Archiv für den Monat: Oktober 2020

Stufe 2 – WALKING MIT GOTT

Wenn sich ein Junge und ein Mädchen verlieben, werden   nicht gleich die Ehe schließen. Zuerst gehen sie gemeinsam: Sie lernen sich kennen, lernen einander zu respektieren, sie lassen ihre Liebe und ihr Verständnis wachsen – und dass sie schließlich heiraten.

Die erste Bekehrung ist auch darauf ausgerichtet, mit Gott zu gehen. Das Ziel ist es, Gott zu erkennen, Gott zu respektieren, Gott zu dienen.

Es ist eigentlich die Etappe, die Scott Peck als „formal – institutionell“ bezeichnet. Es wird treffend von Erich Fromm ausgedrückt, wenn er (angesichts des Wesens des reifen Christentums kritisch) sagt:

„Mach Gott zu deinem Gefährten“ bedeutet, Gott zu einem Gefährten in unserem Leben  zu machen und sich mit ihm in Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit vereinigen. So wie die brüderliche Liebe durch unpersönlichen Anstand ersetzt wurde, wurde Gott unpersönlich.

 Anständige Beziehungen zu Gott

Israel hat von Anfang an erkannt, dass das Land, in dem es lebt, das Gelobte Land, das Land Gottes ist. Es ist Eigentum von JHWH – und Israel lebt davon durch die Gnade Gottes, ähnlich wie ein Mieter. Es war daher den Israeliten klar, dass ihr Leben im Land Gottes nach diesem Muster walten  werden muss.

Was also sollte der richtige Mieter tun?

BEFOLGEN SIE DIE REGELN. Das ist das erste. Wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen, respektieren Sie natürlich die Wohnordnung – wenn nicht, sind Sie kein anständiger Mieter und der Pächter hat volles Recht, Sie aus dem Haus hinauszuweisen. Für die Israeliten war diese „Hausordnung“ Moses Gesetz, und vor allem die Zehn Gebote, die an sie  anknüpfen. Sie bestimmten, wie sie sich in dem Land verhalten sollten, das Gott ihnen gab.

• MIETE ZAHLEN. Das ist die zweite  Sache. Israel erkannte natürlich, dass, wenn er wirklich für alles bezahlen musste, Gott ihm gibt… nicht bezahlt kann. Dennoch gab es eine gewisse „symbolische Miete“ – und das war die Anfänge. Jeder Israelit kehrte zu Gott die ersten 10% von dem zurück, was er erworben hatte: in der Herde, auf dem Feld, im Handel… Dieser Zehnte war Ausdruck seiner Dankbarkeit gegenüber Gott. Eigentlich war es nicht (oder: sollte nicht) eine belastende Ladung gewesen. Dutzende – das ist ein freudiges Geschenk, etwas Ähnliches, wie wenn eine Person, die eine große Summe gewinnt, aus der Freude geht und zahlt die Runde  der ganzen Kneipe. In ähnlicher Weise, als Israelit durch die Tatsache erlebte,  dass Gott ihn segnete, voller Dankbarkeit und Freude ging, und ein Zehntel, das Beste aus seinem Besitz, mit einem Herzen, das mit Liebe und Dankbarkeit, gab er als Geschenk dem Gott zurück.

Das ist ein Zeichen des Anstands. Indem wir zuerst von der Position der „Slayer und Nichtzahler“ umkehren, bewegen wir uns auf die Ebene der anständigen „Mieter“ in Gottes Welt:

GOTT hat uns gesegnet: Wir haben Gesundheit, Fähigkeiten, Eigentum, Arbeit,…

Wir aus der Dankbarkeit für all dies ,halten uns an Gottes Regeln für das Leben in seiner Welt, und gleichzeitig bringen wir Zehner als Ausdruck unserer Dankbarkeit und Freude aus Gottes Gaben.

Es sind diese beiden Regeln, die das Tor zu einem wahrhaft gesegneten Leben auf Erden sind. Robert Kyiosaki, ein wohlhabender Geschäftsmann, sagt dazu:

„Mein reicher Vater hat so Geld  wie Bildung ausgegeben. Er hat  fest geglaubt an die Zahlen  der sogenannten Zehntel. „Wenn du etwas willst, musst du geben, sagte er. Auch er  nicht genug Geld hatte, spendete er  Geld seiner Kirche oder seiner  Lieblings-Charity. Wenn ich Ihnen nur ein einziges Gedanken  sagen würde, dann wäre es dies: Wenn ihnen etwas fehlt  oder etwas „Sie brauchen“, zuerst schenken sie das als ein Geschenk, und bekommen Sie wieder mehrmals zurück. Das gilt für Geld, Lächeln , Liebe und Freundschaft. Ich weiß, dass es oft das Letzte ist, was der Mensch gerne machen würde, aber in  meinem Fall  war das   immer so. Ich glaube, dass dieses Prinzip der Gegenseitigkeit funktioniert, und ich gebe, was ich besitzen möchte. Ich will Geld verdienen, also gebe ich  Geld, und ich  werde   zurückgehen. Ich will verkaufen, also werde ich niemandem helfen, und dann werde ich mich selbst verkaufen. Ich will Kontakte, also werde ich Ihnen helfen, Kontakte zu bekommen, und ich mag es, die Kontakte selbst . Vor den Flügen hörte ich die Worte: „Gott braucht nicht zu bekommen, aber die Menschen brauchen zu  geben.““ (Robert Kyiosaki)

Es steht voll und ganz im Einklang mit den Verheißungen, die dem Leben unter Gottes Gesetz führen:

39 So sollst du nun heutiges Tages wissen und zu Herzen nehmen, dass der Herr der einzige Gott im Himmel und unten auf Erden ist, es gibt keinen anderen, dass du  haltest  seine Rechte  und Gebote ,die ich dir heute gebiete, so wird es dir  und deinen  Kinder nach dir wohl gehen, dass dein Leben   lange währe  in dem Lande, das dir der Herr, dein  Gott, gibt ewiglich. (Dt 4.39-40)

Es ist nicht die Verheißung des Heils, des Himmels, noch der Frömmigkeit. Es ist die Verheißung eines gesegneten Lebens hier, auf Erden – mehr nicht. Darum sagt Paulus in der Bibel: 15 Wir sind geborene Juden, nicht Sünder von Heiden, 16, und wir wissen, dass der Mensch nicht durch Taten nach dem Gesetz gerechtfertigt ist, sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus. Auch wir glaubten an Christus Jesus, um vom Glauben an Christus entschuldigt zu werden, und nicht von Handlungen nach dem Gesetz, weil niemand von Handlungen durch Gesetz entschuldigt werden wird. (Gal 2.15n)

Ebenso sagt er von den Leuten, die alle Pflichten und Pflichten des Gesetzes erfüllt haben, Jesus:

Welcher von euch, welcher Diener hast du, wer pflügt oder weidet, wird ihm sagen, wenn er vom Feld zurückkehrt: „Komm jetzt an den Tisch“? 8 Sage ihm nicht früher: „Bereitet mir das Essen vor, ergreift und dient mir, bis ich esse und trinke; Du wirst danach essen und trinken“? 9 Ist er vielleicht verpflichtet, dem Knecht dafür zu danken, dass er getan hat, wozu er befohlen wurde? 10 Wenn ihr nun alles tut, was euch geboten ist, so sagt ihr: Wir sind nutzlose Knechte; wir haben getan, wozu wir verpflichtet waren.“ (Lk 17.7-10)

Wenn wir also Zehn beobachten, nicht töten, nicht schaden, nicht stehlen, nicht betrügen, wenn wir Gott im Gebet danken und ihn um Segnungen bitten, gehen wir sonntags in die Kirche, wenn wir Dutzende unseres Einkommens geben und sie für unsere Kirche, für Nächstenliebe, für die Hilfe für Menschen in Not, für die Unterstützung der Missionen und des Apostolat verwenden… – es wird uns nicht das Heil bringen. Aber es ist der Weg zum gesegneten irdischen Leben. Es ist eine alttestamentliche Ebene, der größte Teil der Geschichte Israels hat sich auf ihr abgesprochen, und wir durchlaufen diese Phase manchmal von der ersten heiligen Kommunion bis zur zweiten Hälfte der Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung.

Aber zum Heil  ist noch viel mehr nötig. So wie Jesus wieder zu einem solchen Mann sagt, der wirklich ein vorbildliches Leben in Frömmigkeit und Gerechtigkeit führte:

17 Als er sich auf eine Reise begab, lief er zu ihm, kniete vor ihm  und fragte ihn: „Guter Meister was soll ich tun,s#dass ich   das ewige Leben erwerbe? 18 Jesus antwortete zu ihm: Warum nennst du mich gut? 19 Du weißt ja  die Gebote gut! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst  nicht stehlen! Du sollst  nicht falsch Zeugnis reden! Du sollst  niemanden betrügen! Ehre deinen Vater und deine Mutter! 20 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Lehrer, ich habe das alles bewahrt, von  meiner Jugend auf. 21 Jesus sah ihn mit Liebe an und sagte zu ihm: Eines fehlt dir  noch. Geh, verkaufe alles, was du  hast, gib das Geld  den  Armen, und du  wirst einen bleibenden  Schatz  im Himmel haben. Dann komm und folge mir nach““Mr 10, 17-21

Hl. Wolfgang Bischof, Lk 14,1,7-11

Jesus, der sagte: denn jeder der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden, er sei mit euch.

Einer der bekanntesten Bischöfe von Regensburg war der hl. Wolfgang. Das  Andenken an diesen großen Kirchenfürsten  wird vor allem in Bayern und Österreich lebendig erhalten. Viele Orte, die er einst besucht haben soll, tragen auch heute noch seinen Namen.

Jesus, du hast nicht die Ehre der Menschen gesucht. Herr, erbarme dich unser. 

Du hast uns den Platz bereitet beim himmlischen Mahl. Christus, erbarme dich unser.

Du willst uns teil geben an deiner Ehre . Herr, erbarme dich unser.

Wolfgang entstammte  einem schwäbischen Adelsgeschlecht, wahrscheinlich  der Gegend vom  Pfullingen, und  muss  gegen 924  geboren sein. Schon in frühester Jugend bemerkten die Eltern seine große Begabung  und die Freude am frommen Leben. Deshalb brachten sie den Knaben schon frühzeitig  nach dem Kloster Reichenau , das für seine gute Schule bekannt war. Hier war Wolfgang an der richtigen Stätte, wo er  in mönchischen Leben und in die Wissenschaften eingeführt  wurde. Nur auf Drängen seines Freundes Heinrich, einem Bruder  des Bischofs von Würzburg, riss sich Wolfgang aus der so geliebte Einsamkeit des Klosters los uns folgte ihm zur besseren Ausbildung  in den Wissenschaften an die Schule nach Würzburg. Als Heinrich später zum Erzbischof von Trier ernannt wurde, übernahm Wolfgang auf seine Bitte das Amt des Leiters der dortigen Domschule. Der Erzbischof hatte noch ehren vollere Aufgaben für ihn bereit, aber der junge Mann verachtete alle weltlichen Vorteile und war nur darauf bedacht, seinen Schülern das schöne Beispiel strengster christlicher Tugend zu geben. Nachdem Heinrich ihn später zur Annahme  des Postens eines Dechanten des gesamten Domkapitels mehr  gezwungen hatte, als dass Wolfgang nach einer solchen Würde verlangt hätte.

Im Vertrauen auf Jesus Christus, der uns  die Vergebung unserer Schuld verheißen hat, dürfen wir zum Vater beten.

Da unsere Schuld groß ist, wollen wir einender vergeben und Gott um seinen Frieden  bitten. 

Selig, die berufen sind, dereinst das ewige Licht der Herrlichkeit zu schauen. 

