Liebe Kinder, liebe Gemeinde! Wie ihr gerade gesungen habt, dürfen wir heute wieder gemeinsam mit Jesus feiern. Wir haben einen warmen Sommer genießen dürfen und ich hoffe ihr habt viel Zeit mit euer Familie und mit euren Freunden verbracht. Bestimmt habt ihr wieder Energie getankt, damit ihr gut in das neue Schul- oder Kindergartenjahr starten könnt.
Heute möchten wir im Gottesdienst darüber nachdenken, was wir alles im Alltag tun und sagen, es vielleicht aber vom Herzen gar nicht zu meinen. Matthias, Paula und Marlene haben sich darüber Gedanken gemacht und sie möchten nun am Beginn für uns alle Gott um Verzeihung bitten.
Bußgedanken
Matthias:
In einer Woche starte ich in der NMS. Viele haben mich gefragt, ob ich mich schon auf die neue Schule freue. Meistens habe ich ja gesagt. Aber wenn ich ehrlich bi, mache ich mir schon Gedanken wie es mir dort gehen wird.
Herr, erbarme dich
Paula:
In den Ferien habe ich viel Zeit mit meinem kleinen Bruder verbracht. Die Leute sagen dann immer, dass ich so eine gute Schwester bin, weil ich mich so gut um ihn kümmere. Doch manchmal geht er mir auf die Nerven. Doch manchmal geht er auf die Nerven. Das würde ich aber nie zugeben.
Christus erbarme dich
Marlene:
Oft tun wir Dinge, die wir gar nicht so meinen. Manchmal wollen wir damit dem anderen eine Freude machen, manchmal möchte wir damit anderen gefallen. Das wichtigste aber wäre: Etwas zu tun und zu sagen und es auch vom Herzen so meinen.
Herr, erbarme dich
Pfarrer: Herr, du bist der Gott aller Menschen. Es ist nicht immer leicht aus unserem Herzen heraus zu handeln. Verzeihe uns, wenn wir damit Probleme haben und vergib uns unsere Schuld. Schenke uns dein Erbarmen, stehe uns zur Seite uns schenke uns Mut wenn wir es immer wieder probieren. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen
Tagesgebet
Guter Gott. Für manche Kinder und Jugendliche wird zu Schuldbeginn alles ganz neu sein. Die einen kommen das erste Mal in den Kindergarten, die anderen beginnen in der Volksschule oder in einer höheren Schule. Schenke unserer Kindern Mut für alles Neue und Vertrauen, dass alles gut wird. Darum, bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen
Gloria; Wir sind hier zusammen
Lesung; Jak 1,17-18 , 21-22.27
Rollenspiel vor dem Evangelium
Tanja:
Zu unserem Thema ,,Etwas tun und es auch so meinen haben wir ein kleines Rollenspiel vorbereitet. Darin hat Tante Maria Geburtstag. Ihr Nichte Marlene, Paula und ihre Neffe Matthias schenken ihr etwas zum Geburtstag. Aber schauen wir uns an, wie es zu diesem Geschenken gekommen ist.
Szene 1. Marlene
MMhh, morgen hat Tante Maria Geburtstag und ich möchte ihr etwas schenken, dass si sieht, wie gerne ich sie hab. Aber ohne Geld… Ha, ich weiß es! Ich mal ihr eine schöne Geburtstagskarte, das kann ich gut, und das ist etwas, was wirklich von mir ist.
/Marlene setzt sich auf die Stufen und malt an ihrer Karte…/
Szene 2.Paula
/mit umgehängten Fußballschuhen; wirkt etwas gestresst und genervt/
1. September. Oh nein, da hat ja morgen Tante Maria Geburtstag. Nicht schon wieder. Am liebsten würde ich ihr gar nichts schenken, aber das geht ja nicht, dann bekomm ich ja auch nichts mehr von ihr. Ha, jetzt hab ich es. Ich habe einmal so eine Karte bekommen, wo hinten nichts draufsteht. Die schenke ich dir.
Paula geht zu einer Kiste und kramt nach der Karte/
Szene 3. Matthias/Scooter zum Einkaufen/
Jetzt denk ich schon seit zwei Tagen nach, was ich Tante Maria zum Geburtstag schenken soll, aber mir fällt nichts ein. Die hat ja schon alles. Und womit soll ich ihr noch eine Freude machen. Die Geschäfte sperren auch gleich zu… Was soll es: jetzt fahre ich noch schnell und kauf eine Geburtstagkarte, mir fällt einfach nichts besseres ein.
/ Matthias fährt mit dem Scooter Richtung Familienchor/
Tanja
Am nächsten Tag ist es soweit. Tante Maria ist zu Besuch und freut sich sehr die Kinder zu sehen. Alle 3 haben ihre Karte in der Hand und schenken sie ihrer Tante.
Szene 4.
Tante Maria setzt sich auf den Sessel im Altarraum. Kleine Kindersessel und ein kleiner Tisch stehen bereit. Die 3 Kinder haben ihre Karten fertig- gefunden- oder eingekauft und gehen zu ihrer Tante. Nacheinander geben sie ihr die selbe Karte. /alle drei Briefkuverts sehen gleich aus/
Halleluja: Kinderchor
Evangelium: Mk 7,1-8, 8.14-15, 21-23
Predigt.Pfarrer
Wir haben vor dem Evangelium ein kleines Rollenspiel gesehen- es ging um den Geburtstag von Tante Maria- und sie hat drei gleiche Geburtstagsgeschenke bekommen. (Priester hält der gleichen Briefkuverts hoch). Aber wenn wir genauer darüber nachdenken, kommen wir darauf, dass es eigentlich doch nicht drei gleiche Karten waren.. Es ist ein Unterschied ob wir etwas tun, weil wir es müssen, oder aber, wenn wir etwas von Herzen gerne machen! Also etwas tun und es auch so meinen. Heute im Evangelium hat sich Jesus auch zu diesem Thema geäußert. Er hat sich gegen so eine Haltung der Scheinheiligkeit gewandt. Als Hintergrund für euch.. Die Juden waren schon 1000 Jahre lang ein Volk, als Jesus auf die Welt kam. Und sie hatten gelernt, miteinander zu leben.. Dafür gab es viele Gebote und Gesetze. Gott und die Menschen haben diese Regeln aufgestellt und deshalb hielten sie an den alten Regeln für das Zusammenleben fest. Viele Menschen haben damals diese Gesetze wortwörtlich befolgt, aber gar nicht mehr darüber nachgedacht, warum sie so oder so handeln, was denn eigentlich mit Gesetz gemeint war. Sie haben ihr Herz dabei ausgeschaltet und einfach so getan wie es in den Gesetzen verlangt wurde. Für Jesus ist diese Haltung nicht ok. Nur strickt an die Regeln halten und möglicherweise Gott und seinen Nächsten dabei zu übersehen, das geht nicht. Er wünscht sich, dass die Menschen etwas tun und es auch von Herzen so meinen, für Gott, für den Menschen, für den Nächsten, für die Gemeinschaft und somit auch für sich selbst. Genauso haben wir es auch in unserem Rollen gesehen. Es gehört sich ja seiner Tante, seinen Eltern oder Großeltern ein Geschenk zu geben. Und so tun wir das auch. Aber es kommt vor, dass die Liebe und das Herz nicht dabei sind. Wenn wir das immer wieder machen, werden wir uns irgendwann nicht mehr auskennen, ob es einer mit uns meint oder nicht. Genau das sollen wir uns aber vornehmen. Ales was wir tun, sollen wir auch von Herzen so meinen! Genau das wünscht sich auch Jesus von uns. Dann kann Gemeinschaft im Sinne Jesus gelingen. Und in diesem Sinne wollen wir nun auch diese Messe weiter feiern. Beten wir bewusst, feiern wir ehrlich und singen wir aus dem Herzen für uns und unserem Herrn. Amen
Glaubensbekenntnis
Fürbitten
Marlene: Herr Jesus, wir bitten für alle, die Angst haben, dass sie sich blamieren könnten, Schenke Ihnen Menschen, die es ehrlich mit ihnen meinen und nicht nur so tun als ob sie sie gernhaben.
Wir bitten dich erhöre uns.
Paula: Herr Jesus, wir bitten für alle Kinder, dass immer jemand da ist, der Zeit und Geduld hat, unsere Fragen zu beantworten.
Wir bitten dich erhöre uns.
Anna Maria Herr Jesus, wir bitten für alle Verantorwortlichen in Politik, Kirche und Geselschaft, dass sie das, as sie tun, auch immer ehrlich meinen.
Wir bitten dich erhöre uns.
Matthias. Herr Jesus, die Ferien sind schon fast zu Ende. Viele von uns besuchen eine neue Schule. Wir machen uns Gedanken wie das sein wird. Unterstütze und begleite uns auf unseren neuen Wegen.
Wir bitten dich erhöre uns.
Tanja Herr, Jesus auch wir Eltern machen uns Gedanken wie es unseren Kindern im Kindergarten und in der Schule gehen wird. Schenke ihnen Pädagogen mit einem offenen Herzen, ehrliche Freunde und viel Freude und Ausdauer um Neues zu lernen.
Wir bitten dich erhöre uns
Pfarrer: Herr Jesus, wir bitten auch für alle Verstorbenen. Nimm sie bei dir auf und schenke ihnen deinen Frieden in deinem Reich. Ich bitte auch um den Heiligen Geist für unsere Kindergarten- und Schulkinder. Komm auf sie herab und schenke ihnen Kraft, Mut und Ausdauer für alles was im neuen Schuljahr auf sie zukommen wird. Erhöre alle unsere lauten und leisen Bitten und schenke uns Offenheit, Ehrlichkeit und Vertrauen für unsere Lebensweg heute und an allen Tagen. Amen
Gabenbereitung: Nimm mein Leben SJ 266
Heilig; Kinderchor
Vater unser: gesungen SK 334
Als Zeichen, das wir alle Geschwister sind und zu unserm gemeinsamen Vater beten, wollen wir uns nun die Hände reichen.
Friedensgruß:
Wenn wir einander jetzt den Frieden wünschen, so wollen wir versuchen, das ehrlichen Herzens zu tun.
