Archiv für den Monat: Mai 2017

Pfingsten A Joh 20,19-23

Pfingsten 2017- Die Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes

Einführung

Die Apostel sahen an den Wundern Jesu, dass er nicht aus menschlicher Kraft wirkte, sondern mit der Kraft Gottes. Nachdem Jesus auferstanden und zum Vater heimgekehrt war, ging diese Kraft Gottes nicht verloren. Sie wirkte weiter durch den Heiligen Geist.

Predigt

In einem Witz geht es um den Unterschied zwischen einem Optimisten und einem Pessimisten: Herr Novak ging durch die Sahara. Plötzlich sah er einen Hubschrauber über seinem Kopf fliegen und aus einem Megaphon ertönte eine Stimme. Sie sagte: Was machen Sie hier? Herr Novak antwortete: Ich gehe bis zum Meer. Da hörte man wieder die Stimme aus dem Hubschrauber: Sind Sie verrückt? Das Meer ist von hier 800 km entfernt. Darauf Herr Novak: Meinen Herren, sagen Sie das dem Strand!

Vor zweitausend Jahren dachten viele Menschen, dass mit dem Tode Jesu alles zu Ende sei. Alles, was Jesus versprochen hatte, wurde nicht erfüllt. Das endgültiges Ende vermutete man, als Kaiser Vespasian mit seiner Heerschar heranzog, und die Stadt Jerusalem und den Tempel zerstörte. So sagten die Pessimisten.

Aber es war auch eine andere Gruppe von Menschen, die an Jesu Worte glaubten. Sie glaubten, dass sich  alles,  was Jesus gesagt hatte, verwirklichen wird. In diesen Menschen wirkte der Heilige Geist. Er tröstete sie. Der Heilige Geist erweckte in den Apostel das Bewusstsein, dass Gott den Menschen liebt. So hatten diese Menschen eine andere Perspektive und großen Optimismus.  Das Leben des Menschen wird nicht im Nichts enden. Der Mensch lebt nicht vergeblich. ,,Der Boden“, wo der Heilige Geist wirkt,  ist die Kirche. Darum spricht man im Glaubensbekenntnis folgende Worte: Ich glaube an den Heiligen Geist. Die heilige katholische Kirche. Die Kirche ist das Werk des Heiligen Geistes. In der Kirche wirkt der Heilige Geist. Aber auch das ist die Wahrheit, dass der Heilige Geist auch außerhalb der Kirche wirken kann.

Stellen wir uns nun folgende Frage: Wie konkret wirkt der Heilige Geist in uns? Der Heilige Geist befreit uns vom Egoismus und lässt uns die Liebe Gottes erkennen. Der Heilige Geist gibt dem Menschen eine neue Orientierung. Diese Orientierung richtet sich an Gott.  Das bedeutet aber nicht, dass der Mensch von allen Schwierigkeiten befreit ist. Solange der Mensch lebt, befindet er sich in einem Entwicklungsprozess.  Aus pädagogischer Erfahrung ist bekannt, dass in einer Klasse nicht alle Schüler gleich sind. Wir können sie in Gruppen einteilen. Ein Rabbiner sagte: Es gibt eine Gruppe von Schülern, die sind wie ein Trichter. Beim einen Ohr geht alles hinein und beim anderen wieder heraus.  Die zweite Gruppe von Schülern, die sind wie ein Sieb. Was gut ist, rinnt durch, und  was weggeworfen werden soll, das bleibt.  Das sind die Schüler, die sich die wichtigsten Information nicht merken, sondern nur das, was unbedeutend und nutzlos ist. Die dritte Gruppe ist wie ein Schwamm. Das sind die Schüler, die alle  Kenntnisse in sich aufsaugen.  Die vierte Gruppe sind diejenige, die unterscheiden können, was wichtig und wesentlich ist von dem, was unwichtig und unwesentlich ist. In der Schule des Lebens gibt es alle diese Formen. Manchmal nehmen wir Gottes Weisheit auf, ein andermal sind wir wie ein Trichter und wir merken uns nichts vom Wort Gottes. Dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn unser Leben pessimistisch ist. Alles hängt davon ab, in welche Gruppe wir uns mit unseren Handlungen einordnen können. Durch die tägliche Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist können wir optimistisch sein.

Noch eine kurze Begebenheit: Ein Vater hatte zwei Söhne. An ihrem Geburtstag machte er ein Experiment. Dem einen Sohn,  der ein Pessimist war,  stellte er in  das Zimmer verschiedenes Spielzeug. Dem zweiten Sohn, der Optimist war, gab er ins Zimmer einen Kübel mit  Pferdemist. Als die Burschen aus der Schule kamen, war der Vater neugierig,  wie die Söhne reagieren werden. Der Pessimist saß bei seinem Spielzeug und weinte. Der Vater fragte ihn: Warum weinst du? Er antwortete: Alle meine Kameraden werden neidisch sein.  Außerdem werde ich zuerst die Anweisungen lernen müssen, damit ich mit dem Spielzeug spielen kann. Ich werde immer wieder Batterien brauchen und zum Schluss werden alle meine Spielzeuge kaputt werden. Der Vater ging ins Zimmer des anderen Sohnes, wo der Kübel mit dem Pferdemist war. Der Sohn ist vor Freude gesprungen und er sang ganz fröhlich ein Lied. Der Vater sagte:  Worüber freust du dich? Der Sohn antwortete: Wenn hier Pferdemist ist, dann müssen hier in der Nähe  Ponys sein.

Viel hängt von der  inneren Einstellung des Menschen ab, ob er  Optimist oder Pessimist ist. Wenn der Mensch Pessimist ist, kann er mit allem Möglichen beschenkt werden, er wird immer traurig bleiben.  Es ist wichtig , sich für das Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen, damit man die richtige Richtung einschlagen kann.

Darum beten wir: Komm, Heiliger Geist und schenke  uns deinen Geist! Lege in uns  deinen Frieden! Hilf uns,  echte Christen zu werden, die vor Optimismus strahlen!

7.Osterwoche Donnerstag Hl.Justin Mt 5, 13-19

Jesus Christus, dessen Wort bleibt bis Himmel und Erde vergehen, sei mit euch.

Zu allen Zeiten hat es Männer gegeben, die lange gesucht und um die Wahrheit gerungen haben. Sie wurden im späteren Leben oft begeisterte Verkünder des Glaubens. Um die Mitte des zweiten Jahrhunderts wurde der in Samaria von heidnischen Eltern geborene Justinus zu einem bedeutenden Gelehrten der jungen christlichen Kirche. In aller Öffentlichkeit, in einer Reihe bedeutender Schriften und in Diskussionen verteidigte er den Glauben an Jesus Christus, bis er um das Jahr 165  mit sechs seiner Schüler enthauptet wurde.

Jesus, du hast die Menschen den Weg des Heils gelehrt. Herr, erbarme dich unser.

Du hast die Drohungen der Schriftgelehrten nicht gefürchtet. Christus, erbarme dich unser.

Du hast verkündet, was der Vater dir aufgetragen hat. Herr, erbarme dich unser.

Heute ist der internationale Kindertag.  Kinder lieben  Märchen. Es gibt ein Märchen mit dem Titel:  Die Salzprinzessin. In diesem Märchen sagte die jüngste Tochter zu ihrem Vater, der ein König war: Vater, ich liebe dich mehr als Salz. Der Vater war über diese Aussage  seiner Tochter so erzürnt, weil sie ihn mit dem üblichen Salz verglichen hat, dass  er sie aus dem Königreich vertrieben hat.  Es kam aber eine Zeit, wo es im ganzen Königreich kein Salz mehr gab. Es war einfach verschwunden. Obwohl dieses Königreich sehr viel Gold besaß, merkten man bald,  dass das Brot keinen Geschmack mehr hatte. Der Grund dafür war, dass es ohne Salz gebacken wurde und auch den anderen Gerichten fehlte das Salz. Alles war ohne Geschmack. Da erinnerte sich der König an die Aussage seiner jüngsten Tochter. Er suchte sie und bat sie um Verzeihung. Da gab es plötzlich wieder Salz im Königreich.

Heute haben wir die Worte von Jesus gehört: Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Das Salz schützt auch jedes Gericht vor Fäulnis. Die Christen sollen die Gesellschaft vor der moralischen Verwesung schützen. Zu Zeit des Justin starben viele Christen einfach deshalb, weil sie an Jesus glaubten. Ein Richter fragte Justin damals:  Glaubst du an Jesus? Justin antwortete: Ich zweifle nicht daran, dass alles,  was Jesus gelehrt hat, der Wahrheit entspricht. Wenn ich an Jesu Lehre festhalte, werde ich in den Himmel kommen, auch wenn sie mich töten werden.

Kommen wir noch einmal zurück zu diesem Märchen von vorhin: Die jüngste Tochter liebte ihren Vater auch dann,  als er sie vertrieben hatte, auch dann, als er gegen sie ungerecht war. Auch wir müssen die Menschen lieben, und auch dann,  wenn sie  uns ungerecht behandeln.  Im Märchen zeigte sich wie wertvoll und  unersetzbar das Salz war. Viel mehr noch ist unser Glaube an Jesus Christus wertvoll und unersetzbar.

Damit wir reif werden zu guten Taten und Licht werden für die Welt, dürfen wir zum Vater beten.

Der Glaube ist ein Licht, das uns den Weg weist zum wahren Frieden. Um dieses Licht wollen wir bitten.

Selig, die Gottes Gebote erfüllen, sie werden groß sein im Himmel.

 

7. Osterwoche Mittwoch Joh 17,6a. 11b-19

Jesus, der sagte: Ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt. Er sei mit euch

Jesus weiß sehr gut, was auf die Apostel wartet. Darum betet er für die Apostel: Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, bewahre sie vor dem Bösen. Heilige sie in der Wahrheit. Damit die Apostel in der Welt ihre Aufgabe erfüllen konnten, brauchten sie die Hilfe ,,von oben“.

Jesus, du betest für deine Apostel. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du willst, dass niemand von uns verloren geht. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du willst, dass deine Freude in uns vollkommen ist. Herr, erbarme dich unser.

