Archiv für den Monat: April 2016
5. Osterwoche-Samstag, Joh. 15,18-21.
Jesus Christus, der euch aus der Welt auserwählt hat, sei mit euch.
Jesus macht seine Jünger darauf aufmerksam, dass die Welt sie verfolgen und hassen wird. Und er sagt ihnen auch, warum das so ist. Weil sie nicht von dieser Welt sind und weil die Welt Jesus nicht kennt.
Jesus, du hast den Hass und die Verfolgung der Welt ertragen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns aus der Welt für dein Reich erwählt. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns auf den Weg des Kreuzes gerufen.Herr,erbarme dich unser
Wer sich entscheidet, Jesus nachzufolgen, erlebt, dass Liebe mit Hass verfolgt wird. Das ist die traurige Folge der Erbsünde. Menschen, die Gott hassen, hassen auch Menschen, die Gott lieben. Jesus macht seine Apostel auf diese Wirklichkeit aufmerksam, aber er will sie auch trösten und aufmuntern. Bei diesen Worten begriffen die Apostel, dass sie mit Christus leiden müssen, erkannten aber auch die Freude, denn viele Menschen würden den Glauben annehmen und so würde sich die Zahl der Christen vergrößern. Ähnlich müssen auch wir mit Hass und Anfeindungen der Welt rechnen. Das ist die Steuer, die ein Christ für seine Treue zu Christus zahlen muss. Damit muss er sich abfinden und darf nicht die Flucht ergreifen.
Da wir durch Jesus Christus den Vater kennen, dürfen wir als seine Kinder zu ihm beten.
In der Welt, in der wir leben, herrscht viel Unfrieden. Frieden finden wir nur bei dem, der uns erwählt hat. Ihn bitten wir.
Selig sind die, die am Wort des Herrn festhalten und zu dem gelangen, der ihn gesandt hat.
5. Osterwoche, Freitag, Mt 5,23-24
Jesus Christus, der uns nicht Knechte, sondern Freunde genannt hat, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium lesen wir: „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen, geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder. Anders gesagt. Es ist leichter, vorzügliche Kontakte mit Gott zu haben, als mit den Menschen.
Jesus, du hast uns dein Leben dahingegeben. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns erwählt, damit unser Leben fruchtbar wird. Christus, erbarme dich unser.
Du bist in deiner Herrlichkeit unser Mittler beim Vater. Herr, erbarme dich unser.
Die Eintrittskarte zum Altar ist nicht die Gabe, die wir in der Hand haben. Christus verlangt die verzeihende Liebe. Darum sollen wir nicht vor dem Altar suchen, solange wir nicht in Harmonie mit unseren Nächsten leben. Wenn Jesus zu uns sagt, dass wir uns zuerst mit unseren Brüdern versöhnen sollen, dann ist Christus nicht der Störer des Kultes, sondern sein Zurechtmacher. Er ist kein Opfergabefeind, er will uns nur sagen, dass sie sinnlos sind, wenn wir nicht fähig sind, uns mit unseren Brüdern zu versöhnen. Die Einheit mit den Menschen ist die Voraussetzung für die Einheit mit Gott. Wirklich zu Gott können wir nicht kommen, wenn wir nur mit einem Menschen in Feindschaft leben.
Da wir erwählt sind durch Jesus Christus, dürfen wir voll Vertrauen zum Vater beten.
Sind wir Christi Freunde, so schenkt er uns seinen Frieden , um den wir ihn bitten,
Selig, die einander lieben und Frucht bringen, die bleibt für das ewige Leben.
5. Osterwoche-Donnerstag, Joh 15,9–11.
Jesus Christus, der uns so sehr liebt, wie der Vater ihn geliebt hat, sei mit euch.
Jesus sagte: „Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch. Bleibt in meiner Liebe. Es tut gut zu wissen, dass Jesus uns liebt. Wenn Jesus uns liebt, dann bedeutet das, dass er sich um uns sorgt und unser Glück will. Bemühen wir uns, auf diese Liebe zu antworten.
Jesus, du kamst mit der Liebe des Vaters zu uns. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns das Gebot, deiner Liebe aufgetragen. Christus, erbarme dich unser.
Du willst unsere Freude vollkommen machen. Herr, erbarme dich unser.
Die Worte Jesu aus dem heutigen Evangelium klingen wie ein Testament. Er weiß, dass seine Sendung hier auf der Erde endet. Menschen werden ihn nicht mehr sehen, bis er wiederkommt und als Richter der Lebenden und Toten erscheint. Er will aber mit jedem von uns durch die Liebe verbunden sein. Er weist auf die Bedingungen hin, die wir erfüllen müssen: „Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe.“ (Joh 15, 10 Wenn wir Jesus wirkliche Freunde sein wollen, dann nur, wenn wir seine Gebote einhalten. Dann wird seine Liebe in uns vollkommen. Ist das die Liebe, wenn ein Sänger von der Liebe singt, aber Gottes Gebote übertritt? Ist das die Liebe, wenn wir beten und dabei Widerstand gegenüber einigen Personen spüren? Das Problem ist, dass unsere Liebe labil ist. Caritas oblige – Liebe verpflichtet. Wer in der Liebe lebt, weiß, dass er oft der Wahrheit den Vorzug vor den Emotionen geben muss.
Damit wir in der Liebe Jesu Christi bleiben, wagen wir, in seinem Namen zum Vater zu beten.
Wer in der Liebe Christi bleibt, bleibt in seinem Frieden. Deshalb bitten wir.
Selig sind die, die Gottes Gebote halten, denn sie werden zur vollkommenen Freude eingehen.
6. Sonntag der Osterzeit C Joh 14, 23-29
Einführung
Einige Lebensfragen sind zeitlos, weil sie immer aktuell bleiben. Es ist vernünftig, über sie zu sprechen. Zu diesen Fragen gehört auch das Thema „Frieden“. Wir wünschen anderen Menschen Frieden, wollen aber auch selbst in Frieden leben. Nur wenn wir in Frieden leben, können wir schöpferisch und gestalterisch arbeiten. Dieser Friede ist für unseren Verstand begreiflich. Jesus spricht im heutigen Evangelium jedoch von einem anderen Frieden. Was ist der Unterschied zwischen dem Frieden der Welt und dem Frieden Christi?
