Kategorie-Archiv: Begräbnis

Begräbnis April 2025

Wer mein Wort hört und glaubt … wird vom Tode zum Leben übergehen Viele Wege und Einstellungen eignen wir uns schon früh an und sie begleiten uns ein Leben lang. Schon als kleine Kinder lernen wir schnell verschiedene Besitztümer kennen. Mein Vater, mein kleines Auto, mein Buch… Erst später merken wir, dass auch diese Dinge und Werte sehr relativ sind. Davon erzählt auch die Antike.

Einst lebte ein berühmter und reicher Ritter auf einer alten Burg, von der heute kein Stein mehr zu sehen ist. Er bewahrte diese Burg als Stolz seiner Familie. Die anderen waren ihm gleichgültig. Als er eines Tages vor Sonnenuntergang nach Hause kam und das Tor schloss, rief jemand aus der Ferne und rannte zum Tor. Der Pilger aus der Ferne bat um ein Nachtlager. Der Ritter wies ihn unfreundlich ab und sagte: „Diese Burg ist weder eine Herberge noch ein Schlafplatz für Reisende!” Der Pilger fragte: „Ich sehe, dass ich dich nicht fragen werde, aber erlaube mir drei Fragen. Dann gehe ich.” Der Ritter, der sich in die Lage des Meisters versetzte, sagte: „Wenn du nur willst, dann frage.” Der Pilger begann: „Wer lebte vor dir in dieser Burg?” „Nun, mein Vater”, antwortete der Ritter. „Und wer lebte vor deinem Vater?” – „Mein Großvater!” – „Und wer wird nach dir hier wohnen?” – „So Gott will, mein Sohn”, sagte der Burgherr. „Jeder von euch lebt nur eine Weile hier”, sagte der Pilger, „macht Platz für einen anderen. Nun, sagen Sie mir, was sind Sie noch für Gäste hier? Diese Burg ist wirklich wie eine Herberge. Man gibt hier viel Geld aus und bleibt doch nur kurz. Meinen Sie nicht, dass es etwas Gutes gibt, das man für andere tun kann, um sich eine dauerhafte Unterkunft im Himmel zu sichern?” Der Ritter war gerührt von diesen Worten. Er nahm den Fremden für die Nacht auf und wurde aufmerksamer für andere.

Unser Glaube lehrt uns aus den Worten unseres Herrn: „Was du einem dieser Geringsten getan hast, das hast du mir getan…”. Und das gilt auch umgekehrt. Wir selbst entscheiden, ob wir durch dieses Leben zu einer dauerhaften und ewigen Wohnstätte gelangen. Der Apostel ermutigt uns: „Unsere Heimat ist im Himmel, von dort erwarten wir auch den Erlöser, den Herrn Jesus Christus” (Phil 3,20). Deshalb ist es notwendig, das Wort des Herrn Jesus ernst zu nehmen: „Wer mein Wort hört und glaubt, dass der, der mich gesandt hat, das ewige Leben hat …“ (Joh 5,24).

Wir alle sind nur Gäste auf dieser Erde. Alle unsere Wünsche, alle unsere Aneignungen, alle unsere Behauptungen, das sei mein … Nicht einmal danach greifen … Das sind alles nur Dinge und Werte, die auf Zeit gegeben sind. Es wäre sehr schwierig, wenn wir uns zu sehr darauf verlassen würden. Vielleicht sollten wir im Sinne des Evangeliums, der Maßstäbe Gottes, lernen, alles, zu jeder Zeit, bei jedem Ereignis als Chance zu sehen, im anderen etwas für Christus zu tun. Und das könnten wir uns zu eigen machen – das ist meins, womit ich mich vor dem ewigen Gericht verteidige. Das ist eine Chance, die viel Raum hat. Wir wissen sehr wohl, dass selbst die größten Optimisten in diesem Bereich nicht übertreiben. Nein, es geht nicht um irgendeinen Wettbewerb, um die Registrierung, um die Bewertung, weil andere es bemerken, sondern es geht um einen Kampf gegen den Egoismus, gegen unseren Egoismus, gegen unser Festhalten an irdischen Werten. Der Apostel Paulus ermutigt uns: “Darum lassen wir nicht nach, und wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch unser innerer Mensch Tag für Tag erneuert” (2 Kor 4,16).

Die Erfahrung der blinden Helena Keller kann uns helfen, nicht nachzulassen. In einem Gespräch über lebenswichtige Fragen wurde sie gefragt: „Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?” Sie antwortete ruhig: „Natürlich. Der Tod ist nur ein Übergang. Ich denke, es ist ein Übergang von einer Tatsache zur anderen.” Sie hielt einen Moment inne, hob die Hand, mit der sie sprechen wollte, und fügte hinzu: „Es wird für mich einen großen Unterschied machen. In der zweiten Tatsache werde ich ihn sehen, ja, ich werde ihn sehen, wie er ist, als Liebe”. Schon der alttestamentliche Prophet ermutigt uns: „Ich glaube, dass mein Erlöser lebt, … Dann werde ich ihn wirklich sehen. Meine Augen werden ihn sehen, keine anderen. Mein Herz in mir stirbt vor Sehnsucht…“

Auch unsere arme alte Frau blickte auf und brannte vor Sehnsucht, Gott zu sehen. Als der Priester kam, der sie jeden Monat besuchte, um ihr die heiligen Sakramente zu spenden, wiederholte sie immer wieder: “Herr Pfarrer, wann wird Gott der Herr mich zu sich nehmen? Ich will zu ihm. Es waren wunderbare Worte ihrer Sehnsucht. Wir glauben, dass der Herr ihren Wunsch, ihn für immer zu sehen, erfüllen wird.

Begräbnis Okt. Maria

Liebe trauernde Familie, Schwestern und Brüder im Herrn.

Es wird viel über Leben und Tod als zwei gegensätzliche Welten gesprochen. Es gibt eine Welt, in der die Lebenden leben, und eine Welt, in der die Nichtlebenden leben. Es ist eine korrekte Aussage. Aber man darf nicht nur bei dieser Aussage bleiben.

Ich möchte meine  Rede  unter der Überschrift „Leben“ einordnen, sie aber um drei Worte erweitern: „Beziehungen, Herz und Heimat“.

In einer seiner Ansprachen stellte Papst Franziskus die Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Heiden und einem Christen? Der Heide versucht, den Tod zu ignorieren, ihn nicht zu sehen und lebt sozusagen in Angst und Sorge um sein Leben. Ein Christ versucht nicht, den Tod zu ignorieren, er weiß, dass er sterben muss und richtet sein Leben so ein, dass er das ewige Leben erlangt. Er sagt sich: „Morgen werde ich sterben, weil ich heute lebe…“. Für einen Christen ist der Tod wie eine Brücke, die er überqueren muss, aber er baut sein Haus, sein Leben nicht darauf. Nicht einmal ein schönes Haus, ein großer Aprikosengarten, Land oder ein großes Gehalt sind das Wichtigste in seinem Leben …

Das Wichtigste ist, gute Beziehungen zu haben. Das sind die Brücken, die das Leben der Menschen verbinden. Aber leider verbrennen viele sie, wie es in einem Lied heißt… Und das liegt daran, dass diese Menschen nur an sich selbst denken, an ihre Lebenswahrheit, menschliche Selbsttäuschung über ihre Bedeutung… Unser geliebter „Name“ war es nicht, ein Mensch, der es wollte, zerstörte Brücken und zerstörte Beziehungen, ganz im Gegenteil. Sie war diejenige, die Brücken baute – sie verband Menschen, Familie, geliebte, Menschen und alle Menschen um sie herum. Sie wusste, „wie es geht“. Mit ihrer Freundlichkeit und ihrem süßen Lächeln, ihrer Vergebung, ihrer Entschlossenheit und ihrer inneren Stärke überwand sie selbst die schwierigsten Stürme des Lebens. Sie baute gute Brücken und Beziehungen zwischen allen Menschen und wir werden sie als wertvolle Person sehr vermissen.

Das zweite Wort ist Herz. Als die Pharisäer und Schriftgelehrten hörten, wie der Herr Jesus Christus über sie predigte und sie mit weiß getünchten Gräbern verglich, platzten ihre Herzen vor Wut. Es ist wirklich so: Wenn jemand die Wahrheit nicht hören will, verschließt er seinen Geist und sein Herz platzt vor Wut. Das Herz unserer geliebten Schwester „Maria“ war sehr sensibel, zerbrechlich, voller Liebe und offen für alle. Es war das Herz einer Mutter, die nur das Beste aus ihrem Herzen gibt. 

Das dritte Wort ist das Wort Heimat . Jeder von uns hat seine eigene Heimat. Es ist ein Ort, an dem ein Mensch geboren wurde, an dem er aufgewachsen ist. Aber es ist eine Heimat auf Zeit. Unsere bleibende, wahre Heimat ist im Himmel. Wir wissen  nicht, wann Gott  uns  nach Hause rufen wird. Unsere verstorbene Schwester Maria hat  dieses Haus bereits  betreten, wo der Herr Jesus selbst ihr mit einem freundlichen Lächeln und offenen Armen die Tür öffnete und zu ihr sagte: Meine Tochter, tritt in  mein Himmelreich. Lasst uns für die Seele unserer verstorbenen Schwester „Maria“ beten:  Herr, gibt unserer verstorbenen Schwester Maria ewige Ruhe   und allen  Verstorbenen, und das ewige   Licht   leuchte  ihnen

Siegreich über den Tod.

Immer wenn wir mit Tod und Leid konfrontiert werden, stellen wir uns die Frage: Warum stirbt der Mensch? Wie ist unsere Vergänglichkeit und Gottes Allmacht zu verstehen? Diese Fragen stellen wir auch heute und hier, wenn wir um unseren verstorbenen Bruder versammelt sind. Der biblische Hiob stellte sich ähnliche Fragen. Er war ein gerechter und gottesfürchtiger Mann. Doch das Schicksal traf ihn hart, er verlor nicht nur sein Eigentum und seine Kinder, sondern wurde auch von einer schweren Krankheit auf die Probe gestellt. Er wusste, dass dieses Unglück keine Strafe für Sünden war.

