Freitag der 3. Fastenwoche Mk 12,28-34

Jesus Christus, der uns den Nächsten zu lieben geboten hat, sei mit euch.

Und den Menschen von heute mögen die Worte, mit denen Jesus die Frage des Gesetzgebers beantwortet, sehr abgedroschen klingen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen …“ Doch egal, wie sehr wir diese Antwort zu kennen glauben, wie können wir wirklich danach leben?

Jesus, du hast uns Gott, unseren Vater,lieben gelehrt, Herr,erbarme dich unser.

Du lehrst uns, den Nächsten um des Vaters willen zu lieben. Christus,erbarme dich unser.

Du  kamst zu uns als Zeuge der göttlichen Liebe. Herr, erbarme dich unser, 
Was macht Liebe eigentlich aus? Ein Gebot – so der Predigttext. Fragen wir weiter: Was macht die Liebe zum größten Gebot? Liebe lässt uns Hass, Konflikte, ja sogar Krieg vergessen. Liebe ist die Abwesenheit von Hass und Streit. Liebe ist grenzenlose Zuneigung zum Nächsten. Deshalb ist Liebe so schön – so schön, dass es Freude bereitet, ihr zuzuhören, sie zu faszinieren und die ganze Nacht darüber zu lesen. Liebe ist eine Neubewertung aller Werte. Liebe ist eine Neudefinition der Prioritäten. Nur eines zählt: Julia oder Romeo.

Was für die Liebe zwischen Mann und Frau gilt, gilt auch für die Liebe in ihrer Gesamtheit. Die Nächstenliebe lässt einen Kaufmann sein Geschäft vergessen und dem Armen am Wegesrand helfen. Die Geschichte ist so fesselnd, dass sie um die Welt gereist ist und … Die Geschichte vom barmherzigen Samariter, einem Kaufmann aus Samaria, zählt zu den bekanntesten Erzählungen der Bibel. Diese Liebe zwischen Menschen, wie auch die Liebe zu Gott, birgt einen Gegensatz. Während Romeo und Julia die Feindschaft ihrer Familien als Gegenpol zu ihrer Liebe erleben, steht die Liebe zwischen Menschen der Gier gegenüber. Das Gegenteil der menschlichen Liebe zu Gott ist Ablehnung oder Gleichgültigkeit – die heute am weitesten verbreitete Form der Gottesfeindlichkeit.

Die Bibel enthält viele Liebesgeschichten. Sie beginnt mit der von Adam und Eva. Die schönste dieser Liebesgeschichten findet sich fast am Ende der Bibel. Sie wird dort beschrieben, nicht definiert. Gott wendet sich ganz dem Menschen zu. Er tut es wie eine Mutter ihrem kleinen Kind. Das Kind läuft herbei. Sein Gesicht ist voller Tränen. Die Mutter tröstet es; sie trocknet seine Tränen. Und die Welt des Kindes ist wieder in Ordnung. Das Kind bleibt in ihrer Umarmung.

Lesen wir die Geschichte, wie Gott uns in der Offenbarung tröstet: „Und er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst, ihr Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offb 21,3). Bitten wir um die Gnade einer neuen Liebe zu Gott und zu unserem Nächsten.

Da wir Gott aus ganzem Herzen lieben wollen, wagen wir, zum Vater zu beten.

Damit wir das Beispiel und Gebot der Liebe des Herrn nicht  vergessen, wollen wir ihn um  seinen Frieden bitten.

Selig,die Gott und den Nächsten lieben und nicht fern vom Reich Gottes sind.

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Lamm Gottes.

Sobald der Priester niederkniet und sich wieder erhebt,hält er die gebrochene Hostie in die Höhe und spricht. Behold the Lamb of God, who takes away the sin of the world. Selig,die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind. Diese Einladung ist eine Aufforderung. Der Reiz für die Augen und  der Reiz für die Ohren ergänzen,verstärken und erklären sich gegenseitig. In diesem Sinne hören wir,während wir auf das eucharistische Brot schauen,dass das  Lamm Gottes Heil bringt, dass es die Sünden der Welt hinwegnimmt. So zeigte einst Johannes der Täufer am Jordan in Betanien auf den Herankommenden und sprach. Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde  der Welt hinwegnimmt (Johannes 1,29). Die Antwort  ist die  mit  den Augen wahrgenommene erhobene Hostie. Es nimmt sie  hinweg, indem es sich für unsere Sünden geopfert hat. Die Sünden werden also dadurch hinweggenommen, dass das Lamm sie  auf sich nimmt, indem es ans Kreuz zurückkehrt und sich selbst  hingibt. Jesus opfert sich für die Sünden eines jeden Menschen, persönlich und je für sich.

Das Lamm Gottes bricht auch die zwischenmenschlichen Barrieren,damit die Gemeinschaft gestärkt wird. Das Mahl ist grundlegend gemeinschaftlicher Natur – es  kann sich nicht um das  individuelle Sitzen eines einzelnen , isolierten Menschen handeln. Es findet  das  Mahl des Lammes  statt. das Mahl einer jubilierenden  Gemeinschaft,die vom Lamm zusammengeschlossen und eingeladen  ist, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.

Worin besteht diese Einladung? Im Angebot der geistlichen Reinigung und in der Chance, sich für ein Leben in der Heiligkeit neu zu starten – was die  angenommene  Einladung zu seiner Hochzeit bedeutet.  Die mystische  Einladung  empfangen wir durch das letzte Buch  des  Neuen Testaments, die Offenbarung des heiligen Johannes des Apostels: „Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes sind.“ (Offenbarung 19,9) Nach diesen Worten hält jeder, einschließlich des Priesters, kurz inne: eine Gewissenserforschung: Habe ich die Einladung  in der Tiefe meines Herzens angenommen? Lene ich in der heiligmachenden Gnade? Habe ich das Äußerste getan, um mich von meinen eigenen Sünden zu reinigen? Im Falle einer schweren Sünde gehe ich zur heiligen Beichte.

Nach der Einladung,den Blick auf das einladende Lamm zu richten, antworten die Geladenen: „Herr, ich bin nicht würdig,dass du unter mein Dach eingehst,aber sprich nur ein Wort,so wird meine Seele gesund.“ Es handelt  sich um ein nahezu wörtliches Zitat des Hauptmanns von Kafarnaum, der Jesus bat, seinen Knecht zu heilen (Matthäus 8,8) , mit dem bedeutsamen Unterschied ,dass wir statt des biblischen „Mein Knecht wird gesund“ in der Messe sagen: „Meine Seele wird gesund.“

Und warum bin ich nicht würdig,dass Jesus unter mein Dach eintrete? Es ist die demütige Antwort des Gewissens,dass wir von Jesus ein unermessliches Geschenk empfangen – und das nennen wir Gnade: die Gnade seiner Gegenwart,die Gnade seiner Reinigung. Die Eucharistie ohne Demut  zu empfangen ist undenkbar, und sie soll in uns  gute geistliche Frucht tragen.Bereits das Niederknien des Priesters und anschließend seine tiefe  Verneigung vor der erhobenen Hostie sind  ein Gestus der Demut, und dieser wird auch in den Worten ausgedrückt: „Ich bin nicht würdig.“

Eine weitere Schwerpunktbedeutung liegt  im Satz „unter mein Dach einzutreten“ – also: Ich bin nicht würdig,aber  du , Herr,wirst dennoch in mein inneres Zuhause,unter das Dach  meiner Seele, eintreten. So wie Jesus zielstrebig in das Haus des Pharisäers zu Petrus’ Schwiegermutter eintrat,so sehnt er sich, unter  das Dach eines jeden Menschen einzutreten. Auch in der Alltagssprache bringt mit  jemandem unter  einem Dach  wohnen eine enge familiäre Verbundenheit zum Ausdruck. Jesus  tritt durch  das greifbare Stück konsekrierten ungesäuerten Brotes auf geistlicher Ebene in unser innerstes Inneres ein – auch in unsere tiefsten Beziehungen.

Die Bitte sprich nur ein Wort weist nicht nur auf die wirksame,verwandelnde Kraft des lebendigen Evangeliums hin,das während des Wortgottesdienstes gelesen wird, sondern betrifft mit dem Blick auf die Eucharistie  vor  allem das verwandelnde ,schöpferische Wirken des Heiligen Geistes während  der Worte Jesu beim letzten Abendmahl; in der Messe spricht der Priester Christ: „Das ist  mein Leib – mein Blut.“ Psalm 119 lässt uns bekennen.Herr,dein Wort besteht in Ewigkeit wie der Himmel.Dein Wort  ist eine  Leuchte für  meine Füße. Auf dein Wort verlasse ich mich am meisten. Mein Herz  gehört dir. ( Psalm 119,16, 50).

Und  meine Seele wird  gesund. Bereits das Buch Exodus erwähnt in einem einzigen Satz: „Du sollst dem Herrn, deinem Gott,dienen,damit er dein Brot segne und die Krankheit von dir fernhalte“ (Exodus 23,25). Die geheilte Seele ist die Frucht des Hinwegnehmens der  Sünden von ihr. Das allgemeine Bekenntnis über die Sünden der Welt wird nun personalisiert, wenn wir es auf uns selbst beziehen. Du, Herr, nimmst nicht nur die Spenden der Welt, sondern auch meine Spenden. und darum wird meine Seele gesund.Denn nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken, und du bist nicht gekommen, die Gerechten zu rufen,sondern  die Sünder (Markus 2,17).

Nach diesen starken Worten können wir nicht anders, als in demütigem Niederknien anzuerkennen, dass er oben ist und wir unten sind. Wir sind von dieser Welt – er ist nicht von dieser Welt (Johannes 8,23). Und darum hebt er uns  als  das lebendige Brot,das  vom Himmel herabgekommen ist, zu unserer Heilung  empor.Wenn wir  uns dann nach dem Niederknien wieder erheben – und damit die geistliche Auferstehung ausdrücken –, scheiten wir dem eucharistischen Jesus entgegen.

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4. Fastensonntag Joh 9,1-41

Jesus Christus,der uns sehend gemacht hat durch die Botschaft des Glaubens,sei mit euch.

Die Kirche geht davon aus, dass unsere Herzen in der Fastenzeit offener für geistliche Dinge sind als sonst, und deshalb lesen wir heute eines der längsten Evangelien. Und wenn wir ihm aufmerksam zuhören, erklingt aus diesem Evangelium für jeden von uns eine Frage: Glaubst du an den Menschensohn?

Jesus, du hast die Blinde sehend gemacht und dich ihnen offenbart. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns das Licht deiner Botschaft gebracht. Christus,erbarme dich unser.

Mit dem Licht  deines Wortes machst du uns fruchtbar an guten Werken. Herr,erbarme dich unser.

