht genug Öl für ihre Lampen mitgebracht haben. Sie sind uns als „unklug“ bekannt. Sie haben sich nicht verantwortungsvoll auf die Hochzeit vorbereitet. Im Sinne dieser Worte denken wir über uns nach. Wenn uns heute jemand als „Trottel” bezeichnen würde, wären wir sofort bereit, eine Strafanzeige zu erstatten. Aber wie wird es uns ergehen, wenn Gott uns einmal diesen Titel zuspricht? „Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht“ (Mt 25,12). Was bedeutet das für uns? Unsere „Lampe”, die immer vorbereitet sein und leuchten soll, ist unser Glaube. Je mehr wir uns seiner Größe und Schönheit vergewissern, desto mehr strahlt sein Licht. Alle Menschen müssen unser Licht des Glaubens sehen. Ein Christ, der bereit ist, ist ein glücklicher Christ. Er hat keine Angst vor dem Morgen. Er lebt im Frieden, denn er ist stets auf die Ankunft des Herrn Jesus vorbereitet.

Damit das Licht in unseren Lampen erlösche, wollen wir zu unserem Vater voll Vertrauen beten:

Die bereit sind für den Herrn, werden mit ihm eingehen in den ewigen Frieden. So bitten wir:

Selig, die bereit sind mit dem Herrn zur Hochzeit einzugehen, wenn er kommt.

Enthauptung Johannes des Täufers Mk 6,17–29

Jesus Christus, der uns  gelehrt hat, im Geist und in der Wahrheit den Vater anzubeten, sei mit euch.  

Lasst uns mit Jesus Christus, der uns die Versöhnung mit dem Vater verkündete, um Vergebung unserer Schuld beten.  

Wer den Willen Gottes tut, findet den Frieden. Deshalb bitten wir.  

Selig, die den Willen Gottes tun und aufgenommen werden zu denen, die Vergebung gefunden haben.  

Der Heilige Johannes der Täufer, der Vorgänger Jesu, ist zweifellos der am häufigsten dargestellte Heilige in der Kunstgeschichte. Zunächst wird er als kleiner Junge im Kreise der Heiligen Familie dargestellt. Danach wird er als Erwachsener gezeigt: im Tierfell bekleidet und mit einem Stab in Form eines Kreuzes in der Hand. Oft sehen wir ihn, wie er Jesus im Fluss Jordan tauft. Seltener sehen wir ihn in den letzten Augenblicken seines Märtyrertodes. Die Enthauptung des Johannes des Täufers ist ein Fest, das wir heute, am 29. August, feiern. Michelangelo Merisi da Caravaggio lief von Rom weg und landete auf der Mittelmeerinsel, um Ritter des Malteserordens zu werden. Obwohl er kein Adliger war, gelang es ihm dank seiner künstlerischen Verdienste, dieses Ziel zu erreichen. Der Großmeister des Ritterordens bestellte bei ihm ein Gemälde, das als eines der berühmtesten seiner Kunstwerke gilt. Das Thema des Gemäldes war die Enthauptung des Johannes des Täufers. Die Szene, die Caravaggio festgehalten hat, spielte sich am Hof des Gefängnisses ab. Die Komposition des Gemäldes ist asymmetrisch. Die Enthauptung spielt sich auf der linken Seite des Bildes ab. Auf der rechten Seite ist ein Gitter zu sehen, hinter dem zwei Gefangene der gewaltsamen Hinrichtung entsetzt zusehen. Das Drama spielt sich auf der rechten Seite ab, wo sich die Hauptdarsteller der Tragödie befinden. Zu sehen ist auch eine junge Magd, die einen Korb in den Händen hält, um den Kopf des Täufers aufzufangen. An ihrer Seite steht eine alte Frau, die weinend ihre Hände vor das Gesicht hält. Mit dieser Geste reagiert sie auf das Schreckliche, das sich vor ihren Augen abspielt. Der Kerkermeister zeigt mit einer entschiedenen Geste auf den Korb. Am Ende ist auch der Henker zu sehen, der in seiner Rechten das Schwert hält und bereit ist, dem Heiligen den Todesstoß zu versetzen und seinen Kopf vom Rumpf zu trennen. Der zusammengebrochene Heilige könnte bereits tot sein. Doch sein Antlitz strahlt tiefen Frieden und die Gewissheit des Opfers aus. Ein sichtbarer Kontrast: Die anderen abgebildeten Personen wirken resigniert, der Heilige Johannes hingegen, obwohl er bereits tot ist, hat den Ausdruck einer lebendigen Persönlichkeit. Er wird als Vorgänger des Herrn am Kreuz dargestellt.  Caravaggio hat sich dafür entschieden, den Augenblick unmittelbar vor der Hinrichtung festzuhalten. Alles dient dazu, die Dramatik dieses Augenblicks zu betonen. Sogar die Palette der Farben. Zwischen den überwiegend braunen Farben kommt die rote Farbe des Stoffes, der den Leib des Johannes teilweise zudeckt, sehr zum Vorschein. Die rote Farbe des Stoffes zieht den Betrachter des Gemäldes in erster Linie in den Bann und unterstreicht damit die Bedeutung der Farbe. Rot ist die Farbe des Martyriums. Es ist ihm dank seiner künstlerischen Verdienste gelungen, dieses Ziel zu erreichen. Der Großmeister des Ritterordens hat sich bei ihm ein Gemälde bestellt, das als eines der allerberühmtesten seiner Kunstwerke gilt. Das Thema des Gemäldes war die Enthauptung des Johannes des Täufers. Die Szene, die sich der Künstler Caravaggio entschlossen hat festzuhalten, spielte sich am Hof des Gefängnisses ab. Die Komposition des Gemäldes ist asymmetrisch. Die Szene der Enthauptung spielt sich auf der linken Bildseite ab. Auf der rechten Seite sieht man ein Gitter, hinter dem zwei Gefangene entsetzt der gewaltsamen Hinrichtung zusehen sind. Das Drama spielt sich an der rechten Seite ab, wo sich die Hauptdarsteller der Tragödie befinden. Es ist auch eine junge Magd da, die einen Korb in den Händen hält, damit dieser den Kopf des Täufers aufnehmen kann. An ihrer Seite ist eine alte Frau, die weinend ihre Hände im Gesicht hält. Mit dieser Geste reagiert sie auf das Schreckliche, das vor ihren Augen abspielt. Der Kerkermeister zeigt mit einer entschiedenen Geste auf den Korb. Am Ende ist hier auch der Henker, der in seiner Rechten das Schwert hält, schon bereit, dem Heiligen den Todesstoß zu versetzen und den Kopf vom Rumpf zu trennen. Der zusammengebrochene Heilige könnte bereits tot sein. Doch sein Antlitz strahlt tiefen Frieden und die Gewissheit des Opfers aus. Ein sichtbarer Kontrast: Die anderen abgebildeten Personen wirken resigniert, der Heilige Johannes, obwohl er schon tot ist, hat einen Ausdruck einer lebendigen Persönlichkeit. Er wird als wirklicher Vorgänger des Herrn am Kreuz dargestellt.  Caravaggio entschied sich, den Augenblick unmittelbar vor der Hinrichtung festzuhalten. Alles dient dazu, die Dramatik des Augenblicks zu betonen. Sogar die Palette der Farben. Zwischen der überwiegenden braunen Farbe kommt die rote Farbe des Stoffes, der den Leib des Johannes teilweise zudeckt, sehr zum Vorschein. Und nicht zuletzt zieht die rote Farbe des Stoffes den Betrachter des Gemäldes in erster Linie in den Bann, was die Aussage über die Bedeutung der Farbe unterstreicht. Die rote Farbe ist die Farbe des Martyriums. 

22. Sonntag im Jahreskreis – C Lk 14,1.7–14

Einführung:

Im heutigen Evangelium ist die Rede davon, dass Jesus in ein Haus eines Pharisäers hereinkam und beobachtete, wie die geladenen Gäste die bevorzugten Sitzplätze ausgesucht hatten. Die erste Lesung aus dem Buch Ekklesiastikus unterstützt das Evangelium, wo wir lesen: „Um was du höher gestellt bist, um so mehr sei demütig und du findest die Gnade bei Gott.“

 

Predigt:

Erzählen wir uns was über den Stolz. Der Stolz ist ein erstes Problem. Ein so ernstes Problem, dass sogar die Heilige Schrift und die Tradition davon überzeugt sind, dass der Stolz der Grund aller Sünden ist. Siehe: Ekkl 9,15. Die katholische Tradition kennt die Reihenfolge der sieben Hauptsünden, und die erste davon ist gerade der Stolz. Der Stolz hat also einen prominenten Platz. Manche sagen, dass ein stolzer Mensch ein praktizierender Atheist ist. Ein praktizierender Atheist ist ein schlechter theoretischer Atheist. Der theoretische Atheist leugnet die Existenz Gottes. Der praktizierende Atheist jedoch verleugnet die Existenz Gottes nicht, aber er lebt ohne Gott im üblichen Leben. Damit beweist er, dass er Gott gar nicht braucht. Wenn er Gott nicht braucht, braucht er auch keine Menschen. Die stolzen Menschen haben große Schwierigkeiten beim Aufbau von Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott überhaupt. Ein Paradoxon ist, dass der stolze Mensch sich weder vor Menschen noch vor Gott verschließt. Er ist davon überzeugt, dass Gott und die Menschen ihn brauchen. Was ist der Grund des Stolzes? Es ist ein Gefühl einer bestimmten Größe. Zu den Charakterzügen des Stolzes zählen Eitelkeit und Selbstgefälligkeit.

