Lesung: Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa. namens Nazaret, zu einer Frau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte. Sei gegrüßt,Lesung, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte , was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: Dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte dem Engel: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr. Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind als heilig und als Sohn Gottes genannt. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen, obwohl sie als unfruchtbar galt; sie ist jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel“ Lk 1, 26-38
Betrachtung
Und der Name der Jungfrau war Maria . Lasst uns ein wenig über diesen Namen sprechen, der in der Übersetzung „Meeresstern“ heißt und der Jungfrau-Mutter sehr passend beigelegt wird. Sie wird fürwahr ganz entsprechend mit einem Stern verglichen. Wie nämlich der Stern seinen Strahl aussendet, ohne seine Leuchtkraft zu verlieren, so gebiert die Jungfrau ohne Verletzung ihren Sohn. Der Strahl vermindert nicht des Sternes Glanz, noch der Sohn die Unversehrtheit der Jungfrau. Sie ist also jener edle Stern, der aus Jakob aufgegangen ist. Sein Strahl erhellt den ganzen Erdkreis, sein Glanz leuchtet in den Höhen und dringt hinab in die Tiefen. Sein Licht überflutet die ganze Erde, erwärmt mehr die Herzen als den Leib, nährt die Tugend, erstickt das Laster. Sie sage, sie ist der herrliche, ausgezeichnete Stern, der hoch , der hoch über diesem großen, weiten Meere durch Verdienste strahlt. Wende deine Augen nicht vom Glanz dieses Sternes ab, wenn du nicht von der Brandung verschlungen werden willst. Erheben sich die Stürme der Versuchungen, fährst du auf die Klippen des Trübsals auf , schau empor zum Stern, rufe Maria an. Wirst du hin und her geworfen von den Wellen des Stolzes, der Eifersucht, blicke auf zu dem Stern, rufe Maria an. Erschüttern Zorn, Habgier oder Lockungen des Fleisches das Schiffen deines Geistes, schau auf zu, Maria. Wenn du durch ein schlechtes Gewissen verwirrt, durch das Gericht geschreckt, nahe daran bist, vom Abgrund der Verzweiflung verschlungen zu werden , dann denke an Maria, rufe Maria an. Ihr Name weiche nie von deinen Lippen, entschwinde nie aus deinem Herzen. Um die Hilfe ihrer Fürbitte zu erlangen, verlasse nie das Beispiel ihres Wandels. Folgst du ihr, so weichst du nicht vom Wege ab; rufst du sie an, so wirst du nicht verzweifeln. Hält sie dich, dann stürzt du nicht; beschützt sie dich, dann brauchst du nicht zu fürchten. Führt sie dich, so wirst du nicht ermatten; ist sie dir gnädig, dann gelangst du glücklich ans Ziel.
Lied
Ein Gesetz des Rosenkranzes – den du, Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.
Gebet
Mutter des Erlösers; Du bist gebenedeit unter allen Frauen! Selig, die du geglaubt hast! Wunderbares hat der Allmächtige an dir vollbracht! Das Wunder deiner göttlichen Mutterschaft! Und daher das Wunder deiner Unbefleckten Empfängnis! Das Wunder deines „Fiat“. Du warst so eng mit dem ganzen Werk unseres Erlösers verbunden; dein Herz wurde an der Seite seines Herzens durchbohrt. Und nun, in der Herrlichkeit deines Sohnes , hörst du nicht auf , für uns , arme Sünder, einzutreten. Du wachst über die Kirche , deren Mutter du bist. Du wachst über jedes deiner Kinder. Du erhältst von Gott für uns alle Gnaden, die die Lichtstrahlen symbolisieren, die von deinen geöffneten Händen ausgehen. Unter der einzigen Bedingung , dass wir den Mut haben, dich darum zu bitten, dass wir uns dir mit dem Vertrauen, der Kühnheit und der Unbefangenheit eines Kindes nähern. Und so führst du uns unaufhörlich zu deinem göttlichen Sohn. Wir bitten dich, dass durch den Heiligen Geist im ganzen christlichen Volk der Glaube sich vertiefen und festigen möge. Wir bitten dich für die Kirche , für ihre Hirten und für die gottgeweihten Seelen, für die Familienväter und Mütter, für die Kinder und Jugendlichen. Wir bitten dich, für alle, die an einem besonderen physischen oder moralischen Gebrechen leiden, die die Versuchung der Untreue kennenlernen , die in einem Klima des Unglaubens vom Zweifel erschüttert werden.
Lied.
Fürbitten
Lasset uns beten und voll Vertrauen zu Jesus, dem Sohn der Jungfrau Maria, rufen. Er ist Gottes Sohn und wahrer Mensch, der Mensch, der uns Maria als unsere Mutter und Fürsprecherin geschenkt hat.
Herr Jesus, wir bitten dich auf die Fürsprache Mariens um Segen und Kraft:
für die Ehepaare um wachsende Liebe , für die Familien um Glauben und Gemeinschaft, für die Kinder um Offenheit und wachsende Verantwortung,
für die Betagten um frohen Mut, Weisheit und Geduld,
für die Alleinstehenden um Hoffnung und Kraft. Schütze sie , erleuchte sie, stärke sie.
Herr Jesus Christus, wir bitten dich, erhöre uns.
Sakramentaler Segen
Der Herr segne uns und lasse unseren Schmerz sich lösen. Er heile unseren Schmerz. Er heile unsere Wunden und schenke uns Kraft einander zu verzeihen. Er lasse uns die Einsicht verspüren, wie gut und hilfreich es ist , mehr Raum und Worte dem zu geben, was bisher unter uns verborgen und unausgesprochen war. Er lasse uns Sein Erbarmen und Seine Liebe neu spüren, und das, was an Narben zurückbleibt, möge unserem Leben nicht schaden, bis wir alle einmal mit verklärten Wunden auferstehen. Das gewähre uns der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Die Liebe sehnt sich danach, den Menschen zu bereichern, den wir lieben. Je mehr wir lieben, desto mehr sehnen wir uns danach zu geben, zu schenken. Die vollkommene Liebe sehnt danach,alles zu schenken, auch das wertvollste, das teuerste. Ein Christ hat zwei Sachen, die für ihn wertvollste sind. Das erste ist das Leben. Die vollkommene Liebe will auch das Leben opfern und so die Größe der Liebe zu beweisen. Jesus sagt. ,,Es gibt keine größere, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“. Joh15,13 Der Evangelist Johannes schreibt: ,, Daran haben wir die Liebe erkannt , dass er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben“ 1 joh 3,16.
Die zweite Sache , die uns wertvollste ist, ist Christus. Der heilige Paulus bekennt. ,, Doch was mir damals ein Gewinn war, das habe ich um Christi Willen als Verlust erkannt. Ja noch mehr: ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein“ Philip 3,7 Einfach gesagt. Die vollkommene Liebe sehnt sich danach den Menschen Christus zu schenken. Sich teilen mit Jesus Erkenntnis und mit der Gemeinschaft mit Christus. Lieben bedeutet evangelisieren. Wollen wir unsere Brüder lieben. Beginnen wir sie evangelisieren. Wollen wir evangelisieren lernen? Lernen wir lieben. Am Anfang der Evangelisation ist die Liebe. Wir können den anderen Menschen nicht evangelisieren, solange wir zu ihm wahre Liebe nicht haben. Lernen wir wirklich lieben die Menschen um uns herum. Gebete, Liturgie,Sakramente sollen in uns die Flamme der Liebe erwecken. Lernen wir Christus Liebe den Menschen zu bringen. Christus erfüllte seine Sendung, seine Mission nicht so dass er aus dem Himmel rufen würde. Jesus kam in die Welt und brachte Gott den Menschen. ,,Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“. Joh 14,9 ,, Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart“ Joh 17,6 Evangelisieren also bedeutet Gott bringen den Menschen. Das ist vielleicht für uns eine Überaschung. Doch wir bemühen uns die Menschen zu Gott führen und wir sollen verkehrt machen: ,, So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ Mt 5,16. Liebe und Güte Christi öffnet den anderen Menschen für das neue Leben für Christus, nicht unsere Überredung und Nötigung. Nehmen wir wahr, dasselbe machte auch Jesus. Bei der Begegnung mit dem Bessesenen lesen wir.,, Als er Jesus von weitem sah, lief er zu ihm hin, warf sie vor ihm nieder und schrie laut: Was habe ich mit dir zu tun, Jesus , Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott guäle mich nicht! Jesus hatte nämlich zu ihm gesagt . Verlaß diesen Mann, du unreiner Geist… Als er ins Boot stieg bat ihn der Mann, der von zuvor von den Dämonen bessesen war, bei ihm bleiben zu dürfen. Aber Jesus erlaubte es ihm nicht: Geh nach Hause und berichtete deiner Familie alles , was der Herr für dich getan“ Mr 5,6. 18. Zuerst war die Wohltat- Jesus befreit den bessesenen Menschen von den Dämonen- bis dann die Bereitwiligkeit Christus zu folgen. Die Liebe äußert sich durch den Dienst darum Jesus sagt; ,, Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ Mr 10,45 . Was ist und was ist nicht der Dienst der Liebe. Was ist nicht der Dienst der Liebe. Ab und zu wenn ich die Lust habe, helfe ich. Was ist der Dienst der Liebe. Ich diene wie ich kann,auch wenn ich manchmal keine Lust habe. Was ist nicht der Dienst der Liebe. Unseren Nächsten erfülle ich alles was sie wünschen, weil ich die Ruhe haben will. Was ich der Dienst der Liebe. Sorgfältig prüfe ich, was unseren Nächsten wirklich hilft.
In dem Buch Ezechiel steht:,,Wenn ich zu einem , der sich schuldig gemacht hat, sage. Du musst sterben und wenn du ihn nicht warnst und nicht redest, um den Schuldigen von seinem schuldhaften Weg abzubringen, damit er am Leben bleibt, dann wird der Schuldige seiner Sünde wegen sterben,von dir aber fordere ich Rechenschaft für sein Blut. Wenn du aber den Schuldigen warnst und er sich von seiner Schuld und seinem schuldhaften Weg nicht abwendet , dann wird er seiner Sünde wegen sterben, du aber hast dein Leben gerettet“.Ezech 3, 17-21. Anders gesagt. Wenn wir sehen, dass jemand auf dem bösen Weg ist, ist unsere Pflicht ihn darauf aufmerksam zu machen. Wer diese Aufgabe nicht erfüllt, wird verurteilen werden. Viele reden sie sich aus und sie sagen. Der Sünder wird auf mich so wie so nicht hören. Unsere Pflicht ist aufmerksam machen, auch wenn wir denken, dass es keinen Sinn hat. Wir können nie wissen, wie sich der Sünder entscheidet. Es ist auch das möglich, dass, wir die andere wollen nicht aufmerksam machen, weil wir keine Unannehmlichkeit wollen haben. Oder denken wir. Wenn wir jemanden aufmerksam machen, wird er sich über uns ärgern. Wenn wir aber die echte Liebe zu unseren Nächsten haben, das kann uns nicht abraten/abbringen/. Wir müssen damit rechnen , dass die Menschen auf verschiedene Art auf unser Aufmerksam-machen reagieren werden. Sehr oft sie werden zu uns sagen: Wir sollen um unsere eigene Sachen kümmern, nicht um ihre Sachen, oder sie sagen das ist meine Sache. Wir aber haben unsere Pflicht erfüllt. Selbstverständlich, wenn wir jemanden auf seine bösen Taten aufmerksam machen, müssen wir das nicht mit dem Zorn machen,und dabei zu schreien, oder mit der Faust auf den Tisch hauen. Aufmerksam machen sollen wir ruhig, friedlich, mit der Liebe. Wir müssen aber auch die Argumente zur Hand haben, mit welchen wir unseren Hinweis, unsere Warnung unterstützen können. Zum Schluss ein Beispiel. Einmal habe ich einen meinen Freund aufmerksam gemacht, und ich sagte zu ihm ;;das, was du machst ist nicht richtig. Er sagte zu mir. ich weiß, du hast recht: ich weiß, dass ich im Fegefeuer leiden werde, aber ich habe keine Kraft darin, damit aufzuhören,/darauf verzichten/. Selbstverständlich, vergessen wir nicht, für die Sünder beten und die Opfer zu bringen.