Predigt
Der heilige Philipp Neri sprach einmal einen seiner Schüler an. „Weißt du schon, welchen Beruf du einmal ausüben willst?” „Ich werde Advokat“, war seine Antwort. Philipp Neri fragte weiter: „Und dann?” „Ich werde eine Kanzlei errichten.” Und dann? Dann werde ich heiraten, ein bedeutender und berühmter Advokat werden und auch so einiges an Reichtum anhäufen. Und dann? Dann werde ich das Leben in vollen Zügen genießen. Und dann? Auf diese Frage wusste er keine Antwort mehr.
Man kann also sagen: Der Friede der Welt reicht nur bis zum Tod. Wir jagen dem Geld nach, bringen es zur Bank und legen es gut an. Wir denken, dass wir zufrieden sein werden, wenn wir genug haben. Wir suchen verschiedene Genüsse und Lustbarkeiten und denken, je mehr wir haben, desto zufriedener werden wir sein. Doch das ist ein Irrtum. Wer Geld hat, wird es nie genug haben und immer mehr wollen. Was die Genüsse betrifft, so befriedigen sie zwar die Sinne, aber nur für kurze Zeit. Der Mensch sehnt sich immer mehr. .
In der Heiligen Schrift steht, dass Sünder keinen Frieden haben werden und ihr Weg schlecht enden wird. Bedenken Sie das. Wie kann man ruhig schlafen, wenn man durch ein böses Leben sozusagen die Hand gegen Gott ausstreckt? Solche Menschen sind oft ängstlich und betrübt, und zwar deshalb, weil sie zur Befriedigung nur die Möglichkeiten annehmen, die die Welt ihnen bietet. Aber das ist ein Friede nur unter Anführungszeichen..
Gott erschuf die Welt geordnet und harmonisch. Den Menschen erschuf er als gutes, glückliches und ausgeglichenes Geschöpf. Wie ist es dann möglich, dass der Mensch Zorn, Unruhe und Widerspruch in sich spürt? Das liegt daran, dass der Mensch den Plan Gottes ablehnt. Die Sünde stört und verletzt die Harmonie. Die Sünde beraubt den Menschen des Friedens Christi.
Wie ist der Friede, den Christus uns anbietet? Es ist die Ruhe des reinen Gewissens. Es ist die Ruhe der Kinder Gottes, die nicht über ihre Kräfte hinausgehen. Zugleich werden sie aufgefordert, Friedenstifter zu sein.
Was bedeutet das? Man soll Jesu Liebe, Wahrheit, Barmherzigkeit vertiefen. Man soll gegen die Sünden in sich, gegen die Ungerechtigkeit und gegen das Unrecht kämpfen. Papst Johannes XXII, nannte man den Papst des Friedens. Was sagte er über den Frieden? Wir leben in der Gemeinschaft der Menschen mit verschiedenen, gegensätzlichen Meinungen. Darum ist Frieden zwischen den Menschen notwendig. Den Frieden zwischen den Menschen hineintragen bedeutet, das Feuer des Streites zu löschen, Spannungen zu vermindern, Eingriffe der Menschen in die Natur einzudämmen, Situationen nicht zu dramatisieren. Wir sollen zum Frieden in der Welt beitragen, indem wir keine Zwistigkeiten hervorrufen.
Die Mutteroberin in einem Kloster belehrte eine Kandidatin: „Bald wirst du sehen, dass es schwierig ist, die Liebe zwischen Menschen zu bringen. Du bist Dienerin der Liebe. Du sollst immer lächeln und gut gelaunt sein. Die Menschen werden aber immense Ansprüche an dich stellen, grob oder derb zu dir sein und manchmal auch frech. Aber je ekelhafter und frecher sie werden, desto mehr Liebe musst du ihnen schenken. Du darfst dich nicht zum Zorn hinreißen lassen. Wenn du dich ruhig verhältst, bist du unbesiegbar.
So sollen auch wir sein. Meiden wir die Sünde! Seien wir Friedenstifter in unserer Umgebung! Und was erhalten wir als Belohnung dafür? Die Antwort finden wir in der Bergpredigt des Matthäus: „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.”
5. Osterwoche, Mittwoch Joh 15,1-8
Jesus Christus, mit dem wir verbunden sind wie die Rebe mit dem Weinstock, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium sagt Jesus, dass wir keine Frucht bringen können, wenn wir nicht mit ihm verbunden sind. Wann sind wir mit Jesus verbunden? Dann, wenn wir an ihn glauben und uns bemühen, seine Lehre in unserem Leben zu verwirklichen.
Jesus, du bist der Weinstock, von dem wir das Leben empfangen. Herr, erbarme dich unser.
Du machst unser Leben fruchtbar für die Ernte des Lebens. Christus, erbarme dich unser.
Du gibst uns, was uns zum ewigen Heil hilft. Herr, erbarme dich unser.
Das Gleichnis vom Weinstock war für die Hörer Jesu verständlich, aber auch für uns. Jeder weiß, dass ein abgerissener Zweig keine Knospen entwickeln und vertrocknen wird. Durch Jesus erhalten wir seine Gaben und das Leben. Durch die Taufe wurden wir in Christus eingegliedert. Gott sorgt für uns und beschützt uns, aber er erwartet von uns, dass wir die Ernte einbringen. Damit wir diese Ernte einbringen können, sind unsere Zusammenarbeit und Bemühungen notwendig. Der heilige Apostel Paulus sagte: „Alles vermag ich in dem, der mich verstärkt.“
Da wir durch Christi Wort schon rein sind, wagen wir, zum Vater zu beten.
Wer mit Christus verbunden ist, bringt reiche Frucht, und seine Frucht ist der Friede, um den wir ihn bitten.
Selig, wer in Christus bleibt und Frucht für das ewige Leben bringt.
5. Osterwoche-Dienstag, Joh 14,27–31.
Der Friede Christi, den die Welt nicht geben kann, sei mit euch.
In seiner Abschiedsrede kündigte Jesus an, seinen Jüngern den Heiligen Geist zu senden. Die Frage ist, ob die Apostel wussten, wer der Heilige Geist ist. Dann sagte er zu ihnen: „Frieden hinterlasse ich euch.“ Vielleicht verstanden sie das auch nicht. Später erlebten sie es jedoch: den Frieden, die Wirkung des Heiligen Geistes.
Jesus, du hast der Kirche deinen Frieden hinterlassen. Herr, erbarme dich unser.
Du bist uns zum Vater vorausgegangen. Christus, erbarme dich unser.
Du stehst uns bei gegen die Macht des Bösen. Herr, erbarme dich unser.