Beide haben zwei Dinge gemeinsam: 1. die hemmungslose Sehnsucht, die eigene Vollkommenheit zu präsentieren, und 2. den hemmungslosen Bedarf, das eigene Tun anerkannt zu bekommen. Ein weiteres Problem des Stolzes ist, dass der Mensch gar nicht weiß, dass er stolz ist. Der Stolz kann den Menschen durch viele Gesichter der Demut täuschen. Das eigentliche Gesicht sehen jedoch die anderen. So wie Jesus den Stolz im heutigen Evangelium enthüllt hat. Wenn ein stolzer Mensch seinen Zustand erkennen würde, welche Mittel könnte er einsetzen, um seinen eigenen Stolz zu überwinden?

Er erwähnte vier. 1. Beginne, dich auf die Vorsehung Gottes zu verlassen. Das bedeutet, dass du Gott als den Herrn über die Welt und die Geschichte siehst. Er hält alles fest in seinen Händen, somit auch dich. Was Gott von dir verlangt, ist Treue in seinem Dienst. 2. Höre anderen mit Respekt zu. Auch andere haben Ansichten, die nicht nur deinen eigenen entsprechen. Wenn du dich selbst des Öfteren betrügst, ist es sinnvoll, auch die Rückmeldungen  anderer über  dich zu hören. Dabei muss man auf zwei große Versuchungen achten: den Selbstschutz und die Selbstverteidigung. 3. Gib zu, dass du das Heil Christi benötigst. Es klingt paradox, aber die meisten praktizierenden Christen sind überzeugt, dass sie das Heil Christi nicht benötigen. Ein Mensch, der von einer bestimmten Abhängigkeit therapiert wurde, war überrascht, als der Priester ihn im Gebet aufforderte, die Erkenntnis seiner charakterlichen Fehler vom Heiligen Geist zu erbitten. Er war sehr überrascht, dass auch er Fehler in seinem Charakter haben könnte. Danach hat er erkannt, dass sein größter Charakterfehler jener war, der den Zugang zur Gnade Gottes blockierte: der Stolz. 4. Gib zu, dass du die Unterstützung und Hilfe anderer Menschen brauchst. Dazu musst du die Gaben und Gnaden anderer Menschen anerkennen. Du musst auch um die Hilfe anderer Menschen bitten, damit sie sehen, dass deine Kräfte nicht für alles ausreichen. Kurz gesagt, gibst du den anderen damit das Signal, dass du auch von anderen Hilfe und Unterstützung benötigst.

Beten wir gemeinsam:

Herr, ich möchte ein Mensch der Demut sein. Der Stolz gibt mir nichts. Im Gegenteil: Er bringt mich um alles.  Er macht auch noch außergewöhnlich einsam. Gib mir Demut, die der Weg zu Dir, zu den Menschen und auch zu mir selbst ist. Amen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hl.Augustinus, Mt 23, 27–32

Jesus Christus, der den  Pharisäern und Schriftgelehrten sagte:  „Wehe euch!“, sei mit  euch.

Auch im heutigen Evangelium kritisiert  Jesus weiterhin die  Pharisäer und Schriftgelehrten. Als ob  es scheint, dass Jesus diesen  beiden Gruppen gegenüber  zu streng war. Wirklich wählte Jesus nicht die Worte und sprach sehr scharf. Vielleicht deshalb, damit die Pharisäer und Schriftgelehrten  ihren wirklichen Zustand  erkannten.

Jesus , du bist unser  Meister und Lehrer. Herr, erbarme dich unser. 

Du bist uns auf dem Weg   des  Gehorsams  vorausgegangen.Christus, erbarme dich unser.

Du hast alles  nach  dem Willen  des  Vaters   getan. Herr, erbarme dich unser.

Der heilige Augustinus hinterließ  ein großes Werk, das  aus  113   Schriften,  218   Briefen und 500  Predigten besteht. Allein am  Gottesstaat  arbeitete der  Heilige 22 Jahre. Er  beeinflusste  sowohl Philosophie, Dogmatik,  Moraltheologie und  Mystik als auch  Sozialleben, Kirchenpolitik und   Staatsrecht. Augustinus  wurde  der  große  Mitgestalter   der abendländischen‚ Kultur  des Mittelalters,ohne  ihn  hätte  das Abendland das  alte Erbe  der Antik niemals  übermittelt bekommen, das die Kirche bewahrt, Darstellung des hl. Augustinus, eines  der meistverehrten Heiligen der Kirche:  mit  dem Wasser  schöpfendes Kind, aufgrund der Legende,oder mit  dem  pfeildurchbohrten Herzen, was  auf  die Stelle aus  seinen  Bekenntnissen  zurückgeht;  Du hast  unser Herz mit deiner Liebe  getroffen,  und  wie Pfeile,  die im Herzen  haften, tragen wir  deine Worte in  uns ; Er  wird  stets  in  Bischofskleidung   dargestellt, Buch oder Kreuz in der Hand. Der  hl. Augustinus ist  Patron  der Theologen, Bierbrauer und  Buchdrucker. Er schützt  vor  Augenleiden. Einer  der bedeutendsten Freskenzyklen  des  15. Jahrhunderts von der  Hand  des  Florentiners  Benozzo  Gozzoli schildert seine Lebensgeschichte an  den Wänden  der Kirche Sant’Agostino in San Gimignano in der Toskana. Nach  seinem Tod  hatten  flüchtende Christen  die Asche des hl. Augustinus 469  nach Sardinien gebracht.Von da  holte sie  den  Longobardenkönig Luiprand 732  nach  Pavia und ließ ihn  in der Kirche San Pietro  in Ciel d’Oro beisetzen.

Gemeinsam stehen wir an  diesem Altar und haben  Christus, den Herrn, in unserer Mitte. Zu ihm lasst  uns beten, wie er  es uns  zu beten gelehrt hat. 

Jesus Christus vertreibt die Dunkelheit der Sünde und will uns seinen Frieden schenken.Deshalb bitten wir.

Alle Enden  der Erde sehen  die rettende  Tat  unseres Gottes.

Hl.Monika Mt 23, 23-26

Jesus, der sagte:Du blinder  Pharisäer, reinige zum ersten  das Inwendige  an  Becher und Schüssel auf  auch das Auswendige  rein werde, er sei mit euch.

Eine  der anziehendsten  Frauengestalten  unter  den heiligen Witwen, die  von der  Kirche verehrt  werden , ist Monika, die Mutter  des großen  Augustinus. Ihr  Sohn,  um den sie  so viel  gelitten hat, hat ihr  in  seinen  ,Bekenntnissen , ein  unvergängliches Denkmal  kindlicher  Dankbarkeit   und  Liebe gesetzt.  So steht  uns  ihr  Leben  und Sterben voller Lebendigkeit  vor Augen.

Jesus,du hast alles verlassen, um uns  zu heilen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast   alles versucht,deine Widersacher zu überzeugen. Christus  erbarme dich unser. 

Dein Wille war   die Rettung aller Menschen. Herr, erbarme dich unser.

Nehmen wir eine Tasse aus dem Schrank. Äußerlich sieht  sie  sauber aus, aber dann  stellen  wir fest, dass sie  nicht  gut gewaschen ist. Es gibt  in  ihr Spuren  von  früheren Inhalten. Sie ist  nicht so rein, wie  sie sein sollte,Die  Pharisäer  im heutigen Evangelium  sind  wie  die Tasse. Sie  sind zwar reinlich von außen, aber von innen  müssen  sie  gründlich  gereinigt werden. Sie dachten, wenn  der Zehnte  regelmäßig  zahlen und andere  Vorschriften  des Gesetzes  von Moses einhalten, und taten das  was von  den Repräsentanten des Gesetzes  erwartet wird , alles in Ordnung ist.  Und doch  sagte Jesus zu ihnen, dass sie  vernachlässigen,  was im Gesetz  am wichtigsten ist, die Gerechtigkeit,  Barmherzigkeit, und Treue. Manchmal  müssen wir  uns  auch  von  innen  reinigen.  Manchmal  wenden  wir  all  unsere Energie auf, um  gute  Taten zu vollbringen, aber wir  tun  dies  mit  der  falschen  Einstellungen oder Gesinnungen. Zum Beispiel wir  geben  den Armen die Almosen, aber  wir  verurteilen   sie innerlich   und  wir  sind   überzeugt, dass  sie  entweder  faul sind,oder  ein  unverantwortliches  Leben führten,  Diese  Ideen entstehen   nicht absichtlich, aber wenn sie entstehen, bekämpfen  wir  sie nicht,  im Gegenteil  wir  entwickeln  sie  weiter. Hier ist klar, dass wir  unsere äußere Taten nicht ändern müssen, sondern wir  müssen  unsere  inneren Einstellungen ändern. Selbstverständlich  auch die Außen-taten sollen wir  nicht vernachlässigen

 Um Gottes Reich  bitten wir  in jedem Vaterunser. Es ist  ein Reich, dass allen Menschen Würde, Hoffnung und  Erlösung  schenken  will.  So lasst  uns beten. 

