Archiv für den Monat: September 2018

Die Engel im Himmel

Ich will erklären die Natur  und  Bestimmung der Engel und  den Eindruck, den der Glaube an die Engel  auf  unsere Herzen machen soll. Das es  Engel gebe unterliegt einmal gar keinem Zweifel die heilige Schrift tut davon  an so  vielen Stellen Meldung, dass es ein purer Unsinn wäre, an  dem Dasein  solcher himmlischen Geister, die wir Engel nennen, zweifeln zu wollen.  Jesus selbst widerlegt   ja den Irrtum der Sadduzäer, welche behaupten  , es  gebe keine  Auferstehung, noch  einen  Engel, noch  einen geist, indem er  sagt, die seligen Menschen werden im Himmel den Engeln gleich sein. Math.22,31. und ein anderes  Mal gibt er unter andern  Gründen, den Kleinen kein Ärgernis zu geben, zugleich diesen an, weil ihre Engel im Himmel allezeit das Angesicht des  himmlischen Vaters sehen. Auch die heiligen Apostel lehren das Dasein  der Engel und unter andern sagt der heil. Apostel Paulus, dass wir  nach einem  gerechten Tode  in  die Gesellschaft vieler tausend Engel werden  werden aufgenommen. Hebr. 12, 22. Die  Engel   sind  erschaffene Geister, weil sie von Gott wie  alle übrigen Geschöpfe erschaffen worden sind.  Die Lehren der heiligen  Väter stimmen darin  überein, dass Gott  die Engel  erschaffen habe zu zu jener  Zeit von welcher die heilige schrift sagt. Im Anfange  schuf Gott Himmel und Erde.  Während  die Erde noch wüste  und  leer war,  noch  eine  finstere Verwirrung,  war  der  mit  diesem  Chaos  zugleich erschaffene Himmel schon  eingerichtet mit allen seinen Herrlichkeiten und unzählige  selige Geister, die Engel  freuten  sich in demselben mit einem Male ihres  Daseins   und  lobten  und  priesen ihren allmächtigen ewigen  Schöpfer. Sie  sind Geister   d.i.  himmlische  Wesen, welche Verstand und Willen, aber  keinen Körper  haben. Dies hindert sie  jedoch nicht auf  Zulassung Gottes eine menschliche Gestalt  anzunehmen, um dadurch, im Stande zu sein, sich den Menschen sichtbar zu zeigen. Sie sind  selige  Geister, denn Gott  rüstete sie  mit den größten  Vollkommenheiten  aus. Er gab  ihnen  eine  für uns  unbegreiflich schöne Gestalt, die heilig machende Gnade,  edle Wissenschaft und  die Anschauung Gottes von Angesicht  zu  Angesicht. Gott hat die Engel  nicht nur  gut  erschaffen , sondern  er  hat  ihnen   auch die heiligmachende Gnade gegeben, d.i.  Gott hat  sie ganz moralisch  gut erschaffen. Aber  er ließ sie  sich  ihrer  Verherrlichung würdig  machen   konnten.  Dazu  gab er  ihnen  die  heiligmachende Gnade , durch  deren  Hilfe  sie  leicht  in  der  für  sie  bestimmten  Prüfung  beharren konnten. Luzifer beharrte nicht darin, da ihn seine Schönheit  stolz gemacht hatte. Ezech.28,14-17.  Die  aber  gut  blieben , behielten  ihre  edlen  Wissenschaften. Diese machen sie  fähig,  die Vollkommenheiten Gottes  weit besser zu sehen, als   wir.  Sie  erkennen Gott in  seiner  Wesenheit viel  vollkommener als  alle Menschen,  und  eben diese edle Erkenntnis macht sie  unaussprechlich  selig.  Sie  schauen Gott von Angesicht zu Angesicht und  in  dieser  Anschauung entzündet sich  in ihnen eine unaussprechliche Liebe zu Gott, die  sie von von Wonne zu Wonne fortreißt.  Diese Liebe erhält sie unverbrüchlich in der Erfüllung ihrer Obliegenheiten, die sie  im Himmel  haben.  Sie  stehen vor dem Throne Gottes und dienen ihm nach jedem Winke seines heiligsten Willens, sie beten ihn an, loben, preisen und bewundern ihn  mit  freudigsten Dankgefühlen. Ich sagte, wir würden unzählbare Schaaren der Engel erblicken, denn auch über die Anzahl der Engel  gibt  uns  die heilige Schrift Aufschluss. Sie bestimmt uns zwar die zahl nicht genau, denn sagt Job: Sind seine Heerscharen zu zählen /24,3/ Der Prophet Daniel versichert, rings um den Thron Gottes tausendmal zehntausendmal Tausend gesehen zu haben. Ihr seid gekommen sagt der heil.Paulus /Hebr.12,22/ zum himmlischen Jerusalem  zur Ehre der tausendmal tausend Engel. Und redet ja  Jesus selbst von mehr als  zwölf  Legionen  Engel. /Math 26,52/. Und diese unzähligen seligen Geister teilen sich, wie  wir wieder aus der heiligen Schrift belehrt werden, in Schaaren und  verschiedene Chöre. Wir sagen das sind die Worte des heil. Gregor,  dass es neun  Rangordnungen, insgemein Chöre der Engeln, Erzengel, Kräften, Gewalten, Fürstenthümern, Herrschaften, Thronen, Cherubinen und Seraphinen rede. Ich glaube es ungezweifelt, sagt der heil. Augustin, dass sie  verschieden  sind, was den  Unterschied ausmache, weiß  ich nicht. Weil sich Gott der Engel  bedient, um  sie  an  die  Menschen  zu schicken, tragen sie  den  Namen Engel, was so viel  heißt, als  missi- Abgeschickte, Boten. Gott  bedient  sich  der Engel, um den Menschen  seinen  heiligen  Willen  erkennen zu  geben. So erschienen die Engel  den Patriarchen und Propheten, der seligsten  Jungfrau Maria, dem Zacharias, den Hirten  dem heiligem Josef , den heil. Frauen. Gott bedient  sich  der Engel, um den Menschen  Hilfe in zeitlichen  Dingen, Gnade in geistlichen Dingen, erteilen  zu lassen. So sandte Gott seinen Engel, um Lot aus Sodomas Brand zu retten, um der  Hagar  eine Quelle zu zeigen, dass Ismael nicht verschmachtete, um Tobias auf  seiner  Reise zu  begleiten und und seinem Vater das Augenlicht zu geben. Ferner ließ Gott Josef durch einen Engel vor der dem Kinde Jesu bevorstehende Gefahr warnen. und Petrus aus  dem Kerker befreien. Die  fromme Judith  führte ein Engel in und  aus dem Lager des  Holofernes, um  ihre Unschuld  zu bewahren. Diese  und viele andere  Engelserscheinungen  bestätigen  also unseren  Glauben   an den Schutz  der  heiligen  Engel,  sie  bestätigen  den Glauben, dass ganze  Reiche und Provinzen  ihre  Schutzengel  haben, wie wir aus Daniel/10,13,21  12,1.  Zach 1,12  Offenb 8,3.4 ersehen. Sind sie nicht alle dienstbare  Geister, schreibt der  heil.Paulus /Hebr.1,14/, ausgesandt zum Dienste derer,welche die Seligkeit erben wollen. Gott hat  seinen  Engeln   deinetegen Befehl  gegeben, sagt der Psalmist/Ps 60, 9-12/ dass sie dich auf  allen  deinen   Wegen bewahren. Und sagt nicht Jesus selbst, dass ihre Engel, die Engel der Kleinen allzeit das Angesicht des  himmlischen Vaters sehen?  Ja sagt  er nicht, dass die Engel den Lazarus in den Schooß Abrahams  trugen, und  dass sie sich  freuen  über  einen Sünder der  Buße  tut?

Aber vergessen wir nicht, dass  Gott auch die Engel gebraucht, um seine  Gerechtigkeit an den Menschen zu vollziehen. Er lässt  durch  sie Sodom  zerstören, die  Erstgeborenen  in Ägypten  erschlagen, das pharaonische  Heer  in den  Fluten  umkommen, die  Sünden  Davids durch einen Engel mit dem  Pest schwerte strafen, die Armee  der Assyrer vernichten und  den stolzen  Herodes schlägt ein mit einer unheilbaren Krankheit. Seht dies lehrt uns  der  Glaube von  der  Natur und Bestimmung der Engel.

Hl. Theresia vom Kinde-Jesus, Lk 9,46-50

Jesus der sprach:  Wer irgend  dieses  Kind  aufnimmt in  meinem Namen, nimmt  mich auf, er sei mit euch.

Kleine heilige  Theresia, wird sie  genannt, die große Ordensfrau und  Mystikerin Theresia  von  Lisieux, Die  Bezeichnung ,,klein“ diente  zur  Unterscheidung von der  Ordensreformatorin  Theresia von Avila, zum  anderen drückt sie aber  auch  aus, dass man  Theresia  von Lisieux  lange Zeit  als  kindliche Beterin  beurteilt  hat.

Jesus, du  öffnest uns den  Weg zum Vater. Herr, erbarme dich unser.

Du offenbarst uns  Erbarmen Gottes Christus erbarme dich  unser.

Du schenkst uns  den Reichtum von Gottes Liebe.  Herr, erbarme dich unser.

Theresia vom Kinde Jesus, wie sie auch genannt wird, kam am 2. Januar 1873 in Alencon in der  Normandie zur Welt und hieß  mit Familiennamen  Martin. Ihr  einziger Wunsch  war  schon  als  Kind dem  Karmeliterorden beitreten  zu dürfen. Nach  mehreren vorangegangenen  Ablehnungen  wurde  Theresia  dann  im Alter von 15  Jahren  in den  Karmel von Lisieux, wo  sie  mit ihrer Familie seit  dem frühen Tod der Mutter lebte, aufgenommen. Die Schwestern  im Kloster kamen mit der Persönlichkeit Theresias von  Anfang   an  nicht zurecht , niemand  kannte sich in  ihrem  Wesen  aus. Man  hielt das Mädchen,das  aufgrund  einer  Sondererlaubnis täglich  kommunizieren durfte, für  eingebildet und stolz  und  bemerkte nicht, welche inneren Kämpfe es Tag für  Tag  auszufechten  hatte. Die Oberin erschwerte  Theresia durch ständige  Demütigungen  das Leben noch  zusätzlich. Theresia, die nach  außen so ruhig und beherrscht  wirkte. litt ihr Leben lang unter Angstzuständen.  Sie wurde oft vom Gedanken gequält, Gott habe sie  verlassen und  geriet dadurch in schwere innere Konflikte. Manchmal war sie  überzeugt, sie sei zur  Verdammnis. Dennoch gab sie sich  ganz der Liebe Christi  hin Ihr Leitspruch war. Alles  ist Gnade. Sie wollte sich mit  ihren inneren Leiden, zu denen sich auch noch schwere Krankheiten wie Tbc gesellten, für die Sünder der Welt  aufzuopfern. Von Alter von erst 24 Jahren starb Theresia  von Lisieux am 30.September 1897 in ihrem Kloster. Papst Pius XI. sprach die Mystikerin am 17.Mai 1925 heilig und ernannte sie  1927 zur Patronin aller  Missionen, Missionen, Missionare und Missionsschwester.  Seit  1944 ist Theresia zweite Patronin von Frankreich. 1997 erklärte  sie Papst Johannes Paul II zur  Kirchenlehrerin.

