Archiv für den Monat: Mai 2013

Mai Andacht

1. Lied: Sei gegrüßt du Gnadenreiche 1. und 2. Str.

2. Heiliger, dreifaltiger Gott, du hast uns heute in deine Nähe gerufen. Dafür danken wir dir. Wir brauchen das Licht deiner Wahrheit und die ermutigende Kraft deiner Verheißungen. Du schenkst sie uns vor allem in Jesus Christus. Du schenkst uns nicht nur dein Licht und deine Kraft, sondern auch das lebendige Zeugnis vieler Menschen, die Jesus nachfolgten. So blicken wir jetzt auf Maria, unsere Schwester und unser Vorbild im Glauben..
Heiliger dreifaltiger Gott, wir rufen zu dir.
Gott Vater im Himmel, du hast Maria als freie und verantwortungsbewusste Frau in die Heilsgeschichte mit uns Menschen hineingestellt.
Gott Vater im Himmel, erbarme dich unser.
Lass uns auch deinen Plan mit Maria erkennen.
Gott, Sohn, Erlöser der Welt, du hast in Maria, deiner Mutter, einen Menschen gefunden, der dir glaubte und dir nachfolgte bis unter das Kreuz.
Gott, Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser.
Lass uns wie Maria dir glauben und in allem dir nachfolgen.

3. Lied. Sei gegrüßt, du gnadenreiche 3. und 4. Strf

4. Hinweis zum Thema:
Im Glaubensbekenntnis bekräftigen wir unseren Glauben an die Menschwerdung des Gottessohnes: Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.
Gott wollte Mensch werden, er wollte von einer menschlichen Mutter geboren werden, von einer Frau, die offen war für sein Wort in dieser Welt. Deshalb wählte er Maria. Ihre Bereitschaft zum Anruf Gottes ist das Thema unserer heutigen Maiandacht.

5. Schriftlesung.
Wir hören eine Lesung aus dem Buch der Sprichwörter:
Nun, ihr Söhne, hört auf mich. Wohl dem, der auf meine Wege achtet. Hört die Mahnung und werdet weise, lehnt sie nicht ab! Wohl dem, der auf mich hört, der Tag für Tag an meinen Toren wacht und meine Türpfosten hütet. Wer mich findet, findet Leben und erlangt das Gefallen des Herrn.

6. Lied. Maria dich lieben

Betrachtung: Maria

Maria, ein unscheinbares Mädchen vor 2000 Jahren, hinterließ tiefere Spuren als die „Großen“ der Weltgeschichte. Ihr Geheimnis lag in ihrer Offenheit und Ansprechbarkeit – auch für Gott. Dies ist bemerkenswert, da Gott nicht laut oder aufdringlich spricht, sondern subtil durch andere. Viele Menschen hören nur sich selbst, doch Maria erkannte Gottes Stimme unter vielen. Diese Erkenntnis schenkte ihr die unerschütterliche Gewissheit: Der Herr ist mit dir.

8. Gebet zu Maria:
Heilige Maria, Jungfrau und Mutter, du hast dich liebevoll Gott geweiht und warst empfänglich für seinen Ruf und sein Wirken.
Seite 30: Gemeinsames Gebet

9. Lied: Wunderschön, prächtige, 1. und 2. Strophe.

Fürbitten:
Lasst uns zu Jesus Christus beten, dem fleischgewordenen Wort des Vaters.

Herr Jesus Christus,
– Lass deine Kirche dein Wort vernehmen.
– Stärke jene, die deine Botschaft verkünden.
– Öffne die Herzen derer, die dich noch nicht kennen.
– Erwecke jene, die sich deinem Ruf verschlossen haben.
– Ermutige die Jugend, die du in deine besondere Nachfolge berufst.

Christus, erhöre uns.

Herr, erhöre alle, die dich aufrichtig suchen. Christus, höre uns.

Allmächtiger Gott, wer dir vertraut und folgt, findet Halt und Sicherheit in deinem Wort. Öffne unsere Herzen für dich und erhöre unser Gebet. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

11. Rosenkranzgeheimnis: Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.

Wir erbitten Gottes Segen:

Möge der allmächtige Gott, der Maria zur Mutter Jesu erwählte, uns segnen.
Möge Jesus Christus, unser Erlöser durch Maria, uns segnen.
Möge der Heilige Geist, der stetig in den Gläubigen wirkt, uns segnen.

