Archiv für den Monat: August 2015
Unser Gebet muss Kopf, Herz und Füße haben.
Unser Gebet muss einen Kopf haben, und zwar einen gesunden und einen gescheiten Kopf.
Einen gesunden Kopf hat unser Gebet, wenn wir auch haben. Wer sich beim Gebet wissentlich und freiwillig in Zerstreuungen aufhält und Dinge im Kopf behält, die nicht zum Gebet gehören, dessen Gebet ist zerschlagen Die Juden bauten einst den Tempel und die Mauern ihrer Stadt Jerusalem wieder auf, während sie ihr Feind belagerte und bestürmte; darum hielten sie in der einen Hand das Mauer-Werkzeug, in der anderen Hand aber das Schwert, um zu kämpfen, und so müssen auch wir während unseres Gebetes die Zerstreuungen bekämpfen und die feindlichen Dinge abwehren, die uns im Gebet stören wollen. Dann wird unser Gebet einen gesunden Kopf haben.
Einen gescheiten Kopf hat unser Gebet, wenn wir um Vernünftiges und wahrhaft Gutes beten, d. h. mehr um die geistlichen und ewigen Güter als um die leiblichen und zeitlichen. Es lag gerade ein alter, stolzer Sonderling in der Sonne, um sich zu wärmen, als der berühmte König Alexander zu ihm kam. Der König redete ihn an und sprach zu ihm. Bitte dir eine Gnade aus, sei es was einenimmer. Und der Sonderling verlangte nichts anderes, als dass ihm der König aus der So ein Teil gebe. Diese Bitte hatte wohl gewiss keinen Kopf, wenigstens keinen gescheiten und vernünftigen. Aber ist das Beten und Bitten derer vernünftiger, die größtenteils nichts anderes verlangen, als dass sie jung, reich, gesund seien, die größtenteils nur für ihre Kästen, Häuser, Ställe, Felder und Besitzungen beten und bitten, aber an das Gebet um die Gnade und den Segen zu einem christlichen Leben, an das Beten und Bitten um die Erhaltung der Unschuld, um den Geist Gottes, um wahre Buße und Bekehrung des Lebens, um Verzeihung der Sünde, um einen glückseligen Tod, um den Himmel, oft nicht einmal denken. Ist das Gebet solcher Leute vernünftiger als das des alten Sonderlings, der gebeten hat, damit ihm der König aus der Sonne gebe, da auch sie nur um flüchtige und eitle Dinge beten, an die größeren, an die ewigen aber nicht denken.
Unser Gebet muss aber auch ein Herz haben, d. h., wir müssen mit Vertrauen zu Gott beten und bitten. Über die Juden klagte einst Gott, der Herr, bei dem Propheten Hosea, indem er sprach: „Dieses Volk hat schon wieder in Ägypten seine Hilfe gesucht und zu den Assyrern seine Zuflucht genommen, statt zu mir zu kommen – wehe ihm, dass es von mir abgewichen und dorthin gezogen ist, wo es doch weiß, dass es nichts als Schmach und Elend erntet. Statt von ganzem Herzen zu mir zu rufen, haben sie in ihren Häusern gemurrt und geklagt, und weil sie um nichts anderes als um ihr Korn und ihren Wein besorgt waren, haben sie Böses wider mich gedacht und Lügen wider mich geredet, und mich verlassen, mich, der ich sie belehrt, erlöst und ihre Arme gestärkt habe“ Off. 7, 11
Wodurch gelangt unser Herz beim Gebet zum Vertrauen auf Gott? Dadurch, dass das Herz des Menschen rein von sündhafter Leidenschaft ist, ist das Gewissen gut, denn die Reinheit des Herzens, entweder in Unschuld erhalten oder in der Buße wiederhergestellt, ist die Mutter und der Ursprung des Vertrauens auf Gott. Der heilige Gregor sagt. Wie könnte jemand hoffen, dass Gott ihn erhöre, wenn er selbst Gottes Stimme nicht achtet? Wenn du selbst nicht auf Gott hörst, wird Gott wohl auf dich hören. Darum reinige zuerst dein Herz von Sünden und beseitige feindliche Leidenschaften, dann komme und bete. Unser Gebet muss endlich auch Füße haben, und zwar Eifer und Ausdauer. Bittet, so werdet ihr suchen, so werdet ihr finden, klopft an, und es wird euch aufgetan. Bitten, voller Vertrauen, voller guter Hoffnungen. Öffnen wir unser Herz für Gott. Das machen wir , wenn wir zu ihm beten. Der König David betete in Psalm 56: „Erbarme dich meiner, erbarme dich meiner, denn meine Seele vertraut auf dich – ich will rufen zu Gott, dem Allerhöchsten, der mir Gutes getan hat.
Der zweite Fuß, den das Gebet haben muss, ist die Ausdauer im Gebet. Diese fordert und empfiehlt uns besonders, den Schmaus, denn es heißt schon im Buch der Weisheit: „Verharre in deinem Stande, in dem dich Gott gesetzt hat , und in dem Gebete zum Allerhöchsten“ (Weisheit 17,24). Jahrelang erwarten oft Kranke von dem Arzt ihre Gesundheit mit Zuversicht , aber von Gott erwarten sie nichts. O seht doch auf den achtunddreißigjährigen Kranken, wie er noch immer voll Mutes wartete, obwohl er erfahren musste, wie ihm immer und immer ein Anderer vorkam, bis er endlich durch Christus gesund wurde. Schämen wir uns, sagt der Heilige. Chrysostomus: „Achtunddreißig Jahre wartete der Kranke, und wir verzagen oder geben das Beten sogleich auf, wenn wir nach einigen Tagen keine Hilfe sehen.“ Sehen wir , dass unser Gebet nicht ohne Kopf, Herz und Füße sei. Nur so wird unser Gebet Erhörung finden und uns irdischen und himmlischen Segen bringen.
Über die Lauheit.
Eine so allgemeine und verderbliche Seelenkrankheit verdient unsere besondere und volle Beachtung.
1. Kennzeichen der Lauheit besonderen
Jede Krankheit hat ihre , Erscheinungen, an denen man sie und so hat auch die Lauheit, verdient, leidetGebet vor,diese geistige Krankheit, ihre besondere Kennzeichen. Der Laue hat noch, sozusagen, einen gewissen Abscheu vor größeren Vergehen, leidet, lässlichenverdient, sein Gebet lässlichen verdientSeelenbus Bedenkenvor schweren Sünden, weil er die öffentliche Meinung fürchtet: Um Seelenkrankheit verdientleidet,ich , daraufhin achtet er so gering auf die läßlichen Sündenleidet Gebet er weiß sich überall mit der menschlichen Schwäche zu entschuldigen. Der Laue übt sogar viel Gutes aus; er betet, doch ernst istlässlichenlässlichen verdient nur Lippenwerk. Er erscheint im Tempel Gottes; jedoch nur der Sitte und Gewohnheit halber. Man sieht es ihm in seiner Miene,in der ganzen Haltung an, dass es ihm nicht Ernst; er langweilt sich, gähnt, wischt sich die Augen. Der Laue will und leiden für Gott. zurück. Der Laue beichtet, aber ohne Beverdient’sichtchen ohne alle Andacht, ohne alle Nutzen. Er arbeitet, sinnt und denkt und studiert den ganzen Tag hindurch zeigt sich kein wahres Christentum. Der Laue hört das Wort GotteBernhards an, aber ohne Nutzen. Er sieht im Leben so viele schöne Beispiele, allein er ahmt sie nicht nach. Gott bietet ihm reichliche Gnaden an, der Laue aber beachtet sie nicht. Was die Schlafsucht für die Sinne.
2.Die traurigen Folgen der Lauheit.
