Archiv für den Monat: Juni 2014

Sich Christus ergeben.

Meister Eckhart sagte: „Du musst dich selbst aufgeben, und dann kannst du dich Christus ergeben.“ Unlängst kam ein Mensch zu mir und sagte, er habe auf seinen beträchtlichen Besitz verzichtet, damit seine Seele gerettet sei.  Eckhard antwortete ihm:   „Auf kleine Sachen hast du verzichtet.“ Auf die großen Sachen würdest du verzichten, wenn du dich selbst aufgibst.“

Diejenigen, die sich  nach etwas anderem sehnen als dem Willen Gottes, werden immer unglücklich und unzufrieden sein. Gott geht nur so in eine Seele ein, soweit wir bereit sind.  Ob wir Gott lieben, erkennen wir daran, ob wir uns wirklich nach Gott sehnen und ob er in unserem Leben an erster Stelle steht.

Jesus lehrte nicht wie die Pharisäer und Schriftgelehrten. In der Heiligen Schrift heißt es:  „Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge bestürzt über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“ Sie lehrten nur mit Worten und Beispielen. Jesus lehrte mit der Macht, die der Heilige Geist ausübt. Das Lukasevangelium spricht sehr klar davon: „Jesus kehrte von der Kraft des Geistes getrieben nach Galiläa zurück. Und die Kunden von ihm verbreiteten sich in der ganzen Gegend. Jesus hat sich auf den Heiligen Geist verlassen und er sagte zu seinen Aposteln: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, er wird euch  an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

Ohne den Heiligen Geist können wir nichts machen – weder das Evangelium verkünden noch Christus folgen noch ein geistliches Leben führen. Die Gaben des Heiligen Geistes erhalten all jene, die an ihn glauben, sich nach ihm sehnen und ihm gehorchen. Ein  kluger Mensch braucht keinen Lehrer. Er braucht eher einen Kollegen, mit dem er diskutiert und so seine Kenntnisse erweitern kann. Auch ein Mensch, der die Wege und Berge kennt, braucht keinen Bergführer, sondern eher jemanden,  mit dem er sich beraten kann. Einen Lehrer braucht der, der nichts weiß, und einen Bergführer, der den Weg nicht kennt und ratlos ist. Jeder Mensch ist vor Gott  in dieser Situation.

Jesus sagte: „Getrennt von mir könnt ihr nichts tun. (Joh 15,5) Nicht alle Menschen werden sich dieser Situation bewusst. Viele denken, wenn wir etwas wissen, schaffen wir etwas. Noch immer sehen wir Gott nur als Helfer an. Wir machen etwas und Gott wird uns schon helfen.  Wie viele Bekehrungen geschahen gerade in Zeiten einer Krise, als viele ohnmächtig und ratlos waren. Wenn wir unsere Schwachheit und Ratlosigkeit nicht eingestehen wollen, muss Gott uns dazu bringen.

Der heilige Paulus schreibt :,,Deswegen habe ich meine Freude an jeder Schwachheit,an Misshandlungen  und Nöten an Verfolgungen  und Ängsten, die ich für Christus ertrage, denn wenn ich schwach  bin, dann bin ich stark.“ (2 Kor 12,10) Der Kontrast zu unserer Schwachheit ist die Allmacht und Liebe Gottes. Paulus schreibt:,,Alles vermag ich durch ihn, der mich stark macht.“ (Phil 4,13). Darum ist es gut, sich in allem auf Gott zu verlassen. In allem können wir nichts ohne ihn tun. Wenn wir davon  überzeugt sind, dass wir alles allein können, dass wir alles schaffen, werden wir Gott nicht um Hilfe rufen. Weil Gott für uns gestorben ist und er uns liebt, ist das der  Grund, weshalb wir uns auf keinen anderen als auf ihn verlassen. Wir sollten die Einstellung „Wartend auf den Herrn“ haben.  Im Psalm 85,9 steht: „Ich will hören, was Gott redet.“  Wenn wir immer darauf gehört hätten, was Gott zu uns sagt, hätten wir so manche Sachen in unserem Leben anders gemacht. Das Problem ist aber, dass wir auf Gott nicht hören wollen; wir hören nur auf uns selbst, und der Erfolg ist, dass wir in unserem Leben oft scheitern. Der Katechismus der katholischen Kirche schreibt  im Zusammenhang damit unter Nr. 143: Durch den Glauben ordnet der Mensch seinen Verstand und seinen Willen völlig Gott unter. Er gibt Gott, der sich offenbart, mit seinem ganzen Wesen seine Zustimmung. Die Heilige Schrift nennt diese Antwort des Menschen „Gehorsam des Glaubens“.

Es gibt aber Dinge, die uns daran hindern. Das ist zum Beispiel – Misstrauen gegen Gott. Wir stellen uns vor: Wenn wir danach handeln, was Gott sagt, werden wir uns lächerlich machen. Für viele Menschen ist nicht das  wichtig, was Jesus sagt oder was die Kirche lehrt, sondern es ist das wichtig,  was die Menschen sagen. Es genügt, wenn diese Menschen sagen: Was die Kirche lehrt, ist schon veraltet und unmodern. Es ist traurig, wenn viele Katholiken in Böhmen und in der Slowakei sagen, dass der Sexuologe  Dr. Miroslav Plzák größere Autorität hat als Jesus.  Mehrmals hatte ich Gespräche mit Leuten, die über Ehe und Sex eine ganz andere Meinung hatten als die Kirche, und ihre Argumente waren: Nein, der Dozent Dr. Plzák sagt etwas anderes. Er muss das besser wissen, weil er mehrere Bücher geschrieben hat. Punktum.

Und das geschieht nicht nur in diesem Bereich. Es ist Misstrauen gegen Gott, der besser weiß, was für uns am besten  ist. Gott bietet uns dauerhaftes Glück an, nicht das Glück, das nur ein paar Augenblicke dauert und dann die bittere Ernüchterung kommt. Manchmal fällt es uns schwer Gottes Willen anzunehmen. Zum Beispiel: Wir haben einen finanziellen Verlust und fragen uns:  Was wird jetzt mit uns? Wovon werden wir leben? Wie können wir die Situation lösen? Wenn wir an die Zukunft denken, lassen uns solche Prüfungen fast verzweifeln. Schauen wir deshalb nicht in die Zukunft, sondern denken wir an das, was Jesus sagt: „Sorgt euch also nicht um morgen, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.“ Jeder Tag hat genug eigene Plage.“(Mt 6,24).  Gott verlangt nicht von uns, dass wir uns ihm für  das ganze Leben ergeben; es ist genug, sich ihm heute zu ergeben – im  gegenwärtigen Augenblick. Nicht immer sind wir fähig, uns ganz Gott zu ergeben und ihm ganz zu schenken.

Die heilige Theresa von Ávila schreibt, dass wir nie fähig werden, uns  ganz Gott zu ergeben.  Wenn es passiert, ist es immer das Wirken der Macht Gottes.

Charles de Foucauld betete so:  Mein Vater, ich überlasse mich dir. Mach mit mir, was dir gefällt.  Was du auch mit mir tun magst, danke ich dir.  Zu allem  bin ich bereit, alles nehme ich an, wenn nur dein Wille  sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen. So ersehne ich weiter nichts, mein Gott.  In deine Händen lege ich meine Seele. Ich  gebe  sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit grenzenlosem Vertrauen, denn du bist mein Vater.  Amen.

Und der Hlg. Ignatius von Loyola schreibt:  Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. Nimm an mein Gedächtnis, meinen Verstand, meinen ganzen Willen. Was ich habe und besitze, hast du mir geschenkt.  Ich gebe es dir wieder ganz und gar zurück und alles dir alles, damit du es nach deinem Willen lenken kannst. Nur deine Liebe schenke mir mit deiner Gnade. Dann bin ich reich genug und suche nichts weiter. Amen.

Ich denke, dass wir alle die Bedeutung dieser Wörter verstehen. Sie äußern Ergebenheit und Vertrauen  Gott gegenüber.

Wozu bringen wir Gott das hl.Messopfer dar?

Wir bringen es Gott dar:

1. Lobopfer zu seiner Ehre und Verherrlichung.

2. Als Dankopfer für alle von ihm empfangenen Gnaden und Wohltaten.

3. Als Sühneopfer für die vielen ihm zugefügten Beleidigungen.

4. Als Bittopfer, um von ihm Hilfe in allen Nöten des  Leibes zu erflehen.

Das hl. Messopfer ist also ein Lobopfer, dargebracht, um Gott zu loben, zu ehren und zu verherrlichen. Wir sind Geschöpfe Gottes, zu seiner Ehre erschaffen. Wir haben deshalb die Pflicht, Gott zu ehren.  Was für eine Ehre sollen wir Gott erweisen?  Eine Ehre, wie sie ihm gebührt. Ein Kind kann ich ehren, indem ich ihm ein Spielzeug gebe. Schon höher die Gabe, wenn ich einem angesehenen Mann eine Ehre erweisen will. Einem Kaiser  gebühren eine kaiserliche Gabe und Ehre. Welche Gabe und welche Ehre gebühren Gott? Es handelt sich um eine göttliche Gabe und Ehre, die unermesslich grandios und erhaben ist und an der Gott grenzenloses Wohlgefallen haben kann. Aber wie können wir solche Gaben, solche Ehre Gott bringen? Wenn alle Engel und Menschen jahrtausendelang Gott unaufhörlich loben und preisen, wenn sie alle ihr Leben für Gott hingeben würden, so wäre das noch lange keine Ehre, die sie Gott gebührt.  Wir sind ja nur arme, elende Geschöpfe. Und noch zudem elende Sünder. Wie sollten wir loben und ehren? Wahrlich, viel weniger sind wir imstande, als der arme Knecht, seinem Herrn zehntausend Talente zu bezahlen. Aber so arm wir aus uns sind, so reich sind wir durch die  hl. Messe. Denn in ihr schenkt uns Jesus sich selbst, sein Opfer, seine Verdienste, und jetzt können wir Gott eine Ehre bringen , wie sie ihm gebührt. Denn wir bringen ihm Jesus selbst, den Allerheiligsten, an dem kein Schatten  von Sünde haftet, der selbst Gott ist, unendlich groß und heilig und erhaben wie der Vater. Wir bringen ihm all den Gehorsam, in dem sich Jesus seinem himmlischen Vater unterworfen hat, alle seine Gebete, seine Arbeiten, seine Leiden, seinen bitteren Tod. Ja, wenn die seligste Maria,die heiligen Märtyrer all die Qualen, die sie erduldet , wenn die Apostel ihm aufopfern, all das, was sie für ihn gearbeitet, die heiligen Jungfrauen ihre Reinheit, ja wenn Gott noch Millionen Himmel erschaffen würde voll heiliger Engel, und all diese kämen und würden Jahrtausende lang Gott unaufhörlich loben, sie würden Gott nicht so viel Ehre erweisen wie eine einzige hl.Messe, denn in der hl. Messe lobt und ehrt Jesus Christus selbst , den himmlischen Vater; er opfert ihm eine Gabe von unendlichem Wert , an der der Vater sein unendliches Wohlgefallen hat. Und auch wir ehren jetzt Gott, wie er es verdient. Denn das Opfer Jesu ist unser Opfer; er hat es uns geschenkt. Er opfert sich für uns, lobt  und ehrt den himmlischen Vater in unserem Namen. Und wir alle dürfen ihn und sein Opfer geistlicherweise mitopfern, mit dem Priester ihn Gott darbringen. Sagen wir Gott. Sieh, lieber Gott: Sie, lieber Gott, wir sind arme Sünder; wir können dich nicht recht loben und ehren , wie wir  gern wollten. Aber wir haben hier deinen göttlichen Sohn, diesen opfern wir dir auf, seine Gebete, seine Arbeiten, seine Leiden ,seinen Tod, seine Liebe. All das hat er uns geschenkt  und wir bringen es dir. Nimm das alles so an, als hätten wir es getan. Mit ihm vereinigen wir unsere schwachen Gebete und unsere Arbeiten, die wir heute verrichten. Wir verbinden auch unsere Leiden, die wir heute erdulden werden, und möchten dich dadurch gern so ehren und dir so Freude bereiten wie deinem göttlichen Sohn. O nimm es gütig an.

2. Die heilige Messe ist ein Dankopfer. Wenn wir von jemandem Wohltaten empfangen, so ist unsere Pflicht, zu danken, und zwar müssen wir umso mehr Dankbarkeit  zeigen, je größer die Wohltaten sind , die wir  empfangen. Für einen Euro dankt man mehr als für einen Cent. Und wer uns das Leben gerettet hat, verdient mehr Dank als wer uns ein Almosen gab. Nun denkt  einmal: Welche Gnaden und Wohltaten  haben wir von Gott! Zuerst die leiblichen Wohltaten. Denkt an die tägliche Nahrung: Wie viele Menschen leiden unter bitterem Hunger! In Afrika sterben täglich Hunderte Leute an Hunger. Wir haben  genug Nahrung. Gesundheit. Wie unglücklich wären wir, wenn wir blind wären. Wie viele geistliche Gnaden haben wir erhalten? Und die Gnade, dass Gott  seinen eingeborenen Sohn  für uns hingegeben hat. Ja, eher könnten wir die Schneeflocken im Winter zählen als die Wohltaten Gottes. Dafür sind wir ihm Dank schuldig, und zwar einen Dank , der so viel wert ist wie die Wohltaten, die  wir ihm verdanken. Aber was können, was wollen  wir ihm geben? Der junge Tobias fragte auch so, als er nach Hause kam, seinen Begleiter , der ihm so vieles Gute erwies. Er wollte etwas zum Dank tun. Er hat ihm die Hälfte seines Vermögens angeboten , aber wohl eingesehen, dass das nicht genug ist. Aber was wollen wir Gott geben? Wenn wir ihm alles, unser Vermögen , unser Leben geben wollten: Was ist das vor Gott? Ihm gehört ohnehin alles. Und wieder kommt Jesus zu Hilfe. Im hl. Messopfer schenkt er uns sich selbst und alle seine Verdienste, und nun  können wir dem himmlischen Vater etwas bringen, was so viel wert ist wie seine Wohltaten; nun können wir ihm würdig danken. Nun können wir ihm sagen.  Sieh, lieber Vater , wir können dir nicht danken für all  deine Gnade  und Wohltaten, aber sieh hier deinen lieben Sohn: Er dankt für uns. Wir opfern ihn dir, und alle Danksagungen, die  er dir während seines ganzen Lebens gebracht  hat und noch jetzt  dir bringt – nimm es als unseren Dank an; wir vereinen damit unsere Danksagung  für diese … und … diese  und alle deine Wohltaten und wollen immer  und ewig dich dankbar preisen.

