Archiv für den Monat: Dezember 2016

Hochfest der Gottesmutter Maria A Lk 2,16-21

Neujahr 2017  Gott zu haben ist wichtig!

Einführung

Unsere leibliche Mutter hat uns das Leben geschenkt, das nun 70, 80 oder 90 Jahre dauern wird. Wir würden uns aber auch eine Gebärerin wünschen, die uns ein Leben für die Ewigkeit schenkt. Doch dazu hat Gott seinen Sohn Jesus in die Welt gesandt. Maria hat er zur Gottesgebärerin auserwählt – auf Griechisch heißt sie Theotokos.  Wir brauchen Jesus und die Gottesmutter Maria für unser irdisches Leben und die Erlangung des ewigen Lebens.

Predigt

Am Neujahrstag feiern wir, dass Jesus durch Maria, die Jungfrau, Mensch wurde. Dadurch wurde sie zur Gottesgebärerin.  Gott hat dies für uns getan und damit wird sie auch für uns zur Gebärerin des ewigen Lebens. Manche stellen sich vielleicht die Frage, ob die Geburt Jesu, die aus der Jungfrau Maria hervorging und den Heiligen Geist empfangen hat, nicht eine Legende ist – ebenso wie die Tatsache, dass Gott in Jesus in Zeit und Raum lebte. Die Evangelien berichten jedoch von einem konkreten historischen Ereignis.  Im Lukasevangelium heißt es: „Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: ‚Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.‘“ Sie eilten hin und fanden Maria, Josef und das Kind, das in der Krippe lag.“

Eine weitere Frage, die manche beschäftigt, lautet: Wie ist es möglich, dass unser zeitliches Leben in ein ewiges Leben verwandelt werden kann? Wenn uns nach unserem irdischen Leben nichts erwartet, stellt sich mir die Frage, welchen Sinn unser ganzes Leben hat.

Zum Jahreswechsel wird uns immer besonders bewusst, dass Menschen sterben und neue Menschen geboren werden. Wir können staunen, wie schnell die Zeit vergeht und wie sich alles verändert. Wenn wir an Gott glauben, bedeutet das für uns keinen Untergang und keine Bedeutungslosigkeit, sondern Aufschwung und Freude.  Dazu schenkt uns Gott Kraft und Hoffnung. Wir werden verwandelt, wenn wir hier auf der Erde brüderlich und freundlich leben. Maria, die Gottesgebärerin, hilft uns dabei, und Gott schenkt uns durch Jesus Christus seine Liebe, die wir Tag für Tag weitergeben sollen. Dann werden wir mit Freude in die Herrlichkeit Gottes eingehen.

Eine Geschichte erzählt davon, ob ein Mensch sich brüderlich benimmt oder nicht:

In einem Zinshaus hörte man im Aufzug eine Glocke läuten. Ein Mann ging vorbei und dachte: „Gewiss spielen wieder Kinder und betätigen dabei die Glocke.” Dann hörte er jedoch, wie jemand an die Lifttür klopfte und eine Männerstimme rief: „Ist hier jemand? Bitte, helfen Sie mir! Ich bin im Lift eingesperrt.“ Er ging weiter und erzählte es seiner Frau. Sie fragte: „War das jemand aus unserem Haus?” Der Mann antwortete: „Das weiß ich nicht. Er hat sich nicht vorgestellt.“ Die Frau meinte: „Hättest du ihm nicht helfen sollen?” „Warum gerade ich? Es können doch auch andere helfen“, erwiderte der Mann. Daraufhin war die Frau entsetzt und sagte: „Vielleicht sind alle anderen Menschen so teilnahmslos wie du?” Da meinte er: „Sicher hilft ihm jemand?” Die Frau antwortete: „Na, wir werden sehen. Es ist schlimm, du denkst immer nur an dich selbst!“ Nach dem Abendessen ging der Mann mit dem Mistkübel hinunter, um ihn zu entleeren. Seine Gedanken waren beim Vorfall mit dem Aufzug, und er fragte sich: „Ist dieser Mensch wohl noch im Aufzug?” Als er am Aufzug vorbeiging, hörte er eine laute Stimme: „Bitte, helfen Sie mir!” Der Mann ging jedoch wieder vorbei und berichtete seiner Frau: „Bis jetzt hat niemand geholfen, aber es wird sicher noch jemand kommen!“ Eine Weile später klopfte jemand an die Tür der beiden. Der Mann öffnete, und vor der Tür stand sein alter Freund. Er sagte zu ihm: „Schön, dass du kommst. Sei herzlich willkommen!” Der Freund antwortete: „Du hast mir einmal gesagt, wo du wohnst. Da ich gerade an diesem Haus vorbeiging, wollte ich dich besuchen. Aber in diesem Haus wohnen sonderbare Menschen. Ich blieb im Aufzug stecken und niemand half mir!” In großer Verlegenheit sagte der Mann nun zu seinem Freund: „Du warst im Aufzug eingesperrt? Ich habe gar nichts davon gehört, denn mein Radio spielte sehr laut.“ Am liebsten wäre er in den Erdboden verschwunden, so sehr schämte er sich dafür, dass er nicht geholfen hatte. Dann ging er in die Küche und holte Wein und Gläser. Da betrat seine Frau das Zimmer, begrüßte den Freund und sagte: „Schön, dass Sie uns besuchen.“ Haben Sie im Treppenhaus gehört, dass jemand im Aufzug festsitzt und laut klopft? Wir hören nämlich schon seit einer Stunde, wie er um Hilfe ruft.“ Wie unangenehm muss diese Aussage für alle Beteiligten gewesen sein!

Diese Geschichte ist eigentlich ein Beweis dafür, mit welcher Gleichgültigkeit manche Menschen durchs Leben gehen. Niemand hat aber die Gewissheit, dass er nicht einmal selbst in eine solche Situation gerät, in der er Hilfe braucht. Wer wird ihm dann zu Hilfe kommen?

Was ist, wenn der Aufzug unseres Lebens stillsteht wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit oder eines Unfalls? Wenn so etwas im Mai passiert, müssen wir dann bis Dezember warten? Und wird mir jemand im Dezember helfen, wenn er mir schon im Mai nicht geholfen hat? Wie wird uns Gott dann helfen, die Ewigkeit zu erlangen, wenn wir hier auf Erden anderen nicht helfen wollen?

Danken wir für das heutige Fest der Gottesmutter Maria, die zur Gottesgebärerin geworden ist! Bemühen wir uns jeden Tag, so zu leben, dass wir würdig werden, Kinder Gottes zu sein, und dass uns dadurch die Ewigkeit sichert.

Hl. Silvester – Jahresschluss 2016

Der Hund kratzte an der Tür und der Hausherr öffnete ihm. Der Hund lief hinein, im Maul eine Granate. Zunächst lief er mit ihr hin und her, dann ließ er sich mit ihr auf dem Teppich nieder. Dem Hausherrn stockte der Atem.   Er ging vorsichtig zum Telefon und rief die Polizei an. Den Polizisten gelang es, die Granate unschädlich zu machen. Wir sind uns bewusst, was passiert wäre, wenn die Granate explodiert wäre.

Aber nicht nur die Granate enthalten Sprengstoff.   Wir kennen Menschen, die vor Egoismus, Wut oder Bosheit „explodieren”. Wenn jemandem durch eine Granate die Hand oder das Bein weggerissen würde, wäre das sehr schrecklich. Es ist aber nicht weniger schrecklich, wenn jemand absichtlich Freude und Behaglichkeit zerstört.  Jeder Mensch äußert sich durch sein Verhalten. Entweder trägt er die Granate der Bosheit in sich oder das Lächeln des Segens. Am Ende dieses Kalenderjahres sollten wir unser Gewissen erforschen und dabei überlegen, ob wir uns nicht manchmal wie ein Sprengstoff benommen haben.  Die Kirche bietet uns Lösungen an. Gerade zur Weihnachtszeit wäre es gut, wenn wir uns an das Kind von Bethlehem wenden und dort nach jener Kraft suchen, die wir für ein gottgefälliges Leben brauchen. Dafür sollten wir uns gerade nach den Feiertagen Zeit nehmen, an denen wir ziemlich gehetzt waren. Mit dieser Hetze und Eile könnten wir uns nun Gott zuwenden! Wir könnten ihm unsere immer wieder begangenen Fehler vorbringen und um Verzeihung bitten. Eine Selbstkontrolle wäre gerade am Jahresende gut.

Wir sollten auch darüber nachdenken, was so an täglichen Nachrichten  auf uns eindringt – traurige Nachrichten über Terrorismus, Kriege, Naturkatastrophen und Verkehrsunfälle. Vielfach geht es dabei um Ausbrüche menschlicher Ohnmacht und um Zorn. Es werden Mittel angewandt, die anderen Menschen Schaden zufügen. Es gibt auch viel Armut in der Welt, die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Die Ursachen all dieser schrecklichen Dinge entstehen letztlich auch durch die Abwesenheit Gottes in vielen Menschenherzen.

Heute wollen wir über all das nachdenken und uns Fragen stellen: Wie habe ich dieses Jahr erlebt und gelebt? War Gott in meinem Leben anwesend? Habe ich mit meiner Familie für die vielen Anliegen dieses Jahres gebetet?

Ich habe von einer Frau eine interessante Begebenheit gelesen: Sie war mit ihrem Mann in einer kleinen Stadt in England im Urlaub. Unter anderem wollten sie ihre etwas angespannte Beziehung zueinander klären. Ihr Mann wollte es seiner Frau überlassen, nach einer positiven Veränderung zu suchen. Sie war nämlich Lehrerin, weshalb er dachte, sie würde eine gute Lösung finden. Sie versuchte es mit den Symbolen Plus, Minus, Fragezeichen und Rufzeichen sowie Eintragungen im Kalender. „Plus” bedeutete, dass es keine Wutausbrüche gab, „Fragezeichen” bedeutete, dass sie leicht murrte, „Minus” bedeutete, dass sie ernsthaft murrte und „Rufzeichen” bedeutete, dass sie ging, weil er böse zu ihr war. In der ersten Woche war im Kalender jeden Tag ein Plus. Die Laune war gut, alles war ruhig, man war geduldig – all das, was sie schon lange vermisst hatten. Allmählich wurden sowohl der Mann als auch sie ruhiger, dank ihrer Selbstkontrolle. Sie konnten kaum glauben, dass eine solche Veränderung möglich war. Selten gerieten sie ins alte Fahrwasser. Dann stand ein Fragezeichen im Kalender, was sie aber schnell bereuten und sich dafür entschuldigten. Dann war es an der Zeit, die Eintragungen zu beenden, die so wichtig für eine Veränderung der Beziehung waren. Es musste auch ohne diese Symbole gelingen. Es war eine kleine Mühe mit einem großen Ergebnis.

Wie würde unser Kalender aussehen? Welche Symbole würden überwiegen? Durch die Begebenheit von vorhin soll uns bewusst werden, dass eine Änderung möglich ist. Nichts im Leben muss so bleiben, wie es heute ist. Vieles kann sich verändern, wenn wir es wollen. Es hängt also von uns ab.

