Jesus Christus, der zu uns kam wie der Bräutigam zur Hochzeit, sei mit euch.
Jesus wurde gefragt, warum seine Jünger nicht fasten. Er antwortete, dass sie nicht fasten könnten, solange der Bräutigam bei ihnen sei. Wenn der Bräutigam von ihnen genommen wird, dann werden sie fasten.
Jesus, du hast das neue Leben gebracht und wirst es vollenden. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst, um die Menschen mit dem Vater zu versöhnen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast die neue Welt und die neue Zeit angekündigt. Herr, erbarme dich unser.
Im Evangelium haben wir auch diese Worte gehört: „Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Kleid ab und setzt es auf ein altes, denn das neue würde das Stück nicht aushalten. Wenn Christus von altem Gewand und vom ersten Fleck spricht, will er nicht den Ratschlag unserer Hauswirte und der Frauen im Haushalt geben. Was will Jesus sagen, wenn er sagt, dass es unklug ist, neue Flicken auf das alte Kleid zu nähen? So machen es einige mit dem Evangelium. Sie wählen das Evangelium für ihr Leben, nur das, was ihnen gefällt, und nähen so den Teil des Evangeliums, der ihnen passt, an ihre alten heidnischen Gewohnheiten an. Das Evangelium kann jedoch nicht nur teilweise, sondern muss im Ganzen empfangen werden. Darum fordert uns der heilige Paulus auf: „Zieht den alten Menschen aus und zieht den neuen Menschen an!”
Mit Jesus Christus ist eine neue Zeit der Gnade gekommen. In seinem Namen und Auftrag dürfen wir zum Vater beten.
In unserer Mitte bleibt der, der uns als Hochzeitsgäste geladen hat. Um seinen Frieden dürfen wir bitten.
Selig, die das neue Gewand empfangen haben und zur Hochzeit des Lebens eingehen.
Einführung
Durch die Taufe wurden wir Jünger Jesu. Wir sind berufen, Christus zu erkennen, ihn zu verstehen und so zu leben, wie er es uns gezeigt hat. Die erste Grundbedingung ist jedoch, um Jesu willen auf alles zu verzichten, was wir haben. Jesus sagt ganz klar: „Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.”
Predigt
Bevor Jesus die Worte „Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet” sagte, erzählte er zwei Beispiele. Das Erste handelte von einem Mann, der sich entschlossen hatte, einen Turm zu bauen. Zunächst musste er jedoch ausrechnen, ob er über ausreichende finanzielle Mittel verfügte, um den Turm bauen zu können. Das zweite Beispiel handelte von einem König, der sich auf einen Kampf gegen einen anderen König vorbereitete. Als er merkte, dass der Gegner mehr Kämpfer hatte, entschloss er sich, nicht in den Kampf zu ziehen. Mit diesen Beispielen will Jesus sagen, dass wir Menschen mit allen Dingen unseres Lebens überlegt umgehen sollen. Er meint damit auch Investitionen im irdischen Sinne. Jesus weist darauf hin, dass wir, solange wir keinerlei Hoffnung haben, etwas zu erreichen, lieber vorsichtig sein und auf eine günstigere Gelegenheit warten sollen. Wer einen geistlichen Tempel bauen will, muss bereit sein, auf etwas zu verzichten, wenn es notwendig ist. Dabei geht es nicht um den Verzicht auf Fleisch oder Alkohol. Das wäre auch keineswegs so schwierig. Schwieriger ist es oft auf andere Weise, zum Beispiel, wenn sich Eltern nicht vorstellen können, dass ihre Kinder sie einmal verlassen werden, um eine eigene Familie zu gründen. Ein anderes Beispiel: Pfarreien können sich nicht vorstellen, dass der Bischof ihren Priester einmal versetzen könnte. Beides sind menschliche Beziehungsbeispiele. Es gibt aber auch ein umfassendes Feld materieller Beziehungen, ohne die man es sich nicht vorstellen kann.
Jesus sagt jedoch: „Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.” Das bedeutet nicht, dass man alles hinter sich lassen soll, sondern dass man sich von dem, was man besitzt und gebraucht, frei machen soll. Ein weiteres Gebiet sind unsere Vorstellungen und Pläne. Wenn Gott einen Strich durch unsere Pläne zieht, fällt es uns schwer, das anzunehmen. Wir wissen nicht, ob wir unsere Pläne überhaupt einmal verwirklichen können, denn die Zukunft liegt nicht in unseren Händen.
Ein Beispiel: Brautleute kündigen an, dass sie am 22. Oktober heiraten werden. Bis dahin sind es noch fast zwei Monate. Was kann in dieser Zeit noch alles passieren? Wäre es da nicht besser, es so zu formulieren: „Wir wollen die Ehe schließen, so Gott will.” Wenn wir etwas planen oder erreichen wollen, sollten wir immer sagen: „Wenn es Gottes Willen ist.” Manche Menschen rechnen bei ihren Plänen nicht mit Gott und verwirklichen sie manchmal auch mit unerlaubten Mitteln. Dabei denken diese Menschen, dass sie uneingeschränkt selbst Herren ihres Lebens sind, aber so ist es nicht, denn Gott ist der Herr des Lebens. Die Geschichte zeigt uns deutlich, dass dies nicht der Wahrheit entspricht. Es gibt viele anschauliche Beispiele, ich nenne dazu nur zwei Schlagworte: Hitler und Kommunismus. Das Gegenteil ist ein Mensch, der den Willen Gottes in all seinen Vorstellungen annimmt und dadurch eine erstaunliche innere Freiheit erlebt. Der Heilige Johannes vom Kreuz sagte einmal: „Alles Gute wurde mir gegeben, weil ich aufhörte, mich selbst um etwas zu bemühen.” Je halsstarriger wir unsere Pläne durchsetzen wollen, desto mehr Hindernissen begegnen wir.“
Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Manchmal können wir unsere Pläne leicht und ohne Probleme verwirklichen. Ein Beispiel dazu: Die Schwester meiner Großmutter emigrierte mit ihrem Mann nach Amerika. Alles – die Reise mit dem Schiff und der Beginn eines neuen Lebens – verlief reibungslos. Mein Großvater väterlicherseits wollte nach dem Ersten Weltkrieg ebenfalls nach Amerika auswandern. Er befand sich bereits auf dem Schiff, wurde jedoch von jemandem angezeigt, weshalb er nicht ausreisen konnte. Gott hatte andere Pläne für ihn.
Ich bin davon überzeugt, dass Gott unser Leben lenkt und seine Pläne mit uns durchsetzt – auch dann, wenn es aus menschlicher Sicht fast unmöglich erscheint. Wenn etwas im Plan Gottes ist, dann findet er immer einen Weg, diesen Plan zu verwirklichen. Das kenne ich auch aus eigener Erfahrung.
Jesus Christus, um den sich das Volk drängte, um Gottes Wort zu hören, sei mit euch.
Der Wunderfischfang hatte einen entscheidenden Einfluss auf den heiligen Petrus. Unter dessen Einfluss sagte Petrus zu Jesus: „Herr, geh weg von mir, denn ich bin ein Sünder.” Petrus hatte recht. Zu dieser Zeit war er wirklich kein Heiliger. Und trotzdem bekam er die Berufung Jesu. Fürchte dich nicht. Fortan wirst du Menschen fangen.
Jesus hat uns berufen, dir auf deinem Weg zu folgen. Herr, erbarme dich unser.
Du gibst uns Erfolg, wo unserer eigenen Kraft nichts gelingt. Christus, erbarme dich unser.
Du kennst unsere Sünden und schenkst uns dein Heil. Herr, erbarme dich unser.
