Archiv für den Monat: August 2013

22. Sonntag im Jahreskreis C

Einleitung.
Jesus empfiehlt den Menschen oftmals die Demut. Er sagt im heutigen Evangelium: “ Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Warum betont Jesus die Niedrigkeit? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, müssen wir zunächst wissen, was Jesus unter Niedrigkeit versteht. Jesus will nicht, dass ein gläubiger Mensch sich vor jedem verneigt, um demütig zu sein. Jesus meint eine ganz andere Niedrigkeit. Ich denke da an die Stelle im Matthäusevangelium, wo es heißt: „Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.“ Was bedeuten diese Worte? Das Kind ist auf seine Eltern angewiesen. Jesus will, dass wir Menschen auf den himmlischen Vater angewiesen sind.

Predigt.
Niedrigkeit vor Gott bezeichnet man auch als Demut. Nur wenn man demütig vor Gott ist, findet man ihn. Im ersten Petrusbrief heißt es: „Denn Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade.“ Der Philosoph Blaise Pascal definiert die Demut vor Gott folgendermaßen: Der menschliche Verstand ist beschränkt. Er kann die Unendlichkeit nicht erfassen. Er muss sich demütigen, um die Unendlichkeit erkennen zu können.
Ich möchte auch den modernen französischen Philosophen Jean-Paul Sartre zitieren. Er war Atheist. Und warum war er Atheist? Seine Gedanken waren so: Der Mensch ist frei und weil er frei ist, kann es keinen Gott geben. Wenn es einen Schöpfergott gäbe, wäre der Mensch Gott untergeordnet. Doch der Mensch kann niemanden untergeordnet sein, denn er ist groß, uneingeschränkt, ein Held. Und wenn sich der Mensch, dessen es ist, nicht Gott anerkennen kann. Merken Sie, wie überheblich diese Philosophie des Sartres ist? Kann solch ein Mensch an Gott glauben, zu Gott beten? Nur wenn der Mensch vor Gott demütig ist, bekommt er die Gabe des Glaubens geschenkt.
Der russische Schriftsteller und Denker Leo Nikolajewitsch Tolstoi veranschaulicht das sehr schön in der Geschichte: „Der König und der Hirte“. Ein König sagte gegen Ende seines Lebens zu seinen Höflingen: „Während meines Lebens habe ich alles gesehen und gehört, was ein Mensch sehen und hören kann. Nur Gott habe ich nicht gesehen.“ Und dann gab er seinen Höflingen drei Tage Zeit, ihm Gott irgendwie zu zeigen. Wenn ihr es nicht schafft, müsst ihr sterben. Die Höflinge bekamen große Angst, denn sie wussten nicht, wie sie dem König Gott zeigen könnten, und drei Tage waren dafür keine lange Zeit. Zum Glück kam ein Hirte, der vom Wunsch des Königs gehört hatte. Er sagte zum König: „Erlaube mir, Herr König, dass ich dir diesen Wunsch erfülle.“ „Gut“, sagte der König, „aber bedenke, dass es um deinen Kopf geht.“ Daraufhin führte der Hirte den König in die Natur. Er sagte zu ihm: „Schauen Sie doch die Sonne an!“ Der König schaute in die Sonne, aber sie blendete ihn schrecklich. Er sagte zum Hirten: „Willst du, dass ich die Sehkraft verliere?“ Dieser antwortete: „Sehen Sie, Herr König, die Sonne ist nur ein kleiner Abglanz der Größe Gottes, nur ein Feuerfunke seines Lichts. Wie kannst du da mit deinen schwachen Augen Gott anschauen. Suche Gott mit anderen Augen!“ Da sagte der König: „Ich werde Gott mit den Augen des Verstandes suchen.“ Dann sagte er noch: „Kannst du mir sagen, was früher war als Gott.“ Der Hirte sagte zum König: „Zähle ganz langsam!“ Der König fing an zu zählen: „Eins, zwei, drei!“ „Nein, fange mit dem an, was vor dem Einser ist!“, meinte darauf der Hirte. „Vor dem Einser ist nichts!“ sagte der König. Die Antwort des Hirten: „Da hast du recht, Herr König und so war auch vor Gott nichts!“ Da nahm der König den Hirten mit in seinen Palast und zeigte ihm alle seine Reichtümer. Er sagte zu ihm: „Ich belohne dich reichlich, wenn du mir auf die Frage antworten kannst: Was macht Gott?“ Der Hirte meinte: „Das werde ich Ihnen beantworten, aber ich habe noch eine Bitte an Sie, tauschen wir die Stellung und die Kleider!“ Sie taten es und der Hirte setzte sich auf den Thron und sagte: „Herr König, das macht Gott, die einen befördert, die anderen erniedrigt er.“ Nach diesen Worten hat der König lange und intensiv nachgedacht und ist demütig geworden.
Denken wir nun an uns selbst: Sagen wir nicht auch manchmal – ich kann nicht glauben, ich kann nicht beten. Brüder und Schwestern, merken Sie, wo der Fehler liegt? Der Fehler liegt an unserem Stolz, an unserem Nichtangewiesensein auf Gott, also wenn wir uns zu selbständig fühlen. Dieser Weg führt nicht zu Gott. Zu Gott führt die Demut. Sie werden jetzt begreifen, warum Jesus uns die Demut ans Herz legt!