So segne uns der dreieinige Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Der Herr sei mit euch.

Lied 13: Segne o Maria

Mk 10,1-12

Ähnlich wie Jesus durch die Pharisäer stand, steht die Kirche heute vor ähnlichen Herausforderungen. Während früher Mose als Autorität galt, beruft man sich heute auf weltliche Gesetze und Werte. Dabei ignorieren viele Menschen die kirchlichen und christlichen Lehren..

Jesus betont die von Gott gewollte Untrennbarkeit der Ehe. Dieses Gebot dient unserem Wohl, wird jedoch oft missverstanden oder abgelehnt. Eine gelingende Ehe basiert auf gegenseitiger Unterstützung und Kommunikation statt auf vorschneller Auffassung in Konflikten.

Scheidungen entstehen oft aus Herzenshärte und aus mangelnder Bereitschaft, dem Partner, den Kindern und Gott zu vergeben. Christen sollten nach Alternativen zur Auflösung der Familie suchen. Ein Leben nach den Lehren Christi, auch in schwierigen Zeiten, verleiht die Kraft, Herausforderungen zu bewältigen.

Die Zeremonien der Taufe

Das Taufsakrament verbindet eine sichtbare Handlung mit der Erteilung einer unsichtbaren Gnade. Der sichtbare Ritus variierte im Laufe der Zeit, das Wesentliche blieb jedoch erhalten. Das Wesentliche blieb jedoch stets erhalten. – das Ausgießen des Wassers und die Worte: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ In der frühen Kirche war die Erwachsenentaufe üblich, bei der die Täuflinge vollständig im Wasser untergetaucht wurden. Dies verdeutlicht symbolisch, dass die Taufe die Befreiung von der Sünde darstellt und die Wiedergeburt in ein neues Leben ermöglicht. Aus praktischen Gründen entwickelte sich daraus die heute übliche Taufpraxis, bei der lediglich der Kopf des Täuflings mit Wasser übergossen wird.
Die Zeremonie der Taufe besteht aus fünf Teilen:
1.

Die Taufliturgie gliedert sich in fünf Teile:

1. Begrüßung
2. Wortgottesdienst
3. Taufakt
4. Erläuternde Riten
5. Abschluss

Der Priester begrüßt die Versammelten, insbesondere die Eltern und Paten, und freut sich über das Kind als Gottesgeschenk. Er fragt nach dem Namen des Kindes sowie den Erwartungen der Eltern an die Kirche. Nachdem diese mit „Die Taufe” geantwortet haben, erkundigt er sich nach ihrer Bereitschaft zur christlichen Erziehung. Anschließend zeichnet der Priester ein Kreuz auf die Stirn des Kindes, gefolgt von den Eltern und den Paten. Diese Geste symbolisiert die Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft sowie die Weihung des Kindes an Gott durch die Eltern.

Der Wortgottesdienst umfasst Lesung, Evangelium, Predigt und Fürbitten. Während die Lesung dem besseren Verständnis der Taufzeremonie dient, verkündet das Evangelium die Heilsbotschaft. Lesungen und Fürbitten können von Familienmitgliedern vorgetragen werden. Im Anschluss wird ein Gebet zur Abwehr des Bösen gesprochen, das den Täufling schützen und zum Widerstand ermutigen soll.

Die Tauffeier beginnt mit der Segnung des Taufwassers. Eltern und Taufpaten widersagen stellvertretend für den Täufling dem Satan und bekennen ihren Glauben an den dreifaltigen Gott. Anschließend bestätigen sie ihren Wunsch, das Kind zu taufen.

Die Wassersegnung ist ein zentrales Element der Zeremonie. Wie natürliches Wasser den Körper reinigt und erfrischt, so befreit das Taufwasser von der Sünde. Es symbolisiert die Quelle der geistlichen Wiedergeburt und ist für das übernatürliche Leben ebenso wichtig wie natürliches Wasser für das physische.

Bei der Segnung erinnert die Kirche an bedeutende Ereignisse der Menschheitsgeschichte, darunter das auserwählte Volk, die Sintflut, den Durchgang durch das Rote Meer und den Fluss Jordan.

