Archiv für den Monat: Juli 2019

18. Sonntag C Lk, 12,13-21

18. Sonntag 2019 Warum war der reiche Narr?

Einführung

Trotz gelegentlicher Streitigkeiten bemühen sich die Mitglieder der Familie in Frieden und  Harmonie zu leben. Bis wann? Bis sie sich das Erbe nicht teilen müssen. Wenn es um Geld geht, können selbst die edelsten Menschen ihre Köpfe verlieren. Jeder sieht  nur sein eigenes Interesse, nur seine eigene Habgier. 

Predigt

Im heutigen Evangelium wurde Jesus verlangt, der Mittler zwischen den Geschwistern um das Erbe zu sein. Jesus hat das abgelehnt. Warum? Denn wie immer geht Jesus an die Wurzel der  Sache. Und was ist die Wurzel der Dinge? Geben Sie Acht und schützen Sie sich vor aller Habgier, spricht Jesus, und setzt vor, denn niemand lebt davon, dass er  viele Güter hat. Die Wurzel allen Übels ist die Liebe zum Geld, steht in der Heiligen Schrift. /1Tim 6,10/. Wenn die Anhäufung von Gütern dieser Welt zum einzigen  Ziel des Lebens wird,  tritt das Problem auf. Menschen geraten  in Streit; sie greifen gegeneinander an, und daraus entstehen sogar Kriege. Jesus verachtet  irdische Güte nicht. Aber er zeigt uns, dass er von ihnen frei ist. Ihn interessiert eine andere Art der Erbschaft. Er spricht über das Reich Gottes, dessen Erben  die Armen sein werden. Mt 5,3 und diejenigen, die ihr Leben im Dienst für andere opfern. Mt 25,34. Er spricht  vom ewigen Leben, das diejenigen erben, die alles verlassen haben und ihm folgen. Mt 19,29.

Jesus erzählt bei dieser Gelegenheit  das Gleichnis, das wir  im heutigen Evangelium gehört haben. Dieses Gleichnis könnten wir in drei Teile aufteilen. Der Hauptteil ist der lange Monolog des Reiches. Viele finden seine Rede  nicht unvernünftig. Nicht ein Ökonom würde ihn loben. Er denkt über die unerwartet eingetretene Situation nach und reagiert prompt. Er hat niemandem etwas gestohlen. Er kann arbeiten, nachdenken und sich unterhalten. Warum ist er Narr genannt? Wo hat er Fehler gemacht? Darin, dass er überhaupt nicht an seine Frau, seine Kinder, seine Freunde und seine Verwandten denkt. Das Einzige, woran er denkt, ist die Ernte, der Getreidespeicher. Der vermögende Mann zeigt, dass für ihn die wichtigsten Dinge Gewinne sind. Die Gewinne für wen? Er ist ein Egoist,der nur an sich selbst denkt. Das geht aus seinem Monolog hervor.

 Im zweiten Teil ruft ihn Gott noch in der Nacht zu sich. Für Jesus ist das die Gelegenheit, die Zuhörer zu lehren und darauf hinzuweisen, was im Leben den wirklichen Wert hat und was es wert  ist, dass wir danach streben. Jesu Ausspruch. Jeder, der nur darum lebt, den Reichtum anzuhäufen, ist ein Narr – genug brutal. Nichts mehr, nichts weniger. Jesus  verurteilte nie  den Reichtum. Er aber lehrte, dass diejenigen , die mehr Reichtum haben, sich mit denjenigen teilen, die ihn nicht haben. Der Fehler des Reichen liegt darin, dass er sich statt der Teilung seines Reichtums dafür entschied, ihn nur für sich selbst einzulagern. An andere denkt er nicht. Habgier ist nicht nur mit dem Evangelium vereinbar, sondern  auch mit gesundem Menschenverstand. Ist das Evangelium von heute nur  für die Reichen bestimmt? Bestimmt nicht. Jesus spricht heute zu all denen, die sich die Sachen  nur für sich selbst ansammeln und anhäufen. Das kann viele Formen haben. Stellen Sie sich  einen armen Studenten vor, der  gut lernt, sich bemüht und dabei denkt. Wenn ich mein Studium beendet habe, werde ich viel Geld verdienen, mir ein luxuriöses Auto kaufen, mir ein großes Haus bauen und es genießen. Ist dieser Student nicht dem Reichen aus dem Evangelium ähnlich?Warum? Weil er nur an sich selbst denkt.  Erlauben Sie mir, euch von einer meiner Erfahrungen zu erzählen. Während meines Lebens kannte ich mehrere Menschen, die immer erklärten, gläubig zu  sein, und ich bin überzeugt, dass sie wirklich an Gott glaubten, aber das, was für sie das Wichtigste, das Erste  in ihrem Leben war, war Geld. Wenn es um das Geld ging, kannten sie  keine Mühe. Und was traurig ist: Meistens sammelten/häuften sie nur für sich selbst an. Es geht nicht zusammen . Auf einer Seite theoretisch  an Gott glauben und  praktisch zeigen, dass  mein Gott das Geld, das Eigentum, das Vermögen ist. Verdienen auch diese Menschen nicht die  Benennung „Narr“?

Hl.Alfons Maria von Liguori

Jesus, der davon erzählt, was das Reich Gottes gleich ist, sei mit euch.

Jesus sagte  in früheren Evangelien, was dem Reich  Gottes ähnelt: Schatz auf  dem Feld, kostbare Perle, Netz. Aber Jesus  fügt hinzu, dass nicht  jeder in  Gottes  Reich  kommt. Nur  gute.  Gott ist  nicht nur  barmherzig, sondern auch  gerecht. Die Heiligen zeigen uns  praktisch, wie  wir  in das  Reich  Gottes  kommen  können.

Jesus, du hast  Jünger zu deiner  Begleitung berufen. Herr, erbarme  dich unser.

Du hast  deinen Aposteln Vollmacht gegeben, zu lehren. Christus, erbarme  dich  unser. 

Du hast  geboten, alle in  dein Reich zu rufen. Herr, erbarme dich unser. Alfons  Maria  von Liguori  stammte  aus einer  Adelsfamilie  und war  äußerst  begabt. Mit  16 Jahren promovierte er  in Rechtswissenschaften. Im Alter  von  19 Jahren  bestritt er  seinen ersten  Prozess als Rechtsanwalt. Sein  Name  war  in aller Munde, sein  Ruf als  Rechtsvertreter und -berater drang  weit  über  Neapel  hinaus. Dann im Jahr  1723  verlor   Alfons einen schon  gewonnen geglaubten  Prozess aufgrund   einer  ihm  unbekannten   Formalität. Seine Bestürzung  war  grenzenlos. Wegen der erlittenen Demütigung konnte er drei Tage   weder essen   noch  schlafen. Im Innersten spürte er,  dass Gott etwas  Bestimmtes mit  ihm  vorhatte, aber  er  wusste   noch  nicht, was  er  sein  konnte.   Alfons  gab   in  seiner Enttäuschung  seine  Kanzlei auf  und  widmete  sich  nur  noch  dem Gebet. Als  er  am 28. August 1723  dem Hospital  der  unheilbar Kranken einen  Besuch abstattete, umgab  ihn  plötzlich  ein  gleißendes  Licht, und eine Stimme  sprach zu ihm. Verlass die Welt und  gib  dich  mir.“ Nach  diesem Erlebnis gab   Alfons   sein  Erstgeburtsrecht an  seinen Bruder ab, hängte in der  Kirche vom Loskauf der  Gefangenen  in  Neapel seinen   Degen  auf und   begann bald   darauf    mit dem  Theologiestudium. Im  Jahr   1726  empfing    der  inzwischen   30-jährige  die Priesterweihe; sein Leben  als  Seelsorger , Prediger  und Missionar   nahm seinen   Anfang.  In den  folgenden   sechs Jahren galt   das  ganze  Wirken   des Jungpriesters   der Missionierung   des  Landvolkes rund   um  Neapel .

Wenn wir beten, dann   öffnen wir  die Tür  unseres  Herzens für  die  Begegnung  mit  dem  Gott unseres  Lebens. Im Wissen  darum, dass  wir  jetzt  in seiner  Gegenwart stehen, beten  wir  vertrauensvoll.

Herr Jesus Christus,  mit  unserer   kleinen  Kraft suchen wir,  was den  Frieden  schafft :  den  Frieden unter   den  Menschen , den  Frieden  im  Innersten   unseres  Herzens. Wo  wir  schwach sind  oder  den  Unfrieden  spüren,rufen wir zu  dir.

Singen will  ich dem  Herrn, weil er  mir  Gutes getan hat; den Namen des Höchsten will ich  preisen.

Hl.Ignác von Loyola Mt 13,44-46

Jesus Christus,der uns  Menschen in das Reich Gottes berufen hat , er sei mit euch.

In der Welt gibt es viele Schätze und die Menschen suchen sie nicht. Warum nicht? Weil sie von ihnen nicht wissen. Wenn jemand ein Schatz entdeckt, spricht nicht viel davon. Jesus handelt anders. Er wollte  den Schatz den des Himmel für sich nicht behalten. Im Gegenteil er sprach von ihm und er will, dass wir ihn suchen und finden.

Jesus, du liebst,die dir in Vollkommenheit folgen. Herr,erbarme dich unser.

Du wolltest alle retten.Christus,erbarme dich unser.

Du hast uns den Weg des Heiles  gelehrt.Herr,erbarme dich unser.