Manche von uns könnten vorschnell antworten: „Natürlich bin ich getauft, aber ich bin Christ.“ Doch eine solche vorschnelle Antwort ist hier fehl am Platz. Am Beispiel des Blinden aus dem heutigen Evangelium lernen wir, dass die richtige Antwort auf Jesu Frage nur aus einer tiefen Begegnung mit ihm hervorgehen kann. Beachten wir, dass der Blinde Jesus zweimal begegnete, zweimal beschenkt wurde und erst nach der zweiten Begegnung seine Antwort aussprach. Bei der ersten Begegnung wusch er sich auf Jesu Geheiß im Teich Siloah. Dann verlor er seine Blindheit. Dann erhielt er das Licht zum Sehen. Dann begann er mit seinen Augen zu sehen. Er begegnete Jesus ein zweites Mal, als die Pharisäer ihn während des Verhörs hinauswarfen. Bei dieser Begegnung schenkte ihm Jesus zum zweiten Mal seine Gabe. Da verlor dieser Mann seine geistige Blindheit. Da empfing er das Licht der geistigen Sicht. Da begann er mit seinen geistigen Augen zu sehen. Er begann zu erkennen, dass Jesus Gott ist, und entwickelte einen so tiefen Glauben an ihn, dass er vor ihm auf die Knie fiel und ausrief: „Herr, ich glaube!“

Wenn   wir Jesus so herzlich begegnen wollen, benötigen auch wir eine zweifache Gabe von Gott. Die erste Gabe empfingen wir bei der heiligen Taufe. Damals waren wir wie der Blinde, der sich auf Geheiß des Herrn im Wasser des Teiches Siloah wusch. Auch wir wurden mit dem Wasser der Taufe gewaschen. Damals nahm Jesus uns als seine Brüder und Schwestern an, obwohl wir als Säuglinge nichts davon wussten. Er machte uns zu Söhnen und Töchtern des himmlischen Vaters, zu Erben des Himmelreichs, obwohl wir davon keine Ahnung hatten. Wir können sagen, dass wir durch ihn zu seinen Kindern wurden. Er hat uns, ohne dass wir es wussten, zu seinen Kindern gemacht. Er hat uns geliebt, ohne dass wir uns dafür entschieden haben. Jetzt, da wir erwachsen sind, brauchen wir ein zweites Geschenk von Jesus. Und zwar, damit wir Jesus selbst annehmen können und uns über seine brüderliche Liebe zu uns freuen können, und darüber, dass er uns zu geliebten Söhnen und Töchtern des himmlischen Vaters gemacht hat, zu Erben des Himmelreichs, sollen wir Folgendes tun. Vor allem sollten wir unser tägliches Leben diesem wunderbaren Hochgedenken entsprechend ausrichten. 

Und all dies zusammen nennt man die Gabe des tiefen Glaubens. Vielleicht erkennen Sie in diesem Moment, dass der Herr Jesus sich nicht mit dem Glauben zufriedengibt, den wir durch die Taufe empfangen haben, und dass der Glaube, mit dem wir glauben, dass er wirklich hier auf Erden gelebt und vor 1950 Jahren am Kreuz geblutet hat, ihm nicht genügt. Das wäre nur ein sogenannter historischer Glaube, wie wir ihn beispielsweise haben, wenn wir denken, dass Kaiser Karl der Große vor tausend Jahren und Kaiser Augustus vor zweitausend Jahren gelebt haben. Der Herr Jesus fragt uns nicht nach der Taufe oder einem solchen historischen Glauben, wenn er uns fragt: Glaubst du an den Menschensohn? Er fragt uns nach unserem existenziellen Glauben, nämlich ob wir bereit sind, ihm unser komplettes Dasein und unser gesamtes Leben anzuvertrauen und ihn als unseren Weg, unsere Wahrheit und unser Leben anzunehmen. Nur wenn wir Jesus mit solch tiefem Glauben begegnen, können wir ihm mit voller Überzeugung antworten: Ich glaube, Herr.“

Oh , wenn du nur wüsstest, welch ein wunderbarer Unterschied zwischen einem Getauften und einem Getauften mit tiefem Glauben besteht! Der Getaufte hat keine Freude an Jesus, denn ein halbherziges Christentum ist düster und fade. Hast du das nicht auch schon an dir selbst bemerkt? Doch wer tief an Gottes zweites Geschenk glaubt, spürt Freude im Herzen und erfährt Glück. Er antwortet Jesus voller Inbrunst: „Ich glaube, Herr“ und fällt dankbar vor ihm auf die Knie. Hast du das nicht auch schon erlebt?

Wenn nicht, dann betrachte mit mir die Lebensgeschichte des französischen Künstlers und Schriftstellers René Schwob. Er stammte aus einer jüdischen Familie. Doch sein Elternhaus war der Religion nicht wohlgesonnen. Deshalb rannte René mit 13 Jahren von zu Hause weg. Als einige Jahre später der Krieg ausbrach, meldete er sich freiwillig zum Militärdienst. Er wurde im Krieg schwer verwundet und musste lange Zeit im Bett liegen. In dieser Zeit begann er ernsthaft, über den Sinn des Lebens nachzudenken. In seinem Buch „Ich bin ein Jude“ erinnert er sich an seine Heilung: „Ich hörte eine Stimme in der Stille, die mir sagte: Du wirst gerettet werden, wenn du mich liebst.“ Und er schreibt, dass ihn diese Stimme zwölf Jahre lang verfolgte. So bat er mit 28 Jahren einen katholischen Priester, ihn zu taufen. Doch die Taufe brachte ihm nicht die innere Erfüllung, nach der er sich sehnte. Das ist verständlich, denn die geheimnisvolle Stimme sagte nicht: „Du wirst gerettet werden, wenn du getauft wirst“, sondern: „Wenn du mich liebst.“ Und getauft zu sein bedeutet nicht, Jesus zu lieben. Es bedeutet nur, von Jesus geliebt zu werden. Deshalb klagte René dem Dichter Paul Claudel, dass ihm die Taufe keinen Frieden bringe, dass er das Gebet nicht möge und dass er niemanden möge. Sehen Sie, er war getauft und gehörte Jesus, aber nur an Jesu Seite. Es war notwendig, dass er auch an seiner eigenen Seite zu Jesus wurde.

Und so geschah es: Er begann wie der Blinde im Evangelium um Licht zu flehen: „Herr, lass mich sehen.“ Er flehte Gott so sehr um Licht an. Ein solches Flehen musste erhört werden. Eine zweite Krankheit befiel ihn. Lange Zeit lag er allein. Er las das Buch „Christus nachfolgen“. Und in langen Momenten der Stille, der Besinnung und des Gebets gab er sich ganz Jesus hin und wurde schließlich sein. Der junge Mann wurde so sehr mit Jesus verbunden, dass er begann, täglich die Heilige Kommunion zu empfangen. Über sich selbst schrieb er: „Plötzlich entdeckte ich eine Seite meines Lebens, die ich nicht einmal geahnt hatte.“ Nun brauche ich die Heilige Hostie so dringend als Nahrung und erlebe unbeschreibliche Freude und Glückseligkeit mit Jesus.“ Sein tiefer Glaube prägte sein Leben so sehr, dass er Priester werden wollte, ganz Jesus gehören wollte, und mit 45 Jahren begann er Theologie zu studieren. Doch einmal betete er so lange in einer kalten Kirche, dass er sich erkältete und eine Lungenentzündung bekam. Er erkrankte tatsächlich an einer Lungenentzündung aufgrund der tiefen Liebe, die er im Gebet zu Jesus empfand und die er nicht beenden konnte. Seine Liebe zu Jesus war so groß, dass er in seiner schweren Krankheit um die Priesterweihe bat, und am nächsten Tag, dem 25. Januar 1946, nahm ihn der Herr zu sich (Sie suchten aufrichtig, S. 294).

Seht ihr, Brüder und Schwestern, wie tief der Glaube sein kann? Natürlich verlangt der Herr Jesus nicht von jedem von uns eine solche heldenhafte Zuneigung, die im Tod für ihn gipfelt. Stattdessen verlangt er von jedem von uns einen tiefen Glauben, der im Leben für ihn gipfelt. Deshalb, Brüder und Schwestern, lasst uns in dieser Fastenzeit den Herrn Jesus bewusst und freiwillig in unser Leben aufnehmen. Wir können dies tun, indem wir den schmerzhaften Rosenkranz oder den Kreuzweg beten, meditieren, die Heilige Messe besuchen oder die Heilige Kommunion empfangen. Und in solch tiefem Glauben lasst uns Jesu Frage so leidenschaftlich beantworten wie der geheilte Blinde: „Ich glaube, Herr!“ Und lasst uns ihm unser ganzes Leben lang so treu bleiben, dann werden wir mit Jesus hier auf Erden und in Ewigkeit glücklich sein.

Jesus Christus hat uns das Auge geöffnet,damit wir erkennen sollen. Deshalb wollen wir zum Vater beten.

Damit wir sehend werden und den erkennen, der im Gericht kommen wird, bitten wir um seinen Frieden.

Selig, die berufen sind und Gott in seiner Herrlichkeit schauen dürfen.

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Donnerstag, der 3. Fastenwoche, Lk 11,14-23

Jesus Christus, mit dem das Reich zu uns gekommen ist, sei mit euch.

Die Menschenmenge staunte über die Macht Jesu. Wie konnte er nur Dämonen austreiben? Die Dämonen waren mächtig, Feinde Gottes und seines Volkes – und furchterregend. Wie konnte Jesus, den sie für einen gewöhnlichen Menschen hielten, über sie Macht haben? Sicherlich musste er vom Satan selbst besessen sein. Wie sonst hätte er solche Macht über sie haben können?

Jesus,du hast Macht, die Teufel auszutreiben. Herr,erbarme dich unser.

Du hast uns von der Macht des Bösen frei gemacht. Christus, erbarme dich unser.

Du kamst,um uns in das Reich des Vaters zu sammeln. Herr, erbarme dich unser.

Können Sie sich vorstellen, wie absurd diese Anschuldigung geklungen haben muss? Der böse Geist ist gewiss nicht an Heilung und Wiederherstellung interessiert. Er spaltet und zerstört. Es ging also eindeutig darum, in der Kraft Gottes zu handeln. Jesus bestätigte dies, als er sagte: „Wenn ich aber Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes zu euch gekommen“ (Lukas 11,20). Das Reich Gottes! Das Reich dessen, der immer gut ist. Das Reich dessen, der alles geschaffen hat und alles in Liebe erhält. Das Reich dessen, der vergibt, tröstet und rettet. Das ist der König! Und sein Reich kommt! Gott kämpft nicht mit Satan um die Macht. Er steht über allem; daher stellt kein Widersacher eine Bedrohung für ihn dar. Seine Macht ist absolut, seine Absichten sind rein und sein Wunsch für uns ist vollkommen. Warum also sollten er oder seine Nachfolger den Teufel fürchten? Denkt daran: Alle seine Feinde, selbst Satan, werden sich vor ihm beugen (Psalm 66,3). Der heutige Text spricht davon, wie leicht wir von den Versuchungen des Teufels befreit werden können. Doch es gibt eine Bedingung: Wir müssen uns mit Jesus verbinden. Wir sollten mit ihm im Gebet vereint sein und mit unseren Nächsten in Freundschaft, Liebe und Vertrauen verbunden sein. Jesus hat uns verheißen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus 18,20). Wenn ihr also seine Gnade, seine Macht und seine Freiheit in seinem Reich erfahren wollt, dann sucht andere Gläubige in eurer Gemeinde. Lernt sie kennen. Teilt euer Leben mit ihnen. Betet füreinander und unterstützt euch gegenseitig. Wer weiß, wohin Gott euch führen wird …Das Reich Gottes! Das Reich dessen, der immer gut ist. Das Reich dessen, der alles geschaffen hat und alles in Liebe erhält. Das Reich dessen, der vergibt, tröstet und rettet. Das ist der König! Und sein Reich kommt! Gott kämpft nicht mit Satan um die Macht. Er steht über allem; daher stellt kein Widersacher eine wirkliche Bedrohung für ihn dar. Seine Macht ist absolut, seine Absichten sind rein und sein Wunsch für uns ist vollkommen. Warum also sollten er – oder seine Nachfolger – den Teufel fürchten? Denkt daran: Alle seine Feinde, selbst Satan, werden sich vor ihm beugen (Psalm 66,3). Der heutige Text spricht davon, wie leicht wir von den Versuchungen des Teufels befreit werden können. Doch es gibt eine Bedingung: Wir müssen uns mit Jesus verbinden. Wir sollten mit ihm im Gebet vereint sein und mit unseren Nächsten in Freundschaft, Liebe und Vertrauen verbunden sein. Jesus hat uns verheißen: Wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da ist er gegenwärtig (Matthäus 18,20). Wenn ihr also seine Gnade, seine Macht und seine Freiheit in seinem Reich erfahren wollt, sucht andere Gläubige in eurer Gemeinde. Lernt sie kennen. Teilt euer Leben mit ihnen. Betet füreinander und unterstützt euch gegenseitig. Wer weiß, wohin Gott euch führen wird.