Freitag der 30 Woche Lk 14, 1-6

Jesus, der auch am Sabbat heilte,  er sei  mit euch.

Jesus wusste sehr gut, dass er mit den Schriftgelehrten und Pharisäern in Konflikt geraten würde, wenn er am Sabbat einen Kranken heilen würde, aber er heilte ihn trotzdem, weil  bei ihm der Mensch Vorgang  vor  dem Gesetz hatte. Gleichzeitig weist Jesus auf die Widersinn ihres Denkens hin, wenn ihr Ochse oder Esel in den Brunnen gefallen wäre, hätten sie ihnen geholfen, wenn  am Samstag Hilfe der Menschen gebraucht hätte, hätten sie ihm nicht geholfen eine Person nicht geholfen.

Jesus, du hast den Leidenden geholfen. Herr, erbarme dich unser.

Deine Freude war es  Menschen zu retten. Christus, erbarme dich unser.

Du hast dein Leben hingegeben, für uns alle. Herr, erbarme dich unser.

Was Samstag für die Juden bedeutete, bedeutet für uns Christen Sonntag. Gottes Tag soll für uns ein Ruhetag von körperlicher Anstrengung und Arbeit sein. Es soll ein Tag der geistigen Erneuerung sein, ein Tag der Stärkung der Beziehungen zu Gott und zum Nächsten. An diesem Tag tritt es in unser Leben ein, heilt und stellt unsere Kraft wieder her. Es befreit uns von der Hektik. Aber kehren wir zum heutigen Evangelium zurück. Man wird niemals des Gesetzes schuldig sein, wenn man Gutes tut. Jesus gab keine Ziettermine. Er hat es nie gesagt. Ich habe jetzt keine Sprechstunden. Komm  nächste Woche am Mittwoch  um 15 Uhr dort und dort. Jesus heilte genau dort, wo er war. Es ist auch eine Herausforderung für uns. Lassen wir  uns nicht dir Vollziehung des Gutes aufschieben, aber helfen wir gleich, wenn es möglich ist. Und suchen wir  nicht nach Ausreden, damit wir nicht helfen müssen. Vergessen wir nicht, dass  die Liebe zu Gott ist das erste Gebot  und die Liebe zu  Nächsten, das zweite Gebot, . Diese beiden wichtigsten Gebote können nicht gegeneinander stehen.

Damit wir nicht der Welt erliegen, sondern das Leben gewinnen, wollen wir zum Vater beten.

Damit wir von  aller Schuld  frei werden, wollen wir den Herrn  um Versöhnung und Frieden bitten.

Selig, die  durch  ihre Taten verdienen, mit dem Menschensohn in seine Herrlichkeit  einzugehen.

Allerheiligen A Mt 5,1-12

 

Allerheiligen 2020 Einführung

Wir haben uns heute am Fest der  Allerheiligen versammelt. Wir kennen die Namen einiger von ihnen aus dem Kirchenkalender, aus ihren Biografien, aus frommen Legenden. Dies sind diejenigen, die vor uns gelebt haben. Und wie kennen wir die gegenwärtigen Heiligen  unter uns?

Predigt

Ein Priester drückte es sehr nett aus: „Die heutigen Heiligen tun nichts besonderes – aber alles, was sie tun, ist außerordentlich gut. Sie leben den Alltag – aber mit außerordentlicher Liebe. Sie stehen sich selbst sehr kritisch gegenüber – aber sehr freundlich zu anderen.“ Wir haben oft gehört, dass die Heiligen für uns ein Modell für ein richtiges christliches Leben sind. Dem können wir durchaus zustimmen. Gleichzeitig provoziert uns die Frage: Okay, aber wie folgen wir dem Muster der Heiligen aus dem Kalender? Wir wissen schließlich, dass Hl. Franz von Assisi verließ sein Haus, ging frei durch die Region und bat um Essen. Dafür würden die Menschen uns heute als die Vagabunden betrachten, die die Arbeit meiden. Oder der heilige Antonius – er lebte allein als Einsiedler in der Wüste. So können wir heute nicht leben.  Die heilige Teresa von Avila gründete und  erneuerte mehrere Klöster. Wo können wir heute einen Ort finden, an dem unsere frommen Mädchen Klöster errichten könnten! Und so könnten wir leicht zu dem Schluss kommen, dass es heute einfach nicht möglich ist, einfach nach dem Muster der Heiligen aus dem Kalender, aus der Vergangenheit  zu leben!

Jeder lebt und handelt im Geist und in der Umgebung seiner Zeit. In dieser Hinsicht waren alle Heiligen echte Kinder ihrer Zeit. Heute können wir natürlich nicht im Geist des Mittelalters oder anderer vergangener Zeiten leben oder uns kleiden. Aber was ist wichtig? – Wir haben und können ihre heldenhaften Tugenden, ihren Glauben, ihre Hoffnung und Liebe in der heutigen Welt und auf die heutige Weise leben. Wie kennen wir dann die Heiligen unter uns? Vor allem sind es Menschen, die Christus, dem Herrn, im Geist und in der Umwelt von heute nachfolgen. Die Heiligen unter uns markieren sich nicht durch exzentrische Kleidung, Frisuren, provokatives Verhalten oder sogar durch  die Verkündigung frommer Sätze. So verhalten sich Heuchler eher als Heilige. Wenn die Heiligen unter uns sind, dann durch Freundlichkeit gegenüber anderen, Gewissenhaftigkeit bei der Arbeit. Sie auffallend, dass sie immer Vertrauen auf Gott hatten. Diese Menschen sprechen nicht viel über andere Menschen – aber umso mehr sprechen sie mit Gott über die Menschen, unter denen sie leben. Wir  kennen ihren Glauben aus persönlichen Erfahrungen. Sie wissen, warum sie an Gott glauben und wie sie auf gemeinsame Einwände gegen den Glauben reagieren können.

Der heutige Heilige ist ein ruhiger Mensch, der gewöhnliche tägliche Ärger eher mit Witz und Humor als mit Wut löst. Der heutige Heilige weiß, dass es vor allem in den Ereignissen der Welt einen guten Gott gibt, der das Böse in das Gute verwandeln kann – diejenigen, die auf ihn vertrauen. Der Heilige unter uns kritisiert die Menschen um uns herum nicht, er verurteilt sie nicht, aber er versucht sie zu verstehen und ihnen zu helfen. Wenn er spricht, dann spricht er über etwas – er spricht nie über irgendetwas, nur um zu plaudern und nicht zu reden. Er weiß sehr gut, dass viele Reden  ein Zeichen für einen schwachen Geist ist. Der Heilige unter uns verspricht niemals etwas, von dem er weiß, dass er es nicht erfüllen kann. Er streckt sich nicht vor seinen Nachbarn aus und versucht so wenig wie möglich über sich selbst zu sprechen. Andererseits waren sie nie eifersüchtig und ignorierten definitiv, was andere hinter ihm über ihn sagten. Wenn ihn jemand für einen Fehler verantwortlich macht, denkt er darüber nach, wie er ihn korrigieren und was er tun soll, damit er keinen schlechten Eindruck hinterlässt. Der Heilige streitet sich nie unter uns, obwohl er weiß, dass er recht hat. Er wird seine Meinung sagen – und das ist genug. Diese Meinung erlegt er jedoch niemandem auf. Er handelt mit seinem Beispiel, seiner Persönlichkeit, gegenüber seinen Nachbarn. Jeden Tag versucht er, alle seine Fehler zu beseitigen. Jeden Tag bemüht er sich, eine bessere Form  des christlichen Leben  zu schaffen.

Die wichtigsten Dinge habe ich Ihnen jedoch noch nicht gesagt. Wissen Sie, was das letzte Kennzeichen der Heiligen unter uns ist? – Obwohl sie all diese schönen Prinzipien akzeptiert haben, die wir gerade hier als Prinzipien ihres täglichen Lebens dargelegt haben, ist es ihnen noch nicht gelungen, sie immer und überall zu halten. Aber – und das ist wichtig – sie machen daraus keine Tragödie. Sie wissen sehr gut, dass Heiligkeit im ständigen ANFANG liegt! Ja, Brüder und Schwestern, erinnern wir uns an diesen Satz, der für unser tägliches Leben äußerst wichtig ist: Heiligkeit liegt in einem ständigen Anfang. Wir wissen, dass selbst die größten Heiligen begnadigte Sünder sind – Menschen wie wir. Und es ist dieses letzte, wichtigste Zeichen der Heiligen von heute – diese Heiligkeit liegt in einem ständigen Anfang -, das uns, jedem von uns, uns allen die Tür zum Weg zur Heiligkeit öffnet. Erinnern wir uns deshalb an die freudige Botschaft des heutigen Allerheiligenfestes: Die Heiligen sind nicht die Heiligen darum, weil sie niemals gesündigt hätten, weil sie sind nie gefallen. Sie sind heilig, weil sie nach jedem Fall immer wieder – zu einem neuen und freudigen Leben nach dem heiligen Willen Gottes aufstiegen. Alle Heiligen Gottes tritt für uns ein! 

Donnerstag der 30 Woche Lk 13,31-35

Jesus, der sagte: Ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen und am dritten Tag werde ich vollendet, er sei mit euch.

Jesus, du hast dein Sterben vorausgesagt. Herr, erbarme  dich unser.

Du wusstest alles, was nach dem Willen des Vaters geschehen sollte. Christus, erbarme dich unser.

Du sammelst, die deinem Reich angehören. Herr, erbarme  dich unser.

Sie kennen, das nostalgische, melancholische Bild: Jesus betete im Mondlicht über Jerusalem. Dieses Bild kommt zu mir, wenn ich lese: Jerusalem, Jerusalem, die die Propheten töten und diejenigen steinigen, die zu dir geschickt wurden, wie oft ich deine Kinder wie Hühner unter den Flügeln eines Huhns sammeln wollte und du nicht wolltest. Siehe, dein Haus ist dir verlassen. Und ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis die Zeit gekommen ist, in der ihr sagen werdet: Gesegnet ist, wer im Namen des Herrn kommt.

Wir wissen nicht, ob es ein Abend wie auf dem erwähnten Gemälde war. Auf jeden Fall war Ostern, als er diese Worte sagte, und Jakobs Nachkommen aus allen Ländern kamen hierher, um den großen Nationalfeiertag zu feiern. Mitten in den Gärten erhoben sich Weinberge und grüne Hänge, in denen Besucher ihre Zelte aufstellten, terrassierte Hügel, prächtige Paläste und die mächtigen Mauern der Hauptstadt Israels. Es war, als ob die Tochter von Zion (Jerusalem) stolz wäre zu denken: „Ich sitze wie eine Königin, und ich werde kein Leid schmecken.“

In ihrem Charme glaubte sie, den guten Himmel sicher genießen zu können, als die königliche Festung vor Jahrhunderten sang: „Zur Freude der ganzen Erde erhebt sich der Hügel von Zion, die Stadt des großen Königs, wunderschön“ (Ps 48,3). Die Aussicht auf den majestätischen Tempel war atemberaubend. Welcher Israelit würde den Anblick von so viel Pracht ohne eine Flut von Freude und Bewunderung ertragen? Aber Jesus dachte an etwas völlig anderes. Siehe, dein Haus ist dir verlassen. Und ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis die Zeit kommt, in der ihr sagt: Gesegnet ist, wer im Namen des Herrn kommt.