Einer derjenige,die den Schatz des Himmelreiches suchten,war auch der heilige Ignatius von Loyola.Heute möchte ich über einen Teil  seines Lebens sprechen. Im Jahr 1528 ging Igna  zum Studium nach Paris,w0o er seinen Magister Art ihm machte. Hier in Paris legte Ignatius  den Grundstein  für den Jesuitenorden. Zusammen mit sechs Gleichgesinnten schließ er sich zu einer Gemeinschaft zusammen,die sich am 15.August 1534 in der Marienkapelle am Montmartre traf und das Gelübde der lebenslänglichen Armut und Keuschheit ablegte.  Als Missionare wollten die,sieben Männer ins Heilige Land ziehen. Nachdem sich die Reise nach Jerusalem wegen andauernder Kriegsgefahr nicht durchführen ließ ,begaben sich Ignatius und seine Gefährten inzwischen zu Priester geweiht,nach Rom.Papst Paul III.empfing die Missionare  freundlich und bestätigte am 27.September 1540 die Gemeinschaft um Ignatius  von Loyola. Dies war der Beginn der Gesellschaft  Jesu.Etwa ein halbes  Jahr später wurde Ignatius  zum ersten Ordensgeneral der Jesuiten gewählt. Nachdem Ignatius 1550 seine Ordensatzung vollendet hatte , vollendet hatte, verbreitete sich die Gesellschaft schnell  In ganz Europa.Außer den Gelübden der Armut,des Gehorsams und der Keuschheit legten die Jesuiten noch ein viertes Gelübte ab,das absoluten Gehorsams gegenüber dem Papst.Die Jesuiten widmeten sich voller Tatkraft dem apostolischen Dienst.  Um seine Ordensbrüder nicht in ihrer Arbeit zu beeinträchtigen hatte Ignatius  auf starre Einrichtungen innerhalb der Gemeinschaft,wie gemeinsames Beten oder einheitliche Tracht verzichtet.Bald waren die Mitglieder der Gesellschaft Jesu in vielen Bereichen des Lebens tätig .Über all ihrem Wirken  standen  die sogenannten  Exerzitien,die geistlichen Übungen. Nach fünfzehnjähriger Amtszeit als Ordensgeneral der Societas Jesu starb ihr ruhmreichen  Begründer am 31.Juli 1556 in Rom.

Wir  sind gerufen am Reich Gototes mitzubauen, das mit Jesus bereits  angebrochen und doch noch im Kommen ist. In dieser  Verantwortung  beten wir  gemeinsamen.

Die  Kirche ist durch Jesus Christus ausgestattet mit einer Friedensbotschaft  für  diese Welt. Meinen Frieden hinterlasse ich euch.Daher bitten wir .

Gott  hat die Welt so geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit  jeder, der an ihn glaubt nicht zugrunde geht, sondern das ewige  Leben  hat.

Dienstag der 17. Woche, Mt 13, 36-43

Jesus, der das Gleichnis vom  Unkraut des Ackers erklärte, sei mit euch.

Sie wissen, dass das Laufen  eines  Marathons viel  Kraft  und  Ausdauer erfordert. Es gibt Leute,  die  diesen Lauf  mit hoher Geschwindigkeit starten, ihn aber nicht beenden  können, weil sie  nicht genug  Kraft  und Ausdauer haben. Nur der kann  mit  großer Belohnung rechnen, wer bis zum Ende durchhält. Auch das heutige Evangelium spricht  von einer  großen Belohnung.

Jesus, in deinem Namen  sind wir  heute hier versammelt, um Mahl  zu halten.

Du stärkst uns mit  deinem Wort, deinem  Brot, deiner Gegenwart. Christus, erbarme dich unser. 

Auf dich  wollen wir  hören. Herr, erbarme dich unser.

Die allegorische Erklärung  des  Gleichnisses vom Sämann zeigt  den  Widerspruch  zwischen   den Söhnen des  Reiches Gottes  und  den  Söhnen  des Bösen. Jeder gehört zu denen, deren Wort er empfängt, nachdem  er handelt. Das irdische Leben ist eine Wahl, wenn  man  Entscheidungen  treffen  kann. Am  Ende  wird  ein Gericht  kommen. In der Bibel wird es  mit  einem eschatologischen  Bild  der Ernte  dargestellt. Das Schicksal  der  Gerechten  und der  Gerechten wird anders sein. Der ewige  Lohn  wartet auf den Ersten, das ewige Leiden   auf den Zweiten. Unser  irdisches Leben ist ein ständiger  Kampf   um Vollkommenheit  und Heiligkeit. Kein Sieg  wird  leicht  geboren.  Die wichtigste Aufgabe, die  wir bekommen haben, ist. Uns  vor  der Sünde  zu schützen. Gott  und Nachbarn zu lieben. Guter Samen und gutes  Unkraut sind  zwei  große  Gruppen von Menschen, in  die sich  die  Menschheit  im letzten  Gericht  teilt. Es gibt keine dritte Gruppe. Einmal fragten  sie Benjamin Franklin, wie  er  trotz großer  Hindernisse an  seinen Vorsätzen ausdauerte. Er antwortete: „Haben Sie einen Steinmetz bei der Arbeit beobachtet?“ Er schlägt hundertmal auf denselben Ort, aber es entsteht  kein Riss. Aber dann, nach 101 Schlägen, bricht der Stein in zwei Teile. Nicht der letzte Schlag  bringt Erfolg, sondern die hundert Schläge, die  ihm  vorausgingen.

Wie uns Jesus Christus das Licht der Welt gelehrt hat, lasst uns zum Vater  beten.

Der uns zu Kindern Gottes  macht, schenkt uns heute seinen Frieden. Deshalb bitten wir. 

Selig, die den Herrn schauen dürfen, wenn er in seiner  Herrlichkeit wiederkommt.

Wie der Wille durch Übung wird

Wie kann man denn zu einem so  festen und starken Willen  kommen? Es  geht mit der  Seele und  dem  Willen ganz ähnlich wie  mit  dem  Körper und seinen Gliedern. Wie  kann man seine  Arme stark  machen?  Indem man sie  durch Arbeiten oder Turnen übt,. So oft man ein Glied oder einen Muskel anstrengt,  wird  er  dadurch stärker. Ähnlich  ist  es  auch   mit  dem Willen. So oft man  den Willen anstrengt und  mit über den Körper oder  über Trieb  oder ein Gefühl. So  wird  der  Wille stärker. Schon wenn man die  Muskeln mit  dem  Willen beherrscht, macht das den Willen stärker. Wenn  man  Schultern und Arme und  Hüften stramm und  aufrecht hält  und  der Müdigkeit nicht gleich  nachgibt, stärkt das den Willen. Wenn man aber alles hängen lässt und  gar  keine  Haltung  hat, ist das auch für  den  Willen nachteilig.  Ist  es also  für  die Seele einerlei,  ob  man  beim Turnen die  einzelnen Übungen nachlässig oder genau und  frisch ausführt? Wann bietet sich  jeden  Tag  die  erste Gelegenheit,  eine  Herrschaft über  seinen Körper auszuüben und den Willen   zu stärken?   Beim Aufstehen fest, lasst euch  zu  dieser  Stunde von euren Angehörigen oder  einem Wecker wecken, und wenn die Stunde  schlägt oder der  Wecker abläuft, dann  springt aus dem  Bette und zögert  keinen Augenblick, wenn  es auch schwer fällt. Ihr  sollt  freilich genügend  schlafen, etwa  acht Stunden  täglich. Aber  wenn  der  Schlaf zu  kurz  ist, sollt  ihr  ihn nicht in der  Frühe verlängern, sondern am Abend. Wie?   Indem  wir  rechtzeitig  schlafen gehen. Auch dazu  sollt ihr eine  bestimmte Stunde haben, von  der ihr  nicht  leicht abgeht.  Es kostet Überwindung,  wenn  man gerne noch  plaudern oder fernsehen möchte und  zu  Bett  gehen soll. Man muss auch beim Schlafengehen eine   gewisse Trägheit überwinden; man  muss sich  oft  mit  Gewalt überwinden. Haltet auch sonst viel auf Pünktlichkeit. Eine mächtige Stütze  und Hilfe für den Willen ist es, wenn  man sich  für sein  Leben Grundsätze  bildet und diese  immer  treu  befolgt. Grundsätze  sind  etwas  Ähnliches wie Vorsätze, aber solche, die  nicht  nur  für einmal ,  sondern für immer  gelten. Ihr  habt  euch  z. B.  vorgenommen, nie sittengefährliche Bücher  zu lesen.  Nun bringt euch  einmal  ein Freund, eine Freundin einen Roman ,  den ihr  bald  anseht, der  zu  sinnlicher  Lust  reizt. Ihr  habt euch soeben ein unterhaltsames  Buch gewünscht und hättet viel  Lust, den  Roman  zu lesen. Der  Freund  drängt euch  , das Buch zu lesen. Wenn  ihr dächtet.Ach , Grundsätze  hin, Grundsätze  her, jetzt will ich  einmal  das  Buch lesen. Welchen Einfluss würde das auf  euren Willen haben? Er  würde geschwächt  werden und  auch  anderen  Mals Versuchungen  nachgeben. Wenn ihr aber denkt. Bei dem, was  ich mir  vorgenommen  habe, bleibe ich. Gott will es, und  ich will  kein schwankendes  Rohr sein, sondern ein  Charakter sein. Und  wenn  ihr  das Buch mit höflichem Dank  ablehnt, so stärkt ihr  dadurch  euren Willen und  werdet  der nächsten   Versuchung  noch  besser widerstehen   können. Oder ihr  habt euch  vorgenommen, jeden Monat die heiligen  Sakramente  zu empfangen.  Eine Zeit lang tut ihr  es auch . Da kommt  eine Zeit, wo ihr  zum  Beten  gar nicht  aufgelegt  seid  und auch  nicht  zum  Beichten   und Kommunizieren. Ihr meint. Einmal  kann ich  es ja auslassen; das tut nichts. Ist  es  denn  überhaupt notwendig  , jeden Monat die Sakramente  zu empfangen? Es  wird  wohl  auch  genügen, wenn  es  alle  zwei  Monate  geschieht. O bleibt da  euren   Grundsätzen treu. Gerade  wenn sich  Unlust einstellt, braucht  ihr  die  heiligen   Sakramente  umso  notwendiger. Und  in der  Zeit, wo man  verdrossen   und  so unaufgelegt zum Guten ist, wo es  in  der  Seele  gleichsam trüb ist, soll  man  an  seinen Vorsätzen   nichts  ändern. Da heißt  es: ausharren. Es kommt   schon  wieder  eine   Zeit, wo die  Seele  sonnig   und  heiter  ist und  wo  man  das Gute leicht  und  freudig tut. Wie  froh ist man  dann,  wenn  man auch  in  der  trüben   Zeit ausgeharrt  hat. Also  Grundsätze  haben, gute  Grundsätze  natürlich, und  von  den  Grundsätzen  nicht  abweichen. Das macht stark.  In  den  heiligen Sakramente erlangen wir, wenn wir sie  würdig  empfangen, übernatürliche  Kraft, himmlische Kraft. Gibt es  außer den heiligen  Sakramenten   noch ein anderes Mittel , wodurch wir  von  Gott  Kräftigung  und Stärkung unseres  Willens   erhalten? Das Gebet. Gebet und  Empfang  der  heiligen Sakramente sind die wichtigsten  Mittel zur  Willenstärkung. Ohne  diese würden euch alle anderen  Mittel nicht viel nützen, wenn ihr  euch nicht  selber  Mühe geben  wolltet, euren Willen  zu  kräftigen.  Gott tut  durch  seine  Gnade nicht alles, was er  will; er will, dass auch  wir  das Unsrige tun. Wir  müssen uns  selbst erziehen. Das  Wichtigste ist  die Bildung des Willens. Über  sein Inneres zu herrschen  ist viel mehr als die  Naturkräfte zu beherrschen. Ein starker  Wille ist  überaus  viel  imstande. Hl. Aloisius, Hellen Keller, Napoleon. Der Wille  wird durch  Übung. ER wird durch  Pünktlichkeit und Ordnung   sowie durch jede Art von Selbstüberwindung geübt. Der Wille wird  durch   das Festhalten  an bestimmten  Grundsätzen gestützt. Am  meisten wird der Wille durch  Gebet und  Sakramente gestärkt.