Der Heilige Geist ist der Hauptzeuge von Jesu Auferstehung. Er wird den Aposteln alles lehren, was Jesus ihnen gesagt hat. Jesus geht zum Vater, aber er lässt die Apostel nicht ohne Hilfe. Der Heilige Geist wirkte nicht nur im Leben der Apostel, sondern will auch in unserem Leben wirken. Wir müssen dem Heiligen Geist die Tür zu unseren Herzen öffnen. Wir werden uns dessen bewusst, welche Bedeutung der Heilige Geist im Leben der Kirche hat. Er kann unsere Herzen umgestalten. Mit seiner Hilfe können wir die Lehre Jesu Christi verinnerlichen. Dazu ist es notwendig, den Heiligen Geist in unserem Leben wirken zu lassen. Er wirkte im Leben vieler Menschen, aber entscheidend ist, dass er auch in unserem Leben wirkt.
Jesus Christus hat uns den Frieden gebracht. In seinem Namen beten wir zum Vater.
Wir beten zu Jesus Christus, der uns seinen Frieden hinterlassen hat.
Selig sind die, die im Frieden Christi leben und ihm in die Herrlichkeit des Vaters folgen.
5. Osterwoche – Montag – Evangelist Markus Mk 16, 15–20
Jesus Christus, der seinen Aposteln Macht gegen alle Bosheit gab, sei mit euch.
Jesus sagte zu seinen Aposteln: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Das Evangelium können wir sowohl mündlich als auch schriftlich verkünden. Der Evangelist Markus verkündete das Evangelium auf beide Arten. Auch wir haben die Pflicht, das Evangelium zu verkünden.
Jesus, du hast deine Apostel ausgesandt. Herr, erbarme dich unser.
Du lebst weiter in deinem Wort, Christus, erbarme dich unser.
Du rettest die, die an dich glauben. Herr, erbarme dich unser.
Der heilige Markus ist der Autor des zweiten Evangeliums. Obwohl er den lateinischen Namen Markus trug, war er Jude. Er war der Neffe des Apostels Petrus. Er war nicht einer der Jünger Jesu, sondern ein stiller Beobachter in dieser bewegten Zeit. Zu dieser Zeit war er noch ein Jüngling. In seinem Evangelium beschreibt er die Gefangennahme Jesu. Als sie Jesus festnehmen wollten, folgte ihnen ein junger Mann, der nur mit einem Tuch bedeckt war. Da packten sie ihn. Er ließ das Tuch fallen und lief davon. Viele behaupten, dieser junge Mann sei der heilige Markus gewesen. Das Haus seiner Mutter diente Jesus und seinen Aposteln als Treffpunkt. In der Apostelgeschichte wird die Befreiung des heiligen Petrus aus dem Gefängnis beschrieben. Petrus lief zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes, genannt Markus.
Da wir durch Jesus Christus die Botschaft des Heils empfangen haben, wagen wir, zum Vater zu beten.
Das Evangelium soll in die ganze Welt getragen werden, damit Friede allüberall herrscht. Dazu bitten wir den Herrn.
Selig sind, die Jesus Christus nachfolgen, denn sie werden zu seiner Rechten stehen.
Warum wir die Zeit gewissenhaft benützen sollen?
Warum sollen wir die Zeit gewissenhaft nutzen?
Ja, wir haben genügend Gründe, unsere Lebenstage gewissenhaft zu nutzen. Dazu fordern uns das Wesen und der Wert der Zeit auf. Das Zifferblatt der Turmuhr eines Dorfes in Frankreich trägt die merkwürdige Inschrift: „Omnes fidae, nulla certa”, was so viel bedeutet wie: „Alle sind uns treu, keine aber ist uns gewiss.” Alle Stunden, die das Zifferblatt der Turmuhr enthält, alle Stunden des Tages, sind uns treu und unser Eigentum, wenn wir sie benutzen wollen. Aber keine ist uns sicher; wir dürfen mit keiner Bestimmtheit rechnen. Mit diesen wenigen Worten ist das Wesen der Zeit auf einfache und klare Weise dargestellt: Die Zeit ist unser und doch unsicher, verlässlich und nicht verlässlich, getreu und untreu. Gerade diese eigentümliche Beschaffenheit der Zeit muss uns zu ihrer treuen Benutzung anspornen. Wir müssen die Zeit also gewissenhaft nutzen.
1. Weil sie treu ist. Gott hat uns die Zeit für die Ewigkeit gegeben. Wir müssen in der Zeit die Ewigkeit finden und durch das Zeitliche zum Ewigen sowie durch das Irdische zum Himmlischen gelangen. Daher ist uns die Zeit überall nahe. Sie umgibt uns wie der treueste Freund bei Tag und Nacht. Sie gibt uns allen Raum und gegenwärtig Gelegenheit, die Aussaat für die Ewigkeit zu bewirken. Sie ist uns von der Wiege bis zum Grab treu. Tage und Jahre kommen und gehen, die Kräfte wachsen und nehmen ab, Menschen lieben uns heute und hassen uns morgen, doch die Zeit ist uns treu, solange wir leben. Wer kann sagen: „Ich hatte keine Zeit, gottgefällig zu leben, Christus zu finden und ihm ähnlich zu werden.“ Das kann keiner von uns sagen, denn die Zeit ist uns treu. Darum wehe uns, wenn wir sie nicht nutzen. Am Tage des Jüngsten Gerichts werden wir keine Entschuldigung haben. Wir werden dem allwissenden Richter nicht sagen können: „Herr, wir haben keine Zeit, um dich in der Kirche zu besuchen, die heiligen Sakramente zu empfangen, unser Heil zu wirken und den Himmel zu verdienen.” Nein, der ewige Richter wird uns treulich zur Seite stehen, wenn wir sie nur hätten benutzen wollen. Ja, die Zeit ist treu. Nicht nur, weil sie uns stets und überall zur Verfügung steht, sondern auch und ganz besonders, weil sie alles treulich aufbewahrt, was wir ihr anvertrauen – Gutes wie Böses. Nichts, was in der Zeit geschieht, geht verloren: keine Tat, kein Gedanke, keine Absicht, kein Wunsch, kein Seufzer, keine Klage. Alles gräbt sich unauslöschlich in die Tafeln und Bücher der Zeit ein. Kein Acker bewahrt so treu den Samen, kein treuer Freund bewahrt so getreu die Geheimnisse des Freundes wie die Zeit all unser Tun und Lassen. Alles ist im Buch der Zeit eingeschrieben. Das ist eine