Der Heilige Augustinus.

Er war einer der bedeutendsten Kirchenlehrer und zugleich einer der größten Heiligen. Sein Weg zur Heiligkeit war lang. Was bedeutet das? Augustinus glaubte zwar an Gott, lebte aber weiterhin in der Sünde. Dies beweist, welche große Macht die Sünde über den Menschen hat.
Augustinus wurde am 13. November 354 in Tagaste im heutigen Algerien geboren. Er war sehr begabt. Als 16-Jähriger führte er ein ausschweifendes Leben. Er geht eine Verbindung mit seiner Konkubine ein. Ihnen wird im Jahre 372 ein Sohn geboren. In diesen Jahren wendet er sich durch die Lektüre des Hortensias der Philosophie zu und schließt sich der Lehre der Manichäer an. Da hörte er in Mailand die Predigten des heiligen Ambrosius und wendete sich den Häresien der Manichäer ab. Er war beeindruckt vom heiligen Ambrosius und seinen Predigten. Da erzählte ihm einmal ein Freund, dass zwei kaiserliche Beamte ihr Amt verlassen und in die Einöden gezogen seien. Da rief Augustin aus. Da gilt mir. Und dann setzte er fort. Die Ungelehrten stehen auf, bemächtigen sich des Himmels, und ich bin mit meiner Weisheit tief in der Begierde des Leibes versunken. Wie lange werde ich noch warten? Immer sage ich . Morgen werde ich mich bekehren. Warum nicht heute? Da hörte Augustinus eine Kinderstimme, die ihm zurief. ,,Nimm und lies!“ Da öffnet er tatsächlich die Heilige Schrift und liest. Was las er dort? Er las im Römerbrief, Kap.13, Vers. 13–14: „Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweigung, ohne Streit und Eifersucht. Legt als neues Gewand den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht so für euren Leib, dass die Begierden erwachen. Seit dieser Zeit ändert Augustinus sein Leben.Er wurde später Bischof in Hippe. Er starb schließlich am 28. August 430
Von Augustinus stammt folgender Satz: Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Herr. Das bedeutet. Ohne Gott können wir das wahre Glück nicht finden.

Der Heilige Pius der Zehnte

Heute erinnern wir uns an den heiligen Pius X. Er wurde am 4. August 1903 zum Papst gewählt. Sein Motto war: Alles in Christus erneuern. Er war der größte Reformator seit der Zeit des Papstes Pius V. Er starb am 21. August 1914. Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges.Er wurde von Papst Pius XII. im Jahre 1954 heiliggesprochen.
Der ursprüngliche Name von Papst Pius X war Giuseppe Sarto. Er wurde im Jahre 1835 in Riesa in Venedig geboren und stammte aus einer armen Familie. Der örtliche Pfarrer nahm wahr, dass der Bub sehr begabt ist, und verhalf ihm eine Grundausbildung. Giuseppe Sarto musste 7 km zu Fuß zur Schule und wieder zurückgehen, aber für ihn war es wichtig, dass er die Schule besuchen konnte.Er wurde 1958 zum Priester geweiht und feierte seine erste heilige Messe. Giuseppe Sarto war 9 Jahre Kaplan, 9 Jahre Pfarrer, 9 Jahre Bischofskanzler, 9 Jahre Erzbischof und Kardinal von Venedig. Dann wurde er zum Papst gewählt und wirkte insbesondere im pastoralen Bereich. Er reformierte das Kirchenrecht und das Brevier und setzte sich für eine gute kirchliche Musik ein. Er führt die häufige Kommunion ein, und schon Kinder im Alter von 7 Jahren konnten sie nach entsprechender Vorbereitung empfangen. Früher wurde die erste Heiligenkommunion erst im Alter von 12 Jahren gefeiert. Er reformierte auch die römische Kurie. Pius X hatte eine tiefe und innige Beziehung zu den Menschen. Woher nahm er die Kraft? Die Kraft schöpfte er aus der Eucharistie und der Marienverehrung. Er wusste, dass, wenn er die Kirche erneuern will, das nicht ohne Christus gehen kann.
Alles in Christus erneuern bedeutete vor allem, Christus in sich tragen, Christus lieben, Christus im Herzen Platz geben und Christus den anderen bezeugen.

Maria Königin.