In der Tat trat der Herr zu Ostern in allgemeiner Helligkeit in Jerusalem ein, als Menschen ihm Palmenzweige winkten und die Echos des begeisterten „Hosan“ von den Hügeln zurückkehrten, und als Tausende von Menschenmengen ihn König, den Erlöser der Welt, nannten, war er plötzlich und unverständlich traurig. Der Herr sah voraus. Die Stadt wurde vom römischen Kommandeur Tito geplündert und der Tempel zerstört. Zeitgenössische Autoren schrieben über das unvorstellbare Leid der Stadtbevölkerung. Es war der Schrei der Stadt über Jerusalem. Allerdings hat nicht nur die Stadt, sondern auch der Einzelne seine Tragödie. Der Herr sieht auch unsere Handlungen und weint über uns. Deshalb nennt er uns: Bettleuchten und beten. So ist die heutige erste Lesung: Bete in allen Gebeten und Flehen zu jeder Zeit im Geist! Und in ihm beharrt und achtet auf alle Heiligen!

Gott schenkt uns seinen Geist, damit wir ihn erkennen und auf seinen Wegen gehen können. In diesem Geist beten wir.

Gott hat uns berufen. Er will uns gerecht machen und uns Gemeinschaft mit ihm schenken.

Deshalb bitten wir. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht er dir Gutes getan hat.

Hl. Simon und hl. Judas Apostel

Gott, der Herr, der uns berufen hat, Licht zu sein in der Finsternis dieser Welt, sei mit euch.

Also, werden wir   einen Test schreiben. Was wissen wir  über heiligen Simon? Dann dieselbe Frage was wissen wir über  heiligen Juda? Alles, was wir über die Heiligen Simon und Juda sicher wissen, ist, dass sie unter der Zwölf waren, die Jesus erwählt hat. Sie haben das Evangelium  nach Mesopotamien und Persien gebracht, aber wir wissen es nicht genau.

Jesus, du hast dein Reich in dieser Welt gegründet. Herr, erbarme dich unser.

Du bleibst in deiner Kirche allzeit gegenwärtig. Christus, erbarme dich unser.

Du bist das verborgene Haupt deiner Kirche. Herr, erbarme dich unser. 

Es ist möglich, dass sie während Missionsreisen gefoltert wurden, aber wir wissen nicht einmal hundertprozentig. Wir können jedoch mit Sicherheit sagen, dass sie den Herrn liebten und bereit waren, ihr Leben für ihn niederzulegen. Simon wird manchmal als „eifrig“ oder „kanaanitisch“ bezeichnet, um ihn leichter von Simon Petrus unterscheiden zu können, aber wir wissen nicht genau, ob sich der Titel auf eine geografische Region oder eine Gruppe politischer Aktivisten bezieht.

In den Listen anderer Evangelien wird Judas gewöhnlich Thaddäus genannt. Er mag dieselbe Person sein, die heute den kurzen Brief geschrieben hat, der Teil des Neuen Testaments ist, aber einige Gelehrte stellen ihn heute infrage. Aus unbekannten Gründen wurde Juda lange Zeit als Schutzpatron hoffnungsloser Fälle verehrt. Vielleicht darum, dass er denselben Namen hat wie Judas Ischariot, der Jesus verraten hat. Nach der Überlieferung flohen viele Menschen als letzte Hoffnung zu seiner Fürsprache, als alle anderen Gebete ungehört zu bleiben schienen.

Egal wie er diesen Titel bekam, Juda spricht uns alle an. Wie die ersten Apostel – eine ungleiche Mischung aus Fischern, Steuereintreibern und Handwerkern – könnten sie  niemals hoffen, heilig zu werden, wenn Jesus sie  nicht berufen hat  und ihnen  die notwendigen Fähigkeiten geben würde. Sie  wären nur gewöhnliche, weltliche Menschen geblieben. Aber dank Jesus könnten  sie  viel mehr werden!  Aber auch wir können mehr werden, Halten wir an diesem Wunsch fest. Obwohl, es scheint uns heute unwirklich. Dann laden wir  die heiligen Simon und Juda ein, uns zu helfen, Jesus zu folgen. Sie können uns wirklich helfen.

Da wir Kinder Gottes und Erben seines Reiches sind, dürfen wir es wagen, zum  Vater zu beten.

Damit unser Leben im Frieden Gottes Früchte bringen kann, wollen wir den Herrn bitten.

Selig, die  Frucht bringen zur  rechten Zeit und behalten, was  ihnen anvertraut  ist.

Dienstag der 30. Woche Lk 13,18-21

Jesus, der ein Gleichnis vom Reich Gottes sprach, er sei mit euch.

Aus der Geschichte lernen wir über verschiedene Königreiche über ihre Herkunft, Entwicklung, Stürze und Aussterben kennen. Sie sind Königreiche, die von verschiedenen starken Persönlichkeiten gegründet wurden, Herzögen, die ihre Grenzen mit Feuer und Schwert ausbreiteten. Im heutigen Evangelium erzählt  Jesus seinen Jüngern und uns von einem Königreich, das sich von anderen unterscheidet, und es ist nicht einfach, seinen Ursprung und seine Verbreitung zu beschreiben. Deshalb sprach Jesus  in Gleichnissen von ihm. Gleichzeitig drückte er den Unterschied zwischen dem aus, was die Menschen in Königreichen schaffen wollen, was sie sich vorstellen und was das Reich Gottes ist.

Jesus, du hast  den Anfang  göttlichen Lebens geschenkt. Herr, erbarme dich unser.

Du lässt dein Leben mehr und mehr  in uns wachsen. Christus, erbarme dich unser.

Du willst unser ganzes Leben mit Gnade erfüllen. Herr, erbarme dich unser.

Viele hatten unterschiedliche Vorstellungen vom Reich Gottes. Sie erwarteten, dass Gott selbst kommen würde (er kam, aber sie stellten ihn sich anders vor, vielleicht erwarteten sie eine stärkere Persönlichkeit mehr), er erfüllte seine Versprechen, er gründete seine Regierung, er verwandelte alles von Grund auf, er besiegte diejenigen, die sich selbst erhöhten, erhöhte die gedemütigte, etablierte Gerechtigkeit. Darüber hinaus erklärt Jesus, dass sie das Reich Gottes nicht mehr erwarten müssen, weil es bereits unter ihnen ist, dass es langsam aber sicher auf der ganzen Welt wachsen wird. Wie ein winziger Baum aus einem winzigen Korn wächst, so wächst eine große Familie seiner Gläubigen aus einer kleinen Gemeinde – der Kirche. Sein Königreich wächst und verbreitet sich heute. Nicht mit Feuer und Schwert. Äußerlich scheint sich nichts in der Gesellschaft geändert zu haben, dass alles beim Alten bleibt und keine Veränderung zu sehen ist. So wie wir keinen Baum wachsen sehen, wie wir nicht sehen, dass Sauerteig den Weg verändert, so beobachten wir nicht die Ausbreitung des Reiches Gottes.

Vor einiger Zeit wurde ein interessanter Dokumentarfilm mit dem Titel „Wunder der Blumen“ erstellt. Die Autoren installierten eine Kamera, die das Pflanzenwachstum so erfasste, dass die Entwicklung der Pflanze in einer Sekunde erfasst wurde. Am nächsten Tag wurde der gesamte Vorgang wiederholt. Es entstand ein beeindruckender Film, in dem zu sehen war, wie das Gras wächst, wie es den Stiel, das Halm , die Staubblätter und eine schöne Blume austreibt. Wir werden das Wachstum des Reiches Gottes in der Ewigkeit so sehen. Wir sollten uns dafür interessieren, ob und wie das Reich Gottes in uns wächst. Das ist uns sehr wichtig.

Gottes Same wurde in unsere Herzen gesät. Es ist der Same des Glaubens, der uns allen bei der Taufe gegossen wurde. Dann verneigte sich Gott gnädig vor uns und bleibt in uns. Es ist auch in uns, als ob verborgen, dass Gottes Kräfte uns mit allem versorgen, was wir für unser christliches Leben brauchen. Es ist genau der Senfkorn des Glaubens, der die Gelegenheit hat, uns in einen erfolgreichen Menschen zu verwandeln, einen Gewinner im Leben.

Hl. Theresa von Lisieux schreibt in einem ihrer Werke wie folgt: „Ich bin wie dieses kleine Senfkorn. Es ist unmöglich zu sagen, was es sein wird. “ Ja, und wie es gewachsen ist! So wie das Reich Gottes – die Kirche hat in der Geschichte der Ausbreitung gelitten, so ist es auch in der Geschichte eines jeden Christen. Wachstum erfordert viel Mühe und Opfer. Sv. Paulus bietet uns in der ersten Lesung Motivation: Ich denke, dass die Leiden dieser Zeit keinen Vergleich mit der zukünftigen Herrlichkeit wert sind, die uns offenbart werden soll. Deshalb müssen wir zur Ehre des Reiches Gottes auch wissen, dass wir leiden müssen, damit wir an der Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes teilhaben können.

Jesus zeigt uns den Weg in das Reich  und lehrt uns beten.

Der Friede beginnt im eigenen Herzen, bevor er sich  ausbreiten  kann unter  den Menschen, hinein  in unsere Welt. Darum bitten wir.

Gott hat die Welt so beliebt, dass er  seinen einzigen Sohn hingab, damit  jeder, der an  ihn  glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

Begegnung mit Gott – 1. Bekehrung

Dann kommt für viele Menschen der Moment, in dem sie mit Gott verbunden sind:
· Die Erfahrung von Gottes mächtigem Eingreifen in das menschliche Leben
· Evangelistische „Show“ mit Wundern, Zeichen, Erfahrungen von gläubigen Menschen und die mächtige Gegenwart des Heiligen Geistes
· Die allmähliche Erfahrung Gottes durch das Zeugnis und die Gegenwart eines anderen, der bereits bekehrt Christen
· Etc.
Einige werden es erleben, ohne belehrt zu werden, wie Jesus schließlich erfahren hat:
20 Dann begann er, die Städte zu schelten in welchen am meisten  seiner Taten geschehen waren , und hatten sich doch nicht gebessert. Wehe dir Chorozain! Weh dir Bethasaida. Wären solche Taten zu Tyrus und Sidon  geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hätten vorzeitig  im Sack und  in der Asche Buße getan. (Mt 11: 20-22)

Dies ist genau das, was Emilliaon Tardiff sagte; Zeichen sind nur Zeichen; nur der Glaube lässt uns ihre Bedeutung erkennen: dass Gott die Menschen liebt , Christus lebt und dass die Kirche mit der Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet ist. (Emilliaono Tardiff)

Aber für manche Menschen wird eine solche Erfahrung zu einem echten Zeichen und sie sind  plötzlich bewusst, dass Gott existiert, der hier gegenwärtig ist, der mächtig, schön ist … und schrecklich in seiner Majestät gleichzeitig! Peter kann  für uns ein Beispiel  sein:

Und als er hatte aufgehört zu reden,  sprach er zu Simon: Fahre auf  in die Höhe  und  werft  eure  Netze aus, dass ihr einen Zug tut. Und Simon antwortetet und sprach zu ihm. Meister, wir haben die ganze Nacht  gearbeitet und nichts gefangen. Aber auf dein Wort will  ich das Netz auswerfen. Und da sie das  taten, fangen sie so viele Fische, dass ihre Netze zerrissen.  Deshalb gaben sie das Zeichen Gefährten, die auf dem anderen Schiff waren, um ihnen zu helfen. Sie kamen und füllten beide Boote voll, dass sie sanken. Als Simon Peter es sah, fiel er Jesu zu den Knien  und  sprach : „Herr, gehe  von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch.  Denn es war ihn  ein Schrecken angekommen, die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie miteinander  getan hatten, Desgleichen auch Jakobus und Johannes die Söhne von Zebedäus, Simons Gefährten. Jesus sagte zu Simon: Hab keine Angst, von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie führten die Schiffe zu Lande und  verließen alles und folgten ihm nach. (Lukas 5: 4-11)
Petrus verstand das Zeichen Christi.