Guter Gott, vergib uns unsere Sünden, die wir in diesem Jahr begangen haben. Schenke uns deinen Segen, durch den du das Gute in uns förderst.  Gib uns die Kraft, uns dieser verändernden Möglichkeiten in Zukunft bewusst zu werden.

Fest der Heiligen Familie A – Mt 2,13-15,19-23

Jesus Christus, der in einer Familie aufgewachsen ist, sei mit euch.

Es ist kein Zufall, dass wir das Fest der Heiligen Familie in der Weihnachtsoktav feiern.  Weihnachten ist das Fest der Familie. Heute wie damals will die Familie zu Weihnachten beisammen sein. Die Menschen wollen Weihnachten im Schoß ihrer Familie erleben. Darum reisen viele Menschen, die im Ausland arbeiten, nach Hause. Wir wissen aber auch, dass in unseren Familien nicht alles ideal ist, dass viele Familien zerbrochen sind. Es ist deshalb sehr wichtig, unsere Familie im Geiste Jesu zu erneuern.

Jesus, du bist eingekehrt in die Familie von Nazareth, um Mensch unter Menschen zu sein. Herr, erbarme dich unser.

Die natürliche Verbundenheit von Eltern und Kindern hast du zum Bild einer neuen Gemeinschaft gemacht. Christus, erbarme dich unser.

Armut und Not  wolltest du,  ebenso wie Hilfsbereitschaft und Freude,  in der Familiengemeinschaft von Nazareth erleben. Herr, erbarme dich unser.

Die heilige Familie hat sich nach außen hin durch nichts von den anderen Familien unterschieden. Josef und Maria wussten aber, dass ihr Kind Jesus, der Sohn Gottes ist. Diese Familie hielt Gottes Gebote ein, nahm an den Zeremonien in der Synagoge und im Tempel teil. Sie gestaltete ihr Leben nach den Gesetzen Gottes.

Papst Leo XIII setzte am 14.Juni 1892 das Fest der heiligen Familie ein. Außerdem hat er festgestellt, dass das Familienleben sehr locker gehandhabt wird. Daher muss es wieder gesunden und deshalb hat er dieses besondere Fest eingeführt. Es soll den katholischen Familien ins Gedächtnis rufen, was ihr wesentliches Ziel sei. Die Familie von Nazareth kann eine Vorbild für das religiöse Leben in jeder Familie sein. Dazu gehört: die gegenseitige Hochachtung der Eheleute, die Untrennbarkeit der Ehe, die Freude, Kinder in die Welt zu bringen und sie christlich zu erziehen. Auch die Kinder sind verpflichtet das vierte Gebot zu beachten. Das bedeutet: Die Kinder sollen ihre Eltern ehren, sie lieben und ihnen gehorchen, sie sollen sich im Alter um sie kümmern, damit sie einen schönen Lebensabend in Würde erleben können. Dieses Gebot bedeutet aber auch, dass die Eltern ihre Kinder in Liebe erziehen sollen und ihnen alles geben, was sie zum Wohl für Leib und Seele brauchen. Kinder dürfen niemals von den Eltern einfordern, was ihnen Schaden zufügen könnte. Die Eltern sollen auch bedenken, dass sie eine falsche Liebe verblenden kann und dadurch dem Leben ihrer Kinder Schaden  zu verursachen. Manchmal erziehen die Eltern die Kinder, die anspruchsvoll  gegen alle sind, nur nicht gegen sich selbst  Was uns da Papst Leo XIII vor mehr als hundert Jahren gesagt hat, ist auch heute noch aktuell.

Wie Jesus Christus, der erfüllt war mit Weisheit und Gnade, uns gelehrt hat, wollen wir zum Vater beten.

Das Kind von Betlehem hat uns den Frieden gebracht. In diesem Frieden leben wir, wenn wir bitten.

Selig, die Gott dienen mit Fasten und Beten und Erlösung finden am Letzten Tag.

5.Tag der 2016 der Weihnachtsoktav Lk 2,22-35

Jesus Christus, der dazu bestimmt war, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, sei mit euch.

Auch Simeon, der gerechte und fromme Mann, wurde vom Heiligen Geist erfüllt und geführt. Darum sah er, was Jesus in seinem Leben wirken würde, und er sah auch, wie sehr Maria leiden würde. Sprechen unter. Sprechen unter dem Einfluss des Heiligen Geistes bedeutet, klar und deutlich zu sprechen. Es bedeutet, die Zukunft klar zu sehen, oder anders gesagt, die Zukunft wie die Gegenwart zu sehen.

Jesus, du bist das Zeichen, dem widersprochen wird. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, durch deine Wirkung die Gedanken vieler Menschen offenbaren werden. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du bist das Licht, das die Heiden  erleuchtet. Herr, erbarme dich unser.

Das Evangelium erwähnt keine persönlichen Angaben zu Simeon. Aber es vergisst nicht, sein geistliches Profil einzuführen. Das Evangelium berichtet, dass er fromm und gerecht war und die Ankunft des verheißenen Messias erwartete. Unter dem Einfluss des Heiligen Geistes erkannte er sofort, dass das Kind, das Maria und Josef in den Tempel gebracht hatten, der verheißene Messias war. Simeon hatte das Glück, Jesus in seinen Armen zu halten. Als er ihn im Arm hielt, wurde, als ob ein geheimnisvoller Knoten gebildet wurde, der das Alte mit dem Neuen Testament verbindet. Simeon sagte: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Mit diesen Worten teilte Simeon mit, dass das Alte dem Neuen zurücktritt (Lk 2,20). Die Hoffnung wurde Wirklichkeit.

Damit wir das Heil erlangen, wagen wir  voll Vertrauen zum Vater zu beten.

Damit wir das Kreuz unseres Lebens zu tragen vermögen, bitten wir den Herrn um seinen Frieden.

Selig, die dem Herrn treu dienen und in seine Herrlichkeit eingehen werden.

Unschuldige Kinder 2016 Mt,2,13-18

Gott, der Herr, der die Seinen schützt und den Weg des Lebens führt , sei mit euch.

Josef wurde im Traum vor der Gefahr gewarnt, die Jesus drohte. Wenn einem Menschen Gefahr droht, muss er handeln – und das unaufschiebbar. Denn später könnte es zu spät sein. Die Heilige Familie machte sich noch in derselben Nacht auf den Weg nach Ägypten, was sicher nicht angenehm war.

Jesus, Herodes wollte dich töten: Herr, erbarme dich unser.

Jesus, unschuldige Kinder retteten dein Leben. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du gibst den unschuldigen Kindern das ewige Leben. Herr, erbarme dich unser.

Gott bestimmt für jeden Menschen und jede Familie seine „Mission“. Er gibt uns die Entscheidungsfreiheit und die Vernunft, um zu handeln. Jesus gibt uns in seiner Liebe die Nazarethfamilie als Vorbild und als Stärkung bei der Erfüllung des Willens Gottes. Jesus verlangt von uns, dass wir Gottes Willen erfüllen, damit er uns einmal belohnen kann. Die Eltern sollen ihre Kinder vor Gefahr bewahren. Nicht nur vor körperlichen Gefahren. Das machen die Eltern nicht nur vor physischen Gefahren, die unsere Kinder sehr oft bedrohen. Kinder sind heutzutage durch die Massenmedien bedroht. Es ist fast unglaublich, was heute Vier- bis Fünfjährige wissen. Man fragt sich nur, woher diese Kinder das wissen. Hier müssen die Eltern eingreifen und die Dinge erklären. Wenn die Eltern keine Zeit dafür haben, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass solche Kinder aufwachsen, die keine christliche Gesinnung haben.

Beten wir zu Gott, in dessen Händen unser Leben liegt, wie Jesus uns zu beten gelehrt hat.

Die Mütter, die ihre Kinder verloren haben, weinten, und sie haben ihren Frieden verloren. Nur Gott kann uns seinen Frieden zurückgeben.

Selig, die in allem auf Gott verlassen haben und auferstehen werden zum ewigen Leben.

Hl. Johannes Apostel Joh 20,2-8

Gott, der Herr, der uns zu Zeugen seines Wortes vor der Welt berufen hat, sei mit euch.

Als Maria Magdalena zu Petrus und Johannes kam und ihnen sagte: „Sie haben den Herrn aus der Gruft weggenommen und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben”, Joh 20,2
Beide Apostel liefen zum Grab. Johannes aber lief schneller. So groß war ihre Sehnsucht, etwas von Jesus zu erfahren.

Jesus, du hast den Tod für uns angenommen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast die Apostel zu Zeugen  deiner Herrlichkeit  gemacht. Christus, erbarme dich unser.

Du hast das Licht deiner Botschaft gebracht. Herr, erbarme dich unser.

Das Fest des heiligen Johannes kann für uns eine Inspiration sein. Johannes ist einer der Apostel, die in der Heiligen Schrift oft erwähnt werden. Er war ein Jünger Johannes des Täufers. Er war bei allen wichtigen Ereignissen Jesu dabei. Er schrieb das Johannesevangelium, drei Briefe und das Buch der Offenbarung. Als einziger der Apostel starb er nicht den Märtyrertod. Sein Fest ist für uns die Aufforderung, auch für Jesus offen zu werden, wie er es war. Seine Worte sind für uns die „Eingebung“. Sie sprechen uns an, damit wir unser Leben nach ihnen ausrichten. Das Symbol des Johannes ist ein Adler. Jesus spricht die säkularisierten Menschen an, um in ihnen die Sehnsucht nach Höhe und dem Absoluten zu wecken. Der Mensch kann Gott nicht so erkennen, wie er in Wirklichkeit ist. Darum haben die Menschen viele falsche Vorstellungen von Gott. Wenn Gott uns erkennen lässt, wie es Johannes der Apostel tat, sind wir verpflichtet, auch anderen dabei zu helfen, Gott zu erkennen, selbst wenn wir dabei vielleicht unser Leben opfern müssen.

Da der Vater uns verheißen hat, in aller Not uns  nah zu sein  , wagen wir voll Vertrauen  zu beten.

In der Welt gibt es Hass  und Streit. Nur der Herr kann uns den wahren Frieden  schenken. Ihn bitten wir.

Selig,  die in die Liebe Gottes eingehen und ihn in seiner Herrlichkeit schauen dürfen.

Hl.Stefanus, A Mt 10,17-22

Einführung

An einigen Toren und Zäunen befindet sich eine Tafel mit der Aufschrift: „Vorsicht! Scharfer Hund!“ Manchmal kann man auch an Stromleitungen die Aufschrift „Hochspannungsgefahr!“ lesen.   Auf einer Flasche kann man die Aufschrift „Achtung, Gift!“ lesen.  All diese Aufschriften sollen die Menschen vor Gefahren schützen. Wie sollen wir die Warnung verstehen, die Jesus in Nazareth aussprach? „Hütet euch aber vor den Menschen!” Vielleicht können wir die Frage stellen: Warum sollen wir uns vor den Menschen hüten? Du selbst, Jesus, hast dich schließlich auch nicht vor den Menschen geschützt!

