Archiv für den Monat: Oktober 2014

Allerseelen – 31. Sonntag A, Joh 14, 1–6

Einleitung

Bei einem Begräbnis wird ein Mensch gelobt, mit Blumengrüßen überhäuft und Träger tragen den Sarg. Es sollte uns aber nicht nur das Äußerliche interessieren. Wir sollten uns die Frage stellen: Was wird mit diesem Menschen nach seinem Tode sein? Diese Gedanken sollten uns besonders am heutigen Tag bewegen und zum Überlegen anregen. Jesus sagt im Evangelium: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen! Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: „Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten“? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe, den Weg dorthin kennt ihr.“ Diese Worte sagen uns, dass wir bei unserem Tod mit Gott zusammentreffen. Das bedeutet, wir sollten auf unseren Tod mit großer Hoffnung schauen und darauf vorbereitet sein.

Predigt

Schon die antiken Philosophen lehrten: Wenn ein Mensch nach seinem Tod existieren will, muss er das ewige Leben empfangen. Voraussetzung ist, dass wir Zeit unseres Lebens an ein Leben nach dem Tod, an das ewige Leben glauben. Wenn wir glückliche Tage unseres Lebens wiederholen könnten, würden wir das gerne tun.  Das ewige Leben ist aber keine Kopie unseres glücklichen Lebens. Unsterblichkeit und Ewigkeit bedeutet – in den Händen Gottes zu sein, eine neue Schöpfung zu sein. Das ist ein Leben, dass für uns jetzt noch unvorstellbar ist. Für Menschen, die nicht an Gott glauben, scheint das Problem gelöst zu sein, denn sie glauben ja nicht an das ewige Leben, und doch sehnen sie sich danach.

Lenin hatte einen Kommissar. Er wurde beschuldigt und hingerichtet. Vor seiner Hinrichtung schrie er: „Ich will leben, ich will leben!“ Dieser Wunsch ist nicht außergewöhnlich, denn jeder hat Sehnsucht nach Leben. Sie wurde uns von Gott eingegeben. Wir Christen haben dabei aber eine Hoffnung, nämlich die Hoffnung auf das ewige Leben. Das verdanken wir Jesus, der wegen unserer Erlösung den Kreuzestod auf sich genommen hat.

Heute, am Allerseelentag, lädt uns die Kirche ein, über die wesentlichen Dinge unseres Lebens nachzudenken. Dazu gehört das ewige, unzerstörbare Leben nach dem Tod. Warum aber hat der Mensch Angst vor dem Tod? Es gibt 3 Gründe.

1. Es ist natürlich, dass der Mensch den Tod als Leere empfindet. Es ist schwer anzunehmen, dass all das Gute, das wir im Leben erfahren haben, nun ins Nichts fallen soll.

2. Der Mensch wehrt sich gegen den Tod, weil sich die Liebe nach Ewigkeit sehnt. Nur wer lieben kann und geliebt wird, der lebt wirklich. Man fürchtet, dass mit dem Tod die irdische Liebe verschwindet und das zu ertragen, ist schwierig.

3. Der Mensch fürchtet den Tod und hat Angst vor dem Gericht nach dem Tod. Das ruft eine unangenehme Erinnerung an das eigene Versagen hervor.

Bei Begräbnissen bemühen sich die Menschen, den trauenden Angehörigen zu versichern, dass sie keine Angst um ihre Verstorbenen haben müssen und heben besonders die guten Seiten hervor. Der Mensch aber stirbt mit seinen guten und weniger guten Seiten. Daher sollte man sich in erster Linie bemühen, zu erklären, was das Ziel des irdischen Lebens sein soll und sich damit beschäftigen. Darauf müssen wir nach unserem Tod Antwort geben im Augenblick des Zusammentreffen des irdischen mit dem ewigen Leben. Für diesen Augenblick sollen wir vorbereitet sein.

Eine Geschichte, die erfunden, aber sehr klug ist, möchte ich euch erzählen: Einmal ging der Tod den Weg entlang eines Flusses und sah dort einen armen Hirten, der seine Gänse weidete. Der Tod fragte ihn: „Weißt du, wer ich bin?“ Dieser antwortete: „Ich weiß es, du bist der Tod!“ „Und weißt du auch, dass ich komme, um dich zu holen?“ Der Hirte meinte: „Ich weiß, aber bis dahin ist noch viel Zeit!“ Der Tod aber antwortete: „Vielleicht ist nicht mehr so viel Zeit. Hast du etwas, das du unbedingt mitnehmen willst? „Nein, eigentlich nicht!“ Der Tod  sprach weiter: „Du wartest doch auf etwas, oder nicht?“ „Nein, ich warte auf nichts.“ “ Dann gehe ich weiter und nehme dich am Rückweg mit“, so sagte der Tod und ging weiter. Als der Tod nach längerer Zeit zurückkam, hatte er viele, die er mit sich genommen hatte. Darunter war ein Reicher, der furchtbar jammerte: „Bitte, gib mit fünf Jahre und ich könnte noch fünf Häuser bauen!“ Ein Wettkämpfer meinte: „Ich habe das ganze Leben lang trainiert, um einen großen Preis zu gewinnen. „Zum Sieg wäre nur noch eine Minute notwendig gewesen, und nun holst du mich, Tod!“ Ferner war unter den vielen, die der Tod mitnahm, auch ein junger Mann, der seine Braut so sehr liebte, dass er ohne sie nicht sein konnte. Es waren auch arme Menschen dabei, die sich nach Glück und einem angenehmen Leben sehnten. Schließlich war da auch ein alter Mann, der zwar freiwillig mitging, aber auch nicht zufrieden war, weil er nicht erreicht hatte, was er eigentlich wollte. Sie waren also alle unglücklich, sterben zu müssen. Als nun auch der Tod den Hirten mitnehmen wollte, ging dieser ganz ruhig mit, denn er war vorbereitet und wusste, dass seine Gänse von einem anderen Hirten wieder gut betreut werden.

Was heißt „gut vorbereitet sein“? Das bedeutet, den Willen Gottes zu erfüllen, die Liebe Gottes zu leben und an das ewige Leben zu glauben. Der Tod ist dann nur wie ein Übergang über einen Fluss, von der irdischen zur ewigen Seite. Möge uns immer wieder klar werden, dass der Tod vor allem eine Begegnung mit dem himmlischen Vater bedeutet. Er ist derjenige, der uns liebt, der es uns gönnt, ein Leben in Fülle auf Erden zu haben, und der für uns eine Perspektive für die Ewigkeit hat.

Allerheiligen A Mt 5,1-12

Allerheiligen 2014 – die Qualität des Lebens

Einleitung

Es gibt eine Erzählung von einem Eichhörnchen, das Nüsse fand. Es öffnete eine Nussschale in der Hoffnung auf einen köstlichen Nusskern. In der Schale befand sich jedoch ein Kleid aus Silber. Das Eichhörnchen war traurig darüber und öffnete eine zweite Nuss; darin befand sich ein Kleid aus Gold. Hastig öffnete es nun eine dritte Nuss, und darin fand es eine Kleidung aus Diamanten.  Das Eichhörnchen seufzte und sagte: „Wenn das so weitergeht, werde ich im Winter vor Hunger sterben.“ Hätte zum Beispiel Aschenputtel die Nuss geöffnet und darin diese wunderschönen Kleider gefunden, wäre es für sie eine kostbare Gabe gewesen. Da hätte sie als Prinzessin auftreten können. Warum aber fand gerade das Eichhörnchen diese kostbaren Kleider, wo es doch zum Leben so notwendig die Nusskerne braucht? Aber das ist ja alles nur im Märchen; dort kann man solche Schätze finden.

Im Alltag finden wir niemals solche Schätze. Sie sind auch nicht wichtig! Freude, Glück und Ruhe – das sind Schätze fürs Leben! Aber die findet man nicht so einfach wie im Märchen. Diese Schätze müssen wir uns das ganze Leben lang aneignen. Dazu kann man auch die Heiligkeit rechnen, die wir nicht wie einen Schatz im Märchen finden. Zur Heiligkeit sind wir alle berufen und wir können sie erlangen, wenn wir den Willen Gottes, der die Liebe ist,  erfüllen.

Predigt

Jesus sagt im heutigen Evangelium: „Selig sind die Armen vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich … selig, die usw.“ Wir haben eben die Seligpreisungen aus der Bergpredigt gehört.  Selig sind diejenigen, die trotz ihres Schicksals die Liebe niemals verloren haben. Sie werden die Heiligkeit erlangen. Vielleicht können viele mit dem Wort „HEILIGKEIT“ nicht mehr viel anfangen; es klingt ihnen zu altmodisch. Aber das sollte uns nicht beunruhigen. Wir können dieses Wort in die heutige Zeit übertragen und als LEBENSQUALITÄT bezeichnen. Das kann man durchaus als HEILIG bezeichnen. Wer wünscht sich nicht qualitativ hochwertige Mitarbeiter, einen Ehepartner, auf den man sich verlassen kann? Ich würde als HEILIG alles bezeichnen, was im Leben gelingt und sinnvoll ist. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat oft über die HEILIGKEIT gesprochen. Er meinte: „Wenn ein Mensch vertrauenswürdig ist, so ist er ein heiligmäßiger Mensch.“

Leider haben die Menschen im 20. Jahrhundert zunehmend das Vertrauen in andere verloren, weil sie ungünstige Erfahrungen gemacht haben. Ich denke dabei nur an die Millionen von Menschen, die Stalin oder Hitler vertrauten und dann schwer enttäuscht wurden. Diese Persönlichkeiten wirkten nach außen hin vertrauenswürdig und versprachen vieles, doch in Wirklichkeit waren sie in ihrem Inneren ganz anders. HEILIGKEIT bedeutet, sowohl nach außen hin als auch im Innersten, vertrauenswürdig zu sein. Das ist nicht immer einfach. Ich denke dabei auch an das geweihte Leben. Es sollte nicht jemand Priester werden oder sich nach dem Bischofsamt sehnen, wenn er darin nur Macht und Würde sieht. Sich selbst wichtig zu machen, indem man sich dieses Amtes bedient, ist nicht gut. In diesem Fall wird er meist Kompromisse eingehen müssen, nur um populär zu sein. Das Amt eines Priesters oder Bischofs soll sich im Dienen ausdrücken.

Ähnliches kann man auch von der Politik sagen. Schon der Philosoph Platon, der im 3. Jahrhundert vor Christus lebte, sagte: „Das ist eine Verblendung der Politik, dass die Menschen um die Macht kämpfen und glauben, damit Gutes zu tun.“ Vom heiligen Augustinus wissen wir, dass er nach seiner Priesterweihe weinte. Aber warum? Er wurde sich dessen bewusst, dass er jetzt nicht nur seine eigene Last zu tragen habe, sondern auch die der anderen, und dass er einmal Rechenschaft ablegen müsse, nicht nur über sein eigenes Leben, sondern über das derjenigen, die ihm anvertraut waren. Und dann stellte er sich die Frage: „Kann mir das gelingen? Werde ich fähig sein, so zu dienen, wie ich soll und wie es die anderen verdienen?“ Er hatte Angst vor seiner eigenen Unvollkommenheit. Aber das ist gerade der Weg, der  zur HEILIGKEIT führt. Jeder, der wirklich den Weg der Heiligkeit gehen möchte, wird entdecken, dass er mit seinen menschlichen Möglichkeiten hinter dem, was von ihm erwartet wird, zurückbleibt. Aber er wird das Wort Gottes ernst nehmen.