Es gibt Menschen, die sich nach einer solchen Begegnung wirklich in Gott verlieben und sich umdrehen.
Wie Petrus verlassen sie ihr altes Leben und gehen zu Jesus.
Diese Bekehrung ist der erste Schritt im wahren Christentum. Hier in diesem Moment, der  Sympathisant von Jesus Christus, wird er ein Jünger, der Jesus  folgt und bleibt bei Ihm.

Die erste Bekehrung ist genau die Bekehrung, die die protestantischen Brüder so oft erwähnen. Es ist die unmittelbare Entscheidung für Christus, die Sie auf der letzten Seite der protestantischen Bibeln  aufschreiben können: „Ich habe Jesus Christus als meinen persönlichen Retter gewählt; am… um… Uhr in… “. Andere Conversions sind nicht mehr so ​​unmittelbar und eher ein Prozess als eine sofortige Transformation.

Montag der 30. Woche Lk 13,10-17

Jesus, der eine kranken Frau heilte, er sei mit euch 

Was hat diese Frau motiviert? Vielleicht war sie genauso neugierig wie viele andere, die sich in der Synagoge drängten. Nach achtzehn langen Jahren, in denen sie nicht aufrecht stehen konnte, hatte sie wahrscheinlich nicht viel Hoffnung auf Genesung. Selbst wenn sie körperliche Heilung suchte, nahm sie wahrscheinlich nie an, dass Jesus so weit gehen würde, der „Tochter Abrahams“ ihre volle Würde zurückzugeben (Lk 13,16). Aber Jesus hat genau das getan.

Jesus, du warst gesandt zu den Söhnen Israels. Herr, erbarme dich unser.

Du wolltest alle retten, die an dich glauben. Christus, erbarme dich unser.

Du hast die Ehre des Vaters und  das Heil der Menschen gesucht. Herr, erbarme dich unser.

Der heilige Paulus sagt uns, dass wir alle den „Geist der Sohnschaft“ empfangen haben (Röm 8,15). Gott nahm uns als seine Kinder an. Aus dieser großen Wahrheit ergibt sich unser Bewusstsein für Würde, Wert und Liebe. Obwohl wir es nicht verdienen, haben wir Gottes Erbe erhalten, das niemand von uns nehmen kann. Wie melden wir uns für dieses Erbe an? Mach ein „Experiment im Geist“. Bitten Sie in den nächsten drei Tagen einfach den Heiligen Geist, Ihnen zu ermöglichen, sich tiefer und inniger mit dem himmlischen Vater zu treffen. Bitten Sie ihn, Sie mit dem Wissen zu erfüllen, dass Gott wirklich Ihr „Abba“ – Ihr „Vater“ – ein Vater ist, der voller Güte, Barmherzigkeit und zärtlicher Liebe ist, jenseits der Liebe, die jeder menschliche Vater zeigen könnte.

Beobachten Sie beim Beten, wie der Geist ihre Lebenseinstellung ändert. Zeigen Sie mehr Vertrauen, kommen Sie zu Jesus und befreien Sie sich einfach von den Ängsten, Sünden oder Lastern, die Sie binden. Suchen Sie nach einem Weg, um die Liebe Gottes tiefer zu verwirklichen, etwas, das aus ihrem Herzen entspringt und Sie in Schwierigkeiten und Sorgen versetzt. Und Sie werden vielleicht feststellen, dass Sie mit erhobenem Kopf aufrecht gehen und eher bereit sind zu lächeln oder sogar zu lachen. Wenden wir uns nicht der Würde zu, die Jesus uns am Kreuz verdient hat. Der Sieg ist unser. „Denn ihr habt nicht den Geist der Knechtschaft empfangen …, sondern den Geist der Adoptivsohnschaft“ (Röm 8,15). Gott möchte uns wiederherstellen, damit wir sein Bild sein können. Lasst uns also zu Jesus laufen und die Würde unterschreiben, die uns in ihm gehört.

Jesus hat die Bitten der Menschen erhört und ihnen geholfen. In seinem Namen wagen wir, zum Vater zu beten.

Wer den Herrn sucht, gewinnt den Frieden. Deshalb bitten wir.

Selig, die alles verlassen und in der kommenden Welt das ewige Leben erlangen.

Die Entwicklung des Lebens mit Gott

Von dem Moment an wissen wir, dass das Christentum keine Einhaltung  von etwas ist, sondern eine lebendige Beziehung mit jemandem. Es ist uns klar, dass das Christentum – und damit das Leben mit Gott – etwas ist was wächst und entwickelt sich im Laufe der Zeit. Die Idee des Christentums, die seit Jahren statisch ist „so zu leben, wie wir es gelernt haben, als wir jung waren“ ist absurd.


Diese Stadien der spirituellen Entwicklung wurden von Theresia von Avila  als sie geistliche Fortschritt  mit Vorrücken durch die Kammern  verglich den Fortschritt mit dem Vorrücken durch die Kammern des inneren Schlosses (Inneres) in Bezug auf das menschliche Innere). Ebenso ist Johannes vom Kreuz legendär für seine Begriffe „Nacht“
Sinne “und die„ Nacht der Seele“, die mit dieser Entwicklung verbunden sind.
Lassen Sie uns nun diese Stadien der spirituellen Entwicklung genauer betrachten!
Stufe 1 – Gleichgültigkeit
Jede Beziehung beginnt mit gegenseitiger Gleichgültigkeit.
Jedes Ehepaar war zunächst gleichgültig, bevor sie sich trafen und sich trafen. Einige kannten sich überhaupt nicht, andere kannten sich vielleicht und waren vielleicht sogar Freunde – aber bis dahin
An einem Punkt kam ihnen nie der Gedanke, dass sie anfangen könnten, miteinander auszugehen und mehr als nur zwei zu sein
Freunde, die sich grüßen, reden…
In Bezug auf Gott kann dieses Stadium der Gleichgültigkeit verschiedene Formen annehmen:
· Der Mensch kennt Gott nicht – das Wort „Jesus“ sagt nichts zu ihm.
· MANN lehnt GOTT ab – kennt Jesus (zumindest mit Namen)
und Christentum, lehnt sie aber ab. Der Grund ist zu 99 % falsch, dämonisch Vorstellungen von Gott und der verdrehte Begriff des Christentums, die danach geerbt wurden unkontrollierte Erziehung zum Glauben oder nach einer völlig nicht-religiösen Erziehung.

MANN BENUTZT GOTT – wie ein Verkäufer. Wie
Im Laden interessieren Sie sich nicht für den Verkäufer, sondern für das, was er Ihnen anbieten kann sowie zu diesem Zeitpunkt eine Person (die sonst als Christ gilt) er interessiert sich nicht für Gott, er interessiert sich nicht für die Kirche oder für Gottes Wort, er interessiert sich nur für das, was ihm Gott kann geben, was er für ihn tun kann.
Charakteristische Merkmale
Beziehung zu Gott oder keine oder abweisende  oder als Verkäufer –
Wir interessieren uns für „Waren“, nicht für diejenigen, die sie anbieten.

Beziehung der Kirche
Es gibt kein Interesse an der Kirche, keine Beteiligung am Leben der Kirche in dem Sinne, dass die betreffende Person etwas zur Kirche beitragen würde. 

Dominante Form  des Gebetes
oder keine oder flehend (genau wie wenn etwas in einem Geschäft ist
wir fragen den Verkäufer). Normalerweise rezitiert, manchmal sogar
Lesen Sie aus einem Gebetbuch. Manchmal mit   eigenen Worten.

Vertretung  zwischen Christen
In der Praxis ist hier irgendwo die überwiegende Mehrheit der Menschen, die   sich mehr oder weniger zum Christentum bekennt. In der Praxis sind sie noch nicht Christen (d. h. die Jünger Jesu Christi – Apostelgeschichte 11:26). Sie sind immer noch nur die Sympathisanten Christi, die Menschenmengen, die auf Jesus hören
sie beten an, lassen ihn ihm dienen – aber folgen ihm nicht.

Samstag der 29. Woche Lk 13,1-9

 

Jesus, der die Menschen im Gleichnisse lehrte, sei mit euch

Ein chilenischer Gärtner hat kürzlich einen Wettbewerb mit einem Baum gewonnen, den er selbst gezüchtet hat. Gleichzeitig werden Aprikosen, Pflaumen, Kirschen, Pfirsiche und Nektarinen darauf geboren. Alles auf einem einzigen Baum! Solche Bäume werden „Fruchtcocktails“ genannt. Im Gegenteil, der Besitzer eines Obstgartens aus dem heutigen Evangelium würde sich sehr freuen, wenn er mindestens eine einzige Feige auf seinem Feigenbaum finden würde …

Jesus, du bist gekommen, um uns zu retten. Herr, erbarme dich unser.

Du wirst unser Leben fruchtbar machen. Christus, erbarme dich unser.

Du schenkst allen eine Zeit der Gnade und Bekehrung. Herr, erbarme dich unser.

„Fruchtcocktails“ wachsen natürlich nicht so natürlich. Der Gärtner muss Kerben von verschiedenen Bäumen in den ursprünglichen Stamm pfropfen. Der Saft des Wirtsbaums fließt durch sie und nährt sie. Das Endergebnis ist eine abwechslungsreiche Mischung von Früchten.

Wenn Sie darüber nachdenken, dann unterscheidet sich dieser Prozess nicht so sehr von der Art und Weise, wie der Herr die Frucht seines Geistes in ihr Herz einflößt. Natürlich kann zum Beispiel die Frucht der Mäßigung in Ihnen auftreten. Gott arbeitet jedoch daran, ein ganzes Spektrum von Eigenschaften in Ihnen zu entwickeln – Liebe, Freude, Geduld und Selbstbeherrschung. Gleichzeitig unterstützt es aber auch das Wachstum natürlicher, einheimischer Früchte. Der Saft, den wir brauchen, um eine solche Ernte zu bringen, kommt vom Heiligen Geist. Er ist wie ein geduldiger Gärtner des heutigen Evangeliums – ein Mann, der anbietet, den Feigenbaum persönlich zu reifen. Die Gnade des Heiligen Geistes, die unser Herz überschwemmt, ermöglicht es uns, übernatürliche Früchte zu tragen.

Die wichtigste „Ernte“ im Jahr 2016 ist noch weit entfernt; Wir haben noch ein paar Wochen! Wählen wir daher eine Gabe des Geistes und achten wir in den nächsten Wochen besonders darauf. Bitten wir den Heiligen Geist um Hilfe bei der Entscheidungsfindung. Wenn Sie bereits eine bestimmte Frucht ausgewählt haben, laden Sie den Herrn in ihr Herz ein, den Boden dafür vorzubereiten, damit die Ernte so reich wie möglich wird. Falls erforderlich, bereiten Sie das Transplantat vor. Sie können die ausgewählten Früchte auf ein Stück Papier schreiben und in eine Tasche oder Brieftasche stecken. Wann immer Sie das Papier berühren, werden Sie daran erinnert, wie angenehm der Herr von dieser außerordentlich köstlichen Frucht ihres Lebens sein wird – und Sie werden ständig nach anderen Möglichkeiten für Entwicklung und Wachstum suchen!

Jesus öffnet uns den Mund und gibt  uns die Worte, zum Vater zu beten. So beten wir. Jesus ist für  die Sünde gestorben.

Durch ihn werden wir frei  von Sünden. Deshalb bitten wir.

Lobe den Herrn, meine Seele! Alles in mir lobe seinen heiligen Namen.

Freitag der 29.Woche Lk 12, 54-59

Jesus, der sagte; Ihr Heuchler die Gestalt der Erde und des Himmels könnt ihr prüfen,wie prüft ihr aber diese Zeit nicht?er sei mit euch. 