Bei der Übernahme wichtiger kirchlicher Aufgaben ist das Ablegen des Glaubensbekenntnisses verlangt. Bei der Taufe übernehmen die Eltern und die Taufpaten diese Verantwortung. Jeder antwortet individuell. Entscheidend ist, dass sie dies bewusst und nicht nur formell tun.
Bei der Taufzeremonie fragt der Priester die Eltern nach ihrem Einverständnis. Anschließend tauft er das Kind, indem er Wasser über dessen Kopf gießt und die Taufformel spricht. In diesem Moment erfüllt Gott die Seele des Kindes, das durch den Heiligen Geist zu einem Kind Gottes wird. Die Taufe hinterlässt ein unauslöschbares Zeichen. Der Heilige Geist nimmt im Kind Wohnung; es wird Teil der Kirche und mit Christus verbunden. Das fehlende „Amen“ am Ende der Taufformel symbolisiert, dass die Wirkung der Taufe über den Moment hinaus andauert und das Leben des Kindes weiterhin prägen soll.

9.Sonntag im Jahreskreis C 2013

Die Achtung gegenüber anderen Menschen ist ein fundamentales Lebensprinzip. Diese Achtung sollten wir Gott gleichermaßen entgegenbringen, dem Beispiel Jesu folgend. Dies ist die zentrale Botschaft des heutigen Evangeliums. „Was fehlt Ihnen, liebe Frau?“, fragte der Arzt. Die Frau antwortete beleidigt: „Herr Professor, ich werde überall als gnädige Frau angesprochen!“ Der Arzt erwiderte: „Diese Krankheit kann ich nicht heilen“ und rief den nächsten Patienten auf.

Der deutsche Arzt und Bakteriologe Robert Koch entdeckte im Jahr 1882 den Tuberkelbazillus, was eine bahnbrechende Entdeckung in der Medizingeschichte war. Robert Koch konnte arrogante Menschen nicht ausstehen. Eines Tages kam eine äußerst eingebildete Frau, eine Dame der „oberen Zehntausend“, zu ihm. Er fragte sie: „Was fehlt Ihnen, liebe Frau?“ Sie antwortete beleidigt: „Herr Professor, ich bin es gewohnt, dass man mich überall mit ‚gnädige Frau‘ anspricht!“ Der Arzt erklärte: „Diese Krankheit kann ich nicht heilen“, und rief anschließend den nächsten Patienten auf.
Die Medizin kann die Krankheit der Selbstvergöttlichung nicht heilen. Der Arzt erwies ihr die Ehre, indem er sie mit „gnädige Frau“ ansprach, doch damit war sie nicht zufrieden, denn sie war zu sehr von sich selbst eingenommen.
Es gehört zu den Grundregeln des Lebens, andere Menschen zu achten. So wie wir einen Menschen achten, so sollen wir auch Gott achten, denn Jesus achtet jeden Menschen. Das Hauptthema des heutigen Evangeliums ist die Fähigkeit, andere Menschen zu achten und zu schätzen.