Petrus musste sich in seinem „Handwerk” gut auskennen. Doch davon lebte er und seine Familie. Sicher verbrachte er mehrere Nächte mit ergebnislosem Fischfang. Aber das, was auf Jesu Wort hin geschah, war ungeheuer. Dieses Ereignis überzeugte ihn davon, dass Jesus der Bote des lebendigen Gottes ist. Als gläubiger Jude zitterte er vor Schrecken, wenn er daran dachte, und fiel Jesus zu Füßen. Aber er spürte, dass er Jesus nicht so nah sein konnte. Aber gerade die Anerkennung seiner Unfähigkeit, etwas ohne Gott zu tun, und das Bewusstsein der eigenen Unwürdigkeit sind zwei unabdingbare Voraussetzungen, ohne welche niemand ein Fischer der Menschen werden kann. Was Petrus zu Jesus Füßen warf, muss jeder haben, der das Reich Gottes bauen will.
Ohne Gott ist unsere Mühe vergebens und bleibt ohne letzten Erfolg. Deshalb wagen wir, zum Vater zu beten.
Gott wirft seine Netze aus. Er hat uns in die Gemeinschaft seiner Kirche eingefangen, in der wir um den Frieden bitten.
Selig sind, die sich vor Gott als Sünder bekennen und seine barmherzige Liebe finden..
Jesus Christus, der das Evangelium vom Reich Gottes überall verkündete, sei mit euch.
Ein kranker Mensch sucht überall Hilfe. So ist es heute, so war es auch zur Zeit Jesu. Und die Menschen fanden bei ihm Hilfe. Sie wurden von ihren Krankheiten geheilt. Das war jedoch nicht das Hauptziel seiner Wirkung. Sein Hauptziel war die Verkündigung des Reiches Gottes. Was suchen wir bei Jesus?
Jesus, du hast auf all deinen Wegen das Wort Gottes verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Du hast im Gebet mit dem Vater nach Kraft gesucht. Christus, erbarme dich unser.
Du hast allen geholfen, die glaubend zu dir kamen. Herr, erbarme dich unser.
Jesus ist das Vorbild im heutigen Evangelium. Durch seine Handlung zeigt er uns, wie wir mit kranken und hoffnungslosen Menschen umgehen sollen. Wie sollen wir unsere Gaben und Fähigkeiten einsetzen? Wir haben gelesen, dass Jesus die Kranken heilte, indem er ihnen die Hände auflegte. Er setzte seine göttliche Macht in den Dienst der Menschen. Wenn Gott uns eine Fähigkeit gibt, dann nicht, damit wir uns über andere erheben, sondern damit wir sie in den Dienst der Menschen stellen. Ich bin nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen. Wenn wir das alles richtig begreifen, dann bewerten wir weder uns selbst noch andere danach, ob wir oder die anderen Diplome, Geld auf der Bank, Muskeln haben, sondern danach, wie wir alles, was wir haben, in den Dienst der Nächsten stellen. Unser christliches Glück liegt darin, andere glücklich zu machen.
Jesus Christus heilte Menschen von den unterschiedlichsten Leiden. In seinem Namen und Auftrag beten wir zum Vater.
Die Dämonen nannten den Herrn nach seinem Namen. Seinen Frieden fanden sie jedoch nicht. Um diesen Frieden bitten wir.
Selig sind die, die Gottes Heil empfangen haben und in das Reich seiner Herrlichkeit eingehen.
Möge Jesus Christus, der mit göttlicher Vollmacht zu den Menschen sprach, bei euch sein.
Im heutigen Evangelium zeigt Jesus, dass er über Dämonen Macht hat. Viele Menschen glauben heute nicht an Dämonen. Aber auch heute gibt es Menschen, die von Satan besessen sind. Es gibt viele Beweise dafür.
Jesus, deine Worte und Taten zeugten von göttlicher Macht. Herr, erbarme dich unser.
Die bösen Geister haben dich als den Heiligen Gottes erkannt. Christus,erbarme dich unser.
Du kamst, um uns Menschen von der Schuld zu erlösen. Herr,erbarme dich unser.
Besessenheit ist eine böse Neigung, eine böse Leidenschaft, die den Menschen in die Sünde stürzt. Solche Neigungen sind zum Beispiel Sinnlichkeit, Hochmut, Zorn und Begierde..
Die Besessenheit, die vom Satan kommt, kann der Mensch nicht selbst verursachen. Gott lässt sie manchmal zu, um uns auf die Existenz des Satans aufmerksam zu machen. Die zweite Form der Besessenheit verursachen wir selbst. Durch schwere Sünden treiben wir Gott aus unserer Seele und öffnen dem Teufel die Tür. Die Liebe Gottes ist jedoch ausdauernder als unsere Liebe zu ihm. Gott sucht immer die Gelegenheit, um in unser Herz zu gelangen. Dazu ist auch unser Wille, unser Wollen notwendig. Der Herr ermahnt uns auf verschiedene Weise. Eine solche Ermahnung ist auch das Hören des Evangeliums. Und der Teufel wehrt sich immer und sagt: „Was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns zu verderben? Und seine Wirkung dauert manchmal lange in uns, weil wir nicht wissen, was wir sagen sollen: „Verstumme und fahre von mir aus!” Wir können sicher sein, dass der Teufel sich bemühen wird, einen Platz in unseren Herzen zu gewinnen.
Jesus Christus ist gekommen, um alle Bosheit zu überwinden. In seinem Namen beten wir zum Vater.
Jesus Christus hat die bösen Geister vertrieben, damit wir Frieden finden. Um seinen Frieden bitten wir ihn.
Selig sind die, die von aller Bosheit befreit sind und Gottes Heil empfangen.
Gott, unser Herr, der die Zeugen seiner Botschaft mit Herrlichkeit krönt, sei mit euch.
Der Sohn Gottes kam nicht als Fürst auf die Welt. Sein Ende war das Kreuz. Sein Herold kam als Büßer und wurde mit dem Schwert hingerichtet. Er hat kein Wort gescheut. Deshalb nahm er den Opfertod des Gotteslammes schon vorweg, worauf er selbst den Auftrag hatte, hinzuweisen.
Jesus, du bist das Opferlamm des Neuen Bundes. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst als König des neuen Israels. Christus, erbarme dich unser.
Du hast das Gesetz des Vaters in allem erfüllt. Herr, erbarme dich unser..
Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: „Es ist nicht recht, dass du deines Bruders Frau hast.” Das Wort Gottes ist neu. Es dringt durch, bis es Seele und Geist, Mark und Bein scheidet, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Herodes fürchtete Johannes. Er ließ ihn gefangen nehmen. Doch Johannes fürchtete sich nicht; auch im Gefängnis blieb er der Prophet. Ein Prophet kann nicht schweigen. Herodias, die Frau des Königs, spulte ihre Rache ab. Sie nutzte die Schwäche des Königs aus und erinnerte ihn nach dem Tanz ihrer Tochter an seinen Eid. Als Belohnung verlangte sie das Haupt des Johannes des Täufers. Es ist geschehen. Johannes musste sterben. Er starb für die Lehre Jesu, wonach Ehebruch nicht erlaubt ist. Wir wissen, dass kein Leid für Christus unbelohnt bleibt. Johannes hat sich mit seiner unnachgiebigen Einstellung diese Belohnung verdient.
Um dem Bösen zu entgehen und in der Treue zu Gottes Wort zu beharren, wagen wir, zum Vater zu beten.
Unser Leben liegt in der Hand des Herrn. Um seinen Frieden zu gewinnen, wollen wir bitten, damit wir zu ihm gelangen.
Selig sind die, die in der Prüfung bestehen und als Zeugen in sein Reich eingehen.
Christus ist diesem Sakrament gegenwärtig unter den Gestalten des Brotes und des Weines.