Jesus Christus ist  unser Friede. Er lädt uns ein, seinen Spuren  zu folgen. Wir wollen in seinem Frieden leben.

Jesus Christus  ist  derselbe gestern und heute und  in Ewigkeit.

 

Phantasie und Wille

Noch eine andere  Geisteskraft hat einen  großen, Einfluß, auf den  Willen.  In Frankfurt wurde vor  einiger Zeit ein  zehnjähriger   Volksschüler dabei ertappt, wie r  vor  dem  Schaufenster eines  Warenhauses einer Dame ein Geldtaschen entwendete. Als er bei Gericht  gefragt wurde, wie er dazugekommen sei, den Diebstahl zu  begehen, sagte er  er habe  einmal im Fernsehen   eines  Taschendiebstahles  angesehen  und  da  habe  er  auch  einmal  Derartiges   versuchen   wollen.   Wie erklärt ihr  euch das?  Den Knaben ist  die  Vorstellung  des Diebstahls so  lebhaft vor Augen  gestanden,  dass er  Lust bekam  etwas  Ähnliches  auszuführen, Im Fernsehen war  der Diebstahl jedenfalls  so dargestellt worden, dass der  Dieb als  ein  äußerst geschickter  und pfiffiger  Mensch erschien. Darum hatte der  Diebstahl dem Knaben  schon damals  gefallen. Es  war  schon einige Zeit  her, dass er  die Vorstellung  im Fernsehen  gesehen hatte. Aber es gibt in uns  eine Kraft, die uns  Dinge,  die    wie  vor langer  Zeit  gesehen  habenm vorstellt, als  würden  wir  sie jetzt sehen und die  Dinge noch viel  schöner vormalt, als  wir sie  wirklich  gesehen haben. Wie nennt  man  diese  Kraft?  Einbildungskraft oder  Phantasie. Die  Phantasie hat  jenem Knaben den Diebstahl   so reizend  vorgemalt, dass seine  Lust  daran immer  größer  wurde. Er hat  Lust  bekommen,etwas  Ähnliches  zu tun, und   dieser  Lust  hat  der  Wille  nachgegeben.  Die  Phantasie  hat  auf den Willen  einen  großem Einfluss. Es  hängt  sehr    viel  davon  ab,  was  für  Bilder  in  unserer Phantasie sind. Wenn  es Bilder von Schlechtigkeiten  sind, und  wenn  diese Schlechtigkeiten  recht  schön   ausgemalt  sind , so  entsteht in   der  Seele  Lust zu diesen  Schlechtigkeiten und  der Wille   kann  dann beinahe nicht  widerstehen. Wovor  müssen  wir uns   also hüten?  Das wie  in unsere  Phantasie Bilder, Bilder, aufnehmen, die  zur  Sünde reizen, Wodurch können  wir   solche  schlechte Eindrücke in unsere Seele bekommen?  Durch  Ansehen unsittlichen Filmen,  Bilder,  durch  Lesen   schlechter   Bücher, durch  Umgang  mit  sittenlosen  Menschen.  Für  den Augenblick  würden   euch  die gefährlichen    Vorstellungen   vielleicht   gar   nicht   zur Sünde reizen, aber sie  würden   in der Seele  bleiben, später  vielleicht  viel schöner   erscheinen und sie   könnten uns      noch nach  Jahren    zur  Sünde   hinreißen. Dagegen bemühen  wir uns, unsere Phantasie   mit edlen  und heiligen  Vorstellungen  erfüllen. Wir  können wir das? Durch Umgang  mit   edlen , guten Menschen, durch  Betrachtung    der freien Natur. durch Lesen  von  Lebensbeschreibungen , oder  Bibelgeschichten, oder anderer guter Bücher. Wenn  unsere  Phantasie voll edler , schöner Vorstellungen ist, wird es  unserem  Willen  ganz leicht   werden, sich  für  das  Gute  zu  entscheiden.

Montag der 21.Woche Mt 23,13-22

Jesus, der den Schriftgelehrten und Pharisäer sagte:Ihr  Narre und  Blinden! Was  ist  größer, das Opfer oder der Alter, der  das  Opfer heiligt?, er  sei mit euch. 

Jesus, du hast den Menschen immer die Wahrheit gesagt. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, dich kann niemand   durch Verstellung  täuschen. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du willst, dass die Menschen aufrichtig  das Reich Gottes suchen. Herr,erbarme dich unser.

Jesus adressierte harte Worte an die  Lehrer des Gesetzes, an hoch angesehene und  religiöse Menschen, an die  Menschen die  in Israel etwas  bedeuteten, die  ließen  sich Pharisäer nennen. Jesus nennt  sie Heuchler. 

Wir wissen alle was bedeutet das  Wort heucheln. Das bedeuten  sich verstellen. Anders denken,  anders reden und anders  handeln. Die Menschen  verbergen  ihre  bösen  Gedanken, damit  sie nicht  gesehen  werden  können. Warum nannte Jesus die Pharisäer   die Heuchler. Sicher darum, dass sie etwas  vortäuschten,  vertuschten. Denn die  Pharisäer  verbargen ihre egoistischen  Interessen unter dem Deckmantel  des Gesetzes  Gottes.Äußerlich  predigten  sie Gottes Wort und erklärten.Aber ihr  inneres Denken von dem  nicht zeugte. Von den anderen  erforderten  die  strikte Einhaltung des Gesetzes und sie vermochten diese Last nicht  zu tragen. Am schlimmsten war, sie wollten  es überhaupt zugeben. Nicht, dass sie sich  vor  dem Bösen geschütz hätten, sondern sie wollten  das Böse  vertuschen. so kann ihn niemand sehen. Aber Jesus kannte  sie  gut, warf  ihnen  oft  ihre  Lüge  vor,  darum sie wollten Jesus steinigen Vielleicht denken wir wir sind  keine Pharisäer. Aber es ist uns  nicht  passiert, dass wir  etwas  getan  haben wofür wir  uns  schämen und  wir  begannen unser Handeln zu rechtfertigen und  es  aus  allen  möglichen  Gründen  zu  verschleiern.  Im wahren  Sinne des Wortes ist der. Heuchler  derjenige, der seine  unlautere  Denken, sie können mit schönen  Worten abdecken.

Wir beten,um das Kommen  das Reiches Gottes, wie uns der Herr gelehrt hat.

Jesus Christus ist  zum Vater heimgekehrt hat für uns einen  Platz bereitet, wie  Gerechtigkeit, Liebe und Friede herrschen.Darum  bitten wir.

Der  Gute  Hirte gibt sein Leben für  die Schafe. Christus  hat sich   selbst  gegeben.  Wir haben  Gemeinschaft  mit ihm.

Hl. Bartholomäus, Joh 1,45-51

Jesus, der sagte:Ihr werdet  den Himmel geöffnet sehen und  die Engel  Gottes auf und  niedersteigen  auf den  Sohn  des Menschen, er sei mit euch.

Heute feiern wir das Fest des heiligen  Bartholomäus. Auf ihm können wir sehen, wie schnell sich unsere Meinung  von Menschen ändern. Als sein Freund  Phillip darüber sprach, wir haben den gefunden , von dem  Mose in dem Gesetz   geschrieben hat  und die Propheten, Joseph von Nazareth, Bartholomäus  ist nicht  begeistert, mit anderen Worten gesagt, er hat keine  hohe Meinung von Jesus. Aber seine  Meinung  ändert sich  schnell, als Jesus  ihm sagt, dass er ihn  unter  dem  Feigenbaum  gesehen hat.

Jesus, du deine Apostel zu dir  berufen. Herr, erbarme dich unser, 

Du  gibst  deinen  Geist denen, die du  berufst. Christus erbarme dich unser.

Du berufst,  die  deine  Kirche leiten und führen sollen. Herr, erbarme dich unser.

Einer der  bekanntesten Bräuche zum Bartholomäustag ist  die  Almer-Wallfahrt bei  der  am Sonntag vor  oder  nach dem Gedenktag für  den  Apostel die  Bewohner  des  österreichischen Ortes  Alm nach  St. Bartholomä am  Königssee im  Berchtesgadener  Land pilgern. Die  ersten Wallfahrten fanden  bereits   im 17. Jh. statt und  gehen auf  ein altes  Gelübde zurück.;  angeblich  soll  eine  Pestepidemie erloschen sein, woraufhin die  Almer  gelobten , alljährlich  an  Bartholomä diese Wallfahrt durchzuführen.Andere Überlieferung sagen , die Almer  pilgern  nach  St. Bartholomä, um Bartholomäus um Schutz  für das Vieh  vor  wilden  Tieren zu bitten.