tröstliche Wahrheit für die Frommen, die bisher viel Gutes getan haben. Aber dies ist auch eine schreckliche Wahrheit für die Gottlosen. All ihre bösen Gedanken, Pläne und Handlungen sind in das Buch der Zeit eingeschrieben. Keine ihrer bösen Taten geht verloren, und wenn der Böse auch das Gewicht seiner Sünden vergisst, vergisst die Zeit ihrer nicht. Dies ist zugleich eine mächtige Aufforderung an uns alle, die Zeit treu zu nutzen. Aber bei aller Treue bleibt die Zeit dennoch höchst unsicher. Niemandem weniger trauen als der Zeit, denn sie ist höchst ungewiss. Wer weiß, wie lange wir noch leben werden? Wir können auf kein Jahr, auf keinen Tag, ja auf keine Stunde mit Sicherheit rechnen. Nichts ist ungewisser als die Zeit. Nehmen wir uns ein warnendes Beispiel an dem reichen Mann im Evangelium, der seine Scheunen erweiterte, um die Menge der Feldfrüchte, die ihm gewachsen waren, unterzubringen, und der sich für eine lange Zukunft ein unbändiges und üppiges Leben versprach. Und siehe da, das Wort des Herrn erging an ihn: „Du Tor! Noch diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Was wird dann aus all dem sein, das du bereitet hast? Lk 16,20
Wie oft wurden wir nicht erschüttert, wenn wir lebensfrohe junge Menschen plötzlich und gewaltsam vom Tod dahingerafft sahen. Und wir wollten uns auf die ungewisse Zukunft verlassen. Die Zeit ist ungewiss, aber auch kurz und flüchtig. Die einzelnen Augenblicke unseres Lebens sind wie Blitze, und wenn wir sagen: „Dieser Augenblick gehört uns“, ist er schon wieder verschwunden und zur Vergangenheit geworden. So wollen wir die Zeit also nutzen. Dazu fordert uns ihre Beschaffenheit schon auf, da sie so treu und dennoch so unzuverlässig ist. Noch mächtiger aber müssen wir uns dazu aufgemuntert und ermahnt fühlen, wenn wir den hohen, ja den unschätzbaren Wert der Zeit betrachten.
4. Osterwoche, Samstag Joh 14,7-14
Jesus Christus, der eins ist mit dem Vater und dessen Werke tut, sei mit euch.
Jesus sagt auch heute zu uns. Wer Jesus kennt, kennt auch den Vater. In diesen Worten geht es nicht um irgendeine sinnliche Erkenntnis. Wir alle wissen, dass Gott ein reiner Geist ist. Hier geht es um die Erkenntnis des Glaubens. Durch den Glauben erkennen wir Gott besser als durch unsere Augen.
Jesus, du bist im Vater und der Vater ist in dir. Herr, erbarme dich unser.
Wer dich sieht, sieht zugleich den Vater. Christus, erbarme dich unser.
Du bist unser Herr und unser Mittler beim Vater. Herr, erbarme dich unser.
Wenn Jesus nicht die Gestalt des Menschen angenommen hätte, wüssten wir nichts von der wunderbaren Beziehung zwischen Vater und Sohn. Jesus wies in allem, was er tat, auf den Vater hin. Er bildet mit ihm eine Einheit. Diese Einheit wurde auch durch die 33 Jahre, in denen Jesus die Gestalt des Menschen hatte, nicht zerstört. Auch während seines irdischen Lebens war Jesus mit seinem Vater verbunden. Jesus lehrt uns, dass Gott auch unser Vater ist. Diese Erkenntnis sollte uns bereichern und uns mit Freude erfüllen. Der Mensch ist das Werk göttlicher Liebe. Dieses Werk entwerten wir jedoch oft. Wodurch? Durch die Sünde. Nur durch die Liebe können wir Gott folgen. Nur dann können wir in Einheit mit dem Vater leben. Jesus zeigte uns durch sein Leben, wie wir in dieser Einheit sein sollen.
Im Namen Jesu Christi, der zum Vater gegangen ist, wagen wir, voller Vertrauen zu beten.
Wer an Christus glaubt, findet in ihm den Frieden des Vaters. Um diesen Frieden bitten wir.
Selig sind die, die an Christus glauben und mit ihm in das Reich des Vaters eingehen.
4.Osterwoche-Freitag Joh 14,1-6
Jesus Christus, der hingegangen ist, um uns einen Platz zu bereiten, sei mit euch.
Das heutige Evangelium wird oft bei den Begräbnissen gelesen. Jesus sagt zu uns: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten. Das ist eine sehr tröstende Nachricht für uns. Nach dem Tod werden wir dort, wo Jesus ist. Er will, damit wir dort sind, wo er ist. Fragen wir uns selbst, ob wir uns Jesus nachfolgen bemühen?
Glaube ist der ständige Kampf zwischen dem Bösen und Gutem. Wir aber sind in diesem Kampf nicht nur auf unsere, eigene Kräfte angewiesen. Jesus hat uns seine Hilfe, seinen Heiligen Geist versprochen. Niemand kommt zu Vater, wer Christus überfahren will. Jesus sagte von sich. Ich bin der Weg. Der Weg bedeutet die Orientation, führ uns zum Ziel, gibt uns die Sicherheit. Das alles gibt uns Jesus. Jesus sagt weiter: Ich bin das Leben. Von Gott haben wir das materielle und geistliche Leben. Jesus kam, damit er uns geistliches Leben schenkt. Dieses geistliche Leben, der besitzt, wer an Jesus Christus glaubt. Dieses Leben kann auch der Tod nicht vernichtet. Michael Quist in seinem Buch schreibt. Gibt es die Toten? Nein, gibt es keinen Toten. Nein gibt es nur ,,Lebendige“ Gibt es der Moment der Verwandlung. Unser Leben nur dann den Sinn hat, wenn wir uns auf Jesus verlassen.
Jesus, du bist hingegangen, uns einen Platz beim Vater zu bereiten. Herr, erbarme dich unser.
Du wirst uns heimholen in die himmlischen Wohnungen. Christus, erbarme dich unser.
Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Herr, erbarme dich unser.
Im Namen Jesu Christi, der uns den Weg zum Vater gelehrt hat, wagen wir zu beten.
In der Welt ist Verwirrung und Sünde. Christus ist unser Friede. Ihn bitten wir.
Selig, die an Jesus Christus glauben und dort sein werden ,wo er ist.
5.Sonntag der Osterzeit C Joh 13, 31-35
5.Ostersonntag 2016 – Das neue Gebot der Liebe.