Ludwig, der Heilige von Frankreich, wurde einmal so gefährlich krank, dass man ihn mit den heiligen Sterbesakramenten versehen musste. Als ihn der Priester,welcher ihm die heilige Weihe reichte, fragte, ob er glaube, dass Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament wahrhaft gegenwärtig ist. Er widerte er. Ich glaube dies so fest, als sähe ich hier Jesus gegenwärtig. Ebenso unbezweifelt und fest müssen auch wir das Geheimnis der Gegenwart Christi im Allerheiligsten Altarsakrament glauben. Schon geraume Zeit vorher, ehe Jesus das allerheiligste Altarsakrament einsetzte, hat er den Menschen sein Fleisch und Blut zum Genusse versprochen. Ich bin, sprach er damals zu den Kapharnaumern, das lebendige Brot, welches vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Dass der göttliche Heiland an dieser Stelle von einem wirklichen Genusse seines Fleisches und Blutes gesprochen habe, lässt sich keinen Augenblick bestreiten, denn die Kapharnaiten verstanden die Worte Jesu in ganz natürlichem Sinne. Weil sie nicht begreifen konnten, wie ihnen Jesus sein Fleisch zu essen geben könnte, murmelten sie und sprachen . Wie kann uns dieses Fleisch zu essen geben? Ja, selbst viele von seinen Jüngern nahmen an der Rede Jesu Anstoß und wandten sich von ihm ab, denn sie entsetzen sich bei dem Gedanken, Menschenfleisch essen zu müssen. Hätte Jesus ein Essen im biblischen Sinne verstanden, wäre es nicht seine Pflicht gewesen, seine Zuhörer zu belehren und ihre irrige Auffassung zu berichtigen? Allerdings musste es ihm ja doch gewiss daran liegen,ihren Irrtum in einer so wichtigen Sache aufzuklären und ihren Abfall zu verhindern. Allein er tat es nicht. Er beharrte vielmehr unverändert auf seinem Ausspruch und wendete sich an seine Apostel mit den Worten: Wollt auch ihr weggehen? Joh 6, 68. Gleich als wollte er sagen.. Ich nehme meine Worte nicht zurück, wenn ihr auch alle von mir abfallt, denn ich werde euch wirklich mein Fleisch und Blut zum Genusse geben. Wir müssen also zugeben, dass Jesus in der angeführten Stelle nicht im Biblischen, sondern im Wirklichen geredet hat. Was nun Jesus versprochen hat, das hat er bei dem letzten Abendmahl wirklich erfüllt. Die heiligen Evangelisten Matthäus (26,26–28), Markus (14,22–24), Lukas (22,19–22) und der heilige Apostel Paulus (1). Kor. 11, 23-25 , der hierüber eine unmittelbare Offenbarung erhalten hatte, stimmen bei der Erzählung der Einsetzungsgeschichte im Wesentlichen vollkommen überein. Jeder beteuert, dass der Gottmensch nach dem Mahl Brod und Wein genommen, gedacht und gesprochen habe. Nehmt und esst; das ist mein Leib. Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach. Nehmt und trinkt alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird. Jesus spricht hier so deutlich, um allen Irrtümern und Missdeutungen vorzubeugen. Das heilige Abendmahl ist endlich eine Religionshandlung, welche nicht bloß geglaubt, sondern auch ausgeübt werden muß, eine Handlung, von welcher die Apostel in aller Welt predigen sollten. Durfte da Jesus unklar und in Bildern reden; damit stimmen auch die Väter der Kirche vollkommen überein. Zum Beispiel sagt der heilige Cyrillus von Jerusalem. Haltet das , was ihr seht, nicht für Brot und Wein, denn diese Dinge sind nach den Worten Christi der Leib und das Blut des Herrn geworden. Urteilt davon nicht nach dem Geschmack, sondern seid versichert, dass ihr den Leib und das Blut Jesu Christi empfangt. Der heilige Ambrosius schreibt im Buch für die Neugetauften. Der Herr Jesus sagt. Das ist mein Leib. Vor den Worten der Einsetzung, die man spricht, gibt man ihm einen anderen Namen, den Namen des Brotes. Nach der Wandlung erklärt man , dass es der Leib Jesu Christi sei. Vor der Wandlung gibt man den Namen des Weines an. Nach der Wandlung heißt es Blut. Der Glaube muss innerlich bekennen,was der Mund spricht. Der heilige Chrysostomus sagt. Lasset uns nicht allein die Dinge, die auf dem Altar sind, betrachten, sondern uns an das Wort Jesu halten, denn dieses kann uns nicht betrügen, während unsere Sinne leicht irren. Weil uns sein Wort sagt. Das ist mein Leib. So wollen wir es mit Überzeugung glauben und mit den Augen der Zuversicht sehen. Denn Jesus Christus hat uns nichts Sinnliches gegeben, aber unter sinnlichen Dingen hat er uns Sachen gegeben, die sich durch die Sinne nicht entdecken lassen.
Es gibt Irrgläubige, die zwar annehmen, dass Jesus Christus im heiligsten Altarsakrament gegenwärtig ist, jedoch nicht allein, sondern gemeinsam mit Brot und Wein. Diese Lehre hat die Kirche als falsch verworfen. Sobald in der heiligen Messe die Worte der Wandlung über Brot und Wein gesprochen worden sind, hören die Natur und Wesenheit des Brotes und Weines auf, zu existieren und werden in das Fleisch und Blut Christi verwandelt. Christus sagte im letzten Abendmahl nicht: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut.” Er sagte: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut“, nicht: „Unter oder in diesem Brot ist mein Leib, unter oder in diesem Wein ist mein Blut.”
Jesus Christus, der gekommen ist, um uns zu neuem Leben zu erwecken, sei mit euch.
Mütter schenken Heilige. Vielleicht sogar viel öfter, als wir denken. Dass es im Leben der Monika so war, beweist uns ihr Sohn Augustinus, den die Kirche zu den Größten ihrer Geschichte zählt. Den Ruhm und den Aufstieg ihres Sohnes erlebte sie nicht mehr. Die Frucht ihres Gebetes, seine Bekehrung, genügte ihr.
Jesus, du erhörst die, die zu dir rufen. Herr, erbarme dich unser.
Du schenkst Gnade, die wir nicht verdienen. Christus, erbarme dich unser.
Du rettest die, die dich suchen. Herr, erbarme dich unser..
Die Mutter des heiligen Augustinus wurde im Jahr 332 in Tagaste in Afrika geboren. Ihre christlichen Eltern vermählten sie mit dem heidnischen Beamten Patritius, den sie durch ihr aktives Christentum bekehrte. Obwohl Monika alles tat, was eine christliche Mutter für ihr Kind tun kann, wandte sich ihr Sohn vom Glauben ab und lebte seinen Vergnügungen intensiv nach. Monika hörte jedoch nicht auf, sich um Augustinus zu sorgen und für ihn zu beten. Dieser änderte seine Lebenshaltung und empfing zu Ostern die Taufe. Im Oktober 387 starb Monika auf der gemeinsamen Rückreise nach Afrika in der Hafenstadt Ostia.
Meist wird Monika zusammen mit ihrem Sohn als Matrone abgebildet. Spätere Darstellungen zeigen sie auch mit Wimpel und Weihrauchfass. Sie beschirmt Frauen und Mütter und wird zur Seelenrettung der Kinder angerufen. Früher wurde ihr Fest am 4. Mai gefeiert. Der erneuerte römische Kalender von 1969 legte den Gedenktag jedoch auf den 27. August, den Tag vor dem Fest des heiligen Augustinus. Father
Da Gott Mitleid mit unserer Lebensnot hat, wagen wir, zum Vater zu beten.
Er schenkt Leben und fordert es wieder zurück. Damit unser Leben in seinem Frieden bleibt, wollen wir beten.
Selig sind die, die Gott begegnen und zum ewigen Leben auferweckt werden.
Möge Jesus Christus, der als Bräutigam zur Hochzeit kommen wird, mit euch sein.
Die Evangelien wurden zu unserer Belehrung geschrieben. Wer dem Evangelium folgt, ist den klugen Jungfrauen ähnlich, von denen wir im heutigen Evangelium hören werden.
Jesus, du hast uns das neue Leben geschenkt, das in deine Welt hinüberreicht. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns zu Kindern des Vaters gemacht. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns zur himmlischen Hochzeit berufen. Herr, erbarme dich unser.
