Archiv für den Monat: Juli 2017
Hl. Alfons Maria von Liguori, Mt 5 13-19
Jesus Christus, der gekommen ist, das Gesetz und die Propheten zu erfüllen, sei mit euch.
Heute feiern wir den gebotenen Gedenktag des Heiligen Alfons Maria von Liguori. In der Geschichte der Kirche bedeutete er viel. Er forderte die Menschen auf: Richtet euren Blick auf Christus! Denkt daran, dass er der geliebte Sohn des ewigen Vaters ist und gekreuzigt wurde, wegen der Liebe zu euch! Schaut, wie seine Hände ausgespannt sind, damit er euch umarme!
Jesus du kamst als Heiland der Welt. Herr, erbarme dich unser.
Du hast die Sünder unter deine Jünger aufgenommen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast am Kreuz für deine Mörder gebetet. Herr, erbarme dich unser.
Der Heilige Alfons Maria von Liguori wurde 27.9.1696 in Marianella beim Neapel geboren. Er stammt aus einer alten Adelsfamilie. Sein Vater Josef war Kapitän auf einem Schiff und seine Mutter geborene Cavalieri widmete sich mit nicht alltäglicher Liebe der christlichen Erziehung ihrer acht Kinder. Alfons war das älteste Kind. Ohne Zweifel war er sehr begabt. Nach dem Wunsch seines Vaters begann er Rechtswissenschaft zu studieren. Er wurde von Privatlehrern und ausgewählten Professoren unterrichtet. Das ermöglichte ihm, im Studium schnell vorwärtszuschreiten. Das Doktorat über Zivil- und Kirchenrecht erreichte er als 16-Jähriger. Gleichzeitig studierte er Philosophie, lateinische Sprache und italienische Literatur. Als 18-Jähriger eröffnete er ein eigenes Anwaltsbüro und er war ein beliebter und gern aufgesuchter Advokat. Nach ungefähr 8 Jahren verlor er einen Prozess und beim Besuch eines unheilbar Kranken spürte er, dass er seinen Beruf ändert sollte. Er begann Theologie zu studieren. 1728 empfing die Priesterweihe. Als Priester wirkte er hauptsächlich als Volksmissionar.
Damit wir zum Licht werden für alle, die uns begegnen, wollen wir voll Vertrauen zum Vater beten.
Den Vater im Himmel sollen wir preisen. Von ihm erhalten wir den Frieden, wenn wir im Namen seines Sohnes bitten.
Selig, die Gottes Gebote in Treue erfüllen und groß sein werden im Himmelreich.
Montag der 17.Woche Mt 13,31-35
Jesus, der sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war, er sei mit euch.
Jesus Lehre ist die Botschaft des Evangeliums, die die Welt durchsäuert und sie wird über die Sünde siegen. Die Erfüllung der Worte von Christus wird keine Verfolgung, keine wissenschaftliche Weltanschauung verhindern, weil hinter diese Lehre Gott steht.
Jesus, du bist unser Freund. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns eingeladen im Gottesreich zu leben. Christus, erbarme dich unser.
Du sagst uns, wie wir leben sollen. Herr, erbarme dich unser.
Eine richtige Auffassung von Gegensätzen kann ein Beitrag sein. In der Architektur sehen wir geschmackvoll abgestimmt die weiße und die schwarze Farbe, nicht nur im Trauerhaus. Der Altersunterschied zwischen den Geschwister ist nicht das Hindernis. Die Mutter sagt von ihren Söhnen, einer von ihnen sei schon mündig und der andere lernt gehen, sie sind wie ein großer und kleiner Kamerad. Aus diesen Worte kann man die Liebe und die Übereinstimmung spüren. Etwas Ähnliches spüren wir auch in den Worten von Jesus im Gleichnis vom Senfkorn und vom Sauerteig. In diesen Gleichnissen erkennt man den Kontrast zwischen dem winzigen Beginn und dem großen Wachstum am Ende. Das Senfkorn ist sehr klein und wird zu einem riesigen Baum. Ein Stück Sauerteig verändert den Teig. Diese Gleichnisse sind Bilder über das Reich Gottes, dass unauffällig in einer kleinen Gruppe von Menschen beginnt, aber große Ausmaße erreicht. Wir wissen, dass das Christentum in Palästina begann, das war eine kleine Provinz im römischen Reich. Das Christentum verbreitete sich in der ganzen Welt. Das Christentum dürfen wir nicht nur als Quantität begreifen, sondern – was wichtiger ist – als Qualität. Schade, dass heute viele Christen nur Taufscheinchristen sind und ihr Leben Christus kaum bezeugen.
Jesus ist uns auf dem Weg zum Vater vorausgegangen. Im gemeinsamen Beten wollen wir uns gegenseitig erinnern, dass Gott unser gemeinsamer Vater ist.
Jesus Christus hat am Kreuz durch sein Blut Frieden gestiftet. Deshalb bitten wir.
Auf ewig denkt der Herr an seinen Bund. Er ist gnädig und barmherzig und gibt Speise denen, die ihn fürchten.
Die Liebe ist die Lieferung des Mutes zum Wachstum
Stellen sie sich eine Mutter vor. Diese Mutter ,,vergöttern“ ihr Kind. Sie gönnt ihm, was möglich ist. Für es macht sie alles. Wo sie kann, alles ihm erleichtern. Mit allen hilft ihm. Alles erledigt. Liebt sie ihr Kind? Nein. Wissen sie warum das nicht die Liebe ist? Was ist eigentlich die Liebe? Der Psychologe Scott Peck sagt: Die Liebe ist die Bemühung über den geistlichen Wachstum. Lieben das bedeutet sich bemühen, dass der, den wir lieben wuchs. Nur, was wir können machen, für das Wachstum anderes Menschen? Können wir ihn über die Ohren ziehen, damit er schneller wuchs? Was können wir dafür machen? Bilden für dieses Wachstum die Bedingungen. Das ist die Aufgabe und die Sendung der Liebe. Das Wachstum bedeutet die Grenzen zu überschreiten. Überwinden die Limiten. Wenn wir jetzt nicht an das körperliche Wachstum denken, dann das geistliche Wachstum ist, die Überschreitung unserer innerlichen Grenzen, die durch unsere Einstellungen und Vorstellungen gegeben sind. Wenn ich von mir die Vorstellung habe, der so wie so nichts schafft, der keine Chance hat, werde ich etwas großes tun? Etwas, was würde diese Erwartungen überwinden? Bestimmt nein. Ich werde mich bewegen, nur innerhalb dieser Grenzen. Wenn ein reicher Mensch, einem Bettler das Almosen gibt, erweckt er in ihm die Überzeugung, dass einmal auch er so reicher Mensch wird? Ich denke nicht. Sicher, der Bettler wir ihm dankbar. John Powell sagt, dass die Liebe drei Etappen hat: Ich bin mit dir, Du schaffst das, So komm und mache das. Kommen sie zum Bettler, geben sie ihm kund, dass sie ihn nicht gering schätzt, dass sie ihn achten, auf ihn liegt, dass sie ihn wie seinesgleichen nehmen. Und vielleicht wenn sie ihn bei der Hand, halten werden, dieser Mensch zum ersten mal traut sich seine Grenze zu überstreiten. Vielleicht glaubt er dass es möglich wäre, sein Leben zu ändern. Und entschließt sich zu dieser Änderung anzutreten, denn sie neben ihn sind. Sie sind seine Unterstützung. Darum finden er den Mut seine Grenze zu überstreiten. Genau das, machte auch Jesus. Unsere Sendung ist den anderen Menschen zu helfen, damit sie traut sich seine eigene Grenzen zu überstreiten. Dazu ist notwendig mehr, als paar Euro. Dazu brauchen wir die Zeit für den anderen finden. Nur, haben wir den Mut? Kennen sie die Situation, als Jesus die große Menschenmenge unterrichtete und fragte er Philippus. Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben. Joh 6,5 Philippus antwortete ihm. Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger Andreas sagte Hier ist ein kleiner Junge , der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Was prüfte Jesus? Er prüfte, wie die Menschen nachdenken. Rechnen sie mit dem Vater, der im Himmel ist und der unendlich reich ist. Was wäre, wenn wir den Vater bitten, damit er das Gericht vom Himmel sendet. Aber die Apostel zu dieser Zeit dachten so noch nicht. Sie betrachten wie gewöhnliche Menschen. Wo kaufen wir das Brot, für so viele Menschen? Diese Frage stellt Jesus jedem von ins. Glaubst du, dass Sohn Gottes bist, dass der Vater dir alles gibt, um den du ihm bittest. Das Bewusstsein dass wir Kinder Gottes sind, und Gott liebt uns hilft uns unsere eigene Grenzen zu überstreiten, befreit uns von unserem Egoismus. Jesus wurde Mensch, gelitten hat, und starb am Kreuz, damit er uns sagen konnte, was sagte und der heilige Paulus: Er hat seinen eigenen Sohn nicht veschont, sondern ihn für uns alle alle hingegeben- wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Röm 8, 32 Jesus kam deshalb, damit er uns hilft, den Mut aufzubringen die schmale Grenze unserer Vorstellungen zu überstreiten und hintreten in die Welt, in der sind wir Gottes Söhne und Töchter. Diese Welt, nennen wir das Gottes Reich. Ist das nicht herrlich?