In Jesus Christus erkennen wir den Vater. Wir treten voll Vertrauen zu Gott hin und beten, wie es  uns Jesus Christus gelehrt  hat..

Wenn wir dem Beispiel  Jesu folgen, haben ir den ersten Schritt auf den Frieden  hin getan. Deshalb bitten wir…

Der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen ist Teilhabe am Blut Christi. Das Brot, das wir  brechen, ist Teilhabe am Leib  Christi.

Erntedankfest 2018

Einführung

Wir beginnen den Gottesdienst heute nicht in der Kirche, sondern vor  der Kirche. Der Grund  dafür steht  hier  in der Mitte: Schaut  euch doch bitte genau  an, was hier  zu sehen ist! Es ist  eine große  Krone gebunden mit  den verschiedenen Getreidearten, die  es  bei uns gibt. Wenn wir eine Krone  sehen, denken wir  an  einen König – und  genau darum  geht es heute  auch. Wir danken  heute  unserem  König, nämlich Gott, dass  er uns  wieder eine gute Ernte  geschenkt hat. Als Zeichen dafür, dass Gott unser König, unser Schöpfer ist, binden  wir  zum Erntedankfest eine Krone.  So wollen wir  jetzt um  seinen Segen bitten.

Segnung der Erntekrone

Allmächtiger Gott, du hast Himmel und  Erde erschaffen. Du hast dem Weltall eine Ordnung  gegeben, die wir  erkennen und bewundern. Du hast den Menschen dazu bestimmt, sich die Erde untertan zu machen, sie zu  bebauen und  ihren Reichtum recht zu nutzen. Wir  freuen uns  heute über  die Ernte dieses Jahres. Segne diese Erntekrone und alle  Feldfrüchte, die wir dankbar aus  deiner Hand empfangen  haben. Lass auch die Armen und Hungernden den Reichtum  deiner Güte erfahren und teilhaben an der Fülle deiner Gaben. Darum  bitten wir  durch  Christus  unseren Herrn.

Überleitung

Die Erntekrone, die wir feierlich in die Kirche getragen haben, sagt uns: Gott ist  der Herr dieser Erde, er  ist  der Schöpfer der Welt,er ist der König. Wenn wir heute am Erntedankfest  daran  besonders  denken, fällt uns wohl auf: Das haben  wir  oft  nicht beachtet! Immer  wieder  spielen wir  uns als Herrscher über die Erde. Für alle, wo  wir  uns selbst zun König gemacht  haben, wollen  wir  Gott, um seine Verzeihung bitten.

Kyrie- Rufe

Herr Jesus Christus, du  bist der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Kyrie eleison.

Durch dich  wurde alles geschaffen im Himmel  und auf Erden. Christe eleison.

Du schaffst einen neuen Himmel und eine neue Erde. Kyrie eleison.

Predigt

Das Erntedankfest erinnert uns daran, dass Jesus in unserem ganzen Leben vorkommt. Unser alltägliches Leben soll nicht  getrennt von einem geistlichen Leben sein. Darauf deutet das Vaterunser-Gebet hin mit der Bitte: Unser tägliches Brot gib uns heute. Gott spricht nicht nur über geistliche Dinge, sondern es interessiert ihm auch unser Magen.

Als Gott Abraham und seinen Nachkommen ein neues Land versprach, dachte er auch daran, woraus sie leben können. Er gab ihnen ein Land, wo sie ernten können, was sie säen. Die Erde und alles, was sie hervorbringt, sind gute Gründe für die Dankbarkeit des Volkes Gottes. Wir sollen aufrichtig danken für unsere Nahrung, die wir zum Leben brauchen.

Früher wurde das Beste aus der ersten Ernte in den Tempel gebracht. Es war ein Geste, eine Manifestation dessen, dass alles, was sie haben, von Gott kommt. Sie haben viel Arbeit und Mühe gehabt, aber sie dankten zu allerst Gott.

Bedauerlicherweise ist die Dankbarkeit heutzutage weniger geworden. Einige schätzen sogar den Wert unseres Ackerbodens nicht mehr, denn alles, was angebaut wird, kann man auch im Supermarkt kaufen. Der Bezug zur Erde ist verloren gegangen und dadurch auch die Dankbarkeit für die Früchte der Erde. Es soll wieder jedem bewusst werden, dass die Arbeit der Menschen notwendig ist für unser Leben, für unsere Ernährung. Sie setzen alle ihre Kräfte ein, das letzte Wort bei der Ernte hat aber Gott, der alles gedeihen lässt. Wir nehmen oft die Gaben Gottes als selbstverständlich an. Wir beten zwar immer wieder – unser tägliches Brot gib uns heute – und es kommt uns dabei gar nicht in den Sinn, dass wir vielleicht einmal kein Brot haben könnten. Daher ist es immer wieder wichtig, dankbar zu sein.

Die  Israeliten hatten Anweisungen, wie sie  ihre  Dankbarkeit  Gott gegenüber ausdrücken. Eine gute Ernte zu haben ist keine  Selbstverständlichkeit. Um zu säen und schließlich dann zu ernten, dazu bedarf es der Menschen und es bedarf des Friedens. Wenn Krieg in einem Land ist, ist auch oft der Hungersnot ein Grund dafür. Ich denke, dass wir schon seit Jahrzehnten in Frieden leben, ist auch ein Grund für Dankbarkeit. Bei all dieser Dankbarkeit müssen wir auch lernen zu bedenken, dass es Missernten, wenig Ertrag einer Ernte oder Schädlinge gibt. Oft wird das mit Düngemitteln und chemischen Mitteln gelöst. Alles hat aber Grenzen. Ich denke da an die Bemühungen, aus der Erde mehr heraus zu bekommen, als sie uns geben will. Das geschieht aber oft nicht darum, weil wir zu wenig haben – wir wollen immer mehr. Vergessen sollten wir auch nicht, dass viele Zivilisationskrankheiten durch unsere Ernährung entstehen – nicht aus einem Mangel, sondern aus Überfluss. Es ist interessant zu beobachten, dass Menschen, die sich mit dem ernähren, was sie selbst angebaut haben, kaum von diesen Krankheiten belastet werden. Das bemerkt man auch zum Beispiel bei Kindern, die gesund ernährt werden, also nicht mit Süßigkeiten, weißem Mehl und Chemie gefüttert werden. Letzteres führt dazu, dass die Kinder oft krank sind. Süßigkeiten wachsen nicht auf Bäumen, dort wachsen nur Äpfel und Birnen.

Unserem Gott – da bin ich fest überzeugt – kommt es auf unser Leben an und auch darauf, dass wir jeden Tag unser Brot haben.  Ihm gilt unsere aufrichtige Dankbarkeit. Vergessen wir nicht auf unser Tischgebet vor dem Essen! Beten ist nicht nur eine Angelegenheit am Heiligen Abend. Vergessen wir nicht den Urheber aller Gaben! Danken wir Gott, dass er uns sättigt und möglich macht, uns zu versorgen, mit allem, was wir zum Leben brauchen!

Hl. Michael, hl. Gabriel und hl. Rafael

Jesus, der  sagte:  Ihr  werdet  den Himmel geöffnet  sehen  und  die Engel  Gottes  auf   und  niedersteigen auf  den Sohn den Sohn des  Menschen.

Ihr habt gehört, dass Gott Sonne, Mond, Sterne, Erde, Tiere, Pflanze usw.  erschaffen. Das alles zusammen heißt  man mit  einem Wort die sichtbare Welt, weil man es  sehen kann.  Außer  dieser  sichtbaren Welt, hat aber  Gott noch  eine unsichtbare Welt Welt erschaffen, d.h.  Geschöpfe, die man nicht sehen kann.  Und  warum   kann man  sie  nicht sehen ? Weil sie Geister sind, also  Wesen, die  erkennen und  wollen  können, aber keinen  Leib habe. Wir nennen sie Engel.

Jesus, Engel haben den Hirten deine Geburt  verkündet. Herr, erbarme dich  unser.

Engel haben dir  in  den  schwersten  Stunden deines  Erdenlebens gedient. Christus, erbarme  dich  unser.

Engel haben deine  Auferstehung verkündet. Herr, erbarme  dich unser.

Hl. Gabriel

Patron der  Postboten und-beamten,der Boten , der  Briefmarkensammler. Erst 1969 wurde das Fest Gabriels mit  jenem von Michael  und  Raphael am 29. September vereint: zuvor  war der 24. März  der Gabriel-Tag.  Gabriel gilt  als  der  Verkündigunsengel. Er verkündete Maria die Geburt ihres Sohnes Jesus, auf  Darstellungen ist er daher meist leuchtend abgebildet, in der  Hand  hält er  eine  Lilie. Auf  östlichen  Abbildungen trägt  er  manchmal eine  Weltkugel.

Hl. Michael

Patron der katholischen Kirche, der Deutschen, der Soldaten, der Apotheker, Schneider, Glaser, Maler Drechsler, Bäcker, Kaufleute, der Sterbenden und  für  einen guten Tod, gegen Blitz und Unwetter. In Monte Sant Angelo, hoch über der apulische Küste, drängen sich die Pilgerscharen. Busse und Autos mit den  verschiedensten italienischen und ausländischen Kennzeichen stehen   auf  den großen Parkplätzen. Es gibt  nur  einen  Grund, hier  herauf in  diesen  unscheinbaren  Bergort des  Gargano zu kommen: die  Michaelsgrotte. Diese Wallfahrtsstätte gehört   zu  den  ältesten   Michaels- Heiligtümern Italiens   und der  ganzen Welt. Die Kirche  im Felsen   wurde Ende 5 Jh von Bischof  Laurentius   von  Siponto  errichtet nachdem am 8.Mai  495  an  dieser  Stelle    der Erzengel  Michael  mehreren  Hirten   erschienen sein soll. Die   berühmte    Abtei   Mont-Saint Michael   an der Atlantikküste  in der Normandie, in  Mittelalter einer   der   berühmtesten   Michaels- Wallfahrtsorte , entstand  709 unter  Bischof    Autbert, der   in einer   Vision  Michael  auf einem  Felsen im Atlantik   gesehen    hatte. Im  Stil wurde  Monts-Saint Michael  der  Michaelskirche auf  dem Gargano  nachempfunden.

Hl. Raphael

Das Fest von  Raphael  wurde   seit   dem  Mittelalter an  verschiedenen Tagen gefeiert , bis  Papst Benedikt XV es  1921 auf  den  24.  Oktober   legte. Seit  1969 gilt der  gemeinsame  Gedenktag  mit  Michael  und Gabriel.  Im  Jahr  1871   wurde  der sogenannte ,, Raphael-Verein“  gegründet  , er sollte  katholischen  Auswandern Schutz  geben.  Raphael  ist meist in Pilgerkleidung   dargestellt und trägt   typische  Reiseattribute  bei  sich  wie  Flasche   und Stab. Auch mit  dem Alten  Testament   wurde   Raphael  häufig  abgebildet,beide  holen  einen Fisch  aus dem Wasser.

