Ich will erklären die Natur und Bestimmung der Engel und den Eindruck, den der Glaube an die Engel auf unsere Herzen machen soll. Das es Engel gebe unterliegt einmal gar keinem Zweifel die heilige Schrift tut davon an so vielen Stellen Meldung, dass es ein purer Unsinn wäre, an dem Dasein solcher himmlischen Geister, die wir Engel nennen, zweifeln zu wollen. Jesus selbst widerlegt ja den Irrtum der Sadduzäer, welche behaupten , es gebe keine Auferstehung, noch einen Engel, noch einen geist, indem er sagt, die seligen Menschen werden im Himmel den Engeln gleich sein. Math.22,31. und ein anderes Mal gibt er unter andern Gründen, den Kleinen kein Ärgernis zu geben, zugleich diesen an, weil ihre Engel im Himmel allezeit das Angesicht des himmlischen Vaters sehen. Auch die heiligen Apostel lehren das Dasein der Engel und unter andern sagt der heil. Apostel Paulus, dass wir nach einem gerechten Tode in die Gesellschaft vieler tausend Engel werden werden aufgenommen. Hebr. 12, 22. Die Engel sind erschaffene Geister, weil sie von Gott wie alle übrigen Geschöpfe erschaffen worden sind. Die Lehren der heiligen Väter stimmen darin überein, dass Gott die Engel erschaffen habe zu zu jener Zeit von welcher die heilige schrift sagt. Im Anfange schuf Gott Himmel und Erde. Während die Erde noch wüste und leer war, noch eine finstere Verwirrung, war der mit diesem Chaos zugleich erschaffene Himmel schon eingerichtet mit allen seinen Herrlichkeiten und unzählige selige Geister, die Engel freuten sich in demselben mit einem Male ihres Daseins und lobten und priesen ihren allmächtigen ewigen Schöpfer. Sie sind Geister d.i. himmlische Wesen, welche Verstand und Willen, aber keinen Körper haben. Dies hindert sie jedoch nicht auf Zulassung Gottes eine menschliche Gestalt anzunehmen, um dadurch, im Stande zu sein, sich den Menschen sichtbar zu zeigen. Sie sind selige Geister, denn Gott rüstete sie mit den größten Vollkommenheiten aus. Er gab ihnen eine für uns unbegreiflich schöne Gestalt, die heilig machende Gnade, edle Wissenschaft und die Anschauung Gottes von Angesicht zu Angesicht. Gott hat die Engel nicht nur gut erschaffen , sondern er hat ihnen auch die heiligmachende Gnade gegeben, d.i. Gott hat sie ganz moralisch gut erschaffen. Aber er ließ sie sich ihrer Verherrlichung würdig machen konnten. Dazu gab er ihnen die heiligmachende Gnade , durch deren Hilfe sie leicht in der für sie bestimmten Prüfung beharren konnten. Luzifer beharrte nicht darin, da ihn seine Schönheit stolz gemacht hatte. Ezech.28,14-17. Die aber gut blieben , behielten ihre edlen Wissenschaften. Diese machen sie fähig, die Vollkommenheiten Gottes weit besser zu sehen, als wir. Sie erkennen Gott in seiner Wesenheit viel vollkommener als alle Menschen, und eben diese edle Erkenntnis macht sie unaussprechlich selig. Sie schauen Gott von Angesicht zu Angesicht und in dieser Anschauung entzündet sich in ihnen eine unaussprechliche Liebe zu Gott, die sie von von Wonne zu Wonne fortreißt. Diese Liebe erhält sie unverbrüchlich in der Erfüllung ihrer Obliegenheiten, die sie im Himmel haben. Sie stehen vor dem Throne Gottes und dienen ihm nach jedem Winke seines heiligsten Willens, sie beten ihn an, loben, preisen und bewundern ihn mit freudigsten Dankgefühlen. Ich sagte, wir würden unzählbare Schaaren der Engel erblicken, denn auch über die Anzahl der Engel gibt uns die heilige Schrift Aufschluss. Sie bestimmt uns zwar die zahl nicht genau, denn sagt Job: Sind seine Heerscharen zu zählen /24,3/ Der Prophet Daniel versichert, rings um den Thron Gottes tausendmal zehntausendmal Tausend gesehen zu haben. Ihr seid gekommen sagt der heil.Paulus /Hebr.12,22/ zum himmlischen Jerusalem zur Ehre der tausendmal tausend Engel. Und redet ja Jesus selbst von mehr als zwölf Legionen Engel. /Math 26,52/. Und diese unzähligen seligen Geister teilen sich, wie wir wieder aus der heiligen Schrift belehrt werden, in Schaaren und verschiedene Chöre. Wir sagen das sind die Worte des heil. Gregor, dass es neun Rangordnungen, insgemein Chöre der Engeln, Erzengel, Kräften, Gewalten, Fürstenthümern, Herrschaften, Thronen, Cherubinen und Seraphinen rede. Ich glaube es ungezweifelt, sagt der heil. Augustin, dass sie verschieden sind, was den Unterschied ausmache, weiß ich nicht. Weil sich Gott der Engel bedient, um sie an die Menschen zu schicken, tragen sie den Namen Engel, was so viel heißt, als missi- Abgeschickte, Boten. Gott bedient sich der Engel, um den Menschen seinen heiligen Willen erkennen zu geben. So erschienen die Engel den Patriarchen und Propheten, der seligsten Jungfrau Maria, dem Zacharias, den Hirten dem heiligem Josef , den heil. Frauen. Gott bedient sich der Engel, um den Menschen Hilfe in zeitlichen Dingen, Gnade in geistlichen Dingen, erteilen zu lassen. So sandte Gott seinen Engel, um Lot aus Sodomas Brand zu retten, um der Hagar eine Quelle zu zeigen, dass Ismael nicht verschmachtete, um Tobias auf seiner Reise zu begleiten und und seinem Vater das Augenlicht zu geben. Ferner ließ Gott Josef durch einen Engel vor der dem Kinde Jesu bevorstehende Gefahr warnen. und Petrus aus dem Kerker befreien. Die fromme Judith führte ein Engel in und aus dem Lager des Holofernes, um ihre Unschuld zu bewahren. Diese und viele andere Engelserscheinungen bestätigen also unseren Glauben an den Schutz der heiligen Engel, sie bestätigen den Glauben, dass ganze Reiche und Provinzen ihre Schutzengel haben, wie wir aus Daniel/10,13,21 12,1. Zach 1,12 Offenb 8,3.4 ersehen. Sind sie nicht alle dienstbare Geister, schreibt der heil.Paulus /Hebr.1,14/, ausgesandt zum Dienste derer,welche die Seligkeit erben wollen. Gott hat seinen Engeln deinetegen Befehl gegeben, sagt der Psalmist/Ps 60, 9-12/ dass sie dich auf allen deinen Wegen bewahren. Und sagt nicht Jesus selbst, dass ihre Engel, die Engel der Kleinen allzeit das Angesicht des himmlischen Vaters sehen? Ja sagt er nicht, dass die Engel den Lazarus in den Schooß Abrahams trugen, und dass sie sich freuen über einen Sünder der Buße tut?
Aber vergessen wir nicht, dass Gott auch die Engel gebraucht, um seine Gerechtigkeit an den Menschen zu vollziehen. Er lässt durch sie Sodom zerstören, die Erstgeborenen in Ägypten erschlagen, das pharaonische Heer in den Fluten umkommen, die Sünden Davids durch einen Engel mit dem Pest schwerte strafen, die Armee der Assyrer vernichten und den stolzen Herodes schlägt ein mit einer unheilbaren Krankheit. Seht dies lehrt uns der Glaube von der Natur und Bestimmung der Engel.
Jesus der sprach: Wer irgend dieses Kind aufnimmt in meinem Namen, nimmt mich auf, er sei mit euch.
Kleine heilige Theresia, wird sie genannt, die große Ordensfrau und Mystikerin Theresia von Lisieux, Die Bezeichnung ,,klein“ diente zur Unterscheidung von der Ordensreformatorin Theresia von Avila, zum anderen drückt sie aber auch aus, dass man Theresia von Lisieux lange Zeit als kindliche Beterin beurteilt hat.
Jesus, du öffnest uns den Weg zum Vater. Herr, erbarme dich unser.
Du offenbarst uns Erbarmen Gottes Christus erbarme dich unser.
Du schenkst uns den Reichtum von Gottes Liebe. Herr, erbarme dich unser.
Theresia vom Kinde Jesus, wie sie auch genannt wird, kam am 2. Januar 1873 in Alencon in der Normandie zur Welt und hieß mit Familiennamen Martin. Ihr einziger Wunsch war schon als Kind dem Karmeliterorden beitreten zu dürfen. Nach mehreren vorangegangenen Ablehnungen wurde Theresia dann im Alter von 15 Jahren in den Karmel von Lisieux, wo sie mit ihrer Familie seit dem frühen Tod der Mutter lebte, aufgenommen. Die Schwestern im Kloster kamen mit der Persönlichkeit Theresias von Anfang an nicht zurecht , niemand kannte sich in ihrem Wesen aus. Man hielt das Mädchen,das aufgrund einer Sondererlaubnis täglich kommunizieren durfte, für eingebildet und stolz und bemerkte nicht, welche inneren Kämpfe es Tag für Tag auszufechten hatte. Die Oberin erschwerte Theresia durch ständige Demütigungen das Leben noch zusätzlich. Theresia, die nach außen so ruhig und beherrscht wirkte. litt ihr Leben lang unter Angstzuständen. Sie wurde oft vom Gedanken gequält, Gott habe sie verlassen und geriet dadurch in schwere innere Konflikte. Manchmal war sie überzeugt, sie sei zur Verdammnis. Dennoch gab sie sich ganz der Liebe Christi hin Ihr Leitspruch war. Alles ist Gnade. Sie wollte sich mit ihren inneren Leiden, zu denen sich auch noch schwere Krankheiten wie Tbc gesellten, für die Sünder der Welt aufzuopfern. Von Alter von erst 24 Jahren starb Theresia von Lisieux am 30.September 1897 in ihrem Kloster. Papst Pius XI. sprach die Mystikerin am 17.Mai 1925 heilig und ernannte sie 1927 zur Patronin aller Missionen, Missionen, Missionare und Missionsschwester. Seit 1944 ist Theresia zweite Patronin von Frankreich. 1997 erklärte sie Papst Johannes Paul II zur Kirchenlehrerin.
