Archiv für den Monat: März 2017

Samstag der 4 Fastenwoche Joh 7, 40-53

Jesus Christus, der Sohn Davids, sei mit euch.

Die Menschen hatten über Jesus verschiedene Meinungen. Einige behaupteten, dass Jesus ein Prophet sei, die anderen sagten, dass er der Messias sei. Viele dachten, dass Jesus aus Galiläa stammte, weil er dort Kindheit und Jugend verbrachte. Jesus wurde aber in Bethlehem geboren und stammte aus dem Geschlecht Davids, was viele Juden nicht wussten.

Jesus, du kamst zu uns als der verheißene Messias. Herr, erbarme dich unser.

Deinetwegen entstand Streit  zwischen Ratsherren und Hohepriestern. Christus, erbarme dich unser.

Es geschah alles, wie es vorherverkündet war. Herr, erbarme dich unser.

Die Pharisäer sagten zu den Gerichtsdienern: „Habt ihr euch auch täuschen lassen? Hat etwa jemand aus dem Hohen Rat oder von den Pharisäern an ihn geglaubt?“ Einige Juden waren überzeugt worden, dass der Messias nicht aus Galiläa kommen könne, und lehnten Jesus deshalb ab. Sie überprüften nicht, woher er tatsächlich stammte, und fragten auch nicht danach.

Unter ihnen war Nikodemus, der als heimlicher Jünger galt. Zu ihm hatte Jesus über die Wiedergeburt aus Wasser und dem Heiligen Geist gesprochen. Nikodemus war im Hohen Rat sehr angesehen und setzte sich für Jesus ein. Er sagte: „Verurteilt unser Gesetz einen Menschen, bevor man ihn anhört und herausfindet, was er getan hat?“ Doch der Hohe Rat wollte Jesus verurteilen, ohne ihn anzuhören.

Die anderen Mitglieder antworteten ihm: „Bist du etwa auch aus Galiläa? Sieh doch nach: Ein Prophet kommt nicht aus Galiläa.“ Die Pharisäer fragten die Diener: „Warum habt ihr ihn nicht gebracht?“ Die Diener antworteten: „Noch nie hat ein Mensch so gesprochen wie er.“ Das beeindruckte die Pharisäer jedoch nicht. Sie waren fest entschlossen, Jesus um jeden Preis zu töten.

Wir haben erkannt, dass Jesus der Messias ist. In seinem Namen wagen  wir zum Vater zu beten.

Jesus Christus, der in Wahrheit der Messias ist, hat die Macht, uns den Frieden zu geben. Deshalb bitten wir.

Selig, die auf den Lohn der Frömmigkeit hoffen und Gottes Auszeichnung erhalten.

Freitag der 4.Fastenwoche Joh 7,1-10,25-30 2017

Jesus Christus, den der wahrhaftige Vater zu uns gesandt hat, sei mit euch.

Die Juden sagten, von dem wissen wir woher er kommt, aber wenn der Messias kommt, werden wir nicht wissen, woher er kommen wird. Hier haben die Juden zwei Fehler begangen. Der erste Fehler: Sie dachten, dass Jesus aus Nazaret stammt, aber er  wurde in Betlehem geboren. Viele wussten das nicht. Der zweite Fehler: Vom Messias wurde ganz klar geschrieben, dass er aus Betlehem sein wird. Das steht im Alten Testament, das sollten die Juden wissen und nicht sagen: Wenn jedoch der Messias   kommt, weiß niemand woher er kommt.

Jesus, deine Feinde haben beschlossen, dich zu töten. Herr, erbarme dich unser.

Du hast keinen Menschen gescheut und öffentlich geredet. Christus, erbarme dich unser.

Alles geschah nach dem  Willen deines Vaters. Herr, erbarme dich unser.

Die Fastenzeit  ist die Zeit, über das Leiden von Jesu Christi zu meditieren. Es ist richtig, wenn wir Jesus als Gottes Sohn annehmen. Jesus machte viel, damit wir seiner Mission glauben können und doch sehen wir, dass viele sich nicht zu entscheiden wissen. Die Juden  hörten die Predigten von Jesus und  sie sahen die Wunder Jesu. Seine Lehre anzunehmen, bedeutet – radikal sein Leben ändern. Sie aber waren gleichgültig und bequem – und  sie hatten keine Kraft, um ihr Leben zu ändern. Haben wir die Kraft, unser Leben zu ändern? Wir müssen uns dessen bewusst werden, dass wir Christen nicht nur  in der Kirche sein sollen, sondern überall. Ja, wir spüren aber auch, dass es sehr schwierig ist, Jesus ganz nachzufolgen.  Aber diese Entscheidung –  wenn sie auch schwierig ist, war und ist  immer richtig. Zum Beispiel war es meine Entscheidung,  Priester zu werden. Aber das gilt nicht nur für mich. Jeder von uns soll Jesus in seinem Leben folgen. Wenn wir Jesus kennen, wissen wir, dass das einen Sinn hat.

Wir haben  erkannt, dass Jesus der Messias ist. In seinem  Namen  wagen wir  zum Vater zu beten.

Jesus Christus, der in Wahrheit der Messias ist, hat die Macht, uns den Frieden zu geben. Deshalb bitten wir..

Selig, die auf den Lohn der Frömmigkeit hoffen und Gottes  Auszeichnung erhalten.

 

5.Fastensonntag A Joh 11,1-45

5.Fastensonntag 2017 Der Dienst der Auferstehung

Einführung

Wenn jemand sagt, dass er ein Schneider ist, ist es klar, was für einen Dienst wir von ihm erwarten können. Wenn ein anderer sagt, dass er ein  Maurer sei, können wir von ihm Dienste erwarten, die  mit dem Bauwesen verbunden sind. Neben unserer Ernährung,  unseren Vorlieben für Reisen, unserer Bekleidung, unserem Computer werden wir auch jene Dienste brauchen, die Jesus von Nazareth uns anbietet. Das sind Dienste, die zur Auferstehung führen. Wer außer Jesus kann solche wertvollen Dienste anbieten?

Predigt

Philosophen, Politiker, Ärzte, Anwälte, Ökonomen sprechen von Idealen,  die aber manchmal auch Unheil bringen. Nur Jesus spricht über die Ideale des Lebens. Charakteristisch  dafür  sind die Worte von Jesus, die wir im Johannesevangelium finden: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. 

Gewöhnlich ist es so, dass wir für Dienste bezahlen müssen. Für Dienste, die uns Jesus anbietet, brauchen wir nichts zu bezahlen. Jesus ist unser Freund, dem wir kein Geld geben müssen. Die Bezahlung seines Dienstes drückt sich in der  Liebe aus, die wir für ihn haben.  Im heutigen Evangelium wird nicht nur die Auferstehung erwähnt, sondern auch die Liebe. Jesus liebte Marta und ihre Schwester Maria und den Bruder der beiden – Lazarus. Als Lazarus gestorben war und sie bei seinem Grab standen, da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte. Glaube und Liebe hängen eng zusammen. Glauben an Gott bedeutet, eine Beziehung zu Gott haben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. In dieser Welt müssen wir sterben. Es ist wichtig an Gott zu glauben und ihn zu lieben, damit wir für die Ewigkeit nicht sterben. Wenn Jesus unser Freund ist, dann kommt er uns immer zu Hilfe. Zweifeln wir nicht daran, dass Jesus uns lieb hat!

Es gibt da noch eine andere Frage. Betrifft die Frage der Auferstehung alle Menschen? Auch die Verbrecher, die Menschen, die gleichgültig waren? Wozu wird Jesus sie auferwecken? Damit er mit ihnen Probleme im Himmel hat? Hier muss uns klar sein: Die Auferstehung wird nur der empfangen,  der sich in seinem Leben schon darum bemüht. Wenn man in seinem Leben immer wieder auf den Tisch haut, die Türen zuknallt, schreit, schimpft, zornig ist, ist das schon im Leben nicht erträglich und es wird auch nicht für die Ewigkeit von Nutzen sein.

Aber es ist auch eine andere Möglichkeit. Die Kinder können die Mutter für das gute Mittagessen loben und dankbar sein. Die Eheleute können sich gegenseitig ihre Liebe erweisen, die Eltern können wiederum ihre Eltern schätzen, also auf den Gesichtern alter Menschen ein Lächeln hervorrufen. Niemand kann sagen, dass er für die Auferstehung einst  nichts anbieten kann. Jeder Mensch hat dazu viele Möglichkeiten. Aber auch das Gegenteil ist spürbar. Ein egoistischer Mensch wird in etwa sagen: Ich glaube nicht an Gott und muss auch keine Kirche besuchen.  Wer braucht ein solches Zeugnis?

Wir sind nicht nur Christen auf Grund der  Eintragung ins Taufregister, sondern wir müssen immer am Heilswerk Gottes mitarbeiten. Wer Gottes Willen erfüllt, der liebt Jesu, der handelt wie Jesus und wird so zu einem aufrichtigen Christen.

