Als nach dem Rücktritt des Papstes Benedikt XVI. Als die Wahl seines Nachfolgers an die Kardinäle überging, entschieden sich einige Kardinäle, sich ein paar Tage lang zu einem Zusammenkommen Zusammen widmen, in dem sie klarstellen würden, wie der neue Papst aussehen und welche Eigenschaften er haben sollte. Und es war richtig, was sie taten.
Predigt
Heute in der Geschäftswelt wird die Führungsposition sehr ernst genommen, denn die Zukunft der Institution hängt von den Fähigkeiten und Qualitäten ab, die er ausübt. Wenn dies in der Geschäftswelt gilt. muss es auch für die katholische Kirche gelten? Das heutige Evangelium spricht genau darüber. Die Frage, die das Evangelium löst, ist: Wer kann an der Spitze einer Institution wie der Kirche stehen? Die Antwort, die sich aus dem Evangelium ergibt, kann überraschend sein. Nur ein Sünder kann an der Spitze der Kirche stehen. Wenn diese Antwort Sie überrascht hat und Ihnen nicht gefällt, schauen wir uns das Profil dessen an, den Jesus an die Spitze der Kirche bestimmte/ernannte. Es war der Apostel Petrus, der ihn am meisten nach Judas verriet. Warum? Hatte Jesus nicht unter den Aposteln jemanden Fähigeren? Meiner Meinung nach hatte er nicht. Petrus war für dieses Amt am besten geeignet. Nicht darum, weil er so tief gefallen ist, sondern darum, dass er aus seinem Fall/Sturz aufstand und fähig war , viel daraus zu lernen. Sein Sturz machte ihn nicht nur demütiger, sondern gab ihm die Fähigkeit, die Sünder besser zu verstehen, mit ihnen zu spüren und geduldig zu sein. Und die anderen Apostel? Waren sie besser oder schlechter als Petrus? Jeder von ihnen hat Jesus in seinem schwierigen Moment auf eine oder andere Weise verraten. Und das ist der Grund, warum auch sie nach ihrem Aufstehen aus den Sünden auf der Stirn der kleineren Gemeinschaften gestellt wurden. So ist im heutigen Evangelium das Kriterium andeuten, das von denjenigen erfüllt werden sollte, die an der Spitze der christlichen Gemeinschaft stehen. Sie sollen reue Sünder sein. Das Wort reuig unterstreichen wir. Denn wir haben drei Gruppen von Sündern.1. Sünder, die stolz auf ihre Sünde sind. 2. Sünder, die ihre Sünde leugnen, 3. Bußfertige Sünder. Schauen wir an jeden Einzelnen. Die Sünder, die stolz auf ihre Sünde sind, sind diejenigen, die wissen, dass sie Sünde begehen, aber für sie sind ihre Sünden akzeptabel. Ihre Sünden stören sie nicht.Diese sind nicht für Führer geeignet. Wenn sie an der Spitze der Gemeinschaft stehen, sind sie keine Führer, sondern Verführer. Dann haben wir Menschen, die Sünder sind, aber äußerlich Heilige spielen. Mensche dieses Typs beschreibt Dostojewski in seinem Werk ,,Idiot“. Die Gäste auf der Geburtstagsfeier beschlossen, die Tat, die sie für die Schlechteste hielten, öffentlich zu verraten. Obwohl sie übereingekommen sind, aufrichtig zu werden und nicht zu lügen. Aber nach einer Weile war klar, dass niemand unter ihnen bereitwillig die schlimmste Tat seines Lebens öffentlich bekennen würde. Einer gestand zum unschuldigen Diebstahl.Andere sprachen über irrelevante Dinge und rechtfertigten eher ihre Handlungen. Es gibt nur wenige Menschen auf der Welt, die bereit wären, sich öffentlich ihre Sünden zu bekennen.Aber die Tatsache, dass die Gemeinschaft das zu einem Spiel gemacht hat, zeigt , wie leicht es für sie war, die Wahrheit über sich selbst zu ignorieren und so den Unterschied zwischen der Realität und der Täuschung zu verschleiern. Das ähnelt vielen von uns. Unser ganzes Leben lang spielen wir ein Spiel, in dem wir nicht nur andere, sondern auch uns selbst betrügen. Wir versuchen, uns einzureden, dass wir eigentlich keine Sünder sind. Wir können alle unsere schlechten Taten rechtfertigen. Selbst solche Leute passen nicht zur Stirne. Denn sie leben nicht und wollen nicht in der Wahrheit leben. Sie sind nicht daran interessiert , in der Wahrheit zu leben. Und unter ihrer Führung wird niemand wachsen. Denn den Führer, der in der Verstellung lebt, wird niemand ernst nehmen. Nur Petrus, der die dritte Gruppe von Sündern vertritt, kann an der Spitze sein. Er weiß, dass er ein Sünder ist, und er gibt zu, dass er ein Sünder ist. Weil er weiß, wie leicht er sündigen kann, ist er aufgrund ähnlicher Charaktere unser – und ständig auf Draht. Petrus und ihm ähnliche Charaktere beschreiben treffend das Gebet, das Philipp von Neri einige Jahrhunderte später gebetet hat. Herr, halte Philipp, denn Philipp wird dich verraten. Eine Person dieser Art ist demütig und wird eine große Hilfe für die Menschen sein, die sie führt. Ihre Sündhaftigkeit wird er zwar verstehen, aber nicht genehmigen. Er wird wissen, ihnen auf dem Weg aus der Sünde zu helfen.
Lass uns zum Anfang zurückgehen. Die Kardinäle , nachdem sie über das Profil des zukünftigen Papstes gesprochen hatten, traten dann ins Konklave und wählten Jorge Bergoglio zum Papst Franziskus.Gut oder schlecht gewählt haben? Wer die Äußerungen von Papst Franziskus liest, weiß, dass er sich selbst oft als Sünder bezeichnet. Der Papst hat es viele Male gesagt. Jesuit Antonio Spadaro führte 2013 ein Interview mit Papst Franziskus für die Zeitschrift „La Civiltà Cattolica“. Pater Sparado schreibt. Die erste Frage, die ich ihm stellen wollte, habe ich im Vorfeld genau daraufhin vorbereitet. Ich beschloss plötzlich ihm eine Frage zu stellen, die mir gerade einfiel. Wer ist Jorge Maria Bergoglio. Der Papst sieht mich still an und sagt. Ich bin ein Sünder. Das ist meine genauste Definition. Papst Franziskus definiert sich als Sünder und genügt deshalb den Kriterien des heutigen Evangeliums. Und das ist vielleicht auch der Grund , warum er die Gottesbarmherzigkeit so gut im Vorfeld genau darauf versteht. Wie charakterisieren wir uns? In welche Gruppe der Sünder würden wir uns einreihen?
Jesus, der sagte: „Der, der vom Himmel kommt , ist über allen; er sei mit euch.
Heute haben wir den Großengedenktag des heiligen Athanasius von Alexandria. Er gilt als eine der bedeutenden Persönlichkeiten des christlichen Altertums. Gregor von Nazianzus nannte ihn „Säule der Kirche“, und die Nachwelt gab ihm zu seinem Namen den Beinamen „der Große“.
Jesus, du bist unser Meister und Lehrer. Herr, erbarme dich unser.
Du bist uns auf dem Weg des Gehorsams vorausgegangen. Christus,erbarme dich unser.
Du hast alles nach dem Willen des Vaters getan. Herr, erbarme dich unser.
Als Sohn christlicher Eltern wurde Athanasius um das Jahr 295 in Alexandria in Ägypten geboren. Er erhielt eine griechische Ausbildung und war Schüler des Mönchsvaters Antonius. Als Diakon von Patriarch Alexander nahm Athanasius 325 am berühmten, richtungsweisenden Konzil von Nicäa teil, ein Erlebnis, das ihn zeitlebens prägte. Schon dort trat er lautstark gegen die „Gottlosigkeit der Arianer“. auf und begann damit einen Kampf, der sein weiteres Leben beherrschen und ihm viel Unheil bringen sollte. Als Patriarch Alexander im Jahr 328 starb,wurde der 33-jährige Athanasius sein Nachfolger auf dem Patriarchenstuhl und damit Oberhaupt der ägyptischen Kirche. In den folgenden 38 Jahren wurde er insgesamt fünfmal von den Arianern verbannt. In den Jahren 335 bis 337 fand er in Trier bei Bischof Maximinus Aufnahmen. Spätere Verbannungen verbrachte er in der Nähe Alexandrias und wirkte aus dem Untergrund für seine Christengemeinde. Unbeugsam stand er den arianischen Gegnern gegenüber. Lieber lebte er fern seiner Diözese, als den Grundsätzen des nicäischen Konzils untreu zu werden. Mit dem Papst arbeitete er immer gut zusammen und pflegte zur abendländischen Kirche freundschaftliche Kontakte. Von 366 an blieb das Wirken Athanasius ’ ungestört. Der Mann des Friedens , der aber für seine Ziele unerbittlich kämpfte, eine der größten Kirchengestalten aller Zeiten, starb am 2. Mai 373 in Alexandria. Über seine Grabstätte ist nichts bekannt, doch Athanasius wurde unsterblich durch seine vielen Schriften, Bücher und Briefe.
Das Gebet Jesu des Herrn lädt ein zur Vergebung, weil wir alle Kinder des einen Vaters sind. Lasst uns mit den Worten Jesu beten.
Der auferstandene Herr Jesus Christus bringt den Frieden. Er spricht ihnen allen zu, denen er nach seiner Auferstehung begegnet.
Auferstanden ist der gute Hirt. Er gab sein Leben für die Schafe. Er ist für seine Herde gestorben. Halleluja.
Jesus, der Sohn des Zimmermanns Josef, sei mit euch.
Der 1. Mai wurde in den ehemaligen sozialistischen Ländern als Tag der Arbeit gefeiert. Aber auch in vielen kapitalistischen Ländern ist es ein staatlicher Feiertag, ein freier Tag, und mehrere politische Parteien organisieren verschiedene Veranstaltungen und Massenaufmärsche. Heute feiert die Kirche den heiligen Josef Arbeiter, der ein Symbol der echten Arbeitsamkeit ist.
Jesus , du wolltest Sohn des Zimmermanns genannt werden. Herr , erbarme dich unser.
Du bist verborgen geblieben an der Seite des Josef. Christus, erbarme dich unser.
Du bist der Sohn des ewigen Vaters. Herr, erbarme dich unser.
