Archiv für den Monat: August 2018

Familienmesse 2.September 2018

Etwas tun und es auch so meinen

Lied: Komm wir feiern, heute ist ein Fest.

Pfarrer: Kreuzzeichen und Begrüßung

Liebe Kinder, liebe Gemeinde! Wie  ihr gerade gesungen habt, dürfen wir heute wieder gemeinsam mit Jesus feiern. Wir haben einen warmen Sommer genießen  dürfen und ich hoffe ihr habt  viel Zeit mit euer Familie und mit euren Freunden verbracht. Bestimmt habt ihr  wieder Energie getankt, damit ihr gut in das neue Schul- oder Kindergartenjahr starten könnt.

Heute möchten wir im Gottesdienst darüber nachdenken, was wir  alles im Alltag tun und sagen, es vielleicht aber vom Herzen gar nicht zu meinen. Matthias, Paula und Marlene haben sich darüber Gedanken gemacht und sie möchten nun am Beginn für uns alle Gott um Verzeihung bitten.

Bußgedanken

Matthias:

In einer Woche starte ich in der NMS. Viele haben mich gefragt, ob ich mich schon auf die neue Schule freue. Meistens habe ich ja gesagt. Aber wenn ich ehrlich bi, mache ich mir schon Gedanken wie es mir dort gehen wird.

Herr, erbarme dich

Paula:

In den Ferien habe ich viel Zeit mit meinem kleinen Bruder  verbracht. Die Leute sagen dann immer, dass ich so eine gute Schwester bin, weil ich mich so gut um ihn kümmere. Doch manchmal geht er mir auf die Nerven. Doch manchmal  geht er auf die Nerven. Das würde ich aber nie zugeben.

Christus erbarme dich

Marlene:

Oft tun wir Dinge, die  wir gar nicht so meinen. Manchmal wollen wir damit dem anderen eine Freude machen, manchmal möchte wir damit anderen gefallen. Das wichtigste aber wäre: Etwas zu tun und zu sagen und es auch vom Herzen so meinen.

Herr, erbarme dich

Pfarrer: Herr, du bist der Gott aller Menschen. Es ist nicht immer leicht aus unserem Herzen heraus zu handeln. Verzeihe uns, wenn wir damit Probleme haben und vergib uns unsere Schuld. Schenke uns dein Erbarmen, stehe uns zur  Seite uns schenke uns Mut wenn wir es immer wieder probieren. Darum bitten wir durch  Christus unseren Herrn. Amen

Tagesgebet

Guter Gott. Für manche Kinder und Jugendliche wird zu Schuldbeginn alles ganz neu sein. Die einen kommen das erste Mal in den Kindergarten, die anderen beginnen in der Volksschule oder in einer höheren Schule. Schenke unserer Kindern Mut für  alles Neue und Vertrauen, dass alles gut  wird. Darum, bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen

Gloria; Wir sind hier zusammen

Lesung; Jak 1,17-18 , 21-22.27

Rollenspiel vor dem Evangelium

Tanja:

Zu unserem Thema ,,Etwas tun und es auch so meinen haben wir ein kleines Rollenspiel vorbereitet. Darin hat Tante Maria Geburtstag. Ihr Nichte Marlene, Paula und ihre Neffe Matthias schenken ihr etwas zum Geburtstag. Aber schauen wir  uns an, wie es zu diesem Geschenken  gekommen ist.

Szene 1. Marlene

MMhh, morgen hat Tante Maria Geburtstag und ich möchte ihr etwas schenken, dass si sieht, wie gerne ich sie hab. Aber ohne Geld… Ha, ich weiß es! Ich mal ihr eine schöne Geburtstagskarte, das kann ich gut, und das ist etwas, was wirklich von mir ist.

/Marlene setzt sich auf die Stufen und malt an ihrer Karte…/

Szene 2.Paula

/mit umgehängten  Fußballschuhen; wirkt etwas gestresst und  genervt/

1.  September. Oh nein, da hat ja morgen Tante Maria Geburtstag. Nicht schon wieder. Am liebsten würde ich ihr gar  nichts schenken, aber  das geht ja nicht, dann bekomm ich ja auch nichts mehr von ihr. Ha, jetzt hab ich es. Ich habe einmal so eine Karte bekommen, wo hinten nichts draufsteht. Die schenke ich dir.

Paula geht zu einer Kiste und kramt nach der Karte/

Szene 3. Matthias/Scooter zum Einkaufen/

Jetzt denk ich schon seit zwei Tagen nach, was ich Tante Maria zum Geburtstag schenken  soll, aber mir  fällt nichts ein. Die hat ja schon alles. Und womit soll ich ihr noch eine Freude machen. Die Geschäfte sperren auch gleich zu… Was soll es: jetzt fahre ich noch schnell und kauf eine Geburtstagkarte, mir fällt einfach nichts besseres ein.

/ Matthias fährt mit dem Scooter Richtung Familienchor/

Tanja

Am nächsten Tag ist es soweit. Tante Maria ist zu Besuch und freut sich sehr die Kinder zu sehen. Alle 3 haben ihre Karte in der Hand und schenken  sie  ihrer Tante.

Szene 4.

Tante Maria setzt sich auf den Sessel im Altarraum. Kleine Kindersessel und  ein kleiner Tisch  stehen bereit. Die 3 Kinder haben ihre Karten fertig- gefunden- oder eingekauft und gehen zu ihrer Tante. Nacheinander  geben sie ihr die selbe Karte. /alle drei Briefkuverts sehen gleich aus/

Halleluja: Kinderchor

Evangelium: Mk 7,1-8, 8.14-15, 21-23

Predigt.Pfarrer

Wir haben vor dem Evangelium ein kleines Rollenspiel gesehen- es ging um den Geburtstag von Tante Maria- und sie hat drei gleiche Geburtstagsgeschenke bekommen. (Priester hält der gleichen Briefkuverts hoch). Aber wenn wir genauer  darüber  nachdenken, kommen wir darauf, dass es eigentlich doch nicht drei gleiche Karten waren.. Es ist ein Unterschied ob wir  etwas tun, weil wir es müssen, oder aber, wenn wir etwas  von Herzen gerne machen! Also etwas tun und es auch so meinen. Heute im Evangelium hat sich Jesus auch zu diesem Thema geäußert. Er hat sich gegen so eine Haltung der Scheinheiligkeit gewandt. Als Hintergrund für euch.. Die Juden waren schon 1000 Jahre lang ein Volk, als Jesus auf die Welt kam. Und sie hatten gelernt, miteinander zu leben.. Dafür gab es viele Gebote und Gesetze. Gott und die Menschen haben diese Regeln aufgestellt und deshalb hielten sie an den alten Regeln für das Zusammenleben fest. Viele Menschen haben damals diese Gesetze wortwörtlich befolgt, aber gar nicht mehr darüber  nachgedacht, warum sie so oder so handeln, was denn eigentlich mit Gesetz gemeint war. Sie haben ihr Herz dabei ausgeschaltet und einfach so getan wie es in den Gesetzen  verlangt wurde. Für Jesus ist diese Haltung nicht ok. Nur strickt an die Regeln halten und möglicherweise Gott und seinen Nächsten dabei  zu übersehen, das geht nicht. Er wünscht sich, dass die Menschen etwas tun und es auch von Herzen so meinen, für Gott, für den Menschen, für den Nächsten, für die  Gemeinschaft und somit auch für sich selbst.  Genauso haben wir es auch in unserem Rollen gesehen. Es gehört sich ja seiner  Tante, seinen Eltern oder Großeltern ein Geschenk zu geben. Und so tun  wir das auch. Aber es kommt vor, dass die Liebe und das Herz  nicht dabei sind. Wenn wir das immer wieder machen, werden wir uns irgendwann nicht mehr auskennen, ob es einer mit uns meint oder nicht. Genau das sollen wir uns aber vornehmen. Ales was wir tun, sollen wir auch von Herzen so meinen!  Genau das wünscht sich auch Jesus von uns. Dann kann Gemeinschaft im Sinne Jesus gelingen. Und  in diesem Sinne wollen wir  nun auch diese Messe weiter feiern. Beten wir bewusst, feiern wir ehrlich und singen wir aus dem Herzen für uns und unserem Herrn. Amen

Glaubensbekenntnis

Fürbitten

Marlene: Herr Jesus, wir bitten für alle, die Angst haben, dass sie sich blamieren könnten, Schenke Ihnen Menschen, die es ehrlich mit ihnen meinen und nicht nur so tun als ob sie sie gernhaben.

Wir bitten dich erhöre uns.

Paula: Herr Jesus, wir bitten für alle Kinder, dass immer jemand  da ist, der Zeit und Geduld hat, unsere Fragen zu beantworten.

Wir bitten dich  erhöre uns.

Anna Maria  Herr Jesus, wir bitten  für alle Verantorwortlichen   in Politik, Kirche und Geselschaft, dass sie das, as sie tun,  auch immer ehrlich meinen.

Wir  bitten dich erhöre uns.

Matthias. Herr Jesus, die Ferien sind schon fast zu Ende. Viele von uns besuchen eine neue Schule. Wir machen  uns Gedanken wie das sein wird. Unterstütze und begleite uns auf unseren neuen Wegen.

Wir bitten dich erhöre uns.

Tanja Herr, Jesus auch wir Eltern machen  uns  Gedanken wie es unseren Kindern im Kindergarten und  in der  Schule  gehen wird. Schenke ihnen Pädagogen   mit einem offenen Herzen, ehrliche Freunde und viel Freude und  Ausdauer um Neues zu lernen.

Wir bitten dich erhöre uns

Pfarrer: Herr Jesus, wir bitten auch  für  alle Verstorbenen. Nimm sie bei dir auf und  schenke ihnen deinen Frieden in deinem Reich.  Ich bitte auch um den Heiligen  Geist für  unsere Kindergarten- und  Schulkinder. Komm auf sie herab und  schenke ihnen  Kraft, Mut und Ausdauer für alles was im neuen  Schuljahr auf sie  zukommen  wird. Erhöre alle unsere lauten  und leisen Bitten und  schenke uns  Offenheit, Ehrlichkeit und  Vertrauen für  unsere Lebensweg heute und  an allen Tagen.  Amen

Gabenbereitung:  Nimm mein Leben SJ 266

Heilig; Kinderchor

Vater unser:  gesungen SK 334

Als Zeichen, das wir alle Geschwister sind und zu unserm gemeinsamen Vater beten, wollen wir uns nun die Hände reichen.

Friedensgruß:

Wenn wir einander jetzt den Frieden wünschen, so  wollen wir versuchen, das ehrlichen Herzens zu tun.

Lamm Gottes: Oh du Gotteslamm SJ 108

Kommunion; Instrumental Birgit und Marlene

                              Im Wasser fällt ein Stein SJ 196

Verlautbarungen:

Geburtstagssegen: Geburtstagkinder Juli und August

Lied. Der  Vater im Himmel segne dich.

Segen: Pfarrer 

P. Der Herr sei mit Euch.

A. Und mit Deinem Geiste.

P. Es segne  euch der  allmächtige Gott, der Vater, der Sohn der Heilige  Geist.

A. Amen.

Gehen wir hin, bringen wir Ehrlichkeit, Offenheit und den Frieden .