Gehen wir noch um einen Schritt weiter. Jemand könnte sagen: Ich würde gern ein lebendiger Christ sein, wenn nur die anderen mit ihrem Leben ein besseres Zeugnis geben würden. Wie sie sich verhalten, da kann ich nicht von Liebe sprechen. Lassen wir uns da aber nicht beirren, auch wenn es leichter für uns wäre, sie zu lieben, wenn sie ein besseres Leben führen würden.

Vielleicht sind sie schon einmal einem Mann begegnet, der eine Frau geheiratet hat, die ein loses Mundwerk hat und trotzdem liebt er sie. Oder jemand sagt: Was findet er an ihr? Für ihn aber ist sie die Schönste. Christsein bedeutet nicht nur, dass jemand zu uns gut ist, sondern, dass wir uns bemühen müssen,  zu anderen gut zu sein. Wir sind nicht nur auf der Welt, um andere umzuformen, zu ändern,  sondern wir müssen sie – so wie sie sind – ertragen lernen.

Der letzte Satz passt nicht oder ist unvollständig.

Eine alte Frau lag krank an Krebs im Krankenhaus. Sie hatte auf der Nase einen großen Kropf, ihr Antlitz eiterte, die Wunden tief in die Knochen und schreckliches Gestank. Die Krankenschwester, die diese alte Frau betreute, anfangs hatte gedacht, dass sie das nicht aushalten wird. Sie aber war eine gläubige Frau, sie betete um die Kraft, uns sie allmählich  ihre Arbeit bewältigte. Anbieten den ,,Dienst der Auferstehung“ ist nicht leicht, aber mit Gottes Hilfe ist das möglich. Das sollten wir nicht vergessen, hauptsächlich dann, wenn es uns scheint, dass die Prüfung über unsere Kräfte steht.

Donnerstag der 4.Fastenwoche Joh 5,31- 47

Jesus Christus, der die Werke vollbrachte, die der Vater ihm gegeben hat, sei mit euch.

Im heutigen Evangelium sagt Jesus: Wenn ich über mich selbst als Zeuge aussage, ist mein Zeugnis nicht gültig. Ein anderer ist es, der über mich als Zeuge  aussagt. Der andere war Johannes der Täufer. Und trotzdem sagt Jesus: Ich aber  nehme   von keinem Menschen  ein  Zeugnis   an. Das wichtigste Zeugnis, das Jesus hat, das sind die Werke, die Jesus aus Gottes Macht hat, die bezeugen, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

Jesus, du bist vom Vater ausgegangen und zu uns gekommen. Herr, erbarme dich unser.

Du bist gekommen, um uns Zeugnis vom Vater zu geben. Christus, erbarme dich unser.

Du kamst, um die ganze  Welt zum Vater zu führen. Herr, erbarme dich unser.

Haben wir Erfahrung mit dem Ablegen von Zeugnissen?  Der Grundsatz gilt: Je  glaubwürdiger ein Zeuge ist, desto besser und wirksamer sind seine Zeugnisse.  Jesus tat nach den damaligen Gesetzen das Richtige. Im jüdischen Recht war der Grundsatz gültig, dass ein Urteil nur dann Rechtskraft erlangte, wenn es durch zwei Zeugen bezeugt wurde. Diese Anweisungen kannten die Juden schon aus dem Buch Deuteronomium. Dort steht:Wenn es um ein Verbrechen oder ein  Vergehen geht, darf ein einzelner Belastungszeuge nicht  Recht bekommen, welches Vergehen auch immer der Angeklagte begangen hat. Ernst auf die  Aussage von zwei oder drei Zeugen  darf  eine Sache Recht  bekommen   Deut.  19,15.  Von Jesus legten schon die Propheten Zeugnis ab, dann Johannes der Täufer, aber vor allem seine Taten und seine Wunder. Wer diese Zeugnisse ablehnt, lehnt die Wahrheit ab, das ist nicht gut. Auch in unserer Zeiten halten viele Menschen Christus nur für einen Menschen – einen  Menschen,  der sehr klug war, der besondere Fähigkeiten hatte. Sie wollen nicht annehmen, dass  Jesus Gott ist. Gott ist mehr als ein sozialer Rebell oder ein großer Denker. Er ist der Gesandte Gottes, der Verbindungsmann des Heiles.

In Jesus Christus ist uns Gottes Licht  aufgeleuchtet. Deshalb wagen wir  zum Vater zu beten.

Damit wir  nicht angeklagt  werden beim Vater, wollen  wir  unseren Glauben bekennen und  um den Frieden bitten.

Selig, die Jesus Christus erkannt haben und ewiges Leben empfangen.

Mittwoch der 4.Fastenwoche Joh 5,17-30

Jesus Christus, der Gott seinen Vater nennt und Gott gleich war, sei mit euch.

Die Juden wollen  Jesus töten, weil er Gott seinen Vater nennt. Jesus sagt zu ihnen: Ich kann keine Wunder tun, wenn ich mit dem Vater nicht verbunden bin. Weiters sagte Jesus: Wenn die Menschen an mich glauben, werden sie das ewige Leben gewinnen.

Jesus, du kamst,  den Willen des Vaters zu erfüllen. Herr, erbarme dich unser.

Dir ist das Gericht und  die Entscheidung übertragen, Christus, erbarme dich unser.

Du wirst alle zur Auferstehung des Lebens rufen, Herr, erbarme dich unser.

Jesus erklärte den Juden seine Beziehung zu Gott. Er betonte, dass Gott nicht aufhören wird, tätig zu sein am Werk  der Schöpfung der Welt, er wird immer  die Welt erhalten und über sie walten. Gott, der Vater vertraute alles seinem Sohn an  – also die Macht, das Leben und das Gericht. Warum kann Jesus das machen? Jesus war und ist  eins mit seinem Vater. Jesus sagte ganz klar: Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen… Die Worte, die ich zu euch  sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater  bin  und  der Vater in mir ist. Das kann uns nicht gleichgültig sein.  Jeder von uns muss sich entscheiden. Wir Christen wollen Jesus empfangen. Wir sehen in ihm unseren Richter, der in der Stunde unseres Todes über unser Schicksal entscheiden wird. Wir glauben dass das Gericht über uns gerecht sein wird. Wer Christus ablehnt, lehnt das ewige Leben ab. Nur Jesus kann uns das ewige Leben geben. Werden wir uns dessen bewusst?

Zu Gott, der die Toten erweckt und lebendig macht, wagen wir voll Vertrauen  zu beten.

Da der Sohn Gottes das Leben in sich hat und es uns  mitteilen will, wollen wir um seinen Frieden bitten.

Selig, die  bereit  sind für die Stunde des Gottessohnes und  seine Stimme  hören, um zu leben.

Dienstag der 4.Fastenwoche Joh 5, 1-16 2017

Jesus Christus, der die Kranken  heilte und den Sündern  verzieh, sei mit euch.

Jesus fragte einen Kranken, der schon achtunddreißig Jahre krank war: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete nicht: Ja, Herr, natürlich ich will gesund werden. Er bemerkte nur traurig: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Dieser Kranke aber wusste aber nicht, dass er mit Jesus sprach.

Jesus, du hast Kranke gesund  gemacht und  von  ihren Leiden erlöst. Herr, erbarme dich  unser.

Du  hast  geheilt am Sabbat, dem Tag  des  Herrn. Christus, erbarme dich unser.

Du hast  in der  Krankheit zugleich die Sünde geheilt, Herr, erbarme dich unser.

Jesus sagte zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre  und geh! Sofort wurde der Mann gesund. Vielleicht dachte der Kranke:  Jesus wird mich  zum Teich tragen.  Jesus aber wollte nicht sein Pfleger sein. Er wollte ihn mit seinem Wort heilen. Der Kranke wurde  nicht mit der Hilfe des Heilwassers gesund, sondern durch die Liebe von Jesus. Jesus, der seinen Leib heilte, will auch seine Seele heilen.  So verstehen wir Jesus Worte, mit denen er mahnt:  Jetzt bist du gesund, sündige nicht mehr , damit  dir   nicht noch  Schlimmeres   zustößt! Als der Kranke gesund war, ging er fort und  teilte den Juden mit, dass es Jesus war,  der ihn  gesund gemacht hatte. Die Frage ist, mit welcher Absicht hat er das gemacht?

Wir sind  gesund gemacht und geheilt von der Sünde. So wagen wir  zum  Vater zu beten.

Den Herrn, der uns  heilen wird von aller Schuld  und Sünde, wollen wir um seinen Frieden bitten.

Selig, die nicht mehr sündigen und hinfinden   zur  ganzen  Fülle  des Heils.

 

Montag der 4.Fastenwoche Joh 4,43-54 2017

Jesus Christus, der Heil schenkt, wo der Mensch sich  ihm im Glauben öffnet, sei mit euch.

Vertrauen auf Gott zu haben und der Glaube sind Bedingungen für die Erhörung des Gebetes. Jesus lehrt uns, dass wir auf Gott vertrauen sollen. In vielen Fällen verlangte Gott den Glauben von einem Menschen,  bevor er ihn heilte. Auch der königliche Beamte glaubte, dass Jesus seinen Sohn heilen würde, schon bevor er sehen konnte, dass sein Sohn gesund ist.