3. Die hl. Messe ist ein Sühneopfer, ein Opfer, um Gott zu versöhnen, wenn er über die vielen ihm zugefügten Beleidigungen erzürnt ist. Wie viele Sünden werden täglich begangen? Und denkt einmal darüber nach, was eine einzige Sünde in Gottes Augen ist. Wegen einer Sünde hat er unzählige Engel so unaussprechlich schön in die Höhle gestürzt, wo sie so hässlich, so entsetzlich unglücklich sind. Und wie viele Sünden haben wir? Und so sollten wir vor Gottes Augen treten. Was sollen wir tun, um ihn zu versöhnen? Wir müssten der gerechten Strafe für unsere Sünde verfallen, hätten wir nicht in Jesus ein Mittel, um Gott zu versöhnen. Als ein vornehmer Fürst Alfons mit vielen Leuten auf dem Meer sich befand, erhob sich ein rasender Sturm, sodass man glaubte , das Schiff könnte jeden Augenblick zertrümmert werden und alle zu Grunde gehen. Da in der höchsten Not ergriff Alfons ein kleines Kind, das auf dem Schiffe war , hob es gegen den Himmel empor und rief: Ó Gott, wenn auch wir Sünder sind und deinen Zorn verdienen, so ist dieses Kind doch unschuldig und du hast es lieb; um dieses Kindes willen sei auch uns barmherzig.  Und siehe. Der Sturm legte sich und alle wurden gerettet. Wenn Gott sich durch ein solches unschuldiges Kind zu seinem himmlischen Vater versöhnen ließ, wie viel mehr wird er versöhnt werden ,wenn der Priester ihm emporhält, seinen eigenen , so unschuldigen, so heiligen Sohn. Jesus Christus selbst ruft gleichsam seinem himmlischen Vater zu: „O Vater, es ist wahr, die  Menschen haben dich schwer beleidigt und verdienen keine Barmherzigkeit – aber um meinetwillen schone ihrer. Gedenke, dass ich ihren Ungehorsam zu sühnen, 33 Jahre lang gehorsam war, gehorsam bis zum Tod des Kreuzes. Gedenke, dass ich ja  die Strafe, die sie verdient haben, auf mich genommen und gelitten habe. Sieh hier meine Wunden, sieh das Blut, das ich für ihre Sünde vergossen habe – und erbarme dich ihrer! Strafe sie nicht, sondern gib ihnen Gnade und Verzeihung. Und der Vater erbarmt sich um seines Sohnes willen und hält den Blitz seiner strafenden Gerechtigkeit zurück. Ja, der heiligen Messe haben wir es zu verdanken, dass Gott uns nicht mit furchtbaren Strafgerichten heimsucht, sondern so langmütig uns Zeit zur Buße und Besserung lässt. Im alten Bund strafte Gott oft furchtbar streng; David sündigte, und eine furchtbare Pest , die siebzigtausend seiner Leute wegraffte, war die Strafe. Die Söhne Benjamins verübten eine Tat der Unkeuschheit – und 25 000 mussten eines schrecklichen Todes sterben. Heute geschehen Sünden der Unzucht zu Tausenden  und doch kein solches Strafgericht. Das Besaiten tat einen unehrerbietigen, vorwitzigen Blick auf die heilige Lade, und 15 000 mussten den Frevel mit dem Tode büßen; heute sind es Tausende , die nicht etwa bloß die Bundeslade, sondern das Allerheiligste, den Sohn Gottes im hl. Sakrament, nicht nur unerbittlich anblicken, sondern unwürdig empfangen – und Gott schont, wartet und gibt Zeit zur Besserung. Warum straft Gott heutzutage viel weniger? Ist sozusagen geduldiger und langmütiger gegenüber den Juden? Weil täglich und stündlich  der Sohn Gottes im hl. Messopfer den Zorn des Vaters und seine strafende Hand zurückhält. Darum wollen auch wir die heilige Messe recht benützen, um Verzeihung zu erlangen.  Wir wollen ihm zeigen, seinen göttlichen Sohn zu bringen und zu beten. Ó Vater, wir haben dich beleidigt  und Strafe verdient, aber verschone uns  und sei uns gnädig um Jesu willen.

Das Geheimnis der Heimsuchung Mariä.

„In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth“, so hat es eben im Evangelium geheißen.  Diese Begebenheit aus dem Leben Mariens feiern wir heute am Festtag Mariä Heimsuchung.

Bedeutungsvoll wird das auch  ausgedrückt  in den Worten des zweiten Geheimnisses des freudenreichen Rosenkranzes, wo es heißt: „Den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast. “ Das soll Gegenstand unserer Betrachtung am heutigen Festtag sein.

Die Worte: „Den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast“  weisen auf das menschgewordene Wort und auf die besondere Bedeutung hin, dass Maria es war, die Jesus in ihrem Schoße zu Elisabeth getragen hat. Es war keine gewöhnliche Reise, sondern ein besonderer Gang über das Gebirge, den  Maria unternahm. Sie besuchte ihre Base Elisabeth, die ebenfalls gesegneten Leibes war – und beide sind in den Heilsplan Gottes einbezogen. Es war also die Absicht Gottes, dass sie sich aufmachte, um das Werk der Erlösung zu beginnen. Das Kind Elisabeths – der Vorläufer des Herrn – Johannes spürt die Nähe des Herrn – das drückt sich im Hüpfen des Kindes in Elisabeths Schoß so treffend aus. Und auch Maria ist von Freude über diese Begegnung erfüllt.

Diese Begegnung diente jedoch nicht nur dem Heil Johannes, sondern war auch bereits ein Wirken für unser aller Heil. Was tun wir für unser Heil? Der Wille Gottes ist doch unsere Heiligung. Das soll uns immer wieder bewusst werden. Jesus sorgt sich um uns –  seine Auswählten –  und will uns die notwendigen Gnaden schenken, die wir zum Heile brauchen. Er hat die Absicht, uns die Gnade zu schenken, zu einem vollkommenen Leben zu gelangen, aber wir sollten uns dieser Gnade nicht entziehen.

Maria war sofort entschlossen, den Eingebungen Gottes zu folgen, und machte sich schnell auf den Weg, um zu ihrer Base Elisabeth zu gehen. Sie nahm ohne Bedenken diesen Weg, der vier Tage beanspruchte,  auf sich – ein Weg, der mühsam und gefährlich war – und das in ihrem zarten Alter, in ihrem Schoß Jesus tragend.

Wie wunderbar wäre es, wenn auch wir so schnell und mutig der Stimme Gottes folgen würden, wenn sie uns ruft zur eifrigen Pflichterfüllung im Beruf und zu höherer Vollkommenheit. Hören wir auf seine inneren Einsprüche, die uns auf den richtigen Weg führen!

  

 

Die Schlüssel, die der heilige Petrus bekam.

 Wie jede Religion hat auch unsere verschiedene Symbole. Zu den bekannten Symbolen gehören: Kreuz, Kerze, Wasser, Weihrauch. Wenn wir diese Symbole begreifen wollen, müssen wir  ihren Sinn und ihre Bedeutung kennen. Jedes Symbol versteckt eine bedeutsame Tatsache. Jesus sagte zu Petrus: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte des Todes werden sie nicht überwältigen.“ Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ Mt 16,18–19  Was für einen Sinn haben diese Symbole? Der Fels steht im Zusammenhang mit dem heiligen Petrus und symbolisiert die Glaubensfestigkeit, die Petrus und seine Nachfolger bewahren. Und das Symbol der Schlüssel? Mit dem Schlüssel öffnen oder schließen wir die Tür. Die Schlüssel Petrus sind das Symbol der Möglichkeit, die Schätze des Himmelreichs zu öffnen , und diese Schätze geben denjenigen, die sich nach ihnen sehnen. Einst sagte Jesus zu den Pharisäern. Weh euch, Gesetzlehrern! Ihr habt den Schlüssel zur Erkenntnis beiseite geschafft: Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, die hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert.“ Lk 11,52: Petrus und seine Nachfolger erhielten die Schlüssel nicht für sich selbst, sondern für die anderen, damit sie den anderen. Die Tür der Erkenntnis öffnen. Nirgendwo im Evangelium steht, dass Christus jedem die Schlüssel gab. Er gab die Schlüssel  nur dem  Petrus. Stellen wir uns die Frage: Warum bekam der Schlüssel nur Petrus? Wir wissen, dass  der Mensch das vollkommenste Geschöpf  auf der  Erde ist. Er kann sich frei entscheiden. Es fehlt ihm an etwas, was die niedrigen  Lebewesen haben. Er hat keine Fähigkeit,  sein gesellschaftliches Leben vollständig  zu organisieren. So wie diese Fähigkeit  die Bienen oder die Ameisen haben. Darum kam der Mensch darauf, dass er bestimmte Institutionen bilden muss, die sein Leben organisieren werden, und so ersetzt das, was  bei den Lebewesen genetisch einprogrammiert ist. Wenn der Mensch nicht so  eingerichtet gewesen wäre, hätte er sich selbst vernichtet. Wenn es keine   Gesetze und Parlamente gegeben hätte, wie könnte die Welt existieren? Wie wäre es, wenn jeder seine  eigenen Gesetze festlegen könnte? Wenn jeder Mensch das machen könnte, was er will. Ähnlich ist  es auch im Bereich  der Religion. Gott hat schon im Alten Testament die Propheten auserwählt, denen er seine Pläne und Absichten offenbarte. Die Propheten machten dann mit diesen Absichten  das Volk bekannt; sie führten es. Schon im Alten Testament kann man sehen, dass Gott nicht erlaubte, dass sich jeder für einen Propheten, für einen Führer, für einen König hielt, denn  daraus wäre gesellschaftliches und religiöses  Chaos entstanden. In diesem Sinn handelte auch Jesus. So wie im gesellschaftlichen  Leben, auch im religiösen Autorität. Wenn es keinen Papst gäbe, würde  es so viele Religionen geben wie Menschen. Auch heute sehen wir, dass es so viele Religionen gibt. Die Tragödie ist, dass jede Religion   etwas hat, aber niemand alles. Es ist dem ähnlich, wenn uns jemand die Ziegel zeigte und sagte: „Das ist mein Haus. Ähnlich wäre es, wenn  er  uns die Tür oder das Fenster zeigte und sagte: „Das ist mein Haus. Das alles ist für den Bau des Hauses nötig, aber das Haus ist das nicht. So ,die rechte Religion  ist nicht die,  die aus der Gotteserscheinung nur das Auserwählte auswählt, was ihr am besten geeignet  ist. Und eben darin liegt der hohe Wert des päpstlichen Amtes. Dass es die Gotteserscheinung bewahrt. Die Journalisten fragten Josef Ratzinger, der zu dieser Zeit noch Kardinal war, wie er sich den künftigen Papst vorstellt. Und er antwortete, dass der  nächste Papst drei Aufgaben haben wird. 1. Versichern die Einheit der Kirche, 2.  Dialoge führen mit anderen Religionen, 3. Er muss die Stimme der Ethik und der Moral sein. Der Papst soll uns  an die geistlichen Werte erinnern. Freuen wir uns darüber, dass wir die Mitglieder der Kirche sind, die uns unter der Führung des Heiligen Vaters alle Reichtümer des Gottesreiches gibt. Nur von uns hängt ab, ob wir diese Reichtümer in unserem Leben empfangen.

Unbeflecktes Herz Mariä.

Die Lehre der katholischen  Kirche verweist auf das unbefleckte Herz Mariä. Maria hat eine einzigartige Stellung in der Heilsgeschichte. Sie wurde  von Gott  zur Mutter des Erlösers Jesus auserwählt und bewahrt von Erbsünde und vor jeder persönlichen Sünde. In diesem Licht scheint  Maria der Prototyp eines sündlosen Menschen. Ihr Herz, als Symbol Ihres Inneren , ist befreit von allem Bösen. Maria Wille war ganz vereint mit dem Willen Gottes.

Ein bedeutender Verbreiter der Verehrung für das Herz Jesu war der heilige Jan Eudes. Gleichermaßen setzte er sich für die Verehrung des Herzens Mariä ein. Während der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts verbreitete sich diese Verehrung dank erwähnter  Heiliger schnell in Frankreich. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Fest „Unbeflecktes Herz Mariä“ durch Papst Pius VII. festgelegt. festgelegt. Genehmigt, aber  ohne Verbindlichkeit. Bis der Papst Pius XII dieses Fest  im Jahre 1944 als verbindlich für die ganze Kirche erklärte. Heute ist dieses Fest wieder unverbindlich. Was für eine Rolle spielt die Heilige Maria in unserem Leben? Ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen. Die Domkirche des heiligen Stephanus ist für ein kostbares, künstlerisches Denkmal vorgesehen. Sie ist geschmückt, verziert mit Bildern und Statuen vieler berühmter Künstler, sodass sie eher das Museum als ein christlicher Tempel ist. Viele Touristen besuchen diese Kirche; sie bewundern die Statuen und Bilder ,aber an Christus im Altarsakrament anwesend gedenken sie nicht. Und doch wurde diese Domkirche zunächst für Christus gebaut. Während des Zweiten Weltkriegs  wurde der Dom durch Bomben beschädigt. Die zuständige Behörde bemüht sich, den beschädigten Teil nach den ursprünglichen Plänen zu reparieren und herzustellen. Diese konnten sie aber nicht finden, und darum mussten sie viel Geld denen zahlen, die sich das Original nachbilden. Pater Lombardi, der nach der Rekonstruktion der Kirche die geistliche Erneuerung hatte, sagte: „Die ganze Welt ist heute ruiniert durch den menschlichen Hochmut und durch Hass. Die Welt kann nur so rekonstruiert werden, dass der Mensch dem Willen Gottes zustimmt, was das Kennzeichen des erfolgreichen Christentums zurückbringt. Durch das Leben zu schreiten, immer Ja Willens Gottes zu sagen, ist das Kennzeichen  des erfolgreichen christlichen  Lebens. Ein solches Leben führte Heilige Maria. Es ist großartig, wenn wir ihr folgen.