,,Wer sein Gemüt beherrscht, ist  besser  als  ein  Städteeroberer.“  Sprichwort  16,32.

 

Hl. Marta von Betanien

Jesus Christus, der zu Marta sagte: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Er sei mit euch.

Papst  Paul VI. hat  die hl. Marta wurde zur Schutzpatronin der italienischen Hoteliers  bestimmt. Der Vatikan  begründet   die Ernennung mit dem Beginn des 12. Kapitels des Johannesevangeliums, in dem es heißt. Sechs Tage  vor dem  Osterfest kam Jesus  nach Bethanien, wo Lazarus wohnte, den Jesus von den Toten auferweckt hatte. Dort bereitete man ihm  ein Gastmahl. Marta wartete auf Jesus.

Jesus, du hast  in allem den Willen des Vaters getan. Herr,erbarme dich  unser. 

Du hast  alles hingegeben, um dein Werk zu vollenden. Christus, erbarme dich unser.

Du vollendest, was wir  nicht zu  leisten vermögen, Herr,erbarme dich unser.

Es geht daraus hervor, dass die Schutzheilige der Arbeiterinnen – Dienstmägde, Hausfrauen, Köchinnen und Wäscherinnen – noch  ein neues, modernes Patronat zugewiesen  bekam, das  den Hotelwirten in  einem Land, in dem die Fremdenindustrie eine  der Haupteinnahmequellen ist. So reichen die  Heiligen  lebendig bis  in unsere Zeit und  wirken auf  ihre besondere Weise weiter in der Welt. Ihre Fürsprache  bei Blutfluss  geht nach einem  Bericht des  hl. Ambrosius darauf zurück, dass sie jene Blutflüssigkeit des Evangeliums gewesen sei,  die der  Herr geheilt  hat. Dadurch, dass die Stadt Tarascon  in Südfrankreich auf ihre  Fürsprache hin  im Jahre 1630 von der Pest verschont  blieb, wurde sie  neben  den  hl. Rochus  und   Sebastian   zu  einer  wirksamen  Helferin auch  in dieser  Not.  Nicht  zuletzt  ist sie  auch  Sterbepatronin.  Man sieht, die hl. Marta ist  eine vielseitige Heilige,  wie ihre  Stellung als  tüchtige, fleißige Herrin   des Hauses von Bethanien gewiss auch  vielerlei  Tun  umfasste.  Weil sie  als  Schwester des hl. Lazarus und der  hl. Maria Magdalena, die Jesus  oft gastlich  aufgenommen  hat, wird  „Gastwirtin des Herrn“ genannt. Die  hl. Marta wurde  zur  Personifikation  des tätigen  Lebens  im Gegensatz  zu ihrer Schwester  Maria, die  das  beschauliche  Leben  verkörpert.

Da Jesus Christus uns  nah und  unser  Mittler ist, dürfen wir  durch  ihn  zum Vater  beten. 

Es gibt ein Leben der  Herrlichkeit.  Es wird  denen zuteil, die  es  im Frieden suchen. Deshalb  bitten wir. 

Selig,die glauben an das wahre Leben und  eingehen in Gottes  Herrlichkeit.

Hl.Berthold Abt von Garsten, Mt 13,10-17

Jesus, der zu seinen Aposteln sagte: „Glückselig  aber eure Augen, dass sie sehen , und eure Ohren, dass sie hören, er sei mit euch.“

Jesus zu sehen,  den  eingeborenen  Sohn Gottes,   welch ein Glück. Wer mich  sieht, sieht  den Vater.  Welch  ein  Glück, alle  seine Wunder  zu Trost und Heil der Menschheit  zu sehen. In den Worten: Was ihr sehr liegt, aber  eine  höchst   lehrreiche Nebenbeziehung. Auch  die ungläubigen Feinde Jesu sahen Jesus und  seine Wunder, hörten seine Lehre. Aber sie  sahen in Jesus nur den Nazaräer, in seinen Wunder  nur teuflische  Gaukelei.

Jesus, du hast  unseren Glauben gefordert. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns  die Herrlichkeit  des Vaters offenbart. Christus, erbarme  dich unser.

Du hast  das  Unbegreifliche in  Gleichnissen  gesagt.  Herr, erbarme dich unser.

Der hl. Berthold entstammte einer  begüterten Familie im Viertel unter dem  Manhartsberg in Niederösterreich  und trat  in jungen  Jahren  in das  Benediktinerkloster   St. Blasien  im Schwarzwald  ein, das  schon  vor  Hirsau als Zentrum  cluniazensischer Reform galt.  Als  Anhänger dieser  Erneuerungsbewegung  stieg er  zum Kleinprior und  Bibliothekar in  St. Blasien  auf  und wurde  1107 als Prior  nach Göttweig  gerufen.  Spätestens ab 1111 finden wir  ihn  als 1. Abts des  kurz   zuvor  den  Benediktinern  überantworteten Klosters Garsten. Hier  bewährte  er sich als  umsichtig sorgender  Vater  seiner Mönche, als  verständnisvoller  Berater  und Helfer   vieler  Zeitgenossen  und als  treuer  Sohn  seiner  Kirche und  Heimat. Es gelang  ihm , die junge   Abtei personell  und  wirtschaftlich  zu höherer Blüte und großem Ansehen  zu bringen.  Nach mehr als 30-jähriger  Wirksamkeit   verstarb  er  in seinem  Kloster in der Nacht  vom 27. zum 28. Juli  1142. Sofort  nach  seinem Tode setzte  seine  Verehrung   ein, die  durch  eine  Kanonisation seitens  des  Passauer  Bischofs Rudiger  von Radeck  eine offizielle Bestätigung  fand.  Die Erhaltung   seines Grabes, das sich ursprünglich  in der Mitte  der  alten Klosterkirche befand, die  immer wiederkehrende  Verwendung  seines  Namens und  die  Feier  seines  Jahrestages, über  die Zeit der Reformation  und  die Aufhebung des Stiftes/1787/ hinweg  bis  in die  heutigen Tage. waren  die  Voraussetzungen  für  die offizielle Kultapprobation durch  den  Apostolischen Stuhl. 

Auf  sein Wort wenden wir uns  an Gott, unseren Vater, und beten  mit den Worten  Jesu.

Auch  wenn viele  Bemühungen um den Frieden  nicht immer mit Erfolg gekrönt  sind. Wir  sollen  nicht  nachlassen, Anstifter   zu  sein und führend für Frieden und  Versöhnung  zu sein. So beten wir.

Wir wollen dem Herrn danken für seine Huld, für sein wunderbares Tun an den Menschen, weil er  die hungrige Seele mit  seinen Gaben erfüllt hat.  

Hl.Joachim und hl. Anna Mt 13,18-23

Jesus, dessen Großeltern der heilige Joachim  und die hl. Anna waren, sei mit euch.

Heute haben wir den großen Gedenktag für Joachim und Anna. Sie waren die Eltern Marias, also die Großeltern Jesu. Wir wissen nicht genau, ob Jesus sie  persönlich kannte, aber wahrscheinlich nicht.  Der Grund dafür kann sein, dass sie ihre Tochter Maria  schon in hohem  Alter hatten. Sicher erzählte Maria Jesus von ihren Eltern. Das ist eine große Ehre, zum Stammbau  Jesu Christi zu gehören.

Du stärkst die, die  dir  zu dienen bereit sind. Herr, erbarme dich unser.

Du tröstest die, die mit  dir  das Kreuz  zu tragen  bereit sind. Christus, erbarme dich unser.

Den Geduldigen   hast du  dein Reich  verheißen. Herr,erbarme dich unser.