Jesus, du hast Tote erweckt und sie in das Leben zurückgerufen. Herr, erbarme  dich unser.

Du deutest deine Botschaft im Zeichen des Lebens. Christus, erbarme dich unser.

Du  forderst den Glauben derer, die dich rufen. Herr, erbarme dich unser.

Die Stadt Kafarnaum gehörte zu den größeren Städte. Zu dieser Zeit gehörte diese Stadt zur Oberherrschaft der Römer. In dieser Stadt lebte ein römischer Hauptmann, dessen Sohn krank war. Er ging aber nicht persönlich zu Jesus, weil er nicht wollte,  dass Jesus durch den Umgang mit ihm befleckt sein würde.  Darum sandte er die Ältesten der Synagoge zu Jesus, damit sie für ihn um Genesung seines Sohnes bitten. Er sagte: Jesus liebt unser Volk und auch die Synagoge hat er uns gebaut. Der Hauptmann hielt sich als unwert, um selbst zu Jesus zu gehen. Er glaubte, dass Jesus seinen Sohn auch von weitem heilen kann. Selbst Jesus ist überrascht vom Glauben des Hauptmanns.  Solche Wunder sind ein  Zeichen der Ankunft des Gottesreiches.  Der Heilige Pfarrer von Ars, Johannes Maria Vianney sagte: Gott ist allmächtig. Er kann Wunder vollbringen,  er würde noch mehr vollbringen, aber den  Menschen fehlt es an Glauben. Glauben Sie,  dass heute nicht auch Wunder  geschehen könnten? Ja, aber nur dort, wo die Menschen einen festen Glauben haben.

Wir haben zum Glauben gefunden durch Jesus Christus. Durch ihn dürfen wir voll Vertrauen zum Vater beten.

Wir  wollen nicht bitten um Zeichen und Wunder, sondern um den Frieden, den nur Gott uns schenken kann.

Selig, die glauben und das Leben empfangen, dass Jesus Christus  uns  bereitet hat.

 

Busse

Jesus sagte: Wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen.  Lk 1,5

Die heutige Bibelwissenschaft versteht „Buße“ als Veränderung der Denkweise. Damit es wirklich zu einer Lebensänderung kommt, ist immer auch Anstrengung nötig. Das wusste Jesus, und das wissen alle, die sich entschieden haben, ihre Fehler, Neigungen und Leidenschaften zu überwinden. Wer das bestreitet, verkennt den Menschen.

Wenn Gläubige Buße tun – etwa durch Fasten und Verzicht auf Fleisch, Alkohol, Rauchen oder Süßigkeiten – handeln sie ähnlich wie argentinische Gauchos, die Feuer eindämmen, indem sie breite Streifen der Pampa kontrolliert abbrennen. Das Feuer stoppt dort, wo es keine Nahrung mehr findet. So werden auch kostbare Dinge vorübergehend aufgegeben, um das Höhere zu retten.

Die Kirche verurteilt weder Fleisch noch Alkohol, solange sie maßvoll genossen werden. Doch weil der Mensch leicht zum Sklaven solcher Dinge wird, ist zeitweiliger Verzicht hilfreich, um innere Freiheit zu gewinnen. Bußübungen schaffen ein Klima, in dem Tugenden wachsen können, besonders am Anfang des geistlichen Lebens.

Thomas von Kempen schrieb: So weit kommst du voran, wie du dich selbst verleugnest. Die Veränderung der Denkweise steht also in direktem Zusammenhang mit den Bußübungen. Diese beinhalten auch eine Genugtuung für das begangene Unrecht. Zwar hat Christus die Schuld am Kreuz getragen, doch das geistliche Gleichgewicht wird durch eigene Buße und rechtschaffene Werke wiederhergestellt.

Buße soll nicht nur für uns selbst geschehen, sondern auch für andere. Gott lädt uns ein, am Heil aller mitzuwirken. Viele nehmen diese Einladung ernst und tragen – wie Jesus und die Heiligen – die Lasten anderer mit. Vereint mit Christus erhalten ihre begrenzten Verdienste unendlichen Wert. Zu dieser Aufgabe sind alle berufen, besonders Alte, Kranke, Verfolgte und Arme, wenn sie ihr tägliches Kreuz bewusst und ohne Klage annehmen und sich mit Jesus verbinden.

Es ist nicht möglich, die Lebensläufe der Heiligen ohne Rührung zu lesen. Sie alle verstanden „Ersatzbuße“ für das Heil der Welt. Erst wenn die Menschen begannen zu vergessen, sandte Gott die Mutter seines Sohnes, damit sie die Menschen darauf aufmerksam macht. Überall, in Lourdes, in La Salette, in Fatima, legte Maria an den Herzen der Menschen. Machen Sie Buße. Und diejenige, die mit Maria in Kontakt kamen , nahmen auf sich die Aufgabe des  Miterlösers .   So wird es mit Bernadette, Lucia und Hyazinth. Alle verwandelten sich in Büßer, und ihre Lebensläufe können wir nicht ohne Erstaunen lesen.

Wenn ihr  nicht Busse tut, werdet ihr alle auch so  umkommen . Äußern wir diese Worte im positiven Sinne. Wenn sie Bußakten tun werden, werden sie sich selbst retten, geistiges und psychisches Gleichgewicht und schließlich werden sie die Welt  retten, die schon in den Untergang abstürzt.

Freitag der 3.Fastenwoche Mk 12, 28-34 2017

Jesus Christus, der uns den Nächsten zu lieben geboten hat,  er sei mit euch.

Auf eine klare Frage erwarten wir eine klare Antwort. Das sollte ganz normal sein. Aber es ist heute nicht herkömmlich. Das sehen wir oft bei den Politikern. Ein ganz anderes Beispiel gibt uns Jesus Christus. Auf die Fragen, die ihm gestellt wurden, antwortete er immer klar und deutlich. Auch auf die Frage:  Welches Gebot ist das erste und größte von allen?

Du hast uns Gott, unseren Vater lieben gelehrt. Herr, erbarme dich unser.

Du lehrst uns den Nächsten lieben um des Vaters willen. Christus, erbarme dich unser.

Du kamst zu uns, als Zeuge der göttlichen Liebe. Herr,erbarme dich unser.

Wir alle müssen um die wahre Liebe kämpfen, weil wir täglich  verschiedenen Angriffen ausgesetzt sind, am meisten unserem Egoismus. Das Gebot der Liebe ist nicht etwas Einschränkendes, sondern es ist die größte Weisheit. Die Juden hatten 365 positive und 248 negative Gebote. Eine solche Anzahl kann irreführen und man weiß nicht mehr,  welches Gebot das wichtigste ist.  Das Gebot der Liebe zu Gott und das Gebot der Nächstenliebe standen im Alten Testament nicht beieinander. Jesus fügte diese zwei Gebote zusammen. Das machte vor ihm niemand. Jesus lehrte klar, dass man diese zwei Gebote nicht voneinander trennen kann. Das eine Gebot ohne das andere Gebot wäre unvollständig. Gott zu lieben und den Nächsten nicht zu lieben, ist nicht die wahre Liebe. Das Gebot der Liebe führt uns Gott zu  folgen. Gott leibte den Menschen eher als ihn erschuf.  Die ganze Welt spricht von Gottes Liebe. Jesus äußerte seine Liebe nicht nur mit den Worte, er bestätigte seine Liebe durch seinen Tod. Konnten wir von Gott mehr erhalten, als wir bekamen in Eucharistie? Die Welt will von Gottes Liebe nicht hören. Was kann man von der Welt ohne Liebe warten? Zorn, Mörder, Betrügereien. Wer seinen Bruder oder seine Schwester nicht liebt, auch Gott liebt nicht.Von den Geschöpfen nur der Mensch ist fähig der wahren   Liebe und aus der Liebe werden wir gerichtet werden.

Die Eucharistie feier ist ein Familienfest. bei dem wir  uns zum gemeinsamen Vater bekennen und ihn bitten dürfen.

Wir bitten um den Frieden in den Familien,weil wir  unsere Schwächen kennen, um den Frieden in der Völkergemeinschaft , weil der Unfriede sie lähmt und zerstört.

Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib, denn wir  alle haben teil an dem einen Brot.

4. Fastensonntag A Joh 9,1-41

Jesus Christus,der uns durch  die Botschaft des Glaubens sehend gemacht hat,sei mit euch.

Einführung

Der Apostel Johannes schrieb in seinem Evangelium eine Geschichte darüber, wie Jesus einen Mann heilte, der von Geburt an blind war. Im Evangelium ist von drei Sichtweisen die Rede. Wie sah der Blinde, wie sah Jesus und wie sahen die Pharisäer?

Jesus,du hast die Blinde sehen lassen und dich ihnen offenbart. Herr,erbarme dich unser.

Du hast uns das Licht deiner Botschaft gebracht. Christus,erbarme  dich unser.

Mit dem Licht deines Wortes machst du uns  fruchtbar an guten Werken. Herr,erbarme dich unser.