Heiligstes Herz Jesu 2014

Einleitung

Das Heiligste Herz Jesu kennenzulernen bedeutet: die Große der Liebe zu erkennen, mit der wir geliebt werden. Das Wesen  und das Ziel der Andacht zum Herzen Jesu bedeuten,sich ganz zur Verfügung der Jesu-Liebe zu geben, und erlauben, dass diese Liebe uns gewinnt und durch uns wirkt. Gott bietet uns die Liebe an, die will,dass wir Gott und unsere Nächsten opferwillig lieben.

Predigt.

Die Verehrung des Herzens Jesu war in der Geschichte der Kirche stets präsent. Konkret begann sie jedoch im 17. Jahrhundert in Frankreich. In den Jahren 1673–1675 offenbarte Christus Marguerite-Marie Alacoque in Paray-le-Monial im Burgund das Geheimnis seines Heiligsten Herzens. Jesus zeigte ihr sein lebendiges Herz, das seine Liebe zu den Menschen symbolisiert. Später erschien seine Liebe erneut, abgelehnt und doch erwidert werden wollend. Die Heilige Marguerite-Marie Alacoque widmete sich mit Hilfe ihres geistlichen Führers, des Jesuiten Claude de la Colombière, der Verbreitung der Verehrung des heiligsten Herzens Jesu. Die Jesuiten verbreiten diese Verehrung bis heute. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts praktizierten Millionen Menschen die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu. Während des Pontifikats Papst Pius IX. wurde im Jahr 1856 das Fest Heiligstes Herz Jesu eingeführt und während des Pontifikats von Papst Leo XII. zum Hochfest erhöht? Circa 200 Jahre nach den großen Erscheinungen kam es zur Weihe von Personen und Familien an das Heiligste Herz Jesu. Die Wallfahrten nach Paray-le-Monial begannen. Papst Leo XIII. gab die Enzyklika Annum Sacrum heraus, in der er die theologischen Gründe für die Verehrung des Herzens Jesu darlegte und die gesamte Menschheit dem Allerheiligsten Herzen Jesu weihte.

Bei der Erscheinung zeigte Jesus sein Herz Margarete-Maria Alacoque und sagte zu ihr. Das ist das Herz,das so sehr die Menschen liebte,das zum Äußersten ging, und für die Belohnung nehme ich von den meisten nur die Undankbarkeit, Gleichgültigkeit und Verachtung an  . Aber mich verletzt  mehr die Wirklichkeit, dass sich auch die Personen, die mir eingeweiht sind, so verhalten.

Jesus verspricht die reiche Belohnung denen, die ihm das Herz erweisen und diese  Verehrung verbreiten.

Hl. José María Escrivá de Balaguer

Josefmaría Escrivá de Balaguer wurde am 9.1. 1902 in Barbastro, Spanien, geboren. Seine Eltern hießen José und Dolores. Er hatte fünf Geschwister. Drei von ihnen starben noch im zartesten Alter. Die Eltern gaben ihren Kindern eine tiefe christliche Erziehung. Der Vater arbeitete in einem Textilhandel, aber 1915 ging das Geschäft pleite, und so zog die Familie nach Logrona, wo der Vater eine andere Arbeit fand. Als Josefmaria 16 Jahre alt war, spürte er den Gottesruf. Er sah im Schnee die Spuren der Barfüße eines Karmelitermönches. Damals ahnte er noch nicht, was Gott von ihm erwartet, aber eines wusste er schon: dass er Priester sein will.  Als 18-Jähriger trat er in das Seminar ein. Anbei studierte er  als externer Student auch Zivilrecht an der Universität Zaragoza. 1924 starb sein Vater. Ein Jahr später wurde er zum Priester geweiht. Als Kaplan wirkte er in einer Dorfpfarrei.  1927 zog er mit  der Erlaubnis des Bischofs nach Madrid um, um das Doktorandenstudium  der Rechtswissenschaft abzuschließen. Josef Maria begann  die These, dass jeder Mensch heilig sein kann. Er führte die heiligen Übungen nicht nur für die geweihten Personen, sondern auch für die Laien. Während des Bürgerkriegs musste er versteckt bleiben und schließlich nach Südfrankreich fliehen. Später studierte er an der Lateran-Universität. Er nahm am Zweiten Vatikanum  teil. Er wurde zum Konsultanten für zwei vatikanische Kongregationen. Josef Maria Escrivá starb am 26. 6. 1975 in Rom. 1992 wurde er seliggesprochen, 2002 heiliggesprochen.

Hl.Petrus und Hl.Paulus, Apostel Mt 16,13-19

 

Einleitung

In unserem Leben gibt es  Situationen, in denen uns der Atem stillzustehen scheint. Es ist dann so, wenn uns etwas oder jemand überrascht, wenn wir von etwas verwundert oder verzaubert sind.  Solche Situationen erlebten auch die Apostel Petrus und Paulus in ihrem Leben. Wir feiern heute ihr besonderes Fest. 

Predigt

Für das Leben der Heiligen Petrus und Paulus ist ihre Begegnung mit Jesus von größter Bedeutung. Jesus beeinflusste im Wesentlichen ihr Leben. Wie war das beim heiligen Petrus? Jesus sagte zu ihm und zu den anderen Aposteln: „Fahrt hinaus auf den See und werft eure Netze zum Fang aus!“ Simon Petrus antwortete ihm: „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch, weil du es sagst, wollen wir  die Netze noch einmal auswerfen.“ Das taten sie und fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Ein anderes Mal blieb Petrus auch die Luft förmlich weg; es war beim Sturm auf dem See, als Jesus dem Sturm befahl,  still zu sein. Schließlich hat Petrus sogar Jesus verleugnet und er erwartete vielleicht sogar, dass Jesus sich dadurch von ihm abwendet, weil er ihm nicht verzeihen wird. Das war aber nicht der Fall. Jesus handelte zur Überraschung Petrus nach der Auferstehung folgendermaßen, indem er sagte: „Weide meine Schafe!“ Im Jahr 44 während der Regierungszeit des Königs Agrippa wurde Petrus verhaftet. Alle beteten für ihn und so wurde er auf wunderbare Weise aus dem Gefängnis befreit. Was Petrus erlebte, war voller Wunder. Die Begegnung mit Jesus war für ihn so bereichernd, dass er gar nicht anders konnte, als Jesus nachzufolgen und sein Leben für ihn aufzugeben. Christus war die Freude seines Lebens und durchdrang sein Leben völlig.

Ähnlich war es mit dem Apostel Paulus. Er war ein hochgebildeter, überzeugter Jude und verfolgte Jesus. Er ließ viele, die an Jesus glaubten, ins Gefängnis werfen. Als er aber eines Tages auf dem Weg nach Damaskus war, erlebte er eine Begegnung mit Jesus. Plötzlich wurde er durch ein Licht vom Himmel erleuchtet, stürzte zu Boden und hörte eine Stimme zu sich sagen: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Er antwortete: „Wer bist du, Herr?“ Dieser sagte: „Ich bin Jesus, den du verfolgst!“ Er bekehrte sich, predigte von nun an von Jesus und schrieb viele Briefe. Auch für ihn hatte die Begegnung mit Christus einen entscheidenden Einfluss genommen. Er wurde oft vom Heiligen Geist erfüllt.

Fragen wir uns: Was haben die beiden Heiligen Petrus und Paulus konkret von Jesus angesprochen und verzaubert? War es die Liebe und die Art der Handlungen? Ich denke schon, denn Jesus handelt in Liebe und Freiheit und verurteilt niemanden. Jesus wusste um die Fehler der beiden. Er wusste, dass Petrus kein vollkommener Mensch war, und trotzdem sagte er zu ihm: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ Es ist also bewundernswert, welches Zutrauen Jesus den Menschen gegenüber hat.

Eigentlich müssten auch wir manchmal sagen: „Jesus, ich bin deiner Liebe nicht wert!“ Aber es sollte uns bewusst sein –  und das waren sich auch die beiden Apostelfürsten – dass Christus sie liebt –  und auch uns liebt. Sie haben diese Liebe weitergegeben, und auch wir sollten sie weitergeben. Wir können an den beiden Aposteln sehen, wie sich ihre Haltung geändert hat. Christus kann jeden Menschen ändern, auch uns.  Viele Menschen haben unter dem Einfluss des Christentums ihr Leben geändert.

Dazu erzähle ich noch ein Vorkommnis, das dies bestätigt: Henry Dunant war ein Kaufmann, der aus einer reichen Familie stammte. Als er 31 Jahre alt war, wollte er zum französischen Kaiser Napoleon III fahren, um die Erlaubnis für ein geschäftliches Unternehmen in Algerien zu erbitten. Statt der Audienz beim Kaiser wurde er zum Zeugen der militärischen Schlacht bei Solferino. In dieser Schlacht besiegte Napoleon auf Sardiniens Seite Österreich. Dunant sah, wie beinahe 300 000 Menschen einander gegenüberstanden und sich gegenseitig töteten. Es gab auch viele tausende Verletzte. Damals entschied sich Dunant, der ja eigentlich ursprünglich Kaiser werden wollte, den Verletzten zu helfen. Er tröstete sie und schrieb letzte Wünsche und Grüße an ihre Familien. Aus dem Helfer Dunant wurde schließlich der Organisator einer großen Gemeinschaft. Mehr und mehr Menschen halfen ihm. Vom eigenen Geld errichtete er ein Krankenhaus und versorgte es mit Medikamenten. Er versuchte auch, die Kranken zu behandeln. Dieses massenhafte Leid brachte ihn dazu, eine systematische Hilfe aufzubauen, und er gründete die Organisation zur Hilfe für Kriegsopfer. Dazu suchte er ein Zeichen, ein Symbol; es war das Rote Kreuz. Diese Organisation bedeutete Hilfe und Trost für Millionen Menschen, auch heute noch.  Die Feldschlacht bei Solferino veränderte Henry Dunants Leben vollkommen.

Bitten wir heute die Apostel Petrus und Paulus , dass auch unser Leben durch ihre Fürbitten geändert werde.

Geburt des Hl. Johannes des Täufers

Ein Kind. Ein kleines Menschenkind, das von  sich nicht weiß, das nur durch sein Weinen auf sich aufmerksam macht: Ich bin da. Wenn wir ein Kind sehen, fällt nicht einem von uns  der Gedanke ein, der  bei der Geburt Johannes des Täufers ausgesprochen wurde. Was wird wohl aus diesem Kind werden?“ Lk 1,66 Warum erwähnen wir  eben bei der Geburt Johannes des Täufers diese Worte?

Werden  wir  uns  erinnern, was der Geburt des größten Propheten  des Alten Testaments vorgefallen ist. Aus der Heiligen Schrift wissen wir, dass die Eltern Johannes des Täufers tadellos waren. Sie hielten das Gesetz des Herrn ein. Zacharias war Priester. Als Zacharias  das Weihrauchopfer brachte, traf er sich mit einem Engel, der zu ihm sagte, dass deine alte Frau Elisabeth einen Sohn gebären wäre. Zacharias aber zweifelte an diesen Worten und er musste die Strafe für seinen Zweifel tragen. Er musste bis zum Tag, an dem es alles geschah, schweigen. Dieser Tag kam. Der Knabe erhielt den Namen nicht nach der Gewohnheit – nach seinem Vater Zacharias , sondern nach dem Johannes. Damals, als dem Zacharias  die Rede zurückgekommen ist , sprach Zacharias. Bis dann äußerte er sich in ganzer Kraft über die Geburt seines Sohnes.  Zacharias bemühte sich immer, „Ernte zu bringen“ und Gott zu geben, was ihm gehört. Ähnlich lebte auch Elisabeth. Beide beteten zu Gott für ihr Kind. Zacharias  dichtete einen  bekannten Hymnus  – den Benedictus. In diesem Hymnus besang  er die große Gottesliebe. Zacharias und Elisabeth waren für die Gottesliebe offen. Auch die Verwandten und Bekannten sahen die Geburt Johannes‘ des Täufers als  etwas Außergewöhnliches. Heute wissen wir schon, wer Johannes der Täufer  war. Johannes war eine der  größten Persönlichkeiten im jüdischen Volk. Er war ein treuer und unerschrockener Verkündiger des Erlösers. Er wusste, was  die Pflicht des Vorgängers, des Herrn, ist. Seine Sendung erfüllte er bis auf den Punkt. Demut, ein gediegener Charakter, ein fester Wille – das alles eignete sich Johann  als junger Mann in der Stille der Wüste an, wo er die Jahre seiner Formation verbrachte. Das eine dürfen wir nicht vergessen. Johannes ließ sich durch den Heiligen Geist führen, arbeitete mit dem Willen Gottes zusammen und deshalb war sein Leben so beispielhaft.

Jesus legte ein schönes  Zeugnis von Johannes ab. Unter denen , die vom Weibe geboren sind, ist  kein Größerer  erstanden  als   Johannes  der  Täufer. Sicher hatte Jesus den Grund, als er diese Worte sagte. Von der Seite Jesu war  das  keine Höflichkeitsphrase.

Wenn Christus nicht mehr stirbt, wie kann ….

Wenn Christus nicht mehr stirbt, wie kann denn durch die hl. Messe das Opfer, dass er am Kreuze vollbracht hat, erneuert werden?

Es wird erneuert, weil in der hl.Messe Christus sich wirklich und wahrhaft aufopfert unter den Sinnbildern des blutigen Todes, den er am Kreuze erlitten hat, nämlich unter den getrennten Gestalten des Brotes und Weines.