Eines Tages wurden wir zur Taufe gebracht. Am Ende der Zeremonie gab uns der Priester eine brennende Kerze und sagte: „Empfange diese brennende Kerze und bewahre sie dein ganzes Leben lang.” Die brennende Kerze symbolisiert das Licht Christi. Mit uns kann alles Mögliche passieren. Wenn der Wind des Zorns weht, der Sturmwind der unreinen Leidenschaft, dann erlischt das Licht. Dann bereuen wir unsere Sünden und die Kerze brennt wieder. Aber nicht lange. Wir haben kein Öl, weil wir das Wort Gottes nicht in unsere Seele „nachgießen”. Wir denken nicht über die offenbarten Wahrheiten nach. Und wenn wir uns bemühen, das Licht wieder anzuzünden, sind wir noch ein vorteilhafterer Fall. Unter uns gibt es auch unkluge Frauen, die auf nichts achten. Manchmal ihr ganzes Leben lang. Und der Bräutigam kommt unerwartet..
Damit das Licht in unseren Lampen nicht erlischt, wollen wir voller Vertrauen zum Vater beten.
Wer bereit ist für den Herrn, wird mit ihm in den ewigen Frieden eingehen. So bitten wir.
Selig sind die, die bereit sind, mit dem Herrn zur Hochzeit einzugehen, wenn er kommt..
Im heutigen Evangelium legt uns Jesus ans Herz, dass wir uns nicht nach Ehrenplätzen sehnen sollen und nicht zögern sollen, die letzten Plätze einzunehmen, die uns Gott zu unserer geistlichen Bereicherung gibt. Die heilige Theresia von Lisieux sagte: Ich wähle immer jenen Platz, von dem ich weiß, dass ihn mir niemand nehmen wird. Wie ist es mit uns? Nach welchen Plätzen sehnen wir uns?
Predigt
Meistens suchen die Menschen den Platz, der nach menschlichen Augen wertvoll ist, und nicht die Plätze, an denen sie verkannt werden könnten. Gott denkt jedoch anders. Für Menschen, die gerne den letzten Platz wählen, sorgt Gott, denn er erhöht sie. Wir kennen das Magnificat, in dem Maria Gott dafür hochpreist, dass er die im Herzen Hochmütigen zerstreut und die Niedrigen erhöht.
Den ersten Platz werde ich nicht mit menschlichen Kräften erreichen können, sondern das muss ich Gott überlassen. Er wird dafür sorgen, dass ich den mir zustehenden Platz erhalte. Ich soll auch bereit sein, den letzten Platz aus Gottes Hand anzunehmen. Wenn Gott mir nämlich manchmal den letzten Platz zuweist, dann ist das seine Angelegenheit und ich muss ihm auch dann dankbar sein. Auch wenn mir der letzte Platz nicht gefällt, kann ich daran nichts ändern.
In der heutigen ersten Lesung aus dem Buch Jesus Sirach haben wir folgende Worte gehört: „Je bedeutender du bist, desto mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott.” Selten findet man einen Menschen, der in den Augen anderer groß und gleichzeitig demütig ist. Es ist schrecklich, einen Menschen zu erleben, der um jeden Preis groß sein will und dadurch den Menschen, mit denen er lebt, das Leben schwer macht. Ein Zusammenleben mit demütigen Menschen ist viel leichter als mit Hochmütigen.
Wir kennen unsere eigenen Standpunkte. Fragen wir uns selbst: Bin ich demütig? Oder erzwinge ich mir mit Gewalt einen Ehrenplatz? Es ist interessant, dass sich die Sehnsucht nach ersten Plätzen schon bei Kindern bemerkbar macht. Es gibt Kinder, die gern damit angeben, dass ihre Eltern reich sind, dass sie sich einen teuren, aufwendigen Urlaub leisten können. Oftmals schauen solche Kinder auf andere Kinder, die arme Eltern haben von oben herab.
Ein Priester erzählt: „Unlängst kam eine Gruppe von Menschen zu mir. Dazu gehörten ein älterer Mann und drei jüngere Männer. Sie sahen so aus, als seien sie obdachlos. Der ältere Mann bat mich um eine Unterkunft. Ich war nicht sehr bereit, ihnen Unterkunft zu gewähren. Als ich aber sah, dass sie wirklich auf eine Unterkunft angewiesen waren, gab ich ihnen einen unmöblierten Raum. Als die Gruppe am nächsten Morgen fortging, wurde mir bewusst, dass mir der ältere Mann irgendwie bekannt vorkam. Ich überlegte und dann wusste ich es: Das war Abbé Pierre, ein französischer katholischer Kapuziner-Priester. Er ist der Gründer der Wohltätigkeitsorganisation Emmaus, die sich um Obdachlose kümmert. Abbé Pierre ist weltweit bekannt. Da bedauerte ich, dass ich ihm nur das Allernotwendigste gegeben hatte. Dieser Priester ist ein sehr demütiger und anspruchsloser Mensch. Er sucht keinen Ehrenplatz, sondern hilft armen Menschen..
Wir können also wählen: Gehen wir den Weg des Hochmuts oder den der Demut? Wenn wir uns für Demut entscheiden, folgen wir dem Weg Gottes. Wir sollten uns deshalb nicht vor dem letzten Platz fürchten, denn dort ist Gott bei uns.
Ein anderer Priester erzählt: „Ich fuhr mit meinem Auto in den Hof eines Bauernhauses. Dabei bin ich unabsichtlich die Schüssel umgefahren, die der Bauer für seinen Hund hingestellt hatte. Der Bauer schimpfte mich ordentlich zusammen und fragte: „Haben Sie denn keine Augen im Kopf?” Ich konnte nur sagen, dass es mir nicht absichtlich passiert ist, und verheimlichte, dass ich Priester bin. Warum? War ich hochmütig? Sollte sich nicht auch ein Priester darum bemühen, demütig zu sein?
Wenn in Ars ein Wunder geschah, dann wurde Pfarrer Vianney von den Menschen gefeiert. Er zog sich jedoch zurück, um diesen Menschen aus dem Weg zu gehen. Er hatte auch eine besondere Beziehung zur Heiligen Filomena. Wenn ein Wunder geschah, machte er ihr in seinen Gebeten Vorwürfe: „Bitte, heilige Filomena!“ Was machst du da? Du siehst doch, wie mich die Menschen von Ars dann feiern! Vianney hatte Angst vor der Erhöhung in den Augen der Menschen. Wenn er aber etwas sagte, wofür sie ihn am liebsten vertreiben wollten, dann war er so unbeugsam und versuchte, sie von der Wahrheit des Gesagten zu überzeugen. Das ist eine demütige Haltung, die Jesus jedem anbietet. Jesus sagt zu uns: „Lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig!”
Jesus Christus, der in einer Stunde wiederkommen wird, die niemand vermutet, sei mit euch.
Jesus sagt im heutigen Evangelium, dass er seine zweite Ankunft unerwartet vollziehen wird. Wie ein Dieb die Stunde seiner Ankunft nicht bekannt macht, so auch der Sohn des Menschen. Jesus schützt uns damit vor Nachlässigkeit und Trägheit, durch die wir unsere Umkehr aufschieben würden.
Jesus, du hast die Freuden und Leiden des Lebens ertragen. Herr, erbarme dich unser.
Du warst bereit für die Stunde, die der Vater festgesetzt hatte. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns zu deinem Nachfolger gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Nach dem Evangelium kommt Jesus in dem Augenblick, in dem wir ihn nicht erwarten. Vielleicht werden wir uns gerade auf eine Hochzeit, eine Promotion oder eine geschäftliche Reise vorbereiten. Vielleicht trifft uns seine Ankunft bei der Arbeit, beim Essen oder im Schlaf. Wir alle sterben vor dem Tod. Wenn der Tod wie ein gefährlicher Dieb ist, dann ist der Beschluss, den uns Christus gibt, richtig und logisch. Seid vorbereitet und wach! Damit wir diese Vorbereitung nicht falsch verstehen, gibt Jesus das Gleichnis vom treuen und vom untreuen Verwalter hinzu. Wach zu sein bedeutet nicht, an seinen Reichtum zu denken, sondern sich selbst zu vergessen und an andere zu denken. Wer das, was er bekam, nicht weitergibt, wäre seiner Sendung gegenüber untreu.