Beim letzten Mal habe ich mehr über Joachim  gepredigt. Heute möchte ich ein paar Worte über die heilige Anna sagen. Anna stammte aus dem Stamm Levi. Anna war die Frau des Glaubens. Ihr Name bedeutet Gnade und  Begnadete. Anna hat nicht nur  ahnte , sondern auch geglaubt und gewusst, dass sie der Welt ein Kind, eine Tochter, gegeben hat, die schon der Morgenstern  der Erlösung war. Deshalb versteht  es  sich  von   selbst, dass sie Maria auf eine große Aufgabe in  der Heilsgeschichte   vorbereitete. Es ist sicher, dass die heilige Anna das Leben ihrer Tochter Maria beeinflusst hat. Die heilige Anna  verdient  unsere Ehre und Dankbarkeit. Der Höhepunkt der Verehrung für  Anna  lag  im  15.  und  im 16. Jh. erreicht, als zunächst   1481 Papst  Sixtus  IV. den Anna Tag  in den römischen    Kalender aufnahm, und dann 1584  Papst  Gregor  XIII. das Anna Fest   anordnete. Besonders  die  Kapuziner    und die Karmeliter  förderten die Verehrung, aber auch  Benediktiner  und Augustiner-Chorherren. Der Kult   um Anna   breitete  sich   immer   mehr aus, ja , mehr  Reliquien tauchten auf. Auch  zahlreiche europäische   Städte  erklären, im Besitz   von  Reliquien zu sein, so etwa  Düren und   Wien . In  vielen  Ländern   gab es  früher  berühmte  Anna-Wallfahrten, so  in  Annberg/Niederösterreich,  Sulzbach und   Unterkreuzberg   in  Bayern sowie in  Nantes , Apt  und Anne   d’Aury    in Frankreich. Anna   ist  meist  als  Matrone    mit Kopftuch   dargestellt, manchmal mit Maria und häufig   mit Maria und dem  Jesuskind. Berühmte „Annaselbdritt“-Darstellungen gibt es  etwa  von Caravaggio in der Villa Borghese in Rom, von Leonardo da Vinci im Louvre in Paris und  von  Masaccio in der Accademia in Florenz. Häufiger zu sehen  sind Anna und  Joachim zusammen mit Maria. 

Da sich  uns  Gottes  Weisheit  in Jesus  Christus   offenbart  hat, dürfen wir   in seinem  Namen  zum Vater  beten. 

Gott offenbart   uns  in  Christus  seinen Frieden . Deshalb bitten wir.   Selig, die  dem  Wort  des Herrn vertrauen   und eingehen dürfen   in  seine  Verheißungen. 

Selig,  die  dem  Wort des Herrn vertrauen und eingehen dürfen  in  seine  Verheißungen.

17. Sonntag C Lk 11,1-13

17.Sonntag 2019  Richtig zu beten

Einführung

Im Evangelium  dieses Sonntags werden wir von Jesus hören, dessen  Apostel ihn baten, ihnen das Beten  beizubringen. Diese Bitte  ist überraschend, besonders wenn wir wissen, dass die Juden das Gebet als festen  Bestandteil  ihres Lebens betrachteten. Das Gebet wurde in jeder jüdischen  Familie  praktiziert. Die Apostel wie die Juden  beteten  sicher. Warum also  diese Bitte?

Predigt

Der Grund, warum Jesus verändert zu beten, war diese Tatsache: Die Apostel sahen , wie Jesus  an  einen  einsamen  Ort ging, um zu beten. Die Apostel sahen wahrscheinlich , wie  Jesus  sich  nach dem  Gebet verwandelte. Ihr  eigenes  Gebet  hat sie  nicht so  verändert. Obwohl  sie beteten,  fühlten  sie wahrscheinlich, dass ihr  Gebet ihnen  nicht  viel  gab.Es befriedigte  sie nicht; es inspirierte sie nicht. Darum: Sie wollten wissen, worin das Gebet Jesu anders  ist als ihr Gebet, worin es sich von ihrem Gebet  unterscheidet. In gewissem Sinne  könnten wir sagen, dass Jesus im heutigen  Evangelium  darin  fortsetzt,  worüber wir   am letzten Sonntag  gelesen haben. Jesus besuchte  Martha und Maria, und Martha  wirft Jesus vor, dass er sie  selbst  dienen ließ. Als  guten Rat empfahl ihr,  einen Ort zum Beten  zu finden,damit  sie einen Ort hat, an dem sie sich mit  ihrem Stress  abfindet und  wo  sie Frieden  und neue  Inspiration   gewinnt. Liebe Freunde. Es  gibt viele  unter uns, die  beten, aber  wir haben den Eindruck, dass  das  Gebet  uns  nicht  verändert. Wir  haben das Gefühl, dass  wir trotz   vieler Gebete immer unzufrieden und leer sind. Wir kennen die Menschen, die  viel beten, und sie  loben sich dafür, aber   ihr  Verhalten  spiegelt  das  nicht wider.Wo ist der Fehler?  Gebet und Gebet  sind nicht gleich.Es gibt  viele Dinge, die  uns in die Seele  Frieden  und Ausgeglichenheit  bringen, wie  zum Beispiel  das Geräusch von fallendem Wasser, die Wellen des Meeres , die auf  die Felsen  schlagen, oder der Gesang der Vögel. Diese Geräusche  stören uns nicht, sondern  beruhigen  uns. Man wird  bei ihnen  beruhigt, sich  abreagiert und  seine Sorgen vergisst. Diese Fähigkeit  haben  nicht nur  Dinge, sondern  auch  einige Menschen. Sicher  kennt  jeder  von  uns  die  Menschen, von deren  Gegenwart   wir erfrischt und ermutigt sind. Solcher Mensch war  zum Beispiel  der deutsche Dichter  Reinhold  Schneider (1903–1958). Der erste  Eindruck, den  dieser  zwei  Meter große Kerl machte, war  die Echtheit  der Gesinnung. Sein Händedruck  war unvergesslich. Sein Freund sagte zu ihm: „Bei seinen Fünfzigern.“ Es gibt niemanden, der bei der Begegnung mit Dir keinen neuen Reichtum, keine Selbstlosigkeit, keine Tapferkeit und keine Bescheidenheit  gewinnen würde. Obwohl er  sein  ganzes  Leben krank  war. Und  nur  auf der  Couch  schreiben konnte. Auch  in den intimsten Gesprächen  erwähnte er sich   nur selten  und ungern von  sich. Reinhold  Schneider war  nicht  der einzige Mensch dieser Art. Viele sagten  etwas Ähnliches über den ehemaligen Papst   Johannes Paul II. Er war  ein Mann, der  eine  breite Masse wie ein  Magnet  anzog. Auch  im hohen Alter wurde er  von vielen Menschen aufgesucht. Wir fragen,  woran es liegt, dass  einige Leute diese Gabe  haben? Das Geschenk, die  Befriedigung, der Ausgleich, die  Ermutigung und die Freude. Es  gibt  sicherlich  mehr  Gründe dafür. Aber der stärkste  Grund  wird sein,  dass diese Menschen  oft  in  ihre innere  Kammer betreten, wo  sie sich  beruhigen und über  ihr  Leben  nachdenken  können. Es ist  ein Raum, in dem  sie  Gott  begegnen und von  ihm Frieden  und inneres  Gleichgewicht  erhalten. Tatsache  ist, dass  man ohne Gebet  nicht  ausgeglichen leben kann. Welches Gebet  verändert unser Leben? Gutes Gebet besteht  nicht so sehr  aus Worten,sondern eher in der Einstellung. Jesus stellt  uns im heutigen Evangelium  ein Vorbild  für gutes Gebet.Es ist  ein bekanntes  Gebet: Vater unser. Aber dieses Gebet bei Lukas ist ein bisschen anders als das, das wir beten, nämlich das im Matthäus-Evangelium. Die Tatsache, dass  jeder Evangelist  einen anderen Text deutet, weist darauf hin, dass Wörter  nicht so wichtig sind. Wichtiger ist  die Einstellung  der Demut  vor  Gott, der unser  Vater ist. der  alles über  uns weiß. Und wir sind  sicher, dass er  uns  nur   das Gut  will. Es ist die Stellung der Hingabe und der Wunsch , seinen Willen   zu erfüllen. Aber vor allem ist es  die Einstellung der  Vergebung. Wenn wir so beten, wird  unser  Gebet  unser Leben  verändern, und wir  werden  Menschen des Friedens   für unsere  Umgebung sein.

 

O

Hl. Jakobus,Apostel Mt 20,20-28

Jesus, der zu den Aposteln sagte:Wer da will, der Vornehmste sein, der sei  euer Knecht, der sei mit euch.

Ein riesiges Feuerwerk steigt am Vorabend des Jakobs-Tages in den sommerlichen Nachthimmel über der spanischen Stadt Santiago de Compostela in Galizien. Kaum einer der 60 000 Einwohner und der vielen tausend Besucher in der Stadt lässt sich dieses einmalige Schauspiel zu Ehren des großen Apostels Jakobus entgehen. Wie in einem Fieber befindet sich die Stadt am Monte Pedros schon seit Tagen. Es herrscht Volksttanzgruppe, bunte Trachten beherrschen das Straßenbild, kaum überschaubare Pilgerströme fluten durch die Stadt.

Jesus, du hast  dem Apostel dein Wort  anvertraut.  Herr,  erbarme dich unser.

Du hast sie  zu Zeugen  deiner Auferstehung gemacht. Christus, erbarme dich  unser.

Du hast  sie  zu  Baumeistern  deines  Reiches berufen.  Herr, erbarme dich unser.

Wer war dieser Apostel, dem die Menschen bis ins 20. Jahrhundert eine solche überschäumende Verehrung entgegenbrachten? Jakobus der Ältere, so genannt zur Unterscheidung von Apostel Jakobus dem Jüngeren, war ein Sohn des Fischers Zebedäus und von Salome. Sein Bruder war Johannes, der Apostel und Evangelist. Zusammen mit Petrus und Johannes gehörte er zu den Lieblingsjüngern Christi und begleitete Jesus auch in den Ölgarten. Wegen ihres stürmischen Temperaments hatte Gott den beiden Brüdern Jakobus und Johannes den vielsagenden Beinamen „Donnersöhne” gegeben. Nach der Himmelfahrt Jesu verkündete Jakobus der Ältere weiterhin das Evangelium. Einige Überlieferungen berichten, er habe in Jerusalem und Samaria gewirkt, andere erzählen, dass Jakobus nach Spanien gezogen sei und dort gepredigt habe. Um das Osterfest des Jahres 44 wurde der Apostel durch Soldaten von Herodes Agrippa I. verhaftet und auf Anordnung des Königs mit dem Schwert ermordet.  Jakobus war der erste der zwölf Apostel Christi, der den Märtyrertod erlitt.