Das Opfer am Kreuz hat darin bestanden , dass Jesus sich selbst hingegeben hat in den qualvollsten Tod, um Gott zu ehren und zu versöhnen. Wie kann nun das Kreuzopfer erneuert werden, wenn Jesus nicht wieder stirbt? Zuerst  mache ich euch aufmerksam, dass es sich hier um etwas Wunderbares, Geheimnisvolles  handelt, dass kein Mensch ganz erklären kann. Wenn Jesus auf s Neue sterben würde so wäre das Kreuzopfer  und das Messopfer eigentlich nicht ein Opfer, sondern zwei: auch kann ja Jesus gar nicht mehr sterben.Am Kreuz ist sein Blut geflossen, von seinem Leib  wirklich getrennt worden: das ist nicht mehr möglich , aber sakramentalisch geschieht  dies auch auf dem Altar. Jesus Christus ist nämlich gegenwärtig unter den getrennten Gestalten des Brotes und Weines. Die hl. Hostie stellt uns also vor seinen Leib, der Kelch sein Blut. Wo wurden aber Leib und Blut getrennt? Bei seinem  blutigen Tod am Kreuze. Also stellen die  getrennten Gestalten den Leib und das Blut Jesu vor so , wie sie am Kreuz gewesen sind, wo er den blutigen  Tod erlitt. Der Heiland ist also gegenwärtig mit demselben Leib, der  am Kreuz gestorben, mit demselben Blut, das am Kreuz vergossen wurde. Er ist gegenwärtig unter den Gestalten des Brotes und Blutes. Christus opfert sich bei der hl. Messe dem himmlischen Vater wirklich / nicht  so  dass wir es uns so vorstellen/  und wahrhaft/ d.h. es ist nicht bloß  ein Bild seines Ofers, das  uns bloß an das Kreuzopfer erinnerte. Er opfert sich mit der derselben Unterwerfung, demselben Gehorsam, derselben Demut und Liebe, die er am Kreuz bezeugt. Es gibt Leute, die an Christus glauben und die hl. Schrift als Gottes Wort ansehen und doch meinen es es   gebe kein hl. Messopfer.  Wir haben viele Zeugnisse der hl.Väter, die für das hl. Opfer  Zeugniss geben. Viele heilige Vater erzählen uns , wie das hl.Messopfer  bei ihnen  gefeiert  wurde, erzählen  dass  Gott oft wunderbare  Heilungen  und Gnaden  durch das heilige Messe  erteile. Zum Beispiel  der heilige  Gregor von Nazianus erzählt, wie sein Vater durch die hl.Messe plötzlich von einer Krankheit  geheilt wurde. Der heilige Kirchenlehrer Augustinus  sagte: Statt aller jener Opfer und Gaben wird jetzt  der Leib Christi geopfert  und denen die daran Teil nehmen / die communiciren/ ausgeteilt. Der hl. Bischof und Märtyrer Irenäus schreibt: Christus nahm Brot , dankte und sprach. Dies ist mein Leib: und ebenso sagte er vom Kelch , es sei sein Blut.  So lehrte er das neue Opfer des neuen Bundes, das die Kirche von den Aposteln empfangen  hat. Von der heilige Messe schreibt das erste heilige allgemeine  Konzil  von Nizäa hat  verboten,dass die Diakonen ,die die hl. Kommunionen austteilen , aber nicht das hl. Messopfer  darbringen dürfen.  Und das hl. Konzil  von Trient  sagt: Wer behauptet,das in dr hl. Messe  nicht ein wahres und eigentliches Opfer dargebracht werde, der sei im Banne.  Die uralten Messgebete, die zum Teil aus den Zeiten der hl. Apostel herkommen, legen ebenfalls Zeugniss ab für das Messopfer. Es sind  vielfach ganz dieselben  Gebete , die auch heute noch im Messbuch stehen.  Endlich zeugen für das hl. Messopfer viele andere kirchliche Denkmäler des Morgens und Abendlandes  d.h. viele Gegenstände, Bilder, Altäre, die uns erhalten worden sind aus alten Zeiten und an die Kirche in jenen Zeiten uns erinnern und sagen, wie es dort in der Kirche in Asien, Afrika und Europa  ist gehalten worden. So z. B. sind bei der Stadt Rom die sog. Katakomben. Dort sind noch heute Altäre zu sehen, auf welchen die Christen das hl.Messopfer gefeiert haben. Und auch der Altar ist heute noch in Rom, auf dem der hl. Petrus  und die Päpste  nach ihm die hl. Messe gelesen haben. Ihr seht also, schon in den ältesten Zeiten und immer das hl. Messopfer gefeiert worden- es kann also nur von den hl.Aposteln herkommen und diese können es nur vom lieben Heiland empfangen haben.

Gott im Alten und Neuen Testament

In  der altestamentarischen Welt leben Gott und Mensch in der zwei ganz abgetrennten Welten. Gott ist ,,oben“ im Himmel, der Mensch lebt,, unten“ auf der Erde. Die gegenseitige Beziehung ist auf die Ehrfurcht  beschränkt, die der Mensch Gott erweisen und auf die Segnung mit der Gott das Leben des Menschen ausbessern.   Mit der Ankunft Jesu Christi änderte sich die Situation.,, Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wieder Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus entgegnete ihnen: Viele gute Werke, die vom Vater herkommen ,habe ich euch gezeigt, für welches von diesen Werken, steinigt ihr mich? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht, weil du ein gutes Werk getan hast,sondern weil du Gott lästert : denn du du bist doch nur ein Mensch und machst dich zu Gott“ Joh 10,30-33. In Jesus Christus kam Gott zur Welt, in dem menschlichen Leib. Diesen Fakt nahmen die Juden aber auch die Moslems nicht an. Jesus brachte mit sich unglaubliche Botschaft. Gott lädt den Menschen ein, damit er mit ihm als Gottes Sohn/Tochter/  im Himmel lebt. Diese Botschaft war so unglaublich, dass es starke Bestätigung ihrer Wahrhaftigkeit. Das sind 1. die Wunder und die Zeichen: Ein Pharisäer mit Namen Nikodemus, ein Ratsherr der Juden. suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm.: Rabbi, wir wissen du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist, denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist2 Joh 3,1-2 . 2. Der Tod und die Auferstehung: ,, Darauf sagte er zu Tomas: Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände: nimm deine Hand und lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig“. Joh 20,27. ,, Schwerlich wird jemand für einen Gerechten sterben: allefalls wird er für einen guten Menschen sein Leben wagen. Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen , dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht gemacht sind, werden wir durch ihn erst recht vor dem Gericht des Zornes gerettet werden“ Rom 5,7-9 Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch Gottes Sohn ist. Viele Menschen empfingen diese Nachricht nicht. Es kommt ihnen zu vermessen. Sie glauben nicht, dass Gott in seiner Liebe so weit gehen konnte: ,, Wir dagegen verkündigen Christus als Gekreuzigten, für Juden ein Anstoß,für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber Juden wie Griechen ,Christus Gottes Kraft und Weisheit“1 Kor 1,23.  Also: Die Tür in den Himmel ist für alle geöffnet.  Die Christen sind nicht die Leute die erstens Christus verehren/ sie machen das auch/, sondern die Leute die Christus folgen. ,, Er rief seine Jünger und das Volk zu sich, und sagte: Wer zu mir gehören will, der verleugne  sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ Mr 8,34. ,, Jesus redete wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt,wird nicht in der Finsternis gehen, sondern er wird das Licht des Lebens haben. Joh8, 12.  Christus-Lehrer  Von ihm werden wir den Beziehungen a Taten der Gottes Sohnes. Wir kennen das Gleichnis vom anvertrauten Geld /Lk 19, 11-27/ Wer war  gut?  Der, wer den Gewinn erlangte. Wer war schlecht? Der, wer nichts  frevelhaftes  getan hat, er gab treu alles zurück, er stahl nichts- nur er erlangte den Gewinn nicht. Vergöttlich werden, bedeutet wie Gott zu sein. Gut zu sein ist genug für den guten Menschen, aber es ist nicht genug  für Gottes Söhne.

Parallelen mit unserer Welt:

Ein Unternehmer machte eine riesige Steuerunterziehung. Deshalb wurde er aus der Liste der Unternehmer ausgeschlossen. Er konnte nicht mehr unternehmen. Nach gewisser Zeit wurde ihm verzeihen.  Er gelangt wieder ins Verzeichnis der Unternehmer, sogar er bekam auch den Kredit für die Ingangsetzung der Aktien.

Die Menschen betrogen  Gott und sie müssten das Paradies verlassen. In Jesus Christus Gott hat ihnen verzieht. Er nahm die Menschen wieder zu seinen Kinder auf.

Jetzt hängt nur vom Unternehmer ab, ob er die Gelegenheit nützt aus und sich unter den erfolgreichen und reichen Unternehmer einreiht.

Jetzt hängt nur von uns ab, ob wir mit der Gottes Hilfe und den Gaben des Heiliges Geistes reihen wir uns zu den verherrlichten Gottes söhne ein.

Es ist ein wesentliches Unterschied zwischen dem Alten und zwischen dem Neuen Testament. Das Alte Testament ,, drehte sich“  um ,, gehorchen und verehren“  Gott. Das Neue Testament konzentriert sich auf die Nachfolge Christi.

Die Christen sind die Leute,die in erster Linie Gott nachahmen und darum sie folgen Christus.,, Wer zu mir gehören will, der verleugne sich selbst selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ Mr 8,34 Jesus sprach :,, Ich bin das Licht der Welt. Wer mich nachfolgt ,wird nicht in der Finsternis gehen , sondern wird das Licht des Lebens haben“ Joh 8,12.

Christus-Lehrer- Von ihm werden wir allmählich die Beziehungen  und Taten  Gottes Söhne und Töchter  lernen. Jesus Einstellung zu seinem Vater könnte man in die fünf Eigenschaften zusammenfassen-  Liebe

                                                                Gier

                                                                Dienst

                                                               Jubel

                                                               Demut

Was bedeutet das für uns? Der Christ ist einfach der Mensch, der,  Christus traf und glaubte ihm. Er nahm die Gottes Gaben und die Hoffnung zum Heil an. Gottes Große und Liebe ist ihn  durchgedrungen und verliebte sich in Gott. Darum folgt er ihm nicht wegen des Lohnen, sondern darum, weil er Gott liebt. Aus Liebe und  Ergebenheit. Eben das ist das Geheimnis des Heiles, wenn wir Christus   folgen nicht Berechnung folgen,sonder aus Liebe.,, Wir haben die Liebe erkannt und an die Liebe geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe  und wer in der Liebe bleibt , bleibt in Gott und bleibt in ihm. Der Grund Jesus Tode am Kreuz- Einen schönen Beweis seiner  Liebe , die alles gibt uns zu geben und uns provozieren  zur  gleichen Antwort der Liebe: zur Verliebtheit in Gott.

Dienst ist die Folgerung der Liebe. Jemanden lieben bedeutet ihm dienen, seinen  Interessen, Wünschen, Zielen. Das alte Testament orientierten sich nur auf die irdischen Sachen. Herr gib mir Erfolg, Sieg. Herr gib mir eine gute Frau, gesunde Kinder, treue Freunde. Herr gib mir Überfluss, Wohl. möge mir gut gehen. Herr, rette mich vor meinen Feinden.

Dienen dem niedrigen, als wir sind ist die Sklaverei und die Erniedrigung. ,, Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn“  Phil 3,19. Dienen dem größeren, als wir sind, bedeutet der Anteil daran größeren zu haben. So wie der Ritter, der dem König dient, wird Königs Ritter und beruht auf ihm etwas von der königlichen Majestät. So auch der Mensch, der dem Gott aus der Liebe dient, wird Gottessohn, und beruht auf ihm Gottesruhm./Herrlichkeit/. ,, Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins sind, wie wir eins sind“ Joh 17,22 ,,So soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört euch ; Paulus , Apollos, Kefas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft; alles gehört euch ; ihr aber gehört Christus und Christus gehört Gott“ 1 Kor 3,21-23.

Die wahre Dienst ist auf die Liebe fixierte. Der Sklave dient nicht. Er retet sein Leben. Der Diener dient nicht , er arbeitet für sich für den Lohn. Einzig der Sohn dient wirklich, er sucht die Interesse seines Vaters  und frei opfert sich für diese Interesse, denn er liebt seinen Vater und weihte ihm sein Leben. Was das bedeutet für uns? Christ zu sein bedeutet, der Diener Gottes werden. Das bedeutet ihm seine Kräfte einweihen, einfach darum, weil wir ihn lieben, weil er  dessen würdig ist, damit wir ihn lieben, damit wir ihm dienen. Die echte Liebe äußert sich nicht mit den Worten, sondern dienen mit der wirklichen Bereitschaft.

Was kann ich für Gott zu tun?

,,Wer von sich aus spricht, sucht seine eigene Ehre: aber  wer die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, ist zuverlässig und kein Trug ist in ihm“  Joh 7,18 ,, Denn niemand wirkt im Verborgenen und sucht zugleich öffentliches Ansehen. Wenn du solche Taten vollbringst, zeig dich  der Welt“ Joh 7,4. ,, So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt“ Mt 6,9.

Die einzige Weise, wie wir für Gott etwas machen können ist ihn lobpreisen. Es geschehen hauptsächlich dadurch, wenn wir lassen,ermöglichen dass sich  seine Macht und Liebe auf uns und durch uns zeigt. Das bedeutet ein Schaukasten für Gott zu sein. Mit den anderen Worten gesagt, bemühen wir uns heilig und vollkommen sein. Nicht deshalb, weil Gott uns nicht verzeihen wird, sondern darum, weil wir ihn verherrlichen wollen, durch die Werke, die wir tun. Was bedeutet das für uns? Gott verlangt die Vollkommenheit und Heiligkeit seinetwegen nicht. Erlöst zu werden, aber bedeutet in die Liebe mit Gott zu treten.  Wenn wir vollkommen und heilig sind, damit wir Gott verherrlichen.

Demut

,, Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und selbstlos“ Mt 11,29 Auf Grund der Bibel können wir sagen: Der Hochmut bedeutet: seine eigene große suchen und bevorzugen sich selbst. Die Demut bedeutet die Große des liebenden suchen und auf sich zu vergessen. Es ist ein großer Unterschied zwischen dem wirklichen, wahren Demut, die die wahre Liebe begleitet und zwischen dem falschen Demut, die wir oft darum zeigen, weil das unser Image verlangt und unser eigener Stolz: Vor den anderen gut aussehen. Das Model für die Demut ist auch Mose. Die Bibel sagt von ihm: ,, Mose aber war ein sehr demütiger als alle Menschen  auf der Erde“ Nm 12,3. Seine Demut sehen wir in seinem Leben, in seinem Tun. Er immer suchte das Gut des Volkes, er lehnt das Angebot Gottes, das seine Nachkommenschaft erhob hätte, auf Kosten des Izraels. Ex 32, 10-18.