Dank  sei Gott, dem Herrm

Schlusslied: Ave  Maria

Samstag der 21.Woche, 25, 14-30

Gott, der allen von uns die Talente gegeben hat, sei mit euch.

Jesus erzählt ein Gleichnis, in dem ein Mann ins Ausland ging und er anvertraut sein  Vermögen seinen drei Knechten. Wie haben wir gehören, anvertraute sein Vermögen jedem Knechten nach seinen Fähigkeiten. Zwei von ihnen dieses Vermögen verdoppelten, der dritte faulenzte und mit der Angst wartete auf seinen Herrn. Er hat nichts verloren, was lobenswürdig ist, aber auch nichts erlangen, was für einen Knecht unzulässig ist.

Jesus, du willst, dass wir durch die Gabe die wir bekommen haben, Frucht bringen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dein Wort an alle Menschen gerichtet. Christus, erbarme dich unser.

Du lernst uns die Zeit, die wir haben richtig benützen. Herr, erbarme dich unser.

Wir haben gehört, was machten die Knechten mit anvertrauten Talenten. Wenn wir, um uns herum schauen, stellen wir fest, dass wir alle nicht in gleicher Masse  körperliche  Tüchtigkeit, Weisheit, Schlagfertigkeit, Begabung, bekommen haben. Einige haben mehr bekommen, die andren weniger. Ist das nicht ungerecht? Nein, weil in diesem Gleichnis, werden nicht nur Gaben betonnen, wie etwas entscheidendste und wesentliche, sondern auch ihre Ausnutzung und Verwertungen. Der Herr ist dabei gerecht, weil er von niemand mehr verlangt, als er machen kann. Wenn wir schon über die Talenten sprechen, muss man sagen, dass das  nicht nur natürliche physische Gaben sind wie die Gesundheit, Kraft, Vernunft, gute Erziehung, sondern auch die übernatürliche Gaben. Vor allem die Gabe des Heiligen Geistes, weiter  Gottes Wort, Gebet. Und wir sind für diese Gabe verantwortlich. Einmal wird uns der Herr fragen, wie wir diese Gaben benützen. Aber nicht nur für uns selbst, sondern hauptsächlich,  für unsere Nächsten. Weil wer nur an sich selbst denkt, schadet nur dem Werk des Herrn , aber auch sich selbst. Dem nichtsnutzigen Knechten wird das Talent weggenommen, das er so sorgfältig nur für sich selbst verbarg.

Mit dem Gebet, das Jesus uns anvertraut  hat, dürfen wir  dich bitten. Vater  unser…

Jesus bringt Licht, bringt Heil bringt Frieden in die Herzen der Menschen, die  ihm  vertrauen.

Herr, du bist das ewige Licht  in unserer Welt.

Hl.Paulinus, Bischof von Trier, Mt 10, 22-25

Jesus, der sagte Ein Jünger steht nicht über seinem Meister  und ein Sklave   nicht über seinem Herrn, er sei mit euch.

Jesus ist unser Lehrer und wir sind ihre Jünger. Natürlich Jesus wünscht sich, dass wir ihm ähnlich sind. Darum sollen wir  nach Vollkommenheit, nach Heiligkeit streben. Uns muss klar sein, dass wir  in der Heiligkeit, in der Vollkommenheit Jesus, unseren Meister übertreffen werden. Im gemeinsamen Leben ist es nicht so. Es kommt nicht einmal vor, dass der Schüler seinen Lehrer überwindet, überholt.

Jesus, du hast uns den Weg eines  vollkommenen Lebens  gewiesen.  Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns zu  Zeugen deines Wortes und deines  Lebens gemacht. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns  berufen, als Salz der Erde mitzuwirken an der  Heiligung  der Menschen. Herr,erbarme dich unser.

Der heilige Paulinus, der aus einer  vornehmen aquitanischen Familie  stammte und um  das Jahr 300 zur Welt  kam,wurde  346 Nachfolger   von  Maximus auf dem  Bischofsstuhl  von Trier. Vor seiner Vorgänger,  mit dem  zusammen  er  nach Trier  gekommen war, hatte Paulinus  auch die  Priesterweihe  empfangen. Als Kaiser Kaiser  Konstantius  einige  Jahre  später auf dem  Konzil von Arles die Verurteilung des Patriarchen von Alexandria, Athanasius, forderte, sprach sich  Paulinus als  einziger der  Bischöfe  dagegen  aus. Konstantius verbannte den Trierer  Bischof deshalb nach Phrygien, heute in  der westlichen Türkei, wo  Paulinus am 31. August 358  nach  fünfjährigem   Exil voller Demütigungen  und  Entbehrungen  entkräftet starb. In der Pfarrkirche St. Paulinus in Deutschlands  ältester  Stadt Trier werden  in der Krypta   bis heute die  Gebeine von  Bischof   Paulinus   verehrt. In  einem Sarg aus  Zedernholz soll Bischof  Felix, einer der  Nachfolger  von Paulinus, die  Reliquien  seines Vorgängers , Ende des  4.Jh rund  30  Jahre  nach dessen  Tod, nach  Trier  übertragen  un  in der Krypta   der  Urkirche   beigesetzt haben. Später wurde der kostbare Sarg , von dem heute  noch Teile erhalten sind in einem  Sarkophag übertragen , in dem man 1072 die Gebeine vorfand. In den Jahren 1402 und  1883 wurde der Holzschrein nochmals  geöffnet.

All unser Beten fassen wir in dem Gebet zusammen, das Jesus selber uns geschenkt hat. Vater unser…

Wir sehnen uns  nach Frieden- im  Großen, wie im Kleinen, den in der Welt und  in unseren Beziehungen. Wir wissen darum, wie kostbar ist, wie zerbrechlich  und zeitweise  auch  weit entfernt.

Christus spricht. Daran werden alle erkennen, dass ihr  meine Jünger seid, wenn ihr  einander liebt.

22. Sonntag B Mk,7,1-8. 14-23

22. Sonntag 2018

Einführung

Stellen wir uns vor, dass uns Gläubigen die Frage gestellt würde: Denken Sie, dass Gott mit ihnen zufrieden ist? Was für eine Antwort würden wir geben? Für einen gläubigen Juden müsste diese Frage anders  formuliert  werden. Glaubst du, dass  du vor Gott rein bist? Die Juden drückten  das Verhältnis zwischen Gott und Menschen mit den Begriffen rein und unrein aus. Es genügte,  die äußeren Regeln  einzuhalten, damit der Mensch rein ist, also in Gottes Liebe und Gnade.

Predigt

Wir kennen einige Bräuche der altestamentarischen Juden: das Händewaschen vor dem Essen, Krüge waschen, Becher waschen, Bettzeug waschen – dass Nicht-Betreten des Hauses  eines ungläubigen Menschen – das Nicht-Essen des Fleisches einiger Tiere. Man sollte auch nicht jemanden berühren, der kultisch  unrein war, auch keinen Leichnam berühren. Alle diese ritualen Vorschriften hatten ursprünglich ein Gesundheits- und  Hygieneziel, aber im Laufe der Zeit wurde das vergessen und es ist nur eine  Kultvorschrift geblieben. Diese Vorschriften  haben auch ständig  zugenommen, sodass es in der Zeit  Jesu ungefähr 500 waren.

Wir haben auch göttlichen und kirchliche Geboten, aber manche kennen sie leider  nicht oder nicht mehr. Es ist uns aber auch klar, dass die 500 jüdischen Vorschriften nur die Spezialisten, also die Schriftgelehrten, Pharisäer und gelehrte Rabbiner kannten. Gewöhnliche Menschen  kannten nur  einige  grundlegende  Gesetze und  Vorschriften. Und schließlich  konnten arme Leute nicht darauf achten, was sie essen oder  was sie nicht  essen sollten, denn sie aßen, was sie hatten und das war nicht viel. So war es nur eine  kleine Gruppe von Menschen, die alle Vorschriften kannten und sie einhielten. Diese  verachteten  die ungelehrten  Menschen, weil die Vorschriften  nicht peinlich genau einhielten. Jesus war auch ein rechtgläubiger Jude. Er unterrichtete in den Synagogen, und deshalb, weil er auch Lehrer war, legte er  Gottes Wahrheiten auch den Pharisäern und Schriftgelehrten aus. Er kannte sicher alle jüdischen Vorschriften. Er hatte aber den Mut einzugreifen und manche Grundlagen der jüdischen Religion zu verurteilen. Jesus sagte, dass das,   was von außen   in den Menschen  hineinkommt, ihn nicht unrein  machen kann,  was aber aus  dem Menschen   herauskommt, das macht ihn unrein. Denn  von innen, aus dem Herzen der Menschen  kommen  die  bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung und  Unvernunft. All dieses Böse kommt   von  innen und  macht  den  Menschen  unrein. (Mk 7,21Jesus meinte damit, dass sie anstatt zu achten, was sie essen oder nicht essen sollten, lieber auf ihre Gedanken, Worte und Taten achtgeben sollten. Seid nicht hochmütig und eingebildet, glaubt und handelt mit dem Herzen!

Galuben Sie, dass Gott mit uns zufrieden ist? Genügt es, die göttlichen und kirchlichen Gebote einzuhalten? Gilt nicht, was der Heilige Paulus sagt: Der Buchstabe tötet, der Geist belebt wieder? In seinen Bekenntnissen erzählt der Heilige Augustinus folgendes: Zwei kaiserliche Diener vergaßen auf dem kaiserlichen Hof völlig auf ihre Seele. Einmal kamen sie bei der Jagd zum Häuschen eines  Einsiedlers. Auf dem Tisch fanden sie den Lebenslauf des Heiligen Antonius. Einer von den Dienern nahm das Buch und begann in ihm blättern und auch zu lesen.  Nach einer lange Zeit wandte er sich seinem Freund mit den Worten zu: Sag mir, warum wir uns so im Dienst  des Kaisers  quälen und wir ihm all unsere Zeit und Mühe widmen! Gibt es nicht etwas Wichtigeres,  als dass der Kaiser uns  vielleicht zu seinen Freunden machen könnte? Und wenn es so sein würde, wie beständig wird seine Freundschaft sein? Und welchen Nutzen werden wir daraus haben, wenn wir das im Hinblick auf das ewige Leben betrachten? Nichts ist wertvoller als der Dienst für Gott! An ihn sollen wir uns wenden, seine Freundschaft soll uns wichtig sein und seine Liebe ist eine Liebe, die sich niemals ändern wird. Das Wichtigste aber ist, sein Versprechen, uns einmal das ewige Leben zu schenken. Bald darauf verzichteten sie auf den Dienst beim Kaiser und gingen in die Einsamkeit, um ihre Seele für das ewige Leben zu retten.

Von den Leuten werden wir nachdem gerichtet, was wir tun und welchen Erfolg wir haben. Sie schauen auf das Äußere. Gott schaut auf unsere guten Absicht und unseren guten Willen. Damit unsere Absichten aber richtig sind, müssen wir uns von Christus belehren lassen. Nur ER kann uns Heil schenken, nur ER kennt den richtigen Weg zum Heil.