Hl.Marta von Betanien Joh 11, 19-27
Jesus, der zu Marta sagte: Dein Bruder wird auferstehen, er sei mit euch.
Als sein Bruder Lazarus starb und Jesus kam, sagte Marta weinend zu ihm: Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben. Jesus sagte darauf: Dein Bruder wird auferstehen. Marta antwortete: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Nach diesem großen Treuebekenntnis Martas erweckte Jesus Lazarus wieder zum Leben.
Jesus, du bist gekommen, um allen die an dich glauben das ewige Leben zu schenken. Herr, erbarme dich unser.
Du bist der Tröster aller, die traurig sind. Christus, erbarme dich unser.
Du bist unser Weg zum Vater. Herr, erbarme dich unser.
Auf französischem Boden befindet sich die Gedenkstätte der Heiligen Marta von Betanien, die einst Jesus in ihrem Haus bewirtete, also den Gottessohn in ihrem Haus aufnahm, wie Lukas schreibt. In der provenzalischen Stadt Tarascon, gelegen zwischen Avignon und Arles, errichtete man im 12. Jh. die Kirche Sainte-Marthe, um die mutmaßlichen Reliquien der Heiligen in gebührenden Rahmen verehren zu können. Die Tatsache, dass Marta hier im tiefen Süden Frankreichs zu allen Zeiten so eine starke Verehrung entgegenbracht wurde, beruht auf einer Legende. Marta, zusammen mit Maria und Lazarus, dürfte vertrieben von Juden nach Marseille gekommen sein. In der Nähe der Küstenstadt habe sie später ein Kloster errichtet und zusammen mit gleichgesinnten Frauen 30 Jahre lang ein asketisches Leben geführt. Dieses Marta-Kloster war der Ursprung des Christentums in der Provence. Nach Tarascon sollen Martas Reliquien erst viel später gelangt sein. Es ist jene Stadt, die der Legende nach einmal mit Hilfe von Weihrauch von einem bösen Drachen befreit wurde.
Gott dürfen wir Vater nennen und zu ihm rufen, wie uns Christus, aufgetragen hat.
Wie Jesus Christus mit dem Vater eins ist, so sorgt er sich um die Einheit aller, die an ihn glauben. Darum bitten wir.
Jesus, unser Hirt, wir danken dir. Du hast uns berufen, deine Gemeinde zu sein.
Freitag der 16 Woche Mt 13, 18-23
Jesus Christus, der uns die Botschaft vom Reich Gottes verkündet hat.
Im heutigen Evangelium sagt Jesus das Gleichnis vom Sämann und erklärt dieses Gleichnis. Der Sämann Gottes Wort ist ist Gott, aber auch wir Christen sind die Sämänner Gottes Wort. Wie säten wir das Wort Gottes?
Jesus, du hast die Botschaft des Vaters vor den Menschen erneuert. Herr, erbarme dich unser.
Du wolltest hinwegräumen, was uns auf dem Weg zum Vater hindert. Christus, erbarme dich unser.
Du wolltest uns fruchtbar machen für dein ewiges Reich. Herr, erbarme dich unser.
Auf die Bedeutung göttliches und menschliches Wortes macht Jesus in diesem Gleichnis aufmerksam, das mit den Worten beendet: Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät,der das Wort hört und es auch versteht: er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach. Mt 13,23. Das Gleichnis spricht nicht von denen, die das Wort Gottes nicht hörten, denen das Wort nicht verkündet wurde, sondern von denen, die das Wort Gottes hörten. Zu Gottes Wort können wir verschiedene Einstellung einnehmen. Der Evangelist Matthäus spricht von vier Möglichkeiten. Die Reaktionen der Menschen auf Wort Gott hängt davon ab, was für ein Boden der Mensch für das Wort Gottes vorbereitet hat. Es ist nicht genug nur mit der Begeisterung das Gottes Wort annehmen. Das Ziel ist, dass dieses Wort in uns wirkt, damit wir das reiche Frucht bringt. Wir alle können die reiche Frucht bringen. Selbstverständlich, das geht nicht von sich selbst. Mit dem Wort Gottes, müssen wir zusammenarbeiten.
Wir sind dem Wort Gottes begegnet. Damit es Wurzel fasse in unseren Herzen wagen wir zum Vater zu beten.
Damit wir das Wort des Herrn hören und verstehen, bitten wir ihn um seinen Frieden.
Selig, die vielfache Frucht bringen und eingehen in die Ernte des Herrn.
17. Sonntag im Jahr A Mt 13,44-52
17.Sonntag 2017 – Er verkaufte alles, was er hatte und kaufte den Acker
Einführung
In einem Geschäft in Marseille, wo es alkoholische Getränke zu kaufen gibt, konnte man folgendes lesen: Wer eine Flasche Kognak kauft, bekommt dazu ein Trinkglas. Wer zehn Flaschen kauft, bekommt fünf Trinkgläser und die Flaschen werden gratis zugestellt. Wer zwanzig Flaschen kauft, kann trinken soviel er will und es werden ihm auch die Flaschen gratis nach Hause befördert. Was machen doch die Geschäftsmänner alles, um erfolgreich zu sein! Wenn die Kunden entdecken, dass es sich lohnt, etwas zu kaufen, weil man noch etwas dazu bekommt, dann wird meist sogleich gekauft.
Predigt
Wenn Jesus den Menschen über das Reich Gottes erzählen wollte, nützte er jede Gelegenheit dazu. Die Menschen sollten erfahren, dass es sich lohnt, ihm zu glauben und entdecken, dass der Glaube ein Gewinn ist. Einmal erzählte Jesus ein Gleichnis über das Reich Gottes, wobei er es mit einer Perle verglich, die ein Kaufmann entdeckte, dafür alles verkaufte, was er hatte, um diese Perle zu kaufen. Oder er verglich das Reich Gottes mit einem Acker, in dem einer einen Schatz entdeckte, alles verkaufte und dafür den Acker erwarb. Es geht hier scheinbar um eine ganz einfache Sache, die sich lohnt.
Was geschieht aber, wenn wir Gott in unserem Leben an den Rand schieben? Dann verzehrt uns die Arbeit, die Familie wird zur Last und wir haben große Sorgen. Die Arbeit wird uninteressant und die Menschen ebenfalls. Alles wird zum Alltäglichen und wiederholt sich. Wir beginnen uns zu fragen: Warum ist alles , was uns fern ist, so zauberhaft? Wir beginnen von einer Reise ans Meer zu träumen, eine Frau träumt von einen anderen Mann und umgekehrt. Alles zu Hause ist so kühl, so eintönig und die Sehnsucht nach der Ferne wird groß. Wir lassen uns faszinieren vom Zauber und vom Geheimnis ferner Welten. Wir versuchen dadurch das Alltägliche, dass uns so nahe ist, zu verdrängen, aber das macht nicht glücklich.