Lamm Gottes: Oh du Gotteslamm SJ 108
Kommunion; Instrumental Birgit und Marlene
Im Wasser fällt ein Stein SJ 196
Verlautbarungen:
Geburtstagssegen: Geburtstagkinder Juli und August
Lied. Der Vater im Himmel segne dich.
Segen: Pfarrer
P. Der Herr sei mit Euch.
A. Und mit Deinem Geiste.
P. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn der Heilige Geist.
A. Amen.
Gehen wir hin, bringen wir Ehrlichkeit, Offenheit und den Frieden .
Gott, der allen von uns die Talente gegeben hat, sei mit euch.
Jesus erzählt ein Gleichnis, in dem ein Mann ins Ausland ging und er anvertraut sein Vermögen seinen drei Knechten. Wie haben wir gehören, anvertraute sein Vermögen jedem Knechten nach seinen Fähigkeiten. Zwei von ihnen dieses Vermögen verdoppelten, der dritte faulenzte und mit der Angst wartete auf seinen Herrn. Er hat nichts verloren, was lobenswürdig ist, aber auch nichts erlangen, was für einen Knecht unzulässig ist.
Jesus, du willst, dass wir durch die Gabe die wir bekommen haben, Frucht bringen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dein Wort an alle Menschen gerichtet. Christus, erbarme dich unser.
Du lernst uns die Zeit, die wir haben richtig benützen. Herr, erbarme dich unser.
Wir haben gehört, was machten die Knechten mit anvertrauten Talenten. Wenn wir, um uns herum schauen, stellen wir fest, dass wir alle nicht in gleicher Masse körperliche Tüchtigkeit, Weisheit, Schlagfertigkeit, Begabung, bekommen haben. Einige haben mehr bekommen, die andren weniger. Ist das nicht ungerecht? Nein, weil in diesem Gleichnis, werden nicht nur Gaben betonnen, wie etwas entscheidendste und wesentliche, sondern auch ihre Ausnutzung und Verwertungen. Der Herr ist dabei gerecht, weil er von niemand mehr verlangt, als er machen kann. Wenn wir schon über die Talenten sprechen, muss man sagen, dass das nicht nur natürliche physische Gaben sind wie die Gesundheit, Kraft, Vernunft, gute Erziehung, sondern auch die übernatürliche Gaben. Vor allem die Gabe des Heiligen Geistes, weiter Gottes Wort, Gebet. Und wir sind für diese Gabe verantwortlich. Einmal wird uns der Herr fragen, wie wir diese Gaben benützen. Aber nicht nur für uns selbst, sondern hauptsächlich, für unsere Nächsten. Weil wer nur an sich selbst denkt, schadet nur dem Werk des Herrn , aber auch sich selbst. Dem nichtsnutzigen Knechten wird das Talent weggenommen, das er so sorgfältig nur für sich selbst verbarg.
Mit dem Gebet, das Jesus uns anvertraut hat, dürfen wir dich bitten. Vater unser…
Jesus bringt Licht, bringt Heil bringt Frieden in die Herzen der Menschen, die ihm vertrauen.
Jesus, der sagte Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn, er sei mit euch.
Jesus ist unser Lehrer und wir sind ihre Jünger. Natürlich Jesus wünscht sich, dass wir ihm ähnlich sind. Darum sollen wir nach Vollkommenheit, nach Heiligkeit streben. Uns muss klar sein, dass wir in der Heiligkeit, in der Vollkommenheit Jesus, unseren Meister übertreffen werden. Im gemeinsamen Leben ist es nicht so. Es kommt nicht einmal vor, dass der Schüler seinen Lehrer überwindet, überholt.
Jesus, du hast uns den Weg eines vollkommenen Lebens gewiesen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns zu Zeugen deines Wortes und deines Lebens gemacht. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns berufen, als Salz der Erde mitzuwirken an der Heiligung der Menschen. Herr,erbarme dich unser.
Der heilige Paulinus, der aus einer vornehmen aquitanischen Familie stammte und um das Jahr 300 zur Welt kam,wurde 346 Nachfolger von Maximus auf dem Bischofsstuhl von Trier. Vor seiner Vorgänger, mit dem zusammen er nach Trier gekommen war, hatte Paulinus auch die Priesterweihe empfangen. Als Kaiser Kaiser Konstantius einige Jahre später auf dem Konzil von Arles die Verurteilung des Patriarchen von Alexandria, Athanasius, forderte, sprach sich Paulinus als einziger der Bischöfe dagegen aus. Konstantius verbannte den Trierer Bischof deshalb nach Phrygien, heute in der westlichen Türkei, wo Paulinus am 31. August 358 nach fünfjährigem Exil voller Demütigungen und Entbehrungen entkräftet starb. In der Pfarrkirche St. Paulinus in Deutschlands ältester Stadt Trier werden in der Krypta bis heute die Gebeine von Bischof Paulinus verehrt. In einem Sarg aus Zedernholz soll Bischof Felix, einer der Nachfolger von Paulinus, die Reliquien seines Vorgängers , Ende des 4.Jh rund 30 Jahre nach dessen Tod, nach Trier übertragen un in der Krypta der Urkirche beigesetzt haben. Später wurde der kostbare Sarg , von dem heute noch Teile erhalten sind in einem Sarkophag übertragen , in dem man 1072 die Gebeine vorfand. In den Jahren 1402 und 1883 wurde der Holzschrein nochmals geöffnet.
All unser Beten fassen wir in dem Gebet zusammen, das Jesus selber uns geschenkt hat. Vater unser…
Wir sehnen uns nach Frieden- im Großen, wie im Kleinen, den in der Welt und in unseren Beziehungen. Wir wissen darum, wie kostbar ist, wie zerbrechlich und zeitweise auch weit entfernt.
Christus spricht. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt.
Stellen wir uns vor, dass uns Gläubigen die Frage gestellt würde: Denken Sie, dass Gott mit ihnen zufrieden ist? Was für eine Antwort würden wir geben? Für einen gläubigen Juden müsste diese Frage anders formuliert werden. Glaubst du, dass du vor Gott rein bist? Die Juden drückten das Verhältnis zwischen Gott und Menschen mit den Begriffen rein und unrein aus. Es genügte, die äußeren Regeln einzuhalten, damit der Mensch rein ist, also in Gottes Liebe und Gnade.
Predigt
Wir kennen einige Bräuche der altestamentarischen Juden: das Händewaschen vor dem Essen, Krüge waschen, Becher waschen, Bettzeug waschen – dass Nicht-Betreten des Hauses eines ungläubigen Menschen – das Nicht-Essen des Fleisches einiger Tiere. Man sollte auch nicht jemanden berühren, der kultisch unrein war, auch keinen Leichnam berühren. Alle diese ritualen Vorschriften hatten ursprünglich ein Gesundheits- und Hygieneziel, aber im Laufe der Zeit wurde das vergessen und es ist nur eine Kultvorschrift geblieben. Diese Vorschriften haben auch ständig zugenommen, sodass es in der Zeit Jesu ungefähr 500 waren.
Wir haben auch göttlichen und kirchliche Geboten, aber manche kennen sie leider nicht oder nicht mehr. Es ist uns aber auch klar, dass die 500 jüdischen Vorschriften nur die Spezialisten, also die Schriftgelehrten, Pharisäer und gelehrte Rabbiner kannten. Gewöhnliche Menschen kannten nur einige grundlegende Gesetze und Vorschriften. Und schließlich konnten arme Leute nicht darauf achten, was sie essen oder was sie nicht essen sollten, denn sie aßen, was sie hatten und das war nicht viel. So war es nur eine kleine Gruppe von Menschen, die alle Vorschriften kannten und sie einhielten. Diese verachteten die ungelehrten Menschen, weil die Vorschriften nicht peinlich genau einhielten. Jesus war auch ein rechtgläubiger Jude. Er unterrichtete in den Synagogen, und deshalb, weil er auch Lehrer war, legte er Gottes Wahrheiten auch den Pharisäern und Schriftgelehrten aus. Er kannte sicher alle jüdischen Vorschriften. Er hatte aber den Mut einzugreifen und manche Grundlagen der jüdischen Religion zu verurteilen. Jesus sagte, dass das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann, was aber aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein. (Mk 7,21) Jesus meinte damit, dass sie anstatt zu achten, was sie essen oder nicht essen sollten, lieber auf ihre Gedanken, Worte und Taten achtgeben sollten. Seid nicht hochmütig und eingebildet, glaubt und handelt mit dem Herzen!
Galuben Sie, dass Gott mit uns zufrieden ist? Genügt es, die göttlichen und kirchlichen Gebote einzuhalten? Gilt nicht, was der Heilige Paulus sagt: Der Buchstabe tötet, der Geist belebt wieder? In seinen Bekenntnissen erzählt der Heilige Augustinus folgendes: Zwei kaiserliche Diener vergaßen auf dem kaiserlichen Hof völlig auf ihre Seele. Einmal kamen sie bei der Jagd zum Häuschen eines Einsiedlers. Auf dem Tisch fanden sie den Lebenslauf des Heiligen Antonius. Einer von den Dienern nahm das Buch und begann in ihm blättern und auch zu lesen. Nach einer lange Zeit wandte er sich seinem Freund mit den Worten zu: Sag mir, warum wir uns so im Dienst des Kaisers quälen und wir ihm all unsere Zeit und Mühe widmen! Gibt es nicht etwas Wichtigeres, als dass der Kaiser uns vielleicht zu seinen Freunden machen könnte? Und wenn es so sein würde, wie beständig wird seine Freundschaft sein? Und welchen Nutzen werden wir daraus haben, wenn wir das im Hinblick auf das ewige Leben betrachten? Nichts ist wertvoller als der Dienst für Gott! An ihn sollen wir uns wenden, seine Freundschaft soll uns wichtig sein und seine Liebe ist eine Liebe, die sich niemals ändern wird. Das Wichtigste aber ist, sein Versprechen, uns einmal das ewige Leben zu schenken. Bald darauf verzichteten sie auf den Dienst beim Kaiser und gingen in die Einsamkeit, um ihre Seele für das ewige Leben zu retten.