Jesus schenkt  uns  die vielfältigen Gaben des Heiligen Geistes. Lasst uns  mit  seinen Worten miteinander und füreinander  beten.

In Jesus Christus hat uns  Gott den Weg des  Friedens und  der  Liebe  erschlossen. Daher dürfen  wir  ihn  bitten.

Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht , hilf mir  in deiner Güte. Herr, lass  mich  nicht scheitern,  denn  ich  rufe zu dir. 

Mittwoch der 16. Woche Mt 13,1-9

Jesus Christus, der uns  das Gleichnis vom Sämann erzählt  hat, sei mit euch. 

Das heutige Evangelium spricht  von einem Korn, das große  Ernte  bringen  wird. Einiges hundertfältig, einiges sechzigfältig, einiges dreißigfältig. Nur ist es notwendig, dass es auf fruchtbaren  Boden fällt.

Jesus hat uns  durch  die Gleichnisse gelehrt.  Herr, erbarme dich unser. 

Du willst  uns  mit der Kraft  deines  Geistes stärken. Christus, erbarme dich unser. 

 Dein  Wort   will uns retten und neues Leben schenken. Herr, erbarme dich unser. 

In  den Ländern des Orients war es üblich, zuerst zu säen und dann zu pflügen. Es könnte  leicht passieren, dass der Sämann das Korn  auf den Weg warf, das andere  fiel  auf das  Steinige und auch in die Dornen. Erst dann  zeigte sich,  welches Korn  lebensfähig  war. Im Evangelium  von Markus erklärt Jesus  dieses Gleichnis. Wir  sind der Boden, der mehr  oder weniger  gut  ist. Der Same  ist das Wort  Gottes. Es gibt den Sinn  des Daseins der Erde. Der Same fällt in den Boden und wächst dort, und  wir  sind durch  die Ernte  dieses Samens gesättigt.Der Sämann ist Jesus, der uns mit seinem Wort  sättigen will und so den Sinn  unserer Existenz. Auch wir sehnen uns danach, damit das, wofür  wir leben , Sinn hat. Und wenn wir  diesen  Sinn finden, sind  wir  voller Glück  und Frieden. Jesus weiß das. Er will, dass wir  glücklich sind. Jeder von uns ist für das Gotteswort, das er empfing, wie  er  dieses Wort Gottes in sich  nährt. Einmal bei einem Besuch fragte ich nach  einem unserer gemeinsamen  Freunde. Er war  ein tüchtiger Anwalt  und vor ein paar Jahren auch ein begeisterter Christ. Aber dann  verließ er  seine Frau und fand eine andere.  Er wurde Direktor einer Privatfirma mit hohem Lohn und versucht immer, sich durch das Geld alles zu erlauben.  Er denkt nicht mehr an  geistige  Dinge. Das ist nur ein kurzes Beispiel dafür, dass der Samen des Wortes Gottes in uns  ersticken kann. Deshalb müssen wir  aus unserem Leben alles beseitigen, was  das Wachstum  des Samens  von Gottes Wort  in uns behindert.

Jesus Christus,auf den  wir  hören  sollen, hat  uns  gelehrt, zum Vater  zu beten. So beten wir gemeinsam. 

Die Gemeinschaft  mit  Christus  verwandelt  unser Leben und schenkt uns Frieden. Damit wir wirklich in Frieden leben, bitten wir.

Selig, die  berufen sind, Gott  in seiner  Herrlichkeit  zu schauen  von Angesicht  zu Angesicht.

Hl.Brigitta von Schweden

Jesus Christus, der sagte:Bleibt  in mir und ich  in euch, er sei mit euch.

Jesus ruft uns im heutigen Evangelium dazu auf, damit wir mit ihm verbunden bleiben. Wie sollen wir das machen, das zeigen uns die Heiligen. Auch die Heilige von heute, die Heilige Brigitta. Auch sie machte alles, damit sie mit Jesus verbunden bleibe. Auch wir bemühen wir uns mit Jesus in Verbindung zu bleiben.

Jesus, du hast uns in deine  Nachfolge gerufen. Herr, erbarme dich unser. 

Du bist  den Weg  des Kreuzes  vorausgegangen. Christus, erbarme dich unser.

Die  dir folgen, rufst du  auf den Weg der Heiligen. Herr, erbarme dich unser.

Brigitta und Ulf Eckmann machten sich auf den Weg  in das Heilige Land, um die Orte des Martyriums  und  der Verherrlichung  Christi zu erkennen.Diese Worte  könnten über die  heutige Heilige und ihren Ehemann geschrieben werden. Ekmann-Ehegatten gründeten und führten evangelikale Kirche, vor ihrem  Eintritt in die katholische Kirche. Ihre Kirche hatte  etwa 200  Tausend Mitglieder.Gott aber zog sie immer näher zur katholischen Kirche. Sie verstanden endlich, dass Gott will, dass sie an alten und doch lebendigen Weinstock anknüpfen. Auch das Leben der heiligen Brigitta  ist  voller  Beweise  für ihre  Liebe  zur Kirche.Sie kümmerte sich  um die Armen und Verlassenen. Zum Wohle  der Kirche hatte sie keine Angst,den Papst ersuchen, dass er  von Avignon  nach Rom  zurückkehrt. Sie selbst erkannte, dass sie  Unterstützung braucht. Ihre Unterstützung für sie war ihr Ehemann Ulf  und nach seinem Tod  die Tochter Christine. Sie verstand, dass ein  gläubiger Mensch seinen Glauben nicht allein leben kann. Dies äußerte sich  auch bei der Gründung  ihres Ordens. Ihre Häuser bildeten  zwei getrennte, aber  voneinander  abhängige  Klöster. Männliche und  weibliche.Mönche waren  in materiellen  Dingen  von   Ordensschwestern angewiesen und  die Ordensschwester  waren  in  geistlichen Angelegenheiten von  Mönchen  abhängig. Man  sagt, dass  Menschen  keine Insel sind. Und es ist wirklich so. Ob es uns gefällt oder nicht, wir brauchen andere und andere brauchen uns. In der Geschichte  der Kirche würden  wir  sicherlich  keinen  Heilingen der Christus  nachfolgen und  allein ohne  die Hilfe anderer zur Heiligkeit gelangen würde. Sei  nicht  also allein. Finde einen Freund der Christus  liebt wie  du. Unternehmen sie gemeinsam auf  eine Reise, wie heilige  Brigitta  mit ihrem Mann  Ulf, oder suchen wir  die Wahrheit, als die Ehegatten Ekman.

In der Kraft  des  Heiligen Geistes beten wir  wie Jesus  uns  zu beten  gelehrt  hat.

Herr Jesus Christus  du hast uns  Geist des  Friedens    gesandt und uns  in  deinem  Leben gezeigt  wie Frieden  möglich  werden kann. So bitten wir dich.

Weil ihr Söhne seid, sandte  Gott den Geist  seines Sohnes  in eure Herzen,den Geist, der ruft: Abba, Vater

.

Maria Magdalena

Jesus, der zu Maria Magdalena sagte: „Frau, warum weinst du?“ Wen suchst du? Sei mit euch.

Maria, die ihren zweiten Namen Magdalena erhielt, weil sie aus Magdala am Westufer des Sees Genezareth stammte, wurde als erste unter jenen  Frauen  erwähnt, die Jesus  begleiteten und ihm dienten. Nach dem Evangelium soll Christus sie  von dämonischer  Besessenheit geheilt haben. Maria Magdalena brachte Jesus glühende Liebe und selbstlose  Treue  entgegen und war für Jesus eine wichtige Gefährtin.

Jesus, du vergibst den Sündern ihre Sünde. Herr, erbarme dich unser.

Du bist aus dem Tod auferstanden. Christus, erbarme dich unser.

Für dich ist die Liebe die wesentlichste Tugend. Herr, erbarme dich unser.

Über das Leben Maria Magdalenas nach der Auferstehung Christi gibt es nur die Legende. Die bekannteste davon  berichtet.dass Maria M. als Büßerin in  einer  Einöde  bei  Baume, wenige Kilometer östlich  von Aix-en-Provence, gelebt habe. Hier soll Maria Magdalena um die  Mitte des 1. Jh. auch gestorben sein. Um das  Grab  und  die Reliquien von Maria Magdalena gab  es  im Laufe der Jahrhunderte viele Geschichten, Legenden und Meinungen. Daraus wiederum entwickelten sich  in Frankreich  zwei berühmte Wallfahrtsorte, die noch heute zu den  bevorzugten  Zielen von Reisenden gehören, da  sie beeindruckende Basiliken  aufwarten. Vézelay und  Saint-Maximin-la-Ste Baume.  Vézelay  im Département Yonne, nordwestlich von Dijon, erlangte ursprünglich Berühmtheit  als Sammelpunkt der  Compostela-Wallfahrer. Der heilige  Bernhard rief hier  zum  zweiten  Kreuzzug  auf;  der Hügel  mit  der  weltberühmten  romantischen  Basilika wurde  unter anderem von den Kreuzfahrern  Richard  Löwenherz, Philipp August und dem  heiligen Ludwig  erklommen. Heute steigen  Touristen zur  Basilika  Sainte-Madeleine  hinauf   zum  riesigen, von  Hochromantik und Gotik geprägten Gotteshaus. Als ein Mönch im  11. Jh. die mutmaßlichen Reliquien von Maria  Magdalena hierherbrachte, wurde  Vézeley  noch berühmter. Der  Zustrom von  Wallfahrern nahm  immer  mehr  zu und  hielt  an, dass die angeblich   wirklich echten  Reliquien  der  Heiligen  in Saint-Maximin gefunden  worden seien,

Gott hat uns  als seine  geliebten Söhne und Töchter angenommen. So bitten  wir  voll Vertrauen  zu ihm.