Wir dürfen Gott unseren   Vater  nennen und darauf     vertrauen. Wir beten mit den  Worten Jesu,

Wenn wir  nicht  mehr um den  ersten  Platz kämpfen,  sondern   dem Beispiel  Jesu  folgen, haben   wir  den ersten   Schritt auf  den   Frieden hin  getan.  Deshalb  bitten wir.

Hl.Lioba Joh 15,5.8-12

Jesus, der sagte Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt.

Ihr seid  ärmer und bedürftiger als die Sterbenden  in den Straßen von Kalkutta, sagte Mutter Teresa, an die Adresse der deutschen Jugend auf dem Kongress  de deutschen  Katholiken in Freiburg im Jahr 1978. Und begründete es mit diesen Worten, weil ihr keine Liebe habt. Wirklich  der elendste Mensch, ist  derjenige, wer ist unfähig zu  lieben und geliebt zu werden. Mangel an Liebe macht von einem Menschen eine einsame Kreatur. Jesus  wusste sehr gut, was für eine große Rolle im Leben des Mensch die Liebe spielt. Darum widmet Jesus der Liebe so große Aufmerksamkeit.

Jesus, du hast  deinen Jünger  geboten einander zu lieben. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  uns  das  neue Leben  gebracht und  die neue  Weltzeit angezeigt.  Christus erbarme dich unser.

Du hast uns das Beispiel der Liebe gegeben. Herr, erbarme dich unser.

Heute haben wir  den Gedenktag  der heiligen Lioba. Lioba, die einer  angelsächsischen Adelfamilie entstammte. Sie war Benediktinerin im südenenglischen Kloster Wimborne. Zu Beginn des  8 Jh. folgte  sie  dem Ruf ihres Verwandten Bonifatius, um  ihm bei  der Christianisierung Germaniens zu helfen. Bonifatius, ernannte Lioba 735 zur  ersten  Äbtissin des  neugegründeten Klosters Tauberbischofsheim in Nordbaden. In den folgenden Jahren  gründete  auch Lioba zahlreiche Kloster. Die Äbtissin  galt als herausragende  Erzieherpersönlichkeit  und  war  auch am Königshof gern gesehen. Mit dem Frau von Karl dem Großen verband  sie eine  tiefe Freundschaft. Auf einer  ihrer  Visitationsreisen starb Lioba am 28. September 782 in Schornsheim bei Mainz. Ihre  letzte  Ruhestätte fand die Äbtissin  aus  England  838 in der  Krypta der Frauenklosterkirche auf  dem  Petersberg in Fulda, ganz  in der Nähe   des Grabes  von Bonifatius. Das Haupt von  Lioba  ist heute  im  Domschatz  von  Fulda zu sehen. Es ist  neben   den   Hauptern von  Bonifatius   und Sturmi ausgestellt.  Die Erhebung von  Liobas Gebeinen fand  819 statt.

Nicht  immer ist  es leicht   zu beten:  Dein  Wille geschehe,  wie  im Himmel  so auf Erden. Wenn wir   jetzt gemeinsam  das Vater unser beten, lade  ich  Sie  ein Gott zu bitten, dass wir  seinen  Willen  annehmen  können.

Gott ist  uns in Jesus  mit seinem Frieden    entgegen  gekommen.  Nehmen wir  seinen Frieden auf  in unser   Leben  und Handeln und  lassen   wir uns  diesen  Frieden  von ihm schenken.

So spricht  der Herr.  Ich bin  das  lebendige  Brot, das  vom  Himmel  herabgekommen ist. Wer  von  diesem Brot   isst, wird  leben  in  Ewigkeit.

26 Sonntag B Mk 9,38-43,45,47-48

26.Sonntag 2018 – Wer nicht  gegen uns ist, ist für uns.

Einführung

In einem Psalm heißt es : Herr, reinige mich von den Fehler, deren ich mich nicht bewusst bin. Diese Fehler sind zum Beispiel, wenn wir das Wirken der Gnade Gottes beschränken wollen. Oder  wir sind  eifersüchtig, wenn wir sehen, dass Gott auch den anderen seine Gnade schenkt. Davon erfahren wir  in der ersten Lesung  und im Evangelium.

Predigt

Moses, ein Mensch, der mit Gottes Geist reichlich beschenkt wurde, hatte die Möglichkeit 70 Männern zu erwählen, auf welche Gott etwas vom Geist Mose gelegt hatte. Aber von diesen 70 Männern waren zwei nicht im Offenbarungszelt, obwohl ihnen Gott auch seinen Geist gegeben hatte. Sie blieben im Lager – es waren Eldad und Medad. Ein junger Mann  lief  zu Mose  und berichtete ihm: Eldad  und Medad  sind im Lager in prophetischer Verzückung. Wie ist das möglich, wenn sie nicht mit den anderen im Offenbarungszelt waren? Josua, der Sohn  Nuns sagte zu Mose:  Herr, verbiete es ihnen. Moses aber erwiderte: Wenn nur das ganze Volk  des Herrn zu Propheten würde, wenn nur  der Herr seinen Geist  auf  sie  alle  legte. Als Josua zu Mose kam mit der Aufforderung,   ihnen das zu verbieten, kann man irgendwie das Gefühl  von  Neid  und Eifersucht  spüren. Moses äußerte das auch mit den Worte: Warum bist du eifersüchtig? Gott selbst bestimmte diese Menschen und erteilte ihnen seinen Geist.

Von einem  ähnlichen Ereignis hören wir im Evangelium. Johannes kam zu Jesus mit dem Bericht, dass irgendein Jünger im Namen Jesu die bösen Geister vertreibt. Er meinte auch, dass das verhindert werden sollte, weil dieser ja nicht mit ihnen unterwegs war. Doch Jesus reagierte mit den Worten:  Hindert ihn nicht daran. Keiner, der  in  meinem Namen Wunder  tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Jesus will uns damit sagen, dass Gottes Gaben auch jene bekommen können, die außerhalb der katholischen Kirche sind. Anders gesagt: Der Heilige Geist wirkt, wo er will. Vielleicht denken sie da anders und meinen, dass das Heil nur die erreichen können, die innerhalb unserer Kirche sind. Ja, wir als Katholiken haben die große Hoffnung, weil wir mit Jesus verbunden sind, aber wir haben nicht das Recht, jemanden außerhalb der Kirche das Heil abzusprechen. Manche haben auch das Gefühl, dass sie eine Versicherung für das Heil haben, weil wir sie zu Jesus gehören. Wichtiger aber ist, wie wir unser Leben gestalten. Jesus will jeden Menschen retten. Gott hat Interesse an allen Menschen, die nicht neidisch oder eifersüchtig sind oder die Gott lieben und weltliche Interessen in den Hintergrund stellen. Es soll aber auch keine geistliche Rivalität geben, das macht niemand selig. Ich soll vielmehr ein Mensch sein, der Gottes Geist in sich hat.

Ich habe eine sehr lustige Geschichte gelesen, die ich euch gerne erzählen möchte: Jesus wurde einmal zu einem Fußballmatch eingeladen. Es war ein Match zwischen den Protestanten und den Katholiken. Jesus schaute dem Fußballspiel mit Begeisterung zu. Nach einigen Minuten schon fiel ein Tor – die Katholiken haben es geschossen. Jesus klatschte und war erfreut. Aber schon wenige Minuten später kam der Ausgleich. Jesus klatschte wieder und war begeistert. In der Reihe hinter Jesus saß ein Fußballfan und fragte Jesus: Mensch, sagen Sie mir, von wem sind sie ein Fan? Jesus antwortete: Ich bin ein Fan für alle Menschen, für die ich Mensch geworden bin. Ich bin ein Fan von Menschen, für die ich mein Blut vergossen habe, um sie zu erlösen, damit sie in das Reich Gottes gelangen können.

Das heißt für uns, liebe Brüder und Schwestern, dass wir aufpassen müssen. Wir sollen  uns gegenseitig annehmen und nicht spalten, weder äußerlich noch innerlich. Wenn ich Katholik bin, ist das eine große Gnade und ich soll diesen geschenkten Reichtum nicht miss-brauchen, sondern mich bemühen, allen Menschen, die Jesus noch nicht kennen,  diesen Reichtum zu vermitteln.

Der Heilige Paulus bekam  die Gnade,  zu den Heiden zu gehen und ihnen Christus zu  verkündigen. Als dies einige Juden hörten, haben sie sich daran gestoßen und meinten, dass das nicht richtig sei. Auch die Apostel dachten am Anfang, dass das Heil nur für die Juden bestimmt war und sie luden Paulus zu einem Konzil in Jerusalem ein, weil sie eine Erklärung von ihm verlangten. Dieses erste Konzil, bei dem der Geist Gottes mitten unter den Teilnehmern war, endete mit einem Segen für die Arbeit des Paulus, die Botschaft Jesu auch den Heiden zu verkünden. Die Juden, die sich als rechtgläubig bezeichneten, mussten erkennen, was sie gehört hatten. Allerdings musste der Geist Gottes noch intensiver wehen, bis alle begriffen haben, dass Gott alle Menschen retten will. Wir Christen sind verantwortlich als Mitarbeiter Gottes, dass wir diesen Geist Gottes überall hinbringen, wohin wir uns im Alltag bewegen. Möge uns Gott führen, damit wir in der Zeit, in der wir leben – und die von vielen äußeren und inneren Spaltungen geprägt ist, diesen guten Geist weitergeben! Wir sollen aber niemanden ver- oder beurteilen, der sich nicht mit unserem Glauben identifiziert. Wir sollen niemals denken, dass Gott nur hinter uns steht und hinter anderen nicht – dass Gott nur unser Leben segnet und die anderen stehen nicht im Mittelpunkt seines Interesses.  Gott will alle Menschen retten und er rettet sie auf verschiedenen Wegen und durch verschiedene Menschen, denen sie begegnen. Wir sollen aber immer dieses Heil anderen vermitteln und nicht ein Hindernis für sie sein!

Vinzenz von Paul Lk 9,7-9

Gott, der Herr, zu  dessen Dienst wir auf  dieser  Erde berufen sind, sei mit  euch.

In der Kathedrale  von Lyon wird das Herz des  Ordensgründen Vinzenz von Paul als kostbare Reliquie aufbewahrt,  in der  Kirche der Lazaristen in Paris befinden sich  die anderen  Reliquien des Heiligen, der als Stifter  der Vinzentiner/Lazaristen/ und  der  Vinzentinerinnen/Barmherzige Schwester/ in  die Geschichte  einging. Vinzenz  von Paul als  Begründer  der organisierten  Caritas.

Jesus, du bist Herr über  allem  menschlichen Tun.  Herr,  erbarme  dich unser.

Du kamst  um dem Vater Lob und  Dank  darzubringen.  Christus, erbarme  dich unser.

Du hast  die  Menschen  geheilt, um  ihnen die  Liebe des Vater  kundzutun. Herr, erbarme dich unser.