Die traurigen Folgen der Lauheit werden uns klar werden,wenn wir den Abscheu betrachten, welchen Gott selbst gegen den Lauen trägt. Weil du lau bist, sagt Gott der Herr,, so wentgegnet. gehe,Besserungstärkeren IchwillMundill ich dich ausspeien aus meinem Munnde“ Offenb 3,16. In dieser furchtbaren Drohung des Herrn ist Gottes unendlicher Abscheu gegen den Lauen. Gott selbst rüstet sich, um den Lauen von seinem Angesicht zu entfernen und ihn vielleicht für die ganze Ewigkeit zu verwerfen. Ja, selbst derjenige, der den größten Sündern entgBesserungstärkeren. Ichegeneilt und den verlorenen Sohn zärtlich wieder aufnimmt, sogar dieser kann den Lauen nicht mehr ausstehen. Wahrlich tausendmal besser ist ein größer Sünder, der aber noch für einen stärkere Eindruck empfänglich und eines großmütigen Entschlusses fähig wäre, als eine in den Todesschlaf der Lauheit versunkene Seele;und dieses ist auch der Ausspruch und Wunsch des Heiligen Geistes selber, indem er spricht. wiss Sündner Pharisäern SeelenbusSündenSündnerPharisäernSeelenbusskann Bedenkenkann nicht la kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß“ –Offenb 3, 15.Keine Seelenkranheit ist schwerer zu heilen als die Lauheit, und zwar aus zwei Gründen. Weil sich bei dem Lauen alle Heilmittel in Gift verwandeln und weil die Lauheit blind macht. Bei den Lauen verwandeln sich alle aber verschlimmert sich mit jedem Tage. Was da,al, denn die Lauheit macht blind. Ach es ist nur zu wahr,was der heilige Bernhrdin von Siena ausspricht, indem er sagt. ,, Ich habBernhardSündene viele Wucherer, grausame Soldaten, Straßendirnen und Heiden zum Herrn sich bekehren und gut werden sehen, aber ich zittere, da ich nie gesehen, dass ein Lauer sich zum Herrn bekehrt hätte. Oder blicken wir einmal in die Geschichte. So lesen und wissSündnerPharisäernSeelenbusn“ abgewaschen und dass selbst der Schächer am Kreuze noch Buße getan hat. Sie waren große Sündem , aber ihre Sünden waren nicht so groß,dass sie nicht hätten Busse tun können. Wo aber lesen wir, dass auch nur ein einziger von den Pharisäer und Schriftgelehrten diesen selbstgerechten Seelen Busse getan hat? O es ist ernsthaft, dass ein großer Sünder, sich eher bekehrt,als ein lkann nicht lafthrist.
3. Die Mittel zur Heilung der Lauheit.
Das erste Mittel zur Heilung der Lauheit ist die öftere Betrachtung ihrer traurigen Folgen. Wer großen bedenkt, wohin die Lauheit führt, der kann unmöglich lau sein. Wer eich SeelenbusBedenken daraufwiskannSeelenbuss kann BedenkenWiss Sündner Pharisäern Seelenbus SündenGott Bernhardss weiß und fühlt, dass selbst Gottes Abscheu auf dieser Sünde ruht, der lau nicht kann sein. Ein zweites Mittel zur Heilung der Lauheit ist der Gedanke an unsere eigentliche Bestimmung. Wir sind nämlich auf Erden, um Gott zu dienen und dadurch selig zu werden. ,,Lasst nicht nach in eurem Eifer,lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn“ Röm 12,11 Unmöglich kann derjenige, der einem so großem und mächtigen Herrn dient, darauf lauernEin Darauf. Als einst der heilige Ignatius einen Bruder nachlässig arbeiten sah, fragte er ihn, für wen er arbeite. Für Gott, wissende Sünder und Pharisäer: Buskann: „Bedenke das!“ Darauf antwortete dieser. , Darauf erwiderte der Heilige. Wenn du mir geantwortet hättest ein Seelenkrankheit verdientsich,aber betrachten, welche AbscheMund.Lärdrittes Heilmittel ist die Erinnerung an den süßen Trost, den jene Seele im Leben und Sterben erfährt, die ihrem Gott im frommen Eifer gedient hat. Der Tod des Gerechten ist kostbar vor dem Herrn.Ein viertes Mittel zur Heilung der Lauheit ist der heilsame Schrecken. Bei manchem lauen Christen gehört schon ein stark aufregendes Mittel dazu, um ihn aus seiner geistlichen Trägheit und Kälte aufzuwenden; der Gedanke an Gott und Gottes unendliche Liebe wirkt da wenig oder gar nicht. Wer kennt das Evangelium von dem faulen Knecht nicht.? Er hat nicht geraubt, und nicht gestohlen und niemanden umgebracht; er hatte nur aus Lauheit und Trägheit sein Talent vergrabenDarauf vergraben- und dennoch wurde er hinausgeworfen. in die äußerste Finsternis.Endlich füge und erfüllt sie mit heiliger Wärme, wenn sie lau und kalt geworden sind. Prüfen wir uns selbst,ob unsere unsterbliche Seele nicht an dieser Verderblichkeit/Lauheit wie die Lauheit leidet.
Pius X
Jesus Christus, der dem Petrus den Auftrag gab, seine Kirche zu verwalten, sei mit euch
Heute haben wir den Gedenktag des heiligen Pius X. Nach dem Tod des Papstes Leo XIII. wurde er am 4. August 1903 zum Papst gewählt?Seine Parole war: „Werde alles in Christus. Er war der größte Reformator auf dem ? Er kämpfte gegen die modernen Irrtümer und für die Rechte der Arbeiter. Die Reformen müssen auch wir in unserem Leben umsetzen.
Herr Jesus, du kamst , um den Neuen Bund zu gründen, Herr, erbarme dich unser.
Herr Jesus, du wolltest den Geist der Liebe in uns erneuern, Christus erbarme dich unser.
Herr Jesus, du hast uns den Zugang zum Vater geschenkt. Herr, kehre dich unser.
Warum baut Christus seine Kirche auf Petrus? Waren unter den Aposteln keine besseren Menschen? Petrus ragte weder durch Ausbildung noch durch Heiligkeit hervor. Zum Beispiel war der Apostel Johannes ausgebildeter und treuer. Warum wählte Jesus eben heiligen Petrus? Wegen der Liebe . Weil Petrus die anderen liebte. Die Funktion, die er ausüben sollte, kann ohne Liebe nicht verrichtet werden, da sie in der Liebe und im Mehr verwurzelt ist. Darum entschied die Liebe über seine Wahl. Kann in der Liebe und dem Mehr, Wagen und Herr,Parole Wahl, kann in der Liebe und dem Mehr?
Da Jesus Christus in sein Reich gerufen hat, dürfen wir es wagen, mit seinen Worten zum Vater zu beten.
Gott vergibt den Sündern, wenn sie um seinen Frieden bitten. So wollen wir beten.
Selig, die wachsten in der Lieb und Anteil werden an Gottes Reich haben.
Zum Ehejubiläum.
Fünfundzwanzig, fünfzig, sechzig, fünfundsechzig Jahre ehelicher Gemeinschaft sind ein Grund zu Freude und Dank. Dabei geht es nicht um ein Abwägen, nicht um ein Aufrechnen. Solche Jahre waren sicherlich gefüllt von Freude und Leid, von Wohl und Wehe. Das ist eben das menschliche Leben, das immer aus beidem fließt und in beides wieder mündet. Die Frucht auf dem Feld reift auch nur von beidem, von Regen und von Sonnenschein. So reift der Mensch: aus Freude und Leid; beides gehört dazu. So sind die Jahre der Ehe ebenso gezeichnet von Gewinn und Verlust. Wir meinen nur oft, die Gewichte seien nicht recht verteilt. Wir bedenken zu wenig, dass wir beides brauchen, um Mensch zu sein. Unser Herz braucht Liebe und Tränen, und Tränen kommen ebenso aus der Freude wie aus dem Leid. Nur so wird die Liebe ganz und wirklich erfüllt und zur Kraft unseres Lebens.