Einführung.
Jesu Lehre von der Liebe war ganz neu, sicher auch für die Apostel. Diese Lehre von der Liebe finden wir in keiner anderen Religionen. Diese Lehre von Jesus Christus ist sehr schön, aber die Frage die sich uns stellt, wollen wir diese Lehre annehmen und nach ihr leben, oder nicht?
Jesus sagte zu seinen Aposteln: Ein neues Gebot gebe ich euch. Liebt einander. Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Sicher wissen Sie was das Wort Utopie bedeutet. Es ist eine fantastische, erträumte, unrealistische Vorstellung. Von den Menschen, die utopistische Vorstellungen haben, sagen wir, dass sie vom Leben abgeschnitten sind. So ein Gefühl können wir haben, wenn wir von Jesu Gebot der Liebe gehört haben. Es wäre schön,wenn alle Menschen sich einander lieben, aber das ist eine Utopie. Das, was Jesus drei Jahre lang lehrte, hat er beim letzten Mahl zusammengefasst. Jesus sagte: Das neue Gebot gebe ich euch. Jesus bezeichnete dieses Gebot wegen sein Radikalität und Notwendigkeit als neu. Dieses Gebot bezieht sich hauptsächlich auf Jesu Liebe durch sein Leiden am Kreuz und durch seine Auferstehung. Der Mensch hält es nicht lange aus, nur aus eigenen Kräften zu lieben, aber er wird lieben können, wenn er mit Christus verbunden ist. Christus muss seine Stärkung und sein Vorbild sein. Jesus bezeichnete das Gebot der Liebe als das wichtigste Gebot. Die Liebe kann man durch nichts ersetzen. Hier ist es gut, sich an den Heiligen Paulus zu erinnern und an das, was er in seinem Brief an die Korinther schreibt: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Weiters schreibt er in diesem Brief: Wenn mein Glaube so stark wäre, dass ich damit Berge versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts; und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergebe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe entscheidet über den Sinn des Lebens und der Zugehörigkeit zu Jesus und zu seiner Kirche.
Ist das alles nicht nur Utopie? Sind das nicht nur schöne Worte? Auch nach 2000 Jahren ist in der Welt so viel Böse, dass wir das Gefühl haben, als ob das Evangelium in der Welt keine Wirkung hätte. Und doch es ist keine Utopie. Es waren eben die Christen, die in der Geschichte der Kirche und der Welt mit Liebe und Opferwilligkeit erfüllt waren und Jesu Werte in der Welt verkündeten. Die Geschichte der Kirche ist nicht nur eine Geschichte der Sünde, sondern vor allem eine Geschichte der Liebe. Diese Menschen zeigen uns, das die Liebe, die Jesus uns gelehrt hat, viel schaffen kann. Die wichtigste Frage ist, ob wir von Jesus lernen wollen, wie man liebt. Wenn, wir sagen, dass es in der heutigen Zeit unmöglich ist, zu lieben, dann halten wir Jesus Projekt der Liebe für Utopie und das nur darum, weil wir in der Liebe nicht leben wollen.
Ein portugiesischer Seifenerzeuger sagte zu einem Priester: „Das Christentum hat während zweitausend Jahren nichts erreichte, denn in der Welt ist so viel Böses.“ Da bemerkte der Priester ein Kind, das sehr schmutzig war. Er antwortete dem Unternehmer: „Auch die Seife erreichte nichts, denn in der Welt sind so viele schmutzige Menschen.“ Da erwiderte der Unternehmer: „Eine Seife erreicht nichts,wenn sie nicht benutzt wird.“ Und der Priester sagte daraufhin: „Auch Christentum erreicht nichts, wenn es nicht gelebt wird.“
Jeder Mensch ist unser Bruder. Aber mancher Bruder weiß davon nichts. Wir müssen es ihm sagen. Unsere konkreten Taten müssen die Liebe bezeugen. Die Liebe ist das Kennzeichen jedes Christen. Jesus war kein Utopist, sondern ein Realist. Er bot uns das Gebot der Liebe an, aber nicht deshalb, damit wir es nicht erfüllen können, sondern im Gegenteil, damit wir den Mut haben, dieses Gebot anzunehmen.Wenn wir dieses Gebot annehmen, erleben wir, dass Unmögliches möglich wird. Ein Christ ist nicht nur der, der in die Kirche geht, der Almosen gibt, der den Glauben bekennt. Ein Christ ist vor allem der, der liebt. Wenn er liebt, dann haben auch alle seine anderen religiösen Handlungen seine Bedeutung und sie werden Teil der Äußerung seiner Liebe.
4.Osterwoche-Donnerstag Joh 13,16-29
Jesus Christus, der alles wusste, was geschehen sollte, sei mit euch.
Jesus hat den Apostel die Füße gewaschen, nachdem sagte er. Ich weiß wohl welche ich erwählt habe. aber das Schriftwort muss sich erfüllen. Einer der mein Brot aß, hat mich hintergangen. Jesus sagte Einer, aber er wusste genau, dass es um Judas handelt. Mehrere Menschen fragen; Wenn Jesus wusste, dass Judas ihn verraten wird, warum Jesus ihm daran nicht verhindern? Darum, weil Gott dem Menschen freien Willen gab. Wenn Gott ständig dem Menschen das Böse zu tun verhindert würde, der Mensch keinen freien Willen hätte.
Jesus, du kamst, um der Knecht aller zu werden. Herr, erbarme dich unser.
Du bist gesandt als der Bote des ewigen Vaters. Christus, erbarme dich unser.
Du bist der vom Vater eingesetzte König des Neuen Bundes. Herr, erbarme dich unser.
Jesus wusch die Füße, auch dem Petrus, der ihn verleugnete, auch dem Judas, der ihn verriet. Wir sind alle für die zukünftige Berufungen verantwortlich. Wir bitten den Herrn, damit er viele Menschen in den geistlichen Stand (Priester u. Ordensleute). Wir sind uns dessen bewusst, dass wir mit verschränkten Armen warten. Aber damit bewegen wir nichts. Gott braucht unsere Bereitschaft zum Dienen. Die Konsumgesellschaft verführt die Menschen, an sich selber zu glauben und an die Welt, und nicht mehr an Gott. Gott der Herr muss immer an erster Stelle stehen. Damit er alle Gnaden , die er uns verheißen hat, auch uns schenken kann. Es ist richtig, dass wir für die neue Berufungen beten. Muntern wir die jungen Menschen auf, die Berufung, die von Gott kommt, anzunehmen. Herr, erhöre unsere Bitte, segne uns mit neuen Berufungen.