Vinzenz von Paul wurde am 24.April 1581  als Sohn armer Bauersleute  in dem kleinen Dorf  Pouy  in  der  Gascogne  geboren. Als 19. jähriger empfing  er  die Priesterweihe  und nach  einigen  anderen  kirchlichen Stationen  übernahm  er 1612  die  Pfarrei   Clichy  in Paris. Danach  wirkte  Vinzent  von  1613 bis  1626 als  Geistlicher im  Haus  des  Galeerengenerals  de Condi. Während  dieser  Zeit  wandte er  sich  ganz der  Seelsorge zu und gelobte 1617 lebenslangen Dienst für  die Armen. Um seine  Pläne besser  verwirklichen zu können, gründete  Vinzenz im  August 1617  für  eine  streng  organisierte Armenfürsorge die ,,Confrérie de la  Charité“ eine Gemeinschaft von Laien -Schwestern und gab ihr  eine  ausführliche Satzung . Damit hatte Vinzenz von Paul das  erste seiner Caritaswerke ins  Leben gerufen. 162o folgte die  gleiche Gemeinschaft  für  männliche  Laienkräfte, sie hieß ,,Serviteurs  des  pauvres“. Im Jahr 1625 schließlich schuf Vinzenz von Paul sein  drittes Caritas-Werk. Im Mittelpunkt ihrer  Tätigkeit  stand  der  Aufbau von Missionen,  aber  auch  die  Ausbildung des Klerus lag ihnen am  Herzen. Am 29. November  1633  folgte die Gründung  der ,, Filles de la  Charité“ , die in Deutschland  Barmherzige Schwestern  oder  nach dem Ordensstifter Vinzentinerinnen  genannt werden.  Die Vinzentinerinnen  , die  ohne  Klausur und  ohne  Ordenstracht   lebten, gingen hinaus   in Stadt  und Dörfer , betreuten   dort Kranke , Alte und Waisen, kümmerten  sich  um  Häftlinge und  sorgten  in den  Spitälern für  eine  organisierte Krankenpflege. Vinzenz von  Paul,  Helfer der  Armen, Tröster der  Kranken und Vater der  Waisenkinder, der  Begründer der  allgeminen Caritas, starb fast  80 jährig   am 27. September  1660 in Paris.

Jesus spricht: Alles, was zwei von  euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater  erhalten. In  dieser  Zuversicht wollen wir gemeinsam und füreinander  beten, wie Er seinen Jünger gelehrt  hat.

Wo ein Klima der  Liebe und  ein Klima des gegenseitigen Verstehens  und  der  Vergebung herrscht, da kann auch  Friede werden. Jesus will uns  diesen  Frieden  schenken. Um diesen Frieden bitten wir.

Christus spricht. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin  ich  mitten unter  ihnen.

Hl.Kosmas und hl.Damian, Lk 9,1-8

Jesus, der seine Apostel aussendet, mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und  zu heilen.

Heute haben wir Gedenktag der heiligen Kosmas und Damian. Sie waren  Zwillingsbrüder. Sie lebten in 4.Jahrhundert in Syrien und waren als  Ärzte  tätig. Während   der Behandlungen  sollen die Brüder, die beide tief  gläubig waren, immer wieder heidnische Patienten zum Christentum  bekehrt bekehrt. Also sehen wir, dass sie zwei Sachen machten. Sie verkündeten das Evangelium und sie heilten die Kranken.

Jesus, du kamst, um die Welt aus dem  Geist des Vaters  zu erneuern. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dich als  Menschensohn  in alle irdischen  Ordnungen eingefügt. Christus, erbarme dich unser.

Du hast immer in Wort und  Tat die  Ehre des Vaters und das  Heil  der  Menschen gesucht. Herr, erbarme dich unser.

Im Evangelium haben wir gelesen:Dann  rief er die Zwölf  zu sich und gab  ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und  die Kranken gesund zu machen. Lk 9,1 . Vielleicht können wir uns die Frage stellen. Warum gab Jesus den Aposteln  die Macht über  böse  Geister. Er konnte sie doch nur mit der Macht zu heilen und das Evangelium zu verkündigen. Wäre es nicht genug? Sicher nicht. Böse Geister  sind die Realität. Die Menschen von heute denken dass, das ist nur das Schrecken der Kirche. Jesus kannte die reale Bedrohung, die die Dämonen darstellen. Vielleicht denken wir, es ist genug an Jesus glauben und zugeben die Gegenwart  des Bösen in der Welt. Der böse Geist ist ein geistiges Wesen, dessen Ziel ist, unsere Vernichtung, Zerstörung. Interessant ist  die Taktik  des Teufels.  Er tritt nicht direkt gegen Gott hervor, sondern er mit seine Lügen und Halbwahrheiten führt uns zu Einsichten, die in Widerspruch mit dem Evangelium sind. Die Fähigkeit, den Satan  zu  überwinden, die Jesus  seinen Jünger gab, war nicht nur einmalgabe. Alle Christen können die Macht empfangen  den Versuchungen und Zweifeln zu widerstehen.  Wir müssen uns nicht hilflos fühlen, vereint mit Jesus werden wir über die Versuchungen und Zweifeln siegen.

Jesus zeigt uns den Weg in das Haus  des Vaters und lehrt uns zu beten.

Der  Friede   beginnt  im  eigenen Herzen, bevor er sich ausbreiten kann  unter  den Menschen, hinein  in unsere  Welt.Darum  bitten  wir.

Wir  haben die Liebe erkannt und an Liebe  geglaubt, die  Gott zu uns   hat.

Dienstag der 25. Woche Lk 8,19-21

Jesus, der sagte:  Denn wer  den Willen  meines  himmlischen  Vaters erfüllt, der ist  für mich  Bruder und Schwester und Mutter, er sei mit euch.

Vielleicht haben sie die Situation erlebt.  Sie waren im Amt und sie brauchten etwas  dringend zu erledigen. Es waren  viele Leute im Büro. Plötzlich  erschient deine Verwandte  im Fensterchen, oder in der  Tür. Er  lächelte  dich an, und  in ein paar  Minuten  war die Sache erledigt. Es ist gut überall die Bekannten und Verwandten haben. Die Protektion ist garantiert.

Jesus du hast gesagt, dass deine Mutter, Schwester, Brüder, diejenige sind,  die den Willen des  Vaters  in allem  erfüllen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns  dein  Wort angeboten, als Wegweiser für   unser Leben.  Christus, erbarme  dich unser.

Du hast uns mit allen Fragen  unseres  Lebens  an dein  Wort  verwiesen.

Jesus bietet uns  eine  ,,ähnliche Bekanntschaft“. Er lädt  uns in seine Familie ein. Er nimmt uns an, für unsere Brüder und Schwester. Er legt  nur  eine  Bedingung fest. Meine Mutter  und  meine Brüder und  meine   Brüder  sind,  die das Wort   Gottes   hören  und danach handeln. Lk 8,21 Auf das Wort Gottes hören und es verwirklichen  ist ein Ticket  ins Gottes Reich. Nur durch das Leben nach dem Wort Gottes können wir in die Beziehung mit Christus eingehen. Wenn wir  mindesten einen viertel Stunde über  die Heilige Schrift nachdenken. Unsere Beziehung mit Christus  wird vertiefen. Christus hat die Kirche nicht als Institution  gegründet. Er wollte aus der Kirche eine Familie haben, wo die gegenseitige  Liebe und Vertrauen herrschen. Wir wissen dass  auch in der Familie manchmal das ,,knirschen“. Ungeduld, Streit, Missverständnis, Zorn. Wenn wir mit Jesus Verwandtschaften Beziehung haben, können wir alle diese  Probleme lösen. Es lohnt sich mit verwandschaftlichen Beziehung zu sein. Diese Beziehung gewinnen wir, wenn wir das Wort Gottes hören und danach handeln.

Sünde  und  Tod, die uns von Gott fernhielten, sind  in  der Auferstehung Jesu besiegt. Wir  dürfen  zu Gott kommen und  ihn Vater  nennen. So  beten wir.

In Jesus Christus  haben  alle Menschen den freien Zugang zu Gott, in ihm schenkt er  uns seine Gaben und  seinen  Frieden. Deshalb bitten wir.

Wer  Durst hat, komme  zu  mir und es  trinke,wer  an  mich glaubt.

Die Seele des Menschen

Die Seele des Menschen ist ein Geist , ein einfaches,  unsichtbares  Wesen, welches  in dem  Menschen  denkt,  empfindet  und will. Dieses Wesen ist unsterblich, es lebt fort  , wenn  auch  der Leib  in Staub  zerfällt. Die Seele des Menschen hat also  einen großen   Wert. Wir  erkennen   dies  aus allem dem,was Gott  für sie  getan hat. Welch große  Vermögen der Seele. Sie  hat Vernunft, und Verstand, ein Gedächtnis, freien Willen und ein Gewissen. Vermöge der Vernunft  ist sie im  Stande  die ewigen himmlischen  Wahrheiten in sich  auf und anzunehnen und sich  über diese Erde zu erheben zu den überirdischen Dingen zu den  Betrachtungen über  Gottess Dasein. Durch den  Verstand  denkt  sie , vergleicht Gegenstände und Dinge  mit einander und zieht daraus   Schlüsse   und Urteile. Durch das Gedächtnis   erneuert  sie in sich gehabte  Empfindungen   und Vorstellungen  als wenn  sie  gegenwärtig   erst wirklich  vor ihr  entstünden.

Der freie Wille ist es, der  da liebt oder  hasst,  wohlgefallen hat, oder  verabscheut, irgend ein Ding, oder eine   Handlung   erwählt  oder verwirft .

Das Gewissen endlich  bringt  in der Seele  das Urteil  über die Handlungen  hervor, es richtet ob sie gut   oder  böse sind, ja   es vollzieht  auch  sogleich das Urteil, indem  es mit   Vorwürfen    bestraft, oder mit   seinem Beifalle belohnt.

Wird nun   ein solches   Wesen , das  mit  so erhabenen  Eingeschaften    ausgestattet ist  , ein blößer  Hauch sein   , wie eine   unverständige Träumen? Ferne  sei von uns  solcher Gedanke. Nein, die Seele ist ein unsterbliches  Wesen. Sie ist   es  eigentlich   auf das Ebenbild  Gottes  in uns  auesgmacht. Hört es und legt  das  Gehörte    in eure Herze  zurück. Lassen uns den Menschen  machen sprach Gott nach unserem Bild   Gleichnis. Welche Würde  des Menschen. Ein  Ebenbild Gottes  ist er.   Nun  ist  aber  eben die Seele Gottes  Ebenbild  ins uns.  In  wie ferne  ist sie es aber? Der fromme und  gelehrte Bossuet sagte: Das Bild der Dreieinigkeit  findet sich  auf  prachtvolle Weise  in  dem Menschen. Ähnlich  dem Vater, hat er   das Sein  oder  Wesen, ähnlich dem Sohne, hat  er  die Erkenntnis, ähnlich  dem Heiligen Geiste, hat er die Liebe. Alle Eigenschaften  Gottes  finden sich in der  Seele   des Menschen, nur weil  sie ein Ebenbild Gottes  und nicht  Gott  selbst ist. Gott ist ein Geist – die Seele ist es  auch. Gott ist unsterblich,  die Seele auch.  Gott hat unendliche Einsicht und Weisheit, die Seele  empfing  von Gott Scharfsinn und Weisheit.  Gott gab der Seele  Vermögen, sich große  Wissenschaften  zu erwerben. Die Seele  setzt   durch  ihr  bloßes Wollen   die Glieder des Leibes   in Tätigkeit. Gott sandte seinen eingeborenen   Sohn und  dieser kam uns litt und duldete und tat  und  ertrug alles, um unsere Seele zu  retten. Und dennoch  vergessen  so viele   Menschen, dass sie  Ebenbild Gottes sind und  werden sie durch ihre Lüste dem Roß und Maultiere  gleich, die keinen  Verstand haben. Und dennoch verunstalteten und verderben  sie  durch Sünde und Laster, durch  niedere  Wollust und Befriedigung ihrer  Lüste das Ebenbild in sich und in anderen.  Rufen wir aus bei   Betrachtung der Erschaffung  und  Einrichtung  des Menschen:  Was  ist  doch der Mensch, ó Gott dass du seiner  gedenkst? Du hast   ihn  nur ein wenig geringer als die  Engel gemacht.   Danken wir  Gott  für unseren  Leib  und unsere  Seele. Erhalten wir  jenen nach  Kräften    in seiner Gesundheit, bedenken wir aber, dass er  einst in Staub zerfällt. Seien wir also  nicht stolz auf seine  Vorzüge,  sondern  gebrauchen wir  ihn als ein Werkzeug  zur  Sorge für  unsere  Seele. Diese  ist es,  die viel   edler ist als  der  Leib,  die uns  fähig macht ewig die  Glückseligkeit   bei Gott  zu genießen. Sie verdient  also  unsere   größte  Sorge, unsere  ganze  Aufmerksamkeit. Jesus sagte.  Was  nützt  es dem Menschen  wenn   er  die ganze Welt gewinnt, an   seiner   Seele  aber   Schaden  leidet. Gebrauchen  wir   also   ihre  Vermögen   und Kräfte von nun an nur zu Gottes Ehre   und unserm  eigen Heil. Die Vernunft   die  ewigen    Wahrheiten  zu hören,  den  Verstand   an Gott zu denken das Gedächtnis   an Gott  und  seine  Wohltaten uns zu erinnern.