Da Gottes Reich zu uns gekommen ist und wir dazu berufen sind,wagen wir zum Vater zu beten.

Die Macht des Bösen ist groß. Wir werden sie nur überwinden, wenn wir im Frieden Gottes bleiben. Deswegen bitten wir.

Selig, die gewaffnet sind gegen alle Bosheit und das Reich Gottes besitzen werden.

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Mittwoch der 3. Fastenwoche Mt 5,17-19


Jesus Christus,der keines der Gebote aufheben wollte,sei mit euch.

Wir leben in einer Zeit, in der fast täglich neue Gesetze erlassen oder bestehende ergänzt werden. Neue Expertengruppen forschen in verschiedenen Bereichen. Neue Gesetze, Verordnungen und Regeln werden erlassen. Alles ist in Ordnung, solange es dem Wohl und der Zufriedenheit aller dient und nicht nur Einzelpersonen oder kleinen Gruppen. Dies gilt auch für religiöse Aktivitäten.

Jesus, du hast uns auf das Gebot des Vaters verwiesen.Herr,erbarme dich unser. 

Nichts kann in deinen Augen unwichtig sein, Christus,erbarme dich unser. 

Du kamst nicht, um zu verdammen,sondern um zu retten. Herr,erbarme dich unser.

Der Herr Jesus sagt im Evangelium: „ Denkt nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Mt 5,17). Laut dem Evangelisten Matthäus ist das Gesetz als Ausdruck des Willens Gottes zu verstehen. In diesem Sinne kann das Gesetz nicht aufgelöst, sondern nur erfüllt werden. Das Gesetz und die Propheten bedeuten, dass Gottes Gebote auf dem Gebot der Liebe zu Gott und zum Nächsten beruhen. Wo also Liebe gelehrt wird, wird das Gesetz richtig ausgelegt, und deshalb sagt der heilige Paulus, dass die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist. Aus dem Evangelium wissen wir, dass Jesus uns lehrte, dass alle Gebote, Gesetze und religiösen Vorschriften letztlich nur ein Gebot zum Ausdruck bringen: die Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Gebote und Vorschriften, die dazu führen, sind gut und dürfen nicht abgeschafft werden. Im Gegenteil: Vorschriften, die uns von der Liebe entfernen oder deren Umsetzung erschweren, müssen aufgegeben werden. Nach dem Zweiten Vatikanum wurden viele Vorschriften abgeschafft oder geändert, um die Liebe im Alltag besser zu leben. Daher irren sich Traditionalisten, die die Änderungen nach dem Konzil ablehnen: Sie wollen dem Gesetz keinen neuen Geist einhauchen. Erinnern wir uns an Erzbischof Lefèvre, der in Elkon ohne die Erlaubnis Roms und des Papstes neue Bischöfe weihte. Wie er sind auch sie dagegen, dass jeder die Heilige Messe und die Sakramente in seiner Muttersprache feiern kann. Er vertrat die Ansicht, dass die lateinische Sprache erhalten bleiben solle. Doch wir sehen, dass die Heilige Messe in verständlicher Sprache uns hilft, Gott, den Herrn, mehr zu lieben. Andererseits irren sich auch die Progressiven, die im Namen einer vermeintlichen Freiheit alles verändern und das Gesetz abschaffen wollen.

Während des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde ebenfalls über eine Kirchenordnung gesprochen, die verheirateten Priestern unseres römisch-katholischen Ritus die Feier der Heiligen Messe und die Spendung der Sakramente untersagte. Dass Priester nicht heiraten dürfen, ist nicht Gottes Gesetz, sondern das der Kirche. Diese Progressiven, insbesondere in den Niederlanden und im Westen allgemein, ließen einige Priester bereits vor der Zustimmung oder der Stellungnahme des Heiligen Vaters und der Bischöfe heiraten. Damit haben sie das Gebot der Liebe außer Kraft gesetzt, denn es wurde von der Kirche nicht zur Beilegung von Eigentumsstreitigkeiten erlassen, wie die Feinde der Kirche lehren und behaupten, sondern damit weder der Priester noch seine Frau oder seine Familie ihn bei der Erfüllung seiner priesterlichen Pflichten behindern, die darin bestehen, die Lehren Jesu Christi, die Lehren der Liebe, zu verkünden. Weder die strengen Traditionalisten noch die innovativen Progressiven haben also recht. In der Kirche hat Jesus Christus Recht, vertreten durch das sichtbare Oberhaupt der Kirche – den Papst. Wenn unsere kirchlichen Autoritäten, geleitet vom Heiligen Geist, etwas anordnen, akzeptieren wir es und glauben, dass es auch uns den entsprechenden Segen bringen wird.

Lasst uns daher alle danach streben, Gottes und der Kirche Gebote so gewissenhaft und ehrlich zu erfüllen, dass wir die Liebe zu Gott in uns verbreiten. Deshalb dürfen wir nicht einmal das kleinste Gebot abschaffen oder es umgehen, weil wir es für bedeutungslos halten. Denn der Herr Jesus sagt uns: „Wer nun eines von diesen Geboten bricht, selbst das kleinste, und die Menschen so lehrt, der wird der Geringste im Himmelreich heißen.“ (Lukas 5,19) – Deshalb wollen wir selbst das kleinste Gebot halten, um ein höheres Maß an ewiger Seligkeit zu erlangen. Deshalb wollen wir in dieser Fastenzeit Jesus noch treuer nachfolgen, damit wir von ihm, unserem Meister und Lehrer, lernen, Gott über alles zu lieben. Denn die Liebe wird siegen, und wer sie verbreitet, wird belohnt. Auch wenn wir in einer Zeit ständiger Bewegung leben, in der neue Gesetze geschaffen werden, lasst uns stets bedenken, dass sie uns zum Heil unserer Seelen dienen.

Zum Vater,der uns sein Gebot gegeben hat, wagen wir  voll Vertrauen, zu beten.

Da uns nur die Treue zu seinem Gebot den Weg zum Vater öffnet,wollen wir ihn um Vergebung und Frieden bitten.

Selig, die alle Gebote in Treue befolgen und im Himmelreich groß genannt werden.

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Kreuzweg.

Vorbereitendes Gebet  

Wir haben keine Zeit. Herr, wir klagen darüber, dass wir keine Zeit haben; wir haben nie genug Zeit; wir hetzen; wir beeilen uns; wir holen ständig die Zeit ein; überarbeitet, gestresst … Uns fehlt die Zeit sehr. Und Du, Herr? Es ist uns klar, dass all Deine Zeit, die ganze Zeit Deines Lebens nur für uns war! Zeig uns, Herr, jetzt, wenn wir mit Dir den Weg des Kreuzes gehen, wie es wirklich um die Zeit steht.

I. Station: Herr Jesus wird zum Tode verurteilt.

 

Wir verehren dich, Christus, und loben dich, denn du hast die Welt durch dein Kreuz erlöst.

 

Herr, alle, die dich zum Tode verurteilten, waren auch sehr hastig. Sie haben sich keine Zeit genommen, um zu prüfen, ob du schuldig oder unschuldig bist. Wie oft sind auch wir schnell dabei, unser Urteil über andere zu fällen, sie zu verurteilen, zu verleumden und zu verletzen. Hilf uns, Herr, damit wir jedes harte, ungerechte, belastende Wort zurückhalten können, das verurteilen möchte. Erbarme dich unser, Herr, und vergib uns!

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

II. Station: Herr Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

 

Wir verehren dich, Christus, und loben dich, denn durch dein Kreuz hast du die Welt erlöst.

 

Herr, du hast oft während deines Lebens gesagt: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen, Paul, hast befallen…“ (Joh 2,4) „Es ist noch nicht Zeit … Wartet …“ Aber jetzt ist deine Stunde gekommen. Du zögerst nicht mehr. Du nimmst das Kreuz auf dich. Jetzt ist es der Wille des Vaters. Und das ist für dich entscheidend. Herr, lehre uns zu warten, damit wir nicht hastig handeln, sondern immer versuchen, nach deinem Willen zu handeln, und bestrebt sind, zu erkennen, was du im gegenwärtigen Moment von uns verlangst. Lass uns niemals hastig unsere eigenen Pläne verwirklichen, sondern täglich auf den Willen Gottes hören!

 

Gekreuzigter Jesus, sei uns gnädig. 

III. Station: Herr Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

 

Wir verehren dich, Christus, und loben dich, denn du hast die Welt mit deinem Kreuz erlöst.

 

Die Zeit deines letzten Weges, wie dein Vater gewollt hat. Du trägst das Kreuz – und fällst darunter. Du erkaufst die Zeit – wie uns der Hl. Paulus darauf hinweist: „Achtet also darauf, wie ihr lebt: nicht unvernünftig, sondern weise. Nutzt die Zeit aus – begreift, was der Wille des Herrn ist.“ (Eph 5,15-17) Lasst uns versuchen, nicht hastig zu sein, sondern zusammen mit Christus die Zeit einzulösen und sie zu nutzen, um das zu erfüllen, was Gott von uns verlangt! Lass uns diesen Aufruf des hl. Paulus befolgen. Erbarme dich unser, Herr, und hilf uns!

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

IV. Station: Jesus trifft seine Mutter

 

Wir beugen uns vor dir, Christus, und loben dich, denn du hast die Welt durch dein Kreuz erlöst.

 

Maria zählte auch ihre Zeit nicht. Ihr ganzes Leben widmete sie der Verwirklichung Gottes Pläne. Sie kaufte die Zeit zusammen mit ihrem Sohn zurück. Maria lehre alle Frauen, nicht ängstlich zu zählen, wie viel sie an diesem Tag noch zu tun haben und was sie bereits getan haben. Lerne stattdessen, dass sie in Ruhe vor Gottes Angesicht eine Arbeit nach der anderen erfüllen können! Jungfrau Maria, bitte ununterbrochen für uns, dass wir es genauso gut schaffen wie du!

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

V. Station: Simon von Kyrene hilft dem Herrn Jesus, das Kreuz zu tragen

 

Wir beten dich an, Christus, und loben dich, denn durch dein Kreuz hast du die Welt erlöst.

 

Simon wollte sich nicht aufhalten lassen; er hatte es eilig. Er hatte andere Pläne – genau wie er, haben auch wir es immer eilig; wir haben unsere Pläne und wollen uns durch nichts aufhalten lassen. Aber vielleicht erkannte Simon bei der Begegnung mit dir endlich den Sinn seines Lebens. Herr, halte uns auf unserem Weg an, damit wir nicht vom richtigen Weg abkommen, sondern unter allen Umständen dein Antlitz sehen können. Erbarme dich unser, Herr, und hilf uns, den wahren Sinn unseres Lebens in der Liebe zu dir und zu den Menschen zu finden.

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

VI. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

 

Wir beten dich an, Christus, und loben dich, denn durch dein Kreuz hast du die Welt erlöst.