Wir können sagen, dass Jesus im heutigen Evangelium für die Einheit betete. Wir können fragen, ob es eigentlich möglich ist, auch heute unter uns eine  solche Einheit zu haben, von der Jesus sprach. Wir sehen, dass auch die große Familie der Christen oft nicht in  Einheit miteinander lebt. Die Liebe ist die Kraft, die die Menschen untereinander verbindet und vereinigt. Wenn unter uns der Geist Gottes wirkt, dann beginnen wir ein anderes Leben zu leben, das sich im Prinzip unterscheidet vom Leben der Menschen, die der Geist der Welt beherrscht. Der Unterschied liegt darin, dass wir unsere Gesinnung ändern müssen. Oftmals haben die Menschen aber Sehnsüchte und Ziele, die eher den eigenen Interessen und ihrer Bereicherung dienen. Sie widmen sich Dingen, die ihrem Egoismus entsprechen.  Wir sollen uns aber etwas Wichtigerem in unserem Leben widmen. Für Christen ist ganz wesentlich, nach der Lehre Jesu ihr Leben zu gestalten. Jesus schenkt uns allen seine Liebe, und diese Liebe sollen wir weiterschenken an unsere Mitmenschen.

Die Zentralbitte des Gebetes von  Jesus ist die Bitte um das Reich Gottes. So lasst uns beten, wie Jesus mit seinen Jüngern gebetet hat.

Die heile Welt beginnt da, wo Menschen von Jesus Christus Heil und Frieden erwarten. Deshalb bitten wir.

Nach deiner Hilfe sehnt sich meine Seele, ich warte  auf dein Wort.

7.Osterwoche Dienstag Joh 17,1-11

Jesus,der sagte: Vater, die Stunde ist gekommen, verherrliche  deinen Sohn, damit dein Sohn  dich verherrliche.

Jesus betet zu seinem Vater. Er sagt, dass er das Werk, das er vollbringen sollte vollbracht hat. Jesus betet vor allem für diejenige, die an ihn glaubten, damit sie ausharren im Glauben.

Jesus, du offenbarst uns die Liebe des Vaters. Herr,erbarme dich unser.

Du schenkst uns  die Freude am Leben. Christus, erbarme dich unser.

Du führst uns zum ewigen Leben. Herr, erbarme dich unser.

Professor R. Boccassino beschreibt seine Erlebnisse aus Afrika: Eine primitive Frau aus einem Stamm macht aus aus dem Ton die Gefäße. Sie betet zu Göttern bei Suchen des Tones, bei der Mischung und beim Brennen. Sie wurde gefragt, wo sie beten gelehrt hat? Sie zuckte mit den Schultern und sagte: Wer lehrt die Kinder weinen? Selbst. Auch das Gebet ist von sich selbst. Das Gebet ist das Gespräch mit Gott. Das heutige Evangelium beschreibt das Gespräch Jesu mit seinem Vater. Dieses Gebet äußert wie vertrauliche Beziehung hatte Jesus zu seinem Vater. Das Werk Jesu Christi endet mit Ostern, mit Himmelfahrt  nicht. Jesus lebt weiter in seiner Kirche. Jesus bietet den Vater um die Wiedergabe des ursprünglichen Ruhmes, auf den er verzichtete, als er Mensch geworden ist und wollte uns Menschen in allem außer der Sünde ähnlich sein. Das Gebet ist das charakteristische Zeichen der religiösen Leben. Der gläubige Mensch kommt ohne Gebet nicht zurecht.  Darum die Kirche legt großen Nachdruck auf Gebet. So auf gemeinsames wie persönliches. Im Zusammenhang mit dieser Konstatierung ist geeignet die Frage stellen. Ob das Gebet hat gebührenden Platz in unserem Leben.

Wir heißen Söhne und Töchter Gottes und sind es wirklich durch Taufe und Firmung. So dürfen wir voll Vertrauen beten.

Wir haben gehört wie wichtig der Frieden ist. Um diesen Frieden bitten wir.

Das Mahl des Herrn soll uns in Liebe verbinden.

 

7.Osterwoche Montag Joh 16, 29-33

Jesus Christus, der alles weiß, sei mit euch.

Jesus macht seine Apostel darauf aufmerksam, dass  sie in der Welt  Bedrängnis haben werden, aber  seid guten Mutes,  ich habe  die Welt überwunden. Mit Jesus Hilfe können wir alle Problemen überwinden. Wenden wir uns an Jesus um die Hilfe, wenn wir die Hilfe brauchen?

Jesus, du hast vielen Menschen geholfen. Herr, erbarme dich unser

Du bist von  Gott in die Welt gesandt  worden. Christus,  erbarme dich unser.

Du bist der, auf den die Menschen so lange gewartet haben. Herr, erbarme dich unser.

Die Apostel dachten darüber nach, was Jesus sie lehrt. Sie analysierten alles, was ist um Jesus geschah. Sie konstatierten, dass Jesus wirklich von Gott kam. Als Jesus fragte die Apostel; Für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete. Du bist der Messias, der Sohn des lebendiges Gottes. Aber dieser Glaube war bei den Apostel noch nicht endgültig. Wir wissen, sie glaubten an Christus, aber wenn die Prüfung kam,  versagten sie. Petrus verleugnete Christus , die anderen stieben auseinander. Wenn wir daran mit menschlichen Augen schauen, sagen wir, das ist nichts ungewöhnliches. Etwas ähnliches kann auch uns geschehen. Wir müssen uns dessen bewusst werden, dass treu nur Gott ist. Jesus kennt uns besser, als wir uns selbst. Er bietet uns seine Liebe, damit wir auf ihn vertrauen. Er steht bei uns. Er ist immer bereitwillig uns helfen , schützen, trösten, wenn er aus unserer Seite guten Willen findet. Mit anderen Worten gesagt, wenn wir an ihn glauben, werden wir uns bemühen  nach seiner Lehre zu leben.

Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht. Wir wollen beten, wie er uns gelehrt hat.

Jesus hat uns zum Frieden bestimmt. Um diesen Frieden bitten wir.

Gott, unser Vater, deine Liebe ist ohne Maß, und dein Erbarmen ohne Ende. Dir sei Lob und Preis in Ewigkeit.

Die Gaben des Heiligen Geistes

Im Vorabend seines Todes ermuntern Jesus seine Jüngern mit großer Zusage: Und ich will den Vater bitte, und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sei ewiglich. Joh 14,16. Und vor Himmelfahrt  gibt er ihnen noch einmal die Versicherung: Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem  Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Apostg. 1,5. Die Jünger brauchen das. In die Welt gesandt,  damit sie ihre Zeugen sind, dazu brauchen sie vertiefen  die angenommene Lehre und auch die Kraft und Mut sie praktizieren. Jesus ergänz und vervollkommt ihre Formation. Ähnlich das ist  mit jedem Christen. Der gute Wille unterstützt mit der Gnade und Tugenden  genügt nicht die Frucht der Heiligkeit  produzieren, die das Evangelium von Christus Jünger erwartet. Es bleibt immer ergänzen   das Missverhältnis zwischen menschlichen Tat und die Anforderung der Heiligkeit. Der Mensch kann und soll in den Tugenden  üben, aber diese obwohl übernatürlich sind wirken durch die natürlichen Fähigkeiten. Zum Beispiel, der Glaube erleuchtet den Menschen durch den Verstand, der beschränkt kann sein. Der Heilige Geist  mit seinen Beweggründen und Gaben überschreitet angeborene Eigenschaften des Menschen und gießt ihm das Licht, Liebe und die Kraft hinein, die natürliche Fähigkeiten des Menschen, überstreiten. Dann ist das nicht der Christ, der seinen Glauben, Liebe und andere Tugenden anregen, sondern der Heilige Geist stacheln direkt  den Menschen zur Handlung an, durch sein Licht und seine Macht. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis dass ihr abgetan werdet mit Kraft aus der Höhe.Lk 24,49

Der Christ bekommt in der Taufe zusammen mit der heilig machenden Gnade und Tugenden auch die Gaben des Heiligen Geistes. Die Tugenden sind die übernatürlichen Gründen, die den Menschen befähigt, die Hilfe des Heiligen Geistes anzunehmen und auffangen seine Eingebungen.Der heilige Tomas vergleicht die Gaben Heiligen Geistes zu den Segel des Schiffchen. Wie das Schiffchen sich  kann man mit der Hilfe der Segel bewegen, so kann der Mensch führen  mit der Hilfe des Heiligen Geistes. Dann ist der Weg zur Heiligkeit leichter und sicherer. Der heilige Paulus  schreibt: Der natürliche Mensch aber  nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm Torheit, und er  kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird, der geistliche aber beurteilt  alles. 1 Kor 2, 14-15. Der geistliche Mensch  ist der Christ, in dem der Heilige Geist wohnt, und mit  der Hilfe seiner Gaben ist fähig die Gottes Sachen verstehen. Mittels ist der Mensch vorbereitet leichter  und bereitwilliger Bewegungen Gottes. Leo XIII ,, Divinum  illud“. Gott lässt in seiner Güte nicht, dass uns etwas fehlt, daraus  was wir  zu unserer Heiligkeit. Die Wirklichkeit dass Gott  den Heiligen Geist sendet, bedeutet, dass Gott in unserem Leben eingreifen will. Die Gaben sind uns im Keim ,oder wie  der Same  gegeben. Zu ihrer Entwicklung brauchen sie unsere Zusammenarbeit, unsere Bemühung. Als Jesus uns den Heiligen Geist versprach , betonnte, dass die Welt, nicht empfangen kann. Die Welt , also die, in direkt Kontrast lebt mit Jesu Lehre und ist gesperrt vor dem Einfluss des Heiliges Geistes. Ist unempfindlich auf sein Licht und seine  Tätigkeit. Wir Christen aber haben nicht den Geist der Welt empfangen , sondern den Geist, der aus Gott ist, um die Dinge zu kennen, die uns von Gott Geschenkt ist. 1 Kor 2,12. Das tugendhafte Leben zu führen ist die Aufgabe jeden Christen, damit der Heilige Geist uns wirken kann.Der heilige Tomas Aquino, dass die Gaben des Heiligen Geistes gegeben werden zur Hilfe  den Tugenden. Darum die Gaben ersetzen die Tugenden nicht. sondern sie vervollkommen sie. Das bedeutet, dass ein Christ aus seiner Seite alles machen sollt, was er kann und ernst  sich um das tugendhafte Leben  bemühen und dann der Heilige Geist mit der Hilfe der Gaben ergänz unsere Bemühung. Die ganze christliche Tradition  legt die Betonung auf die persönliche Bemühung und Emsigkeit, weil wenn die Seele Gott sucht, Gott sucht sie viel mehr, zieht  sie an, wirkt, dass sie zu ihm geht. Ein Christ sucht Gott gerade damit, dass er sich  andauern in den Tugenden  üben. Auch wenn es nicht genug  ist, dass wir die Heiligkeit erreichen. Ein  Seemann, wenn er in den Hafen kommen will. Er wartet nicht faulenzerisch auf  geeigneten Wind, aber er beginn zu rudern, so auch die Seele die Gott finden will, ergibt sich nicht dem Müßiggang, aber andauern sucht ihn durch ihre persönlichen Bemühungen. Und gerade in dieses Streben ,, gliedern der Heilige Geist  seine Tätigkeit ein“. und mit seinen Gaben wirken beginn. Wer faul und übt  in den Tugenden nicht ein, kann die Hilfe der Gaben nicht erwarten.

