Komplimente machen jedem Menschen Freude. Frauen freuen sich, wenn man bemerkt, dass sie ein schönes Kleid oder eine schöne Frisur tragen, und ihnen ein Kompliment macht. Auch Ärzte und Lehrer freuen sich über Lob. Wenn man einem Pfarrer sagt, dass er schön gepredigt hat, wird ihm warm ums Herz. Das gefällt uns allen, allerdings muss ein Kompliment wahrhaftig sein und nicht nur diplomatisch formuliert.
Auch im Evangelium finden sich Komplimente. Als Jesus die Apostel fragte: „Für wen halten mich die Leute?”, antworteten sie: Für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus mit einem schönen Kompliment: „Du bist der Messias Gottes. Menschlich gesehen müsste sich Jesus über dieses Kompliment sehr gefreut haben. Schließlich hatten sie ihn nicht mit Elias oder dem Täufer Johannes verglichen, wie es die anderen Leute getan hatten. Für Jesus war dies jedoch kein Kompliment, sondern er nutzte die Gelegenheit, um den Aposteln eine Lektion zu erteilen. Er regte sie zum Nachdenken an und sagte: „Der Menschensohn muss vieles erleiden. Er wird von den Ältesten und den Hohen Priestern verworfen. Er wird getötet, aber am dritten Tag wird er auferstehen.“
Er will ihnen damit sagen, dass sie denken, er sei berühmt, weise und mächtig, doch in Wirklichkeit werde er abgewiesen und wir schändlich zugrunde gehen – und sie werden ihn verlassen. Petrus Vorstellung über den Messias ist Macht, Reichtum und Ruhm. Jesus’ Vorstellung als Messias ist verbunden mit einer absoluten Liebe. Petrus rechnet mit der Befreiung von den Römern. Jesus ist es wichtig, ein gutes Herz zu haben, nicht Böses mit Bösem zu vergelten, gegen die Bosheit der Welt mit Liebe anzutreten. Das Wort „Messias“ bedeutet für ihn, dass Gott und die Menschen ihn lieben. Beim Propheten Sacharja lesen wir: Und sie werden auf den Blick, den sie durchbohrt haben.
Auch heute verwenden wir das Wort „Messias“, wenn es um jemanden geht, der an der Spitze einer regierenden Partei steht. Es gibt auch Menschen, die glauben, sie seien der Messias ihres Volkes. Es gibt auch einen Messias im Sport, unter Künstlern und im Wirtschaftsleben. Mit anderen Worten sind das alle, die denken, sie seien wichtig und ihr Weg sei der richtige. Als Messias kann man aber nur jemanden bezeichnen, der Gott und den Nächsten liebt und Gott nachfolgt. Wer sich Gott als Herr vorstellt, will selbst Herr werden. Wer sich Gott als Liebe vorstellt, wird selbst zu einem liebenden Menschen.
Jesus sagte zu seinen Aposteln: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Ihr habt dann Anteil an seinem priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt, also an seinem Messias-Sein. Wenn wir Menschen ausschließen, die uns nicht gut gesinnt sind, bleiben wir bei der Vorstellung Petrus über den Messias. Jesus lehrt uns auch anderen Menschen mit Liebe, Vergebung und Geduld zu begegnen. Wenn wir uns für diesen Weg entscheiden, dann sind wir auf dem Weg Jesu. Dann sind wir so etwas wie ein Messias. Gott wird sich um unsere Sorgen kümmern. Gott lässt das Gute und die Liebe nicht untergehen. Das bewies Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung.
Zum Schluss noch eine Begebenheit, die davon zeugt, wer wirklich groß ist:
Nach den schrecklichen Ereignissen vom 11. September 2001 in New York kamen viele Menschen, um zu helfen und zu retten, was noch zu retten war. Unter ihnen war auch eine Frau, die einem Feuerwehrmann etwas zu trinken brachte. Sie wies ihn darauf hin, dass sich eine berühmte Schauspielerin am Ort des Geschehens befand. „Wollen Sie nicht ein Autogramm von ihr?”, fragte sie ihn. Der Feuerwehrmann antwortete: „Wenn man wie ich die ganze Nacht in diesen Trümmern verbracht hat, dann ist eine Frau, die einem ein Glas Wasser bringt, wertvoller als eine Schauspielerin.“ Nachdem der durstige Feuerwehrmann getrunken hatte, bat er die Frau um ein Autogramm.
Ja, es ist wirklich so. In den Augen Gottes ist nicht der Große wertvoll, der berühmt und bekannt ist, sondern der, der dort gegenwärtig ist, wo Schwierigkeiten sind, und der in der konkreten Situation zu helfen weiß. Schenke uns, Herr, die Einsicht, dass dies eine besondere Qualität unseres Lebens ist, und dass unser Wert und unser Ruhm darin bestehen, in Liebe zu dienen!
Ein kleiner Junge saß auf der Straße und weinte. „Was ist passiert?“, fragte eine vorbeikommende Frau. „Ich bin verloren gegangen“, antwortete der Junge. „Weißt du deine Adresse?“, fragte die Frau. „Ja, Matheus@gmail.com“, sagte er schluchzend.
Das Wort „Adresse“ kann verschiedene Bedeutungen haben. Sowohl die Post- als auch die E-Mail-Adresse sind wichtig, aber für den kleinen Jungen waren sicherlich das gute Herz seiner Mutter und seines Vaters die bedeutendste Adresse.
Vor zweitausend Jahren hörten die Menschen auf Jesus, und viele wollten ihm folgen. In seiner großen Begeisterung sagte eines Tages ein Mann zu Jesus: „Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.“ Jesus antwortete ihm: „Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“
Wir könnten einwenden: „Entschuldige, Herr, aber deine Zeitgenossen haben bereits Häuser aus zugänglichen Materialien gebaut.“ Warum hast du nicht auch für dich ein Haus gebaut?“
Wir kennen die Antwort. Jesus war ein Prophet und Wanderprediger. Er wollte in den Herzen der Menschen wohnen. Er wollte darauf aufmerksam machen, dass der Mensch nicht nur hinter vier Mauern wohnt. Er hat auch die Möglichkeit, im Herzen Gottes zu wohnen.
Diesen Jesus folgten drei Gruppen von Menschen: die Apostel oder Jünger, die Volksmenge sowie die Pharisäer und Schriftgelehrten, also seine Gegner. Den Aposteln gab er Instruktionen zum geistlichen Leben. Mit den Pharisäern und Schriftgelehrten sprach er in Gleichnissen über die Folgen, die sich ergaben, wenn sie seine Lehre abweisen würden.
Die erste Unterweisung lautet, dass man Böses nicht mit Bösem vergelten soll. Als die Apostel in einem samaritanischen Dorf eine Unterkunft suchten, wurde sie ihnen abgelehnt, weil sie Juden waren. Jakobus und Johannes wollten sich rächen und befahlen dem Herrn: „Lass Feuer vom Himmel fallen und vernichte sie!” Jesus rügte sie jedoch wegen dieses Wunsches. Er wollte das Dorf nicht vernichten, sondern retten. Damit gab er den Aposteln eine starke Lektion. Mit Rache lassen sich keine Konflikte lösen; das ist nicht der richtige Weg. Das Böse wird dadurch nur größer.
Die zweite Unterweisung lautet: Liebe vor Egoismus zu bevorzugen. Als jemand zu Jesus sagte: „Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben“, antwortete er: „Lass die Toten ihre Toten begraben.“ Für Jesus bedeutet das: Der Lebende ist der, in dem die Liebe zu Gott ist. Der Tote ist der, der voller Egoismus, Sünde und Zorn ist. Jesus macht die Menschen darauf aufmerksam, dem Leben statt dem Tod zu folgen. Für einen gläubigen Menschen ist die letzte Adresse nicht der Friedhof, sondern der Himmel..
In der dritten Unterweisung geht es um das geistige Leben. Man sollte die Beziehung zu Gott allen sozialen Beziehungen vorziehen. Im Evangelium hat es geheißen: „Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen.“ Und Jesus antwortet darauf: „Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes. Denken wir da ganz praktisch: Wer ackert, der schaut nach vorne in die Furche, die er mit dem Pflug zieht.
Jesus will von allen, die ihm nachfolgen, dass ihr Blick auf Gott richtet. Diese Aufforderung gilt auch noch nach 2000 Jahren.
Das Evangelium stellt uns die Frage: Wem und was folgst du in deinem Leben? Was sind deine Prioritäten? Bist du an der richtigen Adresse? Das Fernsehen führt uns tagtäglich so vieles vor Augen. Der Alkohol ruft: „Trink mich!” Du wirst sehen, wie gut du dich dann fühlst! Das Geld ruft: Verdiene mich! Mach Karriere! Dann wird es dir gut gehen.
Der Mensch muss überlegen, wem oder was er folgen will und welche Themen sein Leben erfüllen sollen. Es genügt nicht, täglich seine E-Mails zu lesen. Wichtiger ist es, sein Herz für Gott zu öffnen.
Ein deutscher Soldat erzählte eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg. „In der Nacht haben wir zwölf Russen gefangen genommen. Am nächsten Morgen wurden sie verhört. Es war ein warmer Tag und die Russen hatten Durst. Ich fragte meinen Kommandanten, ob ich ihnen etwas zu trinken geben dürfte. Er stimmte zu, und ich brachte ihnen einen Krug Wasser. Nachdem die Russen getrunken hatten, berührte jeder von ihnen meine Hand und flüsterte „Spasiba”, was „Danke” bedeutet. Es war eine brüderliche Geste gegenüber Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befanden. Am Nachmittag holte ich beim Kommandanten die Erlaubnis, den Russen Brot zu geben. Er verstand mich nicht. Ich sagte: „Auch sie sind unsere Brüder!“ Ein Soldat brüllte mich jedoch an: „Du bist verrückt geworden. Man kann diesen Lumpen doch kein Brot geben!“ Dann fragte er mich: „Woher kommst du?“ Ich antwortete: „Ich komme aus Süddeutschland. Denk daran: Wenn wir gefangen genommen würden und ein Russe uns Brot gäbe, wären wir ebenso dankbar!“
Wer Jesus folgt, wird gut, liebenswürdig und barmherzig sein. Er wohnt an der richtigen Adresse, nämlich im Herzen Gottes.
Jesus, wir wollen uns dir öffnen. Wir bitten dich, in unsere Herzen einzutreten, damit du einen Ort hast, wo du dein Haupt hinlegen kannst.
Die Worte Jesu aus dem heutigen Evangelium scheinen streng. Er hat die Folgen von Zügellosigkeit vor Augen, die allmählich die Willensfähigkeit des Einzelnen zerstören. Das ist gefährlich für die Festigkeit eines Ehebündnisses. Zügellosigkeit verursacht dort viele schmerzhafte Tragödien, wo eigentlich Freude, Einheit und Ruhe herrschen sollten.
Jesus liebt uns und kennt die Folgen der Zügellosigkeit. Daher ist seine Rede so hart.
Seine Worte sind vor allem an die Männer gerichtet, die zur Zeit Jesu in der Überzahl waren..
Sie waren auch die Repräsentanten des damaligen geselligen Lebens. Allerdings gelten diese Aussagen Jesu für beide Geschlechter. Ein Mann gibt seiner sündigen Begierde durch Blicke und Berührungen Ausdruck, während eine Frau sich bewundern lässt und Berührungen nicht im Wege steht. Insbesondere mit ihrer aufreizenden Kleidung provozieren sie.
Die Menschen diskutieren über dieses Thema schon seit der Zeit, als dieses Gebot seine Gültigkeit hatte. Viele halten es erst für eine Sünde, wenn es um eine offensichtliche Verletzung des Ehebundes geht. Andere sehen ein sündhaftes Verhalten schon in einem begehrlichen Blick auf die Frau, wieder andere in der vollendeten Tat. Diese sagen deshalb, dass Gedanken, Blicke und Vorstellungen noch nicht Sünde sind. Gott wird niemanden wegen einer Kleinigkeit verurteilen. Einige Professoren sagen, dass man dieses Gebot heutzutage anders verstehen müsse. Auch wenn das die Professoren sagen und beweisen wollen, bleibt für uns Christen der Anspruch: Demnach ist jede Unzucht von Anfang an eine Sünde. Bevor man darüber diskutiert, wäre es gut, sich die Worte Jesu durchzulesen. Im Matthäusevangelium heißt es: „Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.“
Die Sünde gegen das sechste Gebot beginnt bereits damit, dass wir die Worte Jesu und seine Einstellung zur Ehe abweisen. Die Sünde ist dann die Folge dieser Einstellung.
Die wirkliche Sünde gegen das sechste Gebot beginnt bereits damit, dass wir die Worte Jesu und seine Einstellung zur Ehe abweisen. Die Sünde ist dann die Folge unserer Einstellung.
Ein Wiener Sozialist hielt nichts von der Kirche und den Geboten Gottes und hielt auch seine Kinder von dieser Erkenntnis fern. Das Ergebnis: Sein eigener Sohn beraubte ihn. Wir wollen eine bessere Welt und bessere Menschen. Das wird nur möglich, wenn wir die Welt auf festen Grundlagen aufbauen. Wir sollten keine Kompromisse suchen und uns von den Geboten Gottes entfernen. Jesus machte das nicht. Er sagte: Denkt nicht, ich sei gekommen um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Die Gebote sollen sich nicht nach uns richten, sondern wir nach den Geboten. Bedenken wir das Ziel und verwenden wir alle Mittel, die sich uns anbieten!
Eva fuhr mit dem Auto nach Hause. Da kam sie an eine Stelle, an der eine Schafherde die Straße überquerte. Sie blieb stehen und schaltete den Motor aus. Sie wartete, bis die Schafe drüben waren. Aber diese blieben mitten auf der Straße stehen, gingen zum Auto und ihr Zorn blieb ergebnislos. Das wirkte nicht auf die Schafe. Als sie jedoch weiterfuhr, gingen sie zur Seite. Der Glaube beseitigt die Angst nicht. Er ermöglicht es uns jedoch, voranzukommen.
In der Geschichte gab es keinen größeren Revolutionär als Christus. Er änderte alle eingebürgerten Ordnungen. Trotzdem sagte er: „Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu erfüllen.“ Das ist die Regel. Man soll sich gewissenhaft aneignen, was die Vergangenheit uns gibt, und das erneuert und vervollkommnet die Zukunft.