 

Wie oft übersehen wir in unserem Eifer denjenigen, der neben uns leidet, der seine Probleme nicht selbst lösen kann, der auf eine helfende Hand wartet, während wir uns beeilen und keine Zeit haben … Herr, hilf uns, gewappnet und einfallsreich zu sein; lass uns immer genug Zeit haben, um anderen zu helfen, so viel es uns möglich ist. Herr, mache uns aufmerksam, wenn wir die Bedürfnisse anderer gleichgültig übersehen, damit wir helfen können, so wie Veronika dir geholfen hat.

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

VII. Station: Herr Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

 

Wir beten dich an, Christus, und preisen dich, denn durch dein Kreuz hast du die Welt erlöst.

 

Wie schnell möchten wir uns auch des geringsten Leidens, jeder körperlichen Unwohlheit entledigen, nehmen sofort Tabletten gegen Kopfschmerzen und Ähnliches. Und Du? Du erlebst vollkommen dein Leiden und das Fallen auf dem Weg. Du hast gerade Zeit, den Kelch zu trinken, den Dir der Vater bereitet hat. Herr, lass uns von Dir lernen, unsere seelischen und körperlichen Schmerzen zu ertragen. Wir danken Dir dafür.

Erbarme Dich über unsere Schwäche, Herr!

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme Dich über uns.

VIII. Station: Herr Jesus ermahnt die weinenden Frauen.

 

Wir verehren dich, Christus, und loben dich, denn du hast die Welt mit deinem Kreuz erlöst.

 

Herr, heute solltest du auch für unsere Mütter Worte der Ermahnung haben, wenn sie so oft am Tag ihren Kindern sagen: „Lass mich in Ruhe… Ich habe keine Zeit… Lass mich, stör nicht… erst dann, jetzt habe ich keine Zeit für dich…“ Was sind die Konsequenzen? Erbarme dich, Herr, über alle, die sich keine Zeit nehmen wollen, um sich ihren Kindern zu widmen. Und hilf ihnen! Mögen alle unsere Mütter Zeit für ihre Kinder haben, Zeit für gemeinsame Momente zu Hause oder in der Natur, Zeit für ein gutes Wort, ein Lied, ein Gebet.

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

 

IX. Station: Herr Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Wir verehren dich, Christus, und loben dich, denn du hast die Welt durch dein Kreuz erlöst.

Herr, du gehst und leidest. Du fällst zum dritten Mal auf deinem Weg; wir können uns nicht einmal vorstellen, wie viel Leid dabei war! Du beeilst dich nicht, bis zum Ende trinkst du den Kelch deines Leidens. Und wir – und mit uns unsere ganze Umgebung – leiden unter einer übermäßigen Menge an Aktivitäten. Wir setzen all unsere Kräfte ein, treiben uns an, beeilen uns, sind ständig gereizt, unfreundlich, überarbeitet … Herr, hilf uns zu erkennen, was von unseren Tätigkeiten unnötig ist, was wir nur aus Eitelkeit oder Rücksicht auf andere tun, um uns nicht von ihnen zu unterscheiden. Lass uns nicht der Vielzahl von Aktivitäten erliegen, die uns manchmal verlockend erscheinen. Lass uns immer wieder gegen unsere Überarbeitung und Nervosität kämpfen.

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

X. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt

 

Wir beten dich an, Christus, und loben dich, denn du hast die Welt durch dein Kreuz erlöst.

 

Wie oft finden wir Zeit für Spott und Erniedrigung – so wie es diejenigen taten, die dich am Kalvarienberg entkleideten und sich über deine Ohnmacht freuten. Auch wir verletzen oft im Eifer, häufig in Wut und in Überarbeitung. Herr, erbarme dich unser und vergib uns. Lass uns niemals Zeit für unnötige Kritik und Spott haben.

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

XI. Station: Der Herr Jesus wird ans Kreuz genagelt

 

Wir beugen uns vor dir, Christus, und preisen dich, denn du hast die Welt durch dein Kreuz erlöst.

 

Oft hören wir, wie Menschen sich einen sanften Tod wünschen, damit es nicht lange dauert, nicht zu schmerzhaft ist, damit sie es hinter sich haben. Herr, du nimmst den Tod freiwillig an, so wie ihn dein Vater für dich vorbereitet hat. Du bist in der Lage, so lange zu leiden, dass du noch die letzten Worte der Liebe an diejenigen sagen kannst, die unter dem Kreuz nahe sind, und noch denen vergeben kannst, die dir so viel Schmerz zugefügt haben. Wir bitten dich, Herr, dass unser Tod so lange dauert, dass wir dabei das, was in uns unvollkommen geblieben ist, noch beseitigen können; und lass uns mit dir sterben.

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

XII. Station: Herr Jesus stirbt am Kreuz

 

Wir beten dich an, Christus, und preisen dich, denn du hast die Welt mit deinem Kreuz erlöst.

 

Die Zeit deines Lebens ist erfüllt, Herr. Es ist vollbracht. Mit diesen Worten schließt du selbst die Zeit, die Dauer deines Lebens auf Erden unter uns. Wir danken dir, Herr, dass du die Berufung deines Vaters angenommen hast, dein ganzes Leben für uns gelebt hast und auch die letzten schmerzhaften Minuten deines Lebens für die Menschen ertragen hast. Womit verbringen wir unsere Zeit? Wem? Lass uns darüber nachdenken! Gib, Herr, dass wir immer Zeit haben, in Ruhe und Stille über deinen Tod nachzudenken und dir zu danken.

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

XIII. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen

 

Wir verehren dich, Christus, und loben dich, denn durch dein Kreuz hast du die Welt erlöst.

 

Dein Leib, dein toter Leib, wurde vom Kreuz abgenommen. Es scheint, als wäre alles verloren, alles umsonst gewesen. Warum hast du deine Lebenszeit gelebt? Herr, hilf uns, nicht in Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zu verfallen. Wenn es uns erscheint, dass die Zeit, die wir dir und anderen gewidmet haben, nutzlos war, weil wir die Ergebnisse nicht sehen, hilf uns. Möge es uns Kraft und Trost geben, dass du deine Zeit nicht umsonst gelebt hast und dass auch wir, trotz unseres scheinbaren Misserfolgs, hoffen können, dass du eines Tages jede Sekunde unseres und äußerlich gescheiterten Lebens wertschätzen wirst.

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

 

XIV. Station: Der Herr Jesus wird beigesetzt.

 

Wir verneigen uns vor dir, Christus, und loben dich, denn durch dein Kreuz hast du die Welt erlöst.

 

Herr, du bist im Grab. Aber du wirst auferstehen – eigentlich bist du auferstanden. Auch die Zeit deiner Verherrlichung ist jetzt gekommen. Das ist uns jetzt klar. Aber uns ist nicht klar, wann die Zeit unserer Beurteilung vor dem Angesicht Gottes kommt. Wir wissen nicht, wann die Zeit des letzten Gerichts und der Kritik an der Welt anbricht. Lass uns, Herr, daran denken, denn nur so können wir die wahre Ordnung, die wahre Skala der Werte dessen, was wir tun müssen und was wir nicht tun müssen, erkennen. Lass uns unsere Zeit wahrhaftiger Buße widmen, lass uns immer besser leben. Komm, Herr, komm, Herr Jesus!

 

Gekreuzigter Jesus, erbarme dich unser.

 

Abschlussgebet.

 

Und der Herr kann warten; er ist langmütig; er will nicht, dass jemand verloren geht. Deshalb muss es euch am Herzen liegen, heilig und fromm zu leben… Brüder, es ist Zeit, aus dem Schlaf aufzuwachen. Unsere Erlösung naht – der Tag unseres Treffens mit dem Herrn naht! Der Tag wird kommen … Die Zeit unseres Lebens wird sich erfüllen. Wie wird dann der Herr unsere Zeit bewerten?

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Dienstag der 3. Woche, Mt 18,21–35

Jesus Christus, der alle unsere Schuld  bezahlt hat,sei mit euch.

Das heutige Matthäusevangelium lädt uns ein, über das Geheimnis der Vergebung nachzudenken, indem es eine Parallele zwischen Gottes Weg und unserem eigenen menschlichen Verhalten beim Vergeben aufzeigt.

Jesus, du bist bereit, jedem und immer zu vergeben. Herr,erbarme dich unser.

Du vergibst allen, die bereit sind, zu vergeben. Christus,erbarme dich unser.

Du hast am Kreuz deinen Mördern verziehen. Herr, erbarme  dich unser.

Wir Menschen haben den Mut, die Großzügigkeit unserer Vergebung zu „messen“. „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?“ Petrus scheint zu finden, dass siebenmal etwas zu viel ist, vielleicht das Maximum, das wir ertragen können. Tatsächlich kommt Petrus in dieser Situation recht gut weg, wenn wir ihn mit dem Beamten im Gleichnis vergleichen, der, als er einem seiner Gefährten begegnete, der ihm hundert Silberlinge schuldete, ihn „am Hals packte und schrie: ‚Zahl mir zurück, was du mir schuldest!‘“, anstatt auf dessen Bitten und Zahlungsversprechen zu hören.

In Wirklichkeit weigert sich der Mensch, entweder zu vergeben oder geizig mit seiner Vergebung zu sein – obwohl wir von Gott, seinem Beispiel folgend, eine unendlich wiederholte und unbegrenzte Vergebung empfangen haben. Das Gleichnis besagt: „Da hatte der Herr Mitleid mit dem Knecht, ließ ihn frei und erließ ihm die Schuld.“

Das heutige Gleichnis verdeutlicht den Weg Gottes der Vergebung. Der Herr war von Mitleid bewegt. Sein Mitgefühl – seine Barmherzigkeit – siegte über die Gerechtigkeit. Diese Begebenheit spiegelt wider, was wir alle aus eigener Erfahrung wissen: Gott vergibt den Reumütigen und Bekehrten bedingungslos. Auch ich muss heute vergeben.

Gedanken zum heutigen Evangelium:

Der Vergebende und der, dem vergeben wird, begegnen sich in einem wesentlichen Punkt: der Würde (Hl. Johannes Paul II.).

Vergebung ist ein Werkzeug in unseren zerbrechlichen Händen, um inneren Frieden zu erlangen (Papst Franziskus).

Es gibt keine Sünde, so schwerwiegend sie auch sein mag, die die Heilige Kirche nicht vergeben kann. „Niemand ist so verdorben und sündig, dass er nicht voller Zuversicht auf Vergebung hoffen könnte, wenn er seine Sünden aufrichtig bereut.“ Christus, der für alle Menschen starb, möchte, dass die Türen der Vergebung in seiner Kirche immer offen stehen für jeden, der der Sünde abschwört (Katechismus der katholischen Kirche, 982).

Seinem Bruder von Herzen zu vergeben – das ist Jesu heutige Herausforderung, vor deren Hintergrund wir unser Leben neu prüfen sollen. Wie gelingt das wirklich von Herzen? Indem uns bewusst wird, dass wir tatsächlich schlechter sind als andere und dass Gott uns dennoch vergeben hat. Es ist wahrlich eine große Gnade, um die wir bitten können (Der Schlüssel zum Sieg – Minoriten).

Da Jesus Christus all unsere Schuld bezahlt hat, dürfen wir  voll Vertrauen zum Vater beten.

Da keiner von uns ohne Schuld ist, wollen wir beten, damit wir in den Frieden des Herrn aufgenommen werden.

Selig sind die Barmherzigen, die Barmherzigkeit im letzten Gericht finden.

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Hl. Franziska, Ordensgründerin, Lk 4,24–30

Jesus Christus, der uns geboten hat, Gott zu lieben und den Nächsten wie uns selbst zu lieben, sei mit euch.

