Archiv für den Monat: Juni 2015

14. Sonntag B Mr 6, 1-6.

Es kommt nicht auf die Herkunft an.
Einführung
In vielen Staaten werden Menschen mit ihrem Titel angesprochen, zum Beispiel mit „Lord”, „Graf”, „Direktor” oder „Doktor”.  Diese Titel sollen aussagen, dass ihr Träger von bedeutender Herkunft und Ausbildung ist. Das bedeutet, dass ein Mensch mit Titel bedeutender ist als einer ohne Titel. Auch Jesus hatte Probleme mit seiner Herkunft.
Predigt
Es ist paradox, dass die Landsleute aus Nazareth einerseits die Wunder und die Lehre Jesu bewunderten, ihn aber andererseits wegen seiner Herkunft ablehnten. Die Menschen fragten sich: „Woher hat er das alles?”  Sie sahen, dass Jesus Wunder vollbrachte, die sie nicht vollbringen konnten. Aber anstatt die Ursache dafür zu suchen, beriefen sie sich auf seinen Ursprung. Wie ist es möglich, dass dieser einfache Sohn eines Zimmermanns es so weit brachte?

In der heutigen Zeit errichten viele Städte und Dörfer für ihre bedeutenden Bürger Statuen oder bringen Gedenktafeln an ihren Häusern an. Wenn die Verstorbenen auferstehen würden, wären sie vielleicht neidisch auf diese geehrten Menschen und würden Unverständnis zeigen. Andere wiederum würden sich über diese Ehre freuen, die ihnen erst nach ihrem Tod zuteil wurde, und sich als rehabilitiert fühlen.  Es ist immer leichter, einen Toten als einen Lebenden zu bewundern.
Kommen wir nun wieder zum heutigen Evangelium zurück. Die Landsleute Jesu nahmen ihn also nicht auf. Warum nicht? Sie hatten Vorurteile gegen ihn.  Vorurteile zu haben, kann gefährlich sein. Sie hindern nämlich daran, richtig zu denken und richtige Entscheidungen zu treffen. Wer Vorurteile hat, lässt sich von Argumenten nicht überzeugen. Wir sagen von solchen Menschen, dass sie „voreingenommen” sind.

Auch heute haben viele Menschen Vorurteile, beispielsweise in Bezug auf Religion. Sie sagen, Religion sei etwas, das gegen den Verstand geht. Sie behaupten, dass die Religion uns etwas glauben gebietet, das wir nicht verstehen können. Zweifellos gibt es Wahrheiten, die wir mit unserem menschlichen Verstand nie begreifen werden. Es ist schwierig, Gott und die Eucharistie zu begreifen. Daran kann ich nur glauben. Aber auch in der Natur gibt es Dinge, die wir nicht begreifen können. Ich denke da an die Lebensvorgänge vieler Geschöpfe oder an wissenschaftliche Texte, die Mathematik, Physik oder Chemie betreffen. Es ist jedoch nicht richtig, wenn wir nur dann an Wahrheiten des Glaubens glauben, wenn wir sie begreifen können.
Ein weiteres Vorurteil bezüglich der Religion ist die Einschränkung der menschlichen Freiheit. So behaupten zumindest einige. Um welche Freiheit geht es da? Sie meinen: Der Mensch könne dann nicht machen, was er wolle, er könne nicht sündigen. Aber das ist nicht die wahre Freiheit.  Wer sündigt, wird zum Sklaven seiner Sünde. Würde jeder seinen Leidenschaften folgen, entstünde eine Anarchie, eine Unordnung, ein Durcheinander.

Andere behaupten, dass die Religion gegen Wissenschaft und Kunst sei. Da haben diese Menschen jedoch Unrecht. Die Kirche war immer Trägerin des Fortschritts. Viele Wissenschaftler und Künstler kamen aus dem kirchlichen Bereich. Nein, die Kirche ist keinesfalls gegen den Fortschritt. Doch manche möchten die Kirche gerne zu einer humanistischen Organisation degradieren. Was die Vorurteile gegen Kirche und Glaube betrifft, könnte man noch viel mehr Beispiele nennen.
Wir sollten uns jedoch dagegen wehren und die Kirche verteidigen. Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, hier die richtigen Argumente zu finden. Man sollte nicht nur schön reden, sondern auch das Handeln danach ausrichten. Dazu brauchen wir ganz dringend den Heiligen Geist.

Der ehemalige Bischof Sailer aus Regensburg hatte in seiner Jugend große Glaubenszweifel. Er vertraute sich einem Freund an, der viele Jahre als Missionar gearbeitet hatte. Dieser erzählte ihm von seinen Erlebnissen in der Mission.  Am nächsten Tag trafen sie sich wieder und der Freund fragte ihn: „Glaubst du das alles, was ich dir gestern erzählt habe?” Sailer antwortete: „Natürlich, sollte ich einem verehrten, wahrhaftigen Menschen wie dir nicht glauben?” Darauf entgegnete dieser: „Wenn du mir glaubst, obwohl ich weder ein Petrus noch ein Paulus bin, der für Christus sein Leben geopfert hat, warum glaubst du dann nicht, was du über den Glauben hörst?” Das war ihm eine Lehre.
Wir sollten also keine Vorurteile gegenüber der Kirche und dem Glauben haben. Wir sollten daran glauben, dass Jesus – wie er selbst sagt – die Wahrheit, der Weg und das Leben ist.

Hl. Petrus und Hl. Paulus Apostel Mt 16,13-19.

Einführung.
Heute, am Fest der Heiligen Apostel Petrus und Paulus, denken wir über die Frage nach, die Jesus den Aposteln stellte. „Für wen halten die Leute den Menschensohn?” Auch wir sollen diese Frage für uns beantworten. Wer ist Jesus für mich? Was bedeutet er für mich? Von der richtigen Antwort auf diese Frage hängt viel ab.

Predigt.

Der Mensch fragt: Wer bin ich, was ich bedeute, wie bin ich? Der Mensch ist  für sich selbst ein Geheimnis. Zum Verständnis der Identität brauchen wir ein richtiger Interpretationsschlüssel. Etwas kann vom Menschen der Biologe, der Arzt ,Psychologe, der Soziologe,oder  Dichter, Philosoph und Politik sagen. Alle Aussagen werden  partikuläre, unvollständige, mangelnde sein. Vor 2000 Jahren stellte Jesus den Aposteln  die ähnliche Frage. Wer bin ich für euch? Petrus antwortete richtig. Du bist der Messias, der Sohn  des lebendigen Gottes. Aber nicht alle Menschen antworten richtig auf diese Frage. Zum Beispiel. Für den deutschen Philosoph Karl Jasper /1883-1969/ ist Jesus nur einer von bedeutenden Religionsführer, neben den anderen. Nach  Jasper , der Mensch kann  von den Erfahrungen die die Menschen von Gott hatten, herausnehmen. Er kann etwas/ aus diesen Erfahrungen/ annehmen, etwas ablehnen. Jeder Mensch ist für sich selbst das Maßstab. /Herausnehmen nach dem eigenen Maßstab/  Ein anderer Interpretationsschlüssel verwendeten die Apostel. Sie sahen Jesus   Wunder, sie hörten seine souverän  Verkündigung des Evangeliums.  Daraus urteilten sie, dass Jesus nicht nur der Gottes Gesandte ist, sondern er ist gleich dem  Gott. Darum sagte Thomas; Mein Herr und Mein Gott. Und Petrus; Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.

Auch wir sind konfrontieren mit dieser Frage. Wenn wir aufrichtig auf diese Fragen antworten, 1. dann den Nutzen der wir gewinnen  wird die Stabilität unserer Lebenseinstellungen. 2. Wir gewinnen den Lebensschlüssel.

Die Stabilität symbolisiert ein Fels. Schon Jesaja sagt. ,, Blickt auf den Felsen  aus dem ihr  gehauen seid, auf den Schacht aus dem ihr heraus gebohrt wurdet“ Jesaja 51,1-2. Der Fels bedeutet die Stabilität. Im Griechische gibt es ein Wortspiel. ,,Petros“ bedeutet  ein Name und  ,,Petra“ bedeutet  der Fels. Im diesem Sinn , sollen wir das verstehen. Du bist Petrus/Fels/ und auf diesen Felsen/Petra/ werde ich  meine  Kirche bauen. Wenn unser Glaube fest wie ein Fels wird, werden wir unsere Tagen stabilerer überleben. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiche geben, was du auf Erden binden wirst, das wird  auch im Himmel  gebunden  sein, und was du auf Erden lösen  wirst, das wird  auch im Himmel gelöst sein. Wenn wir bekennen dass Jesus Sohn Gottes ist, dann haben wir den Schlüssel von Gottes Reich, von der Zukunft.

P. de Bérule schrieb.  Unser Wesen sollen  wir  so auffassen, als eine Leehrheit, die gefüllt soll werden. und auf Jesus sollen wir ansehen, wie auf unser Lebensinhalt. Weil Jesus unser Lebensinhalt ist und er will das sein. Wir sollen eingestehen, dass wir leer sind und den Gehalt /Inhat/bietet Gott.

Einmal -spätabend saß ein Professor hinter dem Tisch und sortierte die Post. Alles nutzlose warf er in den Korb. Seine Aufmerksamkeit fesselte den Zeitschrift die nicht ihm adressiert wurde. Der Briefträger warf ihm in den Postkasten versehentlich. Auf der Titelseite der Zeitschrift wurde geschrieben. ,, Misio in Kongo“  Der Professor las weiter. In Nordkongo brauchen wir einen Menschen und ich bete dafür, schrieb der Autor des Artikels, damit  Gott auf den Menschen einwirkte, den er  sich auswählte und schickte ihn auf diesen Ort arbeiten. Es wird für uns eine große Hilfe.  Der Professor schloss die Zeitschrift  und sagte. Meine Suche ist beendet. Ich werde nach Kongo gehen. Dieser Professor war  Albert Schweitzer /1875-1965/ , Arzt, protestantische Theologe, der Orgel virtuos.