In Frankreich gibt es  bis heute  den Brauch der  Bartholomäus-Kerzen. Für die Franzosen  verbinden  sich  mit  dem Namen  Bartholomäus aber auch schlechte Erinnerungen.  In  der  Bartholomäusnacht im Jahre  1572  wurden  auf  Geheiß von Katharina  von Medici 2000 protestantische  Hugenotten  ermordert. Das Bartholomäus-Fest  ist seit  1568  im römischen Kalender  am 24  August  aufgeführt.

Im Namen  Jesu Christi, der  uns im Brot seinen Leib  zur Speise gibt, dürfen  wir zum Vater beten.

Wir  haben Frieden mit Gott durch  Jesus  Christus  unseren  Herrn. Ihn bitten wir.

Selig, die  dereinst schauen dürfen,was wir jetzt im Brot verhüllt empfangen.

Freitag der 20. Woche, Mt 22,32-39

Jesus, der sagte:Du sollst den  Herrn, deinen Gott, lieben mit  deinem ganzen Herzen und  mit deiner ganzen Seele und  mit deinem ganzen Verstand, er sei mit euch.

Jesus hat klar  gesagt, dass Liebe das erste und  wichtigste Gebot ist. Das heißt wir müssen Gott über alles lieben. Jesus nicht nur von Liebe sprach, sondern er hat  uns  mit seinem Leben gezeigt, was  wahre Liebe ist.

Jesus,du hast die Menschen geheilt, um ihnen die Liebe des Vaters kundzutun, Herr  erbarme  dich unser

Du hast die Liebe das Hauptgebot genannt.  Christus, erbarme dich unser.

Du hast Gottesliebe und Nächstenliebe eins genannt- Herr, erbarme dich unser.

Die Texter der Lieder behaupten  seit je, dass die Welt Liebe braucht.Aber ihre Texte zeigen sehr vage anm was  wahre  und echte Liebe ist.Und was  wirklich bedeutet, jemanden zu lieben.Über  die Liebe  ist bereits  im Alten  Testament geschrieben. Was ist wahre Liebe und  wie sollen wir lieben zeigt uns vor allem das Neue Testament. Nehmen wir wahr, wie Gott die Menschen liebt. Er hat die Israeliten aus Ägypten befreit. Aber auch später half  Gott diesem Volk und zeigte  ihm  seine Liebe. Aber Gott hilft  und liebt jeden Menschen.Viele  Menschen könnten darüber  sprechen, wie  Gott ihnen geholfen hat. Wie beweisen wir die Liebe  dem Gott?  Wir zeigen unsere Liebe  zu Gott  auch damit , dass wir  auf ihm  vertrauen.Möge die Erkenntnis seiner Liebe in unsere Herzen eindringen. Und  bewegte  uns, ihm  unsere  Liebe  zu bekennen. Danken wir Gott für  alle Arten,  auf  die  Er uns  seine  Liebe  offenbart. Und wie zeigen wir  die Liebe unseren Nächsten? Wenn Gottes Liebe  unser  Inneres  erfüllt, wird sie  sich  weiter von uns ausbreiten. Wir zeigen  unseren Nächsten  Liebe  durch  Taten, aber  auch damit, dass wir sie achten, respektieren,dass wir  uns der ärgerlichen Worten enthalten. Lasst uns  auf  unsere  Nächsten so schauen, wie  Gott  sie  schaut. Mit der  gleichen Liebe,mit der Gott dich einschließt. Ja, die Welt braucht wirklich  Liebe und Gott zeigt uns ,was für eine Liebe soll das sein.Empfangen wir von ihm  diese Liebe und geben wir sie  weiter.

Gott  kennt  unsere  Not. Im Namen Jesu Christi, der  Mitleid  hatte mit  den  Menschen, dürfen  wir zum Vater  beten.

Damit in  unseren Herzen der  Friede Christi  herrsche, bitten wir.

Selig,die nach der  kurzen Weile dieses auferweckt werden  zum  Leben der  Herrlichkeit.

21.Sonntag C Lk 13,22-30

21. Sonntag 2019 Schmales oder  breites Tor.

Einführung

In dem Evangelium von heute werden wir hören, dass jemand Jesus fragte. Herr, meinst du, dass  wenige selig werden? Jesus hat diese  Frage  nicht so beantwortete: Viele werden, oder wenige werden das Heil erlangen, sondern er sagte:Ringt  danach  durch  die  enge  Tür  einzugehen. 

Predigt

Der Mensch, der Jesus diese Frage stellte, war wahrscheinlich anders  als  der Mann, der, den Jesus fragte, was er tun soll, um das ewige Leben zu gewinnen, Er interessiert sich nicht um  sich selbst, sondern  um die anderen. In dem ist er uns ähnlich. Wir analysieren  oft  die  Situationen anderer Menschen, die Situation in der Kirche und wir  vergessen  unsere eigene Probleme zu lösen. Jesus, als ob diesem Mann  sagen wollte. Frage nicht wie  viele Heil  erreichen werden, auch das nicht,  wer  es  erreichen wird, sondern wie erreichst du das Heil. Bemühe dich durch enge Tür eingehen.  Nach den Deuter der Heiligen Schriften  war  ein Tor bei Eingang in Jerusalem.   so eng, dass das reich aufgeladene  Kammel, konnte durch dieses Tor nicht  durchgehen. Dieses  Tor  wurde  als das  Ohr  der Nadel  benannt. Der Mann  aus dem heutigen Evangelium eigentlich fragt. Wie viele lässt Gott   in den Himmel   eingehen und wie viele  wird  die Zollkontrolle  anhalten, Die Antwort  Jesu ist klar. Eintritt ist frei. Keine  Formalitäten. Keine Zöllner, oder Beamter, keine  Bestechungsgelder.Es  gibt  nur ein  Hindernis. Enge Tür. Was  dachte Jesus damit? Die Antwort  gibt   uns   der heilige Augustin. Der, dich  ohne dich erschuf, er  wird  dich  ohne dich nicht  erlösen. Wir  müssen uns  um unseres  Heil  bemühen. Schöner Ausdruck hat dafür Griechische: agonizatomai. der wir übersetzen können, wie  die mühsame,  andauernde und strenge  Übung , wie  sehen   wir , bei den  Top- Athleten. Wir müssen uns bemühen,die Sünde zu bekämpfen. ein edles, tugendhaftes Leben zu  führen. Ich bin sicher,  hier müssen wir uns wirklich bemühen. Wir selbst  wissen, wie viel Schwierigkeiten  haben wir   mit  der Sünde , wie  schwer wir sie  loswerden können. Es ist  daher notwendig   ihre  eigenen   Gedanken  zu kontrollieren, die  in uns  eingehen  mussen. Der französische Schriftsteller  Bernanos rechtfertigt dies  in seinem Roman ,,Unter  der Sonne  des Satans“ so. Die  Sünde  kommt  zu uns selten mit Gewalt. aber  eher  mit einer Trick. Zuerst haben wir eine Idee, dann  kommt die lebendige Vorstellung. Dann  kommt die  sinnliche  Erfahrung   und  schließlich die Zustimmung mit ihr. Jesus erwähnt daher den Übergang durch  ein enges Tor, damit wir,  das was nutzlos  ist, was droht  uns  ablegen. Rabbi Levi sagt, es ist verboten , schlechte Gedanke zu haben. Der menschliche Gehirn ist wie ein Heiligtum in dem  ein Kästchen mit der Tafel  des Gesetzes. Wenn wir erlauben, dass ins Kästchen die böse Gedanken eindringen, aufstellen wir ins Heiligtum Abgötter. Auch  aus diesen Wort   geht hervor. Wie sehr müssen wir unsere Gedanken bewachen, Natürlich dazu ,dass wir das Heil  erreichen, genügt  es nicht  nur das gegen die bösen Gedanken zu  kämpfen. Uns muss klar sein, dass wir ohne Jesus Christus  kein Heil   erreichen können. Hier auf der Erde sind wir mit Jesus, durch Glauben  verbinden. Weitere Sache, dass wir wissen brauchen ist, dass Gott barmherzig ist, Daraus  leiten viele  ab, dass alle in den Himmel kommen werden, Das ist aber nicht die Wahrheit. Wir müssen unsere Sünden bereuen. Das Problem steht  nicht darin, dass Gott  nicht barmherzig ist, sondern darin, dass viele Menschen Jesu Angebot  auf  das ewige Leben ablehnen. Jetzt, Aber das  bedeutet nicht, dass diese Menschen  ihre  Entscheidungen  nicht ändern können. Sie können, aber müssen nicht. Das bleibt immer ein Geheimnis. Aus dem heutigen Evangelium geht für uns zwei Dinge.  Bemühen wir uns das Heil  durch Jesus Christus erlangen, nach  seinem Lehren  und nicht nach dem, was die Menschen sagen.

Maria Königin Mt 22 ,1-14

Jesus Christus, der sagte:Denn viele  sind  Berufenem wenige aber  Auserwählte, er sei mit euch.