Von den Leuten werden wir nachdem gerichtet, was wir tun und welchen Erfolg wir haben. Sie schauen auf das Äußere. Gott schaut auf unsere guten Absicht und unseren guten Willen. Damit unsere Absichten aber richtig sind, müssen wir uns von Christus belehren lassen. Nur ER kann uns Heil schenken, nur ER kennt den richtigen Weg zum Heil.
Jesus, der sagte: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben, Er sei mit euch.
Wachen bedeutet, bereit zu sein, für das was kommen wird. Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht in welcher Stunde der Herr kommt. Viele Sachen haben wir gelernt, als verständliche nehmen. Zum Beispiel Atmen. Es passiert automatisch. Wir sind dessen nicht bewusst. Wir denken nicht darüber nach. Aber wenn wir nicht genug frische Luft haben, öffnen wir automatisch das Fenster und knöpfen wir das Hemd unter dem Hals auf. Wenn wir aufhören zu atmen, werden wir sicher sterben, werden wir das irdische Leben verlieren. Wenn wir aufhören geistig zu atmen, werden wir das ewige Leben verlieren.
Jesus, du hast uns gemahnt, wachsam zu sein für die Stunde unseres Todes. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns gelehrt, aus der Vergangenheit zu lernen und nicht gleichgültig in den Tag hineinzuleben. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns gewarnt vor Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit. Herr, erbarme dich unser.
Gott gab jedem von uns Leben und setzte uns zu Verwalter über unser eigenen Leben ein. Von jedem Verwalter verlangt sich eine wichtige Tugend und das ist die Tugend der Verantwortlichkeit. Zum Beispiel jeder Bankangestellte muss alle Aufzeichnungen über Einzahlungen oder die Auswahl des Geldes seiner Kunden in Ordnung haben. Wenn es nicht so wäre. der Direktor der Bank einen solchen Angestellte entlassen würde, und würde einen anderen verantwortlicheren finden. Oder die Schalter auf der Strecke ist verantwortlich für die Ordnung auf der Strecke, dass die Züge in die richtige Richtung gehen werden. Wenn Christus uns zur Wachsamkeit ruft, dann es ist deshalb, damit wir uns unsrer Verantwortung für unser Leben bewusst werden. Wir werden alle sterben, es ist aber wichtig, wie werden wir auf dem Tod vorbereiten. Was sollen wir tun, um uns der Tod nicht überrascht? Wachen bedeutet nicht unser Haus, unser Besitz hüten, sondern unsere Fehler bereuen, unser Inneres verändern, unserer Seele mehr Zeit widmen. Wir wissen nicht, ob wir Morgen, noch die Gelegenheit werden haben. Darum müssen wir schon heute beginnen, unsere Probleme lösen, verschieben wir sie nicht, weil wir keine Garantie haben, dass wir in der Zukunft genug dazu haben werden.
Wenn wir jetzt gemeinsam das Vater unser beten, bitten wir Gott, dass wir seinen Willen annehmen können.
Gott spricht uns immer neu seinen Frieden zu. Tragen wir diesen Frieden weiter zu unseren Mitmenschen.
Selig, die das Wort Gottes hören und es auch befolgen.
Gott, unser Vater, der die Zeugen seiner Botschaft mit Herrlichkeit krönt, sei mit euch.
Das heutige Evangelium kennen wir alle sehr gut. Das ist die Beschreibung traurigen und grausamen Todes Johannes des Täufers, der gerecht und heilig war. Betrachten wir einen Moment über den Hintergrund dieser bekannten Geschichten.
Jesus, du hast die Botschaft des Vaters gebracht. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Verfolgung und Tod angenommen. Christus, erbarme dich unser.
Du bist vor keiner Drohung und Gewalt zurückgewichen. Herr, erbarme dich unser.
Johannes stammte aus einer priesterlichen Familie. Aus der Gruppe, die im großen Mass, mit ungerechter Regierung des Königs Herodes kollaborierte. Aber Johannes stattdessen, dass er sich zu dieser Gruppe anschließen, zog sich in die Wüste zurück und er fing an, die Botschaft der Bußen ankündigen, die an ganz Israel einschließlich König und zu ihm ,,geneigten“ Priester adressiert wurde. Herodes aber brachte die direkte Worte von Johannes in Zorn und ließ Johannes einsperren. Dann geschah was das heutige Evangelium beschreibt. Das Ereignis, bei dem die Stieftochter von Herodes missbraucht wurde. Viele Filmen und Theaterstücke stellen dieses Mädchen wie eine verderbte Verführerin dar, die an dieser Verschwörung teilnahm. Wahrscheinlich sie war nur eine Marionette in den Händen ihrer Mutter. Auf dieser Geschichte sehen wir, wie leicht kann die Macht missbraucht werden. Aber das war nicht der einzige Fall. Wie oft wurde es in der Geschichte wiederholt. Unschuldige Menschen, nur weil sie die Wahrheit sagten, die der Mächtigen dieser Welt nicht gefallen haben, wurden zum Tode verurteilt. Trotzdem dürfen wir keine Angst haben. Johannes der Täufer lehrt uns, die Wahrheit zu sagen, gerecht zu leben. Außerdem sehr wichtig ist, unterstützen die Menschen die unschuldig leiden/finanziell, mit Gebet/. Vergessen wir nicht, dass wir im Kampf mit der Ungerechtigkeit niemals sind wir alleine. Gott ist mit uns.
Nicht immer ist es leicht zu beten. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. So beten wir jetzt gemeinsam.
Gott ist uns in Jesus mit seinem Frieden entgegen gekommen. Nehmen wir seinen Frieden auf in unser Leben und Handeln und lassen wir uns diesen Frieden von ihm schenken.
Selig, die in der Prüfung bestehen und als Zeugen eingehen in sein Reich.
Jesus Christus, der die Pharisäer verurteilte, sei mit euch.
In der lombardischen Stadt Pavia hat im 8. Jh. der große Augustinus einer der wichtigsten Kirchenschriftsteller aller Zeiten und Wegbereiter der Augustiner-Ordensgenossenschaften, seine letzte Ruhestätte gefunden. In der Kirche S. Pietro in Ciel d.Oro erhebt sich über dem Hochaltar im Chor das Grabmahl des Augustinus. Das dreigeschossige Kunstwerk aus weißem Marmor ist ein Werk der Campioneser Meister / Maestri Campionesi/.
Jesus, du wolltest alle retten.Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns den Weg des Heiles gelehrt. Christus, erbarme dich unser.
Du liebst, die dir in Vollkommenheit folgen. Herr, erbarmen dich.
Augustinus, der neben Ambrosius , Gregor dem Großen und Hieronymus zu den vier großen abendländischen Kirchenvätern gehört. Er kam am 13. November 354 im numidischen Tagaste im heutigen Algerien zur Welt. Sein Vater war Heide, seine Mutter Monika eine fromme Christin. Monika sorgte dafür, dass Augustinus von Kindheit an eine christliche Erziehung erhielt, das Sakrament der Taufe empfing er jedoch noch nicht. Während unser Studienjahre entfernte sich Augustinus immer mehr von der christlichen Lehre und verfiel den Lastern und dem Müßiggang. Er wurde 20 jährig Lehrer der Künste und ging 384 als Rhetorik-professor nach Mailand. Während der nächsten zehn Jahre gehörte Augustinus den Manichäern an. In Mailand kam es dann zum entscheidenden Erlebnis für Augustinus. Er hörte mehrere Predigten von Ambrosius, und war stark beeindruckt und durch starke Beeinflussung vor allem von Seiten seiner Mutter Monika, wandelte sich Augustinus zu einem überzeugten Christen. In Tagaste führte Augustinus ein gemeinsames christliches Leben mit gleichgesinnten Gefährten. Im Jahr 394 empfing er die Priesterweihe, und 396 wurde zum Bischof zum Hippo in Nordafrika ernannt. Unermüdlich wirkte Augustinus in den folgenden 34 Jahren als Seelsorger. Sein Einfluss reichte weit über seine Bistumsgrenzen hinaus. Er war einer der begabtesten Prediger aller Zeiten und ein unerbittlicher Bekämpfer sämtlicher Irrlehren. Augustinus entfaltete eine oberhirtliche Tätigkeit, die das ganze Abendland beeinflusste. Er war geprägt von glühender Gottesliebe und aufopfernder Nächstenliebe, seine Güte war grenzenlos.
Da wir im Heiligen Geist Vergebung der Sünden empfangen dürfen, wagen wir zum Vater beten.
Frieden hat uns Christus verkündet. Um diesen Frieden bitten wir ihn im Heiligen Geist.
Selig, die vom Geist Gottes geführt, zu seiner Herrlichkeit hinfinden.
Jesus, der sagte, weh euch verblendete Leiter, die ihr sagt. Wer irgend bei dem Tempel schwört, das ist nichts, wer aber irgend bei dem Gold des Tempels schwört, ist schuldig, er sei mit euch.
Das unscheinbare Gotteshaus in Rom nur einige Meter vom Pantheon und nicht weit von der Piazza Navona entfern, enthält viele Gemälde, Plastiken und Fresken von Raffael, Sansovino und Caravagio, Über dem wuchtigen Haupaltar, geschaffen von Bernini, kann man eine alte byzantinische Madonna bewundern. Links vom Chor befindet sich die Kapelle die Kapelle der heilige Monika. Hier hat die Mutter des großen Augustinus ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Jesus, du stärkst, die dir zu dienen bereit sind. Herr, erbarme dich unser.
Du tröstest, die mit dir das Kreuz zu tragen bereit sind. Christus, erbarme dich unser.
Den Geduldigen hast du dein Reich verheißen. Herr,erbarme dich unser.