Wir sind Knechte Gottes und Verwalter seines Vermögens. Deshalb wagen wir, voller Vertrauen zu beten.
Wachsam für die Stunde des Herrn zu sein, bedeutet, in seinem Frieden zu verharren. Um seinen Frieden bitten wir.
Selig, der Herr wacht, findet, wenn er kommt und Rechenschaft fordert.
Gott, dem all unser Tun und Denken offenbar ist, sei mit euch.
Die Apostel sind als Heilige gestorben. Als Heilige wurden sie nicht geboren. Bartholomäus, der bei Johannes Nathanael genannt wird, wurde vom Herrn als ein Mann ohne Falsch bezeichnet. Trotzdem erinnert Jesus ihn an eine Stunde seines Lebens, über deren Inhalt geschwiegen wird. Er soll bis nach Persien, Mesopotamien und Indien vorgedrungen sein.
Jesus, du hast Helfer gesucht, um dein Werk fortzusetzen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast von deinen Aposteln alles gefordert. Christus, erbarme dich unser.
Du hast den Aposteln die Throne des Himmels verheißen. Herr, erbarme dich unser..
In den Apostellisten des Neuen Testaments ist sein Name aufgeführt: Bar Talmai – Sohn des Talmai. Im damaligen Sprachgebrauch war dies ein Nachname. Es wird vermutet, dass er mit Nathanael identisch ist, dessen Berufungsgeschichte im vierten Evangelium ausführlich geschildert wird. Denn beide Namen werden immer nur im Zusammenhang mit Philippus genannt, der, wie der Bericht rareanael zu Jesus brachte. In der Apostelreihe trägt Bartholomäus als Attribut ein Buch oder eine Rolle. Ab dem 13. Jahrhundert werden ein Messer und die abgezogene Haut zu seinen eigentlichen Kennzeichen.
Er ist Patron des Bistums Lüttich und der Städte Altenburg in Thüringen, Frankfurt am Main, Maastricht und Pilsen, Buchbinder, Gerber, Handschuhmacher, Lederarbeiter, Schneider sowie Gipser, Metzger und Schuhmacher. Die Hilfe des heiligen Bartholomäus erbittet man gegen Nervenkrankheiten und Zuckungen.
Da wir zu Jesus Christus, dem verheißenen Erlöser der Welt, hingefunden haben, dürfen wir in seinem Namen zum Vater beten.
Gott schaut auf unser Herz, und wo ein gutes Herz ist, bleibt er mit seinem Frieden. Deshalb bitten wir ihn.
Selig, die Gott zu dienen bereit sind und den Himmel am Tag des Menschensohnes offen sehen werden.
Jesus Christus, der Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue sucht, sei mit euch!
Im heutigen Evangelium kritisiert Jesus die Schriftgelehrten und Pharisäer und nennt sie Heuchler und Blinde. Jesus wählt wirklich „scharfe Worte”. Das Volk hielt die Pharisäer hauptsächlich für fromme Menschen. Jesus aber ließ sich nicht durch ihre äußere Frömmigkeit täuschen.
Jesus, du schaust auf die Treue, mit der wir dir dienen. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst, um alles nach dem Willen des Vaters zu tun. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns die Barmherzigkeit des Vaters offenbart. Herr, erbarme dich unser.
Du bist nicht gekommen, um die Menschen zu richten, sondern um sie zu erlösen. Du richtest nicht, sondern verurteilst. Und er verwendet die Schimpfwörter, von denen wir, wenn sie nicht im Evangelium stünden, uns nicht trauen würden, zu sagen, dass sie aus dem Mund Jesu stammen. Jesus verwendet diese Schimpfwörter immer, wenn er mit den Pharisäern konfrontiert ist. Und er benimmt sich ihnen gegenüber so, weil sie sich an die Buchstaben des Gesetzes klammerten und sich bei deren Einhaltung ein Gefühl von Gerechtigkeit und Sicherheit verschafften. Sie dachten, dass sie sich nicht an Gott wenden müssen. Sie brauchten seine Barmherzigkeit nicht und darum auch seinen Sohn nicht, der gekommen ist, um den Sündern zu helfen. Obwohl Jesus ihnen erklärte, dass sie sich irren, blieb diese Gruppe halsstarrig auf ihren Positionen.
Die Welt, in der wir leben, blendet und verführt uns. Damit wir den richtigen Weg finden, wollen wir zum Vater beten.
Wir erbitten vom Herrn seinen Frieden, damit wir lernen, barmherzig zu sein und einander zu vergeben.
Selig sind die, die frei sind von aller Heuchelei und Gott mit lauterem Herzen dienen.
Gott, unser Vater, der den Engel sandte, um durch Maria das Erlösungswerk zu beginnen, sei mit euch.
In den Schriften des Neuen Testaments wird Maria nirgendwo als Königin genannt. Dennoch wird sie in der Frömmigkeit des Volkes nicht ohne Grund so bezeichnet. Sie ist in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen worden, an die Seite ihres Sohnes. Sie ist die Mutter dessen, der sich selbst König nennt. Ihre Stellung im Heilswerk Gottes ist so einzigartig, dass dieser Titel eher zu wenig als zu viel aussagen kann. Deshalb feiert die Kirche diesen Ehrentitel.
Sie war die Sündenlose. Bevor wir zu Gott hinabtreten, müssen wir unsere Schuld bekennen und um Vergebung bitten.
Du bist der König des neuen Gottesreiches. Herr, erbarme dich unser..
Du hast Maria zu deiner Mutter erwählt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast Maria mit Herrlichkeit gekrönt. Herr, erbarme dich unser.
Dieses Fest entstand 1954, als der Papst Pius XIIinkstand. in der römischen Basilika Sancta Maria Maggiore das gnädige Bild, genannt Salus populi Romani, gekrönt hat. Das war zum Anlass der Hundertjahrfeier der Erklärung „der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottes Mutter Maria“. Vor der liturgischen Reform des Zweiten Vatikanums wurde dieser Feiertag am 31. Mai gefeiert.
Die Menschen wählen die Schönheit zur Königin. Für die geistliche Schönheit gebührt dieser Titel der Jungfrau Maria. Sie ist voll der Gnade. In der Lauretanischen Litanei wird dieser Titel vielfältig personifiziert. Maria ist die Königin der Propheten und der Apostel. Sie ist die Königin aller Märtyrer, aller Heiligen und Jungfrauen. Sie ist die Königin des Friedens. Diese Königin gewann die Herzen einfacher Menschen ebenso wie die der Wissenschaftler, Künstler und Großen dieser Welt. Ihr Bild und ihre Medaille sind auf allen Kontinenten bekannt.
Maria hat Gnade bei Gott gefunden. Auf ihre Fürsprache vertrauen wir und wagen es, zum Vater zu beten.
Möge der Friede des Herrn mit uns sein, wenn wir mit Maria, der Magd Gottes, beten.
Selig sind die, die bereit sind, der Botschaft Gottes zu dienen und das Erbe seines Reiches zu erben.
Liebe Eltern, liebe Paten!
Bevor wir dieses Kind jetzt taufen, wollen wir uns auf das besinnen, was bei einer Taufe geschieht. Der Glaube sagt uns, dass dabei wirklich etwas zwischen Gott und diesem Menschenkind geschieht. Gott legt seine Hand auf dieses Kind und spricht: „Ich rufe dich bei deinem Namen. Du bist mein. Jes 43,1. Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt. Jer 31,3
Das ist alles andere als selbstverständlich. Dass Gott sich für dieses kleine Wesen interessiert, sich ihm zuwendet, es ganz persönlich anblickt und als sein Eigentum erwählt, können wir nicht von uns aus wissen. Das steht nicht in den Sternen geschrieben. Wir können das nur wissen, wenn Gott es uns selbst sagt, wenn wir seiner Offenbarung in Jesus Christus Glauben schenken.