Der heilige Josef , der rechtmäßige Vater und Pfleger des Gottessohnes, war gemäß der Schrift ein gerechter Mann. Im Neuen Testament haben wir keines seiner Worte erfasst, aber umso mehr „erzählen“ seine Taten. Sie sprechen von Mut, Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit des Bräutigams Mariens. Sie drücken sein enormes Vertrauen in die Verheißungen Gottes aus. Dieser tapfere, arbeitsame Mann hat keine Angst vor den Herausforderungen des Lebens . Josef war ein der Tat. Er glaubte vorbehaltlos an die Vorsehung Gottes. Er ernährte sich durch die harte Arbeit als Zimmermann oder Tischler. Mit schwieligen, männlichen Händen bearbeitete er das Holz. So sensibel formte er. er seinen Charakter. Seine Handlungen und Taten entsprangen dem reinen Herzen eines Mannes, der im Ruf der Heiligkeit lebte. Und deshalb wählte Gott Josef und Maria zum Schutzpatron. Jesus erlernte sicher bei Josef , dem Zimmermann, das Handwerk , und er sah viele Tugenden an seinem Pflegevater . Besonders Bescheidenheit , Fleiß und vor allem Gottesfurcht. Der heilige Josef ist der Schutzpatron und Beschützer aller Arbeiter.
Voll Furcht und großer Freude wurde die Botschaft der Auferstehung verkündet. In gleicher Freude beten wir zum Vater.
Die Auferstehung des Herrn verkündet uns Freiheit und Frieden. So bitten wir den Auferstandenen.
Selig, die mit Gott eins geworden sind und in seine Herrlichkeit eingehen dürfen.
Jesus, der sagte: „Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; er sei mit euch.“
Jesus betet: Ich preise dich,Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Verständigen und den Unmündigen offenbart hast. Aus Jesu Verhalten sehen wir, dass die Zielgruppe seiner Verkündigung die Leute sind, die er „Kleine, Arme“ nannte, die den Arzt brauchten, die sich bemühen und müde sind. Alle sind offen für sein Wort.
Du hast Männer und Frauen zu deiner Begleitung berufen . Herr, erbarme dich unser.
Du hast dein Leben ganz in den Dienst des Vaters gestellt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast die Freude deiner Herrlichkeit verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Katharina erblickte 1347 als 24-jähriges Kind der Färberfamilie Benincasa in Siena das Licht der Welt. Es war eine Zeit , in der die Macht der Päpste und vor allem ihr Ansehen waren. Im Alter von zwölf Jahren sollte Katharina auf Wunsch ihrer Eltern heiraten. Sie lehnte dies jedoch ab und musste daraufhin von den enttäuschten Eltern viel erleiden. Mit 18 Jahren trat Katharina Benincasa den Dominikaner-Terziarinnen von Siena bei. Aufopfernd pflegte sie in den folgenden Jahren Kranke und Sterbende. 1347 ging sie nach Pisa und kümmerte sich um die Opfer einer verheerenden Pestepidemie.Dabei steckte sie sich selbst an. Im Laufe der Jahre wurde Katharina, obwohl noch jung an Jahren , zur begehrten Ratgeberin von Fürsten und Persönlichkeiten der Kirche. Ihr gelang es, Papst Gregor XI. aus Avignon nach Rom zurückzuholen. Als 1378 das abendländische Schisma ausbrach , stellte sich Katharina auf die Seite des rechtmäßigen Papstes Urban VI und forderte laut dessen Anerkennung . Auf seinen Wunsch hin zog sie nach Rom, wo sie sich bis an ihr Lebensende für die Einheit der Kirche aufarbeitete. Doch Katharina war nicht überall geschätzt. Immer wieder wurde sie verleumdet, oft musste sie sich wegen ihres Verhaltens rechtfertigen. Ein Beispiel. Einem frierenden Bettler gab sie ihren Ordensmantel, damit er sich wärmen konnte. Doch zu jener war es eine ehrbare Frau unschicklich , ohne Mantel auf die Straße zu gehen. Als sie deswegen kritisiert wurde, antwortete Katharina ruhig. Ich will mich lieber ohne Mantel als ohne Liebe finden lassen. Zum Tod Verurteilen stand sie bei der Hinrichtung so lange bei, dass sie oft sogar vom Blut der Hingerichteten gezeichnet war. Katharina von Siena, die die empfangenen Wundmale bis zu ihrem Tod verborgen hielt, starb am 29. April 1380 im Alter von 33 Jahren.
In seiner Auferstehung hat Christus uns von der Schuld losgekauft: Frieden Gottes. Mit ihm dürfen wir deshalb zum Vater beten.
Christus tritt in der heiligen Eucharistie in unsere Mitte und spricht den Friedensgruß. Um den Gottes Friedens bitten wir.
Selig, die von der Sünde erlöst und berufen sind, einzugehen in das Reich des Vaters.
Unser Glaube muss 1. allgemein, 2. fest, 3. standhaft und 4. lebendig sein.
Ein Glaube, der diese vier Eigenschaften nicht hat, kann Dich so wenig in den Himmel bringen, wie ein ganz stumpfes Messer Dir zum Schneiden nicht hilft, ein lahmes Pferd Dich nicht ziehen kann.
Wann ist unser Glaube allgemein?
Unser Glaube ist allgemein, wenn wir nicht bloß einiges, sondern alles glauben, was uns die katholische Kirche zu glauben vorstellt. Wenn einige Kinder Bilder bekommen und sich freuen,andere gestraft werden und traurig sind, kann man dann sagen, es sei allgemeine Freude unter den Kindern? Nein. Die Freude ist nur dann allgemein, wenn sich alle Kinder miteinander freuen. Ist unser Glaube allgemein , wenn wir bloß einiges glauben, das uns die katholische Kirche zu glauben vorstellt? Nein, nur dann alle Wahrheiten glauben, die die Kirche uns lehrt. Wenn wir an etwas, was die Kirche lehrt, nicht glauben, kann und soll solcher Glaube helfen? Nein. Warum? Denke, ein Mann zeigt dir den Weg nach N. Er sagt dir. Du musst da rechts gehen, dann geradeaus. Wenn du ihm nun in allen Stücken glaubst und folgst, aber in einem nicht, z. B. Gehst Du einmal links statt rechts, wirst Du nach N. kommen? So ähnlich: Wenn 50 Musikanten miteinander spielen und alle recht blasen, bis auf einen, der falsch bläst, so macht dieser die ganze Musik unrichtig und verdirbt sie.
Wann ist unser Glaubensfest?
Unser Glaube ist fest, wenn wir glauben, ohne im Mindesten zu zweifeln. Wann steht ein Tisch fest? Wenn er nicht hin und her wackelt, sondern unbeweglich steht. So ist unser Glaube fest, wenn wir nicht gleichsam hin und her schwanken und denken, es könnte so oder es könnte auch anders sein. Abraham hat fest geglaubt. Gott hat ihm gesagt,er werde einen Sohn bekommen und von ihm solle ein Volk abstammen,zahllos wie die Sterne des Himmels, und unter seinen Nachkommen solle der Erlöser sein. Als Gott dies Abraham sagte, waren dieser und seine Frau so alt, dass man geglaubt hätte, es sei unmöglich. Aber Abraham dachte nicht. Das kann ja nicht sein. Er dachte: Gott hat es gesagt, also ist es gewiss wahr. Und später, als Gott ihm befahl , seinen Sohn zu opfern, da hat Abraham wieder nicht gezweifelt, nicht gedacht. So wird aus dem,was Gott versprochen hat, nichts werden. Warum muss unser Glaube fest sein? Wenn dir dein Katechet etwas sagt und du daran zweifelst, so beleidigst du ihn, weil du ihm gleichsam sagst: Was er sagt, ist vielleicht doch nicht wahr; vielleicht lügen Sie mich an. Wenn Gott etwas sagt, ist das ganz gewiss wahr; darum müssen wir das viel fester für wahr halten als das, was wir sehen.
Wann ist unser Glaube standhaft?
Unser Glaube ist standhaft, wenn wir bereit sind , eher alles selbst – das Leben – hinzugeben, als vom Glauben abzufallen. Standhaft von stehen ist, wer feststeht und sich nicht wegbringen lässt. So ist unser Glaube standhaft, wenn wir fest beim Glauben stehen bleiben und uns durch nichts – sei es Schmeichelei, Drohungen, zeitliche Schäden, Qualen oder Tod – davon abbringen lassen. So standhaft war der Glaube der hl. Märtyrer. Sie haben alles hingegben: Ehre, Reichtum, Vergnügen. Sie waren oft sehr reich , haben alles, was sie nur wollten, und weil sie ihren Glauben nicht aufgeben wollten, haben sie alles davon verloren.
Wann ist unser Glaube lebendig?
Unser Glaube ist lebendig, wenn wir nach demselben leben, d.h. das Böse meiden und das Gute tun,wie der Glaube es vorschreibt. Wann ist ein Mensch lebendig? Wenn er atmet, sich bewegt, sieht, spricht, arbeitet; wenn er dies nicht mehr tut, wenn er regungslos daliegt, so wenig atmet, sieht, spricht, so ist er nicht lebendig. So ist nun auch der Glaube lebendig, wenn er etwas tut, macht, zuwege bringt im Menschen, wenn er ihn dazu bringt, dass er nach demselben lebt, d.h. wie es der Glaube vorschreibt . Wenn du betest nicht stiehlst, warum tust du das? Weil Gott es so befohlen hat. Und wer sagt dir das? Der Glaube. Weil nun der Glaube dies tut,so ist er lebendig. Umgekehrt: Wenn du nicht betest, stiehlst du so; dein Glaube ist tot; er bringt dich zu nichts, wirkt in dir nichts. Du lebst gerade so, als ob du gar nicht daran glaubst. Darum ist auch dein Glaube nicht recht. Der rechte Glaube ist der lebendige Glaube. Der Glaube zeigt uns den Weg zum Himmel. Wenn du den Weg nach N. gut kennst , machst du dich aber nicht auf den Weg? Kommst du dann nach N. ? Wenn du den Weg zum Himmel kennst, aber dich nicht auf diesen Weg machst, kannst du in den Himmel kommen? Ein toter Glaube hilft dir nicht. Wie ist es mit deinem Glauben? Ist er lebendig?
Jesus Christus, der uns zur Versöhnung ermahnt, sei mit euch.
Heute haben wir das Fest der Weihe der Kathedralkirche.
Christus ist durch seinen Tod und seine Auferstehung der wahre und vollkommene Tempel des Neuen Bundes geworden und hat ein Volk um sich versammelt als sein Eigentum. Dieses heilige Volk ist die Kirche.
Jesus, du bist das Haupt deiner Kirche. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns zur Einheit deines Leibes berufen. Christus, erbarme dich unser.
Du nährst uns an dem einen Tisch, den du bereits. Herr,erbarme dich unser.
