Archiv für den Monat: November 2013

Die Gaben des Heiligen Geistes.

Wenn wir über die Gaben des Heiligen Geistes sprechen, meinen wir zwei Bewegungen.  Gott gibt seinen Geist dem Menschen und der Heilige Geist bringt ihm die Gabe des Heiligen Geistes. Damit uns der Heilige Geist erfüllen kann, ist zweierlei notwendig. Wann sendet uns Gott seinen Heiligen Geist? Er erteilt den Heiligen Geist bei der Heiligen Taufe.

Im Katechismus unter der Nr. 1265 heißt es: „Die Taufe reinigt nicht nur von allen Sünden, sondern macht den Neugetauften zugleich zu einer ‚neuen Schöpfung‘, zu einem Adoptivsohn Gottes. Er hat an der göttlichen Natur Anteil und ist Glied Christi, Miterbe mit ihm und ein Tempel des Heiligen Geistes.“

Kat. Nr. 1266: Die heiligste Dreifaltigkeit gibt dem Getauften die heilig machende Gnade, die Gnade der Rechtfertigung, die ihn durch die göttlichen Tugenden befähigt, an Gott zu glauben, auf ihn zu hoffen und ihn zu lieben, und es ihm durch die Gaben des Heiligen Geistes ermöglicht, unter dessen Ansporn zu leben und zu handeln; sie befähigt ihn durch die sittliche Tugend, im Guten zu wachsen.                      Gott gibt dem Menschen sein Leben und der Mensch empfängt dieses göttliche Leben und diese Gabe ist der Heilige Geist. Wie sieht der Empfang des Heiligen Geistes aus? In der Apg. 8,18 steht: „Als Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Geist verliehen wurde, brachte er ihnen Geld.“ Apg. 10,44: „Noch während Petrus dies sagte, kam der Heilige Geist auf alle herab, die das Wort hörten.“ Apg. 19,5–6: „Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen. Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab; sie redeten in Zungen und weissagten.

Die Erfahrung des Empfangens und der Wirkung des Heiligen Geistes ist so mächtig, dass in der Bibel davon gesprochen wird, als von der Bestätigung dessen, dass wir mit Christus verbunden sind. 1 Joh 4,13: „Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben.“                                  Hauptsächlich bei den Menschen, die als Kinder getauft wurden, handelt es sich klar um zwei verschiedene Erfahrungen. Schon die Kirchenväter sprechen von den zwei Taufen. Die Taufe mit Wasser,  in der wir den Heiligen Geist empfangen, und die Taufe mit dem Heiligen Geist, in der wir den Heiligen Geist wirklich annehmen. Dabei  betonen sie, dass es nur eine Taufe ist, aber nicht in der  Zeit, in der  wir sie bekommen; wir müssen sie auch annehmen. Bei der Erwachsenentaufe empfängt der Täufling die Sakramente der Firmung und der Eucharistie. Das Kind empfängt das Sakrament der Taufe  und später  das Sakrament der Firmung, wenn es im Glauben gewachsen und reif geworden ist.

Das Werk des Heiligen Geistes

Joh 14,26:  „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird , der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.““

 Apg. 8,29: „Und der Geist sagte zu Philippus: ‚Geh und folge diesem Wagen.““

Röm 8,26: „So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an.“ Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen: Der Geist selber tritt jedoch für uns ein, mit einem Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können.“

Der Heilige Geist kommt als wirklicher Führer und Lehrer, um jeden Christen persönlich zu führen. Selig, die ihre Herzen offen für die heiligen Eingebungen wahren. Der Heilige Geist gibt jedem, der ihm nicht widersteht, notwendige Gnade, damit wir in uns das geistliche Leben instand halten können. Außerdem heiligt, führt und mit Tugenden schmückt der Heilige Geist das Gottesvolk, nicht nur mittels der Sakramente und Dienste, sondern auch dadurch , dass der Heilige Geist unter den Gläubigen aller Stände besondere Gnaden verteilt.

1 Kor 12,8- 11 ,, Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen ,dem andern durch den gleichen die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten  zu heilen, einem andern  Wunderkräfte, einem andern prophetisches  Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem  andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. Das alles bewirkt ein und derselbe Geist: „Einem jeden teilt  er seine besondere Gabe zu, wie er will.““

Die Gaben des Heiligen dienen der Gemeinschaft. Sie sind kein Zeugnis der Heiligkeit oder der Richtigkeit. Mt 7,22-23, Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: „Herr.“Herr, sind wir nicht in deinem Namen  viele Wunder vollbracht. Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht.Weg von mir , ihr Übertreter des Gesetzes.“ Sie werden umsonst gegeben, weil sie an Jesus glauben. Lk 24,46-49, Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift : Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen , und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden: Sie sollen umkehren , damit ihre Sünden vergeben werden.Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe,die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt ,bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“Die Teilnahme an Leben Jesu Christi enthält in sich auch die Teilnahme an seiner Verkündung – was ist: Lebensendung –, das  Evangelium zu verkünden (24,46-4). Der Heilige Geist  befähigt uns eben zu dieser Mission.

Wie empfange ich den Heiligen Geist?

Es gibt zwei wichtige Texte darüber, wie man den Heiligen Geist empfangt.

Joh 7, 37-39, Am letzten Tag des Festes ,dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: ‚Wer Durst hat?‘ Komme zu mir und trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: „Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.“ Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben, denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war“.

Apg 2,37-38 ,Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: ›Was sollen wir tun, Brüder?‹ Petrus antwortete ihnen. „Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.““ Wir können das zusammenfassen: Umkehren/Matanoia/

Wir glauben an Jesus, dürsten nach ihm, trinken und werden mit ihm erfüllt.

Aufgrund dessen können wir die Bedingungen des Empfangens des Heiligen Geistes definieren.  Kat. 143: „Durch den Glauben ordnet der Mensch seinen Verstand und seinen Willen völlig Gott unter. Er gibt Gott, der sich offenbart, mit seinem ganzen Wesen seine Zustimmung. Die Heilige Schrift nennt diese Antwort des Menschen auf den sich offenbarenden Gott „Glaubensgehorsam“.

Der Durst, also die Sehnsucht danach, dass das Wort Jesu  an uns erfüllt wird, ist es, was uns vom Teufel unterscheidet. Der Teufel glaubt, aber er sehnt sich nicht danach, vom Jesus-Geist erfüllt zu werden. Gott ist kein Gewaltmensch. Solange wir nicht  mit dem ganzen Herzen nach der Verwirklichung seines Evangeliums streben, wird Gott auch an uns die geringste Gewalt nicht tun.

Jer 29,13 : „Sucht ihr mich, so findet ihr mich.“ Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt.

Mt 5,6 : „Selig die Hungernden und Durstenden nach Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden.““

Wir sollen durstig sein und uns nach dem Heiligen Geist sehnen. Nachdem er uns erfüllt, durchdringt er uns, damit wir in die Gemeinschaft mit ihm eintreten. Wenn wir wollen, dass uns der Heilige Geist führt, umfasst das den Verzicht auf den eigenen Willen sowie auf persönliche Pläne und Vorstellungen zugunsten des Gotteswillens.

Apg.5,29: „Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

Die Bibel spricht darüber, wie vom  Tod und von der Wiedergeburt.

2 Kor 5,17: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“.

Wir sollten uns sehnen, uns das Leben und die Denkweise Jesu Christi anzueignen. Sich sehnen, sein Leben Christus, seiner Mission weihen. Es ist notwendig, dass diese unsere Sehnsucht in ein verbindliches Sehnen umgewandelt wird.

Exodus 24,3: Mose kam und übermittelte dem Volk alle Worte und Rechtsvorschriften des Herrn. Das ganze Volk antwortete einstimmig und sagte: „Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun.“

Sind wir bereit  die Wirkung des Heiligen Geistes zu empfangen? Sind wir bereit, uns zu leeren, für die Führung des Heiligen Geistes, in unserem Leben?  Der Heilige Geist  kann in unserem Leben nicht wirken, ohne unsere Mitwirkung.

Wer ist der Heilige Geist?

Der Heilige Geist ist eine lebendige Person.