Ein kurzer Artikel, in einer Zeitschrift, die er nur zufälligerweise wahrnahm und der Erfolg. Im Lambaréné baute er ein Krankenhaus auf.  Im Europa machte er Konzerte und mit erworbenem Geld half er   in Afrika. Er schrieb auch die theologischen  Bücher  von Persönlichkeit Jesu Christi.  Er hat gesagt. Wenn zwischen uns und zwischen Gott Tausend Schritten sind Gott macht alle Schritten, außer dem einen. Der letzte , lass er uns machen. Wir müssen uns entscheiden. Wir sollen nur einen Schritt machen. Aus unserer Seite aber  der wesentliche.

Mit seiner Handlung gab Albert Schweitzer klar kund, wer  für ihn Christus ist. In ihm fand er den Schlüssel seines  Leben. Ich wünsche uns allen, dass auch wir in Christus den Schlüssel des Lebens finden.

Woran steht die Atheismus ?

Unbeweisbare Behauptungen des Atheismus.
Die Wirklichkeiten, die der Atheismus verkündet, lassen sich nicht einfach beweisen. Fakt ist, dass der Atheismus ein Glaube ist, der Beschlüsse ausspricht, die nicht den zugänglichen Beweisen entsprechen. (Alister McGrath, Wissenschaftler, Oxford)
Etwas zu behaupten und zu beweisen, dass es nicht existiert, ist nämlich im Wesen unmöglich.
Im Fall Gottes würde das bedeuten, dass wir den ganzen Weltraum und alle Realität außerhalb des Weltraums gründlich durchforschen müssten. Fänden wir nichts, könnten wir behaupten, dass es keinen Gott gibt.
Warum also der Atheismus?

„Ich hatte keinen Grund, zu wollen, dass diese Welt einen Sinn hat. So entschloss ich mich schließlich, dass die Welt keinen Sinn hat. Für mich und viele meiner Zeitgenossen war die Philosophie der Sinnlosigkeit die Befreiung. Die Befreiung von der christlichen Moral. Gegen diese Moral hatte ich Vorbehalte, weil sie meine sexuelle Freiheit einschränkte.“  /Aldous Huxley/
Zu den Denkern und Schriftstellern, die den rationalistischen Atheismus predigen, gehört der Biologe Jean Rostand.  In seinem Buch „Was ich glaube” gibt Rostand zu, dass seine rationalistische Überzeugung ein Glaube ist. Ich gestehe, dass es mir schwerfallen würde, einige meiner Ansichten logisch zu begründen, obwohl sie für mich wichtig sind.
Emotional bin ich Atheist. Ich habe keine Fakten, mit denen ich beweisen könnte, dass es keinen Gott gibt, aber ich sehne mich so sehr danach, dass ich keine Zeit verlieren will. /Isaac Asimov, Autor von Science-Fiction-Literatur.

Der Fakt ist, dass der Atheismus in der Praxis vorwiegend auf Gefühlsgründen basiert.
Ich will nicht, dass es Gott gibt.
Darum spreche ich die Behauptung aus.  „Es gibt keinen Gott.”
Aus dieser Entscheidung heraus interpretiere ich die Dinge so, dass sie meiner Behauptung entgegenkommen.
Ich wähle nur atheistische „Erklärungen”.
Ich ignoriere oder weise Fakten, die gegen den Atheismus sprechen, zurück, da sie meiner Meinung nach etwas bezeugen, das nicht existieren kann.
Im Gegensatz zu Voltaire, der das Christentum für falsch, aber einflussreich hielt, interessiert Nietzsche überhaupt nicht, ob das Christentum wahr oder falsch ist. Er zögert nicht, dem Schwindel und der Verstellung Vorrang zu geben, wenn diese wirksamer sind als die Wahrheit.

Mit anderen Worten: Einem durchschnittlichen Atheisten versagt im Bereich des Glaubens der gesunde Verstand. Interessant ist, dass Atheisten in anderen Lebensbereichen das, was sie für rational halten, im Bereich des Glaubens als irrational und absurd betrachten. Der Atheist glaubt fest, dass der Gedanke an Gott irrational sein muss.
Beispiel;
Angst. Du behauptest, du hast eine Großmutter.
„Ja, ich habe sie gesehen und mit ihr gesprochen.
Hat außer dir noch jemand sie gesehen? Natürlich, meine Eltern, meine Schwester, meine Cousine und viele andere Menschen.
Aber wir haben sie nicht gesehen. Wir glauben nur an das, was wir sehen. Wenn es sie gibt, dann zeige sie uns jetzt und hier. Wenn ihr meine Großmutter sehen wollt, dann fahrt nach Wladiwostok.  Dort lebt sie. Das sind Ausreden.  Wir wollen einfach deine Großmutter hier und jetzt sehen. Wenn du deine Mutter hier nicht zeigen kannst, dann gab es sie nicht. Ja, aber woher kam meine Mutter, wenn es sie nicht gab? Es gibt auch eine andere Theorie. Am Ende steht die Fluktuation der Energie des Vakuums. Deine Mutter ist als Folge dieser Fluktuation „aufgetaucht”. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber möglich. Sag mir, ist diese Theorie nicht viel faszinierender als das primitive Konzept der Geburt aus der Großmutter? Diese Argumentation ruft das Lachen hervor. Wenn es sich aber um Gott oder die Religion handelt, erscheint uns diese Argumentation sehr rational.

Ein Atheist glaubt lediglich, dass es keinen Gott gibt. Worauf könnte er seine Überzeugung stützen? Zum Beispiel. Wenn jemand sagen würde:  „Niemand hat Gott je getroffen.” Die Wirklichkeit ist jedoch, dass viele Menschen Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Aber wie reagiert ein Atheist auf diese Argumente? Er erklärt diese Argumente einfach für Betrug. Der Atheist glaubt trotz aller Argumente, dass es keinen Gott gibt. Auf welcher Grundlage glauben Atheisten, dass es keinen Gott gibt?  Aufgrund der Erfahrungen der Menschheit?  Die Menschen haben Erfahrungen mit Gott gemacht. Ein Atheist hat keine Gründe für seinen Atheismus. Er glaubt einfach daran und lehnt alle Argumente ab, die den Atheismus widerlegen.

13.Sonntag B Mk 5,21-43

13.Sonntag B 2015   Pflegen wir den Glauben an Gott?

Einführung

Das heutige Evangelium berichtet über die Auferweckung der zwölfjährigen Tochter des Jairus. Vielleicht denken Sie: Diese Auferweckung geschah doch schon vor so langer Zeit und berührt den Menschen von heute nicht, ist nicht aktuell für ihn. Im Evangelium steht aber ein wichtiger Satz, den Jesus sagte: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ Dieser Satz ist auch ganz aktuell für unsere Zeit.

Predigt

Der Satz „Sei ohne Furcht“ bedeutet, dass wie und wann  immer auch die Situation ungünstig ist, wir nicht Angst haben müssen, weil Jesus immer mit und bei uns ist. Es geht darum, dass wir an Jesus glauben. Jesus sagte: „Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung der Welt.“ Das bedeutet aber nicht, dass wir sorglos unsere Hände in den Schoß legen können. Jesus hilft uns nur dann, wenn wir alles machen, was mit unseren Kräften möglich ist. Was sollen alles unternehmen, was notwendig ist für die Erhaltung des Glaubens.

Der Theologe Karl Rahner sagte, dass wir uns um unseren Glauben  immer wieder bemühen müssen. Er muss ständig wachsen.  Der Glaube ist nicht wie eine Uhr, die wir kaufen und sie dient uns, ohne dass wir uns darum kümmern müssen. Sie hat eine Batterie und geht genau. Mit dem Glauben ist das anders. Um den Glauben müssen wir uns jeden Tag kümmern, damit er nicht erlischt.

Was sollen wir für die Erhaltung unseres Glaubens tun? Ich denke da an drei Stufen, wie das gelingen kann.

Die erste Stufe ist das Bewundern unseres Glaubens. Der bekannte Theologe und Pädagoge Klemens Tilmann sagte: Für die Erhaltung des Glaubens sei es notwendig, die Schönheit der Natur, die Blumen, die Tiere, die Sonne und die Pracht des Sternenhimmels zu bewundern.

Die zweite Stufe ist das Nachsinnen über unseren Glauben. Der Heilige Gregor von Nazianz sagte: Wenn wir an einem Haus vorbeigehen und wir aus einem geöffneten Fenster eine wunderschöne Geigenmelodie erklingt, wissen wir, dass sie nicht von sich selbst entsteht. Gleicherweise ist das auch so, wenn wir ins Weltall schauen und wir sehen die erstaunliche Harmonie und Ordnung, die im Universum herrscht, dann fragen wir uns: Das kann nicht von selbst entstanden sein. Da sollte uns bewusst werden, dass es einen unendlich großen Gott gibt, der das alles erschaffen hat.

Die dritte Stufe ist die wichtigste. Das ist das Zeugnis Jesu Christi. Der Apostel Johannes schrieb: „Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.“ Und Jesus sagte zu Thomas: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Also ist Jesus selbst Zeuge, dass es einen Gott gibt.