Ein Sohn so vieler Tränen kann nicht verloren gehen, sagte Bischof Ambrosius zu Monika, als diese wieder einmal völlig verzweifelt war über das ausschweifende, ziellose Leben ihres Sohnes Augustinus. Die Mutter von drei Kindern, gebürtig aus Numidien, dem heutigen Algerien war ihrem Sorgenkind aus der Heimat zuerst nach Rom und dann nach Mailand nachgefolgt. Unter Tränen bat sie ihren Sohn, der zu jener Zeit noch der Irrlehre der Manichäer anhing, sich zu bekehren und die Taufe zu empfangen. Sie war schließlich maßgeblich daran beteiligt, dass Augustinus den Weg fand, auf dem er einer der Größten der ganzen Christenheit werden sollte. Doch Monika durfte Triumph und Glück nicht mehr erleben. Auf der Heimreise von Italien nach Afrika gemeinsam mit Augustinus, der bald darauf Bischof wurde, starb sie im Oktober 387 in Ostia. Reliquien der Patronin der Mütter und christlichen Mütter vereine werden außer in S. Agostino in Rom auch im Augustinerkloster Arrouaisse bei Arras in Nordfrankreich verehrt. In seinem berühmten ,,Confesiones , einem sehr persönlichen Werk stattete Augustinus seiner Mutter später seinen Dank ab.
Jesus Christus hat uns das Auge geöffnet , damit wir Gott erkennen sollen. Deshalb wollen wir zum Vater beten.
Christus musste leiden, um für uns den Frieden zu gewinnen. Um diesen Frieden bitten wir.
Selig, die den Herrn erkennen können, wenn er kommt zum ewigen Hochzeitsmahl.
Stellen wir uns die Frage. Was ist der Kern des Christentums und seines Glaubens? Manchmal es scheint, dass das Christentum ist nur kosmetisch geregelt jüdische Religion. Statt in die Synagoge, gehen wir in die Kirche, statt der Lämmern und Schaffen, opfern wir Brot und Wein und das nicht am Sabbat sondern am Sonntag. Aber ist das alles? Nein. Jesus Tod am Kreuz machte eine große Revolution. Im Alten Testament lesen wir. Daher sollst du auf seine Gesetze und Gebote,auf die ich dich heute verplichte, achten, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht du und du lange lebst in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, dir gibt für alle Zeit. Dt.4,40- Das ist das Versprechen, bedingt durch die Erfüllung ein gewisser Bedingung. /Einhalten die Gebote/. So geht das auf der Erde. Wenn wir auf der Erde glücklich und in der Ruhe leben wollen, dann müssen wir die Ordnung und Gesetze einhalten. Das Problem aber wird, wenn wir dieses Prinzip auch in den Bereich des Heiles, in den Bereich des künftigen Lebens übertragen wollen. Und das passiert oft. Das ist die Vorstellung, den Himmel muss ich mit verdienen. Zuerst muss ich die Bedingungen erfüllen und dann lass mich Gott in den Himmel kommen. Wenn ich die Bedingungen nicht erfülle, Gott wird mich in die Hölle schicken. Eine solche Ansicht kann jede Hoffnung auf das Heil zuverlässig vernichten. Und wir sagen auch das, warum ist es so. Satans Waffe ist von Anfang an Angst. In Adam und Eva erweckte Satan Angst. Gott gönnt euch nicht, wie er ist zu sein. In Kain erweckte der Teufel Angst. Was wird, wenn Abel dich zur Seite schiebt? Was wird, wenn Gott ihn liebt und du allein und verlassen bleibst. Und Kain nahm seinen Stock und erseinen Bruder tötete, weil er Angst hatte. Wenn wir alle Konflikte betrachten, können wir sehen, dass Angst hinter allem steht/versteckt sich/. Angst und Bange, um den Komfort, um die Anerkennung, um das Eigentum. So dachte zum Beispiel Hitler. Wir Deutschen brauchen mehr Lebensraum. Angst ist der Boden aus dem die Sünde wächst. Und jetzt stellen wir uns vor, dass dazu noch eine Bedrohung kommt, die Bedrohung der Hölle. Viele wissen theoretisch, was Gott von ihnen verlangt: den Nächsten zu lieben, rein und gerecht zu leben. Aber viele sagen, das ist nicht möglich, das ist über meine Stärke. Ich bin doch kein Heiliger. Und das Ergebnis. In manchen mag es eine Situation geben, dass sie aufhören werden nach dem ewigen Leben zu streben. Bei anderen tritt die Angst und Verzweiflung an. Dann ist nicht überraschend wenn der österreichische Historiker Peter Dinzelbacher hinweist, dass der mittelalterlicher Mensch mehr als mit liebendem Gott war er beunruhigt /bestricken/ von der Idee der schrecklichen Hölle. Kein Wunder doch, dass qualifizierte Schätzungen des Verhältnisses der Erlösten zu den Verdammte eins zu zehntausend waren. Die Angst vor der Hölle war bei Martin Luther und später bei der Entstehung der Zeugen Jehovas. Als der heilige Bernhard seinen Mönchen von der Hölle und ihre schreckliche Marterung predigte, befiel das Kloster solche Angst und Entsetzen , dass gab ihm viel Arbeit die Mönchen ein bisschen zu beruhigen. Mehr als die Liebe trieb die Menschen die Angst vor Hölle. Kein Wunder, dass in solcher Atmosphäre die Abweichungen im Kultus der Heiligen begannen zu wachsen. Wenn Gott so grausam und unbarmherzig ist, dann wer wir für uns eintreten? Wir müssen jemanden suchen, wer grausamen und unbarmherzigen Gott irgendwo erweicht. Die Vorstellung dass Gott unmenschlich grausam ist aber Jungfrau Maria barmherziger und mitfühlender ist als Gott. Die Vorstellung, dass Gott so streng und unbarmherzig ist dass Er die Fürbitte der heiligen Maria oder Heiligen braucht ist ganz falsch, aber auch nicht davon sprechen, das Heil kann man sichern durch das Tragen des Skapulier und der Medaille.
Jesus, der sagte. Du sollst den Herrn, deinen Gott,lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele mit deinem ganzen Verstand.
Gott verlangt mit Recht die Liebe zu ihm. Gott verdient unsere Liebe. Doch ihm danken wir für unser Dasein. Alles was wir haben, ist im Brunde Gottes Gabe. Es ist die Wahrheit, dass Gott nicht alles direkt gibt uns. Er aber gibt uns die Mitteln und die Fähigkeiten, damit wir alles, was brauchen, erzeugen /herstellen/ können. Gott liebt uns und er sehnt sich danach, dass wir seine Liebe erwidern.
Jesus, du hast uns in deine Nachfolge gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Du bist den Weg des Kreuzes vorausgegangen. Christus, erbarme dich unser.
Die dir folgen, rufst du auf den Weg der Heiligen. Herr, erbarme dich unser.
Ludwig IX, der 1226 mit elf Jahren König von Frankreich geworden war, wurde schon zu Lebzeiten,, ungekrönte Kaiser des Abendlandes genannt. Er galt als eine der größten Persönlichkeiten seiner Zeit. Als Herrscher war erfolgreich, im eigenen Staat führte er zahlreiche bahnbrechende Reformen durch. Zu allen Zeiten bewahrte er , selbst tiefreligiös. So, wie er die Kirche bei der Durchsetzung wichtiger Beschlüsse unterstützte, so verurteilte er gleichermaßen kirchliche Missbräuche. Unter Ludwig IX wurde Frankreich zum mächtigsten Staat in ganz Europa. Von 1248 bis 1254 unternahm Ludwig den siebten Kreuzweg nach Damiette in Ägypten, das er erobern und nach Palästina, bedrängten Kreuzfahrern eine große Unterstützung und Hilfe war. Wahrend eines erneuten Kreuzzuges, bei dem er noch die Burg von Karthago, starb der Herrscher am 25. August 1270 bei Tunis an einer Seuche, die in seinem Heer ausgebrochen war. Bereits 1297 wurde Ludwig IX. von Papst Bonifaz VIII. heiliggesprochen. Das Herz Ludwigs wird bis heute in einer Urne im Altar des normanischen Domes von Monreale auf Sizilien aufbewahrt, seine Gebeine befinden in dem gewaltigen Gotteshaus St. Denis in Paris.
Im Namen Jesu Christi, der uns das Leben in Fülle gebracht hat, dürfen wir zum Vater beten .
Die Christus angehören, leben in seinem Frieden. Deshalb bitten wir den Herrn.
Selig, die dem Herrn folgen und mit ihm eingehen dürfen, wenn er wiederkommt.
Jesus, der über Bartholomäus sagte, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist, er sei mit euch.
Die Passio des Apostel Bartholomäus enthält viele Unsicherheiten, die Berichte über Leben, Wirken und Martyrium des Heiligen sind mit zahlreichen Legenden durchsetzt. Der wahre Name des Apostels war Nathanael. Als Bartholomäus erschien er nur in den Apostellisten.
Jesus, du hast deine Apostel zu dir berufen. Herr, erbarme dich unser.
Du berufst , die deine Kirche leiten und führen sollen. Christus,erbarme dich unser.
Du gibst deine Geist denen, die du berufst. Herr, erbarme dich unser.
Geboren wurde Bartholomäus zu Beginn des 1. Jh. seine Heimat war Kana in Galiläa. Die Überlieferung berichtete, dass Bartholomäus durch den Apostel Philippus zu Jesus kam. Nach der Auferstehung Christi zog Bartholomäus als Wanderprediger durch Armenien, Indien und Mesopotamien und verkündete das Evangelium. Berühmt wurde er durch seine Fähigkeit, Kranke und vor allem Besessene heilen zu können. So soll er angeblich auch die Tochter des armenischen Königs Polimius von der Besessenheit geheilt haben,worauf sich die ganze Königsfamilie zum Christentum bekehrte. Wütende Götzenpriester hetzten daraufhin den heidnischen Brüder des Königs gegen Bartholomäus auf. Durch seine Soldaten ließ dieser den Apostel schließlich gefangennehmen und grausam foltern. Danach wurde Bartholomäus zur sogennanten Persischen Todesstrafe verurteilt. Bei lebendigem Leib zog man ihm die Haut vom Körper auf, danach kreuzigte man ihn. Manche Überlieferung sprechen auch von Enthauptung. Das Todesjahr des Bartholomäus lag um die Mitte des 1Jh , der Ort des Martyriums möglicherweise in Syrien. Seit Ende des 10. Jh. ruhen die Gebeine des Märtyrer-Apostel in der Kirche S, Bartholomäus auf der Tiberinsel in Rom. Das Gotteshaus an der Stelle eines antiken Askulaptempels errichtet, wurde von Kaiser Otto III in Auftrag gegeben. Die Hirnschale des Märtyrers Bartholomäus befindet sich seit 1238 in der früheren Pfarrkirche St. Bartholomäus, dem heutigen Dom in Frankfurt am Main.
