Archiv für den Monat: April 2017

Hl. Athanasius,Bischof von Alexandria, Mt 10,22-25

Jesus Christus, der uns geboten hat, standhaft zu sein gegen allen Widerstand der Welt, sei mit euch.

Jesus sagt den Aposteln und allen Christen auch voraus, dass sie verfolgt werden. Natürlich wird diese Verfolgung nicht immer gleich ausfallen und viele Formen annehmen. Weiter sagt Jesus: Wer aber bis ans Ende ausharrt, der wird gerettet werden (Mt 10,22). Zu diesen Menschen gehört auch der heutige Heilige, der heilige Athanasius.

Jesus, du kamst mit der Botschaft des Vaters. Herr, erbarme dich unser.

Dein Wort bleibt  für alle Zeit. Christus, erbarme dich unser.

Du lehrst  uns  durch das  Wort  der Kirche. Herr, erbarme dich unser.

Der heilige Athanasius wurde um 296 in Alexandria geboren. Er wurde von Alexander erzogen, dem späteren Bischof von Alexandria. Athanasius verbrachte zwei Jahre in der Wüste in der Gemeinschaft des heiligen Antonius. Im Jahr 319 wurde er Diakon. Damals begann er, gegen den Arianismus zu kämpfen, der die Gottheit Jesu leugnete.

325 begleitete er seinen Bischof Alexander zum Konzil von Nizäa. Weil der Bischof schon alt war, sprach Athanasius an seiner Stelle. Drei Jahre nach dem Konzil starb der Bischof, und Athanasius wurde Patriarch, obwohl er erst 30 Jahre alt war.

Da Athanasius den Arianismus ablehnte, wurde er verfolgt und musste 335 ins Exil gehen. Nachdem Arius gestorben war, konnte Athanasius 337 zurückkehren. Später musste er noch mehrmals ins Exil, insbesondere während der Herrschaft des Kaisers Konstantius.

Die letzten sieben Jahre seines Lebens verbrachte er in Frieden. Er erlebte, wie der Arianismus allmählich zurückgedrängt wurde. Im Jahr 350 war fast die ganze Welt noch arianisch, doch am Ende des 4. Jahrhunderts war sie wieder katholisch. Einen großen Anteil daran hatte der heilige Athanasius.

Trotz aller Verfolgungen blieb er dem wahren Glauben treu. Er starb am 2. Mai 373. Für sein Leben und sein Werk wurde er mit dem Titel „Kirchenlehrer“ geehrt.

Da Jesus Christus uns den Widerstand  der Welt vorausgesagt hat, wollen wir den Vater um Hilfe und Beistand  bitten.

Aus einer Welt des Unfriedens wird uns Gott in sein Friedensreich heimholen. So bitten wir den Herrn.

Selig, die um des Namens Jesu Christi willen der Bosheit widerstehen und am letzten Tag an seiner Seite sein werden.

Josef,der Arbeiter Mt 13,54-58 2017

Jesus Christus, Gottes Sohn, der sich Sohn des Zimmermannes nennen ließ, sei mit euch.

Papst Pius XII. erklärte den 1. Mai 1955 zum Fest des heiligen Josef des Arbeiters. Der heilige Josef wird jedoch schon seit dem 4. Jahrhundert hoch verehrt. In den Evangelien sind keine Worte von ihm überliefert. Wir wissen aber, dass er ein zuverlässiger Ehemann Marias und für die Welt der Ziehvater Jesu war. Er arbeitete für Jesus und Maria und erfüllte so die Aufgabe, die Gott ihm gegeben hatte.

Jesus, du wolltest der Sohn Josefs genannt werden. Herr, erbarme dich unser.

Du warst deinen Eltern untertan. Christus, erbarme dich unser.

Du hast mit Josef die Last des Lebens  getragen. Herr, erbarme dich unser.

Der heilige Josef, der Zimmermann, ist für uns Christen ein Vorbild als zuverlässiger Arbeiter.

Über den heiligen Josef wissen wir nur wenig. Er stammte aus königlichem Geschlecht und war ein Nachkomme von König David. Geboren wurde er in Betlehem. Später zog er vermutlich wegen seiner Arbeit nach Nazareth. Als er Maria heiratete, war er wahrscheinlich etwa 25 bis 30 Jahre alt.Bethlehem

Josef war nicht nur ein gewöhnlicher Zimmermann, sondern auch ein hoch angesehener und kunstfertiger Handwerker. Neuere Studien des Jesuitenpaters Giovanni Magnani zeigen, dass der heilige Josef ein erfahrener Zimmermann war. Er war als einziger Handwerker aus der Gegend an der Wiederaufbauarbeit in der Stadt Sepphoris beteiligt. Diese Stadt ist eine von Herodes gegründete Siedlung unweit von Nazareth.

Auch die Evangelien beschreiben ihn als gerecht. Der hebräische Ausdruck „sadiq“ bezeichnet einen vorbildlichen Menschen, der dem Gesetz treu ist und sich durch besondere Kenntnisse auszeichnet.

Im Jahr 1955 widmete Papst Pius XII. den 1. Mai dem heiligen Josef, dem Arbeiter. Papst Johannes Paul II. bezeichnete ihn im apostolischen Schreiben „Redemptoris custos“ als Beschützer des Erlösers.

Da wir Jesus in unserem Leben nachfolgen,  wollen wir den Vater in allen Anliegen um seinen Beistand  bitten.

Die Großen der Welt rüsten für den Krieg, den  Kleinen wird  der  Friede zum Lohn. Deshalb dürfen wir den Herrn bitten.

Selig, die an den  Sohn Gottes glauben und ihn in seiner Herrlichkeit schauen dürfen.

Katharina von Siena

Gott, unser Vater, den niemand kennt als nur der Sohn, uns wenn es der Sohn offenbaren will, sei mit euch.

Mehr als siebzig Jahre lang lebten die Päpste des 14. Jahrhunderts in der südfranzösischen Stadt Avignon. Diese Zeit war von einem kirchlichen Niedergang geprägt, weil die Päpste stark unter dem Einfluss der französischen Könige standen. Doch einer einfachen Frau aus Siena gelang es mit ihren Briefen und ihrem außergewöhnlichen Einfluss auf Fürsten und andere hochgestellte Persönlichkeiten, den Papst zur Rückkehr nach Rom zu bewegen.

Jesus, du fragst nicht nach Ansehen und Stand. Herr, erbarme dich unser.

Du erniedrigst die Stolzen und erhöhst die Niedrigen. Christus, erbarme dich unser.

Du krönst mit Herrlichkeit, die dir dient. Herr, erbarme dich unser.

Papst Johannes XXII., ein gebürtiger Franzose, bekleidete nacheinander die Bischofsstühle von Fréjus, Avignon und Porto, bevor er 1314 auf den Stuhl des heiligen Petrus erhoben wurde. Er ließ sich in Avignon nieder, und auch seine Nachfolger Benedikt XII., Clemens VI., Innozenz VI., Urban V. und Gregor XI. taten es ihm gleich.

Die Römer beklagten lautstark, dass ihre Bischöfe sie über viele Jahre hinweg verlassen hätten. Gregor XI. hatte heimlich gelobt, nach Rom zurückzukehren, wagte aber aus Furcht vor dem Missfallen des französischen Hofes nicht, dieses Versprechen einzulösen. Er fragte die heilige Katharina um Rat, was er tun solle. Sie antwortete ihm: „Tu, was du Gott versprochen hast.“

Der Papst, der niemandem von seinem Gelübde erzählt hatte, erkannte, dass sie davon nur durch Offenbarung erfahren konnte. Das steigerte natürlich seine Verehrung für die Heilige noch weiter. Er beschloss daher, sein frommes Vorhaben so bald wie möglich umzusetzen. Nach ihrer Abreise schrieb die Heilige ihm mehrere Briefe, die noch erhalten sind, um ihn in seinem Entschluss zu bestärken und zur raschen Umsetzung zu ermutigen. Schließlich gab er nach und verließ Avignon am 13. September 1376.

Die Heilige traf er später in Genua wieder, wo sie einige Tage blieb.

Da Jesus uns mit aller Last und Sorge unseres Lebens zu sich gerufen hat, dürfen wir  zum Vater beten.

Die, die den Mut haben, die Last des Lebens zu tragen, werden den Frieden des Herrn finden. Um diesen Frieden bitten wir.

Selig , die mit dem Joch  ihres Lebens Christus folgen und in die Ruhe seiner Herrlichkeit eingehen.

Freitag der 2.Osterwoche Joh 6,1-15 2017

Jesus, der zu Philippus sagte:  „Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?“ Dieser Jesus sei mit euch!

Hunger ist ein großer Feind des Menschen. Neben dem körperlichen Hunger gibt es auch den Hunger der Seele, der sogar noch schmerzhafter sein kann. Jesus ist gekommen, um diesen Hunger der Seele zu stillen.

Jesus, du bist vom Vater gesandt, um mit ihm in deinem Blut den Neuen Bund zu stiften. Herr, erbarme dich unser.

Du hast alle Menschen an deinen Tisch geladen, um uns Gemeinschaft mit dir zu schenken. Christus, erbarme dich unser.

Du willst mit uns zum Vater gehen, um uns Anteil an deiner Herrlichkeit zu geben. Herr, erbarme dich unser.

Der heutige Mensch lebt in ständiger Hektik. Die Zeiten, an die sich unsere Großeltern noch erinnern, sind längst vorbei. Heute muss schon ein kleines Kind früh aufstehen, damit die berufstätige Mutter genug Zeit hat, es in den Kindergarten zu bringen und anschließend zur Arbeit zu gehen. Die Sorge um materielle Dinge führt im Alltag oft zur Erschöpfung.