Der Mensch, so sagt man, wird ins Dasein geworfen. Für jeden gab es eine Zeit, in der es ihn nicht gab, und es wird den Augenblick geben, in dem der Tod ihn verschlingt. Dieser Gedanke erzeugt Angst und ein Gefühl der Verlorenheit. Von sich aus kann der Mensch diese Angst wohl übertönen, wie ein Kind, das im dunklen Wald laut singt, um sich Mut zu machen.
Gott hat dieses Kind auserwählt und zu sich geholt. Er spricht zu ihm. Kann denn eine Frau ihr Kind vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. Sieh her. Ich habe dir in die Hand geschrieben. Jes 49,15
Das kann sich jeder sagen, der getauft ist und an Gott glaubt. „Ich werde nie mehr ganz allein sein.” Das heißt nicht, dass es mir immer gutgehen wird oder ich dauerhaft glücklich sein werde. Aber Gott verspricht uns, im Glück wie im Unglück immer bei uns zu sein. Darum brauchen wir nie zu verzweifeln.
Aber, so könnte man fragen, und so denken heute viele: Sollte man nicht warten, bis das Kind selbst denken und wählen kann und sich frei für oder gegen den Glauben entscheiden kann? Wird ein Kind nicht manipuliert, wenn man es tauft, ohne sein Einverständnis einzuholen?
Ein kleines Kind lebt von den Vorgaben seiner Eltern. Die Eltern schenken ihm ihre Liebe und alles Gute, noch bevor das Kind imstande ist, diese Liebe frei anzunehmen und zu erwidern. Nur so wächst in einem Kind das Grundvertrauen ins Dasein. Gott verhält sich uns gegenüber genauso. Er schenkt uns mit der Taufe die Vorgabe seiner Liebe, damit wir in einem Raum des Vertrauens aufwachsen können. Die Gabe Gottes ist jedoch ein Angebot an unsere Freiheit. Eines Tages muss der Herangewachsene sich entscheiden, ob er diese Gabe, dieses Angebot der Liebe Gottes, annehmen will oder nicht, ob er sein Leben mit Christus leben will oder nicht. Die Taufe ist in diesem Sinne nur ein Samenkorn, das in der Kindheit wachsen und erstarken soll. Leben wir unseren Glauben so, dass dieses Kind einmal an uns erfahren kann, was es heißt, Christ zu sein.
Gott, dessen Herrlichkeit wir dereinst schauen werden, sei mit euch.
Es gibt Menschen, deren Leben so reich ist, dass es einer weiten, unübersehbaren Landschaft gleicht. Ein burgundischer Adeliger ging in die einsamste Einsamkeit und blieb dennoch der ganzen damaligen Welt so verbunden, dass er seiner Zeit ein Gepräge gab. Das war Bernhard von Clairvaux, der Gründer des Zisterzienserordens.
Jesus, du kamst, um Buße und Umkehr zu verkünden. Herr, erbarme dich unser.
Du erfüllst deine Kirche mit dem Geist der Liebe. Christus, erbarme dich unser.
Du erneuerst deine Kirche durch dein Wort. Herr, erbarme dich unser.
Der heilige Abt und Kirchenlehrer wurde 1091 als Sohn adeliger Eltern bei Dijon geboren. Er erhielt eine sorgfältige Erziehung bei den Stiftsherren in Châtillon-sur-Seine, die ihn zu einer wissenschaftlich-kirchlichen Laufbahn befähigte. Bernhard trat jedoch bereits 1112 in das strenge Reformkloster Cîteaux ein. Bereits 1115 wurde der erst 25-jährige Bernhard zum Abt des neu gegründeten Klosters Clairvaux. Die Abtei wuchs rasant und noch zu seinen Lebzeiten gingen von diesem Kloster 86 Filialgründungen aus. Der Orden kultivierte Landstriche und beeinflusste die Kunst des Mittelalters maßgeblich durch seinen besonderen Baustil.
Bernhards Aktivitäten beschränkten sich nicht nur auf den Orden. Er nahm zu allen aktuellen Fragen der Zeit Stellung. Unermüdlich kämpfte er für die Einheit der Kirche nach außen und innen. Er kritisierte die päpstliche Prachtentfaltung und ging hart gegen Irrlehren vor. Seine Predigten übten starken Einfluss auf die Menschen der damaligen Zeit aus. Durch seine Kreuzzugsaufrufe gewann er viele Menschen für den Zug ins Heilige Land. Das Scheitern dieses Kreuzzugs traf ihn persönlich sehr hart. Zu Bernhard gehört aber nicht nur das aktive, sondern auch das kontemplative Leben. Seine Mystik prägte das gesamte Mittelalter. Viele Erzählungen berichten von Christus- oder Marienerscheinungen des heiligen Bernhard. Er starb am 20. August 1153 in Clairvaux und wurde bereits 1174 heiliggesprochen.
Jesus Christus hat um die Einheit seiner Kirche gebetet. So beten wir mit den gemeinsamen Worten aller Christen.
Eins werden wir mit Christus können, wenn wir in seinem Frieden leben.
Selig sind, denen der Name des Vaters kundgeworden ist, die seine Herrlichkeit schauen werden.
Möge Gott, unser Herr, den wir mit ganzem Herzen und ganzer Seele lieben sollen, mit euch sein.
Im heutigen Evangelium geht es um die Frage nach dem wesentlichsten Gebot. Jesus sagt, dass das Gebot die Liebe zu Gott und den Nächsten ist. Wir sollten das sagen. Das muss jedem klar sein. Doch weder den Juden noch vielen Menschen heute ist das klar. Und warum nicht? Weil viele Menschen die Liebe nicht für das Wichtigste im Leben halten.
Jesus, du kamst aus Liebe, um uns auf dem Weg des Leidens zu erlösen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dein Leben im Tod für uns hingegeben. Christus, erbarme dich unser.
An der Liebe zum Nächsten willst du deine Jünger erkennen. Herr, erbarme dich unser.
„Gott liebte uns, bevor wir existierten.” „Wenn er uns nicht geliebt hätte, hätte er uns nicht geschaffen”, sagte Katharina von Siena. Gott liebt uns trotz all unserer Fehler und Mängel und so intensiv, als ob wir die Einzigen auf der Welt wären. Damit er uns von seiner Gerechtigkeit erlösen kann, sandte er seinen Sohn, der für uns eintritt. Obwohl unsere Undankbarkeit nicht aufhört, verweigert er uns weder das Leben, noch das Brot, noch die Schönheit der Sonnentage. Er tut all das, damit er uns zur Liebe hervorruft. Aber seien wir ehrlich: Es gelingt ihm nicht. Bei vielen Menschen überhaupt nicht, bei manchen nur sehr schwach. Und weil es ihm nicht gelingt, die Liebe in uns zu erwecken, entschloss er sich, sie uns einfach ,,anzuordnen“. Was sollen wir davon denken? Wenn er es nicht schafft, uns durch die Liebe in den Himmel zu bringen, will er uns wenigstens durch die Gebote dorthin holen.
Wir haben uns zu Jesus Christus bekannt. So dürfen wir durch ihn zum Vater beten.
Damit wir bereit sind, Christus nachzufolgen, wollen wir um seinen Frieden bitten.
Selig sind die, die dem Herrn nachfolgen und durch ihn am Jüngsten Tag auferweckt werden.
Sie kommen von Ost und West.
Einführung. ie
Jesus gibt uns den guten Rat, dass wir nur durch die enge Tür ins Reich Gottes gelangen können. Viele beschreiten jedoch den breiten Weg, der in die ewige Verdammnis führt. Selbstverständlich ist es nicht angenehm, durch die enge Tür zu gehen, denn das erfordert von uns Menschen viel Selbstentäußerung und Entsagung. Eine Ermunterung ist jedoch die zweite Lesung des heutigen Sonntags: „Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.“ Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er.”
Predigt
Wenn wir auf dem schmalen Weg sind, dürfen wir nicht vergessen, dass wir auf diesem Weg nicht allein sind. Auf diesem Weg ist Gott mit uns. Das ist der Weg, auf dem wir sehr intensiv mit Gott vereint sind. Wenn wir das Reich Gottes gewinnen wollen, ist das nur möglich, wenn wir uns täglich bemühen, mit Gott zu leben. Eine nur augenblickliche Ergebung in Gottes Hände und dann sein Leben wieder nach den eigenen Wünschen zu lenken, genügt nicht.