Ist es noch notwendig, nach fünfundzwanzig, fünfzig, sechzig oder fünfundsechzig Jahren nach der Liebe zu fragen? Fragen wir nicht nach der Liebe, die so oft beglückt und so oft enttäuscht hat, wir nach ihrem Urgrund, denn das ist die Frage, die im Leben aufrichtet und belebt. Die Liebe kommt von Gott her; sie ist aus Gott, sagt Johannes in seinem ersten Brief. Sie ist immer ein Geschenk und will als Geschenk weitergegeben werden. Dabei ist die Liebe, die aus Gott kommt, immer zugleich erlösende. Denn wir sind immer in der Gefahr, uns in uns selbst zu verkrampfen. Das Hemd ist uns näher als der Rock, sagt eine dumme und dennoch oft erfahrbare Wirklichkeit. Gott ist in der ganzen Fülle und Größe seines Seins der Für-und-Andere, der sich immerzu verschenkt, an andere denkt, uns Menschen glücklich machen will, wenn wir das wollen. So ist seine Liebe Erlösung für uns. Denn wenn wir ihn suchen und zu ihm gehen, kommt er uns schon mit seiner Liebe und Gnade entgegen und löst die Schuld, aus der wir sonst nicht hinausfinden. Er erwartet nicht einmal eine Gegenleistung. Er stellt keine Bedingung. Für den Suchenden ist er da. Sind wir das ebenso? So bereitwillig und fraglos, ohne Frage wie er? Wir müssen einander lieben, weil Gott uns geliebt hat, sagt Johannes, damit seine Liebe in uns vollendet wird. Man kann das anders sagen. Das Gleichnis Jesu spricht vom Salz und vom Licht. Salz ist keine Mahlzeit. Man kann nicht davon leben; man kann es nicht als Nahrung genießen. Dennoch benötigen wir es. Es gehört zu den Aufbaustoffen unseres Körpers. Deshalb spielt es in unserem Leben eine so wichtige Rolle und ist doch etwas so Unscheinbares, so Nebensächliches, so Billiges. Es ist kein Genussmittel, und dennoch macht es die meisten Speisen erst genießbar. Speise wird geradezu zum Genuss.
Es ist so wie immer in unserem Leben. Wir sagen Tag für Tag viele Worte, ob belanglose oder wichtige. Wir sagen sie hart und scharf, damit wir nicht missverstanden werden. Wenn wir sie mit Liebe sagen, klingen sie anders, wirken sie anders.
So ist das Licht noch kein Leben. Dennoch braucht unser Leben Licht. Wie traurig wäre es auf dieser Erde, wenn es kein Licht gäbe. Wir brauchen vieles zum Leben. Erst das Licht gibt Schönheit und Farbe, Glanz und Gestalt. Nur in die Sonne sehen können wir nicht. Unser Auge würde verbrennen. Die Sonne macht dennoch unser Leben erst schön. In ihrem Licht erkennen wir erst , was schön und gut ist. So ist die Sonne so etwas wie das Gütezeichen der Welt. Und die Liebe ist das Gütezeichen der Ehe, des Zusammen- und Miteinanders mitten im grauen Alltag unseres Lebens, mitten in den Sorgen , in denen wir zu ersticken drohen. Salz und Licht und alles ist anders.
Warum sage ich das? Fünfundzwanzig, fünfzig, sechzig und fünfundsechzig Jahre sind Erfahrung genug, um das zu wissen. Erfahrungen jedoch muss man filtern. Man muss sie durch ein Sieb gehen lassen, damit die Jahre dieser Zeit sich von der Asche und dem Staub unserer Resignation und Gleichgültigkeit lösen, und übrig bleibt, was Freude und Beglückung war. Das heißt, ein wenig Zwischenbilanz machen, nicht als Abrechnung, ob man auf seine Kosten gekommen ist, sondern um den Weg zu erkennen, der in die Zukunft führt. Unser Leben wandelt sich von einer Stufe des Lebens zur andern. Wir erfahren uns selbst immer neu, und so muss die Liebe immer neu werden. Sie genügt heute nicht so, wie sie gestern war. Nicht nur die Welt um uns wandelt sich. Wir selbst wandeln von Tag zu Tag. Und wir müssen uns dem anderen, sich ebenso wandelnden Menschen anpassen, angleichen, immer neu mit ihm eins werden. Das heißt – die Ehe nicht nur fortzusetzen, so wie sie in diesen Jahren war, sondern sie selbst zu einem Quell gegenseitig geschenkten Lebens zu machen. So wird die Ehe von neuem Salz und Licht, das hinausleuchtet über den engen, kleinen Kreis von Ehe und Familie, das zum Zeugnis jener Liebe werden kann, die aus Gott kommt und immer neu kommt, zugleich immer neu beglückend. So mag diese Stunde eine Stunde der Freude und des Dankes sein. Gott verschenkt sich uns immer neu, wenn wir den Mut haben, ihn immer neu anzunehmen und in unserer Mitte zu behalten. Möge seine bleibende Gegenwart die Frucht dieses Tages sein!
22.Sonntag B Mk 7,1-8, 14-15 21-23
Einführung
Jesus sagt im heutigen Evangelium: ,Es ist sinnlos, wie sie mich verehren. Was sie lehren„ sind Satzungen von Menschen.“ Wir verstehen diese Worte. Jesus sah, dass die Menschen in Beziehung zu ihrem Gott „farblos“ waren. Sie bemühten sich zwar, Gottes Gebote einzuhalten, aber ihre Beziehung zu Gott war nur äußerlich; es fehlte die Liebe.
Predigt
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten „hatten keine Herzensbeziehung zu Gott“. Ihre Beziehung bestand – und das ist vortrefflich – aus Fasten, Beten und dem Almosengeben. Es fehlte ihnen jedoch das Gefühl für Gottes Liebe und Barmherzigkeit.
Dieser Weg führt dazu, dass der Mensch sich selbst belügt. Er findet nur äußere Aktivitätenwichtig,,und vergisst dabei ganz, nach Gottes Willen zu handeln. Daraus entsteht ein falsches Bild. Man lebt von den Eindrücken, die rundum sind und hört auf, in der Wahrheit zu leben. Anders gesagt: Die Pharisäer bemühten sich, einen guten Eindruck vor den Menschen zu machen und meinten, dass das auch Gott beeindrucken könnte.
Ein tschechischer Schriftsteller, Psychologe und Theologe schreibt über das Benehmen der Kinder, die eine Schule besuchen. Es gibt Kinder, die zu Hause auf dem Tisch ein geöffnetes Lehrbuch liegen haben, damit die Eltern den Eindruck gewinnen, dass sie fleißig lernen. Gehen aber die Eltern aus dem Haus, so beschäftigen sie sich sofort mit etwas anderem, zum Beispiel mit dem Handy oder mit etwas, was sie besonders interessiert. Ein solches Verhalten setzt sich aber auch in der Jugend und im Erwachsenenalter fort. Er gibt auch ein Beispiel doch: Was nass ist, ist sauber. Um was? Soll ich mich noch mehr bemühen?Potemkinsches Gottbemühen – auch Halbwüchsige versuchen, auf ihre Eltern einen guten Eindruck zu machen, aber die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. anders,, aber das ist meist nicht die Wahrheit.
Das ist aber nicht nur in unserem alltäglichen Leben so üblich, das findet man auch im geistlichen Leben. Viele Menschen leben wie Heiden und bemühen sich, den Eindruck zu erwecken, den Potemkinschen Gott zu verehren. Auch; den Eindruck zu machen, dass sie gute Christen sind. Wo man sie kennt, verhalten sie sich dort ganz andertue, dann isvon aller WiderwärtigkeitdazAktivitäten wichtig Aktivitäten wichtig„; als dort, wo man sie nicht kennt. Ihre Priorität ist es, einen guten Eindruck zu machen. Auch in der Kirche ist das manchmal so.
Als ich noch ein junger Kaplan war, hat mir mein Chef gut gemeinte Ratschläge gegeben. Er meinte: „Ich hinterlasse niemals etwas sagen, was den Menschen nicht gefällt. Ich soll immer das sagen, was die Menschen hören wollen, und sie niemals kritisieren. Aber da lügt man sich doch selbst an, belügt andere Menschen und das Schlechteste, dass niemals Gott von allem, man belügt auch Gott. Jesus hat sich niemals so verhalten.
Ein anderes Beispiel: Im 18. Jahrhundert wurden Gerüchte verbreitet, wonach Potemkinsche Dörfer niemals Gott den Menschen etwas lehren würden .Bei einer Reise durch die Krim nahm die Zarin Potemkins Arbeit in Augenschein. Es wurden Gerüchte verbreitet, wonach Potemkin lediglich Dörfer aus bemalten Häuserfassaden aufgestellt habe, um die Zarin mit seinen Erfolgen zu beeindrucken. Bis heute spricht man von potemkinschen Dörfern.