Schließlich erkennen wir, was wirklich Wert hat. Wir begreifen, dass alles – die Zeit, die Menschen, alles, was wir besitzen alles Gaben von Gott sind. Das lässt uns über unser Leben staunen. Gottes Anwesenheit erleuchtet uns und verwandelt unseren Alltag. Wenn wir entdecken, dass Glaube und Religion für uns Gewinn ist, werden wir feststellen, warum Gott von dieser Perle, von diesem Schatz im Acker spricht. Es erleuchtet uns und gibt unserem Alltag Sinn. Wenn wir am Sonntag unsere Bequemlichkeit ablegen und zur Heiligen Messe gehen, so ist das für uns sozusagen ein gutes Geschäft, weil wir Gott begegnen. Wir bekommen auch einen anderen Blick auf alle Dinge, auf alle Menschen, denen wir begegnen. Wir spüren dann, dass Gott für unser Leben das Wichtigste ist. Gott muss für uns so wertvoll sein, dass es sich lohnt, alles zu verkaufen. Wenn der Kaufmann daran gezweifelt hätte, ob es sich lohnt alles zu verkaufen, hätte er sie nicht gekauft. Jesus versichert uns, dass das Reich Gott so wertvoll ist wie diese Perle, für die es sich lohnt, alles zu verkaufen.
Wir leben in einer Welt, in der wir die wertvolle Perle nicht suchen müssen, denn Christus hat schon alles verkündet. Das Problem aber liegt daran, dass wir zweifeln. So hat das Reich Gottes für viele Menschen auf der Welt keinen Wert mehr und es interessiert sie nicht. Was interessiert diese Welt eigentlich?
Dazu eine Begebenheit: Ein Priester erzählt, dass er einen 98 jährigen Mann die Sterbesakramente spendete. Dieser Mann glaubte fest daran, 100 Jahre alt zu werden und er meinte, er hätte noch keine Sehnsucht nach dem ewigen Leben.
Glauben die Menschen heute noch an das Reich Gottes? Die Menschen mögen ihr irdisches Leben und genießen es in vollen Zügen, aber das Leben nach dem Tod interessiert sie nicht. Aber das ist nicht nur das Problem von heute. Als der Heilige Paulus den Griechen über das ewige Leben predigte, lachten sie ihn aus und sagten: Ein andermal werden wir dich hören.
Es gibt aber auch Menschen, die das Reich Gottes und das ewige Leben nicht verleugnen, es allerdings an den Rand schieben. Ihre Hoffnung auf das ewige Leben ist gering. Für den heutigen Menschen, der so tief im Materiellen lebt, haben geistliche Werte keinen Platz. Sie sind zu Sklaven des Materialismus geworden und sehr schwer daraus zu befreien. Wie oft sehe ich auch bei Christen, was für sie einen Wert hat und wie sie geistliche Werte nur geringschätzen. Das kann aber auch tragische Folgen haben. Dieses Leben führt zu Egoismus und Egoismus kann sogar zu Kriegen führen.
Gott sei Dank gibt es Menschen, die wirklich nach dem Reich Gottes streben und ihre Leben so ausrichten, dass sie vorbereitet sind für das ewige Leben. So sollten wir es alle machen!
Hl. Berthold von Garsten Mt 13, 10-17
Euch ist es gegeben,die Geheimnisse des Himmelreiches zu erkennen, sagte Jesus, er sei mit euch.
Berthold stammte aus dem Geschlecht der Domvögte von Regensburg und Grafen von Bogen. Er wurde Mönch, Bibliothekar und Subprior im Benediktinerkloster in St. Blasien im Schwarzwald, 1107 Prior von Göttweig und spätestens 1111 wurde er der 1. Abt im neu gegründeten Kloster in Garsten. Er machte die Abtei zu einem Zentrum der Reformen und führte sie zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte. Als Abt war er streng, aber gütig in der Seelsorge. 1122 besuchte er Kolomans Grab in Melk. Nach der Legende vermehrten sich an Fasttagen die nicht ausreichenden Fischmahlzeiten durch seinen Segen.
Jesus, du trägst die Last unserer Sünden. Herr, erbarme dich unser.
Du schenkst uns die Freude am Leben. Christus, erbarme dich unser.
Du willst, dass wir deine Lehre begreifen. Herr, erbarme dich unser.
Im heutigen Evangelium fragen die Apostel Jesus: Warum redest du in Gleichnissen? Wenn Jesus den Menschen etwas Wichtiges und Wesentliches erklären wollte, geschah dies oft in Gleichnissen. Jesus aber sagte weiter: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreiches zu erkennen, ihnen aber ist es nicht gegeben. Diese Worte brauchen einer Erklärung. Warum ist es ihnen nicht gegeben? Es fehlt ihnen die Bereitwilligkeit, das Geheimnis zu empfangen. So kennen wir auch viele Menschen, die Jesu Lehre hören, aber sie nicht verstehen. Sie sehen alles nur mit materialistischen Augen. Viele Juden begriffen Jesus nicht, weil sie einen politischen Messias erwarteten. Sicher war die Situation für die Juden nicht günstig. Das Volk war besetzt und hörte gerne Reden über eine politische Freiheit. Es war daher nicht darauf vorbereitet, eine geistliche Rede zu hören und geistliche Werte anzunehmen. Ich denke, dass es heute auch ähnliche Problem gibt. Wir schauen Christus durch die Augen des Materialismus an. Solange wir gesegnet sind mit materiellen Gütern ist alles in Ordnung. Wenn aber Schwierigkeiten und Probleme kommen, dann sagen wir: Das verstehe ich nicht! Wie kann das Gott zulassen? Viele bleiben nicht nur bei diesen Worten, sie verlassen Gott, Gott hört auf, für sie zu existieren.
Die Bitte um das Reich des Vaters ist unser Schrei nach endgültiger Erlösung. So lasst uns beten.
Frieden stiften durch Brüderlichkeit gegenüber jedem Menschen, das ist unser Auftrag. Geben wir uns ein Zeichen unserer Bereitschaft für den anderen.
Singt dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn alle Länder der Erde.
Hl. Joachim und hl. Anna Mt 13, 1-9
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, sagte Jesus, er sei mit euch.
Das Zweite Vatikanische Konzil legte die Gedenktage von Joachim und Anna, den Eltern der Gottesmutter Maria, zusammen auf einen Tag, auf den 26.Juli. Bis dahin hatte man der beiden in aller Welt an unterschiedlichen Tagen gedacht.
Jesus, du liebst alle Menschen. Herr, erbarme dich unser.
Du bist groß im Verzeihen. Christus, erbarme dich unser.
Du trittst beim Vater für uns ein. Herr, erbarme dich unser.
Das apokryphe Jakobus-Evangelium berichtet über Joachim, dass er ein älterer Priester gewesen sei und mit Anna, seiner Frau, in Jerusalem gelebt habe. Eines Tages wies der Hohepriester im Tempel ein Opfer Joachims zurück, weil dieser nach 20- ähriger Ehe noch keine Kinder gezeugt hatte. Dem tief gedemütigten Mann erschien bald darauf während der Feldarbeit ein Engel und verkündete ihm die Geburt eines Kindes. Auch Anna hatte diese Engelserscheinung. Nicht lange darauf gebar sie die gemeinsame Tochter Maria, die spätere Mutter Jesu. Ob das Ehepaar noch die Geburt Christi erlebte, ist nicht überliefert. Anna ist meist als Matrone – als Würde ausstrahlende Frau – mit Kopftuch dargestellt, manchmal mit Maria und dem Jesuskind. Dieses Bildnis hat die Bezeichnung Anna – selbdritt. Darstellungen gibt es etwa in Caravaggio, in der Villa Borghese in Rom, von Leonardo da Vinci gemalt im Louvre zu Paris und von Masaccio in der Accademia in Florenz. Häufiger zu sehen sind Anna und Joachim zusammen mit Maria. Joachim ist fast immer als älterer Mann mit Buch oder Schriftrolle abgebildet, manchmal sind Tauben bei ihm, öfters auch ein Lamm.