Das heutige Fest hat die Absicht, uns zu sagen, dass wir vertrauenswürdige Menschen sein sollen. Auch in unserem Jahrhundert gab und gibt es Menschen, die sehr vertrauenswürdig und heiligmäßig gelebt haben oder leben, etwa Mutter Teresa. Sie sagte einmal: „Arbeite für Jesus und Jesus wird mit dir arbeiten. Bete mit Jesus, und Jesus wird mit dir beten.“ Je mehr wir von unserem Selbst zurücktreten, desto mehr wird sich Jesus uns nähern. Wir sollen also so leben, dass Jesus zum Mittelpunkt unseres Lebens wird. Mutter Teresa sagte auch noch Folgendes zu ihren Mitschwestern: „Euer Herz wird durch eure Hände und eure Augen sprechen.“ Es ist offenbar, dass die Anwesenheit Gottes in unserem Leben immer mehr Wirklichkeit wird, wenn wir nicht nur mit Worten handeln, sondern auch mit Augen und Händen. Es ist nicht genug, wenn es nur äußerlich den Anschein erweckt, gut zu sein. Wir müssen auch im Innersten gut sein.

Nun erzähle ich Ihnen noch eine Begebenheit von einer Bekannten von mir, die an ihrem Urlaubsort in Italien einen Herzinfarkt erlitt. Sie wurde ins Krankenhaus in Neapel eingeliefert. Sie konnte kein Wort Italienisch und konnte sich daher auch mit niemandem unterhalten. Aber sie erzählte von einer Frau, die zwar kein Wort Slowakisch sprach, sie aber stets lächelte und ihr mit Kleinigkeiten Freude machte. Nach ihrer Rückkehr meinte meine Bekannte: „Ich habe mich noch nie so geliebt gefühlt wie in jenem Krankenhaus. Die Liebe braucht keine Worte, um sich zu äußern. Die Liebe kann man spüren.“

Der Weg der HEILIGKEIT beginnt also, wenn Gott, der die Liebe ist, spürbar wird. Dann merkt man: Gott ist da und will uns immer ganz nahe sein. Wir müssen ihm das allerdings erlauben.

Diejenigen, die vom Heiligen Geist geführt werden, VIII

Wir haben mehrmals gehört, wie wichtig die Eingebungen des Heiligen Geistes für unser Leben sind, und auch darüber, dass wir sie von unseren eigenen Vorstellungen und Sehnsüchten trennen. Was fehlt uns noch? Das, was der wichtigste ist. Darüber schreibt der Apostel Paulus: „Wenn ich mit den Sprachen der Menschen und der Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte, alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnisse hätte, wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, aber die Liebe nicht hätte, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenke und meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte ich aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Wir kennen diesen Ausspruch des heiligen Paulus gut. Was wollte Paulus uns damit sagen? Stellen wir uns einen Menschen vor, der prophezeit, mit mächtigem Wort die Satane treibt, in Sprachen betet, heilt, seinen ganzen Besitz der Kirche zur Verfügung gibt und zum Schluss den Märtyrertod stirbt. Wir sind überzeugt davon, dass so ein Mensch eine Denktafel verdient, die er zum Heiligen erklären muss. Trotz allem muss das nicht die Wahrheit sein. Weil ihm die Liebe fehlte. Ähnlich schreibt davon auch der Katechismus der katholischen Kirche im Punkt 837: „Nicht gerettet wird jedoch, auch wenn er der Kirche eingegliedert wird, wer in der Kirche nicht verharrt.“ Im Schoße der Kirche verbleibt man zwar „im Leibe“, aber nicht „im Herzen“. Gott interessiert sich nicht so sehr dafür, was wir tun, ob unsere Taten großartig sind, sondern dafür, aus welchen Beweggründen wir das tun. Wenn wir das aus wahrer Liebe tun, erfüllt uns Gott, und wir können nicht das Böse tun. Dann ist der Satz des heiligen Augustinus gültig: „Liebe und mache, was du willst.“

Wir wissen, dass der Beweggrund unserer Taten die Liebe sein muss. Zur Religion können wir niemanden zwingen. Es ist möglich, Christus aus Furcht vor der Hölle oder aus „Berechnungen“ zu folgen, aber das ist nicht richtig. Wir sind keine Gottessklaven oder Gottesdiener. Wir sind Kindergottes. Gott sollen wir ausschließlich aus Liebe folgen. Nur so werden wir wirklich Kindergötter. Für uns ist Jesus das Vorbild der Liebe, etwas zu verweigern. Jesus äußert seine Liebe zum Vater so, dass er mit ihm im Willen vereint ist. Jesus liebt seinen Vater und weigert sich, ihm nichts. Und liebt auch der Vater seinen Sohn? Ohne Zweifel. Nirgendwo wird das unvergleichlicher als in der Agonie in Getsemani. Petrus wollte Jesus mit seinem Schwert wehren. Jesus sagte zu ihm: „Steck dein Schwert in die Scheide!“ Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch es umkommen. Oder glaubst du nicht, mein Vater würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte?“ Mt. 26, 52–53. Haben wir manchmal die Bedeutung dieser Wörter begriffen? Von Ewigkeit her bereitete Gott den Plan des Heils zur Rettung des Menschen vor. Es bleiben nur die letzten Stunden und der Satan wird besiegt. Und in diesem kritischen Augenblick ist es genug, Jesus nur zum Vater zu rufen, um Hilfe zu bitten. Und der Vater wirft alle seine Pläne und Absichten weg und wird die Bitte seines Sohnes erhören. Der Vater kommt seinem Wunsch nach. Aber der Sohn Jesu wünscht sich das nicht. Er möchte das, was der Vater will. Warum? Weil ihn liebt. Jesus erfüllt den Wunsch seines Vaters. Jesus hielt das für die verständlichste Sache auf der Welt.

Jesus sagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ Wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren“ (Joh 14,15.21). Das ist kein Befehl, sondern die Konstatierung. Jesus sagt weiter: „Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch tun, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun.“ Joh 14,13–14. Manchmal kommen uns diese Worte Jesu unglaublich vor. Viele Menschen sagen, wenn sie diese Worte hören: Das ist wunderbar.  Jetzt kann ich gewinnen, was ich will.  Und sie gewinnen nichts.  Warum? Jesus sagt: Bleibt in meiner Liebe. Viele Menschen treiben Jesus nicht, sondern Egoismus. Wenn ihnen ein Teufel erscheint und zu ihnen sagt: „Ich werde alle deine Wünsche erfüllen. Sie würden mit ihm gehen. Ihnen kommt es nicht darauf an, von wem sie etwas bekommen; für sie ist es wichtig, was sie erhalten. Aus der Heiligen Schrift kennen wir das Schicksal Simons. Simon war ein Magier. Als er sah, dass die Apostel durch die Handauflegung den Heiligen Geist verliehen, bot er den Aposteln Geld an, damit auch er solche Macht habe, den Heiligen Geist zu verleihen. Damit wollte er seine Macht, seine Popularität und seinen Einfluss vergrößern. Er bleibt nicht in der Liebe. Darum bekam er nichts. Das ist eben dieses Paradox. Je mehr wir uns nach den Gottesgnaden sehnen, desto weniger bekommen wir. Je weniger wir uns nach Gottesgaben sehnen, desto mehr bekommen wir. Jesus lehrt uns. Macht also keine Sorge und fragt nicht, was wir essen, trinken oder anziehen sollen. Sucht zuerst das Gottesreich und seine Gerechtigkeit, und ihr werdet alles dazugegeben.

Theresia von Ávila hatte beseligte, mystische Erlebnisse. Die Mitschwestern fragten sie, wie man diese Erlebnisse erlangen kann: „Der beste Weg, um Erlebnisse zu erlangen, ist, …“ Sie antwortete: „Der beste Weg, wie man die Erlebnisse erlangen kann, ist, sich nicht um sie zu bemühen.“

30.Sonntag A Mt 22,34-40

Einleitung

Ungefähr 200 Jahre vor Christi Geburt lebte der jüdische Rabbiner Hillel. Er war sehr klug und hatte den Ruf eines heiligmäßigen Menschen. Zu ihm kam einmal ein Heide und sagte: „Wenn du deine Religion zu erklären verstehst, in der Zeit, solange ich es aushalte, auf einem Fuß zu stehen, werde ich ein gläubiger Jude.“ Rabbi Hillel gab ihm zur Antwort: „Was du selber hasst, das mute nicht anderen Menschen zu. Positiv gesagt: Was du willst, dass die Menschen dir tun, das tun sie auch ihnen!“

Als Jesus gefragt wurde: „Welches Gebot ist das erste und wichtigste? Da antwortete er: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit allen deinen Gedanken. Ebenso wichtig ist das Zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Predigt

Der Benediktinerpater Anselm Grün, der bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht hat, schreibt über die Liebe: „Liebe kann dem Ausgetrockneten neues Leben geben und das Verwelkte wieder zum Blühen bringen. Sie gibt dem Hartherzigen Weichheit und dem Dunkel Licht. Liebe ist eine Flamme, die erwärmt. Erstarrte und ausgebrannte Herzen verwandelt sie in ein Feuerbett des Lichts und des Lebens. Die Liebe gibt dem Leben erst seinen Sinn.“ Daran zweifelt niemand. Es hängt jedoch von uns ab, ob wir die richtige Einstellung dazu haben, erkennen, was wirkliche Liebe ist, und vermeiden, was keine wahre Liebe ist.
Mit seiner Antwort im heutigen Evangelium vereint Jesus die göttliche mit der menschlichen Liebe. Er hilft uns zu verstehen, dass Gottesliebe und Menschenliebe zusammengehören und in Harmonie stehen. Ich wiederhole nochmals diesen bedeutenden Satz: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzer Seele und deinen Nächsten lieben wie dich selbst!” Was bedeutet das für uns? Das bedeutet, dass wir Gott den ersten Platz in unserem Leben einräumen sollen. Dabei will er aber auch, dass wir alles, was wir tun, mit Liebe tun. Gott den ersten Platz einzuräumen, verlangt von uns, den eigenen Egoismus abzulegen. Es ist nicht immer einfach, alles aus Liebe zu tun. Oft stehen uns dabei Gewinnsucht, Geiz und vieles mehr im Wege. Wir handeln oft sehr berechnend. Jesus lehrt uns heute jedoch, dass wir alles in Liebe tun sollen, was ein großes Umdenken erfordert.