Das Beispiel Jesu Christi,, Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest,wie Gott zu sein“ Flp.2,6-8 ,, Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine seine Armut reich zu machen. ,, Wie könnt ihr zum Glauben kommen,wenn ihr eure Ehre voneinander  empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“ Joh 5,44. In Jesus Christus schenkte  sich Gott ganz dem Menschen. Im Glauben schenkt sich der Mensch ganz dem Gott. der bietet ihm intime, vertraute, persönliche Bezieung.

12.Sonntag A 2014 Mt 10,26-33

12. Sonntag A –  Fürchtet euch nicht.

Einleitung

Eine Großmutter besuchte mit ihrem Enkel eine Kapuzinerkirche. In einer Ecke der Kirche befand sich eine Pieta – eine Schmerzensmutter mit dem Leichnam Jesu im Schoß. Der Kleine sah die Pieta und sagte zu seiner Großmutter: „Oma, heb mich in die Höhe!“ Die Oma tat es und der kleine Junge streichelte Jesus über den Kopf und sagte: „Fürchte dich nicht, Jesus, du wirst auferstehen!“

Das Sätzchen „Fürchte dich nicht“ ist sehr aktuell. Es gibt die verschiedensten Befürchtungen, Ängste und Beklemmungen. Die Eltern haben Angst vor der Zukunft ihrer Kinder. Die Menschen haben Angst vor Überflutungen, Stürme und Erdbeben. Jesus weiß, dass es vielerlei Ängste auf der Welt gibt und daher macht er uns immer wieder Mut. Im heutigen Evangelium sagt er: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können. Fürchtet euch also nicht, ihr seid mehr wert als viele Spatzen.“

Predigt

Im Matthäus – Evangelium haben vorhin dreimal den Ausruf: „Fürchtet euch nicht“ gehört. Dieses Sätzchen ist aber vielmals in der Bibel zu lesen.

Zum ersten Mal lesen wir davon bei der Geburt Jesu, als Josef zweifelte, ob er Maria zu sich nehmen oder sie verlassen soll. Damals wurde ihm gesagt, dass er keine Angst haben solle, Maria als seine Frau zu sich zu nehmen, denn das Kind, das sie erwartet, sei vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, dem soll er den Namen Jesu geben. Dieser Jesus wird das Volk von seinen Sünden erlösen. Josef hat schließlich getan, was ihm gesagt worden ist.

Das zweite Mal finden wir diese Aussage bei der Aufstehung, als die Frauen voll Angst zum Grab kamen und der Engel zu ihnen sagte: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, denn er wurde auferweckt, wie er gesagt hat!“

Eine dritte Aussage dieser Art finden wir nach der Auferstehung Jesu. Das haben wir heute gehört: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können.“ Das ist eine Aufforderung zu einer missionarischen Tätigkeit.

Man könnte sagen, dass es bei den beiden ersten Aussagen: „Fürchtet euch nicht!“ um übernatürliche Sachen ging. Der Heilige Josef und die Frauen am Grabe hatten Angst vor der Wahrheit, die ihnen unbekannt war. Bei der dritten Aussage haben wir es zu tun mit Lebensumständen, wo man auch mit bösen Menschen und Verfolgern konfrontiert ist –  und das hat heute noch Gültigkeit.

Menschen haben heute auch Angst im religiösen Bereich. So mancher Mensch fragt sich: „Ist das Christentum die einzige und richtige Religion, wenn sich doch sehr viele Menschen zum Islam, zum Buddhismus, Schintoismus und Hinduismus bekennen? Ist das Evangelium wirkungsvoll, wenn bei den Katholiken nur mehr 15 % praktizierende Christen sind? Haben die Prediger, die Katecheten und alle, die sich um die Evangelisation bemühen und das Wort Gottes verkünden, überhaupt etwas der Welt von heute zu sagen?

Gegen diese Ängste können uns nur Jesu Worte am Beginn des heutigen Evangeliums helfen: „Darum fürchtet euch nicht vor den Menschen. Denn nichts ist verhüllt, das nicht enthüllt wird und nichts ist verborgen, das nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.“ Das bedeutet, dass die Wahrheit Gottes so stark ist, dass sie sich unter allen Umständen durchsetzen wird. In Gott ist nichts verborgen oder vergessen, das nicht enthüllt wird. Einen wahrhaft Glaubenden kann auch eine Verfolgung nichts anhaben.

Vielfach haben die Gläubigen unserer Zeit wenige äußere als innere Feinde. Dazu gehört zum Beispiel die Bequemlichkeit, die den persönlichen Glauben bedroht. Ich denke da an das Gebet, die Heilige Messe, das Lesen in der Heiligen Schrift. Damit können wir zeigen, dass Gott wichtiger ist als alle anderen Interessen. Eine weitere Angst im geistlichen Leben ist manchmal die Angst, dass man von Gott vergessen oder vor ihm bedeutungslos sei. Dazu sagt Jesus sehr ermutigend: „Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein Paar Pfennig. Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht.“ Jesus will mit diesen Worten sagen, wenn Gott für die Spatzen Sorge trägt, ist viel mehr noch jeder von uns ein besonderer Anlass  seiner Sorge. Gott sagt zu uns: „Fürchte dich nicht, du bist ein Kind Gottes. Ich vergesse dich nicht, du bist nicht bedeutungslos, sondern bist von mir geliebt.“

Der französische Philosoph Gabriel Marcel hat geschrieben: „Wenn der Mensch jemanden liebt, setzt er auf ihn all seine Hoffnung“.  Gott liebt uns und das bedeutet, dass er auf uns seine Hoffnung gelegt hat.

Zum Schluss möchte ich ihnen eine kurze Geschichte erzählen:  Eine Frau, die schon drei erwachsene Kinder hatte, wurde wieder schwanger. Ein  Problem war,  dass die Frau in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft starke Medikamente nahm. Der Arzt riet ihr zur Abtreibung, weil das Kind womöglich eine Behinderung haben könnte.  Der Ehemann äußerte sich zwar nicht dazu, aber man konnte an seinem Verhalten erkennen, dass er ebenso dachte als der Arzt.  Auch ihre Mutter riet ihr zur Antreibung und meinte, es sei überhaupt eine Schande, noch in ihrem Alter ein Kind zu gebären.  Die Frau aber ging zu einem Priester. Das Gespräch war lange und der Priester ermutigte sie in der Hoffnung und im Glauben, dass das Kind  wohlbehalten zur Welt käme. Er sagte zu ihr: „Beten Sie und auch  ich werde für sie beten – und entschließen Sie sich, das Kind anzunehmen.“ Nach zwei Tagen trafen sie sich wieder und sie sagte zum Priester: „Ich habe mich für das Kind entschieden, ich will außerdem Christus treu bleiben. Es ist merkwürdig, welch große Freude in mir ist nach dieser Entscheidung. “ Sie gebar einen gesunden, schönen Knaben trotz der Versicherung des Arztes, der an eine Behinderung des Kindes glaubte. Diese Geschichte ist ein Beispiel dafür, dass wir auf Gott unseres ganzes Vertrauen setzen sollen. Er hilft uns alle Angst zu überwinden.

Jesus Bedinungen

Wie jede Schule, wie jede politische  Partei, auch Jesus hat die Bedingungen, unter deren uns für seine Jünger annehmen bereit ist. Diese Bedingungen sind:

1.Einen Lehrer zu haben:

Jesus sagt:,, Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen , denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen,denn nur einer ist euer Lehrer  Christus“ Mt 23, 8-10.

Jesus kann sich  um seinen Platz des Lehrers mit niemanden teilen. Weder mit Marx,noch mit Buddha, noch mit unseren Bekannten. Jesus ist der einzige Weg, der zum Heil führt. ,, Und durch keinen anderen kommt die Rettung. Denn es ist den Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen“ Apg 4,12

Wer ist mein Führer in den Fragen des Glaubens? Meine ,, Meinung“? Bekannten? Die Gewohnheiten der Menschen um mich herum?  Oder Jesus?

Ist Jesus der Herr meines Lebens? Gehört ihm mein Leben?  Wenn Worte von Jesus und meine Meinung, oder die Ansichten der Menschen in die Widerspruch kommen- wohin neige ich zu?

2.Sofortentscheidung-folgen.

,,Zu einem anderen sagte er : Folge mir nach. Der erwiderte:Lass mich zuerst heimgehen  und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben, du aber geh und verkünde das Reich Gottes. Wieder ein anderer sagte. Ich will dir nachfolgen , Herr.Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus antwortete ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug  legt und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes“ Lk 9, 59-62.

Warum verlangt Jesus augenblickliche Entscheidung? In dem Film ,, Star Wars“ die Gestalt -Joda- sagt. Es gibt keine sich bemühen. Es gibt nur etwas machen, oder nicht machen,  Wenn wir uns nur bemühen, dass bedeutet, dass wir unentschlossen sind. Wir wissen, dass wir etwas machen sollen, aber wir sind zu bequem, uns wollen das nicht machen,oder wir wissen noch nicht ob wir das machen werden. Können sie sich das vorstellen, was wäre geschehen, wenn die Apostel Jesus nur ,,versuchten“ folgen? In der Wirklichkeit hatten die Apostel nur zwei Möglichkeiten.  Jesus stand auf dem Ufer und sagte zu den Apostel. Folget mir nach. Sie konnten auf dem Schiff bleiben, oder das Schiff verlassen und folgen Jesus. Es gab keine dritte Möglichkeit. Auch auf dem Schiff bleiben auch Jesus folgen. Die Apostel entschlossen sich, Jesus zu folgen. Wenn die Apostel Jesus nicht nachfolgen wären, wäre Jesus ohne sie weggegangen.

3. Die Hindernisse zu überwinden

Es gibt die Sachen, die uns  Christus folgen wirklich verhindern. Wir müssen schaffen, diese Hindernisse überwinden. Sind die Familienbände auch das Hindernis Christus zu folgen. Was sagt dazu Christus? ,,Wenn jemand zu mir kommt,muss er Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern  ja sich selbst gering achten, sonst kann er nicht mein Jünger sein./Lk 14,26/ Jesus weißt, dass die Familientraditionen, Gewohnheiten, Rücksichten, Ansichten das alles kann wie die Fesseln funktionieren /wirken/ und uns verhindern Christus zu folgen. Wenn deswegen/dafür/ zum Konflikt und Widerspruch kommt zwischen unserer Familie  und zwischen Jesus, müssen wir können, eindeutig und ohne Zögern sich für Jesus zu entscheiden. Wenn wir Jesus verlassen, untergehen wir, denn wir die Quelle des Lebens verließen. Und geht auch unsere Familie unter. Jesus sagte. Folge mir: lass die Toten ihre Toten begraben. Mr 8,22. Wenn wir mit Jesus leben werden  dann ist hier die Hoffnung, dass Jesus durch uns auch unsere Familie belebt und sie jetzt noch tote, leben werden. Darum ist manchmal notwendig die Familie verlassen und Christus zu folgen, eben aus der Liebe zur Familie. Was ist für uns wichtiger? Jesus oder die Familientraditionen. Weitere Hindernis auf dem Weg Christus folgen kann das Glücksgüter, Sachgüter  sein. Jesus sagte dem reichen Mann, der ihn fragte: Meister was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? ,, Geh, verkauf alles was du hast, gib das Geld den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben“ Mr 10,21 Warum verlangt Jesus diese Bedingung? Wenn wir nur um unseres materielle Wohl sorgen, dann lieben wir nur uns selbst und die Armen und die Armen und Elenden unsere Feinde werden, denn sie rauben uns um unsere Bequemlichkeit. Und die Liebe sich davon stehlen. Die Liebe beginnt nämlich dort, wo wir etwas opfern. Jesus sagte: ,,ihr könnt nicht zwei Herren dienen. Er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben oder er wird zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Geld“ Wenn jemand das Wort Gottes nur wegen des Geldes verkündet, seine Verkündigung des Evangeliums wird nicht vertrauenswürdig.

4.Verzichtung auf weltlichen Ehren.

Wer sucht die Ehren, Lob, Anerkenungen, der sucht sich selbst und seinen Ruhm und nicht den Ruhm des Vaters. Jesus liebte seinen Vater und lebte für den Vater.,, Ich suche meine Ehre nicht. Wenn wir unseren Ruhm suchen können wir nicht auf einem Schiff sein. Verzichten auch kirchlichen Ehren verschiedene Titel-Monsignor, Eminencia, Excelencia. Wenn jemand seine Große setzt in diesen Titel , so verlass Jesus, der keine Vorrechte suchte. In diesem Sinn spricht Jesus klar. ,, Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, der nur einer  ist euer Lehrer  Christus.Mt 8, 9. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt und wer sich selbst erniedrigt , wird erhöht werden. Verdrieß mich, wenn die Leute meine Bemühungen nicht schätzen. Raten uns ab die Geringschätzung, der Spott von der Nachfolge Christi?

5.Das Kreuz zu tragen

,,Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, kann nicht mein Jünger sein.Lk 14,27. Das Kreuz war zur Zeit Jesu nicht das Symbol des Leides, sondern das Symbol des Todes. Die Gottes Liebe äußert sich durch die Bereitschaft alles verlieren, auch das Leben für die Brüder. ,,Das ist mein Gebot: Liebt einander wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe als die, wenn einer sein Leben gibt für seine Freude“. Joh 15,12-13.Christus folgen bedeutet die Bereitschaft sich opfern. Einmal jemand hat gesagt. Wenn du feststellen willst, ob du schon Christ bist, frage nicht, was habe ich für Christus getan, sondern was habe ich für Christus verloren, was habe ich für Christus opfern. Bin ich bereit für Christus alles opfern?

Hochfest des Leibes und Blutes Christi Ev: 51-58

Gott, der die Väter in der Wüste mit dem Manna gesättigt hat, sei mit euch.

Einführung.