Nicht um das Gelingen unserer Pläne und Termine beten wir sondern, dass sein Reich komme.
Am Ende der Zeit wird Christus allen Unfrieden und alles Böse vernichten und seine Herrschaft dem Vater übergeben. Deshalb bitten wir.
Herr, dein Wort bleibt auf ewig, es steht fest wie der Himmel
Hl. Jakobus, Apostel, Mt 20, 20-28
Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?, sagte Jesus, er sei mit euch.
Heute haben wir das Fest, des heiligen Apostel Jakobus. Wer war dieser Apostel, dem die Menschen bis in 20 Jh eine solche Verehrung entgegenbringen? Jakobus war ein Sohn des Fischers Zebedäus und von Salome. Zusammen mit Petrus gehörte Jakobus zu den Lieblingsjünger von Christus und begleitete Jesus auch in den Öl garten.
Jesus, du hast deine Jünger gerufen, dir zu folgen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns gerufen, dir in dieser Stunde zu dienen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast alle Menschen gerufen, dein Heil zu empfangen. Herr, erbarme dich unser.
Jakobus war der erste der zwölf Apostel Christi, der den Martertod erlitt. Die Legende berichtet dazu, dass der Menschen Zug auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte an einem Haus vorbeikam, vor dem ein gichtkranker, gehunfähiger Mann saß, der Jakobus um Hilfe bat. Der zum Tod Verurteilte sagte daraufhin zu dem Kranken: Im Namen meines Herrn Jesus Christus, stehe gesund auf und preise deinen Heiland. Der Mann erhob sich und konnte wieder gehen. Einer der Henker fiel darauf auf die Knie und bekannte sich christlichen Glauben. Zusammen mit Jakobus wurde er danach enthauptet. Die Überlieferung erzählt, dass an der Stelle in Jerusalem , an welcher der Apostel Jakobus das Martyrium erlitt, die Jakobskirche errichtet wurde. Jakobus ist der Patron von Spanien.
Mit allen, die den einen Gott suchen, die ihn gefunden haben und ihn anbeten, beten wir das Gebet des Herrn.
Stellvertretend für die ganze erlöste Schöpfung haben die Apostel den Osterfrieden Jesu empfangen. Um diesen Frieden für uns und für alle beten wir.
Herr mein Gott, wie der Fisch nicht ohne Wasser leben kann, so kann ich nicht ohne dich sein.
Montag der 16.Woche Mt 12, 38-42
Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen, sagte Jesus, er sei mit euch.
Wem sagte Jesus diese Worte? Warum sagte Jesus diese Worte? Jesus sagte diese Worte den Schriftgelehrten und den Pharisäern und sagte diese Worte deshalb, dass diese Jesus als Messias nicht aufnehmen wollten.
Jesus du bist zu uns als Sohn Gottes gekommen. Herr, erbarme dich unser.
Du gibst uns Hoffnung auf Herrlichkeit. Christus, erbarme dich unser.
Du hast gesagt, wenn jemand nicht glaubt, wird verdammt werden. Herr, erbarme dich unser.
Die Königin von des Südens/ aus heutigem Äthiopien/ wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen. Die Königin angelockt durch die Salomos Weisheit nach Jerusalem. Sie hat große Strecke überholte, damit sie Gottes Offenbarung erkennt, die damals in Israel war. Diese Königin fällt ein gerechtes Urteil über das jüdische Volk beim Gericht. Warum? Wir wissen dass die Juden Jesus nicht angenommen haben. Viele Menschen halten sie das für die Sünde nicht. Wir sind durch Demokratie beeinflussen und darum viele Menschen denken dass sie machen können was sie wollen. Aber das ist ein Irrtum. Der Mensch ist nicht die höchste Autorität seiner Handlung. Das ist Gott. Und der Mensch hat die Pflicht die Wahrheit zu suchen, die Wahrheit an zunehmen. Wer hartnäckig die Wahrheit ablehnt , verübt die Sünde gegen den Heiligen Geist. Im Evangelium ist die Rede auch über die Männer von Ninive, sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt, und sie taten die Buße. Die Juden /die Mehrheit/ taten die Buße nicht. Wir wissen dass unsere Sünden nur Jesus, kann uns verzeihen. Darum Jesus droht berechtigt den Juden, die ihn nicht aufnehmen wollten.
Wenn wir beten. Dein Reich komme, dürfen wir das im Glauben konkret verstehen . Deshalb lasst uns ganz bewusst beten .
Der Herr hat uns Anteil gegeben an seiner Sendung , den Völkern die frohe Botschaft von der Liebe, vom Frieden und von der Gerechtigkeit. Darum bitten wir.
Ich will dir danken in großer Gemeinde, vor zahlreichen Volk dich preisen.
Glaube ist der Akt der Schöpfung
Weil wir Menschen nach dem Bild Gottes/Schöpfers/ erschaffen sind, haben wir etwas von dieser Gottesmacht ,, schöpfen“. Wir haben die Macht durch sein Denken schöpfen die Welt, in der wir aktuell leben. Besser wir das verstehen an diesem Beispiel:
Stellen sie sich vor. Auf dem Tisch liegt ein Messer. Zum Tisch kam ein Künstler und sagt. Was für ein schönes Kunstwerk. Was für eine schöne Dekoration. Dann betritt das Zimmer ein Hirt. Was für ein handliches Messer. Es wir gut zum Schneiden des Specks. Obwohl zum Schnitzen passt es nicht. Dann kommt ins Zimmer ein Krieger und sagt. Aha: die Wehr, die mir helfen wird, zu siegen.
Drei Menschen sehen bei der Blick auf dieselbe Sache, in der Wirklichkeit drei verschiedene Sachen. Das Kunstwerk, Nutzgegenstand, und die Waffe. In der Welt jedes von ihnen stell dieses Gegenstand /Messer/ etwas anderes. Ist das ihre Überzeugung, ihr Glaube, der entscheidet, was sie sehen.Dieses Prinzip beeinflusst in unserem Leben alles. Es ist unsere Einstellung, unser Glaube der davon entscheidet, wie wir die Menschen wahrnehmen ob gleichgültig, oder mit der Interesse, mit der Sympathie, mit Hass. wie die Freuden, oder wie die Feinden. Es entscheidet darüber wie wir unser eigenes Leben wahrnehmen, seinen Sinn. Eine Lehrerin prüfte zwei Schüler. Beide antwortete so auf die Note Drei. Die Lehrerin hält den ersten für den tüchtigen, emsigen. Die Lehrerin sagt. War das nicht am besten, aber sonst ganz gut. Und gibt ihm die Note Zwei. Zum zweiten Schüler hat sie die negative Einstellung. Sie ist überzeugt, dass dieser Schüller ein Schlamper, Liederlich. Mit Ansicht gibt ihm die schwerste, komplizierte Fragen und sagt. Wieder hast du nicht gelernt. Und gibt ihm die Note Vier. So das funktioniert. Und nicht nur bei dieser Lehrerin. Es gibt eine Frage: Warum kann Gott in unserem Leben nur das machen, was wir glauben. Wer bittet, soll aber voll Glauben bitten und nicht zweifeln,ist wie eine Welle, die vom Wind im Meer hin und her getrieben wird. Ein solcher Mensch bilde sich nicht ein, dass er vom Herrn etwas erhalten wird. Jak 1,7. Warum bekommt der Mensch ohne Glauben von Gott nichts.? Ist das nicht grausam? Stellen sie sich vor. Der Vater würde zum seinem Sohn sagen. Ich gebe dir kein Brot, weil dein Glaube, dass ich dir das Brot gibt noch nicht genügt fest ist. Lerne zuerst fest glauben und dann gebe ich dir das Brot. Wäre es nicht seltsam, wenn Gott so sich verhält würde. Ist Gott nicht unser Vater? Warum gibt Gott die Bedingung des festen Glauben? Aber Gott kann in unserem Leben nur dann wirken, nur dann, wenn er in ihm anwesend ist. Dass, diese Gottes Anwesend nicht automatisch, nicht selbstverständlich ist. Jesus äußerte das so: Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Joh 15,4. In Offenbarung steht: Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir. Offenb. 