Christus hat  den  Frieden verheißen, den  die  Welt  uns  nicht zu  geben vermag. Deshalb  bitten wir. 

So  spricht der Herr. Das Brot , das ich  geben werde, ist  mein Fleisch. Ich  gebe  es  hin  für  das Leben  der Welt. 

Wichtigkeit der Willensbildung

Zuerst wollen wir sehen, welche  Kraft in uns  die wichtigste ist und am sorgfältigsten  ausgebildet  werden soll. Welche  Kraft wird das wohl sein? Wovon  hängt  es ab, ob man  ein guter oder  ein schlechter Mensch ist? Hängt es  vom Verstande und  vom Wissen ab?Nein, denn mancher hat viel  gelernt, gebraucht aber  sein Wissen nur dazu,um seine Schlechtigkeit desto geschickter auszuführen. Wovon hängt also der Wert des  Menschen  ab? Was  gibt ihm die Richtung zum  Guten oder zum Bösen? /Der Wille/Auf den Willen kommt alles an.Darum müssen wir  am meisten dafür sorgen, dass unser  Wille gut und stark werde; wir  müssen unsern Willen bilden. Sind wohl die meisten Menschen sehr  bemüht, ihren Willen zu bilden ? Wenn von Bildung oder Ausbildung  die Rede ist,an welche  Ausbildung denkt man  da gewöhnlich? An  die Ausbildung des Wissens. Im Wissen haben es  die Menschen heutzutage wirklich  weit gebracht, freilich nicht im Wissen  von  den höheren Dingen, von Gott, Ewigkeit und was  damit  zusammenhängt, sondern im Wissen von  den Naturdingen. Die  Naturkräfte kennt man  heute viel  genauer als in früheren Zeiten,und darum beherrschen  die Menschen  die Natur und die Erde  viel mehr  als früher. Ist es der Wille Gottes,dass der Mensch  die Natur   und die  Erde beherrsche? Ja, Gott hat bei  der  Erschaffung  der  ersten  Menschen  gesagt. Lasset  uns den Menschen  machen…  dass er herrsche…  über die  ganze Erde. Wachst und mehrt euch und erfüllt die Erde und  macht sie  euch untertan. Gen 1,28. Gott hat  also den Menschen zum  Herrscher, zum König der Erde gemacht. Aber  es gibt  noch  ein anderes Reich, worin jeder  Mensch Herrscher sein soll, und es  ist  noch viel wichtiger, dass er  hier  herrsche, als  dass  er  die Erde  beherrsche. Welches  Reich  ist das? Der Mensch selbst, das Innere des Menschen. Im  Innern  des Menschen, in der Seele , gibt es   tausenderlei  Empfindungen ,  Vorstellungen   und  Gedanken,  vielerlei  Triebe, Begierden und  Gefühle; das alles   wogt durcheinander  und zieht    und treibt  den  Menschen  bald   hierhin und   bald   dorthin. Soll sich  der Mensch von allem  hin  und   hertreiben   lassen  wie ein  Zugtier?   Er  soll vielmehr   in seine  Gedanken  und  Gefühle  Ordnung bringen. Der Mensch soll in seinem Inneren Herr und König sein. Mit welcher  Kraft kann er dies zustande bringen? Mit dem Willen. Das kommt  aber  nicht von selbst, dass der Wille  das ganze Innere  des Menschen beherrscht, sondern das  muss gelernt  werden. Der Wille  muss    dazu   ausgebildet  und stark   gemacht werden. Das ist noch viel wichtiger  als  dass man  sein Wissen  vermehrt. Die meisten  Menschen    denken aber   nicht  an die Ausbildung ihres Willensgestärktens, oder sie ist  ihnen  zu mühsam.Sie lassen sich   von ihren  Gefühlen  und Trieben leiten. Nach außen sind   die Herrscher , inwendig aber  Sklaven.Das  ist ein unwürdiger  und drückender Zustand. Werden solche Menschen  Gott  wohlgefällig sein. Erinnert  ihr euch  aus der biblischen Geschichte    an die  Mahnung, die  Gott  einem Menschen erteilt hat, der  sich  ganz  von  seinen   Gefühlen   und Begierden   treiben ließ und dadurch    zur Sünde    getrieben wurde? Zu  Kain   hat  Gott  gesagt:  Bezwinge   die  böse Lust  und herrsche über dich.   Das verlangt  Gott von uns allen. Wir sollen  mit unseren Willen über   unseren   Willen   über unsere     Lüste     und Begierden  herrschen    und   nur   die  aufkommen    lassen , die    gut und   edel sind. Schaut einmal, wozu ein gut  ausgebildeter und    starker  Wille   imstande ist. Ist es leicht  , eine   Viertelstunde lang zu beten,  ohne    dass    einem    irgend    ein  fremder Gedanke durch den Kopf geht? Das ist sehr schwer. Ein  starker Wille ist aber hier   viel imstande.   In Amerika  lebte  eine  Dame namens  Helen Keller, die seit  ihrer Kindheit nicht nur taubstumm, sondern auch blind war.  Welches  Unglück.Wie sollte sie  irgendeine Kenntnis von der Außenwelt  erhalten,wenn sie  weder hören noch sehen kann? Man  sollte meinen, sie müsste  immer  blödsinnig bleiben. Aber  als sie  noch ein Kind war, hat ein  mitleidiges  Fräulein den festen Entschluss gefasst, Helene zu unterrichten. Sie gab sich alle Mühe,ihr durch verschiedenartigen Druck der Hände und Ähnliches Kenntnisse beizubringen. Und es ist ihr gelungen. Sie hat Helen Keller so weit gebracht,dass sie sprechen kann,obwohl sie sich selbst nicht hört,dass sie lesen kann,nämlich erhabene Schrift mittels Fühlens,dass sie schreiben kann, ja, Helen Keller ist eine Schriftstellerin  geworden. So weit hat es der feste Wille ihrer Lehrerin und der feste Wille Helen Kellers  selbst gebracht. Wodurch sind wohl Alexander der Große, Napoleon und ein und andere Feldherren und Eroberer so mächtig geworden? Bloß durch ihren Verstand und ihr Geschick? Nein,das allein hätte  ihnen nicht viel geholfen, wenn sie nicht einen so unerschütterlichen Willen gehabt hätten, immer zu siegen und  Herren der Welt zu werden.Durch ihren starken Willen haben sie auch ihre Soldaten wunderbar begeistert und gestärkt, und zusammen mit ihnen haben sie beinahe alles,was sich ihnen in den Weg stellte, überwunden.Sie hätten freilich ihren starken  Willen auf Besseres verwenden können,als die Welt zu erobern, nicht  wahr?Wozu denn? Den Himmel zu erobern. Auch dazu braucht es einen starken Willen.Wir haben aber den starken und standhaften Willen. In den Himmel will und muss ich kommen. Jesus hat gesagt. Das Himmelreich leidet unter Gewalt, und die Gewalt braucht, reißt es an sich.

.

Samstag der 15.Woche Mt 12,14-21

Jesus, dem viele folgten, sei mit euch.

Wenn wir uns umschauen, können wir viel  Elend und Leid beobachten. Es gibt viel Elend, das die Natur dem Menschen verursacht hat, aber am meisten Elend fügen sich die Menschen gegenseitig zu: Kriege, Terrorismus,Drogen, Ausbeutung. Das heutige Evangelium versichert uns  durch die Worte des Propheten Jesaja und gibt uns Hoffnung, dass Gott sich um uns kümmert.

Jesus, du hilfst uns, unsere Probleme und Schwierigkeiten zu überwinden. Herr, erbarme dich unser.

Du heilst alle unsere Krankheiten. Christus, erbarme dich unser.

Du gibst uns immer Hoffnung. Herr, erbarme dich unser.

Wir treffen uns jeden Tag mit den Leuten. Viele leiden unter verschiedenen Mängeln und Krankheiten. Einem fehlt die Gesundheit, dem anderen das Brot. Einigen ein bisschen Achtung und Liebe. Man kann nicht die ganze Welt  verändern. Ein Mensch kann weder die ganze Welt ernähren noch das Leiden der ganzen Welt lindern. Was wir aber tun können, ist, ein Stück Brot in unserer Umgebung zu verschenken. Den Menschen um uns herum eine helfende Hand   reichen, sich um sie kümmern Andere können wir Geduld lehren, durch geduldiges Ertragen eigener Kreuze. Die am besten bewährte Arznei gegen alle menschlichen Mängel ist Gottes Wort. Viele von ihnen helfen uns, einige zu vermeiden, andere zu entfernen und andere geduldig zu ertragen. In Gottes Wort finden wir Stärkung für unser tägliches Leben. Es wird uns helfen, unsere Krisen  und unser Elend  zu ertragen, und gleichzeitig wird es als Verstärkung für die anderen dienen. Auch die heutige Welt braucht starke Diener Christi, um die Gebrochenen und Auslöschenden zu stärken. Haben wir den Mut, solche Zeugen Jesu Christi zu werden? Und bei dieser anspruchsvollen Aufgabe schöpfen wir Stärke aus seinem Wort.

Kindliches, vorbehaltloses Vertrauen hat den Glauben Jesu geprägt. Er, der am Herzen des Vaters ruht, lädt uns ein, unser Herz ebenso zur  Ruhe  kommen zu lassen. Deshalb lasst uns beten.

Den Frieden Jesu in sich zu tragen, ist ein Kennzeichen der Jüngerschaft. Wir bitten ihn, uns zu helfen, diesem Frieden Raum zu  geben, trotz all unserer Schwachheit.

Das Wort  ist Fleisch geworden und hat unter uns  gewohnt. Aus  seiner Fülle haben wir alle empfangen.

Freitag der 15.Woche Mt 12,1-8

Jesus, der sagte: „Ich habe  Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer; er sei mit euch.