So war es auch zur Zeit Jesu. Sicher waren die Menschen Jesus sehr dankbar, als er das Brot vermehrte und die Menge satt machte. Doch das war nicht sein eigentliches Ziel. Theologen sehen in der Brotvermehrung ein Vorbild für die Eucharistie. Die Menschen damals verstanden Jesu Absicht jedoch nicht. Sie begriffen nicht, dass Jesus ihre Seele sättigen will. Und wie ist es mit uns? Erwarten wir von Jesus nicht eher materielle Hilfe als das Brot des ewigen Lebens?

Zum Vater im Himmel, der uns in Güte begegnet, lasst uns beten.

Die Sorge um materielle Dinge beraubt uns des Friedens. Jesus erlaubt nicht, dass wir seinen Frieden verlieren.

Jesus, du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue.

3.Sonntag A der Osterzeit Lk 34, 13-35

  Sie erkannten ihn beim Brotbrechen.

Einführung

Eltern ermahnen ihre Kinder oft: Höre zuerst zu, dann rede! Zwischen Sprechen und Zuhören gibt es einen wichtigen Unterschied. Beim Sprechen versuchen wir, auf andere einzuwirken und sie zu überzeugen. Beim Zuhören öffnen wir uns dafür, dass andere auf uns einwirken. Auch in der Religion ist das wichtig, denn echter Glaube entsteht daraus, dass wir auf Gottes Wort und auf seine Stimme hören.

Predigt

Über die Jünger von Emmaus wird berichtet, dass sie enttäuscht und ratlos waren. Sie hatten gesehen, dass Jesus getötet und begraben worden war. Damit zerbrachen all ihre Hoffnungen und Ideale.

Auf dem Weg begegnete ihnen ein unbekannter Mann – ohne zu wissen, dass es Jesus war. Sie sprachen mit ihm über das Geschehen, und er hörte ihnen aufmerksam zu. Dann sagte er ihnen mit leichtem Vorwurf: „Begreift ihr das denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben! Musste der Messias nicht all dies erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?“ (Lk 24,25–26)

Das Hören war damit verbunden, dass sie plötzlich merkten, wie ihr Herz zu brennen begann. Hier zeigt sich, welche Wirkung der Glaube im Leben eines Menschen haben kann. Der Beginn ihrer Wanderung war von Schwierigkeiten geprägt, doch das Hören auf Christus veränderte sie. Anders gesagt: Sie erhielten einen neuen Blick auf die Dinge.

Der evangelische Theologe Karl Barth (1886–1968) sagte: „Der Richter des Verstandes ist eine Erscheinung.“ Wer an Philosophie oder an menschliche Religionen glaubt, redet; wer an Jesus Christus glaubt, hört.

Es tut uns gut, wenn unser Herz brennt – vielleicht vor Sehnsucht nach Freundschaft, Partnerschaft, einer guten Ehe, guter Arbeit oder braven Kindern. Es ist gut, wenn das Herz vor Begeisterung brennt. Jesus greift diese Sehnsüchte auf und erfüllt sie noch tiefer.

Wenn jemand alt und krank ist, sehnt er sich vielleicht nach dem Tod. Doch Jesus kam, um uns das ewige Leben anzubieten.

Der Prophet Jesaja schrieb: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege“, spricht der Herr. So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken. Jes 55,8-9.

Wir müssen keine Angst davor haben, vieles Göttliches nicht zu verstehen. Der Unterschied zwischen Gottes Denken und unserem Denken ist viel zu groß. Dennoch können wir Gott vertrauen.

Die beste Form der Kommunikation mit Gott ist das Hören. Im Hören bringen wir unseren Glauben zum Ausdruck.

Es ist essenziell, eine positive Haltung gegenüber schwierigen oder unangenehmen Dingen zu entwickeln. Was sollen wir in einem solchen Fall tun? Wir müssen unsere Einstellung dazu ändern.

Ein einfaches Beispiel: Als ich Soldat war, musste ich die Kartoffeln schälen. Ein Mensch kann zu dieser Tätigkeit zwei Einstellungen haben. Das ist aber eine langweilige Arbeit – oder der Mensch kann sich freuen, den anderen dienen zu können.  Die Arbeit ist immer dieselbe, aber die Einstellung zu ihr kann unterschiedlich sein.

Frau Peterson schälte Kartoffeln, während ihr vierjähriger Sohn Stefan in ihrer Nähe spielte. Nach einer Weile zog Stefan an ihrem Rock, doch sie war so sehr mit den Kartoffeln beschäftigt, dass sie es nicht bemerkte. Fünf Minuten später zog der Junge erneut an ihrem Rock. Sie sagte nur kurz: „Ja“, ohne wirklich aufzusehen. Da fragte Stefan: „Mama, kannst du mich mit den Augen hören?“

Auch Gott fragt uns so etwas: „Mein Kind, ich bitte dich, höre mich mit den Augen. Das bedeutet: Nimm andere Menschen wahr, sei gut zu ihnen und hilf ihnen. Sei wie Christus, der die Not der Menschen gesehen hat, sie geheilt und ihnen Hoffnung gegeben hat. Die Jünger von Emmaus sind ein Beispiel dafür: Jesus sah sie auf ihrem schweren Weg und begegnete ihnen mit Aufmerksamkeit und Mitgefühl.

Wenn wir heute wie die Jünger von Emmaus gehen, rufen wir im Geist: Herr, bleibe bei uns, damit wir aufhören, begriffsstutzig, traurig oder zerknirscht zu sein! Öffne uns einen neuen Weg! Hilf uns, Dich beim Brotbrechen zu erkennen!

Donnerstag der 2. Osterwoche Joh. 3,31–36

Gott, unser Vater, der den Sohn liebt und alles in seine Hände gegeben hat, sei mit euch.

Jesus sagt im heutigen Evangelium: „Der, der von oben kommt, steht über allen.“ Wer von der Erde ist, ist von der Erde und spricht von der Erde. Der vom Himmel kommt, steht über allen. Wir wissen, dass damit Jesus gemeint ist, der vom Himmel gekommen ist.

Jesus, du bist vom Vater auf diese Erde gesandt. Herr, erbarme dich unser.

Du bist der Zeuge der Botschaft des Vaters. Christus, erbarme dich unser.

Du willst uns das ewige Leben schauen lassen. Herr, erbarme dich unser.

Wer von der Erde kommt, ist irdisch und spricht von dem, was zur Erde gehört. Jesus dachte hier an Johannes den Täufer. Diejenigen, die die liturgischen Texte zusammengestellt haben, haben zwischen dem gestrigen und dem heutigen Evangelium zehn Verse ausgelassen. Dort legt Johannes der Täufer sein Zeugnis für Jesus ab.

Wer vom Himmel kommt, steht über allem und bezeugt, was er gesehen und gehört hat. Nur Jesus ist vom Himmel gekommen. Dieses Zeugnis über Jesus können wir annehmen oder ablehnen. Wer es annimmt, kann sich Christ nennen. Doch damit ist es nicht genug. Wir sind verpflichtet, diese Erkenntnis über Jesus auch an andere weiterzugeben. Wir alle sollen Zeugen Jesu sein.

Das bedeutet aber nicht nur, mit Worten zu bezeugen, sondern auch mit unserem ganzen Leben von Christus zu sprechen. Unser Zeugnis soll glaubwürdig sein. Wir dürfen uns nicht selbst in den Vordergrund stellen. Christus zu erkennen, ist unsere Pflicht, aber nicht nur Pflicht, sondern auch ein Bedürfnis, weil wir damit erfüllen, was Gott zu Recht von uns erwartet.

Jesus Christus hat uns in die Hand des Vaters gegeben. In seinem Namen wagen wir zu beten.

Das Leben, das uns der Sohn Gottes schenkt, ist ein Leben des Friedens in Gott. Um seinen Frieden bitten wir.

 Selig, die an den Sohn Gottes glauben und zum ewigen Leben gelangen.

Mittwoch der 2.Osterwoche Joh.3,16-21 2017

Gott, der Herr, der seinen einzigen Sohn dahingab, um uns zu retten, sei mit euch.

Nikodemus, ein Mitglied des jüdischen Hohen Rates, besuchte Jesus mehrmals. Bei diesen Begegnungen drehte sich alles vor allem um den Glauben. Nikodemus ließ sich davon überzeugen, dass nichts wichtiger sei als der Glaube. Christus erklärte ihm, dass wir ohne Glauben nicht gottähnlich sein können.

Jesus, du hast dein Leben für unsere Schuld hingegeben. Herr, erbarme dich unser.

Durch dich ist die Welt gerettet worden. Christus, erbarme dich unser.

Du bist das Licht, das jeden Menschen erleuchten  will. Herr, erbarme dich unser.

Als Jesus Nikodemus erklärte, wie wichtig der Heilige Geist für das Heil der Menschen ist, verglich er dies mit dem, was Gott, der Vater, für uns getan hat. Er gab seinen Sohn für uns hin und damit alles. Auch wenn er Gott ist, kann er für die Rettung der Menschen nicht mehr tun, als seinen Sohn hinzugeben. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Jesus sich aus voller Freiheit für uns hingab, aus eigenem Antrieb und aus Liebe – auch zu denen, die es nicht verdienen. Jesus sagte zu Nikodemus: „Es ist etwas anderes, eine Gabe zu bekommen, als eine Gabe anzunehmen.“ Alle bekommen die Gaben Gottes, aber nicht alle nehmen sie an, da sie nicht an Gott glauben und sich nicht mit ihm vereinen wollen. Sie eignen sich daher auch die Gaben Gottes nicht an. Das ist schlimm, denn außer Jesus gibt es in der Welt nichts und niemanden, durch den der Mensch erlöst werden kann.