6.Osterwoche Samstag Joh 23-28

Jesus, der sagte: Um was  ihr den Vater  bittet werdet  in meinem Namen, das wird er euch geben. Er sei mit euch.

Jesus machte uns zu Kindern Gottes. Gott ist unser Vater, der uns liebt und darum können wir zu ihm mit Vertrauen beten. Es ist sehr wichtig, dass wir die richtige Beziehung zu Gott haben.

Jesus, du bist für immer unser Fürsprecher beim Vater. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns die Liebe des Vaters zugesichert. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns deinen Beistand, den Heiligen Geist versprochen. Herr, erbarme dich unser.

Beten haben wir von Christus gelernt und ohne ihn können wir nicht beten. Er führte uns in die Beziehung zu Gott – und so ist unser Beten ein Gebet im Namen Christi.  Wenn wir in seinem Namen beten, so hat dieser Name über uns eine besondere Macht. Dieser Name lenkt  unsere Sehnsüchte zu besseren Zielen. Wir sind mit dem Licht des Heiligen Geist erfüllt, und was in diesem Licht falsch und unbedeutend ist,  hat keine Dauer.  Sind wir es, die beten? Nein, es ist eher ER, der  unsere Worte ,,übernimmt“ und sie zum Vater bringt. Wir sagen diese Worte, aber Jesus gibt ihnen den Sinn. Er richtet sie so, wie sie sein sollen. Die Tür,  an die wir klopfen, wird geöffnet. Das bereichert für unser Leben.  Herr, du bist unter uns. Wir können nicht mehr bekommen als deine Nähe!

Zum Vater, der uns alles geben will, was wir im Namen Jesu Christi erbitten, wagen wir zu beten.

Wir werden nicht vergebens bitten, wenn wir beten im Namen Jesu Christi.

Selig, die beten im Namen Jesu Christi und hingelangen zur vollkommenen Freude.

7. Sonntag der Osterzeit A Joh 17,1-11

7. Sonntag der Osterzeit 2017 – Vater, verherrliche deinen Sohn.

Einführung

Verstehen wir die Worte, die Jesus betete: Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. Durch Jesus Christus bekommen wir das ewige Leben.

Predigt

Jesus sagt, dass das ewige Leben darin liegt, den wahren Gott zu erkennen. Das aber bedeutet nicht, etwas von Gott zu wissen, einige Informationen über Gott zu haben, sondern das bedeutet – immer mit ihm zu sein. Auch über einen Menschen können wir nicht sagen, dass wir ihn kennen, nur weil wir sehen, wie er angezogen ist oder wie er heißt. Erst, wenn wir mit jemandem 10 oder 20 Jahre zusammenleben, können wir sagen, dass wir ihn kennen. Dann können wir gemeinsam unsere Freuden und unsere Sorgen teilen.

Im hohepriesterlichen Gebet sagt Jesus: Und ich gehe zu dir, Vater. (Joh 17,11)  Dieses Zum-Vater – gehen – auf dem Weg zum Vater sein, das ist das Wesen der Religion. Dann können wir sagen, dass wir erahnen, was das ewige Leben ist. Wir sollen beten und nach der Lehre Jesu leben. Das ist eine Orientierungshilfe, die uns die Erkenntnis öffnet, zu erfassen, was das ewige Leben ist. Es genügt nicht, jeden Tag sich nur materiellen Sachen zuzuwenden – dem Geld, der Arbeit, der Unterhaltung, den Sorgen. Ein gläubiger Mensch zu sein, bedeutet: Zum Vater gehen! Wenn wir das erfüllen, können wir sagen, dass wir gläubige Menschen sind.

Eine Weisheit aus dem Chassidismus erzählt folgende Geschichte: Ein Bauer ging in eine Kneipe und trank dort viel Wein. Als er schon ein wenig betrunken war, fragte er seinen Nachbarn, der ebenfalls viel getrunken  hatte: Magst du mich? Der Nachbar antwortet: „Selbstverständlich mag ich dich! Da begann der Bauer zu philosophieren: Wie kannst du mich lieben, wenn du nicht weißt, was ich brauche?

Es stimmt tatsächlich, dass es, jemanden liebzuhaben, auch bedeutet, zu sehen, was der andere braucht. Wenn andere nicht sehen, was wir brauchen, können sie nicht sagen, dass sie uns mögen. Und sieht Gott, was wir brauchen? Es tut uns gut, wenn andere sehen, was wir brauchen. Doch oft sind wir skeptisch und denken, dass Gott unsere Bedürfnisse nicht gut sieht. Aber wenn wir darüber nachdenken, wird uns bewusst, dass Gott weiß, was wir brauchen. Er hat uns ja genügend ausgestattet mit den Gütern der Erde. Er hat uns so vieles geschenkt, was wir zum Leben brauchen. Denken wir nur an unsere Augen, unsere Hände, unsere Füße, wie wunderbar hat er sie geschaffen. Wir habe viele Arten von Früchten und Pflanzen. Wir haben die Sonne, die uns scheint und alles erblühen und florieren lässt. Da sehen wir doch, dass sich Gott alles gut ausgedacht hat. Gott ist unser Vater, der uns liebt und der sieht, was wir brauchen. Aber stellen wir nun einmal folgende Frage: Sehen wir, was Gott von uns braucht? Er braucht unsere Gebete, unsere Opfer und vieles mehr. Gott erwartet von uns, dass wir dankbar sind für alle Gaben, die wir aus seiner Hand empfangen. Wir sollen ihn ehren. Es ist also gut zu wissen, was Gott von uns braucht. Es ist nicht gut für den Menschen, wenn er die Autorität Gottes oder die Gebote Gottes ablehnt. Solche Menschen haben kein Interesse am ewigen Leben. Das ist die größte Tragödie, die die Menschen treffen kann.

Jesus, der Sohn Gottes hat sein Leben für uns hingegeben, damit wir das ewige Leben erhalten können. Das soll uns zeigen, wie wertvoll das ewige Leben ist. Jesus führt uns durch die Mission seines Todes ins ewige Leben. Das ewige Leben ist a Christus gebunden, sogar auf die Eucharistie. Wenn ihr  nicht das Fleisch des Menschen Sohn esst und sein Blut trinkt, habt ihr kein  Leben   in euch selbst. Joh 6,53. Das ewige Leben ist die höhere Form des Lebens. Wie diese Form ist, das bleibt uns verborgen. Aber die Menschen wie der Evangelist Johannes,  Johannes von Kreuz, Theresia von Avila, der Apostel Paulus, Grignon von Montfort und viele andere, hatten klare Weile höheres Erkenntnis. Aber nicht nur sie, aber auch die Geschichte der Menschheit zeugen, dass der Glaube an weitere Fortsetzung des Lebens, gab es bei allen Völkern. Die Apologetik führt diese Gründe für das ewige Leben an:

1. Der Bedarf völliger Gerechtigkeit, die hier auf der Erde nicht möglich ist.  Wir  wissen, dass die Gerechtigkeit, muss sein. Wir alle, verlangen sie. Hier auf der Erde können   alle Guten nicht belohnen werden, und alle Bösen nicht bestrafen werden. Der Bedarf der Gerechtigkeit ruft auch den Bedarf des ewigen Lebens hervor.

2. Die Sehnsucht nach Glück, Wahrheit, Vollkommenheit, die wir hier in dieser Welt nicht erreichen können. Es gibt die Momenten, wenn wir völlig glücklich sind, aber diese Momente schnell ,, verfliegen“. Und doch, wer wurden für Glück , Freude geschaffen. Darum muss Glück, Freude irgendwo existieren.

3. Die bestimmten Phänomene der Parapsychologie führen  zum Abschluss des weiteren Lebens der Verstorbenen. Die Menschen, die schon gestorben sind, erschienen. Also zeigten sich durch verschiedene Art. Hier können wir das Werk ,, Břetislav Kafka. ,, Experimentelle Psychologie“. erwähnen.

4. Die Existenz  irgendeines Geistlichen in uns. Das Naturell des Geistlichen ist die Unsterblichkeit. Gott erschuf den Menschen für die Unsterblichkeit.

   Lassen wir uns die Hoffnung auf das ewige Leben durch nichts und niemanden wegnehmen!

6. Osterwoche Freitag-Hl.Philipp Neri

Jesus Christus, der eins ist mit dem Vater und uns in seine Einheit gerufen hat, sei mit euch.

Heute feiern wir den Gedenktag des Heiligen Philipp Neri. Er gründet das Oratorium, das der Seelsorge, der Predigt und der Kirchenmusik ganz neue Wege weist. 1597 stirbt  er 80 jährig als ein religiöser Erneuerer der Stadt Rom und  Wegweiser seelsorglicher Arbeit.

Jesus, du kamst zu den Hilflosen und Armen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns die Güte des Vaters offenbart. Christus, erbarme dich unser.

Du bleibst im Geheimnis deiner Liebe. Herr, erbarme dich unser.

Im Lebenslauf des Heiligen Philipp Neri erzählt man, dass er ein großes Herz hatte. Das bedeutet: Er war voll Liebe zu den Menschen. Wir wissen, dass das Oratorium den Menschen viele Gnaden gebracht hat.