3,20. Damit Gott in unserem Leben tun kann, muss er in ihm als Gott und Salvator anwesend sein. Durch unseren Glauben, Überzeugung bilden wir auch unseren Gott, unsere Vorstellung wie Gott ist. Eben dieser Glaube bestimmt wiefern ist Gott in unserem Leben anwesend. Wenn ich ein Atheist bin und ich glaube an Gott nicht, dann Gott ist nicht in meiner Welt nicht anwesend. Wenn Gott in meine Welt eintreten wollte, müsste er dort mit Gewalt eintreten. Gegen meinen Willen. Gott aber ist kein Gewalttäter. Aber viele Menschen glauben an Gott, aber ihre Vorstellung von Gott nicht richtig ist. Gott wird sich dieser unserer unrichtigen Vorstellung nicht unterstellen. Je richtiger unsere Vorstellung über Gott ist, desto mehr kann Gott in unserem Leben anwesend sein. Dieser Model erklärt ein Beispiel aus der Heiligen Schrift. Eine Frau die schon zwölf Jahre an Blutung litt. Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden. …. Zustand war immer schlecht geworden. Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand. Denn sie sagte sich. Wenn ich auch nur nur sein Gewand berühre werde ich geheilt. Mark 5, 25.34. Diese Frau glaubte, dass Jesus sie heilen kann, berührte Jesus, und wurde geheilt. In ihrer Welt hatte Jesus die Macht heilen. Ein anderes Beispiel. Jesus kommt in Nazaret. In die Stadt wo er Groß geworden. Nazaräer hatten die Vorstellung, dass Jesus, der Sohn des Zimmermann ist, kein Gottes Sohn, der heilt. Darum Jesus macht dort die Wunder nicht. Es ist interessant, dass auch die Propheten nicht prophezeien konnten, dem sie nicht glaubten. Ja, sie waren die Männer des großen Glauben, aber auch sie konnten die Schwelle ihres Glaubens überstreiten. Zum Beispiel konnten sie nicht Gott wie die Heilige Dreifaltigkeit offenbaren. Oder sie konnten Gott wie die Liebe offenbaren, die sein Leben, für die Menschen opfern. Damals, das war etwas unvorstellbar. Dann wurde Jesus Mensch. Jesus kannte vollkommen Gott. Nur er konnte die volle Wahrheit von Gott verkünden. Für den alttestamentarischen Mensch war natürlich, dass Gott die Wunder tun kann. Heute glauben wir eher an Gott, der verborgen ist, der unauffällig handeln, eher mit der Gesamtheit Umstände. Wir können uns allmähliche Genesung, wie die Folge des Gebetes vorstellen. In unserer Welt ist kein Platz, für die erstaunenden Gott, und so Gott macht heute keine verblüffende Wunder. So ist Gott in unserem Leben anwesend, wie es ihm unser Glaube ermöglicht.
Maria Magdalena Joh 20,1-2, 11-18
Jesus Christus, der vor dem Aufgang der Sonne aus dem Grab hervorging, sei mit euch.
Liturgie, Legenden, Volksfrömmigkeit und die Kunst setzen Maria Magdalena, jene Frau, die durch Christus von schwerer dämonischer Besessenheit geheilt wurde, gleich mit Maria aus Bethanien, der Schwester des Lazarus und der öffentlichen Sünderin, welche Jesus die Füße wusch und salbte.
Jesus du hast keinen verstoßen, der zu dir kam. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dich der Sünder angenommen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast allen das Heil versprochen. Herr, erbarme dich unser.
Maria Magdalena wusste ihre Befreiung vom Bösen zu schätzen. Diese Befreiung geschah durch Jesus. Maria Magdalena war für diese Befreiung Jesus unermesslich dankbar. Sie hatte keine andere Sehnsucht, als ihre Leere mit Jesus zu füllen. Ein Vakuum gibt es in unserer Seele nicht, entweder ist sie gefüllt mit Sünde, oder mit Gnade. Unter dem Kreuz litten zwei Herzen am meisten – das Heiligste Herz Mariens und das dankbare Herz Marias von Magdala. Bei der Muttergottes war das natürlich. Jesus war ihr Sohn. Niemand liebte Jesus so sehr wie Maria. Und wie war das bei Maria Magdalena? Was Gesundheit bedeutet, das weiß am besten der, der sie verlor. Was das Leben mit Gott bedeutet, das weiß viel besser, der weit von Gott entfernt war. So können wir uns den Eifer der Konvertiten vorstellen. Wir können uns nicht vorstellen, was Maria Magdalena erlebte, als sie ihren größten Wohltäter begraben haben. Sie eilte zu seinem Grab und weinte. Dort wartete auf sie eine neue Überraschung. Jesus Leib ist nicht dort. Wohin haben sie ihren Heiland, ihre große Liebe hingelegt? Der Kranke weiß, was die verlorene Gesundheit ist. Der Liebende weiß, was das Objekt der Liebe ist. Maria Magdalena weiß, wer Jesus ist – ihr Wohltäter und Heiland.
Da Jesus uns vorausgegangen ist zu seinem und zu unserem Vater, dürfen wir in seinem Namen beten.
Ihn, der menschlicher Bosheit erlag und im Frieden auferstand, dürfen wir um seinen Frieden bitten.
Selig, die Gott suchen und ihn finden in seiner Herrlichkeit.
Freitag der 15. Woche Mt 12, 1-8
Werden wir uns daran erinnern, dass was für Juden der Sabbat war, das ist für uns Christen der Sonntag. Jesus wollte dass die Juden richtig den Sinn des Sabbat verstehen. Für uns Christen ist wichtig, dass wir richtig die Bedeutung des Sonntag, für unser Leben verstehen. Ich sage nichts neues, wenn ich sage, dass heute auch viele Christen wussten nicht, was für eine Bedeutung für uns Christen der Sonntag hat.
Jesus, für dich ist der Mensch wichtiger als das Gesetzt. Herr erbarme dich unser.
Du willst, dass wir die Barmherzigkeit bevorzugen vor dem Opfer Christus, erbarme dich unser.
Du zeigst uns, wie sollen wir leben, damit unser Leben richtig ist.
Der Sinn des Sonntags und Gehen in die Kirche ist die Äußerung der Verehrung gegen Gott. Der Sonntag dient auch für die Rast, für die Festigung der Gesundheit des Leibes und Seele. Auch das Hören Gottes Wort wichtig ist. Warum? Weil der Mensch soll das Gute in sich entwickeln. Wie sollen wir das Gute entwickeln, das lehrt uns Gottes Wort. Es geschehen, dass jemand, der die Kirche besucht und das Wort Gottes hört, das Gute nicht tun. Das aber bedeutet nicht, dass das Hören Gottes Wort keine Bedeutung hat. Es gibt die Menschen, die die Heiligung des Sonntags ignorieren. Ja, es kann passieren, dass wir am Sonntag die heilige Messe nicht ,,besuchen“. Aber immer müssen wir fragen? War das wegen unseres Egoismus, oder jemand dringend unsere Hilfe brauchte? Sagen sie: Ist das richtig wenn jemand jeden Samstag amüsiert und dann ist er müde, damit er nimmt an der heiligen Messe teil.
Jesus hat uns gelehrt, das wir von Gott alles erwarten dürfen.
Viele Völker der Erde sind zerstritten, die Christenheit ist gespalten, ja unser eigenes Herz geteilt. So lässt uns nicht aufhören, den Herrn zu bitten.
Herr du bist nahe, darum soll uns nichts beunruhigen und nichts bedrücken.
Bewahre Jesus unsere Seele und unseren Leib ohne Schaden bist du wiederkommst.