Während seiner Krankheit ließen ihn seine Freunde gehen, weil sie in ihm ein moralisches Versagen sahen. Und in dieser schwierigen Situation verlor Hiob nicht den Glauben. Er konnte, wie Menschen es oft tun, lästern und Gott verleugnen, aber er vollzog im Dunkeln einen mutigen Akt des Glaubens. Im Dunkeln, weil er sich der Wahrheit über die Auferstehung des Körpers noch nicht bewusst war. Hiob verstand, dass Gott das letzte Wort hat, dass er der Herr über Leben und Tod ist, dass er sich über seinen Staub beugen wird, um ihn zum ewigen Leben aufzuerwecken. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und endlich aus dem Staub auferstehen wird; ich werde Gott von meinem Körper aus sehen.“ (Hiob 19, 25-26)

Gott rief ihn ins Leben und ließ nicht zu, dass sein Leben nur ein blindes Spiel des Schicksals wurde. Deshalb bringt er auch seine Sehnsucht nach Gott und seine Gewissheit zum Ausdruck, ihn zu sehen: „Ich werde Gott von meinem Körper aus sehen. Ich glaube, ich selbst werde ihn sehen.“ (Hiob 19, 26) Heute erleben und teilen wir auch die Trauer über den Verlust unseres Bruders … Im Geiste der menschlichen Solidarität trösten wir die Weinenden und Traurigen. Aber wir haben das Gefühl, dass unsere tröstenden Worte, selbst die aufrichtigsten und sanftesten, hier wenig bedeuten. Der Mensch ist nicht in der Lage, echten Trost zu spenden. Nur Gott gibt solchen Trost. So wie er es dem leidenden Hiob gegeben hat, so gibt er es allen Leidenden und Sterbenden. Denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Christus wollte Leiden und Tod nicht nur mit Worten erklären. Wenn das Evangelium nur eine Widerspiegelung des menschlichen Elends wäre, wäre es nicht das, was es ist. Es wäre nicht so schön, wie es ist. Christus sprach nicht nur vom Leiden, sondern er selbst litt; Er sprach nicht nur vom Sterben, sondern er selbst starb am Kreuz. Er kam auf die Erde, um das zu erleben, was wir hier auf der Erde erleben: Freude, Schmerz, Hoffnung, Leid, Verlassenheit und Sterben.

Als Kind war er hilflos und wurde unter dem Schutz der Jungfrau Maria und des Heiligen zurückgelassen. Jozef war verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Er wurde von seinen Einheimischen missverstanden, vom gesamten jüdischen Volk abgelehnt und schließlich zum Tode verurteilt. Bevor er starb, erlebte er Momente der Einsamkeit, er spürte auch die Angst vor dem Tod im Garten Gethsemane. Doch seine Mission endete nicht am Karfreitag. Er ist nach drei Tagen von den Toten auferstanden. Es war unmöglich, dass der Tod über ihn herrschen konnte. Schließlich ist er der Sohn Gottes, Gott der Lebenden und nicht der Toten. Gott ist derjenige, der uns von Krankheit, Leid und Tod befreit.

Die Menschen werden weiterhin leiden, sterben und den Tod fürchten – wie der Erretter selbst. Aber der Tod ist nicht unser Ende. Nichts endet mit dem Tod. Es ist ein Übergang zum Leben in einer anderen übernatürlichen Dimension. Unser Leben verändert sich, aber es endet nicht. Und wenn unser irdisches Haus auseinanderfällt, werden wir im Himmel eine ewige Heimat finden. Das ist unsere christliche Hoffnung. Heute, wo unsere Herzen voller Schmerz und Trauer über den Weggang unseres Bruders sind, sagt uns Christus heute: ‚Lasst eure Herzen nicht beunruhigen … Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen … Ich werde sie vorbereiten.‘ ein Ort für euch.“ (Joh 14, 1-2) Er möchte uns versichern, dass wir alle das Recht auf das Haus des Vaters haben, dass der Weg zum Haus des Vaters nicht

leicht ist, er selbst ist der Weg: „Ich bin der.“ Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Lasst uns daher zum Vater im Himmel führen, dem wahren allmächtigen Gott, der durch unsere Menschlichkeit auch unser Bruder ist. Durch die Annahme seiner Wahrheit erhalten wir Zugang zum ewigen Licht. Obwohl wir sündig sind und schwach, aber wenn wir seine Gebote halten, werden wir nicht in die Irre gehen. Er, der das Leben ist, schenkt uns ein übernatürliches Leben, ein Leben in Gnade, wenn wir in den Sakramenten leben und vor allem, wenn wir ihn in der Heiligen Kommunion empfangen deshalb beten wir zu Christus, dass wir zusammen mit unseren geliebten Verstorbenen eine ewige Bleibe im Himmel finden mögen.

Begräbnis Berta Gläubige Frau Joh 11,25

Liebe Trauerfamilie.

Jeder Mensch, der Christus in diesem Leben und in seinem Tod ähneln sich, hat die Hoffnung, mit ihm persönlich aufzuerstehen. Das unterscheidet uns Christen von anderen Menschen, die diese Hoffnung nicht haben. Wir verstehen den Tod als einen Übergang vom Leben hier auf der Erde zum ewigen Leben. Deshalb betet der Priester auch in der Präfation bei Messen für Verstorbene. Denen, die an dich glauben, Gott, wird das Leben nicht genommen, sondern nur verändert. Auch unsere Schwester Bertha lebte im Glauben an das ewige Leben. Ihr ganzes Leben im Glauben an das ewige Leben. Ihr ganzes Leben hat sie versucht, Christus ähnlich zu werden. Sie liebte Gott, betete oft und besuchte die Gottesdienste. Selbst in ihrer Krankheit wurde sie wie ihr Meister, der geduldig die Schmerzen ertrug. Sie war nicht von Gott verlassen, wie es scheinen mag. Gott stärkte sie. Unsere Schwester Berta hat die Prüfung des Lebens bestanden, und wir glauben, dass sie nun den Lohn Gottes empfangen hat. Auch wir sind auf dem Weg in die Heimat, die Gott uns versprochen hat. Doch wir spüren die Schwäche und den Schmerz, die von allen Seiten auf uns zukommen. Ewiges Leben und Gemeinschaft mit Gott ist unser Ziel, auf das alle Christen zusteuern. Als Johannes Paul II. auf dem Sterbebett lag, versammelten sich viele Gläubige vor dem Petersdom, um für seine Heilung zu beten. Dann hinterließ ihnen der große Papst ein Vermächtnis. Lasst mich in das Haus meines Vaters gehen. Johannes Paul II. hat wirklich sehr gelitten. Er hat oft gesagt. Er ist nicht vom Kreuz herabgestiegen, weil er Christus liebte und sich nach dem ewigen Leben sehnte. Liebe Hinterbliebene, verehrte Trauergemeinde. Die beste Beurteilung eines Gläubigen ist, wenn wir von ihm sagen können, dass sein Leben in einer aufrichtigen Beziehung zu Gott gelebt wurde. Eine Beziehung zu Gott aufzubauen bedeutet, oft zu ihm zu beten, ihn zu bitten, ihm zu danken und seinen Willen zu tun. Unsere verstorbene Schwester hat in dieser Beziehung den Sinn ihres Lebens gesehen. Sie glaubte, dass der Tod das  Tor zum ewigen Leben ist. . Sie war bereit, dieses Leben zu verlassen, sie verstand sehr gut, dass der Tod der Beginn des ewigen Lebens ist, und deshalb bereitete sie sich gründlich darauf vor. Im Moment des Todes laufen alle Momente unseres Lebens zusammen. Nicht umsonst heißt es, was für ein Leben  ein solcher   Tod. Inzwischen wir nun gemeinsam für die Seele unserer Schwester beten, lasst uns auch für uns selbst beten, dass wir so leben, dass der Tod uns nicht unvorbereitet trifft. Allmächtiger Gott, wir bitten dich für unsere Schwester, die an diLieberch geglaubt und dich geliebt hat, dass sie ihren ewigen Lohn im Himmel erlangen möge.

Wir leben nicht für uns!

Wenn wir mit Christus gestorben sind, glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Schließlich wissen wir, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt, der Tod nicht mehr über ihn herrscht. Denn wenn er starb, starb er ein für allemal der Sünde, aber wenn er lebt, lebt er für Gott | Röm 6, 8-10.

Denn keiner von uns lebt für sich selbst und keiner stirbt für sich selbst; denn ob wir leben, wir leben dem Herrn, ob wir sterben, wir sterben dem Herrn. Ob wir also leben oder sterben, wir gehören dem Herrn | Röm 14, 7-8.

Wir haben uns versammelt, um Abschied zu nehmen, von deiner lieben Mutter und Großmutter, die im Alter von … Jahren aus ihrer Mitte gerissen wurde. Der Tod unserer Lieben ist immer ein spürbarer Eingriff in unser Leben. Es öffnet die Abgründe der Ungewissheit und Vergänglichkeit und zerstreut, was bis jetzt unsere feste Unterstützung und unser Trost war. Es ist schwer, sich damit abzufinden. Aber wir sind so aufgerufen, in die Tiefen der Weisheit Gottes zu blicken und unsere Herzen in der Hoffnung zu stärken, die der ewige Gott denen gibt, die auf ihn hoffen, und der Seele, die ihn sucht. Es gibt keinen bedeutsameren Anlass, als wenn sich eine Familie zum Ableben ihrer Mutter versammelt. Schließlich ist es ein wesentliches und grundlegendes Ereignis, denn die Mutter ist das stärkste Band der Familie. Ihre Liebe hat euch immer zu ihr gezogen. Schon durch diese einfache Tatsache wird das Wort des Apostels bestätigt, dass keiner von uns sich selbst lebt und sich selbst stirbt.

Wir sind durch Bande der Verwandtschaft und Freundschaft für Leben und Tod verbunden. Ihre Anwesenheit bestätigt dies heute. Wir spüren und erleben in unserem Herzen eine tiefe Verbundenheit, die uns im Leben erfreut und stärkt und die im Sterben und Abschied schmerzt. Unsere Schwester lebte nicht für sich. Sie hat für euch  gelebt und für ihr Wohl gekämpft, sie hat sich mit euch gefreut und mit euch gelitten. Im solchen Kampf lernen wir einen Menschen, seine spirituellen Werte und die Grundlagen kennen, auf denen er sein Leben aufgebaut hat. Wir erkennen in ihm die Gaben des himmlischen Vaters, die er im Dienst seiner Nächsten stellen können. Unsere Schwester Maria lebte nicht für sich, sondern für den Herrn . Weil wir im Leben dem Herrn gehören, werden  wir auch im Tod  mit ihm sein. Er ist der Erste und der Letzte in unserem Leben, wir gehören ihm, ob wir leben oder sterben. Wir gehören ihm unser Leben lang, weil wir ihn als unseren einzigen Herrn kennen.

Daher kann kein Ereignis, nicht einmal der Tod, dieses Wissen erschüttern. Seine Macht ist größer als der Tod und unsere Angst vor dem Tod. Welch eine Freude, dass wir nicht uns selbst gehören, sondern dem gehören, der sich für uns geopfert und alles gegeben hat, um uns zu erlösen! In diesem Wissen gründet auch unsere Hoffnung. In Jesus Christus, und nur in ihm, erkennen wir, dass es nicht nur den Tod gibt, sondern auch die Auferstehung. Und wir können uns mit dieser Gewissheit stärken und diese Hoffnung mit unserem Leben bekennen. Oder wollen wir vielleicht nur uns selbst gehören und nur von uns abhängig leben? Ohne Halt und Rückhalt, von allen Seiten bedroht, von Angst gebunden, ohne Hoffnung und Frieden? Der Eitelkeit verfallen?

