Möge Jesus Christus, dessen Wort bleibt, bis Himmel und Erde vergehen, mit euch sein.
Justin, der um die Mitte des zweiten Jahrhunderts in Samarien als Sohn heidnischer Eltern geboren wurde, wurde zu einem der bedeutendsten Gelehrten der jungen christlichen Kirche. In aller Öffentlichkeit, in einer Reihe bedeutender Schriften und in Diskussionen verteidigte er den Glauben an Jesus Christus, bis er um das Jahr 165 zusammen mit sechs seiner Schüler enthauptet wurde. Glaube ist keine Privatsache. Er erfordert furchtlosen Mut. Wir wollen für unser Versagen Gott um Vergebung bitten.
Jesus, du hast den Menschen den Weg zum Heil gelehrt. Herr, erbarme dich unser.
Du hast dich nicht vor den Drohungen der Schriftgelehrten gefürchtet. Christus, erbarme dich unser.
Du hast verkündet, was der Vater dir aufgetragen hat. Herr, erbarme dich unser.
Gott sagte zu den Sadduzäern: „Gott ist nicht der Gott der Toten, sondern der Lebenden.“ Warum wählt er gegenüber den Sadduzäern solche scharfen Worte? Um zu verstehen, was Jesus vorhat und warum sie geistlich tot sind, müssen wir den historischen Hintergrund kennen. Bis ins zweite Jahrhundert vor Christus war das jüdische Volk nicht in Pharisäer und Sadduzäer gespalten. Dies geschah, als die griechische Kultur Palästina durchdrang. Sie wurde nicht nur mit Freiheit in Verbindung gebracht, sondern auch mit verschiedenen Strömungen des Denkens, die auf die Anwesenheit Gottes in der Welt verwiesen. Als sich das jüdische Volk mit der heidnischen Kultur traf, teilten sich die Führer des Volkes in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe waren die Pharisäer. Sie spürten die Gefahr des Heidentums und suchten die Rettung in der genauen Erfüllung der Gesetze des Mose. Die zweite Gruppe waren die Sadduzäer. Sie unterstützten die griechische Kultur und verbreiteten sie. Unter ihnen fanden sich die wohlhabenden Familien, die den Einfluss der griechischen Kultur förderten. Die Sadduzäer behaupteten, dass Gott sich nicht in die Leitung und Erhaltung der Welt einmischte. Sie glaubten weder an die Existenz von Engeln noch an die Auferstehung. Darum sagte Jesus zu ihnen, dass Gott nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebenden ist.
So wie sich Israel in seiner Geschichte mit der heidnischen Kultur traf, so sind auch wir heute. Auch wir sind den verschiedenen Ansichten der heutigen Zeit ausgeliefert, die heidnisches Denken in unserem Leben auslösen. Es werden billige Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens angeboten. All diese Antworten sind ohne Gott, d. h., die Probleme, die die Menschen quälen, werden ohne Gott gelöst. Ähnlich wie die Sadduzäer, die an die Auferstehung nicht glaubten, gibt es auch heute eine Gruppe von Menschen, die sagt: „Wir glauben nicht an das ewige Leben.” Und Jesus sagt auch zu ihnen: „Ihr irrt euch. Gott ist nicht der Gott der Toten, sondern der Lebenden. Jesus gibt uns die Sicherheit, dass das ewige Leben wirklich existiert.
Damit wir reif werden für gute Taten und zu einem Licht für die Welt werden, dürfen wir zum Vater beten.
Die, die nach dem Gesetz und den Propheten leben, sind auf dem Weg des Friedens, um den wir bitten.
Selig sind die, die Gottes Gebote erfüllen, denn sie werden groß sein im Himmelreich.
Gott, der Herr, dem wir dienen und geben müssen, was Gott gehört, sei mit euch.
Die Pharisäer stellten Jesus die Frage; Ist es erlaubt dem Kaiser Steuer zu zahlen oder nicht? Wie antwortete Jesus? Zuerst sagte er. Bringt mir einen Denar. Dann Jesus zeigte auf Denar und fragte: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm Der Kaisers. So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott was Gott gehört.
Jesus, du nimmst keine Rücksicht auf Ansehen und Titel. Herr, erbarme dich unser.
Du kennst die Ordnungen der Welt und die Ordnung des Vaters.Christus, erbarme dich unser.
Du kamst, dem Reich der Ewigkeit zu dienen. Herr,erbarme dich unser.
Wie damals auch heute denken viele Leute dass der Kaiser und Gott sind zwei Polen des Menschen, zwischen denen sich das Leben des Menschen abspielt. Diese Menschen denken, dass der Mensch zum Herrscher/Kaiser/ sich wendet soll, wenn es um das Bedürfnis des materiellen Brotes gibt und zum Gott, dann wenn der Mensch geistlich ,,hungrig wird“ Durch solche Gesinnung geraten ,, Kaiser“ auf das Niveau Gottes. Und weil manche Leute spüren die ,,Leerheit im Magen“ jeden Tag und die ,, geistliche Leerheit“ nur selten ist für diese Menschen Kaiser wichtiger als Gott. Nach einigen, ist Gott nur der Helfer des Kaisers zur Erhaltung der Ordnung und Moral. Jesus lehrt uns richtig Kaiser geben was ihm gehört und auch Gott geben, was Gott gehört
Wir haben das Siegel des Heiligen Geistes empfangen und gehören Gott an. So wagen wir zum Vater zu beten.
Die Gott geben, was Gott gehört, werden mit ihm in Frieden leben. Um den Frieden bitten wir.
Selig, die Gott geben, was Gott gehört und den Denar des ewigen Lebens empfangen.
Gott, unser Herr,der seinen Sohn sandte,um sein Eigentum in Besitz zu nehmen, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium spricht Jesus, von den Winzer, die bösen wurden. Zuerst, sie gaben den Teil des Ernteertrages nicht ab, der sie abgeben sollten. Dann wurden sie Mörder. Diese Winzer repräsentieren das jüdische Volk. Als Jesus dieses Gleichnis die Juden konnten noch ihre Gesinnung ändern und ,,den Sohn“ nicht töten. Aber was ist in dem Gleichnis, passiert, ist passiert auch in Wirklichkeit.
Jesus, du kamst zu uns als der Sohn des ewigen Vaters. Herr,erbarme dich unser.
Du hast uns den Willen des Vaters verkündet. Christus, erbarme dich unser.
Du bist der Eckstein, auf dem das neue Reich der Gnade gebaut ist. Herr, erbarme dich unser.
Es ist die Wahrheit,dass Jesus mehr über die Liebe, Barmherzigkeit seines Vaters spricht, aber in mehreren Gleichnissen spricht er auch über die Gottes Gerechtigkeit. Gott ist gerecht. Er wird an Gerechtigkeit jeden nehmen, der ungerecht tun, und er wird sie gerecht bestrafen. Aber er belohnt auch unsere kleinste gute Tat. Wir wünschen uns, dass die bestrafen werden, die uns weh getan haben, und wir wünschen uns, dass das Gute das wir getan habe, nicht ohne Belohnung bleibt. Aber vergessen wir nicht Gottes Gerechtigkeit berührt auch uns. Gottes Gerechtigkeit ist wie ein zweischneidiges Schwert. Auf einer Seite erfüllt und mit den Frieden und Sicherheit, auf der anderen Seite die Gottes Gerechtigkeit soll uns mit der Furcht erfüllen und uns dazu führen, damit wird das Böse meiden. Daraus ergibt sich. Gott ist gerecht, aber nicht unbarmherzig
Gott hat seinen Sohn zu uns gesandt. In seinem Namen und Auftrag wagen wir zum Vater zu beten.
Christus will der Eckstein unseres Lebens sein, wenn wir mit ihm in Treue und Frieden verbunden bleiben. Wir bitten ihn.
Selig, die Gott den Anteil von der Frucht ihres Lebens geben und aufgenommen werden in sein Reich,
Das Sakrament des Altars ist überhaupt das Schönste und Größte, was wir auf Erden besitzen. Die größten Wohltaten nun, die uns Gott im neuen Bunde erwiesen hat, hat er schon lange vorher im alten Bünde angekündigt. Er hat die Geburt, die Wunder und die Leiden des Erlösers lange vorher angekündigt, so auch das Sakrament des Altars. Wisst ihr, wo wir schon in der ältesten Zeit eine Andeutung des Altarssakramentes finden? An Melchisedech, der, als Abraham von seinem siegreichen Krigszüge heimkehrte, Brot und Wein, opferte, um Gott für den Sieg zu danken und für Abraham weiteren Segen zu erbitten. Gott hat ausdrücklich angekündigt, dass der Erlöser etwas Ähnliches tun werde. Durch wen hat Gott das angekündigt. Durch David, der in seinem Psalmen sagt, dass Gott zum Erlöser spricht. Du bist der Priester ewiglich nach der Ordnung nach der Art des Melkchisedech.
