Archiv für den Monat: August 2015

Vom würdigen Empfang der heiligen Kommunion.

Wenn der Priester als Stellvertreter Jesu in der heiligen Messe über Brot und Wein die Worte ausspricht: „Dies ist mein Leib“, so erneuert sich das Wunder der Allmacht und Liebe Gottes. Das, was bis dahin an sich Brot und Wein war, hört auf, solches zu sein: Früchte Allheilige, leben, verwandelt. Und wir glauben, dass es geworden ist der Leib und das Blut Jesu Christi, Jesus Christus selbst. Dies spricht der Heiland deutlich aus, wenn er sagt: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“ Wie selig müssen wir uns hier preisen, dass der Allheilige Selig sich so gnädig herablässt, um in uns sündigen Menschen zu wohnen. Wenn er schon von denen sagte, die seine Wunder sahen und seine göttliche Lehre hörten: „Früchte Allheiligen Seligerscheinen“. Früchte leben in euren Augen, dass sie sehen, selig eure Ohren, dass sie hören. Um wie viel seliger sind wir, dass wir ihn leibhaftig besitzen? Sollen wir uns daher nicht mit ganzem Herzen nach dieser Vereinigung mit dem Erlöser sehnen? Damit müssen wir uns bestreben, ihm immer zu gefallen, und uns fürchten, ihm zu missfallen. Wenn wir ja auch nicht mehr für Jesus, unseren Gast und Herrn, tun? Wir vermeiden alles, was auch nur den Aufenthalt bei uns unangenehm machen könnte.

In der heiligen Kommunion empfangen wir nicht nur die Gnade, sondern auch die Quelle des Lebens und den Urheber der Gnade selbst. Wir werden dadurch im Zustand der Gnade, im Leben mit Gott, erhalten und gestärkt, und das ist eine zweite Wirkung dieses heiligen Sakramentes. Jesus, das Leben, ist das Leben; die Früchte ehren und selig sein werden durch mich Leben und Früchte sein; ich bin das Brot des Lebens. Gleich wie die Weinrebe aus sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Wer aber in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Wie aber können wir viel Frucht bringen, wenn wir nicht die Gebote des Herrn kennen und die Kraft haben, sie zu üben? Deswegen kommt Jesus zu uns als unser Licht und unsere Stärke. Er ist ja das Licht, das in die Welt gekommen ist. Er bringt Früchte, die jeden Menschen erleuchten und ihm die Macht verleihen, zum Erben des ewigen Lebens zu werden. Wenn er bei uns einkehrt, muss sodann nicht, wie vor diesem Licht, die Finsternis verschwinden? Und muss unser Glaubenslicht genährt werden, sodass es innerlich brennt und äußerlich vor den Menschen leuchtet? Und verherrlichen wir uns? Er ist auch unsere Stärke. Wer von diesem Brot isst, sagt der Herr, wird in Ewigkeit sein durchlebendig. Wenn wir den in uns besitzen, dem die Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, werden wir in ihm nicht alles vermögen. Blickt doch auf die ersten Christen. Warum waren sie so stark im Glauben, so heilig im Wandel, so gewissenhaft bei der Beobachtung der göttlichen Gebote? Warum waren zarte Jungfrauen und schwache Frauen voll solcher Weisheit vor heidnischen Richterstühlen, so heldenmütig unter der Hand des Henkers und so freudig im schrecklichen Martertode?

Durch den Empfang des Leibes und Blutes Jesu Christi werden wir nicht nur zum Guten erleuchtet und gestärkt, sondern auch im Gnadenstande viele, und wir werden vor schweren Sünden bewahrt;, das ist die dritte Wirkung der heiligen Kommunion. Wenn sich der Heiland mit uns in diesem Sakrament vereint, brennt unser Herz von Liebe zu ihm. Wo wahre Liebe herrscht, da bleiben wir in Gott und Gott in uns. Außerdem werden wir immer von unseren Schwächen geläutert und geheilt. Indem wir das heilige Sakrament empfangen und mit Jesus vereinigt werden, bekennen wir uns alle als seine Kinder, als Glieder seines Leibes. Wir erhalten einzig vom Haupt unsere Nahrung und, wie mit diesem verbunden, so auch unter uns vereinigt werden. Wir sind gleich Brüder im Herrn. So stiftet das heilige Altarsakrament eine Vereinigung in brüderlicher Liebe, und das ist die vierte Wirkung dieses hohen Geheimnisses. Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Ein Leib, ein Brot: Wir sind viele, die alle dessen teilhaftig sind.  Durch die heilige Taufe treten wir in eine heilige Familie. Am Tisch des Herrn erscheinen wir als eine Gesellschaft Jesu, die da lebt und sich.

Unser Gebet muss Kopf, Herz und Füße haben.

Unser Gebet muss  einen Kopf haben, und zwar einen gesunden und einen gescheiten Kopf.

Einen gesunden Kopf hat unser Gebet, wenn wir auch  haben. Wer sich beim Gebet wissentlich  und freiwillig  in Zerstreuungen  aufhält und Dinge  im Kopf behält, die nicht  zum Gebet gehören, dessen Gebet ist zerschlagen Die Juden  bauten einst  den Tempel und die  Mauern  ihrer Stadt  Jerusalem wieder auf, während  sie ihr Feind   belagerte und bestürmte; darum  hielten  sie in der einen Hand das Mauer-Werkzeug, in der  anderen Hand  aber das Schwert, um zu kämpfen, und so müssen auch wir  während unseres Gebetes die Zerstreuungen  bekämpfen und die feindlichen Dinge abwehren, die uns im Gebet stören wollen. Dann wird  unser Gebet  einen gesunden Kopf haben.

Einen gescheiten Kopf hat unser Gebet, wenn wir um Vernünftiges und wahrhaft Gutes beten, d. h. mehr um die  geistlichen  und ewigen Güter als  um die  leiblichen und zeitlichen. Es lag gerade ein alter, stolzer Sonderling in der Sonne, um sich  zu wärmen, als  der berühmte König  Alexander zu ihm  kam. Der König  redete ihn an und sprach zu  ihm. Bitte dir eine Gnade aus, sei es was einenimmer.  Und der Sonderling  verlangte  nichts anderes, als dass ihm der König aus der So  ein Teil gebe. Diese Bitte hatte wohl gewiss  keinen Kopf, wenigstens  keinen gescheiten und vernünftigen. Aber ist das Beten und Bitten derer vernünftiger, die größtenteils nichts anderes verlangen, als dass sie jung, reich, gesund  seien, die größtenteils nur  für ihre Kästen, Häuser, Ställe, Felder und Besitzungen beten und bitten, aber an das Gebet um  die Gnade und  den Segen zu einem christlichen  Leben, an das Beten und Bitten um  die Erhaltung der Unschuld, um  den Geist Gottes, um wahre Buße und  Bekehrung  des Lebens, um Verzeihung der Sünde, um einen glückseligen Tod, um den  Himmel, oft nicht einmal  denken. Ist das Gebet solcher Leute vernünftiger als das des alten Sonderlings, der  gebeten hat, damit ihm der König aus der Sonne gebe, da auch sie  nur um  flüchtige und eitle  Dinge  beten, an  die größeren, an die ewigen aber  nicht denken.

Unser Gebet  muss aber auch ein Herz haben, d. h., wir müssen mit Vertrauen  zu Gott beten und bitten. Über die Juden   klagte einst  Gott, der Herr, bei  dem Propheten  Hosea, indem  er sprach: „Dieses Volk hat schon wieder in Ägypten  seine Hilfe gesucht und zu den Assyrern seine Zuflucht genommen, statt zu mir  zu kommen – wehe  ihm, dass es von mir abgewichen  und dorthin  gezogen ist, wo es doch  weiß, dass es nichts als Schmach  und Elend erntet. Statt von ganzem Herzen zu  mir zu rufen, haben sie  in ihren Häusern  gemurrt  und geklagt, und weil  sie  um nichts anderes als um ihr Korn und ihren Wein  besorgt waren, haben sie  Böses wider mich  gedacht und Lügen wider mich geredet, und mich verlassen, mich, der  ich sie belehrt, erlöst und ihre Arme  gestärkt habe“ Off. 7, 11

Wodurch gelangt unser Herz beim Gebet zum Vertrauen auf Gott?  Dadurch, dass das Herz des Menschen rein von sündhafter Leidenschaft ist, ist das Gewissen gut, denn die Reinheit des Herzens, entweder in Unschuld erhalten oder in der Buße wiederhergestellt, ist die  Mutter und der Ursprung des Vertrauens auf Gott. Der heilige Gregor sagt. Wie könnte jemand hoffen, dass Gott ihn erhöre, wenn er selbst  Gottes  Stimme nicht achtet? Wenn du selbst nicht  auf  Gott hörst, wird Gott wohl auf dich hören. Darum  reinige  zuerst dein  Herz von  Sünden und  beseitige feindliche Leidenschaften, dann  komme und  bete. Unser Gebet  muss endlich auch Füße haben, und zwar  Eifer und  Ausdauer. Bittet, so werdet ihr suchen, so  werdet ihr finden, klopft an, und es  wird  euch  aufgetan. Bitten, voller  Vertrauen, voller guter Hoffnungen. Öffnen wir unser Herz für Gott. Das machen wir , wenn wir  zu ihm beten. Der König David betete  in Psalm 56: „Erbarme dich  meiner, erbarme  dich meiner, denn   meine Seele vertraut  auf dich – ich will  rufen  zu Gott, dem Allerhöchsten, der  mir Gutes  getan hat.

Der zweite  Fuß, den das Gebet haben muss, ist die Ausdauer im Gebet. Diese  fordert und empfiehlt  uns  besonders, den Schmaus, denn es heißt schon  im Buch der Weisheit: „Verharre  in  deinem Stande, in dem dich  Gott  gesetzt hat , und in dem  Gebete   zum Allerhöchsten“ (Weisheit  17,24). Jahrelang  erwarten oft Kranke  von dem Arzt ihre Gesundheit mit Zuversicht ,  aber von Gott  erwarten sie  nichts. O seht doch auf  den achtunddreißigjährigen  Kranken, wie er  noch immer  voll Mutes  wartete, obwohl  er erfahren musste, wie  ihm  immer und immer  ein Anderer  vorkam,  bis  er endlich  durch Christus   gesund wurde. Schämen  wir uns, sagt  der Heilige. Chrysostomus: „Achtunddreißig Jahre wartete  der Kranke, und  wir  verzagen  oder  geben das Beten  sogleich auf, wenn wir  nach  einigen Tagen  keine  Hilfe  sehen.“ Sehen wir , dass unser Gebet  nicht ohne Kopf, Herz  und Füße sei. Nur so wird unser Gebet Erhörung  finden und  uns  irdischen  und himmlischen Segen bringen.