Zum Vater, der seinen Sohn  für  uns dahingegeben hat, dürfen wir als seine Kinder beten.

Das Gericht  des Herrn ist ein Gericht der Liebe.  Wer glaubt, findet  in ihm Frieden. Dazu bitten wir.

Selig, die das Licht  Gottes angenommen haben und  die Wahrheit tun, die uns  verkündet  ist.

Hl.Markus, Evangelist Mk 16,15-20 2017

Jesus Christus, der den Aposteln die Macht gegen alle Bosheit gegeben hat, sei mit euch.

Über die Persönlichkeit des heiligen Markus ist uns einiges bekannt. Wir wissen, dass er Begleiter des heiligen Paulus war und später ebenfalls heiliggesprochen wurde. Um 70 nach Christus schrieb er sein Evangelium. Zur Zeit des Kaisers Trajan wurde er in Alexandria, Ägypten, zu Tode gefoltert. Der Heilige wird mit einem Löwen und einem geöffneten Buch dargestellt.  Dies ist darauf zurückzuführen, dass sein Evangelium mit der Beschreibung des Johannes des Täufers in der Wüste beginnt, dem Vorgänger Jesu. Und der Löwe lebt in der Wüste.
Jesus, du rettest die, die an dich glauben. Herr,erbarme dich unser.

Du hast deine  Apostel ausgesandt, Christus, erbarme dich unser.

Du lebst weiter in deinem Wort. Herr, erbarme dich unser.

Religion gibt uns die Möglichkeit, mit unserer Vorstellungskraft zu glauben. Gerade das verleiht unserem Glauben eine starke menschliche Dimension. Das Problem ist jedoch, dass unsere Vorstellungen oft deutlich von der Wirklichkeit abweichen. Viele Pilger, die das Heilige Land besucht haben, sagten, dass sie sich alles anders vorgestellt hatten.

Noch schwieriger wird es, wenn wir uns den Himmel vorstellen wollen. Im heutigen Evangelium ist davon die Rede, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Dabei müssen wir uns von rein materiellen Vorstellungen lösen: Wir dürfen nicht annehmen, der Himmel sei irgendwo im Weltraum. Das Evangelium sagt, dass Jesus sich zur Rechten Gottes gesetzt hat.

Laut Kardinal Walter Kasper existierte der Himmel nicht schon immer, sondern entstand in dem Moment, in dem sich die erste Schöpfung mit Gott vereinte. Der Himmel sei entstanden, als Jesus mit seinem verherrlichten Leib zum Vater zurückkehrte. Jesus stieg nicht in einen bereits bestehenden Himmel hinauf, sondern um ihn zu schaffen..

Er selbst sagte: Wenn ich gegangen bin und euch eine Stelle bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit ihr auch dort seid, wo ich bin. (Joh 14,3)

Da wir durch Jesus Christus die Botschaft des Heils empfangen haben, wagen wir, zum Vater zu beten.

Das Evangelium in die ganze Welt bringen, das heißt, Friede sei  überall. Dazu bitten wir den Herrn.

Selig, die Jesus Christus nachfolgen und zu seiner Rechten sein werden.

Montag der 2. Osterwoche Joh 3, 1-8 2017

Jesus Christus sagte:  Wenn jemand  nicht von Neuem geboren wird, so kann  er das  Reich Gottes nicht sehen.

Die Worte Jesu, die wir heute gehört haben, werfen viele Fragen auf. Was wird mit den Menschen, die nicht getauft wurden, passieren? Viele nicht aus eigener Schuld. Was wird mit den Menschen, die nicht glauben können? Werden all diese Menschen aus dem Reich Gottes ausgeschlossen? Oder wird Gott jeden Menschen individuell beurteilen? Letzteres erscheint wahrscheinlicher. Wir wissen, dass Gott gerecht ist.

Jesus, du hast uns alle ins Reich Gottes berufen. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du bietest uns allen das göttliche Leben. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du respektierst unsere Freiheit. Herr, erbarme dich unser.

Das Dunkel war für Nikodemus der Schutz vor den spürenden Augen der Juden. Nikodemus führt das Gespräch mit Jesus. Nikodemus beginnt dieses Gespräch mit der Ansprache „Rabbi, Lehrer“. Jesus lehnt diesen Titel nicht ab und lehrt ihn gleich Nikodemus. Er sagte ihm, dass er wiedergeboren werden müsse. Wie kann der, der schon seit Jahren lebt, geboren werden? Jesus erklärte, dass der Mensch aus Wasser geboren werden müsse. Was die Zeremonie der Taufe ausdrückt. Das bedeutet, dass man das, was in uns sündhaft ist, fluten soll, damit sich in uns unter dem Einfluss des Heiligen Geistes das neue Leben entwickeln kann, das Leben, das von Gott stammt. Das ist die erste Forderung, die Jesus stellte, damit wir das ewige Leben erreichen können.

Gottes Wille drückt sich in seiner Schöpfung aus.  Er hat  sie uns  so anvertraut, dass alle Menschen von ihr das empfangen, was sie täglich  brauchen. Deshalb beten wir.

Christus, der Herr, wird kommen , um alle Menschen   in sein Reich   des Friedens  zu führen. Um diesen Frieden bitten wir.

Wäre nicht  dein Gesetz   meine Freude, ich wäre in meinem Elend zugrunde gegangen.

Die modernen Ungläubigen mit Thomas verglichen

Das wunderbare Erscheinen des Auferstandenen selbst bei verschlossenen Türen zeigt, wie sehr Jesus daran gelegen ist, seine Glaubensboten von der Wahrheit seiner Auferstehung zu überzeugen. Die anderen Apostel sagten zu Thomas: „Wir haben den Herrn gesehen.” Thomas aber sagte: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.” Wie Thomas sagen auch viele andere Menschen: „Ich habe dies oder jenes nicht gesehen, nie mit Händen gegriffen, darum glaube ich es nicht.”

Unsere Religion lehrt uns, an Gott zu glauben, den niemand gesehen hat, der in unzugänglichem Licht wohnt und nur mit den Augen des Glaubens erreichbar ist. Der Ungläubige kann zwar sein Ebenbild betrachten und seine Spuren in all seinen Werken entdecken, aber ihn selbst sieht und greift er nicht. Und weggeworfen ist hier auch die Hoffnung, diesen Gott zu besitzen, denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er existiert. Hebr 11,6
Unsere Religion lehrt uns, eine Vorsehung zu sehen: hinter Krieg und Frieden, Teuerung und Überfluss, Krankheit und Gesundheit. Aber wer hat diesen Gottesfinger schon mit körperlichen Augen gesehen? Darum leugnet der Ungläubige, dass es ihn gebe, und behauptet, all das sei nur Zufall oder Schicksal. Der Ungläubige erkennt die Kraft und den Nutzen des Gebetes nicht. Ihm scheint alles den natürlichen Gang zu gehen und von den Umständen abzuhängen. Er sieht nicht das geheime Walten Gottes. Wenn ich nicht mit meinen Ohren Gottes rettendes Wort höre, glaube ich nicht, dass er unsere Bitten erhört und berücksichtigt. Unsere Religion lehrt uns, dass unsere Seele unsterblich ist. Der Ungläubige aber kommt nicht über seinen Körper hinaus, den er sehen und betasten kann. Noch nie ist das Messer des Anatomen der Seele auf die Spur gekommen. Viele Ungläubige glauben ohne Nachprüfung, dass es Sokrates, Aristoteles und Platon gab.  Aber Gottes Lehren und Gnaden verdienen keine Beachtung. Von Ungläubigen gilt: Sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm keine Dankbarkeit entgegengebracht. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren. (Röm 1,22–23)
Es ist falsch, das Sehen und Greifen zum höchsten Kriterium zu machen, nur handgreifliche Kenntnisse zu besitzen und mit den größten Geistern der christlichen Ära unähnlich zu sein. War Thomas etwa ein großer Geist, dass er so unvernünftig zweifelte? Nur weil Thomas der Auferstehung des Herrn nicht glaubte, war sie nicht wahr? Die Ungläubigen berauben sich selbst.  Da freuten sich die Jünger, den Herrn zu sehen. Joh 20,20. Durch seinen Unglauben brachte sich Thomas um diese edle Freude und setzte die Folter innerer Leere und Trostlosigkeit an deren Stelle. Wie viele geistige Güter und Tröstungen beraubt sich der Ungläubige, und was tauscht er dafür ein? Thomas zweifelte aus Liebe zur Wahrheit und zu Jesus. Die Menschen neigen zwar dazu, Angenehmes gern zu glauben, wenn die Freude jedoch zu groß ist, misstrauen sie einer Nachricht, um dem übergroßen Schmerz einer bitteren Enttäuschung zuvorzukommen. So war es bei Thomas, dem in dieser überschwänglichen Freudenbotschaft schon der Gedanke an eine Täuschung unerträglich war. Und Jesus würdigte diese edlen Motive; er verzieh dem Zweifler und erleichterte ihm den Glauben.

Samstag der Osterwoche Mk16, 9-15

Jesus Christus, der zu den Apostel gesagt hat: Geht hin in die ganze Welt und predigt  das Evangelium der ganzen Schöpfung.

Warum sagte Jesus diese Worte? Weil er sich wünschte, dass seine Lehre, sein Name und die Nachricht über seine Auferstehung in der ganzen Welt verbreitet werden. Das war nur möglich, wenn sie fest an seine Auferstehung glauben würden. In diesem Moment war der Glaube der Apostel an die Auferstehung Jesu noch nicht ganz fest.