Da unser Vater im Himmel weiß, was alles wir brauchen, dürfen wir zu ihm voll Vertrauen beten.
Mitten in der Sorgen dieser Welt brauchen wir , den Frieden, den nur Gott geben kann.
Selig, die zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit suchen und alles andere dazu erhalten.
21. Sonntag 2018 – Hinter wem gehen wir her in unserem Leben?
Einführung
Über Jesus lesen wir im Evangelium, dass er am Sabbat lehrte. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete in göttlicherVollmacht, so heißt es im Lukasevangelium. Andere wiederum reagieren auf die Worte von Jesus so: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Es gibt Leute, die viel reden und versprechen, aber sie tun nichts von dem, was sie versprochen haben. Jesus hat immer alles erfüllt, was er versprochen hat. Wie ist es bei uns?
Predigt
Jesus ist eine starke Persönlichkeit, die bei einigen Menschen immer wieder Widerstand hervorgerufen hat. Jesus hatte also Bewunderer und auch Gegner. Viele Zuhörer von Jesus fanden, dass seine Worte hart waren und darum haben sie ihn verlassen. Andere sind geblieben. Jesus sprach nicht nur davon, dass seine Worte Geist und Leben sind, sondern er brachte auch durch sein Leben ein Beweis dafür.
Nach der wunderbaren Vermehrung von Brot und Fisch hatten viele Jesus verlassen und sind nicht mehr mit ihm gegangen. Jesus sagte zu seinen zwölf Aposteln: Wollt auch ihr weggehen? Jesus hörte auch nicht damit auf, zu behaupten, dass alle die das ewige Leben erlangen wollen, sein Fleisch essen und sein Blut trinken müssen. Die Eucharistie ist die Quelle des Lebens. Wer von Jesus weggeht, geht auch weg von der Quelle des Lebens. Viele sind weggegangen, nicht aber Judas, der blieb, aber später ging er trotzdem weg.
Jesus zwingt niemanden, zu bleiben. Die Eucharistie kann man aber ohne Glaube nicht erfassen. Das ist ein Geheimnis der menschlichen Freiheit. Wer Christus aber ablehnt, kann nicht Anteil an seinen Gaben und seiner Gnade haben.
Der Philosoph Hegel sagte einmal, dass seine Philosophie nur jemand verstehen kann, der sein Schüler sei. Jesus konnte das zu vielen sagen, aber manche verstanden es nicht und gingen weg. Die Menschen öffneten sich zu wenig seiner Worte, sie vertrauten ihm nicht, sie dachten zu wenig darüber nach, was er lehrte und was er versprach. Jesus verurteilt diese Menschen nicht, sondern er wartet immer auf sie wie der Vater auf den verlorenen Sohn. Die Menschen erkennen oft nicht, dass sie in Wahrheit ganz klein sind und sie laufen davon, wenn Opfer von ihnen verlangt werden. Sie vergessen dabei, dass Gott ihnen einmal eine angemessene Belohnung geben wird. Viele gehen auch weg, weil es für sie nicht Gott sondern alle möglichen Götter gibt, wie Geld, Sex, Macht, Popularität und vieles mehr.
Der Höhepunkt dieses Teils aus dem Johannesevangelium, das wir heute gehört haben, sind die Worte des Hl. Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Die Worte des Petrus sprechen über die Sehnsucht, die Gnade zu haben, bei Jesus zu sein. Warum sagen, dann viele: Diese Rede ist hart. Für wen ich Jesu Rede hart? Für alle, die andere Prioritäten haben und der die Sünde liebt, der an das ewige Leben nicht glaubt oder daran zweifelt, für die ist diese Rede hart. Jesus liebt aber auch jene, die ihn ablehnen. Er bietet ihnen Mittel an, um sich zu ändern. Es gibt Gott sei Dank auch viele Menschen, die verstanden haben, was der wirkliche Sinn des Lebens ist – nämlich in Christus zu leben – und nicht nur materielle Güter zu horten.
Werden wir uns dessen bewusst, dass dieses Angebot, sich zum Guten zu ändern, immer andauert! Lassen wir uns nicht beeinflussen durch viele in der Welt, die sagen: Das brauchen wir nicht! Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch etwas sagen: Der Glaube ist das Entscheidende im Leben! Im 18. und 19. Jahrhundert wanderten viele Menschen nach Irland, Italien, auch aus der Slowakei und anderen Ländern nach Amerika aus. Warum? Sie glaubten, dort ein besseres Leben zu haben. Wenn sie das nicht geglaubt hätten, wären sie zuhause geblieben. Und darum geht es – auch wir sollen und müssen glauben, dass es ein besseres Leben als das irdische Leben gibt. Im 18. und 19. Jahrhundert hatten die Menschen kein Radio, kein Fernsehen und dort glaubten sie, dass Amerika existiert. Woher wussten sie das? Aus Erzählungen von Menschen – und sie glaubten ihnen.
Woher wissen wir, dass es ein ewiges Leben gibt und das Jesus wirklich lebte? Aus der Lehre der Kirche, von Menschen, die persönlich mit Jesus gelebt haben oder die ihm begegnet sind, die Erfahrungen mit ihm hatten. Das wurde alles überliefert. Wenn wir das alles ignorieren, dann bleiben wir draußen. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten – entweder wir glauben an das, was Jesus sagte und wir werden das ewige Leben gewinnen – oder wir glauben es nicht und wir werden alles verlieren, was Jesus uns angeboten hat.
Jesus Christus, der sagte: Mit dem Himmelreich ist es mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war, er sei mit euch.
Die erste Blüte der Heiligkeit in Südamerika nannte das frühere Breviar Rosa von Lima, die als Schutzpatronin von Peru und seiner Hauptstadt Lima sowie von ganz Südamerika verehrt wird. Als Rosa starb, war der Andrang des Volkes, das die Leiche der Rosa noch einmal sehen wollte, so groß, dass die Beisetzung mehrfach verschoben werden musste.
Jesus, du hast Männer und Frauen zu deiner Begleitung berufen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dein Leben ganz in den Dienst des Vaters gestellt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns die Freude deiner Herrlichkeit verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Rosa wurde am 20. April 1586 in der peruanischen Hauptstadt Lima als Tochter eines spanischen Ehepaares geboren geboren. Bei der Taufe erhielt sie den Namen Isabella, da ihre Mutter bald nach der Geburt eine blühende Rose über der Wiege ihrer Tochter schweben so berichtet die Legende- wurde Isabella fortan Rosa gerufen. Schon als Kind bewies Rosa übergroße Selbstbeherrschung ein erstes Anzeichen ihrer mystischen Begnadung. Rosa wuchs im Laufe der Jahre zu einen hübschen jungen Mädchen heran und ihre Eltern wollten sie mit einem wohlhabenden Jüngling verheiraten. Rosa aber hatte, sich für einen anderen Lebensweg entschieden. Sie schnitt sich ihre schönen langen Haare ab und erklärte ihren Eltern, dass sie Ordensfrau werden wolle. Wegen dieses Entschlusses wurde das Mädchen von seiner Mutter sogar gezüchtigt und misshandelt. Im Jahr 1606 war Rose endlich am Ziel ihrer Wünsche. Sie wurde Dominikaner Terziarin. Im Garten ihres Elternhauses errichtete sie sich eine Bretterhütte, in der sie von nun an lebte und sich dem Gebet. Sie nahm sich kaum noch Nahrung zu sich und schlief fast nicht. Schwerste seelischen und körperlichen Schmerzen ertrug sie mit unsagbarer Geduld.
Gott, unser Vater, der Maria zu Königin der Engel gekrönt hat, sei mit euch.
Heute erinnern wir uns an die Worte zweite Vatikanum. Maria wurde in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und von Herrn zur Königin gesamter Geschöpfs befördert. Das Fest Maria Königin legte der Papst Pius XII fest, am Ende des marianischen Jahres 1954. Dieses Fest begann sich am letzten Tag Monats Mai zu feiern. Bei der Reform des kirchlichen Kalender wurde dieses Fest an 22. August verlegt.
Jesus, du hast Maria in besonderer Weise begnadet. Herr, erbarme dich unser.
Im Schoße der Gnadeerfüllten bist du Mensch geworden. Christus, erbarme dich unser.
Du hast Maria ausgezeichnet vor allen anderen Frauen. Herr, erbarme dich unser.
Das fünfte Geheimnis des glorreichen Rosenkranz ist: Jesus, dich o Jungfrau im Himmel gekrönt hat. Sicher , dass die himmlische Krone von Maria nicht aus Gold und Edelsteinen ist, doch im Himmel kein Gold und Edelsteine sind, sondern aus vielen Auszeichnungen. Der himmlische Ruhm hat mehrere Stufen. Diese Stufe des Ruhms entsprechen den Verdiensten. Dem heiligen Paulus nach die Stufe der Auszeichnung ist ähnlich dem Licht der Himmelskörpers. Anders ist das Licht des Sonne,anders das Licht des Mondes und das Licht der Sterne. Unsere himmlische Mutter Maria bekam die größte Auszeichnung, die eine Schöpfung bekommen hat und bekommen wird. Dem heiligen Ildefonz nach, so wie Gold wertvoller als alle andere Metalle ist, so übertrifft die Herrlichkeit der Jungfrau Maria die Herrlichkeit aller anderen Geschöpfe. Maria Agredi hatte bei der Ankunft Marias in den Himmel die Vision. Ein gefeierter Gesang empfing hereinkommende Jungfrau Maria, die mit der herrlichen Schönheit vor den Bewohnern des Himmels kam nach vorne. Als sie vor die heiligste Dreieinigkeit kam, Gott Vater so sprach zu ihr. Meine ausgewählte Tochter steige höher aus, wie jede andere Kreatur. Jesus begrüßte so Maria. Meine geliebte Mutter, ich habe von dir den menschlichen Körper empfangen. Erhalte jetzt von mir verdiente Belohnung. Und der Heilige Geist so sprach zu ihr. Liebste Maria genieße deine ewige Freude, die dir deine treue Liebe verdient hat. Die drei göttlichen Person legten dann die herrliche Krone auf das Haupt Mariens und vom Thron des Himmels die folgenden Wörter erklangen. Über allen Geschöpfen bist du erhöht. Du bist die Königin der Engel und jeder Kreaturen. Herrsche über sie glücklich.