Nun noch eine kurze Geschichte von einem Priester, der mit seinem Auto unterwegs zu geistigen Übungen war. Es regnete sehr und auf der Straße stand eine Autostopperin. Der Priester nahm sie im Auto mit. Sie war froh, mitgenommen zu werden. Im Autoradio war Musik zu hören, ein gregorianischer Choral. Die Frau fragte den Priester: „Sind sie gläubig?“ Er antwortete: „Ja, ich bin Priester!“ Da meinte die Frau: “ Ich bin ungläubig, meine Eltern haben mich so erzogen. Viele wollten mit durch Beweise aus der Natur und aus dem Weltall zum Glauben bringen. Aber ich habe immer geantwortet: Die atheistischen Philosophen behaupten, dass alles von sich selbst entstand.“ Der Priester antwortete darauf: „Ich will ihnen das Gegenteil beweisen. Ich werden Ihnen von Jesus Christus erzählen. Auch  die Wissenschaft hat den Beweis erbracht, dass Jesus lebte und die Behauptungen verworfen, dass Jesus nur ein mythische Gestalt war. Jesus zeigte die Wahrheit seiner Lehre durch viele Wunder, die er getan hat. Also ist Jesus selbst Zeuge, dass es Gott gibt. Wenn Sie nicht an Jesus glauben, dann halten Sie ihn für einen Lügner. Denken Sie darüber nach! Ich werde für Sie beten.“ Im Auto wurde es ganz still. Nach einer halben Stunde kamen sie in eine Stadt. Als sie dort ausstieg, sagte Sie zum Priester: “ Ich bin Ihnen sehr dankbar, nun glaube ich an Jesus Christus.“ Sie wurde schließlich ein gläubiger Mensch.

Wir erkennen also, dass der stärkste Beweis für die Existenz Gottes das Zeugnis von Jesus Christus selbst ist. Merken wir uns aber auch den wichtigen Satz im heutigen Evangelium: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ Möge dieser Glaube eine Stärkung für unser Leben sein!

 .

Geburt des Hl.Johannes des Täufers 2015

Einführung

 Die Geschichte von der Geburt des hl.Johannes des Täufers spricht mehr von seinen Eltern, als von ihm. Es ist das Vorkommnis vom Zweifel, das Gottes Gnade überwand. Als der Engel Gabriel  Zacharias kund tat ; deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären. Zacharias sagte zu dem Engel: Woran soll ich erkennen, dass das wahr   ist? Ich bin schon ein alter Mann… Mit einem Wort, Zacharias zweifelte daran. Als ob er würde sagen. Das kann nicht passieren. Das wird nicht möglich. Ganz anders reagierte Maria auf die Nachricht von Engel Gabriel.

Predigt

Die Kirche feiert meistens die irdische Geburt der Heiligen nicht, sondern  ihr ,, Geburt“ für den Himmel. Es gibt aber drei Ausnahmen. 1. Geburt der Jungfrau Maria, 2.Geburt des hl. Johannes des Täufers, 3.  Geburt Jesus. Schauen wir, warum wir feiern die Geburt  des Johannes des Täufers? Vielleicht auch deshalb, weil Johannes der größte war, die vor Frau geboren wurden. Der Anfang des Evangelium nach Lukas ,zeigt uns die  richtigen Prinzipien der Familie und richtige Lebenseinstellungen zu den Wirklichkeiten , wie die Empfängnis, das Kinderkriegen. Das Lukas Evangelium  ist sehr wertvoll  eben für unsere Zeit, denn uns zeigt wie wichtig ist schon die Empfängnis des Kindes und ihre Umstände. Überhaupt es ist nicht egal, auf welche Art und Weise empfangen wird ein Kind. Ob das geschehen bewusst und aktiv, oder passiv, leidend, oder sogar in der Atmosphäre der Aggressivität. Die Empfängnis beeinflusst weitere Entwicklung des  geistlichen Lebens  eines  Kindes. Die moderne Psychologie bestätigt, dass die ersten Momente der Empfängnis die Einfluss haben auf unsere Natur und Charakter. Eben von der Einstellung der Eltern zum entstehenden Leben , hängt ab, ob der neue Mensch, wird sich  über das Leben  freuen. Wenn die Ärzte  den Menschen in die Hypnose und dann in die Vergangenheit führen, sie stellen fest, dass er  beschreiben weißt, nicht nur das,  was bei seiner Geburt geschah,  sondern schon das , was  bei seiner Empfängnis geschah. Schon hier können die ersten traumatisierten Erlebnisse erscheinen. Wenn das Kind nicht gewollt wurde.

Das Evangelium spricht uns, dass Zacharias und Elisabeth waren gerecht vor Gott und lebten tadellos vor Gott. Sie haben aber keine Kinder, weil Elisabeth unfruchtbar war und beide waren schon im fortgeschrittenem Alter. Das Wort ,,unfruchtbar,, äußert den ganzen Schmerzen dieser Familie. Die Unfruchtbarkeit bei einer  Frau, wurde für den Fluch gehalten, für die Gottesstrafe. Darum , war das Leben der unfruchtbaren Elisabeth und ihrer Mann nicht leicht.  Wer die Denkweise der Menschen vom Orient kennt, weiß, dass dort jedes Kind als Gottes Geschenk aufnehmen wird. Die Menschen wissen dort. Es ist Gott, der geheimnisvoll , das neue Leben bildet.

Als das Wort Gottes durch Engel Gabriel an Zacharias ,,verlautete“, Zacharias der im Gesetz gebildet wurde und kannte die Versprechungen der Propheten und trotzdem er ist nicht fähig zu glauben. Die theologische Bildung muss noch  nicht zum Glauben ,,einmünden“ Zacharias kannte bestimmt die Geschichte  von Sara , Frau von Abraham, aber an das glauben, dass Gott dasselbe auch mit Elisabeth machen will, das kann er nicht glauben. Vielleicht er erinnerte sich  daran, wenn er noch jung war, betete  er oft für einen  Nachkommen. Dann, aber hörte er auf, weil Gott ihn nicht erhörte. Er vergaß sein unerhörtes Gebet. Gott aber vergaß dieses Gebet nicht, und der Engel erinnern daran Zacharias: Fürchte dich nicht Zacharias! Dein Gebet ist erhört. Gabriel weiß , dass Zacharias Angst hat. Das , was Engel Gabriel sagte  zu ihm , übersteigt seinen Verstand. Seine große Ausbildung  wird das Hindernis, damit er mit der Einfachheit eines Kindes an das Wort Gottes glaubt. Zacharias verlor die Fähigkeit zu sprechen, denn er an das Wort Gottes zweifeln. Maria glaubte an das Wort von Erzengel Gabriel, darum konnte  sie Magnificat singen. Aus dieser Geschichte können wir sehen, wie wichtig der Glaube  in unserem Leben  ist.

 

 

Hl. Paulinus

Gott der Herr, der entschlossen hat, uns das Reich zu schenken, sei mit euch.

Heute ist der Gedenktag des heiligen Paulinus von Nola. Im Evangelium spricht Jesus darüber, dass Gott uns das Reich schenken will. Er spricht darüber, dass wir  die Schätze sammeln, die die Motte nicht frisst und die Diebe nicht rauben. Der heutige Heilige sammelte die Schätze  im Himmel.

Paulinus von Nola wurde 354 in der Nähe der Stadt Bordeaux geboren. Er wurde den Kaiservertretern in der Stadt Campanii Paulinus. Lebte am Anfang das Familienleben. Als sein Söhnchen starb, entschloss er sich, mit seiner Frau ihr Leben dem Gottesreich zu weihen. Er wollte sein Leben als Diakon im Dienst der Brüder verbringen. Gott aber entschloss sich anders. Das Volk verlangte, Bischof Paulinus zum Priester zu weihen. Paulinus verkaufte sein Vermögen und ging nach Italien. Dort erbaute er ein Kloster. Dort lebte er  das Zusammenleben mit anderen Männern. In 15 Jahren wird er zum Bischof geweiht. Paulinus lebte einfach , bescheiden, aber stark apostolisch. Der heilige Augustinus sagte von ihm. Paulinus, das ist Ruhm Gottes.

Da der Vater beschlossen hat, uns das Reich zu geben, dürfen wir im Namen Jesu Christi zu ihm beten.

Der uns sein Reich öffnen will, will uns  seinen  Frieden schenken. Wir bitten ihn.

Selig, deren Herz bei Gott ist und  die den Schatz des Himmelreiches besitzen  werden.

Gott weiß alles.

Gott weiß alles. Es ist ein Gott, das wissen wir. Wer kennt sich am besten? Jeder kennt sich selbst am besten. Wer wird Gott am besten kennen? Gott kennt sich selbst am besten. Wenn wir also wissen wollen , wie Gott beschaffen ist, auch wen werden wir hören müssen? Auf Gott. Was uns Gott von sich selbst sagt. Gott hat uns selbst geoffenbart,dass er alles weiß, denn der heil Johannes „Gott größer als unser Herz und er weiß alles“ 1 Joh 3,20. Gott weiß alle Dinge. Er ist  allwissend. Gott ist auch allgegenwärtig. Sind wir  auch überall gegenwärtig? Nein. Wo sind wir jetzt?  In der Schule. Weißt du, was jetzt in deinem  Hause geschieht, wer aus- und  eingeht?  Das weiß ich  nicht. Warum nicht?  Weil ich  nicht zu Hause bin.Wann wüsstest du es? Wenn ich zu Hause wäre. Da du jetzt nur in der Schule bist, was kannst du denn auch wissen? Ich kann nur das wissen, was in der Schule geschieht. Wenn man also wissen will , was irgendwo  ist und was geschieht, was ist notwendig? Man muss dort sein.  Wir können aber überall nicht sein. Gott ist überall anwesend. Gott ist nichts Unbekanntes, weder im Himmel noch auf Erden. Gott weiß alles, weil er überall gegenwärtig ist. Gott weiß alles. Warum?  Er muss einen unermesslichen Verstand und ein  unermessliches Gedächtnis besitzen; er muss  alles verstehen,er kann nichts  vergessen. Was folgt  daraus? Gott weiß das Vergangene. Viele Dinge sind jetzt nicht  mehr; sie sind  vergangen: Als diese vergangenen Dinge einst da waren, wer war  auch da?  Gott. Wer hat sie gemacht? Wenn also Gott auch da war und sie gemacht hat, musste er sie damals  gekannt  haben? Er hat sie gekannt. Warum? Weil er auch da war und  sie gemacht  hat. Vielleicht hat er sie vergessen? Gott vergisst nichts. Sein Gedächtnis ist unermesslich groß. Was ist die Folge? Gott weiß das Vergangene. Gott weiß das Gegenwärtige. Kann ihm also von den gegenwärtigen Dingen  etwas unbekannt sein?  Nein. Gott weiß das Zukünftige. Hat Gott  nicht  künftige  Dinge vorausgesagt?  Ja. Was denn?  Dem Adam, dass er  sterben wird.  Von  Jesus, dass er  gekreuzigt wird, dass er am dritten Tag  auferstehen wird. Was muss also Gott genau wissen? Die Zukunft. Warum? Weil er die beste Urteilskraft besitzt, das Zukünftige macht und vorbereitet. Ein Feuer im Ofen muss warm machen. Wenn aber ein Mensch etwas  Böses tut, hat er das auch tun müssen? Das nicht. Weil es auch hätte unterlassen können.Der Mensch kann lügen oder die Wahrheit sagen. Wenn er lügt, muss er?  Nein. Wenn er wahr redete, musste er? Wird Gott denn auch die freien Handlungen der Menschen voraus wissen? Er weiß sie auch. Gott sagte Moses voraus, dass Pharao die Juden  nicht aus dem Lande  entlassen würde, war es nicht so? David wurde von Saul verfolgt. er floh in die Stadt Eila; Saul belagerte sie. David fragte  Gott, ob ihn die Eilaner an den König ausliefern  würden. Gott sagte ja. War die Auslieferung schon erfolgt? Nein. Und doch wusste sie Gott  voraus. Gott weiß auch die freien Handlungen der Menschen voraus. Gott weiß auch unsere geheimen Gedanken. Warum?  Weil wir in der Kraft Gottes denken  und wollen. Darum sagt  Paulus. Darum sagt Paulus: Alle Dinge sind bloß und  offen vor  seinen Augen. Wenn also alle Dinge bloß und  offen vor ihm daliegen, so muss er  sie alle sehen, alle kennen, er muss alles wissen, folglich auch  unsere Gedanken.