Ich möchte euch eine kurze Geschichte aus dem Leben des Heiligen Philipp Neri erzählen: Der Papst sandte Philipp in ein Kloster, wo eine Ordensschwester lebte, die angeblich Schauungen von Jesus hatte. Philipp sollte überprüfen, was daran wahr ist. Ein  andere Bote wurde ebenfalls in dieses Kloster gesandt, damit er die Ankunft des Gesandte des Papstes kundtut. Im Kloster blieb nichts verborgen davon. Alle bereiteten sich auf die Ankunft des Gesandten vor. Vor der Tür warteten zwei Schwestern auf die Kutsche, in der der Gesandte kommen sollte. Aber Philipp ging zu Fuß. Er war sehr bescheiden gekleidet. An der Tür bat er, er wolle die Schwester Oberin sprechen.  Sie wollten ihn nicht hineingehen lassen. Sie warteten doch auf den Gesandten des Papstes, der in einer Kutsche vorfährt.  Da zeigte Philipp der Mutter Oberin ein päpstliches Schreiben. Er sagte zu ihr: Ich will die Schwester sprechen, die die Schauungen Jesu hat. Mutter Oberin holte sie und Philipp ersuchte die Schwester, ihm die Schuhe zu putzen. Die Schwester war gekränkt und sagte zur Mutter Oberin: „Ich soll ihm die Schuhe putzen“. Dann wurde sie ohnmächtig. Als Philipp dann zum Papst zurückkam, sagte er: „Eure Heiligkeit. Ohne Zweifel handelt es sich bei dieser Schwester um Betrug. “ Warum? Und was bedeutet das für uns? Je größer die Heiligkeit, desto größer ist die Sehnsucht, zu dienen!

 Da Jesus Christus uns den Namen des Vaters kundgetan hat, dürfen wir in seinem Namen und Auftrag  zum Vater beten.

Da  wir Brüder  uns Schwester des Herrn sind, dürfen wir um den Frieden bitten, den er allen gibt, die ihn suchen.

Selig, die Christus angehören und seine Herrlichkeit schauen werden.

Christi Himmelfahrt A Mt,28,16-20

Christi Himmelfahrt 2017

Jesus Christus, der in den Himmel aufgefahren ist, sei mit euch.

Das heutige Fest zeigt uns unsere Zukunft. Als Jesus seine Aufgabe hier auf der Erde erfüllt hatte, ist er in den Himmel aufgefahren. Dorthin sollen wir ihm einmal folgen. Der Himmel ist unsere wahre Heimat. Das ist Ziel unseres Lebens ist es,  in den Himmel zu kommen. Damit wir in den Himmel kommen, müssen wir bereit sein, alles zu opfern. Sind wir uns dessen bewusst?

Jesus, du bist zum Vater heimgekehrt. Herr, erbarme dich unser.

Du bist hingegangen, uns  eine Wohnung zu bereiten. Christus, erbarme dich unser.

Du wirst wiederkommen zur Neuschöpfung der Welt. Herr, erbarme dich unser.

Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen. Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern…

Jesu Himmelfahrt  vereinigte das Kreuz mit der Verherrlichung. Die Himmelfahrt spielte sich am  Ölberg ab. Auf Fuße dieses Berges liegt Betanien. Als die Apostel durch Betanien gingen, mussten sie auch durch den Garten Getsemani gehen. Sie gingen durch den Ort, wo Jesus über die Stadt Jerusalem weinte. Jesu Herz war nicht verbittert wegen des Kreuzes, denn die Himmelfahrt kann man als  Frucht der Kreuzigung bezeichnen. Jesus sagte, dass es gut war, zu leiden, um dadurch in die ruhmreiche Herrlichkeit einzugehen.  Jesus zeigt uns damit, wie wir den Himmel erreichen können – durch Leiden, Kreuz und Liebe.

Jesus ging also zu seinem Vater und die Apostel sandte er zu den Menschen. Die Apostel waren traurig, als sie sahen, dass Jesus in den Himmel aufsteigt. Jesus tröstet sie durch die Engel: Ihr Männer von Galiläa, was steht  ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen, so heißt es in der Apostelgeschichte.  Jesus ging allerdings nicht ganz weg, nur physisch. Er ist mit uns und bei uns  durch den Heiligen Geist. Die Himmelfahrt Jesu beendete sein körperliches Wirken hier auf der Erde. Er übertrug das Handeln den Aposteln. Jesus ist der König des Himmel. Im Katechismus wird mit Himmel nicht irgendein Ort, irgendein Raum, sondern Gottes Erhabenheit und seine Anwesenheit im Herzen der Gerechten bezeichnet.  Jesus ist ein anderer König als ein irdischer König. Sein Königtum ist das Königtum der Liebe und des Friedens.  Jene, die in Gottes Gnade sterben  sind völlig gereinigt und dürfen auf ewig mit Christus leben.

Wenn ein Junge sich in ein Mädchen  verliebt, treffen sich ständig ihre Blicke. Als die Apostel immer wieder nach Jesus Ausschau hielten, äußerten sie so damit ihre Liebe zu Jesus. Jesus stieg körperlich in den Himmel hinauf, damit er geistlich in die Seelen der Menschen herabsteigen kann. Jesus kann immer  in unseren Herzen wohnen, allerdings hängt  es von der Offenheit und Reinheit unserer Herzen ab. Jesus ist in den Himmel aufgefahren und will dadurch  unsere Sehnsucht nach dem Himmel erwecken. Jesus will uns nicht aus dieser Welt herausreißen, aber er will das unsere Herzen ständig in Gottes Gegenwart sind. In Gottes Gegenwart leben wir  nur dann, wenn wir immer auf Gott schauen und immer die Absicht haben, alles aus Liebe zu Gott zu machen.

Der heilige Johannes Maria Vianney sagte: Wir können heilig und vollkommen sein, wenn aber in uns die Liebe fehlt, kommen wir nicht  in den Himmel. Gott zeigte uns seine Liebe, jetzt sind wir an der Reihe, unsere Liebe an Gott zu zeigen. Möge uns das Beispiel Abrahams, der seinen Sohn opfern wollte, dabei helfen!  Solche Heldentaten sind aus Liebe zu Gott möglich.  Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist, will auch uns in den Himmel mitnehmen. Machen wir alles dafür, dass wir in den Himmel kommen und auf immer bei Jesus sind!

6.Osterwoche Mittwoch Joh 16, 12-15

Der Geist der Wahrheit, der uns das Kommende  verkündet, sei mit euch.

Jesus sagt im heutigen Evangelium:  Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Zu dieser Zeit  haben die Apostel  die Wirkung des Heiligen Geistes noch nicht gekannt. Kennen wir die Wirkung des Heiligen Geistes?

Jesus, du hast uns den Geist der Wahrheit gesandt. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns die Botschaft des Vaters hinterlassen. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns das kommende Reich verheißen. Herr, erbarme dich unser.

Welche Gnaden spendet der Heilige Geist den Seelen? Der Heilige Geist erleuchtet, heiligt, stärkt tröstet die Seele. Was bedeutet das – erleuchtet? Das bedeutet hell machen.  Wenn kein Licht im Zimmer ist, so ist alles finster. Wir sehen nicht, was im Zimmer ist. Bringt man aber ein Licht, so wird es hell. Dann sehen wir, was sich im Zimmer befindet. So kann es auch in unserer Seele finster sein. Wir sehen nicht, was gut und böse ist. Bei der Nacht kann man Gold und Eisen nicht unterscheiden.  Wir können die göttlichen Dingen nicht sehen,  und wir finden nicht  den Weg zum Himmel. Das heißt – wir wissen nicht, was wir tun müssen, um in den Himmel zu kommen. Da ist nun der Heilige Geist, der in unserer Seele alles hell machen kann. Er hilft uns, dass wir die Lehre Jesu erkennen und daran glauben. Durch ihn können wir alles erfahren, was wir von Gott und dem Himmel wissen und erkennen müssen. Er macht, dass wir das Wort Gottes in rechter Weise verstehen. Der Heilige Geist leitet uns auch an , dass uns das,  was Gott von uns will,  zu rechter Zeit einfällt. Gott will, dass wir daher zum Heiligen Geist beten.

Ein Beispiel: Der Heilige Geist erleuchtete auch die Seele des Heiligen Ignatius von Loyola. Vor seiner   Bekehrung war er ein leichtsinniger Offizier. Er strebte nur nach  seiner eigenen Ehre und um das Heil seiner Seele und um den Himmel kümmerte er sich wenig. Während einer  Krankheit las er eine Legende.  Da wurde er plötzlich vom Heiligen Geist erleuchtet und er entdeckte, dass es für ihn besser sei, ein anderes Leben zu führen. Und so erleuchtet der Heilige Geist jeden Menschen, der guten Willens ist.

Im Geist der Wahrheit, der Jesus Christus verherrlicht hat, dürfen wir  zum Vater beten.

Der Geist der Wahrheit ist ein Geist des Friedens. Um ihn  bitten wir den Herrn.

Selig, die in der Wahrheit leben und das Kommende empfangen, das uns verheißen hat.

Bitttage 2017 6. Osterwoche Dienstag

Gott unser Vater, der die ganze Welt für uns erschuf, er sei mit euch.

Heute feiern wir Bittgottesdienst. Warum feiern wir nicht in der Kirche? Wozu dieses Hinausgehen in die Natur? Gott hört doch das Seufzen des demütigen Herzen wann, wo und wie es immer zu ihm aufsteigen mag. Trotzdem sind die von der Kirche angeordneten Bitttage nützlich, denn ihre Absicht ist zur Ehre Gottes.

Jesus, du hast den Gewalten der Natur geboten. Herr, erbarme dich unser.

Du hast den Hungernden Brot gegeben. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns auf die Liebe und Macht des Vaters verwiesen. Herr, erbarme dich unser.

Nichts geschieht von sich selbst, Himmel und Erde werden von Gott regiert. Er ist der allmächtige Vater, der den Menschen, also allen seinen Kindern Speise gibt oder sie ihnen versagt. Unsere Pflicht ist es,  ihn um seinen Segen für unseren Unterhalt zu bitten. Daran will uns in diesen Tagen die Kirche ermahnen, davon lesen wir Brief des Heiligen Apostel Jakobus, wo es heißt:  Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten. Elia war ein Mensch, den  Leiden unterworfen wie wir, und  betete eifrig, dass es  nicht regnen möge auf Erden, und es regnete drei Jahre  und sechs Monate nicht, da betete er abermals, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor. Rufen also auch wir bei den Bitttagen vertrauensvoll Gott um den Segen für unsere  Erde an! Diese Andacht soll unser Vertrauen beleben! Der Brauch der Bitttage geht zurück ins Altertum, wo heilige Männer sie angeordnet haben und so wurden sie bald in allen Ländern und bei allen Völkern eingeführt. Bitttage  gelten bei den katholischen Christen als heilig und ehrwürdig. In den Zeiten der Verfolgungen, feierte die ersten Christen in Katakomben ihre Gottesdienste.  Dorthin – zu den Grabstätten der Heiligen Blutzeugen führten dann Umgänge und Prozessionen aller Stände, jeden Geschlechts und Alters.