Heute erinnert uns die Kirche an eine bedeutende Heilige des Alltags: die heilige Franziska von Rom. Sie lebte nicht im Kloster,sondern mitten in der Welt – als Ehefrau,Mutter und Frau mit vielen Pflichten. Gerade darin liegt ihre besondere Botschaft für uns.

Jesus,du gingst umher, um Wohltaten zu spenden. Herr,erbarme dich unser.

Du hast keinen verstoßen . Christus,erbarme  dich unser.

Du hast alle unsere Schulden getilgt. Herr, erbarme dich unser.

Franziska wurde in eine wohlhabende römische Familie geboren,Schon als junges Mädchen verspürte sie  den Wunsch,ganz für Gott zu leben. Doch ihre Eltern bestimmten für  sie  einen anderen Weg. Sie sollte heiraten. Franziska  nahm diesen Weg  im Gehorsam an und erkannte bald, dass auch das Familienleben ein Weg zur Heiligkeit sein kann.

Manchmal denken wir, Heilige seien Menschen, die fern vom Alltag  leben. Doch Franziska zeigt uns das Gegenteil. Heiligkeit wächst nicht nur im Kloster oder in der Kirche – sie wächst auch in der Küche,in der Familie,in der Arbeit, im Dienst am Nächsten.

Franziska hatte auch schwere Prüfungen zu bestehen. Sie verlor Kinder,erlebte politische Unruhen und Krankheit. Trotzdem verlor sie nie ihr Vertrauen in Gott. Ihr Leben war geprägt von Gebet, Geduld und  tätiger Nächstenliebe.

Da der Vater uns seine ganze Liebe erwiesen hat, dürfen wir ihn um die Kraft solcher Liebe bitten.

Wenn wir uns von der Liebe Gottes leiten lassen,wird sein Friede uns begleiten. Das  erbitten wir.

Selig, die Gott mit  ganzem Herzen und allen Kräften lieben und in  seine Verheißungen eingehen.

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Vorstellungsmesse Erstkommunion.



Jesus Christus, der alle Kinder liebt und will, dass sie zu ihm kommen, sei mit euch.

Liebe Erstkommunionskinder. Liebe Eltern und Paten, Schwestern und Brüder.

Heute ist ein besonderer Tag für unsere  Pfarrgemeinde. Sie stellen sich heute die Kinder vor, die in diesem Jahr zur Erstkommunion gehen werden. Liebe Kinder, ich möchte euch heute ganz besonders begrüßen.  Ihr steht heute ganz besonders im Mittelpunkt. Wir freuen uns über euch und über den Weg, den ihr gemeinsam mit euren Familien und  unserer Gemeinde gehen werdet.


Kyrie: Wir wollen nun  im Kyrie, im „Herr, erbarme dich“, unser Herr ganz für Gottes  Nähe öffnen und Jesus in unserer Mitte begrüßen.

Jesus ,du hast uns alle eingeladen und wir sind gekommen. Wir vertrauen,dass  du in unserer Mitte bist. Wir  freuen uns und rufen: „Herr,erbarme dich.

Jesus, du kommst zu uns  in Brot und Wein.  Sie  verbinden uns mit dir und untereinander. Wir danken dir und rufen. Christus, erbarme dich.

Jesus, du bist das Brot des Lebens; du liebst uns, Kinder, und alle Menschen. Wir dürfen deine Liebe weitersagen. Wir  loben dich und rufen. Herr,erbarme dich.

Tagesgebet: Lasst uns beten: /kurze Gebetsstille/

Gott, unser Vater,wir danken für  deinen Sohn Jesus Christus. Er schenkt sich  uns als lebendiges Brot, das uns mit dir und untereinander verbindet. Mach unser Herz bereit  für dich und lass uns erfahren, wie schön es ist, mit dir verbunden zu leben, heute und an allen Tagen unseres Lebens. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

1.Lesung: aus der Buch Exodus 16,2-5

Lied

2.Lesung: Lesung  aus dem  ersten Brief an die Gemeinde in Korinth:

Evangelium : Johannes 3,51-58

Predigt.

Das Wort „Kommunion“ bedeutet „Gemeinschaft“. In der heiligen Kommunion kommt Jesus Christus selbst zu uns. Er schenkt sich uns im Brot des Lebens. Wenn wir  die heilige Kommunion empfangen, dann sagt Jesus zu jedem  von uns. Ich bin bei dir. Ich gehe  mit dir durch dein Leben.


Liebe Kinder, ihr habt schon vieles über Jesus gehört. Ihr habt von seinen Wundern gehört, von seiner Liebe zu den Menschen, besonders   zu den Kindern. Im Evangelium sagt Jesus einmal. Lasst die  Kinder zu mir kommen, es hindert sie  nicht  daran.  Ihr seid eingeladen, zu Jesus  zu kommen und ihn immer besser kennenzulernen.
 ie Vorbereitung auf die  Erstkommunion ist nicht nur Unterricht oder Lernen. Es ist  ein Weg des Glaubens. Auf diesem Weg begleitet euch Jesus selbst. Aber ihr  geht diesen Weg  nicht allein. Eure Eltern, eure Paten, eure Religionslehrerin  und die ganze Pfarrgemeinde gehen mit euch.
 Liebe Eltern. Sie haben ihre Kinder zum Glauben geführt.

Die Vorbereitung auf die Erstkommunion ist auch für Sie eine Einladung, den Glauben neu zu entdecken und gemeinsam mit Ihren Kindern zu wachsen.


Liebe Gemeinde, auch  wir alle tragen eine Verantwortung. Diese Kinder sollen spüren, dass sie in unserer  Kirche  willkommen sind und hier  eine geistliche Heimat haben.
 Liebe Erstkommunionkinder, bis zu eurem großen Tag der Ersten Heiligen Kommunion werdet ihr noch viel entdecken,ihr  werdet mehr über Jesus lernen, ihr werdet beten, singen und die Messe besser verstehen.  Und am wichtigsten ist. Ihr werdet erfahren, dass Jesus euer Freund sein möchte.

Bitten wir  heute Gott, dass er diese Kinder  auf ihrem Weg segnet. Möge er ihre Herzen öffnen, damit sie seine Liebe spüren und ihm immer näher kommen.

Einleitung – Vorstellung:

Vorstellen der Kinder

Schluss der Vorstellung:

Glaubensbekenntnis.

Fürbitten 

Priester : Herr, unser Gott, du bist gut  und sorgst für uns.  Vollvertrauen bitten wir dich.

Wir  beten für  alle,die heute da sind und mit uns feiern. Schenke uns ein dankbares und fröhliches Herz. Großer  und guter Gott. Wir bitten dich , erhöre uns.

Alle: Wir  bitten dich ,erhöre uns.

Wir  beten für alle Menschen, die wir gernhaben: Dass sie gesund bleiben und noch lange bei uns sind-Stille. Großer und guter Gott.  Alle:Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir beten für  alle Kinder in der Welt,die Not  leiden müssen: Hilf ihnen,dass auch sie menschlich leben können. 

Alle: Wir bitten dich,erhöre  uns.

Mutter oder Vater: Wir beten für die Kinder, die in unserer Pfarrgemeinde aufwachsen. Schenke  ihnen   Freude am Glauben. Wir bitten dich,erhöre uns.

Alle: Wir bitten dich,erhöre uns.  Wir beten für die Kinder,die uns anvertraut sind. Begleite sie und führe sie auf den rechten Weg. Gib uns Eltern Kraft, unseren Kindern ein gutes Vorbild und treue Wegbegleiterinnen und  Wegbegleiter zu sein.  Stille. Großer und guter Gott. Wir bitten dich,erhöre uns. Wir bitten dich, erhöre uns! 

Priester: „Gütiger Gott, wir danken dir für Jesus Christus, der für uns das Brot des Lebens ist. Dir sei Lobpreis und Dank, jetzt und in Ewigkeit. Amen

Gabenlied

Gabengebet

Präfation

Heilig

Vater unser

Friedensgruß

Kommunion

Abschlusstext:

Schlussgebet: Priester

Gott,unser Vater,du hast uns heute eingeladen, Gäste beim Mahl deines Sohnes zu sein, Dafür danken wir dir. Lass uns immer wieder die Erfahrung machen, dass dieses Brot uns wirklich Leben schenkt: heute und alle Tage unseres Lebens. Lass uns das Brot des Lebens teilen, indem wir allen Menschen die Liebe Jesu Christi weitergeben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Verlautbarungen

Schlusssegen: Priester, möge dein Brot uns Stärke und Kraft schenken im Alltag. Möge dein Brot uns die Augen für  unseren Nächsten öffnen. Möge dein Brot unser Herz öffnen für dich, guter Gott, der du uns liebst und mit uns lebst – immer und überall.

So segne uns  alle: Der gute Vater,der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Lied

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Samstag der 2. Fastenwoche, Lk 15,1–3.11–22

Gott,unser Vater, der uns entgegenkommt,wenn wir umkehren,sei mit euch.

Wie berührend ist doch der Ausdruck des Vaters in diesem Gleichnis! Bis dahin hatte der ältere Sohn seinen Vater kaum gekannt. Im Gegenteil, er war sogar gekränkt von der zärtlichen Barmherzigkeit des Vaters gegenüber seinem jüngeren Bruder. In seinen Augen hatte der Status eines Sohnes immer von seinen Leistungen abgehangen. Und nun hatte sein eigensinniger, verschwenderischer, leichtsinniger Bruder den Segen des Vaters erhalten – und das machte ihn wütend! Was hatte sein jüngerer Bruder getan, um sich des Titels „Sohn“ würdig zu erweisen? Der Vater trat zu ihm und sprach demütig zu ihm: „Mein Sohn, du bist immer bei mir, und alles, was ich habe, gehört dir.“ (Lukas 15,31) 

Jesus, du willst uns heimführen zur Liebe des Vaters. Herr,erbarme dich unser.

Deine Freude ist es, wenn wir zurückkehren. Christus, erbarme dich unser.

Du hörst nicht auf ,uns neues Leben mitzuteilen. Herr,erbarme dich unser.

Damit machte er deutlich, dass der wahre Status seines Sohnes auf ihrer Beziehung beruhte, nicht darauf, wie gut er seine Pflichten erfüllt hatte. Wird der ältere Sohn auch die Gnade und Barmherzigkeit erfahren, die er von seinem Vater braucht? Oder wird er weiterhin den Weg der „gerechten“ Empörung beschreiten? Eines ist gewiss: Keiner der Brüder kann etwas daran ändern, dass er der Sohn seines Vaters ist. Wie der ältere Bruder neigen auch wir dazu, uns unserem himmlischen Vater aufgrund unserer vermeintlichen „Gutheit“ zu nähern. 

Manchmal, tief in unserem Herzen, zeigen wir Gott vielleicht all unsere guten Taten, um zu beweisen, dass wir es wert sind, seine Söhne und Töchter zu sein. Doch wenn wir uns Gott auf diese Weise nähern, riskieren wir, seine Gnade zu verpassen. Gott möchte mehr als eine Liste unserer guten Taten. Er möchte, dass wir offen und empfänglich für seine heilende Berührung sind. Er möchte uns von den Sünden befreien, die unsere Beziehung zu ihm zerstört haben. 

Aus eigener Kraft können wir diese Beziehung nicht heilen. Seine Heilung kann nur durch die Gnade geschehen, die vom Kreuz Christi kommt. Durch das Kreuz Jesu bittet uns der Vater demütig jeden Tag, ja, er fleht uns an, unser Erbe anzunehmen und unseren Platz in seiner Familie wieder einzunehmen. Niemand „verdient“ Gottes Gnade, doch Gott bietet sie uns trotzdem an. Lege heute im Gebet deine Neigung ab, Gottes Lob und Anerkennung zu verdienen. Und lass seine Barmherzigkeit aus seinem Herzen in deine Seele fließen!