Wir wissen alle, dass es unsere Pflicht ist, am Sonntag an der heiligen Messe teilzunehmen und diesen Tag wie einen Feiertag zu weihen. Haben wir aber manchmal am Sonntag gedacht als an ein Geschenk und nicht nur als an eine Pflicht? Weil sie eigentlich  ein Geschenk ist. Gott gab uns den Sonntag, damit wir uns nach einer ganzen Woche Arbeit  ausruhen können. 

Jesus,du willst uns  zu allem Guten stärken. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  deine Apostel  verteidigt. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns  deine Barmherzigkeit gezeigt. Herr, erbarme dich unser.

Die Pharisäer in ihrem religiösen Eifer für das Gesetz Mose machten aus dem Samstag nur eine lange  Liste von Aufträgen und  Verboten. Sie erwarten  automatisch, dass alle  sie  einhalten werden. Selbstverständlich sind Sie als selbsternannte  Wächter des Gesetzes über den Samstag. Dabei belauerten sie jeden, der gegen dieses Gesetz verstoßen hatte. Natürlich die  Verletzung des Sabbats aus der Seite der Apostel ihre Aufmerksamkeit. Wir sehen, wie sie  verbal  gegen Jesus angegriffen wird. Die Pharisäer  konzentrieren  sich  daher so  stark auf  ihre  eigene  Auslegung   des Mose-Gesetzes, dass sie unfähig sind, in  Jesus den versprochenen  Messias zu erkennen, der der Herr auch am Sabbat ist. Lassen wir  uns nicht irren; empfangen wir den Sonntag  von Gott als  kostbares  Geschenk. Behalten  wir  sie als  Quelle  der Erneuerung  und  Erfrischung. Gott will  mit uns   einen ruhigen Sonntag  ohne Eilen  verbringen, damit wir ihn  besser kennenlernen können.

Beten wir im Einklang  mit den Christen  in allen Kirchen dieser Welt.

Gott schenkt uns seinen Frieden und möchte , dass wir  einander an  dem , was wir haben, teilhaben lassen.

Wir haben erkannt, dass Christus  sein Leben für uns  gegeben hat. So müssen auch wir das Leben  für die Brüder hingeben.

16.Sonntag C Lk19,38-42

16. Sonntag 2019 Marta und Maria

Einführung

In Zeiten vieler Weltkonflikte, zur Zeit der Verbindung der Völker und Staaten Europas, ertönt uns das heutige Evangelium. In ihm richtet Jesus Marta und lobt Maria. Maria hat das Bessere  gewählt. Wählen wir auch diesen besseren Anteil, den wir  bereits  bei der Taufe erlangten. Wählen wir  den Reichtum  der Gnade Gottes.

Predigt

Heute weiß jeder, dass Kohle und Diamant aus verwandten Elementen  bestehen. Sie haben eine  verwandte Zusammensetzung, doch zwischen ihnen liegt ein großer Unterschied. Du kannst  ein Stück Kohle gegen das  Licht halten, so lange, wie du willst; sie bleibt immer schwarz. Das Licht dringt nicht durch die Kohle. Kohle kann  für alles Mögliche verwendet werden,aber sie kann das Sonnenlicht nicht widerspiegeln. Wenn der menschlichen Vernunft  gelingen würde, die  innere  Struktur  von  Kohleelementen zu verändern, wie sie  in einem  Diamanten zusammengesetzt  sind. Ein Stück Kohle würde  sich in  einen Diamanten verwandeln und  wie  ein Diamant  glänzen. Dies ist das  Bild von Gottes Wirken in  der menschlichen Seele, das Gott durch die Verdienste  Jesu Christi in den Zustand  der Gnade bringt. Jesus wird Marta  sagen, dass  es  notwendig  ist zu arbeiten, aber  Jesus gibt  der Seele  die Gnade, die für  den Menschen ein  großer Schatz  ist. Zu große Sorge um die Dinge des tagtäglichen Lebens, die Sehnsucht  nach den Freuden dieser Welt, sie blendet oft die Augen, um man nicht zu sehen, betäubt die Ohren, damit man nicht hört. Sie verhärtet das Herz, damit wir  den Ruf  desjenigen nicht spüren, der  immer spricht. Kommt alle zu mir. Der Mensch, der sein natürliches Leben lebt,muss sich dessen bewusst werden, dass er auch ein  übernatürliches Leben hat. Übernatürliches Leben: Die Gottesgnade ist unser größter Schatz. Aber er hat keinen Wert für den Menschen ,der der Sklave der Arbeit ist, der sich nur um sein Geld kümmert, der nur an die irdischen Sachen denkt, der den Sinn des Lebens nur in immer höheren Lebensstandard sieht. Das übernatürliche Leben ist aber alles für den Menschen, der an sein Heil und seine Ewigkeit denkt. Wie wichtig ist es, das Wort Gottes zu hören? Wie klug ist der, der Gottes Wort hört? Kehren wir zum  heutigen Evangelium zurück. Marta denkt darüber nach, Jesus ein gutes Essen anbieten zu wollen. Ihr gefällt nicht, dass ihre Schwester Maria ihr nicht hilft. Dass Marta Jesus bewirten wollte, war überhaupt nicht schlecht. Ihr Fehler war, dass sie das Essen vorbereitete, während sie sich Jesus widmen sollte. Alles in  unserem Leben  hat seine Zeit und seinen Ort. Das steht schon  im Alten Testament. Jesus sagte zu Marta: „Marta, du kümmert dich um viele Dinge, aber eines ist notwendig.“ Was ist notwendig? Das Wort Gottes hören. Das heutige Evangelium ist eine Lehre  für alle, die sagen. Ich habe keine Zeit, zur heiligen Messe zu gehen. Ich habe so viel zu tun. Hier gilt  ein klares Prinzip. Der  Mensch findet Zeit dafür, was für ihn wichtig ist. Die Wirklichkeit, dass heute so wenige Menschen die heilige Messe besuchen, ist der Beweis dafür, dass das Wort Gottes fast keinen Wert hat. Alles hat für sie mehr Bedeutung als die heilige Messe. Der Sinn für spirituelle Werte geht verloren. Dies gilt aber oft  für die Menschen, sogar für die Priester, die theoretisch die geistlichen Werte anerkennen, in der Praxis jedoch das spirituelle Leben vernachlässigen  und sich nur der äußerlichen Tätigkeit widmen. Die Grundlage der apostolischen Evangelisierung ist das geistige  Leben. Irren diejenigen, die glauben, dass es nicht wichtig ist, Gottes Wort zu hören. Selbstverständlich ist es noch entscheidender, nach dem Wort Gottes zu leben.

Donnerstag der 15.Woche Mt 11, 28-30

Jesus Christus, der zu sich alle ruft, die müde und überlastet sind, sei mit euch.

Man sehnt sich  nach echten Ruhe.Das heißt, wenn er  irgendwelche  Sorgen  und Probleme hat, die ihn drücken. Er will sie  lösen, damit sie  ihn  mehr  drängen.Es reicht nicht aus  die Sorgen die Probleme   einfach  zu vergessen.Was ist  für den Menschen die größte Sorge,das größte  Problem, das ihn  daran  hindert,dass er  wirklich zufrieden ist.

Jesus, du  hilfst uns, weil  du  gütig  und  selbstlos  bist. Herr.erbarme dich unser.

Du rufst zu dir, die müde sind von der Last  des  Lebens.  Christus erbarme dich  unser.

Du kennst uns und  du weißt, dass wir die Ruhe brauchen. Herr,  erbarme dich unser. Am meisten was uns  den Frieden nimmt, ist Sünde. Die Sünde hat  die  Harmonie zwischen  Gott und dem Menschen  gebrochen. Und  rief  Unruhe im Menschen  selbst hervor. Viele Menschen fanden bei Jesus den wirklichen Frieden und die Kraft zum Leben. Eine alte Frau erzählt von ihrem Leben. Ich war verhältnismäßig noch jung. Eines  Tages passiert meinem Mann Unglücksfall. Ich blieb alleine  mit drei kleinen Kindern. Als ich  über  der Leiche meines Mannes stand, war ich verzweifelt. Die Menschen bemühten sich mich trösten. Aber das waren nur die leeren Worte. Ich sagte. Herr, du musst jetzt der Vater meiner Kinder sein. Hilf mir. Und er hat mir immer geholfen. Ich hatte viele Schwierigkeiten, aber er hat  mich  nie  in Bedrängnis gelassen. Aber Gott machte  noch mehr. Er hat seinen Sohn gesandt und  der hat uns die Hoffnung des ewigen Lebens gegeben. Das alles für mich Jesus getan. Nach der Erzählung dieser Geschichte begreifen wir besser, was wollte Jesus durch heutiges Evangelium sagen. Jesus wil nicht, dass wir unsere Probleme vergessen, ertrinke sie in Alkohol. Nein er  will  uns stärken, damit wir unsere  Schwierigkeiten überwinden und finden wir  die echte  Ruhe und Frieden  hier  auf der Erden.

Zur Freiheit  und  Herrlichkeit  der Kinder  Gottes berufen   dürfen  wir  beten, wie Jesus  es  uns  gelehrt hat. 

Wie die Sonne in  die  Dunkelheit  fällt, will  Gottes Friede in unser  Leben leuchten.Deshalb  bitten wir.

Selig, die erlöst sind von ihren Sünden  und Gottes Herrlichkeit  schauen  werden.

Mittwoch der 15.Woche Mt 11,25-27

Jesus, der seinen Vater preist,weil er dies vor  Weisen und Verständigen  verborgen und es  Unmündigen offenbart hast, er sei mit euch.

In der Welt erkennen wir  viele Sachen auf verschiedene Arten.Erste  ist es  die Erkennung durch die Sinne. Die Sinne geben uns  oberflächige Erkennung der Sachen. Wenn wir in die Tiefe gehen wollen. müssen wir  die Vernunft benutzen. Durch die Vernunft untersuchen wir das Wesen der Dinges, die Naturgesetze. Aber  es gibt Dinge, die wir weder durch Sinne, noch  durch die Vernunft erkennen

Jesus du bist der Weg  der Wahrheit.Herr, erbarme dich unser.

Jesus du hast  dich  aus  Liebe an die Menschen verschenkt. Christus, erbarme dich unser.