Predigt

Wenn ich in der Einleitung die Frage gestellt habe: Wie sah der Blinde? – So werden sich viele von euch vielleicht wundern und sagen: Er konnte nicht sehen, weil er blind war. Das ist doch ganz klar. Der Blinde sah aber im Herzen, in seiner Seele. Er sah sein Leiden jeden Tag.

Wie sah Jesus aus? Er sah die Not, er sah den Ruf nach Hilfe. Was macht er? Er spuckte auf die Erde, dann formte er mit dem Speichel einen Teig und strich ihn dem Blinden auf die Augen. Das ist also eine andere Art des Sehens – den Hilferuf hören und Mitleid haben.

Wie sahen die Pharisäer aus? Ihre Augen waren auf den Sabbat gerichtet, und sie waren empört darüber, dass Jesus das Sabbatgebot verletzte. Sie sehen vor allem die Schuld in der Übertretung des Gesetzes. Sie verurteilen die Vorgehensweise von Jesus und sie halten den Blinden für einen Sünder, der in Sünde geboren wurde und sie auch noch belehren wolle. Sie stießen ihn auch aus dem Tempel hinaus.

Da traf Jesus nochmals den vorher Blinden und fragte ihn:  Glaubst du an den Menschensohn?  Er antwortete:  Herr, wer ist es, an den ich glauben soll?  Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn gesehen und der mit dir redet, der ist es. Er glaubte sofort an Jesus und fiel vor ihm auf die Knie.

Diese Geschichte bietet uns die Möglichkeit, darüber nachzudenken, wie falsch  wir manchmal sehen. Ein Bischof aus Antiochia schrieb: Diejenigen,  die mit den irdischen Augen sehen, nehmen nur wahr,  was in dieser Welt geschieht;  sie sehen,  was weiß oder schwarz ist, was schön und anmutig ist, aber auch,  was schmutzig und fehlerhaft ist. So ähnlich ist das auch mit den Augen des Herzens. Gott kann nur diejenigen sehen, die die Augen des Herzens offen haben. Alle haben  Augen, aber einige sind trüb, und sie sehen das Licht der Sonne nicht. Das bedeutet nicht, dass die Sonne nicht scheint. Wenn deine Augen von Egoismus und bösen Taten trüb sind, kannst du Gott nicht sehen. Die Seele des Menschen soll rein sein. Wenn ein Spiegel voller Staub oder von Rost befallen ist, kann der Mensch sein Gesicht nicht sehen.  Ein Mensch, der in der Sünde lebt, kann Gott nicht sehen. Gott sieht uns so, wie Jesus die Hilfsbedürftigen sah. In seiner Liebe sieht er unser Rufen um Hilfe. Gott hört nie auf, uns zu lieben.

Wir haben Sorgen, dass die Preise stetig steigen und dadurch unsere Steuern immer höher werden. Wir haben Angst, krank zu werden. Aber haben wir auch Angst, die Zuneigung und die Liebe Gottes zu verlieren?   Haben wir auch Angst, uns von Gott zu entfernen? Sagen wir nicht, dass es nicht gibt, denn das haben wir alle schon erlebt.

Im Leben ist es ähnlich. In der Schule haben wir Kameraden, und wir meinen, dass das Freunde fürs ganze Leben sind. Dann aber gehen die Wege auseinander: Der eine besucht dort eine weiterführende Schule, der andere wieder anderswo. Wenn wir uns nach Jahren wieder treffen, merken wir, dass wir uns fremd geworden sind, trotz einer früheren guten Kameradschaft. Ganz schlecht ist es, wenn es in der Ehe passiert, dass man sich auseinanderlebt.

Ja, und so ähnlich ist es auch im Glauben. Daher sollen wir beten: Gott, gib mir die Kraft, mich niemals von dir zu trennen, denn du gibst meinem Leben Sinn.

Wenn wir jemanden wirklich lieben, wollen wir diesen Menschen nicht verlieren. Es tut uns leid, wenn uns dieser Mensch fremd wird. Das erleben viele Eltern – hauptsächlich die Mütter –, wenn ihre Kinder ihnen fremd werden. Ich habe den Eindruck, dass  sich heute viele Menschen von  Gott entfernen. Viele sagen: „Ich habe nichts gegen Gott. Im Grunde aber ist ihnen Gott gleichgültig. Eine solche Einstellung ist für Gott nicht akzeptierbar. Gott sandte seinen Sohn, damit er die Menschen von seiner Liebe überzeugt. Darum heilte er so viele Menschen und zeigte damit, dass seine Liebe zu uns wahrhaftig ist. Die Frage ist, ob auch unsere Liebe zu Gott wahrhaftig ist.

Jesus Christus hat uns das Auge geöffnet, damit wir Gott erkennen. Deshalb wollen wir zum Vater beten.

Damit wir sehend werden und den erkennen, der im Gericht kommen wird, bitten wir um seinen Frieden.

Selig, die berufen sind und Gott in seiner Herrlichkeit schauen dürfen.

Verkündigung des Herrn A Lk 1,26-38

Gott, unser Herr, der in vielen Zeichen zu den Menschen gesprochen hat, sei mit euch.

Auf jeden von uns scheint bisweilen die Sonne des Glücks. Doch es gibt auch viele Tage, an denen sie uns fehlt. Die Welt ist geprägt von Leid, Hunger, Krieg, Krankheit und Konflikten. Dennoch erfahren wir auch Freude und Glück. Über Maria kam das Glück damals herab, als sie die Worte des Engels hörte: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst ein Kind empfangen und einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben.

Jesus, du kamst, um uns zu erlösen. Herr, erbarme dich unser.

Aus Maria wolltest du  Mensch werden. Christus, erbarme dich unser.

Du hast Maria mit ungewöhnlicher Gnade beschenkt.Herr, erbarme dich unser.

Maria verstand die Worte des Engels ganz richtig. Sie wusste, welche besondere Auszeichnung ihr zuteil werden würde. Maria war glücklich, wenn die Menschenmenge ihrem Sohn folgte, wenn er sie lehrte und Wunder wirkte. Sie war stolz auf ihren Sohn. Doch es gab auch Tage, an denen Maria nicht glücklich war. Wie sollte sie Josef mitteilen, dass sie Mutter werden würde? Und es gab vieles andere, das gewiss kein Glück bedeutete: die Herbergssuche in Betlehem, die Flucht nach Ägypten, die Weissagung des Simeon, die Suche nach dem zwölfjährigen Jesus in Jerusalem, das Verfahren gegen ihren Sohn Jesus vor dem Gericht im Hof des Pilatus, der Kreuzweg, Jesus am Kreuz und schließlich der tote Jesus in ihren Armen.

Trotz allem bewahrte Maria ihre Hoffnung und ihr Vertrauen in Gottes Vorsehung. Dies brachte sie mit dem Wort Fiat zum Ausdruck: Mir geschehe nach deinem Wort. Diese Haltung ist kein Zeichen von Ohnmacht; im Gegenteil, sie ist Ausdruck menschlicher Reife und persönlicher Größe. Aus einem kleinen Anfang erwuchs eine große Erfüllung. Eine geringe Ursache hatte eine große Wirkung. Dies lässt sich in dreifacher Weise erkennen.

Erstens: Der Engel Gabriel kam aus der Herrlichkeit des Himmels zu Maria in das kleine Kämmerlein von Nazareth. Sie sprach ihr Fiat. Zweitens: Auch Jesus spricht sein Fiat, indem er gekommen ist, um die Welt zu retten. Drittens: Jesus übergibt im Gebet des Vaterunsers, das er seinen Jüngern und damit auch uns gelehrt hat, sein Fiat der ganzen Kirche.

Jedes Mal, wenn wir beten: „Dein Wille geschehe“, soll uns dies an das Fiat Mariens erinnern. Es soll uns ebenso glücklich machen, wie es Maria gewesen ist. Mariens Glaube soll auch unser Glaube sein. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Auch wir werden selig, wenn wir Mariens Weg folgen. Jeder, der Gottes Willen annimmt, hat Anteil an Mariens Gehorsam. Jeder, der sein Kreuz annimmt und Jesus nachfolgt, wird seine Worte hören, so wie wir sie im Matthäusevangelium lesen: Und er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Gott liebt uns; darum scheint uns die Sonne des Glücks, auch wenn es uns manchmal nicht so erscheint. Erst später erkennen wir die geheimnisvolle Wirkung Gottes in unserem Leben.

Davon berichtet auch das Zeugnis des amerikanischen Schauspielers Kirk Douglas, der 1916 geboren wurde.  Er schreibt: Im Jahr 1993  bekam ich das Drehbuch eines geplanten Films. Es war die Geschichte von zwei Männern, die   Mühe hatten, mit ihrem Alter zurechtzukommen. Ihm gefiel die Rolle von Frank, der einen Kraftmenschen vorgab, aber dabei ganz unsicher war.  Diese Rolle schien ihm auf den Leib geschneidert zu sein. Das Studio wollte ihn für diese Rolle, doch die Regisseurin wählte einen anderen Schauspieler.   Er war sehr enttäuscht und begann beinahe zu weinen.  Da er aber den anderen Schauspieler sehr achtete, schrieb er ihm folgendes Glückwunschbillet: Lieber Freund,  du hast eine großartige Rolle bekommen. Ich hätte gerne diese Rolle gespielt, aber du wirst sie besser spielen. Douglas  meinte, dass dieser Film ein besonderer Reißer werden würde, so  brannte er vor Ungeduld darauf, diesen Film zu sehen.   Als er die  Demo-Version erhielt,  ging er sofort in sein Zimmer und schaute sich  am Computer diesen Film an. Aber auf ihn wartete eine Ernüchterung. Der Film war langweilig, und das Thema war auch nicht berührend. Er dachte zuerst, er sei nur enttäuscht, weil er diese Rolle nicht bekommen habe, und hatte auch eine ganz andere Vorstellung davon. Allerdings erhielt der Film schließlich nur eine miserable Kritik und wurde nur einige Wochen lang gezeigt.