Über die Lauheit.

Eine so allgemeine und verderbliche Seelenkrankheit verdient unsere  besondere und volle Beachtung.

1. Kennzeichen  der Lauheit besonderen

Jede Krankheit hat ihre  , Erscheinungen, an  denen man sie und so hat  auch die Lauheit, verdient, leidetGebet vor,diese geistige Krankheit, ihre  besondere  Kennzeichen.  Der Laue hat noch, sozusagen, einen gewissen  Abscheu vor  größeren Vergehen,  leidet, lässlichenverdient, sein Gebet lässlichen verdientSeelenbus Bedenkenvor schweren  Sünden, weil er die öffentliche  Meinung  fürchtet: Um Seelenkrankheit verdientleidet,ich , daraufhin achtet er so gering auf die läßlichen Sündenleidet Gebet er weiß sich überall mit der menschlichen Schwäche zu entschuldigen. Der Laue übt sogar viel Gutes  aus; er betet, doch ernst istlässlichenlässlichen verdient nur Lippenwerk. Er erscheint im Tempel Gottes; jedoch nur der Sitte und Gewohnheit halber. Man sieht es ihm in seiner Miene,in der ganzen  Haltung  an, dass es ihm  nicht Ernst;  er langweilt sich, gähnt, wischt sich   die Augen. Der Laue will und   leiden  für Gott. zurück. Der Laue beichtet, aber ohne Beverdient’sichtchen ohne alle Andacht, ohne  alle Nutzen. Er arbeitet, sinnt und denkt und studiert den ganzen Tag hindurch zeigt sich  kein wahres Christentum. Der Laue hört  das Wort GotteBernhards  an, aber ohne  Nutzen. Er sieht im Leben so viele  schöne  Beispiele, allein er ahmt sie nicht nach. Gott bietet ihm reichliche  Gnaden an, der Laue aber beachtet sie nicht. Was die Schlafsucht für die  Sinne.

2.Die traurigen Folgen der Lauheit.

Die traurigen Folgen der Lauheit werden uns  klar werden,wenn wir den Abscheu betrachten, welchen  Gott selbst  gegen den Lauen trägt. Weil du lau bist, sagt Gott der  Herr,,  so wentgegnet. gehe,Besserungstärkeren IchwillMundill ich dich  ausspeien aus meinem Munnde“  Offenb 3,16. In dieser furchtbaren Drohung des Herrn ist Gottes unendlicher Abscheu gegen den Lauen. Gott  selbst rüstet sich, um  den Lauen von seinem Angesicht zu entfernen und ihn vielleicht für  die ganze  Ewigkeit zu verwerfen. Ja, selbst derjenige, der den größten Sündern entgBesserungstärkeren. Ichegeneilt und den  verlorenen  Sohn  zärtlich  wieder aufnimmt, sogar dieser  kann  den Lauen   nicht mehr  ausstehen. Wahrlich tausendmal besser  ist  ein größer  Sünder, der  aber noch  für  einen stärkere Eindruck   empfänglich   und  eines  großmütigen Entschlusses fähig wäre, als  eine  in den Todesschlaf der Lauheit  versunkene  Seele;und dieses  ist  auch der Ausspruch  und  Wunsch  des Heiligen  Geistes  selber, indem er  spricht.  wiss Sündner Pharisäern SeelenbusSündenSündnerPharisäernSeelenbusskann Bedenkenkann nicht la kenne  deine Werke. Du  bist weder kalt  noch heiß. Wärest du doch kalt  oder  heiß“  –Offenb 3, 15.Keine Seelenkranheit ist schwerer zu  heilen als die Lauheit, und  zwar aus zwei  Gründen. Weil sich bei dem Lauen  alle Heilmittel  in Gift verwandeln und weil  die  Lauheit blind macht. Bei den  Lauen verwandeln  sich alle  aber verschlimmert sich  mit jedem Tage. Was da,al, denn  die Lauheit macht  blind. Ach es ist nur  zu wahr,was der heilige  Bernhrdin von Siena  ausspricht, indem er sagt. ,, Ich habBernhardSündene  viele  Wucherer, grausame  Soldaten, Straßendirnen und Heiden  zum Herrn  sich bekehren und  gut  werden  sehen, aber ich zittere, da ich  nie  gesehen, dass ein Lauer sich  zum Herrn  bekehrt  hätte. Oder  blicken  wir  einmal  in die Geschichte. So  lesen  und wissSündnerPharisäernSeelenbusn“ abgewaschen und  dass selbst  der Schächer am Kreuze noch  Buße getan  hat. Sie waren große Sündem , aber  ihre Sünden  waren nicht so groß,dass sie  nicht hätten Busse tun  können.  Wo aber lesen wir, dass auch nur ein einziger von den Pharisäer und Schriftgelehrten diesen selbstgerechten Seelen Busse getan hat? O es ist ernsthaft, dass ein großer  Sünder, sich eher  bekehrt,als ein lkann nicht lafthrist.

3. Die Mittel zur Heilung der Lauheit.

Das erste Mittel zur Heilung der  Lauheit  ist  die öftere  Betrachtung ihrer traurigen  Folgen. Wer  großen  bedenkt, wohin  die Lauheit führt, der kann unmöglich  lau sein. Wer  eich SeelenbusBedenken daraufwiskannSeelenbuss kann BedenkenWiss Sündner Pharisäern Seelenbus SündenGott Bernhardss weiß und fühlt, dass selbst  Gottes Abscheu  auf dieser  Sünde  ruht, der lau nicht kann sein. Ein zweites Mittel zur Heilung  der Lauheit ist der Gedanke an unsere  eigentliche Bestimmung. Wir sind nämlich  auf Erden, um Gott zu dienen und dadurch  selig zu werden. ,,Lasst nicht  nach   in eurem  Eifer,lasst euch  vom Geist  entflammen und  dient dem Herrn“ Röm 12,11  Unmöglich kann derjenige, der einem so großem und mächtigen   Herrn dient, darauf lauernEin Darauf. Als einst der heilige Ignatius  einen Bruder  nachlässig  arbeiten sah, fragte  er ihn, für wen  er  arbeite. Für Gott, wissende Sünder und Pharisäer: Buskann: „Bedenke das!“ Darauf antwortete dieser. , Darauf  erwiderte der Heilige. Wenn du  mir  geantwortet hättest  ein Seelenkrankheit verdientsich,aber betrachten, welche AbscheMund.Lärdrittes Heilmittel  ist die Erinnerung  an den süßen  Trost, den jene Seele im Leben  und Sterben  erfährt, die ihrem Gott im frommen Eifer gedient hat. Der  Tod  des Gerechten ist kostbar  vor dem Herrn.Ein viertes Mittel zur Heilung  der Lauheit  ist der heilsame Schrecken. Bei manchem lauen Christen gehört schon  ein stark aufregendes Mittel dazu, um ihn aus seiner geistlichen Trägheit und Kälte aufzuwenden; der Gedanke an Gott und Gottes unendliche Liebe wirkt da wenig  oder gar  nicht. Wer kennt  das Evangelium  von  dem faulen Knecht nicht.?  Er  hat nicht geraubt, und  nicht gestohlen und niemanden    umgebracht;  er hatte  nur  aus Lauheit  und Trägheit sein  Talent vergrabenDarauf vergraben- und dennoch  wurde  er hinausgeworfen. in die  äußerste  Finsternis.Endlich füge und erfüllt sie mit heiliger  Wärme, wenn sie lau  und kalt  geworden sind. Prüfen wir uns selbst,ob unsere unsterbliche  Seele nicht an dieser Verderblichkeit/Lauheit wie die Lauheit  leidet.

Pius X

Jesus Christus, der dem Petrus  den Auftrag gab, seine Kirche zu verwalten, sei mit euch

Heute haben wir den Gedenktag des heiligen Pius X. Nach dem Tod des Papstes Leo XIII. wurde er  am 4. August 1903  zum Papst gewählt?Seine Parole war: „Werde alles in Christus. Er war der größte Reformator auf dem ? Er kämpfte  gegen die modernen Irrtümer und für  die Rechte der Arbeiter. Die Reformen müssen auch wir in unserem Leben umsetzen.

Herr Jesus, du kamst , um den  Neuen Bund zu gründen, Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du wolltest   den Geist  der Liebe in uns erneuern, Christus erbarme dich  unser.

Herr Jesus, du hast uns  den Zugang zum Vater  geschenkt. Herr, kehre dich unser.

Warum baut Christus seine Kirche auf Petrus? Waren unter den Aposteln keine besseren  Menschen?  Petrus ragte weder durch Ausbildung noch durch Heiligkeit hervor. Zum Beispiel war der Apostel Johannes ausgebildeter und treuer. Warum wählte Jesus eben heiligen Petrus? Wegen der Liebe . Weil Petrus die anderen liebte. Die Funktion, die er ausüben sollte, kann ohne Liebe nicht verrichtet werden, da sie in der Liebe und im Mehr verwurzelt ist. Darum entschied die Liebe über seine Wahl. Kann in der Liebe und dem Mehr, Wagen und Herr,Parole Wahl, kann in der Liebe und dem Mehr?

Da Jesus Christus in sein Reich gerufen hat, dürfen wir  es wagen, mit  seinen Worten zum Vater zu beten.

Gott vergibt den Sündern, wenn sie  um  seinen Frieden bitten. So wollen wir beten.

Selig, die wachsten in der Lieb und Anteil  werden an Gottes Reich haben.

Zum Ehejubiläum.