Predigt
Der Hauptmann im heutigen Evangelium war ein Ausländer. Er war Römer und hatte eine große Anzahl Soldaten unter sich. Er hatte auch einen Knecht, der ihm sehr wichtig war. Wenn ein Mensch geschätzt wird, beeinflusst das sein Verhalten. Wenn wir uns mit einem neuen Anzug auf einen Sessel setzen, überprüfen wir zuerst, ob der Sessel nass oder schmutzig ist. Der Anzug ist für uns wertvoll, weil er neu ist. Als der Hauptmann erfuhr, dass sein Diener schwer krank war, änderte er sein Verhalten – er wurde für diesen Diener vom Vorgesetzten zum brüderlichen Freund. Über Jesus von Nazareth, der bereits zahlreiche Kranke geheilt hat, ist oft gesprochen worden. Sobald er es erfuhr, tat er alles, um diesen besonderen Mann um die Heilung seines Dieners zu bitten. Er tat es aber nicht selbst, sondern schickte den Ältesten von Karpharnaum zu Jesus. Sie mochten den Hauptmann auch sehr und deshalb kamen sie zu Jesus, um ihn in seinem Namen um etwas zu bitten. Sie sagten zu Jesus: „Dieser Hauptmann, der uns zu dir sendet, liebt und respektiert unser Volk und hat für uns eine Synagoge errichtet. Daher ist es wert, dass wir in seinem Namen die Bitte an dich richten, seinen Diener, der sehr schwer krank ist, zu heilen.
Da Jesus die Menschen sehr schätzt, wollte er sogleich mit ihnen zum Haus des Hauptmanns gehen. Als aber der römische Hauptmann davon erfuhr, schickte er Jesus einige Freunde entgegen und ließ ihm sagen: „Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach eingehst. Auch ich habe mich nicht für würdig gehalten, zu dir zu kommen, um etwas von dir zu bitten. Aber sprich nur ein Wort und mein Knecht wird gesund.“
Diese Einstellung erregte Erstaunen, denn sie zeugte von voller Demut. Jesus reagierte darauf mit den Worten: „Wahrlich, ich sage euch, einen solchen Glauben habe ich nicht einmal in Israel gefunden.“
Glaube bedeutet: Gott schätzen und achten. Das Gegenteil ist eine Abwertung des Glaubens, etwa indem man über Gott schimpft oder den Namen Gottes unrecht benutzt.
Dagegen sollten wir uns berechtigterweise wehren, wir alle, die wir Gottes Namen ehren und Gott lieben. Wenn wir sagen: „Ich liebe Gott, ich schätze ihn“, hat das nichts mit Fanatismus zu tun, sondern das soll unsere Einstellung als Christen sein.
Ein ganz alltägliches Beispiel dazu: Wer seine Frau liebt, wird sich verteidigen, wenn sie von anderen geringgeschätzt wird. Sollten wir uns da als Christen nicht wehren, wenn über Gott geschimpft wird, den wir schätzen?
Wie können wir Gott aber in würdiger Weise verehren? Wir haben dafür in der Kirche die Möglichkeit. Dort könnten wir Jesus bereits am Eingang begrüßen, uns niederknien, unseren Lobpreis darbringen, beten, singen und die heilige Eucharistie feiern. Dann können wir sagen: „Gott, ich schätze und achte dich!“ Daran sollen alle erkennen und spüren, dass uns Gott wichtig ist. Nur in die Kirche zu gehen, um eine Stunde abzusitzen, weil es so üblich ist, ist keine Verehrung und Achtung Gottes und wird niemand dazu bewegen, sich ein Beispiel daran zu nehmen.
Es soll mit einer Geschichte über Wolfgang Amadeus Mozart abgeschlossen werden.
An einem Tag schlenderte der bekannte Musiker durch Wien.. Er sah einen blinden Straßenmusikanten am Straßenrand, der Violine spielte. Zu seiner Überraschung spielte er eine seiner Kompositionen. Er stellte sich als einfacher Musiker vor, um dem Bettler seine Hochachtung und Wertschätzung zu zeigen, statt als berühmter Künstler hervorzuheben.
Mozart blieb stehen und fragte ihn: „Spielen Sie oft Kompositionen von Mozart?“ Der Bettler antwortete: „Sicherlich, denn seine Musik hören alle gerne!“ „Und reicht das Geld, das Sie dafür bekommen, um über die Runden zu kommen?“, fragte Mozart. „Leider komme ich damit nicht über die Runde!“, entgegnete der Bettler. Schließlich bat Mozart ihn, ihm die Geige zu geben, und sogleich begann er zu spielen. Da füllte sich der Hut des Bettlers mit Geldmünzen. Der Blinde fragte verwundert: „Wer sind Sie?“ Mozart gab folgende bescheidene Antwort: „Ich bin ein Kollege von Ihnen, ein armer Musikant!“ Er wollte sich nicht als berühmter Musiker hervorheben, sondern dem Bettler gegenüber seine Hochachtung und Wertschätzung kundtun.
Es ist wichtig, einem anderen Menschen Anerkennung und Respekt entgegenzubringen. Jeder Mensch merkt sofort, ob man ihn achtet und schätzt oder nicht. Wo Menschen einander feindlich begegnen und grob miteinander umgehen, fehlt es an Wertschätzung und es kommt zu allmählicher Entfremdung.g.

Wir freuen uns, dass wir für dich wertvoll sind. Bitte teile anderen mit, wie sehr wir sie schätzen und respektieren, damit sie sich wertgeschätzt fühlen. Herr, es ist bemerkenswert, wie sehr du die Menschen schätzt, für die du auf die Welt gekommen bist. Wir freuen uns, dass wir für dich wertvoll sind. Bitte hilf uns, anderen Menschen wie du zu vermitteln, wie sie sich fühlen. Wie kostbar sie für uns sind und wie sehr wir sie respektieren und wertschätzen!