Dieses Beispiel zeigt, dass man es oft mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Man vergisst dabei, wenn man sich so benimmt, dass Gott das ganz anders sieht. Man kann Menschen belügen, aber man kann niemals Gott belügen. Das heutige Evangelium fordert uns dazu auf, in der Wahrheit zu leben.
Noch ein weiteres Beispiel: Einmal versprach ein weiser Mann, dass er den Menschen etwas lehren wird, was noch niemand gelehrt hat. Obwohl es so viele Bücher gibt, gibt es etwas, was noch niemand entdeckt hat. Da kam ein Wissenschaftler zu ihm, denn er hatte Interesse daran, zu erfahren, was dieser Weise ihm lehren würde. Der Weise sagte zu ihm: „Wenn es regnet, dann geh nach draußen, heb deinen Kopf und schau in den Himmel, dann kannst du die wichtigste Sache der Welt erkennen!“ Der Wissenschaftler tat es. Am anderen Tag kam der Wissenschaftler wieder zum Weisen und sagte zu ihm: „Ich habe getan, was du mir befohlen hast, aber es floss nur Wasser auf mich und ich kam mir vor wie ein Dummkopf.“ Darauf sagte der Weise zu ihm: „Ja, und das ist die wichtigste Erkenntnis deines Lebens!“
„Was lernt man von dieser Begebenheit? Wenn der Mensch erkennt, dass er unbedeutend ist; Demut die Wahrheit. Wenn ein Mensch denkt, er sei sehr wichtig, ohne ihn geht es nicht, dann lügt er sich selbst an und lebt nicht in der Wahrheit. So ist das auch in unserer Beziehung zu Gott. Wenn wir vor Gott aufzählen, was wir alles gemacht haben und damit angeben, lügen wir uns selbst an. Wenn wir aber bekennen: Herr, du siehst, dass ich oft im Widerspruch bin zu dem, was ich sage und was ich tue, deshalb bitte ich dich, mir zu helfen und mich voanderwäche zu heilen. Diese Einstellung ist vor Gott richtig. Ein oberflächlicher Glaube ist nicht genug. Nur Gott kann uns zeigen, wie unser geistliches Leben mit Dankbarkeit und Liebe erfüllt werden kann.
21.Sonntag B Joh 6, 60-69
Einführung.
Als Jesus das Brot vermehrte, gefiel den Menschen das sehr. Satt zu sein, war für sie die Voraussetzung für Glück. Aber die Aussage Jesu, dass sie nur dann glücklich werden, wenn sie das Fleisch des Menschensohnes essen und sein Blut trinken, fand bei den Menschen keine Zustimmung. Diese Worte fanden bei den Menschen Ablehnung.
Predigt.
Wie sollten die Menschen glauben, dass Jesus vom Himmel kam, wenn sie nicht einmal wussten, woher er kam? Sie sagten: „Seine Worte sind hart, wer kann sie anhören?“ Jesus, der gekommen war, um den Menschen den Weg zu Gott zu zeigen, wurde selbst zu einem Hindernis auf diesem Weg. Viele zogen sich zurück und folgten ihm nicht mehr. stammte
Eine Gruppe – nämlich die Jünger – blieb. Als Jesus sie fragte: „Wollt auch ihr weggehen?”, antwortete Simon Petrus: „Herr, zu wem sollen wir gehen?” Du hast Worte des ewigen Lebens. Sie verstanden also, dass Jesus der Weg zum Leben und zum Glück ist.
Nicht nur im geistlichen Leben, sondern auch in anderen Bereichen stellen wir fest, ob etwas ein Hindernis oder eine Bedingung ist. Wir sehen das zum Beispiel im wirtschaftlichen Bereich bei den Autobahnen. Sie sind kein Hindernis der Entwicklung. Dort, wo Autobahnen sind, entwickelt sich die Industrie, steigt die Zahl derer, die einer Beschäftigung nachgehen können, u sindnd steigt das Lebensniveau. Aber immer melden sich auch Menschen, die andere Interessen haben und Autobahnen nicht gut heißen. Es sind dies die Besitzer von Grundstücken, die Naturschützer, die die Autobahn für ein Hindernis halten.
Dazu ein Beispiel: Im Jahre 1972 bauten die Amerikaner eine Autobahn in Brasilien – die sogenannte Transamazônica. Sie ist 5300 km lang. Das ist ungefähr die Entfernung von Lissabon nach Moskau. Sie beginnt im Osten in der Stadt Saboeiro und endet im Westen in der Stadt La Brea. Der Hauptzweck dieser Autobahn war die Regionen Brasiliens zu verbinden und auch eine gute Verbindung mit den Nachbarländern Peru und Ecuador zu haben. Diese Autobahn wurde unter schwersten klimatischen Bedingungen in einer Zeit von sechs Jahren gebaut. Sie geht durch dichte Urwälder. Die Autobahn ist nicht das Hindernis, sondern die schwierigen Bedingungen beim Bau waren das Hindernis.
Ähnlich ist es auch oft mit dem Glauben und der Religion. Der „Urwald und der Dschungel“ zwischen den Menschen ist – um nur einige Beispiele zu nennen – der Terrorismus, ein Krieg, der Zorn, die Bosheit. In diese Situation hinein will Jesus eine „Autobahn“ errichten, einen Weg, der zur Ewigkeit führt. Sollte das ein Hindernis sein, wo dieser Weg doch hilft, uns zu orientieren? Immer wieder aber halten Menschen Jesus für ein Hindernis. Es scheint ihnen, als gäbe ihnen die Religion nicht entsprechende Aufträge, wenn diese Aufträge moralisch gut sind. Sie gehen daher nicht den Weg mit Jesus, sondern sie lehnen ihn ab. Sie wollen frei, modern und ohne irgendwelche Verpflichtungen leben.
Das Ergebnis zeigt folgende Geschichte: Eine Mädchen wurde im christlichen Glauben erzogen. Als sie erwachsen wurde, machte sie sich dann ihre eigene Anschauung von der Welt. Sie hatte das Gefühl, dass ihr die zehn Gebote die Freiheit nehmen, dass sie dadurch sehr eingeschränkt werde. Darum begann sie, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben. Sie heiratete, aber nach einige Zeit wurde sie ihrem Mann untreu und das nicht nur einmal. Sie hat ihre Liebesaffären nicht bereut, es wusste ja niemand darüber Bescheid. Sie stellte sogar fest, dass Gott mit dem sechsten Gebot alles ein bisschen übertreibt. Es dauerte aber nicht lange, und Gott gab ihr Antwort auf ihr unrechtes Verhalten. Ein Freund, mit dem sie ihren Mann betrog, erkrankte an AIDS. Da war sie sehr bestürzt, dann sie könnte sich angesteckt haben, doch sie hatte keinen Mut zu einer Untersuchung zu gehen. Da fiel ihr wieder Gott ein und sie begann zu beten, damit er ihr zu Hilfe käme. Was ist geschehen? Nach einiger Zeit bekam sie Probleme mit ihrer Wirbelsäule und musste sich einer gründlichen Untersuchung unterziehen. Dabei bat sie auch den Arzt, sie wegen AIDS zu untersuchen. Das Ergebnis zeigte, dass alles in Ordnung war. Sie war glücklich und verlangte vom Arzt, er möge diese positive Mitteilung wiederholen. Sie spürte nun, dass Gott sie auch dann n0ch liebt, auch wenn sie seine Gebote übertreten hat. Sie hatte nun begriffen, dass Gott den Menschen seine Gebote gab, um sie glücklich zu machen. Sie sah ein, dass sie durch ihre Treuebrüche ihrem Ehemann gegenüber nicht glücklich war. Es war alles nur scheinbar so. Das Glück ist nur in Gott zu finden und es ist gut, sich seinen Geboten zu öffnen.