Donnerstag der 21.Woche Mt. 24,42-52

Jesus, der sagte: Wenn der Herr des Hauses  wüsste, zu welcher Stunde  in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben, Er sei mit euch.

Wachen bedeutet, bereit zu sein,  für das was kommen wird. Seid also wachsam, denn ihr wisst nicht  in welcher Stunde der Herr kommt. Viele Sachen haben wir gelernt, als verständliche nehmen. Zum Beispiel Atmen. Es passiert automatisch. Wir sind dessen nicht bewusst. Wir denken nicht darüber nach. Aber wenn wir nicht genug frische Luft haben, öffnen wir automatisch das Fenster und knöpfen wir  das Hemd unter dem Hals auf. Wenn wir  aufhören zu atmen, werden wir sicher sterben, werden wir das irdische Leben verlieren.  Wenn wir aufhören geistig zu atmen, werden wir das  ewige Leben verlieren.

Jesus, du hast uns  gemahnt, wachsam zu sein für die  Stunde  unseres Todes. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  uns gelehrt, aus der  Vergangenheit  zu lernen und nicht  gleichgültig  in den Tag hineinzuleben. Christus, erbarme dich unser.

Du  hast  uns gewarnt vor  Gleichgültigkeit und  Gedankenlosigkeit. Herr, erbarme dich unser.

Gott gab  jedem von uns Leben und setzte uns zu Verwalter über unser eigenen Leben ein. Von jedem Verwalter verlangt sich eine wichtige Tugend und das ist die Tugend der Verantwortlichkeit. Zum Beispiel jeder Bankangestellte muss alle Aufzeichnungen über  Einzahlungen oder die Auswahl  des Geldes  seiner Kunden in Ordnung haben. Wenn es nicht so wäre. der Direktor der Bank einen solchen Angestellte entlassen würde, und würde einen anderen verantwortlicheren finden. Oder die Schalter auf der Strecke ist  verantwortlich für die Ordnung  auf der Strecke, dass  die Züge  in die  richtige Richtung  gehen werden. Wenn Christus uns zur Wachsamkeit ruft, dann es ist deshalb, damit wir uns unsrer Verantwortung  für unser Leben bewusst werden. Wir werden alle sterben, es ist aber wichtig, wie werden wir auf dem Tod vorbereiten. Was sollen wir tun, um uns der Tod nicht überrascht? Wachen bedeutet nicht unser Haus, unser Besitz hüten, sondern unsere Fehler bereuen, unser  Inneres verändern, unserer Seele mehr Zeit widmen. Wir wissen nicht, ob wir Morgen, noch die Gelegenheit werden haben. Darum müssen wir schon heute beginnen, unsere Probleme lösen, verschieben wir sie nicht, weil wir keine Garantie haben, dass wir in der Zukunft genug  dazu haben werden.

Wenn wir jetzt gemeinsam das Vater unser beten, bitten wir  Gott, dass wir  seinen Willen annehmen können.

Gott spricht  uns immer neu  seinen Frieden  zu. Tragen wir  diesen Frieden  weiter  zu unseren  Mitmenschen.

Selig, die das Wort  Gottes  hören und es  auch  befolgen.

Enthauptung Johannes des Täufers, Mk 6,17-29

Gott, unser Vater, der die Zeugen  seiner Botschaft mit Herrlichkeit krönt, sei mit euch.

Das heutige Evangelium kennen wir alle sehr gut. Das ist die Beschreibung traurigen und grausamen Todes Johannes des Täufers, der gerecht und heilig war. Betrachten wir  einen Moment  über  den Hintergrund  dieser bekannten  Geschichten.

Jesus,  du hast  die  Botschaft des Vaters  gebracht. Herr, erbarme  dich unser.

Du hast  Verfolgung  und Tod  angenommen. Christus, erbarme  dich  unser.

Du bist vor  keiner  Drohung und Gewalt  zurückgewichen. Herr, erbarme dich unser.

Johannes stammte aus einer priesterlichen Familie. Aus der Gruppe, die im großen Mass, mit ungerechter Regierung des Königs Herodes kollaborierte. Aber Johannes stattdessen, dass er sich zu dieser Gruppe anschließen, zog sich in die Wüste zurück und er fing an, die Botschaft der Bußen  ankündigen, die an ganz Israel  einschließlich König und zu ihm ,,geneigten“ Priester adressiert wurde. Herodes aber brachte die direkte Worte von Johannes in Zorn und ließ Johannes einsperren. Dann geschah was das heutige Evangelium beschreibt. Das Ereignis, bei dem die Stieftochter von Herodes missbraucht wurde. Viele Filmen und Theaterstücke stellen dieses Mädchen wie eine verderbte  Verführerin  dar, die an dieser Verschwörung teilnahm. Wahrscheinlich sie war nur eine Marionette in den Händen ihrer Mutter. Auf dieser Geschichte sehen wir, wie leicht  kann die Macht missbraucht werden. Aber das war nicht der einzige Fall. Wie oft  wurde es in der Geschichte wiederholt. Unschuldige Menschen, nur weil sie die Wahrheit  sagten, die der Mächtigen dieser Welt nicht gefallen haben, wurden zum Tode  verurteilt. Trotzdem dürfen wir keine Angst haben. Johannes der Täufer lehrt uns, die Wahrheit zu sagen,  gerecht zu leben. Außerdem sehr wichtig ist, unterstützen die Menschen die unschuldig leiden/finanziell, mit Gebet/. Vergessen wir nicht, dass wir im Kampf  mit der Ungerechtigkeit niemals sind wir alleine. Gott ist mit uns.

Nicht immer  ist  es leicht zu  beten. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so  auf  Erden. So beten wir jetzt gemeinsam.

Gott ist uns  in Jesus mit seinem Frieden entgegen gekommen. Nehmen wir  seinen Frieden auf in unser Leben und Handeln und lassen wir  uns diesen Frieden von ihm schenken.

Selig, die in der Prüfung bestehen und als Zeugen eingehen  in sein Reich.

Hl.Augustinus Mt 23,23-26

Jesus Christus, der die Pharisäer verurteilte, sei mit euch.

In der lombardischen Stadt  Pavia hat im 8. Jh. der große Augustinus einer  der wichtigsten Kirchenschriftsteller aller  Zeiten und  Wegbereiter der Augustiner-Ordensgenossenschaften, seine letzte  Ruhestätte gefunden. In der Kirche S. Pietro in Ciel d.Oro erhebt sich über  dem Hochaltar im Chor das Grabmahl des  Augustinus. Das dreigeschossige  Kunstwerk aus  weißem Marmor ist ein Werk der Campioneser Meister / Maestri Campionesi/.

Jesus, du wolltest alle retten.Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns  den Weg  des Heiles gelehrt. Christus, erbarme dich unser.

Du liebst, die dir  in Vollkommenheit folgen. Herr, erbarmen dich.

Augustinus, der neben  Ambrosius , Gregor dem Großen und Hieronymus zu den   vier großen  abendländischen  Kirchenvätern  gehört. Er kam  am 13. November  354  im numidischen  Tagaste  im heutigen   Algerien  zur Welt. Sein Vater war Heide, seine  Mutter  Monika  eine fromme Christin. Monika sorgte dafür, dass Augustinus von Kindheit an  eine christliche Erziehung  erhielt, das  Sakrament der Taufe empfing  er  jedoch noch nicht. Während unser  Studienjahre entfernte  sich Augustinus immer mehr  von  der  christlichen Lehre  und verfiel den Lastern und  dem Müßiggang. Er wurde 20 jährig Lehrer der Künste und ging 384 als Rhetorik-professor nach Mailand. Während  der  nächsten  zehn Jahre gehörte  Augustinus den Manichäern an. In Mailand kam es dann zum entscheidenden Erlebnis für Augustinus. Er hörte mehrere Predigten von Ambrosius, und war stark beeindruckt und durch starke  Beeinflussung  vor allem von Seiten seiner Mutter Monika, wandelte sich  Augustinus  zu  einem  überzeugten Christen. In Tagaste führte Augustinus ein gemeinsames christliches  Leben mit gleichgesinnten Gefährten. Im Jahr 394 empfing er die Priesterweihe, und 396 wurde  zum Bischof zum Hippo  in Nordafrika ernannt. Unermüdlich  wirkte  Augustinus in den folgenden   34 Jahren als Seelsorger.  Sein  Einfluss reichte weit  über  seine  Bistumsgrenzen  hinaus. Er war  einer  der begabtesten  Prediger  aller Zeiten und ein  unerbittlicher  Bekämpfer sämtlicher  Irrlehren. Augustinus  entfaltete eine  oberhirtliche  Tätigkeit,  die das ganze  Abendland  beeinflusste. Er war  geprägt  von glühender  Gottesliebe und aufopfernder  Nächstenliebe, seine Güte war grenzenlos.

Da wir im Heiligen Geist Vergebung  der Sünden  empfangen  dürfen, wagen wir zum Vater beten.

Frieden hat uns   Christus verkündet. Um diesen Frieden  bitten  wir  ihn  im  Heiligen Geist.

Selig, die  vom  Geist Gottes   geführt, zu seiner Herrlichkeit hinfinden.

Hl.Monika Mt 23, 13-22

Jesus, der sagte, weh euch verblendete Leiter, die ihr sagt. Wer irgend bei dem Tempel schwört, das ist nichts,   wer aber  irgend  bei  dem Gold   des Tempels   schwört, ist   schuldig, er sei mit euch.

Das unscheinbare Gotteshaus in Rom  nur einige Meter vom Pantheon  und nicht weit   von der  Piazza Navona entfern, enthält viele  Gemälde, Plastiken und Fresken von  Raffael, Sansovino und Caravagio, Über  dem  wuchtigen Haupaltar, geschaffen  von  Bernini,  kann man  eine alte  byzantinische  Madonna   bewundern. Links  vom Chor befindet sich die Kapelle die Kapelle   der heilige Monika. Hier  hat die Mutter des großen  Augustinus ihre letzte  Ruhestätte gefunden.

Jesus, du stärkst,  die dir zu dienen  bereit sind. Herr, erbarme dich unser.

Du tröstest, die mit dir das Kreuz zu tragen  bereit  sind. Christus, erbarme  dich unser.

Den  Geduldigen hast du dein Reich verheißen. Herr,erbarme dich  unser.

Ein Sohn  so vieler  Tränen kann  nicht  verloren gehen, sagte Bischof Ambrosius zu Monika, als  diese  wieder einmal  völlig verzweifelt   war   über  das  ausschweifende, ziellose   Leben   ihres Sohnes    Augustinus. Die Mutter   von drei   Kindern, gebürtig  aus Numidien, dem  heutigen Algerien  war  ihrem  Sorgenkind  aus der Heimat   zuerst  nach Rom und dann   nach  Mailand   nachgefolgt. Unter Tränen  bat sie  ihren Sohn,  der zu jener Zeit  noch  der  Irrlehre   der Manichäer  anhing, sich  zu bekehren  und die Taufe zu empfangen. Sie war  schließlich  maßgeblich  daran  beteiligt, dass Augustinus  den Weg   fand, auf   dem  er  einer der Größten  der  ganzen    Christenheit   werden sollte. Doch  Monika durfte Triumph und  Glück nicht mehr  erleben. Auf  der  Heimreise von Italien nach Afrika gemeinsam  mit Augustinus, der bald darauf   Bischof wurde, starb sie  im Oktober 387  in Ostia. Reliquien der  Patronin  der Mütter   und  christlichen  Mütter  vereine  werden   außer   in S.  Agostino  in Rom   auch  im  Augustinerkloster  Arrouaisse bei Arras   in Nordfrankreich   verehrt. In  seinem berühmten  ,,Confesiones    , einem sehr   persönlichen Werk  stattete  Augustinus  seiner  Mutter  später  seinen Dank  ab.