Welches Vorbild des Allerheiligsten Sakramentes des Altars hat Gott den Israeliten im alten Bünde weiter gegeben? Das Manna. Die Israeliten erwarteten schon im alten Bünde, dass Gott durch den Erlöser den Menschen ein noch wunderbarer Brot geben werde als das Manna. Im Sakramente des Altares ist diese Hoffnung erfüllt. Welche Ähnlichkeit besteht zwischen dem Manna und dem Allerheiligsten Sakramente des Altars? Das Manna war ein wunderbares, weißes Brot voll Süßigkeit, das jeden Morden vom Himmel herab. Gott gibt uns dieses Himmelsbrot solange, als wir auf der Pilgerreise zu unserem gelobten Lande, zum Himmel sind, d.h. solange wir auf dieser Erde Leben.
Auch das Osterlamm, das die Juden alle Jahre aßen, war ein Vorbild des Sakramentes des Altars. Das Osterlamm wurde nämlich geschlachtet und geopfert: so sollte auch der Erlöser für uns getötet und geopfert werden; geduldig wie ein Lamm sollte er sich hingeben. Das Osterlamm wurde bei einem feierlichen heiligen Mahle gegessen. Dadurch wurde gezeigt, dass der Erlöser sich für uns nicht nur töten lassen werde, sondern dass wir ihn auch bei einem Heiligen Mahle genießen sollten. Gott hat auch vorausverkündigt, dass ihm einst auf der ganzen Erde ein ganz reines Opfer werde dargebracht werden,während im alten Bünde dem wahren Bitte nur in einem Volke, dem Judenvolke, geopfert wurde uns hier vielerlei Opfer dargebracht wurden. Durch welchen Propheten hat Gott das verkündigt? Durch den Propheten Malachias, durch den jüdischen Priestern sagen ließ. Ich habe kein Wohlgefallen an euch und nehme kein Opfermehr an aus euern Händen. Denn vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang wird mein Name groß werden unter den Völkern, und allen Orten wird meinen Namen geopfert und ein reines Speiseopfer dargebracht werden.
Die Israeliten wussten also schon im alten Bunden manches über das Sakrament des Altars. Sie wussten, dass es im neuen Bunde ein neues Opfer geben werde, ähnlich dem des Melkchisedech.So hat Gott die Menschen schon im alten Bunde auf die Einsetzung des Altarssakramentes vorbereitet. Noch mehr hat Jesus selbst die Menschen vorbereitet. Er hat den Juden schon ganz deutlich vorhergesagt, dass er sich selbst den Menschen zur Seelenpreise geben werde. Wisst ihr noch, bei welcher Gelegenheit das war? Als Jesus in der Wüste fünftausend Männer, dazu noch Frauen und Kinder mit fünf Broten und zwei Fischen gesättigt hatte.
Die Leute,denie Jesus so wunderbar gespeist hatte, gingen ihm den anderen Tag nach Kapharnaum nach und hofften, sie würden von Jesus wieder solche Speise erhalten. Jesus aber sagte zu ihnen; Bemüht euch nicht unverständliche Speise ,sondern um jene Speise, die zum ewigen Leben bleibt! Der Menschensohn wird sie euch gaben! Da riefen sie voll Eifer: Herr, gib uns doch immer dieses Brot! Sie meinten noch immer, es handle sich um leibliche Nahrung, die für das ganze Leben reichen sollte. Jesus aber sagte ihnen: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommenist. Wenn jemand vom diesem Brot isst, wird er Leben in Ewigkeit. Das Brot, das ich euch geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Jesus wollte sagen. Ich werde mein Fleisch am Kreuze hingeben, dieses mein Fleisch will ich euch als Brot geben geben, damit ihr davon das ewige Leben habt. Als Jesus das gesagt hatte, werden die Juden wohl vor Verwunderung einen Augenblick ganz still gewesen sein. Dann aber gab es eine Aufregung und ein Streiten. Was? Sein Fleisch sollen wir essen? So kann er es nicht meinen. Aber er hat es wirklich gesagt. Wie kann er uns dieser Fleisch zu essen geben? Jesus nahm aber kein Wort zurück.Er sagte es ihnen noch deutlicher, dass sie sein Fleisch essen sollten und er sagte ihnen mehrmals, damit kein Zweifel sei, dass er so wirklich so meinte. Jesus sagte zu ihnen: Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Die Juden verstanden das nicht. Jesus sagte ihnen noch nicht, dass er es ihnen unter der Gestalt des Brotes geben will.Das werden sie noch weniger verstanden haben. Sie hätten sich nun einfach auf die Worte Jesu verlassen sollen und denken sollen; Was Jesus sagt, ist sicher wahr, wenn wir es auch nicht begreifen. Aber viele von seinen Jünger hatten einen zu schwächen Glauben.als dass sie sich ganz auf die Worte Jesu verlassen hätten. Sie sagten; Diese Rede ist zu hart. Wer kann sie hören? Und viele verließen Jesus und gingen von nun an nicht mehr mit ihm. Jesus aber rief sie nicht zurück. Wer Jesus nicht glaubten wollte, dass Jesus seinen Leib und sein Blut zur Speise und zum Trank geben werde, könnte nicht sein Jünger sein. Er fragte auch die Apostel. Wollt auch ihr weggehen? Da antwortete Petrus anstatt aller; Herr zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Auch die Apostel begriffen nicht, wie es Jesus will, ihnen sein Fleiß h und sein Blut zu Speise und zumTrank zu geben. Sie glaubten es dennoch.Warum? Weil sie aus den Wundern Jesu schon erkannt hatten. dass Jesus der Messias war, den Gott verheißen hatte, und dass er selbst Gott ist. Dieser Glaube Der Apostel hat Jesus sicher sehr gefallen. Er hat ja später selbst gesagt; Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.
Jesus Christus, der in der Vollmacht des himmlischen Vaters zu uns kam, sei mit euch.
Als Jesus die Händler und Käufer hinaus trieb, fragten die Hohenpriester, die Schriftgelehrter und die Ältesten ihn. Mit welchem Recht tust du das alles. Wer hat dir die Vollmacht gegeben, das zu tun. Jesus konnte so antworten. Ich bin Gottes Sohn. Mein himmlischer Vater hat mir diese Macht gegeben. Jesus aber wusste, ein solche Antwort, nicht akzeptieren hätten.
Jesus, du kamst zu uns in der Vollmacht des Vaters. Herr, erbarme dich unser.
Du fandest kein Gehör bei den Führern des Volkes Christis, erbarme dich unser.
Du kamst ohne Titel und Amt und warst dennoch voll Kraft. Herr, erbarme dich unser.
Jesus nützte die Gelegenheit und machte die Juden darauf aufmerksam, dass sie überhaupt nicht fragen musste, wenn sie merkten hätten, was es um Jesus passiert. Johannes war von Gott gesandt Prophet. Und wenn er sich unwürdig auf Jesus Sandalen die Riemen auflösen fühlte, wenn er von Jesus sagte: Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt, wozu fragen sie?
Auch die Kirche bekommt manchmal solche Fragen. Mit welchem Recht, beschränkst du uns persönlich Freiheit? Wer hat dir das Recht gegeben, sich einmischen in unsere ehelichen Sachen? Wer hat dich beauftragte in unsere gesellschaftliche Ordnung eingreifen? Wer der Mitglieder der Kirche ist, sollte nie so fragen. Wenn die Hohenpriester und die Schriftgelehrter besser die Heilige Schrift gelesen hätten, wären sie darauf kommen, dass Jesus der verheißene Messias ist. Und wenn wir wissen, dass der Haupt der Kirche Christus ist, dass Christus führt die Kirche, dann werden wir uns nicht wundern, dass die Kirche sich das Recht anmaßt in jedes unseren persönlichen ehelichen Problem zu sprechen. Und wenn es uns scheint, dass manche ihre Forderungen übertrieben sind, vergessen wir nicht, dass in der Kirche der Heilige Geist wirkt.
Wir haben uns im Glauben zu Jesus Christus bekannt.In seinem Namen wagen wir zum Vater zu beten.
Die Welt streitet über viele Fragen. Den Frieden finden wir nur bei dem, der Vollmacht hat. Ihn bitten wir.
Selig ,die auf den hören, der in der Vollmacht des Vaters kam und das Heils Gottes verkündete-
Der Hauptmann ließ durch seine Freunde zu Jesus sagen: Herr bemüh dich nicht.Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Diese Worte sagen zweifellos etwas aus über die Hochachtung vor Jesus, aber sicher auch etwas über eine undefinierbare Angst vor jemandem, der so große Macht hat, dass er durch sein Wort Krankheiten, Naturkräfte und selbst den Tod beherrscht. Im heutigen Evangelium finden wir eine Belehrung für unser Leben.