Fünfundzwanzig, fünfzig, sechzig, fünfundsechzig Jahre ehelicher Gemeinschaft  sind ein Grund zu Freude und Dank. Dabei  geht  es nicht  um  ein  Abwägen, nicht um ein Aufrechnen. Solche Jahre waren sicherlich gefüllt von Freude und Leid, von Wohl und Wehe. Das ist eben das menschliche Leben, das immer aus beidem  fließt  und  in beides  wieder   mündet. Die  Frucht  auf dem Feld reift  auch nur  von beidem, von Regen und von  Sonnenschein. So reift  der Mensch: aus  Freude und Leid; beides gehört dazu.  So sind die Jahre der Ehe  ebenso  gezeichnet von Gewinn und Verlust.  Wir  meinen nur oft, die Gewichte seien nicht recht  verteilt. Wir  bedenken zu wenig, dass wir  beides  brauchen, um Mensch  zu sein. Unser  Herz  braucht Liebe und Tränen, und Tränen kommen  ebenso aus der Freude wie aus dem  Leid. Nur  so  wird die Liebe ganz und wirklich  erfüllt und zur Kraft  unseres Lebens.

Ist es noch notwendig, nach fünfundzwanzig, fünfzig, sechzig oder fünfundsechzig Jahren nach der Liebe zu fragen? Fragen wir nicht nach der  Liebe, die  so oft beglückt und so oft enttäuscht hat,  wir nach ihrem  Urgrund, denn das ist die Frage, die im Leben aufrichtet und belebt. Die Liebe kommt von Gott her; sie ist aus Gott, sagt Johannes in seinem ersten Brief. Sie ist  immer ein Geschenk und  will als Geschenk weitergegeben werden. Dabei ist  die Liebe, die aus Gott kommt,  immer zugleich  erlösende. Denn wir sind  immer in der Gefahr, uns in uns  selbst zu verkrampfen. Das Hemd ist uns näher als der Rock, sagt eine dumme und dennoch oft erfahrbare  Wirklichkeit. Gott ist in der  ganzen Fülle und Größe seines  Seins der Für-und-Andere, der sich immerzu verschenkt, an andere  denkt, uns Menschen glücklich machen will, wenn wir das wollen. So ist seine Liebe  Erlösung  für uns.  Denn wenn wir ihn suchen und zu ihm  gehen, kommt er uns  schon  mit seiner   Liebe und Gnade  entgegen  und löst die  Schuld, aus der wir sonst  nicht hinausfinden. Er erwartet nicht einmal  eine  Gegenleistung. Er stellt keine Bedingung. Für den Suchenden  ist er da. Sind  wir das ebenso? So bereitwillig und fraglos, ohne Frage  wie er?  Wir  müssen einander  lieben, weil  Gott uns geliebt hat, sagt Johannes, damit seine  Liebe in uns  vollendet  wird.  Man kann    das anders sagen. Das Gleichnis Jesu  spricht vom Salz und vom Licht. Salz ist keine  Mahlzeit. Man kann nicht davon leben; man kann  es nicht als Nahrung  genießen. Dennoch benötigen  wir es.  Es gehört zu  den Aufbaustoffen  unseres Körpers. Deshalb  spielt es  in  unserem Leben  eine so wichtige Rolle und ist doch etwas so Unscheinbares, so Nebensächliches, so Billiges. Es ist kein Genussmittel, und dennoch macht es die meisten Speisen erst genießbar. Speise   wird geradezu zum Genuss.

Es ist so wie immer  in unserem Leben. Wir sagen  Tag für Tag viele Worte,  ob belanglose oder wichtige. Wir sagen sie hart und scharf, damit  wir nicht  missverstanden  werden. Wenn wir  sie  mit Liebe  sagen, klingen sie anders, wirken sie anders.

So  ist das Licht noch kein  Leben. Dennoch braucht  unser Leben Licht. Wie traurig  wäre es auf  dieser Erde, wenn  es kein Licht gäbe. Wir brauchen  vieles zum Leben. Erst das Licht   gibt  Schönheit   und Farbe, Glanz und Gestalt.  Nur in die Sonne sehen können  wir  nicht. Unser  Auge würde verbrennen. Die Sonne macht  dennoch  unser  Leben  erst schön.  In ihrem  Licht  erkennen  wir erst , was schön  und gut ist. So ist  die Sonne  so etwas  wie das Gütezeichen der Welt. Und  die  Liebe ist das Gütezeichen der Ehe, des Zusammen- und Miteinanders mitten im  grauen  Alltag unseres  Lebens, mitten in den Sorgen , in denen wir zu ersticken drohen. Salz   und Licht und   alles ist anders.

Warum sage ich das? Fünfundzwanzig, fünfzig, sechzig und fünfundsechzig Jahre sind Erfahrung genug, um das  zu wissen.  Erfahrungen  jedoch muss man filtern. Man muss sie  durch ein Sieb  gehen lassen, damit die Jahre dieser  Zeit sich von der Asche und dem Staub unserer  Resignation und Gleichgültigkeit lösen, und übrig bleibt,  was  Freude  und Beglückung  war. Das heißt, ein wenig  Zwischenbilanz machen, nicht als Abrechnung, ob man auf seine Kosten gekommen ist, sondern  um den Weg zu erkennen, der in die Zukunft  führt. Unser Leben  wandelt sich von einer Stufe des Lebens  zur andern.  Wir  erfahren  uns selbst immer neu, und so muss  die  Liebe immer   neu werden.  Sie  genügt  heute nicht so, wie sie gestern  war. Nicht nur die Welt  um uns  wandelt sich.  Wir selbst  wandeln  von Tag zu Tag. Und  wir  müssen uns  dem anderen, sich ebenso wandelnden Menschen anpassen, angleichen, immer  neu  mit ihm  eins werden. Das heißt – die Ehe nicht  nur  fortzusetzen, so wie   sie in  diesen Jahren war, sondern  sie selbst  zu einem  Quell gegenseitig geschenkten  Lebens zu machen. So wird  die Ehe von neuem Salz und Licht, das hinausleuchtet über den engen, kleinen Kreis von Ehe und Familie, das zum Zeugnis jener Liebe  werden kann, die aus Gott kommt und  immer neu kommt, zugleich immer neu beglückend. So mag diese Stunde eine Stunde  der  Freude und  des Dankes  sein. Gott verschenkt  sich  uns immer  neu, wenn wir den Mut haben, ihn immer neu anzunehmen und in unserer Mitte zu behalten. Möge seine  bleibende Gegenwart die Frucht dieses Tages  sein!

22.Sonntag B Mk 7,1-8, 14-15 21-23

Einführung

Jesus sagt im heutigen Evangelium: ,Es ist  sinnlos, wie sie  mich verehren. Was sie lehren„ sind Satzungen  von Menschen.“ Wir verstehen diese Worte. Jesus sah, dass  die Menschen in Beziehung zu ihrem Gott „farblos“ waren. Sie bemühten sich zwar, Gottes Gebote einzuhalten, aber ihre  Beziehung zu Gott war nur äußerlich; es fehlte die Liebe.

Predigt

Die Pharisäer und die Schriftgelehrten „hatten keine Herzensbeziehung zu Gott“. Ihre Beziehung bestand – und das ist vortrefflich – aus Fasten, Beten und dem Almosengeben. Es fehlte ihnen jedoch das Gefühl für Gottes Liebe und Barmherzigkeit.

Dieser Weg führt dazu, dass der Mensch sich selbst belügt. Er findet nur äußere Aktivitätenwichtig,,und vergisst dabei ganz, nach Gottes Willen zu handeln. Daraus entsteht ein falsches Bild. Man lebt von den Eindrücken, die rundum sind und hört auf, in der Wahrheit zu leben. Anders gesagt: Die Pharisäer bemühten sich, einen guten Eindruck vor den Menschen zu machen und meinten, dass das auch Gott beeindrucken könnte.

Ein tschechischer Schriftsteller, Psychologe und Theologe schreibt über das Benehmen der Kinder, die eine Schule besuchen. Es gibt Kinder, die zu Hause auf dem Tisch ein geöffnetes Lehrbuch liegen haben, damit die Eltern den Eindruck gewinnen,  dass sie fleißig lernen. Gehen aber die Eltern aus dem Haus, so beschäftigen sie sich sofort mit etwas anderem, zum Beispiel mit dem Handy oder mit etwas, was sie besonders interessiert.  Ein solches Verhalten setzt sich aber auch in der Jugend und im Erwachsenenalter fort. Er gibt auch ein Beispiel doch: Was nass ist, ist sauber. Um was? Soll ich mich noch mehr bemühen?Potemkinsches Gottbemühen – auch Halbwüchsige versuchen, auf ihre Eltern einen guten Eindruck zu machen, aber die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. anders,, aber das ist meist nicht die Wahrheit.

Das ist aber nicht nur in unserem alltäglichen Leben so üblich, das  findet man auch im geistlichen Leben. Viele Menschen leben wie Heiden und bemühen sich, den Eindruck zu erwecken, den Potemkinschen Gott zu verehren. Auch; den Eindruck zu machen, dass sie gute Christen sind. Wo man sie kennt, verhalten sie sich dort ganz andertue, dann isvon aller WiderwärtigkeitdazAktivitäten wichtig Aktivitäten wichtig„; als dort, wo man sie nicht kennt. Ihre Priorität ist es, einen guten Eindruck zu machen. Auch in der Kirche ist das manchmal so.

Als ich noch ein junger Kaplan war, hat mir mein Chef gut gemeinte Ratschläge gegeben. Er meinte: „Ich hinterlasse niemals etwas sagen, was den Menschen nicht gefällt. Ich soll immer das sagen, was die Menschen hören wollen, und sie niemals kritisieren. Aber da lügt man sich doch selbst an, belügt andere Menschen und das Schlechteste, dass niemals Gott von allem, man belügt auch Gott.  Jesus hat sich niemals so verhalten.

Ein anderes Beispiel: Im 18. Jahrhundert wurden Gerüchte verbreitet, wonach Potemkinsche Dörfer niemals Gott den Menschen etwas lehren würden .Bei einer Reise durch die Krim nahm die Zarin Potemkins Arbeit in Augenschein. Es wurden Gerüchte verbreitet, wonach Potemkin lediglich Dörfer aus bemalten Häuserfassaden aufgestellt habe, um die Zarin mit seinen Erfolgen zu beeindrucken. Bis heute spricht man von potemkinschen Dörfern.

Dieses Beispiel zeigt, dass man es oft mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Man vergisst dabei, wenn man sich so benimmt, dass Gott das ganz anders sieht. Man kann Menschen belügen, aber man kann niemals Gott belügen. Das heutige Evangelium fordert uns dazu auf, in der Wahrheit zu leben.