Zum Vater, der den Sohn zu uns gesandt hat, wagen wir voll Vertrauen beten.
Da wir Christus annehmen wollen im Sakrament, kommt er zu uns mit seinem Frieden. So bitten wir ihn.
Selig, die Gottes Größe erkennen und aufgenommen werden in sein Reich.
4.Osterwoche-Mitwoch Joh 12, 44-50
Jesus Christus, der kam, um die Welt aus der Finsternis in das Licht zu führen, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium hören die Worte von Jesus:.. Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den der mich gesandt hat. Ich bin nicht gekommen um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten. Nach diesen Worten Jesu, ist jeder Mensch, der von Jesus das Heil empfing, weder zu richten, noch zu verurteilen. Die Frage besteht. Ob wir das Angebot von Jesus, sein Leben, seine Lehre empfangen wollen?
Jesus, du bist als das Licht in diese Welt gekommen. Herr, erbarme dich unser.
Du willst alle retten, die dein Wort annehmen. Christus, erbarme dich unser.
Wer dein Wort annimmt, bleibt nicht in der Finsternis. Herr, erbarme dich unser.
Jesus ist gekommen, die Menschen zu retten. Er bietet uns das Heil an. Wir aber wissen dass nicht jeder Mensch sein Angebot annimmt. Aus diesem Grund verurteilt sich der Mensch selbst. Jesus als der Richter, bestätigt nur diese Selbstverurteilung. Im Buch der Offenbarung lesen wir. ,, Und Bücher wurden aufgeschlagen, auch das Buch des Lebens wurde aufgeschlagen. Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet, nach dem was in den Büchern aufgeschrieben war“ Offen 20,12.
Für sein Schicksal ist jeder Mensch selbst verantwortlich. Jesus brachte uns das Heil. Von uns hängt ab, ob wir dieses Heil annehmen. Im Buch Deuteronomium steht.,, Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tot lege ich dir vor. Segen und Fluch. Wähle also Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme und halte dich an ihm Fest, denn er ist dein Leben“ Deut 30,19. Der heilige Apostel Paulus muntern uns auf: ,, Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist. Zum Schluss möchte ich sagen. Es gibt viele verschiedene Ursachen, warum der Mensch das Angebot Jesus , der das Heil ist ablehnt. Es kann die Faulheit sein, die unrichtigen Vorstellungen, verschiedene Vorurteile usw. Aber das Ergebnis wird das Gleiche sein. Ich werde nicht gerettet werden, wenn ich mich nicht durch Jesus Christus retten lasse. Ich bleibe ohne Heil. Dazu ein Beispiel. Wir wissen alle, wie wichtig heute die englische Sprache ist. Wie viele Vorteile es hat, wenn der Mensch die englische Sprache beherrscht. Eine Schule gibt mir das Angebot englisch zu lernen. Ich kann diese Schule besuchen, und dort richtig englisch zu lernen. Aber ich bin faul, ich sage Nein, ich habe keine Zeit, oder ich sage, ich habe gehört, dass diese Schule nicht gut ist. Zum Schluss ich besuche diese Schule nicht. Ergebnis. Ich werde englisch nicht können. Mit dem Heil ist das ähnlich. Gott wünscht unsere Zusammenarbeit. Gott kann uns, ohne uns nicht erlösen.
Durch Jesus Christus hat der Vater zu uns gesprochen. In seinem Namen wagen wir zum Vater zu beten.
Wenn wir auf Christus hören, werden wir nicht gerichtet, sondern finden in ihm den Frieden. Daher beten wir.
Selig, die an Jesus Christus glauben und zum Licht der Herrlichkeit gelangen.
4.Osterwoche-Dienstag Joh 10,22-30
Jesus Christus, der uns ewiges Leben gibt, damit wir niemals verlorengehen, sei mit euch.
Die Juden sagten zu Jesus: Wenn du Messias bist, sagt es uns offen. Jesus antwortete ihnen. Die Werke die ich im Namen meines Vaters vollbringt legen Zeugnis für mich. Die Frage ist. Warum also die Juden, die Wunder von Jesus sahen, glaubten nicht, dass Jesus Messias ist. Darum, weil sie nicht glauben wollten. Sie waren gegen Jesus voreingenommen.
Jesus, du bist der Messias, den der Vater gesandt hat. Herr, erbarme dich unser.
Du kennst alle, die dir durch die Taufe angehören. Christus, erbarme dich unser.
Du führst alle zum Vater, die bereit sind, dir zu folgen. Herr, erbarme dich unser.
Jesus sagte; Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie uns sie folgen mir Joh 10,27. Das Bild, dass Jesus verwendet, war den Hörer gut bekannt. Die Schafe kennen die Stimme ihres Hirten. Sie wissen , dass hinter dieser Stimme ,,verbirgt sich“ Schütz, Hilfe, Sicherheit, Fürsorge. Schon im Alten Testament, die Propheten sprechen auf dieses Thema. Der Hirte ist als der erwartete Messias begreifen. Ezechiel schreibt, dass Messias der Nachkomme Davids soll sein. Ez 34, 23-26. Jesus ist der verheißene Messias. Er spricht, davon dass er das ewige Leben seinen Nachfolger geben wird. Das ist viel mehr, als der irdische Reichtum und Ruhm, die die Juden erwarteten. Was wir erwarten von Jesus?
Zum Vater, aus dessen Hand uns niemand entreißen kann, wagen wir voll Vertrauen beten.
Wer auf Jesus Christus hört, wird nicht zugrunde gehen. Um seinen Frieden bitten wir.
Selig, die Christi Stimme hören und ihm folgen in sein ewiges Reich.
4.Osterwoche-Montag Joh 10,1-10
Jesus Christus, der kam, damit wir das Leben in Fülle haben sei mit euch.
Jesus sagt im heutigen Evangelium: Ich bin die Tür, wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben. Jesus will damit sagen, dass er unser Retter und Erlöser ist. Entscheiden aber ist, ob wir zu Jesus kommen oder nicht.
Jesus, du bist gekommen, uns in dein Reich zu laden. Herr erbarme dich unser.
Du sammelst, die zum Reich des Vaters berufen sind. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns das Leben in Fülle gebracht. Herr, erbarme dich unser.