Jesus Christus hat uns  das Auge  geöffnet  , damit wir  Gott  erkennen  sollen. Deshalb   wollen  wir zum  Vater  beten.

Christus  musste leiden, um für uns  den Frieden  zu gewinnen. Um diesen  Frieden bitten wir.

  Selig, die  den Herrn erkennen können, wenn er  kommt zum ewigen  Hochzeitsmahl.

Die Sicherheit des Heiles.1

Stellen wir uns die Frage.  Was ist der Kern des Christentums und seines Glaubens?  Manchmal es scheint, dass  das  Christentum ist nur kosmetisch geregelt jüdische Religion. Statt in die Synagoge, gehen wir in die Kirche, statt der Lämmern und Schaffen, opfern wir Brot und Wein und das nicht am Sabbat sondern am Sonntag. Aber ist das alles?  Nein. Jesus Tod am Kreuz machte eine große Revolution. Im Alten Testament lesen wir. Daher  sollst du auf seine  Gesetze und Gebote,auf  die ich dich   heute verplichte, achten, damit  es dir und später deinen  Nachkommen gut geht  du  und  du lange lebst  in  dem Land, das dir der Herr, dein  Gott, dir  gibt für alle Zeit. Dt.4,40- Das ist das Versprechen, bedingt durch die Erfüllung ein gewisser Bedingung. /Einhalten die Gebote/. So geht das auf der Erde.  Wenn wir auf der Erde glücklich und in der Ruhe leben wollen, dann müssen wir die Ordnung und Gesetze einhalten. Das Problem aber wird, wenn wir dieses Prinzip auch in den Bereich des Heiles, in den Bereich  des künftigen Lebens übertragen wollen. Und das passiert oft.  Das ist die Vorstellung, den Himmel muss ich mit verdienen. Zuerst muss ich die Bedingungen erfüllen und dann lass mich Gott in den Himmel kommen. Wenn ich die Bedingungen nicht erfülle, Gott wird mich in die Hölle schicken. Eine solche Ansicht kann jede Hoffnung   auf das Heil  zuverlässig   vernichten. Und wir sagen auch das,  warum ist es so. Satans Waffe ist  von Anfang an  Angst. In Adam und Eva erweckte Satan Angst. Gott gönnt euch nicht, wie er ist zu sein. In Kain erweckte der Teufel Angst. Was wird, wenn Abel dich zur Seite  schiebt? Was wird, wenn Gott ihn liebt  und du  allein und verlassen bleibst. Und Kain nahm seinen Stock und erseinen Bruder tötete, weil er Angst hatte. Wenn wir alle Konflikte  betrachten, können wir sehen, dass Angst hinter allem steht/versteckt sich/. Angst und Bange, um den Komfort, um die Anerkennung, um das Eigentum. So dachte zum Beispiel Hitler. Wir Deutschen brauchen mehr Lebensraum. Angst ist der Boden aus dem die Sünde wächst. Und jetzt stellen wir uns vor, dass dazu noch eine Bedrohung kommt, die Bedrohung  der Hölle. Viele wissen theoretisch, was Gott von ihnen verlangt: den Nächsten zu lieben, rein und gerecht zu leben. Aber viele sagen, das ist nicht möglich, das ist über meine Stärke. Ich bin doch kein Heiliger. Und das Ergebnis. In manchen mag es  eine Situation  geben, dass sie  aufhören werden nach dem  ewigen Leben zu streben. Bei anderen tritt die Angst und Verzweiflung an. Dann ist nicht überraschend  wenn der österreichische Historiker Peter Dinzelbacher hinweist, dass der mittelalterlicher Mensch mehr als mit liebendem Gott war  er beunruhigt /bestricken/ von der Idee der schrecklichen Hölle. Kein Wunder doch, dass qualifizierte Schätzungen des  Verhältnisses der Erlösten zu den  Verdammte eins zu zehntausend waren. Die Angst vor der Hölle war bei Martin Luther und später bei der Entstehung der Zeugen Jehovas. Als der heilige Bernhard   seinen Mönchen von der Hölle und ihre schreckliche  Marterung predigte, befiel das Kloster solche Angst und Entsetzen , dass gab ihm viel Arbeit die Mönchen ein bisschen zu  beruhigen. Mehr als die Liebe trieb die Menschen die  Angst vor Hölle. Kein Wunder, dass in solcher Atmosphäre die Abweichungen im Kultus der Heiligen  begannen zu wachsen. Wenn Gott so grausam und unbarmherzig ist, dann wer wir für uns eintreten? Wir müssen jemanden suchen, wer grausamen und unbarmherzigen Gott irgendwo erweicht. Die Vorstellung dass Gott unmenschlich grausam ist aber Jungfrau Maria    barmherziger  und mitfühlender ist als Gott. Die Vorstellung, dass Gott so streng und unbarmherzig ist dass Er die Fürbitte der heiligen Maria oder Heiligen braucht ist ganz falsch, aber auch nicht davon sprechen, das Heil kann man sichern durch  das Tragen des Skapulier und der Medaille.

Hl.Ludwig, König von Frankreich Mt,22, 34-40

Jesus, der sagte. Du sollst den Herrn, deinen Gott,lieben mit deinem ganzen  Herzen  und  mit  deiner  ganzen  Seele mit deinem ganzen  Verstand.

Gott verlangt mit Recht die Liebe zu ihm. Gott verdient unsere Liebe. Doch ihm danken wir für unser Dasein. Alles was wir haben, ist im Brunde  Gottes Gabe. Es ist die Wahrheit, dass Gott nicht alles direkt gibt uns. Er aber gibt uns die Mitteln und die Fähigkeiten, damit wir alles, was brauchen, erzeugen /herstellen/ können. Gott liebt uns und er sehnt sich danach, dass wir seine Liebe erwidern.

Jesus, du hast  uns  in deine Nachfolge gerufen. Herr, erbarme  dich unser.

Du bist  den  Weg des Kreuzes  vorausgegangen.  Christus,  erbarme dich  unser.

Die dir  folgen, rufst du auf den  Weg der Heiligen.  Herr, erbarme dich  unser.

Ludwig IX, der 1226 mit elf Jahren König von Frankreich  geworden war, wurde schon zu Lebzeiten,, ungekrönte Kaiser des Abendlandes genannt. Er galt als  eine der  größten  Persönlichkeiten   seiner Zeit. Als Herrscher war erfolgreich, im  eigenen  Staat führte  er  zahlreiche   bahnbrechende   Reformen  durch.  Zu allen Zeiten  bewahrte er , selbst    tiefreligiös. So, wie er  die Kirche   bei der Durchsetzung wichtiger  Beschlüsse   unterstützte,  so  verurteilte er gleichermaßen   kirchliche Missbräuche. Unter Ludwig IX wurde Frankreich zum mächtigsten Staat  in ganz Europa. Von 1248 bis 1254  unternahm   Ludwig   den siebten   Kreuzweg  nach Damiette  in Ägypten,  das  er  erobern  und nach Palästina,  bedrängten  Kreuzfahrern  eine große Unterstützung  und Hilfe  war. Wahrend   eines erneuten  Kreuzzuges, bei dem   er noch die Burg   von Karthago, starb  der Herrscher   am  25. August   1270  bei Tunis   an  einer  Seuche, die  in seinem   Heer   ausgebrochen   war.  Bereits 1297 wurde  Ludwig  IX. von  Papst   Bonifaz VIII.  heiliggesprochen. Das Herz  Ludwigs   wird bis heute  in einer Urne   im Altar des normanischen    Domes  von  Monreale  auf Sizilien     aufbewahrt, seine  Gebeine   befinden in   dem  gewaltigen  Gotteshaus   St. Denis  in  Paris.

Im Namen Jesu Christi,  der uns das Leben  in Fülle gebracht hat, dürfen wir zum Vater beten .

Die Christus angehören, leben in seinem Frieden. Deshalb   bitten wir den Herrn.

Selig, die dem Herrn folgen  und   mit  ihm  eingehen   dürfen, wenn   er  wiederkommt.

Hl.Bartholomäus,Apostel Joh 1,45-51

Jesus, der über Bartholomäus  sagte,  wahrhaftig ein Israelit, in dem   kein Trug ist, er sei mit euch.

Die Passio des Apostel Bartholomäus enthält    viele  Unsicherheiten, die  Berichte über  Leben, Wirken und Martyrium   des  Heiligen sind   mit zahlreichen Legenden durchsetzt. Der wahre Name     des Apostels war  Nathanael. Als  Bartholomäus    erschien   er  nur  in den  Apostellisten.

Jesus, du hast deine Apostel zu dir berufen. Herr, erbarme  dich  unser.

Du berufst , die  deine Kirche  leiten und  führen sollen. Christus,erbarme dich unser.

Du gibst deine  Geist denen,  die  du  berufst. Herr, erbarme dich   unser.

Geboren wurde Bartholomäus zu Beginn des 1. Jh.  seine Heimat  war  Kana  in Galiläa. Die Überlieferung berichtete, dass  Bartholomäus  durch den Apostel   Philippus  zu Jesus kam. Nach  der Auferstehung  Christi zog  Bartholomäus  als Wanderprediger  durch  Armenien, Indien und Mesopotamien und verkündete das Evangelium. Berühmt   wurde  er  durch  seine   Fähigkeit,  Kranke und  vor allem Besessene  heilen  zu können. So  soll er  angeblich  auch die  Tochter   des  armenischen Königs   Polimius   von der   Besessenheit  geheilt haben,worauf  sich  die ganze   Königsfamilie   zum Christentum bekehrte. Wütende  Götzenpriester hetzten  daraufhin den heidnischen Brüder  des Königs  gegen Bartholomäus auf. Durch seine Soldaten   ließ dieser  den Apostel   schließlich    gefangennehmen  und grausam  foltern. Danach  wurde Bartholomäus    zur  sogennanten  Persischen   Todesstrafe  verurteilt.  Bei lebendigem Leib  zog man ihm  die Haut  vom   Körper  auf, danach kreuzigte  man ihn. Manche Überlieferung sprechen auch von   Enthauptung. Das Todesjahr des Bartholomäus  lag   um die  Mitte    des 1Jh ,  der Ort   des    Martyriums möglicherweise  in  Syrien. Seit Ende   des 10. Jh. ruhen die  Gebeine des Märtyrer-Apostel      in   der Kirche   S, Bartholomäus auf der Tiberinsel   in Rom.  Das Gotteshaus   an der Stelle   eines    antiken   Askulaptempels   errichtet, wurde  von Kaiser Otto III  in Auftrag  gegeben. Die Hirnschale   des Märtyrers   Bartholomäus   befindet sich  seit  1238   in der früheren  Pfarrkirche St.  Bartholomäus,  dem heutigen   Dom    in   Frankfurt  am   Main.