Predigt
Der Hauptmann war der Kommandant der römischen Besatzungsarmee in Kafarnaum. Er war Heide, aber er war ein guter Mensch. Er gestattete zum Beispiel den Juden, eine Synagoge zu bauen. Er war Römer und man weiß, dass Römer kluge Politiker waren, die die Bedeutung der Religion für die Ordnung erkannten. Sie ließen daher die Religionen in allen Ländern der Erde wirken und unterstützten sie sogar. Ich möchte nur so nebenbei bemerken, dass auch der bedeutende Herrscher Friedrich der Große, obwohl er Atheist war, die kirchlichen Institutionen unterstützte, weil er auch überzeugt war von der Bedeutung der Religion für Ordnung und Moral in seinem Land. Und eben auch aus diesem Grund war es für den Hauptmann im Evangelium kein Problem, den Juden ihre Synagogen errichten zu lassen. Es ist sogar erwähnenswert, dass die römische Armee mit ihren Bautrupps auf Befehl des Hauptmannes beim Bau dieser Synagogen half, wenn sie keine wichtigen militärischen Aufgaben zu erledigen hatten. Ich war schon in Kafarnaum und habe die Reste dieser Synagogen gesehen.
Noch eine weitere gute Eigenschaft erwähnt das heutige Evangelium. Der Hauptmann hatte einen Diener, den er sehr schätzte. Damals war das etwas Außergewöhnliches. Die Heiden hielten nämlich ihre Diener für eine Sache, mit der sie machen konnten, was sie wollten. Zum Beispiel ließ der römische Adelige Vadius Polion seinen arbeitsunfähigen Diener einfach töten und warf ihn den Fischen zum Fraße vor. Dieser Hauptmann aber bemühte sich sehr, seinen Diener, der schwer erkrankt war, zu retten. Als alle menschliche Hilfe hoffnungslos war, sandte er Menschen zu Jesus mit der Bitte um Rettung seines Dieners.
Und schließlich ist noch eine gute Eigenschaft des römischen Hauptmanns in diesem Evangelium erwähnenswert. Das ist seine Demut. Obwohl der in der Stadt der Befehlshaber der Armee war – also eine bedeutende Persönlichkeit – hielt er sich selbst für unwürdig, zu Jesus zu gehen und sandte daher seine Freunde zu ihm, weil – wie es im Evangelium geheißen hat – Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst.Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss man mein Diener gesund werden.
So ist es auch geschehen. Jesus heilte seinen Diener aus der Ferne. Mit diesem Wunder belohnte Jesus den heidnischen Hauptmann für seine Güte. Jesus lobte den Glauben dieses Hauptmannes mit den Worten. Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.
Daraus ergibt sich für uns eine wichtige Belehrung. Manche Menschen meinen, dass man anderen Menschen, die eine andere Religion haben, feindlich gegenüber treten muss und kein gutes Wort über sie sagen soll. Dabei meinen sie aber auch, sich brüderlich ihnen gegenüber zu benehmen. Sie könnten dabei ja ihren eigenen Glauben verraten.
Eine ebensolche Gesinnung herrschte auch während des dreißigjährigen Krieges (1618-48). Der Krieg begann in Böhmen, als auf Befehl des Kaisers den Protestanten zwei neuerbaute Gotteshäuser entwendet wurden. Die Katholiken und die Protestanten kämpften gegeneinander, plünderten Kirchen und raubten Kircheneigentum. Zwei Drittel der Bevölkerung kam dabei ums Leben. In Böhmen waren ursprünglich 2 1/2 Millionen Menschen und nach dem Krieg nur mehr 800 000. Dabei meinten sowohl die Katholiken als auch die Protestanten, das Richtige zu tun. Heute wissen wir, dass sie verhängnisvoll irrten.
Richtig handelte der Heilige Papst Johannes Paul II, der oft an den Gottesdiensten der Protestanten, Anglikaner und Orthodoxen teilnahm. Er war sogar in der römischen jüdischen Synagoge in Rom und betete dort mit den Juden die Psalmen und er umarmte den Rabbiner. Solche Beziehungen gefallen Jesus sicher. Das bedeutet aber nicht, dass wir auf unseren Glauben verzichten wollen. Im Gegenteil – wir wollen unseren Glauben in der Liebe des Heiligen Geistes und in der Gemeinschaft aller Menschen guten Willens leben.
Gott unser Vater, der die Früchte unseres Lebens heimholen will in seine Ernte, sei mit euch.
Jesus verfluchte den Feigenbaum, weil er an ihm keine Früchte fand. Der Feigenbaum repräsentierte/vorstellte/ auserwählte- israelitischen Nation. Das Israel brachte die Frucht nicht, also kann man nichts erwarte nur das Gericht.
Jesus, du hast die Händler aus dem Tempel vertrieben. Herr, erbarme dich unser.
Du hast alle Völker der Erde in dein Reich gerufen. Christus, erbarme dich unser.
Du willst alle Menschen zur Herrlichkeit des Vaters führen. Herr erbarme dich unser.
Um ein paar Monate wir die Ernte. Die Felder bringen ihre Früchte. Es gibt aber auch eine andere Früchte, als Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Das sind unsere gute Taten. Jesus gibt uns die Kraft zum guten Taten. Was für ein Obst sind wir? Gesunde oder angefault? , das nur stinkt, oder sind wir keine Frucht? Wir sollen gesunde Frucht sein. Am besten schmeckt gesundes Obst. Gesunde Frucht bringen wir, wenn wir mit Jesus verbunden sind. Es ist notwendig, dass wir uns dessen bewusst sind, wir haben Verantwortlichkeit für unser Leben. Bemühen wir uns die Fähigkeiten, Zeit, die wir von Gott erhalten haben, fruchtbar verwenden.
Da wir im Haus des ewigen Vaters versammelt sin, wagen wir voll Vertrauen zu beten.
Alles worum wir bitten, will Gott uns geben. Bitten wir um den Friede, den die Welt nicht geben kann.
Selig, die einen festen Glauben haben und das Heil erhalte, um das sie bitten.
Gott,unser Herr, der uns die Plätze des Himmelreiches zuteil will, sei mit euch.
Brüder Jakobus und Johannes verlangten von Jesus vorrangige Plätze im Gottes Reich. Jesus lehrte sie, aber auch die anderen Apostel. Wer bei euch groß sein wird ,der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein.
Jesus, du bist gekommen, uns von aller Schuld zu erlösen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Becher des Leidens für uns getrunken. Christus, erbarme dich unser.
Du hast dein Leben für uns als Lösengeld hingegeben. Herr, erbarme dich unser.
Über den Eingang einer Kirche ist die Aufschrift: ,,Frusta vivit, qui nemini prodest“ Leer ist das Leben dessen, wer niemandem dient. Jesus sagte im heutigen Evangelium : ,, Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen,um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ Mr 10,45. Jesus sagte diese Worte, als Wenn wir auf Jesus Leben schauen, sehen wir, dass Jesus Leben mit dem Dienst durchdringen war. Jesus als die Erklärung zum Problem zu dienen. Die Apostel kannten noch nicht den uneigenützigen Dienst. Petrus sagte Jesus. Wir haben alles verlassen. Was werden wir daraus haben? Berechnende Frage. Jesus sagte zu ihnen, dass jeder Dienst belohnen wird, aber nicht gleich, Jakobus und Johannes erfüllten ihre Aufgabe noch nicht und schon verlangen die Belohnung. Noch ertwas mehr. Sie selber bestimmen ihre Belohnung. ,, Las in deinem Reich einen von uns rechts und den anderen links neben dir sitzen“ Mr 10,39 Und wie reagiert Jesus, das diese Plätze die bekommen, für die diese Plätze bestimmt sind.
Auf den Tod des Herrn sind wir getauft. Im Namen Jesu Christi wagen wir zum Vater zu beten.
Christus hat sein Leben als Lösegeld für uns hingegeben. Wenn wir ihm nachfolgen mit der Last unseres Lebens, werde wir seine Frieden finden. Wir bitten ihn.
Selig, die teilhaben am Tod des Herrn und losgekauft sind für das ewige Leben.
Zwei Feste erinnern uns an das Wunder der Wunder – und das ist die Eucharistie. Diese zwei Feste sind der Gründonnerstag und das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Dieses Fest feiern wir heute.
Predigt
Der Evangelist Lukas schreibt über das Wunder der Brotvermehrung. Der Heilige Paulus widmet sich in seinem 1. Brief an die Korinther der Beschreibung des Wunders der Wandlung von Brot und Wein in Jesus Leib und Blut beim letzten Abendmahl.