Diese Geschichte sagt uns, dass Gott nicht eine Hindernis, sondern eine Bedingung für das Glück ist. Das ist so ähnlich, wie bei einem Fass, dass durch einen eisernen Reifen nicht behindert ist, sondern dadurch zusammengehalten wird. Alles, was wir im Evangelium erfahren, führt unser Leben zum Frieden und zum Glück. Wir sollten uns die Worte des Petrus heute mitnehmen und immer wieder bedenken: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Wege zum Himmelreich
Einige erkaufen den Himmel.
Unser Leben sagt der heil. Gregor gleicht einem Jahrmarkt: ist der Tag vorüber, so ist keine Zeit mehr zu kaufen. Was sollen wir denn kaufen? Wir sollen vor allem den Himmel kaufen. Wenn man etwas kaufen,erwerben will, muss man etwas dafür dafür hinge ben. So erhält man auch den Himmel nicht umsonst, man muss ihn erkaufen;
a/ durch gute Werke. Der Kaufpreis für den Himmel sind gute Werke., leibliche und geistliche Werke der Barmherzigkeit. Jesus spricht. Macht euch Freunde von dem ungerechten Reichtum , damit sie euch einst ,wenn ihr von innen scheidet, in die ewigen Wohnungen aufnehmen. Er nennt also die guten Werke Freunde, die uns zu dem Himmel verhelfen. Der heilige Chrysostomus sagt: ,, Die Pförtner des Himmels werden diejenigen ohne Schwierigkeit in den Himmel hineinlassen ,die sich der Armen erbarmt haben. Das Himmelreich ist eine Handelsschaft: gib ein Stück Brot, einen Trunk Wasser , und nimm den Himmel dafür: gib weniges und empfange vieles: gib Irdisches und Vergängliches und empfange Himmlisches und Ewiges. So viele Heilige haben sich durch Almosen und gute Werke den Himmel erkauft.
b/ durch andere Verdienste. Nicht alle haben die Möglichkeit den Armen zu helfen, sein Besitz verteilen. Ist auch eine andere Möglichkeit den Himmel zu gewinnen.Wie? Alle Arbeiten aus Liebe zu Gott machen. Gott opfern alle Leiden. In der Gnade Gottes zu leben, deine Arbeiten, deine Werke , deine Leiden Gott zu lieb tun und ertragen. Auch das,was du nicht tun kannst ,oder tun willst,gilt beim Gott. Abraham hat seinen Sohn Isak nicht wirklich geschlachtet: er wollte es aber tun und bei Gott galt es für das Werk. Auf die rechte Meinung kommt alles an. Mit ihr wird alles verdienstlich. Selbst der Schlaf kann es werden. Die gute Meinung heiligt alle unsere Arbeiten, Werken, Leiden. Ein Klosterbruder, der sich viele Jahre mit Verfertigung der Kleider beschäftigte, kam zu Sterben. Da verlangte er noch seine Nähnadel zu sehen., mit der er zu arbeiten pflegte, und bat sie ihm ins Grab mitzugeben. Seht, sprach er, diese Nadel , ich hoffe, sie ist für mich der Schlüssel zum Himmel geworden, denn jeden Stich, den ich damit gemacht habe, pflegte ich Gott und seiner Ehre zu weihen.
Einige reißen den Himmel mit Gewalt an sich.
Von den Tagen Johannes des Täufers an, leidet das Himmelreich Gewalt , uns nur die, welche Gewalt brauchen,reißen es an sich. Diese Gewalt ist notwendig. Wer keinen keinen Eifer hat, wird nie ins Reich Gottes kommen. Die Heiligen haben Gewalt gebraucht. Viele von ihnen haben Vater und Mutter Hab und Gut ,die Heimat und alles verlassen, weil es ihnen hinderlich war zur Erlangung des Himmel reiches. Die heilige Franziska von Chantal, früher verheiratet, fühlte sich von Gott berufen, ins Kloster zu gehen. Ihre Verwandten suchten sie von ihrem Vorhaben abzuhalten, und legten ihr viele Hindernisse in den Weg. Allein vergebens. Da kam noch ein größerer Kampf über sie. So hing sich ihr Sohn an ihren Hals und versuchte sie mit Bitten und Tränen zu bewegen, ihn nicht zu verlassen. Als er mit Bitten nichts ausrichtete, legte er sich über die Türschwelle, über welche die Mutter schreiten musste, um in den Reisewagen zu kommen. Das war wohl derund härteste Schritt, den sie in ihrem Leben machte , aber aus Liebe zu Gott und zu ihrem Heile schritt sie über den lieben Sohn, um den Rufe Gottes zu folgen.
Besonders müssen die Gewohnheitssünder Gewalt brauchen. Diese sind gleichsam mit Ketten an die Sünde gebunden. Sie sind Sklaven der Sünde. Hier rettet nur große Gewalt. Solche Gewalt gebrauchte der heilige Augustin. Er war in die Bande der Unzucht stark verstrickt. Er sah es endlich ein, dass er wenn er nicht verloren geben sollte, Gewalt gebrauchen müsse und er gebrauchte sie. Er rief sich selber zu. Jetzt muss es geschehen, jetzt muss es geschehen. Konnten es diese und jene, warum, sollte ich es nicht auch können? Er zerriss mit Gewalt die sündhafte Bande, die ihn an die Welt und die Sünde fesselten.
So muss jeder,der in den Fesseln der Unzucht liegt, Gewalt brauchen. Bloße Reue, Vorsätze , ja selbst Tränen helfen nicht. Man muss brechen mit der Person,mit der Gelegenheit. Ein solcher muss es machen, wie Karl XII, König von Schweden , der ein leidenschaftlicher Liebhaber des Weines war. Als er einst im Rausche, seine geliebte Mutter , die Königin ,schwer beleidigt hatte, fühlte er darüber nicht bloß Reue, machte er der Mutter das Versprechen, nie mehr Wein zu trinken, und er hielt Wort. Aus Liebe zu Gott und zum Heile seiner Seele muss er entweder die geistigen Getränke ganz meiden, oder wenn er nicht so viel Mut und Kraft besitzt, muss er wenigstens aller Gelegenheit aus dem Wege gehen. Ja, nur die, welche Gewalt brauchen, reißen das Himmelreich an sich.
20.Sonntag B Joh 6, 51-58
20.Sonntag B 2015
Einführung
Vor 2000 Jahren schaute Jesus auf die Volksmenge und er sah die hungrigen Menschen. Sie waren nicht nur hungrig nach Brot, sondern auch nach Liebe, nach Glück, nach einem frohen und sinnvollen Leben. Durch die Brotvermehrung wollte er die Aufmerksamkeit auf eine andere Sättigung richten, nämlich auf die geistige Sättigung. Diese Sättigung bekommen wir durch Liebe, Hoffnung, Glaube. Diese Sättigung gibt uns Christus, der gesagt hat: Ich bin das Brot des Lebens.
Predigt
Der Mensch ist sehr geschickt, wenn es sich um die Befriedigung biologischer Bedürfnisse geht. Aber jeder Mensch braucht noch mehr als das, er braucht Freundschaft, schöne Beziehungen, Begeisterung. Es geht also auch um soziale, menschliche Bedürfnisse. Der Mensch ernährt sich auch aus Beziehungen. Eine volle Speiseschüssel, eine Luxuswohnung, Lebenslust – ist nicht alles, wenn man nicht auch Freude im Herzen, ein reines Gewissen und die Bereitwilligkeit besitzt, zu teilen. Durch das Brot für unseren Magen allein, sind wir nicht gesättigt für unser Leben. Erst wenn wir Jesu Worte „Ich bin das Brot des Lebens“ begreifen, werden wir wirklich satt werden.
Die tagtägliche Reklame in den Zeitungen und im Fernsehen, sie versucht uns zu sagen, was wir alles brauchen, um glücklich zu sein, sie meint unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Es sind Empfehlungen, die unser Leben nicht wirklich glücklich machen. Ein gelungenes Leben lässt sich nicht auf qualitativ hochwertige Sachen beschränken. Nur wenn wir
Christus finden und mit ihm Freundschaft schließen, wird unser Leben glücklich, wird es ein Leben in Liebe. Das gelingt der Reklame niemals, sie hat keine Macht, uns ein solches Leben zu geben. Es macht daher Sinn, zu beten, die Heilige Schrift lesen und die Heilige Messe zu besuchen. Wir können uns auch folgende Fragen stellen: Kann ich erkennen, was Gott mir sagen will? Vertiefe ich meinen Glauben an Gott? Bin ich bereit, mit Jesus zu leben und seine Freundschaft anzunehmen?