Die Kirche ist ein aus lebendigen Steinen erbauter Tempel , in dem der Vater im Geist und in der Wahrheit angebetet wird. Mit Recht wird daher seit alters auch jener Bau „Kirche“ genannt, in dem sich die Christen versammeln, um das Wort Gottes zu hören, gemeinsam zu beten, die Sakramente zu empfangen und die Eucharistie zu feiern. Als sichtbarer Bau ist dieser Bau in besonderer Weise Zeichen der auf Erden pilgernden Kirche und zugleich Bild der Kirche, die bereits im Himmel weilt. Wenn ein fester Kirchenbau ausschließlich und auf Dauer dazu bestimmt ist, dass sich das Volk Gottes darin versammelt und den Gottesdienst feiert, dann soll er gemäß uraltem christlichen Brauch in einer feierlichen Handlung dem Herrn geweiht werden. Die Kirche soll, ihrer Aufgabe entsprechend, für die Heiligen geeignet und würdig sein. Sie zeichne sich mehr durch vornehme Schönheit als durch unnötigen Aufwand aus und sei Zeichen und Symbol überirdischer Wirklichkeit. Sie soll so gestaltet sein, dass sie den Aufbau der versammelten Gemeinde widerspiegelt. Ihre richtige Gliederung ermöglicht und jedem die rechte Ausübung seines Dienstes erleichtert.
Im Zeichen des geteilten Brotes erkannten die Jünger den Herrn. Dieser Herr Jesus Christus hat uns gelehrt, um das tägliche Brot zu bitten. Beten wir mit seinen Worten.
Um den Frieden, den der auferstandene Herr Jesus Christus an Ostern seinen Jüngern zugesprochen hat, um diesen Frieden wollen wir bitten.
Jesus sprach zu seinen Jüngern. Kommt und esst. Und er nahm das Brot und gab es ihnen.
Einen Menschen lieben heißt, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat. Dieser Spruch des russischen Schriftstellers F. Dostojewski macht deutlich. Der Mensch ist von Gott geliebtes Geschöpf. So ist er von Gott gewollt und geschaffen. So ist er von Gott ins Dasein gerufen. So ist von Gott vieles in ihm grundgelegt und veranlagt. Für das Zusammenleben in der Ehe heißt das. Ich muss den anderen in seinem Wesen immer tiefer erfassen. Ich muss wahrnehmen, was ihn bewegt. Ich muss spüren, was in ihm vorgeht. Ich muss seine Wünsche und Nöte kennen. Ich muss mich täglich neu mit ihm auseinandersetzen. Das verlangt Verständnis und Sorge für den Anderen. Das fordert Respekt und Rücksicht im Umgang. Ich darf nicht ständig auf der eigenen Meinung beharrt und die anderen bevormunden. Ich darf nicht ständig eigene Interessen durchdrücken und den anderen Vorschriften machen. Ich darf nicht ständig nur an mich denken und den anderen übergehen. Ich muss den anderen auch gelten lassen. Liebes Brautpaar. Sie haben sich schon vor längerer Zeit kennengelernt und Ihre gegenseitige Zuneigung und Liebe entdeckt. Sie haben beschlossen, zusammenzugehen, und einen gemeinsamen Lebensentwurf überlegt. Sie haben sich Treue zugesagt und wollen miteinander die Herausforderungen des Alltags bestehen. Das Zusammensein macht Sie glücklich und froh. Ihre Liebe zueinander gibt Kraft für die Bewältigung der Probleme. Das Zusammensein gibt Halt und Sicherheit. Ihre Güte und Nachsicht tun den anderen gut. Das Zusammensein ist ein Gewinn für die persönliche Entwicklung. Trotzdem bleibt in der Liebe zueinander vieles schuldig. Man hat keine Zeit füreinander und wundert sich über fehlendes Verständnis. Man ist gereizt und geht auf den anderen los. Man versäumt nach einem Streit ein klärendes Gespräch zu führen und sich auszusöhnen. Man lässt sich gehen und wird für den anderen zur Belastung. Man sieht alles als selbstverständlich an und bringt kein Wort des Dankes mehr. Man geht eigene Wege und lässt den anderen links liegen. Man spürt keinen Reiz mehr. Man verliert an Aufmerksamkeit. Man wird sich fremd.
Die Heilige Schrift nennt einige Voraussetzungen für das Gelingen einer Ehe. Die Liebe ist gütig. Sie nimmt den anderen ohne Vorbehalt an. Sie akzeptiert auch Schwächen. Sie findet den anderen sympathisch und anziehend. Sucht nicht ihren Vorteil. Sie vermeidet, was die anderen kränken könnte. Sie verzichtet darauf, den anderen bloßzustellen. Sie unterlässt es, den anderen anzuschreien und fertigzumachen. Sie will das Wohl des anderen. Sie will das Wohl des anderen. Trägt das Böse nicht nach, hört sie auf, den anderen zu bekriegen und ihm ständig etwas vorzuhalten. Sie ist zornig, aggressiv und beleidigend.
Der heilige Augustinus rät Folgendes:
Schweigst du, so schweige aus Liebe, sprichst du , so sprich aus Liebe, tadelst du, so tadle aus Liebe, schonst du, so schone aus Liebe! Lass die Liebe in deinem Herzen wurzeln und es kann nur Gutes hervorgehen.
Jesus, der seinen Aposteln ihren Unglauben vorhält, sei mit euch.
Der Evangelist Markus zählt die Menschen auf, denen Jesus erschien. Alle diese Menschen sagen das den Aposteln. Und die Apostel glauben ihnen nicht. Natürlich wussten die Apostel davon und verhielten sich entsprechend ihrem Unglauben. Und dann sagte zu ihm: Gehet hin im alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Joh 16,15.
Jesus, du bist wahrhaft auferstanden. Herr,erbarme dich unser.
Du bist den Jüngern erschienen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast die Vergebung der Sünden verkündet. Herr,erbarme dich uns.
Wie wir bisher gesehen haben, war die Reaktion auf die Auferstehung Jesu der Unglauben. Die Frauen glaubten den Engeln nicht; die Apostel glaubten den Frauen nicht. Der Apostel Thomas glaubt den anderen Aposteln nicht; selbst sie glauben ihren eigenen Augen nicht. Aber ihr Unglaube ist für uns wertvoll. Wer denn glaubt das nicht? Nicht die Feinde. Diese nahmen die Worte Christi ernst. Darum verlangten sie von Pilatus, dass er vor dem Grab Christi die Wache stellte. Aber wenn die Jünger und Freunde nicht glaubten, dass Jesus auferstanden ist, ist das der beste Beweis dafür, dass Jesu Auferstehung weder ihre Phantasien noch ihr Verlangen das Ergebnis war. Zum Schluss scheint es, dass Jesus mit ihrem Unglauben genug hatte und sie dafür tadelte. Die Apostel glaubten zum Schluss. Sie wurden zu Predigern der Auferstehung Christi. Wie ist es bei uns? Glauben wir ohne Vorbehalte an Wahrheiten wie die Auferstehung unseres Leibes, an die endliche Gerechtigkeit und an das ewige Leben? Oder dass die Traurigen getrösten werden, dass die Barmherzigen die Barmherzigkeit erlangen werden? Auch an solche Prinzipien wie die Untrennbarkeit der Ehe, an die Ehetreue? Vielleicht wagen wir es nicht , unseren Unglauben laut auszusprechen, aber unser praktisches Leben kann die Einstellung des Unglaubens zeigen.
Jesus Christus hat den Tod angenommen, um den Willen des Vaters zu erfüllen. In seinem Namen beten wir zum Vater.
Der auferstandene Herr schenkt allen, die sich ihm im Glauben öffnen, Frieden und Gemeinschaft. Deshalb bitten wir.
Selig , die in diesem heiligen Mahl den Tod des Herrn verkünden , bis er wiederkommt.
Jesus, der die Apostel fragte:Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Er sei mit euch.
Ganz sicher nimmt jeder von uns wahr, wenn in der Reklame der Kontrast „vor“ und „nach“ verwendet wird. Stellen wir uns vor, wie enttäuscht Petrus war. Er verbrachte die ganze Nacht mit dem Fischfang, aber ohne Erfolg. Und dann stellen wir uns vor, wie sein Gesicht aussah , als er ein volles Fischnetz fing.
Jesus, du hast den Tod überwunden. Herr, erbarme dich unser.
Du schenkst der Welt neues Leben. Christus, erbarme dich unser.
Wer an dich glaubt , wird ewig leben. Herr, erbarme dich unser.
Als Petrus das Netz auszog, gerade an der Stelle, von der Jesus sprach, war er so aufgeregt, dass er ins Wasser sprang. Er dachte an nichts anderes als daran, Jesus wiederzusehen. Hier geht es nicht nur um die Illustration dessen, wie sich der Mensch ändern kann. Es geht um die Beziehung zwischen der Offenbarung und der Evangelisation. Petrus ging nicht zum Fischfang. Aber als er Jesus traf , bekam er nicht nur Lust, die Fische zu fangen, sondern beschloss, seiner wirklichen Berufung nachzugehen. Ein Fischer der Menschen zu werden. Dieser wunderbare Fischfang brachte Petrus näher an Jesus. Das Gleiche gilt, wenn wir über unsere Evangelisationsbemühungen nachdenken. Wenn wir uns nur auf unsere eigenen Kräfte und Fähigkeiten bei der Evangelisation konzentrieren, können wir uns wie die Apostel fühlen, die ganze Nacht Fische gefangen haben, aber nichts gefangen haben. Wir können niedergeschlagen sein, weil es uns scheint, dass wir nicht genug wortgewandt sind. Oder nicht ausreichend auf die Evangelisation vorbereitet. Wenn wir aber Jesus erlauben, uns zu führen , werden wir gestärkt. Jesus ruft uns alle zur Evangelisation auf. Mit der Evangelisation geht seine Zusicherung Hand in Hand. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. Mt 28,20. Wenn Jesus bei uns ist, müssen wir uns keine Sorge darüber machen, wie die Menschen auf unsere Verkündigung reagieren werden. Jesus gibt uns alles , was wir brauchen.
Jesus hat den besiegt; er lebt beim Vater und tritt für uns ein. So können wir voll im Vertrauen beten.
In einer friedlosen Welt beten wir um den Frieden , den uns Jesus gebracht hat. Durch seine Auferstehung hat er alles Dunkel besiegt. Darum bitten wir.
Christus ist vom Tod erstanden; er stirbt nicht mehr. Gebrochen ist die Macht des Todes.
Versuchen wir heute, am Sonntag , der Gottes Barmherzigkeit zu sagen, was für eine Beziehung zwischen der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit ist. Diese zwei Wörter können wir von sich nicht abtrennen. Wenn wir von Barmherzigkeit sprechen wollen, müssen wir auch über Gerechtigkeit sprechen. Der heilige Thomas von Aquin äußerte es so. Die Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit wäre Grausamkeit, und die Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist die Mutter des Zerfalls.