Maria-Predigt.

Einführung

Die Verehrung der Gottesmutter Maria ist vielgestaltig. Neben  den Festen im Laufe des Kirchenjahres gilt  der Samstag dem Gedächtnis der  Jungfrau Maria.  Wenn wir die  Frau, die in einzigartiger Weise den Heilweg  Gottes mit den  Menschen  mitgegangen ist, gläubig verehren und uns  ihrer Fürsprache  und  ihrem  Schutz empfehlen, dann betrachten wir vor allem wegen der Grundhaltungen, von denen uns  in der Schrift berichtet wird, davon  heute: Maria bejaht  ihre Bestimmung.

Predigt

Gewiss, Maria als Frau  voll der Gnade lebte in geistiger  Nähe zu Gott ihres Volkes. Er war ihr vertraut, und ihr  Gottesbild war sicher  geprägt von ihrer Kenntnis der Schrift  und der Geschichte  des auserwählten Volkes. Aber es ist  etwas anderes, Gott in der gläubigen und  frommen Distanz anzubeten oder ihm in seinem Boten zu begegnen. Und wenn diese Begegnung  mit einer  Verheißung  ganz  eigener Art  gepaart ist, ja wenn der Sinn der Begegnung ein lebensverändernder Antrag Gottes ist, dann  muss dem Menschen   der Atem stocken.

Versetzen wir uns einmal in die Lage Mariens. Sie dürfte einen Lebensplan gehabt haben, denn sie war mit einem Mann namens Josef verlobt. Wie auch immer wir das Wort deuten. Wie soll das geschehen, wenn ich keinen Mann erkenne? Maria war zu diesem Zeitpunkt ihres Lebens offen für ein nahezu alltägliches Leben, ohne dass das Außergewöhnliche von ihr gesucht oder abverlangt wurde. Aus dem Evangelientext lässt sich auch nicht entnehmen, dass sie ein Gelübde der Jungfräulichkeit abgelegt habe. In dem Augenblick, in dem Gott unübersehbar und unüberhörbar in ihr Leben tritt, wird alles anders. „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ ist nicht nur ein gottergebenes Ja, sondern bekundet auch eine ganz neue und dem heutigen Menschen fremde Sicht des Lebens und der eigenen Verwirklichung.
Maria hörte, was Gott ihr sagen ließ, und nahm Gottes Eingreifen in den Ablauf ihres menschlichen, persönlichen Daseins an.  Die kurze Rückfrage konnte nicht alle Geheimnisse und Unklarheiten klären; es gab viele Ungereimtheiten, wie wir Menschen zu sagen pflegen, aber Maria sagte zu. Glauben und grenzenloses Vertrauen in Gottes Wirken bekundete die Jungfrau aus Nazareth. Hier nimmt ein Mensch Gottes Erwählung und Bestimmung nicht in passiver Ergebenheit, sondern in voller aktiver Einwilligung an. Es ist, als hätte Maria schon gewusst, was Paulus einmal sagen sollte. „Die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht“ (Röm 8,30).

Unsere Welt begeistert sich mehr für Autonomie als für Gehorsam. Sie sieht in der manchmal egoistischen Selbstverwirklichung das Ideal und vergisst dabei das Hören auf Gottes Einspruch. Darin offenbart sich ein Selbstbewusstsein, das häufig die Grenzen der Selbstbeschränkung überschreitet und dabei Gottes Einspruch in das eigene Leben übersieht. Viele glauben, dass die allgemein und für alle geoffenbarten Gottesworte sie nicht meinen könnten. Sie gestalten ihren Lebensentwurf daher nach persönlichem Gutdünken. Jünger Christi könnten so nicht handeln, denn sie wollen inmitten der Welt davon künden, dass Gott sich an die Menschen gebunden hat und die Menschen somit auch an ihn gebunden sind. Eine sinnvolle Lebensweise, die dem Glück und Heil des Menschen dient, die ihn als Erlösten und dem vollendeten Heil Zustrebenden erkennen lässt, ist ohne die Annahme des Einspruchs Gottes in das menschliche Dasein nicht möglich. Dieses Einsprechen erfolgt gewiss nicht immer in der ungewöhnlichen Form, wie Maria es erfahren hat, aber die Konsequenzen müssen gleich sein. Gehorsam und aktiver Vollzug. In ernsthaftem Prüfen dessen, was Gott will, müssen Frauen, Jugendliche und Senioren ihre Selbstverwirklichung als Annahme ihrer Lebensbestimmung begreifen. Dies sollte nicht geschehen, ohne sich ständig zu fragen: „Was will Gott von mir?“ Maria hat ihren Platz eingenommen – handeln wir ihr ebenbürtig!

12. Sonntag im Jahreskreis: Mk 4,35-41.

Einführung.

Es gibt zwei Arten von Gewittern – ein Gewitter in der Natur und ein „Gewitter“ im menschlichen Leben. Ein Gewitter kann die Natur zerstören; es verursacht Schaden.   Ein Gewitter im menschlichen Leben kann eine Krankheit, ein Unrecht oder eine Gewissenlosigkeit sein. In einer solchen Situation flehen wir  Gott an, damit er uns hilft. Wir fragen manchmal: „Gott, wo bist du?“

Predigt

Im heutigen Evangelium geraten die Apostel in ein heftiges Gewitter. Die Kraft der Naturgewalten kann ja enorm sein. Zu jener Zeit wurde der See auch als Wohnung  der Dämonen gehalten und ein Gewitter bedeutete die Oberherrschaft des Bösen. Gegen ein Gewitter waren die Apostel machtlos. Aber sie kannten den Psalm 107, in dem es heißt: „Er machte aus dem Sturm ein Säuseln, sodass die Wogen des Meeres schwiegen!“ Außerdem erinnerten sie sich  an den Gang Jesu über den See. Damals sahen sie, dass  die Macht Gottes größer ist als die der Naturgewalten. Es gibt also jemanden, der stärker ist als die Naturgewalten. Das ist Gott. Für die Menschen sind die Naturgewalten wie z.B. ein Erdbeben jedoch unbeherrschbar. Auf dem Schiff im heutigen Evangelium fragten sich die Apostel: „Was ist  das für ein Mensch , dass ihm sogar der Wind  und der See gehorchen?“

Der amerikanische  Theologe und Psychologe Norman Vincent Peale schrieb einmal: „Ich weiß nicht, worüber ich mehr staunen soll – darüber, dass Jesus mit dem Ausstrecken seiner Hand das Meer beruhigte, also ein Wunder wirkte – oder darüber, was in den Seelen der Apostel geschehen ist. Die Apostel haben aus diesem Wunder begriffen, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist.“

Die Worte Jesu: „Schweig, sei still“ –  sagen auch uns viel. Der Mensch kann in ein Gewitter des Lebens geraten, wenn er sagt: Das ist  das Ende. Ich habe keine Hoffnung. Ich bin ganz ratlos. Oder er kann sagen: „Gott, komm mir zur Hilfe!“ Schenke mir deinen Frieden! Komm hier ins Schiff meines Lebens! Dir übergebe ich meine Probleme! Unsere Aufgabe ist es, Gott in unser Leben einzuladen. In jedem von uns sind Elemente, die wir nicht beherrschen. Wenn wir Gott unsere Situation übergeben, haben wir  Erfolg. Gott wird in uns beherrschen, was ich nicht beherschen können, was ich nicht bewältigen können. Wir leben anders, wenn Jesus auf dem Schiff unseres Lebens nicht anwesend ist –  und wir lenken das Schiff sicher in den Hafen, mit Jesus Christus an der Seite. Das ist die Wahrheit.