In Jesus Christus erkennen wir den Vater. Wir treten voll Vertrauen zu Gott hin und beten, wie es uns Jesus Christus gelehrt hat..
Wenn wir dem Beispiel Jesu folgen, haben ir den ersten Schritt auf den Frieden hin getan. Deshalb bitten wir…
Der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen ist Teilhabe am Blut Christi. Das Brot, das wir brechen, ist Teilhabe am Leib Christi.
Wir beginnen den Gottesdienst heute nicht in der Kirche, sondern vor der Kirche. Der Grund dafür steht hier in der Mitte: Schaut euch doch bitte genau an, was hier zu sehen ist! Es ist eine große Krone gebunden mit den verschiedenen Getreidearten, die es bei uns gibt. Wenn wir eine Krone sehen, denken wir an einen König – und genau darum geht es heute auch. Wir danken heute unserem König, nämlich Gott, dass er uns wieder eine gute Ernte geschenkt hat. Als Zeichen dafür, dass Gott unser König, unser Schöpfer ist, binden wir zum Erntedankfest eine Krone. So wollen wir jetzt um seinen Segen bitten.
Segnung der Erntekrone
Allmächtiger Gott, du hast Himmel und Erde erschaffen. Du hast dem Weltall eine Ordnung gegeben, die wir erkennen und bewundern. Du hast den Menschen dazu bestimmt, sich die Erde untertan zu machen, sie zu bebauen und ihren Reichtum recht zu nutzen. Wir freuen uns heute über die Ernte dieses Jahres. Segne diese Erntekrone und alle Feldfrüchte, die wir dankbar aus deiner Hand empfangen haben. Lass auch die Armen und Hungernden den Reichtum deiner Güte erfahren und teilhaben an der Fülle deiner Gaben. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.
Überleitung
Die Erntekrone, die wir feierlich in die Kirche getragen haben, sagt uns: Gott ist der Herr dieser Erde, er ist der Schöpfer der Welt,er ist der König. Wenn wir heute am Erntedankfest daran besonders denken, fällt uns wohl auf: Das haben wir oft nicht beachtet! Immer wieder spielen wir uns als Herrscher über die Erde. Für alle, wo wir uns selbst zun König gemacht haben, wollen wir Gott, um seine Verzeihung bitten.
Kyrie- Rufe
Herr Jesus Christus, du bist der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Kyrie eleison.
Durch dich wurde alles geschaffen im Himmel und auf Erden. Christe eleison.
Du schaffst einen neuen Himmel und eine neue Erde. Kyrie eleison.
Predigt
Das Erntedankfest erinnert uns daran, dass Jesus in unserem ganzen Leben vorkommt. Unser alltägliches Leben soll nicht getrennt von einem geistlichen Leben sein. Darauf deutet das Vaterunser-Gebet hin mit der Bitte: Unser tägliches Brot gib uns heute. Gott spricht nicht nur über geistliche Dinge, sondern es interessiert ihm auch unser Magen.
Als Gott Abraham und seinen Nachkommen ein neues Land versprach, dachte er auch daran, woraus sie leben können. Er gab ihnen ein Land, wo sie ernten können, was sie säen. Die Erde und alles, was sie hervorbringt, sind gute Gründe für die Dankbarkeit des Volkes Gottes. Wir sollen aufrichtig danken für unsere Nahrung, die wir zum Leben brauchen.
Früher wurde das Beste aus der ersten Ernte in den Tempel gebracht. Es war ein Geste, eine Manifestation dessen, dass alles, was sie haben, von Gott kommt. Sie haben viel Arbeit und Mühe gehabt, aber sie dankten zu allerst Gott.
Bedauerlicherweise ist die Dankbarkeit heutzutage weniger geworden. Einige schätzen sogar den Wert unseres Ackerbodens nicht mehr, denn alles, was angebaut wird, kann man auch im Supermarkt kaufen. Der Bezug zur Erde ist verloren gegangen und dadurch auch die Dankbarkeit für die Früchte der Erde. Es soll wieder jedem bewusst werden, dass die Arbeit der Menschen notwendig ist für unser Leben, für unsere Ernährung. Sie setzen alle ihre Kräfte ein, das letzte Wort bei der Ernte hat aber Gott, der alles gedeihen lässt. Wir nehmen oft die Gaben Gottes als selbstverständlich an. Wir beten zwar immer wieder – unser tägliches Brot gib uns heute – und es kommt uns dabei gar nicht in den Sinn, dass wir vielleicht einmal kein Brot haben könnten. Daher ist es immer wieder wichtig, dankbar zu sein.
Die Israeliten hatten Anweisungen, wie sie ihre Dankbarkeit Gott gegenüber ausdrücken. Eine gute Ernte zu haben ist keine Selbstverständlichkeit. Um zu säen und schließlich dann zu ernten, dazu bedarf es der Menschen und es bedarf des Friedens. Wenn Krieg in einem Land ist, ist auch oft der Hungersnot ein Grund dafür. Ich denke, dass wir schon seit Jahrzehnten in Frieden leben, ist auch ein Grund für Dankbarkeit. Bei all dieser Dankbarkeit müssen wir auch lernen zu bedenken, dass es Missernten, wenig Ertrag einer Ernte oder Schädlinge gibt. Oft wird das mit Düngemitteln und chemischen Mitteln gelöst. Alles hat aber Grenzen. Ich denke da an die Bemühungen, aus der Erde mehr heraus zu bekommen, als sie uns geben will. Das geschieht aber oft nicht darum, weil wir zu wenig haben – wir wollen immer mehr. Vergessen sollten wir auch nicht, dass viele Zivilisationskrankheiten durch unsere Ernährung entstehen – nicht aus einem Mangel, sondern aus Überfluss. Es ist interessant zu beobachten, dass Menschen, die sich mit dem ernähren, was sie selbst angebaut haben, kaum von diesen Krankheiten belastet werden. Das bemerkt man auch zum Beispiel bei Kindern, die gesund ernährt werden, also nicht mit Süßigkeiten, weißem Mehl und Chemie gefüttert werden. Letzteres führt dazu, dass die Kinder oft krank sind. Süßigkeiten wachsen nicht auf Bäumen, dort wachsen nur Äpfel und Birnen.
Unserem Gott – da bin ich fest überzeugt – kommt es auf unser Leben an und auch darauf, dass wir jeden Tag unser Brot haben. Ihm gilt unsere aufrichtige Dankbarkeit. Vergessen wir nicht auf unser Tischgebet vor dem Essen! Beten ist nicht nur eine Angelegenheit am Heiligen Abend. Vergessen wir nicht den Urheber aller Gaben! Danken wir Gott, dass er uns sättigt und möglich macht, uns zu versorgen, mit allem, was wir zum Leben brauchen!
Jesus, der sagte: Ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf und niedersteigen auf den Sohn den Sohn des Menschen.
Ihr habt gehört, dass Gott Sonne, Mond, Sterne, Erde, Tiere, Pflanze usw. erschaffen. Das alles zusammen heißt man mit einem Wort die sichtbare Welt, weil man es sehen kann. Außer dieser sichtbaren Welt, hat aber Gott noch eine unsichtbare Welt Welt erschaffen, d.h. Geschöpfe, die man nicht sehen kann. Und warum kann man sie nicht sehen ? Weil sie Geister sind, also Wesen, die erkennen und wollen können, aber keinen Leib habe. Wir nennen sie Engel.
Jesus, Engel haben den Hirten deine Geburt verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Engel haben dir in den schwersten Stunden deines Erdenlebens gedient. Christus, erbarme dich unser.
Engel haben deine Auferstehung verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Hl. Gabriel
Patron der Postboten und-beamten,der Boten , der Briefmarkensammler. Erst 1969 wurde das Fest Gabriels mit jenem von Michael und Raphael am 29. September vereint: zuvor war der 24. März der Gabriel-Tag. Gabriel gilt als der Verkündigunsengel. Er verkündete Maria die Geburt ihres Sohnes Jesus, auf Darstellungen ist er daher meist leuchtend abgebildet, in der Hand hält er eine Lilie. Auf östlichen Abbildungen trägt er manchmal eine Weltkugel.
Hl. Michael
Patron der katholischen Kirche, der Deutschen, der Soldaten, der Apotheker, Schneider, Glaser, Maler Drechsler, Bäcker, Kaufleute, der Sterbenden und für einen guten Tod, gegen Blitz und Unwetter. In Monte Sant Angelo, hoch über der apulische Küste, drängen sich die Pilgerscharen. Busse und Autos mit den verschiedensten italienischen und ausländischen Kennzeichen stehen auf den großen Parkplätzen. Es gibt nur einen Grund, hier herauf in diesen unscheinbaren Bergort des Gargano zu kommen: die Michaelsgrotte. Diese Wallfahrtsstätte gehört zu den ältesten Michaels- Heiligtümern Italiens und der ganzen Welt. Die Kirche im Felsen wurde Ende 5 Jh von Bischof Laurentius von Siponto errichtet nachdem am 8.Mai 495 an dieser Stelle der Erzengel Michael mehreren Hirten erschienen sein soll. Die berühmte Abtei Mont-Saint Michael an der Atlantikküste in der Normandie, in Mittelalter einer der berühmtesten Michaels- Wallfahrtsorte , entstand 709 unter Bischof Autbert, der in einer Vision Michael auf einem Felsen im Atlantik gesehen hatte. Im Stil wurde Monts-Saint Michael der Michaelskirche auf dem Gargano nachempfunden.
Hl. Raphael
Das Fest von Raphael wurde seit dem Mittelalter an verschiedenen Tagen gefeiert , bis Papst Benedikt XV es 1921 auf den 24. Oktober legte. Seit 1969 gilt der gemeinsame Gedenktag mit Michael und Gabriel. Im Jahr 1871 wurde der sogenannte ,, Raphael-Verein“ gegründet , er sollte katholischen Auswandern Schutz geben. Raphael ist meist in Pilgerkleidung dargestellt und trägt typische Reiseattribute bei sich wie Flasche und Stab. Auch mit dem Alten Testament wurde Raphael häufig abgebildet,beide holen einen Fisch aus dem Wasser.