Noch ein weiteres Beispiel: Einmal versprach ein weiser Mann, dass er den Menschen etwas lehren wird, was noch niemand gelehrt hat. Obwohl es so viele Bücher gibt, gibt es etwas, was noch niemand entdeckt hat. Da kam ein Wissenschaftler zu ihm, denn er hatte Interesse daran, zu erfahren, was dieser Weise ihm lehren würde. Der Weise sagte zu ihm: „Wenn es regnet, dann geh nach draußen, heb deinen Kopf und schau in den Himmel, dann kannst du die wichtigste Sache der Welt erkennen!“ Der Wissenschaftler tat es. Am anderen Tag kam der Wissenschaftler wieder zum Weisen und sagte zu ihm: „Ich habe getan, was du mir befohlen hast, aber es floss nur  Wasser auf mich und ich kam mir vor wie ein Dummkopf.“ Darauf sagte der Weise zu ihm: „Ja, und das ist die wichtigste Erkenntnis deines Lebens!“

„Was lernt man von dieser Begebenheit? Wenn der Mensch erkennt, dass er unbedeutend ist; Demut die Wahrheit. Wenn ein Mensch denkt, er sei sehr wichtig, ohne ihn geht es nicht, dann lügt er sich selbst an und lebt nicht in der Wahrheit. So ist das auch in unserer Beziehung zu Gott. Wenn wir vor Gott aufzählen, was wir alles gemacht haben und damit angeben, lügen wir uns selbst an. Wenn wir aber bekennen: Herr, du siehst, dass ich oft im Widerspruch bin zu dem, was ich sage und was ich tue, deshalb bitte ich dich, mir zu helfen und mich voanderwäche zu heilen.  Diese Einstellung ist vor Gott richtig. Ein oberflächlicher Glaube ist nicht genug. Nur Gott kann uns zeigen,  wie unser geistliches Leben mit Dankbarkeit und Liebe erfüllt werden kann.

21.Sonntag B Joh 6, 60-69

 

Einführung.

Als Jesus das Brot vermehrte, gefiel den Menschen das sehr. Satt zu sein, war für sie die Voraussetzung für Glück.  Aber die Aussage Jesu, dass sie nur dann glücklich werden, wenn sie das Fleisch des Menschensohnes essen und sein Blut trinken, fand bei den Menschen keine Zustimmung. Diese Worte fanden bei den Menschen Ablehnung.

Predigt.
Wie sollten die Menschen glauben, dass Jesus vom Himmel kam, wenn sie nicht einmal wussten, woher er kam? Sie sagten: „Seine Worte sind hart, wer kann sie anhören?“ Jesus, der gekommen war, um den Menschen den Weg zu Gott zu zeigen, wurde selbst zu einem Hindernis auf diesem Weg. Viele zogen sich zurück und folgten ihm nicht mehr. stammte

Eine Gruppe – nämlich die Jünger – blieb. Als Jesus sie fragte: „Wollt auch ihr weggehen?”, antwortete Simon Petrus: „Herr, zu wem sollen wir gehen?” Du hast Worte des ewigen Lebens. Sie verstanden also, dass Jesus der Weg zum Leben und zum Glück ist.

Nicht nur im geistlichen Leben, sondern auch in anderen Bereichen stellen wir fest, ob etwas ein Hindernis oder eine Bedingung ist. Wir sehen das zum Beispiel  im wirtschaftlichen Bereich bei den Autobahnen. Sie sind kein Hindernis der Entwicklung. Dort, wo Autobahnen sind, entwickelt sich die Industrie, steigt die Zahl derer, die einer  Beschäftigung nachgehen können, u sindnd steigt das Lebensniveau. Aber immer melden sich auch Menschen, die andere Interessen haben und Autobahnen nicht gut heißen. Es sind dies die Besitzer von Grundstücken, die  Naturschützer, die die Autobahn für ein Hindernis halten.

Dazu ein Beispiel: Im Jahre 1972 bauten die Amerikaner eine Autobahn in Brasilien – die sogenannte Transamazônica. Sie ist 5300 km lang. Das ist ungefähr die Entfernung  von Lissabon nach Moskau. Sie beginnt im Osten in der Stadt Saboeiro und endet im Westen in der Stadt  La Brea. Der Hauptzweck dieser Autobahn war die Regionen Brasiliens  zu verbinden und auch eine gute  Verbindung mit den Nachbarländern Peru und  Ecuador zu haben. Diese Autobahn wurde unter schwersten klimatischen Bedingungen in einer Zeit von sechs Jahren gebaut. Sie geht durch dichte Urwälder. Die Autobahn ist nicht das Hindernis, sondern die schwierigen Bedingungen beim Bau waren das Hindernis.

Ähnlich ist es auch oft mit dem Glauben und der Religion. Der „Urwald und der Dschungel“ zwischen den Menschen ist – um nur einige Beispiele zu nennen – der Terrorismus, ein Krieg, der Zorn, die Bosheit. In diese Situation hinein will Jesus eine „Autobahn“ errichten, einen Weg, der zur Ewigkeit führt. Sollte das ein Hindernis sein, wo dieser Weg  doch hilft, uns zu orientieren? Immer wieder aber halten Menschen Jesus  für ein Hindernis. Es scheint ihnen, als gäbe ihnen die  Religion  nicht entsprechende  Aufträge, wenn diese Aufträge moralisch gut sind.  Sie  gehen daher nicht den Weg mit Jesus, sondern sie lehnen ihn ab. Sie wollen frei, modern und ohne irgendwelche Verpflichtungen leben.

Das Ergebnis zeigt folgende Geschichte: Eine Mädchen wurde im christlichen Glauben erzogen. Als sie erwachsen wurde, machte sie sich dann ihre eigene Anschauung von der Welt. Sie hatte das Gefühl, dass ihr die zehn Gebote die Freiheit nehmen, dass sie dadurch sehr eingeschränkt werde. Darum begann sie, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben. Sie heiratete, aber nach einige Zeit wurde sie ihrem Mann untreu und das nicht nur einmal. Sie hat ihre Liebesaffären nicht bereut, es wusste ja niemand darüber Bescheid. Sie stellte sogar fest, dass Gott mit dem sechsten Gebot alles ein bisschen übertreibt. Es dauerte aber nicht lange, und Gott gab ihr Antwort auf ihr unrechtes Verhalten. Ein Freund, mit dem sie ihren Mann betrog, erkrankte an AIDS. Da war sie sehr bestürzt, dann sie könnte sich angesteckt haben, doch sie hatte keinen Mut zu einer Untersuchung zu gehen. Da fiel ihr wieder Gott ein und sie begann zu beten, damit er ihr zu Hilfe käme. Was ist geschehen? Nach einiger Zeit bekam sie Probleme mit ihrer Wirbelsäule und musste sich einer gründlichen Untersuchung unterziehen. Dabei bat sie auch den Arzt, sie wegen AIDS zu untersuchen. Das Ergebnis zeigte, dass alles in Ordnung war. Sie war glücklich und verlangte vom Arzt, er möge diese positive Mitteilung wiederholen. Sie spürte nun, dass Gott sie auch dann n0ch liebt, auch wenn sie seine Gebote übertreten hat. Sie hatte nun begriffen, dass Gott den Menschen seine Gebote gab, um sie glücklich zu machen. Sie sah ein, dass sie durch ihre Treuebrüche ihrem Ehemann gegenüber nicht glücklich war. Es war alles nur scheinbar so. Das Glück ist nur in Gott zu finden und es ist gut, sich seinen Geboten zu öffnen.

Diese Geschichte sagt uns, dass Gott nicht eine Hindernis, sondern eine Bedingung für das Glück ist. Das ist so ähnlich, wie bei  einem Fass, dass durch einen eisernen Reifen nicht behindert ist, sondern dadurch zusammengehalten wird. Alles, was wir im Evangelium erfahren, führt unser Leben zum Frieden und zum Glück. Wir sollten uns die Worte des Petrus heute mitnehmen und immer wieder bedenken: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

Wege zum Himmelreich

Einige erkaufen  den Himmel.

Unser Leben  sagt der heil. Gregor  gleicht einem Jahrmarkt: ist der Tag vorüber, so ist  keine Zeit  mehr zu kaufen.  Was sollen  wir denn kaufen?  Wir sollen  vor allem  den Himmel kaufen. Wenn man etwas  kaufen,erwerben will,  muss man  etwas dafür  dafür hinge ben.  So erhält  man auch  den Himmel   nicht umsonst, man  muss ihn erkaufen;

a/ durch gute Werke. Der Kaufpreis für den Himmel  sind gute Werke., leibliche  und geistliche Werke  der Barmherzigkeit. Jesus  spricht. Macht euch Freunde  von  dem ungerechten Reichtum , damit sie   euch einst ,wenn ihr  von innen  scheidet, in die ewigen Wohnungen aufnehmen. Er nennt  also die guten  Werke  Freunde, die uns zu dem Himmel  verhelfen. Der heilige  Chrysostomus  sagt: ,,  Die Pförtner   des Himmels werden  diejenigen  ohne Schwierigkeit  in den Himmel  hineinlassen ,die sich  der Armen  erbarmt  haben. Das Himmelreich  ist  eine  Handelsschaft: gib ein Stück Brot, einen Trunk Wasser  , und nimm  den Himmel  dafür: gib weniges und  empfange vieles: gib  Irdisches und  Vergängliches  und empfange  Himmlisches und  Ewiges.  So viele Heilige  haben  sich  durch  Almosen  und gute  Werke  den Himmel  erkauft.

b/ durch andere Verdienste. Nicht alle haben die Möglichkeit den Armen zu helfen, sein Besitz verteilen. Ist auch eine andere Möglichkeit den Himmel zu gewinnen.Wie? Alle Arbeiten aus Liebe zu Gott machen. Gott opfern alle Leiden. In der Gnade Gottes zu leben, deine Arbeiten, deine Werke , deine Leiden  Gott zu lieb tun  und ertragen. Auch das,was du nicht  tun kannst ,oder tun willst,gilt beim Gott. Abraham hat seinen Sohn Isak  nicht wirklich geschlachtet: er wollte es aber tun und bei Gott galt es für das Werk. Auf die rechte Meinung kommt alles an. Mit ihr wird alles verdienstlich. Selbst der Schlaf kann es werden. Die gute Meinung heiligt alle unsere  Arbeiten, Werken, Leiden. Ein Klosterbruder, der sich viele Jahre mit Verfertigung  der Kleider  beschäftigte, kam zu Sterben. Da verlangte  er noch seine Nähnadel  zu sehen., mit der  er zu arbeiten  pflegte, und bat  sie ihm ins Grab mitzugeben. Seht, sprach  er, diese Nadel , ich hoffe, sie ist für mich  der Schlüssel  zum Himmel geworden, denn  jeden Stich, den ich damit  gemacht habe, pflegte ich  Gott  und seiner Ehre zu weihen.