Apg. 5,3:  „Da sagte Petrus: ‚Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belügst und von dem Erlös des Grundstücks etwas für dich behältst?‹Eph. 4,30: „Beleidigt nicht den Heiligen Geist Gottes, dessen Siegel ihr für den Tag der Erlösung trägt.“ Joh 14,26:  „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird,  der wird euch alles lehren  und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“              Apg. 1,16: „Brüder! Es musste sich das Schriftwort erfüllen, dass der Heilige Geist durch den Mund Davids, Röm 8,16: „So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir  Kinder Gottes sind.“

Was für eine Aufgabe hat der Heilige Geist? Gott ist die Liebe und das ist auch das Geheimnis Jesu Christi und des Heiligen Geistes. Die vollkommene Liebe – und Gott ist die vollkommene Liebe – verlangt  mindestens drei Personen. Das ist der Grund, warum Gott von sich selbst  aus nicht eine Person, sondern eine Gemeinschaft von drei Personen ist. Gott liebt den Sohn und beide lieben gemeinsam den Heiligen Geist. Der Sohn  liebt den Heiligen Geist und gemeinsam mit ihm den Vater. Der Vater liebt den Heiligen Geist und gemeinsam mit ihm den Sohn. Diese innere Beziehung der Liebe nennen wir das innere Leben der Dreifaltigkeit. Zu diesem Leben ruft uns Gott. Den Heiligen Geist empfangen bedeutet:  Wenn der Heilige Geist Gott ist, dann empfangt den Heiligen Geist. Das bedeutet, den wirklichen Gott zu empfangen. Den Heiligen Geist  zu besitzen  bedeutet, Gott zu  besitzen. Der Heilige Geist ist also Gott,  der sich dem Menschen schenken will. Der Heilige Geist vergöttlicht den Menschen. Der Heilige Geist macht die Menschen zu Söhnen Gottes nach dem Beispiel Jesu Christi. Röm. 8,15: „Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, sodass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater.   “ Rom. 8,8,14:  „Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.““

Darum ist diese Betonung des Heiligen Geistes. Das Gebet, die Verleugnung, das Fasten – diese Taten sind gut, aber sie sind  nicht das Ziel des christlichen Lebens. „Das Ziel des christlichen Lebens ist, den Heiligen Geist zu empfangen“, so sagt der Heilige Serafim.

Kat. 1987: Die Gnade des Heiligen Geistes hat die Macht, uns zu rechtfertigen, das heißt, uns von unseren Sünden hereinzuwachsen und uns „die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus“ und aus der Taufe zu schenken.

Kat. 1988:  Durch die Macht des Heiligen Geistes nehmen wir am Leiden und an der Auferstehung Christi teil, indem wir der Sünde sterben und zu einem neuen Leben geboren werden. Denn wir sind die Glieder seines Leibes, der Kirche – und die Rebzweige , die auf den Weinstock aufgepfropft, sind , welcher er selbst ist.

Kat. 1999:  Die Gnade Christi besteht darin, dass uns Gott ein ungeschultes Leben schenkt. Er gibt es durch den Heiligen Geist in unsere Seele ein, um sie von der Sünde zu heilen und zu heiligen. Das ist die heilig machende oder vergöttlichende Gnade, die wir in der Taufe erhalten haben. Sie ist in uns der Ursprung des „Heileignungswerks“.

Die Vergöttlichung des Menschen durch den Heiligen Geist

Am Anfang schuf Gott den Menschen, damit der Mensch Gott ähnlich werde. Der Mensch aber vertraute Gott nicht. Er hat Gott verlassen und begann seinen eigenen Weg der                       „Vergöttlichung“ – ohne Gott und gegen Gott. Dieser Weg funktionierte selbstverständlich nicht.  Gott hörte nicht auf, den Menschen zu rufen, zu ihm zurückzukehren. Gott ist dafür sogar Mensch geworden und er starb am Kreuz für die Menschen, um seiner Liebe gegenüber den Menschen zu  beweisen. Wenn der Mensch an Gott glaubt, so bekehrt sich. Von Jesus Christus lernt er, das göttliche Leben zu leben. Nicht ohne die Hilfe Gottes werden wir Gott ähnlich. Der Mensch kann sich nicht selbst „vergöttlichen“. Da ist immer Gott am Zug.   Es ist notwendig, dass Gott es ist, der die  Menschen Gott ähnlich macht und zu gottähnlichen Wesen umgestaltet.   Das geschieht durch den  Heiligen Geist.

Lk 21,29-33, 34. Woche – Freitag

Das Gleichnis vom Feigenbaum beschreibt das unerwartete Ende Jerusalems. Warum spreche ich vom unerwarteten Ende Jerusalems? Die Zerstörung Jerusalems war nicht geplant. Die Römer hatten keinen Plan, „Barbarossa“. Wie kam es aber zum Krieg zwischen den Römern und den Juden? Einfach deshalb, weil die Juden in Jerusalem Soldaten der römischen Besatzung ermordeten. Da sandten die Römer ein Heer zur Beseitigung des Aufruhrs. Kaiser Titus ließ dazu den Befehl ergehen. Dabei sollte der Tempel jedoch verschont bleiben und nicht vernichtet werden. Doch ein Soldat warf eine brennende Fackel in den Tempel, die sofort zu lodern begann.

Nun möchte ich aber zum Feigenbaum zurückkommen. In Palästina ist der Übergang von der Regenzeit zum Sommer im Unterschied zu uns verhältnismäßig schnell. Kaum ist die Regenzeit beendet, schon beginnen die Bäume zu sprießen, und bald darauf ist heißer Sommer, und die Zeit des Reifens ist da. Wie für die Bäume in Palästina der Sommer so schnell kommt, so schnell kam die Zerstörung Jerusalems und so schnell und unerwartet wird auch das Ende der Welt kommen. Da wir die Verhältnisse in Palästina kaum kennen, bedenken wir nicht, dass Jesus‘ Wort vom Feigenbaum uns vor schlechten Zeiten warnt. Für uns Europäer ist der Sommer eine angenehme Jahreszeit. Es ist die Zeit, in der das Obst reif wird, die Ernte beginnt und die Urlaubssaison beginnt. In Palästina ist der Sommer nicht so angenehm, da es Dürre und Staub gibt und auch viele Krankheiten und Epidemien.  Das Gleichnis  vom  Feigenbaum ist also eine  Warnung vor der Gefahr. Die einzige Hoffnung ist Gott.

Ein kurzsichtiger und unerfahrener Mensch hält z.B. eine schwimmende Scholle für festen Boden. Das ist ein Irrtum. Alles  Irdische zerfällt und stirbt. Nur Gott und sein Wort bleiben auf ewig.

Lk 21, 20-28, 34 – Donnerstag

Ein zuverlässiges Zeugnis der Wahrhaftigkeit der Lehre Jesu ist die Erfüllung der Vorhersage über die Vernichtung der Stadt Jerusalem. Die Zerstörung Jerusalems war für die Apostel eine unglaubwürdige Vorstellung. Jerusalem war doch unter dem Schutz der römischen Großmacht. Die Feinde aus Ägypten, Syrien und Babylon waren ja  politisch und militärisch unbedeutend. Der Tempel in Jerusalem war das Zentrum  der alttestamentarischen Liturgie. Eben wurde der Umbau des Tempels abgeschlossen. Wer könnte auch nur denken oder über die Zerstörung Jerusalems sprechen? Doch die Worte Jesu über die Zerstörung Jerusalems haben sich ca. 40 Jahre nach seinem Tod erfüllt. Die Stadt wurde zerstört, und es blieb kein unversehrtes Stück Mauerwerk mehr. Jerusalem wurde durch das Heer des Kaisers Titus vernichtet.

Jesus’ Worte warnen also vor falschen Sicherheiten in unserem Leben. Trotz guter Gesundheit, zahlreicher technischer Erfolge und bester wirtschaftlicher Entwicklung sollen wir an das Ende unserer irdischen Existenz denken. Im Buch Jesus Sirach heißt es im Kapitel 8, Vers 32: „Bei allem, was du tust, denk an das Ende, so wirst du niemals sündigen.“ So unerwartet die Zerstörung Jerusalems war, so plötzlich kann auch unser Ende kommen. Es gibt keine Sicherheit, keine Garantie. Der einzig verlässliche Weg ist, in Glauben, Hoffnung und Liebe mit Gott verbunden zu bleiben. Weltkatastrophen und Schicksalsschläge sind Warnzeichen vor der naiven Vorstellung, dass unsere irdische Existenz ewig dauern wird.