Manche Leute sagen: „Auf den Glauben kommt es nicht an. Glauben soll jeder, was er will. Man muss nur rechtschaffen leben, niemanden umbringen und nicht stehlen: Das ist genug. Ist das wahr? Der heilige Paulus hat in einem Brief an die Hebräer geschrieben: „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen.“ Wer zu Gott hineintritt, muss glauben, dass er ist und dass er denen , die ihn suchen, ihren Lohn geben wird“ Hebr 11,6 . Ist das also gewiss, dass einer , der nicht glauben will, Gott nicht gefallen kann? Ein Mensch, der nicht glaubt, ist also nicht rechtschaffen, wenn er auch niemanden umbringt und nicht stiehlt. Wer wird uns aber am besten sagen können, ob es auf den Glauben ankommt? Nun hört, was der Herr Jesus vom Glauben gesagt hat. Damals, als es den Aposteln auftrug: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet der gesamten Schöpfung das Evangelium. “ Wer glaubt und sich taufen lässt ,wird gerettet; wer aber nicht, wird verurteilt werden“ (Mr 16,15-16). Welche können also nur selig werden? Es versteht sich , dass sie auch das tun müssen, was Jesus befohlen hat. Was wird aber denen geschehen , die nicht glauben wollen, was Jesus gelehrt hat ,und was die Apostel und ihre Nachfolger verkünden? Wer nicht glaubt, der wird verurteilt. Wenn alles, was die Menschen glauben, eins wäre, wozu hätte dann Jesus drei Jahre lang gepredigt? Es ist ihm eben nicht alles eins, was wir glauben: Er will, dass wir die Wahrheit glauben und nicht etwas Falsches. Es ist also nicht richtig, wenn jemand sagt. Auf den Glauben kommt es nicht an. Wenn jemand nicht glauben will, nützt ihm alles andere nichts. Er mag noch so fleißig arbeiten und noch so geschickt sein, vielleicht auch anderen Menschen Gutes tun. Das hilft ihm alles nicht in den Himmel, wenn er nicht glaubt. Wenn man statt zu glauben, alles Mögliche Gutes tun zu wollen, wäre es umsonst. Um den Glauben kann man nicht herumkommen; man kann ihn nicht umgehen; der Glaube ist zur Seligkeit unumgänglich notwendig. Woher kommt es doch nur, dass es Menschen gibt, die nicht glauben wollen, was Gott geoffenbart hat und was er uns durch die Kirche zu glauben vorstellen lässt. Ich rede da nicht von den Menschen , die von Jesus noch nichts gehört haben: Die können nichts für ihren Unglauben. Aber wie kommt es, dass es mitten unter den Christen Ungläubige gibt? Nun denkt an die Höhenpriester , die Schriftgelehrten und die o. g.; Pharisäer, die zur Zeit Jesu gelebt haben. Diese haben gesehen, wie heilig Jesus ist; sie haben seine großen Wunder gesehen; sie haben gesehen, dass alles was in der heiligen Schrift vom Erlöser steht, genau auf ihn passt. Sie hätten also doch einsehen sollen, dass Jesus der Erlöser ist, den Gott geschickt hat, und dass alles wahr sein muss, was er sagt. Haben Sie aber an Jesus geglaubt? Warum nicht? Weil sie stolz waren. Wenn sie an Jesus geglaubt hätten, so hätten sie ihn anbeten und ihm folgen müssen: aber das wollten sie nicht, dazu waren sie zu stolz. Aus Stolz wollten sie nicht an Jesus glauben. Die meisten Menschen haben damals nicht an Jesus geglaubt , weil sie zu stolz waren. Der König Herodes hat an ihn nicht geglaubt , Pilatus hat nicht geglaubt. Die Leute aber, die sich nichts einbildeten, die Demütigen, haben mit Freuden an Jesus geglaubt. So geht es auch heutzutage noch. Viele Leute sind stolz und wollen darum nicht an Jesus glauben. Sie sagen: „Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich glauben soll. Woher kommt also der Unglaube? (Stolz) . Aber er kommt noch anderswoher. Nach China kamen einmal Missionare und predigten den Heiden von Jesus. Viele Heiden wurden Christen. Dem Kaiser von China selbst gefiel der christliche Glaube. Er fragte nun einen Missionar (Adam Schall hat der Missionar geheißen), ob auch der Kaiser die zehn Gebote Gottes halten müsse. Der Missionar sagte. Ja, freilich. Der Kaiser muss die Gebote so gut halten wie jeder andere. Das gefiel dem Kaiser nicht, denn er wollte die Gebote nicht halten. Er wurde darum kein Christ. So wie dieser Kaiser machen es viele Leute. Sie wollen die Gebote nicht halten. Weil die Kirche: Gott hat das Stehlen, das Betrügen und die Unkeuschheit verboten, so sagen diese Leute. Das glaube ich nicht. Das ist nicht wahr. Der Unglaube kommt also oft aus einem sündhaften Leben, besonders aus der Unkeuschheit. Manche Leute glauben auch deshalb nicht, weil sie von Jesus und seiner Lehre gar nichts Rechtes wissen. Sie sind vielleicht schon in der Schule faul gewesen. Oder vielleicht haben sie in der Schule Religion gelernt, nach der Schulzeit aber sind sie nur noch wenig in die Kirche gegangen, haben nur selten eine Predigt angehört und auch keine christlichen Bücher gelesen. So haben sie alles vergessen , was sie von der Religion gelernt hatten. Da sie nicht mehr beten, erhellt sie Gott nicht. Wenn ihnen nun gottlose Leute sagen: „Es ist alles nicht wahr , was die katholische Kirche lehrt“, so glauben sie gleich den gottlosen Leuten und glauben der Kirche nicht mehr. Ja, sie meinen oft, dass sie gescheit seien, weil sie nicht glauben. Sie verspotten oft einen Gläubigen und fragen: „Bist du auch noch so dumm, dass du das alles glaubst?“ Bist du auch noch so dumm, dass du das alles glaubst? Aber wer ist in Wirklichkeit dumm, die, die glauben, oder jene, die nicht glauben? Wenn Jesus zum Gericht kommt, werden sie schon sehen, wer dumm gewesen ist. Woher kommt also der Unglaube? Manchmal von Stolz, bisweilen von einem sündhaften Leben, in anderen Fällen von Unwissenheit. Er kommt manchmal noch von anderen Ursachen, aber am meisten kommt er von diesen drei.
Jeder von uns erlebte schon etwas Angenehmes. Vielleicht war es das Treffen mit einem guten Menschen, ein Lotteriegewinn oder ein reizvoller Ausflug. Wahrscheinlich haben sie dieses Erlebnis nicht nur für sich behalten, sondern es hat so stark auf sie gewirkt, dass sie es ihren Kindern und Enkelkindern einfach erzählen mussten.
Ähnlich geht es auch unserer Mutter Kirche. Die Auferstehung Jesu Christi war ein so großartiges Ereignis, dass sie uns immer wieder daran erinnert. Es ist eine so starke Wirklichkeit, dass dieses Ereignis jeden Sonntag in der Heiligen Messe vergegenwärtigt wird. In jeder Eucharistiefeier feiern wir immer wieder den Tod und die Auferstehung Jesu.
Predigt
Heute haben wir Jesus vor Augen, der seinen Aposteln erschienen ist. Sie hatten kein Problem, ihn zu erkennen – nur einer fehlte: es war Thomas. Obwohl die anderen Aposteln ihm berichteten, dass Jesus lebt, wollte er es nicht glauben. Er sagte, und wir haben es im Evangelium gehört: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“ Und wir hörten, dass Jesus acht Tage später wiederkam und seinen ersten Blick und seine ersten Worte auf Thomas richtete. Er sagte zu ihm: „Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus, leg sie auf meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Da wurde Thomas seines Unglaubens bewusst und sagte: „Mein Herr und mein Gott.“ Jetzt begriff auch Thomas, wie die anderen Apostel, dass Jesus zwar gestorben, aber jetzt wieder aufgestanden war und derselbe war wie früher. Der Tod hatte ihn nicht vernichtet, sondern nur verwandelt. Alles, was an ihm irdisch war, ging nicht verloren, sondern nur ein wenig verändert. Er war nicht mehr so sehr darauf angewiesen, dass ihm jemand die Tür öffnete; er konnte durch die verschlossene Tür eintreten. Jesus lebt jetzt also ganz in Gott. Da gibt es weder Zeit noch Raum. Ganz einfach kann man so sagen: Bei Gott gibt es nur ein ewiges Jetzt.
Wir müssen aber gestehen, dass wir diese Wirklichkeit nur schwer begreifen können. Leider gibt es auch Menschen, die sich, weil sie sich etwas nicht vorstellen können, gleich dagegenstellen. Aber ist das richtig? Unsere Vorstellungskraft ist eben sehr begrenzt, denn oft können wir uns nicht einmal das für Menschen Übliche vorstellen. Ich denke dabei an folgendes Beispiel: Können Sie sich vorstellen, dass ein Motor 6000 Touren pro Minute läuft? Wir können uns 5-10 Touren vorstellen, aber nicht 6000. Und doch ist das so, auch wenn wir es uns nicht vorstellen können.
Daher können wir Gottes Allmacht keinesfalls in unserer Vorstellungskraft festlegen, genauso wenig wie wir manche schwer verständlichen Dinge auf der Erde nicht in unserer Vorstellungskraft festlegen können. Geistliche Wirklichkeiten sind oft noch schwerer vorstellbar.
Jesus macht den Aposteln klar, dass er zwar auferstanden ist, aber nicht zu seinem irdischen Leben zurückgekehrt ist. Er wird nie mehr hungrig, durstig und auf materielle Dinge angewiesen sein. Aber genauso wird es uns auch widerfahren, wenn wir einmal sterben und in die ewige Seligkeit im Himmel eingehen werden. Dieses Versprechen, diese Sicherheit, gibt uns Christus, wenn wir uns ihm anvertrauen und nach seinem Beispiel leben. Er sagte ja einmal: Vater, ich will, dass auch meine Jünger, die mit mir waren, dort sind, wo ich bin.
Da können wir auch etwas aus der Natur lernen. Ich denke dabei an eine einfache, unbeholfene Raupe, die sich schließlich verwandelt und daraus ein wunderschöner, bunter Schmetterling wird. Wenn es schon solche erstaunlichen Dinge in der Natur gibt, so kann das doch bei uns Menschen nicht unmöglich sein, dass wir auch einmal verwandelt werden.