Die heutige Rede von Jesus erklang nach seiner langen Streit mit den Pharisäern und den Schriftgelehrten. Jesus macht die Anwesenden auf etwas aufmerksam,was von ihrem Leben und Tod entscheiden kann. Jesus verwendet dazu eine bekannte Sache und das ist das Wetter.

Jesus,du lehrst uns,wie sollen wir richtig leben. Herr,erbarme dich unser.

Du verlangst von uns die Bekehrung.Christus,erbarme dich unser.

Du willst,dass wir nach deiner Lehre Leben.Herr,erBarmhe dich unser. Wenn im Heiligen Land die Wolken erscheinen,es wird regnet.Vom Mittelmeerraum kommt  die Feuchte. Vom Súden bringt der Wund nur Wärme.  Jesus, erinnern sie an die Fähigkeit zu unterscheiden. Jesus fragt, warum haben sie nicht diese Fähigkeit auch im spirituelen  Bereich. Warum sehen sie nicht, dass die messianischen Zeiten hier sind. Die Pharisäer und Schriftgelehretn haben die Kriterien verwirrt. Sie sollten erkennen, was richtig ist und was zu tun ist. Schließlich, sie hatten das Gewissen und gesunden menschlichen Verstand.Sie sind auf dem Weg zur Ewigkeit und sie müssen daher ihr persönliches Übel sehen und Buße zu tun und persönliche Beziehungen  aufzubauen.Aber es gibt noch eine andere Ebene, wo die Worte von Jesus zielen.Jesus, ruft uns dazu auf, in das Land unseres Herzens zu gehen. Dies ist das Gebiet, in dem wir auskennen sollen. In diesem Gebiet ist auch verschiedenes Wetter.Es gibt verschiedene Zeichen in ihm. Wir sollten erkennen, dass jetzt die Zeit für die Veränderung ist. Machen wir das, solange wir die Zeit haben, weil das Leben endet wird und es kommt das Gericht, das für die Ungerechten hart wird.Wir dürfen die Veränderung nicht verschieben. Und wo sollen wir beginnen? Im heutigen Menschen ist das Gefühl für wahre Liebe noch nicht vollständig zerstört. Folgen wir diesem Gefühl, das in uns widerhallt und nach unserer Buße, beginnen wir wirklich lieben.

Zu Gott, der unser Vater ist, der uns liebt, Schuld vergibt durch den Herrn Jesus, wollen wir beten, wie der Herr uns gelehrt hat.

Der Friede Christi will sich auf unser Leben auswirken, durch seinen Kreuzestod weckt er in uns den Willen zur Versöhnung und führt uns zur Gemeinschaft. Deshalb bitten wir.

Christus ist unter euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit.

 

30.Sonntag im Jahr A Mt 22,34-40

30. Sonntag 2020

Einführung

Ähnlich wie den Schriftgelehrten aus dem heutigen Evangelium auch uns kann interessieren, welches Gebot im Gesetz  das größte ist? Das Gesetz Mose enthält eine Reihe von Geboten, aber nicht alle Gebote sind ebenso wichtig. Sogar es kann passieren, dass wir wegen eines Gesetzes, können wir anderes nicht behalten.

Predigt

Dieses Problem müssten oft  die jüdischen Rabbiner lösen. Es gibt die Gebote, die absolut verbindlich sind und es gibt die Gebote, die wir umgehen können. Wenn uns es nicht klar ist. Es kann passieren, dass jemand ganze Jahre bekennt, dass er am Freitag das Fleisch gegessen hat und er beichtet nicht, davon, dass er Gott nicht über alles liebte und seinen Nächsten, wie sich selbst. Die Frage im heutigen Evangelium zielt  dazu. Was ist das wichtigste?  Die Antwort von Jesus ist eigentlich eine gekürzte Version des Gebotes, das Gott dem Moses am Berg Sinai gegeben hat. Du wirst deinen Gott vom ganzen Herzen, aus ganzer Seelen, aus ganzem Gemüt lieben. Vielleicht überrascht uns, dass hier spricht man von der Liebe zu Gott als vom Gebot. Die Liebe zu Gott sollte ganz natürlich, normal sein. Wir sollten die Liebe und Dankbarkeit, zu Gott haben, doch, er hat uns erschaffen ,  seinen Sohn gesandt hat, der uns erlöst hat. Wir leben in solcher Welt, dass diese Wirklichkeiten  in uns keine Reaktion hervorrufen. Wir verleugnen diese Wirklichkeiten nicht, aber sie bedeuten für uns fast nichts.

Nach der Erbsünde unser Verstand hat sich verdunkelt und der Wille wurde zum Bösen geneigt. Darum müssen uns  diese Sachen befehlen werden. Es ist wie bei einem Kranken. Er muss das essen, was ihm nicht schmeckt, aber es dient zu seinem Guten. Unser Geschmack ist verdorben. Es schmeckt uns das Böse zu tun, aber wir sind nicht glücklich. Das Gut schmeckt uns nicht, aber wenn wir uns  überwinden, finden wir in ihm unser Glück. Darum sind uns die Sachen befehlen, die ganz normal sind, obwohl für uns, die mit Erbsünde betroffen sind, nicht ganz normal sind. Du wirst deinen Gott lieben. Es spricht man nicht; Liebe deinen Gott. Gott zu lieben ist die Aufgabe, die nie fertig wird. Niemand kann sagen, Ich habe Gott schon genug geliebt. Viele wissen, was die Liebe zu einer Frau ist, zu einem Ehemann ist, zu den Kindern ist? Aber was ist die Liebe zu Gott? Vielleicht werden wir das einmal begreifen. Gott zu lieben bedeutet, das Leben zu lieben, weil Gott das Leben ist. Gott nicht zu lieben bedeutet den Weg des Todes zu schreiten. Wer Gott liebt, der den Weg der ungeheuren  Seligkeit schreitet. Die Liebe zu Gott macht uns frei. Im Grunde genommen, wir lieben Gott, wenn wir seine Gebote einhalten. Jesus sagte das selbst. Wer mich liebt, wird meine Gebote einhalten. Die Liebe zu Gott dringt das ganze Leben des Menschen durch.

Wenn ein Mann spontan in eine Frau verliebt, die ihn mit ihrem Aussehen faszinierte, bezauberte ist es normal, dass er ständig an sie denkt. Aber es kann passieren, dass die Frau sagt zu ihm. Denke nicht an mich. Ich liebe dich nicht. Hier kann auch Stolz sein. Auch wenn die Frau das nicht sagt, die Ursache kann verschieden sein, zum Beispiel, du bist für uns nicht gut. Gott, der uns unendlich überragt, er erlaubt uns, dass wir ihn lieben. Nicht nur, dass er uns das erlaubt, er verlangt uns, dass wir ihn lieben, obwohl unsere Liebe ihm nichts gibt. Aber uns viel gibt, wenn wir Gott lieben. Und was bedeutet, unseren Nächsten lieben? Das bedeutet in seine Situation nur das machen, was ich an seiner Stelle würde ich gern wünschen. Aber es ist notwendig noch etwas erwähnen. Gott zu lieben, können wir nur dann, wenn wir uns selbst lieben. Selbstverständlich nicht egoistisch lieben. Das bedeutet, dass wir richtige Sicht auf unser Leben haben. Es scheint dem heutigen Menschen, dass er keine Gründe hat, Gott zu lieben. Der Mensch ist stolz auf seinen Verstand, auf sein Talent, auf seine Kraft, auf seine Kraft. Als ob er vergisst die Wirklichkeit, woher hat er das alles? Wer hat uns alles gegeben? Viele Menschen wollen nicht anerkennen, dass Gott. Oder sie sagen, die Natur, oder sie fragen  überhaupt nicht. Wenn wir aber aufrichtig die Antwort auf diese Frage suchen werden, dann werden wir sicher die Gründe finden, warum wir Gott und unsere Nächste lieben sollen.

 

 

Donnerstag der 29.Woche Lk 12, 49-53

Jesus der sagte; glaubt ihr, ich bin gekommen, um der Erde Frieden zu bringen? Nein,  sage ich euch, aber die Entzweiung, er sei mit euch

Ein Moment! Ist Jesus nicht der König des Friedens? Ist er nicht gekommen, um Versöhnung zu bringen, nicht Spaltung? Warum sagt er seinen Schülern etwas, das sich auf den ersten Blick widerspricht? Jesus sagt nicht, dass seine Mission Spaltung und Entzweiung wird. Vielmehr sagt er seinen Anhängern, was eine natürliche Folge seiner Ankunft sein wird.

Jesus, du hast uns in dein Reich berufen. Herr, erbarme dich unser.

Du stehst uns bei in einer Welt des Widerspruch. Christus, erbarme dich unser.

Du bleibst  bei uns als Licht und treibende Kraft. Herr, erbarme dich unser.

Er wusste, dass nicht jeder die guten Nachrichten akzeptieren würde und dass diese Ablehnung zu Konflikten führen würde. Deshalb wollte er seine Schüler im Voraus warnen, nicht enttäuscht und frustriert zu sein, wenn die notwendige Spaltung eintrat. Gleichzeitig wollte Jesus ganz klar sagen, dass sein Kommen als Messias nicht dauerhaften und Weltfrieden bedeutet. Es ist offensichtlich, dass ein neues Zeitalter gekommen ist, aber es bedeutet nicht, dass die Zeit der ultimativen Harmonie und des Friedens, nach der wir uns alle sehnen, gekommen ist. Nein, wir leben im Zeitalter der Kirche, in einer Zeit, die von dem ständigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit geprägt ist, den wir alle so gut kennen.

Es ist wichtig zu wissen, dass es in Fragen des Glaubens und der Moral immer Meinungsverschiedenheiten geben wird. Gott bittet uns nicht, religiöse Fanatiker zu werden. Er möchte nicht, dass wir das Evangelium der harten Verurteilung derer predigen, die nicht mit uns übereinstimmen. Er möchte vielmehr, dass wir mit aller Kraft auf seine Berufung in unserem Leben reagieren. Und wenn unsere Worte oder Zeugnisse Konflikte verursachen, möchte er, dass wir lernen, wie wir sie lindern, unsere Haltung verbessern und nach einer anderen Gelegenheit suchen, bevor wir das Evangelium weniger konfrontativ weitergeben können. In guten und schlechten Zeiten müssen wir unsere Herzen für alle öffnen, denen wir begegnen, und die Samen der Liebe säen, die Gott in unsere Herzen gegossen hat. Denken Sie daran, dass nicht alle Abteilungen sofort dauerhaft sein müssen. Der heilige Paulus sagt, dass das Kennzeichen des Reiches Gottes „Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist“ ist (Röm 14,17). Wenn wir in der Lage sind, dieses Versprechen im Mittelpunkt unseres Denkens zu halten, können wir möglicherweise dazu beitragen, alle auftretenden Spaltungen zu überbrücken und jemand anderem zu helfen, den Herrn in ihrem Leben willkommen zu heißen.

Jesus Christus nennt uns seine Schwestern und Brüder. Im Vertrauen darauf beten wir mit den Worten Jesu zu Gott als unserem Vater.

Gott überwindet die Spaltungen und führt uns zur Einheit mit ihm zurück. Deshalb bitten wir.

Herr, du bist mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, meine Zuflucht.

Mittwoch der 29. Woche Lk 12,39-48

Jesus, der zu uns  sagt, dass wir vorbereitet sein sollen, er sei mit euch.

Ungefähr 20 Jahre vor der Geburt Jesu Christi rät der römische Dichter Horaz in einem seiner Gedichte einem jungen Mädchen: carpe diem – nutzen Sie den Tag. Dieser Rat wurde in der gesamten Menschheitsgeschichte wiederholt. Noch heute argumentieren viele, dass der Tag so oft wie möglich genutzt werden sollte. Gleichzeitig denkt er jedoch nur an die sensorischen Verwendungen, die mit Vergnügen, Täuschung und der Suche nach verschiedenen Abenteuern verbunden sind. Wir können überrascht sein, dass Jesus heute dieselbe Herausforderung angeht: Nutzen Sie den Tag!