Da unser Vater im Himmel weiß, was alles     wir brauchen,  dürfen wir     zu ihm      voll Vertrauen     beten.

Mitten in der Sorgen   dieser Welt    brauchen wir ,  den   Frieden, den  nur   Gott    geben kann.

Selig,  die zuerst das Reich    Gottes   und seine  Gerechtigkeit suchen  und alles andere dazu erhalten.

21.Sonntag B – Joh 6,60-66

21. Sonntag 2018 – Hinter wem gehen wir her in unserem Leben?

Einführung

Über Jesus lesen wir im Evangelium, dass er am Sabbat lehrte.  Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre,  denn er redete in göttlicher Vollmacht, so heißt es im Lukasevangelium. Andere wiederum reagieren auf die  Worte von Jesus so: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Es gibt Leute, die viel reden und versprechen, aber sie tun  nichts von dem, was sie versprochen haben. Jesus hat immer alles erfüllt, was er versprochen hat. Wie ist es bei uns?

Predigt

Jesus ist eine starke Persönlichkeit, die bei einigen Menschen immer wieder Widerstand hervorgerufen hat. Jesus hatte also Bewunderer und auch Gegner. Viele Zuhörer von Jesus fanden, dass seine Worte hart waren und darum haben sie ihn verlassen. Andere sind geblieben. Jesus sprach nicht nur davon, dass seine Worte Geist und Leben sind, sondern er brachte auch durch sein Leben ein Beweis dafür.

Nach der wunderbaren Vermehrung von Brot und Fisch hatten viele Jesus verlassen und sind nicht mehr mit ihm gegangen. Jesus sagte zu seinen zwölf Aposteln: Wollt auch ihr weggehen? Jesus hörte auch nicht damit auf, zu behaupten, dass alle die das ewige Leben erlangen wollen, sein Fleisch essen und sein Blut trinken müssen. Die Eucharistie ist die Quelle des Lebens. Wer von Jesus weggeht, geht auch weg von der Quelle des Lebens. Viele sind weggegangen, nicht aber Judas, der blieb, aber später ging er trotzdem weg.

Jesus zwingt niemanden, zu bleiben. Die Eucharistie kann man aber ohne Glaube nicht erfassen. Das ist ein Geheimnis der menschlichen Freiheit. Wer Christus aber ablehnt, kann nicht Anteil an seinen Gaben und seiner Gnade haben.

Der Philosoph Hegel sagte einmal, dass seine Philosophie nur jemand verstehen kann, der sein Schüler sei. Jesus konnte das zu vielen sagen, aber manche verstanden es nicht und gingen weg. Die Menschen öffneten sich zu wenig seiner Worte, sie vertrauten ihm nicht, sie dachten zu wenig darüber nach, was er lehrte und was er versprach.  Jesus verurteilt diese Menschen nicht, sondern er wartet immer auf sie wie der Vater auf den verlorenen Sohn. Die Menschen erkennen oft nicht, dass sie in Wahrheit ganz klein sind und sie laufen  davon, wenn Opfer von ihnen verlangt werden. Sie vergessen dabei, dass Gott ihnen einmal eine angemessene Belohnung geben wird. Viele gehen auch weg, weil es für sie nicht Gott sondern alle möglichen Götter gibt, wie Geld, Sex, Macht, Popularität und vieles mehr.

Der Höhepunkt dieses Teils aus dem Johannesevangelium, das wir heute gehört haben, sind die Worte des Hl. Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Die Worte des Petrus sprechen über die Sehnsucht, die Gnade zu haben, bei Jesus zu sein. Warum sagen, dann viele: Diese Rede ist hart. Für wen ich Jesu Rede hart? Für alle, die andere Prioritäten haben und der die Sünde liebt, der an das ewige Leben nicht glaubt oder daran zweifelt, für die ist diese Rede hart. Jesus liebt aber auch jene, die ihn ablehnen. Er bietet ihnen Mittel an, um sich zu ändern. Es gibt Gott sei Dank auch viele Menschen, die verstanden haben, was der wirkliche Sinn des Lebens ist – nämlich in Christus zu leben – und nicht nur materielle Güter zu horten.

Werden wir uns dessen bewusst, dass dieses Angebot, sich zum Guten zu ändern, immer andauert! Lassen wir uns nicht beeinflussen durch viele in der Welt,  die sagen: Das brauchen wir nicht! Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch etwas sagen: Der Glaube ist das Entscheidende im Leben! Im 18. und 19. Jahrhundert wanderten viele Menschen nach Irland, Italien, auch aus der Slowakei und anderen Ländern nach Amerika aus. Warum? Sie glaubten, dort ein besseres Leben zu haben. Wenn sie das nicht geglaubt hätten, wären sie zuhause geblieben. Und darum geht es – auch wir sollen und müssen glauben, dass es ein besseres Leben als das irdische Leben gibt. Im 18. und 19. Jahrhundert hatten die Menschen kein Radio, kein Fernsehen und dort glaubten sie, dass Amerika existiert. Woher wussten sie das? Aus Erzählungen von Menschen – und sie glaubten ihnen.

Woher  wissen wir, dass es ein ewiges Leben gibt und das Jesus wirklich lebte? Aus der Lehre der Kirche, von Menschen, die persönlich mit Jesus gelebt haben oder die ihm begegnet sind, die Erfahrungen mit ihm hatten. Das wurde alles überliefert. Wenn wir das alles ignorieren, dann bleiben wir draußen. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten – entweder wir glauben an das, was Jesus sagte und wir werden das ewige Leben gewinnen – oder wir glauben es nicht und wir werden alles verlieren, was Jesus uns angeboten hat.

Rose von Lima Mt 13, 44- 46j

Jesus Christus, der sagte:  Mit dem Himmelreich   ist es   mit einem Schatz, der  in  einem Acker  vergraben   war, er sei mit euch.

Die erste Blüte der Heiligkeit in  Südamerika nannte das  frühere  Breviar   Rosa   von Lima,  die als   Schutzpatronin   von Peru und seiner  Hauptstadt Lima  sowie   von   ganz   Südamerika   verehrt wird.  Als Rosa   starb, war der  Andrang des Volkes, das   die Leiche   der Rosa noch einmal   sehen wollte, so groß,  dass  die  Beisetzung mehrfach  verschoben  werden   musste.

Jesus, du hast  Männer  und Frauen zu deiner  Begleitung   berufen.  Herr, erbarme dich unser.

Du hast dein  Leben ganz in den Dienst des  Vaters gestellt. Christus, erbarme  dich unser.

Du hast uns  die  Freude deiner  Herrlichkeit verheißen. Herr, erbarme dich unser.

Rosa wurde  am 20. April 1586 in  der peruanischen Hauptstadt Lima als Tochter eines  spanischen Ehepaares  geboren geboren. Bei  der Taufe erhielt  sie den  Namen  Isabella,  da ihre  Mutter  bald  nach der  Geburt   eine  blühende  Rose   über  der  Wiege  ihrer Tochter schweben  so berichtet  die Legende-  wurde  Isabella  fortan Rosa gerufen. Schon als  Kind   bewies  Rosa  übergroße   Selbstbeherrschung   ein  erstes Anzeichen  ihrer  mystischen   Begnadung. Rosa wuchs  im  Laufe  der  Jahre zu  einen hübschen  jungen  Mädchen heran und ihre Eltern wollten sie mit  einem wohlhabenden  Jüngling  verheiraten. Rosa  aber  hatte,  sich  für   einen    anderen Lebensweg entschieden. Sie  schnitt sich  ihre schönen  langen   Haare ab  und  erklärte   ihren   Eltern, dass  sie  Ordensfrau    werden  wolle. Wegen dieses  Entschlusses   wurde  das  Mädchen   von    seiner   Mutter  sogar   gezüchtigt  und  misshandelt. Im Jahr  1606 war  Rose   endlich   am Ziel  ihrer Wünsche. Sie  wurde Dominikaner Terziarin. Im Garten ihres   Elternhauses errichtete  sie sich    eine   Bretterhütte, in der sie von  nun an lebte und sich   dem   Gebet. Sie nahm sich  kaum noch   Nahrung   zu sich  und schlief    fast nicht. Schwerste seelischen     und körperlichen  Schmerzen  ertrug   sie  mit unsagbarer  Geduld.

Maria Königin Lk 1,26-38

Gott, unser Vater, der Maria zu Königin der Engel gekrönt hat, sei mit euch.

Heute erinnern wir uns an die Worte zweite Vatikanum. Maria wurde in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und von Herrn zur Königin gesamter Geschöpfs befördert. Das Fest Maria Königin legte der Papst  Pius XII  fest, am Ende  des marianischen Jahres 1954.  Dieses Fest begann sich  am letzten Tag  Monats Mai zu feiern. Bei der Reform des kirchlichen Kalender wurde dieses Fest an 22. August verlegt.

Jesus, du hast Maria  in besonderer  Weise begnadet.  Herr, erbarme dich unser.

Im Schoße der Gnadeerfüllten bist du Mensch  geworden. Christus, erbarme dich unser.

Du hast Maria ausgezeichnet vor  allen  anderen  Frauen. Herr,  erbarme dich unser.

Das fünfte Geheimnis des glorreichen Rosenkranz ist: Jesus,  dich o Jungfrau  im Himmel gekrönt  hat. Sicher , dass die himmlische Krone von Maria nicht aus Gold und Edelsteinen ist, doch im Himmel kein Gold und Edelsteine sind,  sondern aus vielen Auszeichnungen. Der himmlische Ruhm hat mehrere Stufen. Diese Stufe des Ruhms entsprechen den Verdiensten. Dem heiligen  Paulus nach die Stufe der Auszeichnung ist ähnlich dem Licht der Himmelskörpers. Anders ist das  Licht des Sonne,anders das Licht  des Mondes und das Licht der Sterne. Unsere himmlische Mutter Maria bekam die  größte Auszeichnung, die eine Schöpfung bekommen hat und bekommen wird. Dem heiligen Ildefonz nach, so wie Gold  wertvoller  als alle andere  Metalle ist, so  übertrifft die Herrlichkeit der Jungfrau Maria  die Herrlichkeit  aller anderen Geschöpfe. Maria Agredi hatte bei der Ankunft Marias in den Himmel die Vision. Ein  gefeierter Gesang  empfing  hereinkommende Jungfrau Maria, die  mit  der herrlichen Schönheit  vor  den  Bewohnern des Himmels kam nach vorne. Als sie vor die heiligste  Dreieinigkeit kam, Gott Vater so sprach zu ihr. Meine ausgewählte  Tochter steige höher aus, wie jede andere Kreatur. Jesus begrüßte so Maria. Meine geliebte Mutter, ich habe  von dir den menschlichen Körper empfangen. Erhalte jetzt  von mir verdiente Belohnung. Und der Heilige Geist so sprach zu ihr. Liebste Maria genieße deine ewige Freude, die dir deine treue Liebe verdient hat. Die drei göttlichen Person legten dann die herrliche Krone auf das Haupt Mariens und  vom Thron des Himmels die folgenden Wörter  erklangen. Über  allen Geschöpfen  bist du  erhöht. Du bist die Königin der Engel und jeder Kreaturen. Herrsche über sie glücklich.