Hl.Rupert und hl. Virgil Joh 12, 44-50

Jesus der sagte: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an  mich, sondern  an den, der mich  gesandt hat, er hat mit euch.

Sicher haben sie schon bemerkt, wenn Jesus ein Wunder gemacht hat, oder etwas gesagt hat, wie oft er sich  auf seinen himmlischen Vater bezieht. Vater, Sohn und Heiliger Geist, wirkten immer zusammen und in der Einheit. Jesus sagte mehrmals, dass Er im Auftrag seines Vater zur Welt gekommen ist. Noch eine Sache nehmen wir wahr, was Jesus sagte:  Wer an mich glaubt , nicht an mich glaubt, sondern an den  der mich gesandt hat. Nikodemus auf dem Grund Jesu Wunder begriff, dass Jesus von Gott gekommen ist, leider die Schriftgelehrte und Pharisäer nicht.

Jesus Christus, durch dich ist alles  geschaffen. Herr, erbarme  dich unser.

Du hast die gefallene  Welt erlöst. Christus, erbarme  dich  unser.

Du führst  uns  zur Erkenntnis Gottes. Herr, erbarme dich unser.

Heute haben wir den Gedenktag der heiligen  Bischöfe  Rupert  und Virgil  von Salzburg. ich werde heute von Ruppert  sprechen. Ruppert war  der erste Bischof  von Salzburg und der Gründer   es  bedeutenden   Klosters  St.Peter.  Rupert war  um das Jahr   700 an die  Salzach in das  damalige  Juvavum gekommen.   Vor dort aus  zog er   in die Region hinaus,  um zu  missionieren:   in dieser Zeit  in dieser Zeit   gründete  er  zahlreiche Kirchen, die  teilweise   bis heute,  erhalten sind. Zunächst  begleiteten ihn   die beiden  Missionare  Chunibald  und Gislar, spöter  holte er  sich  weitere   Glaubensgebote  aus seiner Heimat – wahrscheinlich  die Gegend   um Worms – hinzu. Das Wirken  Ruperts   war  für Salzburg   und seine Umgebung    äußerst   segensreich. Von Herzog  Theodo    hatte   der Kirchenmann   einen Teil    der Reichenhaller  Salzquelle und den Ort   Juvavum    geschenkt   bekommen. Rupert starb  am 27. März  um718 kurz  nach dem  Hochamt das er gehalten  hatte. Bischof Virgilius  setzte   seine Gebeine   zusammen mit denen von  Chunibald  und Gislar   am 24 September    774   im neuerbautem    Salzburger   Dom bei.  Heute ruhen die R eliquien von  Rupert  im  Hochaltar  des Domes. Im rechten  Seitenschiff   kann   man das ursprüngliche   Felsengrab    des Bischofs sehen. Und hinter  einer  Grabplatte am Rupert-Altar werden in einem  Schrein    einige Ruppert   Reliquien   aufbewahrt : sie  werden jeweils   am 24. September   ausgestellt.

Jesus Christus nennt uns   seine Schwestern und Brüder.  Im Vertrauen darauf beten wir  mit den Worten  Jesus zu Gott  als unserem Vater.

Gott überwindet die Spaltung     und   führt   uns zur  Einheit   mit ihm  zurück.   Deshalb  bitten wir.

Herr,  von den Früchten deiner Schöpfung   werden alle satt. Du schenkst   dem Menschen Brot   von der Erde und Wein  , der sein Herz erfreut.

Hl.Mauritius

Jesus, der das Gleichnis vom Säman  sagte und erklärte, er sei mit euch.

Das heutige Evangelium erzähl  von einem Sämann, der den Samen aussäen ging. Christus nahm  dieses Gleichnis aus dem Leben und doch  nicht jeder  ihm  verstanden hat.  Was wollte Jesus, durch dieses Gleichnis  sagen?  Die Erde/Boden/ das sind wir. Das Korn  das ist Wort Gottes.  Das Korn  ist immer dasselbe.  Aber es hängt davon ab,  wo das Korn fällt. Viele nehmen von Gottes Wort, nur das, was ihnen passt, was ihnen gefällt. Sie bemühen sich nicht, dass das Korn  in fruchtbaren  Boden fällt.   Die anderen halten  die Religion  für unrealistisch. Jemand sagte:  Das Evangelium ist schön, aber es kommt mir, als die Musik aus einer anderen Welt, nach der kann man nicht tanzen. Wirklich nach dem Evangelium, kann nicht tanzen. Das Evangelium braucht prinzipiell, gesinnungstreuer Menschen, nicht vergnügungssüchtigen Menschen. Das Korn des Evangeliums findet auch heute guten Boden.

Jesus du kamst, um die Verheißung  des Vaters  zu erfüllen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  denen, die  dem Vater  zu dienen  bereit sind, seine treue  Sorge zugesagt. Christus,erbarme dich unser.

 Du wirst uns  richten  nach der  Treue mit der wir dir gedient haben. Herr. erbarme dich unser.

Der heilige Mauritius war der  Kommandant der römischen Legion aus Theben. Diese Legion bildeten die Christen  Nach der christlichen Tradition  wurde diese Legion  aus Theben-in Ägypten  in das Gebiet  der heutigen Schweiz zum Hilfe  des Kaisers  einberufen. Die Legion  kämpfte sehr tapfer.  Aber sie lehnte ab, unterstützt durch seinen Kommandant Mauritiu den Befehl  des Kaisers Maximianus  zu erfüllen, dortigen Christen zu quälen.  Der Kaiser ordnete an, jeden zehnten Mitglieder der Legion  hinrichten.  Wenn dann nach dieser Strafe, die Soldaten lehnten die Soldaten den Befehl des Kaiser  erfüllen, der Kaiser ordnete an, wieder jeden zehnten Soldaten hinrichten. Aber auch diese Strafe zwang die die Soldaten zum Gehorsam. Zum Schluss befahl der Kaiser die ganze Legion hinrichten. Nach dem heiligen Mauritius ist der Stadt St. Mauritz in der Schweiz benannt.

Hl. Matthäus, Evangelist

Jesus Christus, der den Zöllner Levi zum Apostel berufen hat, sei mit euch.

Die Berufung Zöllners Levi ist der Beweis dessen, dass Jesus,  zu den Apostel nicht nur keine vollkommene Männer berufen hat, sondern  sogar die Süder. Die Juden hielten die Zöllner für die offenen Sünder. Und doch hatte Jesus keine Angst auch solche Menschen berufen zu den Apostel. Das Beispiel des heiligen Apostel Matthäus zeigt uns, wie kann sich der Mensch ändern, heilig zu werden, wenn er  mit Gottes Gnade zusammenarbeitet.

Jesus, du weißt am besten was wir Menschen brauchen. Herr, erbarme dich unser.

Du bist gekommen uns das  Geheimnis  der göttlichen Liebe zu offenbaren. Christus, erbarme dich unser.

Du kamst als Ebenbild des Vaters zum Zeugnis seiner  Barmherzigkeit. Herr, erbarme dich unser.

Der heilige Matthäus ist einer von zwölf Apostel. Sein ursprünglicher Name war Levi. Er war der Mauntner, also der Zöllner. Diese Gruppe der Menschen  wurde für die offene Sünder gehalten und die Juden verachtete sie. Neben der   Zollerhebung  verdienten sie noch hinzu durch das Bestohlen der Menschen./höhere Mautgebühr/. Levi hatte sein Mauthaus  in Kapharnau , wo Jesus oft auftrat. Es ist also möglich, dass er viele Jesu Rede hörte. Bei einer Gelegenheit, das war gleich damals ,als Jesus den Kranken heilte, den vor Jesus durch das Dach heruntergelassen hatten. Jesus sah Levi auf dem  Mauthaus sitzen und forderte ihn auf: folge mir nach. Levi folgte ihm gleich. Als dann die Pharisäer kritisierten Jesus, dass er zusammen mit den Sündern isst, antwortete ihnen Jesus, dass der Arzt, nicht die Gesundene brauchen, sondern die Kranken. Ich bin gekommen nicht die Gerechten rufen, sondern die Sünder. Und so blieb Levi mit Jesus und ihn nie verlassen hat. Er wurde Apostel Matthäus und schrieb das erste Evangelium. Daraus  geht es hervor, dass er den Sinn für die höhere Dinge hatte und war nicht  ganz im Geld, oder in Materie gesenkt.

Da  wir Brüder und Schwestern Jesu Christi geworden sind,dürfen wir  es wagen zum Vater zu beten.

Wer Gottes Botschaft aufnehmen und leben will, muss den Frieden suchen. Um Frieden wollen wir bitten.

Selig  die Gottes  Wort hören und es befolgen, dadurch  werden sie  zur Herrlichkeit des Vaters gelangen.

25. Sonntag B Mk 9,30-37

25. Sonntag B 2018

Einführung

Bekannt sind die Worte von König Friedrich der Große: Wer leitet und verwaltet, möge es so tun, als ob er der erste wäre, der dienen soll. Diejenigen, die lenken und verwalten sollen sich daran erinnern.  Sei der Letzte, gib den Vorzug allen. Damit  machst du  dir niemand zum Feinde. Der Weise wird  verstehen und gerecht antworten und er ist dumm, wenn er nicht begreift, dass seine Weisheit dadurch nicht weniger wird. Jesus sagt im heutigen Evangelium: Wer der Erste sein will,  soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.