Ein kleine Begebenheit dazu: Herr Andersson versah seinen Dienst an einem Flughafenstützpunkt. Zu seinen Aufgaben gehörte, dass er fehlenden Brennstoff in den Flugzeugen ergänzte. Er und seine Kollegen beklagte sich oft über den Hochmut der Piloten. Darum kamen sie eines Tages mit einem T-Shirt zur Arbeit, das folgende Aufschrift trug: „Ohne Brennstoff sind Piloten Fußgänger.“
Diese Aussage können wir fortsetzen: Ohne Seele ist der Mensch nur ein Lebewesen, ohne Liebe ist die Familie nur eine Menschengruppe, ohne Glauben ist der Mensch nur ein Geschöpf ohne Perspektive. Also: Die Seele macht erst aus einem Lebewesen einen Menschen, durch die Liebe wird aus einer Menschengruppe eine Familie, durch den Glauben wird ein Mensch zu einem Sohn oder einer Tochter Gottes. Glaube gibt unserem Leben Flügel, er ist der Brennstoff unseres Lebens. Jesus wollte durch das Beispiel der Brotvermehrung den Menschen zeigen, dass er besonders auch bemüht ist um die Speise, die für das ewige Leben bestimmt ist.
Noch eine kurze Geschichte dazu: Es war einmal ein König, der sehr alt wurde. Er dachte darüber nach, was mit seinem Reich werden wir, wenn er einmal stirbt. Was wird wohl sein unerfahrener Sohn daraus machen, wenn er ihm sein Reich anvertraut. Er rief also seinen Sohn zu sich und sagte zu ihm: „Ich würde in Ruhe sterben können, wenn ich wüsste, dass du einen sicheren Zufluchtsort hast, um dich retten zu können im Fall einer Gefahr. Darum verlange ich von dir, dass du das ganze Reich bereist und zur Verteidigung der Grenzen mächtige Festungen baust.“ Darauf hin machte sich der junge Prinz auf den Weg. Er durchfuhr das ganze Land und fand geeignete Orte, um dort mächtige Festungen zu bauen – in Wäldern, an Ufern von Flüssen und auf den Bergen. Als er nach einer geraumen Zeit wieder zurückkam, ermattet, aber zufrieden, den Willen seines Vaters erfüllt zu haben, fragte ihn der König: „Mein Sohn, wie ist es dir ergangen, ist es dir gelungen, Festungen zu errichten? “ Er antwortete: „Es ging alles gut, ich habe im ganzen Land uneinnehmbare Festungen gebaut.“ Der alte König lobte aber den Sohn nicht, er schüttelte nur seinen Kopf, so dass man erkennen konnte, das ist keine Zustimmung, sondern ein klares Nein und er sagte schließlich: „Du musst nochmals das Reich durchreisen. Die Festungen, die du gebaut hast, werden dir nichts nützen, denn dann bist du allein in deinem Reich. Du musst Zuflucht finden in den Herzen ehrlicher und guter Menschen. Du musst ihre Freundschaft suchen.“ Da machte sich der Prinz nochmals auf den Weg und baute jetzt keine Festungen, sondern versuchte, Freunde zu gewinnen.
So ähnlich müssen wir es auch machen. Wir müssen Freundschaft, Beziehung mit Jesus gewinnen, dann wird ER uns Stärkung auf unserem Lebensweg geben. Sind wir dankbar für die Sorge, die Jesus uns angedeihen lässt!
Maria, Aufnahme in den Himmel, B. Lk 1,39-56.
Einführung
Wenn wir jemandem „Eure Hoheit“ sagen, drücken wir unsere Wertschätzung und Anerkennung aus. Jeder Mensch wünscht sich, gewertet, anerkannt und gelobt zu werden. Das Fest Mariä Aufnahme in den Himmel zeigt, wie sehr Gott Mariens Leben schätzt. Indem Gott Maria in den Himmel aufnahm, gab er ihr den Platz, der für uns vorbereitet ist, und sagte gleichsam: „Eure Hoheit, nehmen Sie bitte Platz.“ Jesus, du nahmst deine
Mutter mit ihrem Leib und Seele in den Himmel hinauf. Herr, erbarme dich unser.
Du machtest Maria zur Königin der Engel und Märtyrer. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns Maria zur Mutter gegeben. Herr, erbarme dich unser.
Predigt
Maria erlangte Ruhm, weil sie sich während ihres Lebens als Dienerin verstand. In unserem menschlichen Verständnis schließen sich Ruhm und Dienst gegenseitig aus. Wir erkennen die Notwendigkeit des Dienstes an, sehnen uns aber nach Höherem.
Maria antwortete auf die Verkündigung mit den Worten: „Ich bin die Magd des Herrn, mit mir geschehe, was du gesagt hast“ (Lk 1,38). Sie ging zum Besuch bei Elisabeth, um zu dienen. Während der Flucht nach Ägypten zur Rettung Jesu, diente sie. Später diente sie als Mutter und kümmerte sich um Jesus‘ Apostel. Nach Jesu Tod blieb sie bei den Aposteln und diente ihnen, indem sie kochte, backte und wusch.
Im Evangelium preist Maria die Größe des Herrn und jubelt über Gott, ihren Retter. Sie tat nichts Außergewöhnliches, sondern lediglich ihre alltäglichen Hausarbeiten. Doch Gott tat Großes an ihr durch seine Anwesenheit. Dies ist eine zweischneidige Münze: auf der einen Seite Dienst, auf der anderen Ruhm und Hochheit. Marias Einstellung war „Herr, dein Wille geschehe“, und auf der anderen Seite wurde sie zur Königin des Himmels gekrönt.
Unser ganzes Leben pendeln wir zwischen dem Dienst und der Sehnsucht nach Erhabenheit, weil uns das Dienen erniedrigt. Gott jedoch sieht dies anders: Er verwandelt unseren Dienst in Verdienste für das ewige Leben.
Üblicherweise wird der Titel „Eure Hochheit“ Königen und prominenten Persönlichkeiten verliehen. Doch in Gottes Augen hat jeder Mensch großen Wert. Als Abbild Gottes geschaffen, haben wir Anteil an seinem Ruhm. Gott liebt uns alle, egal ob wir „ein Mann auf der Straße“ sind oder nicht – für ihn sind wir alle „Eure Hochheit“.
Eine Frage: Ist Gott für uns von zentraler Bedeutung oder zweitrangig? Wenn wir Grundsätze wie Toleranz, Liebe und Barmherzigkeit hochhalten, können wir den Himmel schon hier auf Erden gestalten. Denn unser eigenes Umfeld wird entweder zu einem himmlischen Ort oder einer Hölle, je nachdem, ob wir von Eigensucht und Wut bestimmt werden oder nicht.
Wenn wir das himmlische Leben annehmen, bereiten wir uns auf das ewige Leben vor.
Ein Arzt fuhr im Winter mit seinem Auto zur Arbeit, als er auf Glatteis ausrutschte und in das Auto vor ihm krachte. Da er um halb acht im Krankenhaus erwartet wurde, um eine Patientin zu operieren, bot er dem Geschädigten an, die Schadensregulierung selbst zu übernehmen, um Zeit zu sparen. Tags darauf wurde er von der Polizei vorgeladen, die ihm seine Fahrerlaubnis entziehen wollte. Der Arzt bat um Nachsicht, da er sein Auto für seine Arbeit benötigte. Im Verlauf des Gesprächs stellte sich heraus, dass die Frau des Polizisten ebenfalls eine Patientin des Arztes war. Dieser Umstand half, und der Arzt erhielt nur eine Geldstrafe, durfte aber seinen Führerschein behalten. Der Arzt sah in diesem Ereignis eine Manifestation der Gottesliebe: Indem er der Patientin Vorrang vor seinen eigenen Interessen gab, gab er Gott Vorrang und erfüllte seinen Willen.