Da wir  einen Vater  im Himmel  haben, dürfen wir  uns  zu jeder Zeit  an ihn  wenden. Deshalb wollen wir  beten.

Um  den  Frieden,  den  die Engel verkündeten, bitten wir  .

Selig, die  sich  nicht fürchten   vor der Welt  und  aufgenommen  werden  in die  große Freude göttlicher Huld.

Hl.Pius X Papst, Mt 19, 23-30

Jesus der sagte:  Ein Reicher wird  schwer  ins  Himmelreich  kommen, sei mit euch.

Warum spricht Jesus über die Gefahr des Reichtums. Viele Menschen wenn sie Wortverbindung hören, fragen sie überraschend. Wie kann der Reichtum ,,gefährlich“ sein. Doch viele Menschen bemühen sich reich zu werden. Und gerade darum geht es. Für diese Menschen wird der Reichtum einiger Sinn ihres Lebens, ihr ,,Gott“.  Einen wahren Gott, brauchen diese Menschen nicht mehr.

Jesus, viele sind dir gefolgt. Herr, erbarme dich unser.

Für viele ist der Reichtum das Hindernis auf dem Weg des Heiles. Christus, erbarme dich unser.

Du wirst diejenige belohnen, die auf den Reichtum verzichteten.  Herr, erbarme dich unser.

Direkt an der Hauptdurchgangsstraße in dem  kleinen Ort  Riese  in  Venetien  , unweit der Stadt  Castelfranco steht ein  unscheinbares  Häuschen. Es gehörte  einmal   der Familie Sarto, einfachen Bauersleuten. Am 2. Juni 1835 wurde hier Guiseppe Sarto  geboren, der seine  Kinder- und  Jugendjahre in größter Armut  verlebte. Mit 23 Jahren  empfing Guiseppe  die Priesterweihe. In den  folgenden  17 Jahren wirkte   er  an  verschiedenen  Orten  als Kaplan und Pfarrer, bevor er  1875 Domherr in  Treviso wurde.  Im Jahr 1884 schließlich,  empfing  der Bauerssohn  aus Riese   die Weihe zum  Bischof  von Mantua, 1893  gar zum  Patriarchen  von  Venedig.  Und  am 4. August 1903 waren  die Einwohner   von Riese die stolzesten Bürger von ganz  Italien.  Ihr Giuseppe Sarto  bestieg  als  Pius X  den Papststuhl. Am Häuschen  der Sartos befindet sich heute eine Tafel,  auf  der steht, das der große Pius einst hier zu Hause war.

Pius  X, ging  als Reformpapst in  die Geschichte ein. Sein Motto lautete. ,,Alles in Christus erneuern“. Pius X erneuerte  den Gregorianischen Choral, das Messbuch,den Kalender  und  das  Stundengebet.  Er förderte  die  frühe  Erstkommunion und  den  häufigen Empfang   der Eucharistie. Er erneuerte  das religiöse  Leben im Volk  und  beim Klerus und sorgte  für  die  dringend notwendige  Verbesserung  der Priesterausbildung. Außerdem vertrat  Pius  X die Ansicht,  dass der Papst   sich  auch um  politische  Angelegenheiten   kümmern müsse, dass Kirche  und Staat enger  zusammenarbeiten müsse.

Zum Vater, der uns  gerufen und das  ewige  Leben verheißen  hat,  wagen  wir  zu beten.

Wir wollen  den Herrn um Frieden  und Versöhnung  bitten, damit wir  das ewige Leben  empfangen.

Selig, die  Jesus Christus  folgen und das  Heil finden im Reich des  Vaters.

Hl.Bernhard von Clairvaux Mt 19,16-22

Begibt man sich auf  die Spuren von Bernhard, einem  der Großen der katholischen Kirche, nach dem  sogar das  ,,Bernhardinische Zeitalter“benannt wurde, erlebt   man zuerst   einmal Enttäuschungen : Bernhards  berühmtes Zisterzienserkloster  , von ihm  selbst im 12 Jh.  in Clairvaux zwischen   Troyes und  Chaumour gegründet, ist er seit  1802 ein  Zuchthaus.Bei  der Ankunft in Citeaux, südlich von Dijon, wo Bernhard  als junger Mann dem noch  jüngerren Zisterzienerorden beitrat- dessen eingentlicher  Begründer er  dann später wurde -findet man  von dem  einst  mächtigen   Kloster nur  noch  Mauerreste inmitten  von schönen  Buchen und  Eichenhainen  vor.

Jesus,  die dir nachfolgen, finden  das Kreuz.  Herr, erbarme  dich unser.

Die dir  treu sind  krönst  du  mit  Ehre.  Christus, erbarme dich  unser.

Die dich lieben machst du  zu Erben  deines  Reiches. Herr, erbarme dich unser.

Bernhard erblickte um das Jahr 1090 als  drittes von  sieben Kindern des burgundischen Edelmannes Teselin auf dem  Familienschloss Fontaines les Dijon das Licht der Welt.  Zusammen mit  vier  seiner  Brüder und  rund 30 jungen  Männern, die  er alle  geworben hatte, trat der 22 jährige   Bernhard 1112 in das  Reformkloster Citeaux ein,  dem  ersten Kloster des  1089 von Robert von  Molesme gegründetet Zisterzienserordens. Bereits drei  Jahre später wurde  der  25 jährige  zum  Gründerabt des Kloster Clairvaux. Fast 70  weitere Klosterneugründungen erfolgten  noch  zu  Lebzeiten Bernhards. Bernhard von Clairvaux, der als  ,,zweiter Stifter“  des  Zisterzienserordens  in die  Geschichte  einging, unterhielt in den   folgenden  vier  Jahrzehnten bis zu seinem Tod   Beziehungen  zu fast  allen   großen   Persönlichkeiten   seiner Zeit. Nicht nur Päpste, Bischöfe und  Brüder  sämtlicher   Orden  fragten   den  hochgebildeten   Kirchenmann um seinen  Rat, auch   mit  den Herrschen verschiedener  Länder  pflegte Bernhard  Kontakt.

Große Berühmtheit   erlangte Bernhard  von  Clairvaux als  leidenschaftlicher Kreuzzugsprediger. In  burgundischen    Basilika   Vezelay     hielt   Bernhard  an  Ostern  1146   seine erste  flammende  Predigt.   Er sprach  so  überzeugend, das der König und alle  Edeljeute  , die sich  versammelt  hatten, begierig das  Kreuz   aus  der Hand  des Abtes von  Clairvaux  entgegennahmen. Von Vezeley aus  zog Bernhard  auch  noch in den Norden   des Landes sowie nach Flanders  und ins  Rheinland . Überall  schlug  ihm  große Begeisterung  entgegen. Bernhard,der alle  Möglichkeiten  zum ,, Aufstieg “   innerhalb   der  Kirchenhierarchie   gehabt hätte, blieb  zeitleben   demütig und bescheiden.

Jesus ist hingegangen, uns die Wohnung  beim Vater  zu bereiten.  In seinem Namen dürfen wir   zum Vater  beten.

Die zu Christus  gehören  , leben in der  Einheit   mit ihm dem Vater. So dürfen  wir   um  den Frieden bitten.

Selig, die eingehen  dürfen   in die Wohnungen, die uns  der  der  Herr im  Haus des Vaters  bereitet hat.

Nicht nur was,sondern auch wie und warum

Sicher ist wichtig, was wir tun. aber aufs  Gleiche ist wichtig, wie und warum wir tun! Stellen sie sich vor, dass sie Erzieher sind. Sie kommen in eine Klasse, und was sehen sie. Die Kinder schlagen sich, werfen sie gegenseitig Gegenstände. Was machen sie? Sie  verboten ihnen so benehmen. Doch  sie können so sich  verhalten nicht. Und so sie werden ein Gesetz einführen . Und selbstverständlich auch die Strafe für diejenige, die dieses Gesetz nicht einhalten werden. Das Ergebnis wird, dass die Kinder sich gegenseitig nicht schlagen werden. Aber änderte dieses Gesetz ihre Herzen? Nein, jetzt sie haben Angst, aber wenn die Angst hört auf, alles beginn wieder, aufsneu. Für sie bleibt eine wichtige Aufgabe: Ihre Herzen ,,heilen“ ändern.Dass in ihren Herzen die Liebe,  Freundschaft sind. Dann wird  das Gesetz unnötig. Es scheint, dass Gott ebenso verführ. Zuerst stellte er das Gesetz vor.  Das Ziel des Gesetzes war die Lawine der Bösen einzuhalten, das den Schmerz, Leiden verursachte. Dank dem Gesetz ist in der Gesellschaft die Ordnung und die Gesellschaft kann sich entwickeln. Aber es ist genug zum Heil? Nehmen wir ein Beispiel. Viele Christen gehen am Sonntag zur heiligen Messe, von der Angst, weil sie denken, wenn ich nicht gehe, werde ich eine schwere Sünde haben. Benahm sich so auch Jesus? Hat er uns erlöst nur darum, dass  es ihm sein himmlischer Vater ,,verordnete“. Selbstverständlich nicht. Jesus erlöst  uns aus der Liebe. Wenn wir etwas tun wegen der Angst, oder wegen der Sehnsucht nach der Belohnung, werden wir so tun wie Gott? Und die Antwort klingt nein. Weil nicht nur das ist wichtig, was wir tun, sondern auch warum wir das tun? Jesus sagt zum Beispiel. Hütet euch,eure Gerechtigkeit vor den Menschen  zur Schau zu stellen, sonst  habt ihr  keinen Lohn  von eurem Vater   im Himmel zu erwarten. Wenn  du Almosen gibst , lass es also  nicht  vor dir  herposauen, wie es  die Heuchler in den Synagogen  und auf  den Gassen   tun, um von den Menschen gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch. Sie haben ihren Lohn  bereits erhalten. Mt 6,1-2. Jesus kritisiert die Pharisäer nicht dafür, was sie machen. Die Almosen geben, ist eine schöne Sache, er kritisiert die Pharisäer deswegen warum sie das tun. /wegen der menschlichen Lohn und Annerkennung/. Es scheint, dass für Jesus, Wie und Warum sogar wichtiger ist, wie Was. Wenn die Pharisäer sagten zu ihm. Sieh her. deine Jünger,  tun etwas,  das am Sabbat verboten ist. Und Jesus erklärt, warum die Jünger das getan haben. Habt ihr  nicht gelesen , was David  getan hat, als er  und seine  Begleiter hungrig waren- wie er  in das Haus  Gottes ging und wie sie  die heiligen Brote aßen, die weder er  noch seine Begleiter , sondern nur  die Priester  essen dürften? Oder  habt ihr  nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester  im Tempel  den Sabbat  entweihen , ohne sich schuldig zu machen. Ich sage euch.  Hier ist einer, der größer ist, als der Tempel. Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt; Barmherzigkeit will ich nicht Opfer, dann hättet ihr   nicht   Unschuldige   verurteilt. Mt 12,4-6.