Da wir einen Vater im Himmel haben, dürfen wir uns zu jeder Zeit an ihn wenden. Deshalb wollen wir beten.
Um den Frieden, den die Engel verkündeten, bitten wir .
Selig, die sich nicht fürchten vor der Welt und aufgenommen werden in die große Freude göttlicher Huld.
Jesus der sagte: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen, sei mit euch.
Warum spricht Jesus über die Gefahr des Reichtums. Viele Menschen wenn sie Wortverbindung hören, fragen sie überraschend. Wie kann der Reichtum ,,gefährlich“ sein. Doch viele Menschen bemühen sich reich zu werden. Und gerade darum geht es. Für diese Menschen wird der Reichtum einiger Sinn ihres Lebens, ihr ,,Gott“. Einen wahren Gott, brauchen diese Menschen nicht mehr.
Jesus, viele sind dir gefolgt. Herr, erbarme dich unser.
Für viele ist der Reichtum das Hindernis auf dem Weg des Heiles. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst diejenige belohnen, die auf den Reichtum verzichteten. Herr, erbarme dich unser.
Direkt an der Hauptdurchgangsstraße in dem kleinen Ort Riese in Venetien , unweit der Stadt Castelfranco steht ein unscheinbares Häuschen. Es gehörte einmal der Familie Sarto, einfachen Bauersleuten. Am 2. Juni 1835 wurde hier Guiseppe Sarto geboren, der seine Kinder- und Jugendjahre in größter Armut verlebte. Mit 23 Jahren empfing Guiseppe die Priesterweihe. In den folgenden 17 Jahren wirkte er an verschiedenen Orten als Kaplan und Pfarrer, bevor er 1875 Domherr in Treviso wurde. Im Jahr 1884 schließlich, empfing der Bauerssohn aus Riese die Weihe zum Bischof von Mantua, 1893 gar zum Patriarchen von Venedig. Und am 4. August 1903 waren die Einwohner von Riese die stolzesten Bürger von ganz Italien. Ihr Giuseppe Sarto bestieg als Pius X den Papststuhl. Am Häuschen der Sartos befindet sich heute eine Tafel, auf der steht, das der große Pius einst hier zu Hause war.
Pius X, ging als Reformpapst in die Geschichte ein. Sein Motto lautete. ,,Alles in Christus erneuern“. Pius X erneuerte den Gregorianischen Choral, das Messbuch,den Kalender und das Stundengebet. Er förderte die frühe Erstkommunion und den häufigen Empfang der Eucharistie. Er erneuerte das religiöse Leben im Volk und beim Klerus und sorgte für die dringend notwendige Verbesserung der Priesterausbildung. Außerdem vertrat Pius X die Ansicht, dass der Papst sich auch um politische Angelegenheiten kümmern müsse, dass Kirche und Staat enger zusammenarbeiten müsse.
Zum Vater, der uns gerufen und das ewige Leben verheißen hat, wagen wir zu beten.
Wir wollen den Herrn um Frieden und Versöhnung bitten, damit wir das ewige Leben empfangen.
Selig, die Jesus Christus folgen und das Heil finden im Reich des Vaters.
Begibt man sich auf die Spuren von Bernhard, einem der Großen der katholischen Kirche, nach dem sogar das ,,Bernhardinische Zeitalter“benannt wurde, erlebt man zuerst einmal Enttäuschungen : Bernhards berühmtes Zisterzienserkloster , von ihm selbst im 12 Jh. in Clairvaux zwischen Troyes und Chaumour gegründet, ist er seit 1802 ein Zuchthaus.Bei der Ankunft in Citeaux, südlich von Dijon, wo Bernhard als junger Mann dem noch jüngerren Zisterzienerorden beitrat- dessen eingentlicher Begründer er dann später wurde -findet man von dem einst mächtigen Kloster nur noch Mauerreste inmitten von schönen Buchen und Eichenhainen vor.
Jesus, die dir nachfolgen, finden das Kreuz. Herr, erbarme dich unser.
Die dir treu sind krönst du mit Ehre. Christus, erbarme dich unser.
Die dich lieben machst du zu Erben deines Reiches. Herr, erbarme dich unser.
Bernhard erblickte um das Jahr 1090 als drittes von sieben Kindern des burgundischen Edelmannes Teselin auf dem Familienschloss Fontaines les Dijon das Licht der Welt. Zusammen mit vier seiner Brüder und rund 30 jungen Männern, die er alle geworben hatte, trat der 22 jährige Bernhard 1112 in das Reformkloster Citeaux ein, dem ersten Kloster des 1089 von Robert von Molesme gegründetet Zisterzienserordens. Bereits drei Jahre später wurde der 25 jährige zum Gründerabt des Kloster Clairvaux. Fast 70 weitere Klosterneugründungen erfolgten noch zu Lebzeiten Bernhards. Bernhard von Clairvaux, der als ,,zweiter Stifter“ des Zisterzienserordens in die Geschichte einging, unterhielt in den folgenden vier Jahrzehnten bis zu seinem Tod Beziehungen zu fast allen großen Persönlichkeiten seiner Zeit. Nicht nur Päpste, Bischöfe und Brüder sämtlicher Orden fragten den hochgebildeten Kirchenmann um seinen Rat, auch mit den Herrschen verschiedener Länder pflegte Bernhard Kontakt.
Große Berühmtheit erlangte Bernhard von Clairvaux als leidenschaftlicher Kreuzzugsprediger. In burgundischen Basilika Vezelay hielt Bernhard an Ostern 1146 seine erste flammende Predigt. Er sprach so überzeugend, das der König und alle Edeljeute , die sich versammelt hatten, begierig das Kreuz aus der Hand des Abtes von Clairvaux entgegennahmen. Von Vezeley aus zog Bernhard auch noch in den Norden des Landes sowie nach Flanders und ins Rheinland . Überall schlug ihm große Begeisterung entgegen. Bernhard,der alle Möglichkeiten zum ,, Aufstieg “ innerhalb der Kirchenhierarchie gehabt hätte, blieb zeitleben demütig und bescheiden.
Jesus ist hingegangen, uns die Wohnung beim Vater zu bereiten. In seinem Namen dürfen wir zum Vater beten.
Die zu Christus gehören , leben in der Einheit mit ihm dem Vater. So dürfen wir um den Frieden bitten.
Selig, die eingehen dürfen in die Wohnungen, die uns der der Herr im Haus des Vaters bereitet hat.
Sicher ist wichtig, was wir tun. aber aufs Gleiche ist wichtig, wie und warum wir tun! Stellen sie sich vor, dass sie Erzieher sind. Sie kommen in eine Klasse, und was sehen sie. Die Kinder schlagen sich, werfen sie gegenseitig Gegenstände. Was machen sie? Sie verboten ihnen so benehmen. Doch sie können so sich verhalten nicht. Und so sie werden ein Gesetz einführen . Und selbstverständlich auch die Strafe für diejenige, die dieses Gesetz nicht einhalten werden. Das Ergebnis wird, dass die Kinder sich gegenseitig nicht schlagen werden. Aber änderte dieses Gesetz ihre Herzen? Nein, jetzt sie haben Angst, aber wenn die Angst hört auf, alles beginn wieder, aufsneu. Für sie bleibt eine wichtige Aufgabe: Ihre Herzen ,,heilen“ ändern.Dass in ihren Herzen die Liebe, Freundschaft sind. Dann wird das Gesetz unnötig. Es scheint, dass Gott ebenso verführ. Zuerst stellte er das Gesetz vor. Das Ziel des Gesetzes war die Lawine der Bösen einzuhalten, das den Schmerz, Leiden verursachte. Dank dem Gesetz ist in der Gesellschaft die Ordnung und die Gesellschaft kann sich entwickeln. Aber es ist genug zum Heil? Nehmen wir ein Beispiel. Viele Christen gehen am Sonntag zur heiligen Messe, von der Angst, weil sie denken, wenn ich nicht gehe, werde ich eine schwere Sünde haben. Benahm sich so auch Jesus? Hat er uns erlöst nur darum, dass es ihm sein himmlischer Vater ,,verordnete“. Selbstverständlich nicht. Jesus erlöst uns aus der Liebe. Wenn wir etwas tun wegen der Angst, oder wegen der Sehnsucht nach der Belohnung, werden wir so tun wie Gott? Und die Antwort klingt nein. Weil nicht nur das ist wichtig, was wir tun, sondern auch warum wir das tun? Jesus sagt zum Beispiel. Hütet euch,eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen, sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst , lass es also nicht vor dir herposauen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Menschen gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch. Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Mt 6,1-2. Jesus kritisiert die Pharisäer nicht dafür, was sie machen. Die Almosen geben, ist eine schöne Sache, er kritisiert die Pharisäer deswegen warum sie das tun. /wegen der menschlichen Lohn und Annerkennung/. Es scheint, dass für Jesus, Wie und Warum sogar wichtiger ist, wie Was. Wenn die Pharisäer sagten zu ihm. Sieh her. deine Jünger, tun etwas, das am Sabbat verboten ist. Und Jesus erklärt, warum die Jünger das getan haben. Habt ihr nicht gelesen , was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren- wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter , sondern nur die Priester essen dürften? Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen , ohne sich schuldig zu machen. Ich sage euch. Hier ist einer, der größer ist, als der Tempel. Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt; Barmherzigkeit will ich nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt. Mt 12,4-6.