1Adventsonntag A Mt 24,37-44

Einführung

Sie werden vermutlich mit mir übereinstimmen, wenn ich sage, dass die meisten Menschen Angst vor dem Tod haben. Was versuchen die Menschen nicht alles, um ihr Leben zu verlängern? Jesus kennt die Angst der Menschen gut. Er sagt deshalb, dass der Tod kein Untergang sei, sondern nur ein Übergang. Er will uns mitteilen, dass der Mensch durch den Tod nicht aufhört, zu existieren, sondern nur in ein neues Leben eintreten wird. Für dieses neue Leben bei Gott sollen wir immer bereit sein. Im heutigen Evangelium sagt Jesus folgende Worte: „Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt!“

 Predigt

Die ersten Christen können uns ein Beispiel für Wachsamkeit sein. Sie warteten geduldig auf Jesus und waren überzeugt, dass er bald kommen würde, und sie wollten ihm ihr ganzes Leben unterordnen. Bei jedem Treffen begrüßten sie sich mit „Maranatha“ – das heißt „Der Herr kommt“. In diesem Gruß äußerte sich die Art ihres Lebens. Das bedeutet nicht, dass sie für Jesus sterben müssen. Aber sie wussten auch, dass die Hand eines Henkers oder die Zähne wilder Tiere – als ein Martyrium – sie auf ewig mit Christus verbinden würde. Allerdings standen sie vielfach in der Versuchung, heidnischen Göttern Opfer zu bringen. Es wäre ganz einfach für sie gewesen, nach außen hin so zu handeln,  aber auch  ihren Glauben zu leben. Sie taten es nicht, weil sie keine Menschen mit zwei Gesichtern waren und den wahren Gott verleugnen wollten. Im Gegenteil – sie sehnten sich danach, ihn zu treffen.  Sie liebten einander, denn sie nahmen Jesu Gebot der Liebe sehr ernst. Sie verkauften ihren Besitz, verteilten ihn unter die Armen und Bedürftigen und halfen den Witwen und Waisen. Sie hätten das sicherlich nicht geschafft, wenn sie nicht Menschen mit festem Glauben gewesen wären und die baldige Ankunft Jesu erwartet hätten. Ihre Sehnsucht nach Christus und ihre Liebe zur Gemeinschaft der Brüder und Schwestern waren für sie der Grund, stets wachsam zu sein.

Wir gehören  zwar nicht zu den ersten Christen, aber wir sollten ihnen wenigstens bruchstückhaft ähnlich werden. Stellen wir uns dazu auch folgende Fragen: Sind wir auch fähig, für Christus zu leiden? Versammeln wir uns regelmäßig um den Tisch des Herrn? Sind wir von der Liebe zu unseren Brüdern und Schwestern durchdrungen?

Dazu eine Begebenheit: Ein Mann  schuldete einem Reichen eine Summe Geldes und hatte immer Ausreden, wenn er aufgefordert wurde, seine Schulden zu begleichen. Als der Schuldner gestorben war, fand man in seinem Haus nichts, womit er seine Schulden hätte begleichen können. Man entdeckte dort nur seinen zweijährigen Sohn. Der reiche Mann hatte Mitleid mit ihm und nahm ihn zu sich, wo er mit dem eigenen Sohn aufwuchs. Als er 18 Jahre alt war, gab ihm der reiche Mann zwei Briefe, einen in einem schwarzen Kuvert, den anderen in einem goldenen. Der reiche Mann, den er  inzwischen seinen Stiefvater nannte, sagte zu ihm: „Lies zuerst den Brief im schwarzen Kuvert und dann den im goldenen Kuvert!“ Der junge Mann öffnete den Brief. Darin waren alle Schulden seines Vaters aufgeschrieben sowie alle Ausgaben, die sein Stiefvater für seine Erziehung aufgewendet hatte. Der Junge wurde ganz blass. Da sagte der Reiche zu ihm: „Du siehst, wie viel du mir schuldig bist! Hab aber keine Angst, denn mein leiblicher Sohn hat dich sehr lieb gewonnen und hat mich gebeten, dir die ganze Schuld zu erlassen.“ Hierauf zerriss er den Brief und warf ihn ins Feuer. Dann las der Junge den zweiten Brief. In ihm stand nur der eine Satz: „Du bist kein Schuldner für mich, sondern mein Sohn und Erbe.“ Können Sie sich die Freude dieses jungen Mannes vorstellen?

Dieses Ereignis dient einem Vergleich, und man kann es so auslegen: Der Reiche ist unser himmlischer Vater, der Sohn des Reiches ist Jesus, und der Junge, das sind wir. Wir müssen uns bewusst werden, dass wir Söhne und Töchter Gottes sind. Den ersten Christen wurde das sehr bewusst. Deshalb erwarteten sie mit Freude die Ankunft des Herrn. Sind wir uns dieser erstaunlichen Tatsache bewusst?

Begräbnis Nov.

Unser Leben – der Weg mit dem Kreuz.

Was ist unser Leben hier auf der Erde? Über diese Frage denken Wissenschaftler, Philosophen, Theologen, Dichter, Schriftsteller und auch gewöhnliche Menschen nach.  Jeder hat seine Definition. Oft hören wir: „Das Leben bedeutet Schönheit und Unterhaltung, aber auch manches Leid.  Einige sagen: Das Leben ist „hundig“.

Was sagt uns die Heilige Schrift dazu? Jesus sagt zu seinen Jüngern, so lesen wir  im Markusevangelium 8,34: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Kann man also sagen, unser Leben sei ein Kreuzweg?

Auch unser verstorbener Mitbruder  hatte kein leichtes Leben. Er musste in seinem Leben hart arbeiten, um seine Familie zu versorgen. In den letzten Jahren war er auf die Pflege seiner  Familie angewiesen, insbesondere auf seine Tochter.  Hat solch ein Leben einen Sinn? Ja, es hat einen Sinn, wenn wir es mit dem Leben Jesu Christi verbinden. Jesus trug sein Kreuz zum österlichen Morgen. Jesus ruft  uns zu: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir,  denn ich bin gütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.“ Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht. (Mt 11,29–30) Warum leicht? Leicht deshalb, weil Jesus  mit uns geht und uns hilft. Was ist das Ziel unseres Lebens? Das ist das ewige Leben. Jeder Mensch hat eine unsterbliche Seele; deshalb endet sein Leben nicht mit dem Tod.

 Am Gymnasium lernte ich in der Geometriestunde, dass sich gleichlaufende Linien in der Unendlichkeit nie überschneiden. Wenn wir dies als Vergleich  verwenden, sagen wir: Unser Leben endet in der Unendlichkeit – also nie. Unser irdisches Leben ist nur ein Mittel zur Erlangung des ewigen Lebens. Jesus zeigt uns den Weg. Wenn wir diesen Weg gehen,  werden wir das Ziel erreichen.

Loretta Young war erst 16 Jahre alt,  aber schon eine bekannte Filmstar. Sie lebte  in Luxus und war von Ruhm umgeben. Einmal begegnete sie einem Jesuiten, der sie  ansprach. Sie erzählte folgendes: „Dieser Priester sah in mir nicht eine bekannte Schauspielerin, sondern ein unerfahrenes Mädchen, das viel Gutes tun kann.  Er gab mir einen guten Rat. Ich soll in meinem Leben niemandem zum Ärgernis werden, und meine Kunst soll niemals die Ursache für eine Sünde sein. Alle, die meine Filme anschauen, sollen zu besseren und edelmütigeren Menschen werden.  Wenn ich eine neue Rolle bekam, durchforstete ich sie seitdem sehr ausführlich auf ihre Schädlichkeit für die Betrachter des Films.

So wurde Loretta zur Missionarin für Jesus. Sie betete stets, dass Gott sie  nie – sei es, wenn sie erfolgreich war, oder bei Misserfolgen – im Stich lasse. Sie wollte immer ein Werkzeug in ihren Händen sein. Was machte Loretta? Nichts Besonderes, sie ging nur den Weg, den Gott durch seine Gebote für sie bestimmt hat.

Auch unser verstorbener Mitbruder bemühte sich, diesen Weg zu gehen, und Gott wird es ihm lohnen. Dafür wollen wir ihm danken und ihn den Händen unseres liebenden himmlischen Vaters anvertrauen.

Lk 21, 12-29, 34. Woche – Mittwoch

Mit wem ist das Innere des Menschen erfüllt, damit  sich der Mensch nach außen äußert. „Aber bevor, das alles geschieht, wird man euch festnehmen und verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis und vor Könige und Statthalter bringen.“ Diese Worte sind nicht schön, sie passen nicht für eine Reklame. Jesus schildert die Situation jener, die ihm folgen. Nur durch Prüfungen kann man zum Leben beim himmlischen Vater gelangen. In der Verfolgung bewährt sich unsere Treue zu Gott.

Vergessen wir nicht das Wichtigste! Je größer die Verfolgung  infolge der Treue zu Gott ist, desto näher  wird Gott bei uns sein. So nahe wird er in diesem Augenblick sein, als wäre er direkt in uns.  Er wird uns in unser Innerstes geben, wenn wir dem Gericht vorgeführt werden.

 

Wie kann man die Sünde besiegen?

Wie kann man die Sünde besiegen?