Dazu eine Geschichte: Vor dem Krieg wanderte ein Arzt namens Kurt aus Deutschland nach Amerika aus. Er hatte in Berlin Medizin studiert und promoviert und wurde Kinderarzt. In Amerika wurde ihm mitgeteilt, dass dieses Studium ihn nicht berechtigte, Arzt in Amerika zu sein, und so musste er wieder alle Prüfungen ablegen, damit alles seine Gültigkeit behielt. Das dauerte natürlich seine Zeit, und so durfte er bis dahin. Dazu passt folgende Geschichte: Vor dem Krieg wanderte ein Arzt namens Kurt aus Deutschland nach Amerika aus. Er hatte in Berlin Medizin studiert, promoviert und war anschließend Kinderarzt geworden. In Amerika wurde ihm mitgeteilt, dass sein Studium ihn nicht berechtigte, dort als Arzt zu arbeiten. Er musste alle Prüfungen wiederholen, um seine Zulassung zu erhalten. Das dauerte natürlich seine Zeit, und bis dahin durfte er seinen Beruf nicht ausüben. Eines Tages wurde er zu einem kranken Kind gerufen. Er wusste jedoch, dass er ohne die amerikanische Berechtigung nicht ordinieren durfte. Er bat deshalb die Familie, ihren Hausarzt anzurufen. Dazu passt folgende Geschichte:
Vor dem Krieg wanderte ein Arzt namens Kurt aus Deutschland nach Amerika aus. Er hatte in Berlin Medizin studiert, promoviert und Kinderarzt geworden. In Amerika wurde ihm jedoch mitgeteilt, dass sein Studium ihn nicht berechtigte, dort als Arzt zu arbeiten. Er musste alle Prüfungen erneut ablegen, um seine Zulassung zu erhalten. Das dauerte natürlich seine Zeit, und bis dahin durfte er Gewissensbisse haben, und sein Vater bat Kurt flehentlich: „Helfen Sie uns doch, Sie sind doch Arzt!“ Seinen Beruf nicht ausüben. Eines Tages wurde er zu einem kranken Kind gerufen. Er wusste jedoch, dass er ohne die entsprechende Berechtigung nicht ordinieren durfte. Er bat deshalb die Familie, ihren Hausarzt anzurufen. Doch dieser kam nicht, da er noch kein Geld für den letzten Krankenbesuch erhalten hatte. Kurt geriet nun in eine unangenehme Situation. Wenn er als Arzt half, konnte er ausgewiesen werden. Wenn er nicht half, hätte er Gewissensbisse. Da begann der Kranke zu röcheln, und sein Vater bat Kurt flehentlich: „Helfen Sie uns doch, Sie sind doch Arzt!“ Lassen Sie meinen Sohn doch nicht sterben!“ Da konnte Kurt nicht länger zusehen und kämpfte zehn Tage lang um das Leben des Kindes. Am zehnten Tag war das Kind wieder halbwegs genesen und konnte aufstehen. Kurt wurde jedoch verhaftet. Der Hausarzt, der nicht gekommen war, hatte ihn verraten. Doch auch die Menschen in der Nachbarschaft des erkrankten Kindes erfuhren davon. Als Kurt in den Gerichtssaal kam, war er mit Menschen gefüllt. Noch bevor der Richter etwas sagen konnte, riefen sie: „Unschuldig, unschuldig!“ Da schlug der Richter mit seinem Hämmerchen auf den Tisch und rief: „Ruhe! Ruhe! Sonst lasse ich den Saal räumen!” Da sagte der Vater des Kindes: „Wenn Sie den Arzt Kurt zu einer Geldstrafe verurteilen, haben wir schon 86 Dollar gesammelt!“ Tätig ist, kann er Daraufhin stand der Richter auf und verkündete das Urteil: „Herr Kurt, Sie haben gegen das Gesetz verstoßen, aber Sie sind einem höheren Gesetz gefolgt. Deshalb verurteile ich Sie zu einer Geldstrafe von 86 Dollar.“ Jedoch nicht, weil er noch kein Geld für den letzten Krankenbesuch erhalten hatte. Kurt geriet nun in eine , und sein Vater bat Kurt flehentlich: „Helfen Sie uns doch, Sie sind doch Arzt!“ Wenn er als Arzt tätig ist, kann er ausgewiesen werden. Wenn er nicht hilft, wird er Gewissensbisse haben. Da begann der Kranke zu röcheln und sein Vater bat Kurt flehentlich: „Helfen Sie uns doch, Sie sind doch Arzt! Lassen Sie meinen Sohn doch nicht sterben!” Da konnte Kurt nicht länger zusehen und kämpfte zehn Tage lang um das Leben des Kindes. Am zehnten Tag war das Kind wieder halbwegs genesen und konnte aufstehen. Kurt wurde jedoch verhaftet. Der Hausarzt, der nicht gekommen war, hatte ihn verraten. Doch auch die Menschen in der Nachbarschaft des erkrankten Kindes erfuhren davon. Als Kurt in den Gerichtssaal kam, war dieser mit Menschen gefüllt. Noch bevor der Richter etwas sagen konnte, riefen sie: „Unschuldig, unschuldig!” Da schlug der Richter mit seinem Hämmerchen auf den Tisch und rief: „Ruhe, Ruhe, sonst lasse ich den Saal räumen!” Da sagte der Vater des Kindes: „Wenn Sie den Arzt Kurt zu einer Geldstrafe verurteilen, haben wir schon 86 Dollar gesammelt! Dazu passt folgende Geschichte: Vor dem Krieg wanderte ein Arzt namens Kurt aus Deutschland nach Amerika. Daraufhin stand der Richter auf und verkündete das Urteil: „Herr Kurt, Sie haben gegen das Gesetz verstoßen, aber Sie sind dem höheren Gesetz gefolgt.“ Deshalb verurteile ich Sie zu einer Geldstrafe von 86 Dollar.“ Seinen Beruf nicht ausüben. Eines Tages wurde er zu einem kranken Kind gerufen, doch er wusste, dass er ohne Berechtigung für Amerika nicht ordinieren dürfe. Er bat deshalb die Familie, ihren Hausarzt anzurufen. Dieser kam Dazu passt folgende Geschichte: Vor dem Krieg wanderte ein Arzt namens Kurt von Deutschland nach Amerika aus. Er hatte in Berlin Medizin studiert, promoviert und Kinderarzt geworden. In Amerika wurde ihm mitgeteilt, dass sein Studium ihn dort nicht berechtigte, und bis dahin durfte er als Arzt arbeiten. Er musste alle Prüfungen erneut ablegen, um seine Zulassung zu erhalten. Das dauerte natürlich seine Zeit und so durfte er bis dahin seinen Beruf nicht ausüben. Eines Tages wurde er zu einem kranken Kind gerufen. Er wusste jedoch, dass er ohne die entsprechende Berechtigung nicht ordinieren durfte. Er bat deshalb die Familie, ihren Hausarzt anzurufen. Dieser kam jedoch nicht, da er noch kein Geld für den letzten Krankenbesuch erhalten hatte. Kurt geriet nun in eine unangenehme Situation. Wenn er als Arzt half, konnte er ausgewiesen werden. Wenn er nicht half, würde er Gewissensbisse haben. Da begann der Kranke zu röcheln und sein Vater bat Kurt flehentlich: „Helfen Sie uns doch, Sie sind doch Arzt! Lassen Sie meinen Sohn doch nicht sterben! in Höhe von 86 Dollar. Da konnte Kurt nicht länger zusehen und kämpfte zehn Tage lang um das Leben des Kindes. Am zehnten Tag war das Kind wieder halbwegs genesen und konnte aufstehen. Kurt wurde jedoch verhaftet. Der Hausarzt, der nicht gekommen war, hatte ihn verraten. Doch auch die Menschen in der Nachbarschaft des erkrankten Kindes erfuhren davon. Als Kurt in den Gerichtssaal kam, war er mit Menschen gefüllt. Noch bevor der Richter etwas sagen konnte, riefen sie: „Unschuldig, unschuldig!“ Da schlug der Richter mit seinem Hämmerchen auf den Tisch und rief: „Ruhe, Ruhe, sonst lasse ich den Saal räumen!“ Da sagte der Vater des Kindes: „Wenn Sie den Arzt Kurt zu einer Geldstrafe verurteilen, wir haben schon 86 Dollar gesammelt!“ Daraufhin stand der Richter auf und verkündete das Urteil: „Herr Kurt, Sie haben gegen das Gesetz verstoßen, aber Sie sind dem höheren Gesetz gefolgt. Deshalb verurteile ich Sie jedoch nicht zu einer Geldstrafe, weil Sie noch kein Geld für den letzten Krankenbesuch erhalten hatten. Kurt geriet nun in eine unangenehme Situation. Wenn er nun als Arzt tätig ist, kann er ausgewiesen werden. Wenn er nicht hilft, wird er Gewissensbisse haben. Da begann der Kranke zu röcheln, und sein Vater bat Kurt flehentlich: „Helfen Sie uns doch, Sie sind doch Arzt! „Lassen Sie meinen Sohn doch nicht sterben!“ Da konnte Kurt nicht mehr zusehen und er kämpfte zehn Tage lang um das Leben des Kindes. Am zehnten Tag war das Kind wieder halbwegs genesen und konnte aufstehen. Kurt aber wurde verhaftet. Der Hausarzt, der nicht gekommen war, hatte ihn verraten. Aber auch die Menschen in der Nachbarschaft des erkrankten Kindes hörten davon. Als Kurt in den Gerichtssaal kam, war er mit Menschen gefüllt, und noch bevor der Richter etwas sagen konnte, riefen sie: „Unschuldig, unschuldig!“ Da schlug der Richter mit seinem Hämmerchen auf den Tisch und rief: „Ruhe, Ruhe, sonst lasse ich den Saal räumen!“ Da meinte der Vater des Kindes: „Wenn Sie den Arzt Kurt zu einer Geldstrafe verurteilen, haben wir schon 86 Dollar gesammelt!“ Da stand der Richter auf und verkündete das Urteil: „Herr Kurt, Sie haben gegen das Gesetz verstoßen, aber Sie sind dem höheren Gesetz gefolgt. Deshalb verurteile ich Sie nur zu einer Geldstrafe von 86 Dollar.“

Aus der Geschichte kann man erkennen, wie tief im Menschen das Gute sein kann, seine Einstellung zum Mitleid und zur Hilfe. Der Mensch ist fähig, den Nächsten wie sich selbst zu lieben – auch mit dem Preis, seine Bequemlichkeit aufzugeben, sogar dann, wenn seine eigene Sicherheit bedroht ist.

Danken wir Gott, dass er uns immer wieder die Kraft zu lieben gibt! Die Liebe ist ja das, was unserem menschlichen Leben erst Sinn verleiht. Danken wir Gott für seine Liebe, die er uns immer wieder schenkt, denn wir sind alle seine geliebten Geschöpfe! Wir sollen diese Liebe aber erwidern, indem wir sie an unsere Nächsten weitergeben. So werden wir ein Leben in Fülle haben.

Diejenige, die der Heilige Geist führt VII

verwendet werden

-Die Übereinstimmung mit den Standespflichten –

Der heilige Apostel Paulus sagt: ,,Im Übrigen soll jeder so leben, wie der Herr, es ihm zugemessen, wie Gottes Ruf ihn getroffen hat. Das ist meine Weisung für alle Gemeinden. Wenn einer als Beschnittener berufen wurde, soll er dies„Im Übrigen soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen hat, wie Gottes Ruf ihn getroffen hat.“ bleiben. Wenn einer als Unbeschnittener  berufen wurde, soll er sich nicht beschneiden lassen. Es kommt nicht darauf an , beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, die Gebote Gottes  zu halten. Jeder soll in dem Stand bleiben , in dem ihn der Ruf Gottes  getroffen hat. 1.Kor 17-20. Das bedeutet einfach: Jeder von uns wurde auf einen bestimmten  Ort und in eine bestimmte Situation berufen, und unsere Aufgabe ist, das Gottesreich zu bauen. Darum sagt Paulus an anderer Stelle. So hat Gott in der Kirche die einen  als Apostel eingesetzt, die andern als Propheten , die dritten als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Wunder zu tun, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen , zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede. Sind etwa  alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? 1 Kor 12,28-29: Die Kirche ist ein Leib, ein Organismus. Der heilige Paulus erklärt. Wenn der ganze Leib nur  Auge wäre,wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur Gehör wäre ,wo bliebe dann der Geruchssinn? Mit anderen Worten. Wenn ein Priester sein Priestertum verlassen würde, wer würde die Sakramente erteilen? Wenn ein Kaufmann sein Geschäft verlassen würde, wer würde das Gottesreich bauen? Es gibt aber auch Ausnahmen. Zum Beispiel Nikolaus von Flüe oder Franziska de Chantal. Beide verließen ihre Familie. Nikolaus verließ seine Familie, um Einsiedler zu werden, während Franziska de Chantal ihre Familie verließ, um einen neuen Orden zu stiften. Wir müssen uns aber dessen bewusst werden, dass es sich hier nicht um eine vorschnelle, plötzliche Entschließung handelt, sondern dass diese Entscheidung lange Zeit im Gebet, in Überlegung heranreifte. Sie wurden der Untersuchung des geistlichen Führers unterzogen. Darum: Wenn wir nicht die Sicherheit haben, dass es bei uns um eine Ausnahme geht, halten wir uns an Paulus‘ Grundsatz: „Im Übrigen soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen hat.“

– Die Frucht des Heiligen Geistes –

Manchmal, wenn wir die Menschen sehen, die mit Charismen strotzen/übervoll sind, dann denken wir, dass diese sicher den Gotteswillen kennen und diesen erfüllen.  Aber es ist nicht immer so. Gedenken wir der Worte Jesu: „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, sind wir nicht mit deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit diesem Namen Dämonen ausgetrieben und viele Wunder vollbracht?‘ Dann werde ich ihnen antworten. Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!“ Mt 7,22–23. Philipp Madre bestätigt, dass er die Charismen des Heiligen Geistes auch bei Menschen sah, die sehr weit von wirklichen Praktizierenden des Glaubens entfernt waren. Das, was richtungsweisend/maßgeblich ist, sind nicht Charismen oder Zeichen, sondern die Frucht des Heiligen Geistes. Und die Frucht des Heiligen Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Gal 5,22 Wenn die Eingebungen wirklich vom Heiligen Geist sind, dann bringen sie gerade diese Frucht. Wenn wir nach dem Heiligen Geist handeln, dann ist die Frucht Freude, Friede und Zufriedenheit. Wenn wir aber nach dem Satan handeln, dann ist die Frucht Unruhe, Aufregung, Befürchtungen, Verwirrung und Trübsal. Werden wir uns zwei Sachen bewusst:

Was ruft in uns die Ruhe und die Unruhe hervor?