Das Gesetz beseitigte zwar das Böse, aber nicht heilte die menschliche Herzen. Paulus schreibt. Weil wir aber erkannt   haben, dass der Mensch nicht  durch Werke  des Gesetzes   gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus  Christus., denn durch  Werke  des Gesetzes . wird nieman gerecht. Ich aber bin durch das Gesetz  dem Gesetz gestorben , damit ich  für  Gott lebe. Ich bin  mit Christus   gekreuzigt worden, nicht  mehr ich lebe,, sondern  Christus  lebt in mir. Soweit  ich  aber  jetzt  noch in dieser  Welt  lebe, lebe ich  im Glauben  an den Sohn   Gottes , der mich  geliebt   und  sich  für mich  hingegeben  hat. Ich missachte die Gnade  Gottes in keiner Weise, denn  käme die Gerechtigkeit  durch das  Gesetz, so  wäre Christus  vergeblich gestorben.Gal, 2,15-21. 

Zuerst sagt Paulus dass das Gesetz zum Heil  genügt nicht. und dann schreibt Paulus weiter.  Er hob  das Gesetz   samt  seinen Geboten  und Forderungen  auf, um die zwei   in seiner Person   zu dem   einen neuen Menschen zu machen. Ef 2,15. Jesus offenbarte am Kreuz seine Liebe und diese Liebe wenn wir sie empfangen heilt. Von jetzt ab, ein Christ ist nicht  ein Mensch, der seine Pflicht  aus dem Gesetz verlaufende, sondern Sohn Gottes , der liebt und braucht kein Gesetzt. Wenn es möglich wäre, erlösen sich durch die Einhaltung des Gesetzes, dann wäre Jesu Tod nutzlos. Dann brauchte die Welt Jesus und sein Kreuz nicht, sondern die  Reihe der Gesetzgeber und die Lehrer des Gesetzes. Nur dass zum Heil ist die  Genesung  des Herzens notwendig und diese Genesung bringt nur  die Erfahrung Jesus Liebe, die Jesus am Kreuz offenbarte. Darum sagt der heilige Paulus. Denn  ich hatte mich  entschlossen, bei euch  nichts zu wissen  außer  Jesus Christus und  zwar als  den  Gekreuzigten. 1. Korinther 2,2

Samstag der 19. Woche Mt 19, 13-15

Jesus der seine Hände auf die Kinder legte und sie segnete, sei mit euch.

Zur Zeit Jesu, wurden einige Menschen als glaubwürdiger angesehen als andere. Religiöse Führer und die Menschen aus den wohlhabenden Familien achteten sie, schätzten sie alle. Irgendwo unter  ihnen standen  Arbeitende, zum Beispiel die  Fischer. Noch niedriger die Frauen, und ganz am Ende waren die Kinder. Es sollte uns nicht überraschen, dass die Apostel den Kindern daran hinderten  zu Jesus zu kommen.

Jesus, in deinen Augen haben die Kinder einen großen Preis, Herr, erbarme dich unser.

Du wolltest, dass die Kinder zu dir kommen. Christus erbarme dich unser.

Du hast gesagt, wenn ihr nicht wie Kinder werdet, werdet ihr in das Reich Gottes kommen. Herr, erbarme dich unser.

Jesus schätzte  die Kinder, und er gab das den Aposteln kund. Lasset die Kinder zu mir  kommen und  wehret  ihnen nicht, denn solcher  ist das Reich Gottes. Mt 19,14. Heute schätzen wir vielleicht die Kinder mehr, aber doch es gibt zwei Ausnahmen. Die Kinder, die noch nicht geboren sind und Kinder die eine  Behinderung haben. Diese Wertminderung von einigen Menschen, widerspricht  völlig  dem Verhalten von Jesus. Jesus schätzt jeden Menschen, den er  erschuf. und es liegt an ihm. Er verwendet sogar manchmal einfachen, ,,weniger wertvollen Menschen, um die ,,bessere Menschen zu leiten. Zum Beispiel, Jesus lobte den Zöllner, der im Tempel betete. Gott sei mir Sünder barmherzig. Oder er lobte die arme Witwe die nur zwei Cent in die Kasse warf. Jesus hört nicht auf  um die  hilfsbedürftigen zu kümmern. Er macht das weiter, durch die Menschen. Durch Vermittlung der Missionaren, die in die arme Länder gesendet sind, oder durch die Ordensbrüder, die in armen Stadtteilen leben und durch vielen anderen, ergießt er seine Leibe auf die Menschen die arm sind, oder von den Menschen weniger geschätzt sind.

Da Christus uns das Mahl bereitet hat und wir  geladen sind, wagen wir  zum Vater beten.

Damit wir  bereit  werden zum Hochzeitsmahl des ewigen Lebens, wollen wir  den Herrn  um seinen  Frieden Frieden bitten.

 Selig, die  zu Gott kommen im Kleid der Freude und eingehen  zum  ewigen Hochzeitsmahl.

Freitag der 19.Woche Mt.19,3-12

Jesus, der die Pharisäer fragte:  Ist es einem Mann erlaubt, aus jeder Ursache seine Frau  zu entlassen, sei mit euch.

Jesu Evangelium ist immer aktuell. Nicht einmal aber passiert, dass die Meinungen der Menschen zu verschiedenen Fragen des Lebens andere als die Meinung von Jesus sind.  Das gilt auch über die Ehe, über die Scheidung. In diesem Bereich stellt Jesus das Ideal, das wir folgen sollen. Eines muss uns klar sein. Jesus verlangt von uns nie etwas, was für uns Menschen unmöglich ist.

Jesus, gibst  im Sakrament der Ehe den Ehegatten die Hilfe , in der Liebe und Einheit zu leben. Herr, erbarme dich unser.

Du hast die Untrennbarkeit der Ehe erklärt. Christus, erbarme dich unser,

Du hast gesagt. Was Gott verbunden  hat, darf der Mensch  nicht  trennen. Herr, erbarme dich unser.

Wenn Jesus mit den Pharisäern über die Scheidung sprach, hielt er sich an Ideal: Von  Anfang an  aber ist es  nicht so gewesen. Gott schuf den Mann und Frau so,  damit sie  in untrennbaren Verbindung ein Leib werden. Mose durch den Scheidebrief, als ob anerkannt hätte, dass einige  Beziehungen zuviel gestört und schmerzhaft sind, dass in ihnen fortsetzen nicht  möglich ist. Jesus sehnt sich selbstverständlich danach, dass jede Ehe gedeihen. Er will, dass wir  in jedem Bereich  unseres Lebens treue sind. Wir aber sind schwach. Jesus weist, dass wir nicht immer  die Gebote einhalten. Er weist, dass wir die Probleme haben, einander zu lieben. Wir spüren, dass wir in unseren Beziehungen von Ideal  sehr weit sind. Aber noch schmerzhafter ist es, wenn es in einer  so intimen Beziehung passiert, wie die Ehe ist. Jesus kam zu uns, damit er uns gegen unsere Fehler kämpfen hilft. Auf diesem Weg zeigt er uns seine Barmherzigkeit. Wenn du in der Ehe lebst, und alles in Ordnung ist, danke dem Gott, Wenn du schwere Weile überlebst, weise, dass Jesus mit dir ist, damit  er dich stärkt. Und wenn du die Scheidung überlebst, weise, dass Gott auch dann mit dir ist. Er sieht deine Schmerzen und alle Ursache eurer Spaltung.

Da wir  angewiesen sind, in aller Not den Vater zu bitten, zu  ihm zu beten.

Da Himmelreich ist nahe und verkündet  uns  den  Frieden. Deshalb  dürfen wir  den  Herrn bitten.

Selig, die zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit suchen und alles  andere  dazu  erhalten.

20.Sonntag B Joh 6,51-58

20. Sonntag 2018 – Eucharistie – das Brot des Lebens

Einführung

Der Dichter R. Tagore beschreibt in einer seiner Erzählungen die Begegnung eines Bettlers mit einem König. Ein armer und müder Bettler traf einmal einen  König. Jetzt werde ich sicher Glück haben, so dachte er.  Wenn der König mein Elend sieht, wird er mich sicherlich reich beschenken. Ich werde nicht mehr betteln müssen. Der Bettler blieb stehen und wartete auf ein reiches königliches Almosen. Der König kam auf ihn zu, aber zur großen Überraschung des Bettlers gab er ihm keine goldenen Münzen. Im Gegenteil, er  streckte seine Hand dem Bettler entgegen und sagte: Was kannst du mir schenken? Der Bettler griff  in einen Sack und gab dem König eine Handvoll Mehl. Der König bedankte sich und ging weg. Was für eine Überraschung erlebte der Bettler am Abend. In seinem Sack fand er einen  Goldklumpen, der genauso groß war wie die Handvoll Mehl, die er dem König gegeben  hatte.  Da bedauerte er sehr, dass er dem König nicht alles Mehl geschenkt hatte.

Predigt

Unser Leben ist  oft dem Leben dieses Bettlers ähnlich. Gott will uns seine Gaben geben, er ruft uns,  zur Anbetung des Allerheiligsten zu kommen .  Und wie benehmen wir uns? Für Gott haben wir nur wenige Minuten Zeit und haben ständig eine Ausrede. Jesus aber sagt zu uns: Mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Jesu Rede ist einfach und klar. Er spricht wie ein Mensch, der Macht hat und stellt Anforderungen. Wir müssen das Brot wirklich genießen, das er selbst ist. Jesu Worte von der Eucharistie schließen alle Ungewissheiten aus. Es ist sehr wichtig, dass uns bewusst wird, welche große Bedeutung die Eucharistie, also die Heilige Kommunion hat. Das Sakrament der Eucharistie ist für uns Christen die Fortsetzung der Taufe. Die ersten Christen nahmen täglich an der Eucharistie teil. Anteil daran zu haben, bedeutet sein christlichen Leben zu äußern. Die Taufe ist das Tor zum christlichen Leben, das Sakrament der Eucharistie ist notwendig für den Erhalt und das Wachstum des christlichen Lebens. Eine Eucharistiefeier sollten auch nicht nur Angelegenheit eines Sonn- und Feiertages sein, sondern soll auch unseren Alltag prägen, in dem wir – wenn möglich – auch an Wochentagsmessen teilnehmen. Wir Christen können aus der Eucharistie Kraft für unser Leben schöpfen. Die Eucharistie ist ein Geschenk, damit die Verbindung mit Christus bestehen bleibt. Eucharistie ist eine Gottesgabe, damit wir das ewige Leben erlangen können. Eucharistie ist unendlich größer als alles, was wir hier auf der Erde haben können. Durch die Heilige Kommunion wächst in uns der Glaube an Jesus Christus. Sie ist nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine Arznei für unsere menschlichen Schwächen, sie dient zur Stärken in allen Kämpfen des Lebens und sie ist unsere Hoffnung in der Stunde des Todes.