Heute ist das Fest unserer lieben Frau der Königin.  Dieses Fest   wurde von  Papst Pius XII im Jahr  1954 gegründet. Die Antwort auf die Frage, wessen Königin sie ist  geben uns lauretanische Litanei. Dort lesen wir: Du  Königin  der Engel, Königin der Patriarchen, Propheten,Apostel, Märtyrer usw. Maria in der Heiligkeit  übertrifft alle Gruppen von Menschen. Titel Königin   verdient sie  berechtigterweise.

Jesus,  du  hast Maria ausgezeichnet vor allen  anderen Frauen. Herr, erbarme dich unser.

Du  hast  Maria in besonderer Weise  begnadet. Christus erbarme dich unser.

Du führst uns  wie Maria zur Vollendung. Herr, erbarme dich unser.

Der höchste Rang im frühen  Mittelalter war  der des Königs als oberster  Herrscher   des Landes . Schon  die antiken   christlichen   Theologen  bezeichneten  Maria in ihren Schriften  als  Königin des  Himmels. So sprachen sie die Gläubigen  in ihren Gebeten. Gesängen an. Die Äußerung dieser Verehrung  wurde in der Bildkunst bewahrt. Maler und  Bildhauer  stellten oft die Mutter Gottes  dar, die  mit  einem Kind/Jesus/  in ihren Armen oder auf einem Thron sitzend mit der  Krone  auf dem Kopf. Diese Abbildung  hat sich unter dem Einfluss  byzantinischer Porträts verbreitete. Im  Byzanz  wurde die Mutter Gotte seit  dem  7, Jahrhundert   auf Goldmünzen  dargestellt. Diese  Münzen verbreiteten sich  allmählich  durch Krieg   und Handel  in  die  gesamte  christliche Welt. Die  Erinnerung   an Maria König hat eine  Parallele  mit dem Fest, Christus König. Auf  Wunsch  der Gläubigen und der  Bischöfe und unter  dem Einfluss  der Offenbarungen  in Fatima   wurde  vom Papst  Pius XII eingeführt. Ursprünglich wurde  dieses  Fest am  31. Mai  gefeiert.

Maria hat Gnade gefunden bei Gott.Auf  ihre  Fürsprache wagen  wir  zum  Vater  zu beten.

Damit  wir  mit  Maria  der Magd  Gottes, den Frieden  des Herrn finden  wollen wir beten.

Selig, die  bereit  sind  der Botschaft Gottes  zu dienen, und eingehen  in das  Erbe  seines  Reiches.

Hl.Pius X, Mt 20,1-16

Jesus, der sagte :So werden die Letzten Erste und  die Ersten Letzten sein.Er sei mit euch.

Heute erinnern wir uns  an heiligen Papst Pius X. Er stammte aus einer armen Familie. Er war  begabt und sehnte sich danach, Priester zu werden. Er blieb kein  einfacher Kaplan, sonder er wurde Papst. Da  er einen  pastoralen Geist  hatte, sah er, dass  die Kirche Reformen brauchte, und er bemühte sich diese  Reformen  zu verwirklichen.

Jesus,  du hast  den Petrus zum Felsen der Kirche gemacht. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  ihm befohlen, die Brüder  zu stärken.  Christus, erbarme dich unser.

Du hast  ihm  Herde und  Hirten unterstellt. Herr, erbarme dich unser.

Das heutige Evangelium ist so  schön, dass man  es nur  lesen,  oder hören  darf, um durch  dasselbe gerührt und  erbaut  zu werden. Versteht  man  aber  auch  noch  seine  wahre Bedeutung, dann wird  es  erst überaus lehrreich, tröstlich und  ermunternd.  Der Hausvater ist Gott, die Arbeiter sind  wird  Menschen, der Abend an welchen den Arbeitern der Lohn   ausgeteilt wird, ist die Ewigkeit und der  Lohn selbst  ist  die  ewige   Seligkeit. Dies ist die  kurze,  einfache und  natürliche Auslegung des  schönen  Gleichnisses. Durch  die  Gleichnis des heitigen Evangeliums  werden  wir  Menschen als Arbeiter im  Dienste  Gottes  dargestellt. Ist Gott unser Hausvater  in dessen Dienst wir  stehen, so wird  auch für alles, was  wir  in seinem Dienste nach  seinem Willen tun, der  gewisse Lohn werden und  das  ist  die zweite  Lehre, die uns  das  Gleichnis des  heutigen Evangeliums  gibt. Die  Arbeiter im Evangelium erhielten alle  ihren  versprochenen   Lohn. Schöner, tröstlicher und erfreulicher  könnte uns  das  menschliche Leben  nicht  vorgestell werden, als wenn  es  ein Dienst Gottes genannt  wird, wofür  Gott  den  gewissen   Lohn  gibt. Darum  sollen  wir  aber  drittens. Alles  , was  wir als  Diener Gottes  tun , auch  gerne  und  mit  Freunden tun, Wir mögen  beten  oder arbeiten, wie  mögen in  die Kirche  oder  zu  unsern Berufsgeschäften  gehen, so  sollen wir  es  freudig   tun.Wie  die Arbeiter im Evangelium des Tages Last und  Hitze geduldig  trugen   in  froher Erwartungen ihres  Lohnes, so  sollen  auch  wir  die  Beschwernisse des Lebens, die  Mühseligkeiten  unseres  Standes  und  alles, was unser  Dienst für Gott Hartes  und  Widerwärtiges  mit sich bringt.Gott zu Lieb  willig leiden. Denn  sei  auch unser  von Gott gesetztes Tagwerk manchmalmühsam   und leidenvoll, so ist  doch  auch  de Lohn   groß.  Der  Gedanke:  Alles  meiem  Gott  zu Ehren, kann  und  muss  uns  alles  leicht  und angenehm  machen.

Wenn wir  zu unserem Vater  beten, bereiten  wir   uns  das  Kommen seines Reiches. Wir  wollen   uns  in  diesem Gebet   verhindert allen  Menschen  guten Willens,  die Gott als  ihren   Vater anrufen.

Der  Friede ist eine Gabe,  die uns zeigst, die Tiefe    der Liebe    Gottes . Um diesen Frieden    wollen wir beten.

Jesus hat  uns  sein Wort  gegeben. Er gibt   sich  auch  als Brot   für  das Leben  der Welt.

Hl. Bernhard von Clairvaux Mt 19,23-26

Jesus der sagte:Wahrlich, ich sage euch. Schwerlich  wird  ein Reicher  in das  Reich  der Himmel eingehen, er sei mit euch. 

Das, dass ein Reicher in den Himmel  schwer geraten kann, kann viele Ursache haben, Eine Ursache kann sein, dass er sich überhaupt nicht   nach dem Himmel sehnt. Sein Himmel ist das irdische Leben, Glück, der ihm der Reichtum ermöglich  erleben. Das kann den Menschen  so gefangen nehmen, dass er nach dem Gottes Reich nicht sehnt. Der Himmel scheint ihnen so  unglaublich und  fern zu sein,  und das Glück, das ihnen  der Reichtum bringt so anwesend.

Jesus, du kamst, uns  den Weg zum Vater zu weisen. Herr,erbarme  dich  unser. 

Du hast  in aller irdischen Not  geholfen. Christus, erbarme dich unser. 

Du willst denen geben, die dich darum bitten. Herr, erbarme dich unser.

Bernhard von Clairvaux verkörperte  das Idealbild  eines  Mönches. Alle Ehrenämter, die  ihm  angeboten wurden, lehnte er  entschieden ab, so auch Ernennungen zum  Bischof von Genua und  Mailand. Seine  schwere Enttäuschung  erlebte  Bernhard  von Clairvaux, als  der von ihm so leidenschaftlich unterstützte Zweite Kreuzzug 1149 scheiterte. Von diesem Schmerz  erholte er sich nie  mehr ganz. Im Alter von 63  Jahren starb der unvergessene Ordensmann Bernhard  von Clairvaux  an einer schweren Magenkrankheit am 20. August 1153, erschöpft und aufgezehrt. Beigesetzt  wurde  er  in  der Abtei Cluny, das  Grab  ist heute nicht mehr vorhanden. Welches Ansehen dieser  Mönch nicht  nur in seiner Zeit, sondern  auch bei  Kirchenwissenschaftlern  und Gelehrten genoß zeigen folgende Beinamen: Erzvater  des europäischen Gefühls Führer und Richter  seiner Welt,religiöses  Genie seiner Zeit. Wegen seiner  leidenschaftlichen  Art zu predigen, erhielt er außerdem den Titel,,Doctor  melliflus/honigfließender Lehrer/. Papst Alexander III. sprach Bernhard bereits am 18. Jänner 1174 heilig. Papst Pius VIII ernannte  ihn 1830 zum Kirchenlehrer.

Mit Jesu Worten und  in der Kraft des Geistes lasst  uns zum Vater rufen.

Christus ruft uns  zu  einer neuen Freiheit, in  der wir  nicht mehr auf  eigenes Können, auf Besitz oder  Macht setzten müssen. Das  fällt  uns  manchmal schwer, darum bitten wir.