Die Stimme/Eingebung des Heiligen Geistes ruft in uns manchmal Unruhe hervor. Das ist der Fakt. Was uns aber beunruhigt, ist nicht allein die Tat, sondern unsere Angst und Befürchtung, sie zu vollbringen. Sobald wir aber die Tat vollbringen oder vollziehen, zu der Gott uns ruft, gewinnen wir tiefe Ruhe und Zufriedenheit. Das ist das Bewusstsein: Ich tue, was ich tun soll. Die böse Tat wirkt verkehrt. Wir machen sie leicht und ohne inneren Kampf, aber nach ihrer Vollziehung bleibt in uns Unruhe; wir sind nicht eigen. Das ist ein verlässliches Zeichen dafür, dass wir nicht nach dem Heiligen Geist taten. Das Zeichen des Bösen, seiner Führung, ist, dass er uns einmal in eine Richtung treibt, ein anderes Mal in eine andere. Ein paar Tage sehnen wir uns nach einem, dann hört es auf, uns zu interessieren, und wir beginnen, etwas anderes zu tun, scheinbar Besseres, und zum Schluss machen wir nichts. Die Eingebungen des Heiligen Geistes sind unwandelbar, beständig und dauerhaft. Darum ist es meistens vorteilhaft, wenn es um etwas Größeres, Langfristigeres geht: Dann bringen wir die Tat nicht gleich voll. Zuerst denken wir nach: Dauert in uns diese Bewegung, diese Sehnsucht, oder verliert sie sich? Der Heilige Geist erweckt im Menschen tiefe Demut. Der heilige Paulus fordert die Christen auf. „Müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil“ (Philipper 2,12).  Die Wirkung des Heiligen Geistes erweckt in ihm tiefe Furcht und Demut vor Gottes Macht. Wenn wir an uns den Hochmut, die Gefallsucht, die Eitelkeiten merken, wirkt dort sicher der Heilige Geist nicht. Lernen wir, die Stimme Gottes von unseren eigenen Sehnsüchten zu unterscheiden. Ungefähr so, wie ein guter Mechaniker am Motorengebrumm unterscheidet, ob der Motor gut oder schlecht ist. Oder ein guter Musikus unterscheidet die richtigen Töne von den falschen.

Gibt es einen Gott?

1. Jahr 6 Stunden
START Geschichte …
Jules Verne beschreibt in seinem Buch „Die geheimnisvolle Insel“ den Untergang von fünf Ballonfahrern, die über dem Pazifik Ballonflüge unternahmen, inmitten eines Sturms an einem unbekannten Ufer. Vier wurden gerettet, aber einer von ihnen, der Ingenieur Cyrus Smith, fehlt. Nach langem Suchen und Nachverfolgen wurde es schließlich nach ein paar Tagen in einem Loch in der Mitte des Felsens gefunden. Zunächst scheint es, tot zu sein aber letztlich elend und erschöpft übernimmt dennoch …:
„– O mein Herr! O mein Herr! – rief Nab.
Der Ingenieur gehört ihm. Naba und Spiletta erfüllt, die beiden anderen, Harberta, ein Matrose, und Buzz, dünn, sie wieder Handschlag.
Wieder kamen aus seinem Mund ein paar Worte, die er sicherlich vorzusagen wollte und die verrieten, was in seinem Geist vor sich ging. Dieses Mal waren seine Worte bereits verständlich.
– Insel oder Festland? Whispered.
Oh! – Brief Pencroff. – Was sind wir nach nur dort, wo Sie leben, Herr Smith! Insel oder Festland? Wir werden später sehen.
Ingenieur nickte leicht und schloss dann die Augen wieder. Aber es war schon bewusstlos – der Schlaf. Nab, Harbert und Pencroff kamen aus der Höhle und gingen auf einer hohen Düne, auf der ein paar schiefe Bäume wuchsen. Seemann auf dem Weg und nicht halten konnte mehr als einmal wiederholt:
– Insel oder Festland! Denken Sie an etwas, auch wenn es nur sehr wenig ist, und atmen Sie! Das ist der Kerl!
Am nächsten Tag, den 28. März, als der Ingenieur schließlich um 8.00 Uhr wachte, so wie gestern, waren seine ersten Worte:
– Insel oder Festland?
Wie man sehen kann,
Das ist, was wirklich nichts weiß, doch, Mr. Smith! – antwortete Pencroff.
Sie wissen nicht?
– Aber wir lernen es – rechtfertigt Pencroff –, wenn wir unter Ihrer Führung dieses Land erkunden.
Ich denke, wir können jetzt beginnen –, sagte ein Ingenieur und Rose. Andere sahen ihn in der Stille an. Cyrus Smith verschränkte die Arme und sagte:
– Nun, Freunde, Sie wissen bisher nicht, ob unser Schicksal dem Festland oder der Insel zufiel, oder?
Nein, Herr Cyrus  antwortete der Junge.
Wir finden es morgen –, ging der Warum-Ingenieur. Doti hat nichts zu tun.
Warum diese Frage? Und warum wird nicht die Antwort „Nichts getan werden kann“? Warum?
Die Antwort ist einfach: Die Antwort auf diese Frage wird auf alles, was geschäftsschiffbrüchige betrifft, entscheidend:
• Wenn es sich um das Festland handelt, werden Vorbereitungen für den Marsch getroffen, um einige Menschen und die Zivilisation zu retten.
• Wenn INSEL, dann:
Wenn das nahegelegene Land mit dem Bau des Schiffs beginnt, ist „eskan“ gegeben, oder die Insel ist entweder zu groß oder bereits besiedelt.
Wenn das Land weit ist, beginnen, zu Hause vielleicht für immer zu bauen und die Vorbereitungen für einen längeren Aufenthalt 
Also, keine Antwort auf Smiths Fragen kann wirklich nicht sein: im Wesentlichennichts tun“!
„Die meisten wesentlichen Aspekte in unserem Leben“
Im Grunde sind wir in einer ähnlichen Situation wie Verne Schiffbrüchigen:
• Wir fanden uns nur: Feuerwehrleute, Matrosen, Bikeauf. 
sich selbst überlassen,
mit deinem Leben, was wir für das Beste halten.
Möchten, dass unsere essenzielle und wichtigste Frage, die wir uns schon früh stellen, so klingt: Und von der alles andere abhängt – und alles andere in unserem Leben –, und das im Gegenteil: selbst erst, und nicht auf etwas anderes, bevor es?

Teilen Sie sich in Gruppen von „Feuerwehrleuten“, „Matrosen“, „Bikern“ und „Sanitätern“ auf! Versuchen Sie, in jeder Gruppe in den 5 Minuten zusammen die erste Frage zu finden, die nichts mehr vor sich hat: „Feuerwehrleute“, „Matrosen“, „Biker“ – und zu Grunde liegen alles andere! Natürlich ist die Begründung dafür, warum er dies für das wichtigste Thema hält.
Nach fünf Minuten treffen Sie sich, um alle Ihre Antworten zu vergleichen und herauszufinden, wer der Realität am nächsten kommt!
• Sie können dies auch in einer Diskussion mit der gesamten Klasse oder als Wettbewerb zwischen zwei Gruppen tun, wobei jede Gruppe versucht, die Frage zu beantworten, die das Problem der anderen Gruppe vorausfragt.
Ziel:
Feststellen, dass unsere „erste Ausgabe“ fast identisch mit dem Thema Cyrus Smith ist – tatsächlich handelt es sich um eine Analogie: „Insel oder Festland“. Mit anderen Worten:
„Ist das– Space, Erde, Masse, dieses Leben … – alles, oder gibt es etwas, auch über die Grenzen hinaus?“
Wir sindInseln“ und nichts gibt es außer uns – und wir sind Teil eines unendlich imposanteren „land-based“ und unsere Welt ist nur eine Projektion, die Realität übertrifft?
Die Antwort auf diese Frage bestimmt alles:
Wenn es nichtsin“ dieser Welt gibt, dann „ein Haus bauen“: Einrichtung hier, und wir sind ausschließlich gewidmet, und wir suchen Ihr Glück allein in seinen Grenzen.
WENN etwashinter“ die Grenzen der Welt liegt, dann müssen wir eine Zusatzfrage stellen: Lohnt der Welt „über“? Was er bietet?
Wenn das Wert „ein Boot zu bauen“ für das Team ist, gehen wir und wussten, dass wir uns darum kümmern, was denn „die Insel“ der Welt ist, die wir verlassen
o wenn es nicht wert ist, so still und doch „ein Haus bauen“ … Und Unsinn „den Horizont der Welt“ nie wieder. Keine Sorge.
In jedem Fall wird unser gesamtes Wertesystem, unsere Anstrengungen und unsere Lebensziele auf die wichtigsten Fragen und Antworten ausgerichtet.
So Prägnanz: WAHRSCHEINLICH GOTT? LEBEN NACH DEM TOD? Das Überschreiten der geistigen Welt, in der wir uns, als ob „eingetaucht“?
• <da?>
• Warum denken Sie so? Oder nicht?
Machen Sie etwas, das Ihre Behauptung untermauern würde?
Zu diskutieren:
Erkennen, dass dies eine sehr ernste Angelegenheit ist, als wir sie mit den Worten „Kein Interesse“ bezeichneten. „Für Eltern lehrten mich so“ oder „weil es sagt Pfarrer“ und dergleichen.
In dieser Ausgabe müssen wir sicher sein, denn was auch immer die Antwort ist, die wir (es ist eine lohnende, existierende und es ist nicht wert, es gibt) werden über diese Antwort sein Leben und sein Schicksal und es ist durchaus wahrscheinlich, dass die und alles zu gewinnen oder alles zu verlieren!
Gibt es objektive Tatsachen
Welche objektiven Tatsachen können wir untermauern, um die Existenz Gottes und die Aussage des Pfarrers über den Schöpfer zu beweisen?
<Gemeinsam suchen!>
FAZIT:
„Religion überzeugt tatsächlich die Menschen davon, dass ein unsichtbarer Mann über der Wolke sie am Leben hält und alles, was sie tun, jede Minute, jeden Tag verfolgt. Und der unsichtbare Mann hat eine besondere Liste von zehn Dingen, die er nicht will, dass Sie tun. Wenn einer von diesen zehn Dingen richtig hat, hat einen besonderen Platz, unsichtbar, voller Feuer und Rauch und Folter und Qual, die Sie zu leben und zu leiden und zu verbrennen und ersticken und schreien und weinen immer und ewig, bis ans Ende der Zeit, machen.“
(George Carlin, Komiker, Schauspieler, Schriftsteller)
ABER … wirklich?
In den kommenden Stunden werden wir drei wesentliche Fragen beantworten:
Es ist wahrscheinlich, Gott? Ist die Annahme der Existenz Gottes der Schöpfer – in Übereinstimmung mit den Anforderungen von Logik und Rationalität?
• Gibt es objektive, materielle REDEN Gottes?
• Es gibt in der Menschheit eine bestimmte, gemeinsame Erfahrung, die Gott dafür gibt – dafür gibt es den Schöpfer – in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Logik und der ?
Auf dieser Basis können wir dann zu einer von zwei möglichen Schlussfolgerungen kommen:
• OR mit Sicherheit schließen, dass Gott existiert
ODER schließen, dass es keinen zwingenden Beweis dafür gibt, dass Gott wirklich existiert – hätte

Meditation

Ein entscheidender Faktor der Meditation ist die Konzentration auf das Meditationsobjekt. Je höher die Konzentration, desto intensiver erleben wir das, worüber wir meditieren. Wir werden stärker in die Meditation hineingezogen und erleben mächtigere und tiefere Emotionen. Dadurch wird die Meditation stärker in unser Unterbewusstsein und in unser Herz eingeschrieben.