Vater, ich bin dein Kind. Öffne mein Herz, damit ich deine Gnade heute und immerdar empfange!

Da wir in dieser Welt Sünder sind, wagen wir in Christi Namen zum Vater zu beten.

Wenn wir zum Vater umkehren,werden wir Vergebung und Frieden finden. So beten wir. 

Selig, die umkehren zum Vater und aus seiner Güte das Leben wiedergewinnen.

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Hl.Fridolin Mt 21,33-46

Jesus Christus,der Mitleid hatte mit der Not und dem Leiden der Menschen,sei mit euch.

Fridolin stammte vermutlich aus Irland,dem Land vieler missionarischer Mönche jener Zeit. Wie andere irische Glaubensboten verließ er seine Heimat aus Liebe zu Christus,um das Evangelium auf dem europäischen Festland zu verkünden. Sein Leben war geprägt von Askese, Gebet und großem  missionarischem Eifer.

Du hast Helfer gesucht,die dir folgen. Herr,erbarme dich unser.

Du hast uns alle auf deinen Weg gerufen. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns zu neuem Leben erweckt. Herr, erbarme dich unser.

Das Thema, über das der Herr spricht, war seinen Zuhörern wohlbekannt. Es basiert auf Jesajas Gleichnis vom Weinberg Israels, der seinem Herrn – dem Herrn – nicht die erhoffte Ernte einbringt. Jesu Worte richten sich heute jedoch an die Hohenpriester und Pharisäer, die sich selbst als Verwalter des „Weinbergs“ – also des Volkes Israel – sehen. Sie weigern sich jedoch, sich dem Herrn des Weinbergs zu unterwerfen, in dessen Namen sie sprechen. Sie weisen seine Boten und letztlich seinen einzigen Sohn zurück. Doch Vorsicht: Es genügt nicht, den Sohn Gottes anzunehmen und ihn mit dem Mund zu bekennen. Es ist auch notwendig, die Frucht des Reiches Gottes zu tragen, die Frucht des Geistes Gottes. Im fünften Kapitel des Galaterbriefes erinnert uns der heilige Paulus daran, welche Frucht es bedeutet: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Und diese Frucht erwartet der Herr auch von uns.

Da die Ernte groß ist und die Arbeiter wenige sind,wagen wir, mit umso mehr Vertrauen zum Vater zu beten.

Jesus,der Mitleid mit den Menschen hatte, will uns seinen Frieden schenken. Deshalb bitten wir.

Selig, die leiden an dieser Welt und Gottes Mitleid erfahren in seinem Gericht.

 

 

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3. Fastensonntag A 4,5-42

Jesus Christus,der die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen hat,sei mit euch.

Diesen Sonntag hören wir eine Passage aus dem Johannesevangelium, die die Begegnung am Brunnen zwischen Jesus und der Samariterin beschreibt. Wenn wir aufmerksam lesen, erkennen wir, dass beide auf der Suche nach Ruhe und Erfrischung sind. 

Jesus, du bist gekommen, um den Quell des ewigen Lebens zu öffnen. Herr, erbarme dich unser.

Du schenkst Leben, das hinüberreicht in eine neue Welt. Christus,erbarme dich unser.

Du hast für alle Menschen das Heil verkündet. Herr,erbarme dich unser.

Predigt

Jesus setzt sich, weil er von seiner Reise müde ist, und die Frau kommt mit einem Krug, um Wasser zu schöpfen und es mit nach Hause zu nehmen. Beide treffen sich am Brunnen, an der Wasserquelle. Jesus bittet die Frau um Wasser. Wir alle wissen, wie unangenehm Durst ist. Stellen wir uns vor, wie glücklich wir sind, wenn wir zum Beispiel auf einem Bergpfad wandern und keine Wasservorräte mehr haben. Wenn wir dann sehr durstig sind und auf eine Quelle oder einen Bach stoßen, aus dem wir trinken können, sind wir noch glücklicher. Wir trinken voller Freude, um unseren Durst zu stillen.

Im heutigen Evangelium bittet Jesus die Samariterin um Wasser. Aber er bietet ihr auch eines an. Er sagt zu ihr: „Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen.“ Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie mehr Durst haben. Dieses Wasser wird in ihm zu einer Quelle, deren Wasser bis ins ewige Leben fließt.“ Doch er bietet uns kein Wasser an, das uns wieder durstig macht, wie normales Wasser. Er bietet uns lebendiges Wasser an, in dem ewiges Leben fließt. Hören wir die Worte des heiligen Augustinus: „Aber die Frau denkt noch immer fleischlich. Sie freut sich, keinen Durst mehr zu haben, was ihren Körper betrifft, denn sie glaubt, der Herr habe ihr genau dies verheißen. Auch das würde eines Tages geschehen, aber erst nach der Auferstehung der Toten. Doch sie wollte es jetzt schon … Schließlich musste sie immer wieder zu jener Quelle kommen und die Last tragen, die den Durst stillt. Und wenn das, was sie genommen hatte, aufgebraucht war, musste sie sich zwingen, wieder dorthin zu gehen. Und diese Mühe war täglich, weil sie ihren Durst immer nur vorübergehend stillen konnte. Deshalb würde sie sich über ein solches Geschenk freuen und bat ihn, ihr lebendiges Wasser zu geben.

Vor allem dürfen wir nicht vergessen, dass der Herr ihr etwas Geistiges verheißen hat. Was bedeutet es also, wenn jeder, der dieses Wasser trinkt, wieder Durst verspürt? Dies trifft nicht nur auf das Wasser, sondern auch auf das, was es symbolisiert, denn jedes weltliche Vergnügen ist wie jenes Wasser in einem fernen Brunnen, das nicht fließen kann. Es wird gesehen werden. Von dort schöpfen die Menschen es in die Gefäße der Begierde. Schnell lösen sie die Fesseln ihrer Begierde, sodass sie die Lust erreichen, die sie aus sich  schöpfen. Dann genießen sie die Lust, die sie durch das vorherige Lösen der Zügel der Begierde erlangt haben. Denn wer die Fesseln der Begierde nicht loslässt, wird keine Lust erlangen. Betrachtet die Begierde als ein Gefäß und das Wasser am Brunnengrund als die Lust. Wird nicht jeder, der irgendeine der weltlichen Freuden erlangt – sei es Essen, Trinken, Baden, Theater oder Sex – wieder dürsten? Deshalb sagte er: „Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten. Wer aber nach meinen Worten Wasser von mir empfängt, wird nie mehr dürsten; denn wir werden mit der Güte deines Hauses erfüllt werden.“ (Augustinus, Kommentar zum Johannesevangelium 1–4)

In der ersten Lesung wird auch von den Israeliten berichtet, die in der Wüste umherirrten und kein Wasser zum Trinken hatten. Sie murrten und klagten gegen Mose. Doch obwohl sie sich mitten in der Wüste befanden, fand Gott einen Weg, um das ganze Volk zu ernähren. Mose schlug auf einen Felsen und Wasser sprudelte hervor. Alle tranken, Menschen und Tiere. Gott hat für jedes Problem eine Lösung, auch wenn wir sie nicht sehen.
Wir befinden uns mitten in der Fastenzeit. Vielleicht sind wir mit verschiedenen Plänen und Vorsätzen in diese Zeit gestartet, mit dem Bestreben, etwas zu verbessern oder auf etwas zu verzichten. Vielleicht gelingt es uns, vielleicht weniger. Beim wahren Fasten geht es jedoch nicht darum, wie viel ich aufgeben kann oder welche Leistung ich erbringe, sondern darum, wie es mich Gott näherbringt. Jedes Fasten ist nutzlos, wenn es mich nicht auf Gottes Weg führt und ich ihm nicht näherkomme.

Deshalb klingt dieses Wort auch für uns wie eine Erfrischung und erinnert uns daran, wo wir wahres Glück suchen sollen. Nicht in den Vergnügungen und Freuden dieser Welt, nicht in Unterhaltung und aufregenden Gefühlen, nicht in materiellen Dingen, sondern allein in Gott. Lasst uns das lebendige Wasser annehmen, das uns Christus anbietet. Es ist das Wasser, das uns wahrhaft glücklich macht, unserem Leben Sinn verleiht und uns zur Ewigkeit führt. Wenn wir dieses Wasser annehmen, werden wir und die Menschen um uns herum glücklich. Wir werden dann, wie die Frau im Evangelium, zu einem Gefäß, das Christus zu unseren Verwandten, Nachbarn und Bekannten bringt. Öffnen wir uns also Christus und seinen Gnaden, die er uns anbietet,

Jesus Christus hat uns gelehrt,den Vater im Geist und in der Wahrheit anzubeten. Mit seinen Worten bitten wir.

Den Sohn Gottes, den wir im Geist und in der Wahrheit anbeten,bitten wir um seinen Frieden.

Selig, die aus dem Quell des Heils empfangen haben und zum ewigen Leben eingehen dürfen.

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Donnerstag der 2. Fastenwoche, Lk 16,19-31

Gott,der Herr,der uns sein rettendes Wort durch die Propheten verkündet hat,sei mit euch,

Wie reich war wohl der vermögende Mann im heutigen Evangelium? Man könnte annehmen, sein elendes Schicksal sei einfach auf seinen übermäßigen Reichtum zurückzuführen. Doch Jesus erwähnt nie, wie reich er war, denn darum geht es nicht. Das eigentliche Problem war die Kluft zwischen dem reichen Mann und Lazarus.

Jesus,du hast dich dem Willen des Vaters überlassen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns das Leben einer neuen Welt verheißen.Christus,erbarme dich unser.

Du belebst  unsere Hoffnung durch die Botschaft der Kirche. Herr,erbarme dich unser.

Der reiche Mann hatte mehr als genug, während Lazarus nicht einmal seine grundlegendsten Bedürfnisse befriedigen konnte. Der reiche Mann hätte Lazarus helfen können, aber tat es nicht. Und deshalb landete er „in der Hölle“ (Lukas 16,23). 

Mutter Teresa sagte einmal: „Das Problem ist nicht, die Armen zu ernähren, sondern die Reichen dieser Welt zu ernähren.“ Wenn die reiche Welt also etwas zugunsten der Entwicklungsländer abgeben würde, sähe die Welt ganz anders aus. Viele von uns leben in Verhältnissen, die selbst der reiche Mann in der Geschichte beneiden würde.  Wir sind in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der es als normal gilt, Autos, Häuser und einen Fernseher zu besitzen und genug zu essen zu haben.

Aber selbst in unserem Land, gar nicht so weit von uns entfernt, gibt es Menschen , die sich glücklich schätzen, wenn sie eine warme Mahlzeit am Tag und eine bescheidene Unterkunft zum Schlafen haben, etwa eine Hütte oder ein kleines Studio-Apartment.  ie reagieren wir auf diese erschreckende Ungleichheit?  Einstens mit dem Gedanken: „Ach, die sind eben die, die sich nicht anpassen.“  Schließlich wollen sie ja sowieso nichts tun, um ihr Leben zu verbessern, und wenn wir ihnen irgendwie helfen, machen sie es sofort wieder zunichte. Aber haben wir jemals darüber nachgedacht, in welchem Umfeld sie aufgewachsen sind? Welches Umfeld hat diese armen Menschen so geprägt , dass sie sich so verhalten?

Ja, es wäre unvernünftig, dem ersten Obdachlosen, dem wir auf der Straße begegnen, Geld zu geben. Geld, das wir ihm so geben, hilft ihm nicht nur nicht, sondern schadet ihm sogar , und selbst wenn er und wahrscheinlich auch wir es nicht merken, demütigen wir ihn gleichzeitig.  Denn damit zeigen wir ihm, dass wir inkompetent sind.  ass wir nichts wissen.