Predigt
Die Barmherzigkeit kann man nicht dort anwenden, wo die Gerechtigkeit nicht angewendet wurde. Wo die Gerechtigkeit anerkannt und zur Geltung gekommen ist, muss die Gerechtigkeit der Barmherzigkeit nachgeben. Ich erkläre das anhand eines Beispiels. Der König Friedrich Wilhelm I. (1688–1740) besuchte einmal das Gefängnis in Potsdam. Er besuchte die Gefängniszelle und hörte viele Bitten um Gnade. Die Gefangenen haben geschworen, dass sie wegen Befangenheit der Richter, falscher Zeugenaussagen und korrupter Anwälte ins Gefängnis gelangten. Zum Schluss kam der König in die letzte Zelle. Ein mürrischer Gefangener wohnte dort. Im Gegensatz zu den anderen schwieg er. Der König , überrascht von seinem Schweigen, spricht ein wenig sarkastisch. Ich setzte voraus, dass auch du unschuldig bist. Nein, Majestät, ich bin schuldig und die Strafe habe ich verdient. Der König rief den Aufseher zu sich und sagte zu ihm . Diesen Gefangenen wirst du freilassen. Der kluge König gab ihm die Gnade, weil der Gefangene bereit war, die gerechte Strafe anzunehmen. Etwas Ähnliches findet sich in Heinrich Kleists Theaterstück „Prinz Friedrich von Homburg“. Friedrich Wilhelm macht die Pläne für den Kampf bei Fahrbellin gegen die Schweden. Sein Sohn Friedrich, der Prinz aus Homburg, ist der Reitereikommandant. Von seinem Vater, der Oberbefehlshaber war, erhielt er einen strengen Befehl: Bevor er ins Angriffs geht, muss er auf sein Signal warten. Aber der Prinz träumte von den Heldentaten, durch die er berühmt werden würde, und er wollte der Prinzessin Natalia imponieren und ihre Liebe gewinnen. Er wartete nicht auf ein Signal von seinem Vater. Die Schlacht hat er gewonnen. Aber er war gegen den Oberbefehlshaber seines Vaters ungehorsam. Er ordnete eine Untersuchung an und dann dem Feldgericht an, seinen Sohn zum Tode zu verurteilen. Der Prinz gerät in Panik. Er bietet die Mutter und auch Natalie dazu an, damit sie zum Vater gehen und ihn befürworten. Er war bereit, irgendetwas zu tun, degradiert zu werden, öffentlich beschimpft zu werden… nur nicht zum Tode zu schicken. Der König war von ihren /Mutter, Nathalie/ aufrichtigen Bitten gerührt und beschloss, seinem Sohn die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, ob das Urteil gerecht oder ungerecht war. Wenn du darauf bestehst, dass es von meiner Seite ungerecht ist, sende mir deine Äußerung, und ich werde dir dein Schwert senden“, ließ ihm der Vater ausrichten. Der Prinz legte ernsthaft sein Verhalten über und kam zu dem Schluss, dass das Urteil gerecht war. So unterschreibt er sein eigenes Todesurteil. Er anerkannte, dass der Kommandant vor allem gehorchen muss. Der Prinz sagte, ich verdiene den Tod, weil ich wissentlich den Befehl, den ich erhalten hatte, verletzt habe. Als der König die Worte hörte, freute er sich. Jetzt, wenn er bereit war, die Gerechtigkeit anzunehmen, war er fähig, die Barmherzigkeit anzunehmen. Der König zerriss das Todesurteil und erlaubte ihm, Natalie zu heiraten. Auf diesen beiden Beispielen sehen wir, was für eine Beziehung zwischen der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit besteht. Die Gerechtigkeit ist notwendig, damit man in der Welt leben kann. Die Gerechtigkeit beruht auf Rechtsnormen und Gesetzen. Ohne sie wäre das Leben ein Chaos. Stellen Sie sich nur solche Verkehrsregeln vor. Wenn sie nicht wären, könnten wir nicht mit dem Auto fahren. Dasselbe gilt an den Schulen und an den Arbeitsplätzen. Aber nicht nur davon handeln die Regeln. Sie sind auch über die Lebensqualität. Wenn wir die Gesetze, die zum Leben führen, nicht einhalten, enden wir im Tod. Wenn jemand die Regeln absichtlich bricht, muss er dafür die Verantwortung tragen. Wo liegt die Übertretung der Regeln? dort muss zur Strafe kommen. Die Gesetze sind nicht selbstzweck. Ihre Bedeutung ist die Liebe zum Menschen. Es ist notwendig, dass der Mensch nach der Verletzung des Gesetzes eine neue Chance erhält. Darum ist hier die Barmherzigkeit. Durch die Barmherzigkeit zeigen wir dem Menschen. Das, was du begangen hast ist schlecht. Aber hier ist ein neuer Anfang,jetzt schon durch sein „Fallen“ belehrt. Kannst du wieder anfangen?Die Barmherzigkeit setzt aber voraus, dass der Mensch dafür, was er getan hat, Schuld fühlen, sich für seine Tat verantwortlich fühlen und, wenn es möglich ist, auch die Besserung herbeiführen. Nur so ist Barmherzigkeit möglich. Wenn wir diese Sätze auf viele Menschen von heute anwenden, so sehen wir, dass diese Menschen ihre Sünden nicht anerkennen, darum bereuen sie sie nicht, und um die Barmherzigkeit bitten diese Menschen nicht. Was aus ihrer Sicht ganz logisch ist. Diese Menschen müssen wir zuerst aus der Sünde überführen und dann mit ihnen über die Barmherzigkeit sprechen. Jesus betete am Kreuz: „Vater, vergib uns, weil sie nicht wissen, was sie tun. Waren aber diese Menschen – Hohepriester, Pharisäer, Schriftgelehrte – bereit, Gottes Barmherzigkeit zu empfangen, wenn sie überzeugt waren, dass das, was sie getan hatten, gut und gerecht war? Und in ähnlichen Situationen befinden sich viele Menschen heute.
Jesus, der zu den Aposteln sprach: „Friede euch, er sei mit euch.
Ich denke, etwas anderes ist die Theorie, etwas anderes die Praxis. Es ist die Wahrheit: Jesus hat vorhergesagt, dass er auferstehen würde. Aber die Apostel konnten sich die Auferstehung Jesu nicht vorstellen. Daher wundern wir uns nicht, dass sie verwirrt und erschreckt waren. Wahrscheinlich würden wir ähnlich reagieren.
Jesus, du kamst aus dem verschlossenen Grab. Herr, erbarme dich unser.
Du hast die Tücher, in die dein Leib gehüllt war, abgelegt. Christus, erbarme dich unser.
Die zum Grab kamen, glaubten. Herr, erbarme dich unser.
Nach der Auferstehung knüpfte Jesus mit den Aposteln unmittelbaren Kontakt auf, um ihnen zu helfen, zu begreifen, dass er kein Geist ist und dass er wirklich von den Toten auferstanden ist. Die Apostel konnten seinen Leib berühren, an dem die Wunden nach den Nägeln und der Lanze zu sehen waren. Und wenn sie sich noch immer wunderten, fragte Jesus die Apostel: „Habt ihr hier etwas zu essen?“ Lk 24,41. Reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch und eine Honigscheibe , und er nahm und aß vor ihnen. Damit wollte er den Glauben der Apostel stärken. Die Auferstehung Jesu war anders als zum Beispiel die Wiederbelebung des jungen Mannes von Nain oder die von Lazarus’. Diese hatten nach der Erweckung keinen verherrlichten Leib. Wie war das bei Jesus? Und sie mussten wieder sterben. Durch seine Auferstehung gibt Jesus den Aposteln den Beweis, dass das Leben nach dem Tod nicht endet . Was Jesus lehrte, wird vorausgesagt und erfüllt. Alles, was die Propheten über Jesus geschrieben haben, hat sich erfüllt. Wir können uns fragen, warum Jesus so sehr daran lag, dass die Apostel wirklich an seine Auferstehung glaubten. Die Apostel sollten Zeugen und Prediger Jesu Auferstehung sein. Wie könnten aber Zeugen Jesu Auferstehung sein, wenn sie Zweifel an der Auferstehung Jesu hätten?
Jesus Christus hat uns den Sinn der Schrift erschlossen. In seinem Namen dürfen wir zum Vater beten.
Christus musste leiden, um für uns den Frieden zu gewinnen. Um diesen Frieden bitten wir.
Selig, die im Glauben Gott schauen , werden von Angesicht zu Angesicht.
Jesus, der zu Maria sprach: „Frau, warum weinst du?“ Er sei mit euch.
Die Nachrichten des heiligen Johannes über das, was am Ostersonntag von Morgengrauen an geschah, sind reich. Der heilige Markus sagt, dass Jesus Maria Magdalena erschienen ist, aber er gibt keine Details an. Der heilige Lukas begnügte sich mit einem Vers (24,12), wonach Petrus zum Grab lief und es leer fand. In dieser Hinsicht ist Johannes ausführlicher.
Jesus, du siehst in unsere oft mutlosen Herzen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast die Menschen in deine Nachfolge gerufen, damit sie Stück für Stück am Aufbau deines Reiches mitwirken. Christus, erbarme dich unser.
Du willst bei uns als Begleiter auf unserem Lebensweg sein. Herr, erbarme dich unser.
Maria Magdalena ist treu. Jesus hat ihr die Sünden vergeben. Er nahm sie von ihr als Last. Seitdem lebt Maria nur für Jesus und seine Mission. Andere Gläubige, die nicht so sündig waren und denen nicht so viel vergeben wurde, können solche Liebe und Dankbarkeit nicht begreifen. Maria Magdalena ist von der Liebe zu sich selbst befreit. Sie interessiert nur für die Liebe zu Jesus. Als Maria am Ostermorgen zu Jesu Grab ging,war das nicht aus einem oberflächlichen Gefühl, sondern ein lebendiger und kreativer Ausdruck der Liebe. Man kann an Maria sehen, dass das christliche Bedauern der Sünden etwas völlig anderes ist als das unfruchtbare Wehklagen über das, was geschehen ist. Bedauern über die Sünden muss es so sein, dass es uns hilft, von den Sünden abzuwenden, und in uns den Raum schafft für die Liebe und den Dienst zum Herrn. Die Buße ist die äußere Form der Liebe, die aus der Reue hervorgegangen ist. Möge die Buße irgendeine Form haben – Gebet, Fasten, Aufwachen, gute Taten –, muss aus Liebe geboren werden. Sie muss in Liebe verwirklichen. Petrus ergab sich dem Herrn, doch er verleugnete ihn. Deshalb weinte er bitter. Jesus hat ihn trotzdem zum Oberhäuptling der Kirche gemacht. Maria Magdalena lebte zuvor in Sünde, aber sie traf Jesus und wurde heilig. Die Wege sind verschieden. Sie aber müssen zu einem schöpferischen Leben in der Liebe führen.