Was kann man aus dieser Geschichte lernen? Wir sollen uns nicht ärgern oder quälen, wenn ein Wunsch nicht in Erfüllung geht. Ich denke dabei auch an unsere Gebete, die nicht gleich erhört werden. Gott weiß, warum das so ist. Übergeben wir alle unsere Probleme in die Hände Gottes und sagen wir: „Dein Wille geschehe! Das ist die klügste Einstellung, die wir haben können.

Ich möchte mit den Worten von Papst Johannes schließen, der so betete: „Maria, deinen Namen trage ich immer auf meinen Lippen.“ Schon von Kindheit an lernte ich, dich wie eine Mutter zu lieben, dich in Gefahren anzurufen und auf dich zu vertrauen. Maria, du hast in meine Seele die Sehnsucht nach der Wahrheit eingepflanzt. Das ist die Sehnsucht nach Klugheit und Gerechtigkeit allen meinen Mitbrüdern gegenüber. Maria, hilf mir bei meinen Entscheidungen, damit ich als treuer Jünger Christi lebe. Maria, ich grüße dich morgens und abends. Von dir erwarte ich Stärkung, damit ich treu meine Pflichten erfüllen und so Gott verherrlichen kann. Maria, so wie du in Bethlehem und  auf Golgatha bei Jesus geblieben bist, so will auch ich immer bei ihm bleiben. Er ist unsterblich und der König aller  Zeiten und Völker.

 

Donnerstag der 3. Fastenwoche, Lk 11,14-23 2017

Jesus Christus, der sagte: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden und ein Haus nach dem anderen stürzt ein – er sei mit euch.

Jesus, du tust, was du sagst. Herr, erbarme dich unser.

Du redest, was du denkst.  Christus, erbarme dich unser.

Du denkst, wie Gott will. Herr,erbarme dich unser.

Jseine Feinde stürzen seine Lehre um. Sie beschuldigen Jesus, dass er es mit Satan hält und aus dessen Macht wirkt. Abscheulicher kann ein Vorwurf gegen Jesus nicht sein. Jesus weist darauf hin, dass der Satan nicht gegen sich selbst kämpfen wird. Jesus’ Macht äußert sich durch das Tun des Guten und nicht des Bösen. Und Satan wird nie das Gute tun. Das wäre gegen sein Naturell. Wir sehen, dass der Satan im Kampf gegen Jesus alle Mittel einsetzt. In diesem Kampf ist er sehr erfinderisch. Der Satan hatte und hat auch immer seine Anhänger. Er wirkt auch in der Gegenwart, in der heutigen Zeit. Sein Ziel ist es, die Menschen von Gott wegzuführen. So wie Jesus gegen den Satan kämpfte, so sollen wir es auch machen. Wie geht das? Das Erste und Wichtigste ist, treu zur Lehre Jesu zu sein. Wenn wir sehen, dass die Menschen Meinungen haben, die gegen Jesu Lehre sind, können und sollen wir nicht schweigen. Einige sagen: Der Mensch hat das Recht, an das zu glauben, was er glaubt und sagen will. Aber wir Christen haben das Recht, in solchen Situationen nicht zu schweigen. Auch Christus schwieg nicht. Es gibt Situationen, in denen wir unsere Ansicht klar, deutlich und ohne Angst äußern müssen.

In der Gemeinschaft mit unserem Herrn Jesus Christus und  in seinem Geiste lasst uns nun beten.

Aus der Liebe Gottes empfangen wir Freude und Frieden, doch aus eigener Kraft vermögen wir nicht, die Weite Gottes in uns zuzulassen. Darum bitten wir.

Herr, du bist die Quelle aller Hoffnung. Du wirst unsere  Hoffnungen erfüllen und uns das ewige Leben schenken.

 

 

Mittwoch der 3. Fastenwoche Mt 5, 17-18 2017

Jesus sagt: Bis Himmel  und Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist – er sei mit euch.

Jesus, du hast uns aus der Knechtschaft der Sünde befreit. Kyrie eleison.

Jesus, du bist nicht gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzulösen. Christe eleison.

Jesus, du hast uns bis zur Hingabe deines Lebens geliebt. Kyrie eleison.

Wir leben in einer Zeit, in der fast täglich neue Gesetze erlassen werden. Wenn es Änderungen in verschiedenen Bereichen gibt, sind neue Gesetze erforderlich. Das ist in Ordnung. Wir brauchen Gesetze. Ohne Gesetze würden Unordnung und Chaos herrschen. Die Gesetze Gottes sollen wir als Äußerungen seines Willens auffassen. Sie beruhen auf dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe. Der heilige Paulus sagt, dass die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist. Aus dem Evangelium wissen wir, dass sich alle religiösen Gesetze und Vorschriften in einem Gebot äußern. Das Gebot der Liebe ist das Wichtigste, denn seine Vorschriften sind gut und wir können sie nicht aufheben. Vorschriften, die uns von der Liebe entfernen, führen von Gott weg. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurden einige Vorschriften aufgehoben, damit die Liebe einen noch höheren Stellenwert gewinnt. Die Wahrheit haben nicht diejenigen, die die Änderungen des Konzils ablehnen. Ihr habt sicher schon vom Erzbischof Lefebvre gehört, der sich dagegen aussprach, die Heilige Messe in der Volkssprache zu feiern. Wir sehen jedoch, dass wir die Heilige Messe besser verstehen und erleben können, wenn sie in unserer Muttersprache gefeiert wird. Aber auch die Progressisten haben die Wahrheit nicht, die im Namen einer falschen Freiheit alles ändern und das Gesetz aufheben wollen. Bemühen wir uns, die Gesetze so zu erfüllen, dass sie zu größerer Liebe zu Gott und unseren Nächsten führen.

Wir  beten um das Kommen  des  Gottesreiches, das uns  in Christus  begegnet. Zu ihm wollen wir mit vollem Vertrauen beten.

Jesus Christus, du guter Hirt, du bist unser Friede. Deshalb bitten wir.

Weißt du, wer zu dir kommt? Kennst du seinen Namen? Verstehst du seine Sprache?  Ist dir der Weg, den er geht, bekannt?

Dienstag der 3. Fastenwoche Mt 18, 21-35 2017

Jesus Christus, der gesagt hatte: So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht jedem seinen Bruder von Herzen vergebt.

Vergebung. Ein Wort. Und welche vielfältigen Reaktionen kann dieses Wort in uns hervorrufen? Gibt es jemanden, der Vergebung nicht benötigt? Die Unbereitschaft, dem anderen zu vergeben, wirkt wie ein Gift. Warum sagen wir: Ich verzeihe, aber ich denke noch daran? Ist das angemessen?

Jesus, du bist aus Liebe zu uns Menschen geworden, um uns den Weg zum Vater zu zeigen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast den Armen, Kranken und Sündern deine Barmherzigkeit erwiesen. Christus, erbarme dich unser.

Dein liebendes Herz mahnt uns, einander in Barmherzigkeit und Güte zu begegnen. Herr, erbarme dich unser.

Wenn wir nicht bereit sind, anderen zu verzeihen, verdienen wir das ewige Leben nicht. Als Petrus Jesus fragte, ob er siebenmal vergeben solle, antwortete dieser: „Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.“ Das bedeutet: immer.

Im heutigen Evangelium weist Jesus auf die Liebe Gottes zu den Menschen hin. Gott ist uns gegenüber barmherzig und erwartet, dass auch wir einander bereitwillig vergeben. Die Vergebung ist ein wesentlicher Bestandteil von Jesu Lehre. Wo Vergebung herrscht, ist auch die Voraussetzung für Einheit im Gebet gegeben..

Vergebung bringt einen doppelten Segen: Gott segnet sowohl den, der vergibt, als auch den, dem vergeben wird. Vernünftig denkende Menschen wissen, dass Rache keine Probleme löst, sondern sie vielmehr verschärft. Jesus fordert uns nicht nur auf, auf Vergeltung zu verzichten, sondern auch, aufrichtig und unbegrenzt zu vergeben.

Zu vergeben ist nicht leicht. Viele Menschen empfinden Vergebung als etwas Unnatürliches, das ihre Würde mindert. Viele Christen sagen: „Ich habe vergeben, aber nicht vergessen.“ Doch ist das wirklich die Vergebung, die Gott von uns erwartet? Wir wissen, dass eine solche Haltung keinen wahren inneren Frieden schenkt. Großzügige Vergebung, die Kränkungen loslässt, ist ein Zeichen großer geistiger Reife und des Geistes Jesu.