Das Wichtigste ist, dass wir unter allen Umständen wissen, dass wir in Gottes Hand sind und dass wir unserem Herrn gehören, der als gerechter Richter und als gnädiger Retter über unserem Staub stehen wird. Christliche Hoffnung ist nur dann wahr, wenn sie auch in auswegloser Lage besteht und sich auch im Kampf mit dem Tod bewährt. Denn gerade, wenn alles vorbei scheint, siegt die christliche Hoffnung – nicht von selbst – sondern durch die Kraft Christi. Dieser Herr, in dessen Händen wir sind, lehrt uns, in wahrer Liebe, Wahrheit und Frieden zu leben. Es lehrt uns, auch im Tod zu hoffen, Gottes Willen anzunehmen und dem Tod im Glauben an das ewige Leben zu begegnen. So sind wir von aller Angst befreit und haben somit die wahre Freiheit der Kinder Gottes. Wir sind im Glauben an den lebendigen Herrn und seinen Sieg über diese Zeitlichkeit verankert.

Hier müssen wir uns allerdings fragen, ob wir wirklich die Tiefe der Sicherheit kennen, wie Comenius sein Buch nannte. Wer seinen christlichen Glauben ernst nimmt, ist sich seiner Unvollkommenheit und Vergänglichkeit bewusst. Wir sind noch nicht am Ende, sondern erst auf dem Weg, „auf das Kommende fixiert, rennen wir dem Ziel entgegen“. Sicherheit haben wir nicht in uns selbst, sondern in Gott, auf den wir schauen und auf den wir uns richten. Wir hoffen auf Gott, dass die Menschheitsgeschichte nicht im bloßen Nichts, in der Sinnlosigkeit und im Untergang endet, sondern dass wir dem Herrn gehören. Er hat sich für uns geopfert, und deshalb können auch wir uns ihm als Opfer bekennen, das heißt unser Eigenes zum Wohle unserer Nächsten bereitwillig aufgeben. Wenn wir uns der Gegenwart Gottes sicher sind, wenn wir wissen, dass nicht nur unser Leben, sondern auch der Tod in Gottes Hand liegt, werden wir ungebrochen durchs Leben gehen. Und wir werden nicht einmal verwirrt sein, in der ganzen Vielfalt des Lebens. Wir werden den Weg der Wahrheit und Hoffnung gehen, und nicht allein, sondern zusammen mit allen, die für den Herrn leben und sterben – wie die Schwester, an derer Urne wir uns hier versammelt haben. Seien wir dankbar für ihr Leben. Wir dürfen daran glauben, dass sie im Tod vor uns zu Gott gegangen ist.

Liturgische Texte: Röm 14, 7-9.10b-12

Begräbnis- Jänner.

Ob ein Mensch alt oder jung stirbt, sein Abschied ist immer für seine engsten Momente der Traurigkeit und des Schmerzes. Weil wir durch das Band der Liebe mit unseren Lieben verbunden sind. Die Kirche kennt den tiefen Schmerz, wenn der Tod unsere Familie erreicht. Deshalb bietet er uns Worte des Trostes, Worte der Wahrheit und Hoffnung an. Die Evangelien, Ereignisse aus dem Leben Jesu, zeigen uns, welche Beziehung Gott zu einem leidenden Menschen hat. Wir haben gehört, wie Jesus den Tod seines Freundes Lazarus menschlich erlebt hat. Der Sohn Gottes, Jesus Christus, ist vollkommen in unsere Menschlichkeit eingetreten. Er weiß, was Durst und Hunger sind, er weiß, wie das Herz schmerzt, er weiß, was ein Mensch innerlich erlebt. Er selbst hat die Menschlichkeit bis ins Mark erlebt.

Natürlich brauchte Gott das nicht. Gott, der den Menschen geschaffen hat, weiß, was der Mensch fühlt, was in ihm vorgeht. Er wurde für uns Mensch, um uns nahe zu sein, um unsere Krankheiten und Sorgen auf sich zu nehmen. Damit wir merken, wie solidarisch er mit uns ist, wie nah er uns ist. Aber die Hauptsache, die auf dem Spiel steht, ist die Wahrheit, dass wir mit Jesus weitermachen müssen. Wir dürfen nicht beim Problem des Todes bleiben, wir dürfen nicht bei einer einfachen Sichtweise des Lebens bleiben. Jesus nimmt unseren Blick von der Erde und weist weiter, sogar über den Sinn der Dinge, sogar über den Sinn der Welt hinaus.

„Steh auf und erhebe deine Häupter, denn deine Erlösung naht“. (Lk 21, 28). So heißt er jeden willkommen, der die Grenzen der Ewigkeit erreicht. „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11, 25). Jesu Wort ist Wahrheit, sein Wort ist Leben. In der gesamten Geschichte wurde ein ähnliches Wort von keinem der Großen der Geschichte gehört. Kein Mensch hat es gewagt zu sagen, was Christus sagt. Als Christen begleiten wir unsere Toten immer nur in der Kraft der Botschaft Jesu in die Ewigkeit. Wir wissen, dass sie in einer neuen Welt leben, in einer spirituellen Dimension mit einem neuen Leben.

Wir werden ihnen wieder begegnen. Im Moment unseres Sterbens werden wir alles auf einmal verstehen, das ganze Geheimnis der Welt und des Menschen. In der Kraft dieser Hoffnung und im Licht des Glaubens wollen wir unseren Verstorbenen Christus übergeben und für sein Leben danken. Für all die Opfer, Liebe und Güte, die er uns gezeigt hat, als er unter uns lebte. Gott, gib ihm die ewige Ruhe und lass ihm ewiges Licht leuchten mit deinen Heiligen für immer.

Begräbnis Februar Joh 11,32-45

Anlass für unser heutiges Treffen war das traurige Ereignis des Todes unseres Bruders M.M. Auch die Worte des Evangeliums bieten uns ein ähnliches Bild einer trauernden Versammlung. Eine plötzliche und unerwartete Krankheit beendete das Leben von Lazarus. Auch dorthin kommt die unmittelbare  Familie, Bekannte und Freunde des Verstorbenen kommen dorthin, von ihm zu verabschieden und  sie in ihrer  Trauer  zu erfreuen  und seine Schwestern Maria und Marta in ihrem Kummer zu trösten . Zu den engen Freunden gehörte auch Jesus von Nazareth. Im Gegensatz zu den anderen ist Christus jedoch nicht gekommen. Warum? Denn er war der Hoffnungsträger für Lazarus, für die Familie, die hoffte, dass er ihrem kranken Bruder helfen würde, wie er so vielen anderen geholfen hatte. Denn die anderen waren ihm meist völlig fremd, warum kommt  also nicht seinem Freund helfen? In ähnlicher Weise kam  es eine Frage   in den Köpfen  der  umstehenden Menschen vor .  Täuscht er uns nicht, wenn er überall verbreitet, er sei der Messias, ist es nicht nur ein Gerücht, das über seine Fähigkeiten, über seine Liebe verbreitet wird?

Denn er kommt nicht, um zu helfen oder um sich von seinem besten Freund zu verabschieden. Ähnliche Fragen können uns beim Anblick des Sarges eines Verstorbenen in den Sinn kommen. Warum? Warum er, warum jetzt? Schließlich war er ein guter Sohn, ein guter Vater, ein guter Christ? Wo ist der Christus, an den er geglaubt hat? Wo ist er, wenn wir ihn jetzt am meisten brauchen? Wie im Evangelium kommt Jesus, aber erst am vierten Tag, als niemand mehr auf seine Hilfe hofft. Er ist nicht gekommen, um sich über die Menschen zu stellen, um sich vielleicht an der Verzweiflung der Armen auszuleben, um die größtmögliche Show zu machen. Er lässt ihnen Zeit, Zeit, um zu erkennen, was sie verloren haben, Zeit, um ihre eigene Vergänglichkeit zu erkennen, Zeit, um eine Bilanz ihres Lebens zu bewerten. Er kommt als Arzt der Seelen, der durch sein großes Werk nicht sich selbst, seine Person verherrlicht, sondern auf die Größe und Macht des Reiches Gottes hinweist.

Wenn wir den Eindruck haben, dass Christus unsere Bitten nicht erhört hat, dass er uns nicht beisteht, dann ist das nicht so. Er lässt uns nur Zeit zu überlegen, wenn ich an der Stelle unseres Verstorbenen wäre, bin ich bereit für den Tod, wie habe ich mein Leben bisher gelebt? Der Herr Jesus lässt uns Zeit, Zeit zum Nachdenken, aber auch Hoffnung auf die Begegnung mit allen im Himmelreich. Im Evangelium ist es eine relativ kurze Zeit, nur vier Tage, als die Familie dem auferstandenen Lazarus begegnet; für uns kann die Zeit kürzer oder länger sein, vielleicht ein paar Monate, Jahre … Mögen die von Jesus Christus gesprochenen Worte Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird niemals sterben … für uns eine Ermutigung sein, für das letzte Treffen  mit unserem verstorbenen Bruder,  vor allem aber mit Jesus selbst im Himmelreich. Vergessen wir nicht, für unseren Bruder zu beten und, wenn er bereits verherrlicht ist, ihn zu bitten, für uns,  um die Fürsprache bei  unserem himmlischen Vater.

 

Begräbnis Joh 14,1-6

Liebe trauernde Familie, geschätzte Trauerversammlung.

Es gibt eine Reihe von Gegenständen in der Welt, die wir in unserem Alltag verwenden und die im Christentum eine neue Bedeutung erhalten haben. Und zu diesen Gegenständen gehört auch die Kerze – das Symbol für Jesus Christus. So wie eine Kerze Licht und Wärme spendet und doch von selbst ausbrennt, hat sich der Herr Jesus geopfert und sein Leben hingegeben, um uns das Tor zum ewigen Leben zu öffnen. Und dieses Licht Christi begleitet das Leben des Christen von dem Augenblick an, in dem er Christ geworden ist. Schon bei unserer Taufe bekamen unsere Paten eine brennende Kerze in die Hand gedrückt, damit dieses Licht Christi unseren Lebensweg erhellt. Und heute, da wir uns von unserem lieben verstorbenen Bruder verabschieden, zünden wir die Kerze erneut an, damit dieses Licht Christi unseren Weg in die Ewigkeit erleuchtet.

Es ist ganz natürlich, dass wir als Menschen gerne reisen, sei es, um einen Ort oder eine Person zu besuchen; wir reisen für die Arbeit, für das Studium, und selbst in dieser Zeit der Pandemie, in der die Möglichkeit zu reisen in gewisser Weise eingeschränkt wurde, sind auch wir davon betroffen. Aber gleichzeitig spüren wir auch eine Richtung jenseits dieser Welt – eine Richtung zu Gott, von dem wir ausgegangen sind und zu dem wir früher oder später wieder zurückkehren. Das irdische Leben ist eine wichtige, aber nicht die letzte Etappe. Die Seele des Menschen geht zu Gott, und der Körper ist den Naturgesetzen dieser Erde unterworfen.