Ich denke da auch an die erste Lebensphase eines Menschen, die er im Leib der Mutter verbringt und dort mit Nahrung, Atem, Blut versorgt wird. Dann folgt als zweite Phase die schmerzhafte Geburt; dabei wird der Mensch gewissermaßen selbständig. Er hat einen eigenen Blutkreislauf, atmet selbst, wird genährt und ernährt sich später selbst. Dieses irdische Leben dauert eine gewisse Zeit bis zum Tod, wo die dritte Phase beginnt, in der alles Irdische in das Unsterbliche der Ewigkeit verwandelt wird. Ein neues Leben entsteht, ein Leben ohne Angst, Leid, Krankheit und Schmerz. Um aber diese dritte Phase zu erlangen, stellt Jesus Bedingungen – nämlich den Glauben. Jesus sagt: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Glauben an Jesus bedeutet Nachfolge.
Ein Professor nahm sich vor, eine Reise über den Atlantischen Ozean auf einem kleinen Schiffchen zu unternehmen. Allerdings wusste er, dass vor ihm das schon mehrere versucht hatten und es mit dem Leben bezahlen mussten. Sie wurden verrückt und starben. Der Professor behauptete, sie seien nur deswegen gestorben, weil sie keinen Glauben gehabt hätten. Vor seinem Versuch beschäftigte er sich sechs Wochen lang intensiv mit seinem Glauben und redete sich immer wieder ein: „Ich schaffe das!“ Durch diese Übung bekam er das Gefühl der Sicherheit. Er fuhr hinaus aufs Meer, verbrachte dort 72 Tage und Nächte und überlebte. Sein Versuch bestätigte also, was für eine erstaunliche Kraft der Glaube hat.
Nützen wir diese Osterzeit, um uns im Glauben an Jesus zu stärken und unsere Freundschaft mit ihm zu festigen. Bemühen wir uns, ihm immer ähnlicher zu werden, damit wir einmal für ewig glücklich ins Reich Gottes eingehen können!
Die Liebe bedeutet, zu geben. Damit wir geben können, müssen wir empfangen. Von wem können wir empfangen? Von Gott. Wir können nur so viel Liebe „übergeben“, wie viel wir von Gott empfangen. Wir müssen die ausgeglichene Bilanz halten. Auch die Gemeinschaft ist der Ort, wohin wir gehen, um Gottesliebe zu schöpfen. Wo aber schöpft selbst die Gemeinschaft? Sie schöpft durch ihre Mitglieder. Die Gemeinschaft können wir mit einer geistlichen Mannschaft vergleichen. Die Gemeinschaft kann nicht so funktionieren, dass niemand etwas bringt und alle etwas wegbringen. Die Gemeinschaft entsteht so, dass jeder bringt, was er kann, und alle zusammen gibt. Genauso funktionierte die Urkirche: Die Gemeinschaft der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von seiner Habe sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke und Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon zugeteilt , was er nötig hatte (Apg 4,32-36). Viele Gemeinschaften bleiben formell, leer, weil niemand was bringt. Eine solche Gemeinschaft leert sich schnell. Wir müssen lernen, einander zu bereichern.
Jesus ordnete uns an, unsere Nächsten zu lieben. Wer sind unsere Nächsten? Die hebräische Sprache hat hier mehrere Ausdrücke. Die Worte ,,Károb und Schaken“ bezeichnen jemanden ,wer mir geographisch oder körperlich nahe ist. Das Wort ,,Réa“ bezeichnet jemanden, der mein Verwandte, oder mein näher Freunde. Zum Schluss ist das jemand, der in der Not ist. Der Inhalt der Liebe soll die Hilfe, Schenkung sein. Die Liebe erweisen wir durch die materialen Gaben/Hilfe in Not/ oder durch die geistliche Gaben /das Verständnis, die Teilnahme, das Lächeln, das Mitleid. Die Intensität unserer Liebe hängt von dem Grad der Not in der unser Nächster ist. Die Intensität unserer Liebe hängt aber auch vom Grad der Nähe zu der Person ab, die in Not ist. Wenn zwei Menschen in der Not sind und einer ist mein Verwandte und der andere ein Fremder soll ich zuerst meinem Verwandten helfen. Wir treffen uns mit der wahren, echten Liebe selten. Oft die Menschen helfen den anderen, weil sie hoffen, dass sie davon Vorteile haben zu werden. Wir können nicht sagen, dass die Liebe zu den Nächsten massenhaft verbreitet ist. Die ersten Christen waren die Ausnahme. Sie blieben nicht verschlossen in sich, aber sie halfen den Elenden. Darüber lesen wir in der Apostel Geschichten. ,, In jenen Tagen kamen von Jerusalem Propheten nach Antiochia. Einer von ihnen namens Agabus trat auf und weissagte durch den Geist, dass eine große Hungersnot über die ganze Erde kommen werde. Sie brach unter Klaudius aus. Man beschloss, dass von den Jüngern jeder nach seinem Vermögen den Brüdern in Judäa helfen solle. Das taten sie auch und schickten ihre Gaben durch Barnabas und Saulus an die Ältesten“ Apg 11,27 Die Liebe aber äußert sich nicht nur durch die materiale Hilfe, sondern auch durch die Evangelisation. In der Zeit der Apostel blieb die Mehrheit der Christen zu Hause sein Milieu, seine Umgebung. Jesus ermuntern uns dazu. Jesus heilte einen Besessenen von Gerasa. Wenn dieser Mann Jesus folgen wollte und bei ihm bleiben zu dürfen Jesus sagte zu ihm. Kehr in dein Haus zurück und erzähl alles, was Gott für dich getan hat“ Lk 8,39. Die Liebe zu unseren Nächsten hat mehrere Gestaltung. Eine von dieser Gestaltung der Liebe ist auch die Evangelisation. Das bedeutet die Menschen zu Christus zu führen, helfen ihnen, damit sie an Gott glauben. Das ist die Aufgabe jedes ChristenJesus ordnete uns an unsere Nächsten zu lieben. Wer sind unsere Nächsten? Die hebräische Sprache hat hier mehrere Ausdrücke. Die Worte ,,Károb und Schaken“ bezeichnen jemanden ,wer mir geographisch oder körperlich nahe ist. Das Wort ,,Réa“ bezeichnet jemanden, der mein Verwandte, oder mein näher Freunde. Zum Schluss ist das jemand, der in der Not ist. Der Inhalt der Liebe soll die Hilfe, Schenkung sein. Die Liebe erweisen wir durch die materialen Gaben/Hilfe in Not/ oder durch die geistliche Gaben /das Verständnis, die Teilnahme, das Lächeln, das Mitleid. Die Intensität unserer Liebe hängt von dem Grad der Not in der unser Nächster ist. Die Intensität unserer Liebe hängt auch vom Grad der Nähe zu der Person ab, die in Not ist. Wenn zwei Menschen in der Not sind und einer ist mein Verwandte und der andere ein Fremder soll ich zuerst meinem Verwandten helfen. Wir treffen uns mit der wahren, echten Liebe selten. Oft die Menschen helfen den anderen, weil sie hoffen, dass sie davon Vorteile haben zu werden. Wir können nicht sagen, dass die Liebe zu den Nächsten massenhaft verbreitet ist. Die ersten Christen waren die Ausnahme. Sie blieben nicht verschlossen in sich, aber sie halfen den Elenden. Darüber lesen wir in der Apostel Geschichten. ,, In jenen Tagen kamen von Jerusalem Propheten nach Antiochia. Einer von ihnen namens Agabus trat auf und weissagte durch den Geist, dass eine große Hungersnot über die ganze Erde kommen werde. Sie brach unter Klaudius aus. Man beschloss, dass von den Jüngern jeder nach seinem Vermögen den Brüdern in Judäa helfen solle. Das taten sie auch und schickten ihre Gaben durch Barnabas und Saulus an die Ältesten“ Apg 11,27 Die Liebe aber äußert sich nicht nur durch die materiale Hilfe, sondern auch durch die Evangelisation. In der Zeit der Apostel blieb die Mehrheit der Christen zu Hause sein Milieu, seine Umgebung. Jesus ermuntern uns dazu. Jesus heilte einen Besessenen von Gerasa. Wenn dieser Mann Jesus folgen wollte und bei ihm bleiben zu dürfen Jesus sagte zu ihm. Kehr in dein Haus zurück und erzähl alles, was Gott für dich getan hat“ Lk 8,39. Die Liebe zu unseren Nächsten hat mehrere Gestaltung. Eine von dieser Gestaltung der Liebe ist auch die Evangelisation. Das bedeutet die Menschen zu Christus zu führen, helfen ihnen, damit sie an Gott glauben. Das ist die Aufgabe jedes ChristenJesus ordnete uns an unsere Nächsten zu lieben. Wer sind unsere Nächsten? Die hebräische Sprache hat hier mehrere Ausdrücke. Die Worte ,,Károb und Schaken“ bezeichnen jemanden ,wer mir geographisch oder körperlich nahe ist. Das Wort ,,Réa“ bezeichnet jemanden, der mein Verwandte, oder mein näher Freunde. Zum Schluss ist das jemand, der in der Not ist. Der Inhalt der Liebe soll die Hilfe, Schenkung sein. Die Liebe erweisen wir durch die materialen Gaben/Hilfe in Not/ oder durch die geistliche Gaben /das Verständnis, die Teilnahme, das Lächeln, das Mitleid. Die Intensität unserer Liebe hängt von dem Grad der Not in der unser Nächster ist. Die Intensität unserer Liebe hängt auch vom Grad der Nähe ab. Wenn zwei Menschen in der Not sind und einer ist mein Verwandte und der andere ein Fremder soll ich zuerst meinem Verwandten helfen. Wir treffen uns mit der wahren, echten Liebe selten. Oft die Menschen helfen den anderen, weil sie hoffen, dass sie davon Vorteile haben zu werden. Wir können nicht sagen, dass die Liebe zu den Nächsten massenhaft verbreitet ist. Die ersten Christen waren die Ausnahme. Sie blieben nicht verschlossen in sich, aber sie halfen den Elenden. Darüber lesen wir in der Apostel Geschichten. ,, In jenen Tagen kamen von Jerusalem Propheten nach Antiochia. Einer von ihnen namens Agabus trat auf und weissagte durch den Geist, dass eine große Hungersnot über die ganze Erde kommen werde. Sie brach unter Klaudius aus. Man beschloss, dass von den Jüngern jeder nach seinem Vermögen den Brüdern in Judäa helfen solle. Das taten sie auch und schickten ihre Gaben durch Barnabas und Saulus an die Ältesten“ Apg 11,27 Die Liebe aber äußert sich nicht nur durch die materiale Hilfe, sondern auch durch die Evangelisation. In der Zeit der Apostel blieb die Mehrheit der Christen zu Hause sein Milieu, seine Umgebung. Jesus ermuntern uns dazu. Jesus heilte einen Besessenen von Gerasa. Wenn dieser Mann Jesus folgen wollte und bei ihm bleiben zu dürfen Jesus sagte zu ihm. Kehr in dein Haus zurück und erzähl alles, was Gott für dich getan hat“ Lk 8,39. Die Liebe zu unseren Nächsten hat mehrere Gestaltung. Eine von dieser Gestaltung der Liebe ist auch die Evangelisation. Das bedeutet die Menschen zu Christus zu führen, helfen ihnen, damit sie an Gott glauben. Das ist die Aufgabe jedes ChristenJesus ordnete uns an unsere Nächsten zu lieben. Wer sind unsere Nächsten? Die hebräische Sprache hat hier mehrere Ausdrücke. Die Worte ,,Károb und Schaken“ bezeichnen jemanden ,wer mir geographisch oder körperlich nahe ist. Das Wort ,,Réa“ bezeichnet jemanden, der mein Verwandte, oder mein näher Freunde. Zum Schluss ist das jemand, der in der Not ist. Der Inhalt der Liebe soll die Hilfe, Schenkung sein. Die Liebe erweisen wir durch die materialen Gaben/Hilfe in Not/ oder durch die geistliche Gaben /das Verständnis, die Teilnahme, das Lächeln, das Mitleid. Die Intensität unserer Liebe hängt von dem Grad der Not in der unser Nächster ist. Die Intensität unserer Liebe hängt auch vom Grad der Nähe zu der Person ab, die in Not ist. Wenn zwei Menschen in der Not sind und einer ist mein Verwandte und der andere ein Fremder soll ich zuerst meinem Verwandten helfen. Wir treffen uns mit der wahren, echten Liebe selten. Oft die Menschen helfen den anderen, weil sie hoffen, dass sie davon Vorteile haben zu werden. Wir können nicht sagen, dass die Liebe zu den Nächsten massenhaft verbreitet ist. Die ersten Christen waren die Ausnahme. Sie blieben nicht verschlossen in sich, aber sie halfen den Elenden. Darüber lesen wir in der Apostel Geschichten. ,, In jenen Tagen kamen von Jerusalem Propheten nach Antiochia. Einer von ihnen namens Agabus trat auf und weissagte durch den Geist, dass eine große Hungersnot über die ganze Erde kommen werde. Sie brach unter Klaudius aus. Man beschloss, dass von den Jüngern jeder nach seinem Vermögen den Brüdern in Judäa helfen solle. Das taten sie auch und schickten ihre Gaben durch Barnabas und Saulus an die Ältesten“ Apg 11,27 Die Liebe aber äußert sich nicht nur durch die materiale Hilfe, sondern auch durch die Evangelisation. In der Zeit der Apostel blieb die Mehrheit der Christen zu Hause sein Milieu, seine Umgebung. Jesus ermuntern uns dazu. Jesus heilte einen Besessenen von Gerasa. Wenn dieser Mann Jesus folgen wollte und bei ihm bleiben zu dürfen Jesus sagte zu ihm. Kehr in dein Haus zurück und erzähl alles, was Gott für dich getan hat“ Lk 8,39. Die Liebe zu unseren Nächsten hat mehrere Gestaltung. Eine von dieser Gestaltung der Liebe ist auch die Evangelisation. Das bedeutet die Menschen zu Christus zu führen, helfen ihnen, damit sie an Gott glauben. Das ist die Aufgabe jedes ChristenJesus ordnete uns an unsere Nächsten zu lieben. Wer sind unsere Nächsten? Die hebräische Sprache hat hier mehrere Ausdrücke. Die Worte ,,Károb und Schaken“ bezeichnen jemanden ,wer mir geographisch oder körperlich nahe ist. Das Wort ,,Réa“ bezeichnet jemanden, der mein Verwandte, oder mein näher Freunde. Zum Schluss ist das jemand, der in der Not ist. Der Inhalt der Liebe soll die Hilfe, Schenkung sein. Die Liebe erweisen wir durch die materialen Gaben/Hilfe in Not/ oder durch die geistliche Gaben /das Verständnis, die Teilnahme, das Lächeln, das Mitleid. Die Intensität unserer Liebe hängt von dem Grad der Not in der unser Nächster ist. Die Intensität unserer Liebe hängt auch vom Grad der Nähe zu der Person ab, die in Not ist. Wenn zwei Menschen in der Not sind und einer ist mein Verwandte und der andere ein Fremder soll ich zuerst meinem Verwandten helfen. Wir treffen uns mit der wahren, echten Liebe selten. Oft die Menschen helfen den anderen, weil sie hoffen, dass sie davon Vorteile haben zu werden. Wir können nicht sagen, dass die Liebe zu den Nächsten massenhaft verbreitet ist. Die ersten Christen waren die Ausnahme. Sie blieben nicht verschlossen in sich, aber sie halfen den Elenden. Darüber lesen wir in der Apostel Geschichten. ,, In jenen Tagen kamen von Jerusalem Propheten nach Antiochia. Einer von ihnen namens Agabus trat auf und weissagte durch den Geist, dass eine große Hungersnot über die ganze Erde kommen werde. Sie brach unter Klaudius aus. Man beschloss, dass von den Jüngern jeder nach seinem Vermögen den Brüdern in Judäa helfen solle. Das taten sie auch und schickten ihre Gaben durch Barnabas und Saulus an die Ältesten“ Apg 11,27 Die Liebe aber äußert sich nicht nur durch die materiale Hilfe, sondern auch durch die Evangelisation. In der Zeit der Apostel blieb die Mehrheit der Christen zu Hause sein Milieu, seine Umgebung. Jesus ermuntern uns dazu. Jesus heilte einen Besessenen von Gerasa. Wenn dieser Mann Jesus folgen wollte und bei ihm bleiben zu dürfen Jesus sagte zu ihm. Kehr in dein Haus zurück und erzähl alles, was Gott für dich getan hat“ Lk 8,39. Die Liebe zu unseren Nächsten hat mehrere Gestaltung. Eine von dieser Gestaltung der Liebe ist auch die Evangelisation. Das bedeutet die Menschen zu Christus zu führen, helfen ihnen, damit sie an Gott glauben. Das ist die Aufgabe jedes Christen
Was ist geschehen, als Jesus begraben war? Als Jesus begraben war, war das Grab versiegelt und von Soldaten bewacht. Was hat Jesus am dritten Tage nach seinem Tode getan? Am dritten Tage nach seinem Tode war Jesus wieder mit seinem Leib vereint und ist glorreich aus dem verschlossenen Grabe herausgegangen. Jesus Christus ist auferstanden. Ist das nicht eine frohe Botschaft? Ihr wisst, dass der Leib des Heilands von frommen Leuten in Ehren begraben wurde. Noch am Freitag ist das geschehen. Es mag abends so ungefähr um 6 Uhr gewesen sein, als Joseph von Arimatäa und die andern damit fertig waren. Kaum waren sie aber weggegangen, da sind andere Leute zum Grabe gekommen. Die jüdischen Priester haben nämlich gemeint, die Apostel wollen den Leib Jesu stehlen. Was haben deshalb die Priester getan? Sie haben das Grab versiegelt. Wie haben Sie es wohl dabei gemacht? Sie haben Schnüre und Bänder über den Stein vor dem Grabe gezogen und mit einem Siegel festgemacht, so ähnlich wie wenn man einen Brief versiegelt. Damit ja niemand ins Grab hineingehen könne, haben die Juden noch etwas getan. Sie haben Soldaten vor das Grab hingestellt und es bewachen lassen.
Ich habe euch erzählt, dass Jesus Christus so viele Wunder getan hat. Diese Wunder hat er gewirkt, sodass man erkennt, dass er der Sohn Gottes ist, also Gott selbst. Das allergrößte Wunder hat Jesus am dritten Tag nach seinem Tode bewirkt. Daran sieht man am allerbesten, dass er der Sohn Gottes und Gott selbst ist. Am dritten Tage nämlich ist Jesus von den Toten auferstanden. Gebt Acht darauf, dass ihr das versteht! Am Kreuz ist Jesus gestorben. Gestorben – was heißt das? Das bedeutet, dass sich die Seele vom Leib trennte. Der Leib von Jesus war tot; die Seele hatte den Leib verlassen. Der Leib Jesu hat bis zum Sonntagmorgen im Grab ruhend gelegen. Am dritten Tag hat Gott aber die Seele Jesu wieder mit seinem Leib vereint. So ist der Leib Jesu wieder lebendig geworden.
Denkt an den Leib des ersten Menschen! Es war Adam, und sein Leib ist dadurch lebendig geworden, dass Gott ihm eine Seele eingehaucht hat. Der Leib Jesu war fortan viel schöner, als er vorher gewesen war. Er konnte nun nicht mehr sterben. Sein Leib wurde verklärt. Mit diesem verklärten Leib ist Jesus aus dem Grabe auferstanden. Weder der Stein vor dem Grab noch das Siegel noch die Wache haben ihn aufhalten können. Für Gott ist nichts unmöglich. Sein Leib war verklärt und hat wie die Sonne gestrahlt. Die Wunden, die Jesus bei der Geißelung, bei der Dornenkrönung und bei der Kreuzigung bekommen hat, sind alle verschwunden. Nur die fünf großen Wunden an den Händen, den Füßen und an der Seite sind am Leib geblieben. Sie haben aber den Leib gezielt getroffen. Sie waren prachtvoller als glänzende Steine. Jesus ist also glorreich aus dem Grabe hervorgegangen. Aber zu wem ist er zuerst gegangen? Er ging zu seiner lieben Mutter Maria. Unermesslich war ihre Freude, als sie ihren Sohn so verherrlicht sah. Nachher hat sich Jesus auch den heiligen Frauen gezeigt, die so viel Liebes und Gutes an ihm getan haben. Diese heiligen Frauen sind am Sonntagmorgen zum Grabe hinausgegangen. Sie haben mit kostbaren Salben den heiligen Leib Jesu salben wollen. Als sie aber zum Grab kamen, sahen sie, dass es geöffnet und leer war. Nur die Tücher, in die der Leib eingewickelt war, lagen noch da. Ein Engel sprach freundlich zu ihnen: „Jesus ist auferstanden; er ist nicht mehr da!“ Bald darauf ist Jesus selbst den Frauen erschienen. Diese sind nun eilends in die Stadt gelaufen und haben den Jüngern erzählt, dass Jesus auferstanden ist.
Wenn ein Vater schwer krank ist und wieder ganz gesund vom Krankenbett aufsteht, wie groß ist die Freude für seine Kinder? So und noch mehr freuen wir uns über die Auferstehung Jesu Christi. Ihn sollen wir noch mehr lieben als den besten Vater. Das Osterfest ist das Auferstehungsfest. Da singen alle Christen fröhliche Lieder. Aber wir haben noch einen anderen Grund, warum uns die Auferstehung Jesu so große Freude macht, denn wie Christus auferstanden ist, so werden auch wir auferstehen. Das Grab ist wie ein Bett, in dem man schläft, in dem also der Leib ruht bis zum jüngsten Tag. Am jüngsten Tage kommen die Engel und wecken alle auf, die in den Gräbern ruhen. Jene Menschen, die jetzt an Jesus Christus glauben und seine Lehre befolgen, werden aus dem Grabe schön, verklärt und glorreich auferstehen, ganz ähnlich wie Christus. Von Adam erbten alle Menschen den Tod. Christus hat aber den Tod besiegt, d. h., er ist über den Tod hinausgerückt . Nicht bloß für sich selbst hat er den Tod besiegt, sondern für alle Menschen. Darum ist unsere Freude am Osterfest so immens. Wir wissen, dass auch wir aus dem Grabe auferstehen werden. Christus, der Auferstandene, wird uns auferwecken und zum ewigen Leben in den Himmel führen.
Die Wirklichkeit, dass Jesus auferstanden ist, haben die Menschen von Anfang an sehr schwer verstanden. Auch die Apostel wollten das nicht glauben, bis Jesus ihnen erschien, mit ihnen aß und sprach. Welche Einstellung hatten die Feinde Jesu und die Hohenpriester zu Jesu Auferstehung? Sie gaben den Soldaten viel Geld, damit er erzählen sollte, dass seine Jünger bei Nacht, während alle schliefen, gekommen waren, um Jesus zu stehlen. Falls dies dem Statthalter zu Ohren kommen sollte, beruhigten sie die Soldaten, dass sie nichts zu befürchten hätten; dafür werde schon gesorgt.