Predigt

Viele Jesu Worte riefen von Anfang an Widerwille hervor. Jesus setzte nicht auf Bewunderung. Zu seinen Apostel sagte er: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Damit will Jesus nicht sagen, dass er  ein Liebhaber des Leidens ist. Im Gegenteil – er will sagen:  Habt keine Angst. Böses und  Leid  sind nicht stärker   als Gottes Liebe  zu den Menschen. Jesus gibt ein Beispiel mit seinem Leiden und Tod für  die Liebe  zu den Menschen. Jesus kümmerte sich um die Apostel, dass sie  seine Botschaft  richtig  verstehen. Sie haben unterwegs miteinander  darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei. Die Rede Jesu haben sie also noch nicht  verstanden, besonders die Mutter  der Söhne  des Zebedäus  Jakobus  und Johannes. Sie bat nämlich Jesus, dass ihre Söhne im Reich Gottes einmal zu  seiner linken und rechten Seite sitzen dürfen. Jesus  erklärt ihnen dann am Beispiel   eines Kindes,   das  noch klein ist und sich von den Erwachsenen bedienen lassen muss, wie die Aposteln und alle, die an Christus glauben handeln sollen. Wer der Erste sein will, soll der Letzte  von  alle    und der  Diener aller sein. Jesus entfernt  nicht den Ehrgeiz aus dem Leben der Apostel,  sondern  er richtet  ihn in  die richtige  Richtung.  Der Ehrgeiz, über  andere zu herrschen und andere für  sich  zu nutzen, soll ersetzt werden von einem Ehrgeiz, der anderen dient. Glücklich wird man sein, wenn man gibt als wenn man erhält. Jesu Worte verlieren nichts an Bedeutung und Stärke. Sie gelten auch heute noch, auch wenn viele Menschen davon erfüllt sind, immer der Erste zu sein. Ich denke da vor allem an die Olympischen Spiele, an Prüfungen, an Wettbewerbe – überall will man der Erste und Beste sein. Das ist nichts Böses, wenn es den Umständen entsprechend und angemessen ist. Oftmals aber gehen durch das Streben, immer der Erste zu sein, Freundschaften und Beziehungen zugrunde. Wir wissen aus der Geschichte, dass es oft der Wunsch war, der Größte oder der Erste zu sein, allerdings brachte das auch viele Menschen in Konzentrationslager. Ich denke da an Hitler und Stalin. Es gibt  Menschen, die vor nichts zurückschrecken, denen nichts heilig ist.

Wir  haben aber auch viele ermutigende Beispiele. Aus einer  Geschichte von Sparta, das im Süden des Peloponnes gelegen ist und die stärkste militärische Macht Griechenlands war, erfahren wir folgendes: Es fanden Wahlen in die Stadtverwaltung statt. Peadaretos waren einer von 300 Kandidaten. Als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, war sein Name nicht unter den Gewählten. Ein Freund sagte zu ihm: Schade, dass sie dich nicht gewählt haben. Die Menschen hätten doch wissen sollen, dass du ein kluger Verwalter bist. Darauf sagte Peadaretos: Ich freue mich, dass es in Sparta 300 Männer sind, die besser sind als ich. Er war deswegen nicht eifersüchtig darauf, dass er den Platz anderen einräumen musste. Großartige Menschen fragen nicht, was sie von der Gesellschaft bekommen können, sondern denken darüber nach, womit sie die Gesellschaft bereichern können. Einen ähnlichen Ausspruch gab es auch nach dem Eid des Präsidenten Kennedy.

 Jesus gibt mit den Worten: Wer der Erste sein will, soll der  Letzte   von allen  und der Diener aller sein – einer  der  größten Ratschläge für die Welt. Wenn wir diese Worte von Jesus kennen, müssen wir den Sinn des Lebens suchen. Dazu noch eine Geschichte, wie jemand den Sinn des Lebens gefunden hat. Lange konnte er keinen geeigneten Job für sich finden, der ihm glücklich machen könnte. Einmal – es war ein heißer Tag – setzte er sich unter einen Baum und bemerkte einen Mann, der in der große Hitze arbeitete. Man sah ihm an, dass er sehr zufrieden war. Da fragte er den Mann, warum das so sei. Der Mann antwortete: Ich bin glücklich, weil ich an Gott denke und ihm dienen will. Der Mann aber, der die Frage gestellt hatte, wusste nun, warum er nicht glücklich war.

Die Apostel wären nie glücklich gewesen, wenn sich bemüht hätten vor den Menschen groß zu werden. Der Mensch ist nur groß, wenn er dient, wenn er auf seinen Egoismus verzichten kann. Man kann nicht lieben, wenn man nicht dienen kann.

 Am 28. April 1962 starb  Gianna Beretta Molla bei der  Geburt ihres vierten Kindes.  Als die Ärztin wusste sie, dass die Schwangerschaft schwierig sei und wahrscheinlich mit dem Tod  enden würde. Den anderen Ärzten sagte sie damals: Meine Aufgabe ist die Sendung der Mutter zu erfüllen. Ich bin bereit für alles. Mein Kind muss leben. Als die Zeit der Geburt  kam, wusste sie, dass  sie sterben wird. Emanuela wurde geboren.  Gianna sah sie noch,  legte sie auf ihre Brust und starb. Papst Johannes Paul II erklärte diese Frau für selig. Bei der Seligsprechung nahmen Emanuela und ihre drei Geschwister und ihr Mann teil. Die Ärztin   Gianna Beretta Molla erfüllte  damit auch die  Sendung  Jesu und gab dafür ein wahres Zeugnis für ihre Liebe zu Jesus. Sie fürchtet sich nicht vor dem Opfer.

Herr, öffne unsere Herzen, damit wir dir unsere  Liebe  beweisen können, damit wir fähig werden, dir zu dienen!

Hl. Andreas Kim Taegon und hl.Paul Chong Hasang

Jesus, der sagt:  Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, er sei mit euch.

In der Geschichte  der Kirche gab es immer Menschen, die bereit waren Christus zu folgen. So war es  in allen Jahrhunderten und so ist es auch heute. Wir fragen, wie es möglich ist, dass diese Menschen eher bereit waren alles zu verlieren, sogar ihr Leben, als ihren Glauben aufzugeben. Wir fragen, was, oder wer  ihnen die Kraft dazu gegeben hat? Es war der Glaube  und die Liebe zu Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist und sie wollten diese Liebe Jesus erwidert.

Jesus, du wolltest  uns alle  Furcht  überwinden helfen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns  an den Vater verwiesen, ohne den nichts  auf dieser Erde  geschieht. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du hast uns  von der Herrschaft des Todes  befreit.Herr, erbarme dich unser.

Heute möchte ich ein paar Worte über hl. Paul Chong Hasang sagen. Er wurde 1795 in  Mahyan geboren. Sein Vater Augustinus und Bruder Karl wurden 1801 getötet. Paul wurde mit seiner Mutter Cecilia und Schwester Elisabeth eingesperrt. Alles nahmen sie ihnen. Doch  ließen sie  später gehen. Paul ging nach Soul. wo er sich zu der christlichen Gemeinde  anschloss. Er arbeitete mit dem ersten Priester zusammen, der nach Korea kam und  später mit dem Bischof  und zwei französischen Missionaren. Er wollte  Priester werden, aber der Verfolgung  war es legal nicht möglich. Als einer ihrer Mitarbeiter sie verraten Paulus endete  im Gefängnis. Verhörten ihn und folterte, aber Paul  hat seinen Glauben bewahrt. Schließlich wurde er 22. September 1839  enthaupten. Zusammen mit  ihm starb auch sein Freund Augustinus   Nyon. Nach einigen Monaten  wurde auch seine Mutter und seine Schwester  getötet. Bischof und zwei Missionare wurden im selben Jahr hingerichtet. Der heilige Paul Chong Hasang gehört zu den koreanischen Märtyrer, die 1925 selig gesprochen wurden  und in 1984 von Papst Johannes Paulus II heiliggesprochen.

Alle Christen verbindet uns der Glaube an Jesus Christus, als  seine Schwestern und Brüder dürfen wir  gemeinsam beten, wie er uns zu beten gelehrt hat.

Wir beten für  den Frieden in der Welt. Der  Friede  untereinander  soll uns  Christen auszeichnen. Deshalb beten wir.

Selig, die nicht sehen   und doch glauben.

Hl. Januarius, Joh. 12,24-26

Jesus, der sagte:  Wer an  seinem  Leben hängt, verliert es. Er sei mit euch.

Schreiben oder predigen  über Schmerzen ist Gefahr drohende Sache. Wer noch nicht ernsthaft  gelitten hat, kann nicht über Schmerzen   wahrheitsgemäß sprechen. Große Dulder schweigen meistens, oder sie beschränken sich auf ein paar Worte. Es ist schwer den Leidenden zu trösten, wenn er  nicht auf Gott vertraut und weißt nicht sich in seinen Willen  übergeben. Und umgekehrt, wie viel Trost kann dem Leidenden bringen, wenn er sich in den  göttlichen  Willen  des Erlösers übergibt. Glaube, das Vertrauen  in Gottes Hingabe an die Vorsehung Gottes, all  das  man erwerben, bevor man leidet.

Jesus, du bist als Erlöser  in diese Welt  gekommen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast das Kreuz getragen,  um  die  Schuld  aller  Menschen zu sühnen. Christus, erbarme  dich unser.

Du bist  vor Kreuz  nicht  zurückgeschreckt.  Herr, erbarme dich unser.

Die Stadt Neapel bewahrt einen ihrer  kostbarsten Schätze in der Cappella S. Gennaro auf: den Schädel des  Januarius  /Gennaro/ und zwei  Ampullen mit seinem Blut. Die  prächtige barocke  Kapelle im  gotischen  Dom  an  der  Via  del Duumo gehört zu  den  bedeutendsten  Wallfahrt zielen Italiens.  Vor  allem natürlich  die  Neapolitaner  kommen  hierher, um  den Schutzpatron ihrer  Stadt  um  Beistand und Hilfe zu bitten.  Unter der  Hauptapsis des Domes liegt  die Krypta S. Gennaro, die  im  15 Jh. zur Aufbewahrung   der Gebeine   des  Märtyrers errichtet wurde. Bekannter  als  die Lebensgeschichte des  Verehrten  ist  bis heute das sogenannte ,,Blutwunder des heiligen Januarius“. An  den Hauptfesten des Bischofs, wie  etwa  am  19 September,  verflüssigt  sich  das  Blut  von  Januarius, das  in den Ampullen  aufbewahrt  wird. Tritt das Wunder erst mit Verzögerung oder  vielleicht sogar einmal überhaupt  nicht ein, dann befürchten die Neapolitaner, die diesem Ereignis aufgeregt und ängstlich  beiwohnen, das Schlimmste für ihre  Stadt. Bis heute  gibt es  für  dieses  Blutwunder  keine natürliche  Erklärung.

Jesus war überzeugt, dass Gott unser Leben begleitet. Wir können mit Gott reden. So beten  wir nun gemeinsam das Gebet, das Jesus uns  hinterlassen hat.

Jesus fordert uns auf, uns mit  unseren Mitteln dafür  einzusetzen, dass unsere Welt den Frieden widerspiegelt, der  er uns geschenkt hat. Darum bitten wir.

Selig, die Frieden stiften, denn sie  werden  Söhne Gottes  genannt werden.

Hl.Lambert, Joh. 10. 11-16

Jesus Christus, der sagte: Der gute Hirt gibt sein Leben  hin für  die Schafe, er sei mit euch.