Jesus, du hast uns  reiche Gnade anvertraut. Herr, erbarme  dich unser.

Du wirst wieder kommen zum Gericht. Christus ,erbarme dich unser.

Du willst unser Leben in Herrlichkeit vollenden.Herr, erbarme dich unser

Er gibt uns diesen Rat jedoch in einem ganz anderen Sinne: Seien Sie auf meine Ankunft vorbereitet! Wache! Er erklärt, wie er es sich in zwei Gleichnissen vorstellt. In einem handeln die Menschen nach dem Rat Jesu Christi, in dem anderen nach dem Rat von Horaz. Der erste wartete bereit auf die Ankunft des Herrn, ohne zu schlafen oder Spaß zu haben, sondern um das ganze Haus zu beleuchten, damit er sicher nach Hause zurückkehren konnte. Der Steward des zweiten Gleichnisses macht genau das Gegenteil. Er schlägt Diener, ist betrunken und missbraucht die Abwesenheit des Meisters.

Beide Gleichnisse haben eine gemeinsame Idee – Vorbereitung auf den Tod. Treue Diener sind eine Art von Menschen, die immer bereit sind, Christus zu begegnen. Jesus schätzt sie so sehr, dass er ihnen selbst als Gaben des Himmelreichs dienen wird. Der untreue Verwalter ist eine Art von Menschen, denen es gleichgültig ist, Jesus zu begegnen. Sie leben, wie niedrige Instinkte es ihnen zeigen, und es ist ihnen egal, dass sie eines Tages Verantwortung für ihre Handlungen übernehmen müssen. Jesus sagt, dass sie bestraft werden. Was will Jesus uns in Gleichnissen sagen? Es zeigt den Weg derer, die das Evangelium angenommen und geglaubt haben. Es ist ein Weg der Treue durch Taufe Engagement, eine Anstrengung, Gutes zu tun, eine Entschlossenheit, die drei göttlichen Tugenden im Leben zu erfüllen – Glaube, Hoffnung und Liebe und grundlegende Tugenden. Diesen Weg zu gehen bedeutet, in den Himmel zu gehen. Es ist eine ständige Vorbereitung auf die Begegnung mit Christus. Was sind die grundlegenden Aktivitäten? Die erste Tugend ist Klugheit. Es ist definiert als richtiges und weises Verhalten. Es wird nicht nur durch Bildung erreicht, sondern vor allem durch Gebet, Selbstverleugnung, Handlungen der Liebe, Demut und Güte. Es hilft einem Menschen, im Gewirr von Lebensproblemen immer die richtige Entscheidung zu treffen.

Eine andere Aktivität ist Gerechtigkeit. Es führt eine Person dazu, jedem zu geben, der ihm gehört. Mit diesem Akt können wir gegen Fehler jeglicher Art und Größenordnung kämpfen. Moralische Stärke ist auch eine grundlegende Tugend. Sie kontrolliert die Ernährung und den sexuellen Antrieb gemäß Gottes Gesetzen. Es hilft einer Person, Disziplin beim Essen, Trinken und Sex zu pflegen. Schließlich ist die vierte Tugend milde. Es ist die Gabe des Heiligen Geistes, die uns hilft, alle Hindernisse auf dem Weg der Heiligung des Lebens zu überwinden. Ein Mensch, der die Tugend der Sanftmut besitzt, wagt weder zu glauben, er sei ein Heiliger, noch ist er ein Feigling, der nicht den Mut hat, mit Gottes Hilfe Sünden zu bekämpfen. Fassen wir also alles zusammen, was wir bisher gesagt haben. Welcher Diener ist bereit für das Kommen des Herrn? Einer, der nach göttlichen und grundlegenden Tugenden lebt. Bin ich so ein Diener? Lebe ich ein Leben im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe? Ich bitte um die Gabe der Klugheit, damit ich richtig handeln kann? Bin ich nur gegen meine Nachbarn? Kann ich meine körperlichen Bedürfnisse kontrollieren? Kann ich mein Denken und Handeln richtig einschätzen? Wenn der Herr in diesem Moment für mich kam, bin ich bereit?

Ein reicher Mann bat Papst Pius IX. zur Beichte. Der Papst gestand, aber sie konnten sich nicht auf eine reuige Tat einigen. Der Mann war bei schlechter Gesundheit und konnte weder fasten noch pilgern. Deshalb gab ihm der Papst einen goldenen Ring, in den zwei Wörter eingraviert waren: Memento mori – Denken Sie daran, zu sterben. Der Papst befahl ihm, einen Ring zu tragen und ihn von Zeit zu Zeit anzusehen. Der Mann hielt es anfangs für einfach, so dass er keine Reue bekam. Später gab er jedoch zu, dass ein Blick auf den Ring nützlicher sei als Fasten, Pilgerreisen oder lange Gebete. Der tägliche Anblick des Rings hielt ihn wach und bereit, dem Herrn zu begegnen. Lassen Sie uns diese Idee in uns tragen. Wir werden jeden Tag nutzen, um Gutes zu tun, um Verdienste für das ewige Leben zu erlangen. Und fangen wir heute an!

Herr Jesus Christus an deinem Tisch versammelt sprechen wir mit deinen Worten.

Gottes Liebe hat uns den Tisch gedeckt und lädt zum Mahl. Wir kommen mit Freude und bitten.

So spricht der Herr. Wer mein Fleisch  isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe  in ihm. 

Dienstag der 29. Woche im Jahr Lk 12,35-38

Jesus, der sagte: Wandelt, ihr das Licht habt, damit nicht Finsternis euch  ergreife.

Ein Christ ist ein Mann, der Jesus erwarten kann, und deshalb ist er ein Mann der Hoffnung. Christus hat uns mit seinem Opfer zu seinen „Freunden, Lieben, die in Frieden leben“ gemacht. Menschen, die warten können und eine feste Hoffnung in Vorfreude pflegen. Christen, ein von Jesus vereintes Volk, das alle Streitigkeiten überwindet. Sie sind die Menschen, denen er selbst dient und die ihm einen Namen gegeben haben. Im Evangelium ist Christus wie ein Herr, der spät in der Nacht aus der Hochzeit und er als gesegnete Diener bezeichnet, die darauf warten, ihn mit brennenden Lampen zu beobachten.

Jesus  du kommst uns heimzuholen zum Vater. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns  das Licht deines Wortes  auf den Weg gegeben. Christus, erbarme dich  unser. 
Du bereitest  uns  den Platz beim himmlischen Hochzeitsmahl. Herr, erbarme dich unser.

Jesus wird sie dann an den Tisch stellen und ihnen dienen. Der erste Dienst, den der Herr den Christen leistet, besteht darin, ihnen eine „Identität“ zu geben. Wir ohne Christus haben keine Identität. Hl Paulus schreibt an die Heiden: „Denken Sie daran, dass Sie einmal ohne Christus waren, ohne die Gemeinschaft Israels.“

Jesus kam, um uns die Staatsbürgerschaft z geben, die dem Volk gehört, um uns einen Namen, einen Nachnamen zu geben. Von „Feinden ohne Frieden“ machte Christus uns mit seinem Blut zu Verbündeten, als er die Trennmauer nieder brach. Wir alle wissen, dass es eine Mauer gibt, wenn wir nicht im Frieden mit Menschen sind. Die Mauer, die uns trennt. Aber Jesus bietet uns seinen Dienst an, diese Mauer niederzureißen, damit wir uns treffen können. Wenn wir geteilt sind, sind wir keine Freunde. Wir sind Feinde. Und er tat noch mehr, um alles in Gott zu versöhnen. Er versöhnte uns mit Gott: Er machte Freunde aus Feinden, er machte Söhne aus Fremden. Er machte „Straßenmenschen“, Leute, die nicht einmal „Gäste“ waren, „Mitbürger der Heiligen und Mitglieder der Familie Gottes“, wie der heilige Paulus es ausdrückt. Dies tat Jesus mit seinem Kommen. Aber unter welcher Bedingung? Warte auf ihn, warte auf ihn als Diener deines Herrn. Erwarte Jesus. Wer nicht auf Jesus wartet, schließt ihm die Tür, lässt ihn dieses Werk des Friedens, der Gemeinschaft, der Staatsbürgerschaft oder mehr nicht ausführen: Name. Er gibt uns einen Namen. Er macht uns zu Gottes Kindern. Dies ist die Erwartungshaltung Jesu, die sich in der christlichen Hoffnung befindet.

Ein Christ ist ein Mann oder eine Frau der Hoffnung. Er weiß, dass der Meister kommen wird. Kommt er wirklich Wir kennen diese Stunde nicht aus dem Evangelium. Wir kennen die Stunde nicht, aber er wird kommen. Er wird zu uns kommen, aber nicht um uns isoliert zu finden, Feinde, nicht um dies zu tun, sondern um uns zu finden, wie er uns zu seinem Dienst gemacht hat: enge Freunde, die in Frieden leben. Hier kommen wir zu einer anderen Frage, die ein Christ stellen kann: Wie erwarte ich Jesus? Oder noch früher: Erwarte ich ihn überhaupt? Glaube ich an diese Hoffnung, dass er kommt? Habe ich ein offenes Herz, um zu hören, wie er an die Tür klopft oder sie öffnet? Ein Christ ist ein Mann oder eine Frau, die Jesus erwarten kann, und deshalb ist er ein Mann oder eine Frau der Hoffnung. Im Gegenteil, der Nichtjude – und oft verhalten wir Christen uns wie Heiden – vergisst Jesus, denkt an sich selbst, seine Sachen, wartet nicht auf Jesus. Der egoistische Heide verhält sich so, als wäre er ein Gott: „Ich werde für mich selbst ausreichen“. Und das endet schlecht, es endet ohne Namen, ohne Nähe, ohne Staatsbürgerschaft.

Der uns das Brot des Lebens  geschenkt hat, hat uns zugleich gelehrt, um das tägliche Brot den Vater zu bitten.

Bevor   wir zum Mahl, das der Herr uns bereitet, hinzutreten, wollen wir ihn um  den Frieden bitten.

Selig, die unverhüllt schauen werden, was  wir  in diesem Brot  schon jetzt empfangen dürfen

Montag der 29.Jahr Lk 12,13-21

 

Jesus, der sagte; Gebt Acht und hütet vor aller Habsucht, er sei mit euch.

Im Grundschulleser gibt es eine Geschichte mit dem Titel: Wie viel ist genug für eine Person? Der einfache Russe beschwerte sich immer wieder: „Wenn ich nur mehr von diesem Land hätte!“ Er hatte genug zum Leben, aber er wollte mehr. Sein reicher Nachbar bot ihm einmal an: „Ich werde dir so viel Land geben, wie du an einem Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf eigenen Beinen überqueren kannst.“

Jesus, du bist der Reichtum unseres Lebens. Herr, erbarme dich unser.

Du kommst uns heim zurufen zum Vater. Christus, erbarme dich unser.

Du willst uns  den Reichtum ewiger  Vollendung  schenken. Herr, erbarme dich unser.