Drei Versuche , die Sünde zu besiegen:

1.Das Gesetz

Es wäre am einfachsten, bösen Taten zu verbieten und gute Taten anzuordnen – und auf der Erde wäre überall Frieden. Heute ist man vielfach der Überzeugung – auch in der Kirche – wenn wir die Menschen ermahnen und aufmerksam machen, ihnen dies und jenes gebieten oder verbieten und sie erziehen, so werden sie zu guten Menschen. So ähnlich denkt auch der Staat mit seinen Gesetzen. z.B. glaubt man,  Gefängnisse seien Anlagen, um die Menschen umzuerziehen. Kann das funktionieren? Der Mensch wurde als ein leeres Gefäß erschaffen und dazu bestimmt, es mit Gottes Hilfe füllen zu lassen.  Ohne Gott bleibt der Mensch leer und sein Durst nach Erfüllung wird nicht gestillt. Aber der Mensch sucht Ersatzmöglichkeiten der Erfüllung, indem er um Macht und Ruhm kämpft. Er sieht keine andere Möglichkeit, denn leer kann er nicht bleiben. Niemand kann aber das Gesetz erfüllen. Römer 8,3: „Weil das  Gesetz ohnmächtig durch das Fleisch nichts vermochte, sandte Gott seinen Sohn in der Gestalt des Fleisches, das unter der Macht der Sünde steht zur Sühne für die Sünde, um an seinem Fleisch die Sünde zu verurteilen.“ Römer 7,14-23: „Wir wissen, dass das  Gesetz selbst vom Geist  bestimmt ist, ich aber bin Fleisch, das heißt: verkauft an die Sünde. Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist. Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem  Fleisch nichts Gutes wohnt: das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag  das Gute nicht zu verwirklichen. Denn ich tue nicht das Gute, das ich nicht will, sondern das Böse das ich nicht will. Wenn ich aber das tue,  was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist,  obwohl ich das Gute tun will. Denn in meinem Inneren freue ich mich am Gesetz Gottes. Ich sehe aber ein anderes Gesetz, in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt  und mich gefangen hält im Gesetz der Sünde,  von dem meine Glieder beherrscht werden.“

Das Bemühen,  das Gesetz einzuhalten,  ist keine Lösung.   Gal 2,16 ,,Weil wir aber erkannt haben, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir dazu gekommen, an Jesus Christus zu glauben, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus , und nicht durch Werke des Gesetzes : den durch Werke des Gesetzes wird niemand gerecht“.

Tit. 3,4-7  ,,Als aber die Güte und Menschenliebe Gottes, unseres Retters erschien, hat er uns gerettet – nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern auf Grund seines Erbarmens – durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist. Ihn hat er in reichem Maß über uns ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir durch seine Gnade gerecht gemacht werden und das ewige Leben erben,  das wir erhoffen.“

Was für ein Sinn hat also das Gesetz? Röm 3 , 19-20  ,, Was das Gesetz sagt, sagt es denen, die unter dem Gesetz leben, damit jeder Mund  verstummt  und die ganze Welt vor Gott schuldig wird.  Denn durch Werke  des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht werden: durch das Gesetz kommt es vielmehr zur Erkenntnis der Sünde.“  Das Gesetz ist also dafür gut, dass es uns zeigt,  was gut ist, was  wir machen sollen. Die Geschichte aber zeigt uns, dass der Mensch nicht fähig ist,  das Gesetz einzuhalten war.

Der Mensch hat  viele Sehnsüchte, die nie erfüllt werden können. Ist es dann nicht besser, die Sehnsüchte des Menschen einfach zu löschen, damit sie ihm nicht ein nutzloses Leid verursachen?  Das ist die Grundthese  des Buddhismus. Die Sehnsüchte sollen vernichtet werden, das  Ziel ist das Nirwana – das Ende des Lebens, das Ende des Leidens.  Kann es so funktionieren? Theoretisch vielleicht ja, aber das wäre eine sehr traurige Perspektive für den Menschen. Die Sehnsucht der Menschen,  Gott ähnlich zu werden, ist so tief, dass der Mensch diese Sehnsucht nicht löschen kann. Als ist die Lösung, die Sehnsüchte zu erfüllen.  Wenn die Sehnsüchte erfüllt werden, dann verschwindet das Böse und der Mensch verspürt eine tiefe Ruhe in sich. Das ist die Lösung des Christentums.

Psalm 81,11. „Ich bin der Herr,  dein Gott, der dich  herausgeführt hat aus Ägypten. Tu deinen Mund auf. Ich will ihn füllen.“

Joh. 7,37-39:   „Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag stellte sich Jesus hin und rief. ,,Wer Durst hat komme zu mir und trinke.“

Die Erfüllung unserer Sehnsüchte ist Gott persönlich. Nur er kann unsere Sehnsüchte völlig erfüllen. Alles andere  erfüllt unsere Sehnsüchte immer nur zum Teil.

Joh 15,4-8 ,, Bleibt in mir , dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen  und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen“

Wie können wir die Sünde besiegen?

Nicht nur, indem wir uns bessern,  in dem wir uns etwas vornehmen  oder an uns selbst arbeiten  und uns bemühen und ähnliches – besiegen wir die Sünde – das genügt nicht – wir allein können das nicht.

Pelagianismus: Die Ansicht, der Mensch kann allein, nur durch seinen guten Willen, sein Leben ändern und die Sünde besiegen, ist ein großer Irrtum. Der einzige Weg ist Jesus Christus. Joh 14,6 ,,Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

1 Joh 3,4-6 ,, Jeder, der die Sünde tut handelt gesetzwidrig, denn die Sünde ist Gesetzwidrigkeit. Ihr wisst, dass er erschienen ist, um die Sünde wegzunehmen und er selbst ist ohne Sünde. Jeder,  der in ihm bleibt,  sündigt nicht“.

Philip 2,13 ,, Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt , noch über euren guten Willen hinaus.“

Jesu Lösung

Jesus fordert nicht nur zur Besserung auf, sondern dazu, dass wir in ihm bleiben und er in uns. Wenn in der Welt das Böse ist, so ist es die Folge, weil man Gott verlassen hat. Dann   ergibt sich folgende Logik:  Alles Übel der Welt wird verschwinden,  wenn man in die Einheit der Liebe zu Gott zurückkehrt. Ein Christ lebt nach dem Evangelium nicht deshalb, damit er Christus begegnet kann, er lebt nach dem Evangelium, dass er Christus begegnet und mit ihm lebt.  Ohne Christus wäre das Evangelium sinnlos.

 

Hl. Konrad

Der heilige Konrad wurde 900 im Altdorf in der Schweiz geboren. Als junger Mann trat er ins Kloster der Benediktiner in St. Gallen ein. Im Jahre 934 wurde er zum Bischof gewählt. Das Amt des Bischofs ist wichtig, und er trägt eine große Verantwortung.  Zum Beispiel schreibt der heilige Ambrosius: „Wie Gold wertvoller ist  als  Eisen, so ist das Amt eines Bischofs wertvoller als das Amt eines Königs.“ Dessen war sich Konrad wohl bewusst und er wehrte sich vorerst, dieses Amt anzunehmen, als er nach dem Tod von Bischof Noting von den Priestern einstimmig zu dessen Nachfolger gewählt wurde. Als Bischof begann er sein Amt mit einer Pilgerfahrt ins Heilige Land. Er wollte sein ihm anvertrautes Volk der Liebe des leidenden Erlösers übergeben. So ähnlich wie  das Jerusalemer Grab des Herrn ließ er auch ein Grab in seiner Diözese errichten.  Mit außergewöhnlicher Frömmigkeit feierte er die Heilige Messe. Oft weinte er bei der Messe – gerührt von der Liebe Christi, mit der wir geliebt werden. Es ist auch bekannt, dass er die Gottesmutter Maria sehr verehrte. Seine  Liebe und Treue zu Maria wurden durch eine wunderbare Begebenheit belohnt. Konrad sollte die Kirche in Einsiedeln weihen. Als er die Kirche betrat, sah er, dass Jesus und die heiligen Engel die Weihe der Kirche gemäß den liturgischen Vorschriften vornahmen. Die Weihe dauerte sehr lange, doch das Volk wusste nichts von dem, was Konrad sah, und sie baten ihn endlich, die Kirche zu weihen. Da sagte Konrad zu ihnen: „Die Kirche ist schon geweiht.“ Da drängte ihn das Volk noch mehr, endlich die Weihe vorzunehmen. Da hörten sie plötzlich eine unsichtbare Stimme: „Hört auf mit dem Gezeter, die Kirche ist schon geweiht!“ Seit dieser Zeit schätzte das Volk seinen Bischof noch mehr. Er verwaltete seine Diözese 42 Jahre lang und starb am 26. November 975. Papst Kalixt II hat ihn 1120 heilig gesprochen. Dieser heilige Bischof führte viele Menschen näher zu Gott und zu seiner Kirche. Er verstand sein Bischofsamt als Hirtenamt.