Als Jesus sagte ich bin der gute Hirt, der sein Leben für die Schafe  im Geist der Zuhörer das Bild eines Hirten lebendig auftauchte. Schließlich abgesehen von Jerusalemer, kannten alle diesen Beruf. Deshalb hat jedes Wort Jesu eine ganze Kette  von Erinnerungen hervorgerufen. Wie sie oder ihre Verwandten die Herde auf Weide geführt haben. Sie trieben  die Schafe aus dem Pferch nicht, sondern sie riefen sie bei Namen. Und die Schafe erkannten seine Stimme und gingen hinter  ihm nach.

Jesus,  du  zeigt uns  den Weg,das ewige  Leben zu gewinnen. Herr,  erbarme dich unser.

Du liebst alle Menschen und willst alle retten. Christus, erbarme dich unser.

Du wirst  uns in das Land  führen,  in dem  keine Trauer  und  keine  Tränen  mehr gibt. Herr, erbarme dich unser.

Lambert von Maastrich war  eine  im  Mittelalter hoch  verehrte Kirchenpersönlichkeit. Um  672  war  der  Niederländer Bischof von  Maastricht  geworden, 675 aber wurde  er  vom  fränkischen  Hausmeier Ebroin  verbannt; er lebte danach  mehrere Jahre  im Kloster Stablo. Als  Ebroin  gestürzt wurde, konnte Lambert   wieder  auf seinen Bischofsstuhl  zurückkehren. In den folgenden  Jahrzehnten   widmete sich  der  Kirchenfürst der Organisation  von  Mission  und Klerus. Eines Tages  geriet Lambert  mit einem Grafen  bei der  Verteidigung    der Kirchenrechte  so  sehr  in Streit, dass ihn  dieser  in Lüttich  ermorden ließ. Da der Bischof  sich nicht wehrte, verehrte  das Volk  ihn nach  seinem  Tod als  Märtyrer. Die  Gebeine  Lamperts  wurden  zunächst nach  Maastrich überführt, von  Bischof  Hubert 715  aber wieder  nach Lüttich  übertragen, wo dann der offizielle Bischofssitz war.  Die Reliquien  wurden  in der  Französischen Revolution  vernichtet, im Münster zu  Freiburg im Breisgau wird  seit dem  12 Jh. eine  Kopfreliquie  aufbewahrt.

Jesus hat uns gesagt, wir sollen Gott, unseren Vater um Vergebung unserer Schuld  bitten, ebenso sollen wir unseren Schuldigern  vergeben. So lasst uns beten,  wie  er uns  zu beten gelehrt  hat.

Gott überwindet  die Spaltung und führt uns  zur  Einheit mit  ihm zurück. Deshalb  bitten  wir.

Gott ist  Liebe, und  wer in der Liebe  bleibt, bleibt  in Gott und Gott  bleibt in ihm.

Hl. Hildegard von Bingen, Mt 25,1-13

Jesus, der zu uns sagt Seid also wachsam. Denn ihr  wisst  weder der Tag  noch die Stunde, er sei mit euch.

Naturwissenschaftlerin, Mystikerin, Kirchenpolitikerin, Dichterin, Ärztin- all das war Hildegard von Bingen. Deutschlands größte Frau nannte Theodor Schnitzler diese  Persönlichkeit der deutschen, der Welt- Kirchengeschichte. Hildegards kritische Stimme  war in ihrer Zeit nicht zu überhören, wenn sie  etwas zu sagen hatte zur Situation  der Kirche, dann  machte  sie auch  vor Großen und mächtigen nicht halt, auch nicht  vor Kaiser Friedrich Barbarossa, dem sie  glühende  Briefe schreibt.

Jesus, du hast uns geboten, dem himmlischen Vater zu  dienen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns die Sorge um das Reich Gottes empfohlen. Christus, erbarme dich unser

Du hast keinen zurückgestoßen, der deine Hilfe suchte. Herr, erbarme dich unser.

In Bermersheim im Rheingau kam Hildegard um das Jahr 1098 zur Welt. Ihre Eltern übergaben sie, kaum achtjährig, der Reklusin Jutta von Sponheim, die sich bei der Abtei Disibodenberg in der Rheinpfalz niedergelassen hatte und das Kloster leitete. Hier in der klösterlichen Gemeinschaft erlernte Hildegard allerdings nur Lesen und Schreiben und ein wenig Latein. Als Jutta  1136 starb, übernahm Hildegard  die Führung  des Klosters auf dem Disibodenberg, verlegte die Gemeinschaft aber zehn Jahre später auf den Rupertsberg bei Bingen, wo sie ein neues Kloster gegründet  hatte. Über  drei Jahrzehnte wirkte Hildegard  hier und  unternahm trotz  ihrer  angegriffenen Gesundheit viele Reisen  zu den Großen jener Zeit. Überall predigte die gefürchtete, aber geachtete Äbtissin dem Volk und dem  Klerus Sittenstrenge und  Bußbereitschaft. Immer  wurde  sie von Fürsten und Bischöfen von Königen und vom  einfachen Volk um Rat gefragt. Hildegard gehörte im 12 Jh. zu den  meistbeachteten Persönlichkeiten  der Kirchenwelt. Schon sei ihrer Kinderzeit hatte Hildegard  regelmäßig Visionen, die sich im Alter mehrten. Die Werke Hildegards  gelten als Erstlinge  der deutschen Mystik. Außerdem  ging sie als erste schreibende  Ärztin  in die  deutsche Geschichte ein. Ihre Schriften zu Gesundheitsthemen erreichen seit  Jahren  immer höhere Auflagen.

Jesus hat vor über 2000 Jahren seinen Freunden das Gebet  beigebracht, das über  seine Freude zu allen  Christen in allen Ländern auch  bis  zu uns gekommen ist.

Der Frieden entsteht wo  Vielfalt in Denkweisen  und  Lebensentwürfen möglich  und gewollt ist. Wir wissen, dass dieser  Weg  zum  Frieden  oft schwer   ist und  manchmal misslingt. Umso mehr bitten wir Gott darum

Jesus sagt: Ich bin  die Auferstehung und  das Leben. Wer an  mich  glaubt  wir leben.

Gott ist gut

Wir nennen viele Dinge  gut, habt ihr noch nie gehört, dass man sagt. Das ist ein gutes Pferd, das Haus ist gut gebaut, das Kleid ist gut gemacht. Wenn man von einem Pferde sagt: es ist ein gutes Pferd, will man damit nicht sagen: es hat  keine Fehler und  keine  Untugenden.? Welches  sind  eta die Fehler und  Untugenden der Pferde? Wenn sie  nicht  ziehen, wenn sie  beiße und schlagen. Oder  wenn  sie wild sind, oder wenn sie  blind lahm sind. Dann können wir sagen, das Pferd ist gut; Wenn ich sage das ist ein gutes Pferd, ich will damit sagen. Das Pferd  hat keine  Fehler  und Untugenden und es hat  alle Eigenschaften die  man an  einem Pferde wünsche kann. Das bedeut. Er  zieht gut, es ist stark, es lässt sich  gut lenken, es ist gesund. Wenn es  nun heißt:  Gott ist  gut, was will das sagen.  Das will  sagen. Gott hat  keine Fehler und Untugenden, sondern alle  Eigenschaften, die  man an Gott  denken kann. Ihr werdet auch schon schon  gehört haben, dass man sagt. Der ist  ein guter Mensch, ein seelenguter  Mensch. Es gibt mitunter  recht  grobe  Menschen, sehr zornige, boshafte Menschen, die gleich Schaden  zufügen, Neidische, die  niemanden etwas vergönnen, falsche, hartherzige unbarmherzige, lieblose Menschen. Sagt man  von solchen auch. Dies sind  gute Menschen? Von diesen sagt man es nicht. Fehlt ihnen nicht das Wohlwollen und und die Liebe  zu den Menschen. Dies fehlt ihnen. Warum nennt man also diese nicht auch gute Menschen? eil sie kein Wohlwollen und keine Lieb zu den Menschen haben. Wenn es nun heißt. Gott ist gut, was  wird  damit  gemeint sein? Es ist gemeint. Gott will  seinen  Geschöpfen wohl  und liebt  sie. Wenn der Schmied das Eisen verarbeiten  will, in was muss er  eine Zeit  lang  halten? Ins Feuer. Wie  wird  das Eisen im Feuer? Glühend. Kann er  das  glühende  Eisen mit  den  bloße  Händen   angreifen? Nein er braucht  die Zange. Wir sagen er hält das Eisen  mittels der Zange. Alles Gute haben  wir von  Gott: teils unmittelbar. Was will das sagen. Wir haben es  von Gottes Hand  selbst  empfangen. Anderes Gute haben  wir mittelbar von Gott,  Das heißt.  Wir  haben es  von Gott durch andere Geschöpfe. Leib  und Seele hat Gott selbst gebildet, wie  sind sie  von Gott? Unmittelbar. Kleider ,Brot gibt Gott den Kindern  durch die Eltern. Gott ist höchst gut in sich und  von  sich selbst, weil  er  das  allervollkommenste Wesen ist. Finden wir  in Gott Fehler und Untugenden? Nein. Wird er matt  und schläfrig? Nein.  Wird  er krank und leidet  Schmerz?  Nein.  Ältert  und stirbt er?  Nein Kann Gott  Böses tun?  Gibt es  etwas  was  Gott  nicht wüsste? Gibt es  eine bessere Eigenschaft, als Gott besitzt? Es gibt  keine  bessere. Von  wem hat er alle  diese seine  schönen Eigenschaften empfangen?  Er hat sie  nicht  empfangen, sondern  hat sie  von sich selbst. In  welchem Grade besitzt er seine  Eigenschaften? Im  höchsten Grade. Gott das beste Wesen ist.  Die heilige Schrift  sagt:  Gott ist  die Liebe. 1.Joh 4,8 Er  ist ganz  Güte, ganz Wohlwollen, ganz Liebe. Von wem hat es wohl  Johannes gehört,  dass Gott ganz Liebe ist?  Von Jesus.  Wer war Jesus?   Jesus war Gott selbst. Seht  die Sonne an.  Sie  besteht aus  lauter  Feuer.  Gibt es  also  in der Sonne eine Kälte? Nein. Oder Schnee, Eis,  Frost?  Nein.  Warum nicht?  Weil sie lauter   Feuer ist. Ist es  in Gott denkbar, dass er  zürne, feind  sei sich erbittere, hasse. Übles gönne  und wünsche, Schadenfreude  fühle   und hartherzig  sei?  Das ist  bei Gott  nicht denkbar.  Warum nicht? Weil er ganz Wohlwollen und Liebe ist.  Kann Hass und Lieblosigkeit bei  der Liebe  und  dem Wohlwollen bestehen. Das kann nicht  beisamen sein. Was müsste  sonst auch im Feuer  der Sonne bestehen können. Kälte  und Eis. So wenig in der Sonne  Kälte und Eis sein kann, weil sie ganz Feuer  ist, so wenig können in Gott Hass und andere  böse  Gesinnungen sein,

Gedächtnis der Schmerzen Mariens 2018

Jesus der am Kreuze zu seiner Mutter sagte: Frau, siehe dein Sohn, er sei mit euch.