Du hast dich  als den Erlöser der Welt  bezeugt. Herr,erbarme dich  unser.

Welche sind  die Dinge, die weder  durch die Sinne noch  durch  die Vernunft erkannt  werden  können? Welche nicht  gelernt  werden kann? Jesus spricht von ihnen heute im Evangelium. Ich preise  dich Vater und Herr Himmels und der Erde, dass  du  solches den Weisen  und Klugen  verborgen hast und hast es  den Unmündigen offenbart. Mt 11,25 Jesus lobt seinen Vater dafür, dass er  den Kleinen  die Geheimnisse  des Reiches Gottes  offenbarte. Vor allem offenbarte  Jesus diese Dinge  seinen  Jüngern, und  durch  sie zu  den Menschen, die ihr  Herz für das Evangelium  geöffnet  haben. Gott hat diese Dinge nicht den Weisen und Vernünftigen  geoffenbart, also den Pharisäern und den Schriftgelehrten. Hier  kommt die Frage. Was  Gott gegen die Weisen hat? Doch sie  haben die besten  Voraussetzungen,um  komplizierte Dinge  zu  verstehen.  Die Antwort ist einfach. Die Botschaft von Reich Gottes kann nicht durch  Vernunft verstanden werden. Das Geheimnis des Reiches Gottes kann  nur  vom Herzen verstanden werden. Und nur  mit dem Herzen, das für  Gott  offen ist. Mit dem Herzen, das  nicht  mit Spekulation  und  Rationalisierung  belastet ist.

Das  Mahl ist bereit. Der  Herr bricht mit uns  das Brot. Mit ihm beten wir.

Brot miteinander  teilen, Mahl miteinander  halten gilt  bei  allen Völkern  als  Zeichen des Friedens. Darum  bitten wir.

Kostet  und seht, wie gütig  der Herr ist. Selig  der Mensch, der  bei ihm  seine  Zuflucht  nimmt.

Dienstag der 15.Woche Mt 11,20-24

Jesus Christus, der die Städte  schelte,  in welchen  am meisten   Wunder gemacht hat, er sei mit euch.

Jesus fing  an, den Städten Vorwürfe  zu machen, in denen er die  meisten  Wunder  vollbrachte, weil sie nicht büßten.Es handelte sich um die Städte Bethsaida und Chorozain. Jesus sagt, dass die Einwohner dieser Städte schlimmeres  Schicksal haben werden , als die Bewohner von Tyrus  und Sidon

Jesus du kamst nicht als Richter, sondern als  Erlöser. Herr, erbarme dich unser.

Du  hast  die Sünder   zur Umkehr gerufen. Christus, erbarme dich  unser.

Du hast  verziehen, wo du die Reue erkanntest. Herr, erbarme dich unser. Diese Städte befinden sich nicht weit von Kapernaum. Wir  wissen, dass  Jesus oft in diesen  Städten weilte.Die Einwohner dieser Städte waren sich ihrer Heil zu sicher. Sie betonnten, dass sie  die  Nachkommen Abraham sind, dass sie das Gesetz durch Mose gegeben haben und sie bemühen sich dieses Gesetz einzuhalten.Diese Menschen lebten in falscher Gewissheit, dass in ihrer  Beziehung  zu Gott  alles  in Ordnung ist. Das es nicht so war, darauf macht schon  Johannes der Täufer  aufmerksam. Denkt nicht  bei  euch  selbst zu sagen. Wir haben Abraham  zum Vater,denn ich  sage  euch, dass Gott  dem Abraham  aus  diesen  Steinen  Kinder  zu erwecken  vermag. Schon ist  aber  die Axt  an die Wurzel der Bäume  gelegt. Jeder  Baum  nun, der keine gute  Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Math 3, 9-10. Die Einwohner dieser Städte haben sich  nach  der Predigt  Johannes des Täufers nicht  verändert. Aber sie haben sich  auch nach den Predigen Jesu nicht  geändert. Sie  waren überzeugt, dass sie  keine Umkehr  brauchen, weil sie die Nachkommen Abrahams waren. Das war ihr  tragischer Irrtum. Wer Jesus Christus  ablehnt,lehnt das Heil ab.

Wir vertrauen auf die  unendliche Barmherzigkeit Gottes und den  Beistand seines  guten Geistes. So beten wir  mit den Worten, die  Jesus selber  gelehrt  hat. 

Damit wir nicht verzagen und  in unserem eigenen  Leben die Kraft  des  Verzeihens  und der Versöhnung  aufbringen und  so Frieden  wachsen lassen. Bitten wir.

Lobe  den Herrn meine Seele. Alles in mir lobe  seinen  heiligen Namen.

Hl.Bonaventura Mt 10,34-11,1

Jesus, der sprach: Ich bin nicht gekommen Frieden  zu bringen, sondern das Schwert, er sei mit euch.

Papst Leo XIII nannte Bonaventura einmal ,,Fürst unter allen Mystikern“. Papst Sixtus V. ernannte den  großen Franziskaner 1588 zum Kirchenlehrer und  gab ihm den Titel,, Doctor Seraphicus“, womit  seine mystische Religionstätigkeit gewürdigt  werden sollte.Neben Thomas von Aquin,  mit dem  er angeblich  befreundet  war, gilt Bonaventura  als wichtigster  Theologe.

Jesus, du hast  gerufen, die du  auserwählt  hast. Herr,  erbarme dich unser.   

Du bist den Weg der Entsagung und der Sühne  gegangen.Christus  erbarme dich unser.

Du hast dein Reich menschlicher  Hilfe  anvertraut. Herr,erbarme dich unser.

Bonaventura, dessen Taufname Giovanni  Fidanza  lautete wurde  im Jahr  1221 in  dem  Ort Bagnoreggio    unweit  von  Viterbo  im Latium  geboren. Die Entstehung  des Namens Bonaventura erzählt  eine  Legende. Die Mutter brachte den kranken  Giovanni zu  Franz von Assisi, damit  dieser  das  Kind  segne. Als  der Junge  fünf  Jahre  alt  war, führte  die Frau ihren  Sohn  noch  einmal  zu Franz, um  für  die Genesung  zu danken. Da soll dieser  laut ausgerufen  haben:  Buona  ventura- welch glückliches  Ereignis. Von da  an wurde  der Junge nur noch  Bonaventura genannt. Sehr  jung  trat  Bonaventura  dem  Franziskanerorden bei. Von  1229 bis  1242 studierte er  in Paris. Andere Quelle berichten sei erst in Paris  in den Orden  eingetreten.Um 1256 machte Bonaventura  seiner Doktorat  der Theologie und 1257 wurde er gerade 36  jährig  zum siebten  General   des Franziskanerodens ernant,Von der französischen Hauptstadt aus  leitete  Bonaventura  den  Orden  17 Jahre  lang  umsichtig  und  geschickt, Im Auftrag  von Papst  Gregor X , der  ihn 1273 zum Kardinalbischof von  Albano ernannt hatte bereitete  Bonaventura dann in Rom das Zweite Konzil von  Lyon vor, dem  er während  seines  Verlaufes   vorstand. Bonaventura erfüllte  die Erwartungen  des  Papstes  voll und bewies   eine  glückliche   Hand  bei  der Bewältigung   der  ihm   gestellten  Aufgabe.

Jesus hat  uns  den großen Lohn des Himmels  versprochen. In  seinem  Namen wagen  wir  zum Vater  zu beten.

Damit  wir Menschen  des Friedens werden, wollen  wir   den Herrn um seinen  Frieden bitten.

Selig, die  nach  dem Willen Gottes leben und  Anteil  gewinnen an  den Freuden   seines Reiches.

Samstag der 14.Woche Mt 10,24-33

Jesus, der sagte: Jeder  nun, der  sich vor  den  Menschen zu mir  bekennen wird, zu dem  dem werde auch ich mich  bekennen vor meinem Vater,er sei mit euch.

Kleine Kinder haben  Angst vor  Dunkelheit, Spinnen und  Stürmen. Große Kinder  haben Angst vor bösen Menschen. Angst ist die menschliche Eigenschaft und hat große Bedeutung   für unser Leben. Aber sie kann auch  ein  Hindernis  für  uns sein. Jesus befriedigt uns dreimal. Fürchtet euch nicht.

Jesus, du kamst als der  Bote  des Vaters. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  ganz dem  einen Werk der  Erlösung gelebt.  Christus, erbarme dich unser.

Du  hast  für  alle  das Heil gewirkt. Herr, erbarme dich unser. Jesus, sagt klar, um welche Art von  Angst oder  Mut geht es ihm. Um  den  Mut  unsere religiöse  Überzeugung zu bekennen. Er selbst  verkündet  mutig seine Wahrheit. bezahlt dafür  durch Verfolgung sogar mit dem Tod. Jesus betonnt, dass seine Jünger mit keiner Erleichterung  rechnen können. Vielleicht erlaubten wir uns  ein falsches Prinzip einreden ließen, dass Glaube oder  religiöse  Überzeugung  eine private Sache ist. Sie können keine private Sache sein, weil sie  unser gesamtes  äußeres Verhalten  beeinflussen  müssen.Der gewesene polnische Kardinal Stefan Wyszynski sagte  einmal. Die Welt braucht   das Kriterium des Glaubens, der zwar   ein verborgenes   Geschenk ist. Aber das gesellschaftliche   Leben  erfordert  jedoch, dass wir  dieses  Kriterium mit  Worten  und Taten  ausdrücken. Fürchten wir nicht  unseren Glauben  durch konkreten  Taten, Einstellungen  und persönliches Zeugnis  zu bekennen. Auf diese Weise  wird das Evangelium   am wirksamste gepredigt.

Mit den Worten Jesu und der Kraft seines Geistes beten wir.

  Christus ist  der  Friede, der  versöhnt  und  die  Einheit  schenkt. Ihn bitten wir.

  Wie  groß  ist deine  Güte o Herr, die du  bereithältst  für  alle,  die  dich  fürchten  und  ehren.