Das Fest Maria Königin entstand und wurde von Papst Pius XII im Jahre 1954 eingeführt. Er verehrte sehr das gnädige Marienbild, Salus populi Romani – Das Heil des römischen Volkes in der Papstbasilika Santa Maria Maggiore. Dieses marianische Jahr galt der Vorbereitung auf das Jahrhundertjubiläum der feierlichen Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis, der Immaculata.
Jedes Jahr wählen die Menschen eine Schönheitskönigin. Wenn dieser Wettbewerb einer geistlichen Schönheit gälte, würde Maria bestimmt siegen. Maria trägt der Titel ,,Königin“. In der lauretanischen Litanei hat sie vielfache Titel: Königin der Friedensheiligen Maria, Königin der Propheten, aber auch der Apostel, Königin der Märtyrer. Sie ist auch die Königin des wahren Heiligen Friedens, wie der Hl. Kamil de Lellis, der Hl. Johannes von Gott,der Hl. Ignaz von Loyola und andere Heilige legten ihre Schwerter beim Altar ab, um nur noch mit den Waffen der Liebe zu kämpfen. Maria, die Königin, gewann die Herzen einfacher Menschen, aber auch die Herzen von Wissenschaftlern, Künstlern. Ihr Bild oder viele Medaillen von ihr kennen die Menschen auf der ganzen Welt. Maria begann ihre Karriere anders als man es erwartet: mit Demut. Sie diente, um einmal die Königin des Himmels zu sein. Sie wohnte in einem Stall, um später in der Herrlichkeit bei Gott zu leben. Sie lernte auch den Kalvarienberg kennen und wurde so zum Trost für die Betrübt. Sie musste ihren eigenen Sohn opfern, um zur Mutter der Kirche zu werden. Wir können ihr nur gratulieren zu ihrem Ruhm, den sie uns zuliebe so teuer bezahlen musste.
Da muss uns doch klar werden, warum es so viele Wallfahrtsorte gibt und warum so viele Leute Rosenkranz beten. Maria gewann die ganze Welt durch ihre Schönheit, ihre Reinheit und ihre Demut. Der heilige Bernard sagte: Maria zog durch Demut Gott an, durch die Reinheit empfing sie ihn und mit Liebe umarmte sie ihn.

21.Sonntag C im Jahrekreis 2013,Lk 13,22-30

21.Sonntag C 2013
Einleitung
Die Erfahrung ist Ihnen sicher nicht fremd, dass alles, was in der Welt seinen Wert hat, nur durch Arbeit und Streben erlangt werden kann. Ich denke da an eine gute Note in der Schule, an einen hervorragenden Erfolg im Sport oder das fehlerlose Spielen auf dem Klavier. Ohne besondere Mhe kann man keinen Erfolg haben. Das ist auch in einem Sprichwort ausgedrückt: Ohne Fleiß kein Preis.
Der großte Wert aber ist, einmal im Reich Gottes leben zu k￶nnen. Aber es ist auch hier unmöglich ohne Mhe dorthin zu gelangen. Darum sagt uns Jesus im heutigen Evangelium:
„Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tr zu gelangen!“