Jesus hat seine Jünger ein Gebet gelehrt, das alles umfasst, um was wir  Menschen Gott bitten können.

Seit Ostern trat Jesus immer wieder in die Mitte seiner Jüngergemeinde und  grüßte sie mit dem einen Wort:  Shalom, Frieden, Heil, Gesundheit, Glück. Herr Jesus Christus, schenke uns diesen Frieden, diesen Shalom.

Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen und  ihn suchen  von ganzem Herzen.

6.Osterwoche Montag Joh 15, 26-16,4

Jesus Christus, der uns vom Vater den Beistand sendet,sei mit euch.

Jesus sagte dass er der Geist der Wahrheit sendet wird. Das ist der Heilige Geist. Nur der Heilige Geist kennt die Wahrheit. Die Menschen können sie sich irren, aber der Heilige Geist irrt sich nicht. Er ist die Wahrheit selbst.

Jesus, du hast  uns den Tröster,den Heiligen Geist gesandt Herr,erbarme dich unser.

Du hast uns  zu Zeugen deines Wortes bestellt. Christus, erbarme dich unser.

Du öffnest die Herzen der Menschen deiner Botschaft. Herr, erbarme dich unser

Jesus sagte im heutigen Evangelium : Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Haben wir die Schwierigkeiten wenn wir Zeugnis ablegen sollen? Was wir gewinnen wenn wir Zeugnis ablegen werden? Über Jesus Zeugnis ablegen, soll für uns Ehre sein. Legen wir das Zeugnis über Jesus auch dann, wenn es mit den Opfern verbunden ist. Jesus wartet auf unsere Antwort. Es ist nicht möglich  , die Antwort durch unser Leben nicht geben. Damit wir fähig sind, das Zeugnis über Jesus ablegen, müssen wir zuerst das Wort Gottes hören, das Wort Gottes  kennen. Wenn ein Student den Lehrer nicht zuhört, kann man  sich etwas anlernen? Wenn der  Autofahrer den Lauf seines Motors nicht hört, kann er sein Auto verderben. Hören Christus bedeutet folgen Christus.

Wir haben den Geist der Wahrheit empfangen. In diesem Geist  wagen wir  zum Vater zu beten.

Vom Geist der Wahrheit, den  der Vater uns sendet, empfangen wir  den Frieden, um den wir bitten.

Selig , die nicht  zu Fall kommen und in der Wahrheit ausharren bis ans Ende.

 

Abba, Vater

Das, was die Juden an Jesus am meistens aufregte, war das, dass Jesus, über Gott wie von seinem Vater sprach. Im Evangelium nach Johannes lesen wir. Darum waren die Juden noch mehr darauf aus, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch  Gott seinen Vater nannte. und sich damit  Gott gleichstellte. Joh 5,18

Für Jesus war diese Beziehung sehr bedeutend. Er liebte den Vater und der Vater liebte ihn. Jesus spricht: Der Vater liebt den Sohn und hat alles  in seine  Hand gegeben. Joh  3,35. Der Vater gibt alles, was er hat, seinem Sohn. Darum sagt Jesus. Alles, was der Vater hat, ist mein. Joh,16,15. Der Vater lehrt den Sohn alles, was er weißt. Jesus sagt: Denn der Vater liebt und zeigt  ihm alles,was er tut, und noch größere Werke  wird er ihm zeigen, sodass ihr staunen werdet. Joh 5,20. Der Vater gibt dem Sohn derselbe Ruhm,wie er selbst hat. Jesus sagt: Damit alle den Sohn ehren,wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht,der ihn gesandt hat. Joh 5,23. Zwischen dem Vater und dem Sohn herrscht absolut Einigkeit. Darum sagt Jesus: Ich und der Vater sind eins.Joh 10,30.

Jesus wählte uns für seine Jünger aus. Das bedeutet er will und in gleiche Beziehung zu Gott einführen, wie er selbst hat. Darum sagte er seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt  an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters gibt es  viele Wohnungen. Wenn es nicht, hätte ich euch  dann gesagt. Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?  Wenn ich gegangen bin und einen Platz  vorbereitet habe , komme ich wieder und werde euch  zu mir holen, damit auch ihr  dort seid  wo ich bin. Joh 14,1-3. Bei Jesus sind das keine leere Worte. Jesus verwirklicht diese Vision  durch den Heiligen Geist, der uns ermöglicht Kinder Gottes zu werden. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht Kinder Gottes zu werden. Joh 1,12. Diese neue Beziehung in die uns Jesus eingeführt hat, veränderte auf immer unsere Beziehung zu Gott. Die Heiden hielten sich, für die Diener Götter. Wortwörtlich für die Sklaven Götter. Der Sklave ist bestimmt, um  den Götter zu dienen. Aber das Vertrauensbeziehung zwischen dem Gott und den Menschen war nie. Die Heiden fühlten dass den Götter nicht an ihnen liegen. Den Götter lag an Opern an die Feier, an den Gottesdienste. Schauen wir an die griechische Gedichte und wir werden sehen, dass die griechische Helden verließen sich auf alles andere, als auf die Götter, die im Zorn den Mensch nicht zögerten vernichten. Lesen wir entzückendes Epos über Gilgamesch  durch, und entdecken wir, wie gefühllos die heidnische Götter waren.

Jesus deutet in einem Satz an, was für ein großes Unterschied zwischen dem Sohn und dem Sklave ist. Der Sklave aber  bleibt nicht für immer im Haus.Nur der Sohn bleibt für  immer im Haus. Joh 8,35. Dem Angestellte sagt der Arbeitgeber: Mir interessiert nicht was du denkst und wie du lebst. Arbeite und ich werde dir zahlen, wie wir uns einigen. Oder arbeite nicht und ich finde jemanden anderen.  Aber dem Sohn sagt der Besitzer . Sohn, das alles wird einmal dein. Mir liegt sehr an deinem Leben, an deiner Bildung, an deiner Zukunft. Es ist ein großes Unterschied Herrn zu haben, den Arbeitgeber zu haben,  oder den Vater zu haben. Unser Glaube hängt von unserer Fähigkeit, Gott wie den Vater anzunehmen.

Die Heiden glaubten an ihren Götter, aber sie vertrauten ihnen nicht. Ähnlich auch die Arbeitnehmer vertrauen wenig ihren Arbeitgeber, darum  gibt es in der Welt  verschiedene Gewerkschaften. Es ist sehr schwer an solchen Gott glauben der ,, Herr“ ist, der nur darauf achtet, dass wir ihre Gebote, Anweisungen einhalten und wer das nicht macht, den er ohne Gnade bestraft wird. Vertrauen können wir nur auf dem Vater. Dem Vater, der uns liebt. Zu dieser Beziehung führt uns Jesus. Wie dem Jesus, auch uns gibt der Vater alles. So wie Jesus auch uns lehrt Jesus alle Taten zu tun. Denselben Ruhm, den der Vater dem Sohn gab, gibt der Sohn auch uns. Solchem Gott ist es möglich unser Leben anzuvertrauen. Zu solchem Gott kann man kommen, auch dann, wenn wir gesündigt haben. Es ist möglich ihm mit allen vertraulich werden. Der heilige Paulus schreibt: Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so  dass ihr euch immer noch fürchten müsstet,sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht,  den Geist, in dm  wir wir rufen  Abba, Vater. So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes  sind. Sind wir aber  Kinder Gottes , dann  auch Erben. Wir sind Erben Gottes und sind  Miterben Christi,wenn wir  mit ihm leiden, und mit ihm auch verherrlicht zu werden. Röm 8,15-17.

Wir sind keine Sklaven, keine Diener. Wir sind geliebte Kinder Gottes  und Miterben Christi.

Samstag der 5.Osterwoche Joh 15,18-21

Jesus, der sagte: Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihrige lieben,  sei mit euch.

Menschen, die Gott hassen, hassen oft auch Menschen, die an Gott glauben,  die sich  bemühen nach Gottes Willen zu leben. Ist das nicht seltsam, dass Menschen das Gute und Liebe mit Bösem und Hass vergelten?

Jesus, du hast gesagt, die Welt wird euch hassen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast gesagt, ein Knecht ist nicht  größer als sein Herr. Christus, erbarme dich unser.

Die Menschen haben dich nicht erkannt, Herr, erbarme dich unser.

Die Worte des heutigen Evangeliums gehören zu den Abschiedsreden  Jesu. Diese Rede hielt Jesus beim Letzten Abendmahl. Jesus wollte seine Apostel darauf vorbereitet, dass sie auch dann, wenn sie Liebe aussäen, gehasst werden. Nicht immer werden Menschen gehasst, weil sie etwas Böses getan haben. Die Apostel sind zwar von der Welt, aber sie gehören nicht mehr der Welt. Die Welt liebt nur das, was ihr gehört, was ihre Grenzen, ihre Prinzipien und ihre Lebensart nicht überschreitet. Die Rache der Welt äußert sich durch Verfolgung. Den Aposteln muss ihre Verbundenheit mit Christus bewusst werden. Verfolgung ist sozusagen eine Steuer, die ein Christ für seine Treue zu Christus zahlen muss. Damit muss man sich abfinden und nicht davor flüchten. In der Geschichte der Kirche gibt es viele Menschen, die ihr Leben für Christus geopfert haben. Das sind die vielen Märtyrer des Christentums.

In der Kindschaft Gottes, die Christus uns geschenkt hat, dürfen wir froh beten.

Gottes Geschenk an die Menschheit ist der Friede. Jesus ist geboren als Friedensfürst, der alle Welt zur Versöhnung führen will. Deshalb bitten wir.

Jesus ist uns heute wieder begegnet, er wollte unsere Augen öffnen, um ihn zu sehen und ihm zu folgen.

 

Freitag der 5.Osterwoche Joh 15, 12-17

Jesus, der sagte: Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, wie ich euch  geliebt habe, sei mit euch.

Jesus befiehlt den Aposteln,  die Liebe zu leben. Kann man denn die Liebe  befehlen? Wer hat dieses Recht? Natürlich Jesus. Vielleicht ist das Wort ,,befehlen“ ist nicht ganz richtig. Jesus zeigt uns den Weg. Er zwingt niemanden, ihm zu folgen. Jeder muss sich frei entscheiden.

Jesus, in unserer Verwirrung bist du unser Licht. Herr, erbarme dich unser.