Auch auf Maria haben  die Worte von  Alban Stolz verwirklichten: Gott gibt seinen Auserwählten  Schwert  und die Krone im Himmel. Das Schwert  durchdringt das Herz und die Krone schmückt die Stirn. Die  Wahrheit  hat das lateinische Sprichwort: Per crucem ad lucem. Durch  das Kreuz kommen wir  ins Licht  der Herrlichkeit. Die Art, wie Maria das Leiden ertrug, ist eine großartige Schule für uns

Jesus, du bist am Kreuz für uns gestorben ist. Herr, erbarme dich unser.

Du hast Maria in ihren Schmerzen bekräftigte. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns  in Maria  ein Vorbild der Gnade  gegeben  hast. Herr, erbarme dich unser.

Es gibt die Menschen  die bei geringsten Leid nörgeln, murren gegen Gott. Es ist die Schade, weil so diese Menschen im Leiden keinen Trost spüren und durch ihre Ungeduld verlieren sie  alle Belohnung, die sie gewinnen konnten. Wir Christen wissen, dass geduldig ertragt Leiden, bringt uns  ewige  Belohnung. Auch Jesus hat versprochen: Ihr werdet  traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehrt  werden. Joh 16,20. Die Heiligen schätzen das Leiden wie die Söhne  der Welt  Gold oder Edelsteine. Sie lobten  auch im Feuer des Schmerzes den Herrn. Die heilige Theresia  von Avilla hatte das   Schlagwort. Entweder leiden, oder sterben. Die heilige  Magdalena von Pazzi   pflegte zu sagen. Nicht  sterben  sondern leiden. Müssten nicht  viele vor diesen Heiligen  sich  schämen ? Schauen wir Maria  und sehen  wie eine wirklich heroische Seele  leidet. Maria ertrug alle Leiden   mit heroischen Seele. Maria  hat Jesus  nicht als Apostel verlassen  und begleitete ihn nach Golgatha. Maria schrie nicht die Rache auf die Henker, sondern sie  benahm sich ruhig, majestätisch. Maria sagte einmal  Maria Lataste. Ich war  nie  gequetscht oder gebrochen. Ich wusste immer,  was geschieht ist  Gottes Wille. Ich wusste, das gleiche  auch mein Sohn will. Ich habe meinen Willen  mit  seinen Wille vereint. Wenn wir in unserem Leiden und in der Zeit der Prüfung  schauen auf Maria schöpfen wir  viel Trost und Geduld.

Kreuzerhöhung 2018

Jesus der sagte: Denn Gott die Welt  so sehr geliebt, dass er  seinen einzigen Sohn  hingab, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat. Er sei mit euch.

Heute bezeugt die Kirche die Ehre dem Kreuz Christi an dem durch Höhe art das Geheimnis der unendlichen Liebe Gottes aufstrahlt. Das  heutige Fest hat in der Kirche eine lange Tradition. Zum ersten mal wurde es am 14.09. 365 gefeiert. als die Heilige Helena die wahren Überreste des heiligen Kreuzes fand. Die Feier dieses Ereignisses verbreitete sich schnell unter Christen  auf der ganzen Welt.

Du kamst  unsere  Schuld  zu tilgen. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns am Kreuz deine Liebe gezeigt. Christus, erbarme dich unser.

Du bist deinen Weg  bis  zum  Kreuz  gegangen. Herr, erbarme dich unser.

Das Kreuz lehrt uns was die Liebe ist. Das, was das Holz der Schande war, verwandelte sich ins Holz des Lebens und in die Leiter der Erlösung. Als Jesus am Kreuz  seine Schultern ausstreckte, erfüllte ihn große  Freude. Er wollte, dass alle verstanden, dass so seine Arme  die Sünder  willkommen heißen werden, die sich zu ihm  nähern. Er sah, wie die Mensche das Kreuz lieben werden, weil er an ihm  gestorben ist. Er sah die Märtyrer, die aus Liebe  und für die Verteidigung  der Wahrheit  ein ähnliches Schicksal erleiden werden. Er sah die Liebe  seiner Freunde und ihre  Tränen  an der Ferse des Kreuzes. Er sah die Triumphe, Siege und großen Wunder, die im Zeichen des Kreuzes, in der ganzen Welt geschehen werden. Jesus Kreuz ,das für viele die Torheit und das Ärgernis ist, ist für uns die Schule des alltäglichen Lebens. Haben wir Mut zum Kreuz gehen. In ihm äußerte sich nicht nur die endliche Liebe Gottes, sondern es gibt uns auch das Licht und Sinn für  alltägliche Situation, sogar es führt uns weiter: In ihm offenbart sich das Geheimnis  Jesu und  unserer Auferstehung.

Wenn wir beten, dürfen wir die Worte verwenden, die schon Jesus zum Beten  verwendet hat…

Jesus Christus   hat uns am Kreuz Frieden mit  Gott geschaffen. Wir stellen  uns unter  sein Kreuz und empfangen   dessen Kraft. Deshalb  bitten wir  Herr Jesus Christus.

So spricht  der Herr. Wenn ich von Erde  erhöht wird, werde ich alle  an mich ziehen.

24. Sonntag B Mk 8, 27-35

Einführung

Jeder kann eine Bekehrung in seinem Leben erfahren. Das gilt auch für Menschen, die von klein auf im Glauben erzogen wurden und die im Glauben leben. In unserem Leben gibt es  aber immer wieder Ereignisse oder Begegnungen, die unserem Leben eine neue Richtung geben, oder die unsere Einstellungen zu Gott und zu den Menschen ändern. Wir sehen diesen Prozess auch bei den Aposteln.

Predigt

Jesus fragte seine Apostel: Für wen halten  mich  die Menschen?  Später dann stellte er die Frage:  Ihr aber, für  wen haltet ihr mich? Beim Evangelisten Markus heißt die Antwort des Petrus: Du bist der Messias. Wir haben  auch die Reaktion Jesu auf Bekenntnis des Petrus gehört. Jesus verbot ihnen auch, mit jemanden  über ihn zu sprechen. Dann begann Jesus seine Apostel zu  unterweisen. Markus weist darauf hin, wie sorgfältig Jesus seine Apostel erzogen hat. Die Juden waren überzeugt, dass ihr Volk von Gott auserwählt ist und sie sollen den Messias erwarten. Könige, Priester  und Propheten wurden  durch die Salbung mit Öl in  einen besonderen Rang   erhoben. Daraus entstand auch der Titel Messias, das heißt der  Gesalbte. Zur  Zeit Jesu stand dieser Titel nur dem erwarteten Messias zu. Das jüdische Volk wusste von den Propheten, dass Messias aus dem Hause Davids  kommen wird. Das auserwählte Volk hatte viel zu leiden. Die Juden von den Assyrern, den Persern, den Griechen und den Römern  wie Knechte behandelt und sie kannten die wahre Freiheit nicht. Der Gedanke an den kommenden Messias gab dem Volke Kraft und Mut, die Schwierigkeiten und Leiden  zu ertragen. Sie erwarteten also unter politischem Druck den Messias als Befreier aus dem Joch der Römer und meinten, dieser wurde ein irdischen Königreich gründen. Diese Vorstellung hatten auch die Aposteln. Sie glaubten an einen Messias mit einem Schwert in der Hand. Aber Gottes Wege sind keine menschlichen Wege. Gott verwendet andere Mittel, um seine Ziele zu erreichen.

Aus seinen Worten können wir das erkennen. Er sagte: Der Menschensohm müsse vieles erleiden und   von den Ältesten, den Hohenpriester  und den Schriftgelehrten   verworfen werfen, er werde  getötet, aber  nach drei Tagen   werde er   auferstehen. Jesus widersprach also den   Vorstellungen  der Apostel  über den Messias. Zu dieser Zeit verstand aber Petrus diese Rede noch nicht. Und darum sagte Petrus zu Jesus:  Gott bewahr, das darf  mit   dir nicht geschehen. Jesus ermahnte Petrus sehr scharf.

Die Juden sahen das Leid und Kreuz  als Ärgernis an. Jesus aber gibt  dem Leiden und dem Kreuz   einen neuen Wert. Das Kreuz  ist eine  Bedingung  für die  Nachfolge Christi. Darum sagte Jesus: Wer mein Jünger sein will, der  verleugne  sich selbst, nehme täglich  sein Kreuz  auf sich  und folge  mir nach. Jesus als Messias hatte also   radikal ein  anderer Plan als den der  Juden. Er wird auf seinem Kopf eine  Dornenkrone haben und nicht eine goldene Krone. Er wird sterben und begraben werden und  von den Toten auferstehen. Jesus wird nicht im Krieg siegen, sondern im Leiden. Er ist der Sieger, wenn andere denken, sie hätten ihn besiegen. Demütig am Kreuz ist er eigentlich unendlich groß und mächtig, wie  nur Gott  sein  kann.

Heute verstehen viele Menschen nicht, warum sie leiden sollen, warum sie ein Kreuz tragen sollen. Die Menschen sehen darin keinen Sinn. Warum ist es aber so? Die Erklärung ist leicht. Für viele Menschen heute  sind die Begriffe – Himmel – Hölle – ein Leben nach dem Tod – überhaupt nicht wichtig. Wir Christen aber glauben, dass durch Leiden, also wenn wir das Kreuz  bereitwillig tragen, wir Verdienste für das ewige Leben erlangen. Wir tragen zu unserer  Erlösung und der Erlösung der Welt bei. Die Denkart, das Ziel  der heutigen, modernen Menschen ist aber ganz anders. Hier auf Erden  will man ohne Schmerzen und ohne Kreuz leben. Freiwillig ein Kreuz auf sich zu nehmen, das ist für viele Menschen  unbegreiflich. Diese Einstellung ist eine logische  Folgerung ihres Unglaubens.  Nicht nur für Atheisten, sondern auch für viele oberflächliche Christen  ist das Leiden und das Kreuztragen unsinnig. Sie  machen alles dafür, um dem Leiden aus dem Weg zu gehen. Sehr oft aber ist es so, dass sie  den anderen Leid zufügen.

Gott sei Dank haben wir auch positive Beispiele, die wir bewundern können. Eine Frau  erzählte ihrer Nachbarin von  einer  Familie. Die Mutter hatte ein krankes Kind geboren und sie mussten es in eine Pflegeanstalt geben. Das zweite Kind war gesund, ist aber dann von einem Tisch gefallen und war gelähmt. Die Mutter selbst wurde mit noch nicht 30 Jahren krank. Der Arzt stellte die Diagnose: beginnende Sklerose. Einmal fragte sie jemand: So viel Unglück, und sie glauben noch an Gott? Sie antwortete: Gott ist der einzige, der mir helfen kann, dieser Kreuze zu tragen!

Ist das nicht ein bewegende Geschichte? Viele Menschen erfreuen andere, sie helfen anderen, aber nur der Glaube an Gott kann helfen und die Kraft geben, Kreuze zu tragen! Jesus sagt dazu ganz klar: Wer  sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber  sein Leben  um meinetwillen  und um des Evangeliums willen  verliert,  wird es retten. Das Kreuz kann dem Menschen helfen, seine Einstellung zum Leben zu ändern und ihn zur Heiligkeit zu führen.  Das Kreuz kann einen neuen Blick auf das Leben geben, aber nur dann, wenn der Mensch mit Jesus verbunden ist.