Wir dürfen Gott unseren Vater nennen und darauf vertrauen. Wir beten mit den Worten Jesu,
Wenn wir nicht mehr um den ersten Platz kämpfen, sondern dem Beispiel Jesu folgen, haben wir den ersten Schritt auf den Frieden hin getan. Deshalb bitten wir.
Jesus, der sagte Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt.
Ihr seid ärmer und bedürftiger als die Sterbenden in den Straßen von Kalkutta, sagte Mutter Teresa, an die Adresse der deutschen Jugend auf dem Kongress de deutschen Katholiken in Freiburg im Jahr 1978. Und begründete es mit diesen Worten, weil ihr keine Liebe habt. Wirklich der elendste Mensch, ist derjenige, wer ist unfähig zu lieben und geliebt zu werden. Mangel an Liebe macht von einem Menschen eine einsame Kreatur. Jesus wusste sehr gut, was für eine große Rolle im Leben des Mensch die Liebe spielt. Darum widmet Jesus der Liebe so große Aufmerksamkeit.
Jesus, du hast deinen Jünger geboten einander zu lieben. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns das neue Leben gebracht und die neue Weltzeit angezeigt. Christus erbarme dich unser.
Du hast uns das Beispiel der Liebe gegeben. Herr, erbarme dich unser.
Heute haben wir den Gedenktag der heiligen Lioba. Lioba, die einer angelsächsischen Adelfamilie entstammte. Sie war Benediktinerin im südenenglischen Kloster Wimborne. Zu Beginn des 8 Jh. folgte sie dem Ruf ihres Verwandten Bonifatius, um ihm bei der Christianisierung Germaniens zu helfen. Bonifatius, ernannte Lioba 735 zur ersten Äbtissin des neugegründeten Klosters Tauberbischofsheim in Nordbaden. In den folgenden Jahren gründete auch Lioba zahlreiche Kloster. Die Äbtissin galt als herausragende Erzieherpersönlichkeit und war auch am Königshof gern gesehen. Mit dem Frau von Karl dem Großen verband sie eine tiefe Freundschaft. Auf einer ihrer Visitationsreisen starb Lioba am 28. September 782 in Schornsheim bei Mainz. Ihre letzte Ruhestätte fand die Äbtissin aus England 838 in der Krypta der Frauenklosterkirche auf dem Petersberg in Fulda, ganz in der Nähe des Grabes von Bonifatius. Das Haupt von Lioba ist heute im Domschatz von Fulda zu sehen. Es ist neben den Hauptern von Bonifatius und Sturmi ausgestellt. Die Erhebung von Liobas Gebeinen fand 819 statt.
Nicht immer ist es leicht zu beten: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Wenn wir jetzt gemeinsam das Vater unser beten, lade ich Sie ein Gott zu bitten, dass wir seinen Willen annehmen können.
Gott ist uns in Jesus mit seinem Frieden entgegen gekommen. Nehmen wir seinen Frieden auf in unser Leben und Handeln und lassen wir uns diesen Frieden von ihm schenken.
So spricht der Herr. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
26.Sonntag 2018 – Wer nicht gegen uns ist, ist für uns.
Einführung
In einem Psalm heißt es : Herr, reinige mich von den Fehler, deren ich mich nicht bewusst bin. Diese Fehler sind zum Beispiel, wenn wir das Wirken der Gnade Gottes beschränken wollen. Oder wir sind eifersüchtig, wenn wir sehen, dass Gott auch den anderen seine Gnade schenkt. Davon erfahren wir in der ersten Lesung und im Evangelium.
Predigt
Moses, ein Mensch, der mit Gottes Geist reichlich beschenkt wurde, hatte die Möglichkeit 70 Männern zu erwählen, auf welche Gott etwas vom Geist Mose gelegt hatte. Aber von diesen 70 Männern waren zwei nicht im Offenbarungszelt, obwohl ihnen Gott auch seinen Geist gegeben hatte. Sie blieben im Lager – es waren Eldad und Medad. Ein junger Mann lief zu Mose und berichtete ihm: Eldad und Medad sind im Lager in prophetischer Verzückung. Wie ist das möglich, wenn sie nicht mit den anderen im Offenbarungszelt waren? Josua, der Sohn Nuns sagte zu Mose: Herr, verbiete es ihnen. Moses aber erwiderte: Wenn nur das ganze Volk des Herrn zu Propheten würde, wenn nur der Herrseinen Geist auf sie alle legte. Als Josua zu Mose kam mit der Aufforderung, ihnen das zu verbieten, kann man irgendwie das Gefühl von Neid und Eifersucht spüren. Moses äußerte das auch mit den Worte: Warum bist du eifersüchtig? Gott selbst bestimmte diese Menschen und erteilte ihnen seinen Geist.
Von einem ähnlichen Ereignis hören wir im Evangelium. Johannes kam zu Jesus mit dem Bericht, dass irgendein Jünger im Namen Jesu die bösen Geister vertreibt. Er meinte auch, dass das verhindert werden sollte, weil dieser ja nicht mit ihnen unterwegs war. Doch Jesus reagierte mit den Worten: Hindert ihn nicht daran. Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leichtschlecht von mir reden. Jesus will uns damit sagen, dass Gottes Gaben auch jene bekommen können, die außerhalb der katholischen Kirche sind. Anders gesagt: Der Heilige Geist wirkt, wo er will. Vielleicht denken sie da anders und meinen, dass das Heil nur die erreichen können, die innerhalb unserer Kirche sind. Ja, wir als Katholiken haben die große Hoffnung, weil wir mit Jesus verbunden sind, aber wir haben nicht das Recht, jemanden außerhalb der Kirche das Heil abzusprechen. Manche haben auch das Gefühl, dass sie eine Versicherung für das Heil haben, weil wir sie zu Jesus gehören. Wichtiger aber ist, wie wir unser Leben gestalten. Jesus will jeden Menschen retten. Gott hat Interesse an allen Menschen, die nicht neidisch oder eifersüchtig sind oder die Gott lieben und weltliche Interessen in den Hintergrund stellen. Es soll aber auch keine geistliche Rivalität geben, das macht niemand selig. Ich soll vielmehr ein Mensch sein, der Gottes Geist in sich hat.
Ich habe eine sehr lustige Geschichte gelesen, die ich euch gerne erzählen möchte: Jesus wurde einmal zu einem Fußballmatch eingeladen. Es war ein Match zwischen den Protestanten und den Katholiken. Jesus schaute dem Fußballspiel mit Begeisterung zu. Nach einigen Minuten schon fiel ein Tor – die Katholiken haben es geschossen. Jesus klatschte und war erfreut. Aber schon wenige Minuten später kam der Ausgleich. Jesus klatschte wieder und war begeistert. In der Reihe hinter Jesus saß ein Fußballfan und fragte Jesus: Mensch, sagen Sie mir, von wem sind sie ein Fan? Jesus antwortete: Ich bin ein Fan für alle Menschen, für die ich Mensch geworden bin. Ich bin ein Fan von Menschen, für die ich mein Blut vergossen habe, um sie zu erlösen, damit sie in das Reich Gottes gelangen können.
Das heißt für uns, liebe Brüder und Schwestern, dass wir aufpassen müssen. Wir sollen uns gegenseitig annehmen und nicht spalten, weder äußerlich noch innerlich. Wenn ich Katholik bin, ist das eine große Gnade und ich soll diesen geschenkten Reichtum nicht miss-brauchen, sondern mich bemühen, allen Menschen, die Jesus noch nicht kennen, diesen Reichtum zu vermitteln.
Der Heilige Paulus bekam die Gnade, zu den Heiden zu gehen und ihnen Christus zu verkündigen. Als dies einige Juden hörten, haben sie sich daran gestoßen und meinten, dass das nicht richtig sei. Auch die Apostel dachten am Anfang, dass das Heil nur für die Juden bestimmt war und sie luden Paulus zu einem Konzil in Jerusalem ein, weil sie eine Erklärung von ihm verlangten. Dieses erste Konzil, bei dem der Geist Gottes mitten unter den Teilnehmern war, endete mit einem Segen für die Arbeit des Paulus, die Botschaft Jesu auch den Heiden zu verkünden. Die Juden, die sich als rechtgläubig bezeichneten, mussten erkennen, was sie gehört hatten. Allerdings musste der Geist Gottes noch intensiver wehen, bis alle begriffen haben, dass Gott alle Menschen retten will. Wir Christen sind verantwortlich als Mitarbeiter Gottes, dass wir diesen Geist Gottes überall hinbringen, wohin wir uns im Alltag bewegen. Möge uns Gott führen, damit wir in der Zeit, in der wir leben – und die von vielen äußeren und inneren Spaltungen geprägt ist, diesen guten Geist weitergeben! Wir sollen aber niemanden ver- oder beurteilen, der sich nicht mit unserem Glauben identifiziert. Wir sollen niemals denken, dass Gott nur hinter uns steht und hinter anderen nicht – dass Gott nur unser Leben segnet und die anderen stehen nicht im Mittelpunkt seines Interesses. Gott will alle Menschen retten und er rettet sie auf verschiedenen Wegen und durch verschiedene Menschen, denen sie begegnen. Wir sollen aber immer dieses Heil anderen vermitteln und nicht ein Hindernis für sie sein!
Gott, der Herr, zu dessen Dienst wir auf dieser Erde berufen sind, sei mit euch.
In der Kathedrale von Lyon wird das Herz des Ordensgründen Vinzenz von Paul als kostbare Reliquie aufbewahrt, in der Kirche der Lazaristen in Paris befinden sich die anderen Reliquien des Heiligen, der als Stifter der Vinzentiner/Lazaristen/ und der Vinzentinerinnen/Barmherzige Schwester/ in die Geschichte einging. Vinzenz von Paul als Begründer der organisierten Caritas.
Jesus, du bist Herr über allem menschlichen Tun. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst um dem Vater Lob und Dank darzubringen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast die Menschen geheilt, um ihnen die Liebe des Vater kundzutun. Herr, erbarme dich unser.