Predigt
Bei der Olympiade im Jahre 2004 in Athen erwartete man als Sieger im Basketball die amerikanische Mannschaft. Es war aber nicht so. Sie verloren gegen die Puertoricaner und auch gegen die Litauer. Die amerikanische Mannschaft nannte sich „Dreams Team“, also Traumteam und jeder amerikanische Junge wollte Mitglied dieses Traumteams sein. Die Puertoricaner wurden von den Amerikanern abwertend als Einwanderer bezeichnet. Noch dazu geh￶rte der olympische Sieg im Basketball fast hundert Jahre den Amerikaner und nun pl￶tzlich diese Niederlage. Die amerikanische Zeitung „Chicago Tribune“ schrieb einen erniedrigenden Bericht darber: „Das war ein Spiel ohne Einsatz und ohne Eifer. Die Spieler benahmen sich berheblich und eingebildet, nicht einmal das olympische Dorf interessierte sie als Unterkunft. Sie wohnten im Luxusschiff „Quinn Mary Second“ und hatten dort ein Fnf-Stern-Appartement zur Verfgung. In dieser Hinsicht war die Ohrfeige von Puerto Rico und Litauen eine Genugtuung.“
Was wir da lesen und ber den Sport h￶ren, das sagt Jesus in der Bibel mit einem Satz:
„Dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.“ Auch junge und leistungsf¦hige Sportler k￶nnen sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen und glauben, dass sie unbezwingbar sind. Und das gilt nicht nur im Sport. Es ist auch so in Beziehungen. Wer aufh￶rt zu lieben und sich auf seinen Lorbeeren ausruht, da wird die Beziehung scheitern. Auf den Lorbeeren auszuruhen bedeutet sich nicht weiter entwickeln.
„Bemht euch mit allen Kr¦ften, durch die enge Tür zu gelangen“ – damit wollte Jesus seinen Zeitgenossen sagen: „Rettet nicht die Zugehörigkeit zum auswählten Volk Israel, sondern vertieft eure Beziehung zu Gott!“ Jesus sah, wie die Schriftgelehrten und Pharis¦er sich auf den Lorbeeren ihrer Religiösität ausruhten und Menschen aus anderen Kulturen erniedrigten.
Jesus machte ihnen dies deutlich klar, wenn er sagte: „Da werdet ihr heulen und mit den Zähnen knirschen, wenn ihr seht, dass Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid.“ Jesus hatte also ihrer Vorstellung von Religiosität widersprochen.
Dieser Satz von der engen Tür hat auch eine Bedeutung fr uns heute. Wenn wir nur den leichten und breiten Weg gehen, so kann das zwar angenehm sein, aber es führt nicht zum Ziel. Wenn wir immer mit dem Strom schwimmen, geht das ohne Mhe. Jesus aber will von uns, dass wir gegen den Strom schwimmen – gegen den Strom des Konsums, gegen den Strom der Bequemlichkeit und gegen den Strom der Begierden und Leidenschaften. Dieses gegen den Strom schwimmen, das ist die enge Tr, die Jesus im Evangelium meinte. Wir sollen auch unsere Zeit, die hier auf Erden so schnell vergeht, fr dauerhafte Werte verwenden. Sie ist ein Geschenk Gottes.
Ich möchte mit einer Begebenheit schließen: Ein englischer Flieger flog einmal in einem kleinen Flugzeug über Algerien. Plötzlich hörte er ein Beißgerausch. An Bord war eine Ratte, wahrscheinlich angelockt durch die Lebensmittel, die sich dort befanden. Der Pilot erschrak und dachte: „Die Ratte wird mir doch nicht die Kabel durchnagen.“ Er wusste nicht sogleich, was er machen sollte. Da erinnerte er sich an den Zoologie-Unterricht in der Schule, wo er gelernt hatte, dass eine Ratte in großer Höhe nicht überleben kann. Da begann er mit dem Flugzeug immer höher und höher zu steigen. Er selbst hatte schon ein wenig Probleme mit dem Atmen. Da hörte das Beißgerausch auf und nach der Landung fand er die tote Ratte.
Eine einfache Lehre daraus: Im Leben kann uns die Ratte der Nachrede, der Unmoral, der Trägheit beißen. Können wir etwas dagegen tun? Ja, h￶her steigen, sich bemühen zur Selbsüberwindung.
Es gibt aber auch Menschen, die lieber über den engen und mühseligen Weg nicht sprechen wollen, es sind hauptsächlich jüngere Leute, die das Christentum nicht attraktiv finden. Und dann hört man auch die Bemerkung: „Gott ist Liebe, er verzeiht sowieso alles, warum sollte ich mich bemühen?“ Denken wir an eine Prüfung in der Schule und wir haben nichts gelernt. Der Lehrer wird es uns auch nicht verzeihen, wenn wir nichts gelernt haben. Wirkliche Tugenden können wir ohne Fleiß nicht gewinnen. Ich glaube, dass wird uns allen bewusst sein.