Der Mensch von heute bemüht sich, viele Bekannte zu haben, um mit deren Hilfe ein angenehmes und gesegnetes Leben auf Erden zu führen. Der moderne Trend heißt: Ein einflussreicher Bekanntenkreis ist gut und notwendig, um unsere Interessen zu verfolgen. Warum bitten die Menschen nur um Unterstützung durch menschliche Macht und nicht um die Macht, die Gott gibt? Es besteht die Tendenz, sich Menschen zu erkaufen, weil man sich dann verpflichtet fühlt, etwas für sie zu tun – im Fall, dass man sie einmal braucht. Menschen suchen sich Bekannte, weil ihnen das Vertrauen in einen fehlt, der für alles sorgt. Nur der Mensch, der die Hilfe von Menschen als Gottesgeschenk annimmt, ist frei. Menschen, die sich zu sehr an andere anlehnen, sind oft unglücklich. Zunächst klammern sie sich vertrauensvoll an sie, dann aber auch in materieller Hinsicht. Schließlich erkennen sie, dass auch die anderen Menschen genauso arm sind wie sie selbst.
Es ist traurig, wenn ein gläubiger Mensch sagt: „Ich habe keine Bekanntschaften, mir wird niemand helfen.” Das ist ein Zeichen des Misstrauens gegenüber Gott, denn so verlässt er sich nur auf die Sicherheit der Menschen. Gott wartet immer darauf, dass wir mit Vertrauen zu ihm kommen. Wir sollen uns keine Sorgen über unser gebrechliches Leben machen, weil es in Gottes Händen ist. Wenn wir etwas erreichen wollen und uns sehr viel daran liegt, wird Gott es uns geben, wenn es seinem Willen entspricht. Wenn wir aber um jeden Preis etwas erreichen wollen, das nicht Gottes Wille ist, stehen wir im Widerspruch zu seinem Willen. Wenn wir uns auf Menschen verlassen, die uns helfen können, sollten wir nicht vergessen, dass uns nicht diese Personen helfen, sondern Gott durch diese Menschen. Viele Menschen denken, dass sie sich durch gute Bekanntschaften das ewige Leben sichern können.
Was sagt uns Jesus dazu ganz klar? An diesem Tag werden viele zu mir sagen: „Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren Straßen gelehrt.” Und Jesus wird erwidern: „Ich kenne euch nicht. Um Jesus zu kennen, genügt es also nicht, nur mit ihm zu essen oder zu trinken. Es genügt auch nicht, nur einmal im Jahr in die Kirche zu gehen oder ein paar Mal zu ministrieren und dann zu sagen: „Ich habe schon alles für die Kirche getan, mir ist der Himmel sicher.” Wir können das Reich Gottes nur gewinnen, wenn wir täglich mit Christus leben..
Liebe Brüder und Schwestern, wir sollten also achtsam sein und uns nicht für den breiten Weg entscheiden! Der schmale Weg ist zwar anstrengend und hat seine Schwierigkeiten, aber er ist auch schön. Menschen, die diesen Weg wählen, können von vielen Ereignissen in ihrem Leben berichten, in denen sie eine außergewöhnliche Fürsorge Gottes erleben durften.
Der Mensch freut sich immer, wenn er sieht, dass Gott sich um ihn kümmert – vorausgesetzt, er vertraut Gott. Es ist sogar äußerst gesund für uns, wenn wir etwas erreichen wollen und niemanden haben, der uns helfen kann. Dann wächst unser Vertrauen in Gott.
Wenn ein Priester in eine andere Pfarrei versetzt wird, kennt er dort anfangs niemanden. Er muss die Arbeit der Pfarrei fortsetzen, Probleme lösen und weiß dann oft nicht, an wen er sich wenden soll. Was bleibt ihm da anderes übrig, als tiefes Gottvertrauen zu haben? Wenn der Priester dann viele Menschen kennenlernt, die ihm helfen, darf er trotzdem niemals das Vertrauen in Gott verlieren. Wenn wir unser Vertrauen immer wieder auf Gott setzen, wird er uns helfen, wenn wir seine Hilfe brauchen.
Gott, der Herr, der uns das Hochzeitsmahl des ewigen Lebens bereitet hat, sei mit euch.
Ich denke, dass das Gleichnis aus dem heutigen Evangelium für unsere Gesellschaft sehr aktuell ist. Auch heute lädt der Herr zum Gastmahl des ewigen Lebens ein. Wie im Gleichnis lehnen auch heute viele Menschen diese Einladung ab. Die entscheidende Frage ist: Wie steht es bei uns? Haben wir Jesu Einladung empfangen?
Jesus, dein Gastmahl ist bereit, damit wir deinem Ruf folgen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns mit dem Gewand deiner Gnade bekleidet. Christus, erbarme dich unser..
Du hast die Absicht, uns ein Leben in Herrlichkeit zu schenken. Herr, erbarme dich unser.
Das heutige Gleichnis sagt uns, dass Gott eine Gesellschaft stiften wollte, die mit seinem Sohn eine Beziehung wie eine Braut mit ihrem Bräutigam lebt. Er wünschte sich, dass vor allem die Mitglieder des auserwählten Volkes zu seinem Gastmahl kommen. Darum sandte er zuerst seine Propheten und dann die Apostel zu ihnen. Doch die Eingeladenen kamen nicht. Sogar die Propheten schändeten und töteten sie. Daraufhin sandte der König seine Diener aus, um alle, ohne Unterschied, zum Gastmahl zu rufen. Der heilige Paulus sagte: „Ecce nun conventimur ad gentes.” Und jetzt gehen wir zu den Heiden. Und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Heute sind es dort schon Millionen. Gott geht es aber nicht um die Quantität, sondern um die Qualität. Er sieht jeden seiner Gäste persönlich an. Wenn er unter den Gästen jemanden ohne Hochzeitsgewand wahrnimmt, wird er seinen Dienern sagen: „Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis!” Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Wenn heute der ewige König käme, wie viele von uns hätten dieses Hochzeitsgewand? Wenn wir seine Einladung erhalten, würden wir schauen, wie wir angezogen sind. Denn der König kommt immer unerwartet.
Gott hat uns dieses Mahl bereitet. Da wir an seinem Tisch versammelt sind, wagen wir, zum Vater zu beten.
Wir sind geladene Gäste und sollen im Hochzeitsmahl den Frieden finden. So müssen wir den Herrn bitten.
Selig sind die, die mit dem hochzeitlichen Kleid bekleidet sind und in das Königreich Gottes eingelassen werden.
Gott, der Herr, der gut ist und allen den Reichtum seines Reiches geben will, sei mit euch.
Wir verstehen das heutige Evangelium nur, wenn wir gerecht und großherzig sind. Bemühen wir uns um die Tugend der Großherzigkeit?
Jesus, du hast allen Menschen das ewige Leben angeboten. Herr, erbarme dich unser.
Du schenkst uns einen Anteil an deinem göttlichen Leben. Christus, erbarme dich unser.
Du begegnest allen mit Güte und Erbarmen. Herr, erbarme dich unser.