In unserer Trauer bist du  unser Trost. Christus, erbarme dich unser.

Du hast gesagt, ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Herr, erbarme dich unser.

Gott beschenkte einige Menschen in der Heiligen Schrift mit dem Titel ,,Gottes Freunde“, So sind  Abraham und Moses als solche zu bezeichnen. Auch Jesus hatte seine Freunde. So waren  zum  Beispiel Lazarus, der Bruder von Maria und Martha Freunde von Jesus. Der Evangelist Johannes führte aus Bescheidenheit diese Bezeichnung nicht. Er schreibt aber zum Beispiel:  Einer aber von seinen Jüngern, den Jesus liebte, lag zu Tisch im Schoße Jesu. Johannes war dieser Jünger. Jesus sprach auch den Judas mit dem Wort ,, Freund“ an. Er sagte:  Freund, warum bist du gekommen? Jesus sprach klar und erfassbar über Kriterien, die nicht wandelbar sind, wenn die Rede von wirklicher Freundschaft ist. Wenn ihr meine Gebote haltet… und Jesus sprach  weiter über das, was der Mensch dafür bekommt…. werdet ihr  in meiner Liebe bleiben.

Warum braucht der Mensch die Freundschaft? Er wird durch die Beziehung zu anderen Menschen, selbst erst Mensch.

Zu Gott, unserem Vater, der Jesus in seine Herrlichkeit aufgenommen hat und auch uns verherrlichen wird, lasst uns beten.

Jesus Christus hat uns durch deinen Tod und deine Auferstehung Versöhnung und Frieden gebracht. Damit dieser Friede unter uns wachse, lass uns beten.

Unser Osterlamm ist geopfert. Christus, der Herr. Halleluja. Wir sind befreit von Sünde und Schuld. Halleluja.

6.Sonntag der Osterzeit A Joh 14, 15-21

6.Sonntag der Osterzeit 2017-Mit einem anderen zu sein, nicht nur neben ihm.

Einführung

Mit anderen Menschen sind wir dann, wenn wir mit ihnen zusammenarbeiten. Dann sind wir nicht nur neben ihnen, sondern mit ihnen. So kann man das Problem verstehen, auf das Jesus im heutigen Evangelium hinweist: An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. (Joh 14,20) Wann bleiben wir in Jesus? Wenn wir Jesu Gebote halten, wenn wir also mit ihm zusammenarbeiten.

Predigt

Eine Legende erzählt, dass ein Mann in einen tiefen Brunnen gefallen war. Buddha ging vorüber, er hörte sein Rufen und tröstete ihn mit den Worten: „Das ganze Leben ist ein Leiden. Finde dich damit ab!“ Dann ging Konfuzius vorbei. Er lehnte sich über den Rand des Brunnens und sagte zu dem Mann: „Wenn du in die Höhe springst, werde ich dir helfen“. Der Mann  versuchte es. Aber er war zu schwach und er fiel noch tiefer hinunter.  Auch Jesus ging vorbei. Als er den Mann sah, stieg er ohne Wort in den Brunnen hinunter, nahm ihn auf seine Schultern und trug ihn aus dem Brunnen herauf.

Das Christentum lehrt uns mit den Menschen sein, ihnen behilflich zu sein. Eine Weisheit aus dem  Chassidismus, einer Bewegung im Judentum, erzählt folgendes: Einmal machte sich der  Rabbiner Samuel auf den Weg nach Rom, als er erfuhr, dass die Kaiserin ein Armband verloren hatte. Er hatte nämlich erfahren, dass jener, der das Armband findet, reich belohnt wird. Wer es findet und es bei sich behält und es bei ihm nach dreißig Tagen gefunden wird, der wird enthauptet. Samuel fand das Armband, aber er gab es, noch ehe die  dreißig Tage verstrichen waren,  zurück.  Die Kaiserin fragte ihn: „Hast du gewusst, dass ich eine Frist von dreißig Tagen gesetzt habe?“ Er antwortete: „Ja, ich wusste es.“ Die Kaiserin sagte: „Aber warum hast du das Armband nicht schon früher zurückgebracht?“ Da meinte Samuel: „Damit du nicht sagen kannst, dass ich dich fürchte. Aber schließlich brachte ich es zurück, weil ich Gott fürchte.“ Darauf sagte die Kaiserin: „Sei gelobt, du Gott der Juden!“

Wenn ein Mensch mit Gott nicht zusammenarbeitet, den wir für heilig halten, so wird er auch nicht mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Es ist möglich, Gottesdienste zu besuchen, also bei Gott zu sein, aber nicht mit Gott zu sein. Das äußerst sich auf verschiedene Weise. Einige knien vor dem Tabernakel nieder, andere bleiben bei der Tür stehen. Sie sind passive Mitglieder der Liturgie. Sie waren zwar bei Gott, aber nicht mit Gott.

Welche Frau wäre zufrieden, wenn ihr Mann nur einmal in der Woche zuhause ist und überhaupt nicht am Familienleben teilnimmt? Welcher Mann würde sich über seine Frau freuen, die nur hie und da zuhause erscheint, die übrige Zeit wo anders verbringt. In einer Ehe ist es nicht gut und es genügt nicht, wenn Menschen nur nebeneinander her leben. Sie sollen miteinander leben. Das erwartet Gott von ihnen. Wer mit Gott nicht zusammenarbeitet, wird nie die Gottesfreude erleben. Wenn Menschen in der Ehe nur so nebeneinander leben, so führt das  zu einer Entfremdung und schlussendlich zu einer Scheidung. Leider ist das auch im Leben vieler Christen so.  Sie gehen zur Heiligen Messe, aber sie haben kein Erlebnis mit Gott. Daran ist nicht Gott schuld, sondern der Mensch selbst. Jedes Problem hat seine Ursache. Besonders im Religionsunterricht sollten die jungen Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott geführt werden. Ihre Herzen sollen für die Liebe zu Gott entflammt werden. Vielleicht sagen manche: Das ist nicht die Aufgabe des Religionsunterrichts. Aber woher sollen die Kinder sonst die Liebe zu Jesus und zur Kirche erlernen. Sie sagen: Das ist die Aufgabe der Eltern. Leider haben manche Eltern selber keine persönliche Beziehung zu Gott. Es gibt natürlich auch noch andere Ursachen.

Herr, hilf uns, zu verstehen,  dass das Wesen des Glaubens eine lebendige Beziehung zu Gott ist. Nur so können wir  in Gott bleiben.

Erstkommunion 2017. Jesus- Das Geschenk des Himmels

9.00 Treffpunkt Hauptplatz oder Kirchhof

9.15 Priester und  Ministranten kommen. Segnung der Erstkommunionkreuze und umhängen.

9.30 Einzug in die Kirche. 

Die  Kinder stellen sich auf ihren Platz.

Lied: Gott wir  kommen heut in dein Haus 2 Str

Kreuzzeichen und Begrüßung: Priester

Begrüßung durch die Kinder und  Eltern.

Pia:

Wir möchten euch alle ganz herzlich zu unserem Festtag begrüßen. Viele Wochen haben wir uns auf den heutigen Tag vorbereitet.

Lea:

Unser Herz ist voller Freude. Wir sind bereit Jesus aufzunehmen.

Eltern:

Auch wir Eltern haben uns  vorbereitet. Wir haben über Jesus und unseren Glauben nachgedacht. Wir haben den Eifer  und das Lernen unserer Kinder erlebt. Und nun  freuen wir uns  über den heutigen  Tag.

Evelyn:

Wir dürfen jetzt jeden Sonntag Jesu Gäste sein und das Brot des Lebens essen, damit wir Kraft für ein gutes  Leben erhalten.

Eltern:

Wir Eltern tragen die große Verantwortung, die Liebe in den Herzen unserer Kinder wach zu halten und sie  mit  unserem Glauben zu begleiten. Der Erstkommuniontag darf  nicht der schönste Tag des Lebens bleiben. Er sollte der Anfang eines starken Christus verbundenen Lebens werden.

Hinführung zum Thema: Kinder und Eltern

Anna und Alexander kommen mit einem Geschenkpaket nach vorne.

Alexander: Wir haben in der Kirche ein Geschenk gefunden.

Anna: Was mag da wohl sein?

Alexander: Schaut einmal hin!

Die Kinder  machen  den Deckel auf. Sie entnehmen dem Paket einen  Brief und geben ihn Siegi  mit den Worten: Ein Brief!

Siegi liest den Brief vor:

Mein kostbares Kind.

Mein Name ist Jesus Christus, der Messias. 

Ich freue mich, dass du heute meine Einladung angenommen hast und zu meinem Fest gekommen bist. Ich möchte immer  mit dir zusammen sein uns  und hoffe, du spürst heute und alle Tage,  wie sehr ich dich liebe. Deshalb habe ich mein Leben freiwillig hergegeben. Ich möchte mich dir schenken. Dafür lasse ich mich zu Brot und Wein verwandeln. Alles was du tun musst, ist dieses Geschenk von Mir anzunehmen.

Kyrie: wie ein Gespräch, alle 4 stehen im Halbkreis

1. Alexander

Jesus macht uns sein Leben zum Geschenk. Wir sind meistens gleichgültig. Gesungen: Herr erbarme dich unser.

2. Anna

Jesus gibt sein Leben, damit alles Böse mit ihm sterben kann. Wir können das einfach oft nicht glauben. Gesungen: Herr erbarme dich unser.

3. Viktoria

Im Wort und im Brot schenkt sich Jesus. Wir nehmen  es nicht an, weil wir zu bequem sind. Gesungen: Herr erbarme dich unser.

Vergebungsbitte Priester:

Guter Gott, Du siehst in unser Herz. Du kennst es und weißt, was wir denken und fühlen. Du weißt um all das Gute in uns, aber auch das, was dunkel und schlecht ist. Du nimmst uns an, so wie wir sind, weil du uns von Herzen liebst durch deinen Sohn, Jesus Christus unseren Herrn. Amen

Voll Freude wollen wir dir jetzt unser Loblied singen.

Gloria: Gloria Ehre sei Gott

Tagesgebet:

Großer Gott, wir alle sind deine versammelte Gemeinde: Mütter, Väter, Verwandte und Freunde. Wir feiern heute, dass wir zu dir gehören. Du bist die Quelle des Lebens und der Liebe. Lass deine Liebe in uns fließen. Dies erbitten wir durch Jesus unseren Herrn.