So wie damals glauben auch heute viele Christen nicht an die Auferstehung. Von Anfang an stellten sich die Menschen gegen die Auferstehung Jesu. Wir fragen deshalb: „Warum?“ Wollte man die Wahrheit nicht erkennen? Die Hohepriester nahmen Jesus Christus nicht an. Warum nicht? Jesus erfüllte ihre Vorstellungen von einem Messias nicht. Aber warum anerkennen die Menschen die Wahrheit heute nicht? Da gibt es verschiedene Ursachen wie eine materialistische Denkweise, eine Religionsgleichgültigkeit, die Genusssucht, den Stolz und viele andere.
Aber es gibt auch Menschen, die an die Auferstehung Jesu glauben. Auch wir gehören zu diesen Menschen, sonst wären wir nicht hierhergekommen, um uns mit Christus zu treffen. Wir wollen, wenn wir auf sein Leben, seine Worte und Taten schauen, damit unser Leben bereichert wird. Christus will von uns, dass wir den Glauben leben und seine Botschaft verkünden, denn er ist unsere Kraft und unsere Hoffnung. Der auferstandene Christus gibt unserem Leben erst den wahren Sinn und das klare Ziel. Wir Gläubigen sollen uns darüber freuen, über alles, was kommen wird – vielleicht nicht in dieser Welt, sondern in der ewigen Heimat bei Gott. Das ist die wundervollste Belohnung für uns.
Ich möchte euch eine Geschichte von einem reichen Herrscher erzählen. Er hatte verordnet, dass ihm jeden Morgen jeder eine Gabe bringt. So kam auch jeden Morgen ein Bettler, der ihm immer einen Apfel brachte und dann wortlos davon ging. Der König war es gewohnt, großzügige Gaben zu empfangen, und deshalb legte er die Äpfel voller Verachtung in einen Korb neben seinem Thron. Der König hatte ein Äffchen, der eines Tages in die Äpfel biss und sie dann vor die Füße des Königs warf. Da stellte der König fest, dass in jedem Apfel eine Perle war. Ganz verwundert ließ er den Bettler rufen und bat um eine Erklärung. Der Bettler sagte zum König: „Lieber Herr König, ich brachte dir diese Äpfel und wollte dir damit zeigen, dass das Leben jeden Tag eine große Gabe ist. Du aber weist sie ab, da du mit großem Reichtum umgeben bist und diese bescheidene Gabe nicht schätzt.“
Gott gibt uns durch Christi Auferstehung eine ganz große Gabe; er beschenkt uns freigebig. Wir aber benehmen uns oft wie der König aus der Geschichte, die ich euch eben erzählt habe. Wir nehmen diese Gabe gleichgültig auf, weil wir uns ihres großen Wertes nicht bewusst sind. Wenn wir nicht wissen, was die Auferstehung Christi für uns bedeutet, dann können wir das Evangelium nicht verkünden. Der Gedanke an den Auferstandenen darf mit diesem Tag nicht enden. Immer wieder werden wir nach Ostern daran erinnert. Die Osterzeit dauert ja 50 Tage bis zum Pfingstfest.
Bitten wir auch die Mutter des Herrn, die Heilige Jungfrau Maria, die Jesus so nahe ist, um Hilfe. Möge sie uns helfen, die wahre österliche Freude, die Kraft des Glaubens und den Glaubensmut zu erkennen und zu wahren und Zeugen der Auferstehung zu werden.
In der amerikanischen Armee arbeitete ein ideenreicher Sergeant, der zugleich Versicherungsagent war. Viele Soldaten haben bei ihm eine Lebensversicherung abgeschlossen. Der Armeekommandant wunderte sich darüber, wie es möglich war, so viele Soldaten dafür zu gewinnen. Einmal war er dabei, wie dieser Sergeant die Soldaten als Versicherungskunden für den Abschluss einer Lebensversicherung geworben hat. Er sagte: „Wenn ihr euch versichern lasst und ihr im Krieg euer Leben lassen müsst, dann bekommt eure Familie 100 000 Dollar. Wenn ihr euch nicht versichern lasst, kriegt die Familie in diesem Fall nichts. Es ist also vernünftig, eine Versicherung abzuschließen.
Predigt
Wenn wir Jesus fragen würden, ob er wusste, was ihn in Jerusalem erwartet, und ob er für diese schwere Situation eine Versicherung abgeschlossen hat, was würde er antworten? Ja, ich war versichert, aber bei keinem Versicherungsagenten. Meine Versicherung ist das Vertrauen in Gott. Er hatte so unerschütterliches Vertrauen in Gott, dass er Leid, Geißelung, Kreuz und Tod hinnahm, denn er wusste, dass der Tod für ihn nicht das Ende bedeutete. Das Vertrauen Jesu auf seinen himmlischen Vater widerspricht jeder menschlichen Erkenntnis. Gott kann, was Menschen nicht können.
Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Gott kann Steine verwenden, die ein Baumeister weggeworfen hat. Er kann Wasser aus einem Felsen herausrinnen lassen. Er kann einen unfruchtbaren Schoß mit Leben erfüllen. Er kann das Böse zum Guten verwandeln. Die Apostel waren Zeugen vieler Wunder, die Jesus gewirkt hat. Aber sie verstanden nicht, was das zu bedeuten habe – von den Toten auferstehen. Das begriffen sie erst viel später. Nach der Auferstehung zeigte sich Jesus mehrmals seinen Jüngern und sprach und aß mit ihnen. So überzeugte er die Apostel davon, dass er wirklich lebt. Auch wenn Jesus von Bosheit und Hass umgeben war, wusste er, dass Gott ihn liebt und dass er schließlich das letzte Wort haben wird. Jesus betet oft Psalmen, und so war ihm Psalm 16, Vers 8, bekannt, wo es heißt: „Ich habe den Herrn beständig vor Augen. Er steht mir zur Rechten; ich wanke nicht.“ So betete jeder gläubige Jude. Der Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat, wird durch den Tod nicht unterbrochen. Gott verwandelt den Tod in Leben.
Unsere Augen sehen nur die Stoppel am Getreidefeld, die Augen des Glaubens aber den Reichtum der Ernte. Unsere Augen sehen nur die Krankheit, das Alter, den Tod; die Augen des Glaubens sehen die Auferstehung und das Leben mit Gott.
Wir leben in einer Welt, in der wir Erfolg erleben, aber auch Enttäuschung – Überfluss, aber auch Not. Jesus lehrt uns, dass das Leben trotz Krankheiten, Leiden und Todes seinen Wert und Sinn hat. Viktor Frankl meint: Mit den Schwierigkeiten in unserem Leben wächst unsere innere Kraft und führt zu innerer Veränderung. Parker, ein amerikanischer Schriftsteller, schrieb eine Novelle mit dem Titel „Die Schuld der Gefühle“. Sie erzählt von einem jungen Studenten, der bei seiner Mutter lebte. Dieselbe Schule besuchte auch ein Mädchen und sie fuhren dorthin mit demselben Bus. Sie kannten sich nur vom Sehen. Eines Tages brauchte der Student einen guten Rat für eine Theateraufführung. Er bat das Mädchen um Hilfe, da er wusste, dass sie umfangreiche Erfahrung im Theater hatte. Sie versprach ihm, zu helfen, aber sie wollte von ihm das Versprechen, sich niemals in sie zu verlieben. Er sah darin kein Problem. Bei einer Theatervorstellung war er jedoch so verzaubert vom Mädchen, dass er sich in sie verliebte. Sie trafen sich öfter und gingen zusammen aus. Bei einem Treffen machte sie ihn darauf aufmerksam, dass sie an Krebs leide und daher nicht wollte, dass er sich in sie verliebt. Der Student nutzte fortan jede freie Minute, um beim Mädchen sein zu können. Seinem Vater, mit dem er zerstritten war und der ein guter Arzt war, vertraute er das Leiden seines Mädchens an. Dadurch erhielt sie die exquisite Behandlung, die es gab, und es kam zu einer Versöhnung mit ihrem Vater. Die beiden heirateten, doch das Glück war nur von kurzer Dauer, denn bald darauf starb sie. Die Novelle endete mit den Worten: „Schade, dass kein Wunder geschehen ist.“ Sein Vater aber sagte zu ihm: „Es ist ein Wunder passiert, und das Wunder, das bist du.“ Und er hatte recht, denn in ihm wurde die Liebe erweckt und die Verantwortung ist auferstanden. Er wurde ein neuer Mensch.
Die Auferstehung Jesu ist ein Wunder, das nicht nur in der Vergangenheit stattfand; sie geschieht in der Seele jedes Einzelnen von uns. Wir sollten Gott danken, dass er uns hilft, Gedanken der Hoffnung zu denken, zum Sinn des Lebens. Haben wir verstanden, worum es geht? Jesus beabsichtigt, uns zu einem neuen Leben aufzurufen. Einzelnen. Wir müssen aber glauben, dass Jesus wirklich die Kraft hat, uns aufzuerwecken, auch wenn es uns als unmöglich erscheint. Bei Gott aber ist alles möglich.
Ein Wasserträger in Indien hatte zwei gleichförmige irdene Töpfe. Sie hingen an beiden Enden einer langen Stange, die er über den Nacken legte. Einer der Töpfe hatte einen Riss, der andere hingegen war völlig in Ordnung. Der vorzügliche Topf enthielt am Ende des langen Weges immer noch die gesamte Menge Wasser. Der Topf mit dem Sprung dagegen kam immer nur halbvoll an. Der vorzügliche Topf war stolz auf seine Leistung, der beschädigte Topf schämte sich seiner Unvollkommenheit. Der unglückliche Topf sagte eines Tages zum Wasserträger: „Ich schäme mich, denn ich kann immer nur die Hälfte des Wassers abliefern!“ Der Wasserträger entgegnete ihm: „Wenn wir jetzt wieder den Weg entlang gehen, möchte ich, dass du auf die Blumen am Wegrand achtest!“ Tatsächlich bemerkte der Topf die wunderschönen Blumen, fühlte sich aber immer noch schlecht, weil er wieder so viel Wasser verloren hatte. Da sagte der Wasserträger: „Ist dir aufgefallen, dass nur auf deiner Seite diese Blumen wachsen? Ich habe deinen Mangel genützt, dort Blumensamen gesät, und du hast sie immer gegossen. Nun kann ich sie pflücken, um den Tisch damit zu schmücken. Wenn du nicht so wärst, wie du bist, wäre das Haus nicht so schön geschmückt.“
Der Topf mit dem Sprung kann ein Symbol für das Leben eines Menschen sein. Der Mensch macht Fehler; er möchte das Gute tun, tut aber oftmals das Böse. Die Unvollkommenheit kann Gott jedoch dazu dienen, das Gute im Menschen zu entfalten. Manche Menschen meinen, dass eine Krankheit etwas Böses sei, doch gerade durch eine Krankheit haben Menschen Gott gefunden und sind zum Glauben gekommen. Jesus ist auferstanden, aber auch wir können zu einem neuen Leben im Glauben an den auferstandenen Herrn erwachen. Unser Unglaube kann sich in Glauben verwandeln. Auch der Apostel Thomas wollte nicht glauben, dass Jesus auferstanden ist, doch sein Unglaube führte ihn zu einem tieferen Glauben. Das kann uns eine große Hilfe sein. Die Botschaft von Ostern ist: Gott kann auch die Risse und Sprünge in unserem Leben in Segen verwandeln. Jesus, danke für die Hoffnung, die du uns gibst!