Die Meinung ist nicht das,was der Glaube ist

Der Vernunft und das Bewusstsein repräsentieren des äußeren Teil, unserer Persönlichkeit. Hier denken wir nach, denken wir. Das Herz und unser Inneres, repräsentieren inneres Teil unseres Persönlichkeit, den wir uns oft nicht bewusst werden. Hier spüren wir, glauben wir. Eine Geschichte für bessere für besseres Verständnis. Stellen sie sich vor, dass zum ersten Mal, gehen sie, etwas extremes zu probieren. Zum Beispiel mit dem Fallschirm abspringen. Die Vernunft, widersetzt sich nicht dagegen. Alle sagen dass es sicher ist. Das Herz ist ruhig ,es erleben noch nichts. Mit der Hilfe des Instruktors bereiten wir den Fallschirm gründlich vor. Wir überzeugen uns dass alles in Ordnung ist. Unser Herz ist noch immer ins Behagen. Es erlebt noch nichts. Das Flugzeug führt uns in die Höhe, fünf Kilometer hinaus. Plötzlich öffnet sich vor uns die Leere. Die Angst erscheint. Warum und woher kam der Angst. Doch alles ist in Ordnung. Nichts Schlechtes kann man passieren. So warum der Angst? Die Vernunft weiß, wie der Fallschirm zusammengefaltet ist, dass uns nichts Schlechtes passieren kann. Unser Herz weiß nicht darüber. Unser Herz nimmt nur die riesige Leere wahr, unter uns und ruft in uns die große Angst hervor, damit uns abraten, unten sich zu werfen. Denn unser Herz ist überzeugt, dass uns um das Leben geht. Wir haben kein Problem das zu leben, was wir leben, und tun, was wie glauben, worüber sind wir tief überzeugt. Unser Verstand überholt unser Herz . Mit unserem Herzen nehmen wir das Evangelium an, und wir bemühen uns, als die Christen zu leben. Das Herz glaubt das nicht, in ihm ist immer noch der Zweifel. Es ist schwer und im Voraus auf das Missglückt verurteilt, bemühen sich, leben und das, was wir im Herzen nicht glauben. Wir bemühen uns nach außen, aber unser Innere ist noch nicht verändert. Das Christentum ruht im Herzen glauben. Das Christentum ist nicht schwierig, wenn wir tief und persönlich ihn glauben. Wir machen nur das, was wir glauben, was für uns natürlich ist. Eine kleine Anekdote für das bessere Verständnis. In einer Stadt kam ein Seilkünstler. Der Seilkünstler spannte ein Drahtseil in den großen Hohen. Der Seilkünstler lief nach dem Seil durch, mit der Stange in der Hand. Die Menschen klatschten ihm. Noch größerer Applaus bekam er, wenn er nach dem Seil ohne die Stange durchlief. Die Spannung gipfelte wenn er in die Hand einen Schubkarren nahm. Eher als er mit dem Schubkarren hinaufging, fragte er die Zuschauer. Glauben sie dass ich mit diesem Schubkarren durch das Seil laufe? Das Publikum hat aufgeschrien –ja. Aber damit das nicht endet, hat. Wenn sie glauben, dass ich mit dem Schubkarren übergehe, komm jemand hierher nach oben. Ich werde ihn im Schubkarren durchführen. Niemand meldete sich. Wenn wir uns bemühen um das christlichen Leben, und kommt uns das schwer, das Problem liegt darin, dass wir das Evangelium mit unserem Sinn empfangen haben, aber glaubten wir an ihm nicht mit unserem Herzen. Die Lösung liegt nicht darin, dass wir uns mehr bemühen werden, aber darin, dass wir mit dem Herzen glauben werden. Der Verstand ernährt sich mit den Gedanken Ideen, und auf ihren Grund ändert sich. Das Herz ernährt sich mit den Erfahrungen, Erfahrungen, Emotionen, und unter ihrem Einfluss ändert sich. Das ganze Evangelium, das ist das Wort des Evangeliums, der Zeuge des Ankündigungen des Evangeliums, Die Zeichen bestätigen das Wort des Evangeliums. Der Weg des Wortes ist das mächtige Werkzeug, das ermöglicht, um das Wort aus unserem Sinn in unser Herzen zu geraten. Das meditative Gebet ist eine Art, wie eine Information zu einem starken, mächtigen Erlebnis verwandeln, das unser Herzen berührt und verwandeln es. Der Weg des Zeugen ist ein mächtiges Hilfsmittel. Der Zeuge ist ein Mensch, der schon glaubt, durch den auch wir vermitteln, Gott berühren können. Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volke./Ap.5,12/. Die Zeichen als die Erfahrung der Gottesmacht hilf zur innerlichen Änderung. In der Gleichzeitigkeit präferiert man mehr die Technik, Pädagogik, die wissenschaftlichen Methoden, die philosophischen Argumente, als die Zeichen der Gottesmacht. Die Zeichen sind wirkliche, greifbare Erlebnisse Gottesmacht. Es ist ideal, wenn wir das Evangelium, durch alle drei Wege empfangen können.

20.Sonntag C

  • Einleitung.

  • Es ist wichtig, dass der Glaube unserer Kirche und unser alltägliches Leben zusammenpassen.

  • Wir sollen immer wieder über unser Leben nachdenken und überlegen, was wir besser

  • machen können. Auch das heutige Evangelium gibt uns dazu eine Anregung. Jesus sagt zu

  • uns: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde

  • schon brennen!“ Wie sollen wir diesen Wunsch von Jesus verstehen?

  • Feuer hat vier Wirkungen. Es leuchtet, es gibt Kraft, es erwärmt und es kann entzünden.

  • Vielfach hören wir in den Medien von großen Waldbränden.

  • Predigt

  • Jesus wünscht sich, dass seine Lehre in uns diese vier Wirkungen des Feuers, die ich anfangs

  • genannt habe, hervorruft – nämlich Licht, Kraft, Wärme und den Zündfunken unseres

  • Glaubens.

  • Erstens: Jesu Lehre soll Licht für uns sein. Es heißt im Johannesevangelium: „Ich bin das

  • Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das

  • Licht des Lebens haben.“

  • Zweitens: Jesu Lehre soll für uns die Quelle der Kraft sein. Daran erinnert uns Jesus immer

  • wieder bei allen möglichen Gelegenheiten. Ein Beispiel dazu: Ein Vater kam zu Jesus

  • und bat ihn, er möge sich über seinen Sohn erbarmen, der mondsüchtig ist, sehr leidet und

  • oft ins Feuer oder ins Wasser fällt. Er sagte: Deine Jünger konnten ihm nicht helfen und

  • nicht heilen. Und als die Jünger Jesus fragten: „Warum konnten wir ihn nicht heilen?“ Da

  • antwortete ihnen Jesus: „ Euer Glaube ist zu schwach!“ Alles ist möglich, dem, der glaubt.