Predigt

Welche Absicht hatte Jesus, als er sagte: „Hütet euch vor den Menschen.“ Wir können diese Worte wie folgt ergänzen: „Lasst euch vom Bösen nicht anstecken!  Gebt Acht, damit ihr nicht böse werdet! Am Kreuz bestätigte Jesus diese Einstellung. Obwohl ihn Bosheit umgab, drang sie nicht an ihn heran.  Noch am Kreuz sprach er Worte der Vergebung. Diesem Grundsatz folgte auch der heilige Stephanus. Die Bosheit der streitbaren Juden richtete sich gegen ihn, doch er ließ sich davon nicht beeinflussen.   Wenn er geflüchtet wäre, hätte er gezeigt, dass er feige ist und sich dem Bösen zuwenden könnte. Während Stephanus gesteinigt wurde, betete er: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!” Dann sank er in die Knie und schrie: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!”

Im Leben kann man nicht vermeiden, dass man auf böse Menschen trifft.   Es ist leichter, über Feindesliebe  zu predigen, aber viel, viel schwerer, sie zu verwirklichen. Vielleicht kennen Sie in unserer Welt einige Adressen, an denen Sie eine Empfehlung aussprechen würden, vor deren Haustüre eine Tafel mit den Worten: „Vorsicht!“ aufzuhängen. Böser Mensch!“

In der Geschichte gab es und gibt es immer wieder Tyrannen und totalitäre Regime. Ich denke dabei zum Beispiel an Napoleon, Hitler, Stalin, Hussein oder Gaddafi. All diese Personen stellten sich in den Dienst der Bosheit. Unter dem Vorwand der Gerechtigkeit lehrten sie, gewisse Menschen zu hassen. Viele unschuldige Menschen kamen durch sie ums Leben. Jesus lehrte uns, dieses Problem auf andere Weise zu lösen. Ein Vorbild dafür kann uns der heilige Stephanus mit seiner Äußerung sein: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.” Sich zu rächen ist leicht, zu verzeihen ist schwieriger.   Rache kann eine Bosheit jedoch nicht beenden.  Der Mensch muss darauf achten, was er tut und was er anderen lehrt. Eltern müssen darauf achten, wie sie ihre Kinder erziehen, denn das kehrt ihnen im Alter zurück. Das gilt auch für Politiker, die das Volk führen, und für Künstler, die Werte präsentieren. Christus spricht über Vergebung und die „Verarbeitung“ von Leiden, damit der Mensch nicht zu dem wird, der ihm zuleide tut. Dieses Problem hat der polnische Schriftsteller Henryk Sienkiewicz (1846–1916) in einer Sage literarisch verarbeitet.

In einem Land wurde eine Prinzessin geboren. Bei ihrer Wiege standen gute Feen mit ihrer Königin, die zu ihnen sagte: Jede von euch kann dem Mädchen nach ihren Möglichkeiten eine Gabe geben. Die erste Fee sprach die Wünsche aus: „Ich gebe dir die Gabe der Schönheit.“ Jeder, der dich anschaut, wird den Eindruck haben, eine Frühlingsblume zu sehen. Die zweite Fee sagte: „Ich schenke dir prachtvolle Augen und gebe dir eine herrliche, schlanke Figur wie eine Palme.“ Jetzt bin ich an der Reihe. Ich schenke dir einen Goldschatz. Die Königin der Feen hörte die Wünsche ihrer Feen und sagte dann. Schön sind eure Gaben, aber vergängliche. Die körperliche Schönheit wird welken. Die Augen sind in der Jugend schön. Und die Figur war nicht immer herrlich und schlank. Das Alter bezeichnet die Figur. Und das Gold? Wenn wir es nur für uns behalten, beneiden die anderen uns. Wenn wir es verteilen, bleibt uns nichts. Darum hat eure Gabe dauerhaften  Wert. Darum begannen die Feen zu fragen. Was ist dann für den Menschen gut? Womit wirst du das Mädchen beschenken? Ich schenke ihm  Güte. Die Sonne ist  klar schön. Wenn die Sonne die Erde nicht erwärmte, wäre der Planet tot. Ein gutes Herz ist wie eine wärmende Sonne. Es schenkt Leben. Schönheit ohne Güte ist wie eine Blume ohne Duft. Reichtum ohne Güte ist der Sprudel der Selbstliebe. Und eine lieblose Liebe ist wie ein Feuer, das verbrennt und vernichtet. Seht ihr? Güte ist dauerhaft. Sie ist wie ein Brunnen, aus dem man immer Wasser schöpfen kann. Als die Königin der Feen zu Ende gesprochen hatte, berührte sie das Herz des Mädchens und sagte: „Sei gut.“ Wir alle brauchen Liebe, um gut zu sein. Jesus Christus kam in die Welt, um uns durch die Sakramente zu berühren, und sagte zu uns: „Seid gut. Er warnt uns vor der selbstsüchtigen Lebensart, deren Symbol eine Tafel mit der Aufschrift „Vorsicht, böser Mensch“ ist. Damit wir dem Bösen widerstehen können, müssen wir im Guten bestärkt werden. Darum beten wir. Heiliger Stephanus, bitte für uns.

24.12.2016 am Morgen Lk 1,67-79

Gott unser Herr, der die Erwartung vieler erfüllte, sei mit euch.

Die Hauptperson des heutigen Evangeliums ist Zacharias. Er ist mit dem Heiligen Geist erfüllt. Er kündigt an, dass der Erlöser bereits gekommen ist und welche Aufgabe sein Sohn haben wird. Er wird den Weg für den Messias bereiten. Diese Dinge konnte er nur durch den Heiligen Geist wissen..

Jesus, du kamst  um das Volk Gottes zu erlösen. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du kamst als der David des Neuen Bundes. Christus,erbarme dich unser.

Jesus, du kamst  in ein Leben der Armut und  Entsagung. Herr, erbarme dich unser.

Die Weihnachten ist schon vor der Tür. Eher als wir uns bei Vigilien Messe über Jesus Geburt freuen werden, freuen wir uns schon jetzt, wie freute sich Zacharias und Elisabet. Zacharias Freude kann aus jedem seinem Wort spüren. Zacharias freut sich, dass Gott in die Welt kommt, damit er uns von den Händen der Feinden befreit, damit wir ihm ohne Angst dienen. Zacharias sagt mit der heiligen Stimme: Und du aber Kind wirst du  ein Prophet des Höchsten genannt werden,denn du wirst vor dem Herrn hergehen, um seine Wege zu bereiten. Lk 1,76 Zacharias repräsentiert alle Menschen ,die erwarten, dass sie Jesus besucht. Eben er ist unser größtes Geschenk.

Gott ist gut . Wenn wir ihm  danken, dürfen wir zugleich unsere Bitten an den Vater richten und  beten.

Der Name Johannes  verkündet Gottes  Gnade. In dieser  Gnade kommt sein  Friede zu uns. So bitten wir,

Selig sind, die von den Großtaten des Herrn beeindruckt sind und in seine Herrlichkeit eingehen.

Weihnachtssingspiel Kinderchor 2016

Erzähler:

Hast du schon einmal eine richtig weite Reise gemacht? Irgendwohin, wo du vorher noch nie warst? Wir werden uns jetzt gemeinsam auf eine Reise begeben, und zwar in eine alte Geschichte, die ich zu Weihnachten einmal gehört habe. Es ist die Geschichte, wie Gott seinen Sohn Jesus auf die Erde schickt. Das geschah in Bethlehem, in einem gemütlichen Stall.

Lied: Wir machen uns auf die Reise

Szene 1:

Hirten sitzen um ein Feuer. Einer spielt mit seiner Flöte. Schafe versuchen ebenfalls sich zu wärmen./stehen etwas abseits vom Feuer/

Erzähler:

Gottes Sohn? Stall? Irgendwas ist schiefgegangen mit unserer Reise. Hier sitzen ein paar Schafe und ein paar Hirten die auf sie  aufpassen. Und es ist eiskalt, sogar die Schafe scheinen zu frieren.

Kleines Schaf: Mama mir ist so schrecklich kalt.

Mama Schaf: legt den Arm um das kleine Schaf. Ach kleines Schaf.

Strubbel: Ich hab eine Idee wie wir aufwärmen könnten. Wir können mit den Hirten fangen spielen, wie  wie früher.. Das war lustig.

Erzähler: Früher, da haben die Hirten öfters mit den Schafen gespielt, doch seit die Römer das ganze Land eingenommen haben, ist alles anders geworden, die Leute müssen viel Geld zahlen.

Mama Schaf: Wisst ihr, so wie uns die Hirten vor den Wölfen beschützen, so ist das auch Gott.

Kleines Schaf: Mama, was ist Gott? Kann man das fressen?

Mama Schaf: Lacht! Weißt du, mein kleines Schaf. Gott wohnt im Himmel!  Er hat alles geschaffen und hat alle Menschen und Tiere lieb.

Lied: Wer ist Gott?

Erzähler: So jetzt sollten wir aber langsam weitergehen, denn es wird schon hell. Vielleicht finden wir ja in der Stadt da vorne etwas raus was uns weiterhilft, Was steht denn da auf dem Ortsschild? Nazareth. Da vorne auf dem Markplatz scheint los zu sein.

Szene 2: Viehmarkt/Viehhändler bieten pantomimisch  Tiere zum Verkauf an.

OCHSE: Nehmt mich. So einen starken Ochsen findet ihr kein mal. Schaut eingebildet zum Esel. Was willst du denn hier? Wer will schon einen  störrischen  Esel kaufen! /lach vor sich hin/

Erzähler: Hier anscheinenden Tiere verkauft. Ein toller Ochse, ein bisschen eingebildet vielleicht. O schau mal! Da kommt jemand auf den Markt mit einer großen Tasche. Oh der auf die Reise gehen will? Seht, er kommt her zu den Tieren.

JOSEF: kommt auf den Markt und schaut sich die Tiere an.

OCHSE: Der sieht so aus als bräuchte er so jemanden wie mich!

ESEL:  Also ich weiß nicht, vielleicht braucht er ja jemanden zum Lasten tragen,wegen der Volkszählung.

Erzähler: Jedes der Tiere wollte natürlich als erstes  mitgenommen werden. Und der Esel hatte tatsächlich recht. Josef suchte sich den Esel aus, was den Ochsen ziemlich verärgerte-Er brauchte den Esel für Maria, seine Verlobte, die bald ein Kind gebären  sollte.

Lied: Jetzt geht es auf die Reise / von Gott gesungen/

Szene 3  Oh nein, jetzt haben wir Maria und Josef und den Esel völlig aus den Augen verloren. Hier steht zwar Betlehem, aber wo sind sie denn? Moment mal , den da drüben kennen wir doch der Ochse vom Markt ! Da hat sich wohl doch ein ein Käufer gefunden und jetzt soll er da vorne im Stall wohnen. Da wollen wir gleich nachschauen.

OCHSE: Na hab ichs doch gewußt . Früher oder später wird so ein toller Kerl, wie ich gekauft. Bloß  dumm, dass den Superjob der dumme Esel bekommen hat.

Erzähler: Ah da sind . Josef und Maria. Sie sehen ja völlig erschöpft aus. Maria scheint es auch gar nicht gut  zu gehen. Und unser Esel ist auch ganz erledigt.