Das leere Grab ist uns ein Zeichen göttlicher Macht. Im Vertrauen auf diese Macht dürfen wir zum Vater beten.
Das leere Grab des Auferstandenen ist uns ein Zeichen des Sieges. Von ihm empfangen wir den Frieden.
Selig, die bei der Auferstehung des Letzten Tages zum Gastmahl des Lebens berufen sind.
Jesus, der im Grab nicht bleiben konnte, sei mit euch.
Das heutige Evangelium besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil erschien Jesus den Frauen, und durch sie richtet er ihnen aus, dass sie den Aposteln ausrichten sollen: Sie sollen nach Galiläa gehen, dort werden sie ihn sehen. Und der zweite Teil des Evangeliums spricht vom Betrug der Hohepriester, die die Soldaten bestochen haben, damit sie überall sagen, dass die Jünger den Leichnam Jesu gestohlen haben.
Herr Jesus Christus, du hast dich in deiner Auferstehung als Herr über Leben und Tod gezeigt. Herr, erbarme dich unser.
In der Frühe kamen die Frauen zum Grab, dich zu suchen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast deine Jünger gestärkt, damit sie sahen und glaubten. Herr, erbarme dich unser.
Wir können uns heute nicht mehr das Entsetzen der Hohepriester und der Pharisäer vorstellen, als sie hörten, dass Jesus auferstanden ist. Das durfte doch nicht wahr sein. dass Jesus lebt. Wir müssen etwas machen. Und sie gaben den Soldaten viel Geld. Diese Soldaten sollten überall verkünden, dass Jesus nicht auferstanden ist, sondern gestohlen wurde. Mit der Lüge wollten sie die Verbreitung Jesu’ Lehre verhindern. Ich denke, vielen Menschen geht es auch heute noch wie den Hohepriestern und den Pharisäern. Wie kann es das geben? Der am Kreuz gestorbene Jesus soll leben? Soll er der von Gott eingesetzte Richter über alle Lebenden und Toten sein? Auch heute stört es viele Menschen, wenn sie hören, dass Christus auferstanden ist. Sie sagen, dass alles, was von Christus gesagt wurde, nur Märchen und Mythos sind. Aber die Wahrheit können wir nicht damit widerlegen, dass wir sie ablehnen,leugnen oder mit der Lüge.
Gott hat seinen Sohn nicht im Tod gelassen, sondern ihn auferweckt , damit auch wir leben. Beten wir zu unserem Vater im Himmel, wie der Herr es uns gelehrt hat.
In seiner Auferstehung hat Jesus den Frieden des Himmels in diese Welt gebracht. So bitten wir Herr…
Unser Osterlamm ist geopfert. Christus , der Herr, Halleluja. Wir sind befreit von Sünde und Schuld. So lasst uns ein Festmahl halten in Freude Halleluja.
Die religiösen Frauen suchten Jesus im Grab. Die Engel aber sagten zu ihnen. Warum sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Die Erfahrung lehrt uns: Wenn wir den Leib ins Grab legen, so legt eine Leiche im Grab . Aber bei Jesus stimmt das nicht. Jesus hat nach dem Tod das Leben. Das war das erste Mal in der Geschichte der Menschen.
Predigt
Die Wirklichkeit, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, war so überraschend, so unglaublich, dass die Apostel lange Zeit dem nicht glauben konnten. Sogar sie glaubte ihren eigenen Erfahrungen nicht, die sie mit auferstandenen Christus hatten. Zum Schluss glaubten sie, weil sie mit dem auferstandenen Christus gesprochen haben, ihn berührt hatten und mit ihm aßen. Es geht darum, ob ich diese Erfahrung von Apostel annehme oder ablehne. Wir werden uns dessen bewusst, dass die Erfahrung, die die Apostel und die Frauen hatten, uns wie ein sinnvolles Leben für Gegenwart und Ewigkeit bietet. Um mein Leben sinnvoll zu machen, wem soll ich mich widmen? Der Karriere, dem Sport, der Arbeit oder der Familie? Jesus spricht zu uns. Widme dich dem, damit du die Nächsten und Gott lieben kannst. Damit ich die Liebe äußern kann, muss ich studieren, arbeiten und etwas haben, was ich dann weitergeben kann. Etwas anderes sind die Mittel, etwas anderes ist das Ziel. Wir aber können denken.Jesus ging schlecht aus. Er endete am Kreuz. Nein, das ist ein Irrtum. Nein, sein Leben endete nicht im Grab. Seine Liebe war stärker als der Tod. Einmal habe ich eine schöne schwedische Erzählung gelesen. Wer sie geschrieben hat, weiß ich nicht. Der Autor hat verschiedene Erfahrungen aus dem menschlichen Leben in das Leben von Vögeln Tieren und Natur eingelegt. Sehen wir also hinter diesen Aussagen keine Tiere, keine Natur, sondern menschliche Erfahrung. Einmal fragte ein Buchfink. Was ist das Leben? Die ganze Umgebung wurde aufmerksam. Eine Nachtigall bemühte sich zu antworten. Das Leben ist das Singen. Nein, das Leben ist ein ständiger Kampf im Dunkel“, vernünftelte ein Maulwurf. „Meiner Meinung nach ist das Leben eine Entwicklung“, sagte eine Rosenknospe. Gerade flog ein wunderschöner Schmetterling daher; er küsste die Blume und sagte: „Das Leben ist Freude und Genuss. Das Leben ist nur ein kurzer Tag“, summte eine kleine Fliege. „Ich denke“, sagte eine Biene, „dass das Leben die Abwechslung zwischen Arbeit und Nutznießung ist.“ Als Leben sehe ich nichts anderes , nur lautere Mühe, jammerte eine Ameise, die ein Stück des Stiels in ihren Ameisenhaufen schleppte. Du hast recht, stimmte ein Eichhörnchen zu. Das Leben ist eine schwierige Nuss zum Knacken. Der winzige Regen flüsterte. Das Leben, das sind Tränen, Tränen. Nein, das Leben ist immer eine sich ändernde Form“, donnerte eine stürmische Wolke. „Ich denke , das Leben ist Freiheit und Macht“, schrie ein Adler, der hochschwebte. Die großen Tannenbäume neigten sich einander zu und sagten und sagten zueinander. Das Leben ist eine Anstrengung , immer höher zu gelangen. Ich denke, dass das Leben das Neigen vor der Macht ist“, sagt die Weide traurig. Es näherte sich die Nacht und sie seufzte. Das Leben ist nur ein Traum. Es kam die Nacht; alle ruhten aus, nur ein Gelehrter arbeitete vertieft an der Lösung seiner Aufgaben. Morgen muffelte er für sich selbst. Das Leben ist nur das Suchen. Am frühen Morgen kehrte ein junger Mann aus der Unterhaltung zurück und sagte: Das Leben ist die Sehnsucht nach dem Vergnügen und den Genüssen. Die Morgenröte begrüßte die Erde. Als ob sie der Umgebung verkünden. Wir sind noch nicht am Tag. Wir sind nur das Vorzeichen des Tages. Bis hinter uns folgt volles Sonnenlicht. Hier auf der Erde ist nur der Beginn des Lebens. Das echte und vollkommene Leben wird bis in die Ewigkeit bestehen. Über diese Aussagen erschallt die Aussage eines der über sich sagte. Ich bin das Leben; wer an mich glaubt, wird Leben haben, auch wenn er stirbt. Wer mir folgt, wird nicht in der Dunkelheit wandeln. In ihm, in Christus, ist das Leben. Über einen quälen wir uns nicht. Was würden Sie einem Menschen sagen, der den elektrischen Strom erfinden möchte? Wir würden zu ihm sagen. Der elektrische Strom ist bereits erfunden. Wir müssen den Sinn des Lebens nicht suchen. Christus zeigte uns schon den Sinn des Lebens. Es hängt von uns ab, in wem oder wo wir den Sinn des Lebens suchen. Christus zwingt uns nicht, seine Lehren anzunehmen. Christus sollen wir frei und freiwillig folgen. Christus erfüllte stets den Willen Gottes und half den Menschen. Sein Ziel war die Menschen zu Gott zu führen. Mit seiner Hilfe haben wir die Möglichkeit, das ewige Leben zu erreichen. Und wenn jemand sagt. Das ewige Leben , daran habe ich kein Interesse. Ich gebe alles für dieses irdische Leben. Was soll ich dazu sagen? Ein solcher Mensch ähnelt einem Menschen, der ein Königreich für eine Schüssel Linsen verkauft hat. Noch niemand, der Christus folgte, hat es bereut.
Begrüßung. Ich möchte euch alle, aber besonders euch, liebe Kinder, bei dieser Osterauferstehungsfeier herzlich begrüßen und willkommen heißen. Wenn ich Kindern frage, welches das größte Fest im Kirchenjahr ist, antworten viele: das Weihnachtsfest. Warum? weil wir damals am meisten Geschenke bekommen. Aber für die ganze Kirche, für alle Christen, ist Ostern der größte Feiertag. Jesu Auferstehung. Warum? Denn durch seine Auferstehung bestätigte Jesus, dass alles , was er sagte, die Wahrheit ist. Das hat grenzenlose Bedeutung für jeden von uns. Bußakt:
Priester: Heute feiern wir miteinander Ostern, das Fest der Auferstehung und des Lebens. Wir bitten dich, Gott des Lebens, dass er unsere Freude über das Leben verwandelt. Darüber wollen wir jetzt nachdenken. Kind 1 Manchmal streiten wir miteinander und es ist gar nicht so einfach, sich nachher zu vertragen. Das bringen wir zu dir, Gott der Versöhnung. Ostern ist immer dann, wenn wir aufeinander zugehen und einander verzeihen. Lied: Jesus ist auferstanden. Kind 1 Manchmal schauen wir nur auf uns, merken gar nicht, dass es unseren Freunden und Freundinnen nicht gut geht. Das bringen wir zu dir, Gott der Liebe. Kind 2
Ostern ist immer dann, wenn wir uns um unsere Mitmenschen bemühen und miteinander das Leben teilen. Lied… Kind 1 Manchmal denken und reden wir über andere Menschen schlecht, obwohl wir sie noch gar nicht kennen. Das bringen wir zu dir , Gott des Lebens. Kind 2 Ostern ist immer dann, wenn wir offen aufeinander zugehen. Lied Kind 1
Manchmal sind wir gegen alles, was neu und anders ist. Das bringen wir zu dir, Gott des Aufbruchs. Kind 2
Ostern ist immer da, wenn wir Neues wagen und den Mut haben, neue Wege zu gehen.