  • Bei Matthäus steht geschrieben: „Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, dann werdet ihr

  • nicht nur das vollbringen, was ich mit dem Feigenbaum getan habe; selbst wenn ihr zu diesem

  • Berg sagt: Heb dich empor und stürz dich ins Meer!, wird es geschehen.“

  • Da sehen Sie, was für eine Kraft unser Glaube hat.

  • Drittens: Jesus Lehre vermittelt Wärme, sie soll in uns die Liebe zum Nächsten erwecken.

  • Jesus betonte das auch durch die Vorhersage über das Jüngste Gericht: „Dann wird der König

  • denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,

  • nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich

  • war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken

  • gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen, ich war nackt und

  • ihr habt mir Kleidung gegeben und so weiter ….. Darauf wird der König ihnen antworten:

  • Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir

  • getan.“

  • Jesu Lehre soll also die Religion der Liebe sein.

  • Viertens: Jesu Lehre ist der Zündfunke des Glaubens für uns und für alle Menschen. Jesus

  • legt uns das ans Herz mit den Worten: „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit

  • sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

  • Jesus wünscht sich sehr, dass seine Lehre in uns wie ein Feuer wirkt.

  • Möge uns dazu das Beispiel des Heiligen Bernhard ermuntern:

  • Bernhard stammte aus einer adeligen Familie. Seine Mutter lehrte ihn die Schönheit des

  • Glaubens und führte ihn zu Gott. Es war daher kein Wunder, dass er in ein Kloster eintreten

  • wollte. Als die Mutter starb, stellte sich der Vater, der ein hoher Beamter am königlichen

  • Hof war, gegen den Plan seines Sohnes. Bernhard aber liebte Gott so sehr, dass er trotz

  • des entschiedenen Willens seines Vaters und der Missbilligung seiner Verwandten, die

  • Familie verließ und ins Kloster eintrat. Seine Begeisterung und sein Eifer für Jesus waren

  • so mächtig, dass auch seine drei Brüder davon so beeindruckt waren, dass sie sich ebenfalls

  • entschlossen, ins Kloster einzutreten. Sie verabschiedeten sich von ihrem jüngsten Bruder mit

  • den Worten: „Lieber Bruder, wir wollen gehen und Gott allein dienen. Wir hinterlassen dir

  • den ganzen Besitz, alle Felder, Wiesen und Wälder, Geld und Gut. Alles ist dein.“ Der Junge

  • schaute seine Brüder an und sagte: „ Nein, das wäre nicht gerecht. Ihr wollt das Leben mit

  • Gott und mir überlasst ihr die irdischen Güter. Ich will auch den Himmel. Ich gehe mit euch.“

  • Die Brüder waren tief gerührt. Sie verkauften das Haus – und alles Vermögen, das ganze

  • Geld verschenkten sie an die Armen. Das war so ein mitreißendes Beispiel, dass 30 junge

  • Adelige sich auch entschlossen, ins Kloster einzutreten. Sie alle wollten nach den Regeln des

  • Heiligen Bernhard ihr Leben verwirklichen, der Gott bevorzugte vor allen menschlichen und

  • weltlichen Interessen.

  • Bitten wir heute Jesus, dass seine Lehre in uns diese Wirkungen herrufe, über die wir gehört

  • haben!

Taufe August.