Noch eine Geschichte: Ein Kind namens Maria kam in ein Waisenhaus. Sie sprach die diensthabende Schwester mit MAMA an. Diese erwiderte: „Hier gibt es keine Mutter.“ Und schließlich erlebte sie in diesem Waisenhaus schwierige Zeiten, unterbrochen von Schlägen und Strafen. Dagegen rebellierte sie und entschloss sich, abzuhauen. Die Polizei schnappte sie ab und brachte sie in eine Erziehungsanstalt. Das war ein kleines Gefängnis mit Aufsehern und Gittern. Nach diesem Aufenthalt machte sie sich auf den Weg nach Paris. Dort schlief man nachts auf einer Parkbank. Als sie in der Nacht erwachte, näherten sich ihr einige Männer und sie schloss sich ihnen an. Diese benützten sie als  Köder für Vertragsabschlüsse mit wichtigen Geschäftsmännern. Sie ist dann viel gereist, hat gut verdient, aber war alles andere als tugendhaft. Sie verliebte sich in Marcel, der dann jedoch bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Dann verliebte sie sich in einen sizilianischen Mafioso. Bei ihm hat sie Angst, Grobheit und Gewalt kennengelernt. Er hat sie sogar manchmal geschlagen. Eines Nachts ist sie dann geflohen und sich versteckt. Sie suchte eine Unterkunft für Obdachlose auf und erfuhr dort von einer Gemeinschaft der Seligpreisungen. Sie ging dorthin und ein vornehmer Herr sorgte für sie. Sie, die bis jetzt nur Gewalt, Begierde und Verurteilung gekannt hat, stellte fest, dass es auch jemanden gibt, der auf sie ohne Begierde schaut. Man kann sich vorstellen, was das für sie bedeutet hat. Das Zutrauen, das sie dort erfuhr, hat sie zu tief ergriffen. Sie lernte dort auch die eucharistische Anbetung kennen. Sie schaute auf die weiße Hostie vor ihr und hatte dann den Eindruck, ihre Seele sei ganz schwarz. Zu einem Mitglied der Gemeinschaft sagt sie: „Jesus wird viel Arbeit mit mir haben, bis ich so weiß werde wie er.“ Sie bekehrte sich allmählich. Es war nicht einfach, aber heute weiß sie, wo die Wahrheit ist. Man kann also sagen: Das Leben ist wie der Sturm auf dem See.  Maria war zwar gescheitert, aber als Jesus in ihr Leben trat, hat sich alles verändert. Durch den Glauben bekam ihr Leben Sinn.

Jesus, verlass uns nicht, auch wenn uns Angst und Zweifel heimsuchen. Zeige uns, dass du das beherrschst, was wir nicht beherrschen, wenn wir dir Platz in unserem Leben geben!

Mt 6,1-6.

Jesus Christus macht uns im heutigen Evangelium darauf aufmerksam, dass wir unsere guten Werke vor den Menschen nicht aus Bewunderung vornehmen  sollen. Damit wir uns durch sie /mit ihnen/ rühmen. Wir sollen die guten Werke aus uneigennütziger Liebe tun. Und das ist nicht leicht. #

Als die Journalisten den berühmten Fußballspieler Pelé fragten, wie viele Tore er in seinem Leben geschossen habe, antwortete Pelé witzig. Verzeihen Sie. Ich bin Spieler, kein Buchhalter. Wie schön und nützlich es wäre, wenn wir so beim Tun unserer guten Werke denken. Wenn wir sie nicht aus Liebe, aus gutem Gefühl tun. Wir zählen aber gerne alles auf, was uns gelungen ist, damit wir das Gefühl gewinnen, besser zu sein als die anderen. Im Evangelium ist auch vom Gebet die Rede. Wenn jemand nur deshalb betet, um  sich vor den anderen selbst zu betonen, würde sich das widersprechen. Es liegt uns etwas daran, was die Menschen von uns denken, und dass wir vor den Menschen einen guten Namen haben. Einen guten  Namen zu gewinnen, natürlich nicht durch die Effekte. Wenn Jesus über das Gebet hinter geschlossenen Türen  spricht, will er nicht das offene  Gebet bagatellisieren. Doch es scheint, als wollte es uns sagen: Es ist möglich. dass du dich  nicht  brüsten willst, aber es ist möglich, dass dir das öffentliche Gebet „schmeckt“, weil du durch die Menge der Menschen, durch zeremoniellen Gesang und Licht, die Gesamtatmosphäre hast. Vielleicht bist du mit der Massenpsychose mitgerissen; das ist aber nicht dein inneres Bedürfnis nach Gebet. Zum Schluss eine wichtige Frage für uns alle. Spüren wir die Notwendigkeit zu beten? Beten wir hinter  der verschlossenen Tür, oder beten wir nur, wenn uns jemand zum Gebet einlädt, wenn das Gebet organisiert ist, aber beten wir uns nicht.

Hl.Benno, Bischof von Meißen.

Jesus Christus, der hingegangen ist, um uns einen Platz im Haus des Vaters zu bereiten, sei mit euch.

Hl.Benno stammte aus einer adeligen Familie in Sachsen, 1062 wurde er Kaplan in der Stadt, 1066 wurde er zum Bischof genannt und übernahm die Leitung der Diözese Meißen. Er starb 1106.

Herr Jesus, du hast niemanden in dieser Welt gescheut, Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du hast Spott und Verfolgung ertragen, Christus, erbarme dich unser

Herr Jesus, du stehst  im Widerspruch  der Welt, Herr, erbarme dich unser.

Die Elbslawen hatten Misstrauen gegen das Christentum, weil die ersten Missionare Deutsche waren. Diese wussten sich nicht zu entscheiden. Sie hatten auch politische Ziele. Kein Wunder, dass das Wort Gottes in solcher Atmosphäre nicht angewurzelt  wurde. Die Slawen vertrauten am Anfang auch dem Benno nicht.  Wenn sie sich aber überzeugt, dass Benno nur einen Herrn hat und dass er Christus ist und nicht habgierig und rachsüchtig ist, gewinnt er ihr unbegrenztes Vertrauen. Benno erlernte die slawische Sprache, damit er das Wort Gottes den Slawen in ihrer Muttersprache verkündete. Im Streit zwischen Heinrich IV. und dem sächsischen Adel war  er neutral. Der Kaiser rächt  sich an ihm. Er ließ ihn ins Gefängnis werfen. Nach einem Jahr geriet Benno  auf die Freiheit. Sein erster Weg führte nach Rom. Der Papst Gregor VII. wollte ihn bei sich lassen.  Benno aber sehnte sich danach, die Mission unter den Slawen  beendet zu haben. Nicht jeder Hirte ist gleich. Die Slawen erkannten schnell, dass sie einen guten Hirten hatten.

Da Jesus Christus unser Fürsprecher beim Vater ist, dürfen wir in vollem Vertrauen  in seinem Namen  beten.

Die Wohnungen des Vaters  sind die Wohnungen des  Friedens. Damit wir Anteil daran erhalten, bitten wir.

Selig, deren Herz ohne Angst ist und die Wohnung  im Haus des Vaters findet.

Hl.Vitus/Veit.

Jesus Christus, den die Welt nicht kennt und verworfen hat, sei mit euch!
Der heilige Vitus war der Sohn des reichen Heiden Hylas. Er wurde Christ und von seinem Glauben konnte ihn weder der Richter noch der eigene Vater abbringen. Er wurde im Jahr 305 zu Tode gemartert.
Seine Verehrung verbreitete sich, und im Mittelalter wurden ihm in Europa rund 1300 Kirchen und Kapellen geweiht.
Herr Jesus, du hast Besessene geheilt. Herr, erbarme dich unser.
Herr Jesus, du hast Sünde und Tod überwunden. Christus, erbarme dich unser.
Herr, erbarme dich unser.
Herr, erbarme dich unser.
Herr, erbarme dich unser.

Es lohnt sich, den Dialog zwischen Vitus und seinem Vater Hylas anzuhören. Der Vater drängt auf den Sohn. „Tritt von Christus ab! Möge auch du Christus kennenlernen. Ich weiß, dass Christus, den du für Gott hältst, gekreuzigt wurde. Ja, das ist ein großes Geheimnis. Es war eine Strafe, kein Geheimnis. Diese Kreuzigung ist unser Heil. Er hat sich selbst für uns hingegeben. Der Vater war ohnmächtig. Er gab den Sohn dem Richter Valerian über. Dieser fragte ihn: „Warum weigerst du dich, den unsterblichen Göttern zu opfern?“ Ich bete weder Stein noch Holz an. Der Vater sagte: „Weint mit mir, weil mein Sohn sich ins Verderben stürzt. – „Nein, ich werfe mich nicht ins Verderben. Ich sehne mich nach dem Himmel. Vitus wurde zum Märtyrertod verurteilt.
Da Gott uns aus dieser Welt erwählt hat, dürfen wir es wagen, im Vertrauen auf Christi Wort zum Vater zu beten.
Damit wir in einer friedlosen Welt den Frieden finden, wollen wir beten.
Selig, die der Welt widerstehen und bis zum letzten Tag an Gottes Wort festhalten. seine.

Jesus heilt.