Lied…
Priester: Ostern ist immer dann, wenn Gott uns einen neuen Anfang schenkt. Wie die Jüngerinnen und Jünger wollen wir glauben und spüren, dass Jesus lebt – heute und alle Tage.
Tagesgebet
Guter Gott, wir sind zusammengekommen, um die Auferstehung deines Sohnes Jesus zu feiern. Du hast ihn nicht im Tod gelassen. Das macht uns froh. Hilf uns, diese Freude weiterzugeben. Darum bitten wir durch deinen Sohn Jesus Christus. Amen
Lesung vom Tag
Halleluja
Evangelim 20 1-9
Vor dem Altar und dem Bild liegt ein Steinhaufen. Daneben steht eine kleine Schiebetruhe.
So ein Stein ist ganz schwer. Auch vor dem Grab Jesu lag ein Stein. Ein großer, schwerer Stein, der nicht so einfach weggerollt werden kann. Und doch war der Stein weg, als Maria zum Grab Jesu kam. Dieser weggerollte Stein ist ein wichtiges Zeichen für die Auferstehung. Erst weil der Stein vom Grab weggerollt war, konnten Maria und später auch die Apostel erkennen, dass Jesus nicht mehr im Grab ist, sondern auferstanden ist. Schauen wir uns einmal diesen Steinhaufen vor dem Altar an. Vielleicht kennt ihr das Sprichwort. Mir fällt ein Stein vom Herzen! Aber vielleicht wisst ihr auch, wie es sich anfühlt, wenn dieser Stein noch auf dem Herzen liegt. Dieser Stein, der uns auf dem Herzen oder im Magen liegt, ist schwer und erdrückt uns. In unserem Leben gibt es immer wieder solche Steine. Dinge, die uns bedrücken, die uns daran hindern, aufzustehen, uns zu bewegen, Freude miteinander zu haben. Steine, die uns erdrücken und das Leben schwer machen. Was könnten denn das für Steine sein, die uns das Leben schwer machen? Zum Beispiel , wenn wir uns fürchten,weil wir allein zu Hause sind, wenn man krank im Bett liegen muss, wenn man mit einer guten Freundin Streit hat, usw. Können wir bei diesen Steinen auch mithelfen, dass sie aus dem Weg, aus dem Leben geräumt werden? Wie können wir denn z. helfen, der krank im Bett liegen muss?
Fürbitten/Wegräumen der Steine/
1 Stein-Streit
Danke, dass du uns immer wieder Versöhnung schenkst. Wir bitten dich, dass du uns die nötige Kraft dazu gibst,
2 Stein- Alleinsein
Danke, dass wir nie allein sind, weil du immer bei uns bist. Hilf uns, zu erkennen, wenn Menschen unsere Nähe brauchen.
3 Stein- Hunger
Danke allen Menschen, die mit Hungernden teilen. Wir bitten dich für alle , die in der Mission arbeiten.
4. Stein- Not
Danke allen, die helfen, wenn wir in Not sind, und die uns die Augen öffnen, wenn unsere Hilfe benötigt wird.
5 Stein-Mutlosigkeit
Danke, dass wir in dir stets Trost und Zuversicht finden, wenn wir Angst haben. Lass uns spüren, dass du bei uns bist.
6 Stein-Mutlosigkeit
Danke für unsere Freude, die uns stärkt, wenn wir mutlos sind. Wir bitten dich, auch du uns aufzurichten.
7. Stein- Schwierigkeiten
Danke, dass du uns in schwierigen Situationen immer wieder Hoffnung schenkst. Hilf uns , die Steine auf dem Weg zu dir zu beseitigen.
Priester: Darum bitten wir durch Jesus Christus , unseren Herrn.
Gemeinsames Gebet: Vater unser und Gegrüßt seist du , Maria.
Heute feiern wir den größten christlichen Feiertag: die Auferstehung Christi. Was bedeutet dieser Feiertag für uns? Der heilige Paulus spricht. Mit Christus sind wir von den Toten auferstanden. Besser gesagt, wir haben die Möglichkeit , mit Christus zu leben. Es geht nur darum, ob wir Jesus die Möglichkeit geben, uns zum ewigen Leben auferwecken zu lassen. Predigt
Sicher kennen Sie schöne bemalte Ostereier. Diese Eier sind innen leer. Wenn wir sie unter die Henne legen, schlüpfen sie etwas aus ihr heraus? Selbstverständlich nichts, weil sie leer sind. Das kann auch uns Gläubigen passieren. Ein Mann kann in seinem Glauben wie ein schönes bemaltes Ei sein. Ich bin getauft, gefirmt, sogar meine Hochzeit war in der Kirche… Aber wie ist es in meinem Inneren? Das menschliche Leben gewinnt durch Liebe an Wert. Sie hat vor Gott den Wert. Die Menschen haben eine andere Bewertung. Sie interessiert sich nicht für unsere Anstrengung, sondern für das Ergebnis unserer Tätigkeit. Ich hatte einen Mitschüler, der große Schwierigkeiten bei der Vorbereitung der Predigten hatte. Der Vorbereitung des Predigens widmete er große Aufmerksamkeit. Er war oft nachts bis ein oder halb zwei auf. Trotzdem ging ihm die Predigt nicht, und die Gläubigen kritisierten ihn. Für sie hatten seine Predigten keinen Wert. Aber Gott bewertet seine Tätigkeit ganz anders. Er bewertet seine Bemühungen und seine Liebe. Nur das, was wir mit Liebe getan haben, kann Gott zum ewigen Leben erwecken. Was wird Gott in meinem Leben auferwecken? Meinen Egoismus, meine Faulheit oder meinen Karrierismus? Bringen uns diese Eigenschaften zu Christus? Sicher nein. Nehmen wir Maria Magdalena wahr. Sie lief zum Grab Christi. Warum? weil sie eine volle Liebe zu Christus hat. Menschen haben die Erfahrung. Wenn jemand stirbt, ist das damit das Ende. Wir werden uns mit ihm nicht mehr treffen. Das dachten auch die Apostel. Darum waren sie so traurig. Aber dann trafen sie den auferstandenen Christus, und ihr Leben änderte sich. Es geht darum ,ob wir unseren Erfahrungen glauben oder den Menschen, die Erfahrungen mit auferstandenem Christus haben. Wir sind wie ein kleiner Junge vor der Geschäftsauslage. Er sieht dort einen schönen Roller. Scheel blickend auf den Roller. Er weiß aber, dass die Mutter ihm den Roller nicht kaufen kann. Sie hat eine andere Ausgabe. Ein älterer Herr ging an der Geschäftsauslage vorbei. Er sah, wie der Junge Stielaugen auf den Roller richtete, und sagte sich. Ich kann diesem Jungen Freude machen. Er fragt den Jungen. Willst du diesen Roller? Natürlich will ich ihn. Aber meine Mutter hat wenig Geld. Ich kaufe ihn dir. Der Junge will nicht glauben. Aber der Herr geht ins Geschäft und kauft den Roller. Junge Roller ist dein. Der Junge hat so große Freude, dass er sich bedanken vergisst. Wir sind alle vor dem Schaukasten des Lebens, und es gibt dort alle möglichen Sachen. Alles , was wir uns kaufen können, was wir genießen können,aber hinten im Schaukasten ist ein schwarzes Paket und darauf steht geschrieben. ,,Tod“. Niemand will dieses Paket, aber er packt uns alle. Und kommt zu uns Jesus, wie der Ältere dem Jüngeren und sagt zu uns. Hab keine Angst. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Als ob Jesus uns fragen würde. Willst du mit mir auf ewig leben? Für viele ist dieses Angebot so unglaublich und auch unverständlich , dass sie sich nicht dafür interessieren. Wir können ruhig auf den Tod schauen. Christus hat den Tod überwunden. Auch wir werden den Tod überwunden, aber nur dann, wenn wir mit Christus verbunden bleiben. Aber wie können wir mit Christus verbunden bleiben? Durch den Glauben, durch die Liebe. Wir sind in einer ähnlichen Situation wie die drei Söhne in einem äthiopischen Märchen. Der Vater sagte zu ihnen. Meine Söhne. Hier gebe ich euch ein Stück Gold. Geht auf den Markt und kauft etwas , mit dem ihr diesen Raum erfüllen werdet. Wer das am besten und schönsten machen wird, dem werde ich mein Eigentum anvertrauen. Der älteste Sohn sagte. Diese Aufgabe erledige ich leicht. Auf dem Markt gibt es so viele Sachen, mit denen man das Zimmer erfüllen kann. Der zweite Sohn sagte: „Das ist kein Problem.“ Ich kaufe etwas ein und fülle damit das Zimmer. Und der jüngste Sohn denkt nach. Mit wem würde ich das Zimmer am besten belegen? Der älteste Sohn kaufte auf dem Markt viel Heu, der zweite Sohn kaufte viele Federn, und der Jüngste eine Kerze. Der älteste Sohn begann, den Raum mit dem Heu zu erfüllen. Aber immer war freier Platz. Immer war es möglich , das Heu ins Zimmer zu geben. Der zweite Sohn begann, das Zimmer mit Federn zu bedecken. Aber Federn flogen von einer Ecke des Zimmers zur anderen. Der jüngste Sohn zündete eine Kerze an, und ihr Licht erfüllte den Raum. Und der Vater hat den Besitz dem jüngsten Sohn anvertraut. Wir alle haben das Zimmer unseres Lebens. Wir sollen es während unseres Lebens mit etwas erfüllen. Viele sagen. Kein Problem. Ich kaufe Möbel und einen schönen Teppich, schöne Sachen. So denken materiell gesinnte Leute. Der gläubige Mensch weiß, dass er das Zimmer seines Lebens am schönsten mit dem Licht der Liebe erfüllt. Am vollkommensten erfüllte Jesus das Zimmer seines Lebens. Nur er konnte das von sich sagen. Ich bin das Licht der Welt. Und es ist notwendig, dass sein Licht uns erleuchtet, damit uns seine Liebe inspiriert und auch aus uns das Licht der Liebe ausstrahlt.