Für jeden von uns ist der Moment des Abschieds schmerzhaft. Vor allem, wenn es sich um eine Person handelt, mit der wir den größten Teil unseres Lebens oder vielleicht sogar unser ganzes Leben verbracht haben. Und es ist ganz natürlich, dass wir traurig sind. Wir sind Menschen. Für uns ist es ganz natürlich, dass wir traurig sein können, wenn wir glücklich sein können. Aber wir hoffen, dass wir nach dieser vorübergehenden Trennung wieder mit unseren verstorbenen Brüdern und Schwestern vereint sein werden. Lasst uns dieses Angebot des Herrn Jesus annehmen, um die Plätze einzunehmen, die wir im Himmel vorbereitet haben. Gleichzeitig sind wir aber auch frei. Er zwingt uns nicht, sondern überlässt uns die freie Entscheidung. Oft sagen wir nur: „Eines Tages werden wir uns dort treffen“. Aber gerade ein solcher Moment kann auch für uns eine Reflexion sein. Wo stehen wir? Wenn der Herr uns heute oder morgen rufen würde, würden wir dann vor dem Richterstuhl Gottes stehen?

Wenn wir also später zum Grab unseres Bruders kommen und diese Kerze anzünden, sollten wir uns daran erinnern, dass sie nicht nur ein dekoratives Element ist, ein Teil der Dekoration unserer  Gräber, sondern dass hinter dieser Kerze eine tiefe christliche Symbolik steckt – dass sie den Herrn Jesus selbst symbolisiert; den Einen, der für uns gestorben ist, der einen Platz für uns vorbereitet hat und uns liebevoll erwartet.

 

 

Wir haben Hoffnung Hebr 6, 10-20

Begräbnisrede
Was können wir uns unter dem Wort Hoffnung vorstellen? Vor uns liegen  körperliche  Überreste Ihres Mannes, Vaters, Schwiegervaters, Bruders, Verwandten. Dieser, unser Bruder  litt an einer schweren und unheilbaren Krankheit. Was für eine  Freude haben sie  gefühlt, als  sie hörten das Wort der Hoffnung aus dem Mund der Ärzte, obwohl Sie in Ihrem Herzen  fühlten und kannten über seine ernsthaften  Zustand. Wir wissen, dass menschliche Worte schwach sind. Niemand hat sich  Leben selbst  gegeben und niemand  Recht das Leben sich zu nehmen. Nur Gott. Nur er kann unser Leben beenden.  Wenn wir heute am Sarg Ihres  Verstorbenen stehen, bleibt Ihnen  Hoffnung im Herzen. Nicht menschliche, flüchtige, aber die, an die unser Bruder glaubte.

In dieser Hoffnung ermutigt uns der Apostel Paulus auch in der heutigen ersten Lesen mit den Worten: „Brüder! Gott ist nicht ungerecht, dass er  vergesse  eures Werks  und die Arbeit  der Liebe, die ihr  erzeigt  habt  an seinem  Namen, da ihr   den Heiligen dientet  und  noch  dient.  (Heb 6, 10).

Diese Worte der großen Hoffnung stammen von Paulus, von dem wir das wissen verfolgte Christus. Aber wir wissen das auch, als er Jesus auf dem Weg nach traf Damaskus, um dort Christen zu fangen und sie an Handschellen zu bringen Jerusalem, diese Begegnung beeinflusste und veränderte sein zukünftiges Leben. Er musste kämpfen, sich bezwingen. Er hoffte, dass das, was er tat, nicht unnötig war. Er glaubte, dass all dies eines Tages belohnt wird . Deshalb schreibt er: „Ich lebe aber, doch  nun nicht ich, sondern Christus lebt  in  mir “(Gal 2:20). Paul trauerte nicht darum, dass er ein angenehmeres Leben ohne Gott  wechselte, für das  härtere Leben  mit Gott. Er musste wegen des Glaubens ertragen Schwierigkeiten von seinen einheimischen Brüdern, sie griffen nach seinem Leben, aber er übte sein Recht aus, weil er römischer Staatsbürger war und an den Kaiser appellierte. Er starb an einem von den römischen Hügeln für Christus, an den er nach seiner Bekehrung völlig glaubte.

Er starb voller Hoffnung, was kann man  in den Worten spüren: „Ich habe einen guten Kampf geführt, Glaube Ich habe behalten, der Kranz ist bereit für mich, den der Herr mir an diesem Tag geben wird … „
Wir können über eine solche Hoffnung auf Gott, die der Apostel Paulus hatte auch  über Ihren Ehemann, Vater, Schwiegervater und Verwandten sprechen. Vor  einem  Monat hier in dieser Kapelle hat er 
Sakrament der Krankensalbung empfing. Ich wusste von seinem Lebenswunsch Ich wusste, dass er schwer krank ist. Umso mehr freute ich mich auf die Verstärkung spirituell. Zu dieser Zeit hoffte ich, dass Jesus Christus seine Taten  belohnen  Vielleicht wissen es viele von ihm, dass er  vor ein paar Tagen  Fenster machte auf dem Glockenturm, um seine Verschmutzung zu verhindern. Und heute verabschieden wir uns von ihm …

Menschliche Worte erfreuen, aber wir glauben an Gottes Wort das gerecht ist, wir glauben, dass Gott die Schwäche unseres Bruders vergeben wird  und wird seine guten Taten  und seine Liebe betrachten. Wir werden unsere Hoffnung vertiefen, dass alles, was wir für die Errettung unserer unsterblichen Seelen tun,  nicht nutzlos ist . Wir glauben an die Worte, die Jesus sagte: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. “ Sich auf den Tod vorzubereiten ist eine große Gnade. Bringe dein Leben in Ordnung. Diese Vorbereitung  schieben wir nicht auf.  Unser Bruder starb  nach 5- monatliche Dauer der Krankheit im Alter von 58 Jahren. Vor kurzem verabschiedeten wir  uns  von seiner  Schwester. Wer wird nächster? Lass uns bereit sein.

Am 28. Januar um sieben Uhr wachte Anna Grigorovna auf und bemerkte das ihr Mann sieht sie an. „Weißt du, Anna“, sagte Fjodor Michailowitsch Dostojewski. „Ich habe seit drei Stunden nicht geschlafen. Ich habe das Gefühl, dass ich heute sterben werde … «, Anna beginn zu weinen. Er  tröstete sie : „Denke  daran, dass ich dich  sehr geliebt habe, ich habe dich   nie getäuscht, nicht einmal in Gedanken. «Um Elf fühlte er große Schwäche. Sie rief die Kinder an, er ergriff sie an  der Hand und bat seine Frau, ihm das Gleichnis vorzulesen über verlorenen Sohn vorzulesen. Es war der letzte Text, den Dostojewski hörte. Er, starb am Abend. Es ist schön, wenn wir Hoffnung haben. Wie ein verlorener Sohn für wen der Vater vergab. Wir alle hoffen, dass Gott uns vergeben wird, aber gleichzeitig lasst uns nach einem guten Leben streben. Also verabschieden wir uns in der Hoffnung auf ein neues und endloses Treffen mit Vater, Großvater, Bruder und Ehemann. Ewige Ruhe gib ihm o Herr, und das ewige Licht leuchtet ihm.
Amen

Begräbnis März 2019

Sehr geschätzte Familie!

Es ist  nicht  einfach  angesichts eines  toten Menschen vom Leben zu reden. Die Trauer  darüber, dass jemand  plötzlich nicht mehr  da ist  diese Trauer kann kein Trost. Und wäre das überhaupt ein Trost ausgerechnet  jetzt vom ewigen  Leben zu reden? Wenn  unsere  Besinnung auf ein  ewiges  Leben erst mit dem Tod  eines  Menschen  einsetzte und nicht  schon  vorher, zu Lebzeiten, erspürt , erahnt, geglaubt  würde- es wäre  jetzt  nur  Vertröstung  und Ideologie. Die Reihenfolge  ist nicht so:  wirkliches  Leben- Tod- ewiges Leben. Ewiges Leben ist vielmehr  eine  Zukunft , die schon  begonnen hat. Der Glaube  muss erfahrbar werden  in unserer Art  zu leben.  Die Qualität  unseres Lebens  wird  davon bestimmt, ob wir an Gott, den Lebendigen glauben oder nicht. Wie anders aber soll jemand  die Verlässlichkeit  Gottes erfahren, wenn  nicht  durch  das Tun  der Liebe, die  wir  einander  erweisen? Die Welt  ist um  einen Menschen  armen geworden. All das was unsere Liebe   Verstorbene F, an Liebe und Sorge   an Hoffnung   und  ihre Welt  investiert hat, ist  in die Hand  Gottes  zurückgegeben. Er, der die  Grenzen  unseres  Lebens  setzt,  wird  auch  vollenden, was wir  begonnen  haben. Er vollendet  unsere  Zeit mit seinem  großen   Ja. Ja   In diesem Ja Gottes am Ende  unserer  Tage erfahren wir  unser endgültiges  Angenommen sein.  Woher freilich nehmen wir  diese Hoffnung? Wie kann einer  vom Ja Gottes  reden, wo  doch der Tod  am Werk ist? Wie kann ich  Gott  loben, wenn  er mir  etwas  oder  sogar einen  Menschen nimmt? Wohl nur  im  Blick auf  Jesus  von  Nazareth. An seinem Leben lesen wir  ab, was bei  Gott Bestand  hat. In der  Auferweckung Jesu vom Tode  hat Gott das an seinem Leben   bestätigt, was auch für uns  gelten soll. Was  Jesus  gelebt und  gelehrt hat  trägt das Siegel  Gottes  über den Tod  hinaus.  In Jesus  sind wir  alle Erwählte  Gottes. Jeder ist für  Gott  so wertvoll wie  Jesus selber. Auch unser Leben  ist nicht  ohne Leiden  und Kreuz, Sterben   und  Tod  sind  unser Los. Aber  im Blick auf   Ihn  werden  wir  unserer  Erwählung  zum Leben  bewusst. Wir sind  erwählt, jetzt  schon in Christus zu sein. Wir sind erwählt, unser Leben und Sterben von Ihm her zu begreifen. Wir sind erwählt   dank der Liebe unseres Schöpfers. Diese Liebe, die uns  gewollt hat, wird uns niemals fallenlassen- und schon gar nicht  im Tode. Es gehört gerade zur Identität Gottes, Leben zu sein und  Leben zu wollen. Er ist unser Bruder im Fleisch und  unser Schicksalsgefährte in dieser  Welt. Selbst im Sterben blieb er  einer von uns  und war doch Gottes Sohn vor  aller Zeit.  Wir nehmen Abschied  nicht von irgendeinem Menschen, sondern  von  unserer Schwester,  die für  uns  so  viel  bedeutete. Sie  hat ihr Leben vollendet nach dem  Ratschluss Gottes, den  wir nicht begreifen können. Nur wenn wir unsere  Herzen zu Gott erheben, werden  wir  dem  Geschehen  des  Todes gerecht. In Gott allein gibt es   eine Zukunft- sogar für Tote.  Nicht unser ehrendes Andenken wird  unsere Verstorbene   am Leben  halten.   Der Menschen  ist nicht  zum  Wegwerfen  bestimmt, weder im Leben  noch im Sterben. Was  unsere Schwester   getan, erlitten  geliebt und gehofft hat, wird  nicht  untergehen.  Gott, steht auf  der  Seite des  Lebens  und  er hat  die Macht, diesem Leben  zum Sieg  zu verhelfen. Er will nicht, dass wir in  ohnmächtiger  Trauer passiv   werden, sondern  in  Liebe diese Welt besser  machen  durch  unser  Tun  und  durch  unseren  Glauben.