MARIA: Josef ich kann nicht mehr. Ich brauche eine Pause.

ESEL: Wo ist denn dieser Gott, der angeblich aufpasst? Hoffentlich  schaffen wir es noch bis zu dem Stall, bevor das Baby auf die Welt kommt. Ein Stall ist für mich ganz praktisch aber für Maria und Josef?

Lied: Was ist das für eine Reise.

Szene 4:  Stall in Betlehem

Erzähler: Stell dir vor Josef und Maria sollen also in einem  Stall wohnen. Das wird dem Ochsen wohl gar nicht gefallen.

OCHSE: Na wen haben wir denn da, den Esel mit dem tollen Auftrag!!! Ihr könnt gleich wieder gehen.Das ist mein Revier.

ESEL: Speil dich nicht so auf , jetzt geht ausnahmsweise nicht um dich! Maria bekommt bald ihr Baby.

Erzähler: Ich will ja nicht ablenken, aber da draußen hinter den hügeln, ist es gerade ganz hell geworden! Wenn ich mich recht erinnere ist das dort , wo die Schafe sind. Los, lasst uns mal nachschauen.

Szene 5: Auf dem Feld

Lied:Engels

Engel spricht. Freut euch! Heute hat Gott seinen Sohn als kleines Baby auf die Erde  geschickt. Ihr findet ihr in einem Stall. Sein Name ist Jesus, das heißt Retter. Denn Gott läßt euch mit euren Sorgen nicht allein.

Hirten sind verwirrt und gehen schnell zu Stall und setzen sich um das Baby.

Kleines Schaf: Diese weißen Leute haben aber schön gesungen.

Mama Schaf: Das waren Engel, sie arbeiten  für Gott.

STRUBBEL: Sie haben gesagt, dass Gott uns nicht alleine läßt und dass sein Sohn Jesus bei uns  geboren ist. Ich denke, wir müssen dieses Baby finden.

Szene 6 Stall von Betlehem.  Ochse steht beleidigt etwas abseits,

Erzähler: Diese Schafe können ganz schön schnell laufen . Und wie sehe  ist der Stall ziemlich  voll. Alle drängeln sich  um das Baby.

STRUBBEL: Gottes Sohn hab ich mir viel größer vorgestellt!

Mama Schaf: Er ist auch noch ein Baby, dreht sich zum kleinen Schaf  , Kleines  Schaf, du hast ja noch die Kräuter in der Hand, möchtest du sie nicht Baby Jesus  geben?

 Kleines Schaf:hier/gib Maria die Kräuter/ leckere Kräuter für Jesus!

Mama Schaf: Du Ochse,warum kommst du nicht auch her zu Jesus?

OCHSE: Lass mich in Ruhe!

Kleines Schaf: Warum willst du dir den Sohn Gottes nicht ansehen;

OCHSE: Ich brauch keinen Gott, ich brauch niemanden!

Kleines Schaf: Aber weißt du denn nicht, dass du für Gott ganz wichtig bist?

OCHSE: /kommt einen Schritt näher/ Na dann erzähl ma, was soll an deinem Gott so besonders sein?

Lied: Wer ist Gott?

OCHSE: schaut überrascht. In seinem Herz ist Platz für mich? Er kennt mich gar nicht.

Mama Schaf: Man kennt doch das was man gemacht hat, oder?

OCHSE: / nachdenklich/ stimmt, so gut geht es mir eigentlich gar nicht. Vielleicht sollte ich doch versuchen mich mit den anderen zu vertragen! Ich kann es ja mal probieren. (geht zu Esel und Schafen) Können wir Freunde sein? (Esel,Ochse und Schafe umarmen sich und lachen)

Mama Schaf: Merkwürdig, dass dieses Baby uns so verändern  kann.

ERZÄHLER: Aber es ist doch klar! Jesus ist der Sohn Gottes! Für ihn ist nichts unmöglich! Gott hat uns seinen Sohn geschickt, weil er uns so liebt! Und das verändert uns.(Schafe gehen in den Chor zurück).

Lied:Hast du schon gewusst?

ERZÄHLER: Diese Nacht, war eins ganz besonders Nacht. Nicht nur für Ochs und Esel. sondern auch für uns. Die wir heute hier sind um den Geburtstag von Jesus zu feiern.

Kindermette 24.12.2016

Einzug: Lied

Einführungsworte: 

Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden! Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.

Mit diesen Worten aus der Hl.Schrift begrüße ich euch alle sehr herzlich. Wir dürfen heute den Geburtstag Jesu feiern, es ist die größte Geburtstagsfeier der Welt. Gott wird Mensch – er kommt als kleines Baby in unsere Welt. Das ist der Grund unserer Freude an diesem Heiligen Abend.Wir wollen Gott dafür danken und ihn mit unseren Liedern und Gebeten Freude bereiten.

Bußgedanken: Kinder

Jesus, du Licht im Dunkel der Welt-Herr,erbarme dich unser.

Jesus, du Kind der Jungfrau Maria-Christus, erbarme dich.

Jesus, du Sohn des himmlischen Vaters-Herr erbarme dich unser.

Lied: 

Herbergsbilder: 

In unserer christlichen Tradition gibt es den adventlichen Brauch der sogenannten ,,Herbergsuche“. Er will an jene Tage erinnern, in denen Josef mit der hochschwangeren Maria in Betlehem nach einer Unterkunft suchte. Auch in unserer  Pfarre waren Maria und Josef in den letzten 9 Tagen wieder auf Herbergsuche. Viele Familien haben sie aufgenommen und miteinander gesungen und gebetet. Jetzt hat die heilige Familie hier in die Kirche und hoffentlich auch in unsere Herzen gefunden. Ich darf euch jetzt bitten, die Herbergsbilder und Statuen zum Altar zu bringen. Bilder werden auf den Altar gelegt.

Weihnachtssingspiel-Kinderchor

Befindet sich hinter Kindermette

Weihnachtsevangelium: Lk 2,1-20 Dann
„Stille Nacht“ gesungen.

Predigt

Liebe Kinder! In Weihnachtssingspiel habt ihr gehört, wie der Ochse sagte: Ich brauch keinen Gott, ich brauch niemanden. Das kleine Schaf aber sagt zu ihm: Aber weißt du denn nicht, dass du für Gott ganz wichtig bist? Gott hat viele Namen: König, Richter, Schöpfer,  aber am häufigsten wird er in der Heiligen Schrift als Vater bezeichnet. Das zu wissen ist sehr wichtig. Er will, dass wir seine Liebe erkennen. Gott liebt jeden von uns persönlich. Er ruft jeden von uns bei seinem Namen, so sagt schon Jesaja. Du bist hier nicht zufällig. Gott will dich haben. Er hat mit deinem Leben seinen Plan. Im Psalm 139 heißt es : Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen. Gott kennt uns, er weiß, was wir machen und was wir denken. Er will uns nicht kontrollieren, sondern wir sind ihm einfach wichtig. Er will, dass wir glücklich sind. Er will, dass wir seine Liebe spüren, dass wir ihm unser Herz öffnen. Er wird uns immer lieben. Es gibt aber Menschen, die wie der Ochse sagen: Ich brauche keinen Gott. Diese Menschen denken, dass sie sich  selbst in allem  helfen können. Auch diese Menschen, die das behaupten, sehnen sich nach Liebe. Menschen, die sagen, ich brauche keinen Gott, sind geistlich verarmt. Kinder, stellt euch vor, ihr würdet sagen: Wir brauchen keine Eltern! Würdet ihr da glücklich werden? Ich denke – nein! Wenn ihr einmal älter seid, könnt ihr das Buch vom Schriftsteller David Wilkerson lesen. Es trägt den Namen: Laufe, Nicky! Es ist die wahre Geschichte einen Buben, der die Liebe Gottes nicht kannte. Dann aber hat die Liebe Gottes erfahren und sein Leben hat sich vollkommen verändert. Da sagt aus: Jeder von uns braucht Gott. Gott will, dass wir ihn suchen und finden.

Fürbitten

Lasst uns nun zu unserm Herrn und Heiland Jesus Christus beten. Die Welt hat ihn ersehnt. Uns ist er als Retter geschenkt.

Jesus, du bist für uns geboren, komm in die Herzen aller Menschen und erfülle sie mit deiner Liebe. Wir bitten dich erhöre uns

Jesus, du bist für uns geboren, schenke uns deinen Frieden, damit wir Frieden bringen, wo Streit herrscht. Wir bitten dich erhöre uns.

Jesus, du bist für uns geboren, tröste alle Menschen die an diesen Abend allein uns einsam sind. Wir bitten dich erhöre uns.

Jesus, du bist für uns geboren, schenke allen armen und heimatlosen Menschen Hoffnung. Wir bitten dich erhöre uns.

Vater im Himmel, du hast uns Jesu deinen Sohn gesandt, unseren Retter und Erlöser. Durch das Geheimnis seiner Geburt bitten wir dich dich nimm, erhöre unsere unsere Gebete. Amen

Vater unser gebetet

Erklärung des Adventsweges: Während des Schlussliedes, wird das Jesuskind in die Krippe gelegt.

Einladung:Friedenslicht kann mit nach Hause genommen werden.

Emilia: Spende

Schlussegen:

Allmächtiger und ewiger Gott durch die Geburt deines Sohnes hast du die Welt mit Freude erfüllt. Die Engel jubelten in dieser hochheiligen Nacht und die Hirten am Felde eilen in den Stall nach Betlehem. Möge das neugeborene Jesuskind unsere Herzen mit seiner Liebe und  himmlischen Frieden erfüllen. Der Segen dieser Heiligen Nacht kommen auf uns herab und bleibe bei uns allezeit. Amen. Das gewähre uns der dreifaltige Gott. Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Abschlusslied:

 

23.12.2016 Lk 1,57-66

Gott unser Herr, der uns seine Barmherzigkeit erwies, sei mit euch.

Das heutige Evangelium berichtet über die Geburt Johannes des Täufer. Sicher seine Geburt war außerordentlich, doch seine Mutter war sehr alt, Das Evangelium spricht auch davon, dass neu geborenem Kind Namen nach dem Vater Zacharias bekommen. Elisabeth, aber sagte: Nein, sondern es soll Johannes heißen.

Herr Jesus Christus, du richtest uns auf, wenn Zweifel und Fragen uns unsicher machen. Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus du richtest uns  auf, wenn Versagen  und Leid uns drücken, Christus , erbarme dich unser.

Herr Jesus, du sandtest den Boten  voraus, deinen Weg zu bereiten.   Herr, erbarme  dich unser.