In der Geschichte gab es keinen größeren Revolutionär als Christus. Er änderte alle eingebürgerten Ordnungen. Trotzdem sagte er: „Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Das ist die Regel. Man soll sich gewissenhaft aneignen, was uns die Vergangenheit gibt, und das erneuert und vervollkommnet der Zukunft.
Ein junges, vornehmes Fräulein kaufte Schuhe. Die Verkäuferin fragte sie: „Wem wollen Sie damit gefallen? Einem kleinen, dicken, aber reichen Bankier?“
Schuhe und Kleidung kaufen wir für unsere körperlichen Bedürfnisse. Wenn wir aber eine Beziehung zu einem anderen Menschen herstellen wollen, sollten wir etwas für unsere Seele suchen. Frauen suchen in ihren Beziehungen zu Männern Sicherheit und Schutz. Doch nicht alle Männer wollen Schutz und Sicherheit geben..
Im Lukasevangelium hörten wir die Geschichte vom Pharisäer Simon und einer Sünderin, die die Füße Jesu mit Tränen benetzte und mit ihren Haaren trocknete. Diese Frau hatte außereheliche Beziehungen mit vielen Männern und war deshalb eine öffentliche Sünderin. Doch darin fand sie keinen Schutz und keine Sicherheit.
Jesus begegnet in dieser Begebenheit zwei gegensätzlichen Personen. Da war der Pharisäer, der die gute Tat dieser Frau nicht verstehen konnte und Jesus beinahe beschuldigte, weil er doch wusste, wer diese Frau war. Und da war die sündige Frau, die alles bereute, und Er trat ganz behutsam von hinten an Jesus heran.Liebe Gottes. aus menschlicher Sicht würden wir zur Besserung eine Abgabe statt einer Strafe bevorzugen. Der Blick Gottes ist jedoch ein anderer. Er sieht die Last, mit der der Mensch lebt. Gott verzeiht, damit der Mensch diese Last nicht tragen muss. Unser religiöser Glaube sagt uns, dass wir im Laufe unseres Lebens immer wieder Gottes Vergebung erlangen können. Glaube, Liebe und Vergebung gehören zusammen. Liebe ohne Glauben bedeutet menschliche Ohnmacht. Vergebung ohne Glauben bedeutet, dass Gott sehr weit entfernt wäre. Glaube ohne Liebe
Zwar empfing der Pharisäer Jesus in seinem Haus und gab ihm zu essen, doch er nahm ihn nicht so an, wie man es erwartet hätte. Er erkannte ihn keinesfalls als den Messias an. Die Frau hingegen empfing Jesus nicht in ihrem Haus, sondern in ihrem Herzen. Sie erkannte in ihm den Messias, den Gesandten Gottes. Außerdem muss man feststellen, dass Jesus die Frau ganz anders sah als der Pharisäer. Jesus wusste, was in der Frau vorging. Sie hatte erkannt, dass man nicht mehr in Sünde leben kann. Sünde ist eine große Last und führt nicht zum Glück. Sie hatte alles, was sie für ihr Leben brauchte, aber ihrer Seele, die sich nach Liebe sehnte, fehlte so sehr. Die Sünderin suchte nach Befreiung, die sie in Jesus fand. Die Korrektur der Sünde ist nicht Trauer, sondern Anerkennung der Liebe Gottes. In menschlicher Hinsicht würden wir zur Besserung an eine Abgabe statt einer Strafe denken. Der Blick Gottes ist anders. Er sieht die Last, mit der der Mensch lebt. Gott verzeiht, damit der Mensch diese Last nicht tragen muss. Unser religiöser Glaube sagt uns, dass wir in unserem Leben immer wieder Gottes Vergebung erlangen können. Glaube, Liebe und Vergebung gehören zusammen. Liebe ohne Glauben bedeutet menschliche Ohnmacht. Vergebung ohne Glauben, da wäre Gott sehr weit entfernt. Glaube ohne Liebe wäre sinnlos. Wenn sich aber Liebe, Glaube und Vergebung vereinigen wie bei dieser Frau im Evangelium, dann kann Gott verzeihen. Wir wissen alle, dass das Leben nicht einfach ist. Die Aufgabe des Glaubens ist es, uns richtige Erkenntnis zu vermitteln.
Alessandro Pronzato, ein italienischer Schriftsteller, schreibt: Wenn du dich vor Gott nicht schlecht fühlst, musst du daran zweifeln, ob du ihn wirklich getroffen hast. Gott gibt dir einen Spiegel, nicht, damit du dich selbst bewunderst. Der Glaube hilft uns, Fehler und Sünde zu erkennen.
In diesem Zusammenhang ist auch gut zu wissen, was der Apostel Paulus dazu im Kolosserbrief geschrieben hat: Belügt einander nicht, denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt und seid zu einem neuen Menschen geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird. (Kol.3,9-10) Den alten Menschen abzulegen, das heißt, seine Lebensart zu ändern, die nicht richtig ist, sondern sündig ist. Unser Inneres muss durch Glaube, Liebe und Zutrauen neu gestaltet werden. Wir müssen einerseits unsere eigene Unzulänglichkeit und Unwürdigkeit erkennen, andererseits aber auch Vertrauen haben, dass Gott uns trotzdem kennt und liebt.
Noch ein Beispiel zum Schluss:
David kam aus dem Krieg in Vietnam zurück. Ein Priester sah in sein Gesicht und konnte darin wie in einem Buch lesen. Sein Gesicht zeigte Schuldgefühle, so als würde er sagen: Im Krieg habe ich Fehler gemacht und Kompromisse mit meinem Gewissen eingegangen. Ich möchte gern zu Gott zurückkehren, aber ich verdiene das nicht. Der Priester trat an David heran, der seinen Kopf zwischen die Hände hielt und sagte zu ihm: „David, zurückkehren bedeutet nicht tausend Schritte machen.“ Es genügt, nur einen einzigen Schritt zu machen, zu Jesus hin, und den kannst du gleich machen. David hob den Kopf, schaute den Priester an, und seine Augen waren plötzlich voller Hoffnung. Er stand auf und ging mit dem Priester in die Kirche. An diesem Tag kehrte David zu Gott zurück und seine Zukunft erlebte er in Freude als wahrer Christ. Einen schlechten Schritt zu machen während eines Krieges, aber auch in Zeiten des Friedens, ist menschlich. Wichtig ist aber, dass man an Gottes Barmherzigkeit glaubt. Darum sollen wir denken wie die Frau im Evangelium: Jesus, ich erkenne dich als Messias, als Befreier. Tritt ein in mein Leben! Hilf mir, damit ich deine Liebe und deine Vergebung erfahre! Ich weiß, nur so kann man mein Leben gelingen.
Heilig zu sein bedeutet, dass Gott das Gute liebt und das Böse verabscheut.Er gab den Israeliten auf dem Berg Sinai Gesetze und machte ihnen damit klar, was er wollte. Er zürnte – Was sind das für Menschen? Auch an uns selbst können wir erkennen, dass Gott heilig ist. Er hat uns eine Stimme in unser Herz gelegt, die uns sagt, was er von uns will. Wenn du beispielsweise in ein Zimmer kommst, in dem Obst auf dem Tisch steht und niemand da ist, und du möchtest gern etwas davon stehlen, was sagt dir dein Gewissen? Und wenn du es dann doch getan hast, wie ist dir dann zumute? Oder wenn es Zeit zum Beten wäre und du es aus Trägheit unterlässt, was sagt dir da deine innere Stimme?
Wenn ein Kind sehr rein ist, weiß ich, dass es Reinheit liebt und Schmutz hasst. Und wenn ein Kind sehr brav ist, weiß ich, dass es das Gute liebt und das Böse ablehnt. Nun ist Gott aber selbst unendlich gut, darum liebt er das Gute – er hat alles, was gut ist, gern. Er will, dass nur Gutes geschieht, und er hasst das Böse. Darum sagt die Heilige Schrift: „Du sollst die Gerechtigkeit lieben, also alles, was recht und gut ist, und das Unrecht hassen.” Dass Gott nur das Gute liebt und das Böse hasst, wissen wir auch aus der Heiligen Schrift..Sie haben die Liebe und die Gnade verloren und sind aus dem Paradies verstoßen worden. Schließlich hat Gott den Israeliten auf dem Berg Sinai Gesetze gegeben und ihnen damit kundgetan, was er wollte. Er zürnte – Was sind das für Menschen? Auch an uns selbst können wir erkennen, dass Gott heilig ist. Er hat uns eine Stimme in unser Herz gelegt, die uns sagt, was er von uns will. Wenn du beispielsweise in ein Zimmer kommst, in dem Obst auf dem Tisch steht und niemand da ist, und du möchtest gern etwas davon stehlen, was sagt dir dein Gewissen? Und wenn du es dann doch getan hast, wie ist dir dann zumute? Oder wenn es Zeit zum Beten wäre und du es aus Trägheit unterlässt, was sagt dir da deine innere Stimme?
Ein Beispiel: Gott liebte Adam und Eva sehr; er hat mit ihnen geredet wie ein Vater mit seinen lieben Kindern. Da sie ihm aber nicht gehorsam waren und eine Sünde begangen haben, haben sie seine Liebe und Gnade verloren und aus dem Paradies verstoßen worden. Gott hat schließlich den Israeliten auf dem Berge Sinai Gesetze gegeben und ihnen damit kundgetan, was er wollte. Er zürnte – Was sind das für Menschen? Auch an uns selbst können wir erkennen, dass Gott heilig ist. Er hat uns eine Stimme in unser Herz gelegt, die uns sagt, was er von uns will. Wenn du beispielsweise in ein Zimmer kommst, in dem Obst auf dem Tisch steht, und niemand ist da, und du möchtest gern etwas davon stehlen, was sagt dir dein Gewissen? Und wenn du es dann doch getan hast, wie ist dir dann zumute? Oder wenn es Zeit zum Beten wäre und du es aus Trägheit unterlässtest, was sagt dir da deine innere Stimme?
Denken wir einmal an Menschen, die Gott besonders lieb gehabt hat, und an solche, die Gott missfallen haben, die er verabscheute, denen er zürnte – was sind das für Menschen? Auch an uns selbst können wir merken, dass Gott heilig ist. Er hat eine Stimme in unser Herz gelegt, die uns sagt, was er von uns will. Wenn du z.B. in ein Zimmer kommt, wo Obst auf dem Tisch steht und es ist niemand da und du möchtest gern etwas davon stehlen, was sagt dir dein Gewissen? Und wenn du dann doch gestohlen hast, wie ist dir dann zumute? Oder, wenn es Zeit wäre zu beten und du unterlässt es aus Trägheit, was sagt dir da deine innere Stimme?
Wer ist deine innere Stimme, dein Gewissen? Wer redet da in dir? Es gibt von Grund auf Menschen, die das Gute lieben und das Böse verabscheuen. Aber selbst solche Menschen haben auch böse Augenblicke und an Gutem manchmal nicht die rechte Freude. Vielleicht gibt es in ihnen den Widerwillen, etwas hergeben zu müssen, eine Widerrede zu ertragen oder zu beten. Dann sind auch sie noch nicht ganz heilig. Dann gibt es auch Menschen, die die Sünde gemieden haben, so gut es ging, und viel mehr das Gute geliebt und getan haben als andere. Man nennt sie Heilige und sie sind jetzt im Himmel. Sind die nun so heilig wie Gott? O nein! Darum betet auch die Kirche zum lieben Gott: Du allein bist heilig. Jetzt Gott allein kann so unendlich heilig sein und ihm gebührt gleichsam der größte Lobpreis. Keinen Menschen können wir so loben und preisen, auch wenn man ihn heilig nennt und tugendhaft. In der Heiligen Schrift heißt es: Die Engel loben Gott Tag und Nacht mit dem Lobgesang: Heilig, heilig, heilig Gott, Herr aller Mächte und Gewalten. Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. In der heiligen Messe betet der Priester diesen Text nach der Präfation und wir sollen mit Ehrfurcht und Andacht beten.
Allwissenheit und Weisheit bedeuten, dass Gott alles zum Besten richtet, um seine Absicht zu erreichen.
Wenn du mit einem Krug zum Brunnen gehst, was ist dann deine Absicht? Wahrscheinlich möchtest du Wasser holen, damit die Menschen zu Hause trinken können. Wenn du nun einen Krug nimmst, aus dem das Wasser rinnt oder der nach Öl riecht, oder auch nur ein kleines Krüglein oder ein Gläschen, so hast du deine Absicht nicht erreicht. Du hast ungeschickt gehandelt. Wenn du aber einen festen, großen und reinen Krug nimmst, ihn gut verschließt, wenn du es an einem kühlen Ort aufbewahrst, handelst du klug, geschickt und weise. Ähnlich verhält es sich bei einem Uhrmacher, der die vielen Rädchen der Uhr so einsetzt, dass sie ineinandergreifen, die Zeiger ihren richtigen Lauf haben und die Uhr die richtigen Stunden anzeigt. Er hat alles gut eingerichtet und damit seine Absicht erreicht.Gott ist allwissend, das heißt, unendlich weise in allem und über allem. Ein Uhrmacher kann seine Arbeit sehr gut machen, aber vielleicht kann ein anderer Uhrmacher sie noch besser machen. Gott weiß am besten, wie man alles richtig einrichtet, sodass immer genau das geschieht, was er will. Ein Uhrmacher kann in seinem Handwerk sehr tüchtig und geschickt sein, doch er wüsste nicht, wie man einen Rock näht. Gott weiß am besten, wie man alles richtig einrichtet. So hat Gott gewollt, dass wir sehen können, und er hat daher unser Auge so kunstvoll und wunderbar geschaffen. Er wollte, dass das Korn zur Nahrung wächst, und wie gut und wunderbar hat er es eingerichtet, dass aus dem verwesenden Samenkorn ein Halm mit einer Ähre sprießt. Er wollte, dass die Sonne die Erde beleuchtet und wärmt.