So spricht  der Herr. Ich bin das  Licht  der Welt. Wer mich nachfolgt,wird nicht in der  Finsternis  gehen, sondern wird  das Licht  des Lebens haben.

Gefühl und Wille

Eigentlich sollte der Wille immer dem Verstand folgen, doch leider lässt er sich oft von anderen Dingen leiten. Viele wissen ganz genau, dass sie den Feind nicht hassen sollen, dennoch empfinden sie Abneigung und Hass. Andere lassen sich in den entscheidendsten Dingen von Angst leiten. Sie fürchten, verspottet zu werden. Gefühle haben  einen großen Einfluss auf den Willen. Wie kommt es, dass die Gefühle einen so erheblichen Einfluss auf den Willen haben? Wenn wir uns freuen, wo ist dann die Freude? In der Seele oder im Leib? Wir haben frohe Gedanken, aber auch der Körper fühlt die Freude. Wir fühlen uns aufgelegt zu hüpfen und zu springen. Weil die meisten Gefühle sowohl in der Seele als auch im Leib sind, haben sie eine so große Kraft und reißen so oft den Willen mit sich. Was ist nun zu tun, damit die Gefühle uns nicht zum Bösen hinreißen? Betrachten wir ein Beispiel. Stellen wir uns eine Schülerin vor. Sie wird Eva heißen. Eva ist etwas träge. Sie mag sich in der Schule nicht anstrengen, um aufzumerken, und es ist ihr zu mühsam, zu Hause die Aufgaben zu erledigen. Einmal hätte sie einen Aufsatz schreiben sollen, hat es aber nicht getan. Sie traut sich nun nicht in die Schule zu gehen, sondern schlendert während der Schulzeit durch die Straßen und Gassen und in einem Park herum. Am nächsten Tag bringt sie der Lehrerin eine Entschuldigung, die scheinbar von ihrer Mutter geschrieben wurde, obwohl sie sie selbst verfasst hat. Die Lehrerin nimmt die Entschuldigung an. Eine Mitschülerin namens Anna kommt dahinter, wo Eva während der Schule gewesen ist, und teilt es der Lehrerin mit. Die Lehrerin ist natürlich sehr ungehalten, setzt Eva eine Note und verständigt die Mutter. Die Mutter ist über das Verhalten Evas äußerst betrübt, erteilt ihr einen sehr ernsten Verweis und verbietet ihr, zu ihrer Tante zu fahren. Eva ist voller Scham und Schmerz und weint bitterlich. Dabei kommt ihr der Gedanke: „An allem ist nur Anna schuld. Hätte sie mich nicht angezeigt, so wäre alles gut. Das will ich ihr heimzahlen.” Sie wird immer erbitterter gegen Anna und sinnt und sinnt, wie sie sich an ihr rächen könne. All das kommt ihr ganz von selbst in den Sinn. Welche Gefühle regen sich also in ihr? Zorn und das Verlangen nach Rache. Was soll Eva nun tun, damit sie von diesen Gefühlen nicht überwältigt wird? Sie muss sie unterdrücken. Ja, sie soll die Lust zur Sünde unterdrücken und über sich herrschen. Genügt es, wenn Eva denkt: „Ich will der Anna nicht zürnen und will keine Rachegedanken haben?” So vollkommen ist der Wille nicht. Der Wille muss verschiedene Mittel anwenden, um den Gefühlen beizukommen. Eva soll andere Geisteskräfte zu Hilfe nehmen, um über die Zornesregungen Herr zu werden. Welche?  Der Verstand.  Wie kann sie den Verstand gegen den Zorn zu Hilfe rufen?  Sie soll nachdenken und sich sagen:  Anna hat es mir ja zum Besten gemeint. Wenn sie mich nicht angezeigt hätte, wäre ich wahrscheinlich noch öfter auf der Straße gelandet. Vielleicht wäre ich ganz verwahrlost und zugrunde gegangen. Mit welchen Gedanken kann Eva den Zorn noch bekämpfen?

Jesus befiehlt. Liebt eure Feinde. Wenn mich Anna auch nur aus Schadenfreude angezeigt hätte, dürfte ich sie doch nicht hassen, sondern müsste ihr verzeihen. Und wenn ich mich an ihr rächte, was hätte ich davon? Vielleicht wird aber Eva mit diesen Gedanken allein über den Zorn bisher nicht Herr werden. Könnte sie nicht gegen das Gefühl des Zorns ein anderes Gefühl zur Hilfe rufen? Die Liebe zu Gott. Sie soll denken. Ich kann Jesus jetzt keine größere Freude machen, als wenn ich ihm zuliebe gut zu Anna bin. Jesus ist mein Gott und mein Erlöser und er hat mir schon so oft verziehen. Jetzt wird es ihr gewiss schon viel leichter, den Zorn zu unterdrücken. Sie soll nun einen kräftigen Entschluss fassen und darüber nachdenken. Ich will Anna gut sein. Ich will mich zwingen, gegen sie gut zu sein. Wenn Eva das tut und zuerst äußerlich gegen Anna gut ist, so wird das Innere bald nachfolgen und der Zorn wird sich legen. Wenn aber das alles noch nicht helfen sollte, weiß ich ihr noch einen Rat. Wenn bei einem langen Regen ein Fluß über seine Ufer tritt und ein gewaltiger Gießbach sich über Äcker und Wiesen dahinwälzt und eine weite Fläche zu Vorwürfen droht, was kann dagegen tun? Das Wasser aufhalten? Aber vielleicht kann man es nach einer Seite ablenken, wo es keinen Schaden oder wenigstens keinen so großen Schaden anrichtet. Könnte Eva es nicht auch mit dem Zornsollen so machen? Könnte sie nicht vielleicht ihren Zorn anderswohin lenken, wo er keinen Schaden machen, ja sogar Gutes stiften kann? Sie soll über ihre Trägheit zürnen. Ja, sie soll denken. Wohin würde ich denn kommen, wenn ich es so fortmache. Sie muss besiegt werden. Ich will jetzt fleißig werden. Sie soll den Zorn als Zugpferd gebrauchen und vor ihren Willen spannen. Noch ein wichtiges Mittel aber, das Eva gegen den Zorn jedenfalls anwenden soll, ohne das sie nicht viel ausrichten wird, haben wir noch nicht erwähnt. Welches? Sie soll beten. Jesus gebiete dem Sturme in meinem Innern, wie du einst dem Sturme auf dem Meere geboten hast. Sage auch jetzt: Schweige, sei still. Glaubt ihr nicht, dass Eva über ihren Zorn Herr wird, wenn sie alle diese Mittel anwendet? Ähnlich kann man es bei jedem Gefühle machen, das uns zum Bösen hinreißen will. Wie sollen wir uns also überhaupt gegen die Gefühle verhalten? Sollen wir uns von ihnen leiten lassen? O, die Gefühle sind schlechte Führer. Manche Gefühle können wir sehr gut brauchen, damit uns das Gute leichter werde, damit wir es mit Begeisterung tun und mehr ausrichten. Welche? Die Liebe zu Gott, zum Nächsten, den Mut, die Freude an der Arbeit. Solche Gefühle müssen wir vor unseren Willen spannen, damit er frischer und rascher vorwärts gehe. Aber leiten dürfen die Gefühle nicht, denn die besten Gefühle könnten uns verleiten. Wozu kann z. B. das Mitleid eine Mutter verleiten? Es kann sie bewegen, ihr Kind wegen großer Fehler nicht zu bestrafen, nicht einmal ernstlich zu ermahnen. Zu Führern taugen also die Gefühle nicht. Wer muss dem Willen Führer sein? Der Verstand.befell

Montag der 20. Woche, 19,16-22

Herzens. Jesus sagte: „Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote.” Er sei mit euch. Im heutigen Evangelium haben wir die Geschichte eines jungen Mannes gehört, der Jesus die Frage stellt: „Lehrer, was soll ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?” Die Frage, mit der sich der reiche Mann an Jesus wendet, kommt aus der Tiefe seines Herzens. Es ist eine fundamentale Frage im Leben eines jeden Menschen, die beantwortet werden muss.

Jesus,du stehst uns auf allen Wegen bei.Herr,erbarme dich unser.

Du bist uns auf dem Pilgerweg des Lebens vorausgegangen. Christus, erbarme dich unser.

Du schenkst uns  die Kraft, dir zu folgen. Herr, erbarme, dich unser.

Die Antwort auf die Frage des vermögenden Mannes müssen wir Wir müssen bei Gott suchen. Diese Frage stellen wir uns, wenn wir im gewissen Moment unseres Lebens erkennen, dass wir nicht vollständig erfüllt sind. Erfüllung müssen wir bei Christus suchen, denn Christus liebt uns und sorgt dafür, dass wir glücklich sind. Wir sind ihm nicht gleichgültig, denn Gottes Pläne sind von Ewigkeit an für uns vorbereitet. Wir haben den freien Willen, Gottes Plan mit uns anzunehmen oder abzulehnen. Um im Leben glücklich zu sein, müssen wir auf unsere eigenen Vorstellungen von uns selbst verzichten und uns den Plänen Gottes anpassen. Oft kümmern wir uns ängstlich um unsere eigenen Interessen und vergessen dabei Gott. Wir sind nicht in der Lage, uns aus dieser materiellen Welt in die Welt der spirituellen Werte aufzuschwingen. Das Heil kommt von Gott. Deshalb muss unser Blick immer auf ihn gerichtet sein. Wir denken, wir kennen uns, und wir glauben zu wissen, was wir brauchen. Und das ist ein großer Irrtum. Denn wer könnte uns besser kennen als unser Schöpfer, der uns erschaffen hat?