Das nachfolgende Vorkommnis führt Dr. Philippe Madre, Psychiater und Diakon, sowie die Mitglieder der Gemeinschaft der Seligen ein.
Als Joseph 23 Jahre alt war, lernte er während seines Studiums die Künstlergruppe kennen. Bei ihnen kam es zum ersten Drogenkonsum. Er schluckte LSD-Tabletten. Dann nahm er Haschisch. 14 Monate lang nahm er LSD und Haschisch. Dabei spürte er stets eine Beklemmung. Er entschloss sich, mit den Drogen aufzuhören. Der Entwöhnungsprozess verlief im Grunde genommen reibungslos und er begann, sich anderen Vorlieben zu widmen. Er besuchte die Versammlungen von Guru Maharadji. Allmählich bekam er Angstzustände, die intensiver waren als unter Drogeneinfluss. Hinzu kamen Schlaflosigkeit, Halluzinationen und Erschöpfung. Ihm wurden Sedative und andere Medikamente verschrieben. Aber es trat keine Verbesserung ein. Dr. Philipe Madre orientierte sich an der geistlichen Seite seiner Probleme. Er sah die Wirkung des Satans. Mit Hilfe des Exorzismus
Als Joseph 23 Jahre alt war, lernte er während seines Studiums die Künstlergruppe kennen. Bei ihnen kam es zum ersten Drogenkonsum. Er schluckte LSD-Tabletten. Dann nahm er Haschisch. 14 Monate lang nahm er LSD und Haschisch. Er spürte dabei stets eine Beklemmung. Er entschloss sich, mit den Drogen aufzuhören. Der Abgewöhnungsprozess verlief im Grunde genommen reibungslos und er begann, sich anderen Vorlieben zu widmen. Er begann, die Versammlung Gurua Maharadzi zu besuchen. Langsam bekam er Angstzustände, die intensiver waren als unter Drogeneinfluss. Erschienen waren Schlaflosigkeit, Halluzinationen und Erschöpfung. Ihm wurden Sedative und andere Medikamente verschrieben. Aber es trat keine Verbesserung ein. Dr. Philipe Madre orientierte sich an der geistlichen Seite seiner Probleme. Er zeigte die Wirkung des Satans. Mit Hilfe des Exorzismus Abgewöhnungprozess   verlief im Grunde genommen reibungslos, und er begann , sich den anderen Vorlieben zu widmen. Er begann die Versammlung  Gurua Maharadzi. Langsam bekam er Bangestände , die sehr intensiver waren, als er die Drogen nahm. Erschienen: die Schlaflosigkeit, Halluzination, Erschöpfung. Es werden ihm die Sedative und die anderen Medikamente vorgeschrieben. Aber keine Verbesserung ist eingetreten. Dr. Philipe Madre orientierte sich an der geistlichen Seite seiner Probleme. Er zeigte die Satanswirkung. Mit Hilfe des Exorzismus sind alle  geistigen Störungen  beseitigt worden. Nicht alle geistlichen Krankheiten können wir mit Hilfe der Medikamente  heilen. Dieses und andere Vorkommnisse zeigen , dass es Zustände der Besserung gibt. Die Medizin weiß sich damit nicht zu helfen. Im Gegensatz zum Exorzismus bringt  der Exorzismus fast immer die Genesung.

Der Praxis des Exorzismus – Gabrielle Amroth

Ich traf damit , dass die Menschen während des Exorzismus mit den anderen, in unbekannten Sprachen, sprachen; außerdem traf ich mit den Fällen  der Äußerung herkulischer Kraft. Ich habe persönlich gesehen, wie die besessenen Personen das Glas und die Nägel ausspucken. Einmal übte Pater Candido den Exorzismus über eine Studentin aus. Pater Candido verlangte um Hilfe einen Psychiater. Der Psychiater sprach mit der besessenen Studentin. Von ihr war er etwa zwei Meter entfernt. Zum Schluss sagte er. Fräulein, ich werde Ihnen das Rezept verschreiben.  Sie werden  diese Medikamente verwenden. In diesem Moment zog die Studentin die Hand zurück. Diese Hand griff nach dem Rezept. Die Hand verlängerte sich auf zwei Meter. Sie nahm das Rezept, zerknitterte es und sagte es mit dunkler Stimme. Diese Medikamente sind zum Nichts. Der Psychiater war sehr aufgeschreckt und  wollte nie einen oder eine Patienten haben, der besessen ist. Die Besessenheit beweist  die Existenz „jemanden“, der den Menschen hasst, ihn beherrschen und vernichten kann. Exorzismus bestätigt, dass Jesus heilt und die Dämonen treibt. Auch heute. Nach Philippe Madre sind diese Risikofaktoren Besessenheit. Okultismus, Spiritismus, Telepathie, esoterische Religionen, Drogen, Gefühlstresse.

Die ungläubigen Heiligen.

Der heilige Pater Pio aus Pietrelcina. Er erschien an zwei Orten gleichzeitig, um Menschen in Not zu helfen. Er rief die Menschen telepathisch zu sich oder bewirkte, dass sie auch einmal den Duft der Veilchen spürten. Er konnte die Gedanken der Menschen lesen. Im Beichtstuhl verblüffte er die Sünder, indem er ihnen ihre Sünden detailliert beschrieb. Er sagte die Zukunft unfehlbar voraus, sogar seinen eigenen Tod. Er heilte Menschen von Taubheit, Blindheit und anderen unheilbaren Krankheiten. 50 Jahre lang trug er die Wunden Christi und litt übermäßig ihretwegen.

Vincent von Ferrery (15. Jh.) wurde einmal gefragt, an wie vielen Wundern er teilgenommen habe. Er schätzte ihre Zahl auf 3.000. Sein berühmtestes Wunder vollzog er, als ihm die Verwendung seiner übernatürlichen Fähigkeiten verboten wurde. Einmal ging er an einem Haus in Bau vorbei, als ein Maurer vom Dach fiel. Als er herunterfiel, rief er: „Rette mich, Bruder Vincent!” Bleib dort, wo du bist, bis ich komme.“ Nach Augenzeugenberichten blieb der Maurer in der Luft hängen. Vincent eilte zu seinem Vorsteher, um ihm die Wunder zu beenden zu erlauben. Er hängt wirklich in der Luft. Der Vorsteher wollte es nicht glauben. „Ja, wirklich. Dann geh und vollende sein Werk. Vincent kehrte zum Maurer zurück und sagte zu ihm: „Mein Vorsteher sagte mir: Ich kann die Wunder beenden. Du darfst herunterkommen.“ Der Maurer „landete“ sicher auf der Erde.

Don Bosco, 19. Jahrhundert. Er weihte sein Leben den heimatlosen Jungen. Kaum ein Tag verging, an dem Don Bosco kein Wunder vollbracht hatte. Seine Wunder waren zahlreich und außergewöhnlich. Außerdem hatte er einen durchdringenden Blick. Er konnte die Sünden der Menschen aus ihren Seelen ablesen. Während der Jahre brachte er viele Sünder zur Buße. Er sah auch in die Zukunft. Es sind zumindest 150 Weissagungen von ihm überliefert.

Der heilige Franz de Paul 16. Jahrhundert.
Es scheint, als hätte er völlige Macht über die Natur. Wenn der heilige Franz einen Befehl gab, „im Namen der Woltat“, folgten ihm Erde, Feuer, Wasser, Krankheit. Er ging durch das Feuer, ohne dass es ihm wehtat. Er heilte die Blinden. Er erweckte die Toten. Eines Tages ist ein Felsenstück abgerissen und ist direkt auf die Arbeiter gestürmt. Im Namen des Herrn bleibe stehen. Der Fels blieb in der Luft hängen. Außerdem hob er sehr schweres Blockholz. Dieses Blockholz konnten mehrere Arbeiter nicht bewegen. Mehrmals fand er das Wasser. /​Ghezi Bert/​

Marta Robin war eine Mystikerin des 20. Jahrhunderts. Seit März 1928 konnte sie nichts mehr essen. Sie gab alles über. Sie konnte weder schlucken noch verdauen und auch reines Wasser konnte sie nicht trinken. Marta lebte nur von der Eucharistie. Dieses einfache Mädchen erhielt das Geschenk, in den menschlichen Herzen lesen und in geistlichen Angelegenheiten beraten zu können. Zu ihr kamen um Rat: Präsident de Gaulle, Kardinäle, Bischöfe, Philosophen. Jeden Freitag erlebte sie das Drama von Christi Leiden und Tod. An ihrem Leib erschienen blutige Wundmale. Marta Robin aß 51 Jahre lang nichts, trank nichts und schlief nicht. Sie starb am 6. Februar 1981.
Das Rätsel bleibt zwei Dinge. Wie konnte sie 51 Jahre ohne Essen leben und wie konnte sie, obwohl das Schlucken unmöglich war, die Eucharistie empfangen?

Emiliano Tardif (20. Jahrhundert, 1928–1999)
Pater Emiliano Tardif ist eine der bedeutendsten charismatischen Persönlichkeiten. Er wurde in Kanada geboren. Er widmete sein Leben der humanitären Arbeit für die Armen. 1973 wurde er schwer krank. Dank der ihm im Moment verliehenen Charismen wurde er gesund.  Emiliano Tardif reiste durch die ganze Welt, um allen zu verkünden, dass Jesus lebt und auch heute Wunder wirkt. An seinen Krankengottesdiensten nahmen immer viele Menschen teil. Pater Emiliano Tardif gilt als einer der besten Heiler der Welt. Ihm werden hunderttausende Heilungen zugeschrieben. Viele von ihnen wurden dokumentiert. Unter den Geheilten waren viele, die an Krebs oder Aids erkrankt waren.

11. Sonntag B, Mk 4, 26-34.

Einführung.

Das Reich Gottes ist Liebe, Ruhe, Geduld, Barmherzigkeit, Vergebung, Hoffnung. Das Gegenteil ist das Reich des Ärgers, der Gewalt, des Egoismus, des Betruges, der Korruption, der Ungerechtigkeit. Wenn wir aus der Welt alle Übel, allen Egoismus und alle Ungerechtigkeit  beseitigen würden, dann bleibt nur das, was wir  als Reich Gottes bezeichnen können.  Aber im Leben gibt es eben beides nebeneinander –  das Gute und das Böse, die Liebe und den Egoismus, den Zorn und die Vergebung.

Predigt
Schon vor zweitausend Jahren beteten die Juden das sogenannte Gebet „Sch’ma Israel“, in dem es heißt: „Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“ Dieses Wort war für sie nicht nur ein Gebet, sondern die Weisung für ihr Leben. Die gläubigen Juden spürten durch dieses Gebet die Anwesenheit Gottes.