Ein Beispiel dafür ist die Geschichte des Josef in Ägypten im Alten Testament. Was wollte Gott damit erreichen? Er wollte Joseph belohnen und durch ihn, seinen Vater und seine Brüder retten. Wie hat er das gemacht? Er sorgte dafür, dass Joseph in ein fremdes Land verkauft wurde und dort von einer bösen Frau um Ehre und Freiheit gebracht wurde. Aber war das weise? War das eine Belohnung? Ein kurzsichtiger Mensch hätte es anders gemacht: Er hätte Josephs Brüder bestraft und Joseph bei seinem Vater zurückgelassen. Joseph wäre dann sein Leben lang ein armer Hirte geblieben und hätte möglicherweise bei einer Hungersnot mit all seinen Brüdern verhungern müssen. Durch diese Unglücksfälle wurde jedoch die Rettung seiner Familie und der vieler Ägypter herbeigeführt.
Ein weiteres Beispiel: Was wollte Gott durch Mose erreichen? Wie hat er es eingerichtet? Auch hier hat er alles zum Guten geführt.
So weiß Gott auch in unserem Leben alles zum Besten einzurichten, um seine Ziele zu erreichen. Was will er? Er will, dass wir ihm dienen, um in den Himmel zu kommen. Daher hat Gott es so eingerichtet, dass wir von gläubigen Eltern geboren und getauft werden. Manchmal schickt er auch Krankheiten, Armut und Leid, vielleicht, weil wir, wenn wir immer gesund wären und alles hätten, Gott vergessen würden. Er will nicht, dass wir sündigen und letztlich in der Hölle landen. Vielleicht erinnert uns Krankheit besser an Gott, sodass wir leichter beten und unsere Sünden bereuen, um das ewige Leben zu erlangen. Denen, die Gott lieben, dienen alle guten und auch widerwärtigen Dinge zum Besten und zum ewigen Heil.
Ein weiteres Beispiel: Was wollte Gott durch Mose erreichen? Wie hat er es eingerichtet? Auch hier hat er alles zum Guten geführt..
So weiß Gott auch in unserem Leben alles aufs Beste einzurichten, um zu erreichen, was er will. Was will er? Er will, dass wir ihm dienen, um in den Himmel zu kommen. Gott hat es daher so eingerichtet, dass wir von gläubigen Eltern geboren und getauft werden. Er schickt auch manchmal Krankheiten, Armut und Leid, vielleicht deshalb, weil wir, wenn wir immer gesund wären und alles haben, Gott vergessen würden. Er will nicht, dass wir sündigen und letztlich in der Hölle landen. Vielleicht erinnert ein Kranksein besser an Gott und man betet dann leichter und bereut seine Sünden, damit das ewige Leben das Ziel ist. Denen, die Gott lieben, dienen alle guten und auch widerwärtigen Dinge zum Besten und zum ewigen Heil.
Wir können nicht feststellen, ob das Christentum wahr ist. Wir können jedoch feststellen, was das Christentum für sich beansprucht. Es ist weder eine Weltanschauung noch eine Philosophie. Die klassischen Mythologien sind von unten entstanden. Durch Überlegungen und naives Bestreben lässt sich der Gang der Welt erklären. Ähnlich sind auch die Philosophien entstanden: als Überlegungen von Menschen, die keine Götter waren und nicht als Götter angesehen wurden. Das Christentum ist hingegen das Produkt der Erfahrungen Abrahams und seiner Nachkommen, Moses und der Generationen nach ihm sowie Jesus Christi und seiner Apostel und der Generationen nach ihnen.
Der Ursprung des Christentums ist göttlich, denn Gott hat sich offenbart. In der Heiligen Schrift finden wir keine Kosmologie und keine Philosophie. Stattdessen finden wir dort die Erfahrungen verschiedener Menschen mit Gott in der Geschichte. Wir erfahren etwas über die Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Das Christentum ist im Wesentlichen kein moralisches System, obwohl es moralische und ethische Grundsätze enthält. Alles, was gut ist, entspricht diesen Grundsätzen; alles, was schlecht ist, ist unmoralisch. Ein Beispiel: In Friedenszeiten ist man bestrebt, niemanden zu töten und mit allen in Frieden zu leben, um eine ruhige und stabile Gesellschaft zu erreichen. In Kriegszeiten sind es negative Eigenschaften wie Aggressivität, Unnachgiebigkeit und das Töten, die das Geschehen prägen. Das Ziel ist die Vernichtung des Gegners. Aus der Definition des Ziels und des Sinns des menschlichen Lebens erkennen wir die Moral. Moral ist jedoch weder Ziel noch Wesen der Religion. Ihr Ziel ist es, den Menschen dabei zu helfen, die von der Religion propagierten Ziele zu erreichen.
Dazu ein paar Beispiele:
In der Mythologie ist die Bestimmung eines Menschen, das Bequemste zu entdecken, um zu überleben und dem Zorn der Götter auszuweichen. Der moralische Schluss lautet: Dies geschieht durch Rituale, Feste, Opfer und Gottesdienste. All das sind Werkzeuge, damit sich die Götter den Menschen zuneigen und ihren Zorn aufgeben.
Im Buddhismus ist die Sendung eines Menschen, sich von seinen Sehnsüchten zu lösen, denn Sehnsüchte sind im Wesentlichen unerfüllbar und verursachen dadurch unnötige Schmerzen. Um den Schmerz loszuwerden, müssen wir die Sehnsüchte beseitigen. Der moralische Schluss daraus ist: Es ist gut, alle Sehnsüchte erlöschen zu lassen und sich in die Gleichgültigkeit des Nirwana zu versenken.
Was ist das Ziel des Christentums?
In Johannes 4,13–14 heißt es: „Jesus antwortete ihr: ‚Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.‘“
Joh 6,35: Jesus antwortete ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“ Jesus verspricht uns also die größte Sache überhaupt. Wenn wir sie von ihm erhalten, wissen wir nicht, wonach wir uns noch sehnen. Wir werden voll und ohne Einschränkung befriedigt.
Joh 10,10: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“
Jesus verwendet das Wort „perysso“, das „strotzend“ oder „mehr als wir fähig sind aufzunehmen“ bedeutet. Er behauptet, dass das Ergebnis ein Leben in Fülle ist, voll Glück, das unsere Fähigkeit übersteigt, es anzunehmen – wortwörtlich ein übervolles Leben..
Was könnte es sein?
Lassen wir unserer Fantasie freien Lauf und sagen wir Gott, welche größte Sehnsucht wir haben! Wenn wir die Möglichkeit hätten, von Gott das Größte zu verlangen, was wäre es?
Es heißt Vergöttlichung.
KKC 398: In den Stand der Heiligkeit gestellt, war der Mensch dazu bestimmt, von Gott in der Herrlichkeit völlig „vergöttlicht“ zu werden. Vom Teufel versucht, wollte er wie Gott sein, aber ohne Gott, nicht vor Gott und nicht gottgemäß.
KKC 460: Das Wort ist Fleisch geworden, um uns Anteil an der göttlichen Natur zu geben (2 Petr 1,4). Dazu ist das Wort Gottes Mensch geworden und der Sohn Gottes zum Menschensohn, damit der Mensch das Wort in sich aufnehme, als Kind angenommen werde und Sohn Gottes werde.
Hl. Hyppolyt – 3. Jahrhundert: „Wenn du seine Gebote einhalten und ihm folgen wirst, wirst du ihm ähnlich werden und er verherrlicht dich. Gott ist kein Bettler. Er machte auch dich zu seinem Bild.“
Hl. Gregor von Nazianz: „Ich soll mit Christus begraben sein und mit Christus auferstehen, ich soll Christi Miterbe sein, Gottessohn werden.
Hl. Maximus Bekenner: „Alles, was Gott hat – außer der Identität des Daseins – nimmt der, der durch die Gnade vergöttlicht wird.“
Hl. Thomas von Aquin: „Weil uns der eingeborene Sohn Gottes Anteil an seiner Gottheit geben wollte, nahm er unsere Natur an, wurde Mensch, um die Menschen göttlich zu machen.“
Meister Eckhard: ,,Wenn ich also Gott ähnlich werde und er sich mit mir vereinigt, dann ist kein Unterschied zwischen Gott und uns“.
Johannes Tauler: „Gott lebt, weilt und wirkt in der Seele. Die Seele wird Gott ähnlich und vergöttlicht sich. Durch die Gnade wird die Seele das, was Gott durch seine Natur ist.
C. S. Lewis – 20. Jahrhundert: „Das, dass wir in der Gesellschaft Gottes leben, ist eine bedeutungsvolle Sache.“
Hl. Johannes von Damaskus: „Der Mensch wird nicht ,,ein anderer Gott“ werden neben Gott ,,JHVH“. Es ist nicht möglich. Der Mensch steigt in die wesenhafte Einheit mit Gott, in der er Anteil an allem hat, was Gott hat, was er lebt. Er wird eins mit ihm.“
Hl. Irenäus von Lyon – 2. Jahrhundert: Das Wort Gottes ist Mensch geworden und der Sohn Gottes ist zum Menschensohn geworden, damit der Mensch sich mit dem Wort Gottes verbinde und vom Sohn angenommen werde. Sonst hätten wir die Unsterblichkeit nicht gewinnen können.
KKC 225: „Durch die Gnade der Taufe wird man dazu berufen, am Leben der glückseligen Dreifaltigkeit teilzuhaben, hier auf Erden im Dunkel des Glaubens und jenseits des Todes im ewigen Licht.“
Hl. . Angela von Foligno – 13. Jahrhundert: Gott sagt:,, Ich habe dich nicht aus Scherz lieb gewonnen. Ich liebe dich nicht nur von Weitem. Ich wohne in dir und du wohnst in mir.“
Der Bedingungsschlüssel für die Funktionsfähigkeit des Christentums ist die Existenz Gottes. Die buddhistische Psychologie funktioniert hingegen auch, wenn es Buddha nicht gibt. Das Christentum funktioniert jedoch nicht ohne Gott. Wenn es also einen Gott gibt, an den wir Christen glauben, dann ist das Christentum die bessere Lösung als der Buddhismus und alles andere auf der Welt..
Das Christentum in drei Schritten: Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch Gott ähnlich wird.
1. Glaubst du, dass du Gott ähnlich sein kannst?
3. Möchtest du Gott ähnlich sein?
Wir verbinden das Wort „Religion“ üblicherweise mit Zeremonien und religiösen Handlungen, deren Ziel es ist, die Zuneigung und Hilfe der Götter zu gewinnen. Viele Menschen verstehen das Christentum so. Gott für sich gewinnen! In Wirklichkeit ist das Christentum jedoch etwas anderes. Christen glauben, dass sie Gott nicht für sich gewinnen müssen, weil er sie unverdient liebt.
Röm 5,8–10: Gott hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt wurden, werden wir durch ihn erst recht vor dem Gericht Gottes gerettet. Da wir durch den Tod seines Sohnes mit Gott versöhnt wurden, als wir noch seine Feinde waren, werden wir umso mehr durch sein Leben gerettet, nachdem wir mit ihm versöhnt wurden.
1 Joh 2,6:
Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet. Wir erkennen daran, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, muss auch leben, wie er gelebt hat.
Wir Christen wissen, dass es das Wesen des Christentums ist, sich den Lebensstil Gottes anzueignen. Wir sollen mit ihm in Gemeinschaft bleiben.
Jesus sagte einmal: Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reiche Frucht. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so bittet, worum ihr wollt, und es wird euch geschehen. Ohne Gemeinschaft mit Gott sind alle religiösen Taten wertlos.
Lk 6,46: Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr! Und tut nicht, was ich sage?
Jes. 1,11.13.15-17
„Was soll ich mit euren vielen Schlachtopfern?”, spricht der Herr. Die Widder, die ihr als Opfer verbrennt, und das Fett eurer Rinder habe ich satt; das Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke ist mir zuwider. Bringt mir nicht länger sinnlose Gaben, Rauchopfer, die mir ein Gräuel sind! Neumond, Sabbat und Festversammlung – all diese Frevel und Feste ertrage ich nicht. Wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut. Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, Böses vor meinen Augen zu tun. Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für Gerechtigkeit! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht und tretet für die Witwen ein!
Sie setzen den Auftrag, den sie von Jesus erhalten haben, um und verkünden das Evangelium. Dabei handelt es sich um Informationen über die Botschaft Gottes und seine Absichten gegenüber uns.
In Mk 16,19–20 heißt es: Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur rechten Hand Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte ihre Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.“
In Apg 5,12a heißt es: „Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk.”
Im Einklang mit den Worten Jesu begriffen sie ihre Sendung als dauerndes Amt und setzten ihre Nachfolger in dieses Amt ein.
Apg 1,15–26: In diesen Tagen erhob sich Petrus im Kreis der Brüder – etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen – und sagte: „Brüder! Es musste sich das Schriftwort erfüllen, das der Heilige Geist im Voraus durch den Mund Davids über Judas gesprochen hat. Judas wurde zum Anführer derer, die Jesus gefangen nahmen. Er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil am gleichen Dienst. Mit dem Lohn für seine Untätigkeit kaufte er sich ein Grundstück. Dann stürzte er vornüber zu Boden, sein Leib brach auseinander und seine Eingeweide fielen heraus. Dies wurde allen Einwohnern von Jerusalem bekannt, weshalb sie jenes Grundstück in ihrer Sprache Hakeldamach nannten, was „Blutacker“ bedeutet. Denn es steht im Buch der Psalmen: „Sein Gehöft soll veröden, niemand soll darin wohnen!” Und: Sein Amt soll von einem anderen übernommen werden! Einer der Männer, die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein- und ausging und in den Himmel aufgenommen wurde, muss nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein. Sie stellten zwei Männer auf: Josef, genannt Barsambas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias. Dann beteten sie: „Herr, du kennst die Herzen aller; zeige uns, wen du von diesen beiden erwählt hast, um diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen.” Denn Judas hat es verlassen und ist an den Ort gegangen, der ihm bestimmt war. Dann gaben sie ihnen Lose. Das Los fiel auf Matthias und er wurde den elf Aposteln zugerechnet.
Apg 14,23: In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten.
2 Tim 2,2: Was du von mir vor vielen Zeugen gehört hast, gib vertrauenswürdigen Menschen weiter, die wiederum in der Lage sind, andere zu lehren.
Ich habe dich in Kreta deswegen zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu Ende führst und in den einzelnen Städten Älteste einsetzt, wie ich dir aufgetragen habe.