Heute haben wir schon viele technischen Mitteln, damit wir uns auf unseren Wegen nicht verirren.  Zum Beispiel verwenden viele  Autofahrer ein GPS-System. Trotzdem kann es passieren, dass man einen falschen Weg fährt.  Das ist nicht gerade angenehm. Schlimmer ist es aber,   wenn der Mensch auf seinem Lebensweg in die Irre geht. Damit sie aber nicht den falschen Wege einschlagen, kam Jesus in die  Welt. Jesus lehrte die Menschen,  wie sie leben sollen. Jesus, aber wusste, dass es für die Menschen nicht genügt,  nur Informationen und Kenntnisse zu besitzen.   Darum setzte er das Altarsakrament ein.

Predigt.

Die Juden kannten das Ziel ihres Weges, als sie vierzig Jahre durch die Wüste wanderten. Sie hatten nicht genug Kraft, um ans Ziel ihres Weges, also  an die Grenze zu Kanaan zu  gelangen. Darum gab ihnen Gott das Manna vom Himmel, damit sie ihr Ziel erlangen konnten. Jesus entschloss sich, auch uns Menschen eine Stärkung  für die Seele zu geben, damit wir immer genug Kraft haben, unserem Ziel zu  folgen.

Mehrere  Leute waren schockiert, als Jesus nach dem wunderbaren Vermehrung des Brotes  sagte: ,,Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ Dann erklärte Jesus in dreifacher Weise den Sinn des Empfanges dieses Brotes. Erstens ist es eine Garantie für das  ewige Leben. ,,Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag“. Zweitens ist der Empfang dieser Speise eine enge Verbindung zwischen dem Entgegennehmenden und Jesus. ,,Wer mein Fleisch isst  und mein Blut trinkt , der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.“ Drittens gibt der Leib Christi  dem Menschen Anteil an der Beziehung zwischen Vater und Sohn. ,,Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird auch jeder , der mich isst , durch mich leben.“ Das, was Jesus kundgetan hatte,  erfüllte sich beim Letzten Abendmahl. Er verwandelte das Brot in seinen Leib und  den Wein in sein Blut und beauftragte die Apostel,  dies zu  seinem Gedächtnis zu  tun. So gab uns Jesus  das Mittel, damit wir nicht das Ziel verfehlen und das ewige Leben erlangen. Heute verlässt  Jesus den Tabernakel. Der Priester geht mit der Monstranz  und den Gläubigen durch unsere Dörfer und Städte. Die Prozession soll die Einheit der Kirche repräsentieren. Alle gemeinsam folgen Jesus und er führt sie. Bei der Prozession können wir nicht den Weg verfehlen. Die Prüfung kommt aber dann, wenn wir allein sind, also wenn wir nicht mehr in der Schar der Gläubigen sind. Da trifft uns die ganze Realität unseres Lebens, wo wir vielfach unter enormen Druck stehen. Es ist wie in einem Labyrinth, in dem wir uns leicht verlaufen können.

Eine kurze Geschichte aus der griechischen Mythologie: Es wird erzählt, dass  ein König auf der Insel Kreta ein Höhlenlabyrinth errichten ließ. Sein Sohn, der halb Mensch, halb Tier war lebte in diesem Labyrinth. Wenn jemand dieses Labyrinth betrat, wurde er entweder von einem Ungeheuer getötet oder er verirrte sich. Ein junger Prinz wollte dieses Ungeheuer bezwingen, aber er fürchtete sich vor dem Verirren. Da gab ihm ein junges Mädchen einen Knäuel mit roter Wolle mit. Er solle dieses Knäuel auf seinem Weg auseinanderwickeln, um so den Weg zurückzufinden. Der Prinz begab sich also ins Labyrinth, tötete das Ungeheuer und fand ohne Probleme wieder den Weg zurück. Der rote Faden zeigte ihm also den richtigen Weg.

Auch wir befinden uns in einem Labyrinth, im Labyrinth unseres Lebens. Jesus hilft uns wie „der roter Faden“, damit wir uns nicht verlaufen. Auf der Straße hilft uns – wie schon anfangs erwähnt – das GPS-System, um ans richtige Ziel zu kommen. Im Leben hilft uns der eucharistische Jesus.

Der uns das Brot des Lebens geschenkt hat, hat uns zugleich gelehrt, um das tägliche Brot den Vater zu bitten.

Bevor wir zum Mahl, das der Herr uns bereitet, hinzutreten, wollen wir ihn um den Frieden bitten.

Selig, die  unverhüllt schauen  werden, was wir in diesem Brot schon jetzt empfangen dürfen.

Was ist für ein Unterschied zwischen dem hl. Messopefr und dem Opfer am Kreuz ?

Das hl. Meßopfer  ist wesentlich das nämlche Opfer, wie das Opfer am Kreuz, nur die Weiße zu opfern ist verschieden.

Jesus brachte das Opfer am Kreuz und er bringt auch das hl.Messopfer. Er opfert seinem himmlischen Vater seinen Leib und sein Blut zum diesen Zweck. Gott zu ehren , zu versöhnen, und uns Gnade zu erlangen. Die Weise zu opfern d.h. die Art, wie Jesus sich dem himmlischen Vater darbringt , ist eine andere. Ja, es ist ganz der gleiche Jesus, der am Kreuze hing, er ist da mit dem liebe glühenden Herzen, das ihn  trieb , für und in den Tod zu gehen. Mit dem demütigen Gehorsam gegen seinen himmlischem Vater, erniedrigt er sich jetzt zu den Gestalten des Brotes und Weines, betet den himmlischen Vater an, erkennt seine höchste Majestät. Und weil er nicht aufs Neue sein Leben hingeben hingeben kann zu Ehren des Vaters, so zeigt er, gleichsam und opfert seinen am Kreuz getöteten Leib, sein am Kreuz vergossenes Blut, stellt er dem himmlischen Vater vor. Er tut dies ,nicht um uns noch einmal zu erlösen, nicht um uns wieder Gnade zu verdienen , das hat er am Kreuz getan, sondern damit er um seines Kreuztodes willen, um seiner Verdienste willen, uns die Gnade wirklich gebe und erteile, welche Jesus uns verdient. Wir haben im Christentum nicht zwei Opfer,sondern es ist nur ein Opfer, das Jesus am Kreuz durch seinen Tod vollbracht hat, und das er an hundert und tausend Orten auf ganz geheimnisvolle, wunderbare Weise gegenwärtig macht und seinem himmlischen Vater vorstellt. Es sind keine zwei Leiber Christi, der Leib im Himmel und der Leib im heiligen Sakrament ist. So sind es auch keine zwei Opfer das Kreuzopfer und das Messopfer, sondern nur ein Opfer, indem sich Christus am Kreuz blutiger Weise  in seine eigenen Gestalt opferte, in der hl. Messe unblutiger Weise in Brotes gestalt.Welche Ehrfurcht muss uns erfüllen. Das hl. Weinachfest ,ein Krippelein erinnert uns an die Geburt  Jesu, macht aber nicht , dass Jesus wirklich geboren wird, wirklich als Kind gegenwärtig ist. Das hl. Messopfer aber erinnert uns nicht bloß an das Kreuzopfer Jesu, sondern macht dass dieses hl. Opfer  vor unsern Augen gegenwärtig  wird, dass wesentlich dasselbe geschieht, was auf dem Kalvarienberg geschehen ist. Wie wird es der hl. Magdalena  am Fuße des hl. Kreuzes zu Mute gewesen sein. Wie wäre euch zu Mute  gewesen, wenn Ihr beim Tod Jezus zugegen gewesen wärt und hättet gewusst , wer da stirbt und dass er für  eure Sünden stirbt. Sicher hättet Ihr mit heißen Tränen eure Sünden beweint, für seine unendliche  Liebe gedankt und ihm versprochen, ihr wollt ihm besser folgen und keinen Kummer mehr machen. Das können wir alles bei der heiligen Messe tun. Deshalb hat der hl.  Bischof Wihelm,wenn er die hl. Messe las oder hörte immer bittere  Tränen vergossen. Denn  sagte er: wenn ich beim hl. Messopfer  gedenke  ,dass  Jesus Christus auf dem  Altare  sich selbst dem himmlischen  Vater als Schlagopfer darbringt, so emfinde ich nicht geringern Schmerz, als   wenn ich  ihn auf dem Kalvarienberg am Kreuze  ausgespannt  sterben  sähe. Ich will euch noch eine Geschichte, die hierher passt , erzählen. In einer Gemeinde , wo die Leute sehr bös waren , sind einmal zwei  Missionäre gekommen, um sie durch Predigen zur Reue  und Busse zu bewegen. Aber ihre Predigten haben nichts geholfen. Die Leute haben sie angehört, doch sich bessern oder bekehren wollten sie nicht. Daher hat zuletzt  einer der beiden Missionar noch einen letzten  Versuch machen wollte, er hat die die Kanzel  bestiegen  und so  heftig, mit solcher Anstrengungen gepredigt, dass  ihm ein Gefäß  in der Brust zersprungen  und das Blut  aus dem  Wunde geströmmt ist. Sterben ist er von der Kanzel getragen  worden.  Nun hat der andere Missionär  das Kleid des Verstorbenen genommen, das ganz mit Blut überonnen war, und hat es von der Kanzel den Leuten gezeigt mit den Worten. Dies Blut  habt ihr vergossen. Ihr seid schuld an seinem Tod. Das hat dann die Leute furchtbar erschüttert. Und sie sind  hingeströmmt zum  Beichstul und haben sich wahrhaft bekert. In der heilige Messe bei der Wandlung zeigt euch der Priester nict etwa  das blutgetränke  Kleid Christi, sondern den Leib , der für euch mit Geiseln zerfleischt , mit Nägeln durchbort ist worden, das Blut , das unter den furchtbaren  Qualen  für euch  ist vergossen worden. Und ihr wolltet gleichgültig bleiben. Ó nein. So oft Ihr in der hl.Messe seid und der Priester zeigt euch den Leib und das Blut des Herrn bei der Wandlung denket dass Jesus für eure Sünden so viel gelitten hat und gestorben ist und jetzt dem himmlischen Vater  seinen gekreuzigten  Leib, sein vergossenes Blut  aufopfert. Klopfet reumutig an eure  Brust  und sprecht. Jesu sei mit gnädig. Jesu sei mir barmerzig, Jesu verzeih mir meine Sünden.

Taufe Jun 2014

Taufe- Glauben können wir nicht erben

Wir können viele Sachen erben.Zum Beispiel das Geld, Haus,das Feld. Immer aber geht um die materielle Sachen. Die geistigen Werte unterliegen den Erbgesetzen nicht. Doch, niemand kann die Kenntnise, die Kenntniss der Fremdsprache, oder die Eigenschaften wie die Gutheit, Gerechtigkeit, die Sanftmut, Demut usw erben. Ähnlich können wir auch den Glauben nicht erben. Der Gaube ist Gottesgeschenk, die jeder von uns persönlich empfangen muss und weiter entwickelt. Wir können vor uns viele schöne Beispiele haben, aber unser persönlicher  Glaube hängt von uns und von unserer Zusammenarbeit mit Gottesgnade. Dazu fordert uns auch der heilige Apostel Paulus auf. Wir sollen den  alten Menschen ablegen und den  neuen Menschen anziehen. Das Christentum können wir nicht  nur teilweise empfangen. Es geht nicht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid nähen. Anders gesagt. Es ist nicht genug in unserem Leben kleine Änderungen machen, aber bei der alten Arts des Leben zu bleiben. Der Mensch muss wirklich ein neues Wesen werden. Wir müssen sehr viel Anstrengungen machen, damit wir am meistens zu dem Bild neues Menschen, erschaffen nach dem Gottes Abbild, annähern. Auf diesem Weg zu dem neuen Menschen hilft  uns die Askese und Selbstentäußerung. Manchmal hören wir, dass ungesund ist, aber das Gegenteil ist die Wahrheit. Vie wiele Verzichten bringen die Sportler, damit sie siegen, damit sie einen Rekord erlangen. Der Verzicht ist nicht schwer für diejeniege die vor sich ein Ziel haben und die das Ziel erreichen wollen. Jeder Mensch, der an Gott glaubte hat vor sich ein Ziel. Dieses Ziel ist Gott selbst. Es ist darum die Aufgabe der Christen, damit sie immer nur das wählen, was gut, richtig ist, auch zum Preis verschiedenen Selbstverleugnungen und Opfern. Nur der Mensch der wirklich der Herr über sich selbst ist, der sich selbst befehlen weiss, ist wirklich ein neuer Mensch. Nur der Mensch, der in jeder Situation von dem Schwindel abwendet weiss, und zur Wahrheit hinneigen, ist wirklich ein freier Mensch. Während des zweiten Weltkrieges  geriet die deutsche Armee bei der Stalingrad in die Einkreisungen. Zum Schluss kam ein Flugzeug damit es die Verletzen abtransportierte. Das Flugzeug war schon ganz voll, aber sie kamen neue und neue leichter verletzten und sie wollten mit diesem Flugzeug abfliegen. Aber im Flugzeug war kein Platz frei mehr. Sie kletterten darum auf dem Flugzeug und halteten sie sich fest wo sie konnten. an der Klinken, am Fahrgestellt . Schlieslich das Flugzeug erhob sich. Bei der Landung war niemand außen auf dem Flugzeug. Während des  Fluges die Hände der Verletzen erfroren und der Wind wehte sie fort. Gerettett wurden nur diejenige, die im Flugzeug waren. Jesus ist für und das Flugzeug, das uns Verletzten retten kam. Er hat genug Platz für uns. Aber viele bleiben ,,außen“. Kein Wunder, wenn das Gewitter/das Gewitter des Lebens/ kommt, sie fallen ab. Gott sei Dank es ist genug Menschen die festhalten am Gott, sie folgen ihm.  Glauben können wir nicht erben. Glauben können wir dem anderen nicht aufnötigen. Wir können aber dem anderen zum Glauben führen, helfen ihm zu glauben. Das wird liebe Eltern auch ihre Aufgabe ihres Kind zu Gott führen, helfen ihn, damit es das Ziel seines Lebens erlangt, damit es wirklich glücklich wird. Das wünsche ich ihnen aus ganzem Herzen.