Wenn wir meditieren, während wir Musik hören oder ein Bild betrachten, hat das den Vorteil, dass die Musik bzw. das Bild, in das wir uns immer vertiefen, vor unseren Augen ist. Das hilft der Konzentration wirklich. Wenn wir das Wort „meditieren“ verwenden, ist der entscheidende Nachteil, dass die Wahrnehmung nicht anhält. Das Wort ist nicht wie die Musik, die immer wieder ertönt. Auch die Idee ist nicht etwas, das vor uns hängt wie ein Bild und das wir betrachten können. Das ist der Grund, warum die Meditation des Wortes anspruchsvoller ist. Zur Hilfe kommen Meditationstechniken. Ihre Grundidee ist, die Konzentration während der Meditation zu unterstützen und damit zu helfen, das Wort, den Gedanken, den wir meditieren, in unserem Sinn instand zu halten. In der Praxis können wir drei Versionen erarbeiten:
1. Der mächtige Gedanke

2. Das überwältigende Bild

3. Die packende Geschichte

Jeder von ihnen entspricht ein wenig einer anderen Hilfstechnik.

Wenn der Erfolg der Betrachtungen ein starker, abstrakter Gedanke ist, dann ist es notwendig, diesen in einen meditativen Satz zu komprimieren bzw. zu verdichten. Diesen Satz wiederholen wir dann. Er muss in unser Inneres durchdringen. Dieser Satz soll uns mit Ruhe erfüllen.

Überwältigendes Bild, das uns mit seiner Kraft und Schönheit gefangen nimmt und uns mit Ruhe und Zufriedenheit erfüllt. Schließen wir die Augen. Stellen wir uns das Bild vor. Lass uns durch das Bild faszinieren, erfüllen und rühren. Je umfassendere Vorstellungskraft und Einbildungskraft wir haben, desto besser wird unsere Meditation.

Wenn der Gegenstand der Meditation die packende Geschichte ist, die uns fasziniert, dann treten wir in Gedanken in die Geschichte ein. Entweder als der Zuschauer oder als einer der Akteure/Teilnehmer der Geschichte erleben wir die Geschichte wieder tief und intensiv. Wieder gültig ist. Je ausgeprägter unsere Vorstellungskraft und Einbildungskraft sind, desto besser ist unsere Meditation.

Die Technik der Meditation

Die ähnliche Technik, obwohl eingeordnet, beschreibt Ignatius von Loyola in seinen „Geistlichen Übungen“. Zuerst wählen wir das Vorkommnis aus. Jesus schickte etwa zwei seiner Jünger nach Jerusalem, um das Abendmahl vorzubereiten. Und dann kam er selbst mit seinen Jüngern zum Abendessen.  Als sie das Osterlamm gegessen hatten, wusch Jesus seinen Aposteln die Füße und gab ihnen seinen heiligsten Leib und sein heiligstes Blut. Dann stellen wir uns den Ort des Geschehens vor. War der Weg aus Betanien nach Jerusalem breit oder schmal? Der Saal, in dem sie nachtmahlten, war geräumig oder klein? Dann schauen wir uns die Personen an, die im Abendsaal waren. Was für eine Beziehung hatten sie zu Jesus und zueinander? Was haben sie gesagt? Welche Einstellungen hatten sie? Wir bemühen uns, den Nutzen daraus zu schöpfen.

Die Technik der Meditation hilft uns, uns zu konzentrieren, uns hinreißen zu lassen und uns erfüllen zu lassen.

Lukas, Evangelist.

Der heilige Lukas war aus Antiochia, der Hauptstadt Syriens, gebürtig. In dieser Stadt, die wegen ihrer Schulanstalten in ganz Asien berühmt war, machte auch er seine Studien. Sein Hang trieb ihn vorzüglich zur Erlernung der Arzneiwissenschaft. Nach seiner Bekehrung zum Christentum war er sehr oft ein Reisegesandter des berühmten Völkerapostels Paulus, wie aus mehreren Briefen desselben  hervorgeht, in denen er den heiligen Lukas  ausdrücklich  einen Arzt nennt. Aber nicht nur in der Arzneikunde war der heilige Lukas sehr bewandert, sondern auch in der Malerkunst. Die Legende berichtet, dass die Kaiserin Pulcheria ein Bildnis der seligsten Jungfrau Maria, gemalt von dem heiligen Lukas, von Jerusalem aus zugeschickt worden sei und dass diese gottesfürchtige Fürstin dasselbe in einer Kirche aufgestellt habe. Der heilige Lukas hat mehrere Gemälde von Jesus und der seligsten Jungfrau Maria hinterlassen. Eben dieses behaupten mehrere andere Schriftsteller. In einem dieser Bücher kann man nachstehendes Urteil über die Malereien des heiligen Lukas lesen: Vorzüglich habe er die Bilder des Herrn, der Mutter Gottes, dann der Apostelfürsten Petrus und Paulus gemalt. Als Paulus nebst dem heiligen Lukas von Jerusalem  durch den Landpfleger Felix zum Kaiser Nero nach Rom geschickt wurde, trieb sie unter anderem einen Sturm auf die Insel Malta, wo sie sich drei Monate aufhielten. In dieser Zeit soll Lukas drei Marienbilder verfertigt haben. Man sagt: Lukas habe das erste Bildnis, die heilige Gottesgeberin auf dem Arm tragend, gemalt. Und als der Apostel das Bild der Mutter des Herrn gezeigt und angefragt habe, ob ihm dieses Bild angenehm sei, hat sie geantwortet: „Die Gnade dessen , der aus mir geboren ist, sei mit dir.

Lukas ist der Patron der Städte Padua, Bologna und Reutlingen. Ärzte, Chirurgen, Maler , Bildhauer  verehren ihn.

29. Sonntag A Mt. 22,15-21

Einleitung

Wir wissen, dass  der Staat nur handeln kann, wenn wir die Steuern bezahlen. Der Staat baut damit Autobahnen und Bahnstrecken, stellt Mittel für die Verteidigung des Staates zur Verfügung, sorgt für soziale Sicherheit und bezahlt außerdem die Polizisten, die Lehrer, die Ärzte und so weiter. Das alles zahlt der Staat aus unseren Steuern. Es ärgert uns, wenn der Staat unsere Steuern sinnlos oder unehrlich verwaltet.  Zur Jesus-Zeit bezeichnete man die Steuern mit dem lateinischen Wort „Zensus“, was so viel bedeutet wie „Abgaben aufgrund einer Volkszählung“. Dadurch wusste der Kaiser, wie viele Menschen in seinem Land  leben und wie viel an Steuern er erwarten konnte. Die Steuern waren erheblich und machten in etwa einen Tagesverdienst aus. Damals war das viel Geld. Wenn wir heute so geringe Steuern hätten, wären wir wahrscheinlich glücklich.

Predigt

Die Pharisäer und die Anhänger des Herodes handelten hinterlistig und wollten Jesus auf die Probe stellen. Wenn er etwas gegen die Steuer gesagt hätte, wäre  es für ihn zu einem  Problem mit der römischen Macht geworden. Wenn er die Steuer gutgeheißen hätte, wäre  es zu Problemen mit den Juden gekommen. Jesus wich dem politischen Streit aus und seine Antwort wurde zu einer  geistlichen Herausforderung. Man sollte also dem Kaiser geben, was ihm gebührt, und Gott gewähren, was ihm entspricht. Darauf sollte man mit besonderer Aufmerksamkeit blicken.  Das verlangt Jesus von den Menschen.

Wahrscheinlich werden Sie, die hier heute beim Gottesdienst sind,  sagen:  Dem geistlichen Leben widme ich  doch eine gewisse  Aufmerksamkeit. Am Sonntag gehe ich in die Kirche und  ich bete. Ich bemühe mich, christlich zu leben. Die Wahrheit ist allerdings, dass nur  wenige Leute das sagen können. Muss man daher etwas Neues einführen? Soll man sein geistliches Leben ändern?  Keineswegs. Regelmäßig ein geistliches Leben zu führen,  ist notwendig.  Das geistliche Leben bringt uns die Ruhe, die wir nötig haben. Viele Menschen werden von Aktionen und Terminen getrieben. Das geistliche Leben beruhigt den Menschen und bringt Freude. Ein Problem ist auch, dass manche Menschen zwar die geistlichen Schätze suchen, aber nicht zur Ruhe kommen. Die Suche nach dem irdischen Reichtum ist oft so überwältigend, dass für die Suche nach geistlichen Werten keine Zeit und keine Lust mehr bleiben.

 Zur Veranschaulichung folgt nun eine Geschichte über John Sattler, der eine Wasserturbine für sein Sägewerk an einem Fluss betrieb. Einmal kam einer seiner Mitarbeiter und sagte: „Ich fand am Grund der Wasserrinne etwas Gelbes. Ich habe dieses Etwas testen lassen, und es wurde festgestellt, dass es sich um Gold von 22 Karat handelt.“ Herr Sattler war Bauer und er hatte extensive Grundstücke, in der Größenordnung von etwa 25.000 Hektar.  Er beschäftigte viele Leute als Hirten und Mitarbeiter. Als diese die Nachricht von diesem Goldfund erfuhren, konnten sie den Mund nicht halten und so verbreitete sich diese Nachricht rasant. Es dauerte nicht lange, und viele Goldgräber und Abenteurer kamen. Aber das war nicht alles, auch seine Arbeiter wollten nicht mehr arbeiten, sondern nur mehr nach Gold suchen. Was war die Folge? Die Mühlen standen still, die Hirten verließen ihre Herden, die Arbeiter die Felder. Das Getreide verfaulte und das Vieh ging zugrunde. Da suchte John Sattler eine Lösung. Er ging zu den Indianern und nahm sie als Arbeiter auf. Am Anfang ging alles gut, aber dann lernten sie von den anderen das übermäßige Trinken kennen, und oft waren sie unfähig, zu arbeiten, weil sie betrunken waren. John Sattler war sehr enttäuscht darüber und träumte von früher, als sein Leben noch seinen gewohnten Lauf nahm, und es wurde ihm bewusst, dass dieser Goldfund alle seine Träume vernichtet hatte. Dadurch wurde sein Leben unerträglich, denn er konnte sich auf seine Leute nicht mehr verlassen.

In diesem Zusammenhang kommt mir auch ein afrikanisches Sprichwort in den Sinn: „Wer vom Wein getrunken hat, kann wieder nüchtern werden, wer aber vom Reichtum getrunken hat, der wird nie mehr nüchtern.“ Aus der Geschichte von vorhin ist uns das aufgefallen. Die Menschen erkannten, dass Gold kostbar ist, das ist normal. Aber wie viel sie dafür ins Spiel gesetzt haben, ist nicht normal. Das brachte sie alle ins Verderben. Sie wurden zu Sklaven ihres hemmungslosen Lebens.