Hl. Katharina von Alexandrien

Die Griechen nannten sie „Aikatarine“, was „immer rein“ bedeutet.  Dieses erhabene Mädchen von Alexandrien war gebildet und hübsch. Kaiser Maximus machte ihr einen Heiratsantrag, doch sie lehnte ihn ab. Für die damalige Denkart war das eine völlig unmögliche Situation. Sie liebte aber besonders Gott und somit natürlich auch die Menschen, die sie für das ewige Leben retten wollte. Sie scheute es auch nicht, vor den Kaiser zu treten und ihn vor seinem unsinnigen Götzendienst zu warnen. Der Kaiser staunte über ihre Argumente und Kühnheit. Um sie zu erniedrigen, lud er sie zu einer Sitzung der Weisesten und Klügsten des Staates ein. Wie verhielt sich Katharina? Sie setzte ihr ganzes Vertrauen in Jesus, der in seinem Evangelium Folgendes sagt: „Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen sollt.“  Die kluge Katharina hat alle Weisen des Landes verstummen lassen. Sie sprach vom Heiligen Geist. Der Kaiser geriet in Wut über das Fiasko seiner Weisen, Katharina aber verurteilte er zu einem grausamen Tod. Sie sollte mit einem Rad mit eisernen Zacken gerädert werden. Das Rad zerbrach aber. Schließlich wurde sie enthauptet. Die Mönche vom Sinai trugen ihren Leib auf den Berg Sinai und beerdigten sie dort. Sie wird von den Christen sehr verehrt. Ein großer Verehrer der Heiligen Katharina war König Karl IV., der zu ihrer Ehre eine Kapelle auf dem Hradschin erbauen ließ.

Jesus, der König der Menschheit

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„Wo ist der neugeborene König der Juden?“, fragten die Weisen aus dem Morgenlande. Ihrer Ansicht nach war der Erlöser ein König. Deshalb fragten sie bei König Herodes nach ihm, in der für sie naheliegenden Voraussetzung, dass er etwa einer seiner königlichen Prinzen sein dürfte. In Bezug auf seine königliche Würde irrten sie sich auch nicht, denn Jesus ist der König nicht nur der Juden, sondern  aller Menschen. Christus ist der König aller Menschen, denn er ist Gott – als solcher hat er die Menschen erschaffen, erhält  und regiert sie. Christus ist der Erlöser der Menschheit, als solchem übergab ihm Gott die ganze Menschheit zum Eigentum – ihn bestellte er zu ihrem Haupt und Richter, sodass kein Mensch selig werden kann, als der, den Christus aufnimmt. Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden“ (Mt 28,18). Weil er gehorsam war , bis zum Tode am Kreuze ,, darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den, Namen verliehen, der größer ist als, alle Namen, damit alle, im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu.“  (Phil 2,9-10). Er ist sogar König über die Toten. ,, Sterben wir,  so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben, oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn“. (Röm 14,8)

Die Könige der Erde lassen sich huldigen, d. h. ihre Oberherrschaft wird von ihren Völkern und Untertanen feierlich anerkannt, und an den von ihnen bestimmten Krönungs- und Huldigungstagen setzen die Statthalter und Beamten die Krone auf. Jesus  hat als König der Christen diese Huldigung von uns im Versprechen bei der heiligen Taufe empfangen. Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der  als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt“.  (Eph. 1,22)

Irdische Könige geben ihrem Reich eine Verfassung, d. h., sie erlassen solche Gesetze, Verordnungen und Verbote, treffen solche Anordnungen und Einrichtungen, damit Ruhe, Friede und Sicherheit sowie die allgemeine Wohlfahrt gedeihen. Sie bestellen Beamte und Richter, die über das Gesetz wachen, es handhaben und ausführen müssen, und teilhaben an der Autorität des Königs. So gab auch Jesus seinem Volk eine Verfassung,  indem er weise  Gesetze  gab, was man von Gott und seinen übernatürlichen Dingen glauben muss, wie man ihn verehrt, wie man ihm  dienen kann, was man tun muss, um sich mit ihm zu versöhnen. 

Die Könige dieser Welt sind die Richter ihres Volkes. Sie bestrafen die Verbrecher mit Kerker, sogar mit dem  Tod oder mit lebenslänglicher Haft. Jesus, der himmlische König, ist auch Richter. ,, Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen. Und er hat ihm Vollmacht gegeben,  Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist“. (Joh. 5,22,27). In ähnlicher Weise wie die irdischen Könige übt auch er sein göttliches Richteramt  schon hier durch seine Kirche aus, aber besonders dann beim allgemeinen Gericht am Ende der Zeit. In seinem Gericht wird alles, was Menschen einander angetan haben, ausgeglichen und entschieden. Schuld und Strafe, Verdienst und Lohn werden so gegeneinander abgewogen, dass jeder die Gerechtigkeit des göttlichen Richters anerkennen wird. Dort gibt es keine Bestechlichkeit, keine Gunst und keine Parteilichkeit. ,, Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn  empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat“. (2 Kor 5,10).  „Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.“  (Mt 25,46).  Dieser Richter hat auch seinem  „Kerker“ –  einem zeitlichen (dem Fegefeuer) und einem ewigen (der Hölle) –. „Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. (Hebr 10,31).  Lasset uns diesen Herrn und König anerkennen, ihm huldigen, königliche Ehre geben und ihm unverbrüchliche Treue schwören.

Hl.Kolumban

Er wurde 543 im Königtum Leinster in Irland geboren. Kolumban bekam eine gute Ausbildung und er war ein sehr schöner Mann. Das zog viele Frauen an. Er aber trat in ein strenges Kloster ein. Seine Mutter wollte ihn davon abhalten und sie weinte sehrüber seine Entscheidung. Kolumban sagte zu ihr: „Mutter, du hast mich nicht für dich geboren, sondern für Gott. Ich will Gott dienen und mich an dich in Dankbarkeit erinnen.“ Diese Erklärung fand er in den Psalmen. Kolumban durchreiste Frankreich, die Schweiz und ein Teil Italiens. Er gründete drei Klöster, in denen sich  viele Bewerber meldeten. Im Kloster erzog er die Kanditaten durch sein eigenes gutes Beispiel. Nach der Vertreibung aus Frankreich gründete er ein Kloster in Bregenz im Westen Österreichs. Zum Schluss gründete er das berühmte Kloster in Bobio in Norditalien. Dort starb er am 23.November  615.

Kolumban war der Bahnbrecher des irisch-schottischen Mönchtums , das das Evangelium auf dem europäischen Kontinent verkündeten.

Hl.Cäcilia

Die heilige Cäcilia war eine junge Christin, die durch den Märtyrertod starb, und zwar zur Zeit des Papstes Urban. Den Märtyrertod  erlitten auch ihr Mann Valerian und sein  Bruder Tiburcius. Bei ihrem Haus in Rom  steht eine Basilika zu ihrer Ehre.

Der Legende nach versuchte ein Mann dreimal, in den Hals der Jungfrau Cäcilia zu schneiden, doch konnte er ihr Haupt nicht von ihrem Rumpf trennen. Die heilige Cäcilia lebte noch drei Tage. Hunderte Christen kamen an ihre Bahre, um eine  lebendige Predigt des Glaubens zu hören, die in ihrem Herzen glühte. Heute steht über ihren leiblichen Überresten in Rom eine herrliche Kirche. Daneben sind auch die leiblichen Überreste ihres Mannes Valeria und ihres Schwagers Tiburcius. Es lohnt sich,  diese  vornehme Jungfrau zu beachten und zu verehren. Sie hatte viele natürliche Gaben. Sie hatte die Möglichkeit – wie man sagt –,–  die Welt zu  genießen.  Wie war aber ihr Bezug zum Reichtum, zu Ruhm, zur Bewunderung?  Cäcilia nahm sich die Ermahnung des heiligen Paulus zu Herzen: „Und was hast du,  das du nicht empfangen hättest?“ Reichtum und  Schönheit hielt sie für Gaben, die die Ehre dessen vermehren, der der Urheber aller Gaben ist. Mit ihrem ganzen Herzen weihte sie sich dem Herrn. Sie wollte nur für Jesus leben. Ganz Rom sprach auch über ihre musikalische Begabung. Davon erfuhr auch Valerian, der Sohn eines hochangesehenen Heiden, und er hielt um ihre Hand an.  Cäcilia lehnte diesen Antrag ab, denn sie weihte sich dem Herrn. Die Eltern drangen sehr auf sie ein und sie meinten,  sie solle ihn doch heiraten. Cäcilia war immer ihren Eltern gehorsam; jetzt aber war sie in großer Verlegenheit. Sie war sich aber sicher, dass Jesus ihr im Gebet die Lösung bringen würde. Sie heiratete schließlich Valerian, doch gleich nach der Hochzeit sagte sie: „Valerian, berühre mich nicht, ich gehöre dem Herrn und habe einen Engel, der mich beschützt.“ Valerian antwortete: „Ich kann das nur glauben, wenn ich diesen Engel sehe!“ Cäcilia sagte hierauf: „Du kannst ihn sehen, aber noch nicht jetzt. Du bist ein Heide und musst zuerst die Taufe empfangen. Vor der Taufe wird dich der Bischof belehren, was du tun sollst.“ Valerin gehorchte und ließ sich taufen. Als er von der Taufe nach Hause kam, fand er Cäcilia im Gebet und sah neben seiner Frau einen Engel. Der Engel hielt zwei Kränze in den Händen – einen aus Rosen, den zweiten aus Lilien. Valerian kniete ohne Worte nieder. Da kam sein Bruder Tiberius. Er sah keinen Engel, doch fragte er ganz überrascht: „In diesem Zimmer ist ein so starker Duft nach Rosen und Lilien. Woher kommt dieser Duft?“ Da erklärte ihm Valerian die Ursache und Tiberius ließ sich ebenfalls taufen. Beide widmeten sich dann den Werken der christlichen Liebe. Während der Christenverfolgung bestatteten sie die Leiber der Märtyrer. Da wurden sie vor das Gericht gebracht und hingerichtet. Damals ahnte Cäcilia schon, dass sie dem Gericht vorgeführt werden würde, und es war auch so. Ihr wurde aufgetragen, den heidnischen Göttern Opfer zu bringen, was sie jedoch in Rom, an ihren leiblichen Überresten, an einer herrlichen Kirche, ablehnte und nicht tat. So wurde sie in ein heißes Dampfbad geworfen, damit sie ersticke. Nach 24 Stunden fanden sie Cäcilia vollkommen gesund. Daraufhin kam ein neuer Befehl, sie zu enthaupten. Was dann geschah, das habe ich schon anfangs erzählt.

Cäcilia brachte aber viele Heiden zum christlichen Glauben. Wir sind oft nicht einmal in der Lage, unsere Familienmitglieder für den Glauben zu gewinnen. Warum ist das so? Ich denke, unsere Bereitschaft, für unseren Glauben etwas aufzuopfern,  ist sehr gering.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Problem der Sünde

Problem der Sünde 1

Das erste und das wesentlichste Problem der Sünde ist, dass sie keineswegs die fehlende Transzendenz ersetzen kann. Bei vielen Menschen kann man das noch nicht wahrnehmen, denn sie leben in der Hoffnung, dass es einmal besser wird. Es gibt aber Menschen, die überhaupt keine Hoffnung haben, dass es besser wird.

Es gibt die Menschen,  die wissen, dass sie ganz am Boden sind und dass es sowieso nie besser wird.

Es gibt berühmte Personen, die wissen, dass sie den Gipfel erreicht haben. Sie haben zwar das Maximum an Reichtum und Ruhm erreicht, aber sie sind nicht glücklich darüber. Sie sind depressiv und ein Gefühl der Leere in ihrem Leben belastet sie. Als Beweis brauchen wir nur die Biographien mehrerer Berühmtheiten zu lesen.

 Problem der Sünde 2

Es liegt darin, dass ein Leben in der Sünde nur im Milieu des Kampfes, der Konkurrenz, der Unverträglichkeit und der Feindschaft leben kann. Das ist der Umstand, dass die Menschheit nicht in Frieden und Harmonie lebt. Der Beweis ist das zwanzigste Jahrhundert. Das ist das Jahrhundert, das zwar das höchstentwickelteste Jahrhundert ist,  in dem sich die Menschheit aber weitestgehendst von Gott entfernt hat. Dieses Jahrhundert hinterließ 87 Millionen Toten in den beiden Weltkriegen, 17 Million waren Opfer des Nazismus und 72 Millionen Opfer des Kommunismus.

Problem der Sünde 3

Die Ursache der Sünde ist das Leben ohne Gott.  Es ist zu wenig, nur ab und zu  beten oder gelegentlich die Heilige Messe zu besuchen und den Rest des Leben ist Gott für uns nicht vorhanden. Unser Heil verlangt aber Gott ähnlich zu werden. Die Sünde stört unsere Einigkeit mit Gott und dadurch auch unsere „Vergöttlichung“, das heißt Gott ähnlich zu werden.

Wörterbuch

Himmel ist der Ort, in dem unsere Sehnsüchte in Gott und mit Gott erfüllt werden.

Sünde ist der Zustand, in dem unser Leben ohne Gott abläuft. Nach außen kann man sich durch böse Werke äußern, aber die Sünde ist der Zustand nicht die Tat. Der Zustand der Sünde, schließt gewisse Elemente der Glaubenspraxis nicht aus – der Messbesuch, ich bin kein Dieb, da ich nichts stehle- ich bete sogar.

Hölle ist der Zustand, in dem unsere Sehnsüchte sich nicht mit Gott erfüllen werden.  Das ist der Zustand „der auf ewig nicht erfüllten Sehnsüchten“.

Im Evangelium des Lukas Kapitel 13 Verse 2-5 steht: „Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht. Nein, im Gegenteil; ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. Oder jene achtzehn Menschen , die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden – meint ihr, dass nur sie Schuld  auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht?  Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.“

Lk 19, 11–28

Vielleicht kennen Sie diese Geschichte.  Sie ähnelt dem Gleichnis aus dem 25. Kapitel des Matthäus-Evangeliums, unterscheidet sich jedoch in einigen entscheidenden Punkten. Im Evangelium des Heiligen Matthäus bekamen die Diener verschiedene Geldbeträge, mit denen sie handeln sollten. Im Evangelium des Heiligen Lukas bekam jeder Diener den gleichen Geldbetrag. Die Theologen erklären die Stelle aus dem Lukasevangelium so:  Jesus dachte nicht an die Vielfalt der Gaben und der Talente.  Der Herr ordnete den Dienern nicht an, den größten finanziellen  Ertrag zu erzielen. Er sagte ihnen einfach nur, sie sollten damit  handeln. Der Herr im Evangelium ist Gott, die Diener sind wir. Gott erwartet von uns nicht, dass jeder von uns weltbewegende Taten vollbringen soll. Jeder von uns hat seine eigene Aufgabe. Diese Aufgabe muss nicht groß sein. Aber es ist wichtig, diese Aufgabe zu  erfüllen. Denken wir nun an den dritten Diener! Er sucht eine Ausrede. In dieser Ausrede beruft er sich auf seine Angst vor Gott, da dieser ein strenger Herrscher ist, der seine Diener wie Sklaven für sich arbeiten lässt. Das ergibt sich aus folgendem Satz des Evangeliums: „Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast, und erntest, was du nicht gesät hast.“ Wer so denkt, begreift das Christentum nicht. Gott ist kein Sklavenhalter. In Christus zeigt er seine Güte und Barmherzigkeit.

Christkönigssontag 2013 C Lk 23,35-43

Einleitung

Es ist möglich, dass manche nicht begeistert sind, wenn Jesus der Titel „König“ gegeben wird. Aber wenn wir heute einmal gemeinsam darüber nachdenken, erkennen wir, wie herrlich es ist, Jesus Christus als König zu bekennen und zu verehren. Wir werden heute im Evangelium hören, dass der eine Schächer am Kreuz zu Jesus sagte:  „Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.“

Predigt

Die Worte des einen Schächers, von dem ich schon in der Einleitung gesprochen habe, sagen uns, dass dieser im gekreuzigten Jesus einen König sah. Wie kam er darauf? Wie lässt sich erklären, dass er sich danach sehnte, mit Jesus in seinem Reich zu sein? Gab es dazu äußerliche Zeichen? Ja, es gab äußerliche Zeichen! Das war erstens einmal die Krone auf dem Haupt Jesu, aber es war eine Dornenkrone, die sich ganz tief in seinem Kopf eindrückte. Und es war zweitens das Kreuz, an dem Jesus hing und an dem eine Tafel mit der Inschrift zu lesen war: „Jesus aus Nazareth, der König der Juden.“ Das war aber nur eine Verspottung Jesu. Also konnte weder die Dornenkrone noch diese Inschrift ihn auf den Gedanken bringen, Jesus als König zu erkennen. Eher hätte es ihn dazu bringen können, Jesus genauso zu verspotten, wie der andere Schächer es tat. Der Gedanke, Jesus als König zu sehen, könnte nur so entstanden sein: Er sah, wie Jesus seine unsagbaren Schmerzen geduldig ertrug. Er hörte mit eigenen Ohren, wie Jesus gebetet hat: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Das berührte ihn wahrscheinlich so in seinem Innersten, denn so etwas würde ein gewöhnlicher Mensch nicht schaffen. Jesus kann dann eigentlich kein gewöhnlicher Mensch sein. Und er verteidigt auch Jesus und rügte den anderen Schächer mit den Worten: „Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch dasselbe Urteil getroffen. Uns geschieht recht: Wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser hat nicht Unrechtes getan.“ Gleich darauf kam dieses bedeutende Wort des reumütigen Schächers: „Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.“ Die Antwort Jesu hat ihn wahrscheinlich zu tief berührt: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Mit diesem Versprechen bestätigt Jesus, dass er König ist, ein König im Reiche Gottes. Das heutige Evangelium lehrt uns nicht nur, dass Jesus ein König ist, sondern auch, dass er ein liebevoller König ist, besonders den Sündern gegenüber. Jesus versprach dem Verbrecher, der neben ihm am Kreuz hing, den Himmel. Wir wissen, dass Jesus den Himmel für diejenigen bereitet hat, die ihn lieben, mit einem Wort nicht nur für die Heiligen, sondern auch für sündige Menschen. Vielleicht denken wir: Ein solcher Mensch, der so gesündigt hat, kann doch nicht so schnell in den Himmel kommen. Denn Menschen, die ihr Leben lang sich Gott weihten, sich selbst verleugneten und ständig im Gebet waren, verdienen eine andere Behandlung. Und doch sagte Jesus: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Ist das gerecht? Es ist nicht unsere Aufgabe, Jesus  vorzuschreiben, wie er sein soll.

Ein Beispiel dazu von einer holländischen Schriftstellerin aus ihrem Buch „Hallo, …“: Und er hat sie in ein tiefes Meer eingesenkt.

Was könnte uns das sagen? Ich halte es für schön, dass diese Schriftstellerin begann, wie Jesus zu denken und zu handeln. Damit können wir spüren, dass Jesu Reich anders ist als alle irdischen Reiche. Jesus gibt jedem, der ihn um Verzeihung bittet, die Möglichkeit, in seinem Reich zu wohnen. Wer aufrichtig seine Sünden bereut, dem verzeiht er ohne Bedingungen!

Die Heilige Elisabeth

 

Sie wurde 1207 in Sárospatak in Ostungarn geboren. Sie war die Tochter des Königs Andreas II. und seiner Gemahlin Gertrud. Als 4-Jährige kam sie in die Wartburg in Thüringen. Sie wurde dem künftigen Herrscher Thüringens, Ludwig IV., verheißen. Als Elisabeth 14 Jahre alt war, wurde die Hochzeit gefeiert. Als 1227 ihr Mann starb, nahmen dessen Verwandte ihre Kinder und sie und verwiesen sie von der Burg. Aus der Erbschaft ihres Mannes errichtete sie ein Krankenhaus in Marburg, in dem sie den Kranken  diente. Sie starb als 24-Jährige.

Die heilige Elisabeth hat viel Gutes getan. Sie erhielt aber oft Undank. Das brachte sie aber von den Werken der Barmherzigkeit nicht ab.  Sie ist Patronin der karitativen Tätigkeit.

Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul zu Rom

Es geht um die Weihe der zwei berühmten Basiliken in Rom. Die ursprüngliche Basilika des heiligen Petrus wurde im 4. Jahrhundert gebaut und Papst Silvester weihte sie. Die Basilika des heiligen Paulus wurde auch im 4. Jahrhundert gebaut und es weihte sie Papst Sirius.  Schon seit dem 12. Jahrhundert wurde in Rom das Jahresfest beider Basiliken gefeiert. In unserer Zeit feiert man dieses Fest in der ganzen Kirche. Die jetzige Basilika des heiligen Petrus wurde am 18. November 1626 geweiht und die Basilika des heiligen Paulus nach der Erneuerung am 10. Dezember 1854.

Sünde in der Bibel

 

Sünde in der Bibel

 

 Konzeption der Sünde, wie es in der Bibel steht.

 

Pasa’a– jemanden ablehnen, sich gegen jemanden empören, Dieses Wort äußert: Der Mensch lehnte Gott ab, er verließ Gott.

 

Hata’a Saguta – irregehen, das Ziel fehlen

 

 Der Mensch trat eine andere Reise an, als die Reise Gottes ist. Diese Reise aber führt nicht zu Gott, man hat sich also im Wesentlichen verlaufen.

 

 Das Wesen der Sünde

 

Der Wesen der Sünde ist, dass der lebendige Gott aus unserem Leben wegkommt – der Sinn und das Ziel unseres Lebens und die Erfüllung unserer tiefsten Sehnsucht nach dem Göttlichen.

 

Das Göttliche ohne Gott

 

Die Sehnsucht wie Gott zu sein  aber bleibt in unserem Herzen, auch wenn wir in der Sünde und ohne Gott leben. Wir müssen die Art suchen, wie wir diese Sehnsucht ohne Gott und außerhalb von Gott erfüllen.

 

 Kat.Kat.Kirche 398

 

In dieser Sünde zog der Mensch sich selbst Gott vor und missachtete damit Gott: er entschied sich für sich selbst gegen Gott, gegen die Erfordernisse seines eigenen Geschöpfseins  und  damit gegen sein eigenes Wohl. In den Stand der Heiligkeit gestellt, war der Mensch dazu bestimmt, von Gott in der Herrlichkeit völlig „vergöttlicht“ zu werden.Vom Teufel versucht, wollte er ,,wie Gott sein“, aber ,, ohne Gott und nicht Gott gemäß“

 

Wie sieht die,, Vergöttlichung“ ohne Gott aus?

 

Auf diese Frage antworten die Mythen verschiedener heidnischer Religionen und ihre Vorstellungen von Göttern: Sie sind mächtig, kraftvoll, sie beherrschen die Menschen der Erde, sie sind über dem Gesetz, sie beherrschen andere. Die Menschen dienen ihnen, aber sie dienen niemanden. Sie werden verehrt. Tempel werden ihnen gebaut, Opfer werden zu ihrer Ehre gebracht, von ihnen werden  Hymnen gesungen. Sie leben im Reichtum und im Luxus, sie unterhalten sich, sie haben alles was ihr Leib sucht.

 

 Die Formel der Sünde

 

Macht: Kraft, Autorität, Einfluss haben, wichtig und unabhängig sein.

 

Ruhm: Achtung, Ehrfurcht, Ansehen, Prestige, Erfolg

 

Reichtum: sich alles  erlauben dürfen, danach begehren, Luxus, Vergnügung, wie Gott sein. Die Betonung auf die einzelnen Posten der Formel unterscheiden sich nach den Ambitionen und Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen.

 

 Die Ehrgeizigen orientieren sich auf die Macht. Darum engagierten sie sich in Politik. Sie bemühen sich um Karriere, Position, Einfluss, Steuer-Funktion.

 

Die Durchschnittsmenschen orientieren sich auf  Ruhm, Achtung,  Anerkennung in der Nachbarschaft. Sie wollen wichtig werden, anerkannt werden.

 

Die Verachteten orientieren sich auf Genüsse. Sie trauen sich nicht Macht zu haben noch eine gute Stellung. Es bleibt ihnen nur das   Einfachste – Essen , Trinken, Luxus, Spaß, Lustbarkeit.

 

Die Frucht der Sünde

 

Macht: Sie können nicht alle haben. Herrschen kann nur der ,,Eine“.  Diese Macht muss er auf Kosten der anderen erkämpfen. Wir raten gern anderen. Wir vertragen nicht, wenn uns jemand einen Rat gibt, uns zuspricht, gebietet, uns beherrscht.

 

Ruhm: Nicht alle können berühmt werden.  Menschen erkämpfen oft ihren Ruhm auf Kosten anderer. Wir mögen es, uns gerne selbst zu rühmen oder wenn andere uns loben. Wir ertragen keine Schwachheit und Machtlosigkeit. Wenn uns jemand rügt oder bemängelt, von uns Gehorsam verlangt oder wir von anderen abhängig sind, das passt uns nicht. Wir ertragen nicht, wenn uns jemand kritisiert, herabsetzt, demütigt, unsere Fehler und Nachteile entdeckt und wenn jemand erfolgreicher ist als wir. Wir haben es gern niveauvoll. Was ist das Ergebnis? Wir leben in einer Welt, wo man ständig kämpft. Und welche Kämpfe sind das? Machtkämpfe, Ruhmkämpfe, Geldkämpfe.

 

 Katechismus der Kath. Kirche 400:

 

Die Harmonie, die sie der ursprünglichen Gerechtigkeit verdankten, die Herrschaft der

 

geistigen Fähigkeiten der Seele ist gebrochen, die Einheit zwischen Mann und Frau ist Spannungen unterworfen; ihre Beziehungen sind gezeichnet durch Begierde und Herrschsucht. Auch die Harmonie mit der Schöpfung ist dem Menschen fremd und feindlich geworden. Wegen des Menschen ist die Schöpfung der Knechtschaft ,,der Vergänglichkeit“ unterworfen. Schließlich wird es zu der Folge kommen, die für den Fall des Ungehorsams ausdrücklich vorhergesagt worden war: Der Mensch ,,wird zum Erdboden zurückkehren, von dem er genommen ist“.  Der Tod hält Einzug in die Menschheitsgeschichte.

 

Kat. Kath. Kirche 401

 

Seit dieser ersten Sünde überschwemmt eine wahre Sündenflut die Welt.  Kain  ermordet seinen Bruder Abel. Infolge der Sünde werden die Menschen ganz allgemein verdorben, in der Geschichte Israels äußert sich die Sünde oft vor allem als Untreue gegenüber dem Gott des Bundes und als Übertretung des mosaischen Gesetzes –  und selbst nach der Erlösung durch Christus sündigen auch die Christen auf vielerlei Weise. Die Schrift und die Überlieferung der Kirche erinnern immer wieder daran, dass es Sünde gibt und dass sie in der Geschichte des Menschen allgemein verbreitet ist.

 

 

 

 

 

Taufe

Nikodemus traut sich nur mitten in der Nacht zu Jesus. Er war ein führender Mann unter den Juden; deshalb konnte er sich nur heimlich zu dem Rabbi aus Galiläa schleichen. Die Wunder – wie die Brotvermehrung, Krankenheilungen und Totenerweckungen –  haben die Pharisäer überzeugt. Doch Jesus spricht nicht von alledem. „Amen, Amen, ich sage dir. Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Nikodemus bringt es auf den Punkt. Können wir den Geburtsvorgang rückgängig machen? Als Erwachsener in den Schoß der Mutter zurückkehren? Er hatte Jesus wortwörtlich verstanden, die zweite Geburt sich konkret ausgemalt. Ob Jesus gelächelt? Auf jeden Fall nimmt er seine Worte nicht zurück,  sondern bekräftigt sie.  Wer nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann nicht ins Reich Gottes kommen. Nikodemus hat die  Wunder miterlebt – Lahme,  die laufen können, Blinde, die sehen können.  Jesus aber geht es  um die Wirklichkeit hinter den Wundern. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Leibliche Gesundheit – das ist Fleisch. Befreiung von  Sünde und Bosheit – das ist Geist. Sättigung des Magens – das ist Fleisch. Zufriedenheit in Gott – das ist Geist. Staunen über das außergewöhnliche Wunder – das ist Fleisch, was hinter diesem Zeichen steht –  das ist Geist. Die Geburt ist ein unsagbares Wunder. Die Wiedergeburt aus Wasser und Geist, wie wir sie in der Taufe feiern, ist das Zeichen des Geistes. Sie,  liebe Eltern, wollen nicht,  dass N. ein nur innerweltliches Leben führt. essen, schlafen, arbeiten. Das kann doch nicht alles sein? Das Fleisch als Inbegriff alles  Irdischen ist eben nicht genug für ein erfülltes Leben. Die Taufe und der gelebte Glaube werden zu einem inneren Reichtum führen, der unser eigentliches Glück ausmacht. Der Geist durchströmt N. im Sakrament  der Taufe. Klar, unsere Sinne sehen und hören nur das Fleischliche: Wasser über den Kopf und die Taufformel. Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Aber hinter diesen äußeren Handlungen verbirgt sich eine unsichtbare Wirklichkeit,  die noch beglückender und herrlicher ist als die leibliche Geburt. Jesus lässt keinen Zweifel daran, dass die Taufe heil notwendig ist. Das Reich Gottes erschließt sich dem, der sich so mit Gott verbinden lässt.  Jede Geburt ist mit Schmerzen verbunden. Das gilt auch für die Wiedergeburt der Taufe. Schon die ersten Jünger Jesu haben Demütigungen und Verfolgungen erdulden müssen. Der Jünger ist nicht größer als sein Meister, sagt Jesus. Wer sich für die Taufe entscheidet, ist sich bewusst, dass er einen manchmal unbequemen Weg wählt. Aber diese Geburtswehen verblassen angesichts der Fülle und Freude, die Gott uns bereitet. Eine innere Kraft trägt den Getauften durch alle Schwierigkeiten hindurch. Ein neues Leben wird N. durch die Taufe geschenkt. In der Ostkirche werden Kinder noch heute durch Untertauchen getauft. Wer schon einmal im Schwimmbad von jemandem untergetaucht ist, weiß, wie erlöst man sich fühlt, wenn man wieder auftauchen kann. Das ist wie ein neues Leben. N. wird jetzt im Sakrament der Taufe aus Wasser und Geist geboren.            

Die Quelle der Sünde

In der Heiligen Schrift bei Mt 15, 18-20  lesen wir: ,,Was aber aus Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdung. Das ist es, was den Menschen unrein macht, aber mit ungewaschenen Händen essen macht ihn nicht unrein.“

Damit wir das Wesen der Sünde und ihre Folgen  begreifen, müssen wir zuerst die Sehnsüchte und Bewegungen unseres eigenen Herzen begreifen.

 Die menschlichen Sehnsüchte

Abraham Harold Maslow (1908-1970) war ein amerikanischer Psychologe, Psychiater und Philosoph. Er ist der Begründer der Humanistischen Psychologie. Er untersuchte die Hierarchie der menschlichen Bedürfnisse, ihre Motivationen, die Selbstverwirklichung. Man spricht von der Maslowschen Bedürfnispyramide.

Stellen Sie sich vor, dass ein Mensch vom Himmel  gefallen ist! Er ist allein in einer unbekannten Welt. Er hat nichts. Wofür wird er zuerst sorgen? Wahrscheinlich um die physiologischen Bedürfnisse: essen, trinken, Kleidung haben, Besitz haben und um seine sexuellen Bedürfnisse.  Wenn er das alles hat, wofür wird er sich dann interessieren? Vielleicht um  stabile Wohnverhältnisse, soziale Sicherheiten und um ein regelmäßiges Einkommen. Nun zieht dieser Mensch in eine neue Wohnung ein und  richtet sie gemütlich ein. Er  findet eine gut bezahlte Beschäftigung und beginnt zu arbeiten.   Was unternimmt er weiter? Er wird von der Gemeinschaft  angenommen, mit den Nachbarn wird er bekannt, er hat Freunde, Bekannte, eine Familie. Was wird ihn weiter interessieren? Vermutlich will er Anerkennung und einen guten Ruf. Er wird ein erfolgreicher, anerkannter, berühmter, einflussreicher Manager. Er hat ein schönes Haus, eine liebe Familie, er lebt ein reges gesellschaftliches Leben. Genügt das oder fehlt noch etwas?

Die Forderung nach Transzendenz, also das grundsätzlich Nicht-Erfahrbare, das sich der sinnlichen und geistigen Erkenntnis entzieht.  Gemeint ist da das Überschreiten der eigenen Grenzen und der Anteil an etwas Erhabenen, etwas Ewigen. Auch das sind Bedürfnisse des Lebens. Unsere Sehnsüchte verschieben sich während unseres Lebens hin zu etwas Höherem.

1. Physiologische Bedürfnisse

2. Das Bedürfnis der Sicherheit und Stabilität

3. Die sozialen Beziehungen

4. Die Anerkennung

5. Das Bedürfnis der Transzendenz

Die tiefe Bedeutung dieser Folge

Wir leben auf einer schönen Erde, die uns alles zur Befriedigung unserer Bedürfnisse bietet und sie zeugt so von der Schönheit und Freigiebigkeit des Schöpfers.

Die Kirche – Sie ist die Gemeinschaft der Menschen, die ihren Glauben leben, wo gegenseitige Liebe ist, wo die Menschen das Evangelium  hören, das uns die Kirche vermittelt. Der Glaube gibt uns notwendigen Mut und das richtige und gesunde Selbstbewusstsein, das nicht aus einer Waghalsigkeit quillt, sondern aus dem Vertrauen auf Gott, der uns liebt. In der Kraft des Glaubens, den wir in der Gemeinschaft der Kirche haben, wächst der Mut, den Weg   der Verwandlung anzutreten. Wir Menschen sind Söhne und Töchter Gottes.