Das Gesetz beseitigte zwar das Böse, aber nicht heilte die menschliche Herzen. Paulus schreibt. Weil wir aber erkannt haben, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus., denn durch Werke des Gesetzes . wird nieman gerecht. Ich aber bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben , damit ich für Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt worden, nicht mehr ich lebe,, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes , der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. Ich missachte die Gnade Gottes in keiner Weise, denn käme die Gerechtigkeit durch das Gesetz, so wäre Christus vergeblich gestorben.Gal, 2,15-21.
Zuerst sagt Paulus dass das Gesetz zum Heil genügt nicht. und dann schreibt Paulus weiter. Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Ef 2,15. Jesus offenbarte am Kreuz seine Liebe und diese Liebe wenn wir sie empfangen heilt. Von jetzt ab, ein Christ ist nicht ein Mensch, der seine Pflicht aus dem Gesetz verlaufende, sondern Sohn Gottes , der liebt und braucht kein Gesetzt. Wenn es möglich wäre, erlösen sich durch die Einhaltung des Gesetzes, dann wäre Jesu Tod nutzlos. Dann brauchte die Welt Jesus und sein Kreuz nicht, sondern die Reihe der Gesetzgeber und die Lehrer des Gesetzes. Nur dass zum Heil ist die Genesung des Herzens notwendig und diese Genesung bringt nur die Erfahrung Jesus Liebe, die Jesus am Kreuz offenbarte. Darum sagt der heilige Paulus. Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus und zwar als den Gekreuzigten. 1. Korinther 2,2
Jesus der seine Hände auf die Kinder legte und sie segnete, sei mit euch.
Zur Zeit Jesu, wurden einige Menschen als glaubwürdiger angesehen als andere. Religiöse Führer und die Menschen aus den wohlhabenden Familien achteten sie, schätzten sie alle. Irgendwo unter ihnen standen Arbeitende, zum Beispiel die Fischer. Noch niedriger die Frauen, und ganz am Ende waren die Kinder. Es sollte uns nicht überraschen, dass die Apostel den Kindern daran hinderten zu Jesus zu kommen.
Jesus, in deinen Augen haben die Kinder einen großen Preis, Herr, erbarme dich unser.
Du wolltest, dass die Kinder zu dir kommen. Christus erbarme dich unser.
Du hast gesagt, wenn ihr nicht wie Kinder werdet, werdet ihr in das Reich Gottes kommen. Herr, erbarme dich unser.
Jesus schätzte die Kinder, und er gab das den Aposteln kund. Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist dasReich Gottes. Mt 19,14. Heute schätzen wir vielleicht die Kinder mehr, aber doch es gibt zwei Ausnahmen. Die Kinder, die noch nicht geboren sind und Kinder die eine Behinderung haben. Diese Wertminderung von einigen Menschen, widerspricht völlig dem Verhalten von Jesus. Jesus schätzt jeden Menschen, den er erschuf. und es liegt an ihm. Er verwendet sogar manchmal einfachen, ,,weniger wertvollen Menschen, um die ,,bessere Menschen zu leiten. Zum Beispiel, Jesus lobte den Zöllner, der im Tempel betete. Gott sei mir Sünder barmherzig. Oder er lobte die arme Witwe die nur zwei Cent in die Kasse warf. Jesus hört nicht auf um die hilfsbedürftigen zu kümmern. Er macht das weiter, durch die Menschen. Durch Vermittlung der Missionaren, die in die arme Länder gesendet sind, oder durch die Ordensbrüder, die in armen Stadtteilen leben und durch vielen anderen, ergießt er seine Leibe auf die Menschen die arm sind, oder von den Menschen weniger geschätzt sind.
Da Christus uns das Mahl bereitet hat und wir geladen sind, wagen wir zum Vater beten.
Damit wir bereit werden zum Hochzeitsmahl des ewigen Lebens, wollen wir den Herrn um seinen Frieden Frieden bitten.
Selig, die zu Gott kommen im Kleid der Freude und eingehen zum ewigen Hochzeitsmahl.
Jesus, der die Pharisäer fragte: Ist es einem Mann erlaubt, aus jeder Ursache seine Frau zu entlassen, sei mit euch.
Jesu Evangelium ist immer aktuell. Nicht einmal aber passiert, dass die Meinungen der Menschen zu verschiedenen Fragen des Lebens andere als die Meinung von Jesus sind. Das gilt auch über die Ehe, über die Scheidung. In diesem Bereich stellt Jesus das Ideal, das wir folgen sollen. Eines muss uns klar sein. Jesus verlangt von uns nie etwas, was für uns Menschen unmöglich ist.
Jesus, gibst im Sakrament der Ehe den Ehegatten die Hilfe , in der Liebe und Einheit zu leben. Herr, erbarme dich unser.
Du hast die Untrennbarkeit der Ehe erklärt. Christus, erbarme dich unser,
Du hast gesagt. Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen. Herr, erbarme dich unser.
Wenn Jesus mit den Pharisäern über die Scheidung sprach, hielt er sich an Ideal: Von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. Gott schuf den Mann und Frau so, damit sie in untrennbaren Verbindung ein Leib werden. Mose durch den Scheidebrief, als ob anerkannt hätte, dass einige Beziehungen zuviel gestört und schmerzhaft sind, dass in ihnen fortsetzen nicht möglich ist. Jesus sehnt sich selbstverständlich danach, dass jede Ehe gedeihen. Er will, dass wir in jedem Bereich unseres Lebens treue sind. Wir aber sind schwach. Jesus weist, dass wir nicht immer die Gebote einhalten. Er weist, dass wir die Probleme haben, einander zu lieben. Wir spüren, dass wir in unseren Beziehungen von Ideal sehr weit sind. Aber noch schmerzhafter ist es, wenn es in einer so intimen Beziehung passiert, wie die Ehe ist. Jesus kam zu uns, damit er uns gegen unsere Fehler kämpfen hilft. Auf diesem Weg zeigt er uns seine Barmherzigkeit. Wenn du in der Ehe lebst, und alles in Ordnung ist, danke dem Gott, Wenn du schwere Weile überlebst, weise, dass Jesus mit dir ist, damit er dich stärkt. Und wenn du die Scheidung überlebst, weise, dass Gott auch dann mit dir ist. Er sieht deine Schmerzen und alle Ursache eurer Spaltung.
Da wir angewiesen sind, in aller Not den Vater zu bitten, zu ihm zu beten.
Da Himmelreich ist nahe und verkündet uns den Frieden. Deshalb dürfen wir den Herrn bitten.
Selig, die zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit suchen und alles andere dazu erhalten.
20. Sonntag 2018 – Eucharistie – das Brot des Lebens
Einführung
Der Dichter R. Tagore beschreibt in einer seiner Erzählungen die Begegnung eines Bettlers mit einem König. Ein armer und müder Bettler traf einmal einen König. Jetzt werde ich sicher Glück haben, so dachte er. Wenn der König mein Elend sieht, wird er mich sicherlich reich beschenken. Ich werde nicht mehr betteln müssen. Der Bettler blieb stehen und wartete auf ein reiches königliches Almosen. Der König kam auf ihn zu, aber zur großen Überraschung des Bettlers gab er ihm keine goldenen Münzen. Im Gegenteil, er streckte seine Hand dem Bettler entgegen und sagte: Was kannst du mir schenken? Der Bettler griff in einen Sack und gab dem König eine Handvoll Mehl. Der König bedankte sich und ging weg. Was für eine Überraschung erlebte der Bettler am Abend. In seinem Sack fand er einen Goldklumpen, der genauso groß war wie die Handvoll Mehl, die er dem König gegeben hatte. Da bedauerte er sehr, dass er dem König nicht alles Mehl geschenkt hatte.
Predigt
Unser Leben ist oft dem Leben dieses Bettlers ähnlich. Gott will uns seine Gaben geben, er ruft uns, zur Anbetung des Allerheiligsten zu kommen . Und wie benehmen wir uns? Für Gott haben wir nur wenige Minuten Zeit und haben ständig eine Ausrede. Jesus aber sagt zu uns: Mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Jesu Rede ist einfach und klar. Er spricht wie ein Mensch, der Macht hat und stellt Anforderungen. Wir müssen das Brot wirklich genießen, das er selbst ist. Jesu Worte von der Eucharistie schließen alle Ungewissheiten aus. Es ist sehr wichtig, dass uns bewusst wird, welche große Bedeutung die Eucharistie, also die Heilige Kommunion hat. Das Sakrament der Eucharistie ist für uns Christen die Fortsetzung der Taufe. Die ersten Christen nahmen täglich an der Eucharistie teil. Anteil daran zu haben, bedeutet sein christlichen Leben zu äußern. Die Taufe ist das Tor zum christlichen Leben, das Sakrament der Eucharistie ist notwendig für den Erhalt und das Wachstum des christlichen Lebens. Eine Eucharistiefeier sollten auch nicht nur Angelegenheit eines Sonn- und Feiertages sein, sondern soll auch unseren Alltag prägen, in dem wir – wenn möglich – auch an Wochentagsmessen teilnehmen. Wir Christen können aus der Eucharistie Kraft für unser Leben schöpfen. Die Eucharistie ist ein Geschenk, damit die Verbindung mit Christus bestehen bleibt. Eucharistie ist eine Gottesgabe, damit wir das ewige Leben erlangen können. Eucharistie ist unendlich größer als alles, was wir hier auf der Erde haben können. Durch die Heilige Kommunion wächst in uns der Glaube an Jesus Christus. Sie ist nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine Arznei für unsere menschlichen Schwächen, sie dient zur Stärken in allen Kämpfen des Lebens und sie ist unsere Hoffnung in der Stunde des Todes.
Wir wissen, dass ein neues, gesundes Blut Hoffnung für ein neues Leben ist. Das menschliche Blut kann man aber nicht ersetzen, das neue Leben kommt vom Spender des Blutes. Gesunde Menschen spenden Blut, um es kranken Menschen zu schenken. Das ist eine Äußerung der Liebe, ebenso auch bei Transplantationen. Eine Mutter schenkt ihrem Sohn die Hornhaut ihres Auges, weil dieser zu erblinden droht. Ein Vater schenkt seiner Tochter eine Niere, weil sie sonst gestorben wäre. Ein Bruder schenkt seinem Bruder ein Knochenmark, um ihm das Leben zu verlängern. Und ist das weniger, was Jesus uns hinterlassen hat? Jesus denkt an unsere Ewigkeit. Wir vergessen aber oft, an unsere ewiges Leben zu denken. Jesus sagt: Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Gibt es ein besseres Lebenselixier als die Eucharistie? Lebt man eine beispielgebende Beziehung zum eucharistischen Christus vor, so spricht das auch manchmal Ungläubige an.