Jesus, du hast den Apostel ihren Unglauben vorgeworfen. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du hast die Apostel in die Welt gesandt hat, das Evangelium zu verkünden. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du hast auch uns beauftragt, Verkündiger deiner Lehre zu sein.

Das heutige Evangelium rekapituliert die Erscheinungen Jesu zuerst Maria Magdalena, dann den Jüngern von Emmaus und zum Schluss den Elf im Speisesaal. Es scheint, dass die gesamte Begeisterung, der Eifer von drei Jahren, die sie mit Jesus verbrachten, verduftet. Jesus aber befreit die Apostel von Trauer und Hoffnungslosigkeit. Jesus tritt wieder zu den Aposteln zu und erweckt in ihnen Glauben. Diese kleine Gruppe wird bald der Grund der zukünftigen Kirche sein. Später werden die Zweifel der Apostel vielen zum Empfang des Glaubens dienen. Das Evangelium ist, als ob der Kampf Jesu für Petrus, Johannes, Thomas, aber das ist der Kampf für uns. Wir haben Jesus nicht gesehen, und doch glauben wir. Warum? Weil Jesus uns innerlich berührt und uns half, unsere Ungewissheit zu überwinden. Wer an Christus glaubt, muss sich bemühen, aus den Zweifeln herauszukommen. Solche Menschen hat die Absicht, uns Jesus zu haben.

Wir dürfen Gott unseren Vater, nennen, der uns das Leben in Fülle verheißt Zu ihm lasst uns  beten.

Als Glieder des einen Leibes sind wir dazu berufen, den  Frieden Christi  zu leben und zu verschenken.

So spricht der Herr.  Ich bin  die Auferstehung  und das Leben . Wer an mich glaubt, wird  leben,auch wenn er stirbt.

Taufe April 2017

Liebe Eltern, Taufpaten, Großeltern

Sicher, die Geburt ihres Kindes bedeutet für sie nicht nur mehr Arbeit, mehr Sorgen und mehr Verantwortung, sondern zugleich auch mehr Freude, mehr Liebe und mehr Dankbarkeit. Jedes Kind ist ein Geschenk, und mit einem Geschenk müssen wir behutsam umgehen, es achten und schützen. Die Kinder sind uns nur anvertraut, für eine bestimmte Zeit gegeben, gewissermaßen nur geliehen. Das wissen besonders gut die Eltern, die schon größere Kinder haben und erleben, wie die Kinder selbstständig werden und die Eltern nicht mehr auf dieselbe Weise brauchen wie früher. Dann wird deutlich, wie schnell die Zeit vergeht und wie kostbar diese Jahre sind.

Ein Zitat sagt: Ein Kind ist für eine Weile deins, aber für ewig Gottes. Jeder Mensch gehört Gott. Er steht hinter unserer Geburt, er ist unser Vater, und er gibt unserem Leben Sinn und Richtung. Wir sind hier, weil Gott uns haben wollte. Auch ihre Tochter ist durch Gottes Gnade und seinen Willen zur Welt gekommen. Deshalb ist ihre Aufgabe, sich liebevoll um ihre Tochter zu kümmern, sie zu begleiten, zu schützen und für sie da zu sein. Sie sollen liebende, verantwortliche und opferwillige Eltern werden. Gott vertraut euch euer Kind an und wird euch helfen, wenn ihr euch auf ihn verlasst. Er geht mit euch und trägt euch in eurer Aufgabe.

Gott denkt nicht nur an das irdische Leben, sondern auch an die Ewigkeit, zu der er uns einladen will. Die Taufe ist die Einladung in Gottes Nähe. Gott will uns vor allem Bösen retten, die uns treffen kann. Von euch als liebevollen Eltern soll eure Tochter erfahren, wer Jesus ist und was er für uns getan hat. Gott kennt uns beim Namen. Nach der Taufe wird ihre Tochter Gott gehören. Sie wird seine Tochter sein. Es ist etwas Großes, Kinder Gottes zu sein. Hier auf Erden ist uns Gottes Segen und seine Hilfe zugesagt, und nach dem Tod ist uns ein Platz im Himmel verheißen. Nicht wegen unserer Schönheit oder Geschicklichkeit, sondern weil Gott uns liebt.

Wir danken dir, Gott, dass du Rony zum Leben berufen hast. Wir danken dir für die Gnaden, die sie in der Taufe empfängt. Wir bitten dich um Kraft für die Eltern, damit sie ihre Tochter nach deinem Willen erziehen. Wir wünschen, dass sie dich kennenlernen wird, glücklich ist und dass wir eines Tages alle mit ihr im Himmel zusammenkommen.

Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit A Joh 20,42-47

2. Sonntag der Osterzeit 2017

Das Fest der göttlichen Barmherzigkeit, das wir heute feiern,  hat unter allen Formen von der  Barmherzigkeit Gottes die größte Bedeutung. Schwester Faustina, eine polnische Ordensschwester bekam Einsprechungen von Jesus, die über diese Barmherzigkeit vieles aussagen. Wir wollen dankbar sein, dass die Kirche unter Papst Johannes Paul II dieses Fest eingesetzt hat.

Predigt

Jesus spricht über dieses Fest und sagt:  Ich sehne mich danach, dass das Fest der göttlichen Barmherzigkeit angeordnet wird. Durch den Auftrag an Sr. Faustina wurde ein Bild vom barmherzigen Jesus gemalt und dieses wurde am ersten Sonntag nach Ostern gesegnet. Die Auswahl dieses Sonntags ist nicht zufällig. Das Evangelium spricht von der Erscheinung des Herrn bei seinen Aposteln. Sie waren hinter verschlossenen Türen versammelt, er kam durch diese verschlossenen Türen und erfüllt sie mit den Gaben des Heiligen Geistes. Er gab ihnen die Macht, Sünden zu vergeben. Die Vergebung der Sünden  ist die wichtigste Frucht von Gottes Barmherzigkeit. Die Heilige Faustina hat ein Tagebuch über die Botschaften, die sie von Jesus erhalten hat, geschrieben. Sie schreibt: Das Werk der Erlösung ist mit dem Werk der Barmherzigkeit verbunden.

Über die Gründe für die Festsetzung dieses Festes in der Kirche  sagt Jesus: Die Seelen sterben trotz meines bitterlichen Leides, das ich erlitten habe für die Erlösung der  Menschheit. Ich gebe ihnen eine letzte Hoffnung zu ihrer Rettung. Das ist das Fest der göttlichen  Barmherzigkeit.  Wenn sie meine Barmherzigkeit nicht seligpreisen, werden sie auf ewig verloren sein. Damit wir diese Rettung nützen, es ist notwendig Gottes Barmherzigkeit zu  kennen. Und dass wir das erkennen, dazu hilft uns die Anordnung   dieses Festes. Dazu gibt es auch eine Vorbereitungsphase. Es ist die Novene zur göttlichen Barmherzigkeit. Wir sollten also neun Tage lang auf dieses Fest vorbereiten. Dazu gibt es auch den Barmherzigkeitsrosenkranz. Am Tag des Festes sollte das Bild des barmherzigen Jesus aufgestellt werden. Die Priester sollen auch über die große Barmherzigkeit Gottes immer wieder sprechen und auch predigen. Was noch damit verbunden ist, ist der vollkommene Erlass der Sündenstrafen. Jesus sagt dazu: Die Seele, die an diesem Tag zur heiligen Beichte und zur heiligen Kommunion  geht, bekommt die vollkommene Vergebung ihrer Schulden und Strafen. Ein Professor Rózycky?? erklärte,  dass diese Versprechung größer ist als die vollkommenen Ablässe. Die vollkommene Ablässe sind für die    Vergebung der vorübergehenden Strafen, aber sie sind nicht die Vergebung aller Strafen. Diese außerordentliche Gnade ist größer als die Gnade der sechs Sakramente mit Ausnahme der Taufe.  Die Vergebung aller Sünden und Strafen erreichen wir nur durch die Taufe.

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In heutigen Versprechungen verbunden Jesus die Vergebung aller Sünden und Strafen mit der heiligen Kommunion und so erhebt das heutige Fest sozusagen  auf das Niveau der Taufe. Natürlich die heilige Kommunion muss  nicht nur würdig empfangen, sondern  muss  auch erfüllen die Grundanforderungen  der Verehrung der Gottes Barmherzigkeit. Jesus Christus sagte. An diesem Tag sind alle Gottes Quelle geöffnet , durch die fließen die Gnaden. Fürchte nicht keine Seele zu mir nähern, obwohl ihr Sünde wie Scharlach sind. 

Kann man sagen dass der Weg  zur Erklärung des Festes der Gottes Barmherzigkeit  nicht einfach war.  1985 führte in seiner Diözese das Fest der Gottes Barmherzigkeit  der Kardinál  Franz Macharski in Krakau. Dann folgten ihn weitere Diözese. Kurz vor der Seligpreisung der heiligen Faustina der heilige Stuhl gab das Dekret heraus, das dieses Fest   erlaubte, in allen Diözese in Polen zu feiern. Für die ganze Kirche bestimmte dieses Fest der heilige Papst Johannes Paulus II. 30 April 2000 an dem Tag der Kanonisierung  der heiligen Faustine- an zweite Ostersonntag. Die größte Versprechung dieses Festes ist die Vergebung aller Sünden und Strafen verbinden mit der heiligen Kommunion. Dieses Fest sagt uns, dass Jesus sich entschloss ehe barmherziger Herr zu sein, als der gerechte Richter. Nützen wir diese Möglichkeit, die Jesus uns anbietet.

Freitag der Osteroktav Joh 21,1-14

Jesus Christus, den die Jünger erkannten, als er am Ufer stand,sei mit euch.