Bitte für uns, heilige Maria, damit wir deinen Lebensstil nachahmen und uns über deine erhobene Stellung in den Himmel freuen können.
Wir haben Gottes Wort gehört. Da Christus ist, in unserer Mitte ist dürfen wir in seinem Namen zum Vater beten.
Selig, die Gottes Wort hören und daraus Frieden empfangen.Wir wollen um Frieden bitten.
Selig, die das Wort Gottes befolgen und eingehen in seine Herrlichkeit.
Prinzip des Christentum.
Wenn wir Erfolg erreichen wollen, müssen wir das wollen. Wir müssen uns auf diese Sache/Ziel/ konzentrieren. Die Menschen können sich zur gegebenen Zeit nur auf eine Sache konzentrieren, wenn sie diese Sache gut machen wollen. Gibt es dieses Prinzip auch im Christentum? Ja. Die Bibel sagt: „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den anderen dienen oder zum einen halten und den anderen verachten . Ihr könnt Gott nicht dienen und zugleich dem Geld. Mt 6,24
– Ein solcher Mensch bilde sich nicht ein, dass er vom Herrn etwas erhalten wird: Er ist ein Mann mit zwei Seelen und unbeständig in allem, was er tut. Jak 1, 7-8
– Sucht ihr mich, so findet ihr mich. Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, lasse ich mich von euch finden. Spruch des Herrn Jer 29,13-14
– Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen , Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm. Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt , taugt für das Reich Gottes (Luk 9,61–62). Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn , grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß. und kaufte den Acker. Auch ist mit dem Himmelreich wie mir einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand , verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. Mt 13, 44-46.
Es ist ein großes Ziel, das Reich Gottes zu erreichen. Jesus verheimlicht den Aufwand, das Ziel zu erreichen. – Geht durch das enge Tor. Denn das Tor ist weit , das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn. Mat, 7, 13-14
Lasst uns mit Ausdauer den Wettlauf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens. Er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt. Denkt an den , der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr nicht ermattet und den Mut nicht verlieren. Heb. 12,1-4
Ein Christ hat ein Ziel: Christus zu sein. Alles muss das Ziel dieses Teils sein. Das Ziel ist „zu sein“. Wissen Sie, was für einen Unterschied zwischen Caesar und Rex Harrison, der Caesar in den legendären Filmen „Cleopatra“ von 1963 mit Elizabeth Taylor in der Rolle Kleopatra spielte, besteht?
Cezar ist Cezar auf 100 %.
Rex Harrison spielt Cezar , aber er ist kein Cezar. In einem Sinn kann man sagen, dass er als ob schizophren wäre. Er ist Rex Harrison, aber manchmal tut und benimmt er sich wie Cäsar Was musste geschehen, damit Rex Harrison wirklich Cäsar wird? Die Persönlichkeit Rex Harrison musste verschwinden, sterben und den Platz der Persönlichkeit Cezar überlassen. Christ zu werden. Und das geht nur zu 100 % oder überhaupt nicht. – Darum kann keiner von euch mein Jünger sein , wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet. Lk 14, 33
Doch was mir damals ein Gewinn war, habe ich um Christi willen als Verlust erkannt. Ja, noch mehr: Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu meines Herrn alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein. Nicht, dass ich es schon erreicht hätte oder schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder , ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich. Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen jage ich nach, dem Siegespreis, der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt, Philipp 3, 7-8 ; 12–14.
19. Sonntag B Joh 6,41-51
– Eine Speise für die Ewigkeit
Einführung.
Jesus sagte: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Lebensmittel sind notwendig. Sie ermöglichen es den Menschen, zu leben und sich zu entwickeln. Es kommt jedoch der Zeitpunkt, an dem jeder Mensch sein Leben beenden wird. Dann können diese Lebensmittel ihn nicht am Leben erhalten. Dann braucht der Mensch eine andere Speise. Darum sagte Jesus, dass er das Brot ist, das den Menschen das ewige Leben schenken wird.
Predigt
Wenn der Mensch gesund bleiben will, braucht er Nahrung. Er muss essen. Mein Großvater war Soldat im Ersten Weltkrieg. Seine Einheit wurde zerstreut. Niemand kümmerte sich weiterhin um die Soldaten. Damit er überleben konnte, verkaufte er sein Gewehr für ein Brotlaib. Zu dieser Zeit war für ihn ein Laib Brot wichtiger als das Gewehr. Er war jung und wollte leben. Ohne Brot war das aber nicht möglich, darum verkaufte er das Gewehr. Zum Leben brauchte er das Brot.
Es kommt aber der Moment, in dem ein Mensch nichts mehr essen kann. Sein Leib kann die Lebensmittel nicht mehr aufnehmen. Im vorigen Monat starb mein Onkel. Vor seinem Tod besuchte ich ihn zweimal. Zirka zwei Wochen vor seinem Tod aß er fast nichts mehr. Einmal kommt jeder von uns in eine ähnliche Situation.
Jesus wusste aber, dass der Mensch eine andere Speise brauchen wird. Wir sollen Jesus dankbar sein für das Brot des Lebens – für die Eucharistie. Schätzen wir überhaupt die Eucharistie? Wir wissen, dass für die Rettung unseres irdischen Lebens ein Stück Brot goldes wert ist. Wie viel mehr wert ist die Eucharistie für unser ewiges Leben!
Wie schätzen wir die Eucharistie? Sie sollte uns so wichtig sein, dass wir immer die Heilige Messe besuchen und die Heilige Kommunion empfangen. Es ist wichtig, Jesus als Brot des Lebens wahrzunehmen. Jesus kam nicht, damit er der Welt irgendetwas gibt, sondern damit ER sich selbst ihr gibt.
Wenn wir anerkennen, dass Jesus das Brot des Lebens ist, dann ist das für uns eine Aufforderung, Brot für andere zu sein. Das Brot, das Jesus uns gibt, ist ein Geschenk. Gott gab sein Leben in unsere Hände. Es liegt an uns, wie wir es gestalten. Wir können es schlecht gestalten, indem wir betrügen, lügen, unmäßig Alkohol trinken und so weiter – oder es gut gestalten, indem wir ehrlich, geduldig und gottesfürchtig sind. Jeder Mensch hat die Möglichkeit und die Freiheit, sich entsprechend zu entwickeln – mit guten oder schlechten Eigenschaften. Es ist gut, wenn wir unser Leben so gestalten, dass wir eben zum Brot für andere werden.
Dazu sehr passend ist ein Text einer Frau, der ihn in Form einer Litanei verfasst hat. Statt der Antwort: Bitte für uns! setzte sie den Satz: Es war überhaupt nicht schwierig. Sie schrieb:
Ich habe heute der Briefträgerin von unserer Nachspeise etwas angeboten. Es war überhaupt nicht schwierig.
Ich habe einer alten Dame im Rollstuhl die Tür aufgehalten. Es war überhaupt nicht schwierig.
Ich habe einem unbekannten Menschen im Geschäft, wo man sich der Reihe nach anstellte, meinen Platz überlassen. Es war überhaupt nicht schwierig.
Ich habe meinem Mann gesagt, dass ich ihn liebe. Es war überhaupt nicht schwierig.
Ich habe mit meinem Bruder telefoniert und ihm gesagt, dass er mir sehr fehlt. Es war überhaupt nicht schwierig.
Ich habe die welken Blumen auf dem Friedhof weggeräumt und neue hingelegt. Es war überhaupt nicht schwierig.
Ich habe mit meiner Tochter Memory gespielt. Es war überhaupt nicht schwierig.
Ich habe meine Nachbarin, die nicht mobil ist, zu einem Besuch gebracht. Es war überhaupt nicht schwierig.
Viele weitere Tätigkeiten könnten wir zu dieser besonderen Litanei noch hinzufügen. Wenn wir Kranke betreuen, uns den Kindern widmen und anderen dienen, werden wir Brot für die anderen sein. Immer wenn wir daran denken, womit wir andere erfreuen, sie aufmuntern oder stärken können, folgen wir Jesus nach und werden Brot für andere. Dann stellen wir fest. Es ist überhaupt nicht schwierig. Wir sollen dankbar sein für die Eucharistie, in der Gott mit seiner übergroßen Liebe für uns sorgt. Möge uns der Herr helfen, in unserem Leben Brot für die anderen zu sein!