Vom Heiligen Franz von Sales erzählte man, dass er oft eine ganze Nacht vor dem Tabernakel anbetete. Eine Anhängerin von Calvin versteckte sich einmal in der Kirche, wohin Bischof Franz von Sales zu gehen pflegte. Sie dachte: Wenn das die Wahrheit ist, dass der Bischof stundenlang vor dem Altar kniet und betet, dann werde ich Katholikin. Sie beobachte den Bischof die ganze Nacht lang und sah, dass er bis zum Morgen im frommen Gebet verharrte. Da bat sie ihn, er möge sie in die katholische Kirche aufnehmen.
Die Erfahrung nicht weniger Menschen ist, dass sie aus der eucharistischen Anbetung viel Kraft schöpfen können. Wenn uns schon ein einfaches reines Quellwasser, das Gott geschaffen hat, erfrischen kann, umso größer wird die Belohnung einmal sein, wenn wir ihn anbeten und in der Kommunion empfangen. In der heutigen Zeit, die uns Menschen so vieles anbietet und uns durch so vieles ablenkt, ist es umso wichtiger, für Jesus Zeit zu finden! Unser Lohn im Himmel aber wird umso größer sein!
Jesus Christus, der jedem von uns die Talente gab, sei mit euch.
Niemand kommt in die Welt wie ein Bettler. Jeder bekommt von Herrn die Gaben, die Talenten. Es sind die körperlichen und geistlichen Fähigkeiten. Der Mensch soll diese Fähigkeiten benützen etwas aus seinem Leben machen. Das Beispiel geben uns die Heiligen. Jeder Heilige lies hinter sich ein Werk, das oft beeinflusst viele Mensche für lange Zeit. Unter ihnen gehört auch der heilige Stephan von Ungarn.
Jesus, du kamst für das Heil aller Menschen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast nicht die Gerechten, sondern die Sünder gesucht. Christus, erbarme dich unser.
Dein Reich sind alle Völker bis an die Grenzen der Erde. Herr, erbarme dich unser.
Stephan I ist der Patron und Nationalheilige von Ungarn. Stephan kam 969 als Sohn von Arpadenfürst Geza zur Welt. Von einem Missionspriester wurde er von Kindheit an christlich erzogen. Im Alter von 26 Jahren heiratete Stephan Gisela, die Schwester von Heinrich II. Durch mehrere Siege über heidnische ungarische Fürsten förderte Stephan das Vordringen des Christentums im ganzen Land. Zusammen mit seiner Frau Gisela stiftete Kirchen und Klöster, unterstützte die Arbeit von Mönchen und Missionaren und gründete zahlreiche Bistümer und Erzbistümer in Ungarn. An Weihnachten des Jahres 1000 wurde Stephan zum ersten König seines Landes gekrönt. Vier Jahrzehnte später starb der Herrscher dem das Christentum viel zu verdanken hatte. Beigesetzt wurde er in der Basilika von Stuhlweißenburg , nordöstlich vom Plattensee, die er selbst hatte erbauen lassen. Die Gebeine Stephans wurden 1083 gemeinsam mit denen denen seines Sohnes Emerich feierlich erhoben.
Stephan I.ist fast immer als ältere oder alter König mit Krone und Zepter sowie mit Globus und Kreuz als Zeichen für seine missionarische Tätigkeit dargestellt. Die älteste Darstellung befindet sich auf dem ungarischen Kronungsmantel aus dem Jahr 1031.
Im gemeinsamen Gebet ist uns Erhörung zugesagt. So wagen wir gemeinsam zum Vater zu beten.
Damit wir von aller Schuld frei werden, wollen wir den Herrn um Versöhnung und Frieden bitten.
Selig, die eines Sinnes sind und den Weg finden zum ewigen Reich des Vaters.
Das heutige Fest Maria Aufnahme in den Himmel kann uns dazu helfen, unseren Glauben zu stärken. Wie war der Glaube von Maria? Ihr Glaube bestand aus drei wesentlichen Teilen – 1. durch ihre Verbindung mit dem Heiligen Geist hatte sie eine innige Beziehung zu Jesus 2. in Verbindung mit dem Heiligen Geist hörte sie das Wort Gottes 3) in Verbindung mit dem Heiligen Geist verwirklichte sie das Wort Gottes in ihrem Leben.
Predigt
Selbstverständlich kann niemand von uns eine so innige Beziehung wie Maria zu Jesus haben. Maria trug ja Jesus neun Monate unter ihrem Herzen. Sie hat Jesus zur Welt gebracht. Niemand von den Menschen kann so intensiv das Wort Gottes hören wie Maria. Sie wohnte ja 30 Jahre mit Jesus in einem gemeinsamen Haus. Und selbstverständlich kann niemand das Wort Gottes in seinem Leben so intensiv verwirklichen wie Maria. Maria hat sich ja ganz Gott geweiht und ihr ganzes Leben für Gott geopfert. Trotzdem soll unser Glaube dem Glauben Mariens ähnlich werden, denn auch wir sollen unser Leben Gott schenken. Unser Glaube kann nur in einer engen Verbindung mit dem Heiligen Geist zu einer innigeren Beziehung zu Jesus werden. Das kann uns nur gelingen, wenn wir auf Gottes Wort hören und auch in unserem Leben danach handeln. Ein gottgefälliges Leben führt zum Glauben an den Sohn Gottes.
Maria wurde wegen ihres tiefen Glauben leibhaftig in den Himmel aufgenommen. Im Johannesevangelium sagt: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt und jeder, der lebt und an michglaubt, wird ewig nicht sterben. Wir sehen also, dass der Glaube nach dem Beispiel Mariens eine große Bedeutung für das ewige Leben hat. Der Glaube hat aber auch Bedeutung für das irdische Leben – jetzt hier auf unserer Erde.
Im 9. Kapitel des Matthäusevangeliums lesen wir, dass zwei Blinde Jesus um ihre Genesung baten mit den Worten: Erbarme dichunser, Sohn Davids. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, dass ichdies tun kann? Und sie antworteten mit JA. Dann berührte er ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden aufgetan. Jesus wiederholte auch oft diesen Satz: Alles ist möglich, dem, der glaubt.
Selbst die moderne Wissenschaft beweist wie stark die Kraft des Glaubens sein kann. In einer amerikanischen Klinik machten sie ein Experiment. Patienten, die an Asthma litten, wurden gerufen. Es wurden ihnen Medikamente gezeigt, die gegen Asthma waren und es wurde ihnen erklärt, wie die Medikamente wirken. Dann wurden die Asthma-Kranken in zwei Gruppen geteilt. Der ersten Gruppe gab man die Medikamente gegen Asthma, die zweite Gruppe bekam nur unschädliche Präparate aus Traubenzucker. Sie sahen wie echte Medikamente aus. Sie dachten auch, dass sie echte Medikamente einnahmen. Die Anzahl der Menschen, die in der ersten und der zweiten Gruppe geheilt wurden, war fast gleich. Das bedeutet, dass jene Geheilten aus der zweiten Gruppen nur durch den Glauben an das Medikament geheilt wurden. Darum sagt ein berühmter Wissenschaftler namens Hannes Lindemann: Hoffnungslosigkeit, Zweifel und Unglaube sind Faktoren, die unsere Gesundheit bedrohen und im Gegenteil sind Glauben, Hoffnung und Liebe Faktoren, die heilen können. Wenn also jemand glaubt, dann vervielfachen sich seine Kräfte.
Zum Schluss noch ein Beispiel aus Frankreich: Ein junger Ehemann erlitt eine schwere Verletzung an seinem Arbeitsplatz. Seine beiden Hände wurden amputiert und er verlor die Sehkraft. Er war sehr verzweifelt und dachte an Selbstmord. Seine Frau erkannte seine große Verzweiflung und dachte: In dieser Situation kann uns nichts helfen außer ein starker Glaube. Deshalb nahm sie ihn oft zur Heiligen Messe mit. Einmal war bei dieser Messe eine Predigt über den Glauben nach dem Beispiel Mariens. Diese Predigt hatte großen Einfluss auf den Mann. Seine Frau schenkte ihm deshalb einen Rosenkranz. Er versuchte die Rosenkranzperlen mit den Zehen zu betätigen – also mit den Füßen zu beten. Seine Beziehung zu Jesus wurde dadurch so innig, dass er seine Verzweiflung vergaß und ebenfalls die Gedanken an Selbstmord. Im Gegenteil nahm er seine Behinderung an, um von nun an freudig mit dem gekreuzigten Jesus zu leben.
Eines Tages sagte er zu seiner Frau: Bitte, bring mich zu unserem Bischof. Dort bat er den Bischof, er möchte zum Diakon ausgebildet und dann geweiht werden. Der Bischof antwortete: Du hast aber keine Hände. Wie kannst du da jemanden die Kommunion spenden? Du bist doch blind. Wie kannst du dann das Evangelium lesen? Wie kannst du die Taufe spenden, jemanden trauen oder begraben? Da antwortete der Mann: Ich habe aber einen Mund, der ist mir geblieben. Ja, da hast du recht, sagte der Bischof. Willst du den Menschen davon predigen, wie der Glaube stark macht auch in den schwierigsten Situationen des Lebens? Ja, Herr Bischof, ich will das predigen! Und tatsächlich weihte ihn später der Bischof zum Diakon. Er heißt Jeague Lebreton und er predigt über die Kraft des Glaubens. Die Menschen, die ihn hören, glauben ihm, weil sie sehen, dass er in diesem körperlichen Zustand ein freudiger Zeuge Jesu und sein Evangelium ist.
Es ist wichtig, dass wir uns für einen wahren und echten Glauben begeistern lassen, denn ein solcher Glaube hilft uns in allen Situationen des irdischen Lebens und durch ihn können wir das ewige Leben gewinnen.
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