Überleitung zur Lesung:

Johanna kommt zum Ambo, nimmt das Mikro und sagt:

Ich glaube, sie haben vergessen, den Brief fertig  zu lesen. Mal schauen, ob das noch etwas drinsteht!

Johanna nimmt der Brief und liest weiter:

Ich habe Dir ein Buch gegeben, das Dir alles darüber sagt, wer Ich bin. Lese regelmäßig darin, damit du mich und meinen Vater besser kennenlernen kannst. Nimm es aus dem Geschenk heraus, dann werde ich dir mehr erzählen.  In Liebe – Jesus.

Lesung: 1 Kor 11,23-26  Margot

Zwischengesang; Jeder von euch soll es  wissen.

Halleluja

Evangelium: Johannes 3, 14-21

Predigt: Herr Pfarrer

Liebe Kinder, liebe Eltern und Großeltern!

Heute morgen sind wir alle mit großer Freude zur Kirche gekommen, weil ihr,  liebe Kinder,  in dieser Stunde zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen dürft.  Eure Religionslehrerin, die Tischmütter und die Eltern haben euch in den vergangenen Wochen gut auf die Feier der Erstkommunion vorbereitet. Es  ist euer  Wunsch, heute Jesus in besonderer Weise begegnen zu können.

Liebe Kinder! Das größte Geschenk, dass ihr heute bekommen werdet, ist Jesus Christus selber, der zum ersten Mal in eure Seele kommt. Ihn zu empfangen, habt ihr euch vorbereitet. So kann jetzt Jesus in eure  Seele eintreten. Er will euer Freund sein. Auf seine Liebe sollt ihr mit eurer Liebe antworten. Vom Tag der Erstkommunion an gehört ihr noch mehr zu Jesus. Jesus ist euer Herr. Er hat euch das Leben gegeben, er hat für euch die wunderschöne Welt geschafft, und er erlaubt, dass ihr euch  über diese Welt freuen könnt. Jesus sehnt sich danach, sich mit euch in der Heiligen Kommunion zu vereinigen.  Jeder kann dann sagen: „Ich gehöre ganz zu Jesus“. Zu Jesus gehören bedeutet aber auch, dass ihr an ihn denken sollt und oft im Gebet mit ihm sprechen sollt.  Ihr sollt ihm Freude machen durch gute Taten und durch euer gutes Verhalten. Das bedeutet auch, dass ihr  Jesus nicht mit euren Sünden verletzen sollt.  Es soll euch bewusst werden, was das für ein Glück ist, dass Jesus in eurer Seele am heutigen Tag Wohnung nimmt. Jesus ist in euch anwesend. Was sollt ihr machen, damit Jesus sich in euch wohl fühlt? Was auch immer ihr macht oder redet, müsst ihr euch fragen: „Ist Jesus damit zufrieden?“  Jesus soll die Speise für eure Seele sein. Ohne Nahrung können Blumen, Tiere und auch der Mensch nicht leben.  Speisen können materiell sein, das heißt, wir brauchen sie damit unser Körper Nahrung hat. Speisen können auch geistlich sein, damit ist gemeint, dass wir auch Nahrung für unsere Seele brauchen. Der Mensch bekommt Kraft durch das tägliche Brot, die Seele durch das Gebet, das Wort Gottes und die Heilige Kommunion. Wenn der Mensch keine Nahrung, kein Brot bekommt, wird er schwächer und schwächer und stirbt zuletzt. Wenn die Seele keine geistliche Speise bekommt, entfernt sie sich von Gott und gibt der Sünde Raum. Jesus sagt: Ich bin das Brot des Lebens. Wenn ihr dieses Brot nicht esst, werdet ihr in euch nicht das Leben haben. Darum hat Jesus beim Letzten Abendmahl das Brot in seinen Leib verwandelt und den Wein in sein Blut. Jesus will, dass wir das Leben haben. Durch die Heilige Kommunion sättigt euch Jesus mit Wahrheit und Heiligkeit. Er will, dass ihr ihm immer ähnlicher werdet. Er gibt euch Kraft, das Böse zu meiden und er kräftigt euch in eurer Liebe.  Das können wir im Leben vieler Menschen erkennen. Mutter Theresa – vielleicht habt ihr schon von ihr gehört – war eine Frau von kleiner Gestalt, aber sie hatte ein großes Herz, das voll Liebe war. Sie hat sich um kranke und arme Menschen gekümmert. Sie arbeitete unter schwersten Bedingungen. Ein Journalist, der sie einige Tage lang bei ihrer Arbeit beobachtete, sagte einmal zu ihr: „Diese Arbeit würde ich nicht für eine Million Dollar tun“. Mutter Theresa antwortete: „Ich auch nicht. Ich mache das für Jesus!“ Wer hat Mutter Theresa die Kraft gegeben, damit sie diese schwere Arbeit tun kann?  Jesus Christus, den sie täglich in der Heiligen Kommunion empfangen hat, er hat ihr diese Kraft gegeben. Lieber Kinder, ihr müsst nicht so eine schwere Arbeit wie Mutter Theresa tun, aber auch ihr braucht Jesus für euer Leben und ihr werdet ihn immer wieder brauchen.  Ich wünsche euch, dass Jesus euer Freund für euer ganzes Leben sein möge. Bleibt Jesus euer ganzes Leben lang treu! So werdet ihr erkennen, was wirkliches Glück bedeutet!

Überleitung zum Taufversprechen; Taufpaten heraus bitten. Dazwischen Kerzen austeilen, Paten entzünden sie an der Osterkerze, stellen sich zu den Kindern.

Taufversprechen:

Ihr, liebe Kommunionkinder, tragt in euren Händen die leuchtenden Taufkerzen. Sie erinnern an das Licht Jesus Christus. Auf diesen Jesus Christus wurdet ihr getauft. Eure  weißen Kleider erinnern daran, dass ihr alle Tage eures Lebens ihm gehören sollt. Ich darf euch jetzt, wie damals eure Eltern und Paten fragen:

Priester fragt                                                                 Kinder antworten

Glaubst du an Gott, der für uns wie ein                 Ja, ich glaube!

guter Vater und eine liebende Mutter ist?

Jesus ist für uns gestorben und er ist auferstanden.

Glaubst du an Jesus Christus?                              Ja, ich glaube

Der Heilige Geist macht uns stark. Er  ist unser       

Helfer. Glaubst du an den Heiligen Geist?           Ja, ich glaube!

Widersagst du der Versuchung des Bösen?              Ich widersage!

Willst du heute Jesus Christus als Brot                 Ja, ich will!

des Lebens in deinem Herzen aufnehmen?

Priester, anschließend Segnung der Kinder mit Weihwasser.

Anschließend Kerzen wieder einsammeln.

Fürbitten:

Priester:  Guter Gott! Du hast ein Herz für uns Menschen, deshalb hast du uns deinen Sohn geschenkt. So kommen wir zu dir, um dich zu bitten.

1. Klara

Herr Jesus Christus. Wir beten für die Eltern der Erstkommunionkinder und alle, die die Erstkommunion mitfeiern: Lass auch uns die Bedeutung des Heiligen Brotes neu erkennen.

2.Theresa

Herr Jesus Christus. In der Eucharistie dürfen wir dich heute zum ersten Mal empfangen. Lass uns diesen Tag nie vergessen und immer daran denken. Du bist unser Freund.

3.Laura

Herr Jesus Christus. Schenke uns Liebe, Vertrauen und Treue, dass wir weiterhin gerne zum Gottesdienst kommen.

4.Jana

Herr Jesus Christus. Wir beten für  unsere Pfarrgemeinde, das sie die Eucharistie immer als dein Geschenk erfährt und daraus auch lebt.

5. Tim

Herr Jesus Christus. Nimm unsere Verstorbenen in deine Herrlichkeit auf und vergelte ihnen all das Gute, das sie an uns getan haben.

Priester: Barmherziger Gott! Du hast unsere Bitten gehört. Nimm sie an als Zeichen unseres Vertrauens in deine unendliche Liebe, darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Gabenbereitung: 

Die Kinder bringen die vier Gruppenkerzen, den Wein und die Hostienschale nach vorne, währenddessen beginnt das Gabenlied.

Dieses kleine Stück Brot in unseren Händen-3 Str.

Gabengebet: 

Guter Gott, Brot und Wein bringen wir auf den Altar, Landwirte und Winzer haben sie geerntet. Wir schenken sie dir zurück. Verwandle sie uns in der Kraft deines Hl.Geistes, damit wir in dieser Kraft nach deinem Willen leben können. Darum bitten wir durch Jesus unseren Freund und Bruder. Amen

Präfation:

Heiliglied: Heilig, heilig, heilig

Wandlung: Die Kinder und Ministranten knien neben dem Altar

Vater unser: beten-wir reichen uns die Hände

Friedensgruß

Lamm Gottes: gebetet

Kommunion für die Kinder

Chor: Du bist ein Geschenk des Himmels

Kommunionspendung allgemein; instrumental Klavier

Danklied: Alles, alles, alles ist ein Geschenk

Schlussgebet:

Herr Jesus Christus , wir haben zusammen Gottesdienst gefeiert. Du hast uns beschenkt mit  deiner Gegenwart in Wort und im Brot des Lebens. Lass uns diese Geschenke nicht für uns allein behalten sondern freudig mit unseren Mitmenschen teilen. Darum bitten wir durch dich Jesus, unseren Herrn von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Verlautbarungen;

Kurzer Hinweis auf das folgende Programm

Anschließend: Taufkerzen austeilen und anzünden:

Gruß. Segen

Weil auch Gott nicht allein sein will, hat er dich ins Leben gerufen. Er hat dir die Sinne gegeben, damit du dem Leben begegnen und es mitgestalteten kannst. Er segne dich. Er segne deine Augen, deine Ohren, deine Nase. Er segne deinen Mund und deine Hände, damit du die Schönheit des Lebens erfahren und Gutes tun kannst. Er behüte dich und bewahre dich vor Unheil.  Er schenke dir Freude am Leben. All das schenke dir unser Gott. Es segne euch der allmächtige und uns liebende Gott,  der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Schlusslied: Großer Gott, wir loben dich

Auszug; Priester, Ministranten

Gruppenfoto mit Priester vor dem Altar

Auszug: Erstkommunionkinder

Wir gehen über die Stiege nach oben zum Kirchhof, dort  wartet eine Überraschung auf alle Anwesenden. Dann gehen wir weiter in den Jungscharraum, wo es das Frühstück gibt. Zum Abschluss bekommt jedes Kind eine Kinderbibel als Geschenk.