Dies setzte sich im apostolischen Amt fort, auch nachdem die Apostel gestorben waren. Jesus Christus setzte die Apostel als Prediger des Evangeliums ein. Jesus Christus wurde von Gott gesandt. Die Apostel hatten den Auftrag, seine Botschaft zu lehren und zu verkünden. Sie predigten in den Dörfern und Städten. Sie setzten ihre ersten Schüler ein. Daher ist es auch nicht sonderlich, dass diese Apostel, die Jesus mit der Aufgabe der Verkündigung beauftragt hat, …
1. Er soll uns überall, auch im Verborgenen, vom Bösen abhalten und zum Guten antreiben.
Zweitens soll er uns in jeglicher Not Mut und Trost geben.
Der Gedanke an Gottes Allgegenwart und Allwissenheit soll uns auch im Verborgenen vor dem Bösen schützen. Wir sollen daran denken, dass Gott bei uns ist und uns sieht, selbst wenn uns sonst niemand sieht. Deshalb sollen wir, selbst wenn wir ganz allein sind, nichts Böses tun. Würdest du dich getrauen, in Nachbars Garten Äpfel zu stehlen, wenn er dir dabei zuschaut? Würdest du etwas Schlimmes tun, wenn deine Eltern dabei sind und du weißt, dass sie dich sogleich bestrafen werden? Wo auch immer du bist, ist Gott immer bei dir. Vor ihm ist die Sünde aber unendlich schlimmer als vor deinen Eltern, die dich augenblicklich strafen können und werden. Sollten wir vor dem allmächtigen Gott nicht viel mehr Scham und Furcht haben als vor einem armseligen Menschen? Wenn wir daran denken, würden wir gewiss nicht sündigen.
Daran dachte die fromme Susanna im Alten Testament, als böse Menschen sie zu einer schweren Sünde verleiten wollten und ihr mit Schande und Tod drohten, wenn sie sich weigern würde. Sie sagte: „Ich will lieber in eure Gewalt kommen und sterben, als sündigen, während der liebe Gott mich sieht.“ Ähnlich war es beim ägyptischen Joseph.
Auch Kinder sollten so denken, wenn sie Kameraden zu etwas verführen, z.B. sie zum Stehlen von Obst anstiften und sagen: „Es sieht ja niemand!“ Sie sollen daran denken, dass Gott sie sieht und sie bestraft und es lieber nicht tun.
Der Gedanke an Gottes Allgegenwart soll uns ferner zum Guten antreiben. Wir sollen Gutes tun, beten, Almosen geben und arbeiten – auch wenn es niemand sieht. Wenn Dienstboten merken, dass der Meister sie beobachtet, arbeiten sie fleißig. Wir wissen, dass uns unser himmlischer Vater Tag und Nacht beobachtet, und alles, auch das Geringste merkt, um uns zu belohnen oder zu bestrafen. Deshalb sollten wir eifrig sein.
Wenn du betest und siehst den Heiland vor dir, wie er in der Krippe liegt, und merkst, dass du ihm damit Freude machst, würdest du dann auch so langweilig und schlecht beten, wie du es manchmal tust? Oder wenn du eine Arbeit tun sollst, die dich hart ankommt, oder mit Geduld etwas erleiden sollst und dein Heiland steht sichtbar vor dir und sagt: Mein Kind, tu es, leide es aus Liebe zu mir! Würdest du es nicht gern tun? Wenn du also beten oder arbeiten oder leiden musst, dann stelle dir Jesus in der Krippe oder am Kreuz vor. Denk daran: Gott sieht dich und will es haben. Dann tu es mit Freude ihm zuliebe.
Ein freches Weibsbild wollte einst den Hl. Ephraim zur Sünde verleiten. Er sagte darauf: „Kommt mit auf den Markt!“ „Da müssten wir uns ja vor allen Leuten schämen“, sagte die Frau. „Na, so was“, entgegnete der Heilige, „vor den Menschen würdest du dich schämen und vor Gott nicht, der alles sieht!“
Der Hl. Kyrill erzählte von gewissen Heiden, die die Sonne als Gott anbeteten, die jedoch ihre Schandtaten am Tag nicht begehen konnten, weil ihr Gott sie sonst sehen könne. Und wir Christen sollten vor unserem Gott, der bei Tag und bei Nacht alles sieht, nicht so viel Ehrfurcht haben wie diese Heiden vor ihrer Gottheit?
Der Gedanke, dass Gott überall bei uns ist, soll uns in jeglicher Not Mut machen, d.h. wir sollen daran denken, auch wenn es uns schlecht geht und wir in Gefahr sind. Wir sollen Vertrauen haben und keine Furcht. Fürchtet sich ein Kind auch, wenn der Vater bei ihm ist? Nein, es denkt, der Vater wird mir schon helfen. Nun ist aber unser himmlischer Vater überall bei uns, darum brauchen wir uns nirgends zu fürchten. Wenn du des Nachts allein in die finstere Kammer oder durch einen dunklen Wald gehen musst, fürchte dich nicht. Gott ist bei dir. Ohne seinen Willen kann dir niemand etwas zuleide tun, nicht einmal ein Haar kann vom Haupt fallen, ohne dass Gott es will.
Darum sagte König David: Wenn ich in solcher Gefahr bin, dass mir der Tod ganz nahe ist, sodass gleichsam der Schatten des Todes auf mich fällt, so will ich mich dennoch nicht fürchten. Und warum? Gott ist bei ihm. Das soll uns Trost geben und uns nicht traurig machen.
Ein Beispiel: Ein Mädchen ist auf einem fremden Ort – weit weg von den Eltern –, um dort einen sehr beschwerlichen Dienst auszuführen. Es macht sich ab, es tut ihm alles weh, es ist müde und wird dennoch von einer sehr rohen Meisterin gescholten und lieblos behandelt.
Das arme Kind ist traurig, fühlt sich verlassen und weint bitterlich. Sie sehnt sich nach Vater und Mutter und würde gerne nur ein Stündchen bei ihnen sein. Sie würde von ihnen getröstet und wieder beruhigt werden und auch wieder fröhlich werden. Ja, liebe Kinder, auch ihr werdet später vielleicht einmal an Orte oder in Verhältnisse kommen, wo es euch schlecht geht und ihr niemanden habt, der euch trösten könnte. Dann denkt an den lieben Gott, denn er ist euer Vater, der euch unendlich liebt, mehr liebt noch als eure Eltern! Denkt auch daran, dass er immer bei euch ist. Ihr könnt zu ihm mit einer Klage kommen, er könnt zu ihm beten und er wird euch trösten, euch wieder ruhig und zufrieden machen und aus jeder Not retten.
Er wird euch auch wie einst dem frommen Jakob sagen: „Ich will dein Beschützer sein, wohin du auch gehen wirst.“ (1 Mos.28,15). Der Hl. Johannes Chrysostomus sagte, als ihm die Kaiserin drohte, sie werde ihn in ein fremdes Land in die Verbannung schicken: „Du kannst mich hinschicken, wohin du willst, überall ist Gott!“
Wie oft ist es uns schon passiert, dass uns jemand um etwas bat, aber wir nicht hilfsbereit waren. Meist ist es mit einer Ausrede zu Ende gegangen. Ich werde mir das noch überlegen; ich werde noch nachdenken. Sicher, uns gefällt nicht die Ungefälligkeit der Menschen. Gestehen wir ein, wie oft wir nicht bereit waren zu helfen. Die heilige Maria ist für uns ein Beispiel. Ihre Bereitwilligkeit, zu helfen, ist erstaunlich. Sie wusste nicht, was auf sie wartet. Sie verstand nicht ganz gut, was Gott von ihr verlangte; sie wusste auch, dass sie gesteinigt sein konnte, und doch zögerte sie nicht. Sie wusste, dass man Gott gehorchen soll. Deshalb die Worte. Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort. Maria verhandelt nicht mit Gott . Sie verlangt nicht Zeit zur Überlegung; sie denkt nicht nach, ob es sich lohnt. Sie gibt gleich Gott ihr „Ja“, ihr ganzes Leben ist geprägt von Gotteswille . Sie wollte den Gotteswillen erfüllen. Deshalb war Maria geistlich vollkommen, heilig. Johannes der Täufer fordert uns auf. Tut Busse. Maria fordert uns auf. Sagen Sie zu Gott ja. Wir ignorieren entweder diese Aufforderung oder sagen. Woher soll ich wissen, was Gotteswille ist? Es gibt mehr Quellen, aber wir sind nicht genug empfänglich dafür. Empfindsam. Darum können wir manchmal den Willen Gottes nicht erkennen. Die erste und verlässlichste Quelle ist die Heilige Schrift. Darin lesen wir, was Gott von uns will. Wenn wir auch in der Kirche die Worte der Heiligen Schrift hören, vergessen wir sehr schnell, was wir gehört haben. Die weitere Quelle, in der sich Gott uns seinen Willen offenbart, ist das Gewissen . Das Gewissen ist eigentlich die Stimme Gottes in uns. Wie oft wollen wir in uns diese Stimme zum Schweigen bringen? Wie oft wollen wir sie verwischen.. Auch die Situationen des täglichen Lebens teilen uns den Gotteswillen mit. Wenn wir den Gotteswillen erkennen, haben wir die Pflicht, ihn zu erfüllen. Wie oft sehen wir lieber nur uns selbst, unsere Vorteile, unsere Bequemlichkeiten. Sehen wir, wie viele Quellen uns Gott gibt, um seinen Willen zu erkennen. Wir spüren schon , wo der Fehler ist. Er ist in uns. In unserer Ungefälligkeit. Wir verschließen die Augen vor Gottes Willen. Bemühen wir uns mehr Gotteseingebungen wahrzunehmen, damit wir immer mit Maria „ja“ sagen können zu Gottes Wille. Papst Johannes Paul II. hat am 3.11.1985 den holländischen Karmeliter und Journalisten Tito Brands heiliggesprochen. Nach dem Einmarsch der Hitlerarmee wurde Tito ins Konzentrationslager Dachau verschleppt, weil er in seinen Zeitungen die Artikel für die Nazis nicht veröffentlichen wollte. Als er bereits schwach war, wurde er in den Behandlungsraum übertragen. Nicht deshalb, um ihn zu heilen, sondern um sein Leben zu beenden. Das sollte eine junge Schwester mit einer Spritze Phenol machen. Knapp vor dem Tod gab ihr Tito einen Rosenkranz und sagte zu ihr. Beten Sie für mich, aber auch für sich selbst. Sie antwortete ihm, dass sie nicht beten könne. Sie war Nationalsozialistin. Tito sagte zu ihr. Wenn sie nicht weißt, gegrüßt seist du Maria zu beten, sie möge wenigstens bitte für uns Sünder beten. Die erste Frucht seines Opfers war die Bekehrung der jungen Schwester, die sein Leben beendete. Sein Opfertod war nicht vergebens. Erfüllen wir Gottes Wille auch dann, wenn das von uns ein Opfer erfordert. Dann wird unser Leben die richtige Orientierung haben, das richtige Ziel und den Wert.
Das heutige Evangelium bietet uns drei Elemente an, die unsere weihnachtliche Freude erhöhen können. Zuerst hörte man, dass Maria in das Haus des Zacharias eintritt und Elisabeth grüßt. Dieser Gruß bewirkte, dass das Kind, das Elisabeth in ihrem Schoß trug, mit Freude hüpfte und Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt wurde. Sehen Sie, was hier einen aufrichtigen Gruß hervorbringen konnte. Das bestätigt Pater Perin. Er erzählt, dass sich eines frühen Morgens eine Gruppe der Pfadfinder um gute Werke zu tun entschloss. Am Abend versammelte sich die Gruppe und erzählte, welche guten Taten sie getan haben. Als die Reihe an das jüngste Mitglied der Pfadfinder kam, sagte dieser traurig, dass er keine Gelegenheit hatte, eine gute Tat zu vollbringen. Später kam ein Mann und wendete sich an den Leiter der Pfadfinder mit folgenden Worten. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Ich war heute im Wald mit der Absicht, meinem Leben ein Ende zu bereiten. Ich begegnete diesem jungen Pfadfinder. Und er zeigte auf den Jüngsten der Gruppe. Er begrüßte mich so schön, so herzlich, dass ich wieder Sinn in meinem Leben fand. Sehen Sie, welche wichtige Bedeutung ein Gruß haben kann. Jemanden begrüßen heißt, mit der betreffenden Person in Kontakt zu sein oder mit ihr in Kontakt zu treten. Deshalb sollte unser Gruß nie formell sein. Ich erinnere mich daran, wie unsere Nachbarin einmal sagte: „Aus dem ganzen Miethaus begrüßen nur zwei Menschen die Leute wirklich herzlich.“ Das waren mein Vater und Herr Bohunicky. Diese Frau hatte recht, denn es war wirklich so. Das zweite Element, auf das wir unser Augenmerk richten sollen, sind die Worte von Elisabeth. Woher geschieht mir dies, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt. Aus diesen Worten hören wir die Freude über den Besuch Marias bei Elisabeth. Ein Besuch ist Ausdruck der mitmenschlichen Liebe. Selbst Jesus schätzt den Besuch sehr hoch. Er würde sagen. Ich war krank, und ihr habt mich besucht. Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Ich möchte an dieser Stelle den Fall der Eltern Friedrich Ozanams erwähnen, der ein großer Apostel der Armen war. Seine Eltern waren Ärzte. Sie kamen hauptsächlich in die armen Viertel und heilten die Kranken, ohne finanzielle Gegenleistung zu verlangen. Als sie alt geworden sind, entschieden sie sich nur, die Menschen zu besuchen, die im Erdgeschoss wohnen, denn das Treppensteigen hinauf machte ihnen Schwierigkeiten. Einmal sagte Ozanam Vater, dass in einem Haus im vierten Stock ein Kranker liegt. Ozanam sagte. Ich gehe zu ihm. Bitte, sagen Sie es nicht meiner Frau. Sie würde beunruhigt sein, weil ich mein Herz schonen soll. Als er ins Zimmer des Kranken eintrat, sah er, dass am Bett eine Frau saß. Als er näher kam, sah er, dass es seine Frau war. Sie blickten einander an und lächelten. Sollte unser Besuch nicht ein Dienst an anderen sein? Das dritte Element, worauf uns das heutige Evangelium hinweisen will, sind die Worte, die Elisabeth zu Maria sagte. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllen werde, was ihr vom Herrn gesagt worden ist. Diese zwei Frauen redeten über den Glauben. Leider sieht das in unseren Familien ganz anders aus. Wir reden über alles, nur nicht über den Glauben. Der Glaube ist Tabu geworden und das ist nicht gut. Wie könnten wir in unseren Familien das Thema Glauben einführen? Die geistlichen Schriftsteller sagen, dass mit dem Lesen der Heiligen Schrift leichter ein Zugang erreicht werden kann. Der gelesene Bibeltext sollte die Familienmitglieder zum Gespräch über den Glauben anregen. Ein russischer Schriftsteller fühlt, dass er bald sterben wird. Er rief zu seiner Frau und seinen Kindern zu sich und bat sie, ihm aus der Heiligen Schrift die Geschichte vom verlorenen Sohn vorzulesen. Das war der letzte Text aus der Heiligen Schrift, den Dostojewskij im Kreise seiner Familie gehört hatte. Dostojewskij begab sich ruhig ins Jenseits. Das heutige Evangelium ist für uns dazu da, anzuregen, diese drei Sachen lieben zu lernen. Die Besuche, den Gruß und die Gespräche über den Glauben. Ein Beispiel gibt uns die Heilige Maria. Sie besuchte Elisabeth, sie grüßte Elisabeth und sie sprach mit Elisabeth über den Glauben. Wenn wir ihr nachfolgen, wird sich unsere weihnachtliche Freude bestimmt erhöhen.
Haben Sie vielleicht von dem weltbekannten Bild Michelangelos – dem Jüngsten Gericht – gehört? Das Bild befindet sich in der Sixtinischen Kapelle. Der Maler bildete hier seine Vorstellung davon ab, das Gericht am Ende der Welt. Das heutige Evangelium spricht von dem Gericht, das bereits jetzt auf der Welt stattfindet. Jesus sagt: Wer nicht glaubt, ist schon verurteilt. Denken wir über diesen Ausspruch Jesu nach. Wer nicht glaubt. An wen dachte hier Jesus? Wir halten dafür, dass hier Jesus an die Atheisten denkt. Er denkt hier an alle, die sein Licht nicht empfangen. Wir sollen sein Leben als Vorbild für unser Leben nehmen . Die zweite Hälfte des Ausspruchs Jesu klingt. Er ist schon verurteilt. Wie sollen wir das verstehen? Sollen wir an irgendeinen Richterstuhl denken, auf dem Christus mit einem Stab sitzt? Nein, Jesus sandte nicht seinen Sohn, um die Welt zu verurteilen, sondern um sie zu retten. Jesus will uns erklären, dass jeder, der nicht glaubt, auf seinem eigenen Schaden irrt. Wir können das mit einer Erfahrung aus der Gleichzeitigkeit verbinden. In einem winterlichen Erholungszentrum wurde aufgrund der Lawinengefahr das Verbot des Skilaufens erlassen. Drei Skiläufer respektierten dieses Verbot nicht. Die Lawine verschüttete sie. Das ist nicht nur für die Lawine gültig. Überall dort, wo der Mensch Jesus’ Lehre ablehnt, bezahlt er dafür. Es bleibt noch eine Frage. Warum wollen viele Leute Jesus’ Licht nicht empfangen? Die Antwort ist. Jesus’ Lehre verlangt vom Menschen die Entsagung. Jesus verlangt die Entsagung, weil er weiß, dass sie unumgänglich für das richtige und glückliche Leben ist. Zweifellos, nach dem Beispiel Jesu zu leben, ist nicht leicht, und deshalb wählen sich viele Menschen leichtere Wege. Es ist uns klar. Wenn jemand stiehlt, betrügt, untreu in der Ehe ist, Unzucht treibt, wird unglücklich. Er bestraft sich selbst. Das Christentum ist aber etwas mehr, nur dass ich nichts Schlechtes mache. Es gibt Menschen, die sagen. Ich bin ein anständiger Mensch. Ich lüge nicht, ich arbeite ordentlich, ich kümmere mich um meine Familie. Meiner Frau bin ich treu. Wenn ich die Gelegenheit habe ,helfe ich. So leben viele Menschen – gläubig. Aber auch Ungläubigen. Oft haben diese Leute kein Interesse an Gott, keine Beziehung zu Jesus. Sie denken, alles ist in Ordnung; sie leben wie ordentliche Menschen. Niemand kann ihnen etwas vorwerfen. Dieses Problem ist nicht so einfach wie es auf den ersten Blick scheint. Worum geht es? Zum Heil ist es nicht genug, dass wir anständige Menschen sind. Das Heil bringt uns Jesus. An ihn müssen wir glauben. Ihn müssen wir in unser Leben aufnehmen. Wenn wir das nicht tun, bleiben wir ohne Jesus. Eine kleine Erklärung: Wenn ich ein Ingenieur werden will, muss ich studieren, mich an einer technischen Universität einschreiben, die Vorlesungen besuchen, die Prüfungen machen. Ohne es kann ich kein Ingenieur werden. Jetzt stellen Sie sich vor, ich würde zum Rektor der Universität gehen und ihm sagen. Herr Rektor, ich bin ein anständiger Mensch. Ich mache nichts Schlechtes. Verleihen Sie mir den Titel „Ingenieur“. Der Rektor würde mir sicher sagen, dass das nicht geht. Ich muss zuerst das Studium absolvieren. Ich kann ein anderes Beispiel geben. Wenn ich Klavier spielen will ich muss zuerst Übungen machen. Wenn ich kein Interesse daran habe, werde ich nie Klavier spielen. Mir wird nicht weiterhelfen, wenn ich sage. Ich lüge nicht, ich stehle nicht. Hier ist notwendig die Übung. Diese Übung kann man nicht ersetzen. Es ist gut zu wissen, dass wir eine persönliche Beziehung zu Jesus brauchen. Für unser Heil ist das lebenswichtig, denn nur Jesus bringt uns Heil. Sind wir uns dessen bewusst? Viele werden nicht erlöst, nicht deshalb, weil sie schlechte Menschen waren, sondern deshalb, dass sie die Einladung zum göttlichen Leben, die uns Christus bietet, nicht annehmen. Gott respektiert unseren freien Willen.
Über Gandhi, den bekannten Kämpfer für die Unabhängigkeit Indiens, wird erzählt, dass er einmal vor einer großen Menschenmenge eine Rede halten sollte. Er kam, stand eine Weile schweigend da und holte dann ein kleines Buch hervor: die Bibel. Er las daraus die Seligpreisungen vor und sagte dann: „Mehr habe ich euch nicht zu sagen. Geht nach Hause und denkt darüber nach.“ Auch wir wollen uns die Seligpreisungen noch einmal anhören. Vielleicht tut es uns auch gut, darüber nachzudenken.
In der Bergpredigt zeigt Jesus anhand von Beispielen, wie weit Liebe über das hinausgehen kann, was Pflicht ist. Wie arm ist doch ein Christentum, das sich mit Pflichten und der Erfüllung von Pflichten zufriedengibt! So arm wie eine Ehe und eine Familie, in denen nur das getan wird, was absolut notwendig ist. Wer wirklich liebt, sucht nicht nach minimalen Pflichten, sondern nach Möglichkeiten, seine Liebe noch stärker zu zeigen.
Als er vor vielen Jahren als Pfarrer dorthin kam, begann er, den Menschen neue Methoden des Weinbaus beizubringen. Er war ein Experte auf diesem Gebiet. Mit seiner Hilfe pflanzten die Menschen dort neue Rebsorten an. Heute gehören die Weine aus dieser Region zu den besten der Slowakei. Übrigens war und ist die Kirche dort bis heute völlig voll. Lassen Sie mich zum Schluss noch eine Erfahrung aus meinem Leben erzählen. Vor 21 Jahren wurde ich Pfarrer. Ich brachte einen neuen Computer in die Pfarrei. Für viele Menschen war das damals etwas Neues. Ich begann dort mit jungen Menschen am Computer zu arbeiten, zu programmieren usw. Das Interesse der jungen Menschen war enorm. Später sagten sie mir, dass ich ihnen eine neue Welt eröffnet hätte. Aber es blieb nicht dabei. Auch das Interesse an Religion stieg deutlich. Damals wie heute besuchen viele junge Menschen die Kirche. Daraus folgt, dass die Kirche und natürlich auch die Priester Interesse an den Menschen zeigen müssen. Auch an ganz weltlichen Angelegenheiten. Manchmal wundere ich mich nicht, warum die religiöse Situation in Tschechien so ist, wie sie ist. Viele Priester leben dort ohne Kontakt zu den Menschen. Sie studieren, sind gebildet, aber leben abseits der Menschen. In diesem Bereich gibt uns vor allem Jesus ein gutes Beispiel. Versuchen wir, seinem Beispiel zu folgen. Religion ist nicht nur Theorie, sondern auch praktisches Leben.1.
In einem Witz geht es um einen Fallschirmspringer, der aus einem Hubschrauber gesprungen ist und nach der Landung in einem unbekannten Land in einem Baum hängen geblieben ist. In diesem Moment kam ein Mann vorbei. Unser Fallschirmspringer fragte ihn, wo er sich befinde. Der Mann antwortete ihm: „Auf einem Baum.“ Der Fallschirmspringer sagte zu ihm: „Hören Sie mal, sind Sie zufällig ein Priester?“ Sie haben mir zwar die absolute Wahrheit gesagt, aber das war unnötig. Im Evangelium haben wir gehört, dass Jesus eine Menschenmenge lehrte. Er hielt eine Rede, die wir gewöhnlich als Bergpredigt oder in gekürzter Form als Evangelium bezeichnen. Ich möchte jedoch unsere Aufmerksamkeit auf das lenken, was Jesus kurz zuvor getan hat. In den vorangegangenen Zeilen lesen wir: Jesus wanderte durch ganz Galiläa, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium und heilte alle Krankheiten und Leiden der Menschen. Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte ihm Kranke mit den unterschiedlichsten Krankheiten und Leiden, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte, und er heilte sie alle. Er begann also nicht einfach zu reden und zu predigen. Zuerst bewegte er sich unter den Menschen, half allen und heilte die Kranken. Er war sehr wohltätig und sozial aktiv. Und das zog viele Menschen an. Im Evangelium lesen wir nämlich: Menschenmengen aus Galiläa, dem Dekapolis, Jerusalem und dem Gebiet jenseits des Jordans folgten ihm. Hier kommen wir zur Situation, die im heutigen Evangelium beschrieben wird: Als Jesus so viele Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Dann begann er zu sprechen und zu lehren. Jesus begann mit dem, was wir heute als anthropologischen Ansatz bezeichnen: dem Interesse an den Menschen. Es scheint, dass wir diese Tatsache ein wenig vergessen haben. Wir wissen zwar, was wahr ist, aber nicht, was die Menschen interessiert und was sie brauchen. Es ist notwendig, unter den Menschen zu leben, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und ihnen Liebe zu zeigen. Auf diese Weise kann man das Interesse am Glauben wecken. Erinnern wir uns an Mutter Teresa. Wir wissen, was sie getan und wie sie gelebt hat. Sie hat den Armen geholfen. Heute lieben sie auch diejenigen, die die Kirche nicht mögen, also Hindus und Muslime. Sie überzeugen sie damit, dass Mutter Teresa jedem selbstlos und aus Liebe geholfen hat. Lernen wir auch aus der Geschichte? Als das Römische Reich zerfiel, kamen neue, ungebildete heidnische Völker. Die Kirche lehrte diesen neuen Völkern nicht nur den christlichen Glauben, sondern auch Ackerbau, Obstbau und Weinbau, Bauwesen und Handwerk. Ihr Einfluss in spirituellen Angelegenheiten war enorm. In der Dekanatskirche, in der ich einst tätig war, lebt ein Priester. Er ist bereits 96 Jahre alt. Als er vor vielen Jahren als Pfarrer dorthin kam, begann er, den Menschen neue Methoden des Weinbaus beizubringen. Er war ein Experte auf diesem Gebiet. Mit seiner Hilfe pflanzten die Einheimischen neue Rebsorten. Heute gehören die Weine aus dieser Region zu den besten in der Slowakei. Übrigens war und ist die Kirche dort immer noch voll. Lassen Sie mich zum Schluss noch von einer Erfahrung aus meinem Leben erzählen. Vor 21 Jahren wurde ich Pfarrer. Ich brachte einen neuen Computer in die Pfarrei mit. Für viele Menschen war das damals etwas Neues. Ich begann, jungen Menschen den Umgang mit dem Computer, Programmieren usw. zu beibringen. Beizubringen. Das Interesse der jungen Menschen war enorm. Später sagten sie mir, dass ich ihnen eine neue Welt eröffnet hätte. Aber es blieb nicht dabei; auch das Interesse an Religion stieg deutlich. Es ist notwendig, unter Menschen zu leben, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und ihnen Liebe zu zeigen. So kann man das Interesse am Glauben wecken. Erinnern wir uns an Mutter Teresa. Wir wissen, was sie getan hat und wie sie gelebt hat. Sie hat den Armen geholfen. Heute lieben sie auch diejenigen, die die Kirche nicht mögen, sogar Hindus und Muslime. Sie waren überzeugt, dass Mutter Teresa jedem selbstlos und aus Liebe geholfen hat. Lernen wir auch aus der Geschichte? Als das Römische Reich zerfiel, kamen neue heidnische Völker – ungebildet. Es war die Kirche, die diesen neuen Völkern nicht nur den christlichen Glauben, sondern auch Ackerbau, Obstbau, Weinbau, Bauwesen und Handwerk beibrachte. Ihr Einfluss in spirituellen Angelegenheiten war enorm.
Es gibt viele Dinge, über die wir uns freuen können. Aber diese Freude ist oft nur von kurzer Dauer, wie bei einem Spielzeug, das eine Zeit lang Freude bereitet, doch dann legt man es weg und freut sich auf etwas anderes. Mit der Freude über die Auferstehung Jesu ist es anders: Diese Freude soll bleiben; sie soll unser Herz erfüllen und uns ein Leben lang erhalten. Doch das geschah nicht von selbst. Wir müssen etwas tun ,um uns diese Freude zu bewahren. Diese Freude ist aber nicht unsere Privatsache, sondern sie ist dazu bestimmt, dass sie weitergegeben wird. Der Weltgebetstag für geistliche Berufe ,den wir heute auch begehen, ist eine Einladung zur Weitergabe der Osterfreude..
Im Johannesevangelium gibt es nur zwei Gleichnisse: das der guten Hirten und das vom Weinstock. In beiden sagt Jesus: „Ich bin …“ Mit diesen Worten will Johannes die Persönlichkeit Jesu hervorheben.
Das heutige Gleichnis erinnert uns an den Hirten, der die Schafe zum Pascha führt. Der Hirte bewahrt die Schafe und nimmt seine Berufung sehr ernst. Jesus wählte das einfache Bild des Hirten, um uns seine rettende Liebe zu offenbaren. Er stellt sich uns als der, der uns liebt. Jesus spricht von sich selbst, dass er unser Freund sei, der bei uns ist. Er erinnert uns daran, dass er uns stets die Wahrheit sagt, weil er uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
Das ist erstaunlich: Gott lässt sich nicht durch unser Benehmen verleiden. Er wirft uns nicht weg, sondern versucht, aus uns ein neues Geschirr zu bilden, wie ein Töpfer, der den Lehm, mit dem er arbeitet, nicht wegwirft, sondern daraus ein neues Geschirr formt. Gott tut das, weil er die Liebe ist.
Jesus sucht nicht seinen Sieg. Für uns verliert er sein Leben und geht am Kreuz. Solch ein Freund ist Jesus, solch eine Liebe ist seine Liebe, die sich nur dann zufriedengibt, wenn sie uns rettet.
Es ist die Freundschaft mit Jesus. Schön charakterisierte der Bischof Basel.Der Kaiser drohte ihm wegen seines Glaubens an Gott. Ich gebe dich an das Gericht.Basil antwortete ihm. Ich habe einen Freund, der Richter der Lebenden und der Toten ist. Der Kaiser sagt weiter.Ich lasse dein gesamtes Eigentum konfiszieren.Basil ruhig antwortet. Ich habe einen Freund, der unendlich reich ist. Der Kaiser wieder griff an.Ich schicke dich in die Verbannung. Und wirst kein Wohnsitz haben.Basil, wieder findet die Antwort: Der Herr der himmlischen Behausungen ist mein Freund. Der Kaiser noch einmal drohte. Ich lasse dich hinrichten.Basil wusste sich zu helfen. Ich habe einen Freund, der Herr des Lebens und des Todes ist. Solche Freunde wie Jesus haben uns mit Freude und Vertrauen erfüllt. Darum rufen wir mit Mose. Meine Kraft und Tapferkeit sind, Herr.Mit David sprechen wir unser Vertrauen in Gott aus. Der Herr ist mein Hirte; es fehlt mir nichts. Mit Maria rufen wir. Meine Seele lobt den Herrn und mit heiligen Paulus wiederholen wir. Wer trennt uns von der Liebe Christi? Vielleicht die Qual, die Angst oder die Verfolgung. Hunger, Gefahr oder Schwert. Wie sollen wir auf die Liebe des guten Hirten antworten? Nur mit den Resten? Mit dem schläfrigen Gebet im Bett? Damit wir nur dann in die Kirche gehen, wenn es uns passt?
So antwortet man nicht auf Gottes Liebe.
Hier müssen wir offen sagen: Jesus, der gute Hirte, liebt jeden Menschen unendlich. Aber nicht jeder liebt Jesus. Es gibt viele Menschen, die Christus nicht lieben und ihn in seiner Kirche verfolgen. Das ist unbegreiflich, aber leider ist es so. Ich denke jedoch, dass es notwendig ist, eine andere Gruppe zu erwähnen.
Ich denke aber, dass es notwendig ist, von einer anderen Gruppe zu sprechen. Diese Menschen sagen, dass sie Jesus lieben. Ja, aber nur solange, bis sie daraus Vorteile haben.
Diese Leute lieben Christus eigentlich nicht. Sie lieben nur seine Gaben. Sie beten; sie gehen in die Kirche. Aber das Einzige, was sie von Christus verlangen, ist ein glückliches Leben hier auf der Erde. An einem übernatürlichen Leben haben sie kein Interesse. An Jesus wenden sie sich nur, wenn sie ihn brauchen, und sind unfähig, irgendein Opfer für ihn zu bringen. Zeigen wir, dass die Freundschaft mit Jesus für uns die wichtigste Sache auf der Welt ist. Diese Freundschaft wollen wir erhalten, beleben und in Ewigkeit erleben.
Im heutigen Evangelium sagt Jesus: „Meine Schafe hören auf meinen Ruf.“ Ich kenne sie und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben. Jesus veranschaulicht seine Hilfe bei der Gewinnung des ewigen Lebens durch das Bild des guten Hirten. Der gute Hirte kennt jedes sein Schaf, jedes Schaf ruft es bei Namen. Die Schafe folgen seiner Stimme, weil er sie auf zur reichen Weide ruft. Zur Stimme, des guten Hirten, vergleicht Jesus seine Stimme, mit der er die Menschen zur Fülle des Lebens ruft/einlädt/. Die Wirksamkeit Jesu Stimme erklärt die Erzieherin Hannelore Mitrowann. Eine Großmutter ging in den Garten arbeiten. Sie nahm mit ihr seine Enkelin Klaudia, die schlief, mit. Als Klaudia aufwachte und niemanden um sich sah, begann sie zu weinen. Die Großmutter kam zu ihr und beruhigte, besänftigte sie, mit ihrer Stimme und mit Wiegen, aber die Kleine weinte ständig. Daran kam die Mutter von Klaudia zurück, sagte ihrer Tochter nur ein paar Worte, und Klaudias Weinen in diesem Augenblick hörte auf. In der Stimme seiner Mutter spürte das Kind Rettung, Sicherheit und Ruhe. Es ging hier nicht um die Farbe der Stimme, sondern um die grenzenlose Mutterliebe, verbergt in ihrer Stimme. Auch in der Stimme Jesu sind seine Güte und Wohltätigkeit den Menschen gegenüber verborgen.
In der heutigen Welt, gibt es auch andere Stimme, als Jesus Stimme. Diese Stimme bemüht sich, das Christentum den Menschen zu verleiden und zu verbergen. Zum Beispiel so, sie sagen, dass Christentum die Menschen um die Daseinsfreude bringt. Die Wahrheit ist, dass das Christentum den Menschen um die Laster bringt, zum Beispiel um den Alkoholismus, Drogen, um die sexuelle Zügellosigkeit. Wie kann jemand diese Sachen qualifizieren, als die Daseinsfreude. Jesus bietet uns, statt der Laster, die Anleitung zur wahren Freude. Diese Anleitung hat drei Hauptpunkte. Erstens die Liebe zu Gott. Die Liebe zu Gott macht den Menschen glücklich. Wer die Liebe zu Gott hat, dem fehlt nichts. Heute ist der Weltgebetstag für geistliche Berufe. Ich weiß, es ist nicht immer leicht, der Christusstimme zu folgen und Jesus vor der Welt Vorrang zu geben. Schauen wir nicht, was wir verlieren, sondern was wir gewinnen. Was ist für uns die Priorität? Wenn für uns die Priorität das ewige Leben ist, dann hat alles, was die Welt uns anbieten kann, für uns nur sehr geringen Wert. Die Liebe zu Gott hilft, alle Schwierigkeiten des Lebens zu überwinden. Vielleicht kennen Sie den Lebenslauf der heiligen Lidia. Sie war ein wunderschönes Mädchen. Sie wurde aber krank. Ihr Leib wurde von Geschwüren bedeckt. In dieser Krankheit gelangt sie, in solche Einheit mit Gott, dass wenn sie ihre Geschwüre berührte zu sagen. Wie glücklich bin ich, dass ich sie habe, doch sie haben mich zu Liebe Gottes gebracht, die alle Freude der Welt übersteigt und überragt. Der zweite Punkt ist die Liebe zu den Nächsten. Bringt uns die Nächstenliebe Daseinsfreude? Ich glaube, dass nicht. Zu diesem Thema möchte ich zwei Beispiele anführen. In Südsudan arbeiten sehr opferwillig mehrere Ärzte, Schwestern, Freiwillige. Sie arbeiten unter schwierigen Bedingungen für ein kleines Gehalt. Sie wollen den dortigen armen Menschen helfen. Zweites Beispiel. In dieser Woche explodierte eine Bombe beim Boston-Marathon. Niemand weiß, wer das gemacht hat. Ich möchte aber betonen, dass nach der Explosion, hunderte Menschen gingen das Blut spenden. Auch das ist die Nächstenliebe. Der dritte Punkt ist die Selbstbeherrschung, weil sie unausweichlich notwendig ist, damit unsere Natur humanisiert wird. Vielleicht an diesen dritten Punkt denken diejenigen, die sagen, dass das Christentum die Menschen um Freude bringt. Wenn wir aber die Selbstbeherrschung ablehnen, würden wir in unser Leben die Unordnung, Egoismus und das Chaos einführen. Ordnung muss sein. Niemand kann dem Christentum Vorwürfe machen, dass es in der Menschengemeinschaft die Ordnung verlangt. Für Jesus ist es wichtig, dass wir von ihm nicht abwendet werden. Vertrauen wir den guten Hirten Jesus Christus, der uns zur wahren Freude ruft, der heute zu uns sagt. Ich gebe ihnen ewiges Leben und sie werden in Ewigkeit nicht zugrunde gehen.
4.Sonntag B
Die Hörer der Synagoge in Kafarnaum staunten über die Jesu Lehre. Sie sahen mit eigenen Augen, wie Jesus mit seinem mächtigen Wort befreite vom unreinen Geist einen Menschen, der besessen war. Das verblüfte sie. Bis jetzt dachten sie, dass ein unreiner Geist , die größte und furchtbarste Macht bedeutet, mit der sie sich trafen im alltäglichen Leben. Zu dieser Zeit quälten, plagten die unreinen Geister viele Menschen. In der Synagoge von Kafarnaum erkannten sie, dass Jesus mächtiger als Dämon ist und sie sagten. Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Jesus bringt die Befreiung dort wo seine Lehre kommt. Die heidnischen Nationen glaubten an ihren Götter. Sie glaubten, dass diese Götter sehr mächtig sind. Hauptsächlich für die Germanen war sehr großes Problem das Christentum anzunehmen, weil ihrer Meinung nach Jesus ein Feigling war, der um sein Leben nicht kämpfte, der ein Schwächling war. Die Germanen verachteten solchen Menschen. Dass das Christentum, sich bei den Heiden durchsetzte, die Heiden mussten sehen, erfahren, dass Jesus stärker als die heidnischen Götter ist. Sicher wirkten auf sie, als Konstantin der Größte, der mit dem Zeichen des Kreuzes kämpfte auf der Malven Brücke und er hat gesiegt. Ein ähnliches Eindruck musste der heilige Bonifaz bei den Germanen hinterlassen, hervorrufen, als er ihren heiligen, riesigen Eichenbaum niederhaute. Die Heiden waren überzeugen davon, dass die heidnischen Götter eine solche Entweihung an Ort bestrafen werden. Es ist aber nichts passiert. Sie können sagen, dass heute treffen wir uns weder mit solchen heidnischen Gebräuche, noch mit den besessenen Menschen. Sie haben Recht. Aber vergessen wir nicht, dass es gibt viele diskreten Formen der Besessenheit oder diskret Formen des Heidentums. Das sind verschiedene böse, schädliche Süchte von denen die Menschen können sich nicht befreien. Zum Beispiel Befreiung vom Alkoholismus ,von verschiedenen Art der Laster, Befreiung von Drogen, von der Ehebruch. Das sind die Sachen die den Menschen fesseln. Dagegen ist kein Medikament in der profanen Welt. Es gibt nur eine Hilfe und das, der mächtige Jesus. Das muss ich bestätigen. Vornehmlich ,als ich sechs Jahre Kaplan in Bratislava war, habe ich gesehen ,wie mächtig Jesus im Leben der vielen Menschen wirkte. Dort wo jede menschliche Hoffnung versagt hat. Ich hatte das Glück der Zeuge sein bei der totalen Umkehr der Menschen. Mir war klar, hier wirkt nicht die menschliche Kraft und Klugheit, sondern die Gotteskraft. Ein großer Fehler ist, dass wir mit dieser Gotteskraft nicht rechnen. Voriges Jahr nahm ich teil an einem Vortrag über die heilige Beichte. Der Vortragende erklärte uns, wie wichtig ist, dass der Priester genug Zeit hat für einen Beichtling, dass er erforderliche Kenntnisse muss haben und er sagte zu uns weiter wie wichtig ist das Gespräch in der Beichte. Das alle ist wahr. Der Vortragende vergaß aber erwähnen dass in der heiligen Beichte auch die Gotteskraft wirkt. Dass ,nicht alles von der menschlichen Klugheit und Intelligenz fügt. Es gibt ein riesiges Quantum der Religion Literatur. Diese Bücher sind ohne grammatische und stilistische Fehler geschrieben und doch sie haben fast keine Wirkung. Es fehlt dort die Gottes Kraft. Wir verlassen uns auf unsere Kräfte, Kenntnisse, Organisationen und der Effekt. Fast keiner. Ich möchte ihnen erzählen eine wirkliche Geschichte. Ein neugetaufter erwachsener Mensch begegnete seinem Freund. Der sagte zu ihm. Ich habe gehört dass du bist Christ geworden. Weißt du davon, dass Christentum die konfessionellen Kriegen führte, wie viele Bischöfe und Priester und sogar auch Päpste lebten wie viele Fehler sie gemacht haben. Der neu getaufte Christ antwortete ihm. Das alles ist wahr. Ich bin Christ geworden nicht wegen der Priester oder Bischöfe. Mein Glaube liegt an Jesus Christus. Du weißt dass ich ein notorischer Alkoholiker war. Ich pflegte mein Gehalt zu vertrinken. Ich schlug meine Frau und meine Kinder. In meiner Familie war die Hölle. Ich war unverbesserlich. Niemand konnte mir helfen. Meine Freude machten mich mit Jesus bekannt. Ich habe mich belehren gelassen und mich zu taufen. Mein Leben hat sich geändert. Ich hinterließ den Alkohol. In der Familie sind wir glücklich. Für mich Jesus ist Kraft. Notwendig ist nur eines. Die Tür öffnen Jesus. Mehrere Leute hatten Jesus die Tür geöffnet und änderte ihres Leben. Ich war dessen der Zeuge. Glauben sie mir es ist etwas aufregendes.
5.Osternsonntag B
Vielleicht nahmen sie wahr, dass die Kirche uns in die enge persönliche Beziehung zu Jesus zuführen will und durch ihn zu himmlischen Vater. Für dieses Ziel lässt die Kirche uns das Evangelium lesen, in welchem Jesus von sich selbst sagt. Ich bin der Weinstock ihr seid die Reben. Dieses Gleichnis verstanden Jesus Zeitgenossen, weil sie im Land der Weintrauben und Weine lebten. Sie wussten aus der eigenen Erfahrung , dass der Weinstock ein edler Stock ist, aber sein Wert liegt nur im Obst. Sein Holz ist wertlos und seine unfruchtbaren Reben werden abgeschnitten und ins Feuer werfen. Sie wussten dass das Obst des Weinstocks die Freude den menschlichen Herzen bringt. Im Psalmen 104 beteten sie : Du lässt Gras wachsen für das Vieh auch Pflanzen für den Menschen , die er anbaut und Wein der das Herz des Menschen erfreut. Der Weinstock war bei Jesus Zeitgenossen sehr beliebt. Es notwendig zu erwähnen dass beim Eingang ins Jerusalemer Tempel eine große Plastik des Weinstocks mit den goldenen Weintrauben stand. Als Jesus sich dem Weinstock anglich war diese Angeglichen für seine Zeitgenossen sehr verständlich und anziehend.
Der bekannte Prediger Joseph Ortkemper begann so seine Predigt. Ich habe heute eine Weinrebe mitgebracht. Schauen sie ihr an. Sie ist ganz trocken. Ihre Blätter sind von ihr schon lange weggefallen. Sie ist ohne Saft, ohne Kraft ohne Leben. Sie lässt sich leicht entzweibrechen. Sie ist tauglich nur für das Feuer. Eine frische blühende Weinrebe sieht ganz anders aus. Sie ist voller Leben. Als einmal Jesus mit seinen Jüngern an einem Weinberg vorbeiging zeigte er ihnen einen schönen Weinstock. Schauen sie ihn an, wie er kraft ist. Seine Wurzel sind tief in der Erde. Seine Reben tragen große Weintrauben, weil sie mit dem Weinstock verbunden sind. Jesus sagt. Ich bin der Weinstock ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm der bringt viel Frucht. Durch diese Worte Jesus liegt ans Herzen seiner Jünger, damit sie mit ihm eng, tief verbunden sind und er erklärt ihnen dass sie nur in enger Beziehung mit ihm eine reiche Ernte guten Werken bringen zu können. Wenn sie von ihm abgefallen würden, würden sie trockene Rebe. Dieses Gleichnis hat eine große Bedeutung auch für uns. Stellen sie sich einen Menschen vor, der nicht mit Jesus verbunden ist. Ein solcher Mensch kann alles haben. Wohnung, Kleidung, Auto, Essen. Diese Sachen genügen aber einem Menschen nicht. Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an Römer. Denn das Reich Gottes ist nicht Speise und Trank, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in Heiligem Geist. Wir brauchen mehr als nur die materialen Sachen. Nur wir Menschen sind von allen Lebewesen über die Fragen nachdenken: woher komme ich, wohin gehe ich, was ist das Ziel meines Lebens? Wir einzigen haben in sich die Sehnsucht nach etwas unvergänglichen, unendlichen ewigen. Wir erfahren dass die irdischen Werte uns nicht ganz befriedigen können, weil sie alle vergängliche sind. Sogar kann uns nicht voll befriedigen die mitmenschliche Liebe, weil auch sie vergänglich ist. Ganz voll wir befriedigen nur dann wenn wir das erreichen was ewig ist. Jesus macht uns gegenüber einen Gegenschritt. Er kam deshalb, um in unser vergängliche, menschliche Leben sein göttliches Leben einlege. Das göttliche Leben ist die Liebe. Was für ein großer Schatz für uns die Liebe ist, das sehen wir aus ihrer Eigenschaften. Ersten: sie ist unvergänglich. Das bedeutet. Wer sie besitzt, auch wenn er stirbt, wird er ewig leben. Zweitens wenn wir sie in sich haben können wir vollkommen Gott und unsere Mitmenschen lieben. Drittens sie macht uns zum zufriedenen und glücklichen Menschen und das auch in den ungünstigen und schwierigen Bedingungen. Ein fünfunddreißig jähriger Mann hat zwei betroffene Kinder. Jedes Kind ist betroffen auf andere Weise. Der Vater führt sie jeden Morgen in die Anstalt an und am Abend zurück. Damit er diesen Dienst seinen Kindern bieten konnte, arbeitet er in einer Fabrik wo eine harte Arbeit ist. Ein Priester fragte ihn. Woher nehmen Sie so viel Liebe seinen betroffenen Kindern gegenüber? Er antwortete, dass er viel gehört hatte, über die Mutter Teresa, die erstaunliche Liebe gegen die betroffenen, kranken Menschen hatte. Als sie ihr fragten woher nimmt sie so viel Liebe gegenüber den Menschen antwortete sie. Ich bin ständig mit lebendiger Verbindung mit Jesus. Von ihm strömt das göttliche Leben in mich. Nach ihrem Beispiel bemühe ich mich mit Verbindung mit Jesus zu leben. Dieser Mann ist in seinem entsagungsvollen Leben glücklicher als andere Männer in seinem Alter, die das Wohl im Alkohol suchen, vertrinken seinen Verdienst. Solche Männer bringen keine Ernte für ihre Familie, für ihre Seele, weil sie von Weinstock der Christus ist, wegfielen. Sicher auch sie sehnen sich danach mit Jesus verbunden bleiben. Fragen sie wie. Öffnen wir uns für Jesus Wort. Hören wir gern was Jesus zu uns sagt. Er gibt uns die Anweisung für richtig menschliches Leben. Zweitens öffnen wir uns für Jesus Hilfe für unser Leben. Diese Hilfe gibt er uns vor allem in der heiligen Kommunion. So bitte ich euch. Bleiben sie lebendige Reben an dem Weinstock von Jesus Christus damit sie reiche Frucht bringen zu können und so ihr Leben glücklich wird.
5.Fastensonntag B.
Wir wissen ,dass der heutige Mensch sich schwer auf die Fragen der Religion konzentriert. Darum liest ein gewisser Prediger in Deutschland vor der Predigt einen Säckel mit den Getreidekorn kursieren, damit jeder Gläubige in die Hand ein paar Korn nimmt .So wollte er die Aufmerksamkeit der Gläubigen auf den großen Gedanke des heutigen Evangelium konzentrieren, der Jesus so aussprach. Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt ,bleibt es allein, wenn es aber stirbt bringt es reiche Frucht.
Vor dem Ostern kamen viele Pilger, Touristen zusammen. Unter ihnen waren auch die Griechen. Sie wollten Jesus sehen. Jesus vorstellte sich ihnen, aber nicht so , dass er über seine Wunder reden begann, er redete nicht um seine Verklärung auf dem Berg Tabor. Diese Rede würden sicher den Griechen gefallen. Statt dessen Jesus sagte: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt bringt es reiche Frucht. Jesus dachte dabei an eigenen Tod. Diese Aussage von Jesus gilt wie eine lebenswichtige Weisung für uns. Wir sind bis jetzt von diese Jesus Lehre entfern. Einige mehr, andere weniger. Meistens meiden wir auf uns irgendein Opfer zu nehmen. Zum Beispiel einige Mütter weigern sich ihre Bequemlichkeit für das zukünftige Kinder zu opfern. Deshalb sie lieber zur Abtreibung gehen. Andere lassen sich lieber scheiden, wenn in die Familie die Schwierigkeiten kommen. Mit einem Wort wie sehnen uns nach dem dass wir in unserm Leben die Wohnlichkeit, Behaglichkeit, Genüsse haben. Jesus kam nicht uns um die Bequemlichkeit das Behagen berauben. Er gönnt uns das alles. Er weiß aber ,dass das menschliche Leben solchen Situationen ausgesetzt ist, die schwer zu tragen sind. Zum Beispiel trifft uns die Krankheit, Unfall, das Leid, den Tod uns nahestehenden Personen. So war es immer so wird es auch in der Zukunft. Jesus will uns mit heutigem Evangelium helfen diese schmerzliche Lagen in unserem Leben leichter ertragen. Er will dass sie uns nie in die Verzweiflung führen, dass wir in denen auch eine positive Bedeutung sehen. Das Korn stirbt damit aus ihm ein neues reiches Leben hervorgeht. So auch aus unserem Leid, Schmerz, Tod geht für uns ein neues, reiches, ewiges Leben hervor. Das ist die große Wahrheit des heutigen Evangeliums. Die Menschen welche, diese Wahrheit angenommen haben und verwirklichten, sie schuften auch die größten Leiden mit Ruhe ertragen. Für das Beispiel müssen wir nicht ins Altertum oder ins Mittelalter gehen. Wir haben ein Beispiel in der jüngsten Vergangenheit. Es geht um Dr. Jiri Mrázek, den wissenschaftlicher Arbeiter, den Gründer des ionosphärischen Observatoriums. Am Anfang war er nicht der Bekenner christlichen Gedanken. Auf einer ausländischen Reise lernte er die christlichen Ideale von Franz Assisi kennen. Diese Ideen entzückte ihn. Er wurde ein tief gläubiger Mensch täglich nahm er an der heiligen Messe teil, in der Fastenzeit betete er das Kreuzweg. Täglich meditierte er. Im Jahre 1978 als er 55 Jahre alt war, wurde er krank. Die Untersuchung hat festgestellt den Magenkrebs. Im Krankenhaus wo er lag, besuchten ihn seine Freunde. Ein Freund empfahl ihm einen wunderbaren Heiler, der mit persönlichen Magnetismus heilt. Die andere brachte ihm Tees. Der dritte erzählte ihm von wunderbaren Heiler, der durch Vermittlung der Hypnose heilt. Der vierte brachte ihm Spezial gefiltertes und gereinigtes Petrol aus Innsbruck. Dr. Jiri Mrazek wusste aber was der Krebs ist. Er lehne die Angebote seiner Freunde ab. Er dachte an das Angebot seines besten Freund Jesus, darum sagte er zu den Ärzten. Geben sie mir nicht das Morphium. Ich will auch die grausamste Schmerzen ohne Morphium erleben, weil ich sie für jemanden opfern will. Seinem Bruder hat er geschrieben. Ich bin dessen bewusst: wenn ich mit Christus gestorben bin werde ich auch mit ihm leben. Ähnlichen Gedanken sagte er seiner Frau. Jesus Kreuzweg ist nicht mit dem Tod beendet hat, es hat seine Folge. Das ist für mich die Bürgschaft, dass auch mein Kreuzweg nicht mit dem Tod beendet wird aber wird in die ewigen Leben münden. In diesem Glauben ist er nach drei Monaten still gestorben. Zum Schluss möchte ich einen Gedanke aussprechen. Dieser Gedanke habe ich schon in mehreren Sprachen gesagt. Es gibt etwas Größeres als unsere Tätigkeit. Und das ist das Oper. Das Opfern, das wir freiwillig annehmen und ertragen.
Über die Kirche wird heute viel gesprochen und gestritten. Ist sie auf dem richtigen Weg? Mit den Menschen auf dem Weg zu Gott? Im heutigen Evangelium erfahren wir, wie Jesus sich das Volk, das ihm gehört, seine Kirche gedacht hat. Sie soll Licht und Salz für die Welt sein – eine Stadt auf dem Berg. Licht, das erhellt und erwärmt, Salz,das bewahrt, würzt und schmackhaft macht.
Herr Jesus Christus,
du machst uns zum Salz für die Welt:Herr, erbarme dich
du machst uns zur Stadt auf dem Berg: Christus, erbarme dich.
Du machst uns zum Licht für die Menschen :Her erbarme dich..
1
Besonders junge Leute haben ihre Vorbilder und Ideale. Nicht ein Bub und ein Mädchen sehen sein Vorbild in seinem Vater oder in seiner Mutter. Viele haben in ihren Zimmern die verschiedenen Plakate der Popstars, Filmstars. Oft sie kennen sehr wenig ihr wirkliches Leben. Die Elster hat angeblich eine Vorliebe für die Dinge, die das Licht widerspiegeln und glänzen.Sie trägt sie in ihr Nest. Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Hinter dem lachenden Gesicht eines Filmstars oder hinter der schönen Figur mit Muskeln muss nicht noch ein edler, guter Mensch sein. Irgendjemand muss nicht schön im Gesicht sein, und sein Inneres kann heilig sein. Jesus lehrt und ermutigt uns: So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Mit den Gleichnissen über das Salz und das Licht erläutert er seinen Nachfolgern die Verantwortung, die in der Welt haben. Das Licht soll scheinen und das Salz soll den Geschmack geben. Das Beispiel der Christen soll den Menschen den Anlass geben, den Vater, der im Himmel ist, zu preisen. In der ersten Wie, wie die Morgenröte, bricht das Licht hervor. Die nächste Liebe, das Beispiel und das Zeugnis entspringen der tiefen Beziehung zu Christus. Der Apostel Johannes spricht: „Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.”
Viele Menschen, hauptsächlich junge, wissen nicht, was der Sinn ihres Lebens sein soll. Oft wissen sie nicht, die Werte voneinander zu unterscheiden. Sie lassen sich schnell täuschen, irreführen und durch Gefühle und Umstände mitreißen. Sie leiden eben darum, weil sie die Zeugen des Evangeliums nicht getroffen haben. Sie verstehen Demokratie und Freiheit schlecht, auch deshalb, weil die Welt in ihrer Umgebung an Egoismus, Spekulation und Materialismus krank ist. Nach der Enttäuschung folgen Aggressivität und Gewalt.
3Die noch nicht elektrifizierten Straßen wurden durch Gaslampen erleuchtet, die bei Dämmerung von Lampenwärtern angezündet wurden. Der englische Schriftsteller John Ruskin schrieb in sein Tagebuch. „Einmal am Abend, sitzend am Fenster, sah ich unten auf der Straße den Lampenwärter, wie er die Lampen anzündete. Es war schon dunkel. Ich habe den Menschen (den Lampenwärter) nicht gesehen, nur seine brennende Fackel und das Licht, das hinter ihm in den brennenden Lampen blieb. Das ist die Aufgabe der Christen: Sie sollen in den anderen das geistliche Licht entzünden.“
Die noch nicht elektrifizierten Straßen wurden von Gaslampen beleuchtet, die bei Dämmerung von Lampenwärtern angezündet wurden. Der englische Schriftsteller John Ruskin schrieb in sein Tagebuch. „Einmal am Abend, sitzend am Fenster, sah ich unten auf die Straße. Ich nahm die brennende Fackel des Lampenwärters wahr, der die Lampen anzündete. Es war schon dunkel. Ich habe den Menschen (den Lampenwärter) nicht gesehen, nur seine brennende Fackel und das Licht, das hinter ihm in den brennenden Lampen blieb. Das ist die Aufgabe der Christen.” Sie sollen in den anderen das geistliche Licht entzünden.“
Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Roman „Quo vadis“ des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz: Dort predigt Apostel Petrus in den Katakomben. Auch der Heide Vinícius hört ihm zu. In seiner Seele entfaltet sich ein sonderbarer Kampf. Er vergisst, wo er sich befindet, und kann nicht an das glauben, was Petrus predigt. Er ist überzeugt, dass Petrus das Leben nicht versteht. Wenn jemand an Petrus‘ Worte glauben wollte,
Straßen, die noch nicht elektrifiziert waren, wurden durch Gaslampen erleuchtet, die bei Dämmerung von Lampenwärtern angezündet wurden. Der englische Schriftsteller John Ruskin schrieb in sein Tagebuch. Einmal am Abend, sitzend am Fenster, blickend unten auf die Straße, nahm ich wahr, wie die brennende Fackel des Lampenwärters die Lampen zündete. Es war schon dunkel. Ich habe den Menschen (Lampenwärter) nicht gesehen. Nur seine brennenden Fackeln und das Licht, das hinter ihm in brennenden Lampen blieb. Das ist die Aufgabe der Christen. Zünden in den anderen das geistliche Licht an. Bekannt ist das Beispiel aus dem Roman Quo vadis von polnischem Schriftsteller Henryk Sienkiewicz.Apostel Petrus predigt in den Katakomben. Hört ihn auch der Heide Vincius. In seiner Seele spielt sich ein sonderbarer Kampf ab. Er vergisst, wo er sich befindet. Er kann nicht an das glauben, was Petrus predigt. Er ist überzeugt, dass Petrus das Leben nicht versteht. Wenn jemand an Petrus Worte glauben wollte,
4
solcher Mensch ein Narr müsste zu sein. Petrus, der Greis, predigt dem Grab nahe mit überzeugender Sicherheit. Ich habe ihn gesehen. Vincis glaubte an Christus. Christus ist das Zeichen des Friedens,der Liebe und der Gerechtigkeit. Ein wahrer Christ soll drei Herzen haben. Das Herz eines Kindes, damit er unschuldig wie ein Kind lebt, das Herz einer Mutter, damit er liebt wie eine Mutter, und das Herz eines Richters, damit er sich gegenüber gerecht ist. Ohne dass wir Christus kennen und ihm folgen, können wir nicht das Licht, das Salz in der Welt sein.
Einleitung.
Humorvoll spricht man über das goldene Jubiläum eines Ehepaars. Am Abend waren sie von den vielen Gratulationen schon müde. Sie setzten sich auf die Veranda und schauten auf den Sonnenuntergang. Der Mann sagte zu seiner Frau Agathe: „Du bist mein Schatz.” „Wie bitte?“ Du weißt, dass ich schlecht höre. Sprich lauter. Ich sage, dass du mein Schatz bist. Die Frau lachte ihren Mann an und sagte: „Ich liebe dich.“ Das Hörvermögen kann im hohen Alter nachlassen. Aber was für die Eheleute wirklich wertvoll ist, ist die gegenseitige Beziehung, die nicht abgenutzt ist, weil sie einander treu geblieben sind. Die gegenseitige Liebe ist der Ruhm des jubelnden Ehepaars..
Predigt.
Jesus sagte: „Ich gebe euch einen neuen Auftrag. Liebt einander.. Wie ich euch geliebt habe, soll auch ihr einander lieben. /Joh. 13,34/. Beim Abendmahl sagte Jesus. Wahrlich, ich sage euch. Einer von euch wird mich überliefern. /Joh.13,21/. Die Erzählung schließt mit der Feststellung, dass der Judas aufstand und sofort hinausging. Es ist interessant, dass Jesus gleich darauf sagte. Nun wird der Menschensohn verherrlicht und Gott wird verherrlicht in ihm. Wenn Gott in ihm verherrlichen ist, so wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, ja er wird ihn sogleich verherrlichen./Joh.13,31-32/Es wäre normal gewesen, wenn Jesus es gesagt hätte. Das ist schon das Ende. Judas ging mich verraten. Ich habe alles verloren. Normal wäre es, wenn Jesus sich wegen dieses Verrats auf Judas erbost und vor allen Aposteln ihn beschwatze. Normal wäre es, zu sagen: „Jetzt wird der Menschensohn verraten.“ Jetzt wird der Menschensohn verherrlicht.Wie es möglich ist, dass Jesus den Moment des Verrats kannte, der Niederlagen, den Moment der Verherrlichung nennt? Wahrscheinlich konnte Jesus das Sagen deshalb, weil er in diesem Moment die größtmögliche Bestrebung hatte, sich liebevoll zu verhalten. Jesus wollte Judas’ Verrat durch seine Liebe überdecken. Einen Freund zu lieben, ist nicht schwer. Einen Feinden zu lieben, darauf/dazu muss man großen Einsatz leisten. Jesus kam alle Menschen erlösen, das beziehen sich auch auf Judas. Da/weil Jesus siegte Barmherzigkeit über Unrecht und Göttlichkeit über Menschlichkeit, konnte Jesus sagen. Nun wird der Menschensohn verherrlicht. Überall dort, wo die Anwesenheit der Liebe stärker als die des Unrechts ist, wird Gott verherrlicht. Die Anwesenheit des Unrechts ist groß. Es genügt, am Abend den Fernseher einzuschalten und die Nachrichten zu schauen. Obwohl 2000 Jahre vergangen sind, bleibt Jesu Einstellung aktuell. Aber der moderne Mensch sagt.. Verzeihe Jesus, ich weiß das nicht, dass ich den Verrat den Ruhm nenne. Mit Liebe überdecken die Bosheit diejenigen, die mich kränkten, die nicht gerecht sind oder mich verraten. Herr, das verlange ich nicht von mir. Erlaube mir wenigstens träumen davon, es kommt die Zeit, wenn meine Wahrheit veröffentlicht wird, und nicht sie. Wenn wir den Moment der Trauer und der Schwierigkeiten erlebten, lamentierten wir eher über unser Schicksal, als Gott zu loben. Wir schufen nicht diese traurigen Momente, die die Liebe überdecken. Gerade darum, dass es für uns nicht leicht ist, bleibt uns die Lösung. Rufe die Gegenwart Gottes in unser Leben. Jesus, du warst fähig, den Moment des Verrates der Verwerflichkeit zu nennen. Gib uns die Kraft, ähnlich zu handeln.. Gib uns die Fähigkeit, die Welt mit deinen Augen zu sehen. Ein Psychologe verfasst. Kamen zu mir ein paar Eheleute und erzählten von ihrer unglücklichen Ehe. Der Ehemann fragte. Was soll ich tun? In unserer Ehe wurden die Gefühle kühl. Der Psychologe antwortete. Versuchen Sie, Ihre Frau zu lieben. Der Ehemann sagte. Das ist schwierig. Wir fühlen uns einander nichts. Nur das, dass wir die Kinder haben, hält uns zusammen. Darauf, sagte der Psychologe. Warum nahmen sie die Vorstellung an, dass die Liebe ein Gefühl ist/das Hauptwort/. Die Liebe ist das Zeitwort. Wir müssen etwas tun.. Die Anmerkung: Der Psychologe fesselte das Ehepaar. Wenn die Liebe das Zeitwort ist, das bedeutet: zu verzeihen, zu sich selbst lieb zu sein. Wenn die Liebe nur ein Gefühl ist, das Substantiv um, das schwindet, bleibt der Mensch ratlos. Der Psychologe sprach über Gefühle. Die Gefühle sind nur der Reflex unserer Taten. Wenn wir unsere Taten beherrschen, werden auch unsere Gefühle beherrscht. Die Liebe ist das Substantiv um. Aber nur aus grammatischem Blick. Es muss das Verb sein. Das Tun, die Handlung, sonst wird sie eine tote Angelegenheit. Liebe als Tat ist die Kraft des Lebens, wie jubilierende Eheleute bezeugen.
In der altgriechischen Mythologie können wir vom tapferen Helden Herkules lesen. Eine Legende und Mythen haben seit jeher die menschliche Fantasie und Vorstellungskraft beflügelt. Sie sind wie geheimnisvolle Puzzleteile, die uns ein Fenster in vergangene Zeiten und unbekannte Welten öffnen. Durch die Überlieferungen von Generation zu Generation erlangen diese alten Geschichten eine zeitlose Qualität, die ihre Bedeutung für uns heute nur noch verstärkt. Mythen dienen nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Spiegel unserer kulturellen Werte und Glaubenssysteme. Ihre Symbolik und Moral können uns wichtige Lektionen über das menschliche Dasein vermitteln, und sie regen uns dazu an, über die Grenzen des Bekannten hinauszudenken. In einer Welt voller Ungewissheit und Veränderung sind Mythen wie Leuchttürme der Weisheit, die uns den Weg durch das Dunkel der Unwissenheit erleuchten. Spricht von ihm, dass ihn einmal, als er vertieft in Gedanken war, die Tugend und das Laster besuchten. Das Laster sagte zu ihm: Ich sehe, du überlegst, welchen Weg du nehmen sollst. Wenn du meinen Weg wählst, wird für dich die Freude zu leben sehr groß sein. Herkules fragte, wie heißt dieser Weg. Das Laster antwortete ihm. Die Freunde nennen ihn Lust und die Feinde nennen ihn Sünde. Dann trat die Tugend an ihn heran und sagte zu Herkules. Ohne Kampf und Bemühung erreichst du nichts.s. Wenn du mit mir gehst, wirst du sehr leiden müssen. Wenn du Ruhm gewinnen willst, musst du des anderen Gutes tun. Wenn du eine gute Ernte haben willst, musst du die Erde bearbeiten. Um stark zu sein, musst du bescheiden leben.. So wie Herkules müssen auch wir uns entscheiden, auf welchem Weg wir gehen wollen. Wirklich, es gibt viele Wege. Nehmen wir Jesu Worte ernst: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Jeder Weg führt irgendwohin. Auch Herkules Wege hatten ein Ziel. Der eine endet in der Sünde, der andere führte in die Tugend. Wohin führt Jesu Weg? Im heutigen Evangelium haben wir die Antwort auf diese Frage. Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten. Jesu Weg führt in die ewigen Wohnstätten Gottes. Jesus kam darum auf diese Welt, damit die Leute das ewige Leben haben. Deshalb starb Christus, damit wir teilhaben am göttlichen Leben. Die Menschen sollen ewig leben. Das war die Absicht des Schöpfers. Die Menschen sollten den Schmerz, das Leid und den Tod nicht kennen. Aber der Mensch schloss sich selbst aus der Gotteswohnung aus. Durch die eigenen Kräfte konnte er nie dorthin zurückkommen. Dass Christus die Wahrheit ist, betont er den Aposteln gegenüber beim letzten Abendmahl. Ich gehe, einen Platz für euch vorzubereiten. Jesus wurde ans Kreuz genagelt.. Über die Schönheit der Wohnungen im Haus unseres himmlischen Vaters kann kein Zweifel sein. Wenn schon hier auf Erden soviel Schönheit ist, von welcher Schönheit muss dann erst die ewige Wohnung im Himmel sein. Diese Wohnung ist unvorstellbar schön. Gott will allen diese Wohnung geben. Alles ist schon vorbereitet und eingerichtet. Nur auf dem Weg Jesu müssen wir gehen, leben nach Jesu Wahrheit und dann wird uns nichts daran hindern ein Leben mit Gott im Himmel zu haben.
Andrea Maioki, ein Professor der medizinischen Fakultät in Mailand schließt sein Buch ab.es: das Leben des Chirurgen. Oft tauchen vor mir die Fragen auf. Warum lebe ich? Was ist der Sinn des Lebens? Welchen Sinn hat mein ständiges Streben?, all meine Arbeit und mein Bemühen. Nur so, um als Mensch zu leben?““.Es gibt so viel mehr, was das menschliche Leben ausmacht. Die Freude am Lachen, die Kraft der Liebe, die Kunst der Kreativität. All diese Facetten bereichern das Dasein und geben uns einen Sinn. Also ja, um als Mensch zu leben bedeutet weit mehr als nur Existenz. Es bedeutet, diese kostbaren Momente zu schätzen und sie zu nutzen, um unser Leben zu gestalten und zu teilen.“““ Warum existiert der Mensch?? Wohin will er? Es scheint mir, dass ich wieder die Worte meiner Mutter höre. Unser Zweck auf dieser Welt ist es, Gott zu erkennen, ihn zu lieben und in den Himmel zu gelangen.. Zu Gott soll der Weg unseres Lebens führen. Nur der Weg ist richtig, den uns Jesus Christus zeigte. Schauen wir in unsere Seele. Fragen wir uns selbst. Auf welchem Weg bin ich? Wo ist mein Ziel? Es ist wahr, dass der Weg zu Gott mühevoll ist. Jesus wusste es.. Darum sagte er: Aber das Tor, der zum Leben führende Weg ist eng und schmal.l und nur wenige finden ihn. Unsere Entscheidung muss eindeutig sein.. Das ist Jesu Weg, obwohl er schwer und anstrengend ist. Herkules entschied sich nicht für das leichte Leben. Er wählte das Leben der Tugenden. Er tat den anderen Gutes. Die griechische Mythologie glorifizierte ihn wegen seiner Lebenseinstellung als einen Helden. Helden werden nicht vergessen. Der einzige Weg für uns ist der Weg ohne Sünde, der Weg des tapferen Lebens. Nur dieser Weg führt zu Gott.