Der griechische Kirchenschriftsteller Origenes, der von 185 bis 253 lebte und in Alexandria geboren wurde, bezeichnete das Reich Gottes als Königsherrschaft Gottes, auf Griechisch „autobasileia”.  Das Reich Gottes ist keine Sache, kein Raum der Herrschaft wie bei einem Weltreich, sondern die Person Jesu Christi. An anderer Stelle kommentierte Origenes das „Vaterunser” mit den Worten: „Wer betet ‚Dein Reich komme‘, der betet für das Reich Gottes, das er in sich tragen soll.” Er betet dafür, dass dieses Reich Frucht bringt und zur Vollendung gelangt.“ In jedem Heiligen ‚wohnt‘ Gott. Damit wollte Origenes sagen, dass das Reich Gottes der Ort im Inneren des Menschen ist, in dem sich die Kraft Gottes entfaltet.  Das Reich Gottes ist keine Sache, kein Raum der Herrschaft wie bei einem Weltreich, sondern die Person Jesu Christi. An anderer Stelle kommentierte Origenes das „Vaterunser” mit den Worten: „Wer betet ‚Dein Reich komme‘, der betet für das Reich Gottes, das er in sich tragen soll.” Er betet dafür, dass dieses Reich Frucht bringt und zur Vollendung gelangt.“ In jedem Heiligen „wohnt” Gott. Damit wollte Origenes sagen: „Das Reich Gottes ist der Ort im Inneren des Menschen, in dem sich die Kraft Gottes entwickelt und wächst.“Der griechische Kirchenschriftsteller Origenes, der von 185 bis 253 lebte und in Alexandria geboren wurde, bezeichnete das Reich Gottes als Königsherrschaft Gottes, auf Griechisch „autobasileia”.  Das Reich Gottes ist keine Sache, kein Raum der Herrschaft wie bei einem Weltreich, sondern die Person Jesu Christi. An anderer Stelle kommentierte Origenes das „Vaterunser” mit den Worten: „Wer betet ‚Dein Reich komme‘, der betet für das Reich Gottes, das er in sich tragen soll.” Er betet dafür, dass dieses Reich Frucht bringt und zur Vollendung gelangt.“ In jedem Heiligen ‚wohnt‘ Gott. Damit wollte Origenes sagen: „Das Reich Gottes ist der Ort im Inneren des Menschen, in dem sich die Kraft Gottes entwickelt und wächst.” entwickelt und wächst.“

Was bringt es mir, zu glauben, in die Kirche zu gehen und mich für das Gottesreich zu interessieren? Der deutsche evangelische Theologe Jürgen Moltmann hat diese Frage wie folgt beantwortet: „Der Glaube ist ein aktiver Eintritt in die Zukunft. Mit Hilfe des Glaubens empfangen wir die Zukunft nicht als Zufall oder Selbstverständlichkeit, sondern als ein Geschenk Gottes.““

Diese Zukunft sollen wir gemeinsam mit Gott gehen. Daher ist folgende Einstellung richtig: „Gott, du bist mir wichtig. Ich weiß, dass ich durch dich, guter Gott, die Kraft bekomme, meine Aufgaben zu bewältigen.“ Wer die Zukunft hat, hat die Hoffnung. Das ist sehr wichtig. Trotz Schwierigkeiten, Krankheiten, Misserfolgen und Sünden kann der Mensch immer wieder aufstehen und braucht den Mut nicht zu verlieren. Das ist Gottes Reich, das ist das Werk Gottes in den Menschen. Es gibt keine Wüste, in der es nicht auch eine Oase gibt. Es gibt keine Situation, in der der Mensch nur verbittert sein muss. Der slowakische Dichter Milan Rufus hat dazu Folgendes gesagt: „Die Last tragen und singen. Wer die Last trägt, der klagt und beschwert sich, aber dank des Reiches Gottes kann er im Herzen singen.“

Nun möchte ich Ihnen noch eine Fabel erzählen. Es war einmal ein schönes Feld, auf dem zwei Maulwürfe lebten. Einer von ihnen sagte: „Ich bin schon fast erwachsen und werde mein eigenes Ding machen.  Ich werde unabhängig von meinem Vater und grabe meine eigenen Tunnels.“ Der andere Maulwurf antwortete ihm: „Ich fühle mich noch nicht so reif und vorbereitet. Ich werde lieber die Tunnel zusammen mit meinem Vater graben.“  Der erste Maulwurf entgegnete ihm vorwurfsvoll: „Du bist mutlos und unklug. Schau, ich bin tapfer und selbstbewusst. Ich vertraue auf meine Fähigkeiten, und ich bin schon reif genug dafür.“ Der zweite Maulwurf sagte zu ihm: „Brüderchen, ich weiß nicht …“ Und was ist geschehen? Der erste Maulwurf grub so enge Tunnels, dass sie einstürzten. Er verlor seine gesamte Nahrung, die er gesammelt und dort deponiert hatte.  Er wunderte sich, warum das nur bei ihm und nicht auch bei seinem Maulwurfskameraden geschehen konnte.  Er fragte ihn: „Warum sind meine Gänge so eng und deine so breit und stabil?” Dieser antwortete: „Weißt du, ich wusste, dass ich beim Graben meinen Vater brauche. Mit ihm habe ich breite Tunnel gegraben, sodass wir beide darin Platz haben.”

In dieser Fabel steckt viel Weisheit. Wir können unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten oder es nach den Geboten Gottes ausrichten. Wir können entweder unseren eigenen Willen erfüllen oder den Willen des Vaters. Wir haben die freie Entscheidung dazu. Ein Reich, das nicht mit Gott gebaut wird, bricht zusammen. Wenn wir jedoch mit Gott, dem Vater, rechnen, wird es ein Reich der Liebe, der Hoffnung und des Friedens sein.

Mittwoch, 10. Woche, Mt 5,17–19

Im heutigen Evangelium sagt Jesus: „Glaubt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz oder die Propheten aufzuheben. Nicht um aufzuheben bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen.“ (Mt 5,17)
Auch heute gibt es in der Kirche verschiedene Gruppen von Menschen: Konservative, Liberale und Modernisten. Jede dieser Gruppen interpretiert Jesu Lehre anders. Welche dieser Einstellungen ist richtig?  Nur die eine. Die von Jesus! Alle können sich irren, nur Christus nicht.

Manche halten alles Alte für überholt, nutzlos und schädlich. Umgekehrt erklären sie alles Neue für gut, modern und fortschrittlich. Da sie moderne Menschen sein wollen, schimpfen sie auf die alten Ordnungen und führen neue ein.
Die anderen würden am liebsten die ganze Welt in ein Museum verwandeln und die Vergangenheit bewahren. Sie schimpfen auf jede Änderung und auf die Menschen, die die alten Ordnungen und die Ruhe stören.

Auch wenn in der Geschichte kein größerer Revolutionär war als Christus, so sagte Christus: „Ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen.“ Und nach einem anderen Wort: Der gute Haushälter trägt aus seiner alten Schatzkammer neuen Sachen hinaus. Und gerade darum  geht es. Gewissenhaft sich alles aneignen, was die Vergangenheit gegeben hat, das erneuern und vollkommen der Zukunft übergeben.

Wenn Wissenschaft und Technik rapide voranschreiten, die Moral der Menschen jedoch zurückgeht, muss man die Ursache in den Überzeugungen und Annahmen suchen, auf denen sie beruhen. Im zweiten Fall lehnen wir diese Erfahrungen ab. Das ist schade und gefährlich zugleich, weil in die unvollkommenen menschlichen Herzen der Fluch statt des Segens eindringt.

Durch sein Beispiel und sein Wort lehrt uns Christus, nicht störend, niederreißend, abnehmend, sondern übernehmend, bauend und vervollkommnend zu sein.

Besessen vom Satan – wirklich? Gibt es?

 

Jesus und seine Jünger praktizierten den Exorzismus, zum Beispiel …
Das ist nämlich mondsüchtig und es geht ihm übel. Oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser. Ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, aber sie vermochten ihn nicht zu heilen.“ Jesus aber antwortete: „Du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein?  Wie lange soll ich euch ertragen? Bring ihn her zu mir! Und Jesus drohte ihm, und der Dämon fuhr von ihm. Von jener Stunde an war der Dämon geheilt. Dann kamen die Jünger heimlich zu Jesus und fragten: „Warum vermochten wir nicht, ihn auszutreiben?“ Um eurer Kleingläubigkeit willen. Diese Art wird nur durch Gebet und Fasten ausgetrieben. Mt 17,14–21

Die Jünger und die Apostel

Als die Zweiundsiebzig zurückkehrten, da sagten sie voll Freude: „Herr, sogar die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen.“ (Lk 10,17)

Als wir zum Gebetsort gingen, begegnete uns eine Magd, die: Sie folgte Paulus und uns und schrie: „Diese Leute sind Diener des höchsten Gottes, die euch den Weg der Rettung verkünden. Dies tat sie viele Tage lang, bis Paulus unwillig wurde, sich umwandte und zu dem Geist sprach: „Paulus in: VViele, die dafür verkündet haben, verkündeten Augen, die Vielerüblichen Urlaub.“ Böse, ich befehle dir im Namen Jesu, des Messias, von ihr auszufahren. Und zu derselben paulusüblichen Stunde aber und Satanstunde fuhr Paulus aus. Als nun ihre Herrschaft sah, dass die Hoffnung auf ihren Gewinn geschwunden war, ergriffen sie den Paulus und den Silas. Sie schleppten sie auf den Marktplatz vor die Oberen, führten sie zu den Befehlshabern und sagten: „Diese Männer bringen unsere Stadt in Verwirrung, sie sind Juden. Sie verkünden einen ungewöhnlichen Urlaub. Apostelgeschichte 16,16–21

In der Geschichte des Christentums.