Im Altertum wurden die Könige und Führer des Volkes Hirten genannt. Aber nicht jeder König war ein guter Hirt. Bildlich gesagt, es gaben die Könige die ,,Schafen“ zur eigenen Bereicherung nützten aus. Jesus ist nicht der Hirte, dem auf die Macht und Obermacht über die anderen liegt. Er braucht keine Verehrung, die den irdischen Herrscher angehört. Er ist über alles. Er ist bereit für seine Schafe alles opfern, sogar das eigene Leben. Glücklich sind die Menschen, die erkannten, dass die Fülle des Lebens nur Christus geben kann und darum Christus folgen. Glücklich sind die Menschen, die von falschen Hirten nicht belügen ließen.
Da uns die Fülle des Lebens geschenkt ist, wagen wir zum Vater zu beten.
Der gute Hirt schützt und behütet uns. Er ist unser Friede. Zu ihm beten wir.
Selig, die der Stimme des Guten Hirten folgen und zur Fülle des Lebens gelangen
3.Osterwoche-Samstag Joh 6,60-69
Jesus Christus, der Heilige Gottes, der Worte des ewigen Lebens hat , sei mit euch.
Als Jesus sah dass viele von seinen Jünger sagten:Was er sagt ist unerträglich und verließen ihn, wandte sich Jesus an seine Apostel mit der Frage; Daran nehmt ihr Anstoß? Wollt auch ihr weggehen. Wie reagieren wir, wenn wir etwas im Lehre der Kirche nicht verstehen, oder etwas uns nicht gefällt?
Jesus du gibst uns deinen Leib zur Speise ewigen Lebens. Herr erbarme dich unser.
Mit deinem Wort schenkst du ewiges Leben. Christus,erbarme dich unser.
Du,der Heilige Gottes,bringst uns das Heil. Herr, erbarme dich unser.
Jesus stellt den Aposteln die Frage; Auch ihr wollt weggehen? Er ließ alles an die freie Entscheidung der Apostel. Petrus im Namen aller Apostel antwortete. Herr zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glaube gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Stellen wir uns eine Frage; was wären die Apostel ohne Christus? Wer hätte die Sehnsuchten ihres Herzens erfüllt? Das Leben ohne Christus sowohl wie damals,,auch heute keinen Sinn hat. Unsere Freiheit soll uns nicht nur dazu dienen,damit wir nicht ziellos umherirren. Sie dient uns, damit wir auf konkretes Ziel richten auch Christus. Nur die Freiheit genügt nicht. Wir brauchen den Begleiter. Unser verlässlicher Begleiter ist Jesus Christus.
Jesu Christi Wort ist Geist und Leben. In seinem Namen dürfen wir zum Vater beten.
Christi Wort sind Geist und Leben. Sie schenken uns seinen Frieden wenn wir bitten.
Selig, die an Jesus Christus Glauben und Worte des ewigen Lebens empfangen haben.
3. Osterwoche-Freitag Joh 6,52-59
Jesus Christus, dessen Fleisch wahre Speise und dessen Blut wahrer Trank ist, sei mit euch.
Jesus sagte den Juden erneut, dass nur der leben wird, der an ihn glaubt und seinen Leib isst und sein Blut trinkt. Jesus übertreibt nicht. Er ist die Quelle des Lebens. Viele Juden verstanden diese Worte nicht und glaubten Jesus deshalb nicht. Verhalten wir uns nicht ähnlich?
Jesus, du gibst uns deinen Leib zur Speise des ewigen Lebens. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst für die Menschen aller Rassen und Nationen. Christus, erbarme dich unser..
Du hast deine Botschaft bis an die Grenzen der Erde verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Die Kirche hat ein Tabernakel. Dort wohnt Jesus im Allerheiligsten Sakrament des Altares. Aber es gibt noch ein Tabernakel, und das ist unser Herz. Rufen wir uns die Worte Jesu in Erinnerung: „Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.” Jesus spricht vom Geheimnis, von dem wir nichts wüssten, wenn er es uns nicht gesagt hätte. Jesus bleibt in den Gestalten von Brot und Wein unter uns bis zum Ende der Welt. Nach dem Evangelium gingen viele Leute von Jesu Weg, als sie seine Rede über die Eucharistie hörten. Es fehlte ihnen der Glaube und das Vertrauen in die Macht Jesu. Sie zählten mehr auf ihre Logik als auf Jesus. Darum gingen sie enttäuscht weg. Glauben wir fest daran, dass Jesus wirklich im Allerheiligsten Sakrament des Altares gegenwärtig ist? Viele Christen wissen das und vernachlässigen dennoch die heilige Kommunion. Vergessen wir nicht: Ohne die Heilige Kommunion werden wir kein Leben haben.
Wir wagen es, zum Vater zu beten, der seinen Sohn, Jesus Christus, gesandt hat, um der Welt das Leben zu schenken.
Im Brot des Lebens schenkt uns Christus sich selbst. Um diesen Frieden bitten wir.
Selig sind die, die das Fleisch Christi essen und am letzten Tag auferweckt werden.
3.Osterwoche Donnerstag Joh 6, 44-51
Jesus Christus, der den gesehen hat und von ihm hergekommen ist, sei mit euch
Im heutigen Evangelium sagte Jesus. Ich bin das lebenndige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt ,wird in Ewigkeit leben. Jesus will damit sagen, dass er das Leben gibt, oder anders gesagt. Er ist das Leben selbst.
jesus, du bist der Weg, der uns zum Vater führt. Herr, erbarme dich unser.
Du wirst alle auferwecken, die dir angehören. Christus, erbarme dich unser.
Du erfüllst mit Freude, die sich deiner Gnade öffnen. Herr, erbarme dich unser.
Spricht man, dass die Liebe die gleichen Menschen entweder finden wird, oder macht. Gott die Liebe fand die Gleichheit nicht. Damit er die Gleichheit zwischen ihm und uns ausbildet, erniedrigte sich. Er wurde uns in allem ähnlich geworden. Aber er wollte uns nicht nur in unseren Elenden ähnlich zu sein, sondern er wollte uns zu sich ähnlich machen.Er woll nicht nur selbst erniedrigen, sondern auch uns auf sein Niveau erheben. Uns sein glückliches Leben geben. Und stellen wir uns vor, was Er deswegen ausgedacht hat. Sein Leib zum Brot verwandelte und sagte er was wir eben gehört haben. Ich bin das lebenndige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Brüder und Schwester stehen wir auf dieses Gericht, das unser irdisches Leben ersetzen wird. Es scheint,dass nicht alle.
Jesus du bist der Weg, der uns zum Vater führt. Herr erbarme dich unser.