Im Gebet „Vaterunser“ beten wir. Vergib uns, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben. Denken wir jetzt besonders beim Gebet an diese Worte.

Ohne Verzeihung ist kein Frieden. Beten wir um diesen Frieden.

Wir bitten dich, o Herr, um ein verzeihendes Herz, damit wir mit dir einmal im Gottesreich leben können.

Hl , Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria, Mt 1,16-24 2017

Gott, unser Herr, der dem Thron des  Davidsohnes ewigen Bestand verheißen hat, sei mit euch.

Im heutigen Evangelium hören wir, dass Josef gerecht war. Als er erfuhr, dass seine Verlobte Maria ein Kind erwartete, wollte er sie nicht bloßstellen und beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Doch dann erschien ihm im Traum ein Engel des Herrn und sagte zu ihm: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu nehmen.“ Und der heilige Josef gehorchte dem Engel, also Gott.

Jesus, du kamst als König aus dem Geschlecht des Davids. Herr, erbarme dich unser.

Du kamst als die Hoffnung Israels. Christus, erbarme dich unser.

Du hast den Weg der Armut gewählt. Herr, erbarme dich unser.

Vor mehreren Jahren, am Fest des heiligen Josef, beging ein Mann in einem Dorf in der Mittelslowakei Selbstmord. Er hieß Josef. Er feierte mit seinen Kameraden seinen Namenstag und war betrunken. Seine Frau war das nicht gewohnt, sie stritten heftig und am Abend war er tot. Warum erwähne ich dieses Ereignis? Es ist traurig, dass viele Männer, die diesen Namen tragen, nicht wissen, wer ihn berühmt gemacht hat und wie.

Im heutigen Evangelium hörten wir eine Kurznachricht über den Pflegevater Jesu. Folgen wir dem Beispiel des heiligen Josef! Das sage nicht nur ich. Dazu laden uns viele Heilige ein. Unter ihnen ist zum Beispiel Theresia von Avila, die sagte: „Ich habe keinen besseren Lehrer und Beschützer des geistlichen Lebens als den heiligen Josef gefunden.” Alle, die diesen Namen tragen, sollten wissen, dass der heilige Josef auch sie beschützt, wie er Jesus getan hat. Lernt das Leben des heiligen Josef kennen und folgt seinen Tugenden. Josef war ein Mann des Opfers, ehrlich und arbeitswillig. Er weihte sein Leben Jesus. Er lebte für ihn. Wir nennen den heiligen Josef auch den Patron des guten Todes. Darum wenden wir uns in unseren Gebeten an ihn, um die glückliche Stunde des Todes zu erlangen. Der heilige Josef erfüllte stets den Willen Gottes, und das ist auch unsere Aufgabe. Nur dann wird unser Leben glücklich. Ich wünsche allen, die diesen Namen tragen, dass sie dem heiligen Josef ähnlich leben. Möge euch dabei euer himmlischer Patron helfen.

Da  wir durch Jesus Christus Kinder Gottes geworden sind, dürfen  wir in seinem Namen zum Vater im Himmel beten.

Damit wir die Aufgaben, die Gott uns  anvertraut, mit großem Vertrauen  vollbringen, wollen wir  den Herrn um seinen Frieden bitten.

Selig , die bereit sind für Gott und ihn in seiner Herrlichkeit finden werden.

Was wirkt die Sünde?

Um die erschrecklichen Wirkungen der Sünde kennen zu lernen, lassen wir uns  zuvor kurz erwägen, was die Sünde ist.

Die Sünde ist eine freiwillige Übertretung der göttlichen Gebote und damit eine Beleidigung Gottes. Jede Beleidigung gewinnt jedoch an Schwere und Strafwürdigkeit, je höher die Stellung des Beleidigten im Verhältnis zum Beleidiger ist. Der Beleidigte ist Gott, der Allmächtige, Schöpfer und Herr des Himmels und der Erde; der Beleidiger hingegen ist der Mensch, ein Geschöpf, ein Werk der Hände Gottes, Staub und Asche und im Vergleich zur unendlichen Größe und Majestät Gottes ein Nichts.

Die Sünde ist das einzige wahre und größte Übel der Welt. Wenn Jesus uns lehrt zu beten: „Erlöse uns von dem Bösen“, so meint er damit die Sünde. Hungersnot, Krankheiten, der Verlust von Ehre und Besitz, Gewitter und Feuersbrünste sind zwar schmerzhafte Unglücksfälle, aber keine wahren Übel. Denn wir können und sollen sie mit Geduld und im Geist der Buße ertragen; nach Gottes Ratschluss können sie sogar zu einem Mittel unserer Besserung und Heilung werden.

Die Sünde ist also das einzig wirklich Böse, das Gott hasst und verabscheut und das der allgerechte Gott notwendig bestrafen muss. Wenn wir wissen wollen, wie sehr Gott die Sünde hasst und wie schwer er sie bestraft, dann schauen wir auf Jesus, den Gekreuzigten. Um der göttlichen Gerechtigkeit für die Sünden der Welt Genüge zu tun, musste der Sohn Gottes, an dem der himmlische Vater Wohlgefallen hatte, Mensch werden, unsägliche Schmerzen an Leib und Seele erdulden und als Missetäter am Kreuz sterben.

Wollen wir wissen, wie sehr Gott die Sünde hasse und wie schwer er sie bestrafe: so erinnern wir uns, dass wegen der Sünde der Hohepriester eine Menge der Engel aus dem Himmel in die Hölle verstoßen und aus den seligsten Geistern in die verworfensten Teufel verwandelt wurden, so erinnern wir uns, dass die Sündflut, welche einst das ganze Menschengeschlecht von der Erde vertilgt, eine Strafe der Sünden war. Wegen einer einzigen Sünde des Ungehorsams hat das erste Menschenpaar das Paradies und den Stand der Unschuld verloren, sich und allen seinen Nachkommen den Tod, den Verlust der Seligkeit und alle übrigen Leiden und Mühseligkeiten dieses Lebens zugezogen. Was wirkt also die Sünde? Die freiwillige Sünde raubt uns die Unschuld des Herzens. Sie entzieht uns den Frieden des Gemütes und erregt in uns eine innere Unruhe und den nagenden Wurm des Gewissens, welches uns in Gott niemals froh werden lässt. Die freiwillige Sünde, auch eine lässliche, vermindert in uns das geistliche Leben der Seele, die Gnade und die Liebe Gottes. Die Todsünde tötet das geistliche Leben ganz; sie hebt die Gnade und die Liebe Gottes ganz auf. Sie macht uns zu Feinden Gottes. Sie macht uns unfähig, etwas Gottgefälliges und zu unserem Seelenheile Verdienstliches zu wirken. Ja, wenn wir vorher in großer Tugend und Frömmigkeit gelebt hätten und wir begingen eine freiwillige, verlässliche Todsünde, so würde durch diese einzige Sünde alles Gute, welches wir früher getan hätten, vernichtet und aufgehoben werden, und ließe uns Gott in dieser Sünde sterben, so gingen wir ewig verloren. Und wenn sich der Gerechte von seiner Gerechtigkeit abkehrt, Unrecht tut und nach allen Gräueln lebt, die er als Gottloser begeht, sollte er am Leben bleiben? An alle Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht gedacht werden; vielmehr soll er wegen seiner Übertretung und Sünde, die er begangen hat, sterben. Ezech 18,24

Die freiwillige schwere Sünde hebt das Verdienst des heiligsten Lebens, Leidens und Sterbens Jesu Christi für uns ganz auf und setzt uns in ein Verhältnis zu Gott, dem gerechten Richter, als ob sein eingeborener Sohn für uns nicht gelitten hätte, für uns nicht gestorben wäre. Es ist dann, als hätten wir gar keinen Erlöser, gar keinen Mittler und Vertreter bei Gott. Der heilige Paulus sagt: Es ist erschreckend, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.

Die freiwillige, schwere Sünde trennt uns schließlich ewig von Gott und macht uns würdig der dauerhaften Strafen der Hölle. Erwägen wir dies wohl. Ewig von Gott verworfen, ewig der Anschauung Gottes, unseres höchsten Gutes, beraubt, ewig zur Gesellschaft der Teufel verdammt, ewig in das ewige Feuer, wo ewige Verzweiflung ist und keine Erlösung. Die Sünde macht uns ewig unglücklich, ohne Aufhören, ohne Errettung. Wer ist imstande, alle Sandkörner des Erdbodens zu zählen? Wer die Blätter aller Bäume? Wer kann alle Tropfen des unermesslichen Meeres zählen? Aber all diese Dinge zusammengezählt sind noch nicht die Ewigkeit, noch nicht einmal der Anfang der Ewigkeit. Wer immer ernsthaft an die Ewigkeit der Höllenstrafen denkt, wie könnte er dann sündigen, wie könnte er freiwillig und bedächtig eine schwere Sünde begehen? Nicht umsonst sagt der Heilige Geist: „Gedenke, o Mensch, in allen deinen Handlungen an deine letzten Dinge, und du wirst nicht sündigen.”