Nach der heiligen Messe gingen sie mit ihrem kranken Kind in die Sakristei. Sie baten Pater Pio, das Kind zu segnen. Pater Pio sagte jedoch: „Nehmen Sie dieses Kind wieder mit sich. Es ist schon drei Monate alt und noch nicht getauft. Daraufhin baten sie Pater Pio, das Kind zu taufen. Pater Pio stimmte zu. Nachdem er die Worte „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” ausgesprochen hatte, lockerten sich die Beinschienen des Kindes und seine Beine wurden ganz gesund. Alle weinten vor Überraschung und Freude. Es war ein doppeltes Wunder geschehen. Durch die Taufe wurde das Kind ein Kind Gottes und zugleich auch geheilt. Für die Familie war dies ein klarer Beweis dafür, dass bei der Taufe etwas Großes geschieht. Bei der Taufe erhalten wir auch das ewige Leben. Das bedeutet, dass wir einmal einen unsterblichen Leib erhalten werden. Viele Kinder und junge Menschen sind heute gesund. Aber später kommen die Krankheiten, später kommt der Tod. Wer getauft ist und an Jesus Christus glaubt, muss keine Angst vor dem Tod haben, denn Jesus hat gesagt: „Wer an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben, und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken.” Das ist unsere Freude und unser Halt. Im Jahr 1956 ereignete sich Folgendes in Italien. Dieses Ereignis zeigt uns, welche große Bedeutung das Sakrament der Taufe hat. Eine Frau aus Grenoble in Frankreich, die ein Kind erwartete, sah im Traum einen ihr unbekannten Priester. Der Priester sagte zu ihr: „Du wirst ein Kind haben, das kranke Beine haben wird. Hab deswegen keine Sorge. Reise nach Italien, dort wirst du sehen, was du machen sollst.“ Dieser Traum erfüllte sich leider und das Kind kam behindert zur Welt. Für die Familie war das eine große Tragödie. Selbst die besten Ärzte konnten das Kind nicht heilen. Drei Monate später hörte der Vater von einem berühmten Arzt in Mailand. Sie reisten dorthin, mussten mehrmals umsteigen und stiegen schließlich auch noch in einen Zug, der in die falsche Richtung fuhr. So kamen sie nicht nach Mailand, sondern nach Foggie. Im Zug versuchten sie, die anderen Reisenden zu beunruhigen. Sie schlugen ihnen vor, da sie sich ohnehin im falschen Zug befanden, mit ihrem Kind zu Pater Pio zu fahren. Die Eltern aber antworteten: „Was sollen wir bei diesem Priester machen? Wir brauchen einen Arzt, einen Spezialisten.“ Die Mitreisenden überredeten sie jedoch und sie reisten wirklich weiter. San Giovanni Rotunde, wo Pater Pio lebte. Pater Pio war ein frommer Priester, der an seinem Leib die Wundmale Christi getragen hat. Er ist im Jahre 1968 im Alter von 81 Jahren gestorben. Papst Johannes Paul II. hat ihn 1999 heiliggesprochen. Dort angekommen, gingen sie gleich in die Kirche. Pater Pio feierte gerade die heilige Messe. Da erschrak die Frau. Das war doch der Priester, den sie im Traum gesehen hatte. Nach der heiligen Messe gingen sie mit ihrem kranken Kind in die Sakristei. Sie baten Pater Pio, das Kind zu segnen. Pater Pio aber sagte. Nehmen Sie dieses Kind wieder mit sich . Es ist schon drei Monate alt und noch nicht getauft. Da ersuchten sie Pater Pio , ob es ihm möglich wäre, das Kind zu taufen. Pater Pio stimmte zu. Als er die Worte „Karl, ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ ausgesprochen hatte ,lockerten sich die Beinschienen, die das Kind hatte, und die Beinchen des Kindes wurden ganz gesund. Alle weinten vor Überraschung und Freude. Es ist ein doppeltes Wunder  passiert. Durch die Taufe wurde das Kind ein Kind Gottes  und zugleich geheilt. Für die Familie war das ein klarer Beweis dafür, dass bei der Taufe ganz große Dinge stattfinden. Bei der Taufe bekommen wir auch das ewige Leben. Das bedeutet, dass wir einmal einen neuen unsterblichen Leib erhalten werden. Viele Kinder, viele junge Menschen sind heute gesund. Aber später kommen die Krankheiten, später kommt  der Tod. Wer getauft ist, der glaubt an Jesus Christus, der muss keine Angst vor dem Tod haben, weil Jesus gesagt hat. Wer an mich glaubt, wird, auch wenn er stirbt, auf ewig nicht sterben, und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken. Das ist unsere Freude und Hoffnung.

Welche Werke werden jeder göttlichen Personen zugeschrieben

Welche Werke werden wir jeder der drei göttlichen Personen vornehmlich zugeschriebe?
Dem Vater wird vornehmlich zugeschrieben, die Erschaffung, dem Sohne die Erlösung, dem Heiligen Geist die Heilung. Diese Werke allen drei Personen drei Personen gemein sind. Wie sollen wir das verstehen. Der eine Gott hat uns erschaffen, nicht der Vater ohne den Sohn, aber dennoch, wird dem Vater vor den anderen Personen, oder auch vor anderen Werken, die Erschaffung zugeschrieben und die Erlösung mehr dem Sohn zugeschrieben und dem heiligen Geist die Heiligung. In ähnlicher Weise sagen wir zum Bispiel, wenn ein Maler ein schönes Bild malt, das sei ein Werk seiner Hände, obgleich der ganze Leib und die Seele mitgeholfen haben, oder wenn ein gescheiter Mann ein gelehrtes Buch macht, können wir sagen: das ist ein Werk seines Verstandes, obgleich auch der Wille, die Hände mitgeholfen haben., der ganze mensch es gemacht hat.