Jeder Mensch sehnt sich nach Liebe. Jemand mehr und nachdrücklicher, die anderen still, also ohne Worte. Die Liebe ist der größte Segen für die Menschen. Darum sehnen sich sehr viele nach Liebe. Nicht nur der Mensch sehnt sich nach Liebe. Nach Liebe sehnt sich auch Gott. Gott sehnt sich danach, von seiner Schöpfung geliebt zu werden. Gott hört nicht auf zu lieben, auch wenn der Mensch sündigt.

Jesus , du hast deine Apostel zu  Menschenfischern gemacht. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du hast deinen Aposteln  dein Reich anvertraut. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, du bist der Eckstein deines Reiches. Herr, erbarme dich unser.

Bei der dritten Erscheinung fragte Jesus Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Joh 21,15. Vielleicht scheint es uns, als ob diese Worte, die Jesus an Petrus richtet, nicht notwendig seien. Warum richtet Jesus diese Worte an Petrus? Woran sollen uns diese Worte erinnern? Petrus antwortete: „Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Und Jesus sagt zu ihm: „Weide meine Schafe!“ Damit ist gemeint, dass Petrus die Menschen zu Christus führen solle. Und er soll das aus Liebe tun. Am Nordufer des Sees Genesareth liegt die Ortschaft Tabkha. Dort befindet sich die Primatskapelle. Da ist eine Statue des heiligen Petrus. Der Apostel kniet vor Jesus und ergreift mit einer Hand den Stab, den Christus ihm reicht. Er nimmt damit von Jesus das Primat an und mit der zweiten Hand hebt er sie zu Christus hoch und bittet um Hilfe. Diese Statue erinnert uns an die Sendung des Petrus zum ersten Papst des Christentums. Das gilt jetzt für unseren Heiligen Vater, Papst Franziskus.

Die Liebe zu Gott ist der erste Schritt zum Glück eines Menschen. Um diese Liebe müssen wir immer wieder den Herrn bitten.

 Die Jünger wussten, dass sie dem Herrn begegneten. Wir begegnen  dem Vater, wenn wir beten.

Wir wissen, dass Christus lebt. Deshalb dürfen wir  um seinen Frieden bitten.

Selig, die mit dem Herrn zu Tisch sitzen und mit ihm in sein Reich eingehen.

Donnerstag der Osteroktav Lk 24,35-48

Jesus Christus, in  dessen Namen  bei allen Völkern die Bekehrung  gepredigt wird, sei mit euch.

Wundern wir uns nicht, dass die Apostel nicht glauben wollten, dass Jesus auferstanden ist. Jemand argumentiert, Jesus sei ihnen erschienen.  Das müsste sie doch überzeugen. Sie waren aber nur davon überzeugt, dass Jesus ein Geist sei. Jesus musste sie auffordern: Sehet meine Hände und meine Füße an, dass ich es selbst bin; rühret mich an und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr es an mir seht.

Jesus,  du hast deinen  Aposteln die Wundmale  gezeigt. Herr, erbarme  dich unser.

Du hast den Aposteln Macht gegeben, Sünden  nachzulassen. Christus, erbarme  dich  unser.

Du hast deine Apostel ausgesandt, dein Wort zu verkünden. Herr, erbarme dich unser.

Jesus sieht das Überraschtsein und die Hilflosigkeit seiner Apostel. Sie waren erstaunt und sind  erschrocken. Das war nicht das Ziel des Besuches von Jesus.  Jesus wollte ihnen Ruhe, Freude und  Gewissheit bringen. Er sprach zu ihnen: Der Friede sei mit euch. Fürchtet euch nicht. Ich bin es. Aber sie sind wie erstarrt. Sie sehen immer noch die Geißelung, das Kreuz  und dann das Grab vor Augen.  Obwohl einige sagten, dass Jesus ihnen erschienen sei, war das für sie nicht zu glauben. Als Jesus sah, dass die Apostel noch immer Zweifel haben,  forderte er sie auf: Berührt mich doch! Da die Apostel schon nicht glauben, was sie sehen, dann sollen sie ihn berühren.   Der Tastsinn lügt nicht. Er ist der verlässlichste aller Sinne. Bei den Aposteln ist das nicht der Unglaube, der etwas ablehnt. Sie waren zu verwundert, um das alles  aufnehmen zu können. Sie waren so hoch erfreut und konnten kein Wort sagen. Ihr Herz war zu klein für solch große Gefühle. Anfangs hinderte sie die Angst. Jetzt hinderte sie die große Freude. Große Freude erschüttert das Herz und den ganzen Menschen. Jesu Auferstehung ist von jetzt ab der eigentliche Grund ihres Lebens.

Den Jüngern brannte das Herz, als der Herr mit ihnen redete. In Freude beten wir zum Vater.

Wir begegnen Christus in seinem Sakrament. Damit sein Frieden in uns bleibt, bitten wir.

Selig,   die den Schriften  glauben und beim Herrn einkehren, wenn er kommt.

Mittwoch-Osteroktav Joh 20, 11-18

Jesus Christus, der erfüllte, was in der ganzen Schrift von ihm geschrieben steht, sei mit euch.

Das heutige Evangelium kennen wir sehr gut. Es erinnert uns daran, dass die Auferstehung unsere Hoffnung ist. Diese Hoffnung verkündete Jesus Maria Magdalena. „Maria, warum weinst du?” Maria hatte keine Ahnung, dass es Jesus war. Sie dachte, es sei der Gärtner. Als Jesus sie mit „Maria“ ansprach, wusste sie in diesem Augenblick, dass es Jesus war. Wie unglaublich groß war ihre Freude!

Jesus, die dich lieben, fanden  und sahen dich. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, dein Leichnam wurde im Grabe nicht gefunden. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, deine Getreuen haben dich vergeblich gesucht: Christus, erbarme dich unser.

Die dich liebten, fanden und sahen dich: Herr, erbarme dich unser.

Als im Kloster auf dem Berg Athos ein Bruder gestorben war, nahmen die Brüder von ihm Abschied nach altem Brauch. Sie kamen um den Sarg zusammen, und der Prior rief alle bei ihren Namen. Jeder antwortete. Anwesend. Dann ruft er den Namen des Verstorbenen. Es kommt keine Antwort. Dann wird es in diesem Augenblick still. In dieser Stille klingt der Name des Verstorbenen. Die Brüder spüren die Trübsal. Zum Schluss ruft der Vorsteher des Klosters den Namen Jesu Christi. Und alle antworten einstimmig. Anwesend. Und das ist wirklich die Wahrheit. Jesus ist wirklich anwesend. Jesus besiegte den Tod. Das leere Grab ist das Zeichen des größten Sieges. Als die amerikanischen Astronauten von der Mondmission zurückkamen, begrüßte sie Präsident Nixon mit den Worten: „Das ist das größte Geschehen seit der Schöpfung der Welt. Auf die Erklärung antwortete der bekannte Missionar Billy Graham. Das größte Geschehnis der Weltgeschichte ist die Geburt, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Billy Graham hatte von der Wahrheit Zeugnis gegeben. Die Menschen schafften noch vieles andere, aber niemand wird durch eigene Kraft von den Toten auferstehen. Darin ist die Auferstehung Christi einzigartig.

In das Wort Vater wollen wir all unser Vertrauen  legen und beten , wie es uns Jesus gelehrt hat.

Ostern hat alle Türen aufgetan. Aber wir sind  nicht über alle Schwellen geschritten. Deshalb  bitten wir.

Ich stehe vor der Tür, spricht der Herr,  und klopfte an. Selig sind alle, die mir ihr Herz auftun.

Jesus‘ Auferstehung

Was geschah mit Jesus nach seinem Tod?