Der Austrieb des bösen Geistes wurde jedoch immer wieder von den Generalvikaren beobachtet. Selbst sie hielten dies für einen handfesten Beweis, dass Christus, den sie verkündeten, unschädlich auf die Bösen antwortet und der wirkliche Gott ist.
Christus kam zum Heil der Menschen und zur Verderbnis der Geister. Überzeugen Sie sich selbst. Der Generalvikar und ich sollten immer in Kontakt mit dir stehen, um diesen verschiedenen, kurz gesagt, miserablen Geistern zu begegnen. Sie können ,sich davon in den eigenen Augen überzeugen. In unserer Stadt Rom gibt es viele Besessene, die von verschiedenen Exorzisten, Zauberern und Magiern nicht ausgetrieben werden konnten. Im Gegenteil: Viele Christen traten im Namen Jesu Christi gegen die Dämonen auf und trieben sie aus.
Justin, ein Generalvikar des 2. Jahrhunderts, beschreibt in seiner 2. Apologie  verschiedene, kurz gesagt, miserable Geister, die in unserer Stadt Rom umhergehen. Sie können sich davon mit eigenen Augen überzeugen. In unserer Stadt Rom befindet sich, verkündet die dafür versammelte Menge, Besessene, die von verschiedenen Exorzisten, Zauberern und Magiern nicht ausgetrieben werden konnten. Im Gegenteil, traten viele Christen im Namen Jesu Christi gegen die Dämonen auf, und sie trieben die Dämonen aus … Justin II. Jahrhundert 2 Apologie VI,5 und Generalvikar, aber und Satanstunde und Began und Satanstunde diesen und Satanstunde diesen, vers und Began Began und Generalvikar und 6 …

Kommt und schaut mit eigenen Augen auf die vielen, damit ihr im Augenblick seht, wie sie unserem Exorzismus unterliegen und die Dämonen die Leiber verlassen, die zuvor in ihrer Macht waren.

Wie ist es heute?

Wirklich kann der Satan Menschen besessen?

Können wir auch heute an etwas glauben, „wie die Besessenheit“ ist?

Ist es nicht mittelalterlicher Aberglaube?

Erklärte der moderne Generalvikar nicht alle Fälle?

Ein wirkliches Ereignis zu Malbesessenen, einem mir etwas unversehrt ihm geantwortet, Satanstunde aber

Raul Salvucci spricht. Vor dreißig Jahren war ich ein junger Priester; ich bat ihn, das Reich zu haben. Der Vikar gab ihm die Erlaubnis. Diesen Segen gebrauchte ich bei Menschen, die verschiedene Schwierigkeiten hatten.

Es war Abend. Am 10. November 1975, kurz vor 20 Uhr, begann ich, auf die Pfarre zurückzuschauen. Jemand klingelte an der Tür. Vor der Tür standen zwei Frauen. Ich lud sie in die Kanzlei ein. Bevor sie begannen, zu gestikulieren und dabei besessen zu wirken und zu schreien, waren sie Frauen. Zu Beginn in meinem Leben, als ich etwas Unversehrtes hatte, habe ich einen besessenen Menschen gesehen. Ich war erschrocken und aufgeregt. Ich sollte mit dem Exorzismus beginnen, um dem Malbesessenen zu helfen, der mir etwas unversehrt erschien. Ich erhielt eine Antwort, die mir befahl, zu klingeln, da die Besessenheit und die Unvorbereitetheit überwältigend waren. Mein unsichtbarer Gegner nahm das wahr und sagte zu mir: „Du armer Tropf, wie du dich bemühst.“ Es scheint, dass du ganz unschädlich geantwortet hast. Du sprichst, solltest aber kurz den Generalvikar ansprechen, während du ihm in die Augen schaust. Ich habe Priesterurlaub, ich habePsychology den Mut aufgebracht und antwortete ihm.  Ich spreche dich nicht an, aber das ist Christus, der dir befiehlt, dass du vermittels meines Dienstes sofort diese Person verlässt. Und damals sagte er einen Satz, der mein Leben beeinflusste.  Christus hat sein Reich, und ich sollte mit ihm darüber sprechen. Nach ein paar Stunden ist es mir gelungen, die Frau zu befreien. Zwei Monate nach der Begegnung mit zwei Frauen rief mir jemand zu, ich sollte in eine alte Straße gehen. Dort ist eine Frau. Sie ist besessen und  kommuniziert in unbekannten Sprachen. Bei ihr sind einige Lesende nicht im Bilde über die Begegnung mit Wissen. Wieder fasste mich Entsetzen. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Als bin ich. Vor 5 zur Frau zu haben sollte, kurz Generalvikar, diesen aber Augen Generalvikar unverküblichen Urlaubnrlaub beginnen. Der böse Geist sagte. Jetzt muss ich gehen, denn der Priesterurlaub beginnt. Dann führte mich so die Reichs … au. Ich habe die Frau gleich erkannt. Das war die Frau, die die besessene Frau vor zwei Monaten begleitete.

 

10. Sonntag B Mk 3,20-35

 

Einführung.

Das heutige Evangelium berichtet von der Heilung von Menschen, die von Dämonen besessen waren. Jesus heilte sie trotz des Risikos, selbst für wahnsinnig erklärt zu werden. Sie meinten: Er treibe die Dämonen mit Hilfe von Belzebul aus. Wie sollen wir diese Worte verstehen? Das Böse war und ist immer gegenwärtig und es kann nicht durch Böses ausgetrieben werden.

Predigt

Immer mehr breitet sich das Böse in der Welt aus, derzeit  in unvorstellbarem Ausmaße. Es ist die Unfähigkeit, das Leben mit Liebe zu füllen. Auch heute noch sind Menschen von Bösem besessen. Geld, Karriere, Zorn, Geiz und vieles mehr sind Dinge, die Besessenheit hervorrufen können. Fast immer sehen wir nur Böses in den Medien und über das Gute wird kaum berichtet. Gerade in letzter Zeit wurden viele unschuldige Menschen getötet, weil sie Christen sind. Die Christenverfolgung nimmt überhand. Auch wertvolle Kulturdenkmäler werden systematisch vernichtet. Es scheint so, als ob die Menschheit mehr Interesse hätte an Vernichtung und Zerstörung, als auf ein menschenwürdiges Leben zu achten

Der Schweizer Theologe und Bibelwissenschaftler Herbert Haag publizierte ein Buch mit dem Titel „Abschied vom Satan“. Er behauptet darin, es gäbe keinen Satan. Damals protestierte der deutsche atheistische Philosoph Ernst Bloch gegen dieses Buch und beschuldigte Herbert Haag der Naivität. Bloch sagte: „An den Satan müssen wir nicht glauben, der Satan ist Realität. Er ist der Zerstörer schlechthin.“

Das Christentum aber verkündet nicht nur die Realität des Bösen, sondern auch seine Bewältigung. Das Übel der Welt kann man am Kreuz Christi erkennen. Jesu Kreuzigung war die Folge des Bösen. Jesus aber bewältigte das Böse, er verzieh seinen Mördern und in seinem Leid übergab er sein Leben in die Arme seines liebenden Vaters. Das Kreuz nimmt die Realität des Bösen ernst. Zugleich macht uns das Kreuz darauf aufmerksam, dass das Böse definitiv keine Macht hat. Dort wo sich das Böse auf deutlichste Weise zeigte, siegte schlussendlich die Liebe Gottes.

So lange wir leben, ringen wir mit dem Bösen. Die christliche Botschaft aber sagt uns: Der Mensch ist  dem Bösen nicht unbedingt ausgeliefert. Er kann gegen das Böse kämpfen. Die Liebe ist stärker als das Böse. Der Mensch kann in sich das Gute entwickeln. Der Mensch kann das Böse überwinden.

Ein  Beispiel dafür:

Der US-Amerikaner Bankier Rockefeller  war als junger Mann stark und muskulös. Als er ins Geschäftsleben eintrat, jagte er nach Gewinn. Als Sklavenhalter  jagte er seine Arbeiter. Als er 33 Jahre alt war, verdiente er schon  eine Million Dollar. Als er 43 Jahre alt war, leitete er die größte  Firma der Welt. Im Alter von 53 Jahre war er der reichste Mann der Welt, damals der erste Milliardär. Einmal gestand er, dass er immer wünschte, geliebt zu werden. Es fehlte ihm aber die Erkenntnis, dass die Menschen nur diejenigen lieben, die Wärme ausstrahlen. Er aber stieß alle seine Untergebenen rücksichtslos von sich, nur damit er immer mehr  Gewinn erzielte. In Pennsylvania hassten ihn die Menschen so sehr, dass sie sein Bild an einen Galgen aufhängten.

Der riesige  Reichtum machte ihn aber nicht glücklich. Er konnte nicht mehr schlafen. An nichts mehr konnte  er sich  erfreuen. In langen schlaflosen Nächte dachte er über sein Leben nach. Da stellte er fest, dass er ja seine Dollars nicht ins Jenseits mitnehmen kann. Es ergriff ihn Verzweiflung. Es wurde ihm bewusst, dass das Geld nicht nur dazu da ist, es anzuhäufen. Das Geld sollte den Menschen dienen und Segen bringen.  Durch diese Erkenntnis begann er zum ersten Mal in seinem Leben eine gemeinnützige Wohltätigkeitsorganisation zu unterstützen. Er gründete darauf hin die Rockefeller-Stiftung. Millionen von Dollars schickte er an Krankenhäuser, Universitäten und Missionsanstalten. Seine Hilfe war entscheidend bei der Bewältigung einer  riesigen Epidemie.  Er hat dadurch Millionen Menschen geholfen.

Es war also ein Wunder geschehen. Der Mann, der sich vorher so egoistisch benahm, begann die Not der Menschen zu erkennen. Seine Bitterkeit,  sein Zorn und sein Egoismus waren aus seinem Leben verschwunden. Rockefeller, der früher kühl und abstoßend wirkte, war plötzlich voll Liebe und Wärme.

Als er 53  Jahre alt war, schien es, dass er nur mehr ein paar Monate zu leben habe. Aber so wie sich  sein Leben änderte, so änderte sich auch sein Gesundheitszustand. Er erlebte seinen 98. Geburtstag. Er entdeckte also, dass das Böse dem Menschen kein Glück bringt. Anlässlich seines 90. Geburtstages, als ihm die Bewohner der Stadt  Cleveland gratulierten, sagte er: „Bemühen Sie sich,  der Menschheit zu dienen, tun Sie alles dafür, Ihren Nächsten zu helfen! Verschenken Sie  Liebe!

Rockefeller hatte diesen Wandel  geschafft. Das soll uns ein Beweis dafür sein, dass  der Menschen das Böse, das er in sich trägt, durch das Gute besiegen kann.