 

Begräbnis 2019 März

Sehr geehrte, trauernde Familie,

Wir haben uns versammelt, um uns zum letzten Mal von unserem Bruder  Alois zu verabschieden. Seine Worte sind verstummt, seine Stimme werden wir nicht  mehr hören. Vorbei ist  all das, was er  getan  hat. Seine Pläne  werden werden  nicht  mehr  ausgeführt.  Wir  alle haben einen Mitmenschen  verloren. Trauer  erfüllt uns. Die, die  ihn  verloren  haben, empfinden  tiefen  Schmerz. Es drängt sich uns  aber  auch  eine  bange  Frage  auf.  Bleibt uns, die wir  ihm  gekannt haben,  mehr als eine Erinnerung. Ist jetzt mit  ihm alles  aus? Im Tod  stellt sich  uns  die Frage  nach  dem  Ganzen.   Hart und unerbittlich werden wir  vor eine Wand,  eine  Entscheidung  gestellt.   Es ist  für  uns  eine Stunde der Entscheidung,  in der  wir  zum Glauben oder Unglauben aufgerufen  sind. Unsere Fragen bohren noch tiefer. Warum  müssen wir sterben?  Es wehrt sich doch alles  in uns dagegen. Wir sind doch  für das Leben erschaffen, nicht  für den Tod. Soll das die die Antwort sein. Das  ist  nun mal so. Das ist  der Lauf  der Welt. Jeder  kommt einmal an die Reihe. Fragen dieser  Art werden für gewöhnlich  verdrängt. Wir  begegnen zwar dem Tod täglich  in  den  Nachrichten. Verkehrstote, Katastrophentote, Tote in  Kriegen. Das  sind   Zahlen. Sie treffen  uns  nicht persönlich.  Aber wenn er der Tod des Ehegatten, der Tod  von  Eltern, dann sind  viele  fassungslos und wie gelähmt. Dann zeigt sich,  dass  der  Mensch  von heute bei  all seinen großartigen  Errungenschaften Sterben und  Tod nicht in  sein  Lebenskonzept einzubeziehen  vermag. Er ereckt  den Anschein, als ginge  es  immer  so weiter.  Natürlich  weiß  er,  dass er einmal  sterben wird,  Aber  das liegt  in der  Ferne.  Dieser  Gedanke  spielt bei der Deutung und Planung  seines Lebens hier  und  jetzt keine Rolle. Nur was ist das Leben?  Das  Totenhemd   hat  keine Taschen,  sagt das Sprichwort.   Wir nehmen nichts mit von  all unserem   Besitz. Der Materialismus   gibt  keine  zufriedenstellende   Antwort auf unsere  Fragen. Jesus sagt zu uns.  Euer Herz  sei ohne  Angst.  Im Haus  meines Vaters   gibt es   viele  Wohnungen.  Ich gehe, um einen Platz für euch  vorzubereiten./Joh  14, 1-2/. Wir hören  diese Worte  im Evangelium. Sie  sind  keine  billige  Vertröstung, keine schöne Theorie.  Jesus hat  nicht über  Leid und  Tod  diskutiert. Er hat beides  auf  sich  genommen. Er hat  die Antwort   auf unsere Fragen  in seinem Gebet  gegeben. Vater, in deine Hände  lege ich  meinen Geist.  /Lk 23,14/. Gott hat Jesus nicht  im Tod gelassen. Er hat  ihn  auferweckt. Er lebt und wenn an  ihn glaubt, wer sich in Wort und Leben zu ihm  bekennt, wird auch leben, wird  mit ihm leben. Apostel Paulus schreibt.   Was  kein  Auge  gesehen  und kein Ohr   gehört hat,  das Gott denen bereitet hat  , die ihn lieben. /1Kor, 2,9/ Im Glauben   sind wir  gewiss,dass unser Tod  nicht ins Nichts führt. Er ist  auch  für uns    das  dunkle Tor, durch das   wir  allein   gehen müssen.  Niemand   kann mit uns   gehen.  Nur einer gibt Geleite, das  ist der  Herr Jesus. Mit ihm   gehen wir   durch das dunkle Tor   in das Licht  des Lebens der Liebe Gottes.                                                                 Bitten wir, dass Gott alles Gute empfange was unser Bruder Alois  während  seines Lebens  getan hat. Für uns bitten wir, dass wir  unser Leben in  Liebe  erleben und einmal  das ewige  Leben  erlangen können.

 

Begräbnis Joh 11,21-27

Liebe trauende Familie

Tod und Tod zweierlei. Wir konsumieren, ohne innere Erschütterung dutzendweise Krimileichen im Fernsehen. Wir  schauen  uns ungerührt Berichte über das Sterben vieler Menschen in  den Katastrophengebieten und in  den  Unruheherden unserer Welt an. Wie aber reagieren wir, wenn wir am Bett eines Verwandten stehen und  wissen: Dem oder ihr ist nicht zu helfen. Da werden uns  der Mund trocken, und wir  suchen  hilflos nach Worten. Wenn wir dem Tod aus  der Distanz des Fernsehsessels begegnen, können wir  uns  unangenehme Gedanken vom Leib  halten. Wenn wir  ihm hautnah im Sterben eines  Bekannten oder  Verwandten begegnen, müssen wir uns der Tatsache stellen, dass der Tod das Ende  allen menschlichen  Planens und Organisierens bedeutet, dass er  das Leben unwiderruflich  zerstört, dass auch  unser Leben eines Tages mit dem Tod endet. Ob unsere Verlegenheit bei dem Tod von Bekannten und Freunden nicht daher  kommt? Was kommt danach? Der Tod, der auf uns alle wartet, ist ein Ende, das nicht  rückgängig  gemacht werden kann. Er ist eine  Grenze , über die wir Menschen grundsätzlich nicht ausschauen können. Dennoch lässt uns die Frage nicht los, ob jenseits des Todes nicht doch etwas  auf uns  wartet. Auch in unserer Zeit wird diese Frage diskutiert. Die einen sagen dabei. Für  mich zählt  das Leben, das ich hier fassen   und greifen  kann, ich rechne  damit, dass mit  dem Tod alles aus ist. Andere meinen, man sollte  diese Frage auf sich beruhen lassen und sich  nach dem Tod  überraschen lassen. Man kann auch die Meinung hören: Irgend etwas muss es ja  wahrscheinlich noch geben, aber darüber weiß man  nichts Genaues.

In dieser Diskussion über das was  über  den Tod hinaus auf  den Menschen wartet, beziehen die Christen eindeutig Stellung. Wir  haben das Wort aus  dem Munde Jesu gehört. ich bin die  Auferstehung  und das Leben, wer  an mich glaubt, wird leben, auch  wenn er  stirbt, und jeder, der lebt und an  mich glaubt, wird  in  Ewigkeit nicht sterben. Wir  bekennen in den Gebeten und Liedern dieser Beerdigung, dass  wir  fest mit einem Leben rechnen, das Jesus Christus den Menschen  schenkt, die  mit ihm zu leben  versuchen, und  das den Tod überdauert und  in Ewigkeit nicht endet. Dieses ewige Leben ist für den Christen nicht Gegenstand einer  vagen Vermutung, sondern das Ziel seiner festen gläubigen Hoffnung, auch wenn es für uns eine  geheimnisvolle Wirklichkeit ist, die unsere menschlichen Vorstellungen nie einfangen können. Glaubst du das? Im Evangelium fragt Jesus nicht nur Marta, sondern auch uns. Glaubst du das? Fragen  wir uns deshalb einmal selbst, was wir  von diesem ewigen Leben halten. Stehen wir selbst den vagen Jenseitshoffnungen  näher, wie ich sie kurz geschildert habe, oder können wir  aus ehrlicher Überzeugung bekennen: Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Begräbnis Oktober 2018

Liebe Trauernde,

Sie haben einen großen Verlust erlitten, ein geliebter  Mensch ist für  immer von Ihnen gegangen. Wir  möchten ihnen von ganzem Herzen unser tiefes und aufrichtiges Mitgefühl aussprechen, wir wissen, wie schwer Ihnen das Herz in diesen Tagen.  Vermutlich stehen Sie noch immer sprachlos. Wir  Menschen  wissen zwar, dass der Tod zum Leben gehört, aber  was nutzt uns  dieses Wissen, wenn  wir  den Tod in  unserer  Nähe  erleben  müssen. Der Tod eines geliebten  Menschen hinterlässt uns  zunächst nur ratlos, oft  auch einsam. Gutes über den  Tod sagen läßt sich  doch  wohl nur, wenn wir  ihn als Erlösung von einem langen Leiden betrachten können. Die Trauer ist  neben der Liebe vielleicht das wichtigste Gefühl, zu dem  wir  Menschen fähig sind. Der Tod eines Menschen macht uns  nicht  nur traurig, sondern ebenso still und nachdenklich. Heftiger und  nachhaltiger, als der  kluge, gar philosopische   Gedanke es  vermag, wirft uns  die Erfahrung  des Todes  eines  geliebten Menschen auf  die  Frage nach dem Sinn unseres Lebens zurück. So ist denn die Trauer nicht allein der  Nachklang am  Ende eines  Lebensabschnitts, sondern auch  Aufforderung  und  Zeichen eines  neuen Anfangs. Trauern heißt  nicht nur  Abschied  , sondern  auch Anknüpfen. Kein Baum der Welt je ein Blatt zweimal wachsen.   So ist es mit uns  Menschen. Jeder  von uns ist einmalig, nicht wiederholbar. Wir sind  nur einmal auf dieser Welt. Wir  wissen, unser  Leben ist ein Geschenk auf Zeit, und  alles  unterliegt  dem  Gesetz der Vergänglichkeit. Im  Tod  eines geliebten  Menschen wird uns  dies  in   Erinnerung gebracht. Aber  der Tod  weist uns  auch auf  etwas  anderes hin. Er ist  wichtig  für uns, denn  er zwingt  uns,  unser Leben und  unser  Tun zu  bedenken. Die  Endlichkeit  unseres Lebens  gemahnt uns  daran, dieses  Leben zu  gestalten , verantwortungsvoll   mit  ihm   umzugehen. Herr, dir hat es gefallen einen Menschen aus  unserer Mitte zu nehmen. Es  erfüllt uns  mit großem Schmerz, aber wir wissen, es  war  dein Wille. Und  wir glauben  was  du tust,  das ist wohlgetan. Wir  bitten dich um  einen Platz für seine Seele in deinem Haus. Und  breite  deinen Mantel  um ihn, nimm ihn nun in deine Obhut. Wir  bitten dich  lass uns  nicht an deinem Ratschluss   zweifeln, sondern lass uns in deiner  Güte leben.