Samstag der 2.Fastenwoche Lk 15,1-3,33-43,45-46 2017

Gott, unser Vater, der uns entgegenkommt, wenn wir umkehren, sei mit euch.

Ich denke, dass wir heute mehr über Barmherzigkeit hören als in der Vergangenheit. Dazu trägt sicherlich auch Papst Franziskus bei, der die Barmherzigkeit Gottes oft und nachdrücklich betont. Im vergangenen Jahr feierten wir das Jahr der Barmherzigkeit. Da stellt sich die Frage: Wie kann man Barmherzigkeit verwirklichen? Die Antwort ist einfach: durch die Liebe.

Jesus, du willst uns  heimführen  zur Liebe des Vaters. Herr, erbarme dich unser.

Deine Freude ist es, wenn wir  zurückkehren, Christus, erbarme dich unser.

Du hörst nicht  auf, uns Neues  mitzuteilen. Herr, erbarme dich unser.

Gott ist barmherzig und gerecht. Doch seine Barmherzigkeit steht an erster Stelle. Er ist nicht nur gut, sondern vergibt auch, wenn ein Sünder umkehrt. Er sucht den Sünder und freut sich, wenn er ihn findet..

Im Gleichnis vom verlorenen Sohn wartet der Vater nicht nur darauf, dass der Sohn zu ihm zurückkehrt, sondern geht ihm auch entgegen. Dieses Gleichnis zeigt die Liebe Gottes zum Menschen. Gott ist es nicht gleichgültig, wenn sich jemand von ihm entfernt. In seiner Liebe tut Jesus alles, damit der Sünder umkehrt und den Weg zurück zu Gott findet.

Jeder Sünder kann sich im jüngeren Sohn wiedererkennen, der das ihm vom Vater geschenkte Vermögen durch ein ausschweifendes Leben vergeudet. Durch den Tod Jesu öffnet sich der Himmel für jeden Sünder, der sich entschließt, Buße zu tun.

Wir sehen es auch an vielen Heiligen: Augustinus war einst ein Irrlehrer und hatte ein uneheliches Kind. Der Evangelist Matthäus war Zöllner. Alexander, der Mörder der heiligen Maria Goretti, starb in der Hoffnung auf Heiligkeit.

Was sollen wir daraus lernen? Gottes Barmherzigkeit wartet auf jeden im Sakrament der Buße. Deshalb ist es entscheidend, die Möglichkeit zur Rückkehr zum Vater zu nutzen. Beten wir immer zu Gott, damit wir seiner Liebe stets richtig antworten können.

Der Vater hat uns unter seine Söhne aufgenommen. Zu ihm dürfen wir  mit vollem Vertrauen beten.

Hass und Unfrieden sind die  Zeichen der Welt. Unser Auftrag ist  Liebe  und Frieden. Deshalb bitten wir..

Selig die  Lieben, wie  Gott uns  liebt, und hingelangen  in sein ewiges  Reich.

Freitag der 2. Fastenwoche Mt 21, 33-46 2017

Jesus Christus spricht: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden; sei mit euch.

Jesus will uns im Evangelium dabei helfen, in unserem Leben für das Reich Gottes zu entscheiden. Wenn wir seinen Worten nicht gehorchen, droht uns das, was er gesagt hat. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben, das seine Früchte hervorbringt.“

Jesus, du führst Menschen  zusammen in Glaube und Liebe. Herr, erbarme dich  unser.

Jesus, du zeigst neue Wege und erwartest Aufbruch  und Auszug. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du bist zugegen  im Brot aus vielen Körnern und im Wein aus vielen Trauben, um Einheit  zu stiften.

Im heutigen Gleichnis weist Jesus auf die Geduld Gottes hin. Er sendet seine Diener aus, um den Weinberg zu ernten. Schließlich schickt er seinen geliebten Sohn; doch die Winzer ergreifen ihn, werfen ihn aus dem Weinberg hinaus und töten ihn. Damit wird unmissverständlich auf die Kreuzigung Jesu Christi angespielt. Der Plan der Winzer, den Weinberg und damit das Erbe unrechtmäßig an sich zu bringen, war gesetzlos. Israel war der Weinberg Gottes. Die Diener, die der Herr aussendet, sind die Propheten. Ihr Schicksal war dem des Senders im Evangelium sehr ähnlich. Aufgrund ihrer Undankbarkeit wurde Israel durch die anderen Völker ersetzt und die Synagoge durch die Kirche. Wenn aber auch der Weinberg der Kirche keine Frucht bringt, erwartet sie dasselbe Schicksal wie Israel. Jeder soll ein Weinberg des Herrn sein und Frucht bringen. Im Johannesevangelium lesen wir: „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15,1–5)

Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Zeugen Jesu Christi macht. Lasst uns voller Vertrauen zu Gott, unserem Vater, beten.

Der Herr will seine Gemeinde in Einheit und Liebe zusammenführen. So oft wir eine Schrift auf diese Einheit tun, zeigt sie uns, wie der Weg weitergeht. Deshalb beten wir.

Niemand kommt zur Wahrheit, es sei denn, über die Liebe.

3.Fastensonntag A Joh 4,5-15

3. Fastensonntag 2017 – Gottes Anziehungskraft

Einführung

Heute werden wir die Worte Jesu hören. „Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen. So wie Durstige vom Wasser und Hungernde vom Brot angezogen werden, so können Menschen auch von der Wirklichkeit Gottes angezogen werden. Nichts und niemand anderes kann so anziehend sein wie das, was der Mensch für das ewige Leben von Gott geschenkt wird.

Predigt

Wer Geld besitzt, hat nie genug; er will immer mehr.  Wer ein Haus hat, ist oft noch nicht damit zufrieden, sondern möchte immer wieder etwas ergänzen – sei es bei der Ausstattung, im Hof oder im Garten. Wer eine Funktion, eine Position oder ein Amt bekleidet, wünscht sich oft eine noch höhere. Darum sagte Jesus: „Jeder, der dieses Wasser trinkt, wird wieder durstig.” Jesus sagte aber auch, dass der Mensch, wenn er das lebendige Wasser, das er selbst ist, aufnimmt, für die Ewigkeit geformt wird.

Diese Anziehungskraft erkannte auch die samaritanische Frau. Sie war fünfmal geschieden und lebte mit einem Mann zusammen, mit dem sie nicht verheiratet war. Dennoch kam sie zu Jesus. Äußerlich mochte sie weiterhin anziehend gewesen sein, innerlich jedoch war sie schon lange leer. Dann begegnete sie Jesus, der ihr zusagte, dass Gott auch sie liebt. Damit eröffnete er ihr neue Perspektiven.

Am Abend erfuhren es auch die Menschen in der Stadt, denn sie erzählte ihnen alles, was sie von Jesus gehört hatte, und welche Bedeutung das für sie hatte. Hier zeigt sich deutlich, was es bedeutet, wenn Gott in das Leben eines Menschen eingreift. Ein wenig Liebe vermag ein ganzes Leben zu verändern. Viele Samariter aus jenem Ort kamen aufgrund des Zeugnisses der Frau zum Glauben an Jesus, weil sie bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.

Dies ist eine zutiefst bewegende Botschaft. Gottes Liebe kann bei jedem von uns das erreichen, was sie bei der Samariterin bewirkt hat. Als Jesus ihr begegnete, war sie von Schuld und Belastung geprägt. Als er von ihr wegging, war sie von Gnade erfüllt. Doch es genügt nicht, nur von der Liebe Gottes zu hören. Wir müssen uns für sie öffnen und ihm erlauben, in uns zu wirken. Nur wenn die Liebe Gottes in unserem Leben gegenwärtig ist, können wir es wirklich verändern.

Beim ersten Besuch des Papstes Johannes Pauls II. in der Tschechoslowakei 1990 bereitete ihm die Bewohner von Valdice ein Geschenk vor. Es war ein Kristallluster, der damals einen Wert von 37 000 Kronen hatte, und sie übergaben voller Stolz und feierlich den Luster dem Papst. Das wäre niemals möglich gewesen, wenn sie nicht auch Jesus kennengelernt hätten, denn zuvor waren sie nur auf sich konzentriert und böse gegenüber anderen Menschen. Sie erfuhren, dass Jesus ganz besonders anziehend war, und änderten ihr Leben. Sie bekehrten sich also ähnlich wie die Samariterin. Es ist also gut, zu kontrollieren, was anziehend ist und ob das auch wichtig für unser Leben ist. Als wir Kinder waren, waren wir fasziniert von Spielzeug aller Art. Als jugendliche Männer interessierten wir uns für Fahrräder und Motorräder, und die Mädchen wahrscheinlich für Mode. Später war unser Interesse an Autos und Häusern. Wohin können uns diese Dinge führen? Werden wir dadurch egoistisch? Führt dies zu einer größeren Liebe? Nur die Liebe ist fähig, unser Leben umzugestalten. Darum sagte Jesus: Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird zu einer sprudelnden Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Es geht also darum, was für uns anziehend ist. Viele Menschen finden Gott nicht anziehend. Warum? Weil sie Gott nicht kennen oder sich für falsche Informationen über Gott interessieren. Diese Situation ist nicht nur heute; sie war auch schon zur Zeit Jesu. Darum sagte Jesus zu der Samariterin: Wenn du gewusst hättest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.