Verklärung des Herrn 2015 Mk 9,2-10
Einführung
Die unsichtbare Herrlichkeit Gottes war in seinem sichtbaren Leib anwesend und zeigte sich im Moment der Verklärung des Herrn, als seine Gottheit offenbar wurde. Die Kirchenväter betonen, dass sich bei der Verklärung nicht Jesus selbst veränderte, sondern nur sein Aussehen. All das wirkte mächtig auf die Apostel.
Predigt.
So viel wie ihre Augen fähig waren, konnten die Apostel von der Herrlichkeit Jesu auf dem Berg Tabor wahrnehmen. Jesus zeigte den Aposteln nur so viel von seiner Herrlichkeit, wie ihre Augen ertragen konnten. Wenn Jesus seine ganze Herrlichkeit gezeigt hätte, wären die Apostel erblindet.
Dem Geschehen der Verklärung ging das Gespräch Jesu mit seinen Gefährten im Gebiet von Cäsarea Philippi voraus. Jesus stellte den Aposteln die Frage: „Für wen haltet ihr mich?” Petrus antwortete: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt 16,16). Die Gottheit Jesu, die die Apostel durch seinen Verstand, seine klugen Worte und seine mächtigen Werke erkannten, konnten drei Apostel auf dem Berg Tabor sichtbar sehen. Der heilige Gregor Palamas zieht daraus eine wichtige Schlussfolgerung. Wer Gott nur mit dem Verstand kennenlernt, irrt sich. Wenn die menschliche Natur durch den Heiligen Geist umgewandelt ist, kann sie Gott wahrnehmen. Aposteln die Frage 16,16 abmerken konnte, Palamas zieht,wahrnehmen, von dem sie von des Herrn auf dem Berg Tabor war nicht vollkommen. Jesus zeigte den Aposteln aus seiner Herrlichkeit nur so viel, wie ihre Augen fähig waren, es zu ertragen. Wenn Jesus seine ganze Herrlichkeit gezeigt hätte, wären die Apostel erblindet. Dem Geschehen der Verklärung ging das Gespräch Jesu mit Jesus‘ Gefährten im Gebiet von Cäsarea Philippi voraus. Jesus stellte den Aposteln die Frage: „Für wen haltet ihr mich? Und Peter antwortete: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt 16,16). Jesu Gottheit, die der Apostel durch Verstand in seinen klugen Worten und mächtigen Werken abmerken konnte, diese Gottheit konnten drei Apostel sichtbar auf dem Berg Tabor sehen. Der heilige Gregor Palamas zieht daraus eine wichtige Konklusion. Irren diejenigen, die Gott nur mit dem Verstand kennenlernen. Die menschliche Natur , wenn sie durch den Heiligen Geist umgewandelt ist, kann Gott wahrnehmen.
Die Erscheinung von Mose und Elia ist die klare Antwort darauf, dass Jesus kein Mose oder Elia ist, wie es viele Menschen gedacht haben. Jesus ist der, der sie vorausgesagt hat. Beide Propheten hatten Ähnliches mit dem Sehen der Herrlichkeit Gottes wie jetzt drei Apostel auf dem Berg Tabor. Theofylakt nahm nur der Schatten der Wirklichkeit war, das 33,11–34,9 wünscht sich Mose, 33,11 – der auf dem Berg Tabor möglich über das „die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei der Sünde erlöst Sklaverei befreit das was. Das ist das Bild dessen, dass Moses‘ Gesetz nur der Schatten der Wirklichkeit war, 4,9, jetzt die in Jesus Christus erschien. Auf dem Berg Tabor enthüllte sich vor den Menschen, bis jetzt eingehüllt, das Geheimnis Gottes, der Mensch geworden ist. In Exodus 33,11–4,9 wünscht sich Mose Gottes Herrlichkeit zu sehen. Er durfte Gott von hinten sehen. Das wurde jetzt auf dem Berg Tabor. Beide Propheten sprachen mit Jesus über das, was ihn in Jerusalem erwartete. Die Evangelisten vermerkten den Inhalt dieses Gesprächs nicht. Wichtiger als die Worte ist das Leben dieser Propheten. Nicht mit Worten, sondern mit ihrem Tun sagten sie, was Jesus ausführen soll. Mose führte die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei hinaus. Das ist das Vorbild dessen, dass Jesus die Menschen, die an ihn glauben, aus der Sklaverei der Sünde erlöst. Elija erweckte den Sohn der Witwe von Sarepta. Das war das Vorbild dessen, was Jesus dem ganzen menschlichen Geschlecht erwecken wird. Diese Prophetenvorbilder aus dem Alten Bund treffen sich jetzt mit dem, der sie erfüllen soll.
Kehren wir zum Augenblick zurück, als Petrus bei Cäsarea Philippi Jesus , Gottes Sohn, erkannte. Er konnte aber nicht begreifen, dass Jesus leiden und sterben soll. Er diente dafür eine harte Ermahnung aus. Es schien, dass es ihm nicht half. In seinen Worten: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind!“, erkennt Theofylakt hier, dass Jesus zu überzeugen ist, damit er in Jerusalem nicht gehe. Petrus’ Einstellung und Worte äußern die Einstellung eines Christen, der sich auf ewig der prächtigen Weile bewähren will und nicht vom Kreuz hören will. Diese Menschen vergessen, dass man in den Himmel durch das Kreuz geht. Der Aufstieg auf den Berg symbolisiert „sich Entfernen“ von der Plahheit und spricht von der Mühe, die damit verbunden ist. Theophylakt macht darauf aufmerksam, dass ohne sich von der Welt loszusagen die Gottessachen unmöglich zu sehen sind.
In der Verklärung des Herrn erkennen wir, wozu der Mensch berufen ist. Jesus verwandelte sich nicht wegen sich selbst, sondern wegen uns, damit er uns die zukünftige Verwandlung der menschlichen Natur zeigte. Was mit Christus geschehen ist, wird auch mit uns geschehen. Der heilige Makarios sagte. So wie der Leib des Herrn verklärt und verherrlicht wurde, so auch die Leiber der Heiligen verwandelt und verherrlicht werden.
Johannes Maria Vianney
Jesus Christus,der uns die Seligkeit des ewigen Lebens offenbart hat, sei mit euch.
Heute haben wir den Gedenktag des heiligen Pfarrer Johannes Maria Vianney. Er ist der Patron der Priester. Ich habe gelesen, dass er der einzige heilige Pfarrer ist. Ich denke der Weltpfarrer.
Herr Jesus Chrisutus, du kamst um die Menschen zu retten, Herr erbarme dich unser.
Jesus Christus, du hast alle Schuld auf dich genommen, Christus erbarme dich unser.
Jesus, du hast allen das ewige Leben verheißen, Herr erbarme dich unser.
Ein armer, Bauernbub, begehrt von klein auf, Priester zu werden. Er hatte weder Geld, noch die Schulen, noch die Begabung. In der Schule wurde er für einen schwachen Schüler gehalten. Johannes aber war sehr fromm. Das nahm der Pfarrer Balley wahr. Er lehrte selbst Johannes. Mit seiner Hilfe geriet Johannes ins Seminar. Das Studium ging ihm sehr schlecht. Die Vorsteher des Seminars zögerten,ob ihn zum Priester weihen zu lassen. Der Generalvikar legte nur eine Frage. Ist Johannes fromm? Er ist das Vorbild der Andacht. Diejenigen ist das Gottesreich, sagte Generalvikar. Johannes ragte wie ein Beichtvater heraus. Sein Beichtstuhl war nie leer.Dort tut sich wirkliche Wunder. Der Satan tobte, wütete, aber Johannes war unbezwingbar.
DaGottesreich in uns wachsen soll, wollen wir zum Vater beten, wie uns Jesus Christus gelehrt hat.
Jesus Christus kam als das Heil der Welt. Damit wir in diesem Heil verharren, bitten wir um seinen Frieden.
Selig, die geheilt werden von aller Krankheit der Sünde und das ewige Leben empfangen.