Der Mann hatte es eilig. Er markierte die Felder, an denen er vorbeiging. Er wollte immer noch mehr. Abends schleppte er sich verschwitzt und erschöpft nach Hause. Er fiel zu Boden und war tot. Als sie ihn begruben, dachte sein Nachbar. „Zwei Meter lang, zwei Meter tief und einen Meter breit. Ist das genug für eine Person? „

Das Gleichnis spricht von einem reichen Mann, dessen Feld eine reiche Ernte brachte. Er baute neue Getreidespeicher, lagerte Getreide. Deine Seele hat großartige Vorräte… Ruh dich aus, iss, trink und schlemme fröhlich! Aber Gott sagte zu ihm: „Narr, sie werden heute Nacht dein Leben fordern. Und was hast du angesammelt, wessen Wille wird es sein? „Diese harten Worte Jesu gehören allen, die ihre Haushalte mit Eigentum füllen und darauf fixiert sind, mehr und besser zu haben. Sie denken nicht darüber nach, was sie vor Gott reich macht. Sie akkumulieren keine Werte, für die oder erhalten wird. Dann sind wir sehr überrascht, wie viel Unruhe, Gier und Neid in und um uns herum herrscht.

Ein armer Schuhmacher lebte mit seiner Familie in einem Haus. Sie litten oft unter Hunger, aber sie waren fröhlich und sangen. Ein reicher Nachbar beneidete sie. Eines Tages brachte er ihnen eine Tüte Gold, unter der Bedingung, dass sie es nicht durch Lachen und Singen stören würden. Der Schuhmacher tröstete die Kinder. Die Tasche versteckte sich unter dem Kissen. Nachts konnte er nicht schlafen, weil er Angst hatte, ausgeraubt zu werden. Er konnte es am Morgen nicht aushalten und nahm das Gold des Nachbarn zurück. „Ich hätte lieber Frieden im Haus als diese Tüte Gold.“ Was würde Jesus uns sagen? Wenn wir nicht wie ein dummer reicher Mann sein wollen, lassen Sie uns unser Inneres schnell nach Gottes Willen ordnen. Was ist, wenn sie heute Abend unsere Seelen fragen?

Da wir Gottes Bild  in uns tragen und Gott gehören, dürfen  wir es wagen , zum Vater zu beten,

Da die Welt, in der wir leben, den Frieden  nicht findet, wollen wir den Herrn um seinen Frieden  bitten. 

Selig, die Gott geben, was Gott gehört, und den Weg Gottes gehen bis zur  Vollendung.

Hl.Ignatius von Antiochien, Lk12,8-12

Jesus, der sagte; Euch ist es gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reiches Gottes, er sei mit euch.

Unser Glaube reicht nicht für die Erlösung. Um das zu können, müssen wir danach leben. Es muss in unseren Worten und Taten sichtbar sein. Manchmal haben wir Angst, dass sie uns auslachen. In anderen Fällen werden wir die Konsequenzen unserer Religion nicht ertragen können. Jesus möchte uns mit diesem Wort von der Angst befreien. Er sagt, wir sollten alle unsere Sorgen ihm und dem Heiligen Geist überlassen, die uns zum Verhalten inspirieren werden. Voraussetzung ist, dass wir in Gottes ständiger Gegenwart leben.

Jesus, du bist unser Anwalt vor dem Vater. Herr, erbarme dich unser.

Du hast und die Vergebung unserer Schuld  zugesagt. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns den Heiligen Geist als Helfer verheißen. Herr, erbarme dich unser.

Der heilige Ignatius wird abgebildet mit Löwen und  dem Monogramm Christi. Er ist Patron gegen Halsweh und Hautausschläge. Von seinem Wege  wissen wir  nur wenig. Man vermutet, dass Ignatius syrischer Abstammung war. Man gab  ihm den Namen Theophorus, Gottesträger und weit über die  Grenzen  seines Bistums   hinaus war er  eine  angesehene  und hochverehrte  Persönlichkeit, deren Autorität unumstritten anerkannt war. Wie lange er der Gemeinde  in Antiochien verstand, wissen wir nicht. Es wird  angenommen, dass er die  Verfolgungszeit   unter Kaiser  Domitian  miterleben, sie aber  überstand. Als  Greis jedoch ergriff man ihn zur  Zeit  Trajanus und sandte den zum Tode  Verurteilen unter militärischer  Bedeckung  zusammen  mit  einigen   Gefährten  nach Rom. Die alten Akten berichten, dass Kaiser  Trajan  das  Verhör  persönlich leitete. Dabei habe  Ignatius sich  mit  eindrucksvoller Würde und   Festigkeit  zu Christus  bekannt. Als  Trajan den Bekenner fragte. Trägst du  dem Gott in dir? Antwortete der heilige Bischof. Ja, denn es steht   geschrieben. Ich werde Wohnung in ihnen nehmen. Erst nachdem alle Überredungsversuche  des Kaisers umsonst geblieben waren, fällte er das Todesurteil.

Wir haben nicht nur einen Gott, sondern einen Vater im Himmel. Zu ihm dürfen  wir voll Vertrauen beten.

Gottes Erbarmen ist größer als menschliche Schuld. Darum bitten wir.

Du bist heilig, Herr unser Gott.

Die Bedeutung der körperlichen Heilung

Jesus war kein Arzt, sondern ein Bote des Reiches Gottes. Auch ein Heilungsdienst
Die Kirche will den Ärzten nicht die Arbeit entziehen, sondern ein Zeichen dafür sein, dass Gottesreich kommt.

Johannes war im Gefängnis. Als er von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger zu ihm zu  fragen: „Bist du der, da  kommen soll, oder sollten wir eines  anderen warten?“ Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Geht  hin  und sagt Johannes wieder, was ihr seht und hört;
Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein, die Tauben  hören, die Toten stehen auf  und den  Armen  wird, das Evangelium  gepredigt. Und selig ist, der sich  nicht an  mir ärgert. “
(Mt 11: 2-6)
19 Wenn ich aber böse Geister durch die Macht Beelzebubs vertreibe, durch welche Macht vertreiben deine Kinder sie? Dafür sie werden deine Richter sein. 20 Wenn ich aber durch den Finger Gottes böse Geister vertreibe, dann ist es zu euch das Reich Gottes gekommen.(Lukas 11,19n)
In diesem Sinne hat die Kirche dieses Geschenk von Anfang an genutzt: 20 Und sie gingen und predigten überall. Der Herr half ihnen und bestätigte ihre Worte mit Zeichen begleitet. (Mk 16,20)
Heilung ist heutzutage wie damals ein Zeichen, das zur Bestätigung der Verkündigung des Reiches Gottes führt. Während eines Besuchs machten wir 1984, um dieses Buch zu veröffentlichen, spendete uns ein Notizbuch, in dem 224 Zeugnisse der Heilungen verzeichnet wurde. Gruppen trafen sich in Guara Rosaris Haus in der Columbus Street. Nur beim Treffen im 13. November 1975 wurden 22 Heilungszeugnisse aufgezeichnet. Aber dann hörten sie auf, sie schriftlich  aufzunehmen, weil „es schon zu viele von ihnen gab“. Wir fragten, ob der Herr  äußert sich noch so oft wie vorher, er antwortete „Nein, nicht so oft, denn jetzt gibt es nicht so viele Kranke.“ (Emilliano Tardiff, Jesus lebt)
Es ist logisch. Als Jesus Lazarus auferweckte, war es sicherlich schön – aber nach Lazarus wieder Zeit er starb. Aber die Verkündigung des Evangeliums und die Annahme des Königreichs geben dem ewigen Leben eine neue Existenz in Gott. Jede Heilung ist letztendlich vergebens, wenn sie nicht zum Glauben führt, zur Bekehrung und Akzeptanz neuen Lebens.
Daher müssen Heilungen auch von der Verkündigung des Wortes begleitet sein, wie wir das  im ersten Kapitel der Apostelgeschichte sehen. Wie Emilliano Tardiff noch einmal sagt: Zeichen sind nur Zeichen; nur der Glaube lässt uns ihre Bedeutung erkennen: dass Gott das liebt Christus lebt und dass die Kirche mit der Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet ist.

Freitag der 28.Woche Lk 12,1-7

Jesus, der sagte; Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, der Heuchelei ist.

Wie geht es ihnen drinnen? Handel sie nach dem, was sie sagen? Dies hatte Jesus im Sinn, als er seine Apostel vor dem „Sauerteig“ der Pharisäer warnte (Lukas 12: 2). Ihr Sauerteig war Heuchelei. Obwohl sie davon sprachen, dass sie  die Gesetze  halten, erwarteten viele von ihnen wirklich nur Respekt von anderen, während sie selbst Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Gottes Liebe vernachlässigten. Trotz all ihrer Bemühungen gähnte ihr Leben vor Leere.

Jesus, du hast uns das Verborgene kundgetan. Herr, erbarme dich unser.

Du hast Macht uns ewiges Leben zu schenken. Christus, erbarme dich unser.

Du hast den Sieg über Hölle und Tod errungen. Herr, erbarme dich unser.

Lassen wir uns nicht irren: Jesus war, streng mit den Pharisäern, aber Hand aufs Herz – seine Worte gelten auch für uns. Jeder von uns hat seinen eigenen Bereich der Heuchelei, in dem unser Inneres leer ist, aber von außen versuchen wir es zu vertuschen. Die Frage ist: Wie geht man damit um? An wen kann man sich wenden, um diese innere Leere zu füllen? Immerhin zu Gott! Unsere Gebete drehen sich so oft um uns und unsere Bedürfnisse – Heilung, Gunst, Befreiung von der Sünde und so weiter. Dies sind alles wichtige Dinge, um die wir bitten müssen, aber wir müssen Gott nur für sich selbst suchen und uns auf seine Größe konzentrieren.

Wenn sie das nächste Mal beten, beschließen sie, Gott an die erste Stelle zu setzen. Finde eine Zeit, in der dich niemand stören wird. Legen Sie all ihre Sorgen und Ängste so gut Sie können beiseite und konzentrieren Sie ihr Herz und ihren Verstand auf ihren himmlischen Vater. Vielleicht singen Sie ein Loblied oder hören geistliche Musik – alles, was Sie Gott näher bringt. Sie können einen Auszug aus der Schrift über seine Barmherzigkeit, Größe und Stärke lesen (Psalm 23 und 62 oder Jesaja 43). Dann sei einfach bei deinem Gott – sitze, stehe, knie nieder, liege, nimm eine geeignete Position ein und befreie dich von den Gedanken an dich.

Der wichtige Punkt ist, sich auf Gott zu konzentrieren. Dies ist niemals Zeitverschwendung, obwohl es zunächst wahrscheinlich schwierig sein wird, unseren materiell orientierten Verstand davon zu überzeugen, dass es sehr wertvoll ist, den Herrn zu hören. Wann immer wir uns Gott auf diese Weise nähern, wird er uns immer willkommen heißen und uns tiefer in sein Leben hineinziehen. Er möchte, dass wir eine lebendige und tiefe Beziehung zu ihm haben, damit sie ihm ähnlicher sind. Also lass ihn dich zu seinem Schüler machen – innen und außen!

Jesus hat uns gezeigt, dass Gott unser Leben will. Darum beten wir zu ihm.

Jesus Christus hat am Kreuz durch sein Blut Frieden gestiftet.

Auf ewig denkt der Herr an seinen Bund. Er ist gnädig und barmherzig und gibt Speise denen, die ihn fürchten.

29.Sonntag im Jahr.A Mt 22,15-21

29.Sonntag A 2020

Einführung

Sicher haben wir alle die Erfahrung, dass uns jemand  in der Rede erwischen wollte. Kinder können bereits Fragen stellen, sodass Erwachsene auf  jedes Wort aufpassen müssen. Wir befinden uns möglicherweise in unangenehmen Situationen im Leben, wenn wir wissen, dass wir so angesprochen werden, und  dass jede Antwort gegen uns missbraucht wird. Es ist eine unangenehme Situation für Politiker, für einen  Bischof oder für  uns.