In unserem heutigen Wirtschaftssystem werden unsere Arbeitszeit und Leistung zusammengezählt und je nach Stellung ausbezahlt. Im Reich Gottes werden wir anders entlohnt. Gott gibt denjenigen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, und auch denen, die am Vorabend in seinen Weinberg gekommen sind, das Gleiche. Das ist ein bisschen sonderbar. Wir wollten beim Hören dieses Gleichnisses über die vermeintliche Ungerechtigkeit Gottes sprechen. Doch wir sehen ein … lieber schweigen wir. Der Verwalter vereinbarte mit den Arbeitern einen Denar. Er versprach ihnen einen Denar und gab ihnen einen. Das ist Gerechtigkeit. Denjenigen, die nur eine Stunde gearbeitet hatten, gab er mehr, als sie verdient hatten. Und das ist die Güte. Und Gott ist so. Aus Gerechtigkeit gibt er jedem, was ihm zusteht, und aus Güte auch das, was der Mensch nicht verdient. Anstatt seine Handlungen zu kritisieren, sollten wir uns darüber freuen, dass Gott so gerecht ist. Doch wenn er uns nach Gerechtigkeit und nicht nach Güte bewertet, wer kann bestehen? Er schaut nicht darauf, was wir verdienen. Er schaut auch nicht, ob wir in seinem Weinberg eine vornehme oder nur eine minderwertige Arbeit machen. Für die Erwerbung seiner Belohnung ist es entscheidend, seinem Ruf zu folgen. Die Letzten beginnen nicht erst am Vorabend, ihre Schuld abzuarbeiten. Sie sind zu spät gekommen, weil der Herr Sie nicht angeworben hat. Aber wenn er sie angeworben hat, waren sie bereit, willig zu arbeiten. Auch uns ruft Gott auf, in seinem Weinberg zu arbeiten. Wenn wir das Interesse am Denar des ewigen Lebens haben, dann bleiben wir nicht stehen. Bewegen wir uns!
Gott hat uns zu seinem Dienst angeworben. Im Vertrauen auf seine Güte beten wir zum Vater.
Neid und Eifersucht stiften Unfrieden und Streit. Wir wollen den Frieden suchen und darum bitten.
Selig sind die, die nicht böse sind aus Neid, und erhalten, was uns verheißen ist.
Gott, der Herr, bei dem dem Menschen das Mögliche nicht möglich ist, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium gibt Jesus die Antwort auf die Frage, was die, die um Christi willen, alles verließen, bekommen. Ist die heutige Menschheit, die Jesus versprochen hat, attraktiv?
Jesus, du willst uns den Weg des ewigen Heiles führen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns die Erneuerung der Welt verheißen. Christus, erbarme dich unser.
Du schenkst deinen Jüngern den Reichtum deiner Herrlichkeit. Herr, erbarme dich unser.
Jesus wird im heutigen Evangelium sagen, dass der Mensch auf alles verzichten muss, was seinetwegen geschieht. Und Jesus versprach hundertfache Belohnung nicht nur denen, die auf alles wie die Apostel verzichteten, weil man auf andere Weise auf alles verzichten kann. Zum Beispiel so, dass wir unsere Beziehung zu den Sachen, zu den Menschen und zu uns selbst ändern. Auf etwas verzichten /Reichtum, Frau, Kinder… Das bedeutet, Jesus Vorrang zu geben. Die Wahrheit ist, dass ein solcher Verzicht den Menschen sehr isoliert. Und weil dem Menschen nicht gut allein ist – das ist sogar gefährlich –, beginnt der einsame Mensch, eine neue übernatürliche Familie zu suchen. Aber in diesem Fall wird seine Beziehung zu ihr neu und anders. Er wird die Sachen derart besitzen, inwieweit sie dem Gottesreich dienen, und auf diese derart verzichten, inwieweit das Wachstum Gottes Reiches „vereiteln“ könnte. Die hundertfache Belohnung dürfen wir nicht im Sinne der Quantität (wir werden hundert Häuser haben), sondern als Qualität verstehen.
Uns ist ein Vielfaches von dem verheißen, was wir zu geben bereit sind. So wagen wir, zum Vater zu beten.
Wir werden gerettet, wenn wir Christus nachfolgen und im Frieden mit Gott leben.
Selig sind die, die Christus nachfolgen und in der neuen Schöpfung bei ihm sein werden.
Im 1. Korintherbrief heißt es: „Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.” Wir wissen, dass die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu eine Einladung an alle sind, die an ihn glauben. Die Heilige Maria ist die erste Frau, die den himmlischen Ruhm mit Leib und Seele erlangte. Gott nahm sie mit Leib und Seele in den Himmel auf, um sie mit ewiger Herrlichkeit zu krönen.
Predigt
Betrachten wir das Leben der heiligen Maria, so erkennen wir, dass sie sehr demütig war. Sie wusste, dass ihr diese Demut große Gnade bringen würde. Daher wurde sie letztlich in die himmlischen Gnaden erhoben.
Als der Engel Gabriel ihr die Botschaft überbrachte, dass sie die Mutter Gottes werden solle, sagte sie ihr Ja nicht mit hochmütiger Selbstsicherheit. Sie sagte nicht: „Das ist toll! Ich will die Mutter Gottes sein.“ Stattdessen fragte Maria: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?” Daran erkennen wir, dass Maria eine sehr demütige Einstellung hatte. Sie fühlte sich nicht würdig für die Aufgabe, die Gott für sie vorbereitet hatte. Der Engel munterte sie jedoch auf und sagte: „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast bei Gott Gnade gefunden!” Und Maria antwortete in großer Demut: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast.”“
Wenn ein Mensch Gott sagt: „Ich will dein Diener sein“, ist das ein Zeichen für ein demütiges Herz. Wenn wir der Gottesmutter ähnlich werden wollen, müssen wir ihre demütige Haltung annehmen. Das bedeutet, dass wir bereit sein müssen für die Aufgabe, die Gott für uns vorgesehen hat.
Als Maria später Mutter Jesu war, wurde sie auch Josefs Dienerin. Sie verstand, dass Josef diese Nachricht, dass sie Mutter des Herrn werden sollte, nicht gleich annehmen konnte. Er wollte sich eigentlich von ihr verabschieden. Schließlich nahm er Maria aber bei sich auf und wurde der Pflegevater Jesu. Gemeinsam mussten sie viel durchstehen: die Flucht nach Ägypten, das Zurückbleiben des 12-jährigen Jesus im Tempel von Jerusalem, wo sie ihn drei Tage lang suchten und schließlich fanden. Damals sagte Maria zu Jesus: „Kind, wie konntest du uns das antun?” Dein Vater und ich haben dich voller Angst gesucht. Jesus antwortete: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?” Maria machte Jesus daraufhin keine Vorwürfe.
Manchmal macht uns Gott durch Kinder auf Werte aufmerksam, die uns Erwachsenen entglitten sind. Wenn ein Mensch denkt, dass er von Kindern nichts Vernünftiges lernen kann, ist das immer auch ein Zeichen menschlichen Hochmuts. Maria verstand es, ihrem 12-jährigen Sohn zuzuhören, ohne dabei ihre mütterliche Autorität zu verlieren. Als Jesus öffentlich zu wirken begann, jubelten ihm viele zu. Doch Maria fand sich nicht unter denen, die ihrem Sohn zujubelten. Das lag nicht daran, dass ihr dieser Ruhm nicht zustand, sondern daran, dass sie nicht nach menschlichem Ruhm strebte. Sie trachtete nach göttlichem Ruhm. Sie wollte Gott gefallen. Maria war in jenem Augenblick bei Jesus, als ihn viele verlassen hatten, nämlich unter dem Kreuz. Daran erkennt man wiederum, dass Maria einen demütigen Weg ging.
Am heutigen Tag legen viele Ordensbrüder und -schwestern ihre Gelübde ab oder erneuern sie. Warum aber ausgerechnet heute? Sie wissen, dass die Gelübde, die Sie heute ablegen oder erneuern, in enge Verbindung mit Maria stehen, die ihr ganzes Leben lang dem folgte, der ihr ewigen Ruhm zugesichert hat. Mit dem Ablegen oder Erneuern ihrer Gelübde wollen die Ordensbrüder und Ordensschwestern zeigen, dass auch sie den Weg der Demut gehen. Der Habit, den sie tragen, ist für die Menschen weltweit das Zeichen dafür. Die geweihten Personen geben dadurch der Welt kund, für wen sie leben wollen und von wem sie sich ewigen Ruhm erwarten. Auch wenn die Menschen sie nicht immer bejubeln, wird Gott sie einmal feiern.
Wir alle sind eingeladen, ewigen Ruhm zu erlangen. Maria geht uns mit einem guten Beispiel voran und leitet uns. Möge uns das heutige Fest auf diesem Weg stärken!