Du wirst alle auferwecken, die dir angehören. Christus ,erbarme dich dich unser.
Du erfüllst mit Freude, die sich deiner Gnade öffen. Herr erbarme dich unser.
4.Sonntag der Osterzeit C Joh 10.27-30
4.Sonntag der Osterzeit 2016 – Weltgebetstag für geistliche Berufe
Einführung
Heute beten wir um die Gabe oder das Geschenk geistlicher Berufe. Am vorigen Sonntag haben wir erfahren, wie Jesus seine Apostel auf diese Aufgabe vorbereitet hat. Besonders haben wir über die Berufung des Heiligen Petrus gehört und auch die Antwort des Petrus auf die Frage Jesu. Jede Berufung ist verbunden mit einer Sendung. Petrus und die anderen Apostel haben diese Sendung erfüllt.
Predigt
Jesus fragte Petrus bestimmt nicht zufälligerweise dreimal: Petrus, liebst du mich? Und Petrus antwortete ihm darauf ganz bescheiden: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe! Die Liebe ist ein Zeichen des guten Hirten. Egal, ob es sich um einen Priester oder Ordensmann handelt, ist eine große Liebe zu Gott unbedingt notwendig. Gott sichtbar machen kann man nur durch die Liebe. Ob ein Priester ein guter Hirte ist, das entscheidet nicht sein Charakter oder seine Laune, die er hat, sondern ob er Christus wirklich liebt. Von der Beziehung zu Christus hängt jede andere Beziehung ab.
Eine zweite Eigenschaft des Hirten ist die Demut. Auch Petrus wurde sich seiner Fehler und seines Versagens bewusst. Es wurde ihm bewusst, wie elend und armselig er war. Das was Petrus erlebte, sollte jeder Priester erleben.
Ein Beispiel dafür ist auch der Heilige Paulus, der Apostel der Heiden, der mehrmals in seinen Briefen sagte: Ich verfolgte die Kirche Jesu Christi, aber Gott hat mich trotzdem erwählt. Er machte mich zum Apostel der Heiden, zum großen Völkerapostel. Paulus erkannte seine Vergangenheit und seine Sünde.
Auch Don Bosco pflegte zu sagen: Wenn die Leute wüssten, wen sie da vor sich haben, ich bin nur ein ganz einfacher Priester. Er war sich also seiner Begrenztheit bewusst. Am Ende seines Lebens sagte er: Wenn Gott einen armseligeren Menschen gefunden hätte als mich, hätte er durch ihn noch mehr vollzogen.
Noch ein weiteres Beispiel: Der Heilige Johannes Maria Vianney, der nur unter größten Schwierigkeiten Priester wurde, wusste genau, dass es nur die Gnade Gottes war, überhaupt zum Priestertum zu gelangen. Und wenn ihn einige Leute und manche Priester auch verachteten, so freute er sich darüber, weil er davon überzeugt war, dass seine Berufung wirklich unverdient war. Aber diese Demut und Beschränktheit oder Bedürftigkeit, die er in seinem Herzen spürte, brachten ihn weitere Gnaden. Er wurde zu einem gefragten und unermüdlichen Beichtpriester und begeisterte Tausende von Menschen für Christus. So wurde er für sie zum guten Hirten.
Brüder und Schwestern! Liebe und Demut sind zwei Eigenschaften, die nicht fehlen dürfen, wenn man sich zu einem geistlichen Leben berufen fühlt. Wenn wir für geistliche Berufungen beten, sollten wir auch nicht vergessen, diese beiden Eigenschaften in unser Gebet einzuschließen, damit alle Berufenen ihre geistlichen Dienste auch so durchführen, wie es Gott gefällt. Wir sollten auch für die Heiligkeit der Priester und Ordensleute und aller Gott geweihten Personen beten. Ein Priester, der sich um seine Heiligkeit bemüht, kann nicht zwei Herzen in seiner Brust haben, sondern nur eines, das sich mit Jesus Christus vereinigt. Es gibt so viele negative Einflüsse im Leben, die das Herz eines Hirten von Jesus entfernen können. Jeder Priester sollte wissen, woran sein Herz hängen soll. Sicherlich gibt es auch andere Interessen, denen sich der Priester gerne widmen möchte, aber es wird nicht immer möglich sein – und er muss immer wissen, was das Wesentliche seiner Berufung ist.
Ein Priester hat viele Aufgaben, die sein Priestersein ausmachen und oftmals muss er überlegen, was ist gerade jetzt das Wichtigste. Da erinnere ich mich an folgende Erzählung: Ein Priester war gerade dabei, seine Predigt vorzubereiten. Da läutete das Telefon. Eine Frau bat ihn, er sollte ins Krankenhaus zu ihrer Mutter fahren, die schwer krank sei. Die Predigt war allerdings noch nicht fertig und so wollte er das zuerst erledigen. Aber dann fragte er sich: Was ist jetzt wichtiger? Er erkannte, dass der Besuch im Krankenhaus wichtiger war und fuhr dorthin. Als er dort ankam, war nicht nur diese eine kranke Frau, sondern noch drei andere, die alle in großer Unruhe waren. Er spendete die Krankensalbung und sah, dass diese Menschen sichtbar erleichtert waren, in ihre Gesichter war Ruhe eingekehrt. In diesem Moment hatte er das Gefühl, dass Jesus zu ihm sagte: Es ist gut, dass du da bist, es ist deine Sendung, Menschenseelen zu retten!
Ja, das ist eine wichtige Sendung des geistlichen Hirten. Und es gibt noch viele wichtige Sendungen, nicht nur, was den Tod betrifft. Die Aufgabe eines Priesters ist es vor allem auch, die Menschen zu Kindern Gottes zu machen und sie für das Reich Gottes vorzubereiten, für ihr Ziel – das ewige Leben. Der Priester soll der menschlichen Seele jene Werte „eingießen“, die die Welt nicht geben kann.
Geistliche Berufungen entstehen nicht aus menschlichen Bemühen oder sind Frucht irgendeiner Ideologie. Wenn man mit einem Priester spricht und ihn fragt, warum er Priester geworden ist, wird er spontan antworten, dass diese Berufung von Gott in seinem Herzen erweckt wurde. Wir sollen dankbar sein für geistliche Berufungen und wir sollten auch beten für alle, die diese Berufung schon erhalten haben, dass sie diese Berufung niemals verlieren. Wenn wir um geistliche Berufungen beten, so soll das ein Zeichen sein, dass uns geistliche Werte wichtig sind. Das ist gut und richtig.