Das ist unsere Aufgabe: den Menschen  die Augen zu öffnen, damit sie erkennen, wo das Wasser ist, das sie zum ewigen Leben führt, damit sie nicht verblendet werden.

Donnerstag der 2.Fastenwoche, Lk 16,19-31 2017

Gott, der Herr, der uns sein rettendes Wort durch die Propheten verkündet hat, sei mit euch.

Unser Leben und unsere Taten verraten, wer wir sind. Was ist der Sinn unseres Lebens? Wir sind freie Menschen, aber wir können uns irren und das ewige Leben verlieren, so wie es dem reichen Mann ergangen ist. Und das wäre schade. Darum lassen wir uns durch das Wort Gottes belehren.

Jesus, du hast dich dem Willen des Vaters überlassen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns das Leben einer neuen Welt verheißen. Christus, erbarme dich unser.

Du belebst unsere Hoffnung durch die Botschaft der Kirche, erbarme dich unser.

Dieses bekannte Gleichnis von einem reichen Mann und Lazarus finden wir nur bei dem Evangelisten Lukas. Der Name Lazarus bedeutet „Gott hilft uns“. Wichtig ist die Bemerkung zu den Hunden. Im Alten Testament wurde der Hund als unreines Tier betrachtet, und deshalb verachteten die Menschen ihn. Das Unglück des Lazarus hob hervor, dass er diese unreinen Tiere von sich nicht wegtreiben vermochte. Diesen Bettler nahm ein reicher Mann nicht wahr. Es ist interessant, dass das Evangelium den Namen des reichen Mannes nicht ausspricht. Nach den Semiten bestimmte Gott, wer reich und wer arm wird. In diesem Gleichnis löst Jesus das Problem von Reichtum und Armut. Die Pharisäer lehrten, dass der Reichtum der Ausdruck besonderer Gottesgunst und Zuneigung sei. Jesus weist darauf hin, dass durch den schlechten Zugang zum Reichtum die Gefahr des Verlusts des ewigen Lebens besteht. Jesus verurteilt den Reichtum nicht; er weist nur darauf hin, dass ein schlechter Zugang zu Reichtum die Menschen vom ewigen Leben fernhalten kann. Jesus warnt die Reichen, damit ihnen der Reichtum die Augen nicht verblendet. Damit der Mensch seine Seele nicht vergisst. Ganz einfach formuliert Jesus, welche Beziehung der Mensch zu den materiellen Werten haben soll. Wer den Vorzug irgendeinem vor Gott gab, schließt sich dem Gottesreich aus. Auch Abraham ist nicht in der Lage, diese Sachen zu verändern. Das Gleichnis ist das Memento, damit der Mensch wegen der menschlichen Güte nicht den Sinn seines Lebens hier auf der Erde vergisst.

Damit wir nicht vom Reich der Erde verführt werden, wagen wir,  zum Vater zu  beten.

Damit unser Leben vollendet  wird  im Frieden, den wir bei Gott finden,  wollen wir beten.

Selig, die das  Wort der Propheten hören und zur Auferstehung des Lebens gelangen.

Mittwoch der 2.Fastenwoche Mt 20,17-28 2017

Jesus Christus, der gekommen ist, sein Leben als Lösegeld für uns hinzugeben, sei mit euch.

Jesus sagte klar, dass er in Jerusalem zum Tode verurteilt werden und am dritten Tag auferstehen werde. Die Frage ist, warum Jesus das sagte, obwohl er sehr gut wusste, dass die Apostel seine Rede nicht verstehen würden. Die Erklärung ist leicht. Die Wahrheit muss man anderen sagen, wenn sie unsere Rede nicht verstehen – auch damals. Sie werden später verstehen, wie die Apostel zu einem späteren Zeitpunkt begriffen, was Jesus ihnen sagte.

Jesus, du bist gekommen, um zu leiden und zu sühnen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast den Tod der Erlösung  vorausgesagt. Christus, erbarme dich unser.

Du wolltest der Letzte und Diener aller sein. Herr, erbarme dich unser.

Es ist ganz normal, dass Eltern sich bemühen, für ihre Kinder das Beste zu tun. Ähnliches konnten wir auch im heutigen Evangelium hören, als die Mutter der Söhne des Zebedäus zu Jesus ging und zu ihm sagte: „Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen.” Diese Mutter hieß Salome und liebte ihre Söhne sehr. Jesus kam ihrem Wunsch jedoch nicht nach. Warum spreche ich davon? Ich möchte auf die Liebe dieser Frau und Mutter hinweisen. Es ist nur natürlich, dass sie für ihre Söhne das Beste wollte. Mehr konnte sie für ihre Kinder nicht verlangen, als dass diese rechts und links von Gott sitzen, denn das ist die größte Würde und Macht. Salome wollte, dass ihre Söhne im Gottesreich waren. Um das sollten auch wir uns bemühen. Bitten wir für unsere Kinder, aber auch für uns, damit wir mit ihnen im Gottesreich zusammentreffen können. Bemühen wir uns nach Kräften, in den Himmel zu gelangen, auch wenn es viel Mühe kostet.  Was Salome sich für ihre Kinder wünschte, wird sich auch bei uns nicht verwirklichen, aber wir sollen deshalb nicht den Mut verlieren.   Bemühen wir uns, unser Ziel zu erreichen – nicht nur ein flüchtiges, sondern das ewige, unvergängliche Ziel. Jeden Tag sollen wir alles tun, um einen Platz im Himmelreich zu erlangen. Unser Bestreben soll es aber auch sein, unseren Nächsten zu diesem Ziel zu verhelfen, denn wir wollen auch für sie das Beste.  Ein Gottesdiener namens Neal Scott hat vor seinem Tod geschrieben, dass er seinen Eltern dankbar sei, weil sie ihm das Tor zum Leben und zum Himmel geöffnet haben.  Bemühen wir uns, so zu leben, dass wir zusammen mit den Menschen, die wir lieben, im Gottesreich sitzen können.

Der Menschensohn gab sein Leben als  Lösegeld für uns. In seinem Namen  wagen wir zu beten.

Um die besten Plätze kann man streiten. Der Friede Gottes überdauert Zeit und Ewigkeit. Wir bitten um den Frieden.

Selig, die den Becher des Leidens trinken und den Platz im Reich des Vaters empfangen.

Dienstag der 2.Fastenwoche Mt 23, 1-12 2017

Gott, der eine, der allein unser Vater im Himmel ist, sei mit euch

Das heutige Evangelium markiert den Beginn der scharfen und anklagenden Worte gegen die Pharisäer. Für die Zuhörer muss dies sehr erschütternd gewesen sein, schon allein deshalb, weil sich jemand gegen diese einflussreiche gesellschaftliche Gruppe stellte. Die Jünger Jesu und die übrigen Anwesenden hörten die Vorwürfe gegen die Pharisäer mit Überraschung und Furcht, als würden die Worte wie Steine auf sie niederfallen.

Jesus, du allein bist unser Meister und unser Lehrer. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dich erniedrigt und bist Mensch geworden. Christus, erbarme dich unser.

Du kennst die Menschen, denn vor dir ist nichts verborgen. Herr, erbarme dich unser.

Die Gruppe der Pharisäer entstand aus einer religiösen Bewegung, die etwa 200 bis 300 Jahre vor Christi Geburt begann. Diese Bewegung prägte das Verständnis davon, wie ein Jude leben sollte. Anfangs gehörten nicht nur die Pharisäer dazu, aber sie wurden später zu ihren typischen Vertretern..

Die Pharisäer forderten die genaue Einhaltung des mosaischen Gesetzes. Jeder Israelit war davon überzeugt, dass diese Gesetze von Gott stammten. Die Pharisäer fügten jedoch Hunderte komplizierter Regeln und Vorschriften hinzu, die strikt befolgt werden sollten, um Vollkommenheit zu erreichen. Dazu gehörten auch unnötige Anordnungen, die eine enge persönliche Beziehung zu Gott eher erschwerten..

Menschen, die sich mit diesen Vorschriften beschäftigten, nannten sich Peruschim, was „Abgesonderte“ bedeutet. Daher stammt der Name Pharisäer. Sie selbst nannten sich Haberim, also „Gefährten“ oder „Genossen“. Sinngemäß lässt sich das auch mit „Ich weiß von nichts“ wiedergeben.

Diese im Grunde laienhafte Gruppe stand im Gegensatz zu einer anderen religiös-politischen Bewegung: den Sadduzäern, zu denen die Mehrheit der Priester gehörte.

Nun einen sollen wir auf Erden unsern Vater nennen. Zu ihm dürfen wir voll Vertrauen  beten.

Die Ehre der Welt ist vergänglich. Der Friede des Herrn ist die bleibende Kraft unseres Lebens. Deshalb bitten wir.

Selig, die sich selbst erniedrigen, sie werden erhöht werden im Reich des Vaters.