Aber wie können wir solchen Menschen helfen? Wenn wir einem Bettler auf der Straße begegnen, ist es natürlich gut und schön, ihn wahrzunehmen , ihn zumindest zu grüßen und, wenn es die Zeit erlaubt, kurz mit ihm zu ssprechen.  ielleicht sind wir die Einzigen an diesem Tag, die mit ihm gesprochen haben. Dadurch zeigen wir ihm, dass auch er wichtig ist und wertvoll ist.

Oder wir können Organisationen unterstützen , die sich schon lange um solche Menschen kümmern. Denn diese Helfer wissen am besten Bescheid,  was diese Menschen brauchen.  Und hier werden positive Ergebnisse erzielt, die nicht sofort sichtbar sind, sondern erst nach Jahren oder gar Jahrzehnten.  Hier spielt die Kirche eine unersetzliche Rolle, nicht nur in der Slowakei, sondern weltweit .

Liebe Brüder und Schwestern, 

das heutige Evangelium lädt uns ein, die Augen unserer Herzen zu öffnen und unsere Umgebung wahrzunehmen. Damit wir nicht blind sind und das Leid unseres Nächsten übersehen . Lasst uns die Bedürfnisse derer erkennen, die Hilfe benötigen. Und lasst uns daran denken, dass wir zwar auch materiell helfen können, es aber nicht immer nur um materielle Unterstützung gehen muss. Auch unsere Zeit, die wir unserem Nächsten in schwierigen Lebenslagen widmen, ist in Gottes Augen von großem Wert und verringert die Kluft zwischen uns, die uns vom Reich Gottes trennen könnte.

Damit wir  nicht vom Reichtum der Erde verführt werden,wagen wir, zum Vater zu beten.

Damit unser Leben im Frieden, den wir bei Gott finden, vollendet wird, wollen wir beten.

Selig, die das Wort der Propheten hören und hingelangen zur Auferstehung des Lebens,

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Hl.Kasimir, Königsohn (Mt 20,17–28)

Jesus Christus,der uns erwählt und bestimmt hat,Frucht zu bringen für das ewige Leben, sei mit euch.

Der heilige Kasimir wurde am 3. Oktober 1458 als Sohn des polnischen Königs Kasimir IV. Andreas ist geboren. Er war Prinz von Polen und Großfürst von Litauen. Trotz seiner königlichen Herkunft führt er ein einfaches,frommes Leben.

Jesus, du kamst als Kind armer Eltern hervor. Herr,erbarme dich unser.

Du gingst hinweg, als man dich zum König machen wollte. Christus, erbarme dich unser.

Sie haben dich gekreuzigt als den König der Juden. Herr,erbarme dich unser. Schon in jungen Jahren zeichnete sich Kasimir durch große  Frömmigkeit, Nächstenliebe  und Bußgeist aus. Er liebte das Gebet,half den Armen und setzte sich für Gerechtigkeit ein. Man berichtet, dass er lieber auf weichem Luxus verzichtete und oft auf dem Boden schlief. Besonders verehrte er die Gottesmutter Maria.

Er sollte  sogar König von Ungarn werden, doch politische Umstände verhinderte dies. Statt Macht zu suchen, stellte er Gott in den Mittelpunkt seines Lebens. Er starb bereits am 4. März 1484 im Alter von nur 25 Jahren vermutlich an Tuberkulose. Wegen seines heiligen Lebens wurde er 1602 von Papst Clemens VIII. heiliggesprochen.

Da Christus uns seine Freunde genannt hat, dürfen wir in seinem Namen mit vollem Vertrauen zum Vater beten.

Da der Vater uns alles geben will,wenn wir im Namen Jesu Christi bitten,wollen wir ihn um den Frieden bitten.

Selig, die das Gebot des Vaters halten und in seiner Liebe befunden werden am Letzten Tag.

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Dienstag, der 2. Fastenwoche Mt 23,1-12

Gott,der eine ,der allein unser Vater im Himmel ist, sei mit euch.

Die Worte des Herrn im heutigen Evangelium sind hart. Sie verurteilen unmissverständlich ein Verhalten, das Gott missfällt:  Heuchelei ist selbst für das menschliche Auge nicht leicht zu erkennen. Daher fällt es uns leicht, Jesu Worte nachzuvollziehen und ihm zuzustimmen. Doch es ist nicht so einfach, unser eigenes Herz zu prüfen und uns zu fragen, inwieweit das, was der Herr sagt, auf uns zutrifft. Heuchelei ist ebenso unangenehm wie subtil.

Jesus, du allein bist unser Meister und unser Lehrer. Herr,erbarme dich unser.

Du hast dich erniedrigt und bist zum Menschen geworden. Christus,erbarme dich unser. 

Du kennst die Menschen, denn vor dir ist nichts verborgen. Herr, erbarme dich unser.

„Sie binden schwere und unerträgliche Lasten.“ Wir könnten uns fragen: Erleichtern mein Leben, meine Worte, meine Haltung anderen den Weg zur Heiligkeit oder machen sie ihn im Gegenteil unerträglicher? Ist das Bild des Christentums, das sich aus meinem Verhalten ergibt, ein Bild einer schweren Last oder eines Weges zum Glück?

Es ist sicherlich sehr leicht, seinen Kindern, seinem Ehepartner oder seinen Geschwistern zu sagen, wie sie sich verhalten sollen. Aber tun wir es selbst, und erkennen andere – nicht an unseren Worten, sondern an unseren Taten –, wie wichtig es ist, stets zu lächeln, jeden gut zu behandeln, niemanden hinter seinem Rücken zu kritisieren und nicht zu lügen?

Der heilige Josemaría pflegte zeitlebens den Wunsch, dem wir uns anschließen sollten: „Unsere Herzen großzügig auszubreiten, damit andere auf weichem Boden wandeln und so ihren Kampf leichter bewältigen können“ (Freunde Gottes, Nr. 228). Genau dazu ermutigt uns Jesus mit seinen Worten: zu erkennen, dass wir nicht dazu berufen sind, anderen das Leben schwer zu machen. Wir sind dazu berufen, Mittler der Heiligkeit für alle um uns herum zu sein.

Wie gelingt uns das am besten? Indem die Größte unter euch euch dient. Vor allem durch ihr Vorbild, durch ihre in Taten des Dienens verwandelte Nächstenliebe. So verstand es der heilige Paulus: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ (Gal 6,2). Die Pharisäer vergrößerten die Lasten anderer; Wir sind berufen, sie zu erleuchten, wie der Herr es tut (vgl. Mt 11,28).

„Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ Die Allerheiligste Gottesgebärerin lehrt uns, dass Demut nicht nur ein Gefühl der Demut ist, sondern die wahrhafte und wirksame Hingabe des eigenen Lebens in den Dienst anderer. Genau deshalb wurde sie zur besten Mittlerin auf dem Weg zu Gott, so sehr, dass die Kirche sie als Pforte des Himmels anruft.

Nur  einen sollen wir auf Erden unseren Vater  nennen. Zu ihm dürfen wir voll Vertrauen beten.

Die Ehren der Welt sind vergänglich. Der Friede des Herrn ist die bleibende Kraft unseres Lebens. Deshalb bitten wir.

Selig, die sich selbst erniedrigen und erhöht werden im Reich des Vaters.

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Das Brechen der Hostie und das Eintauchen eines Stückes in den Wein.

Der Evangelist Lukas beschreibt  Jesus beim Mahl in Emmaus. Wie er das Brot nahm,den Lobpreis sprach,es brach und ihnen reichte – da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn . Als  sie sich daraufhin auf den Weg zurück nach Jerusalem machte, erzählten  sie ihr von ihrem stärksten Erlebnis: was ihnen unterwegs geschehen war und wie sie ihn beim Brotbrechen erkannt hatten (24,13–35). Auch in ihnen hatte dies seine Worte über ihn als das lebendige Brot widerhallen lassen, das durch seine Hände gebrochen und gereicht wird, eine Einladung, an seinem Sieg teilzuhaben. Es ist daher selbstverständlich, dass das Brechen der Hostie ein unverzichtbarer Bestandteil der heiligen Messe ist.

In der ersten Phase singen die Gläubigen dreimal: Lamm Gottes ,du nimmst hinweg die Sünden der Welt. Aus diesem Grund schließen sie  die Bitte zweimal mit den Worten´erbarme dich unser´ ab, bei dritten Mal wandelt sich dieser Zusatz in´gib uns den Frieden´. Es ist  dies einer der  wenigen Teile der heiligen Messe,in denen der Priester während  des Gasangs der still ein anderes Gbet spricht und eine andere Handlung vollzieht. In diesem Augenblick identifiziert er sich in besonderer Weise mit Jesus als  dem Gastgeber des letzten Abendmahls,den die Jünger nach der Auferstehung bei Brechen des  Brotes erkannten.Dieses Geste war so eindringlich das die ersten Christen ihre eucharistische Versammlung ´Brotbrechen´nannten.Bereits der Autor der Apostelgeschichte bestätigt,dass die Gläubigen dass die Gläubigen am ersten Tag der Woche zum Brotbrechen zusammenkamen (Apostelgescheichte 20,7)  Dieses Teilen des Brotes Jesu mit den Tischegenossen hat zwei sich gegenseitig bedingende Dimensionen: eine opferbezogene und eine gemeinschaftliche.

Die opferbezogene Dimension erinnert an Jesus als den Gekreuzigten,der sich für  die anderen hingegeben hat, und so  wird das gereichte Brot zum Brot der Liebe. Zur Speise der Solidarität, zum Brot  des unübertrefflichen Opfers des  Hirten,der freiwillig für  seine Schafe stirbt, damit hängt auch die gemeinschaftliche Dimension dieses Brotbrechens tief zusammen: Wenn ein  einziger Leib unter vielen und verschiedenen Menschen geteilt wird, die in Christus eine Gemeinschaft bilden. Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? fragt der heilige Paulus die Korinther und fährt fort. Ist das Brot,das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Darum sind wir viele ein Leib, denn alle haben Teil an dem einen Brot (1. Korinther 10,19–17).

Zum, Brechen der Hostie gehört auch eine kurze,kaum wahrnehmbare Geste. das Einlegen eines Stückchens der Hostie in das eucharistische Blut im Kelch. Der Priester betet dabei still. Die Vermischung des Leibes und Blutes unseres Herrn Jesus Christus bewirke für uns, wie sie empfangen ,das ewige  Leben. Das Ausgangswort ist der Begriff ´Vermischung´als Gegensatz zu dem , was zuvor getrennt war. Der Evangelist  Johannes  beschreibt  nämlich,wie einer der Soldaten Jesus mit einer Lanze in die Seite stach,und sogleich floss Blut und Wasser heraus,getrennt voneinander (Johannes 19,34) – ein Zeichen für Jesu wirklichen Tod ,sodass man ihm auch die Beine nicht brach und  man ihn zur Bestattung abnehmen konnte. In dieser Logik ist also der umgekehrte Vorgang – nicht die Trennung,sondern die Vermischung von Leib und Blut – ein Zeichen der Auferstehung  Jesu. Die Vermischung ist nicht bloß eine einfache Zuordnung oder eine äußerliche Berührung,sondern gegenseitiges Durchdringen bis  hin zu einer unwiderruflichen Verbindung – als  würde das Blut , das das Leben symbolisiert, den zuvor toten Leib neu durchbluten und beleben. Und das ist zugleich die Verheißung der Auferstehung für uns , die Empfangenden, die wir davon für das ewige Leben Nutzen zu schöpfen begehren.