Wir wissen, dass ein neues, gesundes Blut Hoffnung für ein neues Leben ist. Das menschliche Blut kann man aber nicht ersetzen, das neue Leben kommt vom Spender des Blutes. Gesunde Menschen spenden Blut, um es kranken Menschen zu schenken. Das ist eine Äußerung der Liebe, ebenso auch bei Transplantationen. Eine Mutter schenkt ihrem Sohn die Hornhaut ihres Auges, weil dieser zu erblinden droht. Ein Vater schenkt seiner Tochter eine Niere, weil sie sonst gestorben wäre. Ein Bruder schenkt seinem Bruder ein Knochenmark, um ihm das Leben zu verlängern. Und ist das weniger, was Jesus uns hinterlassen hat? Jesus denkt an unsere Ewigkeit. Wir vergessen aber oft, an unsere ewiges Leben zu denken. Jesus sagt: Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Gibt es ein besseres Lebenselixier als die Eucharistie? Lebt man eine beispielgebende Beziehung zum eucharistischen Christus vor, so spricht das auch manchmal Ungläubige an.

Vom Heiligen Franz von Sales erzählte man, dass er oft eine ganze Nacht vor dem Tabernakel anbetete. Eine Anhängerin von Calvin versteckte sich einmal in der Kirche, wohin Bischof Franz von Sales zu gehen pflegte. Sie dachte: Wenn das die Wahrheit ist, dass der Bischof stundenlang vor dem Altar kniet und betet, dann werde ich Katholikin. Sie beobachte den Bischof die ganze Nacht lang und sah, dass er bis zum Morgen im frommen Gebet verharrte. Da bat sie ihn, er möge sie in die katholische Kirche aufnehmen.

Die Erfahrung nicht weniger  Menschen ist, dass sie aus der eucharistischen Anbetung viel Kraft schöpfen können. Wenn uns schon ein einfaches reines Quellwasser, das Gott geschaffen hat, erfrischen kann,   umso größer wird die Belohnung einmal sein, wenn wir ihn anbeten und in der Kommunion empfangen. In der heutigen Zeit, die uns Menschen so vieles anbietet und uns durch so vieles ablenkt, ist es umso wichtiger, für Jesus Zeit zu finden! Unser Lohn im Himmel aber wird umso größer sein!

Hl.Stefan, König von Ungarn

Jesus Christus, der jedem von uns die Talente gab, sei mit euch.

Niemand  kommt in die Welt wie ein Bettler. Jeder bekommt von Herrn  die Gaben, die Talenten. Es sind  die körperlichen und geistlichen Fähigkeiten. Der Mensch soll diese Fähigkeiten benützen etwas  aus seinem  Leben machen. Das Beispiel geben uns die Heiligen.  Jeder Heilige lies hinter sich ein Werk, das oft beeinflusst viele Mensche für lange Zeit. Unter ihnen gehört auch der heilige Stephan  von Ungarn.

Jesus, du kamst für  das Heil aller  Menschen. Herr, erbarme   dich unser.

Du hast nicht die Gerechten, sondern  die Sünder gesucht. Christus, erbarme dich unser.

Dein  Reich  sind  alle  Völker bis  an  die  Grenzen der  Erde. Herr, erbarme  dich unser.

Stephan I ist der Patron und  Nationalheilige  von Ungarn. Stephan kam  969 als Sohn von Arpadenfürst  Geza zur  Welt.  Von einem  Missionspriester wurde er  von  Kindheit an  christlich  erzogen. Im Alter  von 26 Jahren heiratete Stephan  Gisela,  die  Schwester   von  Heinrich II. Durch  mehrere  Siege über  heidnische  ungarische  Fürsten   förderte   Stephan das  Vordringen   des  Christentums   im  ganzen Land. Zusammen   mit  seiner   Frau   Gisela stiftete Kirchen und  Klöster, unterstützte  die Arbeit    von   Mönchen und Missionaren und  gründete  zahlreiche  Bistümer  und  Erzbistümer in Ungarn. An Weihnachten des  Jahres  1000 wurde  Stephan  zum ersten   König   seines  Landes  gekrönt. Vier Jahrzehnte  später starb der Herrscher dem das  Christentum  viel   zu verdanken  hatte.  Beigesetzt wurde er  in der Basilika von Stuhlweißenburg , nordöstlich  vom Plattensee, die er selbst hatte erbauen  lassen. Die  Gebeine Stephans wurden  1083  gemeinsam mit  denen denen seines  Sohnes   Emerich  feierlich  erhoben.

Stephan I.ist fast  immer als  ältere oder  alter König mit Krone und  Zepter sowie mit Globus  und  Kreuz als  Zeichen für  seine  missionarische Tätigkeit dargestellt. Die älteste Darstellung  befindet  sich  auf  dem  ungarischen  Kronungsmantel aus dem Jahr  1031.

Im gemeinsamen Gebet ist  uns Erhörung zugesagt. So wagen  wir  gemeinsam zum Vater  zu beten.

Damit wir  von aller Schuld  frei werden, wollen  wir  den  Herrn um Versöhnung und  Frieden bitten.

Selig, die  eines  Sinnes  sind und  den Weg finden  zum  ewigen Reich des  Vaters.

Maria Aufnahme in den Himmel 2018

Einführung

Das heutige Fest Maria Aufnahme in den Himmel  kann uns dazu helfen, unseren Glauben zu stärken. Wie war der Glaube von Maria? Ihr Glaube bestand aus drei wesentlichen Teilen – 1. durch ihre Verbindung mit dem Heiligen Geist hatte sie eine innige Beziehung zu Jesus 2. in Verbindung mit dem Heiligen Geist hörte sie das Wort Gottes 3) in Verbindung mit dem Heiligen Geist verwirklichte sie das Wort Gottes in ihrem Leben.

Predigt

Selbstverständlich kann niemand von uns  eine so innige Beziehung wie Maria zu Jesus haben. Maria trug ja Jesus neun Monate unter ihrem Herzen. Sie hat Jesus zur Welt gebracht. Niemand von den Menschen kann so intensiv das Wort Gottes hören wie Maria. Sie wohnte ja 30 Jahre mit Jesus in einem gemeinsamen Haus.  Und selbstverständlich kann niemand   das Wort Gottes in seinem Leben so intensiv verwirklichen wie Maria. Maria hat sich ja ganz Gott geweiht und ihr ganzes Leben für Gott geopfert.  Trotzdem soll unser Glaube dem Glauben Mariens ähnlich werden, denn auch wir sollen unser Leben Gott schenken. Unser Glaube kann nur in einer engen Verbindung mit dem Heiligen Geist zu einer innigeren Beziehung zu Jesus werden. Das kann uns nur gelingen, wenn wir auf Gottes Wort hören und auch in unserem Leben danach handeln. Ein gottgefälliges Leben führt zum Glauben an den Sohn Gottes.

Maria  wurde wegen ihres tiefen Glauben leibhaftig in den Himmel aufgenommen. Im Johannesevangelium sagt: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird ewig nicht sterben. Wir sehen also, dass der Glaube nach dem Beispiel Mariens eine große Bedeutung für das ewige Leben hat. Der Glaube hat aber auch Bedeutung für das irdische Leben – jetzt hier auf unserer Erde.

Im 9. Kapitel des Matthäusevangeliums lesen wir, dass zwei Blinde Jesus um ihre Genesung baten mit den Worten: Erbarme dich unser, Sohn Davids. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Und sie antworteten mit JA. Dann berührte er ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden aufgetan. Jesus wiederholte auch oft diesen Satz: Alles ist möglich, dem, der glaubt.

Selbst die moderne Wissenschaft beweist wie stark die Kraft des Glaubens sein kann. In einer amerikanischen Klinik machten sie ein Experiment. Patienten, die an Asthma litten, wurden gerufen. Es wurden ihnen Medikamente gezeigt, die gegen Asthma waren und es wurde ihnen erklärt, wie die Medikamente wirken. Dann wurden die Asthma-Kranken in zwei Gruppen geteilt. Der ersten Gruppe gab man die Medikamente gegen Asthma, die zweite Gruppe bekam nur unschädliche Präparate aus Traubenzucker. Sie sahen wie echte Medikamente aus. Sie dachten auch, dass sie echte Medikamente einnahmen. Die Anzahl der Menschen, die in der ersten und der zweiten Gruppe geheilt wurden, war fast gleich. Das bedeutet, dass jene Geheilten aus der zweiten Gruppen nur durch den Glauben an das Medikament geheilt wurden. Darum sagt ein berühmter Wissenschaftler namens Hannes Lindemann: Hoffnungslosigkeit, Zweifel und Unglaube sind Faktoren, die unsere Gesundheit bedrohen und im Gegenteil sind Glauben, Hoffnung und Liebe Faktoren, die heilen können. Wenn also jemand glaubt, dann vervielfachen sich seine Kräfte.

Zum Schluss noch ein Beispiel aus Frankreich: Ein junger Ehemann erlitt eine schwere Verletzung  an seinem Arbeitsplatz. Seine beiden Hände wurden amputiert und er verlor die Sehkraft. Er war sehr verzweifelt und dachte an Selbstmord. Seine Frau erkannte  seine große Verzweiflung und dachte: In dieser Situation kann uns nichts helfen außer ein starker Glaube.  Deshalb nahm sie ihn oft zur Heiligen Messe mit. Einmal war bei dieser Messe eine Predigt über den Glauben nach dem Beispiel Mariens. Diese Predigt hatte großen Einfluss auf den Mann. Seine Frau schenkte ihm deshalb einen Rosenkranz. Er versuchte die Rosenkranzperlen mit den Zehen zu betätigen – also mit den Füßen zu beten. Seine Beziehung zu Jesus wurde dadurch so innig, dass er seine Verzweiflung vergaß und ebenfalls die Gedanken an Selbstmord. Im Gegenteil nahm er seine Behinderung an, um von nun an freudig mit dem gekreuzigten Jesus zu leben.

Eines Tages sagte er zu seiner Frau: Bitte, bring mich zu unserem Bischof. Dort bat er den Bischof, er möchte zum Diakon ausgebildet und dann geweiht werden.  Der Bischof antwortete: Du hast aber keine Hände. Wie kannst du da jemanden die Kommunion spenden? Du bist doch blind. Wie kannst du dann das Evangelium lesen? Wie kannst du die Taufe spenden, jemanden trauen oder begraben? Da antwortete der Mann: Ich habe aber einen Mund, der ist mir geblieben. Ja, da hast du recht, sagte der Bischof. Willst du den Menschen davon predigen, wie der Glaube stark macht auch in den schwierigsten Situationen des Lebens? Ja, Herr Bischof, ich will das predigen! Und tatsächlich weihte ihn später der Bischof zum Diakon. Er heißt Jeague Lebreton und er predigt über die Kraft des Glaubens. Die Menschen, die ihn hören, glauben ihm, weil sie sehen, dass er in diesem körperlichen Zustand ein freudiger Zeuge Jesu und sein Evangelium ist.

Es ist wichtig, dass wir uns für einen wahren und echten Glauben begeistern lassen, denn ein solcher Glaube hilft uns in allen Situationen des irdischen Lebens und durch ihn können wir das ewige Leben gewinnen.