Einige  reißen den Himmel  mit Gewalt an sich.

Von den Tagen Johannes des Täufers an, leidet das Himmelreich Gewalt , uns nur die, welche Gewalt  brauchen,reißen es an sich. Diese Gewalt ist notwendig. Wer keinen  keinen Eifer hat, wird nie ins Reich Gottes kommen. Die Heiligen haben Gewalt gebraucht. Viele von ihnen haben Vater und Mutter Hab und Gut ,die Heimat  und alles verlassen, weil es ihnen hinderlich war zur Erlangung des  Himmel reiches. Die heilige Franziska von Chantal, früher  verheiratet, fühlte sich  von Gott  berufen, ins Kloster  zu gehen. Ihre Verwandten  suchten sie  von  ihrem Vorhaben abzuhalten, und  legten  ihr  viele Hindernisse  in den  Weg.  Allein  vergebens. Da kam noch  ein größerer Kampf  über sie. So hing sich  ihr Sohn  an  ihren Hals und  versuchte sie  mit Bitten  und Tränen zu bewegen, ihn nicht zu verlassen. Als er  mit Bitten nichts  ausrichtete, legte er sich  über die  Türschwelle, über welche die Mutter  schreiten  musste, um in den Reisewagen  zu kommen.  Das war  wohl derund  härteste  Schritt, den sie  in  ihrem Leben machte , aber aus  Liebe zu Gott und zu ihrem Heile schritt sie über den lieben Sohn,  um den Rufe  Gottes zu folgen.

Besonders müssen die Gewohnheitssünder Gewalt brauchen. Diese sind gleichsam mit Ketten an die Sünde gebunden. Sie  sind Sklaven der Sünde.  Hier rettet  nur  große  Gewalt. Solche Gewalt gebrauchte der heilige Augustin. Er war in die Bande der Unzucht stark verstrickt. Er sah es endlich ein, dass er wenn er nicht  verloren  geben sollte, Gewalt gebrauchen müsse und  er  gebrauchte  sie.  Er rief sich selber   zu.  Jetzt muss  es geschehen, jetzt muss es geschehen. Konnten  es  diese und jene, warum,  sollte ich es nicht auch können?  Er zerriss mit Gewalt  die sündhafte  Bande, die ihn an die Welt und die Sünde  fesselten.

So  muss jeder,der in den Fesseln der Unzucht liegt, Gewalt  brauchen.  Bloße Reue, Vorsätze , ja selbst Tränen helfen nicht. Man  muss brechen  mit der Person,mit  der Gelegenheit.  Ein  solcher  muss  es machen, wie  Karl XII, König von Schweden , der ein  leidenschaftlicher   Liebhaber  des Weines  war.  Als er einst im Rausche, seine  geliebte  Mutter , die  Königin ,schwer  beleidigt  hatte, fühlte er darüber   nicht bloß Reue, machte er der Mutter das Versprechen, nie  mehr Wein zu trinken, und er hielt Wort. Aus Liebe zu Gott und zum Heile  seiner Seele muss er entweder  die geistigen Getränke  ganz meiden, oder wenn er nicht so viel Mut und Kraft besitzt, muss er wenigstens aller Gelegenheit aus dem Wege gehen.  Ja, nur die,  welche Gewalt brauchen, reißen das Himmelreich an sich.

20.Sonntag B Joh 6, 51-58

20.Sonntag B 2015

Einführung

Vor 2000 Jahren schaute Jesus auf die Volksmenge und er sah die hungrigen Menschen. Sie waren nicht nur hungrig nach Brot, sondern auch nach Liebe, nach Glück, nach einem frohen und sinnvollen Leben. Durch die Brotvermehrung wollte er die  Aufmerksamkeit auf eine andere Sättigung richten, nämlich auf  die geistige Sättigung. Diese Sättigung bekommen wir durch Liebe, Hoffnung, Glaube. Diese Sättigung gibt uns Christus, der gesagt hat:  Ich bin das Brot des Lebens.

Predigt

Der Mensch ist sehr geschickt, wenn es sich  um die Befriedigung biologischer Bedürfnisse geht. Aber jeder Mensch braucht noch mehr als das, er braucht Freundschaft, schöne Beziehungen, Begeisterung. Es geht also auch um soziale, menschliche Bedürfnisse. Der Mensch ernährt sich auch aus Beziehungen. Eine volle Speiseschüssel, eine Luxuswohnung, Lebenslust –  ist nicht alles, wenn man nicht auch Freude im Herzen, ein reines Gewissen und die Bereitwilligkeit besitzt, zu teilen. Durch das Brot für unseren Magen allein,  sind wir nicht gesättigt für unser Leben. Erst wenn wir Jesu Worte „Ich bin das Brot des Lebens“ begreifen, werden wir wirklich satt werden.

Die tagtägliche Reklame in den Zeitungen und im Fernsehen, sie versucht uns zu sagen, was wir alles brauchen, um glücklich zu sein, sie meint unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Es sind Empfehlungen, die unser Leben nicht wirklich glücklich machen. Ein gelungenes Leben lässt sich nicht auf qualitativ hochwertige Sachen beschränken. Nur wenn wir
Christus finden und mit ihm Freundschaft schließen, wird unser Leben glücklich, wird es ein Leben in Liebe. Das gelingt der Reklame niemals, sie hat keine Macht, uns ein solches Leben zu geben. Es macht daher Sinn, zu beten, die Heilige Schrift lesen und die Heilige Messe zu besuchen. Wir können uns auch folgende Fragen stellen: Kann ich erkennen, was Gott mir sagen will? Vertiefe ich meinen Glauben an Gott? Bin ich bereit, mit Jesus zu leben und seine Freundschaft anzunehmen?

Ein kleine Begebenheit dazu: Herr Andersson versah seinen Dienst an einem Flughafenstützpunkt. Zu seinen Aufgaben gehörte, dass er fehlenden Brennstoff in den Flugzeugen ergänzte. Er und seine Kollegen beklagte sich oft über den Hochmut der Piloten. Darum kamen sie eines Tages mit einem T-Shirt zur Arbeit, das folgende Aufschrift trug: „Ohne Brennstoff sind Piloten Fußgänger.“

Diese Aussage können wir fortsetzen: Ohne Seele ist der Mensch nur ein Lebewesen, ohne Liebe ist die Familie nur eine Menschengruppe, ohne Glauben ist der Mensch nur ein Geschöpf ohne Perspektive. Also: Die Seele macht erst aus einem Lebewesen einen Menschen, durch die Liebe wird aus einer Menschengruppe eine Familie, durch den Glauben wird ein Mensch zu einem Sohn oder einer Tochter Gottes. Glaube gibt unserem Leben Flügel, er ist der Brennstoff unseres Lebens. Jesus wollte durch das Beispiel der Brotvermehrung den Menschen zeigen, dass er besonders auch  bemüht ist um die Speise, die für das ewige Leben bestimmt ist.

Noch eine kurze Geschichte dazu: Es war einmal ein König, der sehr alt wurde. Er dachte darüber nach, was mit seinem Reich werden wir, wenn er einmal stirbt. Was wird wohl sein unerfahrener Sohn daraus machen, wenn er ihm sein Reich anvertraut. Er rief also seinen Sohn zu sich und sagte zu ihm: „Ich würde in Ruhe sterben können, wenn ich wüsste, dass du einen sicheren Zufluchtsort hast, um dich retten zu können im Fall einer Gefahr. Darum verlange ich von dir, dass du das ganze Reich bereist und zur Verteidigung der Grenzen mächtige Festungen baust.“ Darauf hin machte sich der junge Prinz auf den Weg. Er durchfuhr das ganze Land und fand geeignete Orte, um dort mächtige Festungen zu bauen – in Wäldern, an Ufern von Flüssen und auf den Bergen. Als er nach einer geraumen Zeit wieder zurückkam, ermattet, aber zufrieden, den Willen seines Vaters erfüllt zu haben, fragte ihn der König: „Mein Sohn, wie ist es dir ergangen, ist es dir gelungen, Festungen zu errichten? “ Er antwortete: „Es ging alles gut, ich habe im ganzen Land uneinnehmbare Festungen gebaut.“ Der alte König lobte aber den Sohn nicht, er schüttelte nur seinen Kopf, so dass man erkennen konnte, das ist keine Zustimmung, sondern ein klares Nein und er sagte schließlich: „Du musst nochmals das Reich durchreisen. Die Festungen, die du gebaut hast, werden dir nichts nützen, denn dann bist du allein in deinem Reich. Du musst Zuflucht finden in den Herzen ehrlicher und guter Menschen. Du musst ihre Freundschaft suchen.“ Da machte sich der Prinz nochmals auf den Weg und baute jetzt keine Festungen, sondern versuchte, Freunde zu gewinnen.

So ähnlich müssen wir es auch machen. Wir müssen Freundschaft, Beziehung mit Jesus gewinnen, dann wird ER uns Stärkung auf unserem Lebensweg geben. Sind wir dankbar für die Sorge, die Jesus uns angedeihen lässt!

Maria, Aufnahme in den Himmel, B. Lk 1,39-56.

Einführung
Wenn wir jemandem „Eure Hoheit“ sagen, drücken wir unsere Wertschätzung und Anerkennung aus. Jeder Mensch wünscht sich, gewertet, anerkannt und gelobt zu werden. Das Fest Mariä Aufnahme in den Himmel zeigt, wie sehr Gott Mariens Leben schätzt. Indem Gott Maria in den Himmel aufnahm, gab er ihr den Platz, der für uns vorbereitet ist, und sagte gleichsam: „Eure Hoheit, nehmen Sie bitte Platz.“ Jesus, du nahmst deine

Mutter mit ihrem Leib und Seele in den Himmel hinauf. Herr, erbarme dich unser.