Wir müssen daher unterscheiden lernen zwischen einem primären und einem sekundären Wert. Wir dürfen dabei Gott nicht vergessen! Denken Sie nicht, dass diese Geschichte von John Sattler heute nicht mehr aktuell ist, das ist ein enormer Irrtum. Diese Geschichte ist heute sogar sehr aktuell, auch wenn die Menschen heutzutage raffinierter geworden sind. Menschen, die Sklaven des Reichtums geworden sind, geben Gott nicht das, was Gott gehört. Was ist die Ursache? Es sind Habgier, Egoismus und Unordnung in den Herzen dieser Menschen. Das heutige Evangelium ist eine große Herausforderung für die Welt von heute, das sollte uns bewusst werden. Geben wir Gott, was Gott gehört!

Erklärung der heiligen Messe VI.a.

Brot ist das Symbol dessen, was die eucharistische Versammlung als Geschenk Gottes geben kann: unsere Bereitwilligkeit zum Dienst. Wir hören das Wort Gottes und der Erfolg sollte konkret etwas Gutes sein. Der Apostel Jakobus ermahnt uns: „Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach.“ Wer das Wort nur hört , aber nicht danach handelt, ist wie ein, Mensch , der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet, sich abwendet und schon hat er vergessen, wie er aussah.“ Jak. 1, 22-24

Beim Opferzug sollten wir uns dessen bewusst werden, wie viele Menschen um uns herum arm, krank und bedürftig sind. Und vielleicht warten sie gerade  von uns die Hilfe. Also sich selbst Gott zur Verfügung zu stellen. Bringen wir die Gaben mit der Bereitschaft, Gott zu dienen. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Mt 25, 40. Gott geben wir immer wenig, solange wir ihm nicht uns selbst geben. Solange wir Gott nicht uns selbst geben, kann es kostbar sein – es ist nur der Versuch, Gott die Augen zu verbieten. Der Priester betet demütig, damit Gott unsere Gabe empfängt. Betet, Brüder und Schwester, dass mein und euer Opfer dem allmächtigen Gott gefalle. Wenn wir uns Gott in der Liebe nicht schenken, verliert die Begründung an ihre Antwort. Der Herr nehme das Opfer aus deinen Händen zum Lob und Ruhm seines Namens, zum Segen  für uns und seine ganze heilige Kirche.“

In diesem Teil der heiligen Messe ist noch eine herrliche symbolische Handlung: die Handwaschung. Das ist der Ausdruck unserer Sehnsucht nach innerer Reinheit. Der Priester wird sich dessen bewusst, dass er nicht sündlos ist. Wir nähern uns dem größten Geheimnis, und wir werden uns dessen bewusst, wie wenig  wir es wert sind, Christus zu berühren. Darum betet der Priester leise. Herr, wasche ab meiner Schuld , von meinen Sünden, mach mich rein.“ Als ob hier die Worte aus Psalm 15 ertönten. Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg? Der makellos lebt und das Rechte tut, der von Herzen die Wahrheit sagt und mit seiner Zunge nicht verleumdet.“  Und das ist das weitere Geschenk, das wir Gott anbieten können. Das reine Herz. Das reine, unbefleckte Herz bewahren zu lassen, erfordert oft erhebliche Anstrengung. Unsere Sinne behüten vor der Sünde. Das ist die Grundvoraussetzung, um unser Herz rein zu bewahren. Das ist ein bedeutendes Geschenk, das wir Gott anbieten können.

Diejenige, die der Heilige Geist führt VI

Ich habe schon gesagt, wenn wir zu an materiellen Sachen anbinden sind, haben wir keine Zeit, keinen Raum für Gott. Befreiung von den materiellen Sachen, hat sein Sinn, nur dann wenn gibt uns den Raum, die Zeit für Gott. Eine Gruppe Ministranten, entschloss sich im Advent, die Television nicht sehen. Ein Ministrant hat dazu gesagt. Zuerst hatte ich viel frei Zeit. Aber dann fand ich neue Vorliebe und Interessen. Heute habe ich weniger Zeit, als wenn ich fernsah. Ja, zuerst müssen wir uns von etwas abwenden und dann sich zu etwas wenden- zu Gott. Es geht darum den Raum, der enstanden erfüllen und das ist die Aufgabe des Gebetes. Früher defienierten das Geber, als Gespräch mit Gott. Zu dieser Zeit die Menschen kannten das Telefon nicht. Sie  wissen heute kann ich mit jemanden zum Beispiel telefonieren, und ich muss sich mit ihm nicht treffen. Das früher war nicht möglich. Heute kennen wir nicht nur das Telefon, sondern auch Internet, Videoton,Skype. Diese technischen Anlagen ermöglichen Kontakten unter den Menschen, aber der unbitellbare, persönliche Kontakt, ist doch etwas anders.  Gott sehnt sich danach unter seinen Kinder wohnen. Jesus sagt:,, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem  werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich  mit ihm und er mit mir,, Offenb. 3,20 . Oder anderswo steht. ,, Wenn jemand mich liebt ,wird er an meinem Wort festhalten , mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“ Joh 14,23. Ein Christ ist dazu eingeladen, dass sein ganzes Leben das Gebet ist. Dieses Gebet dürfen wir nicht so vorstellen, dass ich am Morgen und am Abend Vaterunser und Gegrüßest sei du Maria hersage, eher das ist der Styl des Lebens und die Art der Existenz. Wir kamen zur Welt,die die Materie ist. Unsere Augen uns überzeugten, dass alles um uns herum Materie ist. Wichtig ist das, was wir tasten können. Viele Menschen erklärten. Es ist genug wenn wir genug Essen haben, und alles das was uns die materielle Bedürfnisse versichern. Die Marxisten  reihten die Religion in den kulturellen Aufbau ein. Sie sagte: Zuerst muss der Mensch das Essen und das Getränk haben und bis dann kann er die Sachen ausdenken, wie Poesie, Kunst, Religion, Märchen, Legenden. Wirklich wir machen das. Wenn wir Kinder waren, wichtigste für uns waren./Das Essen und der Schlaf/ Wenn wir schon Erwachsen waren an der ersten Stelle unser Leib war und die materielle Interesse. Das hielten wir für ganz logisch und normal. Zuerst muss ich das Geld verdienen, dann  ein Haus bauen, es einrichten/ausstatten/  und dann die Zeit den anderen Vorlieben widmen. Gott ist der Werkzeug zur Erlangung unserer irdischen Ziele geworden. Nehmen wir wahr wie viel unsere Gebete beschäftigen sich mit diesen Ziele. Wie viel mal beteten wir, für unsere Wohnung im Himmel. Und doch Christus sagt: ,, Euch aber muss zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen, dann wird euch alles andere dazugegeben“ Mt 6,33 Wir machen das meistens verkehrt. Wir suchen und machen alles andere und rechnen wir damit das Reich Gottes wird uns dazu gegeben. Bekehrung bedeutet, nicht von Gott etwas verlangen, sondern die Art suchen dem Gott zu dienen. Wenn unser Leben mit dem Tod beendet würde, dann wäre diese Einstellung nützlich und richtig. Die Welt wäre in unserem Leben das wichtigste und wesentlichste und Gott wäre hier wirklich nur deshalb, damit er uns gesund, reich, zufrieden sein zu helfen. Nur die Wirklichkeit ist anders. Der heilige Paulus schreibt; ,, Denn wenn Tote nicht auferwckt werden ist auch Christus  nicht nicht auferweckt worden.Wenn aber Christus  nicht auferweckt worden ist , dann ist euer Glaube nutzlos  und ihr seid  immer  noch in euren Sünden und auch die in Christus Entschlafenen sind sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben sind wir erbarmlichen daran als die  anderen Menschen“  Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden  als der Erste der Entschlafene 1.Korinther 15,16-20. Wenn nach dem Tod folgt das ander, das ewige Leben dann alles ändern sich. Dann sind wir nur auf dem Weg. Wir haben hier keine daurnhafte Wohnung. Einmal ein Tourist besuchte ein Kartäuser Kloster. Die Zelle der Mönchen waren sehr notdürftig eingerichten. Er  fragte einen Mönchen. Wo haben Sie das Möbel, das Einrichten. Der Mönch sagte zu ihm. Und Sie warum haben sie nicht das Möbel hier. ich bin ein Turist. Ich dort hindurch nur durchgehe. Ich wohne anderswo. Und der Mönch sagte zu ihm. Auch ich durch diese Welt hinübergehe. Die Ausgangspunkt der Bekehrung ist die Welt so sehen, wie die Welt Christus sieht. Wie der Ort, durch den wir nur durchgehen in die unsere Heimat, die im Himmel ist.,,Unsere Heimat aber ist im Himmel“ Philipper 3,20. Der Siedler, der irgendwo nieder sitzen will, kommt auf den neuen Platz mit einem großen Lastwagen und beginnt ein neues, solides Haus, aus den Ziegel und Beton bauen. Der Tourist, der hindurch nur durchgeht, kommt nur mit einem Rücksack und baut nur ein Zelt. Er wird dort nur kurze Zeit, ihm lohnt es nicht, ein Haus aus den Ziegel bauen. Wichtig ist nicht die heutige Nacht,sonder das Ziel zum er wandern. Schauen wir die Welt mit Jesus Augen. Was sehen wir?  Die Welt ist ein Warteraum.in dem wir mit Vergleich mit Ewigkeit nur sehr kurze Zeit, wirklich sehr kurze Weile. Unsere wirkliche Heimat ist im Himmel,dort wartet uns Gott. Unser Haus im Himmel baut man nicht aus  dem Beton und Ziegel, sondern aus der Liebe und Beziehungen. Was ist dann wichtig in unserem Leben. Die Gesundheit, Reichtum, Erfolg? Sicher nicht. Wie es lächerlich wäre, wenn der Mensch meistens seiner Zeit, Energie, Geld dem Aufbau des Warteraum investiert würde,wo er nur 2 Stunden verbringen wird und er würde  sein wirkliches Daheim vergessen. Machen wir dasselbe auch wir? Wenn Jesus sagt : Geh, verkaufe was du hast, verschenke den Armen und wirst du das Schatz haben, Dann komm und folge mir nach, sind wird traurig. Weil wir noch der alte Blick haben. Jesus erwähnt ähnliche Situation im Gleichnis. Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her. Was soll ich tun? Ich weiß nicht nicht,wo ich meine Ernte unterbringen soll. Schließlich sagte er. So will ich es machen. Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen, dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen. Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruhe dich aus, und trink und freue dich des Lebens. Der Reicher sah nur sein irdische Leben. Aus seiner Stellung tat er vernünftig, aber aus der Gottesansicht war das unvernünftig. Wenn er gewusst hätte, dass er in der Nacht sterben wird, dann würde er  an die Scheune pfiffen, und wenn er Christus Anschauung hätte, hätte er das Getreide mit den Armen geteilt. Jesus fordert uns zur Armut auf, nicht als zur Selbstverleugnung, sondern als zur Befreiung. Auf den Pfadfinderausflüge sind geschehen, dass die Eltern ins Rucksack ihres Kindes alles mögliches packten. Das Kind hat diese Last getragen und die Knie sanken ihm ein. Was für eine Freude wäre für es wissen, du brauchst diese Sache nicht. Nimm mit nur den Regenmantel und ein bisschen Essen. Am Abend wartet auf dich ein Luxushotel mit allen Errungenschaften. Jesus sagt zu uns dasselbe. Im Haus meines gibt es viele Wohnungen. Johannes 14,2. Als ob möchte Jesus zu uns sagen. Haltet euch nicht mit mit den Nutzlosigkeiten auf, eilt euch in ihre neue Heimat. Wenn die Kirchenväter die Fragen lösten, was ist die Armut ist, kamen sie zur Antwort. Die Armut bedeutet alles zu haben was wir notwendig  brauchen. Nichts mehr, kein Luxus. Weil jede Sache im Überfluss, unnötiger Ballast. Genauso wie ein Tourist. Für das Wandern nimmt er nur das notwendigste, was er wirklich braucht. Diesen Weg führt uns der Heilige Geist. Im Evangelium steht. Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß und kaufte den Acker.Mt 13,44. Wenn wir Jesus Blick nicht haben werden, verkaufen wir nicht mit Freude alles was wir haben, werden wir verhandeln über die Preis. Der ganze Besitz geben für ein Stück eines Acker geben. Das nur deshalb, weil wir das Schatz nicht sehen, das dort vergraben ist. Nicht grundlos schreibt der heilige Paulus: ,, Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit: uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft“ 1.Korint 1,18. Wenn wir derselbe Blick mit Heiligem Geist an die Welt haben, so werden wir uns dessen bewusst, dass woran wirklich liegt, ist Gott, die Menschen, die Beziehungen unter ihnen. Dann werden wir auf die Eingebungen des Heiligen Geistes süchtig. Dann wird auch unser Gemüt auf den Himmel lenkt, wie es war beim Heiligen Paulus. ,, Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn“. 1 Philipper 21-23