Begräbnis Oktober 2018

Sehr geehrte trauende Familie,

Sicher  kennen sie   Bilder, auf denen   der Tod   dargestellt  wird. Da sehen wir  ihn  als  Gerippe- mit oder  ohne  Leichentuch,  da erscheint er   als Reiter, der ein Schwert   trägt. Daneben  kennen  wir ihn als  Schnitter  mit der  Sichel. Gelegentlich  finden wir ihn auch  als Totengräber, der  zum  Sterbenden  kommt. Wir  kennen heute  auch noch  andere Bilder.  Fotos  von verhungernden  Kindern, von durch  Waffen   zerfetzten   Leibern, von durch  Atom  gezeichneten  Körpern, von  im  Verkehr  verunglückten  Menschen.

Der Tod  erscheint  in all   diesen Bildern  nicht freundlich  sondern  eher  bedrohlich. Er löst Angst  und Panik  aus. Doch diese Angst wird   in der Tradition  der  Todesdarstellungen   mit der Absicht  verwendet, um die Menschen   zu erziehen,  damit sie   durch den Blick   auf den Tod Böses unterlassen   und Gutes tun. Der  Tod wird also nicht als gütiges oder  erlösendes gesehen, sondern   eher als etwas das dem  Menschen  gefährlich, ja  bedrohlich wird.  Und die Aussage fügt hinzu. Gegen  viele  Bedrohungen      kann  der Mensch sich  schützen , hat er inzwischen   etwas   erfunden oder  erdacht- doch gegen den Tod ist  kein Kraut gewachsen , wie der  Volksmund sagt.  Dem Tod gegenüber ist der  Mensch machtlos. Und er fühlt  dies. weil er  ihn  sich nicht erklären  kann und weil er keine Antwort  auf die Frage nach  dem ,,Warum“ findet. Weil dies Menschen   schon vor  Zeiten so ergangen ist, hat sie  die Frage nach dem Tod  nicht  ruhen lassen. Die  Natur hat ihnen unbefriedigende Antworten  gegeben.  So fragten sie weiter. Gibt  es noch  etwas,  was  nach  unserem   irdischen  Leben   kommt. Da half  ihnen der  Gedanke, dass wir Menschen das  Universum nicht selbst gemacht  haben.  Da  muss jemand   oder  etwas dahinter stehen. Dieses etwas   oder  dieser  jemand  muss auch wohl den Sinn des Todes wissen, denn er  hat das All des Universums erschaffen. So haben  die  Menschen in den Religionen eine Antwort   auf die Frage   nach den was  danach  kommt,gegeben.    Wir  Christen  haben dafür  eine   besondere  Antwort, denn  unsere Religion  stellt uns  einen Gott  einen Gott vor, der  mit uns  Menschen  leidet, ja der  sogar für  uns   stirbt , der den Tod der Menschen selbst  auf sich nimmt. In Jesus  erleben wir , dass  sich das Bild  vom Tod  wandelt. Der Tod verliert  seine  Endgültigkeit. Durch Jesu  Kreuzestod und seine Auferstehung. Herr Bruno ist in April 84 Jahre  alt geworden.Es  war  ein langes, ein hartes und schönes  Leben zugleich. Aber  halten  wir  die Hoffnung fest. Dieses Leben endet nicht im  Grab. Der lebendige Gott schenkt  ihm  neues Leben in Fülle. Das ist die Hoffnung die uns Christus gebracht hat.

Begräbnis 14.3.2018

Sehr geschätzte und trauende  Familie.

Im Leben  passiert, dass uns etwas unangenehmes überrascht. Zu solchen unerwarteten Besuchen gehört  auch der Tod. Wenn sie   bei der Urne ihrer  teuren Mutter stehen, können ihnen solche Gedanken auftauchen. Du bist weggegangen, und wir würden so gerne, dass  du noch bleibst. Was  könnten wir noch gemeinsam erleben. Aber nicht wir sind die Herren des Lebens. Wir stehen hier wie die gläubigen Christen. Wir wissen dass auch der Tod  ein  Geschenk Gottes ist. Es ist möglich, dass nicht alle mit diesem Satz übereinstimmen. Es scheint dass der Tod eher die Strafe Gottes ist, als Gottes Gabe. Wir wissen, dass Gott die Liebe ist, und darum muss sich auch in dem Tod die Liebe Gottes irgendwie äußern. Wir wissen, dass Gott mit uns Menschen seine Pläne hat. Unser Glaube lehrt uns, dass der Tod für uns nicht  der  Fall in eine dunkle  Schlucht ist, aber er ist das Ruhen in die Arme unseres liebenden Gottes. So verstehen wir Christen von Beginn  an das Christentum. In den ersten Jahrhunderten schrieben  die Christen an die Grabsteinen die Worte: Mortus  in Domini. Er ist im Herrn gestorben. In den unterirdischen  Begräbnisstätte malten die Christen das Bild  des guten Hirten mit einem Schäfchen auf dem Arm. Das bedeutet, dass der gute  Hirte  ihn zu sich auf nahm. Wir werden uns dessen bewusst, dass es nichts größeres gibt, was der  Mensch bekommen kann. Wenn der Mensch auch viel Reichtum hat und goldene Schlösser bauen  würde und viel  Erfolg im Leben hat und ihm das Versprechen geben würde, dass sein Gedächtnis auf ewig dauern wird, was hat der Verstorbene  davon? Aber wenn er in die Arme des himmlischen Vater  aufgenommen wird, wenn Gott jedes Lächeln, jede gute Tat belohnt, dann ist das eine Wunderbare Sache. Gott  gibt uns ewige Freunde, ewige Glückseligkeit. Kann jemand uns von den Menschen hier auf der  Erden mehr geben? Darum  mit großem Vertrauen übergeben wir  unsere Verstorbene. Wir wünschen ihr das Glück  und den Frieden von Gott. Und wenn uns die Tränen fließen, möge das nicht die Tränen der Hoffnungslosigkeit, sondern die Träne der Liebe und Dankbarkeit sein. Weggegangen ist von die geliebte Mutter  die wir so liebten. Wir glauben fest, dass sie von Gott die Belohnung bekommt für ihre Liebe, für ihren Glauben und für ihre Opfer.

Begräbnis- Der Tod-eine Herausforderung

Wir sind zusammengekommen, um einen Menschen, der wir kannten und der ein Stück des Stück des eigenen Lebens für uns bedeutete, die letzte Ehre zu geben. Freilich, das eigentlich nie Begreifende, das ein Mensch für immer fehlt, können wir jetzt nicht mit Worten bedenken. Trauer lässt sich so einfach nicht trösten. Als Christen wissen wir um einen Trost, der nicht billig ist. Der Leid und Tränen nicht einfach ersticken kann und will. Ein Trost , der uns eher langsam erstarken lässt im Maße  unseres Glaubens an Gott. den wir doch schon in diesem Leben erfahren dürfen als letzten Sinn und Grund unserer Existenz. Gerade jetzt, da im Tod eines nahen Menschen wir selbst betroffen sind, ist der Hinweis auf jene Wirklichkeit angebracht, die uns bisweilen aufleuchtet. Der Tod ist der Punkt, wo der Mensch sich am radikalsten zur Frage wird. Für uns Christen ist diese Todesfrage eine Lebensfrage, beantwortet von Jesus selbst. Er hat unser Leben und unseren Tod auf sich genommen und in seiner Auferweckung überwunden. In seinem Sterben und  seinem Leben zeigt Gott als ,,Gott-für-uns . Wenn wir dies im Glauben als wahr erfahren, dann spüren wir, was Paulus meint, wenn er fragt. Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Wir spüren, dass unser Leben mehr ist als die Summe des bisschen Glücks, dem wir nachjagen, mehr ist als das Ergebnis all unserer Leistungen, mehr ist als Misserfolg und Leid, ja, das Leben auch mehr ist als die Summe von Jahren, die im Tode enden. Die Überwindung der Grenzen, die uns einengen bis zum letzten Tag, deutet sich für den, der im Geiste Jesu lebt, jetzt schon an. Von Papst Johannes XXIII stammt das Wort. Jeder Tag ist ein guter Tag geboren zu werden. Jeder ist ein guter Tag um zu sterben. Der Papst knüpft für unsere Ohren etwas ungewohnt- den Geburtstag und den  Sterbetag eines Menschen aneinander. Bei näherem Hinsehen stellen wir fest. Es stimmt! Beide Tage haben vieles miteinander gemeinsam. Wir können sie uns beispielweise nicht aussuchen. Sie kommen ohne unser Zutun. Es sind auch keine irgendwie besonderen Tage. Jeder Tag kann zum Geburtstag , jeder beliebige Tag zum Sterbetag werden. Es ist tröstlich zu wissen, dass Gott an unseren Gefühlen nicht achtlos vorübergeht. Als König Hiskija schwer erkrankt war, musste ihm der Prophet Jesaja im Namen seines Gottes verkünden, Du wirst sterben, du wirst nicht am Leben  bleiben. Die Schrift berichtet.; Da begann Hiskija laut  zu weinen. Und der Prophet muss noch zweites Mal zu ihm gehen. Hiskija wir aufgrund dieses Weines gerettet. Ich haben deine Tränen gesehen. Ich will zu deiner Lebenszeit noch fünfzehn Jahre hinzufügen. Es fällt uns nicht schwer, die Tränen des Hiskija zu verstehen. Der  Tod ist ein Bruch. Wir aber haben größere Hoffnung  als der König Hiskija. Jesus sagt zu uns: Wer an mich glaubt, wir leben, auch wenn er gestorben ist. Joh 11,25 Dies ist der Glaube der Christen. Wir werden auferstehen. Wir werden leben in Gott. Keine Trauer wird mehr sein, keine Klage, kein Tod. Noch freilich sind wir weit davon entfernt. Noch bedrängen uns Krankheit und Tod. Immer wieder werden wir liebe Verstorbene zu Grabe  tragen. Einmal aber wird es anders sein. Einmal aber wird  es anders sein. Einmal können wir beten, wie es auch Hiskija nach seiner Heilung tat: Du hast mich aus meiner Verzweiflung gerettet, du hast mich vor dem tödlichen Abgrund bewahrt. Und Gott wir uns nicht nur fünfzehn Jahre schenken, nach deren Ablauf der Tod ja wiederum vor der Tür steht. Gott schafft uns neu. Die Hoffnung darauf mag uns bei dem schweren Gang, der nun vor uns liegt, ein Trost sein.

Begräbnis 14- März

Wann immer uns der Tod begegnet, ist er ein grausamer Einschnitt in unserem  Leben. Unser Leben steht für  Augenblicke, Tage, Woche still, wird langsamer und behutsamer. Unsere Gedanken gehen nicht  nur nach  vorne, sondern  befassen sich nicht mit kommenden Tagen, gehen zurück auf das Leben des Verstorbenen auf  sein Leben mit uns. Herr N. musste sein Leben, das er geliebt hat, loslassen und hat mit  seinem Tod ein Stück des Lebens der Menschen mitgenommen, die mit ihm gelebt haben, die ihn  geliebt haben. Seine Engelkinder werden  nicht mehr  erleben, wie er  mit ihnen spielt, sie werden  seine Stimme nicht mehr hören und den Opa vermissen.