Du machtest Maria zur Königin der Engel und Märtyrer. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns Maria zur Mutter  gegeben. Herr, erbarme  dich unser.

Predigt

Maria erlangte Ruhm, weil sie sich während ihres Lebens als Dienerin verstand. In unserem menschlichen Verständnis schließen sich Ruhm und Dienst gegenseitig aus. Wir erkennen die Notwendigkeit des Dienstes an, sehnen uns aber nach Höherem.

Maria antwortete auf die Verkündigung mit den Worten: „Ich bin die Magd des Herrn, mit mir geschehe, was du gesagt hast“ (Lk 1,38). Sie ging zum Besuch bei Elisabeth, um zu dienen. Während der Flucht nach Ägypten zur Rettung Jesu, diente sie. Später diente sie als Mutter und kümmerte sich um Jesus‘ Apostel. Nach Jesu Tod blieb sie bei den Aposteln und diente ihnen, indem sie kochte, backte und wusch.

Im Evangelium preist Maria die Größe des Herrn und jubelt über Gott, ihren Retter. Sie tat nichts Außergewöhnliches, sondern lediglich ihre alltäglichen Hausarbeiten. Doch Gott tat Großes an ihr durch seine Anwesenheit. Dies ist eine zweischneidige Münze: auf der einen Seite Dienst, auf der anderen Ruhm und Hochheit. Marias Einstellung war „Herr, dein Wille geschehe“, und auf der anderen Seite wurde sie zur Königin des Himmels gekrönt.

Unser ganzes Leben pendeln wir zwischen dem Dienst und der Sehnsucht nach Erhabenheit, weil uns das Dienen erniedrigt. Gott jedoch sieht dies anders: Er verwandelt unseren Dienst in Verdienste für das ewige Leben.

Üblicherweise wird der Titel „Eure Hochheit“ Königen und prominenten Persönlichkeiten verliehen. Doch in Gottes Augen hat jeder Mensch großen Wert. Als Abbild Gottes geschaffen, haben wir Anteil an seinem Ruhm. Gott liebt uns alle, egal ob wir „ein Mann auf der Straße“ sind oder nicht – für ihn sind wir alle „Eure Hochheit“.

Eine Frage: Ist Gott für uns von zentraler Bedeutung oder zweitrangig? Wenn wir Grundsätze wie Toleranz, Liebe und Barmherzigkeit hochhalten, können wir den Himmel schon hier auf Erden gestalten. Denn unser eigenes Umfeld wird entweder zu einem himmlischen Ort oder einer Hölle, je nachdem, ob wir von Eigensucht und Wut bestimmt werden oder nicht.

Wenn wir das himmlische Leben annehmen, bereiten wir uns auf das ewige Leben vor.

Ein Arzt fuhr im Winter mit seinem Auto zur Arbeit, als er auf Glatteis ausrutschte und in das Auto vor ihm krachte. Da er um halb acht im Krankenhaus erwartet wurde, um eine Patientin zu operieren, bot er dem Geschädigten an, die Schadensregulierung selbst zu übernehmen, um Zeit zu sparen. Tags darauf wurde er von der Polizei vorgeladen, die ihm seine Fahrerlaubnis entziehen wollte. Der Arzt bat um Nachsicht, da er sein Auto für seine Arbeit benötigte. Im Verlauf des Gesprächs stellte sich heraus, dass die Frau des Polizisten ebenfalls eine Patientin des Arztes war. Dieser Umstand half, und der Arzt erhielt nur eine Geldstrafe, durfte aber seinen Führerschein behalten. Der Arzt sah in diesem Ereignis eine Manifestation der Gottesliebe: Indem er der Patientin Vorrang vor seinen eigenen Interessen gab, gab er Gott Vorrang und erfüllte seinen Willen.

Bitte für uns, heilige Maria, damit wir deinen Lebensstil nachahmen und uns über deine erhobene Stellung in den Himmel freuen können.

Wir  haben  Gottes Wort gehört. Da Christus ist,  in unserer Mitte ist dürfen wir  in seinem Namen zum Vater beten.

Selig, die Gottes Wort hören und  daraus Frieden empfangen.Wir wollen um Frieden bitten.

Selig, die das Wort Gottes befolgen und eingehen in  seine Herrlichkeit.

Prinzip des Christentum.

Wenn wir Erfolg erreichen wollen, müssen wir das wollen. Wir müssen uns auf diese Sache/Ziel/ konzentrieren. Die Menschen können sich zur gegebenen Zeit nur auf eine Sache konzentrieren, wenn sie diese Sache gut machen wollen. Gibt es dieses Prinzip  auch im Christentum?  Ja. Die Bibel sagt: „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder  den einen hassen und den anderen dienen oder zum einen halten und den anderen verachten . Ihr könnt Gott nicht dienen  und zugleich  dem Geld. Mt 6,24

– Ein solcher Mensch bilde sich nicht ein, dass er  vom Herrn etwas erhalten  wird: Er ist ein Mann mit zwei  Seelen und  unbeständig  in allem,  was er tut.  Jak 1, 7-8

– Sucht ihr mich, so findet ihr mich. Wenn ihr  von ganzem Herzen  nach mir fragt, lasse ich mich von euch finden. Spruch des Herrn Jer 29,13-14

– Wieder ein  anderer sagte: Ich will dir nachfolgen , Herr. Zuvor aber  lass mich  von meiner  Familie  Abschied  nehmen. Jesus erwiderte  ihm. Keiner, der die Hand  an den Pflug gelegt hat  und nochmals  zurückblickt , taugt  für das Reich Gottes (Luk  9,61–62). Mit dem Himmelreich ist es  wie mit einem Schatz, der  in einem Acker vergraben war. Ein Mann  entdeckte ihn   , grub   ihn aber  wieder ein. Und in  seiner Freude  verkaufte  er alles, was er  besaß. und kaufte  den Acker. Auch ist mit dem  Himmelreich wie mir einem Kaufmann, der schöne Perlen  suchte. Als er  eine  besonders  wertvolle  Perle fand  , verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. Mt 13, 44-46.

Es ist ein großes Ziel, das Reich Gottes zu erreichen. Jesus verheimlicht den Aufwand, das Ziel zu erreichen. –  Geht durch das enge Tor.  Denn das Tor  ist weit , das ins Verderben führt, und der Weg dahin  ist breit, und viele gehen  auf ihm. Aber  das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der  Weg dahin  ist schmal, und nur  wenige  finden ihn. Mat, 7, 13-14

Lasst uns  mit Ausdauer den Wettlauf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus  blicken, den Urheber und Vollender  des Glaubens. Er hat angesichts  der vor ihm  liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf  die Schande  zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt. Denkt an den , der von den Sündern  solchen Widerstand  gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr  nicht ermattet und den Mut nicht verlieren. Heb. 12,1-4

Ein Christ hat ein Ziel: Christus zu sein. Alles muss das Ziel dieses Teils sein. Das Ziel ist „zu sein“. Wissen Sie, was für einen Unterschied zwischen Caesar    und  Rex Harrison, der Caesar in den  legendären Filmen  „Cleopatra“  von 1963 mit Elizabeth  Taylor in der Rolle Kleopatra   spielte, besteht?

Cezar ist Cezar   auf 100 %.

Rex  Harrison  spielt Cezar , aber er ist kein Cezar. In einem Sinn kann man sagen, dass  er als ob  schizophren wäre. Er ist Rex Harrison, aber manchmal  tut und benimmt er sich wie Cäsar Was musste geschehen, damit  Rex Harrison wirklich Cäsar wird? Die Persönlichkeit  Rex  Harrison musste verschwinden, sterben und den Platz der Persönlichkeit Cezar überlassen. Christ zu werden. Und das geht nur zu 100 %  oder überhaupt nicht. – Darum  kann  keiner  von euch  mein Jünger sein  , wenn er   nicht  auf  seinen  ganzen Besitz  verzichtet.  Lk 14, 33

 Doch  was mir  damals ein  Gewinn war, habe ich um Christi willen als Verlust erkannt. Ja, noch mehr: Ich sehe  alles  als Verlust an, weil die  Erkenntnis Christi Jesu meines Herrn alles  übertrifft. Seinetwegen  habe  ich alles aufgegeben und  halte es für Unrat,  um Christus zu gewinnen und  in ihm zu sein. Nicht, dass ich es  schon erreicht hätte oder schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus  Jesus  ergriffen  worden  bin. Brüder , ich bilde  mir  nicht ein, dass ich es   schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich. Ich vergesse,  was hinter  mir liegt, und strecke  mich nach  dem aus, was  vor mir ist. Das  Ziel vor Augen  jage ich  nach, dem Siegespreis, der himmlischen Berufung, die Gott uns  in Christus Jesus schenkt, Philipp 3, 7-8 ; 12–14.

19. Sonntag B Joh 6,41-51

–  Eine Speise für die Ewigkeit

Einführung.

Jesus sagte: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Lebensmittel sind notwendig. Sie ermöglichen es den Menschen, zu leben und sich zu entwickeln. Es kommt jedoch der Zeitpunkt, an dem jeder Mensch sein Leben beenden wird. Dann können diese Lebensmittel ihn nicht am Leben erhalten. Dann braucht der Mensch eine andere Speise.  Darum sagte Jesus, dass er das Brot ist, das den Menschen das ewige Leben schenken wird.

Predigt

Wenn der Mensch gesund bleiben will, braucht  er Nahrung. Er muss essen. Mein Großvater war Soldat im Ersten Weltkrieg. Seine Einheit wurde zerstreut. Niemand kümmerte sich weiterhin um die Soldaten. Damit er überleben konnte, verkaufte er sein Gewehr für ein Brotlaib. Zu dieser Zeit war für ihn ein Laib Brot wichtiger als das Gewehr. Er war jung und wollte leben. Ohne Brot war das aber nicht möglich, darum verkaufte er das Gewehr. Zum Leben brauchte er das Brot.