Sein Leichnam wurde ins Grab gelegt, und seine Seele stieg in die Vorhölle hinab zu den verstorbenen Gerechten. Ihr wisst von früher: Wenn der Mensch stirbt, geht die Seele vom Leib, und der Leib ist dann tot. Einen solchen toten Leib heißt man dann Leichnam. Die Seele geht entweder in den Himmel, in die Hölle oder in das Fegfeuer, der Leichnam aber wird auf den Gottesacker hinausgetragen und dort in die Erde hineinvergraben, in das Grab gelegt. War es nun bei Christus auch so? Seine Seele ging auch aus dem Leib fort und der Leib war dann tot. Dieser tote Leib wurde dann ins Grab gelegt. Es war aber kein solches Grab, wie der Totengräber bei uns mit der Schaufel und der Hacke in den Boden macht, sondern eine Höhle in einem Felsen. Dahin legten einige fromme Männer und Frauen den Leichnam Jesu, den sie in Leinwand eingehüllt hatten. Die Höhle hatte keine Tür. Stattdessen wälzten sie einen großen Stein vor die Öffnung der Höhle. Wo war aber die Seele Jesu? Diese stieg in die Vorhölle hinab. Was ist das, die Vorhölle? Vielleicht die Hölle? Oder das Fegefeuer. Nein, die Vorhölle sind Orte, an denen die Seelen der Gerechten verstorben sind. Das sind die Leute, die gelebt hatten, ehe Jesus gestorben war, und die fromm und recht lebten oder ihre Sünden bereut und abgebüßt und auf den Erlöser gehofft hatten. Z. B. Adam, Noe, Mose, Moses… Diese Gerechten kamen nicht in die Hölle, denn dort kommen nur die ganz Bösen hin. Die Gerechten konnten nicht in den Himmel auffahren, denn dorthin konnte niemand gelangen, ehe Jesus uns erlöst hatte und selbst in den Himmel aufgefahren war. Sie kamen also in die Vorhölle und mussten dort warten, bis Jesus gestorben war. Sie hatten dort keine Schmerzen wie die in der Hölle oder im Fegefeuer. Aber sie hatten auch keine himmlischen Freuden. Sie warteten deshalb mit großem Verlangen darauf, bis Jesus kommt und sie aus der Vorhölle befreit und sie in den Himmel nimmt. An diesen Ort ist nun die Seele Jesu nach seinem Tod hinabgestiegen und den Gerechten gesagt, dass sie jetzt erlöst seien und bald mit ihm in den Himmel auffahren dürften. Wie werden die sich gefreut haben. Wie lange hatten sie in der Vorhölle auf den Erlöser gewartet? Blieb Jesu Leichnam immer im Grabe? Nein, am dritten Tage stand Jesus mit Leib und Seele glorreich aus dem Grabe auf. Er stand glorreich auf. Er war ganz herrlich, strahlend, glänzend. Als er am Kreuz hing, war sein Leib vollständig entstellt. Alles mit Blut überzogen, voller Flecken, Striemen und Wunden an allen Gliedern, sodass er kaum noch aussah wie ein Mensch. Jetzt aber war sein Leib ganz schön und herrlich: Die Flecken und Striemen waren weg. Nur an den Händen und Füßen hat man noch die Male von den Nägeln und an der Seite vom Lanzenstich gesehen. Und diese Male waren schön und glänzend, und der ganze Leib war prächtig strahlend, viel schöner als wenn die Sonne auf einen blanken Spiegel scheint. Denkt nun einmal darüber nach, wie traurig die Jünger Jesu waren, als ihr lieber Jesus gefangen, misshandelt und getötet worden war. Wie traurig war die liebe Mutter Gottes, die bei seinem Leiden und Sterben zusehen musste. O wie unendlich traurig und weh muss es ihr da im Herzen gewesen sein! Denkt euch die Freude, die die Mutter Gottes gehabt haben muss, wo sie ihren lieben Sohn wieder lebendig, ja herrlich und strahlend gesehen hat. Auch wir dürfen und sollen uns recht über die Auferstehung Jesu freuen, dass er wieder auferstanden ist und jetzt so herrlich und glorreich ist. Und darum ist das Osterfest, der Ostersonntag, an dem wir die Auferstehung feiern, ein so hohes Fest, ein solcher Freudentag. Und wir freuen uns wegen noch etwas am Ostertag. Wie Jesus so herrlich aus dem Grabe auferstanden ist. So werden auch wir einmal aus dem Grabe auferstehen. Wenn wir fromm gelebt haben, dann werden wir auch einen schönen, glänzenden, prächtigen Leib haben wie Jesus.

Osteroktav-Dienstag Mt 28,8-15

Jeder Christus, der zu seinem Vater und zu unserem Vater gegangen ist, sei mit euch.

Die Frauen sollen den Jüngern von der Begegnung mit Jesus erzählen. Jesus will sich mit ihnen treffen. Den Ort des Treffens kennen sie gut. Es ist der Ort, an dem er sie zu Aposteln berufen hat. Also gingen sie zum See Genezareth, wo sie über Jesu Macht staunten. Dieses Zusammentreffen soll ihren Glauben stärken, der durch den Tod Jesu erschüttert wurde.

Jesus, dein Leichnam wurde im Grab nicht mehr gefunden. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, deine Getreuen haben dich vergeblich gesucht. Christus, erbarme dich unser.

Jesus, die dich lieben, fanden und sahen dich. Herr, erbarme dich unser.

Falschpropheten sagten voraus, dass die Kirche das Jahr 2000 nicht überstehen würde. Wir sehen jedoch, dass die Kirche auch nach dem Jahr 2000 existiert und in vielen Ländern sehr aktiv und lebendig ist. Was ist unsere Aufgabe in dieser Welt? Auch wir sollen Zeugen von Jesu Auferstehung sein. Wir dürfen uns nicht für unseren Glauben schämen. Erinnern wir uns daran, dass alles, was uns heute selbstverständlich erscheint, aus dem Christentum hervorgegangen ist. Das Christentum brachte Entwicklung, entfachte Kultur und bereicherte die Zivilisation. Wer baute die ersten Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser und Spitäler? Unter den Wissenschaftlern und Entdeckern gab es viele Christen. Heute stehen den Gläubigen zwei Aufgaben bevor. Das Erste ist, dass sie sich nicht vom Mammon verlocken lassen. Der Mammon hat schon viele Menschen von Christus abgewendet. Nelli Cooman gewann die Goldmedaille im Weltchampionat der Leichtathletik in Budapest. Ein Redakteur fragte sie: „Was hat sie in ihrem Leben auf der ersten Stelle? Ist das der Sport? „Nein“, antwortete die Siegerin. „Ist es dann ihr Mann?” Nein. „Auf der ersten Stelle in meinem Leben steht Gott, auf der zweiten mein Mann und auf der dritten der Sport“, antwortete Nella. Der überraschte Redakteur fragte sie. „Und ihr Mann weiß davon?” Er hat an erster Stelle auch Gott, dann hoffe ich, dass er mich an zweiter Stelle hat. Die zweite Aufgabe ist: sich nicht vor den Opfern zu erschrecken. Jesus spricht: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.” Lk 9,23.

Für uns bedeutet das, treu bei der Verkündigung des Evangeliums zu bleiben.

Maria Magdalena weinte, weil sie den Herrn verloren glaubte. Wir  dürfen voller Freude zum Vater beten.

Eine Botschaft geht um die Welt. Christus  ist erstanden.  Zu ihm, der unser Friede ist, beten wir.

Selig, die den Herrn wiedererkennen, wenn er in Herrlichkeit am  letzten Tag kommt.

Ostermontag, A Lk 24, 13-35

Der auferstandene Christus trennt die Menschen voneinander.  So war es gleich nach der Auferstehung Jesu. Es gab immer Menschen, die seine Auferstehung verkündeten, aber auch solche, die sie bekämpften. Wir Christen haben die Pflicht, der Welt von der Auferstehung Jesu zu erzählen.

Predigt

Nach der Auferstehung erscheint Jesus den Frauen und sagt zu ihnen: Seid gegrüßt. Fürchtet euch nicht, geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen, und dort werden sie mich sehen. Auf der anderen Seite raten der Hohepriester und die Ältesten den Soldaten zu lügen. Sagt zu allen: Seine Jünger kamen bei Nacht und haben den Leichnam Jesu, während wir schliefen. Und wenn dies dem Stadthalter zu Ohren kommen sollte, werden wir das beschwichtigen und dafür sorgen, dass sie sich keine Sorgen machen. Die Frauen schwiegen nicht über das leere Grab. Das erzeugte bei den Feinden Jesu Widerstand. Petrus und Johannes sprachen von Anfang an nicht über den auferstandenen Jesus. Später hat Petrus nicht mehr geschwiegen. Er sprach von Jesus, obwohl es ihm verboten war. Wir haben euch doch mit Ernst geboten, dass ihr nicht in seinem Namen lehren sollt. Und sehet, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt und wollt dieses Menschenblut über uns bringen. Petrus aber antwortete: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Gott, unser Vater, hat Jesus auferweckt, welchen ihr an das Holz des Kreuzes gehängt und getötet habt. Und wir sind Zeugen dieser Geschichte, und der heilige Geist, welchen Gott uns gegeben hat, ihm gehorchen wir. Das zu hören ging ihnen ans Herz, und sie dachten daran, sie zu töten. Auch für uns ist das eine Aufforderung: Wenn wir an Christi Auferstehung glauben, dürfen wir nicht schweigen. Das hat der Apostel Paulus begriffen. Jesus sagte zu Paulus: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Ich bin Jesus, den du verfolgst. Stehe auf und gehe in die Stadt, da wird man dir sagen, was du tun sollst. Paulus verfolgte Christus nicht weiter, sondern arbeitete für ihn. Er verkündete das Evangelium und opferte sein Leben für Christus. Nicht nur die Apostel, sondern auch Tausende von Männern und Frauen verkündeten den auferstandenen Christus. Aber nicht allen gefiel das. Und darum wollen sie die Sprecher des Evangeliums zum Schweigen bringen. Wir müssen ganz offen gestehen, dass Jesu Feinde aktiv waren und es sind. Wie viele Bücher wurden gegen Jesus und die Kirche geschrieben? Aber sie treten nicht immer feindlich gegen Jesus auf; oft verdrehen sie nur die Fakten, sagen Halbwahrheiten und so bilden sie ein falsches Bild von Christus. Und sie arbeiten nicht ohne Erfolg. Aber ohne Erfolg arbeiten auch oft die Verkünder des Evangeliums. Viele Christen denken, dass sie das Evangelium nicht verkünden können. Sie fühlen sich dazu nicht fähig. Aber das ist ein Irrtum. Jeder Christ ist berufen, das Evangelium zu verkünden. Hier geht es nicht um die theologische Bildung, sondern darum, ob der Geist Gottes durch sie spricht.

Bei einer feierlichen Schau gab Napoleon nicht acht. Das Pferd wurde scheu, und Napoleon drohte, vom Pferd zu fallen. Damals trat ein Soldat aus der Reihe auf das Pferd zu, ergriff die Zügel und übergab sie dem Kaiser. Ich danke dir“, sagte Napoleon. Er fragte den einfachen Soldaten und nannte ihn dabei Kapitän: Von welchem Regiment bist du? Napoleon war erfreut darüber, dass dieser Soldat zu seiner persönlichen Garde gehörte. Der Soldat wurde zum Offizier ernannt. Die anderen Offiziere waren erbost. Was will dieser Kerl hier? „Ich bin Kapitän“, sagte dieser. Der Kommandant rief: „Mensch, sehen Sie, haben Sie wohl nicht alle Tassen im Schrank!“ Nein, Kaiser Napoleon hat mich so benannt. Dieser Soldat war ein Mann der Tat. Auch die Zeugen der Auferstehung Jesu waren Männer der Taten. Die Jünger von Emmaus, die Jesus erst beim Brotbrechen erkannten, gingen gleich nach Jerusalem zurück und legten Zeugnis von Jesus ab. Auch wir wollen zu den Zeugen der Auferstehung Jesu gehören – und durch unser Leben Zeugnis von Jesu Auferstehung ablegen.