Weil der Samstag /Festtag/ sich nähert. könnten die Körper der Gekreuzigter am Kreuz nicht bleiben. Bis zum Aufgang des ersten Sternes, müssten die Körper begraben werden. Darum verlangten die Juden von Pilatus, dass den Gekreuzigten die Füße gebrochen werden und sie vom Kreuz abgenommen werden müssen. Pilatus sandte Soldaten, um die Verurteilten die Füße zu brechen, damit sie so schnell wie möglich sterben. Jesus war schon tot, aber einer der Soldaten durchbohrte seine Seite mit der Lanze und sofort kam von seiner Seite Blut und Wasser heraus. Dieses historische Ereignis bei dem Johannes sein Jünger anwesend war, hat eine tiefe Bedeutung. Der heilige Augustinus und die Tradition behaupten, dass von der offenen Seite Christi, sowohl die Sakramente als auch die Kirche wie eine Quelle heraussprudeln. Hier blieb das Tor des Lebens durch das die Sakramente fließen offen, ohne sie kann man nicht eingehen ins wirkliche Leben. Der Tod Christi bedeutet für uns ,ein übernatürliches Leben, dass wir durch die Kirche empfangen. Ein Stoß mit der Lanze ins Herz, Jesus spürte nichts mehr. Er war schon tot. Aber Maria spürte den Stoß mit der Lanze. Als ob sie von einer Lanze getroffen wurde. So wird Simeons Prophezeiung erfüllt : und das Schwert durchdringt deine eigene Seele. Vorsichtig und mit Ehrfurcht holten sie den Körper Jesu vom Kreuz herunter. Obwohl Jesus Körper schwer verwundet war, ist sein Äußeres ruhig und majestätisch. Wir schauen gottesfürchtig und aufmerksam auf Jesus und lernen von ihm. Er hat uns nicht nur von der Sünde und vom Tod erlöst, sondern auch gelehrt so zu leben, damit wir den Willen Gottes vor unseren persönlichen Plänen bevorzugen. Dass wir auch dann vergeben können, wenn aus der Seite des Schuldigen die Reue nicht sehen ist. Dann wir bis zum Moment des Todes ein Apostel sein können. Leise leiden, ohne zu sich zu beklagen. Unsere Nächsten lieben, obwohl sie uns Schmerzen verursachen. Wir müssen das Leben und den Tod Christi zu unserem Leben machen. Der Sünde zu sterben, damit Christus in uns leben kann. So folgen wir seinen Spuren. Das Leben für andere zu geben, nur so werden wir das Leben Christi leben können. Wir wissen nicht , wo sich die Apostel verborgen hielten, als der Körper Jesu begraben wurde. Sicher wanderten sie desorientiert und verwirrt ohne Ziel und mit Trübsal erfüllt umher. Wenn wir sie am Sonntag zusammen sehen, es ist darum, dass sie sich an Maria gewandt haben. Maria unterstützte sie mit ihrem Glauben Hoffnung und Liebe. Von Anfang an war Maria die Trösterin der Betrübten. Samstag war kein trauriger Tag für Maria. Ihr Sohn hörte auf zu leiden. Sie erwartete Jesu Auferstehung. Daher begleitete sie die frommen Frauen nicht , die den Leichnam Jesus einbalsamieren wollten. Jedes Mal. wenn wir Christus verlassen und uns verloren fühlen, dann verlassen wir das Kreuz und Opfer wie die Apostel. Wir müssen zu den immer leuchtenden Licht wie Maria Zuflucht nehmen. Sie gibt uns die Hoffnung zurück. Sie ist eine Zuflucht für diejenigen, die sie anflehen.
Jesus, erschöpft von großer Anstrengung, schleppte sich schwerlich auf einen kleinen Hügel, völkisch genannt „Schädel“. Jesus legen sie auf den Boden und nageln ihn am Kreuz. Dann heben sie das Kreuz vom Boden ab. Jesus hängt am Kreuz genagelt. An diesem Tag sollte seine große Sehnsucht erfüllt werden, die Menschheit zu erlösen. Was bisher ein Werkzeug der Schande und der Schmach war, hat sich zu einem Holz des Lebens und zu einer Leiter der Herrlichkeit geändert. Als er seine Arme am Kreuz ausbreitete , erfüllte ihn eine große Freude. Er wollte, dass alle begreifen, dass seine Arme immer offen die Sünder willkommen heißen werden, die sich zu ihm nähern. Er sah, und es erfüllt ihn mit Freude, wie die Menschen das Kreuz lieben werden, es anzubeten, weil er am Kreuz sterben wird. Er sah die Märtyrer, die aus der Liebe zu ihm ein ähnliches Schicksal erleben werden. Er sah die Liebe seiner Freunde und ihre Tränen am Fuße des Kreuzes. Er sah die Triumphe und die Sieger, die Christen als leidenschaftliche Anhänger des Kreuzes erreichen werden. Er sah die Menschenmenge, die am Kreuz sterben würde. Aber er sah auch uns , wie wir küssen und das Kreuz ehren, bei vielen Gelegenheiten. Der Blick unter dem Kreuz ist entmutigend. Einige kommen, um sich über ihn zu machen und ihn zu lästern. Die Hohepriester verspotten ihn ironisch. Andere schauen nur unpersönlich. In Jesu Augen sehen wir keinen Vorwurf. Es kann dort nur Bedauern und Mitgefühl lesen. Sie gaben im mit Myrrhe vermischten Wein. Dieses Getränk verursachte die Taubheit und damit ein leicht erträgliches Leiden. Jesus kostete ihm das gereichte Getränk als Zeichen der Dankbarkeit, doch er trank es nicht. Er wollte bei vollem Bewusstsein leiden. Warum so viel Leid? fragt der heilige Augustinus. Und er antwortet. Alles, was Jesus erlitt, war der Preis unserer Erlösung. Er begnügte sich nicht mit kleinem Leiden; er sehnte sich danach , den Kelch des Leidens bis zum Boden zu trinken, damit wir die Größe seiner Liebe und die Bosheit der Sünde kennen. Er wollte, dass wir in Selbstschenkung und im Dienst der Nächsten großzügig sind, wie er großzügig war.
Gründonnerstag erinnert uns an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Aposteln. Wie in den vergangenen Jahren feiert Jesus mit seinen Nächsten das Osterfest – das Pascha-Fest.Aber diesmal wird es einen außerordentlichen Charakter haben, denn es ist das letzte Fest, das Jesus vor seiner Abreise zum Vater feierte. Alle Momente des letzten Abendmahls zeigen die Majestät Jesu, der weiß, dass er am nächsten Tag sterben wird, aber auch seine große Liebe zu den Menschen.
Predigt Pascha war ein großes jüdischen Fest und er wurde gegründet zum Andenken der Befreiung jüdischen Volkes aus ägyptischen Sklaverei. Jeder Jude war verpflichtet, dieses Fest zu feiern. Jesus bat seine beiden Apostel , Petrus und Johannes, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Sie machten das sehr sorgfältig. Sie nahmen das Lamm in den Tempel, um es dort zu opfern. Dann kehrten sie in den Saal zurück, wo das Fest gefeiert werden sollte, und dort bereitete das Lamm. Sie bereiteten auch Wasser für die feierliche Reinigung vor. und bittere Kräuter symbolisieren die Bitterkeit der Sklaverei und ungesäuertes Brot zum Andenken an ihre Vorfahren, die aufgrund einer plötzlichen Abfahrt aus Ägypten nicht warten konnten , bis der Teig gärt, und Wein. Diese Vorbereitungen erinnern uns daran, dass wir uns auf jede heilige Messe vorbereiten müssen. Das letzte Mahl bei Sonnenuntergang. Jesus singt die Psalmen laut. Die Evangelisten notierten, dass Jesus seinen Aposteln die Füße wusch. Das war ein erstaunliches Beispiel für Demut und Dienst. Jesus wendet sich liebevoll an seine Apostel und nennt sie „meine Kinder“. Christus wollte dieser „Begegnung“/„Fest“ die Bedeutungsfülle verleihen. Hinterlassen uns ein Bild solcher Wörter, Gefühle und Taten, dass wir immer über etwas meditieren sollen. Kann man sagen, dass es von Jesu Seite um ein Testament geht? Was Jesus für seine Apostel tat, können wir in den passenden Worten des Apostels Johannes zusammenfassen. Er liebt bis zur Äußersten. Der heutige Tag ist geeignet, damit wir über diese Liebe nachdenken und auch darüber, wie wir diese Liebe wiederlieben. Bei Letzten Mahl setzte Jesus die Eucharistie ein. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird…. Mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird. Christus macht sein Opfer, das er am nächsten Tag definitiv auf der Kalvarien beendet. Bis dahin drückte das Osterlamm symbolisch den Bund zwischen Gott und seinem Volk aus. Jede Familie opferte ihn auf dem Altar , und das Lamm war ein traditionelles Ostermahl für die ganze Familie. Jetzt ist selbst Christus geopfert Lamm. Christus ’ Körper ist ein neues Mahl, zu dem sich die ganze Familie versammelt. Nehmt, esst… Trinkt alle daraus Mt 26,26. Es ist sehr geeignet, dass Christus in seiner Kirche auf so einzigartige Weise bleibt. Weil er bald seine verlassen sollte, wollte er uns seine sakramentale Präsenz schenken. Weil er für unser Heil am Kreuz ging, wollte er, dass wir das Andenken seiner Liebe haben, mit der er uns bis ans Ende liebte (Joh 13,1). Und wirklich bleibt Jesus in der Eucharistie geheimnisvoll anwesend. Christus schenkt uns sich in der Eucharistie , um uns in unserer Schwachheit zu stärken und in unserer Einsamkeit zu begleiten. An der Schwelle seiner Folter und seines Todes sorgte Jesus dafür, dass uns dieses Brot nie fehlt. Denn an diesem denkwürdigen Abend übergab Jesus den Aposteln und ihren Nachfolgern die Macht, dieses Wunder bis zum Ende der Welt wiederherzustellen/wiederholen/. Zusammen mit der Eucharistie setzte er auch das Sakrament des Priestertums ein. Beim letzten Mahl und in der Eucharistie ist derselbe Jesus anwesend. Mit Jesus, der in der Eucharistie zugegen ist, können wir mit ihm reden, ihm erzählen, worüber wir uns freuen oder was uns quält, und bei ihm danken, dass er mit uns ist. Jesus wartet immer auf uns im Tabernakel. Gott sei Dank.
Jesus, der von seinem Apostel verraten wurde, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium ist wieder die Rede von Judas. Obwohl Judas wusste, dass Jesus von seiner Absicht weist, und warnte Judas, vor dieser Tat, Judas schreckte das von seiner Ansicht nicht ab. Heute werden wir hören, wie er zu den Hohen Priester geht und sich mit ihnen vereinbart, was/wie viel/ er für seinen Verrat bekommen wird.
Jesus, du hast Judas vor seinen Verrat warnte. Herr, erbarme dich unser.
Dir tut, der Verrat weh. Christus, erbarme dich unser.