Es kommt aber der Moment, in dem ein Mensch nichts mehr essen kann. Sein Leib kann  die Lebensmittel nicht mehr aufnehmen.  Im vorigen  Monat starb mein Onkel. Vor seinem Tod besuchte ich  ihn zweimal. Zirka zwei Wochen vor seinem Tod aß er fast nichts mehr. Einmal kommt jeder von uns  in eine ähnliche Situation.

Jesus wusste aber,  dass der Mensch eine andere Speise brauchen wird. Wir sollen Jesus dankbar sein  für das Brot des Lebens – für die Eucharistie. Schätzen wir überhaupt die Eucharistie?  Wir wissen, dass für die Rettung unseres irdischen Lebens ein Stück Brot goldes wert ist. Wie viel mehr wert ist die Eucharistie für unser ewiges Leben!

Wie schätzen wir die Eucharistie? Sie sollte uns so wichtig sein, dass wir immer die  Heilige Messe besuchen und die Heilige Kommunion empfangen. Es ist wichtig, Jesus als Brot des Lebens wahrzunehmen. Jesus kam nicht, damit er der Welt irgendetwas gibt, sondern damit ER  sich selbst ihr gibt.

Wenn wir anerkennen, dass Jesus das Brot des Lebens ist, dann ist das für uns eine Aufforderung,  Brot für andere zu sein. Das Brot, das Jesus uns gibt, ist ein Geschenk. Gott gab sein Leben in unsere Hände. Es liegt an uns, wie wir es gestalten. Wir können es schlecht gestalten, indem wir betrügen, lügen, unmäßig Alkohol trinken und so weiter – oder es gut gestalten, indem wir ehrlich, geduldig und gottesfürchtig sind. Jeder Mensch hat die Möglichkeit und die Freiheit, sich entsprechend zu entwickeln – mit guten oder schlechten Eigenschaften. Es ist gut, wenn wir unser Leben so gestalten, dass wir eben zum Brot für andere werden.

Dazu sehr passend ist ein Text einer Frau, der ihn in Form einer Litanei verfasst hat. Statt der Antwort: Bitte für uns! setzte sie den Satz: Es war überhaupt nicht schwierig. Sie schrieb:

Ich habe heute der Briefträgerin von unserer Nachspeise etwas angeboten. Es war überhaupt nicht schwierig.

Ich habe einer alten Dame im Rollstuhl die Tür aufgehalten. Es war überhaupt nicht schwierig.

Ich habe einem unbekannten Menschen im Geschäft, wo man sich der Reihe nach anstellte, meinen Platz überlassen. Es war überhaupt nicht schwierig.

Ich habe meinem Mann gesagt, dass ich ihn liebe.   Es war überhaupt nicht schwierig.

Ich habe mit meinem Bruder telefoniert und ihm gesagt, dass er mir sehr fehlt. Es war überhaupt nicht schwierig.

Ich habe die welken Blumen auf dem Friedhof weggeräumt und neue hingelegt. Es war überhaupt nicht schwierig.

Ich habe mit meiner Tochter Memory gespielt. Es war überhaupt nicht schwierig.

Ich habe meine Nachbarin, die nicht mobil ist,  zu einem Besuch gebracht. Es war überhaupt nicht schwierig.

Viele weitere Tätigkeiten könnten wir zu dieser besonderen Litanei noch hinzufügen.  Wenn wir Kranke betreuen, uns den Kindern widmen  und anderen dienen, werden wir Brot für die anderen sein. Immer wenn wir daran denken, womit wir andere erfreuen, sie  aufmuntern oder  stärken können, folgen wir Jesus nach und  werden Brot für andere. Dann stellen wir fest. Es ist überhaupt nicht schwierig. Wir sollen dankbar sein für die Eucharistie, in der  Gott mit seiner übergroßen Liebe  für uns sorgt. Möge uns der Herr helfen, in unserem Leben Brot für die anderen zu sein!

Verklärung des Herrn 2015 Mk 9,2-10

Einführung
Die unsichtbare Herrlichkeit Gottes war in seinem sichtbaren Leib anwesend und zeigte sich im Moment der Verklärung des Herrn, als seine Gottheit offenbar wurde. Die Kirchenväter betonen, dass sich bei der Verklärung nicht Jesus selbst veränderte, sondern nur sein Aussehen. All das wirkte mächtig auf die Apostel.

Predigt.

So viel wie ihre Augen fähig waren, konnten die Apostel von der Herrlichkeit Jesu auf dem Berg Tabor wahrnehmen. Jesus zeigte den Aposteln nur so viel von seiner Herrlichkeit, wie ihre Augen ertragen konnten. Wenn Jesus seine ganze Herrlichkeit gezeigt hätte, wären die Apostel erblindet.
Dem Geschehen der Verklärung ging das Gespräch Jesu mit seinen Gefährten im Gebiet von Cäsarea Philippi voraus. Jesus stellte den Aposteln die Frage: „Für wen haltet ihr mich?” Petrus antwortete: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt 16,16). Die Gottheit Jesu, die die Apostel durch seinen Verstand, seine klugen Worte und seine mächtigen Werke erkannten, konnten drei Apostel auf dem Berg Tabor sichtbar sehen. Der heilige Gregor Palamas zieht daraus eine wichtige Schlussfolgerung. Wer Gott nur mit dem Verstand kennenlernt, irrt sich. Wenn die menschliche Natur durch den Heiligen Geist umgewandelt ist, kann sie Gott wahrnehmen. Aposteln die Frage 16,16 abmerken konnte, Palamas zieht,wahrnehmen, von dem sie von des Herrn auf dem Berg Tabor war nicht vollkommen. Jesus zeigte den Aposteln aus seiner Herrlichkeit nur so viel, wie ihre Augen fähig waren, es zu  ertragen. Wenn Jesus seine ganze Herrlichkeit gezeigt hätte, wären die Apostel erblindet. Dem Geschehen der Verklärung ging das Gespräch Jesu mit Jesus‘ Gefährten im Gebiet von  Cäsarea Philippi voraus. Jesus stellte den Aposteln die Frage: „Für wen  haltet ihr mich? Und Peter antwortete: „Du bist der Messias, der Sohn  des lebendigen Gottes“ (Mt 16,16). Jesu Gottheit, die der Apostel  durch Verstand in seinen klugen Worten und mächtigen Werken abmerken konnte, diese Gottheit konnten drei Apostel sichtbar auf dem Berg Tabor sehen. Der heilige Gregor Palamas zieht daraus eine wichtige Konklusion. Irren diejenigen, die Gott nur mit dem Verstand kennenlernen. Die menschliche Natur , wenn sie durch den Heiligen Geist umgewandelt ist, kann Gott wahrnehmen.

Die Erscheinung von Mose und Elia ist die klare Antwort darauf, dass Jesus kein Mose oder Elia ist, wie es viele Menschen gedacht haben. Jesus ist der, der sie vorausgesagt hat. Beide Propheten hatten Ähnliches  mit dem Sehen der Herrlichkeit Gottes wie jetzt drei Apostel auf dem Berg Tabor. Theofylakt nahm nur der Schatten der Wirklichkeit war, das 33,11–34,9 wünscht sich Mose, 33,11 – der auf dem Berg Tabor möglich über das „die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei der Sünde erlöst Sklaverei befreit das was. Das ist das Bild dessen, dass Moses‘ Gesetz nur der Schatten der Wirklichkeit war, 4,9, jetzt die in Jesus Christus erschien. Auf dem Berg Tabor enthüllte sich vor den Menschen, bis jetzt  eingehüllt, das Geheimnis Gottes, der Mensch geworden ist. In Exodus 33,11–4,9 wünscht sich Mose Gottes Herrlichkeit zu sehen. Er durfte Gott von hinten  sehen. Das wurde jetzt auf dem Berg Tabor. Beide Propheten sprachen mit Jesus über das, was ihn in Jerusalem erwartete. Die Evangelisten vermerkten den Inhalt dieses Gesprächs nicht. Wichtiger als die Worte ist das Leben dieser Propheten. Nicht  mit Worten, sondern mit ihrem Tun sagten sie, was Jesus ausführen soll. Mose führte die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei hinaus. Das ist das Vorbild dessen, dass Jesus die Menschen, die an ihn glauben, aus der Sklaverei der Sünde erlöst. Elija erweckte den Sohn der Witwe von Sarepta.  Das war das Vorbild dessen, was Jesus dem ganzen menschlichen Geschlecht erwecken wird. Diese Prophetenvorbilder aus dem Alten Bund treffen sich jetzt mit dem, der sie erfüllen soll.

Kehren wir zum Augenblick zurück, als Petrus bei Cäsarea  Philippi Jesus , Gottes Sohn, erkannte. Er konnte aber nicht begreifen, dass Jesus leiden und sterben soll. Er diente dafür eine harte Ermahnung aus. Es schien, dass es ihm nicht half. In seinen Worten: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind!“, erkennt Theofylakt hier, dass Jesus zu  überzeugen ist, damit er in Jerusalem nicht gehe. Petrus’ Einstellung und Worte äußern die Einstellung eines Christen, der sich auf ewig der prächtigen Weile bewähren will und nicht vom Kreuz hören will. Diese Menschen vergessen, dass man in den Himmel durch das Kreuz geht. Der Aufstieg  auf den Berg symbolisiert  „sich Entfernen“  von der Plahheit und spricht von der Mühe, die damit verbunden ist. Theophylakt macht darauf aufmerksam, dass  ohne sich von der Welt  loszusagen die Gottessachen unmöglich zu sehen sind.

In der Verklärung des Herrn  erkennen wir, wozu der Mensch berufen ist. Jesus verwandelte sich nicht wegen sich selbst, sondern wegen uns, damit er uns  die zukünftige Verwandlung der  menschlichen Natur zeigte. Was mit Christus geschehen ist, wird auch mit uns geschehen. Der heilige Makarios sagte. So wie der Leib des Herrn verklärt und verherrlicht  wurde, so auch die Leiber der Heiligen verwandelt und verherrlicht werden.

Johannes Maria Vianney

Jesus Christus,der uns die Seligkeit  des ewigen Lebens offenbart hat, sei mit euch.

Heute haben wir den Gedenktag  des heiligen Pfarrer Johannes Maria Vianney. Er ist der Patron der Priester. Ich habe gelesen, dass er der einzige heilige Pfarrer ist. Ich denke der Weltpfarrer.