Noch vor der Zeit des eucharistischen Wunders vermehrte Jesus das Brot. Jesus sagte zu der Menschenmenge: Ich bin das Brot des Lebens, das vom Himmelherabgekommen ist. Damals begannen viele zu nörgeln und zu zweifeln und verließen ihn. Jesus sagte zu ihnen: Als ich das Brot an der einsamen Stelle vermehrte, habt ihr davon ohne Protest gegessen, weil ihr Hunger hattet. Ich habe euch damals nicht betrogen, warum sollte ich euch jetzt betrügen, wenn ich euch das Brot für eure Seele verspreche. Ihr wollt nicht glauben, dass es möglich ist! Bei der Vermehrung des Brotes war der Glaube nicht notwendig. Die Vermehrung des Brotes wurde leicht dadurch beglaubigt, dass man es berühren konnte. Die Menschen aßen dieses Brot. Anders ist es mit dem Brot, das Jesus beim letzten Abendmahl verwandelt hatte. Das verlangte einen großen Glauben. Bei diesem Wunder war es nicht möglich, es durch Berührung glaubhaft zu machen und auch nicht mit technischen Geräten. Das ist aber nicht alles. Bei letzten Mahl haben die Apostel den Auftrag bekommen: Tut dies zumeinem Gedächtnis! Tausende und Abertausende von Priestern werden dieses Geschehen vom Letzten Abendmahl wiederholen und nach den Wandlungsworten halten sie Christus wahrhaftig in ihrer Hand.
Beide Wunder gehören zum Wesen der Kirche und zu ihrer Sendung. Jeder Christ, der die Eucharistie empfängt, muss bereit sein, das tägliche irdische Brot zu teilen, damit niemand hungrig ist. Die Kirche organisierte und organisiert auch heute noch viele soziale und karitative Werke. Diese Sendung ist für die Kirche eine große Prüfung. Jesus wusste, wer den Menschen Brot gibt, kann sie gewinnen, aber auch verlieren. Jesus warf der Menge vor, dass sie ihn nur daher suchten, um satt zu werden. Vielen passt es, wenn die Kirche im sozialen Bereich hilft. Das ist aber alles, was sie von der Kirche wollen. Manche Christen sind sogar überzeugt, dass die Caritas die Hauptaufgabe der Kirche ist. Das ist aber nicht richtig. Die Hauptaufgabe der Kirche ist, die Menschen zu Gott zu führen – aus den Menschen Kinder Gottes zu machen. Es ist ein großes Irrtum zu denken, dass, wenn wir die sozialen Probleme lösen, dadurch alle Probleme gelöst werden. Der Mensch lebt nicht nur vom Brot.
Der Unterschied zwischen den Kommunisten und der heutigen Konsumgesellschaft liegt darin, dass die Kommunisten das Paradies hier auf der Erde ohne Gott errichten wollen, die heutige Gesellschaft versucht es irgendwie mit der Hilfe Gottes. Aber eines haben beide Gruppe gemeinsam. Sie wollen das Paradies hier schon auf der Erde. Was nach dem Tod wird, das interessiert beide Gruppen nicht sonderlich. Wenn am heutigen Christus in der Monstranz die Kirche verlässt, um durch die Straßen unserer Gemeinde getragen zu werden – und wir uns vor ihm verneigen, so ist das ein Ausdruck dafür, dass wir von Christus mehr als nur irdisches Brot erwarten. Wir erwarten von ihm das ewige Leben, das nur er geben kann.
Gott, der Herr, der uns in der kommenden Welt ewiges Leben schenken will, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium sagt Jesus, dass diejenigen, die um seinetwillen Haus, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter oder Acker verlassen, das Hundertfache dafür erhalten werden. Diese Worte Jesu sind so klar, und doch wollen viele Menschen wegen ihm auf nichts verzichten. Sie sind „schlechte Kaufleute”.
Jesus, du hast uns das ewige Leben in deinem Reich verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Du willst hundertfach vergelten, was wir Gutes tun. Christus, erbarme dich unser.
In deinem Reich werden die Letzten Erste sein. Herr, erbarme dich unser.
Niemand erwartet von uns, dass wir unser Haus und unser Auto verkaufen und den Armen verteilen. Aber auch das kann passieren. Gott interessiert sich dafür, wie wir uns dem Reichtum stellen. Es ist notwendig, sich zeitweise mit unserer Beziehung zu Geld und Vermögen auseinanderzusetzen. Das Sparbuch ist nicht unser Reisepass in den Himmel. In dieser Welt herrscht das Geld, aber nicht im Himmel. Wir bewundern diejenigen, die wegen des Evangeliums auf alles verzichteten, sich Gott restlos anvertrauten und von ihm erwarten, was sie brauchen. Ist das heutige Evangelium eine Utopie? Nein, auch heute gibt es Menschen, die wegen des Evangeliums alles verlassen.
Um zur kommenden Welt zu gelangen, dürfen wir als Kinder des ewigen Vaters beten.
Die kommende Welt wird eine Welt des Friedens sein. Wir bitten darum, in diesem Frieden den Weg zu finden.
Selig sind die, die Christus nachfolgen und in der kommenden Welt ewiges Leben erlangen.
Jesus Christus, der uns auf den Weg seiner Nachfolge gerufen hat,sei mit euch.
Ein Mann trat an Jesus heran und stellte ihm die Frage: „Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen? Jesus antwortete ihm zunächst, dass er die Gebote Gottes befolgen müsse. Am Ende fügte Jesus hinzu: „Eines fehlt dir noch. Verkauf, was du besitzt, und folge mir nach. Es ist wichtig, zu erkennen, dass der Weg zur Vollkommenheit für jeden Menschen unterschiedlich ist. Jesus, du hast uns die Richtung unseres Lebens gezeigt. Herr, erbarme dich unser. Du hast uns zur Nachfolge deines Weges berufen. Christus, erbarme dich unser. Du hast uns den Reichtum des Vaters offenbart. Herr, erbarme dich unser. Wir sind uns dessen bewusst, dass die Gebote Gottes die Grundlage bilden, die jeder einhalten sollte. Christus fordert jedoch etwas mehr von uns. Dieses „Etwas“ variiert von Person zu Person. Es muss nicht unbedingt das sein, was Jesus im heutigen Evangelium von dem Menschen verlangte, der nach Vollkommenheit strebte. Er verlangt vielmehr eine „Aneinanderreihung“ von Aspekten, die uns von Gott trennen. Oft handelt es sich um Dinge, die uns von großer Bedeutung sind, um solches, was uns am Herzen liegt. Wer nach Vollkommenheit strebt, kann keine Kompromisse eingehen. Dies bedeutet, dass Gott in unserem Leben an oberster Stelle stehen muss. Es gibt Menschen, die zwar an Gott glauben, jedoch für sie ist vieles wichtiger als Gott.
Damit wir zum Schatz des Himmels hinfinden, wagen wir, zum Vater zu beten. Die Christus nachfolgend, werden den Schatz des Himmelreiches finden. Damit wir ihn in seinem Frieden finden, bitten wir. Selig, die in allem den Willen Gottes tun und am letzten Tag gerettet werden. Lasst uns in Demut und Vertrauen die Wege gehen, die uns zu seinem Licht führen. Der Glaube, der uns vereint, erhellt die Dunkelheit des Zweifels und gibt uns Kraft. Wenn wir in der Gemeinschaft der Gläubigen zusammenstehen, wird unser Herz stärker und die Hoffnung blüht auf, wie eine Blume im Morgentau.
Wir bitten gemeinsam um die Führung des Heiligen Geistes, der uns leitet und lehrt, unseren Nächsten so zu lieben, wie wir uns selbst lieben. Möge unser Leben stets ein Zeugnis seiner Gnade und Liebe sein, und unsere Taten mögen die Herzen derjenigen berühren, die nach Wahrheit suchen.
In der Stille des Gebets finden wir einen Frieden, der uns über alle Verständnisse erheben kann. Es ist der Frieden, der das zurückbringt, was verloren schien, und den Verzweifelten neue Hoffnung gibt. Glücklich sind die Suchenden, denn sie werden finden, und die Türen des Himmels werden sich für sie öffnen.
Möge unser Leben ein Lobgesang für all das sein, was der Herr uns gibt, und mögen wir jeden Tag bewusst im Dienst für unsere Brüder und Schwestern leben. Lass uns niemals vergessen, dass der Schatz des Himmels in Freundlichkeit, Barmherzigkeit und im Teilen liegt. Wir bitten um die Kraft, diese Werte in unserem Alltag umzusetzen. Amen.
Die Firmung in Schrift und Tradition.
Wer waren die ersten Firmlinge? Die Apostel. Sie hatten einen besonders schweren Kampf. Sie sollten die noch fast ganz heidnische Welt christlich machen, doch die Welt wehrte sich dagegen. Deshalb hat der Heilige Geist den Aposteln am Pfingstfest eine Fülle von Gnade erteilt, wie er sie seitdem wohl nie wieder erteilt hat. Er hat sie damals ganz wunderbar gestärkt. Die Apostel wurden nicht nur selbst vom Heiligen Geist zum Kampf gestärkt, sondern durften diese Stärkung auch weitergeben.
Wie haben die Apostel das getan? Wir lesen darüber einen genauen Bericht in der Apostelgeschichte, der der hl. Lukas aus Eingebung des Heiligen Geistes verfasst hat. Dort steht geschrieben: „Philippus, ein Diakon, kam in die Hauptstadt Samarias und predigte ihnen von Christus. Das Volk merkte aber auch, was Philippus sagte, und hörte einmütig zu. Es sah auch die Zeichen, die Wunder, die er tat. Denn viele von denen, die unreine Geister hatten, schrien mit lauter Stimme und die Geister führten sie aus. Als nun die Apostel in Jerusalem erfuhren, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes dahin. Diese beteten nach ihrer Ankunft für sie, damit sie den Heiligen Geist empfingen. Denn er war noch über keinen von ihnen gekommen, sondern sie waren nur im Namen Jesu Christi getauft. Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist schon bei der Taufe in die Seele der Christen gekommen. Aber nach der Taufe will er nochmals mit besonderer Gnade kommen, um uns zu stärken. Warum legte Philippus ihnen nicht die Hände auf? Er hatte nicht den über den hl. Heiligen Geist. Diese Macht hatten nur die Apostel.
In der Apostelgeschichte wird von dem Apostel Paulus erzählt. Es geschah, dass Paulus nach Ephesus kam und zu ihnen sprach. Habt ihr den Heiligen Geist empfangen? Was meinte er damit? Seid ihr gefirmt worden? Sie aber sagten zu ihm. Nein, wir haben nicht einmal gehört, ob es einen Heiligen Geist gibt. Er aber sprach: In welchem Namen seid ihr denn getauft? Sie antworteten: „Wir sind mit der Taufe des Johannes getauft.“? Paulus aber sprach: „Johannes hat das Volk nur mit der Bußtaufe getauft und gesagt, sie sollten an den Glauben, der nach ihm kommen werde, an Jesus glauben. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen Jesu. Und da Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist und sie redeten in Sprachen und weissagten. Wir sehen also, dass die Apostel denen, die schon getauft waren, die Hände auflegten und dann über die Getauften der Heilige Geist mit neuer Gnade herabkam. Woher wussten die Apostel, dass, wenn sie einem Getauften die Hände auflegten, über ihn der Heilige Geist herabkam von Jesus? Der heilige Augustinus, der im Jahre 430 gestorben ist, schreibt: Das Sakrament der Firmung ist ebenso heilig wie die Taufe. Damit sagt der Hl. Augustinus, dass auch die Firmung Jesu eingesetzt ist. Wie nennt der hl. Augustinus die Firmung? Das Sakrament des Chrisams. Warum? Weil bei der Firmung eine Salbung mit Chrisam stattfindet.
Liebe Erstkommunionkinder, liebe Eltern, Großeltern, Patinnen, Brüder und Schwestern!
Im heutigen Evangelium erfahren wir von jemandem, der Jesus sehen möchte. Jesus kommt in die Stadt, und die Menschen sind aufgeregt. Auch Zachäus ist neugierig und möchte ihn sehen und hören. Viele Menschen laufen zu Jesus, und Zachäus möchte das nicht verpassen.
Obwohl er an der Zollstation arbeitet und mit Jesus kein Geld verdienen kann, will er dennoch dabei sein. Doch als Zachäus ankommt, ist es für ihn bereits schwierig, Jesus zu sehen, denn viele andere sind schneller gewesen und blockieren seine Sicht. Steht alles umsonst? Soll er umkehren?
Plötzlich hat Zachäus eine gute Idee: Er läuft voraus und klettert auf einen Baum, an dem Jesus vorbeikommen wird. Von dort hat er eine hervorragende Sicht und ist geschützt. Zachäus zeigt uns damit, dass man, um Jesus zu sehen, auch aktiv werden muss. Man muss im Alltag Platz für solche Begegnungen schaffen und bereit sein, Dinge hinter sich zu lassen.
Inzwischen kommt Jesus immer näher. Die Menschenmenge, die ihn umringt, schiebt ihn durch die Straßen. Wir können uns gut vorstellen, wie sie ihn anreden, ihm zujubeln und auf ein Wunder oder eine Rede warten. Doch nichts von alledem passiert. Doch plötzlich geschieht etwas, womit niemand gerechnet hat. Jesus hat ein waches Auge. Er sieht Zachäus oben sitzen. Er schaut zu dem verachteten Zöllner auf. Er kommt auf ihn zu und spricht ihn sogar an. Er sieht nicht nur seinen Beruf, seine Fehler oder den korrupten Beamten. Für Zachäus bedeutet dieser Kontakt mit Jesus Heil. Jesus hat die besondere Fähigkeit, Menschen zu erkennen. Sein Blick geht hoch in den Baum hinauf, er schaut Zachäus an, mehr noch – er schaut ihm ins Herz. Zachäus wundert sich über sich selbst. In seinem Innersten regt sich etwas. Zum ersten Mal sieht ihn jemand nicht vorwurfsvoll, sondern liebevoll an. Und dann sagt Jesus zu ihm: „Zachäus, komm schnell herunter, denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein!” Zachäus denkt: „Träume ich, oder habe ich das richtig gehört?” Zachäus hat nicht geträumt. Jesus will wirklich zu ihm kommen. So schnell ist er sicher noch nie von einem Baum heruntergestiegen. Voll Freude nimmt er Jesus bei sich auf. Doch die Umstehenden freuen sich nicht, sie sind empört. „Jesus will bei einem Sünder einkehren”, sagen sie fassungslos zueinander, „statt zu uns guten, frommen Leuten geht Jesus zu dem da, zu diesem Halunken und Betrüger!” Um diese Reaktion richtig verstehen zu können, muss man wissen, dass es den Juden verboten war, sich mit einem Sünder an einen Tisch zu setzen und mit ihm Mahl zu halten. Aber Jesus denkt anders: „Gerade zu den Sündern muss ich gehen. Sie müssen spüren, dass Gott sie nicht fallen lässt!” Und tatsächlich – das Unerwartete geschieht. Durch die Begegnung mit Jesus wird Zachäus verwandelt. Er will ein anderer Mensch sein, er will einfach gut sein. Das Geld, das er sich zu Unrecht genommen hat, will er nun zurückgeben und sein Vermögen mit den Armen teilen. Wer hätte das für möglich gehalten? Gottes Liebe hat Zachäus verändert, das hat er hautnah erlebt.
Liebe Erstkommunionkinder! ihr wisst, dass Jesus als Mensch nicht mehr auf dieser Erde lebt. Aber er ist im Allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen. Er möchte euer Gast sein – nicht nur heute, sondern für immer. Er will euch helfen, damit auch ihr gute und glückliche Menschen werdet. Nehmt Jesus mit solcher Freude an wie Zachäus! Das wünsche ich euch von ganzem Herzen.im Allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen. Er will auch bei euch Gast zu sein – nicht nur heute, sondern für immer. Er will euch helfen, damit auch ihr gute, glückliche Menschen seid. Nehmt Jesus mit solcher Freude wie Zachäus an! Das wünsche ich euch von ganzem Herzen.
Jesus Christus, der die schlichten und kindlichen Herzen liebt, sei mit euch.
Wir brauchen uns mit unserem Gebet Gott nicht aufzudrängen. Er kennt unsere Not und das Maß unserer Liebe.
Jesus, du hast die Kinder herzlich angenommen und ihnen deinen Segen geschenkt. Herr, erbarme dich unser und führe uns auf den rechten Weg. Du hast dich der Armen und Einfältigen erbarmt, besonders in ihren Schwierigkeiten und Sorgen. Christus, erbarme dich unser, und gib uns die Kraft, unseren Nächsten zu helfen. Du hast alle gesegnet, die deine Liebe und Nähe suchten, unabhängig von ihrem Stand oder ihrer Situation. Herr, erbarme dich unser und öffne unsere Herzen für die Liebe zu anderen.
In der Stadt München gibt es eine gefährliche Straßenunterführung, die aufgrund ihrer hohen Belastung mit giftigen Gasen durch den Verkehr ein ernstes Problem darstellt. Dort ist so viel Giftgas vorhanden, dass die Hygieniker warnen, es sei äußerst bedenklich für die Gesundheit der Kinder. Es wird berichtet, dass das Einatmen dieses Giftgases selbst nur für eine kurze Zeit von etwa fünf Minuten schädlich sein kann. In diesem Zusammenhang sind die Mütter, die von den Gefahren wissen, sehr besorgt und meiden die riskante Straßenunterführung. Aus tiefer Liebe zu ihren Kindern setzen sich die Mütter so gut es geht allen Forderungen der Hygiene und der Medizin aus. Ihr oberstes Ziel ist, dass die Kinder gesund bleiben und eines Tages im Leben Erfolg haben können.
Wenn jemand dir, liebe Mutter, sagen würde, dass du deine Kinder zu Christus führen solltest, würden sie diese Worte entweder nicht verstehen oder sie für nicht wichtig erachten. Doch die menschliche Natur lässt sich nicht betragen. Es ist eine unumstößliche Wahrheit, dass es sich rächt, wenn Kinder ohne die Gegenwart und den Einfluss Christi aufwachsen. Die Beispiele hierfür sind zahlreich und sollten uns alle tief berühren und nachdenklich machen. Sie verdeutlichen, wie entscheidend es ist, die Kinder im Glauben zu begleiten und ihnen von der Liebe Christi zu erzählen, damit sie gesund und seelisch geborgen aufwachsen können.
Damit wir dem Reich Gottes zugezählt werden, wollen wir voller Vertrauen zum Vater beten.
Das in Christus zu uns gekommene Reich Gottes ist ein Reich des Friedens. Um diesen Frieden bitten wir.
Selig sind die, die in kindlicher Ergebung Gott dienen und seinem Reich zugezählt werden.
Jesus Christus, der uns zur Treue vor Gott und den Menschen verpflichtet hat, sei mit euch
Im heutigen Evangelium sagen die Pharisäer zu Jesus. Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und die Frau aus der Ehe zu entlassen. Jesus hat aber eine andere Meinung . Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Du hast all unserem Tun den rechten Weg gewiesen. Herr, erbarme dich unser.
Freundschaft und Ehe hast du zum Prüfstein unseres Lebens gemacht. Christus, erbarme dich unser.
Du bist getreu und willst unsere Treue prüfen.Herr, erbarme dich unser.
Wie schaue ich das Sakrament der Ehe? Was für ein Unterschied zwischen dem untreuen Priester und untreuen Ehemann ist? Jesus sagt dazu ,,Ehebruch“. Die Liebe und die Treu sollen das Zeichen nicht nur der Ehe sein, sondern auch des Priestertums. In der Ehe, der Seelen und der Leiben, verbunden ist mit der Treue. In der römisch-katholischen Kirche verpflichtet sich der Priester /durch Zölibat/ dass er , freiwillig verzichtet, auf eine Frau, und auf eigene Familie. Das treue Leben ist nach dem Stand die Verherrlichung Gottes und die Quelle der Gnaden. Jesus verlangt von uns treu zu Lehre Jesu Christi sein. Heute, wenn so viele Ehe zerfallen, meine Ehe, muss ein gutes Beispiel für diejenigen sein, die in der ehelichen Krise sind.
Damit wir in der Treue zu Gott und den Menschen gefestigt werden, wagen wir zum Vater zu beten.
Die Welt ist zerstritten in ihren Meinungen. Wenn wir den Willen Gottes erfüllen, dürfen wir um seinen Frieden bitten.
Selig, die nicht trennen, was Gott verbunden hat, und zur Vollendung gelangen im Reich des Vaters.
Heute am Dreifaltigkeitssonntag feiern wir, dass einen Gott in drei Personen gibt. Es ist das Geheimnis unseres Glaubens. Vielleicht scheint es uns unglaublich, dass viele Theologen und Heilige über dieses Geheimnis ihr ganzes Leben lang nachdachten. Aber niemand von ihnen konnte sagen: Ich habe das Geheimnis der Dreifaltigkeit schon vollkommen verstanden. Dieses Geheimnis bleibt für uns immer ein Geheimnis.
Predigt
Unser Verstand ist viel zu schwach, um dieses Geheimnis zu ergründen. Im Alten Testament lesen wir im Buch Ijob: „Die Tiefen Gottes willst du finden, bis zur Vollkommenheit des Allmächtigen vordringen? Höher als der Himmel ist sie, was machst du da? Tiefer, als die Unterwelt, was kannst du wissen? Länger als die Erde ist ihr Maß, breiter ist sie als das Meer!“ Oder Jeremia drückt es so aus: „Groß bist du an Rat und mächtig an Tat, deine Augen wachen über alle Wege der Menschen.“ Der heilige Bernhard sagte: „Wie willst du die Natur Gottes erkennen? Wenn wir Gott begreifen könnten, dann wäre Gott nicht Gott, denn er wäre nicht größer als unsere Fassungskraft!“
Erfahrungen lehren uns lehrt, dass wir mit unserer endlichen Erkenntniskraft nicht einmal die einfachen Dinge und Erscheinungen der Natur in ihrem tiefsten Grunde erfassen können, um so weniger also das unendliche Wesen Gottes. Lasst uns heute die Lehre von der heiligen Dreieinigkeit – nicht mit unserem Verstand begreifen wollen, denn das wäre Vermessenheit. Wir armseligen Menschen können das Wesen des unermesslichen Gottes nicht erfassen und nicht ergründen, sondern nur mit Glauben und im Gebet.
Gott ist einfach in der Wesenheit. Der Gott, den wir anbeten, kann nur einer sein. Es gibt nur einen höchsten Herrn, der alles leitet. Was uns Gott über die von ihm erleuchtete Vernunft sagt, das sagt er uns ausdrücklich durch seine Offenbarungen in der Heiligen Schrift. So betete David: „Keiner ist dir gleich unter den Göttern , oh Herr und nichts ist gleich deinen Werken, denn groß bist du, und tust Wunder. Du bist Gott allein.“ Durch den Propheten Isaias spricht Gott: „Ich bin der Erste und der Letzte und außer mir ist kein Gott.“ Der heilige Paulus schreibt an die Korinther: „Wir wissen, dass alles Götzenwesen in der Welt nichts ist, und dass keiner Gott ist als nur Einer.“ Es gibt also nur einen Gott, der der Vater aller Menschen ist. Gott ist aber dreifach in den Personen. Zu dieser Aussage reicht unsere Vernunft nicht mehr. Die Lehre von der Einheit Gottes ist einfacher und einleuchtender. Die Dreieinigkeit ist zwar nicht gegen unsere Vernunft, aber sie ist weit über unsere Vernunft. Wir können sie, so lange wir auf dieser Welt sind, nicht verstehen, nicht begreifen, aber wir müssen an sie in Demut glauben. Jesus Christus, der sich durch unzählige Wunder und zuletzt durch seine Auferstehung und Himmelfahrt als den Sohn Gottes erwiesen hat, hat ausdrücklich gesagt: „Ich und der Vater sind eins.“ Er hat gelehrt, dass er vom Vater ausgegangen sei, dass er beim Vater in der Herrlichkeit war, dass der Vater ihm gegeben habe, dass Leben von sich selbst zu haben. Er hat vom Heiligen Geist gelehrt, dass er vom Vater und von ihm zugleich ausgehe. Er hat seinen Jüngern befohlen, die Gläubigen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen. Und hat denn nicht der dreieinige Gott sich selbst bei der Taufe Jesu recht schön geoffenbart? Da stieg der Sohn Gottes aus dem Jordan heraus, die Stimme des Vaters erscholl vom Himmel:“Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe“ und der Heilige Geist schwebte sichtbar in Gestalt einer Taube über ihn herab. Der eine Gott ist also dreifach in den Personen. Die drei Namen, die wir bei der Nennung der heiligsten Dreifaltigkeit aussprechen, stellen uns den ganzen Inhalt unseres Glaubens, unserer Liebe und Hoffnung vor Augen, unsere Erschaffung, unsere hohe Bestimmung, unserer Schuldigwerden und gerechte Strafe, unsere Erlösung und Heiligung.
Lasset uns alle unsere Gebete und Geschäfte anfangen im Namen des dreieinigen Gott. Was wir denken, reden und tun, dass lasst uns denken, reden und tun zu Ehre des dreieinigen Gottes, nach dem Willen des Vaters, nach der Lehre und dem Beispiel des Sohns und mit der Gnade des Heiligen Geistes. Und wenn wir einmal sterben werden, dann wollen wir zu unserer scheidenden Seele sagen: „Fahre aus, christliche Seele im Namen des Vaters, der dich aus Nichts erschaffen hat, im Namen Jesu Christi, der dich mit seinem kostbaren Blut erlöst hat, im Namen des Heiligen Geistes, der sich in der heiligen Taufe über dich ausgegossen hat.“ Und wenn dann des bitteren Todes Augenblick überstanden ist, und unser Geist sich entfernt hat vom sterblichen Leibe, dann wird uns ein anderes Licht aufgehen, dann wird uns das Rätsel aufgelöst, dann wird uns das Geheimnis entschleiert, dann werden wir den dreieinigen Gott besser erkennen als hier, wir werden ihn sehen von Angesicht zu Angesicht.
Jesus Christus, der uns in den Entscheidungen unseres Lebens den Weg weist, sei mit euch.
Jesus, dein Gericht entscheidet über unser ganzes Leben. Herr, erbarme dich unser.
Du hast die Absicht, uns von der Sünde der Vollendung zu retten. Christus, erbarme dich unser.
Du hast den Frieden des Vaters zu uns gebracht. Herr, erbarme dich unser.
Jesus sagte im heutigen Evangelium: „Und wer einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.”
Was ist ein Hindernis für den Eintritt ins Reich Gottes?
Gegenseitig Segen zu sein, das ist unsere Pflicht.
Bitten wir um diese Gnade und spüren wir die Verantwortung für unsere Taten, Worte und Einstellungen. Verzichten wir auf alles, womit wir andere zur Sünde bringen können..
Zum ungeteilten Dienst vor Gott hat uns Jesus Christus gerufen. In seinem Namen dürfen wir zum Vater beten. Verführung und Sünde bleiben in dieser Welt. Damit wir dennoch zum Frieden Christi einfinden, beten wir. Selig, die im Feuer des Geistes geläutert werden, hingegangen in das Reich Gottes.
Der Heilige Geist spendet reichen Trost in allen Leiden des Lebens, sei es in Form von Krankheiten und Schmerzen, dem Verlust von Ehre oder Vermögen oder in Form von Verachtung und Verleumdung. Wer schon einmal von schweren Trübsalen heimgesucht wurde, weiß, dass in einer so schmerzlichen Lage menschlicher Trost das Gemüt kaum aufrichten kann. Selbst die Rede und die Ermunterung des Priesters gehen oft wirkungslos an der Seele vorüber. Natürlich! Menschenwort schlägt nur ans Ohr und dringt nicht leicht zum Herzen vor. Hat ein Christ aber den Heiligen Geist, der ihm in der Taufe und Firmung mitgeteilt wurde, noch nicht durch schwere Sünden aus seiner Seele vertrieben, so besitzt er in seinem trostlosen Zustand mit ihm den rechten Tröster. Wie behandelt er einen Leidenden, um ihm seine Lage zu erleichtern? Der Heilige Geist erweckt in der Seele des Leidenden vor allem einen ungewöhnlich starken Glauben. Er stärkt den Glauben an die Weisheit der göttlichen Vorsehung, die ihm dieses Leiden zu seinem Besten geschickt hat. Er stärkt den Glauben an die göttliche Barmherzigkeit, die dieses Leiden als Genugtuung für die Sünden annimmt und ihn selbst auf Erden heilen will, statt ihn in der Ewigkeit zu strafen. Er stärkt den Glauben an die göttliche Liebe, die ihn auserwählt hat, dem Bild des Gekreuzigten Heilandes ähnlich zu werden. Er stärkt sogar den Glauben, dass durch dieses Leiden die Ehre Gottes sicherlich vermehrt wird. Dieser starke Glaube gibt Mut und Standhaftigkeit und schützt vor Trübsinn und Ungeduld.
Die Wirkung des Heiligen Geistes geht jedoch noch viel weiter. Er schenkt einer belasteten Seele oft die Gnade, sich vollkommen dem Willen des himmlischen Vaters hinzugeben, begleitet von einem tiefen Gefühl des Friedens. Das Ergebnis ist, dass diese Seele, egal wie groß das Elend ist, egal wie sehr das Herz leidet oder der Körper die schlimmsten Schmerzen empfindet, dennoch Freude und Heiterkeit empfindet. Kaum hatten sie ernsthaft begonnen, den Juden die neue Lehre zu verkünden,.
Jesus Christus, der uns die Freiheit der Kinder Gottes geschenkt hat, sei mit euch.
Es gibt einen Egoismus, der fast jeden Satz mit dem Pronomen „Ich” beginnt. Aber es gibt auch einen anderen, der mit dem Pronomen „Wir” beginnt. Letzterer ertönte bei den Aposteln. „Meister, wir sahen einen, der trieb böse Geister in deinem Namen aus, aber er folgt uns nicht nach. Wir verboten es ihm, weil er uns nicht nachfolgt.“ Aus dem Evangelium wissen wir, dass dieser kollektive Egoismus Jesus nicht gefällt.
Jesus, du bist der Meister und das Vorbild unseres Lebens. Herr, erbarme dich unser.
Wer dich mit ehrlichem Herzen sucht, wird dich finden. Christus, erbarme dich unser.Letterer
Der Geist, den du uns sendest, weht, wo er will. Herr, erbarme dich unser..
Jesus sagte zu seinen Aposteln: „Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“ (Mk 9,40)
Jesus verlangt von seinen Aposteln, dass sie die Menschen näherbringen, verbinden und vereinigen. Nicht nur der, der viele Reden über die Einheit hält, ist vereint. Die Taten „sprechen” darüber, wer und wie die Einheit bildet. Für die Einheit zu arbeiten bedeutet, Gutes zu tun: mit Liebe, opferbereit und im Namen der Wahrheit und Gerechtigkeit. Da wir kein Monopol auf ein ehrliches Leben und edelmütige Taten haben, schauen wir mit Achtung und Liebe auf jeden, der sich bemüht, die Einheit mit Gott aufzubauen. Menschen, die die Einheit mit Christus aufbauen, auch wenn sie anders sind als ich, können für mich keine Feinde oder Fremde sein. Nehmen wir uns vor. Ich werde etwas dafür tun, um im Geist Christi zum Erbauer der Einheit zu werden.
Damit wir Christus mit ganzem Herzen suchen und finden können, wagen wir, zum Vater zu beten.
Durch die Taufe gehören wir Christus an. So dürfen wir ihn um seinen Frieden bitten.
Selig sind die, die am Reich Gottes mithelfen und zu seinen Kindern gezählt werden.
Lied: „Maria, wir grüßen dich” (4/13)
Im Glaubensbekenntnis bekräftigen wir unseren Glauben an die Menschwerdung des Gottessohnes. Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. Gott wollte Mensch werden. Er wollte von einer menschlichen Mutter geboren werden, von einer Frau, die offen war für sein Wirken in dieser Welt. Deshalb wählte er Maria. Ihre Bereitschaft für den Anruf Gottes ist das Thema der heutigen Maiandacht.
Schriftlesung. Spr 8, 32–35
Wir hören eine Lösung aus dem Buch der Sprichwörter.
Hört auf mich, ihr Söhne! Wohl dem, der auf meine Wege achtet. Hört die Mahnung und werdet weise, lehnt sie nicht ab! Wohl dem, der auf mich hört, der Tag für Tag an meinen Toren wacht und meine Türpfosten hütet. Wer mich findet, findet Leben und erlangt das Gefallen des Herrn.
Lied: Maria, dich lieben. 22/50
Betrachtung
Wer ist Maria?
Ein unbekanntes Mädchen vor 2.000 Jahren. Niemand nimmt von ihr Notiz. In Geschichtsbüchern wird sie nicht erwähnt. Und doch hinterlässt sie Spuren, die deutlicher sind als die der „Großen” der Weltgeschichte. Damit beginnt ihre Geschichte. Sie ist ansprechbar. Sie lebt nicht in der abgeschlossenen Welt ihrer eigenen Vorstellung. Sie ist kein Gefangener ihres Wunschdenkens. Sie kreist nicht um sich selbst, sondern ist grundsätzlich offen, auch für das Unerwartete. Und das ist ihr Geheimnis. Sie ist offen und ansprechbar – auch für Gott. Das ist nicht selbstverständlich und einfach. Denn Gott spricht nicht laut und aufdringlich. Keiner hört Gott unmittelbar. Gott spricht oft anders, als wir es erwarten. Die meisten Menschen hören nichts oder nur sich selbst. Maria aber unterscheidet unter den vielen Stimmen und erkennt Gottes Stimme. Diese schenkt ihr die unersetzliche Gewissheit. Der Herr ist mit dir. Mit dir ist der Herr. Maria ist ein begnadeter Mensch, aber eben doch auch ein Mensch. Sie ist betroffen und bestürzt über ihre Erfahrung mit Gott. Anstelle der erwarteten Freude erfährt sie Angst. Gottes Nähe verwirrt sie. Sein Vertrauen trifft sie im Innersten. Sie weiß genau: Wenn Gott um einen Menschen wirbt, dann will er ihn ganz. Maria schweigt. Sie denkt schweigend nach. Nur so kommt der Mensch zum Glauben. Glauben heißt nicht, alles blind hinzunehmen und das Denken anderen zu überlassen. Maria schweigt und denkt nach. Sie möchte mit ganzem Herzen glauben.
Gebet zu Maria, Seite 15:
Heilige Maria, Jungfrau und Mutter,
in Liebe hast du dich Gott, dem Herrn, geweiht. Du warst offen für seinen Anruf und sein Wirken. Wir bitten dich.
V. Maria, du Mutter des Erlösers,
A. Mach uns bereit für den Anruf Gottes.
V. Maria, du gottgeweihte Jungfrau,
A. Mach uns bereit für den Anruf Gottes.
Maria, du Vorbild jungfräulicher Hingabe,
Maria, du Jungfrau, offen für Gottes Weisungen,
Maria, du Jungfrau, voll Vertrauen in den Dunkelheiten des Lebens,
Maria, du Jungfrau, voll Hoffnung trotz aller Ängste.
A. Mach uns bereit für den Anruf Gottes.
Maria, du Jungfrau, unbeirrbar bis in die Stunden von Golgotha.
Maria, du Jungfrau, beschenkt von deinem auferstandenen Sohn.
Maria, du Jungfrau, offen für die Gaben des Geistes.
Maria, du Mutter der Kirche.
Maria, du Mutter aller Einsamen und Gequälten.
Maria, du Mutter aller Unverstandenen und Ausgestoßenen.
Maria, du Mutter aller, die in Angst und Verzweiflung sind.
Maria, du Mutter aller Glaubenden.
Maria, du Mutter aller, die in der Kirche dienen.
Maria, du Mutter aller, die sich Gott ganz weihen.
Maria, du Mutter einer neuen Menschheit.
Lied: Rosenkranz-Königin, 32/55, I., II., III. Strophe
Gebet zu Gott Vater
Gott, wir hören oft dein Wort. Aber es prallt an uns ab. Es kommt gar nicht an. Unbewusst sperren wir uns. Wir müssten sonst umdenken, umkehren und andere, neue Menschen werden. Das kostet Kraft und viel guten Willen. Gott, wir möchten so ansprechbar sein wie Maria! Natürlich erschrickt sie über dein Wort. Sie hört den Anspruch heraus, der in deinem Gruß liegt. „Gerufen werden in deine Nähe und unter deine Führung.” Rüttle uns auf, Gott! Mach uns im Innersten unruhig, damit wir dein Wort hören, das du uns durch Christus, unseren Herrn, sagst.
Lied: Rosenkranz-Königin, IV. und V. Strophe
Fürbitten
Lasst uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, der als das Wort des Vaters in die Welt gekommen ist.
Herr Jesus Christus, lass die Kirche dein Wort hören und es mutig bezeugen.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Stehe den Gläubigen bei, die dein Wort verkünden.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Öffne die Herzen der Menschen, die deine Botschaft noch nicht kennen.
Christus, höre uns, Christus, erhöre uns.
Rüttle alle auf, die sich deinem Ruf verschlossen haben.
Christus, höre uns, Christus, erhöre uns.
Ermutige die jungen Menschen, die du zu deinem besonderen Nachfolger rufst.
Christus, höre/flieh uns.
Ewiger Gott, wer auf dich hört und an dich glaubt, baut sein Leben auf festen Grund und findet Geborgenheit in deinem Wort. Lass uns offen für dich sein und höre auf unser Gebet. Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn.
Segensbitte
Wir bitten um Gottes Segen.
Es segne uns der allmächtige Gott, der Maria zur Mutter seines Sohnes erwählte. Amen. Es segne uns der Herr Jesus Christus, der durch Maria unser Retter und Erlöser wurde. Es segne uns der Heilige Geist, der auch heute noch unter den Glaubenden zum Heil der Welt wirkt. So segne euch der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Lied: Segne du, Maria, 36/57
Jesus Christus, der unser aller Diener geworden ist, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium belehrt Jesus seine Apostel. Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. Sicher ist, dass die Apostel eine solche Rede noch nie gehört haben. Jesus verkündet etwas Neues, etwas Unerwartetes.
Jesus, du wolltest der Letzte und Diener aller sein. Herr, erbarme dich unser.
Du bist den Weg der Entsagung gegangen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast dich der Bosheit der Welt ausgeliefert. Herr, erbarme dich unser.
Wie kann ich es ertragen, wenn die anderen bevorzugt werden? Kann ich zurücktreten und den anderen den Vortritt lassen? Kann ich mich freuen, wenn die anderen hervorragen, wenn sie besser und erfolgreicher sind? Je notwendiger jemand ist, desto wertvoller ist seine Position. Es sind nicht die Titel, die über den Primat entscheiden. Am notwendigsten sind diejenigen, die einen Dienst für die anderen erfüllen. Die Einstellung Jesu zum Dienst soll uns beeinflussen. Wenn ich jemanden bewusst und freiwillig vorziehe, werde ich zum Geschenk für die anderen. Die Welt braucht nicht nur produktive Menschen, sondern auch diejenigen, die den Willen Gottes still erfüllen. Die Ehrungen, den Primat und den Ruhm überlassen wir den anderen. Wir bitten um die Gnade, unserem Beruf dienen zu dürfen.
Im Geist der Kinder Gottes, den uns Jesus Christus geschenkt hat, beten wir zum Vater.
Wer Christus in sein Leben aufnimmt, findet mit ihm Frieden. So bitten wir voll Vertrauen.
Selig sind die wie Kinder, die klein sind in dieser Welt und groß werden im Reich des Vaters.
Den Heiligen Geist zu empfangen, bedeutet, sich ihm ganz zu öffnen.
Einführung
Wer hat uns und womit hat man uns schon beschenkt? Wir haben zu Hause verschiedene Gegenstände, die uns an Menschen oder Begebenheiten erinnern. Im Rückblick sind wir durch diese Erinnerungen innerlich beschenkt und bereichert worden. Als gläubige Menschen glauben wir, dass der Heilige Geist das größte Geschenk ist, das wir erhalten haben. Spüren wir, dass der Heilige Geist in unserem Leben wirklich wirkt?
Predigt
Wir leben in einer unruhigen Welt. Wir beobachten die Bemühungen der Regierungen weltweit, die darauf abzielen, die Welt zu verändern. Als gläubige Menschen wissen wir jedoch, dass sich nicht alle Unordnungen, die uns quälen, mit menschlichen Mitteln beseitigen lassen. Wir wissen, dass Gott uns mit seiner Kraft helfen will. Er schenkt uns den Heiligen Geist, damit wir geheiligt werden und somit auch die ganze Welt..
Heiligen.
Für Kinder wird eine Vielzahl bunter, aufblasbarer Spielzeuge kreiert, die beim Spielen zum Leben erwachen. Wenn man ein solches Spielzeug kauft, ist es noch nicht aufgeblasen. Es hat dann noch keine Form und sieht überhaupt nicht schön aus. Wenn man es jedoch aufbläst, zeigen sich die eigentlichen Formen und das Spielzeug sieht schön aus. Durch die Taufe wurden wir Kinder Gottes. Wir empfingen den Heiligen Geist. Der Heilige Geist bläst unsere Seele auf, sodass sie zu wahrer Schönheit und Größe wird. So wie die Luft das Spielzeug verändert, so verändert der Heilige Geist uns.
Die Focolare-Bewegung ist weltweit verbreitet. Zu dieser Bewegung gehören auch junge Leute. Eine von ihnen ist Chantal. Sie wohnt in einem Siedlungshaus. Dort interessiert sich niemand für den Nachbarn. Nur dann, wenn jemand stirbt, fragen die Menschen: Wer ist gestorben?. Chantal denkt darüber nach, warum die Menschen zueinander so fremd sind. Sie sehnt sich danach, etwas dazu beizutragen, damit die Menschen geschwisterlicher zueinander werden. Einmal stieg aus dem Aufzug ein alter Herr aus. Das war Herr Martin. Chantal grüßte ihn herzlich. Das wiederholte sich bei jeder Begegnung. Eines Nachmittags schüttelte Chantal auf dem Balkon ein Tischtuch aus. Das Tischtuch aber fiel ihr aus den Händen und landete auf dem Balkon unter ihr. Sie ging in die Wohnung, die um ein Stockwerk niedriger war. Als sie anläutete, öffnete Herr Martin die Tür. Er lud Chantal ein, in seine Wohnung zu kommen. Zuerst weigerte sich Chantal, nahm dann aber die Einladung an. Herr Martin fragte sie: „Fräulein, sagen Sie mir, warum Sie immer so lieb sind und Ihr Gesicht immer strahlt? Verraten Sie mir ihr Geheimnis?“ Chantal wurde ein wenig rot und dann sagte sie: „Das ist mein Glaube. Ich habe mein Glück und den Sinn meines Lebens bei Jesus gefunden, der uns alle liebt.“ Dann sie wieder in ihre Wohnung hinauf. Nach einiger Zeit wollte sie Herrn Martin zu sich einladen. Als sie zu deren Wohnung kam, öffnete nicht Herr Martin die Tür, sondern ein Priester. Er sagte zu Chantal: „Ich will mich bei Ihnen bedanken. Herr Martin ist mein Vater. Er hat mir vom Gespräch mit ihnen erzählt. Ich möchte Ihnen sagen, was sie damit erreicht haben. Mein Vater wollte nicht, dass ich Priester werde. Er versuchte, mich daran zu hindern. Schließlich wurde er so zornig, dass er vom Glauben abgefallen ist. Ihre Worte, ihr Lächeln, ihre Zärtlichkeit brachten ihn wieder zu Gott zurück.“
Merken und spüren Sie: Wer in seinem Leben Platz für den Heiligen Geist schafft, lebt im Willen Gottes. So werden Barrieren zwischen den Menschen beseitigt. Der Heilige Geist fordert uns dazu auf: „Vertraut auf meine Wirkung! Gebt mir Raum in euren Herzen, damit ihr euer Leben und die ganze Welt verändern könnt.”
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