Du wolltest alles erfüllen, was steht über Dich in der Heiligen Schrift. Judas spürte seine große Chance, die Gelegenheit seine Absichten zu verwirklichen. Er bot den Hohepriester an, Jesus zu verraten und so das Geld zu gewinnen. Es ist möglich, dass Judas an nichts anderes als an seinen persönlichen Gewinn dachte. Was Judas dachte über Jesu Vorhersagen von sein Leiden und seinen Tod, wissen wir nicht, wie er es verstanden hat, wissen wir nicht. Aber in heutigem Evangelium ist die Rede auch von Jesus. Jesus weißt, dass seine Zeit kürzer wird. Er organisiert das letzte Abendmahl. So wie Judas, lies sich von seiner Absicht nicht abbringen, auch Jesus ließ sich von seiner Absicht / die Menschheit zu erlösen/ nicht abraten. Vielleicht denken wir, dass wir nichts gemeinsam mit Judas haben. Aber das ist nicht die wahr. Jedes Mal, wenn wir Sünde begehe, besonders wenn wir bewusst und freiwillig auf den Glauben verzichten, um materielle Vorteile zu erlangen verraten wir Jesus. Und die Warnung die Jesus zu Judas sagte, gilt auch für uns. Unsere Aufgabe ist Jesus zu folgen. So zu leben wie er. In Übereinstimmung mit Gottes Willen. Gott, wir dürfen dich Vater nennen, eil du uns liebst. Mit den Worten deines Sohnes bitten wir dich und sprechen in der Gemeinschaft der ganzen Kirche. Herr Jesus,du hast uns vorgelebt, wie Frieden werden kann und der Weg des Liebe zu gehen ist. Deshalb bitten wir dich. Mein Vater, wenn dieser Kelch an mir nicht vorübergehen kann und ich ihn trinken muss, so geschehe dein Wille.
Jesus, der im Geist erschüttert wurde, sei mit euch.
Jesus saß bei Tisch und sagte:Ich sage euch, einer von euch wird mich verraten. Die Apostel sahen sich verlegen an. Johannes fragte Jesus, Herr, wer ist es? Und Jesus antwortete. Der ist es, dem ich den Bissen, wenn ich ihn eingetaucht habe, geben werde. Mit einem Wort wusste Jesus genau, wer wird ihn verraten. Und auch Judas wusste, dass Jesus das weißt.
Jesus, du schaust in das Innere eines jeden Menschen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Verrat und seinen Tod vorausgesagt. Christus erbarme dich unser.
Du hast den Tod die Verherrlichung genannt. Herr, erbarme dich unser. Es ist Karwoche. Gott neigte sich zu uns Menschen. Warum? Weil, er uns liebt. Judas bewältigte seine Sehnsucht nach Geld nicht. Er verriet Jesus. Gott kann uns ohne uns nicht erlösen. Judas unter dem Druck der Gewissenbisse handelt unvernünftig. Er verübt den Selbstmord. Er beging den Verrat an sich selbst. Er gab sich sein Leben nicht, und hatte kein Recht, es zu nehmen. Wir können darüber nachdenken, war die Ursache, dass Judas Jesus verriet nur die Frage des Geldes? Aus den Evangelien wissen wir, dass Judas sich über die gemeinsame Büchse sorgte und nahm von dort geheim das Geld. Erwartete Judas, wenn er bei Jesus bleibt, bekommt er viel Geld, oder wird er eine wichtige Position gewinnen. Jesus aber das den Apostel nie versprach. Im Gegenteil sagte Jesus, Selig die arm sind, die verfolgt sind. Und bei einer anderen Gelegenheit sagte Jesus, der mich folgen will, verleugne sich selbst nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Judas musste diese Rede von Jesus hören. Und wenn sie seinen Vorstellungen nicht entsprach, warum hat er Jesus nicht verlassen? Oder dachte er das später wird er von Jesus viel Geld bekommen? Das bleibt ein Geheimnis.
Jesus Christus hat uns das Auge geöffnet, damit wir Gott erkennen sollen. Deshalb sollen wir zum Vater beten.
Damit wir sehend werden und den erkennen, der im Gericht kommen wird, bitten wir um seinen Frieden.
Selig, die berufen sind und Gott schauen dürfen in seiner Herrlichkeit.
Es war ungefähr dreiviertel auf zwölf Uhr mittags, als Jesus mit dem schweren Kreuz am Kalvarienberg ankam, unter der Last des Kreuzes nochmal zu Boden stürzte, und Simon von Cyrene, der dem Herrn das Kreuz tragen half, fortgetrieben wurde, weil man seiner Hilfe nicht mehr bedurfte. Die heiligen Evangelisten sagen ganz kurz, ohne in die näheren Umstände einzugehen: „Und sie kreuzigten Jesus, Allein wir wollen die Kreuzigung des Herrn in ihren Umständen näher erwägen,wie sie frommen Personen, besonders der gottseligen Maria von Agreda und der Katharina Emmerich, geoffenbart wurden. Am Orte der Kreuzigung angelangt, rissen die Henkersknechte unter Hohngelächter Jesus auf das Kreuz nieder, das am Boden lag, aber er legte sich selbst willig auf dasselbe, und hätte er es vor Elend und Entkräftung eher vermocht, sie hätten ihn nicht niederzureißen gebraucht. Dann strecken sie ihn auf dem Kreuze aus, und machten sich die Zeichen seiner Länge an den Händen und Füßen und die Pharisäer umher, die als Zeugen und schadenfrohe Zuschauer zugegen waren. Alle, die bei der Kreuzigung beschäftigt waren, beeilten sich mit ihren Arbeiten. Die einen bohrten in das Kreuz die Löcher an den Stellen, an welchen Hände und Füße des Sohnes angenagelt werden sollten. Andere meißelten Vertiefungen, in den Felshügel, um die Kreuze der beiden Schächer darin aufzustellen konnten. Als dies geschehen war, riss man dem Jesus die Kleider vom Leibe, so dass er in ganzer, furchtbarer Blöße dastand. Jesus reichten ein Gefäß mit Galle und Essig zum Trinken dar, welches Getränk etwas betäuben sollte. Allein Jesus wendete schweigend das Haupt ab, er nahm nichts von diesem Getränk, denn er wollte mit vollem Bewusstsein die namenlosen Schmerzen leiden und sterben. Und nun begann die letzte, aber auch schrecklichste Marter ,welche alle bisherigen weit übertraf, nämlich die Annagelung ans Kreuz. Jesus wurde von den Peinigern auf den Rücken nieder und rissen seinen rechten Arm auf das Nagelloch des rechten Kreuzarmes und schnürten den Arm fest. Einer der Kreuziger kniete auf seiner heiligen Brust, ein anderer hielt die sich schließende Hand auf , und ein Dritter setzte den langen, dicken Nagel, der spitzig zugefeilt war, in das dicke teil seiner segnenden Rechten, und trieb mit heftigen Hammerschlägen den Nagel durch die Hand in das Kreuz. Ein helles, gebrochenes Wehgeschrei tönte aus dem Munde , die Bänder der Hand wurden zerrissen und mit dem dreischneidigen Nagel in die enge Öffnung des Kreuzes hineingetrieben. Nach der Annagelung der rechten Hand des Herrn fanden die Kreuziger, dass seine linke Hand nicht bis zur Stelle des bezeichneten Nagelloches reichte, sie banden deshalb Stricke an seinen linken Arm und zogen, sich mit den Füßen gegen das Kreuz stemmend so heftig an diesem Arm, dass die Hand die Nagellochstelle erreichte. Jesus klagte ganz rührend, die Arme wurden ihm aus den Gelenken gerissen und der zweite grausame Nagel wurde durch die linke Hand des Herrn getrieben. Das Blut spritzte neuerdings empor, und helles Wehklagen Jesu tönte durch die Schläge des schweren Hammers. Endlich folgte die Annagelung der Füße, die ebenfalls zuvor grausam an Strickniederzügen niedergezogen worden waren, bis sie die angebohrte Nagelsstelle erreichten, und diese Annagelung war noch viel schmerzlicher, da der Nagel, welcher durch die beiden Füße getrieben wurde weit größer war, als die übrigen,also auch die Hammerschläge stärker sein mussten die Schläge größer und die Schmerzen empfindlicher waren. O was muss es Schreckliches und Schmerzliches gewesen sein, um diese Annagelung ans Kreuz. Jesus litt nicht als Gott, sondern als wahrer Mensch. Jesus litt nicht für eigene Vergehen,sondern für die Verbrechen der verderben Menschheit. O was muss doch unsere Seele wert sein, da ein Gott für sie leidet. Und der Mensch kann diese kostbare Seele, für die ein Gottmensch sein Blut hingegeben hat , um ein augenblickliches Vergnügen hingeben? Als die Annagelung Jesus unter namenlosen Schmerzen vollendet war, wurde das Kreuz mit dem Jesus an Stricken vom Boden in die Höhe gehoben und in die Vertiefung, welche in den Felsen eingemeißelt war, niedergesenkt. Als das Kreuz in die Grube niederführ, erzitterte es von dem heftigen Stoße, die ausgespannte Last des heiligen Leibes Jesu zog nieder, die Wunden erweiterten sich, das Blut rann reichlich herab und tränkte ringsum die Erde. Es war ein erschreckender und zugleich und zugleich rührender Eindruck, als unter Hohngeschrei der Kreuziger und der Pharisäer und vieles Volkes, aber auch fromme und wehklagende Stimmen erhoben sich zu ihm erhoben. Die jammernde Stimme seiner heiligen Mutter, seiner Freunde. Selbst die Hölle fühlte den Stoß des sinkenden Kreuzes mit Schrecken und bäumte sich nochmals in ihren Werkzeugen mit Hohn und Fluch gegen dasselbe, bei den armen Seelen aber in der Vorhölle war eine ängstliche harrende Freude. Sie horchten auf diesen Kreuzesstoß mit sehnsüchtiger Hoffnung und er könnte ihnen wie das Pochen des nahenden Siegers an den To ren der Erlösung sein Das heilige Kreuz stand zum ersten Mal in der Mitte der Erde aufgerichtet wie ein anderer Baum des Lebens im Paradies und aus den Wunden Jesu träufelte das Blut Christi, um die Sünden der Welt hinwegzunehmen. Ó rührender und erstaunenswerter Anblick. O anbetungswürdiges Geheimnis. Jesus hängt am Kreuze zwischen Himmel und Erde um beide miteinander zu versöhnen. So hat es Gottes Gerechtigkeit beschlossen. Bald ist es vollbracht das große Werk der Erlösung. Der Mensch bisher ein Sklave der Hölle darf wieder zum Himmel aufblicken und Gott wieder seinen Vater nennen. Jesus ist am Kreuz erhöht und da will er alles an sich ziehen, wie er selbst gesagt hat. O vergessen wir nicht, unter welchen Schmerzen Jesus am Kreuz gelitten hat. Er hat die Absicht, uns an sich zu ziehen. Aber wir müssen auch alle bösen Begierden ans Kreuz schlagen und den Wert seines Heiligen uns aneignen durch würdigen Empfang der heiligen Sakramente.
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