Herr Jesus Chrisutus, du kamst um die Menschen zu retten, Herr erbarme dich unser.

Jesus Christus, du hast alle Schuld auf dich genommen, Christus erbarme dich unser.

Jesus, du hast allen das ewige Leben  verheißen, Herr erbarme dich unser.

Ein  armer, Bauernbub, begehrt von klein auf, Priester zu werden. Er hatte weder Geld, noch die Schulen, noch  die Begabung. In der Schule wurde er für einen schwachen Schüler gehalten. Johannes aber war  sehr fromm. Das nahm der Pfarrer Balley wahr. Er lehrte selbst  Johannes. Mit seiner Hilfe geriet Johannes  ins Seminar. Das Studium ging ihm  sehr schlecht. Die Vorsteher des Seminars  zögerten,ob ihn  zum Priester weihen zu lassen. Der Generalvikar legte nur eine Frage. Ist Johannes fromm? Er ist das Vorbild der Andacht. Diejenigen ist das Gottesreich, sagte Generalvikar.  Johannes ragte wie ein Beichtvater heraus. Sein Beichtstuhl war nie leer.Dort tut sich wirkliche Wunder. Der Satan tobte, wütete, aber Johannes war  unbezwingbar.

DaGottesreich in uns  wachsen soll, wollen wir  zum Vater  beten, wie uns Jesus Christus gelehrt hat.

Jesus Christus  kam als das Heil der Welt. Damit wir  in diesem Heil verharren,  bitten wir um seinen Frieden.

Selig, die geheilt  werden von aller Krankheit der Sünde  und das ewige  Leben empfangen.

 

 

Gott hat bei allen seinen Werken gute Absichten

Pflug Ein Mann holt aus dem Wald eine schöne, gerade, lange Stange, trägt  sie nach Hause, zersägt sie der Länge nach in zwei  Hälften, macht Sprossen, bohrt Löcher  und  daraus  wird  eine Leiter. Die Leiter ist fertig. Er lehnt  sie an einen Baum, an dem  reife  Kirschen hängen. Wenn jemand eine Leiter machte und gar nicht daran , wozu sie  dienen soll , wäre diese vernünftig? Es wäre unvernünftig. Was tut  also  der  vernünftige  Mensch  bei seiner Arbeit?  Er  denkt  daran , wozu  er das macht. Er denkt sich etwas , was er damit  erreichen will. Das heißt: die Absicht. Der Bauer fährt mit  dem Pflug aller Verarbeitet Könnt Sie,imstandeSie auf den Acker. Er will dies erreichen/gute Ernte/. Der Herr Organist  geht aufs Chor, er setzt sich zum Spieltisch, er allervernünftigste,t  ohne  Gedanken?  Denkt er an etwas? Ja. Er will die Orgel spielen.damit etwas

Wer ; Wesen? Gott.  Wenn Gott etwas tut, wird er es gedankenlos tun? Er wird etwas  erreichen wollen. Was hat Gott bei  allen seinen Werken? Er hat eine Absicht dabei. Ein Mensch hat die Absicht, ein Haus   in die Luft zu bauen; wird sterben, Gott Seht Seht Gott, seht verarbeitet. Könnte die Machtinstanz Gott Macht haben? Könnte das im Stande sein? Nein. Ist diese Absicht vernünftig? Nein.  Ein Vater spricht zu  seinem fünfjährigen Kind. Trage  diesen Sack Getreide in die Mühle.  Ist die Absicht  dieses Vaters vernünftig? Nein.  Warum  nicht? Weil das Kind  zu schwach ist. Wird Gott etwas  von  seinen Geschöpfen, was sie nicht leisten können? Niemals. Gott beabsichtigt also  immer nur dasjenige, was möglich ist  und sein kann, oder seine Absichten sind immer vernünftig.

Eltern lieben ihre Kinder. Wollen ;, dass diese krank werden, Schmerzen leiden, Krüppel werden oder sterben? Gott? Seht ihr einen stattlichen Obstbaum an? Seht ihr, wie Gott ihn verarbeitet? Könnt ihr das? Seid ihr dazu imstande? Das wollen sie nicht. Was wollen sie dann?  Dass sie gesund bleiben und leben. Welche Absichten haben die Eltern mit den Kindern? Nützliche Absichten. Da Gott unendlich überlegen ist, wird er seinen Geschöpfen doch nicht schaden wollen? Er will sie nutzen. Gott beabsichtigt nur das, was seinen Geschöpfen nützt.

Die Menschen können  nicht alles tun , was  sie wollen, weil ihnen die Kraft fehlt. Gott ist allmächtig, er  kann alles  machen,was  er will. Er ist in seinem Tun unbeschränkter  Herr. Er beherrscht und regiert  alle Dinge mit unbeschränkter  Macht. Der Bauer  lebt  vom Getreidebau. Damit er Getreide anbaut., Was muss er mit  dem Samen machen?  Er muss ihn auf den Acker  säen.  Was muss aber  vor der Saat mit dem Felde  geschehen? Es muss geackert werden. Ist es genug, wenn er die Erde nur etwa? einen Zoll tief  aufackert? Er muss  tiefer  ackern. Wollte er den Samen zu dick  säen, konnte  er wachsen. Nein. Sät er zu dünn , Wachst,   Getreide genug?  Also nicht zu  viel  und nicht zu wenig. Kann er zu  jeder  Zeit  auch, auch im Winter Tiereackern  und säen? Nur im Herbst  und Frühling. Wenn  der Bauer seine Absicht  erreichen  und Getreide  bauen  will, muss undTiereere an seine  Arbeit denken. Wie muss er seine  Arbeit  verrichten?  Zu rechter Zeit. Außerdem braucht er Tiere, eigene Arbeit, Traktoren, AuGeschöpfeGeschöpfe sind eine Regelhandlung;,erfüllt sein?os, Chemikalien. Er ordnet   alles   zur  Erreichung   seiner Absicht. Gott  hat eine größere Haushaltung  zu besorgen als der Bauer. Auf der Erde leben Milliarden Menschen  , Tieren, Bäume und Pflanzen. Alle diese Geschöpfeeine Regelhandlung alle  wollen  leben  , essen   und trinken. Gott  beherrscht   und regiert   alle   Geschöpfe  mit  unumschränkter Macht; als Mittel erfüllen Sie hier unten, die anderen  laufen  hoch, sind Sie,Pflug am allerschönsten? Was. Könnte es ein Ast.Könnte verarbeitet rüttelterfüllt  manchmal  der seinen heiligen Willen. Gott leitet  die Schritte der Menschen. Was wählte also Gott? Seht  einen großen  Obstbaum an. Gott? Seht? Seht Gott, er kann. Macht; als Mittel, efüllen alle eigenen Tiere. eigeneWas. Könnte es ein Ast. Könnte:eine Bestimmung;; für Mittel, um  seine Absichten  zu erreichen?  Gott  wendet  die tauglichsten Mittel  an. Das  ist  wirklich    so. Seht  einen großen  Obstbaum  an –.WaswächstRüttelt  manchmal  de wird er, je höher der Baum ist,Diweder zu nahe nochGott? Was wächst rütteltdiwedernoch GottAbsicht füllenMitte eranbauenfüttern imstand Vernünftigensieimstande Sie man seine Absichtfüllen, als Mitteeranbauen  will, muss er, Tiere fütternimstandVernünftigen, ist Sie imstande,Vernünftigen sind was soll  er tragen? Obst. Viel Obst ist schwer. Könnte ein Ast es ertragen? Der , wachsen , fällt die  Last   des Obstes  auf  den Ästen  nicht  in den Stamm?  Ja. Was rütteln  manchmal  den  Baum heftig? Der Wind. Hätte nun Gott   den Baum   nur  so  wie   einen Baumpfahl  in die  Erde   gesteckt, müsste   er nicht   locker werden, wird er, je höher der Baum ist,?  Und nach und nach, je höher der Baum ist, wird er stabiler. Die umfallen.  An was ist er daher   befestigt ? An Wurzeln. Die  eine  geht    gerade hin und steht ihm hoch. Sie ist. Die anderen laufen um und herum. Die  Wurzeln  halten   ihn, fangen  zugleich Saft und führen ihn  den Ästen zu: die verarbeiten ihn zu Früchten. Kann es optimaler sein? Die Sonne soll leuchten und wärmen. Wäre sie so klein wie eine Kerze, würde sie ihren Zweck erfüllen? Daher machte sie Gott viele tausendmal größer als unsere Erde. Käme sie der Erde zu nahe, was müsste geschehen? Sie würde sie anzünden. Wäre sie immer so weit  entfernt wie  im Winter, oder noch weiter? Verarbeite dann? Dann müsste alles erfrieren. Daher brachte sie Gott so an, dass er der Erde  nicht zu nahe und nicht zu fern ist. Stände  sie still, dann hätte nur ein  Land Licht und Wärme, die anderen  hätten immer Nacht  und müssten erfrieren. Daher lässt sie Gott täglich auf- und untergehen. Gott, wie kann es nicht untergehen? unter? zählt Gott verarbeitet könnte und lässt sie  im Sommer  näher rücken. Konnte Gott es besser einrichten? Nein. Betrachten wir das Auge. Wozu dient es? Zum Sehen.  Warum einen? Warum hat Gott Füße geschaffen, anstatt sie im Kopf zu platzieren? Damit wir  mehr und weiter sehen. Es ist äußerst fein und zäh, daher  legte es überlegenerweise  Gott nicht unter Sie herab, hochzählt der weiße  Schöpfer in die Knochenhöhlen. Steht es still? Nein.  Damit es sich nicht abreibe  oder entzünde wie die Achsen am Wagen, hüllte es Gott in ölige Häute ein; gegen  den Schweiß schützte er es durch die Augenbrauen, gegen den Staub durch die  Wimpern. Was  doch noch hineinfällt, das waschen die Tränen aus.  Auge besser  einrichten? Nein.  Was wählte also Gottverarbeitet entfernt verarbeitet. Könnt, um seine Absichten  zu erreichen?  Er wählte die tauglichsten Mittel. Da nun Gott lauter gute Absichten hat, da er zur Erreichung seiner Absichten  alle Geschöpfe mit unumschränkter Macht  regiert und alles lieblich einrichtet, da er immer die tauglichsten Mittel wählt, so nennt  man  Gott höchst weise.