28. Sonntag A Mt 22,1-10

28. Sonntag A 2014  Glaube – Pflicht oder Liebe ?

Einleitung

Zwei Kameraden trafen sich und redeten miteinander. Der eine sagte zum anderen: „Ich habe erfahren, dass du am Samstag geheiratet hast. Da musst du glücklich sein.“ Der andere antwortete: „Ja, das muss ich!“ Ersterer sagte darauf: „Ich habe gehört, dass du ein gläubiger Christ bist. Du musst glücklich sein.“ „Ja, ich muss“, war die Antwort darauf. Es ist ein großer Unterschied zwischen Liebe und Pflicht. Wenn zwei Menschen einander  lieben und ihre Beziehung sie erfüllt, nur dann hat eine Hochzeit einen Sinn. Eine Beziehung zwischen Mann und  Frau, die nur  auf  Pflichten und Gewohnheit basiert, hat keine Beständigkeit. Genauso  gilt das auch für die Religion, also der Beziehung zu Gott. Der Ausspruch: Ich muss glücklich sein – verrät, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Predigt

Das heutige Evangelium erzählt von einer Einladung zu einer  Hochzeit. Dazu muss ich gleich nochmals erwähnen, dass eine Hochzeit nicht auf Pflichterfüllung allein begründet sein  kann, ebenso ist es mit einer Beziehung zu Gott.  Leider gibt es nicht wenige Menschen, die ihre Beziehung zu Gott nur als Pflichterfüllung verstehen. Wie kann man aber diese Pflicht in eine Liebesbeziehung umwandeln? Dazu gibt es keine allgemein gültige Anleitung und auch keine naturwissenschaftliche Erkenntnis. Es ist eine Aufgabe, die das ganze Leben betrifft. Wie können höchstens daran Maß nehmen, wie andere dieses Problem lösen. Vielleicht kann uns auch die Psychologie dabei helfen. Psychologisch gesehen hilft uns die Religion, fünf spirituelle Grundbedürfnisse zu erfüllen. Diese Bedürfnisse sind: die Liebe, der Glaube, die Hoffnung, die Ethik oder Moral und die Schönheit. Die Verwirklichung dieser Bedürfnisse sind Bedingungen dafür, dass der Mensch im Gleichgewicht und in Behaglichkeit leben kann.

Ich möchte nun besonders auf diese Bedürfnisse eingehen.

1. Die Liebe: Sie ist in unserem Leben sehr wichtig. Jeder sehnt sich danach, geliebt zu werden. Wir wünschen uns dabei auch, dass andere barmherzig sind, dass sie Mitleid haben, dass sie uns vertrauen und uns respektieren.

2. Der Glaube: Heute ist der Glaube keine selbstverständliche Sache mehr. Ich denke dabei an den Glauben an Gott. Viele haben Zweifel. Viele Menschen lehnen Gott ab und glauben nur an sich selbst. Glaube aber ist Vertrauen in Gott und er äußert sich nicht in Enttäuschung von sich selbst.

3. Die Hoffnung: Jeder Mensch will sehen, dass das, was er macht von Bedeutung ist. Dazu braucht man Ausdauer und Optimismus und nicht Kleinmut und Trostlosigkeit. Hoffnung zu haben ist wichtig für das Leben.

4. Die Ethik oder Moral: Das ist die Einhaltung bestimmter Grundsätze und Tugenden. Das Gegenteil ist das Laster, die Unsittlichkeit.

5. Die Schönheit: Man kann darunter die Schönheit in der Kunst, in der Musik, in der Natur verstehen. Sie erfüllt geistlich und körperlich den Menschen. Doch begreifen Menschen oft besser die Schönheit des Körpers und interessieren sich kaum für die Schönheit des Geistes.

Jesus lädt uns heute also zu einer Hochzeit ein. Das bedeutet – er lädt uns zu einem geistlichen Leben ein. Viele lehnen diese Einladung ab. Warum? Wahrscheinlich darum, weil sie nicht wissen, was einem das geistliche Leben geben kann. Zum geistlichen Leben gehört ganz wesentlich das Gebet. Ein Psychologe schrieb einmal darüber, was das Gebet uns bringt. Das Gebet macht uns bewusst, was die Bedürfnisse der Welt sind. Das Gebet erweckt Glaube und Vertrauen. Es vermindert Angstzustände und entspannt. Das Gebet macht den Menschen demütig und es hilft, Probleme zu lösen. Im Gebet haben wir Ziele vor Augen, die wir erreichen wollen. Das Gebet gibt uns Kraft durch den Kontakt mit Gott. Es macht uns aufmerksam auf die Bedürfnisse anderer. Das Gebet führt uns zu Gott und hilft uns, uns geistlich zu entwickeln. Daraus kann man ersehen, dass es sich lohnt, sich einem geistlichen Leben zu widmen. Es ist schade, dass viele Menschen diese Einladung zu einem geistlichen Leben ablehnen.

Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen eine jungen Mann im Alter von 20 Jahren gesehen. Er hat erzählt, dass er sich vor zwei Jahren bekehrt hat. Ich war überrascht, wie verantwortlich er von seinem Leben sprach. Er erklärte, dass er jetzt eine ganz andere Einstellung zum Leben hat und daraus konnte man ganz klar seine Änderung erkennen. Ich selbst bin seit 35 Jahren Priester und ich bin fest überzeugt von der Notwendigkeit eines geistlichen Lebens. Ich bin nur sehr traurig, dass so viele Menschen die Einladung zu einem geistlichen Leben nicht annehmen. Das ist sehr sehr schade.

Beten mit Vertrauen.

 

Es gibt viele Dinge, mit denen wir vor Christus hinbekommen und um Hilfe bitten. Christus erwartet unseren Glauben und unser Vertrauen, die frei von Zweifeln sind. Schauen wir uns  eine Geschichte an, die ein Herr in einer katholischen Zeitschrift verfasste. Kurz nach der Geburt unseres Sohnes wurde meine Frau an Tuberkulose krank. Als der Primär ihr mitteilte, dass diese Krankheit eine langfristige Heilung erfordert, begann meine Frau zu weinen. Der Primär versuchte, sie zu trösten. Sie sagte zu ihm. Herr Primär, ich weine nicht wegen mir, sondern wegen meines kleinen Sohnes. Ich möchte ihn erziehen. Ich werde Gott um die Gesundheit bitten. Der Primär sagte zu ihr. Wenn sie glauben, wird ihr das geschehen. Meine Frau betete täglich um die Gesundheit. Die Krankheit klang langsam ab, aber sie ging nicht ganz weg. Der Sohn wuchs heran und legte die Matura ab. Meine Frau hat gedacht, dass die Zeit erfüllt sei. Aber sie starb nicht. Dann absolvierte unser Sohn die Hochschule. Meine Frau lebte weiter, obwohl sie an der angegriffenen Gesundheit litt. Nach der Hochschule trat unser Sohn den Militärdienst an. Nach Beendigung des Militärdienstes heiratete er. Zu dieser Zeit war er schon ernsthaft krank. Sie gratulierte  dem Liebespaar und dann schlief  sie in ein paar Tagen  in Herrn ein. Diese Frau bat um Zeit, damit sie ihren  Sohn erziehen kann. Gott erfüllte ihre Fürbitte. Wie sie glaubte, so ist geschehen.

Erklärung der heiligen Messe VI

Eucharistiefeier-Opfergottesdient

Der zweite Teil der heiligen Messe ist der Opfergottesdienst. Der Schwerpunkt dieses Gottesdienst ist der Altartisch. In den Altchristlichten Basiliken  war der Altartisch übertragbar. Später waren die Altartische steinern. Dann wurden sie über die Gräber der Heiligen gebaut, oder legten in den Altarstein die Überreste der Heiligen/Märtyrer/. Auf dem Altartisch brennen die Kerzen. Die Kerze ist das Symbol des Lebens- Christus. Außer der Adventzeit und Fastenzeit sind auf dem Altarzeit sind auch die Blumen. Diese Blumen dürfen nie künstlich sein. Darum nicht, weil sie sind das Zeichen, dass Christus lebendig ist. Der Altar ist mit der Leinen wand bedeckt. Bei der heiligen Messe wird sogenanntes ,,Korporal“  verwendet. Das ist eine quadratische Leinwand, für die Fassung der Bruchstücke der der Hostien. Außer dem Misal am Altar soll nichts sein, damit die Opfergabe hervorragen. Das Brot in der Schale und der Wein im Kelch. Zu dem Treffen mit Christus bereiten wir uns durch die Bereitung der Opfergaben vor. In vielen Pfarreien ist die schöne Gewohnheit- der Opferzug. Der Opferzug kennen wir schon aus dem Alten Testament. Im Buch ,, Deuteronomium“ lesen wir. ,, Wenn du in das Land, das der Herr dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, hineinziehst, es in Besitz nimmst und darin wohnst, dann sollst du von den ersten Erträgen aller Feldfrüchte, die du in dem Land das der Herr dein Gott , dir gibt…. Dann soll der Priester den Korb aus deiner Hand entgegennehmen und ihn vor den Altar des Herrn deines Gottes stellen“ Deut.26,1,2,4.

Eine der Einstellungen die wir haben sollen, ist die Dankbarkeit. Alles was wir haben, gehört dem Gott. Der Reichtum der Erde , Berge, Wälder, alles lebendiges. Die ganze Erde wurde erschaffen und dem Menschen geschenkt. Wenn wir heute sehen, dass die Erde unfruchtbar ist, die Luft verschmutzt, das Meer vergiftet, so ist das Zeichen, wie sehr sich der Mensch von Gott entfernt. Wie viel  er von seiner Demut verlor. Also jede heilige Messe soll uns an die Dankbarkeit erinnern. Aus der Dankbarkeit quillt die Verantwortung. Von allen erschaffen Dingen nahm Christus nur zwei : Brot und Wein, damit er wie die Speise und der Trank verwendet, als sein Leib und sein Blut verwendet. Das Brot und der Wein sind der Grundteil der Nahrung. Das sind die Früchte der Erde und die Frucht der menschlichen Arbeit. Diese Wirklichkeiten verdient unsere Dankbarkeit und Achtung. Wenn heute das Brot auf der Erde liegt, und es in die Mülltone wirft ist, obwohl es im anderen Teil der Welt das Leben retten könnten, dann ist das Zeichen dessen wie sehr unsere Zivilisation von Gott entfernt sich. Die ältere Menschen erinnern vielleicht daran wie sie die Eltern lernen, Das Brot zu küssen, das zum Boden gefallen ist. Und jeden neuen Brotleib wurde gesegnet. Das Brot sollen wir in der Achtung haben.