Auch wenn  uns  der Tod nach einer längeren Krankheit und Leiden als Erlösung begegnen mag, stimmt er doch  traurig  und tut  weh. Und wenn Sie auf so manches Schwere im Leben des Verstorbenen zurückschauen, dann fragen sie warum. Und sie  bleiben ohne Antwort. Wir finden keine letztgültige Erklärung für  Leid, Not. Wenn es stimmt, dass Gott das Leben der Menschen will, wenn es  stimmt, dass Gott Interesse an einem geglückten Leben für uns Menschen hat, wenn es stimmt, dass Gott ein  mitgehender, mitsorgender Gott für  uns ist, wenn das alles stimmt, dann kennt seine Sorge,  sein  Dasein für uns  keine  Unterbrechung. Nähe   und  viele liebende Zeichen durfte der Verstorbene in den letzten Wochen  und  Monate  durch die  hingebende Pflege, die Besuche und die Sorge  der Familie erfahren. So war er in den letzten Monaten  immer wieder  Mittelpunkt ihres Lebens und er  wird  es  über    den Tod hinaus   bleiben.  Er wird es bleiben, wenn sie voll Dankbarkeit  zurückdenken an  ihn, wenn sie  danken  für, was  Sie  ihm schenke  durften und  das , was  Sie von ihm   erhalten haben. Wir stehen  am Ende seines Lebens. Aber als  Christen können wir  in  unserer  Trauer lernen zu danken für die Liebe und Güte, für die Sorge, die uns  der  Verstorbene  geschenkt hat. Wir  dürfen hoffen, dass er sein Leben bei  Gott gefunden hat und wir  dürfen daran glauben, dass er  im Tod  nicht von uns  gegangen ist, sondern vor  uns zu Gott.

Begräbnis März 2018

Liebe trauernde Familie,

Manchmal spüren wir  es besonders deutlich, dass unsere Sprache versagt, das unsere Worte nicht mehr  ausreichen. Wir wollen uns  hier nicht mit frommen Formeln über diese Situation hinwegtäuschen. Wir sind sprachlos, weil wir  ratlos sind. Da ist ein Mensch von uns gegangen. Sie kannten Frau N, besser als  ich. Wir stehen stummen und  betroffen daneben. In dieser Situation sagt Jesus zu uns:  Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und  unter Lasten stöhnt! Wenn sein Wort überhaupt gilt, dann ganz sicher auch für  unsere Verstorbene. Jesus hat dieses Wort wahr gemacht durch sein  Leben. Die am Ende waren, konnten bei ihm neu anfangen.  Die keine Hoffnung mehr hatten, die von anderen preisgegeben waren. Er nahm sie an, er stand zu ihnen, und so konnten sie neue Kraft und neue Hoffnung finden. Jesus hat dieses Wort wahr gemacht durch sein Sterben. Er ist selber den Weg des Todes gegangen, in Angst und  Zuversicht, bis in die äußerste Verlassenheit davon gelaufen. Das konnten sie  nicht mehr ertragen.  Seitdem ist Gott unsere Todeseinsamkeit und Verzweiflung nicht fremd. Er konnte sie im Tod begleiten und  sein Wort erneuern. Komm zu mir, die du  dich plagst und  unter den Lasten zusammengebrochen bist.  Komm zu mir! Gewiss, das ist die Zumutung unseres Glaubens,  Das kommt heraus, was Glauben eigentlich heißt. Da geht es nicht um ein bisschen bürgerlich-katholische Tradition. Hier geht es um  die  zentrale Frage, ob  wir  Gott zutrauen, dass er  stärker ist als  der Tod. Ob wir  ihm zutrauen. Ob  wir  ihm zutrauen, dass er auch ein nach den Maßstäben unserer Welt verpfuschen Leben vollenden kann. Ich weiß nicht, ob Sie  mir darin folgen können. Aber gibt es außerhalb dieser Zumutung sonst eine Hoffnung für die Verstorbene? Trost- nicht Vertröstung . Wenn dieses Wort ihr gilt, dann dürfen wir es in zweiter Linie auch für  uns selbst hören. Kommt zu mir, die ihr  euch plagt und unter der Last stöhnt. Auch wir dürfen  mit unserer Last zu ihm kommen. Wie kann unser Leben gelingen? Was ist es wert, dass  wir  uns dafür einsetzen. Aus  welchen Kräften leben wir? Wie standen wir zu der Toten? So sehr wir dieses Wort Jesu. Kommt zu mir, die ihr euch plagt! für uns selbst hören dürfen., so sehr darf gerade dieses Wort nicht als billige Vertröstung verstanden  werden, das uns andere notwendige Fragen erspart. Wie konnte das in unserer Mitte geschehen? Der Tod erlöst nicht nur vom Leid. Das ist nur menschliche und irdische Wahrheit. Aber das ist doch nicht alles!  Jesus Tod  und Auferstehung  sagen uns, dass der Tod noch eine andere Seite hat. Der Tod  erlöst  uns  zu neuem und ewigem Leben. Der Tod zeigt uns neue und ungeahnte Lebensmöglichkeiten. Der Tod  öffnet neue Tore, schickt uns endgültig auf den Weg den Jesus  uns vorausgegangen  ist. Der Tod erlöst uns zu neuem und ewigem Leben.

Die Verstorbene hat in ihrem Leben an Jesus Christus geglaubt. So dürfen wir sie jetzt auch  mit Jesus in Gottes Hand geborgen wissen. Erlöst von allem irdischen Leid wird sie  neues und ewiges Leben haben. Er ist trostreich, unsere Verstorbenen in Gottes neuem und ewigem Leben geborgen  zu wissen.

Begräbnis Feb.2018

1. Korintherbrief 15,51-57

Sehr geschätzte trauende Familie!

Für uns alle  ist und bleibt  der Tod , das Sterben  eines Menschen ein Geheimnis. Es fällt uns schwer, passende Worte   zu finden. Wir sind   versucht, das  was uns allen  bevorsteht, zu verdrängen und totzuschweigen. Doch  damit  wurde ein Problem   noch nie  gelöst, und  die  Macht der  Nichtbewältigung ist nur noch  stärker  geworden. So bemühen sich  schon  Generationen  dem Sterben einen Sinn, einen Namen zu geben. Wir sprechen heute noch vom Heimgang, vom Entschlafen, davon  dass uns ein Mensch entrissen wurde.  Alles Worte, die immer nur einen Teil des Unfaßbaren erfassen und es irgendwie fassbar  machen soll.  Schon diese kleine Auswahl an Bezeichnungen  für unser Sterben zeigt uns  die  grundlegenden   Veränderungen im Leben eines Menschen, zu  dem auch sein Sterben zählt, das uns schwer   zu schaffen macht. Wir sind  gewohnt, uns auf  auf allmähliche, kontinuierlich vor sich gehende Veränderungen einzustellen – wir leben mit  ihnen, wir wachsen und wir verändern  uns mit ihnen. So merken wir sie kaum. Erst wenn wir Photos  von früher betrachten oder durch die Wahrnehmung  eines anderen, der  vielleicht Jahre von  uns  weg war, stellen wir  erschrocken  fest: Tatsächlich, bis jetzt ist  mir  das gar nicht aufgefallen.  Das Sterben aber ist  meist so plötzlich, dass wir  nicht Zeit  haben, uns darauf einzustellen. Auch wenn das Leben selbst voll von  solchen Ereignissen ist, so  gibt  es  trotz der  Tatsache, dass Geschehnisse nicht rückgängig zu machen sind , die Möglichkeit, neu  oder  anders  weiterzumachen. Hier  aber, angesichts  des Todes, gibt es   auf unserer Ebene kein Neu, kein Weitermachen. Eine scharfe Trennung scheidet uns  voneinander, die  Brücke ist eingestürzt, der Weg  zueinander   ist verschwunden.

An diesem Punkt muss und  darf ich als Stellvertreter und Botschafter Christi  ein entschiedenes Aber  sagen. Durch Christus  wurde eine neue   Ebene geschaffen –  eine  Ebene, auf der unser Sterben  eine  Phase im tiefgreifenden und  plötzlichen Wandlungsprozess  hin zum endgültigen   Leben darstellt. Der Apostel Paulus  spricht vom  Kampf, der  aber  nicht  unentschieden oder gar noch offen wäre – er weiß   vom  Sieg im Kampf.  Dieser  Sieg  verleiht moralische  Stärke und Zuversicht. Dieser Sieg ist an Christus dem Auferstandenen deutlich und für uns Glaubende  erfahrbar geworden. Dieser Glauben an die Auferstehung scheint, wie einst den Korinthern, auch unserer Generation abhanden zu kommen. So vermögen wir eventuell dem Leben noch einen Sinn abzuringen, das Sterben  erscheint  absurd – und doch  will keiner sein  Leben verkürzen, sich  um das Leben bringen, wir alle haben eine Sehnsucht nach Leben, nach mehr Leben. Paulus spricht vom Sterben  wie wir in Bildern.  Er verkündet einen totalen Wandel. Das Neue muss angezogen, über-gezogen  werden. Wir wollen nicht vergessen, dass wir schon  in der Taufe, wo wir doch auf  den Tod und  auf die Auferstehung  Christi getauft wurden, diesen  neuen Menschen, der nach  Christus  geformt ist, angezogen haben. So ist dem Tod  der Sieg  genommen, seine  Macht ist gerade  in diesem  Moment des Todes  beendet. Trotz unseres Augenscheins ist auch für  uns dieses Wort: Verschlungen ist der Tod im Sieg eine Verheißung und ein Zugeständnis des Gottes Jesu Christi, an den wir glauben und der auch uns zum Sieg, das heißt zum Leben führt.

Begräbnis Febr. 2018

Du  hast Großes vollbracht. Mein Got wer ist wie du? Du ließest mich viel Angst und Not erfahren . Belebe mich neu, führe  mich herauf aus  den Tiefen der Erde. /Ps 71,19-20/. Eine unerschütterliche Hoffnung spricht aus diesen Worten des  Psalmisten. Er legt sie einen Menschen in den Mund,  den die Beschwernisse eines langen Lebens gebeugt haben, der reich geworden ist an Erfahrungm von Ängsten  und Nöten. Dennoch ist sein Herz voll dankbaren Staunens, denn im Rückblick auf die Jahre seines Lebens darf  er bekennen: Du hast Großes vollbracht. Mein Gott, wer ist wie du?