16. Sonntag A Mt 13,24-43
16. Sonntag im Jahreskreis A – 2017 – Warum ist das Böse in der Welt?
Die Kinder stritten und schlugen sich in ihrem Zimmer. Die Mutter kam, um dort Ordnung zu machen. Der ältere Sohn petzte: Marin fing an! Woher kommt das bei den Kindern? Wer lehrte sie das? Vielleicht das Fernsehen? Als ich aufwuchs, gab es bei uns noch kein Fernsehen und wir schlugen uns aber auch. Das ist die Frage, die wir uns stellen, aber eine exakte Antwort finden wir nicht.
Predigt.
Woher kommt das Böse in der Welt? Diese Frage kann man versuchen psychologisch, philosophisch und theologisch zu beantworten. Auch Jesus antwortete auf diese Frage nicht direkt. Er erzählte das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen. Von diesem Gleichnis können wir ein paar Belehrungen ableiten:
1. Das Gute in reiner Form gibt es nicht – weder in der Gesellschaft, noch in der Pfarrei, noch in einem Betrieb. Das was es gibt, ist die Gesamtheit der guten und bösen Eigenschaften. Jeder Mensch hat das Gute und das Böse in sich.
2. Es ist auch schwierig, die Grenzen zu bestimmen und zu beurteilen, was gut und was schlecht ist. Das ist sehr gefährlich. Es gibt eifrige Menschen, die immer gleich das Unkraut ausreißen wollen. Sie wundern sich, warum Gott anders ist – warum er jedem Menschen erlaubt seinen Weg zu gehen. Warum ist Gott so geduldig, was das Böse betrifft? Ist Gott so schwach oder ist er so gleichgültig? Wir ordnen die Menschen gerne verschiedenen Schubladen zu. Gott sieht das anders. Wenn wir mit einem Zirkel einen Kreis machen, können wir von jedem Punkt aus den Mittelpunkt sehen. Auch wenn wir uns einen Kegel vorstellen und wir schauen auf die Spitze des Kegels, so sehen wir die Mitte, aber wieder anders. Unser Sehen ist beschränkt und mangelhaft.
3. Belehrung: Kein Landwirt schreitet über das Feld, und wenn er Unkraut unter dem Weizen sieht, sagt er nicht: Weizen, aus dir wird nichts! Auch Gott sagt nicht zur ganzen Menschheit, die oft hochmütig, untreu ist und unverantwortlich handelt: Aus dir wird nichts! Gott schaut auf uns mit anderen Augen und mit großer Geduld, denn er weiß, dass wir, obwohl wir Böses in uns haben, es auch eine Hoffnung gibt, sich zu bessern und im Guten zu wachsen.
Zur Zeit des bedeutenden Bildhauers Michelangelo Buonarroti – er lebte von 1475-1564 in Florenz – lag in dieser Stadt ein Stein. Viele Bildhauer versuchten aus diesem Stein eine Statue zu machen, aber es gelang ihnen nicht. So lag dieser Stein 40 Jahre lang da und war mit Erde bedeckt. Daher nahm ihn auch niemand wahr. Es schien, dass er nutzlos sei. Auch Michelangelo ging als kleiner Bub manchmal um diesen Stein herum. Als er erwachsen war und Bildhauer geworden war, bekam er den Auftrag von der Stadt Florenz, aus diesem Stein etwas entstehen zu lassen. Er ging ans Werk und errichtet zuerst einmal ein Gerüst um den Stein herum. Dann bearbeitete er Tage und Nächte mit dem Meißel diesen Stein, der aus Marmor war. Es entstand eine Statue des David, die heute von unschätzbaren Wert ist. Viele haben zuerst über diesen Stein eine abweisende Handbewegung gemacht, aber Michelangelo machte aus ihm diese weltberühmte Statue.
Der Mensch aber ist keiner Stein. Er kann sich entwickeln in seiner Schönheit, seiner Liebe, im Guten und das alles mit Gottes Hilfe. Jedes Gebet, alle Taten der Liebe tragen dazu bei, dass wir eine gute Ernte bringen. Das Problem unserer Zeit ist die Nichtbeachtung der Liebe Gottes. Es gibt Leute, die sind vom Bösen fasziniert, sie verbreiten das Böse und freuen sich noch darüber. Ein Christ muss aber nicht zu seiner Zerstörung beitragen, denn er weiß, dass Jesus das Böse durch seinen Tod am Kreuz besiegt hat. Das Böse hat keine endgültige Macht. Das Leben ist ein Kampf, aber immer ist die Liebe stärker. Mit Gottes Hilfe können wir dem Bösen die Macht nehmen, genau wie Christus es machte. Vor dem Bösen dürfen wir die Augen nicht verschließen. Es ist auch nicht unsere Aufgabe zu jammern, wieviel Böses es doch in Welt gibt, wir sollten lieber das Gute tun. Das Böse darf nicht unsere Liebe besiegen. Das wäre der Sieg des Bösen und das darf nicht geschehen.
Donnerstag der 15.Woche Mt 11,28-30
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt – Ich werde euch Ruhe verschaffen, sagte Jesus. ER sei mit euch.
Es ist die Zeit des Urlaubs und der Ferien. Viele von euch waren schon auf Urlaub, andere planen den Urlaub. Alle brauchen Zeit zum Ausruhen, das ist wichtig und notwendig. Wenn Sie aufmerksam das heutige Evangelium gehört haben, ist Ihnen sicherlich nicht entgangen, dass es ein Angebot aufzeigt, wie Sie zur Ruhe kommen können.
Jesus, du bist gekommen, um allen Menschen zu dienen. Herr, erbarme dich unser.
Du kennst uns und du weißt, dass wir die Ruhe brauchen. Christus, erbarme dich unser.
Du rufst uns alle zu dir. Herr, erbarme dich unser.
Es gibt viele Arten, sich auszuruhen. Die Reisebüros bieten unsere Urlaubsorte an, wo wir zur Ruhe kommen können. Das kann am Meer sein oder im Gebirge in einer Hütte. Der Urlaub reißt uns heraus auf unseren Problemen und Schwierigkeiten für zwei oder drei Wochen. Dann aber kommen wieder Arbeit und Pflichterfüllung auf uns zu. Urlaube lösen keinesfalls unsere Probleme. Die Ruhe ist nur bedingt und der Urlaub hilft uns nur, diese Probleme für ein paar Tage zu vergessen. Es ist also nicht die Lösung des Problems. Der Mensch sehnt sich aber nach wirklicher Ruhe. Wenn man sich von seinen Problemen dauerhaft befreien will, muss man zu einer echten Ruhe finden. Dagegen wehrt sich aber der Mensch meist. Wenn ein Mensch in der Sünde lebt, kann er zu keiner wirklichen Ruhe finden. Jesus sagt: Kommt alle zu mir mit euren Sünden, die euch plagen, bringt sie mir, damit ihr Vergebung erlangt, dann werdet ihr die wahre Ruhe finden.
Dein Reich komme, so bitten wir Gott. Jesus hat dieses Reich mitten unter uns angefangen durch Menschen, die er zur Gemeinschaft versammelt und mit den Gaben des Heiligen Geistes beschenkt hat. Als Schwestern und Brüder wollen wir zu unserem Vater beten.
Nur Jesus kann der Welt den Frieden bringen. Um diesen Frieden bitten wir.
Jesus, du offenbarst deine Macht vor allem im Erbarmen und im Verschonen.
Mittwoch der 15.Woche Mt 11,25-27
Mir ist von meinem Vater alles gegeben worden, niemand kennt den Sohn nur der Vater und niemand kennt den Vater nur der Sohn, sagte Jesus. Er sei mit euch.
Im heutigen Evangelium sagt Jesus, dass wir die göttlichen Dinge nicht auf Grund unseres Verstandes erkennen können, sondern durch den Glauben. Glaube ist eine Gabe Gottes, die wir annehmen oder ablehnen können.
Jesus, du bist der Weg zum Vater. Herr, erbarme dich unser.
Du willst uns helfen, die Last unseres Lebens zu tragen. Christus, erbarme dich unser.
Du segnest mit deinem Frieden, die dir folgen. Herr, erbarme dich unser.