Was nützt es dem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt,aber seiner Seele Schaden nimmt? Oder  was kann der Mensch geben, um seine Seele einzulösen, fragt Jesus im Matthäusevangelium( Mat 16,26). Das eucharistische Brot nützt uns  als Vorgeschmack des ewigen Lebens im Himmelreich. So erfahren wir bereits während seiner irdischen Gegenwart in Andeutungen  und Vorwegnehmen das,was dort in Fülle sein wird. Dieses gebrochene Brot nützt uns für das ewige Leben,denn wenn wir uns im gegenwärtigen Augenblick vollständig in die Umarmung der Gegenwart Jesu hineingeben – in Gedanken,Worten und Taten sowie im Tun des Guten –, dann schreiten wir mit sicherem Schritt in das ewige Leben. Ohne Jesu rettendes Opfer am Kreuz, das durch die Trennung von Blut und Leib angezeigt wurde,und ohne seine Auferstehung,die durch die Vermischung von Leib und Blut angedeutet wird,wäre  das ewige Leben für uns  unerreichbar. Ohne die Auferstehung Christi wäre  das Tor des Himmels bis heute verschlossen geblieben,und der Tempelvorhang wäre in der Stunde  seines Sterbens nicht zerrissen worden.

Das stille Gebet und die Geste des Priesters stehen daher in vollkommenem Einklang mit dem ,was die Gläubigen gleichzeitig  laut singen oder sprechen. – eben dadurch , dass er sich für uns opfert und bricht , dass er mitten im Sterben den Vater um Vergebung  unserer Sünden bittet. Damit ist die Bitte „Erbarme dich unser’ bereits im Voraus erhört. Vom Tod und von der Auferstehung führt uns jedoch die letzte Bitte des dreifachen Gesangs: „Gib uns den Frieden“, denn der Friede war das Geschenk des Siegers über den Tod, der nach dem Eintreten in den verschlossenen Abendmahlssaal seine Jünger mit den Worten begrüßte: „Friede sei mit euch. (Johannes 20,21) Die Bitte, dreifach zu singen, ist im biblischen wie im liturgischen Kontext die höchste Form ehrfürchtiger Dringlichkeit, Ausdruck eines demütigen Verlangens  nach dem Guten,das von Gott selbst erwartet wird. Die dreimal wiederholte Anrede „Lamm Gottes“ hat ihr Vorbild  beim Propheten Jesaja, bei dem es heißt: „Wie  ein Lamm wurde er zur Schlachtbank geführt, und wie ein Schaf vor seinem Scherer verstummt er´“ (Jesaja 53,7). Die Offenbarung des heiligen Johannes beschreibt Engel ,die rufen; „Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde,Macht zu empfangen und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lob. Und dann sind auch wir in der Gegenwart eingeladen, gemeinsam mit der gesamten Schöpfung zu rufen: „Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit“ (Offenbarung 5,12-13). Und wenn der heilige Paulus die Korinther zur Umkehr aufruft, ist sein grundlegendes Argument, dass unser Osterlamm Christus geopfert wurde (1. Korinther 5,7).

Tritt stets so in die Feier ein wie jene, die den Frieden Jesu empfangen wollen: im Frieden der Menschen mit reinem Gewissen, im Frieden der Glaubenden an Jesus, den Lebendigen, Siegreichen und Gegenwärtigen, im Frieden der Menschen, die aus Christus jenen einzigartigen Frieden schöpfen, den uns niemand jemals nehmen kann.

 

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Montag der 2. Fastenwoche, Lk 6,36-38

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Samstag der 1. Fastenwoche Mt 5,43-48

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Hl.Gregor von Narek Mt 5,20-26

Gott,der Herr,der seinen Sohn zu unserer Bekehrung gesadt hat, sei mit euch.

Wenn ich euch fragen würde, was ihr über den heiligen Gregor von Narek wisst, würden die meisten von euch antworten. Wir haben diesen Namen noch nie gehört. Aber auch er gehört zu den Heiligen der Kirche. Sogar  zu den kirchlichen Lehrern. Deshalb möchte ich heute ein paar Worte von ihm sagen.

Jesus,du kamst, die Menschen zum Vater heimzuholen. Herr, erbarme dich unser.

Du selbst bist der Eckstein deines Reiches. Christus, erbarme dich unser. 

Du hast uns zu Miterben deines Reiches gemacht. Herr,erbarme dich unser.

Der heilige Gregor war der Sohn des Erzbischofs Chosrov Andzevatsi. Seine Mutter starb, als er jung war. Seine Ausbildung erhielt er von seinem Cousin Ananias, der in Narek eine Schule gründete. Gregor trat anschließend als Mönch in das Kloster in Narek ein. Dort wurde er zum Priester geweiht und später zum Abt gewählt. Er verfasste zahlreiche Schriften, darunter einen mystischen Kommentar zum Hohelied sowie liturgische Texte, die noch heute Verwendung finden.

Gregor starb in Narek und wurde dort beigesetzt. Am 12. April 2015 wurde er von Papst Franziskus zum Kirchenlehrer ernannt. Sein Beitrag zur Kirche liegt hauptsächlich in den liturgischen Texten der Armenischen Kirche.

Da unser Leben auf dem Eckstein Jesus Christus aufgebaut ist,dürfen wir voll Vertrauen zum Vater beten. 

Damit unser Leben Früchte für Gottes Ernte bringt,wollen wir den Herrn um seinen Frieden bitten.

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2. Fastensonntag A Mt 17,1-9

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Donnerstag der 1. Woche Mt 7,7-12

Gott, unser Vater, der allen Gutes gibt,die ihn demütig bitten, sei mit euch,

Manchmal dauern unsere Gebete länger als uns lieb ist. Es ist eine Zeit der Hoffnung und Vorbereitung, um Gottes Gaben besser empfangen zu können.
Viele von uns kennen das: Man betet für jemanden, für ein Anliegen oder eine heilige Sache, doch es kommt nicht so, wie gewünscht. Vielleicht hat es auch einfach nicht funktioniert: ein Verwandter, der Gott noch fern ist, eine ärztliche Untersuchung mit entmutigendem Ergebnis oder ein Gesetz, das die Menschenwürde missachtet.

Jesus, Dir sind keine menschliche Not und Sorge verborgen. Herr, erbarme dich unser.

Du allein bist unser Mittler beim Vater im Himmel. Christus, erbarme dich unser.

Du gibst denen, die selbst zu geben bereit sind. Herr,erbarme dich unser.

Frustration, Hilflosigkeit und Zweifel angesichts des scheinbaren Friedens Gottes verstärken sich, wenn wir die Worte Jesu in uns widerhallen hören: „Bittet, so wird euch gegeben! Sucht, so werdet ihr finden! Klopft an, so wird euch aufgetan!“ Doch wo stehen wir dann? Haben wir nicht alle schon um vieles gebeten, dass uns nicht gegeben wurde? Haben wir nicht alle schon einmal das Gefühl gehabt, an Gottes Tür zu klopfen, ohne dass die Glocke läutet?

Diese Verwirrung ist verständlich, doch genau deshalb ist es so wichtig, über unsere eigene Perspektive hinauszugehen: Es ist unerlässlich, dass wir im Gebet mit Hilfe des Heiligen Geistes nach und nach Gottes Perspektive annehmen. So erkennen wir, dass der Herr uns paradoxerweise warten lässt, um uns darauf vorzubereiten, seine Gaben besser zu empfangen.

Der heilige Augustinus erklärt: „Unser Gott und Herr will nicht, dass wir unsere Wünsche entdecken, denn er kann sie gewiss nicht übersehen. Sondern er will, dass wir durch das Gebet unsere Sehnsucht stärken, damit wir die Gaben, die er für uns bereitet, besser empfangen können.“ Seine Gaben sind unermesslich, und unsere Fähigkeit zu empfangen ist gering und unbedeutend.“

So hilft dieses beharrliche Warten, das ein Bittgebet ist, nicht nur den Personen oder Anliegen, für die wir beten, sondern auch uns selbst. Der Herr ist ein Vater, und so wird er uns weit mehr geben, als wir erbitten. Es ist jedoch gut, Jesu abschließende Worte in dieser Passage nicht aus den Augen zu verlieren: „Was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.“ Beharrliches Gebet muss mit Liebe einhergehen: Wenn wir uns gegenüber allen Menschen und in allen Situationen wie Christus verhalten, wird Gott der Vater mit Stolz auf uns blicken und alle Wünsche unseres Herzens erfüllen.

Damit wir nicht verführt werden vom Reichtum der Erde,wagen wir zum Vater zu beten.

Damit unser Leben vollendet wird im Frieden, den wir bei Gott finden,wollen wir beten.

Selig,die das Wort der Propheten hören und hingelangen zur Auferstehung des Lebens.

 

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Der Friedensritus.

Beim Friedensritus geht es um zwei Dinge in drei Teilen:um den Frieden für alle zu erbitten und die gegenseitige Liebe zu bekunden.Zunächst betet der Prister um den Frieden,dann bringt er der versammeöten Gemeinde den Friedenswunsch zum Ausdruck,die ihm auch antwortet,und alles gipfelt in der Friedensgeste seitens des Priesters und der Gläubigen untereimander.

Das Friedensgebet wird deshalb nach der abschließenden Bitte um Erbarmen fortgesetz.Sieh nicht auf unsere Sünden,sondern auf den Glauben deiner Kirche und schenke ihr deinen Friden.Die Gabe des Fridens und die Vergebung der Sünden hängen nämlich innrlich zusammen.Wir erlangen den Frieden durch die Reue über die eigenen Sünden.Kann dort Frieden sein wo keine Einheit ist? Und kann dort Einheit sein wo kein Frieden ist?

Jesus sagte seinen Aposteln.Frieden gebe ich euch.Meinen Frieden gebe ich euch.Entscheiden ist das Wort meinen,damit wird deutlich Unterschied sehen zwischen dem Frieden,den die Welt gibt,und dem tiefen Frieden.den nur Jesus geben kann.Nicht wie die Welt gibt,gebe ich euch betont Jesus.Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.(Johannes 14,27)

Nach seiner Auferstehung und seinem Eintritt in den Abendmahlssal wiederholte der Auferstandene den Aposteln.Friede sei mit euch.(Johannes 20,19) und diesen Frieden verband er mit der Bevollmächtigung der Apostel,Sünden zu vergeben.’Wem ihr die Sünden vergeht,dem sind sie vergeben ‚ (Johannes 20,23).

Die Gabe des Friedens und  der Vergebung der Sünden hängen nämlich innerlich zusammen.Durch die Reue über die eigenen Sünden erlangen wir den Frieden.Nur Gott kann seiner Kirche Frieden und Einheit schenken.Kann  dort Frieden sein,wo keine Einheit ist? Und kann dort Einheit sein wo kein Frieden ist? Die Gläubigen identifizieren sich mit dem Gebet des Priesters durch das Amen.

Nach der Bitte um den Frieden folgt der Friedens Wunsch.Während der erste Teil gleichsam eine geistliche Vertikale vom Priester und seiner Gemeinschaft zu Gott war,verwirklicht sich im zweiten Teil die beziehungsmäßige Horizontale.Der Priester wendet sich den den Gläubigen zu. Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch.Der Friede,der bisher durch das Gebet erhöhen würde,wird den versammelten Gläubigen zugewünscht.Es folgt die Aufforderung.Gebt einander ein Zeichen des Friedens und die Antwort.Und mit deinem Geiste.

Versuchen wir,die heilige Messe stets mit dem Frieden zu erleben,mit dem uns der Herr Jesus beschenken möchte.

 

 

J

 

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