Ostersonntag A Joh 29,1-19

Ostersonntag 2017- Treffen mit der Kälte

Einführung

In den Herbstmonaten bereiten sich die Bäume für den kalten Winter vor. Es gibt Frost, die Bäume empfangen weniger Wasser, das Laub wird bunt und fällt ab. Die Bäume sind von Natur aus und von Gott so geschaffen, dass alles so ist, um  den Winter zu überstehen. Wenn sie das nicht so wäre, dann würde ihnen der Frost und die Kälte schaden.

Auch die Menschen sind mit der Kälte konfrontiert und schützen sich dementsprechend. Es gibt aber auch eine Kälte des Herzens, die den Menschen egoistisch macht. Auch davor sollen wir uns schützen. Jesus hat die Kälte durchgemacht durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz. Es ist ihm so viel Böses widerfahren. Aber er das Böse besiegt und ist glorreich auferstanden.

Predigt

Jesus blieb trotz seiner schweren Leiden, die ihm zugefügt wurden, ganz groß in seiner Liebe. Er schlug nicht zurück, er war barmherzig gegenüber seinen Feinden. In seiner Liebe hat er allen verziehen.

Die erste Botschaft des Osterfestes ist: Wir sollen an die Allmacht Gottes glauben und besonders an seine Auferstehung.

Die zweite Botschaft ist: Wir sollen an die Taten Gottes glauben! Wir haben Geschichten aus dem Alten Testament gehört, wo Jesus seine Macht gezeigt hat – wie bei Durchgang durchs Rote Meer – und wir lesen noch viele andere Geschichten in der Bibel, die von seiner Macht und von vielen Wundern erzählen.  Am Karfreitag hat Jesus geschwiegen, obwohl ihm Unrecht getan wurde. Er hat für uns gelitten und seine Leben für uns geopfert.

Die dritte Botschaft ist: Wir sollen an Gott glauben, der uns immer wieder einlädt. Er lädt uns ein, das Werk seiner Schöpfung zu schätzen und zu hüten und er lädt uns ein an die Auferstehung zu glauben. Die Schöpfung können wir missachten, sie auch verderben. In das Werk der Auferstehung erlaubt uns Gott nicht, einzugreifen. Das Werk der Schöpfung hat Gott  vollkommen und gut  geschaffen. Sein Plan war eine wunderschöne Welt. Und was macht der Mensch daraus? Er verschmutzt das Wasser und die Luft. Er macht sich die Schöpfung untertan und nimmt sich manchmal auch das, was nicht ihm, sondern anderen gehört. Wenn das dann im Großen passiert, wenn dieses egoistische Denken ganze Völker betrifft, dann kann daraus sogar ein Krieg entstehen. Dadurch erlebt man soviel Elend in der Welt. Seien wir daher dankbar für unsere Schöpfung!

Die Auferstehung ist eine neue Schöpfung. Eine wichtige Schöpfung, an die wir unbedingt glauben sollten. Wir sollten uns immer wieder bemühen, Jesus ähnlicher zu werden, um dann einmal in den Himmel zu kommen. Dort gibt es keine Bosheit und keinen Egoismus mehr. Also setzen wir alles daran, den Lebensstil von Jesus nachzuahmen, ihn uns anzueignen.

In einem Film erfährt man über den römischen Kaiser, der beunruhigt ist, von den  Nachrichten irgendeines Jesus von Nazaret. Der Kaiser  hörte, dass Jesus viele Nachfolger hat und dass er eine neue Lehre gegründet hat. Da hat er einen Mann nach Palästina geschickt, damit dieser die Wahrheit über Jesus erforsche. Der Gesandte des Kaiser kam nach Palästina, sprach mit den Menschen und fragt sie, was für ein Mensch Jesus war. Die einfachen Menschen hatten gute Erinnerungen an ihn. Sie erzählten von der Brotvermehrung und den vielen Heilungen, die Jesus wirkte. Der Bote kam nach Jerusalem und fragte nach dem Grund, warum Jesus verurteilt wurde.  Da zeigte man ihn eine Tafel,  auf der  geschrieben stand: Jesus von Nazaret, der König der Juden. Der Bote begriff,  dass Jesus sein Leben aus Liebe für uns geopfert hat. Aber der Bote des Kaiser traf  auch mit Pilatus zusammen.  Er fragt ihn über  Einzelheiten des Gerichtsprozesses. Pilatus aber fürchtete sich. Wenn nun der Kaiser erfuhr, dass es keine Beweise für die Verurteilung Jesu gab. Pilatus rief den Kommandanten der Soldaten und sagte zu ihm: Wir beide haben ein Problem. Wenn der Kaiser erfährt,  wie alles war, das wird unser Ende. Der Bote muss daher sterben. Die Endszene:  Der Bote betritt ein Zimmer. Eine Kopie (was heißt das?)  fliegt gegen ihn. Er weicht aus und sagt: Wartet, Freunde! Helft mir, das Geheimnis von Jesus zu erkunden. Das ist für uns beide sehr wichtig.

Dieser Film enthält eine Aufforderung an uns: Auch wir sollten dem Geheimnis über Jesus auf die Spur kommen. Mögen unsere Nachforschungen nie enden, damit wir erkennen können, was für unser Leben wichtig ist. Danken wir für die Feste des Kirchenjahres, die uns auf Wichtiges vorbereiten.

 

Karsamstag 2017

Karsamstag- Vereiteltes Totenmahl

Im unserem Leben sind die wichtigen Traditionen, die mit Grenzsituationen – das sind die  Geburt und der Tod. Mit der Geburt ist die Kindes taufe verbunden und mit dem Tod das Totenmahl. Beides hat eine religiöse und eine gesellschaftliche Bedeutung. Auch vor zwei Tausend Jahren feierten die Menschen den Anfang des neuen Lebens und die Verstorbenen wurden mit das Totenmahl ins ewige Leben geleitet. Aber bei Jesus war das Totenmahl nicht von Bedeutung. Jesus wurde am Freitag ins Grab gelegt, am folgenden Tag war ein Festtag und so hätte so etwas gar nicht sein können. Am Sonntag kamen die Frauen, um den Leib Jesu zu waschen und zu salben, ihn in ein Leinentuch einzuwickeln und würdig zu begraben. Dann erst wollten sie das Totenmahl einplanen, wie das so gewöhnlich war. Aber Jesus hat ihnen das vereitelt. Als die Frauen zum Grab gekommen sind, haben sie statt Jesus einen Engel vorgefunden, der zu ihnen sagte: Fürchtet euch nicht. Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo der Herr gelegen hat. Mt 28, 5-6. Wir können uns vorstellen, wie sehr sich die Frauen gefreut haben! Jesus lebt – er starb zwar, wurde begraben, aber er ist im Grab nicht verwest. Mit Jesus beginnt eine neue Tradition. Wir sollen uns beim Sterben nicht zu sehr um Äußerlichkeiten sorgen, um Organisation, um den Sarg, um Kränze, um das Grab und das Totenmahl. Jesus will, dass wir daran denken, dass wir einmal bei Gott auf ewig leben dürfen. Wir sollten mehr an die Seele unserer Verstorbenen denken. Da taucht die Frage auf: Wie wird meine Auferweckung sein – werde ich da genau so sein wie jetzt? Werden die Engel und der ganze Himmel vor mir weglaufen? Wir müssen uns nicht vor Gott fürchten. Wir müssen nur unseren Eigensinn fürchten. Deshalb soll das Osterfest wieder eine Aufforderung sein, unser Leben zu überdenken und zu ändern. Aber das verlangt unser ganzes Bemühen.

Interessantes schreibt man über Sokrates: Er war im Gefängnis und wartete auf seine Hinrichtung. Eines Tages hörte er den Gesang eines Mitgefangenen – der Text war sehr schwierig und von einem berühmten Dichter. Da ersuchte Sokrates seinen Mithäftling, ihm diesen Text geben, damit er ihn auswendig lernen könne. Der Mithäftling sagte: Lohnt sich das wirklich? Er bejahte und meinte: Ich möchte gerne vor dem Tod noch etwas Neues lernen. Sokrates bemühte sich nämlich noch vor dem Tod sein Leben zu vervollkommnen. Ja, es ist auch unsere Aufgabe, unser Leben zu vervollkommnen. Das hat Sinn, weil auf uns die Auferstehung wartet.

Kinderauferstehungsfeier 2017

Kinderauferstehungsfeier 15. April 2017

…wie das Licht am Morgen, wenn die Sonne aufstrahlt!

Vorbereiten:

4 Kerzen (Thomas), Ostergrußkarten und Plakate (Katja) , Wolken und Sonne (Katja) , Osterkerze entzünden (Thomas) , Stockerl (Thomas), Plakatständer (Thomas)

Einzug

Lied: Singt seid froh, denn Jesus ist am Leben

 

Begrüßung  

Liebe Kinder, liebe Eltern, Großeltern.