Als Glaubende sind wir eingeladen,wache Menschen zu sein, Menschen, die nach dem Willen Gottes fragen  und bereit sind, an seinem Reich mitzutun. Mit vollem Vertrauen wollen wir  beten.

Es fällt schwer,Frieden im Herzen zu tragen in einer Welt,in der oft das Recht des Stärkeren gilt. und Unfrieden ist fast überall verbreitet.

Wir wollen deshalb den Herrn bitten,dass Er uns hilft, Werkzeuge seines Friedens zu werden.

Wir haben die Liebe erkannt und an die Liebe geglaubt, die Gott zu uns hat.

Samstag der 19.Woche Mt, 19, 13-15

Jesus, der sagte: „Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen, er sei mit euch.

Zu Jesu Zeiten galten manche Menschen als wertvoller als andere. Religionsführer und Reiche wurden hochgeschätzt. Irgendwo unten auf dieser imaginären Leiter standen Arbeitende, zum Beispiel Fischer. Irgendwo noch niedriger auf dieser imaginären Leiter standen die Frauen und ganz am Ende die Kinder.

Jesus, du hast die Kinder geliebt und ihnen deinen Segen mitgegeben. Herr,erbarme dich unser.

Du liebst,deren Herz frei ist von aller Bosheit. Christus, erbarme dich unser.

Du hast den Einfältigen dein Reich verheißen. Herr,erbarme dich unser.

Es sollte uns nicht überraschen, dass die Jünger Jesu die Kinder, die sich ihm nähern wollten, vertrieben. Jesus war jedoch ganz anders. Er schätzte die Kinder und machte den Jüngern klar, dass gerade ihnen das Reich Gottes gehört. Heute schätzen wir Kinder mehr, es gibt aber noch zwei Ausnahmen: solche, die noch nicht geboren wurden, und Kinder mit Behinderung. Sie gehören zu einer Gruppe von Menschen mit niedrigem sozialem Status. Dazu gehören auch Ausländer sowie Menschen, die nicht über die entsprechenden Fähigkeiten und Mittel verfügen. Diese Abwertung einiger Menschen widerspricht dem Verhalten Jesu. Er schätzte alle Menschen. Manchmal benutzt er sogar die „Gewöhnlichen”, um die „Besseren” zu regulieren (Zöllner und Pharisäer, Kinder und Jünger von Jesus).

Jesus hörte nicht auf, sich um die Bedürftigen zu sorgen, als er in den Himmel aufstieg. Durch sein Volk macht er es weiter. Durch viele Menschen ,,schüttet“ er seine Liebe auf arme und zurückgewiesene Menschen. Wie ist es bei uns? Haben auch wir die Einstellung Jesu gegenüber Menschen oder sind wir eher ähnlich den Juden zur Zeit Jesu, die die Menschen nach ihrem sozialen Status, ihrem Reichtum oder ihren Fähigkeiten bewerten.

Wir haben nicht nur einen Gott,sondern  einen Vater im Himmel. Zu ihm dürfen wir volles Vertrauen haben.

Gottes  Erbarmen ist größer als menschliche Schuld. Darum bitten wir.

Du bist heilig ,Herr, unser Gott.

Freitag der 19. Woche Mt 19,3-12

Jesus,der die Untrennbarkeit der Ehe bestätigte,er sei mit euch.

Pharisäer fragten Jesus, ob der Mann seine Frau entlassen kann. Sie waren neugierig auf Jesu Ansicht, obwohl sie eine andere Meinung hatten. Es scheint, dass die Menschen von heute an der Ansicht Jesu über die Untrennbarkeit der Ehe nicht interessiert sind. Und wenn sie auch die Meinung der Kirche kennenlernen, beeinflusst das ihre Entscheidungen nicht. Wenn sie von der Meinung Jesu und seiner Kirche beeinflusst würden, gäbe es nicht so viele Scheidungen.

Jesus,sind und du hast gesagt. Was Gott verbunden hat,darf der Mensch nicht trennen. Herr,erbarme dich unser.

Du gibst im Sakrament der Ehe den Ehegatten die Hilfe,in der Liebe und Einheit zu leben. Christus,erbarme dich unser.

Jesus, du führst die Menschen zur Liebe, die verantwortlich ist. Herr, erbarme  dich unser.

In der jüdischen Gesellschaft gab es ein Gesetz, das die Beziehung zwischen Mann und Frau regelte. Für einen Juden war dies etwas, das ihn zu einem Menschen machte, wie Gott ihn haben wollte. Aber es gab auch Menschen, die sich nicht daran gehalten haben. Jesus kennt die Denkweise der fragenden Pharisäer und spricht direkt und offen über die Härte des menschlichen Herzens. Er will an den ursprünglichen Plan Gottes mit den Menschen erinnern. Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Das ist auch in unserer Zeit eine schwere Sprache, wenn das Herz des Menschen hart ist gegen Menschen und gegen Gott. In den Verkaufszeitungen stehen oft verschiedene Kuriositäten aus dem intimen Leben der Menschen. Ehen, die nur von kurzer Dauer sind, Ehen, die auf die Probe gestellt werden, zerfallen. Sie werden durch Zusammenleben mit Partnern ersetzt. Die ganze Welt der Musik, Filme, Politik und Kunst ist von diesem Problem geprägt. Diese Menschen legen uns ein Ideal des gegenwärtigen Lebens vor. Ein Ideal kann Menschen stark motivieren.  Ein fragwürdiges Ideal kann Menschen jedoch auch irreführen. Fragen wir uns: Lassen auch wir uns von der Gegenwart leiten oder folgen wir der Ansicht Jesu und seiner Kirche zur Ehe? Motiviere

Da wir zur Liebe Gottes und  des Nächsten berufen sind, lass uns zum Vater beten.

Der Herr bewahre uns vor dem Bösen und schenke uns seinen Frieden. Deshalb bitten wir.

Selig, die alle Bosheit überwunden haben und in das Reich des Vaters gelangen. 

20. Sonntag C Lk 12, 49-53

20. Sonntag C 2019 

Einführung

Jesus, dieser Erbauer des Friedens, spricht im Evangelium von Feuer und Spaltung unter den Menschen. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung. Seine Worte, als ob sie das Gesamtbild seiner Persönlichkeit stören. War Jesus für Frieden oder Spaltung?

Predigt

Jesus war für den Frieden und für die Spaltung. Für das Feuer des Radikalismus, aber auch für das Feuer des Kompromisses. Nämlich, die Situationen, denen wir begegnen, sind mannigfaltig. Es gibt keine gleichen Antworten auf alle Probleme. Man muss einfach von der konkreten Situation ausgehen und reagieren, wie es die Umstände erfordern. Es gibt Situationen in unserem Leben, wenn es möglich ist, sich zu einigen und einen Kompromiss zu suchen, ohne dass wir irgendein wichtiges Prinzip verraten. Es gibt aber auch Situationen, in denen Schweigen ein Verrat an unseren Grundsätzen und an der Wahrheit, an die wir glauben, wäre. Die Geschichte der Menschen ist voller Märtyrer für die Wahrheit. Einige wurden post mortem unschuldig rehabilitiert und so Genugtuung verschafft. Aber es gibt diejenigen, die niemand bemerkt hat.

Der Theologe Liam Sword erwähnt aus seiner Seminarzeit eine solche Geschichte. Er sagt ,dass er  von Zeit zu Zeit  machte Spaziergang  im  örtlichen Friedhof machte,  wo viele prominente Professoren und Mitglieder der theologischen Fakultät  begraben  wurden. Ihre Gräber sind pompös. Und auf  ihren Grabsteinen steht  viel  Lob  geschrieben. Aber ist dort ein  Grab auf dem kein Lob ist. Nur der Name: Walter MacDonald. Wer war dieser Mensch? Warum hat er kein Zitat  auf  dem Grabstein, das etwas  von seinem Leben verraten würde? Am unteren Rand des Grabsteines befindet sich ein unauffälliges, lateinisches Zitat. Obiit in festo Sancti  Athanasii, was in der Übersetzung er starb am  Fest des heiligen Athanasius. Wir wissen, dass Hl. Athanas war Bischof in Alexandria. Vielleicht ist er gerade der Schlüssel zum Leben des Professors.  Viele Zeitgenossen hassten Athanasius, weil er auf ihre falschen Einstellungen und Fehler hingewiesen hat. Er war fünfmal  in der Verbannung.