Warum glaubt jemand und warum glaubt jemand nicht? Wir können feststellen, dass die Lehre Jesu eher von Kleinen und Unmündigen verstanden wird. Die Unmündigen sind jene, die fähig sind, sich vor Gott zu verbeugen und die Lehre Jesu anzunehmen. Die Weisen und Klugen, also die Menschen, die sich für sehr gut halten, schaffen es oft nicht, zum Glauben zu kommen, weil sie in sich selbst verliebt sind. Einer hängt vielleicht zu sehr an seiner Karriere, ein anderer will Ehre und Macht gewinnen, wieder andere sind in wissenschaftliche Wahrheiten und Methoden verliebt. Das soll aber nicht heißen, dass Gott seine Offenbarungen nur für die unmündigen, einfachen und ungelehrten Menschen bestimmt hat. Allerdings müssen wir uns bewusst werden, dass der Glaube nicht abhängig ist vom Intelligenzquotient, sondern von der Einstellung zur Wahrheit. Wirklich intelligent ist man dann, wenn man bescheiden bleibt und lebt. Es kann allerdings auch ein Wissenschaftler, der etwas in der Welt geschaffen hat, durchaus ein tiefgläubiger Mensch sein. Ich denke da an Louis Pasteur, der sagte: Weil ich viel studierte und nachdachte, habe ich den Glauben wie ein Bauer aus der Bretagne, wenn ich noch mehr studiert hätte, hätte ich den Glauben einer Bäuerin aus der Bretagne. Nicht ein Studium oder die Wissenschaft oder Intelligenz kann zum Unglauben führen, sondern der Hochmut. Die Wissenschaft brachte noch niemanden zum Unglauben – im Gegenteil – wer viel kennengelernt hat, verneigt sich vor Gott, der alles erschaffen hat und es auch weiterhin leitet. Für das Wachstum unseres Glaubens können wir viel machen, wenn wir ernsthaft darüber nachdenken, vor allem aber, wenn wir Gott von ganzem Herzen lieben.
Weil wir die Gerechtigkeit Gottes wollen, beten wir, wie Jesus uns zu beten gelehrt hat.
Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat uns Jesus Christus Frieden und Versöhnung geschenkt. Damit alle Menschen dieses Geschenk erreichen, lasst uns beten.
Preist unsern Gott, ihr Völker, lasst laut sein Lob erschallen.
Dienstag der 15.Woche Mt 11,20-24
Es wird Tyrus und der Sodom erträglicher ergehen beim Jüngsten Gericht als dir, sagte Jesus. Er sei mit euch.
Es gibt in der Welt Menschen, wahrscheinlich irgendwelche primitive Stämme, Eingeborene, die noch nie von Jesus gehört haben. Wir haben alle schon über Jesus und von seiner Botschaft gehört. Die Frage ist, ob wir wirklich an ihn glauben?
Jesus, du hast uns wahre Freiheit geschenkt. Herr, erbarme dich unser.
Du befreist von der Angst, gegen den Strom zu schwimmen. Christus, erbarme dich unser.
Du schenkst Vergebung der Schuld. Herr, erbarme dich unser.
Im heutigen Evangelium konnten wir die Reaktion Jesu gegenüber den Einwohnern einiger Städte aus Galiläa hören. Sie konnten die Wunder Jesu sehen und trotzdem glaubten sie nicht. Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind – man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.Ja, das sage ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie euch! Die Menschen, die in diesen Städten wohnten, erreichte Jesus nicht in ihren Herzen. Sie waren nicht fähig, das anzunehmen, was Jesus predigte. Wir empfangen Christus in der Heiligen Kommunion. Aber wir müssen achtgeben, dass die Heilige Kommunion für uns nicht nur irgendeine Konsumation ist. Christus annehmen, bedeutet nicht nur seinen Leib empfangen. Die wirkliche Annahme des eucharistischen Christus bedeutet, den ganzen Christus anzunehmen, also auch mit seiner Lehre, mit seinem Wort. Darum hat jede heilige Messe zwei Teile, den Wortgottesdienst und die Eucharistiefeier. Die Eucharistie ist für uns die Stärkung, damit wir fähig werden das Gottes Wort weiterzugeben. Eines ohne das andere ist nicht möglich. Die Aufgabe, das Wort Gottes zu verkündigen ist sehr schwierig, darum bedarf es der Stärkung, der Stärkung durch die Eucharistie. Wir sollen die ganze Lehre von Jesus schätzen und nach ihr leben. Nehmen wir Christus an im Wort und auch im Brot! Gott hat uns diese Gaben hinterlassen. Nehmen wir diese Gaben an, damit nicht auch über uns das Wort Wehe gesprochen wird!
Im Beten wenden wir uns Gott, unserem Vater zu, der uns durch Jesus Christus vom Bösen erlöst hat. So wollen wir beten.
Durch sein Kreuz hat der Herr Versöhnung gestiftet. So konnte der Auferstandene den Seinen den Frieden hinterlassen. Deshalb bitten wir.
O Gott, ich bete dich ab; du Weisheit, die mich erdacht.
Montag der 15 Woche Mt 10,34-11,1
Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert, sagte Jesus. Er sei mit euch.
Wir müssen uns zugestehen, dass jeder von uns auf irgendeiner Art den Frieden braucht. Der Mensch kann nur im Milieu des Friedens sich entwickeln und vorwärtsgehen. Und umgekehrt; es ist für den Menschen sehr schlecht, wenn er in ein Milieu der Unruhe, der Unsicherheit gerät. Für den Menschen ist es natürlich, dass er Ruhe, Frieden und Sicherheit braucht.
Jesus, du bist zu uns gekommen, weil du uns liebst. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns deinen Frieden geschenkt. Christus, erbarme dich unser.
Du zeigt dich in deinen Worten und Taten. Herr, erbarme dich unser.
Jesus sagte: Ich habe nicht den Frieden gebracht, sondern das Schwert. Wie sollen wir diese Worte verstehen? Jesus brachte wirklich oft mit seiner Lehre und mit seinen Forderungen nicht den Frieden, sondern die Spaltung. Leider verstanden viele diese Ankündigung im Evangelium nicht . Jesus erweckte nicht einmal das Ärgernis mit seinem Verhalten gegen die Sünder und Zöllner. Christus bringt nicht einmal Unruhe in unser persönliches Leben. Auf der einen Seite stehen die Forderungen des Evangeliums, die recht oft sehr radikal sind – auf der anderen Seite sind wir schwache und sündige Menschen. Wir spüren, dass in uns eine Spannung ist. Der heilige Paulus spricht darüber: Der Körper verlangt das, was gegen den Geist ist und der Geist das, was gegen den Körper ist. Wir sehen, dass der Weg des Glücks, den Jesus uns anbietet, ganz im Gegensatz zu dem Weg ist, den uns die Welt anbietet. Es soll uns nicht verlocken, den Weg zu gehen, den die Welt uns zeigt. Dieser Weg ist zwar bequem, aber er führt nicht zu einem dauerhaften Glück.
Es gibt keine größere Weisheit als den Willen des Vaters, keinen größeren Schatz als Gottes Reich. Darum lasst uns beten.
Frieden gewinnt nur, wer im Geist des Herrn Verzeihung annimmt und Versöhnung gewährt. Deshalb bitten wir.
Herr, verlass mich nicht, bleib mir nicht fern, mein Gott. Eile mir zu Hilfe. Herr, du mein Heil.
Die menschliche Seele
Von der Seele des Menschen sagt uns der Katechismus, dass sie unsterblich ist, d.h. sie stirbt nie und kann nicht sterben., sie bleibt immer. Was sichtbar ist , das ist zusammengesetzt aus vielen Teilen, und zerfällt einmal, wenn die Teile auseinander fallen./ Haus, Stein../ So ist auch unser Leib zusammengesetzt aus Knochen, Fleisch, Blut, und Knochen, Fleisch sind selbst wieder aus vielen winzig kleinen Teilen zusammengesetzt. Wenn nun diese Teile nicht mehr recht zusammenheben, dann geht die Seele fort aus dem Leib und der Leib stirbt, ist tot und fällt dann ganz einander. Die Seele aber ist ein Geist, ist unsichtbar, ist nicht aus verschiedenen Stückchen oder Teilen zusammengesetzt, und kann deshalb auch nicht aufgelöst werden oder zerfallen. Sie bleibt deshalb immer.