Elisabeth freute sich sehr über die Geburt ihres Sohnes. Doch ihr Kind war ein Bestandteil von Gottes  heilbringenden Planes. Zusammen mit ihr freuten sich auch ihre Verwandten. Nach der Zeremonie der Beschneidung  sollte  das Kind den Namen bekommen. Elisabeth wollte ihm den Namen Johannes geben. Die Verwandte sahen darin etwas ungewöhnliches. Sie sagten zu ihr. Niemand ist aus  deiner  Verwandschaft, der  diesen  Namen trägt. Lk 1,60. Die Unstimmigkeit  sollte  Zacharias auflösen. Er war aber stumm. Sie gab ihm ein Täfelchen und er schrieb Johannes ist sein Name. Das war für alle eine Überraschung. Noch größere Überraschung war, wenn Johannes Mund aufgetan wurde und seine Zunge  gelöst. Als  die Verwandten erfuhren, wer gab dem Burschen den Namen ,erstarrten. Sie wussten nicht, dass Zacharias in den,, Streit“ kam mit Gott. Auch wir können in den Streit mit Gott kommen, wenn wir uns an die Tradition klammern, wenn wir dem Buchstabe huldigen, der den Geist tötet, wenn der Mensch die Gottes Führung vergisst. Johannes ,,Geschichte“ bedeutete die Abweichung von gewohnten Ordnung.

Da wir Gottes Willen erfüllen wollen, beten wir gemeinsam das Gebet des Herrn.

Der Name Johannes bedeutet Gottes Gnade. In dieser Gnade kommt sein Friede zu uns. So bitten wir.

Selig, die beeindruckt sind von  den Großtaten des Herrn und eingehen in seine Herrlichkeit.

Weihnachten A 2016 Joh 1,1-18

Hochfest der Geburt des Herrn 2016

Einführung

Psychologen sind der Meinung, dass wir beim Einschlafen den Himmel in den Blick haben sollten. Dann könnten wir gut einschlafen. Wohin sollen wir schauen, damit unsere Seele Freude und Ruhe erfährt?  Schauen wir auf Weihnachten! Das bringt Freude und Ruhe, und wir erfahren die Liebe des menschgewordenen Gottes in Jesus Christus.

Predigt

Betrachten wir heute besonders folgende Dinge: den Stall, die Krippe, die Tiere und die Hirten. In der Heiligen Schrift, im Lukasevangelium, lesen wir: „Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen.” Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“ Diese Nachricht, dass für die Heilige Familie kein Platz war, hören wir auch auf andere Weise im Johannesevangelium: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.” Als Jesus später durch die Lande zog und lehrte, heißt es dazu im Matthäusevangelium: „Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.”

Jesus kam am Stadtrand von Bethlehem zur Welt und wurde später außerhalb der Stadt gekreuzigt. Das hat seine besondere Bedeutung. Jesus gehört nicht in den Kreis der Menschen, die die Welt für das Wichtigste halten.  Christ zu sein bedeutet, das, was viele Menschen für das Allerwichtigste halten, zu verlassen. Was ist vielen Menschen im Leben so wichtig? Die Arbeit, das liebe Geld, die Familie und die Gesundheit. Das sind zwar wichtige Dinge im Leben, aber nicht alles.

An Weihnachten sind wir eingeladen, zur Krippe zu gehen. Dann können wir wahrnehmen und erkennen, worauf es wirklich ankommt. Wir werden entdecken, was eigentlich unbedeutend und unwichtig ist. Wir werden von der Liebe Gottes erfüllt, wenn wir die Geburt des Menschensohnes in der Krippe feiern.

Der heilige Augustinus kommentierte dies mit folgenden Worten: „Eine Krippe – gemeint ist eine Futterkrippe – ist der Ort, an dem sich Tiere zum Fressen versammeln. Jetzt liegt dort ein kleines Kind, von dem gesagt wird, es sei das Brot, das vom Himmel herabkommt, die wahre Speise, die die Menschen für ihr Leben brauchen – eine Speise, die die Menschen zum ewigen Leben führt. Die Krippe ist bereits ein Hinweis auf den Tisch des Brotes, an dem die Menschen eingeladen sind, den Leib Christi zu empfangen.  In der Armut der Geburt Jesu Christi zeigt sich die wahre Größe, in der sich das Mysterium zum Heil der Menschen verwirklicht.“

An der Krippe waren auch zwei Tiere, die die Liebe Gottes symbolisieren. Schon der Prophet Jesaja schrieb: „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht.” Beide Tiere – der Ochse und der Esel – sind symbolhaft für eine begriffsstutzige Menschheit, die beim Anblick des Kindes allmählich zur Erkenntnis gelangt. Dies lässt sich in der Armut der Geburt des göttlichen Kindes erkennen. Dieses Motiv ist in christlichen Kunstwerken dargestellt, und wir können uns eine Krippe ohne Ochs und Esel nicht vorstellen.

Dann sind da noch die Hirten. Die Engel teilten den Hirten mit, was wir bei Lukas lesen: „Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids, der Retter, geboren; er ist der Messias, der Herr.“ Da Christus außerhalb der Stadt geboren wurde, kamen zuerst die Hirten zu ihm, denn auch sie lebten außerhalb der Stadt. Es gab aber noch einen anderen Grund: Die Hirten waren einfache, bescheidene Leute, und solche haben eine größere Nähe zu Gott als andere. Jesus lobte später die einfachen Menschen, wie wir bei Lukas lesen können, mit folgenden Worten: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.” Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Jahrhunderte später waren es die Mönche, die diese Anbetungs-Tradition aufrechterhielten. Sie standen nachts auf, um Gott anzubeten.

Die Menschen sollen wieder wachsamer werden, die Einladung Gottes annehmen und das Wesen von Weihnachten erfahren und erspüren. Vielen ist das gelungen.

Dazu eine Geschichte aus dem Ersten Weltkrieg mit dem Titel „Glückliche und fröhliche Weihnachten“ von einem Franzosen namens Christian Carion. In Westfrankreich kämpften wochenlang die Franzosen und Schotten auf der einen Seite gegen die Deutschen auf der anderen. Am Weihnachtsabend aber geschah etwas Besonderes. Ein Soldat – es war ein Berliner Opernsänger – begann das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ zu singen. Allmählich stimmten auch die anderen Soldaten mit ein. Danach stellte der Opernsänger einen Weihnachtsbaum im Schützengraben auf. Und in interessanter Weise wurde das Schießen beendet. Der Sänger kam aus dem Schützengraben heraus und ging auf das Schlachtfeld, hinter ihm weitere Soldaten – aber niemand begann zu schießen. Auf der anderen Seite hörte man plötzlich schottische Weihnachtslieder erklingen und auch die französischen und schottischen Soldaten kamen aus dem Schützengraben heraus und gingen auf die deutschen Soldaten zu. Sie reichten einander die Hände, wünschten sich frohe Weihnachten, tranken Champagner und lachten und scherzten. Was war nur geschehen, dass sich die Feinde plötzlich wie Brüder verhielten? Kann das nicht Gott und seine Liebe bewirkt haben? Bei den Schotten war ein Priester, der anschließend eine lateinische Messe zelebrierte. Allerdings hatte diese Messfeier ihre Folgen. Der Kommandeur fuhr den Priester schroff an: Wie konntest du dir erlauben, eine heilige Messe vor unseren Feinden zu zelebrieren? Du sollst sie erschießen und nicht für sie beten!  Was geschah aber weiter? Die Kommandeure beider Soldaten stellten fest, dass diese nicht gegeneinander kämpften, sondern in die Luft schossen. Ohnmacht verbreitete sich in beiden Lagern. Sie sahen als einzige Lösung, die Soldaten abzukommandieren. Christian Carion ist es gelungen, mit seiner Geschichte die Kraft der Liebe Gottes zum Ausdruck zu bringen.

Welch eine Kraft das Weihnachtsfest doch hat – und auch heute noch hat! Bringen wir unseren Dank für die Weihnachtsbotschaft zum Ausdruck! Richten wir unser Leben danach aus! Gehen wir unseren Weg in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes!

 

Vigil – Messe am Heiligen Abend A Mt, 1-1-25

Einführung

Die Christen auf der ganzen Welt kommen heute in der Nacht in die Kirche, um die Geburt Jesu Christi zu feiern. Stellen wir uns die Frage: Was bedeutet es für uns, dass Gottes Sohn Mensch geworden ist?

Predigt

Weihnachten ist das Werk der Liebe Gottes. Mit dieser Liebe geht Gott Schritt für Schritt auf die Menschen zu.  Die Kraft dieser Liebe war vor mehr als 2000 Jahren so groß, dass sie selbst von der Gleichgültigkeit der Menschen in Bethlehem nicht aufgehalten werden konnte.  Sie kamen nicht zu Maria und Josef, weil sie in ihrer Arbeit nicht unterbrochen werden wollten. Sie nahmen nicht einmal wahr, dass sich in einem Stall am Stadtrand etwas Besonderes ereignete. Nicht einmal die Behörden von Bethlehem berichteten von dieser besonderen Begebenheit.

Die Liebe Gottes ist voller Demut. Das wird daran deutlich, dass Jesus in einem armen Stall geboren wurde. In diesem Stall war es kalt und schmutzig. Weihnachten zeigt uns somit, dass Demut wichtiger ist als Hochmut.

Da waren Hirten auf dem Feld, die ihre Schafherden vor Wölfen und Wilddieben schützen sollten. Plötzlich erstrahlte ein helles Licht und ein Engel sprach zu ihnen. Er schickte sie nach Bethlehem.
Diese Hirten waren ungebildete Leute und keine Doktoren der Theologie. Aber sie waren die Ersten, die den Messias anbeteten. Die Schriftgelehrten und Pharisäer aber, die das Gesetz gut kannten, kamen nicht zur Krippe. Sie nahmen nicht einmal wahr, dass der Messias geboren wurde.

An Weihnachten sollen wir unsere ganze Aufmerksamkeit Gott und seinem Sohn Jesus Christus, der Mensch geworden ist, widmen. Wir sollen von ihm lernen, um zu erkennen und zu spüren, was Liebe wirklich bedeutet. Wenn wir barmherzig, tolerant und wohlwollend sind, werden wir von Liebe erfüllt. Weihnachten ist somit ein Fest der Liebe und eine Bestätigung dafür, dass Gott Liebe ist.

Vom dänischen Philosophen und Theologen Sören Kierkegaard (1813–1855) stammt eine Geschichte, die vom Wesen der Weihnacht erzählt.  Ein junger König verliebte sich in ein armes Mädchen, das in einer bescheidenen Hütte wohnte. Er fragte sich: „Wie kann ich ihr meine Liebe zeigen, damit ich sie für mich gewinne?” Ein Ratgeber empfahl ihm: „Gib ihr einfach den Befehl, deine Frau zu werden.” Du bist doch König, du hast Macht, sie muss gehorchen!” Doch der junge König wollte die Liebe nicht erzwingen. Er sehnte sich nach Vertrauen und Liebe. Die Tür des Herzens kann auch mit aller Macht der Welt nicht geöffnet werden. Ein zweiter Ratgeber riet ihm, dem Mädchen einen Liebesbrief zu schreiben. Aber würde es ihm damit gelingen, das Mädchen anzusprechen? Er zweifelte daran. Ein dritter Ratgeber sagte zu ihm: „Schicke ihr teure Geschenke und schöne Kleider, dann wird sie deine Liebe erwidern.” Der König antwortete: „Wie werde ich aber wissen, ob sie mich wirklich liebt?” Vielleicht liebt sie mich nur, weil sie diese Gaben von mir erhalten hat. Daraufhin entschied sich der König für einen Weg, den vor ihm noch kein König beschritten hatte. Er verließ seinen Thron, legte seine königliche Krone ab und wurde ein bescheidener Bauer. Er lebte fortan als armer Mann in einer Hütte am Waldesrand. Wegen seiner Liebe zu dem Mädchen setzte er also alles auf eine Karte. Er riskierte damit sogar, abgelehnt zu werden. Doch er wurde belohnt, denn seine Liebe wurde erwidert.

Diese Geschichte ist eine Bestätigung dafür, was echte Liebe ist. Bitten wir das Jesuskind in der Krippe, uns mit Liebe zu erfüllen und uns dabei zu helfen, diese Liebe zu leben und an unsere Mitmenschen weiterzugeben!

22.12.2016 Lk 1, 46-56

Der Herr, der an Maria große Dinge getan hat, sei mit euch.

Im heutigen Evangelium lobt Maria Gott für seine großen Taten. Auch wir sollten Gott für die Taten loben, die er in unserem Leben und in der Welt getan hat. Sagen wir nicht: „Ich kenne diese Taten nicht.” In unserem Leben passieren so viele Dinge. Wenn wir sagen, das alles sei nur Zufall, dann irren wir uns.

Jesus du hast unsere Niedrigkeit angesehen. Herr, erbarme dich unser.

Jesus,du hast große Dinge in der Welt getan. Christus,erbarme dich unser.

Jesus, du hast mächtig in die Welt eingegriffen hat. Herr, erbarme dich unser.

Während ihrer Reise zu Elisabeth wurde Maria bewusst, dass das auserwählte Volk durch ihre Vermittlung die Erfüllung der alten Gottesversprechen erlebt. Die Freude, die bisher nur ihr gehörte, sollte bald die gemeinsame Freude aller werden, die den Erlöser erwarteten. Zu ihnen gehörte auch Elisabeth. Sobald Elisabeth Maria begrüßte, wusste Maria, dass es notwendig war, über die Sache zu sprechen. Aber anders, als üblicherweise gesprochen wird. Hier geht es um den ersten Lobgesang des Neuen Testaments, das Magnifikat. Ihre Seele preiste den Herrn, ihr Geist jubelte in Gott, weil ihr Körper Jesus trug. Sie feierte Gott mit ihrem ganzen Wesen. Zunächst für seine Macht, dann für seine Heiligkeit, weil er die Versprechungen, die er Abraham gegeben hat, eingehalten hat. Am meisten preist Maria Gott jedoch für seine Barmherzigkeit, dass er Israel nicht abgewiesen hat, obwohl sich Israel so oft von Gott abgewandt hat.

Gott denkt an sein Erbarmen, das er uns verheißen hat. Daher wagen wir  zum Vater zu beten.

Wo Gott naht, fliehen  Sorge und Angst. Wir bitten  um den  Frieden seines Kommens.

Selig die Hungernden, die Gott mit seinen  Gaben reich  beschenken  wird.

21.12. 2016 Lk 1,39-45

Gott, der immer erfüllte, was er gesagt hat, sei mit euch.

 Im heutigen Evangelium werden wir hören, wie Maria ihre Verwandte Elisabeth besuchte. Elisabeth wusste, wen Maria unter dem Herzen trug, und sie hatte darüber große Freude. Darum rief sie mit lauter Stimme aus: „Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.” Werden wir mit anderen Menschen die wahre Freude erleben, die Gott schenkt?

Jesus, du kamst als die Freude der ganzen Welt. Herr,erbarme dich unser.

Dein Kommen geschah in Stille und Verborgenheit.Christus, erbarme dich unser.

Dein erster Gruß war spürbare und erlebte Gnade. Herr,erbarme dich unser.

Es liegt an uns, welchen Sinn wir den sich nähernden Weihnachten geben. Wir sollten herausfinden, was an Weihnachten wesentlich ist. Das Evangelium führt uns dorthin. Maria besucht Elisabeth. Sie brachte sich selbst und Jesus, den sie unter ihrem Herzen trug, als Geschenk für Elisabeth und Zacharias mit. Denn Maria und Elisabeth reden miteinander. Wovon reden sie? Sie reden von den großen Dingen, die der Herr an Maria getan hat, aber auch von denen, die Gott an Elisabeth getan hat. Sie reden über alles, was Gott für sie getan hat, und darüber, was sie für Gott tun wollen. Maria ruhte sich bei Elisabeth nicht aus. Sie half ihr, sich in Ruhe und Freude auf die Geburt ihres Sohnes vorzubereiten. Wen werden wir während des Festes besuchen? Was wollen wir den Menschen mitbringen? Eine Flasche Sekt? Kaffee?  Eine Bonbonnière? Wir bringen auch uns selbst, unser Herz und unsere Zeit mit.

Ich wünsche euch, dass ihr dieses Fest der Geburt des Herrn für liebevolle Gespräche miteinander nutzt. Liebe Eltern, erzählt euren Kindern von Gott, von seiner Liebe, von Jesus und vom Sinn seines Lebens. Nutzt diese Gespräche und Besuche, damit sie uns gegenseitig bereichern und aufmuntern.

Bitten wir Maria, damit sie uns hilft, Weihnachten in ihrer ganzen Schönheit und Tiefe zu erleben.

Maria hat Gnade vor Gott gefunden. Zum barmherzigen  Vater wagen wir deshalb zu beten.

Der Thron Davids sollte ein Thron des Friedens sein für alle Zeiten. Um diesen Frieden bitten wir.

Selig, die Gottes Wort annehmen und seinen Willen tun, damit  sein Reich zu uns  komme.

Adventfeier für die Kinder

Einzug: Wir sagen euch an- Lied

Liturgische Begrüßung

Einführung

Geschichte  mit Bildern: Die 4 Lichter des Hirten Simon

Evangelium: Mt 5,14-16 Ihr seid das Licht der Welt

Was bedeuten die Worte:  Ihr seid das Licht der Welt?  Was ist das Licht? Was verursacht das Licht? Wir wissen, dass die Welt ohne Licht in die Dunkelheit eintauchen würde. Ohne Licht würde die Welt für uns nicht existiert – es gäbe keine Welt. Nur im Licht können wir die Farben und Formen aller Dinge sehen. Das Licht leuchtet nicht für sich selbst. Es leuchtet gleich, ob es jemand sieht oder nicht sieht. Das Licht leuchtet dort, wo wir es hinstellen. Licht zu sein bedeutet der Diener für andere zu  sein, also den anderen helfen. Wir leuchten oft nicht, weil uns etwas fehlt. Wir wissen alle,  dass keine Lampe, keine Glühbirne von selbst leuchtet. Jedes Licht braucht eine Quelle. Für uns ist GOTT diese Quelle. Wie können wir uns an Gott anschließen? Durch das Gebet.

Von Arthur Rubinstein wird erzählt, dass dieser Mann ein großer Klavierspieler war. Als er schon 84 Jahre alt war, übte er noch täglich 6 Stunden, als er jünger war, übte er 9 Stunden täglich. Sein Talent zeigte sich schon, als er drei Jahre alt war,  aber es dauerte sehr lange bis er am Konzertpodium auftreten konnte. Das ist eine Belehrung für uns. Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir viel und oft üben. Nur so können wir das Licht für die anderen sein.

Lichtertanz: Wir tragen dein Licht

Segensgebet

Segen 

20. Dezember, Dienstag, 2916 Lk 1,26-38

Gott, unser Vater, bei dem nichts unmöglich ist, sei mit euch.

Im heutigen Evangelium teilt der Engel Gabriel Maria mit, dass sie Mutter Gottes werden wird. Maria reagiert ganz natürlich. Sie ist überrascht und fragt: „Wie soll das zugehen, da ich doch keinen Mann kenne?” Als der Engel ihr „die Sache” erklärt, stimmt Maria zu und sagt: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du gesagt hast.”

Jesus, für dich nichts unmöglich ist. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du bist der Immanuel, der Gott mit uns. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du hast dich entschieden, die Menschheit zu erlösen.

Wer kennt, kann noch mehr lieben. So war es auch bei Maria. Als Maria „Ja” sagte, wurde Gott durch die Kraft des Heiligen Geistes Mensch. Viele Menschen sagen, das sei unmöglich. Aus menschlicher Sicht ist das tatsächlich unmöglich. Aber was für den Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich. Die Tatsache, dass Gott Mensch geworden ist, bedeutet, dass Gott in die menschliche Geschichte eingegriffen hat. Gott wollte, dass die Menschen Kinder Gottes werden. Das Gebet „Gegrüßet seist du, Maria” hat drei Teile. 1. die Worte des Engels, 2. der Gruß von Elisabeth und 3. die Worte der Kirche. Dieser Teil wurde im Mittelalter hinzugefügt. Hier beten wir: „Bitte für uns Sünder.” Wir dürfen nicht vergessen, dass wir Sünder sind. Wenn wir den theologischen Inhalt des Gebetes „Gegrüßet seist du, Maria” und seine Geschichte kennen, kann sich unsere Einstellung zu diesem Gebet ändern. Viele Menschen beten das Gebet „Gegrüßet seist du, Maria” täglich. Wir wissen, dass wir Maria von Gott geschenkt bekommen haben, damit unser Weg des Heils leichter und sicherer wird. In einem Gebet zu Maria steht, dass niemand, der Zuflucht bei Maria nahm, abgewiesen wurde. Maria ist unsere Mutter und wir sind ihre Kinder, die sie liebt. Damit ist alles gesagt.

Maria hat Gnade vor Gott gefunden. Zum barmherzigen Vater wagen wir deshalb zu beten.

Wenn wir beten, finden wir den Frieden. Darum beten wir..,

Selig, die Ja zu Gottes Willen sagen, und ins Gottesreich kommen.

19.Dezember 2016 Lk 1,5-25

Gott unser Herr,der den Weg für seinen Sohn, vorbereitet hat.sei mit euch.

Das heutige Evangelium spricht vom Zacharias und sein Weib Elisabeth. Sie waren Eltern von Johannes des Täufer. Beide spielten im Heils Geschichte eine bedeutende Rolle.

Jesus, die Botschaft deines Kommens war Freude für die ganze Welt. Herr, erbarme dich unser.

In Johannes hast du  einen Boten vorhergesandt. Christus, erbarme dich unser.

Engel haben dein Kommen in  diese Welt angekündigt. Herr, erbarme dich unser.

Das Evangelium beschreibt das Opfer Zacharias und sein Treffen mit Engel Gabriel. Johannes der Täufer stammte nach dem Vater und Mutter aus dem Geschlecht Aron, aus dem priesterlichen Geschlecht. Wenn eine Frau, kein Kind hatte, war es so begreifen, als die Strafe von Gott. Dies Los betrifft auch Elisabeth. Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Zacharias wird seines Alters bewusst, auch vorgerücktes Alter seiner Frau und weis dass , aus seiner Familie der Messias nicht geboren wird. Zacharias verlor alle Hoffnung. Als ihm der Engel angekündigt habe, Zacharias statt dessen, dass er glaubt, denkt an alle mögliche und unmögliche Hindernisse. Für seinen Unglauben wurde er bestraft. Er wurde stumm. Möge diese Geschichte für uns Belehrung sein. Wir wissen, dass bei Gott alles möglich ist. Er will, dass wir ihm glauben, dass wir auf ihm vertrauen.

Da wir auf Gott vertrauen, beten wir zu unserem himmlischen Vater.

Wenn wir Gottes Willen erfüllen, werden wir in Frieden leben.

Selig, die vor Gott  in allen Geboten und Satzungen  des Herrn  untadelig sind.

Die Freude am Herrn ist ihre Stärke.

Darum sprach er zu ihnen: „Geht hin, esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet auch denen davon, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig. Seid nicht bekümmert; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“ Neh 8,10.

Die Freude am Herrn ist ihre Stärke. Haben Sie diese Worte manchmal wahrgenommen? Werden wir uns dessen bewusst, wie oft die Freude in der Heiligen Schrift erwähnt wird? Schauen wir uns einige Texte an: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. (Gal 5,22) Haben wir bemerkt, dass die Freude in der Frucht des Geistes an zweiter Stelle angegeben wird? Und weiter: Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. (Röm 14,17) Unter den drei charakteristischen Eigenschaften des Reiches Gottes gehört eben die Freude. Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Solches rede ich zu euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.” (Joh 15,11)
Von der Kreuzigung und ihrer Frucht sagt Jesus: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.“ Joh 16,20 Und er setzt fort: „Und auch ihr habt nun Traurigkeit, aber ich beabsichtige, euch wiederzusehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.” Joh 16,22
Und wenn Jesus zum Vater betet, dann betet er so: Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf dass sie in sich haben meine Freude vollkommen. Joh 17,13
Der heilige Paulus ermuntert die Gläubigen: „Seid allezeit fröhlich.”  Thess 1,5,16.

Was ist der Grund für diese Freude? Jesus selbst sagt dazu: „Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch vielmehr darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ (Lk 10,20) Der Grund zur Freude ist also, dass unsere Namen im Himmel geschrieben sind. Warum sind sie dort geschrieben?  Weil Gott uns adoptiert hat. Wir sind Kinder Gottes und unsere Heimat ist im Himmel. Ist das nicht ein Grund zur Freude? Die Menschen freuen sich, wenn sie im Lotto viel Geld gewinnen, eine Arbeitsgenehmigung für Amerika erhalten oder eine Villa erben. Über solche Kleinigkeiten freuen sie sich so sehr. Wie groß muss dann erst die Freude sein, wenn wir für immer im Himmel leben werden? Diese Freude ist die Kraft eines Christen. Christ zu sein bedeutet, in dieser adopterichen Freude zu leben. Ein Christ freut sich schon jetzt. Was wir jetzt erleben, ist jedoch nur das Vorzeichen der Freude; die wirkliche Freude kommt erst noch. Diese Freude ist der Motor des Christentums. Nehmen wir Jesus wahr! Machte er etwas anderes, als überall Freude zu säen? Durch seine Wunder und die Heilung von Menschen verbreitete er Freude. Jesus verkündete große Freude. Liebe und Freude sind eng verbunden. Der heilige Paulus entsetzte sich, als er bemerkte, dass die Galater sich wieder dem Gesetz zuwandten. Das Gesetz bedeutet Last, Pflicht und Gericht. Jesus lädt uns zur Freude ein, nicht dazu, das Gesetz, wie die Pharisäer, betrübt, einzuhalten. Das Gesetz ist ein Joch. Nun versucht ihr, Gott zu prüfen, indem ihr ein Joch auf den Hals der Jünger legt, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten. (Apostelgeschichte 15,10) Gottes Leben ist etwas anderes: Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen. Philipper 2,13

Das Christentum lässt sich nicht anders leben als in Freude. Wenn wir an Jesus glauben, dann müssen wir voller Freude sein. Wenn wir keine Freude haben, dann stimmt etwas mit unserem Glauben nicht. Oder wir haben keinen Glauben. Selbst Leid und Schmerz können diese Freude nicht unterdrücken. Als sie die Apostel herbeigerufen hatten, schlugen sie sie und geboten ihnen, nicht im Namen Jesu zu reden, und ließen sie frei. Sie nun gingen vom Hohen Rat weg, voll Freude, dass sie gewürdigt worden waren, für den Namen Jesu Schmach zu leiden. (Apostelgeschichte 5,40–41) Paulus, der Apostel, erklärt uns: „Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.“ Röm 8,18 Wir wissen, dass wir berufen sind, in die ewige Freude einzugehen.

Ohne Freude verliert das Christentum alles. Das ist dann kein Christentum mehr. Wer würde schon etwas verkünden, das eine Bürde ist? Wie können wir Freude in die Welt tragen, wenn wir selbst düster und voller Angst sind? Was übergeben wir weiter?  Die Frohe Botschaft oder unendliche Zurechtweisung und Drohungen? Wenn wir glauben, dass wir nicht ohne Freude leben können. Wenn wir lieben, können wir ohnehin nicht ohne Freude leben. Doch der Liebende ist voller Freude, weil er mit dem Geliebten leben kann, und der Geliebte ist Gott selbst.

Ohne Freude bezeugen wir lediglich, dass wir weder Glauben noch Liebe haben. Wir haben den anderen nichts zu übergeben, nur leblose Bräuche, Pflichten und Lehrsätze, die niemanden erlösen und das Leben von niemandem ändern können. Das Gesetz und seine Einhaltung können uns nicht retten. Denn durch Werke des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht; durch das Gesetz kommt es vielmehr zur Erkenntnis der Sünde (Röm 3,20). Röm 3,20. Die Funktion des Gesetzes war eine andere. Es überführt uns, dass wir ohne Glauben, ohne Gott, nicht als Gottes Kinder leben können. So bereitete uns das Gesetz dafür, dass wir an Christus glauben und durch ihn ein neues Leben beginnen. Außer der Liebe ist das Erkennungszeichen dieses neuen Lebens eben die Freude. Wenn Sie einen Menschen treffen, der liebt und voller Freude ist, dann ist das sicher ein Christ. Aber ein betrübter Christ? Es ist, als ob Sie über eine dunkle Sonne, ein kaltes Feuer oder trockenes Wasser sprechen. Kurz gesagt: So etwas kann nicht existieren. Also: Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Philipper 4,4

Ich glaube an Gott den Schöpfers des Himmel und der Erde

Katechese für Firmlinge
Problem: Zweifel an der Existenz Gottes, scheinbare Widersprüche sowie Konflikte zwischen Wissenschaft und Glauben. Die Firmlinge sehen in den geschaffenen Dingen den Nachweis der Existenz Gottes.
Ziel: Festigung des Glaubens an die Existenz Gottes, Hinweis auf seine Anwesenheit in den geschaffenen Dingen, Aufzeigen, dass Wissenschaft und Glaube nicht widersprechen.
Witz: Ein Zimmermann, ein Gärtner und ein Elektriker treffen sich und beginnen zu streiten, welches Handwerk das älteste ist. Der Zimmermann sagt: „Unser Handwerk ist das älteste. Schon der heilige Joseph war Zimmermann.  Gärtner: „Das ist nicht wahr. Der erste Mensch, Adam, war Gärtner. Elektriker: „Das ist nichts. Als Gott sagte: „Es werde Licht!“, hatten wir die Kabel schon gespannt.

Diskussion: Wer von euch glaubt an Gott? Wahrscheinlich alle, die sich zur Firmung angemeldet haben. Stellt euch vor, ein nichtgläubiger Freund stellt euch die Frage: „Woher weißt du, dass es einen Gott gibt?” Was würdet ihr ihm antworten?
Erzählung über die Spuren Gottes: Ein französischer Gelehrter unternahm wissenschaftliche Forschungen in der Wüste. Sein Gefährte war ein Araber. Bei Sonnenuntergang breitete dieser einen Teppich aus und begann zu beten. „Was machst du da?“, fragte der Gelehrte. „Ich bete.” „Zu wem betest du?” „Ich bete zu Gott.” „Hast du Gott schon einmal gesehen? „Nein.” – „Nein.”
Der Gelehrte dachte: „Du bist sicher irrsinnig.“ Am Morgen kam der Gelehrte aus dem Zelt und sagte: „In der Nacht war hier ein Kamel. Der Araber fragte: „Hast du das Kamel gesehen?”  „Hast du es berührt?” – „Nein.”
– „Du bist ein wunderlicher Mensch.” „Aber warum?” Um das Zelt herum sind deutlich Spuren eines Kamels zu sehen. Gerade ist die Sonne aufgegangen. Der Araber zeigte auf die Sonne und sagte: „Schauen Sie, Herr, das sind Spuren Gottes.”

Diese Erzählung weist darauf hin, dass Gott aus den erschaffenen Dingen erkannt werden kann: Denn seit der Erschaffung der Welt wird Gottes unsichtbares Wesen, das heißt seine ewige Kraft und Gottheit, an seinen Werken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. Röm 1,20

Die Welt konnte nicht von selbst entstehen. Alles hat seine Ursache. Es musste die primäre Ursache sein. Und das ist Gott.

Kustisch: Die Natur spricht von Gott

Es ist bekannt, dass Ameisen ihre Nester unter der Erde bauen. Es gibt jedoch auch Ameisen, die auf Bäumen leben und ihre Nester aus Blättern bauen. Manchmal verknüpfen sie zu diesem Zweck zwei Blätter, ein anderes Mal nur ein Blatt. Eine Gruppe von Ameisen fasst das Blatt von einer Seite, die zweite Gruppe von der anderen Seite, und versucht, das Blatt zusammenzurollen. Für die kleinen Ameisen ist das nicht einfach. Zum Schluss nagt eine Ameise das Blatt am Rand an, dort, wo es am nachgiebigsten ist. Alle anderen Ameisen laufen ihr zur Hilfe. Jetzt ist es notwendig, die Blattkanten zu verkleben, damit sich das zusammengerollte Blatt nicht wieder ausrollt.  Eine Ameisengruppe bringt Ameisenlarven mit. Die Ameisen drücken sie leicht an und es beginnt, ein pappiger Stoff aus ihnen herauszulaufen, der aushärtet und zu einem Faden wird, der so dünn ist wie ein Spinngewebe. Mit diesem pappigen Zwirn nähen die Ameisen die Ränder des Blattes zusammen. Sie ziehen den Faden aber nicht durch das Blatt, da sie keine Nadel haben. Sie kleben ihn an das Blatt, einmal auf der einen und einmal auf der anderen Seite. „Das Rohr“ ist so gerollt und genäht, dass die Öffnung nur auf einer Seite liegt. Wie sollen wir erklären, dass die Ameisen ihre Häuser so bauen? Eine populäre Zeitschrift erklärte die Sache folgendermaßen: Die Ameisen geben von Generation zu Generation das Geheimnis des Hausbaus aus Blättern weiter. Und so sollte der Leser glauben, dass einst eine Ameise diese Bauart ausgedacht hatte. Dann lehrte sie ihren Sohn, der es wiederum an seine Nachkommen weitergab. Das Problem dabei ist jedoch, dass die jungen Ameisen, während die Alten „bauen“, noch in Puppen schlafen. Wenn die jungen Ameisen größer werden, beginnen sie, aus dem pappigen Stoff einen Faden zu zwirnen und Häuser zu bauen. Interessant ist, dass sie das von Anfang an vollkommen machen. Also nicht so wie die Menschen. Der Mensch macht beim ersten Mal Fehler. Wir kennen das Sprichwort. Niemand ist vom Himmel gefallen. Die Erklärung ist leicht. Gott hat die Fähigkeit, die Ameisen „einzulegen“ und Häuser aus Blättern zu bauen. Einige sagen aber, dass das die Natur gemacht hat. Wir wissen jedoch, dass die Natur nur eine Gesamtheit ohne Vernunft ist, die nichts planen kann. Wir müssen außerdem bemerken, dass der Mensch in diese Ameisenbaukunst keineswegs eingegriffen hat. Es bleibt nur eine Erklärung. Gott hat diese Fähigkeit, Häuser zu bauen, in die Ameisen eingebracht.

Die Kinder haben einmal gesehen, wie eine Katze eine giftige Viper griff. Als ob die Katze nicht gewusst hätte, welche Gefahr sie aussetzte. Die Viper nutzte die Unachtsamkeit der Katze aus und biss sie mit ihren giftigen Zähnen. Die Katze nahm darauf keine Rücksicht, sprang zur Viper und tötete sie. Danach ließ sie die Viper los und lief in den Wald. Nach einer Weile kehrte sie zurück und fraß die Viper. Die Stunden vergingen, doch das Gift wirkte nicht. Die Katze schlief und schnurrte zufrieden. Warum unterliegt die Katze dem Gift nicht? Im Wald fand die Katze ein Kraut, das sie fraß und damit die Wirkung des Giftes vereitelte. Woher weiß die Katze, welches Kraut sie auffressen soll? Doch die Katze hat nicht an der Pharmazie studiert. Die Katze wird sich dessen nicht bewusst sein. Und sie tut es, als hätte sie Pharmazie studiert. Niemand hat die Katze gelehrt, welches Kraut sie suchen soll, und doch findet sie das Kraut, das sie braucht.

Eine Firma auf dem Turm

In einem Land lebte ein Milliardär, der glaubte, dass man mit Geld alles erreichen könne. Er rief einen berühmten Baumeister zu sich, der bereits mehrere Meisterwerke geschaffen hatte. Der Milliardär sagte zu ihm: „Ich möchte einen Turm bauen lassen. Der Baumeister sagte zu. Der Turm sollte einen Querschnitt von vier Metern haben. Im Turm müssen eine Treppe, ein Fahrstuhl und eine Wassereinleitung eingebaut werden. Nach diesen Worten sagte der Baumeister nicht sofort zu, sondern dachte nach. Der Milliardär setzte fort. Beim Bau darf weder Beton noch Eisen verwendet werden. Jetzt riss der Baumeister die Augen auf, ohne zu überlegen. Der Auftraggeber fuhr fort. Die Wand dieses Turms darf nicht dicker als ein halber Meter sein und der Turm muss 1 500 Meter hoch sein. Das ist aber noch nicht alles. Außerdem muss auf dem Turm eine Firma ausgebaut werden. Der Baumeister dachte, der Milliardär sei verrückt geworden. Einen solchen Turm zu erbauen, ist blanker Unsinn. Das kann man auch mit Hilfe aller Gesetze der Mathematik, Physik und Chemie nicht machen. Und doch ist ein solches Bauwerk Realität. Tausendmal verkleinert in jedem Roggenhalm. Alle Maße, die der Milliardär festgelegt hat, sind gültig, wenn sie tausendmal verkleinert werden. Dieser Halm ist ein architektonisches Wunder, das man nicht nachahmen kann. Seine Höhe ist wirklich vielhundertmal größer als sein Querschnitt. Der Halm ist ohne Beton ausgebaut. Im Halm befinden sich Lifte und Wasserleitungen für Nahrungsmittel. Oben auf dem Halm ist eine echte chemische Firma platziert, in der das Korn erzeugt wird, aus dem wir das Mehl gewinnen. Millionen Halme zeugen von der wunderbaren Weisheit, die sich in der ganzen Natur äußert.

Können solche Wirklichkeiten durch Zufall entstehen? Für Gott gibt es keinen Zufall. Die Reihenfolge der Entwicklung und die Ordnung in der Natur sind Zeichen des Schöpfers. Die Entstehung des Lebens auf der Erde durch Zufall zu erklären, bedeutet, dass man von einem Ausbruch in der Druckerei die Entstehung irgendeines Lexikons erwartet. Prof. Edwin Couklin.
Ist die Ordnung in der Natur Zufall oder Gottes Werk?

Würde aus einem pflanzlichen Saatkorn eine Pflanze aufwachsen, wenn wir alle chemischen Stoffe entfernen, die es enthält? Nie. Aus einem gewöhnlichen Samen wächst ein zehn Meter hoher Baum, der weiß, wie er gedeihen, wann er blühen und wann er Früchte tragen soll. Die ganze Natur in ihrer Verschiedenheit und Schönheit bereitet Gott aus Liebe zu uns vor. Durch die Vernunft können wir eine teilweise Erkenntnis von Gott erlangen. Aber unser Glaube beruht nicht nur auf den Schlussfolgerungen des Verstandes.

Wissenschaft und Glaube widersprechen sich nicht.

Manchmal scheint es uns, als sage die Wissenschaft etwas anderes als die Heilige Schrift. Wer hat die Wahrheit? In beiden ist die Wahrheit. Sie ergänzen sich. Das Ziel der Wissenschaft ist es, durch den Verstand Gottes Plan zu erkennen; der Glaube gibt diesem Plan Sinn. Die Erklärung der Heiligen Schrift über den Ursprung der Natur und der Menschen ist kein wissenschaftliches Studium für Physiker und Biologen, sondern eine sinnbildliche Erzählweise, die auch Menschen im Altertum nachvollziehen konnten. Johannes Paul II. sagte im Jahr 2004 auf dem Internationalen Forum der Jungen: „Glaube und Verstand sind wie zwei Flügel, auf denen der menschliche Geist höher emporsteigt, um die Wahrheit zu erforschen.”

Zum Schluss lesen Psalm 33, 1-15

Jesaja 40,28; 42,5; 45,1,8,12,15,18

Jeremia 10,12; 33,2; 1,5
Können wir etwas über Gott erfahren, obwohl er unsichtbar ist?
Ja, denn er offenbart sich uns durch die Schönheit der Natur und durch die Liebe guter Menschen. Vor allem aber offenbart er sich uns durch die Heilige Schrift und durch seine Wirkung in unserem Leben und in der Welt.  KKK 341.

17. Dezember 2016 Mt 1,1-17

Jesus, der Nachkomme Davids, sei mit euch.

Viele Menschen möchten ihren Stammbaum kennen. So erfahren Sie, wer Ihre Ahnen waren und woher sie kamen. Auch Jesus hatte einen Stammbaum. Er stammte aus dem königlichen Geschlecht Davids. Interessant ist, dass die Propheten schon vor Jahrhunderten voraussagten, aus welchem Geschlecht Jesus stammen würde.

Jesus, du kamst nach der Verheißung des Vaters. Herr, erbarme dich unser.

Du nahmst die Schuld  aller Menschen auf dich. Christus, erbarme dich unser.

Du wurdest Mensch, als der Sohn  der Jungfrau Maria, Herr, erbarme dich unser.

Wir beginnen mit der unmittelbaren Vorbereitung auf Weihnachten. In dieser Zeit feiern wir keine Feste der Heiligen. Diese Vorbereitung beginnt mit der Aufstellung einer langen Reihe von Namen, die wir den Stammbaum nennen. Der Stammbaum Jesu durchläuft drei Zeitabschnitte der Geschichte des auserwählten Volkes. Der erste Zeitabschnitt beginnt mit Abraham und endet mit König David; anschließend setzt sich der Stammbaum durch die Zeit der Könige fort. Danach folgt die Periode nach der Gefangenschaft, in der die Ankunft des ewigen Königs-Messias erwartet wird – Jesus. Einige Mitglieder wurden aus dem Stammbaum ausgelassen, wohl aufgrund ihrer Sünden. Im Stammbaum werden auch die sündigen Frauen aufgeführt, um den Stolz der Juden zu bremsen und hervorzuheben, dass Jesus die Sünder erlösen wird.

Jesus Christus hat uns  von der Sünde erlöst. Deshalb  wagen wir in seinem Namen  zum Vater zu beten.

Die Engel verkündeten uns die Botschaft des Friedens. Wir  bitten ihn.

Selig, die dem Volk Gottes angehören und am letzten Tag gerettet werden.

Freitag der 3.Adventwoche 2016/17 Joh 5,33-36

Jesus, der gesagt hat: „Ich nehme kein Zeugnis von Menschen an“, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium sagt Jesus, dass er ein größeres Zeugnis hat als Johannes der Täufer. Welches Zeugnis ist das? Es sind die Werke und Wunder, die er im Namen des Vaters vollbracht hat. Jesus sagte: „Diese Werke zeugen davon, dass mich der Vater gesandt hat.”

Jesus, deine Taten zeugen davon, dass du der Sohn Gottes bist. Herr,erbarme dich unser.

Du hast den Menschen das Heil verkündet. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, alles, was die Propheten über dich gesagt haben, ist in Erfüllung gegangen. Herr, erbarme dich unser.

Wir sagen, dass Selbstlob stinkt, wenn man sich selbst lobt. Es ist keine angenehme Eigenschaft und führt oft zu Spaltungen unter Freunden sowie zu weiteren Unannehmlichkeiten. Wir wissen allerdings auch, dass sich gute Arbeit selbst lobt. Wir wissen aber auch, wie gut es uns tut, wenn uns jemand lobt und Anerkennung schenkt. Wir sind uns dessen bewusst, dass uns das Selbstlob um unsere Verdienste bringt. Darum sollten wir unsere Pflichten nicht nur für das Lob der Menschen erfüllen. Wie gläubige Menschen sollten wir unsere Pflichten so erfüllen, dass Gott uns einmal dafür belohnt. Vielleicht scheint es uns, als würden die Worte Jesu wie ein Selbstlob klingen. Aber das ist nur ein oberflächlicher Blick. Jesus sagte diese Worte nicht, um sich zu loben, sondern um uns zu lehren. zu Spaltungen unter Freunden sowie zu weiteren Unannehmlichkeiten. Wir wissen, dass sich gute Arbeit selbst lobt. Wir wissen aber auch, wie gut es uns tut, wenn uns jemand lobt und Anerkennung schenkt. Wir sind uns dessen bewusst, dass uns das Selbstlob um unsere Verdienste bringt. Darum sollten wir unsere Pflichten nicht nur für das Lob der Menschen erfüllen. Wie gläubige Menschen sollen wir unsere Pflichten so erfüllen, dass Gott uns einmal dafür belohnt. Vielleicht scheint es uns, als klingen die Worte Jesu wie ein Selbstlob. Aber das ist nur ein oberflächlicher Blick. Jesus sagte diese Worte nicht, um sich zu loben, sondern um uns zu lehren.

Beten wir so, wie Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat.

Jesus kam zu uns mit der Botschaft des Friedens. Um diesen Frieden bitten wir.

Selig, die in ihrem Leben Christus kennengelernt haben und ihm nachfolgten.