Predigt

Das Evangelium spricht von einer solchen Situation, in der die Jünger der Pharisäer und Herodianer Jesus in ihre Rede aufnehmen und ihn fragen wollen: „Was denkst du: Ist es nach deiner Meinung dem Kaiser Steuer zu zahlen oder nicht“ (Mt 22,17)?
Von Beginn seiner öffentlichen Aufführung an behinderte Jesus Pharisäer und Herodianer. Zumal darum, dass  er ihre Heuchelei entlarvte. Die Wut gegen Jesus vereinte die ansonsten feindlichen Pharisäer mit den Herodianern und Sadduzäern. Sie wurden durch die Lehre Jesu behindert, dass „er gekommen ist, um Sünder zu rufen“. Deshalb wollen sie Jesus kreuzigen. Sie müssen ihn daher in seiner Rede fangen. Sie wählen die bekannte Taktik. Sie kommen mit scheinheiligem Lob zu Jesus: „Lehrer, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und den Weg Gottes gemäß der Wahrheit lehrst“ (Mt 22,16). Sie werden eine Frage für Jesus vorbereiten, damit jede Antwort gegen ihn missbraucht wird, ob er mit „Ja“ oder „Nein“ antwortet. Die Juden hassen die Römer, weil sie ihre Nation eroberten. Jeder erwachsene Jude muss dem Kaiser Steuern zahlen. Die Frage ist: „Was denkst du: Frei, den Kaiser zu bezahlen oder nicht“ (Mt 22,17)? Haben sie vergessen, haben sie nicht erkannt, hatten sie einen dunklen Verstand, dass Jesus nicht nur über sich selbst sagte, sondern sich auch als der Sohn Gottes erwies? Jesus sagt immer die Wahrheit und lehrt den Weg Gottes gemäß der Wahrheit. Die Pharisäer, Herodianer und Sadduzäer denken, wenn Jesus „Ja“ sagt, bedeutet dies, dass die Juden dem Kaiser Tribut zahlen müssen, und Jesus wird seinen Ruf beim Volk verlieren und ihn als Verräter, als Feind der Nation betrachten. Wenn Jesus „nein“ sagt, ist es nicht frei, die Steuer an den Kaiser zu zahlen, sie beschuldigen ihn des Gouverneurs Pontius  Pilatus als Aufrührer. Die Feinde Jesu wissen nicht, dass sich der Moment, für den er auf die Erde kam, nähert, und sie erfüllen seinen Willen durch ihr Bewusstsein und freiwilliges Verhalten. Jesus wird auch für sie sterben, um sie zu erlösen und zu retten. Selbst jetzt, wenn sie Jesus in der Rede fangen wollen, hört er nicht auf, sie zu lieben. Seine Antwort auf die Fragen ist göttlich weise. Es geht nicht um die rechtliche Frage, ob zu zahlen ist oder nicht, oder sogar um die Frage der Beziehung zwischen Kirche und Staat, sondern darum, ihn als den vorhergesagten Messias, den höchsten Herrn und Gott anzuerkennen. Jesus ist selbst dann der Messias und wird es immer sein, auch wenn er nicht als Messias akzeptiert wird. Jesus kann nicht in eine Falle tappen. Indem Sie auf das Bild und die Inschrift auf der Münze zeigen und sagen: „Geben Sie deshalb Cäsar die Dinge, die Cäsar gehören, und Gott die Dinge, die Gott gehören“ (Mt 22,21), und erklären und lehren Sie, dass Kaiser und Gott unter normalen Umständen nicht gegeneinander stehen. Der Kaiser – eine Macht, die durch ein gerechtes Gesetz gewählt wird – hat seine Rechte, die ein guter Bürger, ein christlicher Christ, respektiert. Daher ist der Christ der legitimen Regierung treu. Für den Christen folgt, dass er seine Rechte, aber auch seine Pflichten hat. Ein Christ ist Bürger zweier Welten, er hat die doppelte Staatsbürgerschaft. Der Christ hat eine Verantwortung gegenüber der weltlichen Macht, vor allem aber gegenüber Gott. Der Glaube eines Christen wird nicht daran gehindert, seine Pflichten gegenüber der weltlichen Macht zu erfüllen, was rechtmäßig ist. Jeder Christ hat das Recht, sich am politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben zu beteiligen, solange dies seine Erlösung nicht gefährdet.

Was ausdrücklich gegen Gottes Willen ist, mit dem kann der Christ nicht zustimmen. Ein Christ kann solchen Gesetzen nicht zustimmen, die Gottes Willen widersprechen. Der Christ kennt den Willen Gottes aus der Schrift und der Tradition der Kirche. Daher haben das Lehramt, der Papst und die Bischöfe nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, über die anvertraute Kirche zu wachen und die Errettung des Volkes zu schützen. Sie verfolgen nicht ihren Willen, ihre Interessen, sondern die Sache Gottes. Sie dürfen nicht schweigen, sie müssen sprechen, auch wenn sie gegen die Mehrheit stehen, gegen diejenigen, die Macht haben, indem sie gegen Gottes Gesetze verstoßen. Dies ist keine Politik, wie der von ihm ernannte Bischof und der Priester lehren und die Lehre der Kirche erklären, die mit der Regierungsmacht in Konflikt geraten ist. Es kann keine diskriminierenden Gesetze verabschieden, es darf nicht auf der Seite der Ausbeuter stehen, d. h. auf der Seite der Sünde. Er muss die Sünde bei seinem richtigen Namen nennen. Warnt vor Gefahren. Auch, wenn er sich persönlich unwohl oder schwierig fühlt. Die Worte des Paulus an Timotheus sind immer noch zeitlich begrenzt: „Predige das Wort, halte darauf zu gelegener und ungelegener Zeit, überführe, weise ernstlich zurecht, ermahne mit  aller Langmut und Lehre. Denn es  wird eine Zeit sein, dass sie die   gesunde Lehre nicht  ertragen werden, sondern  nach ihren  eigenen Begierden   sich selbst  Lehrer aufhäufen  werden, indem  es ihnen  Ohren von der Wahrheit abkehren  sich  aber zu den Fabeln  hinwenden  “(2 Tim 4: 2-3).
Die Worte: „Gebt  denn  dem Kaiser,  was des Kaiser ist und  Gott, was  Gottes ist“ (Mt 22,21), sie unterliegen keinen Modetrends, Sympathien, sie können nicht durch menschliche Macht abgeschafft werden, aber wir sollten uns Jesus immer mit Steuergeldern vorstellen. Er möchte mit seinem Blick in unser Inneres, unser Gewissen eindringen, damit wir ihn immer als unseren Herrn und Gott akzeptieren. Es wäre falsch für uns, gegen unser Gewissen zu handeln. Die Sicht Jesu auf das Evangelium ist auch heute noch relevant: Geben Sie dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört?
Kein Mensch kann irgendetwas oder irgendjemanden vor Gott priorisieren. Macht, Herrlichkeit …  Gott dürfen wir nicht an zweiter Stelle in unserem  Leben setzen. Man darf nicht vergessen, dass das Leben auf der Erde flüchtig ist.

Ein Christ weiß, dass er auch einer ungläubigen Regierung gehorchen sollte, wenn sie rechtmäßig gewählt wurde, aber in Angelegenheiten, die nicht den Rechten Gottes entsprechen, muss er Gott Vorrang einräumen.
Hl. Justin, ein Philosoph, Märtyrer und Verteidiger des Christentums, schrieb ungefähr 150 an einen römischen Kaiser, der Christen verfolgte, und sagte: „Sie haben keine besseren Helfer oder Verbündeten auf der Welt von uns, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Zum Beispiel lehren wir, dass Gott auch Betrüger, Erpresser und Kriminelle sowie tugendhafte Menschen kennt. Jeder wird ewige Strafe oder ewige Belohnung für seine Taten erhalten. Ein guter Christ ist der beste Bürger und Arbeiter, weil Gott und sein christliches Gewissen ihn darum bitten. „“
Auf Jesu Befehl: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und  Gott, was  Gott ist  (Mt 22,21), vergisst der Christ nicht und erfüllt somit beide Teile. Ein Christ sieht nicht nur seine Pflichten, seine Rechte, sondern auch die anderen um ihn herum. Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: „Aufgrund ihrer Mission und ihres Tätigkeitsbereichs verschmilzt die Kirche in keiner Weise mit der politischen Gemeinschaft und ist auch nicht an ein politisches System gebunden. Sie ist daher ein Symbol und gleichzeitig ein Schutzpatron der Transzendenz der menschlichen Persönlichkeit“ (GS Nr. 76).

Jesus konnte nicht in der politischen Falle gefangen werden, die ihm seine Feinde gestellt hatten. Im Gegenteil, er erinnerte sie und uns sehr deutlich daran, was Gott von uns verlangt, was unsere Verpflichtungen gegenüber dem Kaiser und Gott sind. Am Ende der Zeit wird die Wahrheit siegen. Diejenigen, die heute mit einer Maske leben, mögen politisch, kulturell, wirtschaftlich sein und denken, dass es ihnen in der Ewigkeit helfen wird, lassen sie ihre Masken aufgeben, verlassen die Fallen , die sie  anderen stellen, damit sie selbst  nicht in ihnen gefangen werden und ihre Ewigkeit nicht gefährdet wird .

Lasst uns für uns selbst und für diejenigen, die uns anvertraut sind, beten, um das Böse zu vermeiden, nicht unter denen, die Fallen stellen, sondern im Gegenteil die Worte des Herrn Jesus erfüllt haben: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gott ist (Mt 22,21).

Hl.Theresia von Avilia, Lk 11,47-54

Jesus, der sagte: Wehe euch Gesetzgelehrten! Denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen, er sei mit euch.

Heute feiern wir den großen Gedenktag  der  heiligen Theresia von Avila. Sie stammte aus einer adeligen Familie. In ihrer  Jugend  war sie heiter, ausgelassen und durchaus an Schönheit  ,Reichtum  und ein  einer Heirat interessiert. 1535  entschied  sie sich trotzdem für das Klosterleben und trat  in das  Karmeliterinnen-Kloster in Avila ein.

Jesus, du wolltest alle retten. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns den Weg des Heiles  gelehrt. Christus, erbarme dich unser.

Du liebst, die dir in Vollkommenheit folgen. Herr, erbarme dich unser.

Mit vierzig Jahren erfuhr sie  die Anrufung  Gottes. Visionen. Aufrufe zu größerer Innerlichkeit führten  sie auf  den Weg zur  inneren Vollkommenheit. Sie begann die laxen Klosterregeln zu reformieren  und  gründete ihr erstes  Kloster in Avila. Durch ihre  außerordentliche geistige Begabungen  und ihre  stete Vereinigungen mit  Gott befähigt, half  sie allen Ratsuchenden, verbreitete Botschaften, Hoffnungen und Empfehlungen. Stets galt ihr ganz besonderes  Bemühen  der durch  Irrlehren zerrissenen Kirche.Ihr Leben in der Vereinigung mit  Gott, spiegeln die Bücher  wider, die sie in ihren letzten zweiundzwanzig Lebensjahren schrieb.  Ihre Autobiographie . ,, Buch der Erbarmungen des  Herrn, oder  die  Titel. Weg der Vollkommenheit“. Wohnungen oder die Seelenburg,  sowie zahllose pädagogische Schriften sind die Zeugnisse ihrer  mystischen  Schau . Nie sicher vor  Verleumdungen, Anfeindungen und  wirtschaftlichen Sorgen  für  ihr Kloster, starb  die Mystikerin am 4. Oktober 1582 in Alba  de  Tormes   bei Salamanca.  Papst Paul VI. erhob Theresia am 27. September  1970  zur Kirchenlehrerin.

Nach Gottes Willen sollen wir zu ihm gelangen. Wir dürfen ihn für seine Güte loben und beten, wie es uns Jesus Christus gelehrt hat.

In Jesus Christus sind wir berufen heilige  und untadelig  vor Gott zu leben. Deshalb bitten wir.

Allen, die  ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden,