Archiv für den Monat: September 2016

1.Oktober – Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Jesus Christus, der den Kleinen das Himmelreich versprochen hat, sei mit euch.
Die Heilige Theresia vom Kinde Jesu opferte Gott ihr junges, blühendes Leben und bat schon sehr früh darum, in die Klostergemeinschaft aufgenommen zu werden. Schon bald erfährt sie im Kloster den immer deutlicher werdenden Zerfall ihrer Gesundheit. Dennoch verliert sie nicht den Mut, sondern vertraut sich ganz der Liebe Gottes an und opfert ihr Leiden für die Mission. So lebte Theresia von Lisieux, die 1897 im Alter von 26 Jahren starb – äußerlich ganz schlicht und bescheiden, doch von einer ungewöhnlichen inneren Kraft erfüllt.

Wir spüren stets unsere Unvollkommenheit und erleben die schmerzhaften Folgen unserer Sünden.

Jesus, du hast dein Leben für uns hingegeben. Herr, erbarme dich unser.

Du bist gestorben, damit wir leben können. Christus, erbarme dich unser.

Du wolltest alle Menschen retten. Herr, erbarme dich unser.

Im heutigen Evangelium sagt Jesus: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.” Jesus erinnert uns an die Botschaft, die er uns gebracht hat und nach der wir unser christliches Leben ausrichten sollen.   Diejenigen, die sich diese Botschaft aneignen, nennt Jesus „Unmündige”. Jesus ist nicht gegen Weisheit und Verstand. Er ist aber gegen den Stolz. Nicht der Kopf, sondern das Herz erkennt den wahren Sinn des Evangeliums. Hochmut verschließt dem Menschen den Weg zur Wahrheit. Ein Mensch kann noch so weise sein wie Salomo, wenn er aber kein einfaches und unschuldiges Herz hat, verschließt er sich der Wahrheit.  Er steht vor Gott schlechter da als ein einfacher Mensch. Das demütige Herz Jesu zeigt uns, welches Herz wir haben sollen, welche Gesinnung wir uns aneignen und welche Lebensphilosophie wir verwirklichen sollen..

Da wir Kinder Gottes sind und der Vater uns seine Liebe offenbart hat, wagen wir zu beten.

Wie Kinder sollen wir werden, um den Frieden des Herrn zu empfangen. So dürfen wir ihn bitten.

Selig sind die, die klein sind auf dieser Erde, denn sie werden groß sein im Himmelreich.

30. September: Hieronymus, Lk 10, 13-16

Jesus Christus, der uns das Gericht über Gut und Böse angekündigt hat, sei mit euch.

Ein Leben im Dienst der Heiligen Schrift war das Leben jenes Mannes, der um 347 im ehemaligen Jugoslawien geboren wurde. Dieser Mann ging als Gelehrter in die Einsamkeit, um sich ganz seiner Lebensaufgabe zu widmen. Mit etwa 73 Jahren starb er im Jahr 420 in Bethlehem.
Seine Übersetzungen und Kommentare zur Botschaft Gottes haben bis heute Gültigkeit und Wirkung. Wer sich mit den Schriften befasst, kommt an seinem Lebenswerk nicht achtlos vorüber. Von dem ich jetzt gesprochen habe, war ein Kirchenlehrer: der heilige Hieronymus, dessen Gedenktag wir heute feiern.
Er lebte das Wort Gottes. Unsere Sünden führen daran vorbei. Deshalb müssen wir unsere Schuld bekennen und Gnade erbitten.

Jesus, du hast uns dein Wort verkündet. Herr, erbarme dich unser.

Dein Wort ist uns eine Weisung zum Leben. Christus, erbarme dich unser.

Du führst durch dein Wort zum Heil. Herr, erbarme dich unser.

Stellen wir uns vor, Jesus hätte anstatt Chorazin, Betsaida und Tyrus die Namen unserer Orte und Städte angesprochen und noch dazu die Worte „Weh dir” verwendet! Oder scheint dir das unwahrscheinlich? Ich würde da vorsichtig sein. Wir müssen nämlich daran denken, was in unserer Welt von heute alles nicht in Ordnung ist. Wir müssen daran denken, dass die Beziehung vieler Menschen zu Gott nicht in Ordnung ist und es vieles zu korrigieren gäbe. So ähneln die Orte in unserer Welt von heute doch den Städten, die Jesus namentlich nannte. Es wäre daher gut, wenn auch sie zur Buße bereit wären.
Verweilen wir noch ein wenig bei diesen Gedanken! Wie stehen wir den Zurechtweisungen von Eltern und Vorgesetzten gegenüber? Vielleicht hören wir sie nur nebenbei und ändern unser Leben nicht, sodass alles beim Alten bleibt. Wie reagiert Jesus darauf? Er ist den Menschen gegenüber immer geduldig und barmherzig und klopft immer wieder an die Türen ihrer Herzen. Aber wie lange noch? Wahrscheinlich so lange, bis die Menschen sich ändern und auf sein „Weh dir” hören.

Da wir als Kinder des Himmelreiches berufen sind, dürfen wir wagen, zu Gott, unserem Vater, zu beten.

Wenn wir hingefunden  haben zur Gemeinschaft mit Christus, wird er uns den Frieden geben, den er verheißen hat.

Selig, die am letzten Tag zu den Gerechten gehören und in das Himmelreich eingehen.

27.Sonntag im Jahreskreis C Lk 17, 5-10

27 Sonntag C 2016  Von der Macht des Glaubens

Einführung
Die Apostel kamen zu Jesus und baten ihn, ihnen einen größeren Glauben zu schenken. Sie wurden sich bewusst, dass der Glaube ein Geschenk Gottes ist. Der Glaube ist nicht nur eine Angelegenheit des Menschen, sondern auch ein Geschenk, das wir von Gott empfangen haben. Eine Frage an uns: Schätzen wir das Geschenk des Glaubens? Was ist uns der Glaube wert?

Predigt

Als die Apostel Jesus baten, ihren Glauben zu stärken, antwortete er: „Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: ‚Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden und verpflanze dich ins Meer!‘, und er würde euch gehorchen.“ Wenn wir nun auf Jesu Antwort antworten müssten, würden wir das vermutlich verneinen.   Jesus wollte damit aussagen, was alles möglich wäre, wenn ein Mensch fest glaubt. Auf die Frage der Apostel, wie ihr Glaube größer werden könne, gab Jesus keine konkrete Antwort. Es war daher sicherlich nicht einfach für die Apostel, den Sinn Jesu Antwort zu verstehen. Versuchen wir, ihn zu verstehen! Jesus deutete damit an, dass wir unseren Glauben zeigen können, indem wir bereitwillig dienen. Durch unser Dienstsein kann der Glaube wachsen. Der Glaube kann jedoch nicht wachsen, wenn der Mensch kein Interesse an Gott hat. Ja, den Glauben können wir nur als Geschenk Gottes empfangen. Damit unser Glaube wächst, benötigen wir auch die Gnade Gottes..

Liebe Brüder und Schwestern,
täglich gibt es viele Einladungen zum Dienen. Auf manche reagieren wir großzügig, andere lehnen wir jedoch ab, weil wir nicht mit Gott zusammenarbeiten wollen. Wir sind nicht dazu bereit, wir lieben unsere Bequemlichkeit. Dabei vergessen wir leider oft, dass unser Glaube nur dann wächst, wenn wir nicht aus rein menschlichen Beweggründen handeln. Würden wir uns von unserem Egoismus befreien, könnten wir unserem Glauben genügend Raum geben. Bei Kindern können wir manchmal beobachten, dass sie nicht bereit sind, ihren Eltern zu gehorchen. Ein Grund dafür kann sein, dass ihre Eltern ihnen die Autorität Gottes nicht mehr vor Augen führen. Auch unter Erwachsenen wird Autorität nicht mehr großgeschrieben, schon gar nicht die Autorität Gottes.  Sie wollen einander weder dienen noch zusammenarbeiten, doch das ist notwendig. Nur so kann unser Glaube wachsen, nicht durch Bequemlichkeit und Egoismus. Ohne Glauben wachsen Bequemlichkeit und Egoismus.

Was ich noch hinzufügen möchte: Das Wachstum unseres Glaubens hängt nicht von der Anzahl unserer Dienste ab, sondern von unserer Bereitschaft zu dienen. Der Apostel Paulus ermutigte seinen Schüler Timotheus in seinem zweiten Brief: „Halte dich an die gesunde Lehre, die du von mir gehört hast, nimm sie dir zum Vorbild und bleibe beim Glauben und bei der Liebe, die uns in Christus Jesus geschenkt ist.”

Ein Priester erzählte von seiner Erfahrung:  „Ich wurde ins Krankenhaus zu einem Kranken gerufen. Eigentlich hatte ich etwas ganz anderes vor und so ging ich ohne besondere Freude ins Krankenhaus. Ich trat diesen Weg also widerwillig an, denn mein Programm war dadurch gestört worden. Im Krankenhaus nahm ich dem Kranken die Beichte ab, gab ihm die Krankensalbung und die Kommunion. Als ich schon gehen wollte, bat mich plötzlich der Kranke im nächsten Bett um die heilige Beichte. Aus dem anschließenden Gespräch erfuhr ich, dass er seit 20 Jahren nicht mehr gebeichtet hatte. Er hatte also zwanzig Jahre lang in innerer Spannung gelebt. Ich kann nur sagen: Es war fast ein Wunder, dass dieser Mensch sich nun bekehrte. Dieses Wunder wäre nicht geschehen, wenn ich den Krankenhausbesuch verschoben hätte, denn am Abend desselben Tages verstarb er. Diese Geschichte bestätigt, dass der Glaube wächst, wenn ein Mensch bereit ist, dem Willen Gottes zu folgen.

29. September – Erzengel Hl. Michael, Hl.Gabriel, Hl. Rafael, Joh 1, 47-51

Die Erzengel gehören in der Hierarchie der Engel  zu den höheren  Chören. Sie werden  für die  mächtigsten Engel gehalten. Über diese Erzengel erfahren wir in der  Bibel. Es gibt sieben Erzengel, aber wir kennen nur drei. Erzengel treten immer vor den Herrn hin und bereiten Wesentliches  vor.  Sie haben eine einzigartige  Stellung. Sie sind Boten Gottes  für die  Menschen  in  schwierigen Zeiten. Das bestätigt das Fest  der Verkündigung der  Geburt  des Johannes des Täufers oder der Verkündigung des Herrn. Zur Jungfrau Maria wurde  nicht ein gewöhnlicher  Engel gesandt,  sondern der Erzengel Gabriel. Es gehörte nämlich dazu, dass diese Aufgabe ein höchster Engel übernahm, denn es wurde ja die bedeutendste Sache der Geschichte verkündet. Michael bedeutet: Wer ist wie Gott? Gabriel bedeutet:   „Gott ist Kraft – und   Rafael bedeutet:  Gott heilt“.

Zum Vater, der die Herzen durchschaut  und  alle unsere Sorgen und Anliegen kennt, dürfen  wir  beten.

Die Engel  sind  unsere  Begleiter. Sie führen  uns zum Frieden, um den  wir  den Herrn   bitten.

Selig , die an den Sohn  Gottes glauben und    den Himmel offen sehen  werden.

Mittwoch 26. Woche im Jahreskreis Lk 57-62

Jesus Christus, der alle Not unseres irdischen Lebens ertragen hat, sei mit euch.
Mit Gott können wir nicht wie mit einem Menschen verhandeln. Wir können keinen Preis mit ihm vereinbaren, um einen Vorteil zu erlangen. Gott ist unser uneingeschränkter Herr. Was er will, ist immer richtig und gut. Ihm zu dienen ist unsere vorrangigste Aufgabe, die uns manchmal lästig und unbequem erscheint. Wir müssen um Vergebung bitten.

Jesus, du wolltest unter den Ärmsten der Menschen sein. Herr, erbarme dich unser.

Dein Leben war ohne Schutz und Geborgenheit. Christus, erbarme dich unser.

Du kamst, um allen Menschen das Reich des Vaters zu verkünden. Herr, erbarme dich unser.

Zu Christus zu sagen: „Ich will dir folgen, wohin du auch gehst”, verlangt von uns Menschen großen Mut. Wir wissen ja, wohin sein Weg führte. Er führte zu Spott, Verachtung, Ungerechtigkeit und schließlich nach Golgatha. Aber wer liebt, ist mutig. Jenen, die Liebe in ihren Herzen tragen, ist es nicht wichtig, wohin Christus sie führt. Für sie ist es essenziell, dass sie immer mit Christus unterwegs sind. Sie wissen, dass Gott ihnen immer Kraft gibt, wenn Schwäche sich ankündigt, und Freude schenkt, wenn sie traurig sind.  Sie wissen, dass sie alles, was sie verlassen haben, in der Ewigkeit verstärkt zurückbekommen.  Es ist nicht richtig, zu glauben, dass Christus nur Priester und Mönche in sein Reich ruft. Er ruft auch Menschen, die in Familien leben, also Personen in jeder Lebenssituation – ohne Ausnahme. Wir alle werden Christus einmal begegnen und in seinem Reich glücklich leben, wenn wir in unserem irdischen Leben die Liebe zu Gott und zu unseren Nächsten gelebt haben.

Christus hat uns zur ewigen Seligkeit berufen. Im Vertrauen auf sein Wort beten wir zum Vater.

Christus kennt unsere Sorgen. Er  will uns in Frieden leben lassen. So bitten wir um seinen Frieden.

Selig, die dem Herrn zu Tische sitzen und mit ihm in sein Reich eingehen.

Dienstag der 26.Woche Hl. Vinzenz von Paul, Mt 9, 35-38

Jesus Christus, der Mitleid mit den Menschen hatte, sei mit euch.
Als Vinzenz von Paul im Alter von 79 Jahren in Paris starb, beendete er ein Leben, das auf einzigartige Weise dem Dienst am Menschen gewidmet war. Eine breit gefächerte kirchliche Liebestätigkeit, die bereits die ganze Fülle moderner caritativer Arbeit vorzeichnet, hat sein Leben erfüllt. Christus ist Mensch geworden. Diesen Menschen Christus hat er in allen Leidenden gesucht, um den Menschen für ein anderes Leben zu heilen.

Jesus, aus Liebe bist du Mensch geworden. Herr, erbarme dich unser.
Du hast deine Jünger zu Boten der Liebe berufen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast all unser Tun unter das Gebot der Liebe gestellt. Herr, erbarme dich unser.

Manche klagen, dass noch nie so viel Schmerz in der Welt gewesen sei. Kaum ein Christ sagt: „Warum beschweren sich die Menschen nicht und überzeugen andere davon, zu überlegen, wohin das ohne Gott führen mag?” Es wäre entscheidend, dass sie erfahren, was passiert, wenn man Gottes Gesetze nicht respektiert.   Quälen die Menschen denn keine Sorgen um das Morgen, wenn sie nicht auf den himmlischen Vater vertrauen? Es wird ihnen nicht gut gehen, wenn sie nicht auf Gottes Gebote hören wollen!

Das ist jedoch nicht nur die Einstellung Jesu Christi. Im Evangelium lesen wir: „Als Jesus die Menschenmenge sah, halbtot und deprimiert, so als ob die Schafe ohne Hirten wären, da hatte er Mitleid mit ihnen.” Und das Dekret „Gaudium et Spes” des Zweiten Vatikanischen Konzils bekennt offen:  „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.”

Da die Botschaft vom Reich des Vaters zu uns gekommen ist und wir aufgenommen wurden, dürfen wir mit vollem Vertrauen beten.
Die Frucht unserer Liebe ist der Friede des Herrn. So wollen wir beten.
Selig sind die, die als Jünger dem Herrn angehören und in das Reich seines Vaters eingehen.

Montag der 26.Woche im Jahr Lk 9, 46-50

Jesus Christus, der sich der Kleinen und Unmündigen annimmt, sei mit euch!
Die Apostel redeten miteinander darüber, wer von ihnen der Größte sei. Sie verstanden diese „Größe” im irdischen, also weltlichen Sinn. Das ist der Beweis, dass auch die Apostel am Anfang keine Heiligen waren. Sie waren Menschen mit Fehlern, aber das Wichtigste ist, dass sie sich von Christus führen und belehren ließen. Allmählich eigneten sie sich die Lehre Jesu an. Sicherlich sagten sie damals nicht: „Die Lehre Jesu ist nicht modern”, wie es heutzutage viele Menschen sagen.

Jesus, du kennst die Gedanken und Neigungen unseres Herzens. Herr, erbarme dich unser.

Du kennst die, die dich lieben und deinen Namen anrufen. Christus, erbarme dich unser.

Du liebst die kritiklose Unbefangenheit deiner Kinder. Herr, erbarme dich unser.

Heute gibt es nicht nur einen sportlichen Wettstreit unter den Menschen, sondern auch einen wirtschaftlichen Wettstreit in allen Bereichen. Die Menschen sind oft nicht ehrlich, verleumden einander und werden dabei zu Feinden. Sie wünschen immer höher aufzusteigen und immer mehr zu besitzen. Kritiklos sehnen sie sich nach Dingen, die ihnen nicht gehören. Das ist ein bedeutendes Problem der heutigen Zeit.

Die Apostel befinden sich zwar in der Schule Jesu, sind aber noch nicht sehr vertraut mit seiner Lehre. Daher dachte jeder Apostel, er sei der Erste, und jeder sah seine eigenen Vorteile. Jesus hielt ihnen das nicht vor, sondern gab ihnen eine Belehrung. Er stellte ein Kind in ihre Mitte und sagte: „Wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist groß.”
Da Gott sich aller, die guten Willens sind, annimmt, dürfen wir es wagen, zum Vater zu beten.

Da Christus unser Bruder geworden ist, dürfen wir ihn in kindlicher Gesinnung um seinen Frieden bitten.

Selig sind die, die klein sind in den Augen der Welt und zu den Großen zählen im Reich des Vaters.

Samstag der 25 Woche Lk 9, 43-45

Jesus Christus, der sich in die Hände der Menschen ausgeliefert hat, sei mit euch!
Jesus sagte seinen Jüngern voraus, dass er viel leiden und von den Menschen getötet werden würde.  Die Apostel verstanden diese Rede nicht. Kein Wunder. Leiden und Tod sind dem Menschen nicht natürlich. Jesus nahm das Leiden jedoch freiwillig auf sich. Zu dieser Zeit war das für die Apostel unbegreiflich.

Jesus, du kamst um des Kreuzes der Erlösung willen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dich der Schuld der Menschen ausgeliefert. Christus, erbarme dich unser.

Du hast nicht deinen Erfolg, sondern unser Heil gesucht. Herr, erbarme dich unser.

Jesus war mit seinen Aposteln unterwegs und versetzte sie durch das, was er tat, in Entsetzen und Staunen. Er verwandelte Wasser in Wein, trieb Dämonen aus, heilte die Kranken und vermehrte Brot. Die Apostel bedauerten nicht, alles verlassen zu haben. Da sagte Jesus plötzlich: „Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden.” Dieser Satz bedeutete das Ende ihrer schönen Träume. Die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht.  Sie konnten nicht verstehen, wie er leiden und kraftlos sein könne, er, der allmächtig ist. Damit sie die Hoffnung nicht verlieren, schwiegen sie lieber. Später, als Jesus von den Toten auferstanden war, begriffen die Apostel, warum er leiden musste.

Gott, unser Vater, ist ein verborgener Gott. Dennoch dürfen wir zu ihm als unserem Vater beten.

Gottes Geheimnis ist unerforschlich. Nur diejenigen, die im Frieden leben, begreifen es. So bitten wir.

Selig sind, die dem Herrn auf dem Weg des Kreuzes folgen und mit ihm zum Leben auferstehen.

Freitag der 25 Woche Hl.Pius von Pietrelcina Lk 9,18-22

Jesus Christus, der seine Apostel fragte: Für wen halten mich die Leute, er sei mit euch.

Der Hl. Padre Pio wurde 1887 in Pietrelcina in der Provinz Benevento in Italien geboren. 1903 trat er in den Kapuzinerorden ein  und wurde Priester. Er lebte von 1916 bis zu seinem Tod in einem Kloster  in San Giovanni di Rotondo am Gargano in Süditalien. Mit großem Einsatz wirkte er als geistlicher Begleiter und Beichtvater und er sorgte sich um die Kranken und Armen. Er trug die Wundmale Christi. Padre Pio wurde schon zu Lebzeiten  hoch verehrt. Er starb am 23.September 1968 und wurde 2002 heiliggesprochen.

Jesus, du bist das Licht, das uns auf dem Weg des Lebens führt. Herr, erbarme dich unser.

Du läuterst unser Auge, dass wir sehend werden. Christus, erbarme dich unser.

Du offenbarst uns den Weg des ewigen Heils. Herr, erbarme dich unser.

Jesus stellt uns dieselbe Frage wie den Aposteln: Für wen halten mich die Menschen? Viele sagen von Christus, dass er nur eine mythische Gestalt  sei, die sich im fünften Jahrhundert ein Mönch ausgedacht hatte. Einige lassen zu, dass Christus wirklich lebte, aber er war nur ein naiver, religiöser Schwärmer, der die Welt  gerechter machen wollte. Es gibt einige, die Christus für einen genialen Denker halten, die anderen sehen in Christus einen erfolgreichen Revolutionär, der das Sklaventum ausrottete.  Und wieder andere sagen von Christus, dass er ein großer Prophet war. Alle diese Menschen reden von Christus, so als wäre er nur ein Mensch.

Jesus wendet sich mit einer zweite Frage an die Apostel: Für wen haltet ihr mich? Und Petrus antwortet: Für den Messias Gottes. Wir wissen, dass das die richtige Antwort ist.  Im Credo bekennen wir:  Ich glaube an Gott… und  an Jesus Christus seinen eingeborenen Sohn.

Damit wir uns selber erkennen und nicht getäuscht werden, wagen wir zum Vater zu beten.

Wir alle bedürfen der Vergebung, damit wir im Frieden Gottes  leben. Daher bitten wir.

Selig, die geführt  werden und in seinem Licht nicht irregehen.

26.Sonntag im Jahr C Lk 16,19-31

 Der reiche Mann und der arme Lazarus
Einführung
Am vorigen Sonntag sagte Jesus am Ende des Evangeliums: „Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.” Warum dies nicht möglich ist, erklärt Jesus am Beispiel des reichen Mannes und des armen Lazarus. Der Reiche, für den nur sein Vermögen wichtig war, nahm Lazarus, der Hilfe brauchte, gar nicht wahr.  Der Reiche hatte die Möglichkeit, Lazarus zu sättigen, tat es jedoch nicht. Jesus erzählt diese Geschichte und ihre Folgen, damit wir unser Herz nicht an irdische Dinge hängen und dabei das ewige Leben verlieren.

Predigt
Lazarus lebt irgendwie neben uns. Er ist die Kasse, in die wir täglich jene Werte hineinlegen können, für die uns Jesus im Reich Gottes belohnen wird. Welche Werte können wir hineinlegen? Auf welche Weise können wir diejenigen sättigen, die neben uns leben?  Es ist möglich, dass neben uns Menschen leben, die zwar keinen Hunger nach Nahrung haben, aber nach geistlicher Nahrung suchen. Das sind Menschen, die Brüder und Schwestern brauchen, um ihre Seelen mit einem guten Wort zu sättigen. Leute brauchen Menschen, die ihnen aufmerksam gegenüberstehen. Manchmal reicht es, wenn jemand sie anspricht. Das ist ein Zeichen dafür, dass man Interesse an ihnen hat. Das gilt auch für uns. Wir müssen Interesse an den Menschen haben, die unsere Hilfe oder unser Mitleid brauchen.

Als der Reiche vor Gottes Antlitz trat, sah er Lazarus im Schoße Abrahams. Diesen Lazarus hatte er während seines irdischen Lebens nie beachtet.  Lazarus bekam von den Menschen nie etwas Gutes, eigentlich gar keine Aufmerksamkeit. Er bekam nur Aufmerksamkeit von den Hunden, die kamen und an seinen Geschwüren leckten. Manchmal wundern wir uns darüber, warum so viele Menschen einen Hund haben.   Vielleicht weil sie jemanden brauchen, bei dem sie sich ausreden können, jemanden, der sie gern hat. Ich hatte auch einen Hund. Ich erinnere mich daran, wie sich mein Hund immer freute, wenn ich nach Hause kam. Da sprang er vor Freude. Andererseits ist es traurig, wenn ein Hund einem Menschen mehr Freude macht als ein anderer Mensch.   Leider sind die Menschen zueinander zu wenig aufmerksam. Sie sind mit sich selbst so beschäftigt, dass sie die anderen manchmal gar nicht sehen.  Das ist eine Folge unseres Egoismus. Am gravierendsten ist, dass wir uns dessen oft gar nicht bewusst sind.

Eine Bekannte erzählte mir, was sie erlebt hat, als ihr Vater ins Krankenhaus gebracht wurde. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass mein Vater nicht mehr aus dem Krankenhaus zurückkommt.   Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends und deutete den nahenden Tod an. Und obwohl ich mich um ihn kümmerte, wusste ich, dass ich mehr hätte machen können. Er sprach so gerne mit mir, aber ich hatte so wenig Zeit für ihn. Ich hatte immer andere Pflichten, mein Vater war nie vorrangig. Als er starb, merkte ich, dass ich ihm nun nichts mehr geben konnte.  Dadurch erkannte ich, dass ich den Menschen, mit denen ich lebe, mehr Zeit widmen und ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken muss.   Ich wusste, dass ich meinem Vater nie Böses angetan hatte, aber ich wusste auch, dass Gott mich dafür richten würde, was ich Gutes unterlassen hatte.

Auch der Reiche tat Lazarus nichts Schlechtes, und doch wurde er verdammt. Viele glauben, dass sie in den Himmel gelangen, weil sie nichts Böses getan haben. Lazarus war im Reich Gottes, weil er großes Leid erduldet hatte. Der Reiche konnte dorthin nicht gelangen, weil er die Gelegenheit gehabt hätte, Gutes zu tun, es aber unterlassen hatte. Möge uns das heutige Evangelium dazu führen, dass wir zueinander aufmerksamer sind und füreinander mehr Zeit aufwenden.

Donnerstag der 25. Woche, Lk 9,7-9

Jesus Christus, dessen Geheimnis dem Unglauben verschlossen bleibt, sei mit euch.
Der Herrscher Herodes geriet in Verlegenheit, als er von Jesus hörte. Er wusste nicht, wer Jesus sei, und wollte ihn sehen. Diese Sehnsucht erfüllte sich später.

Jesus, du kamst als der seit Urzeiten von Gott Verheißene. Herr, erbarme dich unser.

Viele haben dich auf dieser Erde nicht erkannt. Christus, erbarme dich unser.

Du wirst von denen, die dir dienen, im Glauben angenommen. Herr, erbarme dich unser.

bringerIn der Heiligen Schrift werden vier Personen mit dem Namen Herodes erwähnt. Der erste war Herodes der Große, ein großer Politiker und Diplomat, jedoch ohne Gefühl und Gewissen. Er baute Städte auf und erneuerte den Tempel von Jerusalem, ließ jedoch auch manche Ehefrauen und Kinder töten. Zu seinen Verbrechen gehört auch die Ermordung der Kinder von Bethlehem.
Er starb zur Freude vieler, während die Heilige Familie sich in Ägypten aufhielt.  Sein Sohn Herodes Antipas wurde als König bezeichnet, war jedoch nur Tetrarch.  Er verführte die Frau seines Bruders und ließ später Johannes den Täufer enthaupten, weil dieser sein Verhalten kritisierte. Dann war da Herodes Agrippa, der Sohn des Herodes Antipas.  Er ließ den Apostel Jakobus köpfen und Petrus ins Gefängnis bringen. Er starb schließlich einen grausamen Tod und wurde den Würmern zur Nahrung. Der vierte Herodes war der Sohn des Herodes Agrippa. Vor seinem Gericht verteidigte sich der Apostel Paulus. Alle vier Herodes standen Christus und seiner Kirche gegenüber. Nur der Zweite von ihnen kannte Jesus persönlich. Er war neugierig, wer Jesus war, begnügte sich aber mit der unter dem Volk verbreiteten Antwort. Für ihn war Jesus nicht der Messias, sondern lediglich ein interessanter Prophet.

Damit das Wort Gottes in unseren Herzen reiche Frucht bringt, wagen wir, zum Vater zu beten.

Damit das Wort Gottes in uns reiche Frucht bringt, bitten wir den Herrn um seinen Frieden.

Selig, die am Wort Gottes festhalten und am Letzten Tag gerettet werden.

Mittwoch der 25. Woche Hl. Matthäus Mt 9,9-13

Jesus Christus, der gekommen ist, um die Sünder zu rufen, sei mit euch.
Die Berufung des Matthäus zum Jünger und Apostel ist sicherlich die auffälligste, die uns die Schrift berichtet. Wir würden es als unklug bezeichnen, sich einen Mitarbeiter auszusuchen, der wegen seines Berufs schlechten Ruf genießt und von den Leuten verachtet wird. Nach der Überlieferung ist es ausgerechnet dieser, der später die Botschaft Jesu von Nazaret niederschreibt und uns eines der bedeutendsten Zeugnisse des Neuen Testamentes hinterlässt. Ein Mann, der um Gottes willen alles verlässt, sollte uns Anlass geben, Gott um Vergebung aller Schuld zu bitten.
Jesus, du hast deine Apostel als Mitarbeiter berufen. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst, Barmherzigkeit zu verkünden. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns auf deinen Weg gerufen. Herr, erbarme dich unser.

Die Menschen verachteten die Zöllner, weil sie im Dienste der römischen Besatzungsmacht standen. Sie wurden besonders dafür verachtet, dass sie aus persönlicher Gewinnsucht mehr kassierten, als bestimmt war. Die Menschen reihten die Zöllner unter die öffentlichen Sünder ein – und nicht nur sie, sondern auch ihre ganze Verwandtschaft.

Auch Levi, der Sohn des Alphäus, war Zöllner. Auch ihn trafen die gehässigen Blicke des Volkes.  Eines Tages ging Jesus am Zoll vorbei. Er schaute Levi an, aber nicht wie die anderen. Im Gegenteil, er verlangte von ihm die Maut, obwohl er sie selbst nicht bezahlt.  Aber damit meinte er nicht Geld. Er wollte Levi, den ganzen Levi. Daher sagte er zu ihm: „Folge mir nach!” Und Levi stand auf, ließ sein bisheriges Leben hinter sich, in dem er die Menschen bewertet hatte. Er nahm jetzt jene Werte an, die für Christus wichtig waren und ganz anders sind als menschliche Werte. Er verließ seinen gut bezahlten Arbeitsplatz, um Christus nachzufolgen. So nahm er die Torheit des Kreuzes auf sich.

Da wir Sünder sind und der Gnade bedürfen, wagen wir, voller Vertrauen zum Vater, zu beten.

Der Herr hat sich der Sünder angenommen und ist mit ihnen bei Tisch gesessen. Um seinen Frieden dürfen wir bitten.

Selig, die dem Ruf Gottes folgen und Rettung finden am Letzten Tag.

Dienstag der 25.Woche Hl. Andreas Kim Taegon und Paul Chong Hasang

Jesus Christus, der uns Brüder und Schwestern genannt hat, die sein Wort befolgen, sei mit euch. Durch das Wirken christlicher Laien gelangte der katholische Glaube zu Beginn des 17. Jahrhunderts nach Korea. Bis 1836 die ersten französischen Missionare ins Land kamen, wurden die Gemeinden fast ausschließlich von Laien geistlich geleitet. Zwischen 1839 und 1866 erlitten insgesamt 103 christliche Frauen, Männer und Kinder um ihres Glaubens willen den Tod. Besonders bekannt sind Andreas Kim Taegon, der erste einheimische Priester Koreas, und Paulus Chong Hasang, der als Laienprediger und Katechet wirkte.

Jesus, du hast uns dein göttliches Leben geschenkt. Herr, erbarme dich unser.

Du bist gekommen, den Willen  des Vaters zu erfüllen. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns zu deinen Brüdern und zu Kindern des Vaters  gemacht. Herr, erbarme dich unser.

Begebenheiten in unserem Leben führen uns oft zum Nachdenken. Wie ist eigentlich unser Leben? Jesus sagt: Meine Mutter und meine Brüder sind diejenigen, die das Wort Gottes hören und es verwirklichen. Jesu Worte sind verständlich. Der Mensch muss Hindernissen standhalten, wenn er Gutes tun will, denn er spürt manchmal die Neigung zum Bösem in sich. Jesus will, dass wir trotzdem in Einheit mit ihm leben. Die Einheit, die das Fundament jeder anderen Einheit ist, ist die Einheit mit Gott

Einmal lebte ein Bursche, der von Natur aus böse war. Er war sehr ärgerlich darüber. Sein Vater gab ihm einen Beutel mit Nägeln und sagte zu ihm: „Immer wenn du Böses im Sinn hast, schlage einen Nagel in den Zaun ein..

Da wir Brüder und  Schwestern Jesu Christi  geworden sind, dürfen wir  es wagen, zum Vater zu beten.

Wer  Gottes  Botschaft   aufnehmen  und leben will, muss den Frieden suchen. Um Frieden wollen wir bitten.

Selig, die  Gottes  Wort hören und es befolgen, dadurch werden  sie  zur Herrlichkeit des Vaters gelangen.

Montag der 25.Woche Lk 8,16-18

Gott, dem alles offenbar ist und der alles geheim bleibt, sei mit euch.

Im heutigen Evangelium fordert Jesus uns auf, seiner Lehre aufmerksam zuzuhören, um anderen ein Licht zu sein und Verdienste für das ewige Leben zu sammeln. Sind wir uns eigentlich bewusst, dass wir für unser Leben selbst verantwortlich sind?

Jesus, du bist das Licht für alle Menschen. Herr, erbarme dich unser.

Du leuchtest jedem, der in diese Welt kommt. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns zu Botschaftern deines Wortes gemacht. Herr, erbarme dich unser.

Es ist unangenehm, wenn beim Abendessen plötzlich das Licht ausgeht. Viele Dinge fehlen uns, wenn sie plötzlich verschwinden. Denken wir an Beispiele: Wir haben Beine, können sie aber nicht bewegen; wir haben Augen, können nicht sehen. Wenn das Licht abends fehlt, bekommen Kinder Angst, und die Kleinen beginnen zu weinen. Doch die Freude, wenn das Licht zurückkehrt, bringt alles wieder in Fluss: unsere Sprache, unsere Bewegungen und unsere Lächeln blühen auf.

Jesus kam als das Licht  in die Dunkelheit. Er sagte: Ich bin das Licht. Ein Licht soll man aber nicht unter ein Bett stellen, sondern es auf einen Leuchter geben, damit es allen leuchtet. Nur so kann man die Lehre und das Tun Jesu entdecken, also alle Wirklichkeiten, die unseren Augen verborgen sind. Jesus zeigt unseren Füßen den Weg zum Ziel und ermöglicht unseren Händen alles mit Sicherheit zu tun. Wenn wir mit aufrichtigem Herzen auf ihn hören, werden auch wir zum Licht werden, dann können wir unsere innerste Überzeugung nicht länger geheim halten.

Da wir zu Kindern Gottes berufen sind, wollen wir den Vater bitten, dass Gnade und gutes Tun in uns wachsen.

Was Licht sein will und leuchten soll, bedarf das Friedens. So wollen wir den Herrn um Frieden bitten.

Selig, die Licht vor der Welt  sind, damit sie Gottes ewiges Licht schauen dürfen.

Samstag der 24 Woche Lk 8, 4-15

Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern auch von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Im heutigen Evangelium werden wir von der Versuchung Jesu hören. Stellen wir uns die Frage: Warum wurde Jesus versucht? Jesus gibt uns damit ein Beispiel dafür, wie wir gegen Versuchungen ankämpfen sollen. Das ist notwendig, damit wir in Versuchungen bestehen können.

Jesus, du kamst zu uns mit der Botschaft des Vaters. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns die Geheimnisse des Vaters verheißen. Christus, erbarme dich unser.

Du wirst alles verhüllen, was noch verborgen ist. Herr, erbarme dich unser.

Wir leben wohlhabender als unsere Vorfahren. Unseren Vorfahren fehlte es oft an Brot, unseren Vätern fehlte manchmal das, was man auf Brot geben kann. Wir haben beides im Überfluss. Aber wir müssen eingestehen, dass uns bei all dem Wohlstand etwas fehlt: die Zufriedenheit, die Freude und oft auch die Lust am Leben. Und was am bedrückendsten ist, Es ist ein weltweites Phänomen. Wir wollen zunehmend materielle Güter besitzen. Das alles ist nur eine Bestätigung dessen, was unser Herr sagte: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Zur Zufriedenheit und zum Glück genügt kein voller Magen und es genügt auch nicht, wenn man Möbel aus Mahagoni besitzt. Der Mensch hat auch eine Seele. Und diese Seele hat auch ihr Leben und deshalb auch ihren Hunger, den Hunger nach jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt und den rechten Weg zum Heil weist.

Damit das Wort Gottes in unseren Herzen Frucht  bringt, wagen wir, zum Vater zu beten.

Damit das Wort Gottes  in uns  reiche Frucht bringt, bitten wir  den Herrn um seinen Frieden.

Selig, die am Wort Gottes festhalten und  am Letzten Tag gerettet werden.

Freitag der 24.Woche Kornelius und Cyprian Lk 8,1-3

Jesus Christus, der uns aus dieser Welt erwählt hat,  sei mit euch.

Die Kirche stand immer im Zwiespalt von Gefahren von innen und von außen. In der Mitte des 3.  Jahrhunderts mussten Papst Kornelius und der nordafrikanische Bischof  Cyprianus gegen beides  kämpfen. Beide fielen der Verfolgung  zum Opfer – Kornelius 252 und Cyprian 258. Beide mussten sich  mit schwierigen Fragen der kirchlichen Disziplin auseinandersetzen. Ihr Leben und Wirken zeugt  von der Kraft Gottes, die  in ihnen  wirksam war.

Jesus, du hast denen widerstanden, die Gottes  Wort verfälschten.  Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns  gewarnt  vor aller Bosheit. Christus , erbarme dich unser.

Du hast  für die Einheit der Kirche  gebetet. Herr, erbarme  dich unser.

Als Jesus Adam erschuf, fand er es für gut,  ihm auch eine Frau zur Seite zu stellen. Daher hat er Eva erschaffen. Die erstrangige Bestimmung der Frau  ist es, dem Manne eine Helferin zu sein. Wir lesen  im Evangelium, dass auch Frauen im Dienste Jesu waren. Die erste Helferin  beim Aufbau des Gottesreiches war  Maria. Helferinnen waren auch die Frauen der Apostel, die wegen der Berufung ihrer Männer für das Reich Gottes, auf sie verzichteten. Auch Maria Magdalena gehörte zu jenen helfenden Frauen. Jesus hat sie von ihren Sünden befreit.

Jesus brauchte damals die Hilfe der Frauen, und auch die Kirche braucht ihre Hilfe, auch heute noch. So sind zum Beispiel die Mütter die ersten Verkünderinnen des Reiches Gottes für ihre Kinder. Frauen, die zu einem geistlichen Beruf berufen sind, unterstützen die Kirche durch ihr Opfer. Damit wollte Jesus auch zeigen, dass Frauen keine Sklavinnen sind, sondern ihren Platz an der Seite des Mannes haben und auch ihren Platz in der Kirche. Glücklich können sich alle Frauen nennen, die bereitwillig ihren Dienst an der Kirche leisten.

Im Namen Jesu Christi, der sich für uns geheiligt hat, wagen wir, zum Vater zu beten.

Da wir nicht von dieser Welt sind, sondern von Gott Berufene, dürfen wir ihn um seinen Frieden bitten.

Selig, die nicht aus dieser Welt sind und eingehen dürfen in das neue Leben.

25. Sonntag im Jahreskreis Lk 16, 1-13

Einführung
Jesus wählt einen unehrlichen Verwalter aus, um uns als Beispiel zu geben. Es geht um einen Verwalter, der miserabel mit dem, was ihm sein Herr anvertraut hat, wirtschaftet. Als der Verwalter merkt, dass sein Herr es bemerkt hat, fürchtet er, entlassen zu werden. Also entschließt er sich, seine Zukunft durch weitere Unehrlichkeit zu sichern. Jesus findet sogar lobende Worte für den unehrlichen Verwalter. Allerdings lobt er ihn nicht für seine Unehrlichkeit, sondern dafür, dass er an seine Zukunft denkt. Auch wir Christen sollten an unsere Zukunft in der Ewigkeit denken.

Predigt

Jesus sagt im Evangelium: „Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons.“ Wie sollen wir dann aber Jesus begreifen, wenn er zu uns sagt: Ihr könnt nicht zwei Herren dienen, Gott und dem Mammon. Wenn Jesus das sagt, will er sicherlich nicht, dass wir das Reich Gottes hier auf Erden bauen, sondern dass der Mensch seine irdischen Sachen in Treue verwalten soll. So besteht schließlich die Möglichkeit – dank seiner Ehrlichkeit –, sich auch ewige Werte zu sichern. Die Menschen sind in ihrer Beziehung zu den irdischen Dingen oft ungerecht, unehrlich und undankbar. Sie sehen darin nur die Möglichkeit zur Selbstbereicherung. Der Prophet Amos macht uns daher aufmerksam, dass die Beziehung zu den irdischen Dingen kein Maß annehmen soll, das unredlich ist. Es soll nicht so weit kommen, dass wir eine falsche Waage verwenden oder beim Verkauf betrügen, indem wir zum Beispiel Spreu mit Weizen verkaufen. Das führt zu einem Zustand, in dem der Mammon so an Größe zunimmt, dass man den Blick auf den Nächsten verliert. Und wenn der Mensch auch noch das Gesetz Gottes in den Hintergrund stellt, so wird er zu einem Sklaven der materiellen Dinge. Viele Menschen nützen heute jede Gelegenheit, um sich zu bereichern. Sie sollen aber dabei Acht geben, dass sie das nicht gegen Gottes Gebote handeln und auch nicht ihrer Gesundheit schaden. Leicht wird man von der Habgier beherrscht. Nicht wenige Menschen arbeiten auch am Sonntag, denn sie wollen immer mehr haben. Wenn man dann glaubt, sich so sein Leben zu sichern, irrt man. Man leidet auch selbst daran, vergönnt sich keine Ruhe mehr und solche Arbeit bringt auch keinen Segen Gottes.

Ich habe das folgende Zeugnis einer Frau gelesen:  „Sie hatte ein Geschäft. Um mehr zu verdienen, hatte sie auch sonntags geöffnet. Aber sie hatte irgendwie Gewissensbisse. Sie bemühte sich daher, auch die heilige Messe zu besuchen, entweder morgens früh oder am Abend, damit Gott zufrieden sei.  Doch mit sich selbst war sie keinesfalls zufrieden. Also beschloss sie, das Geschäft am Sonntag nicht mehr zu öffnen. Später stellte sie beim Vergleich des Verkaufserlöses fest, dass sie in dem Jahr, in dem sie beschlossen hatte, am Sonntag ihr Geschäft nicht zu öffnen, einen höheren Geldertrag erzielt hatte als in dem Jahr, in dem sie die Sonntagruhe nicht eingehalten hatte. Sie war überzeugt, dass Gott die menschliche Arbeit segnet, wenn die Gesetze Gottes respektiert werden.

Eine weitere Frage ist: Wie verwalten und pflegen wir unsere materiellen Dinge? Manchmal bemerken wir, dass Kinder sehr viel Spielzeug haben und in jeder Ecke Dinge herumliegen. Da stellt sich die Frage: Ist es die einzige Form der Liebe zu meinem Kind, wenn ich ihm immer wieder neues Spielzeug kaufe? Vermutlich ist es einfacher, etwas zu kaufen, als Zeit mit dem Kind zu verbringen. Doch Zeit ist viel kostbarer, um einem Kind Liebe zu erweisen. Auch Erwachsene haben ihr Spielzeug, natürlich in anderer Form. Wozu dient es? Braucht man es wirklich? Belastet es uns nicht auch? Wie benutzen wir unsere materiellen Dinge?

Jesus sagt im Evangelium zu uns: „Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet.” Leider wissen wir oft nicht, wie wir mit materiellen Dingen richtig umgehen sollen. Es geht nicht darum, dass wir kein Geld verdienen sollen, sondern darum, dass zu viele materielle Güter für uns oft keinen Segen bringen. Es kommt darauf an, was uns wichtig ist: Egoismus oder Liebe? Das Beispiel des unehrlichen Verwalters bedeutet nicht, dass wir schlecht wirtschaften sollen. Das Beispiel soll uns zeigen, wie wichtig es ist, Fürsorge für die Zukunft zu leisten.
Das ist unsere Aufgabe als Christen: unsere materiellen Dinge ehrlich zu verwalten und die richtige Einstellung gegenüber ihnen zu haben.

Gedächtnis der Schmerzens Mariens 2016

Jesus Christus, der am Kreuz seinem Jünger die Mutter anvertraute, sei mit euch. Ein Bild oder eine Statue, die den toten Sohn Jesus auf dem Schoß seiner Mutter darstellt, nennt man Pietà. Das heißt Mitleid oder Erbarmen. Maria hatte nicht nur Mitleid mit ihrem Kind. Sie war auch eine Mitleidende. Da sie die Sündenlose war, hat sie mit ihrem Sohn das Leiden der Welt mitgetragen. Alles Leid wurzelt in der Sünde und wird deshalb zum Weg, der aus der Schuld wieder herausführt.

Jesus, du bist für uns  am Kreuz gestorben. Herr, erbarme dich unser.

Dein toter  Leib lag auf dem Schoß der Mutter. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns die läuternde Kraft des Leidens offenbart. Herr, erbarme dich unser. Die Verehrung der Sieben Schmerzen Mariens ist im Mittelalter aufgekommen. In Deutschland wurde das entsprechende Fest vereinzelt im 15. Jahrhundert gefeiert. 1667 wurde das Fest dem Servitenorden gestattet, und 1814 wurde es von Pius VII. erneut gestattet. allgemein eingeführt. Die Zahl sieben ist in der biblischen Sprache eine symbolische Zahl und bedeutet die Vollheit. Wir kennen sieben Schmerzen Mariens. I. Die Weissagung Simeons: Er sagte die schwere Zukunft des Gottessohnes voraus. Seine Worte, die er zu Maria sprach, sind: Deine Seele wird ein Schwert durchdringen.

II. Die Flucht nach Ägypten: Maria litt sehr darunter, weil sie mit Jesus vor Herodes, der in Bethlehem alle Knaben töten ließ, nach Ägypten fliehen musste.

III. Das dreitägige Suchen nach Jesus bei der Wallfahrt im Tempel zu Jerusalem – Maria litt sehr darunter, ihren zwölfjährigen Sohn Jesus suchen zu müssen. IV. Der Weg nach Golgatha und das Zusammentreffen Mariens mit Jesus auf dem Kreuzweg. V. Die Kreuzigung Jesu und sein Tod VI. Die Abnahme Jesu vom Kreuz VII. Die Grablegung Jesu Durch ihr Leid wurde Maria zur Mitarbeiterin am Erlösungswerk ihres Sohnes. Wir Christen sollten eine außergewöhnliche Ehrfurcht vor ihr haben und sie in unseren Schwierigkeiten vertrauensvoll um ihre Fürsprache bei Gott anrufen. Maria hört niemals auf, Fürsprecherin für uns zu sein. Sie lehrt uns, unsere Leiden anzunehmen und sie mit Christus zu ertragen, der selbst so viel leiden musste und es unseretwegen ertragen musste.

Wir haben Anteil an Kreuz und Leid in  unserem irdischen Leben. Damit wir lernen, es zu ertragen, wollen wir zum Vater beten.

Möge das Kreuz des Herrn uns zur Auferstehung und zum Frieden führen. Dafür wollen wir den Herrn bitten.

Selig sind die, die mit Maria unter dem Kreuz stehen und Anteil an der Auferstehung und Herrlichkeit erhalten.

Kreuzerhöhung 2016 Joh 3, 13-17

Jesus Christus, der für uns bis zum Tod am Kreuz gehorsam warergot, sei mit euch.

Das Kreuz, ein Zeichen der Schande, ist durch Christus umgewandelt worden in ein Zeichen des Heils. In diesem Zeichen sprechen wir Segen aus und bekennen unseren Glauben. Es steht als Siegeszeichen an Straßen und Feldwegen, in Wäldern und an Flüssen. Weil es ein Zeichen des göttlichen Erbarmens ist, dürfen wir in diesem Zeichen Gott um Vergebung unserer Schuld bitten. Jesus, du bist am Kreuz erhöht worden. Herr, erbarme dich unser. Du hast für uns das Kreuz getragen. Christus, erbarme dich unser. Du wirst im Zeichen des Kreuzes wiederkommen. Herr, erbarme dich unser.

Im Alten Testament lesen wir, dass die Juden sich in der Wüste gegen Gott empörten. Gott bestrafte sie für ihre Undankbarkeit. Er sandte giftige Schlangen unter das Volk, die das Volk gebissen haben, sodass viele in Israel starben. Mose bat um Vergebung für dieses Volk. Und der Herr sprach zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und befestige sie an einer Stange und stelle diese auf. Wer gebissen wird und zu ihr hinaufschaut, der wird nicht sterben. Das ist ein Bild des Kreuzes Jesu. Der gläubige Blick auf das Kreuz Jesu ist für uns das einzige Mittel, mit dem wir uns nach dem Biss einer teuflischen Schlange vor der ewigen Verdammnis retten zu können. Der rettende Blick ist der Blick des Glaubens. Wir müssen uns dessen bewusst werden, dass der Gekreuzigte für uns den Kreuzestod auf sich genommen hat. Es muss uns bewusst werden, dass Jesus auf diese Weise seinen himmlischen Vater bittet, uns zu retten, wenn wir nicht mehr sündigen und nach dem Evangelium leben.

Im Namen Jesu Christi, der die Welt durch sein Kreuz gerettet hat, wagen wir, zum Vater zu beten.

Das Kreuz, einst ein Zeichen der Schande, hat uns den Frieden gebracht. Deshalb bitten wir.

Selig sind, die durch Jesus Christus gerettet werden, der für uns am Kreuz erhöht wurde.

Dienstag der 24 Woche Lk 7, 11-17

Jesus Christus, den man den großen Propheten genannt hat , sei mit euch.

Das heutige Evangelium ist sehr berührend. Es bezeugt, dass  Jesus Mitleid mit menschlichen Schmerzen hatte. Die Wirklichkeit, dass Jesus einen jungen Mann auferweckte, bestätigt, dass Jesus auch dort helfen kann, wo Menschen nicht helfen können.

Jesus, du hast die Sorge und Not unseres Lebens gesehen. Herr, erbarme dich unser.

Du kamst, um uns den Weg zum Vater zu zeigen. Christus, erbarme dich unser.

Dein Wort ist mächtig über Leben und Tod. Herr, erbarme dich unser.

Das heutige Evangelium sagt, dass bei diesem Wunder  die Jünger und eine große Menschenmenge dabei waren. Wir sind dem Evangelisten dankbar dafür, dass er dieses Ereignis aufgeschrieben hat. Mit diesem Ereignis will Jesus etwas von sich und etwas für uns sagen. Von sich will er damit ausdrücken, dass er der wahrer Gott ist, der die Toten auferwecken kann. Er ist  aber  gleichzeitig auch der Mensch, der aufrichtig von menschlichem Leid berührt ist, also menschliche Gefühle hat, und daher dieses Wunder wirkt.  Er verlangt bei diesem Wunder nicht einmal den Glauben wie bei vielen anderen Wundern. Es genügt ihm das Weinen der Mutter und er setzt seine göttliche Macht in den menschlichen Dienst.

Für uns Christen will diese Geschichte Ähnliches aussagen. Es gibt Gelegenheiten, wo wir zeigen sollen, dass wir, weil es unserem Glauben entspricht, auch Mitleid haben sollen, wenn wir Menschen in Not sehen. Das gehört zu unserem Christsein dazu. Es gibt Gelegenheiten, wo wir mit den Menschen, die weinen, auch mitweinen sollen, sie in ihrem Leid mittragen sollen. Mit Menschen, die sich freuen, sollen wir uns auch mitfreuen. Als Christen müssen wir diese beiden Ebenen vereinen. So weichen wir einem unmenschlichen Christentum aus. Dieses bemüht sich nämlich,  sich unter den  Mantel der Nächstenliebe mit Äußerungen der Liebe zu Gott zu verstecken. Es praktiziert  aber die Liebe zum Menschen ohne Gott. Das ist eine humanistische Anschauung.

Gott hat seinem Volk Gnade erwiesen. Deshalb  dürfen wir  voll Vertrauen  zu Gott beten.

Der Herr nimmt sich unser an. Er kennt  unsere Tränen und will  uns seinen Frieden  schenken.  Wir bitten ihn.

Selig, die  Gottes  Mitleid  finden und Leben empfangen in seinem Reich.

 

Heiligster Name Mariens

Jesus Christus, der aus Maria Mensch geworden ist, sei mit euch.

Im Jahr 1683 wurde Europa durch den Vormarsch der islamischen Türken bedroht. Damals rief der Papst die gesamte Christenheit zum Gebet auf, um die Gefahr abzuwenden. Zum Dank für die Erhörung dieses Gebets stiftete Papst Innozenz XI. das Fest „Maria Namen”, um an den Tag zu erinnern, an dem die Türken besiegt wurden.

Jesus, du hast im Gebet den Vater angerufen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast deine Jünger gelehrt, zu beten. Christus, erbarme dich unser.

Du hast die Bitten deiner Mutter erfüllt. Herr, erbarme dich unser.

So wie wir es gewohnt sind, unseren Namenstag zu feiern, so feiern wir auch den Namenstag Mariens. Der Name Maria stammt entweder aus dem hebräischen Miriam oder aus dem ägyptischen Meri-iam. Die Bedeutung ist möglich. In der Jetztzeit übersetzen wir diesen Namen mit „von Gott Geliebte” oder „durch Gott Geliebte”. Der Name Maria kommt in der Bibel häufig vor. Die Schwester Mose hieß ebenfalls Maria. Auch in den Evangelien treffen wir auf diesen Namen verhältnismäßig oft: Maria Magdalena, Maria des Kleopas und Maria aus Bethanien. Auch heute ist dieser Name sehr populär.

Das Fest des polished Namens Mariens wurde schon seit fernen Zeiten in einigen Ländern gefeiert. Erst im 17. Jahrhundert wurde es für die ganze Kirche eingeführt, als das christliche Europa von den Türken bedroht wurde. Sie belagerten zwei Monate lang die Stadt Wien. Die entscheidende Schlacht fand am 12. September 1683 statt, als der polnische König Jan III. Sobieski mit 30.000 Kriegern kam zu HilfeLegteDas. Zuvor besuchte er die Kirche in Tschenstochau, wo er lange Zeit vor dem Gnadenbild Mariens betete. Unterwegs schlossen sich ihm der Heerführer Karl V. Leopold von Lothringen und Maximilian Emanuel von Bayern an. Am Morgen des 12. Septembers nahmen die christlichen Soldaten an einer Heiligen Messe teil. Dann gingen sie voller Vertrauen in den Kampf gegen die Türken, die sie auch besiegten. Das gesamte türkische Lager fiel in die Hände der Christen, und Kara Mustafa und seine Krieger flohen. Jan III. Sobieski begab sich mit großer Dankbarkeit und voller Ruhm in den Stephansdom, um für den Sieg zu danken. Seitdem verfiel die Macht der Türken immer mehr. Alle waren überzeugt, dass sie den Sieg der Gottesmutter Maria zu verdanken haben. Aus Dankbarkeit führte Papst Innozenz XI. das Fest des Heiligsten Namens Mariens ein. Papst Pius X. legte dieses Fest auf den 12. September fest.

Da wir durch Jesus Christus zu Brüdern und Schwestern geworden sind, dürfen wir es wagen, zum Vater zu beten.

Um Christus nachzufolgen, wollen wir um seinen Frieden beten.

Selig sind die, die Gottes Wort hören und danach handeln, damit sie feststehen am Tag, der die Welt erschüttert.

Samstag der 23. Woche im Jahres-Lk 6,43-49

Jesus Christus, der das Fundament unseres Lebens ist, sei mit euch.

Jesus Christus will, dass wir unser geistliches Leben auf festem Grund bauen, auf einem Felsen. Wenn unser geistliches Leben keinen festen Grund hat, wird es zusammenstürzen. Worauf bauen wir unser geistliches Leben?

Jesus, du willst unser Leben für dein Reich fruchtbar machen, Herr. erbarme dich unser.

Du bist der Fels, auf den wir unser Leben aufbauen dürfen. Christus, erbarme dich unser.

Du gibst unserem Leben Festigkeit, Stütze und Halt. Herr, erbarme dich unser.

Es ist nicht richtig, wenn wir etwas sagen, aber etwas anderes tun. Zum Beispiel: Wenn wir zu Gott sagen: Mein Gott,  ich liebe Dich so sehr, aber ich halte Deine Gebote nicht. Unsere Andächtigkeit kann nicht nur Gef….