Vinzenz von Paul wurde am 24.April 1581 als Sohn armer Bauersleute in dem kleinen Dorf Pouy in der Gascogne geboren. Als 19. jähriger empfing er die Priesterweihe und nach einigen anderen kirchlichen Stationen übernahm er 1612 die Pfarrei Clichy in Paris. Danach wirkte Vinzent von 1613 bis 1626 als Geistlicher im Haus des Galeerengenerals de Condi. Während dieser Zeit wandte er sich ganz der Seelsorge zu und gelobte 1617 lebenslangen Dienst für die Armen. Um seine Pläne besser verwirklichen zu können, gründete Vinzenz im August 1617 für eine streng organisierte Armenfürsorge die ,,Confrérie de la Charité“ eine Gemeinschaft von Laien -Schwestern und gab ihr eine ausführliche Satzung . Damit hatte Vinzenz von Paul das erste seiner Caritaswerke ins Leben gerufen. 162o folgte die gleiche Gemeinschaft für männliche Laienkräfte, sie hieß ,,Serviteurs des pauvres“. Im Jahr 1625 schließlich schuf Vinzenz von Paul sein drittes Caritas-Werk. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stand der Aufbau von Missionen, aber auch die Ausbildung des Klerus lag ihnen am Herzen. Am 29. November 1633 folgte die Gründung der ,, Filles de la Charité“ , die in Deutschland Barmherzige Schwestern oder nach dem Ordensstifter Vinzentinerinnen genannt werden. Die Vinzentinerinnen , die ohne Klausur und ohne Ordenstracht lebten, gingen hinaus in Stadt und Dörfer , betreuten dort Kranke , Alte und Waisen, kümmerten sich um Häftlinge und sorgten in den Spitälern für eine organisierte Krankenpflege. Vinzenz von Paul, Helfer der Armen, Tröster der Kranken und Vater der Waisenkinder, der Begründer der allgeminen Caritas, starb fast 80 jährig am 27. September 1660 in Paris.
Jesus spricht: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. In dieser Zuversicht wollen wir gemeinsam und füreinander beten, wie Er seinen Jünger gelehrt hat.
Wo ein Klima der Liebe und ein Klima des gegenseitigen Verstehens und der Vergebung herrscht, da kann auch Friede werden. Jesus will uns diesen Frieden schenken. Um diesen Frieden bitten wir.
Christus spricht. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Jesus, der seine Apostel aussendet, mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.
Heute haben wir Gedenktag der heiligen Kosmas und Damian. Sie waren Zwillingsbrüder. Sie lebten in 4.Jahrhundert in Syrien und waren als Ärzte tätig. Während der Behandlungen sollen die Brüder, die beide tief gläubig waren, immer wieder heidnische Patienten zum Christentum bekehrt bekehrt. Also sehen wir, dass sie zwei Sachen machten. Sie verkündeten das Evangelium und sie heilten die Kranken.
Jesus, du kamst, um die Welt aus dem Geist des Vaters zu erneuern. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dich als Menschensohn in alle irdischen Ordnungen eingefügt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast immer in Wort und Tat die Ehre des Vaters und das Heil der Menschen gesucht. Herr, erbarme dich unser.
Im Evangelium haben wir gelesen:Dann rief er die Zwölf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen. Lk 9,1 . Vielleicht können wir uns die Frage stellen. Warum gab Jesus den Aposteln die Macht über böse Geister. Er konnte sie doch nur mit der Macht zu heilen und das Evangelium zu verkündigen. Wäre es nicht genug? Sicher nicht. Böse Geister sind die Realität. Die Menschen von heute denken dass, das ist nur das Schrecken der Kirche. Jesus kannte die reale Bedrohung, die die Dämonen darstellen. Vielleicht denken wir, es ist genug an Jesus glauben und zugeben die Gegenwart des Bösen in der Welt. Der böse Geist ist ein geistiges Wesen, dessen Ziel ist, unsere Vernichtung, Zerstörung. Interessant ist die Taktik des Teufels. Er tritt nicht direkt gegen Gott hervor, sondern er mit seine Lügen und Halbwahrheiten führt uns zu Einsichten, die in Widerspruch mit dem Evangelium sind. Die Fähigkeit, den Satan zu überwinden, die Jesus seinen Jünger gab, war nicht nur einmalgabe. Alle Christen können die Macht empfangen den Versuchungen und Zweifeln zu widerstehen. Wir müssen uns nicht hilflos fühlen, vereint mit Jesus werden wir über die Versuchungen und Zweifeln siegen.
Jesus zeigt uns den Weg in das Haus des Vaters und lehrt uns zu beten.
Der Friede beginnt im eigenen Herzen, bevor er sich ausbreiten kann unter den Menschen, hinein in unsere Welt.Darum bitten wir.
Wir haben die Liebe erkannt und an Liebe geglaubt, die Gott zu uns hat.
Jesus, der sagte: Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter, er sei mit euch.
Vielleicht haben sie die Situation erlebt. Sie waren im Amt und sie brauchten etwas dringend zu erledigen. Es waren viele Leute im Büro. Plötzlich erschient deine Verwandte im Fensterchen, oder in der Tür. Er lächelte dich an, und in ein paar Minuten war die Sache erledigt. Es ist gut überall die Bekannten und Verwandten haben. Die Protektion ist garantiert.
Jesus du hast gesagt, dass deine Mutter, Schwester, Brüder, diejenige sind, die den Willen des Vaters in allem erfüllen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns dein Wort angeboten, als Wegweiser für unser Leben. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns mit allen Fragen unseres Lebens an dein Wort verwiesen.
Jesus bietet uns eine ,,ähnliche Bekanntschaft“. Er lädt uns in seine Familie ein. Er nimmt uns an, für unsere Brüder und Schwester. Er legt nur eine Bedingung fest. Meine Mutter und meine Brüder und meine Brüder sind, die das Wort Gottes hören und danach handeln. Lk 8,21 Auf das Wort Gottes hören und es verwirklichen ist ein Ticket ins Gottes Reich. Nur durch das Leben nach dem Wort Gottes können wir in die Beziehung mit Christus eingehen. Wenn wir mindesten einen viertel Stunde über die Heilige Schrift nachdenken. Unsere Beziehung mit Christus wird vertiefen. Christus hat die Kirche nicht als Institution gegründet. Er wollte aus der Kirche eine Familie haben, wo die gegenseitige Liebe und Vertrauen herrschen. Wir wissen dass auch in der Familie manchmal das ,,knirschen“. Ungeduld, Streit, Missverständnis, Zorn. Wenn wir mit Jesus Verwandtschaften Beziehung haben, können wir alle diese Probleme lösen. Es lohnt sich mit verwandschaftlichen Beziehung zu sein. Diese Beziehung gewinnen wir, wenn wir das Wort Gottes hören und danach handeln.
Sünde und Tod, die uns von Gott fernhielten, sind in der Auferstehung Jesu besiegt. Wir dürfen zu Gott kommen und ihn Vater nennen. So beten wir.
In Jesus Christus haben alle Menschen den freien Zugang zu Gott, in ihm schenkt er uns seine Gaben und seinen Frieden. Deshalb bitten wir.
Wer Durst hat, komme zu mir und es trinke,wer an mich glaubt.
Die Seele des Menschen ist ein Geist , ein einfaches, unsichtbares Wesen, welches in dem Menschen denkt, empfindet und will. Dieses Wesen ist unsterblich, es lebt fort , wenn auch der Leib in Staub zerfällt. Die Seele des Menschen hat also einen großen Wert. Wir erkennen dies aus allem dem,was Gott für sie getan hat. Welch große Vermögen der Seele. Sie hat Vernunft, und Verstand, ein Gedächtnis, freien Willen und ein Gewissen. Vermöge der Vernunft ist sie im Stande die ewigen himmlischen Wahrheiten in sich auf und anzunehnen und sich über diese Erde zu erheben zu den überirdischen Dingen zu den Betrachtungen über Gottess Dasein. Durch den Verstand denkt sie , vergleicht Gegenstände und Dinge mit einander und zieht daraus Schlüsse und Urteile. Durch das Gedächtnis erneuert sie in sich gehabte Empfindungen und Vorstellungen als wenn sie gegenwärtig erst wirklich vor ihr entstünden.
Der freie Wille ist es, der da liebt oder hasst, wohlgefallen hat, oder verabscheut, irgend ein Ding, oder eine Handlung erwählt oder verwirft .
Das Gewissen endlich bringt in der Seele das Urteil über die Handlungen hervor, es richtet ob sie gut oder böse sind, ja es vollzieht auch sogleich das Urteil, indem es mit Vorwürfen bestraft, oder mit seinem Beifalle belohnt.
Wird nun ein solches Wesen , das mit so erhabenen Eingeschaften ausgestattet ist , ein blößer Hauch sein , wie eine unverständige Träumen? Ferne sei von uns solcher Gedanke. Nein, die Seele ist ein unsterbliches Wesen. Sie ist es eigentlich auf das Ebenbild Gottes in uns auesgmacht. Hört es und legt das Gehörte in eure Herze zurück. Lassen uns den Menschen machen sprach Gott nach unserem Bild Gleichnis. Welche Würde des Menschen. Ein Ebenbild Gottes ist er. Nun ist aber eben die Seele Gottes Ebenbild ins uns. In wie ferne ist sie es aber? Der fromme und gelehrte Bossuet sagte: Das Bild der Dreieinigkeit findet sich auf prachtvolle Weise in dem Menschen. Ähnlich dem Vater, hat er das Sein oder Wesen, ähnlich dem Sohne, hat er die Erkenntnis, ähnlich dem Heiligen Geiste, hat er die Liebe. Alle Eigenschaften Gottes finden sich in der Seele des Menschen, nur weil sie ein Ebenbild Gottes und nicht Gott selbst ist. Gott ist ein Geist – die Seele ist es auch. Gott ist unsterblich, die Seele auch. Gott hat unendliche Einsicht und Weisheit, die Seele empfing von Gott Scharfsinn und Weisheit. Gott gab der Seele Vermögen, sich große Wissenschaften zu erwerben. Die Seele setzt durch ihr bloßes Wollen die Glieder des Leibes in Tätigkeit. Gott sandte seinen eingeborenen Sohn und dieser kam uns litt und duldete und tat und ertrug alles, um unsere Seele zu retten. Und dennoch vergessen so viele Menschen, dass sie Ebenbild Gottes sind und werden sie durch ihre Lüste dem Roß und Maultiere gleich, die keinen Verstand haben. Und dennoch verunstalteten und verderben sie durch Sünde und Laster, durch niedere Wollust und Befriedigung ihrer Lüste das Ebenbild in sich und in anderen. Rufen wir aus bei Betrachtung der Erschaffung und Einrichtung des Menschen: Was ist doch der Mensch, ó Gott dass du seiner gedenkst? Du hast ihn nur ein wenig geringer als die Engel gemacht. Danken wir Gott für unseren Leib und unsere Seele. Erhalten wir jenen nach Kräften in seiner Gesundheit, bedenken wir aber, dass er einst in Staub zerfällt. Seien wir also nicht stolz auf seine Vorzüge, sondern gebrauchen wir ihn als ein Werkzeug zur Sorge für unsere Seele. Diese ist es, die viel edler ist als der Leib, die uns fähig macht ewig die Glückseligkeit bei Gott zu genießen. Sie verdient also unsere größte Sorge, unsere ganze Aufmerksamkeit. Jesus sagte. Was nützt es dem Menschen wenn er die ganze Welt gewinnt, an seiner Seele aber Schaden leidet. Gebrauchen wir also ihre Vermögen und Kräfte von nun an nur zu Gottes Ehre und unserm eigen Heil. Die Vernunft die ewigen Wahrheiten zu hören, den Verstand an Gott zu denken das Gedächtnis an Gott und seine Wohltaten uns zu erinnern.
Jesus der sagte: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat, er hat mit euch.
Sicher haben sie schon bemerkt, wenn Jesus ein Wunder gemacht hat, oder etwas gesagt hat, wie oft er sich auf seinen himmlischen Vater bezieht. Vater, Sohn und Heiliger Geist, wirkten immer zusammen und in der Einheit. Jesus sagte mehrmals, dass Er im Auftrag seines Vater zur Welt gekommen ist. Noch eine Sache nehmen wir wahr, was Jesus sagte: Wer an mich glaubt , nicht an mich glaubt, sondern an den der mich gesandt hat. Nikodemus auf dem Grund Jesu Wunder begriff, dass Jesus von Gott gekommen ist, leider die Schriftgelehrte und Pharisäer nicht.
Jesus Christus, durch dich ist alles geschaffen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast die gefallene Welt erlöst. Christus, erbarme dich unser.
Du führst uns zur Erkenntnis Gottes. Herr, erbarme dich unser.
Heute haben wir den Gedenktag der heiligen Bischöfe Rupert und Virgil von Salzburg. ich werde heute von Ruppert sprechen. Ruppert war der erste Bischof von Salzburg und der Gründer es bedeutenden Klosters St.Peter. Rupert war um das Jahr 700 an die Salzach in das damalige Juvavum gekommen. Vor dort aus zog er in die Region hinaus, um zu missionieren: in dieser Zeit in dieser Zeit gründete er zahlreiche Kirchen, die teilweise bis heute, erhalten sind. Zunächst begleiteten ihn die beiden Missionare Chunibald und Gislar, spöter holte er sich weitere Glaubensgebote aus seiner Heimat – wahrscheinlich die Gegend um Worms – hinzu. Das Wirken Ruperts war für Salzburg und seine Umgebung äußerst segensreich. Von Herzog Theodo hatte der Kirchenmann einen Teil der Reichenhaller Salzquelle und den Ort Juvavum geschenkt bekommen. Rupert starb am 27. März um718 kurz nach dem Hochamt das er gehalten hatte. Bischof Virgilius setzte seine Gebeine zusammen mit denen von Chunibald und Gislar am 24 September 774 im neuerbautem Salzburger Dom bei. Heute ruhen die R eliquien von Rupert im Hochaltar des Domes. Im rechten Seitenschiff kann man das ursprüngliche Felsengrab des Bischofs sehen. Und hinter einer Grabplatte am Rupert-Altar werden in einem Schrein einige Ruppert Reliquien aufbewahrt : sie werden jeweils am 24. September ausgestellt.
Jesus Christus nennt uns seine Schwestern und Brüder. Im Vertrauen darauf beten wir mit den Worten Jesus zu Gott als unserem Vater.
Gott überwindet die Spaltung und führt uns zur Einheit mit ihm zurück. Deshalb bitten wir.
Herr, von den Früchten deiner Schöpfung werden alle satt. Du schenkst dem Menschen Brot von der Erde und Wein , der sein Herz erfreut.
Jesus, der das Gleichnis vom Säman sagte und erklärte, er sei mit euch.
Das heutige Evangelium erzähl von einem Sämann, der den Samen aussäen ging. Christus nahm dieses Gleichnis aus dem Leben und doch nicht jeder ihm verstanden hat. Was wollte Jesus, durch dieses Gleichnis sagen? Die Erde/Boden/ das sind wir. Das Korn das ist Wort Gottes. Das Korn ist immer dasselbe. Aber es hängt davon ab, wo das Korn fällt. Viele nehmen von Gottes Wort, nur das, was ihnen passt, was ihnen gefällt. Sie bemühen sich nicht, dass das Korn in fruchtbaren Boden fällt. Die anderen halten die Religion für unrealistisch. Jemand sagte: Das Evangelium ist schön, aber es kommt mir, als die Musik aus einer anderen Welt, nach der kann man nicht tanzen. Wirklich nach dem Evangelium, kann nicht tanzen. Das Evangelium braucht prinzipiell, gesinnungstreuer Menschen, nicht vergnügungssüchtigen Menschen. Das Korn des Evangeliums findet auch heute guten Boden.
Jesus du kamst, um die Verheißung des Vaters zu erfüllen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast denen, die dem Vater zu dienen bereit sind, seine treue Sorge zugesagt. Christus,erbarme dich unser.
Du wirst uns richten nach der Treue mit der wir dir gedient haben. Herr. erbarme dich unser.
Der heilige Mauritius war der Kommandant der römischen Legion aus Theben. Diese Legion bildeten die Christen Nach der christlichen Tradition wurde diese Legion aus Theben-in Ägypten in das Gebiet der heutigen Schweiz zum Hilfe des Kaisers einberufen. Die Legion kämpfte sehr tapfer. Aber sie lehnte ab, unterstützt durch seinen Kommandant Mauritiu den Befehl des Kaisers Maximianus zu erfüllen, dortigen Christen zu quälen. Der Kaiser ordnete an, jeden zehnten Mitglieder der Legion hinrichten. Wenn dann nach dieser Strafe, die Soldaten lehnten die Soldaten den Befehl des Kaiser erfüllen, der Kaiser ordnete an, wieder jeden zehnten Soldaten hinrichten. Aber auch diese Strafe zwang die die Soldaten zum Gehorsam. Zum Schluss befahl der Kaiser die ganze Legion hinrichten. Nach dem heiligen Mauritius ist der Stadt St. Mauritz in der Schweiz benannt.
Jesus Christus, der den Zöllner Levi zum Apostel berufen hat, sei mit euch.
Die Berufung Zöllners Levi ist der Beweis dessen, dass Jesus, zu den Apostel nicht nur keine vollkommene Männer berufen hat, sondern sogar die Süder. Die Juden hielten die Zöllner für die offenen Sünder. Und doch hatte Jesus keine Angst auch solche Menschen berufen zu den Apostel. Das Beispiel des heiligen Apostel Matthäus zeigt uns, wie kann sich der Mensch ändern, heilig zu werden, wenn er mit Gottes Gnade zusammenarbeitet.
Jesus, du weißt am besten was wir Menschen brauchen. Herr, erbarme dich unser.
Du bist gekommen uns das Geheimnis der göttlichen Liebe zu offenbaren. Christus, erbarme dich unser.
Du kamst als Ebenbild des Vaters zum Zeugnis seiner Barmherzigkeit. Herr, erbarme dich unser.
Der heilige Matthäus ist einer von zwölf Apostel. Sein ursprünglicher Name war Levi. Er war der Mauntner, also der Zöllner. Diese Gruppe der Menschen wurde für die offene Sünder gehalten und die Juden verachtete sie. Neben der Zollerhebung verdienten sie noch hinzu durch das Bestohlen der Menschen./höhere Mautgebühr/. Levi hatte sein Mauthaus in Kapharnau , wo Jesus oft auftrat. Es ist also möglich, dass er viele Jesu Rede hörte. Bei einer Gelegenheit, das war gleich damals ,als Jesus den Kranken heilte, den vor Jesus durch das Dach heruntergelassen hatten. Jesus sah Levi auf dem Mauthaus sitzen und forderte ihn auf: folge mir nach. Levi folgte ihm gleich. Als dann die Pharisäer kritisierten Jesus, dass er zusammen mit den Sündern isst, antwortete ihnen Jesus, dass der Arzt, nicht die Gesundene brauchen, sondern die Kranken. Ich bin gekommen nicht die Gerechten rufen, sondern die Sünder. Und so blieb Levi mit Jesus und ihn nie verlassen hat. Er wurde Apostel Matthäus und schrieb das erste Evangelium. Daraus geht es hervor, dass er den Sinn für die höhere Dinge hatte und war nicht ganz im Geld, oder in Materie gesenkt.
Da wir Brüder und Schwestern Jesu Christi geworden sind,dürfen wir es wagen zum Vater zu beten.
Wer Gottes Botschaft aufnehmen und leben will, muss den Frieden suchen. Um Frieden wollen wir bitten.
Selig die Gottes Wort hören und es befolgen, dadurch werden sie zur Herrlichkeit des Vaters gelangen.
Bekannt sind die Worte von König Friedrich der Große: Wer leitet und verwaltet, möge es so tun, als ob er der erste wäre, der dienen soll. Diejenigen, die lenken und verwalten sollen sich daran erinnern. Sei der Letzte, gib den Vorzug allen. Damit machst du dir niemand zum Feinde. Der Weise wird verstehen und gerecht antworten und er ist dumm, wenn er nicht begreift, dass seine Weisheit dadurch nicht weniger wird. Jesus sagt im heutigen Evangelium: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Predigt
Viele Jesu Worte riefen von Anfang an Widerwille hervor. Jesus setzte nicht auf Bewunderung. Zu seinen Apostel sagte er: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Damit will Jesus nicht sagen, dass er ein Liebhaber des Leidens ist. Im Gegenteil – er will sagen: Habt keine Angst. Böses und Leid sind nicht stärker als Gottes Liebe zu den Menschen. Jesus gibt ein Beispiel mit seinem Leiden und Tod für die Liebe zu den Menschen. Jesus kümmerte sich um die Apostel, dass sie seine Botschaft richtig verstehen. Sie haben unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei. Die Rede Jesu haben sie also noch nicht verstanden, besonders die Mutter der Söhne des Zebedäus Jakobus und Johannes. Sie bat nämlich Jesus, dass ihre Söhne im Reich Gottes einmal zu seiner linken und rechten Seite sitzen dürfen. Jesus erklärt ihnen dann am Beispiel eines Kindes, das noch klein ist und sich von den Erwachsenen bedienen lassen muss, wie die Aposteln und alle, die an Christus glauben handeln sollen. Wer der Erste sein will, soll der Letzte von alle und der Diener aller sein. Jesus entfernt nicht den Ehrgeiz aus dem Leben der Apostel, sondern er richtet ihn in die richtige Richtung. Der Ehrgeiz, über andere zu herrschen und andere für sich zu nutzen, soll ersetzt werden von einem Ehrgeiz, der anderen dient. Glücklich wird man sein, wenn man gibt als wenn man erhält. Jesu Worte verlieren nichts an Bedeutung und Stärke. Sie gelten auch heute noch, auch wenn viele Menschen davon erfüllt sind, immer der Erste zu sein. Ich denke da vor allem an die Olympischen Spiele, an Prüfungen, an Wettbewerbe – überall will man der Erste und Beste sein. Das ist nichts Böses, wenn es den Umständen entsprechend und angemessen ist. Oftmals aber gehen durch das Streben, immer der Erste zu sein, Freundschaften und Beziehungen zugrunde. Wir wissen aus der Geschichte, dass es oft der Wunsch war, der Größte oder der Erste zu sein, allerdings brachte das auch viele Menschen in Konzentrationslager. Ich denke da an Hitler und Stalin. Es gibt Menschen, die vor nichts zurückschrecken, denen nichts heilig ist.
Wir haben aber auch viele ermutigende Beispiele. Aus einer Geschichte von Sparta, das im Süden des Peloponnes gelegen ist und die stärkste militärische Macht Griechenlands war, erfahren wir folgendes: Es fanden Wahlen in die Stadtverwaltung statt. Peadaretos waren einer von 300 Kandidaten. Als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, war sein Name nicht unter den Gewählten. Ein Freund sagte zu ihm: Schade, dass sie dich nicht gewählt haben. Die Menschen hätten doch wissen sollen, dass du ein kluger Verwalter bist. Darauf sagte Peadaretos: Ich freue mich, dass es in Sparta 300 Männer sind, die besser sind als ich. Er war deswegen nicht eifersüchtig darauf, dass er den Platz anderen einräumen musste. Großartige Menschen fragen nicht, was sie von der Gesellschaft bekommen können, sondern denken darüber nach, womit sie die Gesellschaft bereichern können. Einen ähnlichen Ausspruch gab es auch nach dem Eid des Präsidenten Kennedy.
Jesus gibt mit den Worten: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein – einer der größten Ratschläge für die Welt. Wenn wir diese Worte von Jesus kennen, müssen wir den Sinn des Lebens suchen. Dazu noch eine Geschichte, wie jemand den Sinn des Lebens gefunden hat. Lange konnte er keinen geeigneten Job für sich finden, der ihm glücklich machen könnte. Einmal – es war ein heißer Tag – setzte er sich unter einen Baum und bemerkte einen Mann, der in der große Hitze arbeitete. Man sah ihm an, dass er sehr zufrieden war. Da fragte er den Mann, warum das so sei. Der Mann antwortete: Ich bin glücklich, weil ich an Gott denke und ihm dienen will. Der Mann aber, der die Frage gestellt hatte, wusste nun, warum er nicht glücklich war.
Die Apostel wären nie glücklich gewesen, wenn sich bemüht hätten vor den Menschen groß zu werden. Der Mensch ist nur groß, wenn er dient, wenn er auf seinen Egoismus verzichten kann. Man kann nicht lieben, wenn man nicht dienen kann.
Am 28. April 1962 starb Gianna Beretta Molla bei der Geburt ihres vierten Kindes. Als die Ärztin wusste sie, dass die Schwangerschaft schwierig sei und wahrscheinlich mit dem Tod enden würde. Den anderen Ärzten sagte sie damals: Meine Aufgabe ist die Sendung der Mutter zu erfüllen. Ich bin bereit für alles. Mein Kind muss leben. Als die Zeit der Geburt kam, wusste sie, dass sie sterben wird. Emanuela wurde geboren. Gianna sah sie noch, legte sie auf ihre Brust und starb. Papst Johannes Paul II erklärte diese Frau für selig. Bei der Seligsprechung nahmen Emanuela und ihre drei Geschwister und ihr Mann teil. Die Ärztin Gianna Beretta Molla erfüllte damit auch die Sendung Jesu und gab dafür ein wahres Zeugnis für ihre Liebe zu Jesus. Sie fürchtet sich nicht vor dem Opfer.
Herr, öffne unsere Herzen, damit wir dir unsere Liebe beweisen können, damit wir fähig werden, dir zu dienen!
Jesus, der sagt: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, er sei mit euch.
In der Geschichte der Kirche gab es immer Menschen, die bereit waren Christus zu folgen. So war es in allen Jahrhunderten und so ist es auch heute. Wir fragen, wie es möglich ist, dass diese Menschen eher bereit waren alles zu verlieren, sogar ihr Leben, als ihren Glauben aufzugeben. Wir fragen, was, oder wer ihnen die Kraft dazu gegeben hat? Es war der Glaube und die Liebe zu Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist und sie wollten diese Liebe Jesus erwidert.
Jesus, du wolltest uns alle Furcht überwinden helfen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns an den Vater verwiesen, ohne den nichts auf dieser Erde geschieht. Christus, erbarme dich unser.
Jesus, du hast uns von der Herrschaft des Todes befreit.Herr, erbarme dich unser.
Heute möchte ich ein paar Worte über hl. Paul Chong Hasang sagen. Er wurde 1795 in Mahyan geboren. Sein Vater Augustinus und Bruder Karl wurden 1801 getötet. Paul wurde mit seiner Mutter Cecilia und Schwester Elisabeth eingesperrt. Alles nahmen sie ihnen. Doch ließen sie später gehen. Paul ging nach Soul. wo er sich zu der christlichen Gemeinde anschloss. Er arbeitete mit dem ersten Priester zusammen, der nach Korea kam und später mit dem Bischof und zwei französischen Missionaren. Er wollte Priester werden, aber der Verfolgung war es legal nicht möglich. Als einer ihrer Mitarbeiter sie verraten Paulus endete im Gefängnis. Verhörten ihn und folterte, aber Paul hat seinen Glauben bewahrt. Schließlich wurde er 22. September 1839 enthaupten. Zusammen mit ihm starb auch sein Freund Augustinus Nyon. Nach einigen Monaten wurde auch seine Mutter und seine Schwester getötet. Bischof und zwei Missionare wurden im selben Jahr hingerichtet. Der heilige Paul Chong Hasang gehört zu den koreanischen Märtyrer, die 1925 selig gesprochen wurden und in 1984 von Papst Johannes Paulus II heiliggesprochen.
Alle Christen verbindet uns der Glaube an Jesus Christus, als seine Schwestern und Brüder dürfen wir gemeinsam beten, wie er uns zu beten gelehrt hat.
Wir beten für den Frieden in der Welt. Der Friede untereinander soll uns Christen auszeichnen. Deshalb beten wir.
Jesus, der sagte: Wer an seinem Leben hängt, verliert es. Er sei mit euch.
Schreiben oder predigen über Schmerzen ist Gefahr drohende Sache. Wer noch nicht ernsthaft gelitten hat, kann nicht über Schmerzen wahrheitsgemäß sprechen. Große Dulder schweigen meistens, oder sie beschränken sich auf ein paar Worte. Es ist schwer den Leidenden zu trösten, wenn er nicht auf Gott vertraut und weißt nicht sich in seinen Willen übergeben. Und umgekehrt, wie viel Trost kann dem Leidenden bringen, wenn er sich in den göttlichen Willen des Erlösers übergibt. Glaube, das Vertrauen in Gottes Hingabe an die Vorsehung Gottes, all das man erwerben, bevor man leidet.
Jesus, du bist als Erlöser in diese Welt gekommen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast das Kreuz getragen, um die Schuld aller Menschen zu sühnen. Christus, erbarme dich unser.
Du bist vor Kreuz nicht zurückgeschreckt. Herr, erbarme dich unser.
Die Stadt Neapel bewahrt einen ihrer kostbarsten Schätze in der Cappella S. Gennaro auf: den Schädel des Januarius /Gennaro/ und zwei Ampullen mit seinem Blut. Die prächtige barocke Kapelle im gotischen Dom an der Via del Duumo gehört zu den bedeutendsten Wallfahrt zielen Italiens. Vor allem natürlich die Neapolitaner kommen hierher, um den Schutzpatron ihrer Stadt um Beistand und Hilfe zu bitten. Unter der Hauptapsis des Domes liegt die Krypta S. Gennaro, die im 15 Jh. zur Aufbewahrung der Gebeine des Märtyrers errichtet wurde. Bekannter als die Lebensgeschichte des Verehrten ist bis heute das sogenannte ,,Blutwunder des heiligen Januarius“. An den Hauptfesten des Bischofs, wie etwa am 19 September, verflüssigt sich das Blut von Januarius, das in den Ampullen aufbewahrt wird. Tritt das Wunder erst mit Verzögerung oder vielleicht sogar einmal überhaupt nicht ein, dann befürchten die Neapolitaner, die diesem Ereignis aufgeregt und ängstlich beiwohnen, das Schlimmste für ihre Stadt. Bis heute gibt es für dieses Blutwunder keine natürliche Erklärung.
Jesus war überzeugt, dass Gott unser Leben begleitet. Wir können mit Gott reden. So beten wir nun gemeinsam das Gebet, das Jesus uns hinterlassen hat.
Jesus fordert uns auf, uns mit unseren Mitteln dafür einzusetzen, dass unsere Welt den Frieden widerspiegelt, der er uns geschenkt hat. Darum bitten wir.
Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Jesus Christus, der sagte: Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe, er sei mit euch.
Als Jesus sagte ich bin der gute Hirt, der sein Leben für die Schafe im Geist der Zuhörer das Bild eines Hirten lebendig auftauchte. Schließlich abgesehen von Jerusalemer, kannten alle diesen Beruf. Deshalb hat jedes Wort Jesu eine ganze Kette von Erinnerungen hervorgerufen. Wie sie oder ihre Verwandten die Herde auf Weide geführt haben. Sie trieben die Schafe aus dem Pferch nicht, sondern sie riefen sie bei Namen. Und die Schafe erkannten seine Stimme und gingen hinter ihm nach.
Jesus, du zeigt uns den Weg,das ewige Leben zu gewinnen. Herr, erbarme dich unser.
Du liebst alle Menschen und willst alle retten. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst uns in das Land führen, in dem keine Trauer und keine Tränen mehr gibt. Herr, erbarme dich unser.
Lambert von Maastrich war eine im Mittelalter hoch verehrte Kirchenpersönlichkeit. Um 672 war der Niederländer Bischof von Maastricht geworden, 675 aber wurde er vom fränkischen Hausmeier Ebroin verbannt; er lebte danach mehrere Jahre im Kloster Stablo. Als Ebroin gestürzt wurde, konnte Lambert wieder auf seinen Bischofsstuhl zurückkehren. In den folgenden Jahrzehnten widmete sich der Kirchenfürst der Organisation von Mission und Klerus. Eines Tages geriet Lambert mit einem Grafen bei der Verteidigung der Kirchenrechte so sehr in Streit, dass ihn dieser in Lüttich ermorden ließ. Da der Bischof sich nicht wehrte, verehrte das Volk ihn nach seinem Tod als Märtyrer. Die Gebeine Lamperts wurden zunächst nach Maastrich überführt, von Bischof Hubert 715 aber wieder nach Lüttich übertragen, wo dann der offizielle Bischofssitz war. Die Reliquien wurden in der Französischen Revolution vernichtet, im Münster zu Freiburg im Breisgau wird seit dem 12 Jh. eine Kopfreliquie aufbewahrt.
Jesus hat uns gesagt, wir sollen Gott, unseren Vater um Vergebung unserer Schuld bitten, ebenso sollen wir unseren Schuldigern vergeben. So lasst uns beten, wie er uns zu beten gelehrt hat.
Gott überwindet die Spaltung und führt uns zur Einheit mit ihm zurück. Deshalb bitten wir.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
Jesus, der zu uns sagt Seid also wachsam. Denn ihr wisst weder der Tag noch die Stunde, er sei mit euch.
Naturwissenschaftlerin, Mystikerin, Kirchenpolitikerin, Dichterin, Ärztin- all das war Hildegard von Bingen. Deutschlands größte Frau nannte Theodor Schnitzler diese Persönlichkeit der deutschen, der Welt- Kirchengeschichte. Hildegards kritische Stimme war in ihrer Zeit nicht zu überhören, wenn sie etwas zu sagen hatte zur Situation der Kirche, dann machte sie auch vor Großen und mächtigen nicht halt, auch nicht vor Kaiser Friedrich Barbarossa, dem sie glühende Briefe schreibt.
Jesus, du hast uns geboten, dem himmlischen Vater zu dienen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns die Sorge um das Reich Gottes empfohlen. Christus, erbarme dich unser
Du hast keinen zurückgestoßen, der deine Hilfe suchte. Herr, erbarme dich unser.
In Bermersheim im Rheingau kam Hildegard um das Jahr 1098 zur Welt. Ihre Eltern übergaben sie, kaum achtjährig, der Reklusin Jutta von Sponheim, die sich bei der Abtei Disibodenberg in der Rheinpfalz niedergelassen hatte und das Kloster leitete. Hier in der klösterlichen Gemeinschaft erlernte Hildegard allerdings nur Lesen und Schreiben und ein wenig Latein. Als Jutta 1136 starb, übernahm Hildegard die Führung des Klosters auf dem Disibodenberg, verlegte die Gemeinschaft aber zehn Jahre später auf den Rupertsberg bei Bingen, wo sie ein neues Kloster gegründet hatte. Über drei Jahrzehnte wirkte Hildegard hier und unternahm trotz ihrer angegriffenen Gesundheit viele Reisen zu den Großen jener Zeit. Überall predigte die gefürchtete, aber geachtete Äbtissin dem Volk und dem Klerus Sittenstrenge und Bußbereitschaft. Immer wurde sie von Fürsten und Bischöfen von Königen und vom einfachen Volk um Rat gefragt. Hildegard gehörte im 12 Jh. zu den meistbeachteten Persönlichkeiten der Kirchenwelt. Schon sei ihrer Kinderzeit hatte Hildegard regelmäßig Visionen, die sich im Alter mehrten. Die Werke Hildegards gelten als Erstlinge der deutschen Mystik. Außerdem ging sie als erste schreibende Ärztin in die deutsche Geschichte ein. Ihre Schriften zu Gesundheitsthemen erreichen seit Jahren immer höhere Auflagen.
Jesus hat vor über 2000 Jahren seinen Freunden das Gebet beigebracht, das über seine Freude zu allen Christen in allen Ländern auch bis zu uns gekommen ist.
Der Frieden entsteht wo Vielfalt in Denkweisen und Lebensentwürfen möglich und gewollt ist. Wir wissen, dass dieser Weg zum Frieden oft schwer ist und manchmal misslingt. Umso mehr bitten wir Gott darum
Jesus sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wir leben.
Wir nennen viele Dinge gut, habt ihr noch nie gehört, dass man sagt. Das ist ein gutes Pferd, das Haus ist gut gebaut, das Kleid ist gut gemacht. Wenn man von einem Pferde sagt: es ist ein gutes Pferd, will man damit nicht sagen: es hat keine Fehler und keine Untugenden.? Welches sind eta die Fehler und Untugenden der Pferde? Wenn sie nicht ziehen, wenn sie beiße und schlagen. Oder wenn sie wild sind, oder wenn sie blind lahm sind. Dann können wir sagen, das Pferd ist gut; Wenn ich sage das ist ein gutes Pferd, ich will damit sagen. Das Pferd hat keine Fehler und Untugenden und es hat alle Eigenschaften die man an einem Pferde wünsche kann. Das bedeut. Er zieht gut, es ist stark, es lässt sich gut lenken, es ist gesund. Wenn es nun heißt: Gott ist gut, was will das sagen. Das will sagen. Gott hat keine Fehler und Untugenden, sondern alle Eigenschaften, die man an Gott denken kann. Ihr werdet auch schon schon gehört haben, dass man sagt. Der ist ein guter Mensch, ein seelenguter Mensch. Es gibt mitunter recht grobe Menschen, sehr zornige, boshafte Menschen, die gleich Schaden zufügen, Neidische, die niemanden etwas vergönnen, falsche, hartherzige unbarmherzige, lieblose Menschen. Sagt man von solchen auch. Dies sind gute Menschen? Von diesen sagt man es nicht. Fehlt ihnen nicht das Wohlwollen und und die Liebe zu den Menschen. Dies fehlt ihnen. Warum nennt man also diese nicht auch gute Menschen? eil sie kein Wohlwollen und keine Lieb zu den Menschen haben. Wenn es nun heißt. Gott ist gut, was wird damit gemeint sein? Es ist gemeint. Gott will seinen Geschöpfen wohl und liebt sie. Wenn der Schmied das Eisen verarbeiten will, in was muss er eine Zeit lang halten? Ins Feuer. Wie wird das Eisen im Feuer? Glühend. Kann er das glühende Eisen mit den bloße Händen angreifen? Nein er braucht die Zange. Wir sagen er hält das Eisen mittels der Zange. Alles Gute haben wir von Gott: teils unmittelbar. Was will das sagen. Wir haben es von Gottes Hand selbst empfangen. Anderes Gute haben wir mittelbar von Gott, Das heißt. Wir haben es von Gott durch andere Geschöpfe. Leib und Seele hat Gott selbst gebildet, wie sind sie von Gott? Unmittelbar. Kleider ,Brot gibt Gott den Kindern durch die Eltern. Gott ist höchst gut in sich und von sich selbst, weil er das allervollkommenste Wesen ist. Finden wir in Gott Fehler und Untugenden? Nein. Wird er matt und schläfrig? Nein. Wird er krank und leidet Schmerz? Nein. Ältert und stirbt er? Nein Kann Gott Böses tun? Gibt es etwas was Gott nicht wüsste? Gibt es eine bessere Eigenschaft, als Gott besitzt? Es gibt keine bessere. Von wem hat er alle diese seine schönen Eigenschaften empfangen? Er hat sie nicht empfangen, sondern hat sie von sich selbst. In welchem Grade besitzt er seine Eigenschaften? Im höchsten Grade. Gott das beste Wesen ist. Die heilige Schrift sagt: Gott ist die Liebe. 1.Joh 4,8 Er ist ganz Güte, ganz Wohlwollen, ganz Liebe. Von wem hat es wohl Johannes gehört, dass Gott ganz Liebe ist? Von Jesus. Wer war Jesus? Jesus war Gott selbst. Seht die Sonne an. Sie besteht aus lauter Feuer. Gibt es also in der Sonne eine Kälte? Nein. Oder Schnee, Eis, Frost? Nein. Warum nicht? Weil sie lauter Feuer ist. Ist es in Gott denkbar, dass er zürne, feind sei sich erbittere, hasse. Übles gönne und wünsche, Schadenfreude fühle und hartherzig sei? Das ist bei Gott nicht denkbar. Warum nicht? Weil er ganz Wohlwollen und Liebe ist. Kann Hass und Lieblosigkeit bei der Liebe und dem Wohlwollen bestehen. Das kann nicht beisamen sein. Was müsste sonst auch im Feuer der Sonne bestehen können. Kälte und Eis. So wenig in der Sonne Kälte und Eis sein kann, weil sie ganz Feuer ist, so wenig können in Gott Hass und andere böse Gesinnungen sein,
Jesus der am Kreuze zu seiner Mutter sagte: Frau, siehe dein Sohn, er sei mit euch.
Auch auf Maria haben die Worte von Alban Stolz verwirklichten: Gott gibt seinen Auserwählten Schwert und die Krone im Himmel. Das Schwert durchdringt das Herz und die Krone schmückt die Stirn. Die Wahrheit hat das lateinische Sprichwort: Per crucem ad lucem. Durch das Kreuz kommen wir ins Licht der Herrlichkeit. Die Art, wie Maria das Leiden ertrug, ist eine großartige Schule für uns
Jesus, du bist am Kreuz für uns gestorben ist. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Maria in ihren Schmerzen bekräftigte. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns in Maria ein Vorbild der Gnade gegeben hast. Herr, erbarme dich unser.
Es gibt die Menschen die bei geringsten Leid nörgeln, murren gegen Gott. Es ist die Schade, weil so diese Menschen im Leiden keinen Trost spüren und durch ihre Ungeduld verlieren sie alle Belohnung, die sie gewinnen konnten. Wir Christen wissen, dass geduldig ertragt Leiden, bringt uns ewige Belohnung. Auch Jesus hat versprochen: Ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehrt werden. Joh 16,20. Die Heiligen schätzen das Leiden wie die Söhne der Welt Gold oder Edelsteine. Sie lobten auch im Feuer des Schmerzes den Herrn. Die heilige Theresia von Avilla hatte das Schlagwort. Entweder leiden, oder sterben. Die heilige Magdalena von Pazzi pflegte zu sagen. Nicht sterben sondern leiden. Müssten nicht viele vor diesen Heiligen sich schämen ? Schauen wir Maria und sehen wie eine wirklich heroische Seele leidet. Maria ertrug alle Leiden mit heroischen Seele. Maria hat Jesus nicht als Apostel verlassen und begleitete ihn nach Golgatha. Maria schrie nicht die Rache auf die Henker, sondern sie benahm sich ruhig, majestätisch. Maria sagte einmal Maria Lataste. Ich war nie gequetscht oder gebrochen. Ich wusste immer, was geschieht ist Gottes Wille. Ich wusste, das gleiche auch mein Sohn will. Ich habe meinen Willen mit seinen Wille vereint. Wenn wir in unserem Leiden und in der Zeit der Prüfung schauen auf Maria schöpfen wir viel Trost und Geduld.
Jesus der sagte: Denn Gott die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat. Er sei mit euch.
Heute bezeugt die Kirche die Ehre dem Kreuz Christi an dem durch Höhe art das Geheimnis der unendlichen Liebe Gottes aufstrahlt. Das heutige Fest hat in der Kirche eine lange Tradition. Zum ersten mal wurde es am 14.09. 365 gefeiert. als die Heilige Helena die wahren Überreste des heiligen Kreuzes fand. Die Feier dieses Ereignisses verbreitete sich schnell unter Christen auf der ganzen Welt.
Du kamst unsere Schuld zu tilgen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns am Kreuz deine Liebe gezeigt. Christus, erbarme dich unser.
Du bist deinen Weg bis zum Kreuz gegangen. Herr, erbarme dich unser.
Das Kreuz lehrt uns was die Liebe ist. Das, was das Holz der Schande war, verwandelte sich ins Holz des Lebens und in die Leiter der Erlösung. Als Jesus am Kreuz seine Schultern ausstreckte, erfüllte ihn große Freude. Er wollte, dass alle verstanden, dass so seine Arme die Sünder willkommen heißen werden, die sich zu ihm nähern. Er sah, wie die Mensche das Kreuz lieben werden, weil er an ihm gestorben ist. Er sah die Märtyrer, die aus Liebe und für die Verteidigung der Wahrheit ein ähnliches Schicksal erleiden werden. Er sah die Liebe seiner Freunde und ihre Tränen an der Ferse des Kreuzes. Er sah die Triumphe, Siege und großen Wunder, die im Zeichen des Kreuzes, in der ganzen Welt geschehen werden. Jesus Kreuz ,das für viele die Torheit und das Ärgernis ist, ist für uns die Schule des alltäglichen Lebens. Haben wir Mut zum Kreuz gehen. In ihm äußerte sich nicht nur die endliche Liebe Gottes, sondern es gibt uns auch das Licht und Sinn für alltägliche Situation, sogar es führt uns weiter: In ihm offenbart sich das Geheimnis Jesu und unserer Auferstehung.
Wenn wir beten, dürfen wir die Worte verwenden, die schon Jesus zum Beten verwendet hat…
Jesus Christus hat uns am Kreuz Frieden mit Gott geschaffen. Wir stellen uns unter sein Kreuz und empfangen dessen Kraft. Deshalb bitten wir Herr Jesus Christus.
So spricht der Herr. Wenn ich von Erde erhöht wird, werde ich alle an mich ziehen.
Jeder kann eine Bekehrung in seinem Leben erfahren. Das gilt auch für Menschen, die von klein auf im Glauben erzogen wurden und die im Glauben leben. In unserem Leben gibt es aber immer wieder Ereignisse oder Begegnungen, die unserem Leben eine neue Richtung geben, oder die unsere Einstellungen zu Gott und zu den Menschen ändern. Wir sehen diesen Prozess auch bei den Aposteln.
Predigt
Jesus fragte seine Apostel: Für wen halten mich die Menschen? Später dann stellte er die Frage: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Beim Evangelisten Markus heißt die Antwort des Petrus: Du bist der Messias. Wir haben auch die Reaktion Jesu auf Bekenntnis des Petrus gehört. Jesus verbot ihnen auch, mit jemanden über ihn zu sprechen. Dann begann Jesus seine Apostel zu unterweisen. Markus weist darauf hin, wie sorgfältig Jesus seine Apostel erzogen hat. Die Juden waren überzeugt, dass ihr Volk von Gott auserwählt ist und sie sollen den Messias erwarten. Könige, Priester und Propheten wurden durch die Salbung mit Öl in einen besonderen Rang erhoben. Daraus entstand auch der Titel Messias, das heißt der Gesalbte. Zur Zeit Jesu stand dieser Titel nur dem erwarteten Messias zu. Das jüdische Volk wusste von den Propheten, dass Messias aus dem Hause Davids kommen wird. Das auserwählte Volk hatte viel zu leiden. Die Juden von den Assyrern, den Persern, den Griechen und den Römern wie Knechte behandelt und sie kannten die wahre Freiheit nicht. Der Gedanke an den kommenden Messias gab dem Volke Kraft und Mut, die Schwierigkeiten und Leiden zu ertragen. Sie erwarteten also unter politischem Druck den Messias als Befreier aus dem Joch der Römer und meinten, dieser wurde ein irdischen Königreich gründen. Diese Vorstellung hatten auch die Aposteln. Sie glaubten an einen Messias mit einem Schwert in der Hand. Aber Gottes Wege sind keine menschlichen Wege. Gott verwendet andere Mittel, um seine Ziele zu erreichen.
Aus seinen Worten können wir das erkennen. Er sagte: Der Menschensohm müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriester und den Schriftgelehrten verworfen werfen, er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen. Jesus widersprach also den Vorstellungen der Apostel über den Messias. Zu dieser Zeit verstand aber Petrus diese Rede noch nicht. Und darum sagte Petrus zu Jesus: Gott bewahr, das darf mit dir nicht geschehen. Jesus ermahnte Petrus sehr scharf.
Die Juden sahen das Leid und Kreuz als Ärgernis an. Jesus aber gibt dem Leiden und dem Kreuz einen neuen Wert. Das Kreuz ist eine Bedingung für die Nachfolge Christi. Darum sagte Jesus: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Jesus als Messias hatte also radikal ein anderer Plan als den der Juden. Er wird auf seinem Kopf eine Dornenkrone haben und nicht eine goldene Krone. Er wird sterben und begraben werden und von den Toten auferstehen. Jesus wird nicht im Krieg siegen, sondern im Leiden. Er ist der Sieger, wenn andere denken, sie hätten ihn besiegen. Demütig am Kreuz ist er eigentlich unendlich groß und mächtig, wie nur Gott sein kann.
Heute verstehen viele Menschen nicht, warum sie leiden sollen, warum sie ein Kreuz tragen sollen. Die Menschen sehen darin keinen Sinn. Warum ist es aber so? Die Erklärung ist leicht. Für viele Menschen heute sind die Begriffe – Himmel – Hölle – ein Leben nach dem Tod – überhaupt nicht wichtig. Wir Christen aber glauben, dass durch Leiden, also wenn wir das Kreuz bereitwillig tragen, wir Verdienste für das ewige Leben erlangen. Wir tragen zu unserer Erlösung und der Erlösung der Welt bei. Die Denkart, das Ziel der heutigen, modernen Menschen ist aber ganz anders. Hier auf Erden will man ohne Schmerzen und ohne Kreuz leben. Freiwillig ein Kreuz auf sich zu nehmen, das ist für viele Menschen unbegreiflich. Diese Einstellung ist eine logische Folgerung ihres Unglaubens. Nicht nur für Atheisten, sondern auch für viele oberflächliche Christen ist das Leiden und das Kreuztragen unsinnig. Sie machen alles dafür, um dem Leiden aus dem Weg zu gehen. Sehr oft aber ist es so, dass sie den anderen Leid zufügen.
Gott sei Dank haben wir auch positive Beispiele, die wir bewundern können. Eine Frau erzählte ihrer Nachbarin von einer Familie. Die Mutter hatte ein krankes Kind geboren und sie mussten es in eine Pflegeanstalt geben. Das zweite Kind war gesund, ist aber dann von einem Tisch gefallen und war gelähmt. Die Mutter selbst wurde mit noch nicht 30 Jahren krank. Der Arzt stellte die Diagnose: beginnende Sklerose. Einmal fragte sie jemand: So viel Unglück, und sie glauben noch an Gott? Sie antwortete: Gott ist der einzige, der mir helfen kann, dieser Kreuze zu tragen!
Ist das nicht ein bewegende Geschichte? Viele Menschen erfreuen andere, sie helfen anderen, aber nur der Glaube an Gott kann helfen und die Kraft geben, Kreuze zu tragen! Jesus sagt dazu ganz klar: Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten. Das Kreuz kann dem Menschen helfen, seine Einstellung zum Leben zu ändern und ihn zur Heiligkeit zu führen. Das Kreuz kann einen neuen Blick auf das Leben geben, aber nur dann, wenn der Mensch mit Jesus verbunden ist.