Der Lehrer und der Schüler

Die Beziehung zwischen dem Lehre  und zwischen seinem Schülern  zur Zeit Jesu Christi war anders als heute. Heute ,,trägt“ der Lehrer seinen  Schülern  seine  Kenntnise.  Die Schüller interesiert es nicht  wie ihr Lehrer im Privatleben lebt. Hauptsachlich ist, dass er genügende Kenntnisse hat  und er ist ein Fachmann auf seinem Gebiet. Und den Lehrer qäult meistens  nicht, wie seine Schüler im Privatlebe leben. Das ist nicht seine Aufgabe, darum sich kümmern wie sie leben. Seine Aufgabe ist die Kenntnisse lehren-beibringen und wenn der Schüler lernt und auf der Stunde nicht stört, ist er zufrieden. Zur Zeit Jesu wussten aber die Menschen, dass etwas wichtiger ist, als die Kenntnisse sind. Es gibt die Kunst zu leben, die Kunst richtig zu leben. Dieser Kunst unterichteten altertümliche Lehrer Sokrates, Platon, Gamaliel, Hillel. Die Physik und Mathematik kann man mit den Worten lehren-unterrichten. Die Kunst zu leben  kann man nur durch Leben lehren. Deshalb die Apostel lebten mit Jesus und von ihm lernten sie  so leben wir er lebte. Die Worte und die Gleichnisse, die Jesus sagte, waren nur die Ergänzung seiner Unterweisungen. Bei der Unterweisung-Lehre war das Leben des Lehres wichtig. Die Apostel lernten nicht nur die Worte und Lehre von Jesus , sondern sie lernten leben  wie ihr Meister lebte . Das Christentum ist die Kunst mit Gott zu leben. Es ist also der Irrtum sich denken, das Christentum können wir aus dem Katechismus lernen. Oder das Christentum ist möglich als ein Gegenstand in der Schule unterrichten. Die Welt braucht die Lehrer, die wahren Zeugen des Glaubens sind und die unterrichten nicht nur  mit den Worten, sondern mit den Taten und mit dem Zeugnis ihres Lebens. Darum sendet Jesus seine Apostel  in die Welt nicht mit den Worten ihr werdet meine Lehrer sein in Jerusalem, sondern mit den Worten, ihr werdet meine Zeuge sein. Bis wir Jesus Apostel  werden, müssen wir zuerst Jesus Jünger sein.   Das Apostolat ist die Hauptsendung der Christen. Es ist interessant, dass das  Wort Apostel in den Evangelien nur 9 mal vorkommt, aber das Wort Jünger 262 mal. Es ist sehr viel sagend. Für den wahren Apostel ist nicht die Intensität seiner Tätigkeit  das wichtigste,sondern  das ob er bleibt mit seinem Lehrer. Im menschlichen Leib gibt es einen Art der Zellen, die sehr fleißig sind, sie wachsen wie aus dem Wasser, aber endlich den Menschen töten. Diese Zellen heißen wir Krebs. Warum sind diese Zellen tödlich? Weil sie sich nicht dem Leib bedarf richten. Sie wachsen, sie mehren sich, ohne dass ihre ,, Führer- Lehrer“ zu  haben. Auch in der Kirche kennen wir solche,, krebsartige “ Bewegungen – verschiedene Gruppen der Gläubigen, die sich nur mit ihren Ansichten, Phantasien, Lehren  führen lassen. Ihre Lehre verbreiten sie dann mit dem riesigen Einsatz, aber ohne die Kirche und oft auch gegen die Kirche. Darum der Apostel muss in erster Linie der Jünger sein, der seinem Meister zuhört und dann seine Arbeit trägt zum Wachsen des ganzen Leibes der Kirche bei. Der Apostel muss seinem Lehrer ähnlich sein. Wir lernen dem Lebenstyl des Menschen, der sein Leben den Dienst allen Menschen weihte und der sagt,, Denn auch  der Menschensohn ist nicht gekommen, um  sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Lebenals Lösegeld für viele hinzugeben“ Mr 10,45 Jeder Christ soll der Apostel sein. Aber das geht nicht, wenn wir im Lehnstuhl sitzen bleiben,wenn wir das Eigentum horten. Jesus verzichtete auf alles. Es nicht wichtig, Jesus in den Einzelheiten zu folgen. Wir werden heute nicht solch ein Kleid tragen, wie Jesus, oder solche Friseur, wie Jesus. Es ist aber wichtig, dass wir Jesus Lebenstyl, Jesus Gesinnung annehmen. Ein Millionär der das Vermögen häuft an, damit es in den Dienst des Apostolat gebe, kann eher der Apostel sein, als ein Bettler der  sein paar Euro eifersüchtig  hütet. und hasst die Welt. Wesentlich ist unsere Entscheidung, alles einlegen in den Dienst dem Christus und seinem Evangelium.  Wenn wir das mit   gleichen Liebe und Begeisterung machen wie Jesus dann werden wir seine Apostel.

Dreifaltigkeitssonntag A Joh 3,16-18

Dreifaltigkeitssonntag 2014 – Unsere Beziehung zu Gott in drei Personen

Einleitung

Vielleicht haben Sie schon von verschiedenen Phänomenen  am Himmelsgewölbe gelesen.  Das Weltall ist einfach groß, gigantisch groß und faszinierend.  Der Wissenschaftler Bernard Philbert sagt, dass das Weltall so groß ist, dass wir 14 Milliarden Lichtjahre brauchen würden, um es zu durchfahren. Ein Lichtjahr ist zirka 10 Billionen Kilometer. Das Alter des Weltalls ist ungefähr 14 Milliarden Jahre. Diese Daten führe ich  deshalb an, denn so können wir uns am besten dem Geheimnis des heutigen Festes – dem Dreifaltigkeitssonntag nähern.

Predigt

Wie wir uns das riesige Weltall nicht vorstellen können, so wird unser Verstand auch den unendlich großen Gott – einen Gott in drei Personen –  nicht erfassen.

Die erste göttliche Person – Gott Vater – ist von Ewigkeit her da – vor ihm gab es noch nichts. Auch das übersteigt unsere Vorstellungen. Die Sängerin Doris Day hatte viele Sommersprossen und sie wollte wissen, wie viele sie hatte. Sie nahm den Spiegel und zählte ihre Sommersprossen auf ihrem Gesicht. Gott braucht keinen Spiegel. Er ist der Vollkommene.

Dann ist die zweite göttliche Person – Jesus, der Sohn Gottes. Zwischen ihm und dem Vater ist Liebe in seiner Vollendung.  Diese Liebe ist anders als menschliche Liebe, unvorstellbar anders. Die Liebe in Gott ist unendlich groß, dauerhaft und lebendig.

Und diese Liebe lebt auch vorallem in Gott als die dritte göttliche Person – das ist der Heilige Geist.

Diese drei göttlichen Personen zusammen bilden den einen Gott. Das ist mit unserem Verstand nicht vollkommen zu erfassen und wird stets ein Geheimnis bleiben. Das soll uns nicht beunruhigen. Wir wollen versuchen, uns diesem einen Gott in drei Personen mit dem Herzen zu nähern.

Dazu einige Beispiele:

Pater Häring erzählt von einem Priester, der hohes Fieber hatte und nur mühsam sein Brevier beten konnte. Als er sein Gebet beendet hatte, meinte er: Endlich habe ich es geschafft. Für den Priester ist es Pflicht, das Brevier zu beten. Ein Maturant sagte: Ich habe kein Lust zu beten. Ich will nicht in die Kirche gehen. Er sieht Religion nur als Erfüllung einer Pflicht.  Beides aber sollte nicht Pflichterfüllung sein, beides sollte Angelegenheit des Herzens sein. Wer eine tiefe, innige und persönliche Beziehung zu Gott hat, der wird weder das Beten noch den Messbesuch als unangenehme Pflicht ansehen. Wer eine persönliche Beziehung zu Gott hat, der kann ohne Gebet und ohne Heilige Messe nicht leben. Das Ziel des heutigen Festes ist es, seine Beziehung zu Gott zu vertiefen.

Heribert Mühlen, ein Professor der Dogmatik hat Zeugnisse vieler Menschen, die eine innige persönliche Beziehung zu Gott haben und wie sie zu dieser Beziehung kamen,  gesammelt. Eines davon will ich erzählen: Ein Student, der aus einer siebenköpfigen Familie stammte, wurde sehr religiös erzogen, aber die Religiosität wurde als Pflichterfüllung gesehen. Auch in der Schule wiederholte sich das. Immer wieder wurde er belehrt, das es eine Pflicht sei, religiös zu leben. Als er zwanzig Jahre alt war, wurde er Atheist. Er freute sich förmlich darüber, endlich von der Religion befreit zu sein. Als Zeichen dieser Freiheit lief er mit schäbigen Kleider und lange ungepflegten Haaren herum. Er begann zu rauchen, zu trinken und sexuelle Zügellosigkeit waren an der Tagesordnung. Als er 25 Jahre alt war, lernte er eine Gruppe junger Menschen, die  der charismatischen Erneuerungsbewegung angehörten, kennen. Diese jungen Leute strahlten eine solche Freude über ihren Glauben aus, dass der Student sehr verwundert war. Sie sprachen nicht von Pflichterfüllung, sondern vom Glauben an den lebendigen Christus. Das machte ihn neugierig und so besuchte er oft diese Gruppe. Er hatte das Gefühl, das Gott mitten unter ihnen sei. Er öffnete sich immer mehr für die Wirkung des Heiligen Geistes. Schließlich ändert sich sein Leben vollkommen. Er sagte: Gott hat mir gezeigt wie groß seine Liebe zu uns Menschen sei, besonders im gekreuzigten Jesus. Er ging schließlich zu seinem Vater, dem er ja mit seiner atheistischen Haltung und seiner Lebensform verärgert hatte und bat um Vergebung. Der Vater war tief berührt und weinte, obwohl das nicht seine Art war. Schließlich sagte er zu seinem Sohn: Es ist alles in Ordnung. Dann ging er zum Geschäft, in dem er als Ferialarbeiter arbeitete und wo er auch viele Waren unterschlagen hatte und machte den entstandenen Schaden wieder gut. Dann bereitete er sich auf die Heilige Beichte und Kommunion vor.  Als er 28 Jahre alt war, meldete er sich im Seminar an, um Priester zu werden. So vertiefte sich seine intensive Beziehung zu Gott.

Unsere Religion gewinnt nur an Gestalt, wenn wir eine tiefe innere Beziehung zu Gott haben. Die Ursache des Glaubensabfalls ist ein Mangel an persönlicher Beziehung zu Gott. Beten wir dafür, dass unsere persönliche Beziehung zu Gott immer intensiver und inniger wird.

   

 

Welches ist das immerwährende von Malachias vorhergesagte Opfer?

Es ist das heilige Messopfer. Der Name ,,Messe“ kommt von dem lateinischen Wort missa, welches soviel heißt als Entlassung. So hieß man die hl.Messe, weil alle Ungläubigen und öffentlichen Sünder aus der Kirche entlassen wurde, sich entfernen mussten, wenn dies heilige Opfer begann. Der Name ist schon sehr alt, schon vor mehr als 1600 Jahren war er allgemein im Gebrauch  und erinnert uns daran das heilige Messopfer etwas hoch-heiliges ist. Jesus Christus hat das heilige Messopfer  eingesetzt, als er beim letzten Abendmahl sich selbst unter den Gestalten des Brotes und Weines dem himmlischen Vater aufopferte, und auch seinen Aposteln dies sein Opfer zu feiern gebot. Das erste heilige Messopfer also dar-gebracht worden bei letzten Abendmahl. Freilich hat Jesus nicht dieselben Gebete und Zeremonien gebraucht, die jetzt der Priester gebraucht, wenn er die heilige Messe liest. Aber dem Wesen, der Hauptsache nach, hat Jesus das nämliche  getan, wie in jeder heiligen Messe geschieht. Man kann die Hauptteile der hl. Messe nachweisen. Opferung, Wandlung , Kommunion. Jesus hat nämlich Brot und Wein in seinen Leib und sein Blut verwandelt, und diesen seinen Leib und Blut unter den Gestalten von Brot und Wein  also sich selbst seinem himmlischen Vater  aufgeopfert ihm dar gebracht für uns. Er hat deswegen gesagt: Das ist mein Leib, der für euch dahin gegeben  Almosen geben: wer hat das Almosen dem Armen gegeben? Der Mann. Aber hat er es durch sich selbst gegeben? Nein, er hat es gegeben  durch die Hände seines Kindes. So ist es auch bei Jesus Christus. Er opfert seinen Leib ,sein Blut aber durch die Hände des Priesters, er bedient sich dazu des Priesters , denn durch jene heiligen Worte, die der Prieter spricht, wandelt er Brot und Wein  in seinen Leib und Blut, wird auf dem Altar gegenwärtig  und opfert sich  seinem himmlischen  Vater. Wie also der Mann  Almosen gab  durch die Hände des Priesters – so opfert sich  Jesus durch die Hände des Priesters, und wie das Kind Almosen  gab  als Stellvertreter  und gleichsam  als Werkzeug  seines Vaters, so bringt der Priester nur das Messopfer  dar, als  Stellvertreter und als Werkzeug  dessen sich Christus  bedient.Darum sagt auch der Priester bei der heiligen Wandlung, wo das Opfer eigentlich  geschieht, nicht Das ist der Leib Christi, sondern : Das ist mein Leib, zum Zeichen, dass er im Namen Christi spricht und opfert , dass Christus  durch ihn opfert. Christus opfert sich in der hl. Messe unblutiger Weise, wie er sich einst am Kreuze  blutiger Weise geopfert hat, er stirbt nicht mehr , vergießt sein Blut nicht mehr körperlicher Weise, aber sonst ist es ganz das gleiche Opfer.

Pfingstmontag 2014, Joh,15,26-16,3, 12-15

Pfingstmontag A 2014

Einleitung

Jesus erzählt seinen Aposteln über den Heiligen Geist, über seine Aufgabe. Wenn aber der Beistand /Der Heilige Geist/ kommt, den ich euch vom Vater senden werde…dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Die Sendung des Heiligen Geistes bedeutete die Errichtung der Kirche und seither der Heilige Geist wirkt immerwährend in der Kirche. Der Kardinal Newman verglich einmal die Kirche mit einer Vitrage.Die Vitrage ist ein farbiges, gemaltes Fenster. Wer blick die Vitrage/Fenster/ von außen an, also von der Licht ins Dunkel sieht er nur  die Umrisse des Fensters. Die Schönheit des Vitrage, die Farben, Figuren, Gestalten sieht er nicht. Wer will die Schönheit der Vitrage sehen, muss er hineingehen. Wer schaut die Kirche von außen  sieht er sie menschlich. Der Metropolit aus Laktanii äußerte das  mit den Worten.Die Kirche ist ohne den Heiligen  nur eine menschliche Organisation, ein Amt, der  macht den Kult für die Belebung der Erinnerungen. Wer die Kirche blickt  von innen  an, der sieht, die sichtbare und unsichtbare Wirkung des Heiligen Geistes. Die Kirche wäre ohne den Heiligen Geist nur eine menschliche Organisation.