 

Donnerstag der 5. Osterwoche Joh 15, 9-11

Jesus Christus,  der sagte: Wenn ihr meine Gebote haltet, so  werdet  ihr  in meiner Liebe  bleiben, er sei mit euch.

Wissen wir, wozu wir auf der Welt sind ? Erinnern wir uns an die Worte Jesu: Wie mich der Vater geliebt hat, habe auch ich euch geliebt,  bleibt in meiner Liebe. Diese Worte sind auch heute aktuell. Sie sind wie ein Testament. Bleiben in Jesu Liebe, oder anders gesagt –  leben wir  in Jesu Liebe! Das ist das Wesen des christlichen Lebens.

Jesus, du bist den Weg gegangen, den alle Menschen gehen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dich im Gehorsam erniedrigt bis zum Tod am Kreuz. Christus erbarme dich unser.

Du wirst uns  heimholen in deinen Himmel. Herr, erbarme dich unser.

Das Wort „Liebe“ kommt sehr häufig vor. Zum Beispiel,  wo? In Filmen, sehr oft in  Liedern, in  Romanen, aber auch im üblichen Leben. Die Menschen sprechen oft von der Liebe. Welche Meinungen haben die Menschen von der Liebe? Oft hören wir: Die Liebe macht blind. Die Liebe hat eigene Gesetze. Der Liebe können wir nichts befehlen. Was ist die Liebe? Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Es ist wichtig zu wissen, welche Eigenschaften die echte Liebe haben soll.  Davon spricht der Heilige Paulus im ersten Brief an  die Korinther: Die Liebe ist langmütig,  die Liebe ist gütig.  Sie ereifert sich nicht,  sie prahlt nicht,  sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,  lässt sich nicht zum Zorn reizen,  trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht,  sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles,  glaubt alles,  hofft alles,  hält allem stand.

Für das praktische Leben ist es notwendig, das zu wissen. Es ist nicht genug, wenn unsere Liebe nur eine gute Eigenschaft hat. Zum Beispiel: Wir helfen den Armen, aber auf der andere Seite, wir hassen jemanden. Wir können nicht über die Liebe in unserem Leben sprechen, wenn wir nur eine einzige schwere Sünde begehen.

Gottes Wille geschieht immer da, wo Menschen  standhaft in ihrem Glauben festhalten.

Christus hat uns  freigekauft aus  der   Gefangenschaft  des Unfriedens.  Er hat uns zu gegenseitiger Liebe und zum Frieden berufen. Deshalb bitten wir.

Jesus Christus ist derselbe  gestern und heute und in Ewigkeit.

5.Osterwoche Mittwoch Joh 15,1-8

Jesus Christus, mit dem wir verbunden sind wie die Rebe mit dem Weinstock, sei mit euch.

Im heutigen Evangelium erklärt uns Jesus, wie wichtig es ist, mit ihm in Verbindung zu bleiben. Jesus sagte: Bleibt in mir, dann bleibe in euch! Warum sollen wir in Christus bleiben? Auf diese Frage gibt uns Jesus folgende Antwort: Wenn jemand nicht in mir bleibt , wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt. Eine Frage für uns alle: Bemühe ich mich, mit Jesus verbunden zu bleiben?

Jesus, du bist der Weinstock, aus dem wir das Leben empfangen. Herr, erbarme dich unser.

Du machst unser Leben fruchtbar für die Ernte des Lebens. Christus, erbarme dich unser.

Du gibst uns, was uns zum ewigen Leben hilft. Herr, erbarme dich unser.

Sicherlich haben Sie schon Bäume nach einem starken Gewitter gesehen – sie sind umgestürzt oder die Äste sind gebrochen. Etwas Ähnliches gibt es auch im geistlichen Leben. Das geschieht dann, wenn unsere Verbindung mit Gott gewaltsam unterbrochen wird. Jesus sagt: Ich bin  der wahre Weinstock. Die Rebe kann nur Frucht bringen, wenn sie  am  Weinstock  bleibt. Durch Jesus bekommen wir  Gnaden und Gaben. Seit der Taufe gehören wir  zu Christus. Wie können wir Reben am Weinstock Christi sein und nicht Frucht bringen? Für den Menschen gibt es auch die Möglichkeit zu versagen, also unfruchtbar zu bleiben. Wenn der Mensch keine Frucht bringt, erfüllt er seine Sendung nicht. Oder der Mensch will Frucht bringen, aber er stellt  Bedingungen, er ist nur teilweise verfügbar. Er will nur eine gewisse  Art von Früchten bringen und so schränkt  er die Wirkung Gottes in seinem Leben ein. Besser ist es, wenn ein Mensch  sich vom Anfang an völlig Gott zur Verfügung stellt. Je mehr wir Frucht bringen, desto mehr  reinigt uns  Gott.  Er reinigt  unseren Glauben und  unsere Liebe. Am meisten reinigt Gott diejenige, die  ihm am meisten lieben. Was für eine Frucht erwartet Jesus von uns? Das ist vor allem die Frucht der Liebe. Diese Frucht können und  sollen wir immer bringen.

Da wir schon  rein sind durch  Christi Wort, wagen wir zum Vater zu beten.

Wer mit Christus verbunden  ist, bringt reiche Frucht. Seine Frucht ist der Friede, um  den wie ihn bitten.

Selig, wer in Christus bleibt und Frucht bringt für das ewige Leben.

Dienstag der 5.Osterwoche Joh 14, 27-31

Der Heilige Geist,den der Vater   in Jesus Namen sandte, sei mit euch.

Jesus sagte: Ich gehe zum Vater. Er versprach seinen Jüngern, dass er ihnen den Heiligen Geist senden wird. Wer ist der Heilige Geist? Der Heilige Geist ist der wahre Gott, die dritte göttliche Person. Er soll uns helfen, damit wir uns die Lehre Jesus aneignen. Sind  wir uns der Bedeutung des Heiligen Geistes bewusst?

Jesus, du hast uns  Kunde gebracht vom Vater. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du hast den Heiligen gesandt, Christus, erbarme dich unser.

Du bist unser Fürsprecher beim Vater. Herr, erbarme dich unser.

Unser Glaube soll sichtbar sein. Eine Geschichte erzählt  von drei Goldgräbern: Einer von ihnen fand  nach längerer Zeit einen besonderen  Stein. Als er ihn zerschlug, fand er  in ihm Gold. Seitdem suchten sie nur noch nach solchen Steinen. Sie entschlossen, Werkzeuge, die sie dazu brauchen in der Stadt zu kaufen.  Sie versprachen sich gegenseitig, niemandem etwas davon zu verraten. Als sie die Werkzeuge gekauft hatten und  weggegangen waren, stellten sie fest, dass ihnen viele Männer folgten. Sie blieben stehen und fragten die Männer: „Warum folgt ihr uns?“  Sie bekamen als Antwort: „Auch wir wollen zu Gold kommen.“ Jeder der Goldgräber glaubte, dass einer von ihnen alles verraten habe und überlegten: Wer von uns ist es gewesen? Ein jeder beschuldigte den anderen. Die Antwort darauf bekamen sie aber den Männern, die ihren folgten: „Niemand von euch hat uns das verraten! Eure Gesichter haben uns das verraten!“ So ist es auch mit dem Heiligen Geist. Wenn in jemanden der Heilige Geist wirkt, dort ist der Glaube sichtbar, dort muss man nicht vom Glauben sprechen. Unser Leben, unsere Taten verraten, dass wir gläubige Menschen sind. Der Heilige Geist hilft uns, damit wir wahre Zeugen von Jesus in der Welt sind.

 Durch Jesus Christus haben wir  ein neues Verhältnis zu Gott gefunden. Wir dürfen beten, wie Jesus es uns gelehrt hat.

Heil  und Heilung schenkt Gott, um diese Gabe des Friedens wollen wir beten.

Der Herr ist mein Licht und mein  Heil. Vor  wem  sollte ich  mich fürchten?

 

Montag der 5.Osterwoche Joh 14, 21-26

Jesus, der sagte: Wenn einer mich liebt , wird er  mein Wort halten, er sei mit euch.

Die Worte, die Christus zu uns sagt, sind klar und wir können  nichts hinzufügen. Aber die Praxis ist oft anders. Es gibt die Menschen, die behaupten, dass sie Christus lieben. Sie sind fähig über Jesus Leiden  zu weinen, und doch  leben sie in einer ,,wilden“ Ehe. Oder die Abgeordneten im Parlament stimmen für ein Gesetz, dass eine Schwangerschaftsunterbrechung, also eine Abtreibung  für  gut heißt, aber sie nehmen an einer Wallfahrt teil und sie gehen zur heiligen Kommunion. Und dabei erkennen diese Menschen den Widerspruch in ihrem Leben nicht.

Jesus du zeigst uns, wie wir dich lieben sollen. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du hast gesagt:  Wer mich nicht liebt,  soll meine Worte halten. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns den Heiligen Geist gesandt, der uns alles lehren wird. Christus, erbarme dich unser.

Wir leben jetzt im Monat Mai.  Den Monat Mai bezeichnet man als den Monat der Liebe. Von der Liebe hörten wir auch im heutigen Evangelium. Ohne Zweifel hielt Maria in ihrem Leben diese Worte am meisten ein. Maria wusste, was es bedeutet mit  Gott zu leben, von Gott geliebt zu werden. Nicht selten ist es, dass jemand denkt, er liebt Gott, aber das hat nichts mit echter Liebe zu tun. Der Heilige Paulus schreibt im ersten Korintherbrief sehr schön über die Liebe. Er schreibt: Die Liebe ist gütig.  Das ist die erste Eigenschaft, die Paulus der Liebe zuschreibt. Die Liebe macht die Seele groß und hochherzig, sie befreit von Berechnung  und Selbstsucht. Von der  echten Liebe zu Gott sollen wir unser Leben lang ergriffen sein. Es ist gut, wenn wir von Maria und den Heiligen lernen, was Liebe zu Gott heißt.

 Gott als unseren Vater ansprechen heißt, unsere ehrliche Liebe  zu ihm zum  Ausdruck bringen. Diese ist  Voraussetzung unseres Betens.

Jesus selbst hat die seliggepriesen, die den  Frieden bringen: Söhne Gottes werden sie heißen.  Deshalb bitten wir.

Jesus du hast uns  vorausbestimmt, deine Kinder zu werden.