Die Seele ist mit Vernunft und freiem Willen begabt. Das ist, Gott hat ihr Vernunft und freien Willen gegeben. Vernunft von ,,vornehmen“ , erfassen erkennen. ist so viel als Verstand ,,verstehen“. Was tun wir mit dem Verstand? Denken, erkennen. Das kann ein Tier nicht. Das Tier fühlt auch die Wärme der Sonne, sieht auch die Helle, aber es weist nicht, woher das kommt, es weißt nicht, wer die Sonne gemacht hat. Du aber weißt, woher die Helle und Wärme kommt. Du erkennst, dass die Sonne vom Gott erschaffen worden ist, damit sie die Erde erhelle, wärme, fruchtbar mache. Der Ochse, das Pferd zieht am Pflug, weiß aber nicht, warum es jetzt ziehen muss, oder wozu das Pflügen geschieht. Der Bauer aber weiß. Ich muss pflügen, damit ich säen dann ernten kann und so Brot bekomme. Das Tier weiß eben deshalb nichts vom Gott, wozu es auf der Welt ist.
Die Seele des Menschen hat ferner freien Willen d.h. der Mensch kann etwas wollen oder nicht wollen, beten oder nicht beten, Gutes, oder Böses wollen. Niemand kann ihn dazu zwingen. Das eine Kind lernt, das andere nicht., das eine betet in der Kirche , das andere schwätzt. Warum lernt- betet das eine? weil es will. Hat das Tier auch einen freien Willen? Nein. Wenn z.B. ein Ente dem Wasser zuläuft, die Henne aber nicht ins Wasser geht, so tun sie das nicht aus freiem Willen. Sie können ja nicht denken, überlegen: mir tut nichts, wenn ich ins Wasser gehe, oder ich müsste ertrinken. Nein, die Ente hat eben einen Trieb in sich, der sie zwingt hineinzugehen; die Henne hat einen Trieb, der sie daran hindert. Darum machen es auch die Tiere der nämlichen Art immer gleich, z.B. alle Enten gehen ins Wasser, alle Spinnen machen ihr Netz auf die gleiche Art, von Anfang der Welt bis jetzt . Sie können eben nicht anders. Da macht es der Eine so, der Andere so. Der Eine ist gut, der Andere schlimm, der Eine spart, der Andere verschwendet, der Eine ißt viel, übertrinkt sich, der andere ist mäßig. Warum macht es der Eine so, der Andere anders? weil er will. Der Mensch hat den freien Willen, ob du hast stehlen oder stehlen oder nicht. Niemand kann dich zwingen. Weil das Tier keinen freien Willen hat, sondern tun muss, was er tut, kann es auch nichts Gutes oder Böses tun, der Mensch oder kann Beides. Wenn du z, B. betest so ist es deswegen etwas Gutes , deswegen machst du Gott eine Freude und wirst von ihm belohnt, weil du es freiwillig tust, um Gott zu gehorchen. Wenn du stiehlst, so tust du etwas Böses und verdienst Strafe,weil du es getan hast, obgleich du gewusst hast, dass es nicht recht ist. Weil wir also einen freien Willen haben, können wir Gott lieben, Gutes tun und den den Himmel verdienen. Der freie Wille ist also eine große Gabe Gottes. Um so ärger ist aber auch wenn wir den freien Willen dazu benützen, um Gott zu beleidigen, Böses zu tun, und in die Hölle zu stürzen.
Hl. Bonaventura Mt, 10, 24-33
Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn.
Der heilige Bonaventura wurde durch die Fürsprache des heiligen Franz von Assisi vor schwerer Krankheit geheilt. Er schließt sich schon in jungen Jahren dem Franziskus an und begeistert sich für das Armutsideal des neuen Ordens. Als Student trifft er auf Thomas von Aquin und wird einer seiner bedeutendsten Schüler. Bonaventura verbindet die Armut und Gelehrsamkeit auf einzigartige Weise.
Jesus, du hast uns durch deine Botschaft reich gemacht. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns in dein Reich berufen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns die Herrlichkeit des Vaters verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Der Arztsohn Johannes Fidanza wurde um 1221 in Bagnoreggio bei Viterbo /nördlich von Rom/ geboren. Von 1236 studierte er in Paris, wo er auch in den Franziskanerorden eintrat. Nach Beendigung seines Studiums blieb er noch einige Zeit als Lehrer in Paris. Bonaventura ist sein Ordensname. 1257 zum Ordensgeneral gewählt, vollendete und verbesserte er Verfassung und Organisation des Ordens, ohne diese Gemeinschaft der geistigen Erneuerung in einen zu engen Rahmen zu pressen. Er wird deshalb auch der zweite Stifter der Franziskanerordens genannt. Gregor X erhob ihn 1273 zum Kardinalbischof von Albano und übertrug ihm Organisation und Leitung des Konzils von Lyon. Er starb noch vor dessen Abschluss am 15.Juli 1274 und wurde in Lyon in der Franziskus-Kirche beigesetzt. Bonaventura war neben Thomas von Aquin der größte Theologe und erhielt die Ehrentitel Kirchenlehrer und ,,Doctor seraphicus“, die den Verstand erleuchten und das Herz entflammen.
Da Jesus Christus uns den Weg zum Vater im Himmel gewiesen hat, dürfen wir in seinem Namen beten.
Nur einer ist unser Lehrer, nur er kann uns den Frieden schenken. Wir bitten ihn.
Selig, die Gott dienen in dieser Welt und aufgenommen werden in sein Reich.
Freitag der 14. Woche Mt 10,16-23
Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen peitschen,sei mit euch.
Wenn wir die historischen Bücher lesen, oder hören wir vom Beginn des Christentums, nicht einmal läuft uns eine Gänsehaut über den Rücken vor Schreck, was für welche Marter die Märtyrer zögerten nicht erleiden, damit sie Christus nicht verleugnen. Für uns sind diese Zeugnisse irgendwelche entfernt. Wir sagen, das war schon vor langer Zeit, jetzt ist die Religionsfreiheit, aber das bedeutet nicht, dass die Verfolgung der Christen nicht kommen kann.
Jesus du begleitest uns auf unserer Lebensreise. Herr, erbarme dich unser.
Du schenkst uns Rast auf unserem Weg. Christus, erbarme dich unser.
Du gibst uns Kraft durch die Begegnung mit dir. Herr, erbarme dich unser.
Auch heute kämpfen viele gegen Christentum. Diejenige, die christlichen moralischen Grundsätzen ablehnen, haben keinen Mut, um an Person Jesus direkt anzugreifen, sondern sie verspotten die Kirche, und die Repräsentanten der Kirche. Sie machen die kirchlichen Institutionen lächerlich. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Das alles ist sozusagen ins Werk des Heiles. Christus ist gelitten und alle die in seinem Werk fortsetzen, müssen die Teilnahme an seinem Leid haben. Das Leid und das Unrecht die wir für Jesus ertragen, unterscheiden sich vom Liden, die wir durch eigene Dummheit verursachten. Das erste ist uns zur Ehre, das zweite ist uns zur Schande.
Wenn die Verfolgung kommt, bedeutet das nicht, das nicht, dass wir uns wie eine Rinderherde, die zum Totschlag benehmen sollen. Jesus empfiehlt doch: seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben. Wir sollen immer die klare Einstellung gegen die Wahrheit einnehmen. Jesus verspricht uns das uns gegeben wird, was sollen wir sagen und wie wir das sollen sagen. Wir bleiben nicht ohne seine Unterstützung und Gaben des Heiligen Geistes. Bitten wir den Herrn, damit wir in Beschwerlichkeiten ausdauern zurechtbringen. Das ist nur mit Gottes Hilfe möglich.
Gott will uns täglich geben, was wir zum Leben brauchen. Voll Vertrauen beten wir zu ihm.
Das Reich Gottes das nahe ist, ist ein Reich des Friedens. So beten wir.
Ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist.