Archiv für den Monat: Oktober 2013

Lk 13, 22–30

Lk 13, 22-30
Da fragte ihn einer: „Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Jesus sagte zu ihnen. Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen. Wir wissen, was Jesus damit sagen wollte. Was für eine Wirkung soll nun diese Lehre in uns hervorbringen? Werden alle Menschen verdammt werden? Nicht so. Es gibt manche, die wir sehen , und es gibt auch viele, die wir nicht sehen, die den schmalen Weg erwählen, der zum Himmel führt. Aber hat denn Gott so viele Menschen erschaffen, auf dass sie zugrunde gehen? Gott will ,dass alle selig werden. Er hört nicht auf, die Menschen zu erleuchten, zu warnen, zum Guten anzureizen. Verdammt werden diejenigen, die nicht selig werden wollen.

Nicht vom Zufall oder von der Laune eines Anderen hängt unser Los ab, das über unsere Ewigkeit entscheidet: Denn was der Mensch hier sät, das wird er dort ernten. Nicht also entmutigen sollen uns die Worte Christi, sondern aufmuntern, dass wir rüstig streben nach dem Ziele, das uns gesteckt ist, nach dem Kampfpreise, der uns verheißen ist.

31.Sonntag C Lk 19,1-10

Einleitung
Im Fernsehen sehen wir oft Besuche von verschiedenen Staatsmännern. Wir sehen die Ankunft Ihrer Flugzeuge, Ihr Willkommen oder Ihre Verabschiedung. Vielleicht wird uns nicht bewusst, wie alles zuvor vorbereitet ist. Wie alles vorher eingeübt ist. Wo ,wer, wird stehen, wer, wem, wann die Hand reicht, was wird gesagt werden. Mit einem Wort. Alles Zeremoniell ist vorher , nach dem verbildlichen Protokoll, einstudiert. Heute erzählt uns das Evangelium von Jesu Besuch in Jericho. Wir sehen, dass Jesus kein verbindliches Protokoll kennt. Er ist gekommen, um zu suchen und zu retten ,was verloren ist.
Predigt.
Im heutigen Evangelium tritt Zachäus auf. Wer ist Zachäus? Zachäus ist ein Zöllner. Er diente den Römern, und jedes Jahr musste er eine bestimmte Geldsumme an sie abliefern. Wie er die Geldsumme einkassieren wird, ist seine Sache. Er konnte die Menschen erpressen und von ihnen so viel verlangen, wie er wollte. Die Juden hielten die Zöllner für die Kollaborateure der Römer, für den Abschaum der Gesellschaft, für diejenigen, die ein anständiger Mensch nicht grüßte, die jeder Jude vermied. Und zu solch einem Menschen kam Jesus zu Besuch. Das war skandalös, ungeheuer. Als ob der Papst in eine katholische Stadt käme und dort nicht den Bischof, sondern einen öffentlichen Atheisten besuchen würde. Warum machte Jesus das? Das erfahren wir im Haus des Zachäus. Zachäus war sehr glücklich, dass Jesus zu ihm kam. Er denkt so. Alle hassen mich und schimpfen über mich. Nur Jesus sprach mich bei meinem Namen an und wollte bei mir Gast sein. Zachäus begegnet der Liebe. Von dieser Liebe entzündete sich in ihm der Funke der Menschlichkeit. Er rief. Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemandem zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Was sagen sie dazu? Ist das nicht ein Wunder? Ist es nicht ein größeres Wunder als damals, als Jesus dem Gelähmten sagte? Steh auf und geh. Was tut das, dass die ganze Stadt gegen seinen Besuch bei Zachäus revoltiert? Jesus freut sich darüber, dass das Heil in Zachäus’ Haus gekommen ist. Was geht davon für uns hervor? Was für eine Belehrung für unser Leben? Jesus zeigt uns heute, wie wir uns zu den Menschen benehmen sollen. Nicht nur den Guten, sondern auch den Bösen gegenüber. Wir würden uns falsch benehmen, wenn wir diesen bösen Menschen keine Liebe entgegenbringen. Wir verhalten uns nicht richtig, wenn wir diese Menschen verfluchen oder über sie schimpfen. Ein Beispiel. Der heilige Thomas von Aquin war ein großer Theologe aller Zeiten. Einmal hatte er einen offenen Disput über die menschliche Seele mit dem Philosophen Siger von Brabant. Der Disput fand an der Universität in Paris statt. Anwesend waren alle Professoren und Studenten . Siger von Brabant benutzte Beleidigungen und Ironie, um gegen Thomas eine ungünstige Atmosphäre zu schaffen. Thomas aber schimpfte nicht, beleidigte nicht, schmähte nicht. Er sprach ruhig und offenbarte seinem Gegner eine solche Liebe, dass er bei ihm die Gesinnung änderte. Thomas erlangte es nicht durch seine gelehrte Rede, sondern durch die ungewöhnliche Liebe, die er seinem Gegner erwies. Siger nahm zum Schluss die Thesen des heiligen Thomas auf. Großer Dante platzierte ihn in seiner göttlichen Komödie neben dem heiligen Thomas im Himmel. Daraus sehen wir, dass die Liebe das Wunder der Bekehrung bewirkt. Wenn wir unsere Gegner bekehren wollen, brauchen wir viel Liebe. Jesus gibt uns seine Liebe in der heiligen Kommunion. Es wäre ein Fehler, wenn die heilige Kommunion in uns die Zunahme der Liebe nicht bewirkt. Wie gut Jesus ist. Er kam, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Was für ein erheblicher Trost für uns alle.

 

Allerseelen 2013

Einleitung
Ein Herr betrat ein Leichenbestattungsunternehmen und fragte: „Welcher Sarg ist hochwertiger?“ Einer aus Metall oder einer aus Holz?“ Der Bestatter antwortete: „Ein Metallsarg hält länger, aber ein Holzsarg ist besser für die Gesundheit.“ Sarg und Gesundheit – das widerspricht sich ja: Für die Gesundheit brauchen wir doch keinen Sarg, und wenn wir einen Sarg benötigen, dann ist sie längst weg. Alter, Krankheit und Tod kann niemand verhindern. Wir Menschen sind da machtlos und kennen keine Lösung gegen den Tod. Was aber ist die Stellungnahme der Kirche dazu? Unser Glaube bekennt sich zur Auferstehung der Toten und zum ewigen Leben.
Predigt
In der Apostelgeschichte sagt Petrus: „Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt.“ Dafür sind wir Zeugen. Und an anderer Stelle sagt er: Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde. Die Christen haben die Auferstehung als Gottes aktives Handeln verstanden. Gott Vater stand zu seinem Sohn Jesus; er verließ ihn nicht, weil er sein ganzes Leben in seine Hände gelegt hatte.
Wo werden wir also nach dem Tode sein? Wir werden mit Gott verbunden sein. Aber diese Verbundenheit ist anders als auf der Erde. Heute gibt es schon die Möglichkeit, dass wir rasch mit anderen Menschen, sogar über den Ozean hinweg, kommunizieren können, durch das Telefon oder das Internet. Wir können auch im Gedanken miteinander verbunden sein. Also eine Verbindung ist nicht von der Entfernung abhängig. Bei Gott aber gibt es weder Raum noch Zeit, also ist eine andere Verbundenheit als die auf der Erde. Durch die Auferstehung erhält der Mensch einen verherrlichten Leib. Voraussetzung ist aber, dass wir an die Auferstehung glauben, schon hier, jetzt und heute. Durch sein Wort hat die Absicht, uns Jesus zu zeigen, was in unserem Leben wichtig und wesentlich ist, damit wir einmal die himmlische Herrlichkeit und die ewige Verbundenheit mit dem Vater erlangen.
Der Psychologe Carl Gustav Jung schrieb: Es ist wichtig, an eine Fortsetzung nach unserem irdischen Leben zu glauben. Wer denkt, mit dem Tod sei alles aus, der klammert sich zu sehr an das Leben auf Erden. Er sieht nur dies als Ziel seines Daseins und kann sich mit dem Tod nicht abfinden. Das Christentum sieht den Tod jedoch als Zusammentreffen mit Gott, der das Ziel unseres Lebens sein soll.
Folgende Geschichte hilft uns, an das Leben nach dem Tod zu glauben: Jerry war ein herausragender Fußballspieler in einer amerikanischen Liga. Er trainierte unermüdlich und versäumte kein Training. Der Trainer bewunderte sein eifriges Streben, ein talentierter Fußballer zu werden. Eines Tages aber kam Jerry zu seinem Trainer und sagte: „Mein Vater ist gestorben. Ich kann ein paar Tage nicht trainieren.“ Der Trainer antwortet: „Selbstverständlich, wir haben zwar am Samstag ein Ligaspiel, aber du musst nicht unbedingt dabei sein!“ Zwei Stunden vor dem Spiel war Jerry zurück und fragte den Trainer: „Kann ich spielen?“ Der Trainer bemühte sich jedoch, ihm zu erklären, dass er nicht spielen könne, und meinte: „Du trauerst doch um deinen Vater!“ Aber Jerry wollte unbedingt spielen und schließlich stimmte der Trainer zu. Es ist geschehen, was niemand erwartet hatte. Jerry spielte vorzüglich und war sogar maßgeblich am Sieg beteiligt. Am nächsten Tag schrieben alle Zeitungen über diese Sensation. Der Trainer fragte ihn: „Was ist passiert? Du hast noch nie so gut gespielt.“ Da antwortete er: „Wissen Sie, mein Vater war blind. Das war das erste Spiel, in dem mich mein Vater sehen konnte. Während seines irdischen Lebens konnte er mich nie spielen sehen. Jetzt aber kann er mich vom Himmel aus sehen. Wie nahe waren sich doch Sohn und Vater; sie liebten einander, und Jerry war immer bestrebt, damit sein Vater auf ihn stolz sein konnte.
So ist es auch mit Gott. Wenn wir glauben, dass er uns sieht und dass er uns liebt, dann bekommt unser Leben einen ganz anderen Sinn. Das Motto im Leben der Ordensgemeinschaft der Jesuiten lautet: „Alles zur größeren Ehre Gottes. Das kann uns Ansporn sein!

Lk 12,54–59

Der Glaube ist das Allererste, was wir brauchen, um selig zu werden. Wer an Gott nicht glaubt, kann ihn auch nicht lieben und wird die Gebote nicht halten. Ich will jetzt sagen, wie man gegen den Glauben sündigen kann. Welche Leute haben gegen den Glauben gesündigt? Die Hohepriester und die Pharisäer haben gegen den Glauben gesündigt. Wie denn? Sie wollten nicht glauben, dass Jesus der Sohn Gottes war und dass das, was er lehrte, wahr war. Wissen Sie, wie die Sünde heißt, die die Hohepriester und Pharisäer begangen haben? „Unglauben.“ Es gibt Menschen, die nicht glauben wollen, dass es einen Gott gibt. Woher kommt das meistens? Von einem sündhaft lebenden Leben. Die, die ein sündhaftes Leben führen, müssen sich vor der Strafe Gottes fürchten. Manche Menschen sind teilweise gläubig; sie glauben an Gott und an Jesus Christus, aber ihr Glaube ist nicht so stark, wie er sein sollte. Viele sind freilich unschuldig daran, ungläubig oder irreligiös zu sein. Sie haben vom wahren Glauben noch wenig oder gar nichts gehört. Wer aber aus eigener Schuld irrgläubig ist, begeht eine schwere Sünde. Die Pharisäer lebten nur für diese Welt; ihr Streben galt nur Ehre, Reichtum und Genuss. Frömmigkeit war ihnen nur Deckmantel ihres verdorbenen Herzens, Mittel, um andere zu täuschen und auszunützen. Sie gingen stets nach ihrem eigenen Kopf vor. Ihr Leben war kein Gottesdienst, sondern der Dienst eines Götzen, der sie selbst waren. Sie wollten nicht glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist. Gott aber hatte durch viele Wunder Zeugnis gegeben und Jesus selbst hatte sich deutlich genug darüber ausgesprochen. Wer aber seinen Glauben nur aus Fleisch und Blut, nur durch menschliche Mittel, nicht aus der Offenbarung holen wird, muss im Dunkeln bleiben, wie die Pharisäer.

Allerheiligen 2013

Einleitung.
In der Lesung aus der Offenbarung des Apostels Johannes heißt es, dass dieser folgende Vision hatte: Er sah den Himmel und in ihm eine gewaltige Menschenmenge vor dem Throne Gottes. Es war eine Schar aus allen Völkern, Stämmen und Sprachen. Niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen. Diese Palmzweige sollen zu unserer Belehrung die Zweige des Sieges symbolisieren. Das bedeutet, dass alle, die in den Himmel kommen werden, ihre Sünden besiegt haben.
Predigt
Wer ist im Himmel? Dazu einige Beispiele: Im Himmel ist der Schächer, der am Kreuz neben Jesus hing, jener, der dort aufhörte, seine Sünden zu lieben. Er hat sie in seinem Herzen besiegt. Jesus hat ihm daher gesagt: „Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Im Himmel ist auch der Apostel Petrus, der Jesus verleugnete, aber dann bitterlich weinte. Im Himmel ist der Apostel Paulus, der die Kirche verfolgte, aber sie dann bereute. Im Himmel ist der Zöllner Levi, der die Menschen erpresste, sich dann den Jüngern Jesu anschloss und Apostel und Evangelist wurde. Im Himmel ist aber auch jene zahllose Menschenmenge, die hier auf der Erde die Sünde besiegte. Das sind also jene, die im Himmel die Palmzweige des Sieges in den Händen halten. Der Sieg über die Sünde kann zweifach sein: repressiv und präventiv. Repressiv bedeutet, dass die Sünden in der Vergangenheit begangen wurden und es mit Gottes Hilfe gelungen ist, sie zu beseitigen, um Gott wieder seine Liebe zu zeigen und sich ihm hinzugeben. Präventiv bedeutet, dass man sich von vornherein bemüht hat, sich mit Gottes Hilfe vor Sünden zu schützen, und immer in der Liebe Gottes geblieben ist. In beiden Fällen wird man die Palmzweige des Sieges in der haben.
Ein tiefgläubiger Professor der Anthropologie kann uns Anweisungen und Ratschläge geben, wie der Sieg über die Sünde gelingen kann. Er sagt: „Der Mensch ist nicht fertig. Er hat eine Mission, eine Aufgabe. Er hat die Aufgabe, an seiner Vollendung mit Hilfe des Heiligen Geistes mitzuarbeiten. Damit der Mensch das kann, sandte Gott seinen Sohn Jesus Christus zu uns. Dieser zeigt dem Menschen, wie er auf der Erde leben soll. Jeder hat die Möglichkeit, heilig zu werden, indem er an Jesus Christus glaubt und ihm in seinem Leben nachfolgt.
Was meinen Sie? Ist das nicht etwas Wunderbares, heilig zu werden? Heute am Fest Allerheiligen danken wir Gott, dass er uns ermöglicht hat, die ewige Seligkeit zu gewinnen.
Ein Priester erzählte: Als ich 19 Jahre alt war, leistete ich meinen Militärdienst ab. Da war ich zum ersten Mal unter Menschen, die keinen Glauben hatten. Ich war der Einzige in meinem Zimmer, der am Sonntag zur Kirche ging. In dieser Situation begann ich zu zweifeln, denn meine Kameraden waren im Wesentlichen aufrichtig und gut, doch kümmerten sie sich nicht um Gott und die Kirche. Kann man denn ohne Glauben auch leben? Ich wurde allmählich auch ungläubig. In diese Dunkelheit hinein gab mir Gott aber ein Licht. Das war meine Tante Theresa. Sie war Krankenschwester, hat nie geheiratet und immer Menschen in ihren körperlichen oder seelischen Leiden geholfen. Als ich Urlaub bekam, besuchte ich meine Tante, die in einem kleinen Dorf unweit von Paris wohnte. Unterwegs schloss sich mir ein Vagabund an, und als wir zu einem Haus kamen, blieb er stehen und sagte zu mir: „Siehst du dieses Haus? Dort wohnt die wunderbarste Frau der Welt. Obwohl sie nicht viel hat, hilft sie doch jedem Menschen.“ Es war das Haus meiner Tante. In diesem Augenblick wurde mir klar, dass das meine Tante war, die den Vagabunden als den besten Menschen der Welt bezeichnet hatte. Und meine Tante war gläubig. Kann also ein Glaube falsch sein, der einem Menschen eine solche Kraft der Liebe gibt? So fand ich den Weg zum Glauben wieder. Solche Menschen, die so viel Liebe ausstrahlen und weitergeben, kann man als Heilige bezeichnen. Solche Beispiele einfacher Heiliger können uns auch auf dem Weg zum Himmel helfen.

30.Sonntag C Lk,18,9-14

Einleitung
Für Jesus ist es ein Herzensanliegen, dass wir ihm immer ähnlicher werden. Liebe Brüder und Schwestern. Im heutigen Evangelium hören wir das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner.
Vom Pharisäer und vom Zöllner. Jesus hat die Absicht, uns vor Hochmut, Stolz und der Verachtung anderer Menschen zu warnen und uns für Demut zu begeistern.
Predigt
Jesus stellt uns also zuerst einmal einen Pharisäer vor Augen, der vor Gott prahlt, weil er nicht so ist wie die anderen Menschen. Er ist kein Erpresser, kein Ungerechter, kein Ehebrecher. Er fastet zweimal die Woche und gibt dem Tempel den zehnten Teil seines gesamten Einkommens.
Ein geistlicher Schriftsteller lobt diesen Pharisäer sogar mit den Worten: „Wenn nur alle Christen so ein Leben führen würden.“ Aber Jesus lobt ihn nicht;  er verurteilt ihn sogar. Er verurteilt ihn, weil er auf seine guten Taten zu stolz ist, und die anderen Menschen werden verachtet.
Ein Zöllner aber bleibt ganz hinten stehen und wagt nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern er schlägt sich an die Brust und betet: „Gott, sei mir Sünder gnädig!
Durch diese Worte werden seine Sünden vergeben, denn er ist demütig. Der Pharisäer aber, der zwar richtig lebt, doch sehr auf sich selbst eingebildet ist, kehrt jedoch nicht als Gerechter nach Hause zurück. Warum ist Jesus’ Auftreten gegen den Hochmut so radikal? Die Antwort darauf klingt so: Der Hochmut ist ein Laster, der den Menschen vom Ziel ablenkt und den Sinn des menschlichen Lebens infrage stellt. Das Ziel des menschlichen Lebens ist Gottes- und Nächstenliebe. Der Hochmut macht die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen unmöglich.
Hochmut hat auch die Engel daran gehindert, Gott zu lieben. Sie stellten sich gegen Gott und wurden so in die Hölle geworfen. Hochmut hat auch die ersten Menschen daran gehindert, Gott zu lieben. Sie wollten wie Gott sein und wurden aus dem Paradies vertrieben.
Und Hochmut hindert auch die heutigen Menschen daran, an Gott zu glauben. Er führt von Gott weg. Der Hochmut ist ebenfalls ein Hindernis für die Nächstenliebe. Ein stolzer Mensch sieht nur sich selbst, seine Werte und Interessen, und dann ist er nicht fähig, andere Menschen zu lieben.
Dazu ein Beispiel aus der Geschichte: Der berühmte Maler Albrecht Dürer malte ein monumentales Wandbild für ein Ratsgebäude. Der Kaiser betrat mit einem adeligen Begleiter ganz leise das Gebäude, um nachzuschauen, wie weit die Arbeit des Künstlers bereits fortgeschritten war. Der Meister bemerkte es nicht, da er so sehr von seiner Arbeit eingenommen war. Der Kaiser sah plötzlich, dass die Leiter, auf der der Maler stand, sich gefährlich bewegte, wenn dieser, mit seinem Pinsel weit zur Seite gebeugt, malte. Da flüsterte er seinem Begleiter zu: „Halten Sie dem Maler die Leiter fest!“ Dieser
aber sagte zum Kaiser: „Kaiserliche Hoheit, das ist doch unvorstellbar, dass ein Adeliger die Leiter eines Malers hält!“ Da trat der Kaiser zur Leiter und hielt sie dem Maler fest. Erst nach einer Weile bemerkte es Albrecht Dürer und er hörte mit. Er hörte mit seiner Arbeit auf, stieg herunter und bedankte sich beim Kaiser für diese Ehre.
Der Kaiser sagte laut zu dem Adligen: „Hochmut verhindert, einem Nächsten einen Dienst zu erweisen!“ Das ist aber töricht. Ich könnte den Maler Albrecht Dürer in diesem Augenblick zu einem Adligen machen, aber ich kann von Hunderten Adeligen nicht einen einzigen zu einem so berühmten Maler wie Dürer machen. Schämen Sie sich wegen Ihres ekelhaften Hochmuts! Sie sollten lieber Sehnsucht nach Demut haben!“
Ich erinnere mich noch an eine Geschichte, die vom weltbekannten Philosophen Blaise Pascal erzählt wird. Er war ein anerkannter Wissenschaftler, aber auch ein tief gläubiger Christ. Einmal stellte ihm in einer Gesellschaft ein Spötter eine Frage: „Was braucht der Mensch am meisten, um ein vollkommener Mensch zu sein?“ Er erwartete, dass Pascal antworten würde: „Der Glaube“ – und hatte dann vor, ihn auszulachen. Pascal erahnte das und sagte zu ihm: „Am meisten braucht ein vollkommener Mensch die Demut. Ohne Demut werden wir weder Gott noch den Menschen gefallen.“ Ist das nicht eine schöne Aussage des weltbekannten Wissenschaftlers?
Noch eine wundervolle Aussage haben wir von Jesus: „Lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig!
Jesus weiß, wie schwierig es ist, den Hochmut zu überwinden, und er bietet uns daher seine Hilfe an. Jesus sagt: „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“
Der heilige Apostel Paulus bezeugte, dass es wirklich so sei. Er schrieb im Philipperbrief: „Ich vermag dies alles durch den, der mich stärkt. Ist das nicht ein schönes Gefühl, zu wissen, dass Jesus nur das Gute will? Nehmen wir das in unserem Herzen auf und lassen uns von der Demut begeistern!
Beten wir immer wieder: „Jesus, sanft und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen!“

Hl.Ursula

Ursula
Nicht nur am Ort ihres Todes, sondern in ganz Europa wird die heilige Ursula mit ihren 11 000 Jungfrauen verehrt. Ihr Kult lässt sich in Köln bereits im 5.Jahrhundert nachweisen. Eine Inschrift in der Kölner Ursula- Kirche berichtet, dass ein Mann namens Clematius an der Stelle, an der die Jungfrau den Tod erlitten, eine Kirche zu Ehren der Heiligen habe errichten lassen.
Am häufigsten wird Ursula umgeben von ihren Gefährtinnen mit einem Pfeil oder mit einer Palme in der Hand abgebildet. Manche Werke zeigen sie auch mit Kreuzfahne, Krone und mit einem Mantel, den sie über die Jungfrauen ausbreitet. Auch das Schiff ist eines ihrer Kennzeichen. Sie ist die Patronin Kölns und Delfts. Die Ursulinen, die Lehrerinnen , die Tuchhändler sowie mehrere Universitäten wählten sie zur Schutzpatronin. Angerufen wird sie für eine günstige Heirat, für einen guten Tod. Ihre Fürbitthilft auch gegen die Qualen des Fegefeuers.
Im 14 Jahrhundert wurde das Fest der heiligen Ursula in der römischen Kalender aufgenommen.

Ursula
Nicht nur am Ort ihres Todes, sondern in ganz Europa wird die heilige Ursula mit ihren 11 000 Jungfrauen verehrt. Ihr Kult lässt sich in Köln bereits im 5.Jahrhundert nachweisen. Eine Inschrift in der Kölner Ursula- Kirche berichtet, dass ein Mann namens Clematius an der Stelle, an der die Jungfrau den Tod erlitten, eine Kirche zu Ehren der Heiligen habe errichten lassen.
Am häufigsten wird Ursula umgeben von ihren Gefährtinnen mit einem Pfeil oder mit einer Palme in der Hand abgebildet. Manche Werke zeigen sie auch mit Kreuzfahne, Krone und mit einem Mantel, den sie über die Jungfrauen ausbreitet. Auch das Schiff ist eines ihrer Kennzeichen. Sie ist die Patronin Kölns und Delfts. Die Ursulinen, die Lehrerinnen , die Tuchhändler sowie mehrere Universitäten wählten sie zur Schutzpatronin. Angerufen wird sie für eine günstige Heirat, für einen guten Tod. Ihre Fürbitthilft auch gegen die Qualen des Fegefeuers.
Im 14 Jahrhundert wurde das Fest der heiligen Ursula in der römischen Kalender aufgenommen.

29.Sonntag C Lk 18,1-8

29.Sonntag C Lk 18 1-8
Einleitung
Das Gebet ist für einige eine Belastung, eine Last oder eine Bestrafung. Für viele Menschen ist das Gebet eine Pflicht und das ist auch nicht sehr angenehm. Dazu passt gut das heutige Evangelium, in dem Jesus uns zum Gebet ermuntert. Jesus verwendet dazu ein Gleichnis, in dem zwei Personen vorkommen – eine bittende Witwe und ein gottloser Richter. Die Witwe ist mit ihren ständigen und ausdauernden Bitten eigentlich sehr zudringlich. Jesus will, dass auch wir mit unseren Gebeten so ausdauernd sind. Wenn nun der gottlose Richter dieses ausdauernde Bitten der Witwe erhört hat, um so mehr findet unser Gebet Erhörung bei Gott. Jesus fordert uns also auf, dass wir ständig beten und in unserem Beten nicht nachlassen sollen.
Predigt
Wenn wir den Anforderungen Jesus in jeder Lage zu beten nachkommen wollen, müssen wir zuerst die Schwierigkeiten beseitigen, die wir beim Beten haben. Die erste Schwierigkeit ist – wir haben gebetet und unsere Gebete wurden nicht erhört. Da kommen so verschiedene Gedanken, wie etwas: Vielleicht haben wir nicht richtig gebetet.
Dazu ein Beispiel: Eine Tochter sagte: Ich werde für die Heilung meiner Mutter fünfmal ein Vaterunser beten. War das ein Gebet, das seine Wirkung hat? War das nicht nur ein Dahersagen eines Gebetes? Wenn Jesus gebetet hat, war er mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele bei seinem himmlischen Vater. In unseren Gebeten fehlt oft diese Beziehung zu Gott.
Andere wiederum halten das Gebet für ein magisches Hilfsmittel und sie meinen, Gott muss ihre Bitten erfüllen. Ich denke, dass in diesem Sinne nicht wenige Menschen zu Gott beten. Jeder will um die Erfüllung seines Wunsches bitten. Der eine bittet, dass die Sonne scheinen möge, der andere wiederum braucht Regen für seinen Garten, eine Frau will Wind haben, damit die Wäsche trocknet und wieder einem anderen ist es lieber, wenn es windstill ist. Können alle diese Gebete erhört werden? Das Gebet ist nämlich in Wirklichkeit nicht eine Vorgabe unseres persönlichen Wunsches zur prompten Erfüllung durch Gott.
Was das Gebet wirklich ist, sehen wir bei Jesus. Wie hat Jesus gebetet im Garten Getsemani: Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir. Aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Jesus verlangte also nicht, dass sein Gebet unbedingt erfüllt werde. Und wurde sein Gebet erhört? Ja, freilich, aber Jesu Gebet wurde den Willen des Vaters entsprechend erhört. Der Wille des Vaters war, dass Jesus uns Menschen seine größte Liebe zeigte, indem er zu unserer Erlösung am Kreuze starb. Wenn wir also nach dem Beispiel Jesu zu beten lernen, wird unser Gebet erhört, aber den Willen Gottes entsprechend. Sein Wille ist ausschlaggebend.
Um noch einmal auf die Tochter, die für die Genesung ihrer Tochter betet, zurückzukommen, so würde es nach dem Beispiel Jesus so lauten: Vater, wenn du willst, heile meine Mutter, aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen. Vielleicht ist es der Wille Gottes, dass die Mutter gesund wird, aber es kann auch der Wille Gottes sein, dass sie krank bleibt und ihre Krankheit zur innigeren Verbindung mit Gott führt. Auch wenn die Mutter nicht geheilt wird, hat Gott das Gebet der Tochter erhört, weil die Hinwendung der Mutter zu Gott ein viel größerer Wert ist als der ihrer Genesung.
Aber damit haben sicherlich so manche Schwierigkeiten und fragen sich: Wozu soll ich dann beten? Gottes Wille erfüllt sich doch auch ohne mein Gebet. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, dass Gottes Wille erfüllt wird ohne unser Gebet. Unser Wille braucht nämlich das Gebet, damit wir den Willen des Vaters verstehen können, der klüger ist als unser Wille. Sein Wille ist der, der für uns nützlich ist. Wir beten darum auch beim Vaterunser: Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Nur durch das Gebet wird uns der Wille Gottes verständlich.
Ein weiterer Gedanke: Ist es möglich, dass Gott jedes Gebet registriert, wo doch Millionen Menschen ihr Gebet – und manchmal gleichzeitig – an ihn richten? Belastet oder überlastet das Gott nicht? Vielleicht entstehen solche Gedanken daraus, dass manche sich Gott als einen alten Greis vorstellen. Lösen wir uns von dieser Vorstellung! Dazu ein Beispiel aus der Natur: Es ist ein schöner sommerlicher Mittag, die Sonne scheint auf die Pflanzen, auf jeden Strauch und jeden Baum, damit alle genug Wärme und Licht haben, um wachsen können und alle bekommen so viel Energie, wie sie brauchen. Und wie viele Pflanzen, Blumen und Bäume gibt es doch auf der Erde! Und wenn es noch abertausendmal mehr wären, würde die Sonne ihnen geben, was sie brauchen. Das ist ein herrliches Bild für den himmlischen Vater. Er kann mit seiner übergroßen Liebe alle Gebete zu unserem Heil, zu unserem Glück erfüllen.
Der Heilige Johannes Christostomos sagte: Wenn du mit dem Beten aufhörst, machst du dasselbe, als wenn du einen Fisch aus dem Wasser herausnimmst. So wichtig wie für den Fisch das Wasser ist, so ist also für uns Christen das Gebet. Der Heilige Augustinus sagte: Das Gebet ist so notwendig wie das Atmen. Ein geistlicher Schriftsteller Pater Ravignan sagte: Aus meiner dreißigjährigen Erfahrung weiß ich, dass alle Enttäuschungen, Verzweiflungen und Untugenden eine Ursache haben, nämlich dass man aufgehört hat, zu beten. Ich denke mit diesen Beispielen ist Ihnen bewusst geworden, warum Jesus uns zum Gebet auffordert. Wenn wir uns durch das Gebet mit Gott verbinden, erneuern wir unsere Beziehung zu ihm und das ist wichtiger als die Erfüllung eines kurzsichtigen Wunsches.
Abschließen möchte ich noch mit einer kurzen Begebenheit: Vor dem ersten Weltkrieg wurde der Autofahrer Borgesse durch eine Autofahrt von Paris nach Peking berühmt. Diese Strecke von 16ooo km hatte er in zwei Monaten geschafft, wobei er die Wüste Gobi durchfahren musste. Dazu brauchte er alleine viele Tage und in dieser Wüste war so viel wie nichts. Endlich kam er dann zu einem Telegrafenamt, von wo er ein Telegramm nach London schickte. Als er dieses Telegramm aufgab, fragte er: Ist das heute das erste Telegramm, das verschickt wird? Die Antwort darauf: Nein, es ist auch nicht das erste Telegramm in diesem Jahr. Es ist das erste Telegramm seit dem Bau des Amtes und das ist schon 6 Jahre her. Borgesse war erstaunt und meinte: 6 Jahre und niemand hat die Möglichkeit genützt, ein Telegramm zu schicken, sich mit der Welt zu verbinden.
Sicherlich wollen wir nicht, dass es uns genau so ergeht und wir die Möglichkeit nicht nützen, uns durch das Gebet mit Gott zu verbinden. Jesus, du forderst uns auf zu beten und du weißt warum! Du liebst uns und du weißt, dass das Gebet für uns wichtig ist. Hilf uns, dass wir lernen, gerne zu beten!

Hl.Lukas Evangelist

Lukas, Evangelist
Der heilige Lukas war aus Antiochia, der Hauptstadt von Syrien gebürtig. In dieser Stadt , die wegen ihrer Schulanstalten in ganz Asien berühmt war, machte er seine Studien. Sein Hang trieb ihn vorzüglich zur Erlernung der Arzneiwissenschaft.. Nach seiner Bekehrung zum Christentum war er sehr oft ein Reisegesellschafter des berühmten Völkerapostels Paulus, wie dieses aus mehreren Briefen desselben hervorgeht, wo er den heiligen Lukas ausdrücklich einen Arzt nennt. Aber nicht nur in der Arzneikunde war der heilige Lukas bewandert. Sondern auch , wie man viele Ursache zu glauben hat, in der Malerkunst. Die Legende berichtet, dass der Kaiserin Pulcheria ein Bildnis der seligsten Jungfrau Maria, gemalt von dem heiligen Lukas, von Jerusalem aus zugeschickt worden sei und dass diese gottesfürchtige Fürstin dasselbe in einer Kirche aufgestellt habe, die sie zu Konstantinopol hatte erbauen lassen. Der heilige Lukas hat mehrere Gemälde von Jesus hinterlassen. In einem Buch kann man nachstehendes Urteil über die Malereien des heiligen Lukas lesen. Vorzüglich habe er die Bilder des Herrn , der Mutter Gottes, dann der Apostelfürsten Petrus und Paulus gemalt. Als Paulus nebst dem heiligen Lukas vom Jerusalem durch den Landpfleger Felix zum Kaiser Nero nach Rom geschickt wurden, trieb sie unter anderen ein Sturm auf die Insel Malta , wo sie sich drei Monate aufhielten. In dieser Zeit soll Lukas drei Marienbilder verfertigt haben, welche noch heutigen Tagen in großen Ehren gehalten werden. Man sagt: Lukas habe das erste Bildnis der heiligen Gottesgebärerin unseres Herrn Jesus Christus auf dem Arme tragend gemalt und überdies noch zwei andere Bilder. Und als der Apostel sie der Mutter des Herrn gezeigt und angefragt habe, ob ihr dieses angenehm sei habe sie geantwortet. Die Gnade dessen, der aus mir geboren worden sei mit ihnen. Ebenso habe er auch die Bildnisse der heiligen Apostelfürsten gemalt; worauf denn dieser fromme Gebrauch in der ganzen Welt eingeführt worden sei.
Der heilige Lukas ist der Patron der Maler. Als Zunft waren die Maler in den Lukas Gilden zusammengeschlossen. 1809ngriffen die Maler Pforr und Overbeck in Rom nochmals diese Tradition auf und gründeten den bund der Lukasbrüder.

28.Sonntag C Lk 17,11-19

28.Sonntag C Lk 17,11-19

Einleitung.
In einem Witz heißt es, dass die Wissenschaftler darauf kamen, wie man aus Lehm einen Menschen formen kann. Sie teilten Gott diese Neuigkeit mit. Sie sagten zu ihm:
„Wir können aus Lehm einen Menschen machen.“ Gott sagte zu ihnen: „Na, dann zeigt mir, wie das geht!“ So begannen sie, aus Lehm einen Menschen zu formen. Gott aber unterbrach sie: „Macht ihr den Menschen aus eurem eigenen Lehm?“
Manchmal denken wir, dass wir auch das bewältigen können, was Angelegenheit des Schöpfers ist. Was wir können, ist nicht Schöpfung sondern Umgestaltung. Wir nehmen Sauerstoff, Kohlenstoff, Natrium, Kalium, Kalzium und andere Urstoffe. Wir mischen sie und es entsteht etwas Neues. Wir erzeugen aber diese Urstoffe nicht selber, das ist Sache des Schöpfers. Es gibt immer zwei Möglichkeiten: Der Mensch sagt: Ich mache das allein, ohne Gott oder: Ich stelle Gott an den ersten Platz und erkenne, dass ich auf Gott angewiesen bin.
Das heutige Evangelium erzählt von 10 Geheilten, die verschieden reagieren.

Predigt.
Wir wollen zuerst einmal die geographischen Zusammenhänge beachten. Die Israeliten und die Samaritaner lebten nebeneinander. Es gab zwischen ihnen immer wieder Rivalität und manchmal auch Hass. Wenn aber jemand krank war, dann mussten beide in ein gemeinsames Lager gehen. Dort gab es keine Unterschiede zwischen Israeliten und Samaritaner. Krankheiten verwischen gesellschaftliche und religiöse Unterschiede. Das ist heute noch genau so. Konflikte und Zorn in der Nachbarschaft verlieren ihre Bedeutung, wenn man ins Krankenhaus muss und Bett an Bett liegt. In der Krankheit beginnt der Mensch nachzudenken. Jeder fühlt seine Abhängigkeit von Gott. Man wird empfänglicher für die Grundfragen: Warum muss ich leiden? Was ist der Sinn meines Lebens? Wohin gehe ich?
Bei der Heilung der Aussätzigen im heutigen Evangelium ist besonders auch der Glaube maßgeblich. Die Aussätzigen durften sich nicht den anderen Menschen nähern. So schrien sie von weitem Jesus zu: Meister, hab Erbarmen mit uns! Jesus half ihnen, aber es war nicht sofort sichtbar für sie. Er sagte zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Bei dieser Aufforderung waren sie noch nicht gesund, sie blieben wie sie waren mit ihren Wunden und Verbänden. Sie mussten sich nun entscheiden: Gehen wir zu den Priestern oder nicht? Sich den Priestern zu zeigen, bedeutete für sie eine große Herausforderung. Wenn sie dort mit ihrem Aussatz hinkommen, dann werden sie verjagt. Sie mussten also glauben, Jesus habe sie gesund gemacht. Das ist also ein Akt des Glaubens und des Vertrauens in Jesus. Sie anerkennen also, dass ihre Gesundheit von Jesus abhängig ist.
Aber da gibt es dann noch eine weitere interessante Sache. Das ist der Unterschied zwischen dem dankbaren Samariter und den übrigen Geheilten. Alle wurden geheilt, aber nur einer war dankbar. Die anderen 9 gingen heim und sagten vermutlich zu ihrer Frau: „Stell dir vor, ich bin gesund!“ Der dankbare Samariter sagte aber, als er heimkam: „Stell dir vor, Jesus hat mich geheilt!“ Er stellt Gott an die erste Stelle und so ist seine Ausdrucksweise anders.
Aus dem heutigen Evangelium können wir auch Folgerungen für unser Leben ziehen.
Wir können uns entscheiden, ob wir selbst am wichtigsten sind oder ob Gott der wichtigste ist. Ohne Segen Gottes ist nämlich unser Bemühen vergeblich. Unser Glaube ist gut und richtig, wenn wir Gott die erste Stelle in unserem Leben einräumen. Heute wird sehr wenig über Dankbarkeit gesprochen. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir von Gott abhängig sind, denn alles ist Gabe Gottes. Vergessen wir nicht, Gott immer wieder zu danken!

Dionysius und seine Gefährten

Dionysius und seine Gefährten
Gregor von Tours berichtet in seiner ,, Historia Francorum“, dass Dionysius mit sechs anderen Bischöfen von Papst Fabian um 250 beauftrag wurde, in Gallien das Evangelium zu verkünden. Er organisierte in der damals noch völlig unbedeutenden Stadt Lutetia Parisiorum /dem heutigen Paris/ das kirchliche Leben.
Entweder in der Christenverfolgung des Kaisers Decius oder unter Valerian erlitt er zusammen mit dem Diakon Rusticus und dem Presbyter Eleutherius den Märtyrertod durch das Schwert.
Zahlreiche Darstellungen zeigen ihn als Bischof gekleidet und sein Haupt in den Händen haltend. Der Legende nach soll er seinen abgeschlagenen Kopf selbst von der Richtstätte bis zu seiner Begräbnisstätte, Saint Denis getragen habe. Vornehmlich wird er in Frankreich verehrt. Aber auch einige deutsche und Schweitzer Städte wie Diessenhofen, Eßling und Regensburg erwählen den heiligen Bischof zu ihrem Patron.
Der heilige Bischof Dionysius ist einer der Vierzehn Nothelfer und wird gegen Kopfschmerzen angerufen. Außerdem leistet er Beistand im Kampf und ist Schutzheiliger Schützen.

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz

Gedenktag Unserer lieben vom Rosenkranz
Dem heiligen Dominikus verdanken wir sehr wahrscheinlich die allgemeine Ausbreitung des heiligen Rosenkranzes, der vermöge seines Inhaltes tauglich zum Unterrichte, als wegen des Wohlgefallens, das Maria an ihm hat, wirksam ist, ihren Schutz uns zu sichern. Das Gebet des Rosenkranzes betete Päpste, Bischöfe, Kaiser, Feldherren und andere. Bald erhoben sich zur Ehre Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz Kirchen und Kapellen, Bruderschaften wurden eingeführt und Maria wurde wieder weit allgemeiner gepriesen. Sie zeigte sich dafür aber auch auf wunderbare Weise erkenntlich. Ihr-Maria werden auch die Siege der Christen über die Türken bei Lepanto 1579 und bei Belgrad 1715 zu geschrieben. Wegen dieser beiden Siege, welche erfochten wurden, bekam das schon früher eingeführte Rosenkranzfest den Namen Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Die Feier dieses Tages ermuntert alle Gläubigen unter Leitung der Heiligen Jungfrau Maria die Geheimnisse Christi zu betrachten.
Auch der Orden des heiligen Franz von Assisi wurde von seinem Stifter dem Besonderen Schutze Maria anempfehlen und zur beständigen Verehrung der erhabenen Schutzfrau durch das Beispiel des heiligem Patriarchen verpflichtet, wie sich auch in ihm die größten Verehrer Mariä erhoben z.B. der heilige Bonaventura, der heilige Bernardin von Siena et se tera
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27.Sonntag C Lk 17,5-10

27.Sonntag im Jahreskreis C , Lk 17, 5-10

Einleitung

Heute gibt es viele Bücher, die uns ihre Gedanken und Betrachtungen über das Leben

anbieten und doch das genügt uns nicht. Wir sind Christen und wir wollen hören, welche

Belehrung Christus für unser Leben hat. Im heutigen Evangelium gibt uns Jesus eine

wichtige Belehrung über den Glauben, der Sinn für unser Leben hat. Jesus spricht speziell

die damaligen Pharisäer an, die meinten, dass sie durch ihren Glauben Gott eine besondere

Wohltat und Gnade erwiesen haben. Sie beanspruchten dafür Lob und Belohnung. Ihr Glaube

war aber sehr von der Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften geprägt.

Predigt

Jesus lehnte eine solche Auffassung des Glaubens, wie sie die Pharisäer hatten, ab. Er

sagte, dass der Glaube in der äußerlichen Einhaltung der verschiedenen Vorschriften nicht

liegen kann. Glaube muss eine innerliche Beziehung zu Gott sein. Jesus belehrt uns, dass der

Glaube für uns eine große Wohltat ist. Heute macht uns Jesus mit dem bedeutenden Nutzen

des Glaubens bekannt. Jesus sagt zu uns: „Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie

ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen. Heb dich samt deinen

Wurzeln aus dem Boden und verpflanz dich ins Meer und er würde euch gehorchen.“

Auch der Evangelist Matthäus schreibt in seinem Evangelium über den Glauben: „Als Jesus

weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids.

Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen.

Glaubt ihr dass ich euch helfen kann? Sie antworteten. Ja, Herr. Darauf berührte er

ihre Augen und sagte. Was ihr geglaubt habt, so soll es geschehen. Da wurden ihre

Augen geöffnet.“ An diesen beiden biblischen Beispielen sehen wir, dass der Glaube eine

große, fast unglaubliche Kraft hat. Ist das nicht eine unglaubliche Kraft, wenn sich auf

unseren Befehl hin ein Berg von selbst erheben würde und ins Meer stürze? Vielleicht werden

sie sagen, dass das ein Aberglaube ist. Nein, das ist die Wahrheit.

Diese Wahrheit bezeugt auch der Philosoph und Psychologe Joseph Murphy, der erst

1981 starb und der Bücher in Millionenauflage herausgegeben hat. Er schrieb, dass

das, was man im Bewusstsein fest glaubt, sich im Unterbewusstsein verwirklicht. Sein

psychologischer Grundsatz lautet: „Das Bewusstein ist die Quelle jeder bewussten Tätigkeit.

Das Unterbewusstsein ist die Quelle unbewusster, instinktiver Bildungskraft, die in uns bei

Tag und Nacht tätig ist.“

In unser Unterbewusstsein sind von Gott die bewundernswerten Kräfte eingelegt worden, um

unser Leben zu erhalten. Es sind dort auch die sogenannten heilenden Kräfte. Diese Kräfte

können durch unseren Willen nicht tätig werden, sondern nur durch den Glauben – aber nicht

durch einen beliebigen Glauben. Dieser Glaube muss ein lebendiges Vertrauen in Gott haben,

er muss eine lebendige Beziehung zu Gott sein. Erst dann ist der Glaube fähig, die heilenden

Kräfte durch Gott in unser Bewusstsein zu aktivieren, also in Betrieb zu setzen und in uns die

Genesung zu bewirken, obwohl es menschlich unmöglich scheint. Professor Murphy bezeugt

das durch viele Beispiele. Er selbst hatte eine unangenehme, unheilbare Hauterkrankung.

Die Ärzte wussten nicht, wie sie seine Krankheit heilen sollen. Sein Gesundzustand wurde

von Tag zu Tag schlechter. Ein Priester sagte zu ihm: „Herr Professor, denken Sie nach.

Der Uhrmacher, der die Uhr konstruierte, weiß sie auch zu reparieren. Gott rüstete Ihr Unter-
bewusstsein mit der Kraft aus, die Ihr Körper braucht. Diese Kraft regelt den Herzschlag

und auch den Blutkreislauf, die Verdauung und den Stoffwechsel. Ihr Unterbewusstsein kann

mit derselben Kraft auch Ihren kranken Leib heilen. Ich rate ihnen: „Verlebendigen Sie ihren

Glauben durch das tägliche innige Gebet.“ Der Professor gehorchte. Er formulierte ein Gebet,

das mit den Worten endete: „Gott, du hast in mein Unterbewusstsein wunderbaren Kräfte

eingelegt. Ich bin dafür sehr dankbar. Ich glaube, dass du mich durch diese Kräften heilen

wirst.“ Er betete dieses Gebet dreimal täglich ganz innig und er wurde nach zwei Monaten

gesund. Er sagte: „Ich habe nur die Gültigkeit dieser Wahrheit ausprobiert. Ich machte nichts

anderes als mit diesem Gebet die Kräfte meines Unterbewusstseins zu wecken“.

Sie sehen also, welch große Bedeutung der Glaube für unser Leben hat. Jesus belehrt uns

im heutigen Evangelium über die große Macht des Glaubens. Beten wir für den Glauben

wie die Apostel: „ Herr, stärke unseren Glauben, damit sich an uns die Worte Jesus erfüllen

können: „Dein Glaube hat dir geholfen“ und führe uns zur Fülle des ewigen Lebens.

Die Armut

Christus war so arm, dass er nichts hatte,um sein Haupt daraufzulegen. Er wurde aus Liebe zu uns so arm, obwohl er unumschränkter Herr und Eigentümer des Weltalls ist. Im 2. Korintherbrief Kap.8 Vers heißt es:,, Denn ihr wisst, was Jesus Christus, unser Herr, in seiner Liebe getan hat; Er der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen,“ Schon dieses Beispiel Christi müsste uns dazu bewegen, uns der Armut ernst zu nehmen. Die Armut gehört außerdem noch zu den vorzüglichen christlichen Tugenden, weshalb wir ganz notwendig, danach zu streben.
Die Armut ist
I. Eine vornehme christliche Tugend.
Armut ist von den Weltmenschen verachtet und gefürchtet. Aber das kommt daher, weil man ihren Wert nicht erkennt. Es gibt nicht viel , die man so sehr schätzen sollte als die Armut Sie ist
a/ ein verborgener Schatz, der nur auf Erden gefunden wird. Dazu Mt 19,27-29/: ,, Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen. Jesus erwiderte ihnen; Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron, der der Herrlichkeit setzt , werdet ihr , die mir nachgefolgt seid ,auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder ,der um meines Namens willen Häuser oder Brüder , Schwester, Vater, Mutter ,Kinder, Äcker verlassen hat , wird dafür Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen“ Jesus konnte sich im Himmel schon aller Schätze rühmen , aber er lebte auf der Erde in Armut. Von seinem Eintritt in die Welt bis zu seinem Tod erkennen wir sein Bemühen um die Übung der Armut. Er lebte bei armen Eltern, in eine arme Heimat,übte vor seinem öffentlichen Auftreten ein bescheidendes Handwerk als Zimmermann aus und erwählte arme Apostel in seinen Dienst. Wie hoch muss Jesus die Tugend der Armut geschätzt haben
b/ eine kostbare Perle, für die wir den Himmel erworben können. Christus versprach denjenigen, welche auf Erden die Armut üben, die Seligkeit und den Besitz des Himmelreichs. In Mt 5,3 heißt es ,, Selig die Armen sind vor Gott ; denen ihrer ist das Himmelreich“ . Welchen Wert müsste doch die Tugend in unseren Augen haben, wenn wir hören , welch großer Lohn uns versprochen ist!. Und doch haben wir so wenige Verlangen nach ihr. Wir lassen uns irreleiten von den Grundsätzen der Welt, die diese nicht achtet, sondern immer nur das Geld. Wie weit ist man da entfernt von der wahren christlichen Gesinnung. Die gottgefällige Armut ist auch deshalb so kostbar, weil durch sie unsere Herzen von der Sünde bewahrt und uns tugendhaft macht.
Die Armut ist überdies
II. eine unentbehrliche christliche Tugend.
Zur Armut ist verpflichtet
a/ jeder Christ,egal welchen Beruf er ausführt. Immer sollte man Nachfolger des armen Christus sein. Jeder hat ausdrückliche Gebot zu befolgen, Sie sagen uns ,dass wir mit der Welt sorgsam umgehen sollen, dass wir nicht unser Herz an die Dinge der Welt hängen sollen, alle Güter der Erde so gebrauchen sollen, dass alle davon haben und wir sollen kein unmäßiges Verlangen nach Reichtum haben. Da wird aber nicht gelingen ohne die Tugend der Armut. Jeder Getaufte sollte die Armut wenigstens im niedersten Grade leben. Er sollte uns immer wieder bewusst sein, dass ein Reicher nur schwer ins Himmelreich eingehen kann. Wir sollten uns, wo wir doch nur so kurz hier sind, nicht der Gefahr aussetzen, in der Ewigkeit Mangel zu erleiden. Zur Armut ist verpflichtet
b/ besonders jene, die ein Gelübde als Nonne oder Mönch besitzen, Ohne Erlaubnis des Ordens Oberen dürfen sie kein Eigentum besitzen, also über nichts verfügen. Das Herz muss frei sein von der Anhänglichkeit von irgendetwas. Sie sollen immer darauf achten, niemals über den Mangel murren und auch nicht mit gierigen Herzen nach den Gütern der Welt verlangen. Alle sollten öfter an die Verpflichtung zur Armut denken , jeder seinem Stand  müssen immer und in allem die Armut leben und sich glücklich schätzen nichts zu besitzen sich mit gierigem Herzen nach den Gütern der Welten zu verlangen. Alle sollten öfter an die Verpflichtung zur Armut denken , jeder seinem Stande gemäß und dieser Verpflichtung auch nachkommen.

Franz von Assisi

Franz von Assisi
Um 1182 wurde dem reichen Tuchhändler Piero Bernadone ein Sohn geboren. Dieser erhielt bei der Taufe den Namen Johannes. Sein Vater nannte ihn aber wegen seiner Vorliebe für das französische Ritterleben ,, Francesco /Französlein/ .
Während der Kämpfe zwischen den Städten Assisi und Perugia, an denen er teilnahm, wurde er gefangengenommen und erst nach einjähriger Haft entlassen. In Haft und schwerer Krankheit änderte er seine Einstellung zum Leben. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit dem Vater konnte er sich als Einsiedler zurückziehen.
In dieser Zeit vernahm er in Gebeten und Visionen seinen Auftrag, die Lebensform Christi und seiner Apostel konsequent nachvollziehen. Armut, Nächstenliebe und Predigt prägten nun sein Leben das seiner Gefährten. Auch später als die wachssende Gemeinschaft eine regel notwendig machte, wurden dem Gebot der radikalen Nachfolge Christi nur einige zusätzliche Bestimmungen hinzugefügt.
Für die heilige Klara stiftete Franziskus 1212 den sogenannten,, Zweiten Orden“ den Frauenorden der Franziskanerinnen, auch Klarissen genannt. Für Weltleute, die eine christliche Lebensführung erstrebten, ohne in einen Orden eintreten zu wollen schuf er 1221 den ,, den Dritten Orden“, die Tertiarer.
Den missionarischen Auftrag des Evangeliums erfüllend, predigte er in Italien, Südfrankreich, Spanien und Ägypten. Franziskus wollte die Nachfolge Christi radikal verwirklichen. Das hieß für ihn auch dem leidenden Jesus ähnlich zu werden.
Auf dem Berg La Verna hatte er eine Erscheinung. Der gekreuzigte in Gestslt eines Seraphim , von sechs Flügeln bedeckt, neigte sich zu ihm und prägte ihm die Wundmale an Händen, Füßen und der Seite an. Franziskus wurde ein ,, Abbild der des Gekreuzigten“.
Er starb am 3.Oktober 1226 in Portiuncula bei Assisi.