Ich möchte Euch alle zur heutigen Kinderauferstehungsfeier herzlich begrüßen. Und ich möchte euch voll Freude und Dankbarkeit  sagen. Unser Herr Jesus Christus, der am Kreuz gestorben ist, der drei Tage im Grabe gelegen ist und am dritten Tag zum Leben erstanden ist, er der jetzt mitten unter uns ist, er sei mit euch.

Katja

Die Fastenzeit wird oft als ein Weg von der Dunkelheit ins Licht beschrieben. Licht und Dunkelheit sind voneinander abhängig. Ohne Dunkelheit gibt es kein Licht, ohne Trauer keine Freude. Licht schenkt uns Wohlgefühl und Glück. Licht verwandelt, verändert, wärmt.

Das Licht der Erde ist die Sonne.

Jeden Morgen bringt sie im Osten Licht, den neuen Tag.

In jedem Frühjahr schenkt sie Wachstum und neues Leben. Durch sie entsteht Lebensraum auf der Erde. Ohne Licht gibt es keine Farben, es macht das Leben bunt und vielfältig. Licht ist aktiv. Licht entwickelt, ernährt und erhält.

Charlotte:

Wir haben heute wieder Ostergrußkarten mitgebracht. Alle Kinder sind jetzt eingeladen nach vorne zu kommen und sich ein Ostergrußkärtchen zu holen.

Charlotte und Katja:

Kärtchen austeilen und anschließende Pinwand mit Plakat der Ostergrußkarte umdrehen.

Charlotte:

Schauen wir uns das Bild genauer an. Was können wir darauf sehen?

Das Bild zeigt das Grab Jesu – der Stein ist weggerollt. Die drei Frauen sind auf dem Weg zum Grab, um den Leichnam zu salben. Hinter dem Grab geht strahlend groß und kräftig die Ostersonne auf. Sie kündigt symbolisch das freudige Ereignis an: das Grab ist leer! Jesus lebt! Er ist auferstanden! Auf das traurige Ereignis des Todes und die dunklen Tage der Trauer strahlt nun das Licht des Ostermorgens.

Kyrie Rufe:

Viktoria:

Jesus, du hast viel Leid erfahren.

Herr, erbarme dich.

Wolke mit der Aufschrift „Leiden“ wird an die Pinnwand geheftet.

Lied: Jesus ist auferstanden

Pia

Jesus, du bist für uns gestorben

Christus erbarme dich.

Wolke mit der Aufschrift „Tod“ wird an die Pinnwand geheftet.

Lied: Jesus ist auferstanden

Johanna:

Jesus, du bist für uns auferstanden.

Sonne mit der Aufschrift „Auferstehung“ wird zwischen die Wolken an die Pinnwand geheftet.

Lied: Jesus ist auferstanden

Tagesgebet

 

Guter Gott

Mit deinem Licht vertreibst du die Finsternis.

Wie die Sonne aufstrahlt am Morgen, so strahlt deine Liebe auf in dieser Welt.

Durch deinen Sohn, der von den Toten auferstanden ist, hast du den Tod besiegt.

Darum dürfen wir uns freuen und ein Fest feiern.

Stärke uns mit deinem Licht, dass wir die Freude über die Auferstehung in die Welt hinaus tragen.

Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Lied: Halleluja gesungen

EVANGELIUM: Mt 28, 1 – 10 ,

Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war weiß wie Schnee, Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.  Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag.  Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt. ,Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.

Die Erscheinung Jesu vor den Frauen

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

Lied: Halleluja: gesungen

Predigt

Liebe Kinder!

Wisst ihr, wer der erste war, der erfuhr, dass Jesus auferstanden ist? Wir würden denken, dass es seine Apostel gewesen sind. Sicher waren sie bei seinem Grab, sie haben alles gesehen und dann haben sie dieses Ereignis gründlich beschrieben. Nein, so war es nicht. Die Apostel waren  im Abendmahlsaal und hatten die Tür verschlossen, denn sie versteckten sich aus Angst vor den Juden. Als ein Bub die Erzählung über die Auferstehung von Jesus hörte, sagte er: Wenn ich dabei gewesen wäre, hätte ich alles fotografiert. Wir wissen aber, dass das gar nicht möglich war. Zu dieser Zeit gab es noch keine Fotoapparate. Und wenn es auch so wäre, und jemand hätte Jesus fotografiert, als er auferstanden ist, die Pharisäer hätten ihn bestochen, damit er dieses Fotos hergibt und er dadurch nicht beweisen kann, dass Jesus wirklich lebt.

Als erste aber hat Maria Magdalena und die anderen Frauen gesehen, dass der Stein vom Grab weggenommen war.  Sie gingen rasch zu den Aposteln und verkündeten ihnen, dass Jesus auferstanden ist. Aber bei den Juden hatte das Zeugnis der Frauen keinen Wert. Jesus liebte aber seine Apostel und er  wollte sie nicht in Zweifel lassen. Darum erschien er ihnen noch an diesem Tag und er sagte zu ihnen: Friede sei mit euch. Die Apostel hörten auf zu zweifeln als sie Jesus sahen.  Und sie freuten sich sehr. Auch wir freuen uns mit ihnen. Jesus hat den Tod besiegt. Einen solchen Sieg erreichen weder die stärksten noch die klügsten Menschen. Es gab berühmte Herrscher, wie  zum Beispiel Napoleon, Alexander der Große, sie alle haben glänzende Siege erreicht, aber den Kampf mit dem Tod verloren. Es gibt kluge Ärzte, die unser Leben, verlängern können und wir sind ihnen dafür dankbar, aber vor dem Tod können sie uns nicht retten. Nur Jesus ist aus eigener Kraft aus dem Grab auferstanden und er lebt und er wird auf ewig leben. Mit ihm werden auch wir leben. Er ist das Licht, das nie verlöschen wird.

Ansprache: (Anregung)

Ihr kennt alle einen Sonnenaufgang. Ein beeindruckendes Erlebnis. Vorbei ist die Dunkelheit und Dämmerung. Man sieht nicht mehr nur die vagen Umrisse. Plötzlich beginnen die Farben zu leuchten. Die ganze Schönheit der Natur wird sichtbar. Die Unsicherheit der Nacht muss weichen. Neue Hoffnung tritt an ihre Stelle. Ein neuer Tag beginnt!

Wir wissen, dass die Sonne Menschen fröhlich machen kann. Wir wissen auch, dass sie ein leuchtendes, wärmendes, Mut machendes Licht spendet.

Sie lässt Blumen blühen und Äpfel reifen.

Sie erweckt die Natur zum Leben.

Das ist einer der Gründe, warum der Sonnenaufgang als Symbol der Auferstehung verwendet wird. Heute feiern wir Auferstehung. Das Licht der aufgehenden Ostersonne verkündet uns eine gute Nachricht. Jesus ist auferstanden! Jesus lebt! Überall soll das Licht der Freude und der Auferstehung das Leben erleuchten. Für uns ist Jesus wie eine hell aufstrahlende Sonne. Er ist auferstanden. Darüber dürfen wir uns freuen. Nicht nur heute. Jesus sagt zu uns: Denkt daran, dass ich immer bei euch bin! Jesus schenkt uns das Licht in unserem Leben und macht unser Leben heller und bunter! Das feiern wir heute und jeden Sonntag!

 

Fürbitten:

Charlotte:

Liebe Kinder. Hier vorne seht ihr die neue Osterkerze brennen. Ihr Licht erinnert an das Leben und an die Auferstehung von Jesus. Deswegen entzünden die Kinder jetzt an der Osterkerze das Osterlicht.

Kinder, die Fürbitten lesen, haben eine Kerze in der Hand. Diese entzünden sie jeweils einzeln an der Osterkerze, bevor sie die Fürbitte sprechen.

Peter:

Gott im Osterlicht erkennen wir deine Liebe zu uns. Zu dir bringen wir unsere Bitten

  1. Susanne: Wir entzünden das Licht an der Osterkerze für alle, die Auferstehung feiern. Schenke ihnen dein Licht

Alle: Schenke ihnen dein Licht.

  1. Matthias: Wir entzünden das Licht an der Osterkerze für alle, die traurig sind..

Schenke ihnen dein Licht.

Alle: Schenke ihnen dein Licht.

  1. Emilia: Wir entzünden das Licht an der Osterkerze für alle, die krank im Bett liegen und nicht aufstehen können.

Schenke ihnen dein Licht.

Alle: Schenke ihnen dein Licht.

  1. Christoph Wir entzünden das Licht an der Osterkerze für alle, die im Krieg leben oder auf der Suche nach einer neuen Heimat sind.

Schenke ihnen dein Licht.

Alle: Schenke ihnen dein Licht.

  1. Johanna Wir entzünden das Licht an der Osterkerze für alle, die du schon zu dir geholt hast.

Schenke ihnen dein Licht.

Alle: Schenke ihnen dein Licht.

Peter:

Guter Gott, das Licht der Auferstehung begleitet uns durch unser Leben, so wie auch du uns durch unser Leben begleitest. Dafür danken wir dir, durch Christus, unseren Bruder und Freund. Amen

Vater unser. gebetet

Danklied: Hurra für Jesus

 

Schlussgebet:

 

Guter Gott, wir haben das Osterfest gefeiert. Dein Sohn Jesus Christus ist auferstanden und für uns wie eine hell leuchtende Sonne aufgegangen. Diese Botschaft tragen wir in die Welt hinaus. Du stärkst uns immer wieder durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen

Segen:

Es segne uns Gott, der Vater,

der uns seinen Frieden schenkt.

Es segne uns Gott, der Sohn,

der unser Leben mit seinem Licht erhellt.

Es segne uns Gott, der Heilige Geist,

der uns durch seine Nähe stärkt.

Amen

Schlusslied: Resucito