Wenn ein betagter Mensch sein Leben vollendet  hat und zu Gott heimgegangen ist, dann sprechen wir von einem gesegneten Alter, von einem erfüllten Leben, das nun  in Gott zur Vollendung gekommen ist. Zwar erfüllt Trauer unser  Herz,weil ein Mensch, den wir  geliebt  haben, der uns  nahegestanden ist, dem wir  viel Gutes  verdanken, von uns  weggenommen worden ist. Mit  ihm ist ein Stück unseres eigenen Lebens fortgegangen, hinübergegangen aus der Todesnacht in das Licht des  neuen Lebens fortgegangen aus den Tiefen  der Erde zur  Freude der Vollendung  in Christus. Die Toten  nehmen all das mit, was sie uns bedeutet haben , so dass wir durch den Tod eines geliebten  und verehrten Menschen spürbar  ärmer  werden. Was bleibt ist dankbare  Erinnerung, ist liebendes Gedenken und fürbittendes Gebet.Es bleibt schließlich der Platz leer, den das Leben dieses Leben dieses  Menschen ausgefüllt hat, dessen Tod wir nun beklagen.

Wenn ein alter Mensch stirbt ,ist  sein Tod keineswegs das Ende seiner  Lebensgeschichte, den  die geht weiter weil der ewige  Gott jeden von uns in  seine Hand geschrieben hat. So viele Gesichter das Leben haben mag, so viele hat auch der Tod. Rainer Maria Rilke schreibt in einem Gebet: O Herr gib jedem seinen eigenen  Tod. Es gehört zur Würde des Menschen, sein eigenes Leben leben und  seinen eigenen Tod  sterben zu dürfen. Darum  ist  die  Frage nach dem Sinn meines Lebens unlösbar verbunden mit der Frage nach dem Sinn meines Sterbens. Was  bedeutet mir das Leben, und  was bedeutet mir  mein Tod? Wir Lebenden wissen nur wenig vom Geheimnis des Todes, weil wir das Sterben von Menschen immer nur als Zuschauer erleben, Und  das macht uns Angst. Wir wissen ja nicht, was da auf uns zukommt. Wir wissen nur, der Tod ist unausweichlich.

So bleibt angesichts  der Trauer, die wir in dieser Stunde empfinden, auch im Hinblick auf den eigenen Tod, allein die Hoffnung auf Christus, der  den Tod besiegt und das Leben neu geschaffen hat. Es ist  die  Hoffnung, die  Mut macht, die Hoffnung, die darauf vertraut, dass in Erfüllung geht, was die Geheime Offenbarung des Johannes sagt: Er Gott, wird alle Tränen von ihren Augen abwischen. Der  Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was  früher  war, ist vergangen. /Offb 21,4/.

Getragen von solcher Hoffnung,übergeben wir diesen toten Leib der Erde. Der Herr tröstet uns durch seinen Ostersieg. So stehen wir nicht ratlos und  mutlos  da.  Vielmehr  ist  das  Kreuz über den Gräbern unserer Toten Zeichen des Glaubens, Zeichen  der Hoffnung  und der Liebe, die stärker  sind  als die  Macht  des Todes, denn wir  sind  zu  einem Leben gerufen, das größer ist als  das Geheimnis des Todes. Gottes  Wege mit  uns Menschen enden nicht im Tod.  Mit ausgestreckten Armen kommt er uns entgegen , wenn wir heimkehren zu ihm, von dem wir ausgegangen  sind. Christus, der Erstgeborene von den Toten, ist schon dort.  Fromme Utopie oder Botschaft des Glaubens? Vertröstung auf  eine jenseitige Welt, von der niemand weiß, ob es sie gibt, oder wirksamer Trost aus der Verheißung Jesu:Wer  an  mich glaubt, der hat das ewige  Leben, Deshalb hoffen und  lieben und  glauben wir  nicht ins Blaue hinein, wenn wir uns auf  den verlassen , der da sagt: Ich bin der Weg, der  nicht im Tode endet, ich bin die Wahrheit, die wirklich frei macht. Ich bin das Leben , zu dem Vater im Himmel  euch ruft.

Das Begräbnis Okt. 2017

Liebe trauernde Familie,Sehr geschätzte Gemeinde! 

Der Mensch gleicht einem Buch. Seine Geburt ist  das Titel-blatt, seine Taufe ist das Widmung, sein Weinen und Geschrei  ist die Vorrede  für den Leser. Sein Leben und  seine Taten  sind der Gegenstand  des Buches, seine Irrtümer und  Vergehen  sind die Druckfehler, seine Reue ist  die Korrektur. Es gibt große  Foliobände  und  kleine Bücher im Taschenformat . Manche sind  schöner  eingebunden, manche einfacher, viele in starkem Pergament, andere in dünnem Papier. Einige haben Frömmigkeit und Tugend  als Inhalt. Andere   sind  voll Leichtfertigkeit. Und auf der letzten  Seite steht ein Wort, das heißt Ende. Das  menschliche  Leben  ist ein Buch, für  das der einzelne   Mensch  zum Teil  selbst verantwortlich   ist. Gewiss, das,, Rohmaterial“ das Papier, die Tinte – unsere Erbanlagen, manche Lebensumstände, kann sich  der Mensch nicht selbst aussuchen. Sie  sind  ihm vorgegeben.Er schreibt auch  nicht allein an diesem Buch. Andere führen ihm manchmal die Feder, sie korrigieren ihn und kritzeln ungebeten manches auf die  Seiten   seines Lebensbuches. Sie streichen  manches durch und  lassen ihn  manchmal nicht so schreiben  wie er gerne möchte. 

Aber irgendwie  führt doch jeder selbst die Feder. Es  hängt auch von jedem  selbst ab, ob der Inhalt seines  Lebensbuches  das Buch Frömmigkeit   und Tugend oder  Leichtfertigkeit und Torheit   enthält. Der Verstorbene hat sein  Buch des  Lebens abgeschlossen. Was ist es für ein Buch, auf dessen letzter Seite  nun, durch den Tod geschrieben, das Wort Ende steht? Wir kennen nur  das Äußere  dieses Buches; sein Format, seinen Einband.Wir kennen nicht nicht den Inhalt. Wir wissen nicht  wie sich  in diesem Leben   ,,Frömmigkeit  und Leichtfertigkeit mischten. Überlassen wir die  endgültige Rezension   Gott, der auch klar  unterscheiden kann, welche  Seiten in diesem  Buch von dem Toten  verantwortet werden  werden müssen. Vertrauen wir darauf, dass  Gott  ihn für immer  in sein  Buch des Lebens   einschreibt. Wir alle aber schreiben an  unserem  eigenen    Lebensbuch. Auch das Buch  unseres Lebens wird  Gott einmal  endgültig rezensieren. Schreiben wir so an  unserem Lebensbuch, dass es mit seinem Inhalt vor ihm Bestand hat?  Leben wir so, dass  uns Gott in sein  Buch des Lebens, einschreiben kann.

Begräbnis /alte Frau/

Du hast Großes vollbracht. Mein Gott wer ist wie du du? Du ließest mich viel Angst und Not erfahren. Belebe mich neu, führe  mich herauf aus den Tiefen der Erde /Ps 71, 19-20/

Eine unerschütterliche Hoffnung spricht aus diesen Worten des Psalmisten. Er legt sie einem Menschen in den Mund, den die Beschwernisse eines langen Lebens gebeugt  haben, der reich geworden ist an Erfahrungen von Ängsten und Nöten. Dennoch ist sein Herz voll dankbaren Staunens, denn im Rückblick auf die Jahre seines Lebens darf er bekennen: Du hast Großes vollbracht. Mein Gott, wer ist  wie du?

Wenn ein betagter Mensch sein Leben vollendet hat und zu Gott heimgegangen ist, dann sprechen wir von einem gesegneten Alter, von einem erfüllten Leben, das nun in Gott zur Vollendung gekommen ist. Zwar erfüllt Trauer  unser Herz, weil ein Mensch, den wir  geliebt haben, der uns  nahegestanden ist, dem wir viel Gutes verdanken, von uns weggenommen worden ist. Mit ihm ist ein Stück unseres eigenen Lebens fortgegangen, hinübergegangen aus der Todesnacht in das Licht des neuen  Lebens. heraufgeführt aus den Tiefen der Erde zur Freude der Vollendung in Christus. Man sagt:  Die Toten nehmen nichts mit, nichts von ihrem Hab und Gut: aber sie nehmen all das mit, was sie uns bedeutet haben, so dass wir durch den Tod eines  geliebten und verehrten Menschen spürbar ärmer werden. Was bleibt, ist dankbare Erinnerung , ist liebendes Gedenken und fürbittendes Gebet. Es bleibt schließlich der Platz leer, den das Leben dieses Menschen ausgefüllt hat, dessen Tod wir nun beklagen. Und damit verändert sich auch das eigene Leben: für manchen von uns besonders einschneiden und herb. 

Wenn ein alter Mensch stirbt, ist sein Tod keineswegs das Ende seiner Lebensgeschichte: denn  die geht weiter, weil der  ewige Gott jeden von uns  in seine  Hand geschrieben hat. So viele Gesichter das Leben haben mag, so viele hat auch der Tod. Rainer Maria Rilke schreibt in einem Gebet: O Herr, gib jedem seinen eigenen Tod. Es gehört zur Würde des Menschen, sein  eigene Leben leben und seinen eigenen Tod sterben zu dürfen. Darum ist die Frage nach dem Sinne meines  Lebens unlösbar verbunden mit der Frage nach dem Sinn meines Sterbens. Was bedeutet  mir das Leben, und  was bedeutet mir mein Tod? Wir  Lebenden  wissen nur wenig vom Geheimnis des Todes, weil wir das Sterben von Menschen immer nur als Zuschauer erleben. Und das macht uns Angst. Wir wissen ja nicht, was da auf uns zukommt. Wir wissen nur, der Tod ist unausweichlich.

So bleibt angesichts  der Trauer, die wir in dieser Stunde empfinden, auch im Hinblick auf den eigenen Tod, allein die Hoffnung  auf Christus, der den Tod besiegt und das Leben neu geschaffen hat. Es ist die Hoffnung, die Mut macht, die Hoffnung, die darauf vertraut, dass in Erfüllung geht, was die Geheime Offenbarung des Johannes sagt. Er Gott, wird alle Tränen  von ihren Augen abwischen. Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine  Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Offb 21,4. 

Getragen von solcher Hoffnung, übergeben wir diesen toten Leib der Erde. Der Herr tröstet uns durch seinen Ostersieg. So stehen  wir nicht ratlos und mutlos da. Vielmehr ist das Kreuz über  den Gräbern unserer Toten Zeichen des Glaubens, Zeichen der Hoffnung und der  Liebe, die stärker sind  als die Macht des Todes, den wir sind zu einem Leben gerufen, das größer ist als das Geheimnis des Todes. Gottes Wege mit uns Menschen enden nicht im Tod. Fromme Utopie oder Botschaft des  Glaubens? Vertröstung auf  einen jenseitige Welt, von der niemand weiß, ob es sie gibt, oder wirksamer Trost aus der Verheißung   Trost aus der Verheißung   Jesu: Wer an  mich glaubt, der hat das ewige  Leben. Deshalb hoffen und lieben und glauben wir nicht ins Blaue hinein, wenn wir uns auf den verlassen, der da sagt:Ich bin der Weg, der nicht im Tode endet; ich bin die Wahrheit, die wirklich frei macht;  ich bin das Leben, zu dem der Vater im Himmel euch ruft.