Der Wein ist das Symbol der Gemeinschaft, der Geselligkeit. Heute verlor er seine schöne Bedeutung. Heute sehen die Menschen in Wein eher die Tränen des Unglücks, Unrechtes die das Alkohol/Wein/ bringt. Aber Wein war in den Händen Jesus das Zeichen der Freundschaft. Jesus erinnern uns daran, damit wir bei Trinken der Wein das Maß erhalten und dieses Getränk nicht entwürdigen

Dankbarkeit

Ich möchte euch eine kurze Geschichte erzählen. Einmal war da eine Ameise, die in einem Bach ertrank. Eine Taube nahm das wahr. Sie nahm einen Grashalm und, im Schnabel haltend, näherte sich der Ameise. Die kletterte auf den Grashalm und wurde gerettet. Nach einer Zeit trug diese Ameise ein Körnchen. Sie näherte sich dem Jäger, während er sich darauf vorbereitete, die Taube zu erschießen. Sie ließ schnell das Körnchen, kletterte in den Stiefel des Jägers hinauf und biss ihn ins Bein. Der Jäger sprang vor  dem Schmerz auf und traf  die Taube nicht. Jeder kann dem anderen behilflich sein, nützlich sein, aber wir sollen auch  für die erwiesenen Wohltaten, Liebe und Hilfe danken. In der Heiligen Schrift lesen wir mehrmals von der Dankbarkeit. Der heilige Paulus erinnert die Epheser daran, dass sie alle Sünden bewahren und lieber den Dank abstatten, und den Kolossern gebietet er: „Seid dankbar. Der Heilige gebietet nicht nur, dass wir dankbar sein sollen, sondern er selbst ist es. Im Brief an die Römer schreibt er. Grüßt Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus , die für mich ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben; nicht allein ich, sondern die ganze Gemeinde ist ihnen dankbar. Röm 16,3-4. Stellen wir uns die Frage. Was ist die Dankbarkeit? Das ist nicht nur eine kurz dauernde Angelegenheit. Die Dankbarkeit ist die Äußerung des Guten des Menschen. Wir sollen dankbar sein. Einmal kam ein frommer Mann zum heiligen Petrus. Wohin willst du gehen? Doch in den Himmel. Das will jeder, aber hier gilt das Punktsystem. Wie viele Punkte brauche ich, um den Himmel zu gewinnen? Hundert Punkte. Was hast du Gutes auf der Erde getan? Jeden Tag besuchte ich die heilige Messe. Das ist etwas, ein Punkt. Ich war Mitglied des heiligen Rosenkranzes. Das ist schön, sagte der heilige Petrus, der zweite Punkt. Ich sang im kirchlichen Chor. Das ist der dritte Punkt. Täglich habe ich  gebetet. Das ist der vierte Punkt. Ich bemühte mich, Gott dankbar zu sein. Der heilige Petrus lächelte und sagte. Du hast angemessene Punkte. Kannst du in den Himmel gehen? Die Dankbarkeit lohnt sich. Das  ist nicht nur die Konstatierung. Das ist die menschliche Erfahrung, aber auch ein essenzieller Schlüssel, um den Himmel zu erreichen.

27. Sonntag A Mt 21,33-43.

Einleitung

Das israelische Volk gleicht einem Weinberg, der Frucht bringen soll. Aber anstatt einer fruchtbringenden Ernte erwartet den Besitzer des Weinbergs nur Enttäuschung. Das Volk hat vergessen, dass es nur Mieter des Weinbergs ist, und hat daher auch seine Pflicht nicht erfüllt. Das heutige Gleichnis hat vor, uns zu sagen, dass der Mensch zur Erkenntnis gelangen muss, dass die Frucht seiner Taten die Liebe sein soll. Wenn der Mensch diese Liebe einbringt, baut er am Reich Gottes mit. Wenn das Bauen des Reiches Gottes auf Selbstsucht, Trägheit und Bequemlichkeit ausgerichtet ist, wird es nicht von Dauer sein.

Predigt

Miet- und Pachtverträge sind heutzutage Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Oft können wir hören oder sehen, dass zwischen Eigentümer und Mieter oder Pächter eine große Spannung herrscht. Dafür gibt es verschiedene Gründe, die jedoch meist finanzieller Art sind. Im heutigen Gleichnis haben wir es auch mit Pächtern zu tun. Ein Gutsbesitzer verpachtete seinen Weinberg an Winzer. Er einigte sich mit ihnen, dass ein Teil der Ernte an ihn abgegeben werden muss. Die Pächter waren aber nicht bereit,  den Vertrag einzuhalten. Als der Gutsbesitzer nun zur Erntezeit seine Diener schickte, um den ausgemachten Teil abzuholen, wurden diese verprügelt oder gar getötet.

Es geht in diesem Gleichnis aber nicht allein darum, diesen Pachtvertrag zu erfüllen, sondern um ein viel ernsthafteres Übereinkommen. Es geht um den Vertrag zwischen Gott und dem auserwählten Volk. Jesus denkt an das israelische Volk, wenn er vom Töten seiner Diener spricht. Die Diener sind eigentlich Propheten, die Gott schickt, um sein Volk zu ermahnen. Die Winzer oder Pächter sind das Volk, das Gottes Gesandte oft getötet hat. Ich denke dabei an die Propheten Amos, Michi, Jesaja, Ezechiel und Sacharja, die ebenfalls getötet wurden. Ich denke dabei vor allem an Jesus selbst, den Sohn Gottes, der ebenfalls getötet wurde. Ähnliches gab es immer wieder in der Geschichte der Kirche, wo viele Märtyrer ihr Leben für die Verkündigung des Heils opfern mussten. Aber nicht immer endete alles mit dem Tod; manche wurden auch psychisch zermürbt.

Wie schaut es heute aus mit Menschen, die für Gott Zeugnis ablegen? In den Nachrichten hören wir fast täglich, dass besonders in arabischen Ländern Christen blutig verfolgt werden. In Europa und Amerika geht es nicht so sehr um Verfolgung, aber man ist einer intensiven Kritik ausgesetzt oder wird belächelt, wenn man treu zur Kirche steht.

Vielleicht denken Sie jetzt: Das betrifft uns nicht; das betrifft nur das israelische Volk. Das ist ein Irrtum. Wir sind die Winzer von heute im Weinberg Gottes. Auch wir sollen unseren Anteil an der Ernte abgeben. Es handelt sich selbstverständlich um den geistlichen Ernteanteil. Auch wir Christen haben mit Gott Verträge abgeschlossen. Wann? Bei der Taufe, bei der Erstkommunion, bei der Firmung, bei der Hochzeit. Wie oft vergessen wir aber, was wir damals versprochen haben, oder anders gesagt: Wir fühlen uns nicht verpflichtet, zu tun, was wir versprochen haben.

Jetzt aber konkret: Bei der Taufe versprechen die Eltern, ihre Kinder christlich zu erziehen – doch vielfach sind das nur leere Worte.  Oder bei der Firmung: Da haben die jungen Christen oder Christinnen versprochen, den Glauben verantwortlich zu leben, aber wie schaut die Wirklichkeit aus? Es herrscht vielfach Gleichgültigkeit gegenüber dem Glauben. Oft kommt es einem vor, dass sich Christen nach der Firmung so benehmen, als wären sie nie gefirmt worden. Das macht mich traurig, weil man bei der Firmung eine Predigt gehört hat, die diese Verantwortung für den Glauben ausdrückte – und kurz danach war alles wie weggeblasen. Ich denke dabei auch an das Sakrament der Ehe. Bei der Hochzeit versprechen sich die Brautleute, dass sie in Treue und Liebe leben werden, aber wie schaut die Wirklichkeit aus? Die Ehescheidungen sind exorbitant. Man hat also den Eindruck, dass alle Versprechungen, die Gott gegeben werden, nur auf einem Dokument – einem Stück Papier – vermerkt sind – mehr nicht.

So wie im Altertum bedeutende christliche Gemeinschaften untergegangen sind, so kann es auch in Europa in Zukunft sein. Es gelten auch in der Gegenwart die Worte Jesu: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben, das die erwarteten Früchte bringt.

Wie sind die guten Engel gegen uns Menschen?

Die guten Engel haben uns lieb, und beschützen uns an Leib und Seele, darum heißen sie auch Schutzengel. Vor was beschützen uns die Schutzengel? Vor dem Bösen. Sie beschützen uns am Leib. Was konnte Böses zustoßen am Leib? Du könntest fallen, dich schneiden, krank werden, usw, davor schü tz dich dein Schutzengel. Morgen, wenn du aufwachst, ist er schon bei dir und den ganzen Tag verlässt er dich nicht. Die guten Engel schützen uns an der Seele. Was könnte uns denn Böses begegnen an der Seele? Wenn wir Sünde tun. Vielleicht wollten wir etwas Böses tun, aber dann als ob  wir leise Stimme gehört hätten. Das ist nicht recht. Du darfst das nicht machen! Gott sieht dich. Dein Schütengel hat dich gewarnt und dadurch beschützt hat. Jeder Mensch hat seinen Schutzengel. Wie gut ist Gott gegen uns. So gibt der liebe Gott jedem von uns einen Schutzengel mit, dass er auf uns Acht gebe, damit uns Nichts geschehen. Es  ist einmal ein frommer braver Jüngling gewesen , Tobias hat er geheißen. Der müsste allein in ein fremdes Land fahren. Da hat ihm Gott einen hl.Engel geschickt. Tobias aber hat den Engel nicht gekannt, denn dieser hat ausgesehen ,wie ein Mensch. Der hl. Engel ist dann mit Tobias gegangen und hat ihm überall geholfen und hat ihn den rechten Weg gezeigt. Einmal sind sie an ein großes Wasser gekommen und da hat der Tobias gebadet. Auf einmal ist ein großer Fisch auf den Tobias losgefahren und wollte ihn verschlingen. Aber der Engel hat ihn beschützt  und geholfen, so dass der Fisch ihm hat Nichts tun können.

In einem Dorf in Tyrol brach Feuer aus. In einem brennenden Häuser schliefen zwei Geschwister. Sie erwachten erst als schon die Decke ihres Zimmers ein zustürzen anfing  und Treppen und Stiegen und alles  Flammen stand. Es schien unmöglich, die armen Kinder zu retten. Da betete das ältere Mädchen recht herzlich. Heiliger Schutzengel hilf! und sprang  dann vom dritten Stock auf die harte, fest gefrorene Straße. Alle meinten, es müsse von dem Falle ganz zerschmettert sein, aber siehe-der Schutzengel hatte es beschützt es nahm nicht den geringsten Schaden. Nun rief es auch seinem Schwesterchen; Hannchen, spring auch herab. Und auch das kleinere Schwesterchen sprang herab und wurde gerettet. Wer hat diese Kinder so wunderbar beschützt?  Noch ein kurzes Beispiel. Vor einigen Jahren war einmal in Amerika ein schweres Gewitter und ein so arger Sturm, dass er die größten Bäume, beladene Wagen umgerissen und große starke Leute in die Luft gehoben und wieder nieder geworfen. . Da war auch ein Kind auf dem Feld und seine Eltern konnten es nicht schnell holen. Alle haben gemeint, es müsse tot sein. Aber sieh, während viele Menschen verletzt wurde,  das Kind wurde ganz gesund gefunden. Der hl Schutzengel hatte es beschützt. So könnte ich euch noch viele Geschichten erzählen. Sicher auch euch hat der Schutzengel  schon vielmals vor Unglück an Leib und Seele. Darum sollen wir unserem Schutzengeln dankbar sein.