Wir kennen die Liebe zu Gott, zu sich selbst und zu den Nächsten. Vielleicht erscheint die Liebe zu den Nächsten als fragwürdig. Jesus legt großes Gewicht auf diese Liebe: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mt 22, 39). Anderswo sagt Jesus: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt.“ Einander, wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe habt zueinander. Joh 13,34 Lieben bedeutet nicht nur, dem anderen etwas zu schenken,sondern mit ihm, mit ihr eine Gemeinschaft zu bilden. Natürlich hängen die Liebe zu Gott und die zu den Nächsten eng zusammen. Wenn jemand sagt: „Ich liebe Gott, aber seinen Bruder hasst“, ist er ein Lügner: denn wer seinen Bruder, den er sieht, nicht liebt , kann Gott nicht, lieben, den er nicht sieht. Und dieses Gebot haben wir von ihm: „Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben“ 1 Joh 4,20–21. Die Schlüsselfrage ist: Wer ist mein Nächster? Die hebräische Sprache hat in diesem Gebiet mehrere Termini und Ausdrücke; „karób“ und „saken“ drücken jemanden aus, der mir physisch oder geografisch nahe ist. Das Wort „rea“ bezeichnet jemanden, der mir näher ist, als ein Freund oder ein Verwandter. Jesus‘ Gleichnis über den barmherzigen Samariter bezeichnet den Nächsten als jemanden, der in Not ist. Wenn wir das zusammenfassen wollten, dann wären es die nächsten Freunde und Bekannten, Nachbarn, aber auch die Menschen, die in der Not sind und unsere Hilfe brauchen.
Jetzt haben wir die Passionsgeschichte gehört. Wir spüren, dass das was Kajaphas, Hannas und Pilatus mit Jesus machten wirklich niederträchtig war. Er musste dafür mit seinem Leben bezahlen. Es war ein großes Vergehen, doch sie waren überzeugt, dass sie im Einklang mit Gesetz und Vorschriften handeln. Wie war die Einstellung Jesu dazu? Jesus verzieh seinen Feinden, er war ganz anders als jeder andere Mensch. Um sein Ziel zu erreichen braucht Gott nicht das Böse, also die Rache. Jesus verzichtete darauf, Böses mit Bösem zu vergelten. Das ist die höchste Geste der Liebe. Im menschlichen Leben gibt es Konflikte, Unrecht und Ungerechtigkeit, aber es ist nicht immer leicht alles mit Liebe zu ertragen und gute Lösungen zu finden. Gott möge uns immer die Kraft geben, auf Vergeltung zu verzichten.
Ich möchte euch von einer Schriftstellerin erzählen, die eine sehr unruhige Kindheit hatte. Im jugendlichen Alter hat sie oft mit ihrer Mutter gestritten, weil diese sie ständig kritisierte. Eines Tages sagte sie zu ihrer Mutter: „Ich hasse dich, am liebsten würde ich sterben.“ Die Mutter antwortete: „Du kannst gehen, ich bin nicht mehr deine Mutter.“ Die Tochter hat geschworen, der Mutter das niemals mehr zu vergeben. Als sie dann eine gute Schriftstellerin geworden war und schon 46 Jahre alt war, klingelte in ihrem Arbeitszimmer das Telefon. Zu ihrer großen Überraschung war es ihre Mutter, die angerufen hatte. Sie erzählte, dass sie an Alzheimer erkrankt sei. Die Tochter war bestürzt, denn sie hatte ja viele Jahre nicht mit ihrer Mutter gesprochen. Da sagte die Mutter: „Ich kann mich nicht erinnern, was ich alles gemacht habe, aber eines weiß ich, ich habe dich sehr verletzt.“ Die Tochter antwortete: „Beunruhige dich nicht nicht, das war doch halb so schlimm!“ Aber die Mutter meinte: „Ich machte schreckliche Sachen, aber ich kann mich nicht mehr erinnern. Aber ich hoffe, du schaffst es, alles Unangenehme von damals zu vergessen. Ich habe auch alles vergessen.“ Die Tochter war gerührt und sagte: „Quäle dich nicht, es ist alles in Ordnung!“ Als das Telefonat beendet war, begann sie zu weinen. Sechs Monate später starb die Mutter. Die Worte der Mutter damals am Telefon waren für sie die beste Arznei. Die Mutter hatte zwar alles vergessen, weil sie Alzheimer hatte, sie aber hatte alles vergessen aus Liebe wie Christus.
Christus verzieh seinen Peinigern aus Liebe. Wir Christen sollen uns auch hier ein Beispiel an ihm nehmen.
Im 1. Korintherbrief heißt es: „Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe. Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: „Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.“ Diese Worte finden wir auch bei allen Evangelisten, und sie werden uns heute, am Gründonnerstag, besonders in Erinnerung gerufen.
Predigt
Ich möchte jetzt besonders auf die Worte „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ eingehen. Stellen wir uns einmal vor, was geschehen wäre, wenn die Apostel diesem Auftrag nicht nachgekommen wären! Wir hätten keine Eucharistiefeier, also keine heilige Messe. Dann würde Jesus nicht wirklich und persönlich unter uns anwesend sein. Gott sei Dank erfüllten die Apostel diesen Auftrag, und so ist Christus immer noch dort anwesend, wo die Eucharistie gefeiert wird. Der Höhepunkt jeder heiligen Messe ist die Worte der Wandlung, die der Priester über Brot und Wein spricht. Die heilige Messe ist also jene Zeremonie, in der wir uns an die ganze Heilsgeschichte erinnern – aber nicht nur diese im Gedächtnis bewahren, sondern sie vergegenwärtigen und erleben. In jeder heiligen Messe hören wir das Wort Gottes und können seinen Leib empfangen. Wir sind mit Jesus am Kalvarienberg, werden an seinen Tod erinnert und freuen uns, dass er auferstanden ist. Wir müssen – auch wenn es uns als unmöglich erscheint – uns dieser Tatsache bewusst sein, dass in jeder heiligen Messe dieses Gedächtnis an das Leiden, den Tod und die Auferstehung vollzogen wird. Jesus hat uns also etwas hinterlassen, das von unvorstellbarem Wert ist. Nach jeder heiligen Messe sollen wir hinausgehen in die Welt, um zu verkünden, dass Jesus lebt und uns liebt.
Wenn sich die Menschen die heilige Messe mit ihren verschiedenen Zeremonien einfach nur ausgedacht hätten, gäbe es heute keine mehr. Alles Menschliche geht zugrunde oder ändert sich, die heilige Messe wird aber bis ans Ende der Zeit dauern, denn sie ist Gottes Werk. Die heilige Messe ist die Quelle vieler Gnaden. Eine gute Beziehung zur heiligen Messe ist das Erkennungszeichen eines Christen. Schade, dass viele Menschen die heilige Messe zu wenig oder gar nicht beachten. Besonders in Westeuropa besuchen nur noch wenige Gläubige die Heilige Messe. Unlängst habe ich in einer Statistik zur katholischen Kirche in den Niederlanden gelesen. Dort besuchen in mehreren Diözesen nicht einmal mehr ein Prozent der Gläubigen die Heilige Messe. Es ist bedeutsam, die richtige Einstellung zur Messe zu haben, und das bekommt man durch gute Vorbilder. Wenn Eltern der Messe gleichgültig gegenüberstehen, kann man von Kindern nicht erwarten, dass sie eine gute Beziehung zur heiligen Messe haben.
Es gibt aber auch die andere Seite – nicht überall gibt es eine solche Freiheit wie bei uns, jederzeit eine heilige Messe feiern zu können. Ein Beispiel dazu: König Heinrich VIII. von England trennte sich von der katholischen Kirche und verbot den Katholiken, die Heilige Messe zu feiern. Ein Priester wurde erwischt, als er eine heilige Messe feierte, und ihm wurde der Prozess gemacht. Er wurde gefragt, ob er denn nicht wüsste, dass der König den katholischen Priestern verboten hatte, eine heilige Messe zu zelebrieren. Seine Antwort war, dass er es wohl wüsste. Nun fragte der Richter, wer es ihm dann erlaubt hätte, die Messe zu zelebrieren. Der Priester antwortete: „Jesus hat doch gesagt: Tut dies zu meinem Gedächtnis. Also erfülle ich nur den Auftrag Christi.“ Er wurde daraufhin hingerichtet.
Auch heute noch bringen Tausende gläubiger Menschen erhebliche Opfer, um an einer heiligen Messe teilnehmen zu können, und in vielen Ländern der Erde werden Christen verfolgt. Wir leben in einem freien Land, und wir sollten die Chance nutzen, jeden Sonntag und Feiertag eine heilige Messe zu besuchen! Sie gibt uns Kraft für unseren Alltag.
„Einer von euch wird mich ausliefern.“ Diese Worte mussten die Aposteln sehr erschüttert haben. Die Apostel ahnten, dass jemand Jesus ausliefern wird. Selbst Jesus hat darüber mehrmals gesprochen. Als sie in Galiläa waren, sagte Jesus zu ihnen: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.“ (Mt 26,21). Anderswo sagte Jesus: „Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen.“ (Mt 20,18)Ich möchte noch einen Ausspruch von Jesus zitieren: ,,Ihr wisst, dass in zwei Tagen das Pascha beginnt, da wird der Menschensohn ausgeliefert, um gekreuzigt zu werden.“ Die Apostel dachten, dass das jemand Fremder machen wird. Aber jemand von ihnen, das ist unmöglich. Die Apostel versichern Jesus ihre Ergebenheit und Treue. Wie wenig kennen sie sich doch selbst!
Herr, und trotz allem liebst du sie. Du bemühst dich stets, all das Gute in ihnen zu sehen und aus ihnen herauszuholen. Auch deinem Verräter bietest du noch eine letzte Möglichkeit an, seine Absicht zu ändern. Und noch ehe du dich in die Hände der Feinde begibst, verwandelst du Brot in deinem Leib und Wein in dein Blut. Du nimmst das Brot und sagst zu den Aposteln: “ Nehmet und esset, das ist mein Leib!“ Dann nimmst du den Kelch mit Wein und sagst: „Trinket alle daraus, das ist mein Blut, das Blut des Bundes, dass für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“
Wer wäre in dieser Situation fähig, solche Liebe zu erweisen? Danken wir Jesus, dass er sein Leben für uns gab und beten wir: “ Jesus, schau nicht auf unsere Sünde und auf unsere Schwächen, sondern auf dein Werk, dass du an uns vollziehen willst.“
Saget der Tochter Sion. Siehe , dein kommt sanfmutig zu dir und sitzt auf einer Esselin. Der Evangelist bezeichnet hier ausdrücklich die Wahrheit, die im Geiste der Juden von selbst hätte aufleuchten sollen.Jesus von Nazaret ist der versprochene Mesias, er nimmt jetzt von seinem Reiche besitz und unsere Pflicht ist ihm zu huldigen. Denn, das was jetzt geschach, war die wörtlich genau Erfüllung einer Prophetie welche, vor fünfhundert Jahren von Zacharias ausgesprochen, offenbar auf den Messias sich bezieht. Fürchte dich nicht. Freue dich hoch juble, dein König kommt zu dir . Zach 9,9. Mein König ? Wer ist er? Ewiger Gott, der allmächtiger Schöpfer des Welltalls, dessen Finger Himmel und Erde trägt, dessen Wink alles regiert, der unfassbare Inbegriff aller Vollkomenheit und er kommt zu mir. Was bin wohl ich? Ó im Vergleiche zu ihm das lautere Nichts, ein hilflosser Wurm im Staube. Wenn nun dieser König zu mir zu kommen sich herabläst, muss ich da nicht aus tiefster Seele frohlocken .Erwäge ferner , wie, warum er kommt. Sanfmütig-arm. Die erschreckende Majestt hat er unter niedrigen Gestalt verborgen, sein Herz schlägt dir in unsglicher Liebe entgegen, er will aller deiner Misstaten nimmer gedenken,er will auch ferner Geduld haben mit deiner Armseligkeit. Gerecht. Nicht aus tyranischen Willkür sind die Gesetzte erflossen , die der König mit sich bringt. Heiligkeit ist ihre Quele, die höchste Weisheit hat sie verfasst, rücksichtvolle Liebe verkünden dieselben, reiche Gnade ermöglicht ihre Erfüllung ; ihre Endabsicht ist unser zeitliches und ewiges Heil. Gerecht , dann aber ja notwendig auch ein strenger Rcher der Sünde – Alerdings , aber er rächt, er straft die Sünde an sich selbst. Heil und Preis dir mein König , der du gerecht bist, um gerecht zu machen alle, die es werden wollen. Jesus kommt als Heiland. Eines Heilandes, ja bedürfen wir, eines Artztes , der die Seele gesund macht. Wir bedürfen eines göttlichen Wundertäters, um aus dem Tode zum Leben zu erwache zu erwachen, der Vermittlung eines Gottes , um mit Gott Gott wieder eins zu werden , ein zu bleiben. Wenn er man zu uns kommt, um als Heiland zu wirken, muss da nicht Seele und Leib frohlocken in überschwenglichem Jubel? Er kommt aber so wahr und wirklich , wie einst nach Sion, bei der heilige Kommunion in meine Seele. Er herrscht, ist wirklicher König , aber herrscht nicht durch Schrecken und Waffengewalt , sondern durch die Wahrheit, durch Liebe, Gnade. Ein Friedensfürst kommt er , und wie seine Erscheinung friedlich ist, also ist auch der Zweck seiner Erscheinung friedlich ist,also ist auch der Zweck seiner Erscheinung , dem Menschen mit Gott, mit sich selbst und der übrigen Schöpfung den Frieden zu bringen. Wir sind verpflichtet seienen Gesetzten demütigen Gehorsan zu erweisen. Unser Dienst jedoch darf nicht aus knechtischer Furch , sondern muss aus kindlich freudiger Liebe entspringen.
In jedem Staat finden alle vier oder fünf Jahre Wahlen statt. Das kann eine Nationalratswahl, eine Präsidentenwahl, eine Regionalwahl, eine Europawahl oder irgendein Referendum sein. Einige freuen sich dann über ein erfolgreiches Ergebnis, andere wiederum sind betrübt, weil sie zu wenige Stimmen erhalten haben.
Wahlen gibt es nicht nur heutzutage. Auch zur Zeit Jesu wurde abgestimmt. Das war zum Beispiel am Hofe des Pilatus so. Dort fand sozusagen eine Art Volksabstimmung statt. Pilatus gab dem Volk die Möglichkeit, zwischen Jesus und Barabbas zu wählen. Die Überraschung über den Wahlausgang war groß: Die Wahl fiel auf den Übeltäter Barabbas. Jesus aber sollte gekreuzigt werden. Das haben wir ja ausführlich in der Leidensgeschichte gehört. Überraschend war jedoch, dass diese Entscheidung nicht von Heiden oder fremden Menschen getroffen wurde, sondern vom eigenen Volk. Das waren jene Menschen, die jeden Samstag die Synagoge besuchten und Gott mit Psalmen und Hymnen lobten. Das Paradoxe ist, dass sie im Namen Gottes seinen Sohn – also Jesus – verurteilten. Der Einzige, der nicht überrascht war, war Gott selbst, denn er kennt die Herzen der Menschen. Er weiß, dass Menschen egoistisch, neidisch und zwiespältig sind. Doch Gott entschloss sich trotzdem dazu, seinen Sohn für die Menschen am Kreuz zu opfern, denn die Liebe ist stärker als der Hass. Im Kreuz ist Heil, Hoffnung und Leben. Trotz dieser Verurteilung Jesu erkennen wir also den Triumph der Liebe Gottes zu uns Menschen. So können wir die Passionsgeschichte aus einer anderen Perspektive sehen. Auch Gott hat gewählt und sich für uns entschieden – für dich und mich. Das zeigt uns das Kreuz – Jesus ist für uns gekreuzigt worden. Auch wir stehen jeden Tag vor einer Wahl – wir müssen uns immer wieder entscheiden für das Gute oder das Böse, für Liebe oder Hass, für Vergebung oder Zorn. Gott möge uns die Kraft schenken, immer jene Methode zu wählen, die seinem Willen entspricht und die uns sein Sohn Jesus vorgelebt hat. Danke, dass du uns deine Stimme gibst! Herr, auch unsere Stimme möge dir gehören!
Liebe fängt mit dem Schenken an, aber krönt sich durch Ertragen des gemeinsamen Schicksals. Wenn jemand liebt, sehnt er sich danach, dass seine Liebe erwidert wird. Die Liebe zweier Menschen, die Christus erkannten, sehnt sich danach, dass sie mit ihrem Leben, ihren Taten zu Christus richten/zusteuern, damit sie Christus loben. Der heilige Paulus schreibt: „Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes.“ 1 Kor 10,31. Wer Christus liebt, will Jesus frohe Botschaft allen Menschen verkünden und sie in die Gemeinschaft mit Christus führen. Die wirkliche Liebe ist nur in der Gemeinschaft der Menschen möglich, wo Christus gegenwärtig ist und die in seinem Namen versammelt sind. Nur dort, wo die Menschen mit Christus vereint sind , ist es möglich, sein Werk zu verwirklichen. Wir sind Zeugen dessen, dass in der Kirche oft verschiedene Gemeinschaften und Kommunitäten entstehen, in denen wirkliche Liebe wohnt. Doch beobachten wir auch, wie diese Gemeinschaften plötzlich ersterben und sich auflösen. Die Ursache ist, dass wir Menschen sind und unsere Möglichkeiten der Liebe begrenzt sind. Gott liebt jeden einzelnen Menschen mit unendlicher Intensität, als ob dieser Einzelne auf der Welt wäre. Die Menschen schaffen das nicht. Wir sind nicht in der Lage, wirkliche, tiefe Beziehungen mit der unbegrenzten Anzahl von Menschen zu bilden. Die Ursache ist, dass unsere Möglichkeiten der Liebe begrenzt sind. In dieser Wirklichkeit wurden sie sich einiger Ordensgemeinschaften, die die Regel/die Norm über die maximale Anzahl der Mönche oder Ordensschwestern in einem Kloster. Selbst Jesus hat die enge Beziehung der Liebe nur mit einer engen Gemeinschaft der zwölf Apostel. Und auch dort war das nicht gleich. Es gab noch einen engeren Kreis. In diesem Kreis waren nur drei Apostel: Petrus, Jakobus und Johannes. Der amerikanische Psychologe Scott Peck sagt dasselbe. Der Mensch ist fähig , intensive Beziehungen der Liebe nur mit einigen Leuten zu pflegen. Viele Gemeinschaften entstehen, aber dann gehen sie unter. Solange die Gemeinschaft eine kleine Gruppe ist, können die Beziehungen sehr intensiv sein. Je mehr Menschen in einer Gemeinschaft sind, desto flacher werden die Beziehungen. Die Erfahrung zeigt, dass die Anzahl der Menschen in einer Gemeinschaft von 6 bis 18 nie mehr sein sollte. Die Urkirche baute keine riesigen Tempel. Die Kirche lebte in kleinen Gruppen. Die Leute kamen in kleinen Zimmern zusammen . Diese kleinen Gemeinschaften wurden mit Recht die Kirche genannt. Grüßt auch die Gemeinde, die sich in ihrem Haus versammelt. Röm 16,3: „Es grüßen euch die Gemeinden in der Provinz Asien. Aquila und Priska und ihre Hausgemeinde senden euch viele Grüße im Herrn.““ Kor 16,19. Widerspricht es nicht der Wirklichkeit, dass die Liebe sich danach sehnt, sich zu verschenken, sich zu geben, und dass sie danach alle Menschen lieben will? Wie kann sich die Gemeinde dann sehnen, alle Menschen zu lieben und anzuziehen und dabei klein zu bleiben. Es ist nur möglich, unter der Voraussetzung, dass unsere Gemeinschaft eine wirkliche, lebendige Zelle der Kirche wird. Die Zelle wächst und teilt sich anschließend. Und die Zelle wächst weiter und teilt sich dann wieder. Eine gesunde Zelle wächst und teilt sich dann. Die kranke Zelle ist nicht in der Lage, sich zu teilen. Anders gesagt: Die kranke Gemeinde ist nicht in der Lage, weiterzuwachsen und sich zu teilen. Jesus sagte: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert“ (Mt 13,33). Haben wir verstanden, was Jesus damit sagen wollte?
Erlöst zu sein bedeutet, mit Christus zu sein. Mit Christus zu sein, ist in der Kirche möglich. Wir müssen die Mitglieder der Kirche werden. Aber uns muss klar sein: Das ist etwas anderes, als Mitglied einer Organisation zu werden. Die Kirche ist keine Organisation. Die Kirche ist ein lebendiger Organismus. In der Kirche lebt Christus. Eingegliedert in die Kirche bedeutet, sich mit Christus zu vereinigen, mit ihm zu verwachsen und zusammen mit ihm zu wachsen. Mit ihr ein Leib zu werden. So sind wir , die vielen, ein Leib in Christus, als Einzelne, aber wir sind Glieder, die zueinander gehören“ Röm 12,5 . Der heilige Paulus schreibt: „Dann macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr gleichen Sinn und gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid.“ Phil 2,2. Bildlich gesagt bedeutet das: Wenn wir in die Kirche eintreten, sollen wir Jesu Herzen annehmen und sein Denken. Mit ihm sich vereinigen. Und das verlangt von uns, dass wir uns verwandeln. Diese Umwandlung kann in uns nur der Gottesgeist verwirklichen. Selbstverständlich, dabei müssen wir zusammenarbeiten. Diese Umwandlung verwirklicht sich durch die Liebe. Der heilige Paulus drückte es mit dem Satz aus. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen, denn die Liebe Gottes ist in unseren Herzen durch den Heiligen Geist ausgegossen, der uns gegeben ist. Röm 5,5. Gott sehnt sich wirklich danach, uns zu verwandeln, zu ändern. Er will uns mit seinem Geist beschenken und mit seiner Liebe erfüllen. Sicher kennen Sie die Worte Jesu aus dem Matthäus-Evangelium. Oder ist einer unter euch, der seinen Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen, die ihn bitten, Gutes geben“ Mt 7,9-11. Was sollen wir aus unserer Seite machen, damit uns Gott mit seinem Geist und mit seiner Liebe beschenkt? Wir müssen um diese Gaben bitten und uns nach ihnen, nach wahrer Liebe, sehnen, die aus Gott kommt. Wie sieht diese Gottesliebe aus? Wie äußert sich diese Liebe? 1. Durch die Bescherung. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: ‚Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus. Simon antwortete ihm. Meister , wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts erlangt. Doch, weil du es sagst, will ich die Netze noch einmal auswerfen. Das taten sie , und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten.“ Lk 4,5-6: Jesus‘ Liebe zu Peter beginnt mit der Gabe, die er annehmen kann. Was Jesus gemacht hat, ist für ihn verständlich. 2. Erschaffung der Gemeinschaft: „Da sagte Jesus zu Simon: ‚Fürchte dich nicht.’“ Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote ans Land ; dann verließen sie alles und folgten ihm. Lk 5,10–11 So, wenn sich einmal ein junger Mann und ein Mädchen ineinander verlieben, genügt es ihnen nicht, dass sie sich die Briefe und Geschenke wechseln, sondern sie sehnen sich danach, immerwährend zusammen zu sein. Jesus will Petrus nicht nur beschenken, sondern auch mit ihm leben. Mit ihm eine Gemeinschaft zu bilden. 3. Sich teilen. Jesus will sich mit Peter und den anderen Aposteln teilen , um alles, was er hat, zu teilen. Er hat die Absicht, sich mit den Aposteln über seine Beziehung zum Vater und zu seiner Mutter Maria zu teilen. Maria wird die Mutter der Kirche sein. Was aber das Wichtigste ist, darüber schreibt der heilige Petrus: „Alles, was unser Leben und unsere Frömmigkeit fördert, hat seine göttliche Macht uns geschenkt; denn sie hat uns den erkennen lassen , der uns durch seine Herrlichkeit und Kraft berufen hat. Durch sie wurden uns die kostbaren und großen Verheißungen gegeben, damit ihr an der göttlichen Natur Anteil erhaltet.“ 2.Pet 1, 3-4. Die drei Punkte legte Jesus in die Kirche und die Apostel tragen diese Grundsätze/Prinzipien in die ganze Welt. Noch einmal diese drei Punkte. 1. Beschenkung/Heilung, Genesung, Sammlung/ 2. Einladung in die Gemeinschaft Apg. 2,42-45 3. Sich teilen. Die ersten Christen hatten alles gemeinsam. Sie teilten sich mit allen. Aufgrund der Liebe
Man versteht darunter, dass Gott die Leiber der Toten wieder zum Leben auferwecken wird. Wenn der Tag kommen wird , an dem Gott das Weltgericht halten will, weiß niemand. Nur der Gott kennt diesen Tag, dann wird er die Leiber der Toten mögen sie erst vor Kurzem, oder schon vor vielen hundert und tausend Jahren gestorben sein zum Leben auferwecken. Das heißt dass sie wieder lebendig werden. Wenn sie schon längst verwest , in Staub zerfallen sind. Gott weiß jedes Stäubchen zu finden und jede Seele wird wieder den Leib bekommen , den sie bei Lebzeiten gehabt hat. Alle Menschen werden aufestehen , aber nicht alle auf gleiche Weise. Diejenigen , die from und gut waren und ihrem Leib zum Guten gebraucht haben, zum Beispiel die Zunge zum Beten, die Hände zum Gutes thun, die arbeiteten für Gott, die Almosen gaben, die werden dann einen herrlichen, glorreichen , verklärten Leib haben, ähnlich dem Leibe, den der liebe Heiland jetzt im Himmel hat. Ihr Leib wird nie mehr Schmerzen empfinden , nie mehr Krankheiten erleiden oder sterben können. Sie werden nicht wie wir jetzt, langsam auf auf dem Boden laufen müssen von einem Ort zum andern, sondern wie der Vogel sich fröhlich in die Luft schwingt und schnell von einem Ort zum anderen fliegt: noch viel schneller werden die Seligen überall hinkommen, wohin sie nur wolen .Und ihr Leib wird herrlich strahlen in wunderschönem Glanz und herrlicher Schönheit. O was werden die Seelen der guten Menschen dann für eine Freude haben, wenn sie diesen schönen herrlichen Leib erhalten werden um ewig in ihm zu zu wohnen.Wenn man euch ein practvolles Haus zeigen würde,mit den schönsten Zimmern herrlichen Bildern so schön wie ihr es nie gesehen und euch sagen würde: du kannst von jetzt an hier immer wohnen,würdet ihr euch nicht freuen? So werden die guten frommen Menschen sich freuen ,wenn sie den schönen, herrlichen Leib sehen,den ihre Seele ewig bewohnen soll. Die Leiber aber die schlecht sündhaft gelebt und ihren Leib zur Sünde missbraucht haben. Zum Beispiel die Augen, um Böses anzusehen , die Zunge um zu fluchen, Diese Menschen werden häßlich und abscheulich Leiber haben, wie Ihr nie etwas gesehen habt oder euch denken könnt, und ein unausstehlicher Geruch wird von ihnen ausgehen. Weil die Bösen ihren Leib zur Sünde missbraucht haben,so wird dieser Leib sie jetzt auch quälen und plagen in alle Ewigkeit. Die Sünden, die sie begangen, werden gleichsam zu lesen sein in den häßlichen und abscheulichen Plagen dieses Leibes. Wie werden da die Seelen der Bösen sich fürchten und entsetzen ,wenn sie mit einem solchen Leib sich vereinigen sollen. Wie wäre es Euch , wenn man euch eine finstere, abscheuliche, stinkende Höhle worin Schlangen und anderes Ungeziefer sich aufhalten, zeigen und sagen würde. Da musst du jetzt wohnen. Würdet Ihr euch da nicht entsetzen und lieber sterben wollen? Noch viel mehr werden sich die Bösen entsetzen vor ihrem hässlichen Leib. Sie müssen diesen abscheulichen Leib bewohnen ewig ohne Ende. Mit was für einem Leibe möchtet Ihr einmal auferstehen? Was dürft ihr deshalb nicht tun? Ja missbrauche euren Leib, eure Augen ,Ohren , Hände, Zunge nie zu etwas Bösem. Seid ihr immer recht ehrbar und sittsam, redet nie Etwas an, macht ihr nie Etwas , worüber ihr euch schämen müsstet, damit ihr nicht einmal in einem hässlichen und abscheulichen Leib Schande und Qual dulden müsst die ganze Ewigkeit.
Gott will, dass wir ihm ähnlich sind. Nicht nur bildlich, sondern real. Wenn wir, wie Jesus denken erlernen, handeln wie Jesus,schauen an die Welt mit seinen Augen, dann werden wir ihm ähnlich,dann werden wir mit ihm vereinigen. Wir sollen aber von der Ähnlichkeit zur Identität/mit Jesus/ übergehen. Wie können wir das erlangen? Die Antwort finden wir in der Heiligen Schrift.,, Alles hat er ihm zu Fußen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt , über die Kirche gesetzt. Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt , der das All ganz und gar beherrscht.Eph 1,22-23. Die Kirche ist hier als Jesus Leib bezeichnet. Das Wort ,, Leib“, hat hier ein bisschen andere Bedeutung wie heute. Wenn wir das Wort der Leib sagen, denken wir an das Fleisch ,Blut, Muskeln, Gebeine/Knochen/. In der Heiligen Schrift das Wort ,,der Leib“ bedeutet den ganzen Menschen. Darum im Alten Testament ist gebraucht die Wortverbindung wie zum Beispiel. An diesem Tag schließe ich den Vertrag mit jedem Leib… jeder Leib wird erkennen. Das, was Paulus sagt bedeutet. Die Kirche ist gleich dem Christus. Das bedeutet in der Kirche oder durch die Kirche vereinigen wir uns mit Christus. Der heilige Paulus schreibt,,, Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, nicht alle Glieder aber denselben Dienst leisten, so sind wir, die vielen ein Leib in Christus , als einzelne aber sind wir Glieder , die zueinander gehören“ Röm 12,4 oder ,, Denn wie der Leib eine Einheit ist doch viele Glieder hat , alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind , einen einzigen Leib bilden , so ist es auch mit Kristus. In dem einen Geist wurden wir durch die Taufe alle zu einem einzigen Leib, Juden und Griechen, Sklaven und Frei und wir wurden alle mit dem einen Geist getränk“ 1 kor 12,12. Warum kommen wir zum Christus durch die Kirche? Warum nicht individuell? Darum, weil der Mensch ein geselschaftliches Geschöpf ist. Wir kennen sicher, mehrere Fälle, dass jemanden Jesus erschienen ist, der vorher an Gott nicht glaubte. Dann aber alles was kommt danach geschehen,verwirklicht sich in der Kirche. / Belehrung,Taufe, der Empfang weiterer Sakramente. In der Kirche lehren wir Jesus Leben zu leben. Die Kirche lehrt uns nicht nur dieses Leben leben, führen, aber sie hilft uns dabei. In der Kirche wirkt der Heilige Geist. Was bedeutet das alles. Das bedeutet , dass die Kirche unsere Mutter ist. Sie hat uns für das ewige Leben geboren. Sie hilft uns dieses ewige Leben erhalten und entwickeln. Aber sind wir uns dessen bewusst, dass auch wir als Mitglieder der Kirche, der Kirche helfen können. ,,Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade.Hat einer die Gabe prophetischer Rede, dann rede er in Übereinstimmung mit dem Glauben, hat einer die Gabe des Dienens,dann diene er.Wer zum Lehren berufen ist , der lehre; wer zum Trösten und Ermahnen berufen ist, der tröste und ermahne“ Röm 12, 6-8. ,, Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem anderen durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft ,einem – immer in dem einen Geist -Heilungsgaben, einem andern Wunderkräfte , einem andern prophetisches Reden, einem andern verschiedene Arten verzückter Rede, einen andern schließlich die Gabe sie zu deuten“. 1 kor 12,7-10. Noch einmal. In der Kirche. Die Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen lernen wir unser Christentum leben. Wenn jemand glaubt, dass es geht auch ohne Kirche, so irrt sich. Eine kleine Erklärung. Sprechen, lernen wir nicht von sich selbst. Wir brauchen dazu andere Menschen, von denen wir als Kinder sprechen lernen. Auch unser christliches Leben lernen wir von der Kirche leben.
Dass Jesus die Krankensalbung eingesetzt hat, sehen wir aus der Heiligen Schrift, und zwar aus dem Briefe des heiligen Apostels Jakobus. Da schreibt der hl. Apostel: „Ist jemand unter euch krank, so rufe er die Priester der Kirche, und sie sollen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken zum Heile sein, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden auf sich hat , werden sie ihm nachgelassen werden. /Jak 5,14-15/
An welches sichtbare Zeichen hat Jesus die Gnade geknüpft, die er den Kranken erweisen will? Welcher äußere Brauch muss vorgenommen werden, damit der Kranke den besonderen Beistand Gottes erhalte? /Salbung und Gebet/ Warum hat Jesus wohl gerade die Salbung mit Öl angeordnet? Weil das Öl die Schmerzen der Verwundeten lindert und die Wunden oft sogar heilt. Habt ihr nicht in der biblischen Geschichte gehört, dass einem Verwundeten Öl in die Wunden gegossen worden ist, um seine Schmerzen zu lindern und ihn zu heilen? Dies bezieht sich auf die Erzählung vom barmherzigen Samariter. Wenn ein Kranker dem Tode nahe ist, ist seine Seele der Verwundete, der Hilfe und Linderung bedarf. Wer ist der barmherzige Samariter, der ihm diese Hilfe bringt? /Jesus/. Das Öl zeigt an, dass der armen, verwundeten Seele Hilfe und Linderung gebracht werden. Wer gibt dem Öl diese Kraft? Jesus. Welche Wirkungen hat die Krankensalbung? Hauptsächlich soll die Krankensalbung der Seele des Kranken zum Heile dienen. Der hl. Jakobus verspricht dem , der die Krankensalbung empfängt , die Nachlassung der Sünden, aber dieses Sakrament hilft oft auch unserem Leib. Mein Vater war als junger Mann schwer krank. Er hatte die Rippenfellentzündung. Er liegt viele Wochen im Krankenhaus. Als er die Krankensalbung empfing, wurde er nach zwei Tagen gesund, und die Ärzte sagten, es sei ein Wunder.