Predigt

Der Heilige Geist hat keinen Leib. Darum die Menschen könnten ihn nicht sehen, aber seine Wirkungen ja. Am Pfingsten lies sich 3000 Menschen zu taufen. Die Kirche wuchs/ ungesehen/.Zeigten sich die Gabe der Sprachen, Prophezeiung, der Heilung. Der Heilige Geist riet  die Apostel was sie machen sollen, er inspiriert sie in die kühne Aktionen. Er begleitete sie auf ihren Missionar- Wege . Er ist der Betriebsmotor ihrer Tätigkeit. Und derselbe Heilige Geist wirkt auch heute und er will wirken, auch durch uns. Erinnern uns daran die Worte von heiligen Paulus: ,,Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Heilige Geist in euch wohnt?“ Das ist die Aufforderung ohne Sünde zu leben, bereitwillig zu sein die Gottesstimme in uns zu hören. Wir sollen uns desse bewusst werden, dass den Heiligen Geist zu empfangen ist nicht die  einmalige Angelegenheit. Der Heilige Geist ist nicht etwas statistisch, sondern dynamisch. Der Heilige Geist spricht uns an, den Frieden zu bauen. die Liebe zu verbreiten, die Hoffnung zu geben, die Wunden nach der Sünde zu heilen. Der Heilige Geist lehrt uns beten. In unserer Außenhandlung äußert sich der Heilige Geist durch die Bereitwilligkeit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit:,, Die Herrschaft Gottes besteht  nicht in Essen und Trinken, sie ist Gerechtigkeit, Friede  und Freude im Heiligen Geist“ Röm 14,17  Der Heilige Geist fordert uns auf, damit wir  uns selbst nicht abkapseln, aber um  uns  für das Tun des Guten, für die Wahrheit,  Liebe  zu öffnen. Der Heilige Geist lädt uns ein, sich Christus zu öffnen, Jesus  Lehre lieb zu gewinnen, die Gottes Gebote einzuhalten. Die Heiligen bauten ihr Leben auf der Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist. Darin sollen wir ihnen folgen. In Wien zur Zeit des heiligen Klement Maria  Hoffbauer gab es  drei berühmten und beliebten Prediger. Pater Weit, Pater Werner, Pater Klement Maria Hoffbauer. Die Menschen hörten alle drei gern. Pater Weit dafür, was er sagte, Er erzählte wesentliche und sehr wichtige Sache. Pater Werner hörten die Leute dafür gern, wie er sprach. Er sprach klar, übersichtlich und hinreißend. Am liebsten hörten die Menschen  Pater Maria Hoffbauer.Wissen sie warum?. Für die Heiligkeit seines Lebens Er ragte durch die Heiligkeit,. Es ist schön wenn ein Prediger die sprachlichen,rethorischen Veranlagungen hat, aber es darf ihm an  die Heiligkeit des Lebens nicht fehlen. Die Heiligkeit des Lebens können wir erlangen, wenn wir  mit dem Heiligen Geist, zusammenarbeiten  werden. Der Kardinal Luciani legte oft seinen Priester ans Herz, dass sie immer unter dem Einfluss des Heiligen Geistes tun sollen. Nicht nur bei der Predigt, oder in der Schule, sondern auch bei deen unbedeutenden  Zusammentrefen, bei den Gesprächen. Eben damals wirkt der Heilige Geist in uns . Der Heilige Geist weist am besten was wir brauchen. Es ist richtig, dass wir wollen, dass der Heilige Geist in uns wirkt und deshalb  rufen wir. Kommt der Heilige Geist. Kommt und wirke durch uns.

Jesus Plan

Das Leben eines Christen ist die Fortsetzung und  Vergegenwärtigkeit Jesus  Sendung auf der Erde. Jesus lebte hier auf der Erde zirka 33 Jahren. Dann ging er zum Vater. Aber Jesus wurde wieder und wird in jedem Christen lebendig sein.  Christus nahm seinen Leib aus Maria, um er sein Werk zu tun, nimmt er heute den Leib der Christen, um er seine Sendung  bis Ende der Welt zu tun. Diese Wirklichkeit bestätigen Jesus Aussprüche.,, Damit ich sage euch : Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan habt“ Mt 25,40. ,, Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat“ Mt 10,40. Der heilige Paulus sagte : ,,Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, erfülle ich in meinem irdischen Leben das Maß  seiner Leiden“ Kol 1,24. Als ob Paulus würde damit sagen. Christus Werke wurde  währen seines Lebens noch nicht beendet, aber wird in seinen Nachfolger  vollendet, also auch in mir. Das ist aber nicht möglich ohne unsere Zustimmung. Jesus respektiert unsere eigene Freiheit. Der Mensch muss sich frei entscheiden mit Jesus mitwirken auf seinem Plan. Darum ist für uns wesentlich wichtig Jesus Plan zu kennen, zu begreifen. Jesus kam den ganzen Menschen retten. Nicht nur der  Leib vor dem Hunger, Durst und nicht nur die Welt vor  dem Krach,oder nur die Seele vor der Verdammung. Jesus interessiert den ganzen Menschen, die ganze menschliche Gesellschaft. Jesus kommt den ganzen Menschen heilen, gesund machen. Den Leib und die Seele. Wie ist der Plan von Jesus? Jesus kam mit einem klaren, festen Ziel. Das Gottesreich zu erneuern  in dieser Welt. Darum war das Zentralthema seiner Reden das Gottesreich, worin besteht  das Gottesreich, wie es entsteht, wie wir dorthin geraten? Die Evangelien sprechen in dieser Richtung klar. ,,Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten  und Leiden“ Mt 4,23. Jesus nicht nur verkündete das Reichgottes,sondern das Reichgottes wurde in seinen Taten es schon anwesend. Jesus vergegenwärtigte das Reich seines Vaters. Sehen wir vier charakteristischen Linie seines Planes an. 1. Jesus blieb nicht lange an einem Ort, aber  bemühte sich so viel als möglichst die Menschen anzusprechen. Jesus aber wusste sehr gut, dass er nicht alle Menschen besuchen, ansprechen kann. Darum wählte er 72 Jüngern aus. Manchmal vermuten wir irtümlich, dass Jesus Hauptsorge war,sich kümmern , um die Menschenmengen/ Massen/. Nein, sein Hauptinteresse, konzentrierte  sich auf 72 Jünger, noch mehr auf 12 Apostel. Jesus unterichtete sie, formte sie. Im Evangelium lesen wir.,, Sie gingen von dort weg und zogen durch Galilä. Er wollte aber nicht, dass jemand davon erfahre, denn er wollte seine Jünger unterweisen“ Mr 9,30. Die Apostel sollten dann in seinem Werk fortsetzen.  Die Massen verließen Jesus. Wenn Jesus  sein Werk auf die Menschenmenge gebaut hätte,hätte sein Werk  mit seinem Tod beendet. Die Apostel aber gaben mit der großen Kraft das Zeugnis von auferstandenen Jesus  ab. Sie zogen neue Christen heran. Auf allen lag Gottesgnade, und Gott begleitete ihre Tätigkeit mit Wunder. Können sie sich vorstellen was  geschehen wäre, wenn die Apostel versagten hätten? Das zweite Vatikanum sagt. Die ganze Kirche ist missionarisch und das Werk des Ausbreitung des Evangeliums ist die Grundpflicht Gottesvolkes. Das steht in der Enzyklika Ad Gentes. Die ganze Kirche steht und fällt auf diesem Prinzip. Zuerst bin ich, der von anderem lehrt,von einem reifen Christen, dann später ich werde andere lehren. Der heilige Paulus sagt : ,, Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe“ 1 Kor 15,3  In der Kirche neben die Hierarchie wirken auch die Laien. Die Priester und Missionaren wirken in dieser Richtung als  ,, der Starter“ Es funktioniert so. Zuerst versammelt der Priester die Laien um sich. Dann die Laien übergeben weiter das, was sie empfangen haben. Bis dann wenn dieser Fluss der Lehre gab, die Kirche beginnt wirklich existieren, die Kirche ist wirklich anwesend. Darum die Kirche konstatiert. Die Pflicht verbreiten  den Glauben nach seinen Möglichkeiten verpflichtet jeden Jünger Christi. Das steht in der Enzyklika Ad Gentes. Das Enzyklika gebraucht das Wort ,, der Jünger Christi“ Damit die Enzyklika will äußern, dass zuerst wir die Lehre Christi lernen, das bedeutet wir sind die Schüler, die Jünger, aber dann wir übergeben diese Lehre weiter. Aber funktioniert dieses Prinzip in Wirklichkeit so? Leider nein. Vielerorts Glauben ist nicht weiter übergeben.

Pfingsten A Joh 20, 19-23

Pfingsten 2014- Die Kraft der Liebe

Einleitung

Die Physik sagt über die Kraft:  Sie wirkt zwischen zwei oder mehreren Körpern, wobei die Körper wechselseitig aufeinander einwirken. Für die Arbeit oder für die Sportleistung brauchen wir Kraft, aber auch für das Tun des Guten, für den Dienst am Menschen. In der Schule lernen wir für unsere zukünftige Arbeit. Gutes tun lernen wir in der Kirche. Zu Pfingsten  denken wir nach, was der Heilige Geist für uns bedeutet.

Predigt

Was Jesus versprochen hatte, das sollte sich zu Pfingsten erfüllen. Der Heilige Geist kam auf die Apostel herab. Warum? Sie sollten fähig werden, ein geistliches Leben zu führen. Der Mensch hat nicht einfach nur einen Leib, sondern auch eine Seele. Vielleicht haben Sie sich auch schon die Frage gestellt: Was bewirkt der Heilige Geist? Ich habe schon gesagt,  dass der Heilige Geist auf die Apostel herabgekommen ist, damit sie ein geistliches Leben führen können. Das kann man nur, wenn man an Gott glaubt.  Es ist aber kaum möglich an Gott zu glauben,  ohne an den Heiligen Geist zu glauben. Der Heilige Geist bewirkt mehr, als nur den Glauben an Gott allein. Auch schlechte Menschen glauben manchmal an Gott.  Der Heilige Geist gibt uns aber die Gabe der Liebe.

Diese Gabe der Liebe war  besonders sichtbar  im Leben der Urkirche. Die Heiden beobachteten das Leben der Christen. Sie sahen wie die Christen  einander liebten und sie waren davon betroffen und fasziniert. Früher haben sie das nicht gekannt. Das war für sie etwas ganz Neues. Diese gegenseitige Liebe war für die Heiden sehr anziehend.

Aber bleiben wir nicht nur in der Vergangenheit. Wirkt der Heilige Geist auch heutzutage? Schenkt er die Gabe der Liebe auch in der Gegenwart?  Ja, Gott sei Dank! Viele Menschen denken heute, dass Gott ihnen Gesundheit, Reichtum und Erfolg geben soll.  Auch wenn die Menschen das nicht direkt sagen, aber sie erwarten das. Aber nicht nur einmal habe ich auch folgendes gehört: “ Ich besuche regelmäßig die heilige Messe, ich bete  und plötzlich so ein Unglück. Wie ist das möglich? Warum bestraft mich Gott so?“   Hier taucht die Frage auf: “ Was erwarten wir also von Gott wirklich? Die Juden erwarteten von 2000  Jahren den Sieg über die Römer und die Herrschaft über die Welt. Keine Rede war damals über die geistlichen Vervollkommnung des Menschen. Mit der Ankunft des Heiligen Geistes begann etwas Neues in der Geschichte der Menschheit.

Diesen Geist der Liebe möchte ich Ihnen nun noch in zwei Beispielen deutlich machen: Ein Kranker im Krankenhaus bemerkt den Unterschied zwischen  einer Pflege aus Pflicht und einer Pflege aus Liebe. Der Geist Gottes sagt uns: Mache alles nur aus Liebe!  Und ein Vergleich aus der Natur: Wie eine Blume die Kraft des Stängels braucht, der stützt, und fest hält, damit sie sich nach der Sonne ausstrecken kann,  so brauchen wir den Heiligen Geist, damit wir uns nach Gott ausstrecken können. Der Mensch angewiesen nur auf sich selbst,ertrinkt schnell im Bösen. Das begriff ein Gefangene, der mit dem Ehebruch seine Familie zerschlug,zerstörte und wegen eines Diebstahls ins Gefängnis kam. Im Gespräch mit dem Gefangenenpriester sagte er. Die Versuchungen und Leidenschaften haben im Leben des Menschen ein solche Kraft, dass der Mensch ein riesiges Gegen wicht braucht. Dieses Gegen wicht kann nicht nur die Kraft der Willen sein. Es ist notwendig  dass in diese Welt die Gottes kraft eintritt. Diese Kraft ist der Heilige Geist. Als er die Apostel erfüllte, entstand die Kirche und der Heilige Geist wirkte sichtbar. Wie ? Das erklärt uns der Heilige Paulus. Er zählt die Gaben des Heiligen Geistes aus. Die Frucht des Geistes aber ist die Liebe, Freude, Langmut, Freundlichkeit,Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.Gal 5,22. Sagen sie, wenn wir mit den Gaben des Heiligen Geistes erfüllen werden, wird es nicht ein riesiges Gegengewicht gegen das Böse in der Welt? Wird die Welt nicht geändert?  Das Leben eines Menschen ist vielen Einflüssen ausgesetzt. Der kluge Mensch weißt sich entscheiden. Er entscheidet sich für den Einfluss des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist gibt den Menschen, die nicht vernichten, aber bauen, die nicht zerteilen, aber vereinigen. Aber vergessen wir nicht, dass die größte Gabe des Heiligen Geistes ist die Gabe der Liebe.