Walter MacDonald  war solcher Athanasius in seiner Zeit und das war  wahrscheinlich  der Grund, warum er vergessen werden sollte. Mut ist eine Eigenschaft, die den Menschen   unserer Zeit  fehlt. Eigentlich hat sie immer gefehlt. Wie viel weniger  Böses  wäre getan worden , wenn mehr  mutige Menschen  gefunden  worden wären. Zum Beispiel, wenn  Leute  in Nazideutschland, die  in  die Dinge sahen, mehr darüber geredet hätten. Gleiches gilt  für andere Regime. Zum Beispiel:  Apartheid in Südafrika,im kommunistischen  Russland  während  Stalins oder in Kina während  Mao-Tsetungs. Es ist wahr, dass  nicht alle Menschen  in diesen Regimen  still waren. Wir haben hier das Beispiel  von Kardinal  Galen oder von  Dietrich Bonhoeffer, von den  niederländischen  Bischöfen,  von Andrej Sacharow, Nelson Mandela, oder von Bischof Desmond Tutu und  von anderen. Aber das ist nur  ein  paar Namen.  Wie  viel mehr  waren  die, die das Böse sahen  und schwiegen. Lassen wir  uns ein wenig  in die Gegenwart  versetzen.

Ein junger , eifriger Kaplan predigte gegen das Laster der Pferdewetten. Aber vielen gefiel  seine Predigt nicht, weil sie von Wette  leben. Am darauffolgenden Sonntag  predigte   er über   die  Schädlichkeit  des Rauchs.  Aber auch diese Predigt traf nicht  mit Verständnis. In  der Kirche  gab  es mehrere  Raucher und  Tabakproduzenten. Und  am dritten Sonntag predigte  er gegen   Alkoholismus. Aber  auch mit dieser Predigt hatte er keinen Erfolg. Wie er  erfuhr, befindet sich  die beste Brennerei in  ganzen Umgebung. Und viele Pfarrangehörige   arbeiteten in  Brennerei. Und dann  unglücklich fragte er. Wovon  soll  ich predigen? Zum Beispiel über die Kommunisten  in China. Jesus wies immer auf die Fehler der anwesenden Menschen hin. Die Wahrheit zu sagen ist unangenehm und manchmal auch gefährlich, aber notwendig. Es ist nicht richtig, wenn wir schweigen, weil wir damit die Wahrheit verraten, und erlauben, dass das Böse sich verbreitet und ganz normal wird. Viele Menschen wollen nicht  in der Spaltung  leben.  Wichtiger  ist  aber nach der Wahrheit zu leben.

 .    i

Maria Aufnahme in den Himmel,C Lk 1, 39-56

 

Einführung

Das heutige Fest wird seit dem 5. Jahrhundert im Osten und seit dem 7. Jahrhundert im Westen gefeiert. Der Papst erklärte „Maria Aufnahme in den Himmel“ zum Glaubensartikel. Sind wir uns dessen bewusst, dass auch uns die Aufnahme in den Himmel erwartet?

Predigt

Wir haben gehört, was Maria über Gott sagt: „Er hat Großes an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.” Lk 1,49. Maria glaubte an Gott. Sie freute sich darauf, mit Gott zu leben. Gott, der Maria große Dinge getan hat, will auch für uns große Dinge tun. Glauben wir das?
Schauen wir uns unsere Augen an. Woher haben wir sie? Woher habe ich meine Hände? Mein Leben, das ich Wohnen nenne. Es ist ein Geschenk Gottes. Bin ich Gott dafür dankbar? Gott geht aber noch weiter. Er bietet mir das Wohnen bei ihm im Himmel an. Wenn ich jedoch nicht lerne, für mein irdisches Leben dankbar zu sein, werde ich auch nicht dankbar sein für das Wohnen bei ihm im Himmel.

Jesus fordert die Apostel auf, sich keine Sorgen zu machen. Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um ihnen einen Platz vorzubereiten. Die Aufnahme in den Himmel wird mein zweites Wohnen sein. Glauben wir das? Stellen sie sich vor, dass Sie einen kleinen Jungen aus einem Kinderheim zu sich nehmen. Bübchen würde bei ihnen wachsen. Später würde er sagen: „Aber ich habe keine Mittel, mir ein Haus zu bauen. Sie würden ihm sagen: „Wir haben dich als unseren Sohn angenommen. Dieses eingerichtete Haus gehört dir auch. Aber er sagte weiter: „Ich habe kein Geld, um ein Haus zu bauen. Sie sagen: „Junge, freue dich. Wir haben dir ein Haus gebaut. Und wenn du kannst, sei uns ein wenig dankbar. Was würden wir solchem Buben sagen? Sind wir ihm nicht einmal ähnlich? Wir altern, wir haben ein Gefühl der Angst: Was wird mit uns passieren. Haben wir Angst? Vor was? Dass wir auf ein Leben mit Gott zielen. Jesus sagt zu uns. Habt keine Angst. Ihr habt einen Platz im Himmel bereit. Zählen wir damit? Danken wir Gott dafür? Danke, dass du mich bei dir haben willst.

Unser Elend ist, dass wir uns nicht darüber freuen können, was uns geboten wird. Wir müssen wissen, wen wir in den Himmel aufnehmen werden. Nur müssen wir uns darauf vorbereiten. Um wie viel hat uns Maria darin überholt! Ich habe mit mehreren Menschen gesprochen und gefragt, ob sie wüssten, dass sie im Himmel leben dürfen.  Und die Antwort war:  „Wir haben davon nichts gehört.”  Wir möchten den Himmel von Gott unabhängig machen. Aber einen Himmel ohne Gott gibt es nicht. Maria zeigt uns die bedeutenden Dinge, die Gott für sie getan hat. Maria hat Gott geglaubt. Gott zu glauben bedeutet, an seinen Plänen für menschliches Glück zu glauben. Lass uns ein wenig in der Stille bleiben.  Verzeih uns, dass wir vergessen haben, für das Leben, das wir von dir bekommen haben, dankbar zu sein. Und es fällt uns überhaupt nicht auf, dass sich das Leben im Himmel freut. Das alles nur, weil wir uns das nicht vorstellen können. Wir vertrauen wenig auf Gott. Bitten wir den Heiligen Geist, dass er unsere Augen öffnet, damit wir sehen, was du uns vorbereitet hast. Das hat der heilige Paulus geschrieben. Weder hat das Auge gesehen, noch hat das Ohr gehört, noch ist in das menschliche Herz eingegangen, was Gott für die bereitet hat, die ihn lieben. 

Hl. Maximilian Maria Kolbe Mt 18,15-20

Jesus der sagte: Denn wo zwei  oder zwei  versammelt sind   in meinem Namen, da  bin ich  in ihrer Mitte, er sei mit euch.

Pater Maximilian Kolbe starb in einer Zeit des Hasses und brutaler Rücksichtslosigkeit. Der Mensch wurde erniedrigt zum Roboter, er galt noch weniger als ein Sklave. Diese Worte stammen von Karol Wojtyla. Als polnischer Kardinal sprach er sie 1971 bei der Seligsprechung seines polnischen Landsmannes Kolbe, der im Konzentrationslager Auschwitz sein Leben für einen Familienvater geopfert hatte.

Jesus, du hast die Botschaft des Vaters  gebracht.  Herr, erbarme dich unser.

Du  hast  Verfolgung   und Tod  angenommen. Herr, erbarme dich unser. 

Du bist vor keiner Drohung und Gewalt  zurückgewichen. Herr, erbarme dich unser.

Das heutige Evangelium pflegen viele mit einer Fürsprache oder Bitte für jemanden verbinden. Dass Jesus unter uns ist, auch wenn wir nur zwei oder drei zusammen beten, ist ein großer Trost für uns. Aber es geht nicht nur um ein Fürbittegebet. Jesus sagt, dass er gerade dann unter uns gegenwärtig ist, besonders wenn wir uns treffen, um unsere Beziehungen zu korrigieren. Jesus musste seine Apostel lehren, wie mit verwundeten Beziehungen Bescheid wissen. Sie waren ja auch Menschen wie wir. Sie stritten sich untereinander, wer von ihnen der größte ist, wer mehr tat und Ähnliches. Es ist schwer darüber zu sprechen, was wir unrichtig machen. Es ist noch schwieriger, es jemand anderem mit Liebe und Demut zu sagen. Wir brauchen göttliche Gnade, damit wir es überhaupt beginnen. Und wir brauchen Gottes Hilfe, um es richtig zu machen. Jesus versprach, dass er bei uns sein wird, wenn wir uns versammeln, um eine Beziehung wieder aufzubauen, die durch Sünde oder Schwäche verletzt wurde. Für die Versöhnung zwischen uns hat er solches Interesse, dass er versprach, dass er immer bei uns sein wird, wenn wir uns für die Versöhnung entscheiden.

Beten wir uns gemeinsam mit den Worten, durch  die  wir  mit  allen Christen  dieser Welt, verbunden  sind. 

Gott schenkt uns  immer wieder  durch den Hl. Geh seinen Frieden, damit wir   immer wieder  beginnen  können. Um diesen Frieden bitten wir.

Mein Gott, und mein König.  Selig sind die, die wohnen  in deinem Haus, die dich allezeit  loben.