Maximilian Kolbe

Maximilián Kolbe
Heute haben wir den Gedenktag des Maximilian Kolbe. Ähnlich wie Edit Stein hat auch er mehrere Titel. Er war Priester, Ordensbruder, Märtyr, Schriftsteller, Häftling im Konzentrationslager
Rajmund Kolbe wurde am 7.Jänner im Dorf Zdunska Wolla bei Lodz geboren. Wenn er den wissenschaftlichen Weg eingeschlagen hätte, würden wir über ihn, als von einem Erfinder oder Verbesserer lesen. Rajmund hatte fromme Eltern. Hauptsächlich seine Mutter brachte ihm die Liebe zu Gott und Maria bei. Rajmund hatte als Bursche einen Traum, in dem Maria ihm zwei Kronen bot. Eine war weiß, die andere rot. Rajmund sollte wählen. Er wollte beide. Als 16 jährige trat er in das Franziskaner Kloster ein. Als Franziskaner nahm er den Namen Maximilian an. Er ist ein Schriftsteller geworden. Er hat die Zeitschrift,, Der Ritter der Unbefleckter gegründet. Die Zeitschrift erscheint in einer Auflage von 100 Tausend Exemplaren. Aber nicht nur in Polen, aber auch in Indien, in Japan. Maximilian hat ein Verlag Zentrum gegründet. Später hat dieses Verlag Zentrum den Namen Niepokalanov bekommen. Hier wurde er im 1941 durch Gestapo übergefallen und ins Konzentrationslager in Ausschwitz abgeschleppt. Dort werden ihn nicht mehr als einen Menschen, als einen Priester kennen, sondern nur als eine Nummer. Die Nummer 16 670. Im Konzentrationslager musste Maximilian viel arbeiten und oft Hunger leiden. Es nähert sich den Fest Maria Himmelfahrt. Jemand floh aus ihrem Block. Zehn Häftlinge werden darum in den Hungerbunker gehen. Dort sollte auch der Häftling Franz Gajovniczek gehen. Meine Frau, meine Kinder nie werde ich euch mehr sehen, flüsterte der Häftling. In diesem hört Maximilian die Worte von Jesus: Größere Liebe hat keiner, als wer sein Leben gibt für sein Freude. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut was ich euch weise. /Joh.15,13-14/. Er meldet sich freiwillig ins Hungerbunker anstatt des Häftling Franz Gajovniczek. In dem Hungerbunker ist er 14 Tage, bis eine Karbol Spritze sein Leben beendete. Das war am 14.August 1941 um 12, 50.
Pater Maximilian Kolbe war ein außergewöhnlicher Mensch. Außergewöhnlich war seine apostolische Eifrigkeit, Er gewann beide Kronen. An seinem Leben zeigte er, dass die Liebe stärker als Hass sein kann.

Maria Himmelfahrt 2013

Einleitung
Der römische Schriftsteller Aulus Gellius berichtete von einem Erlebnis auf seiner Reise von Kassiopeia nach Brindisi. An Bord war ein Philosoph aus Athen, der seinen Schülern gegen Geld beibringen wollte, den Tod zu verachten. Während der Schifffahrt brach ein Sturm los. Der Schriftsteller beobachtete, wie sich die Reisenden verhielten. Alle schrien laut auf, als das Schiff von den großen Wellen hin und her geschleudert wurde. Der Philosoph schrie nicht. Sein Antlitz aber war weiß wie eine Wand. Er zitterte wie Espenlaub. Auch er hatte Angst vor dem Tod. Auch heute gibt es viele Scharlatane, die mit verschiedenen Techniken auftreten und versprechen, uns zu lehren, die Angst vor dem Tod loszuwerden. Wir müssen bei diesen Betrügern nicht Hilfe suchen. Unser Glaube gibt uns die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende des Lebens ist. All das sind wir uns am heutigen Fest Maria Himmelfahrt bewusst.
Predigt.
Die Apostel kamen nach der Himmelfahrt Jesu vom Ölberg nach Jerusalem zurück. Sie alle verharrten einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern./ Apost. 1,14/. Die Heilige Schrift erinnert dann nicht mehr an Maria. Es hat sich aber in der christlichen Tradition viel bewährt. Sie nahm täglich an der heiligen Messe teil und besuchte die Orte, an denen ihr Sohn litt und starb. Nach dem Tod Jesu lebte sie noch 23 Jahre. Der heilige Paulus schreibt, dass der Tod die Strafe für die Sünde ist. Da Maria ohne Sünde war, weder die Erbsünde noch die persönliche, sollte sie den Tod nicht kosten. Sie wollte sich aber an Jesus Christus angelehnt haben, der ebenfalls verstorben ist. Der Tod, wenn wir ihn als Gottes Wille annehmen, ist die Äußerung der großen Demut und die Gelegenheit, die großen Gnaden zu gewinnen. Unserem Tod gehen verschiedene Krankheiten, Schmerzen oft vor, auch der Erinnerungsverlust. Bei der heiligen Maria war das nicht so. Bei ihr ist der Tod wie ein stiller Schlaf eingetreten, in dem sich ihre Seele von ihrem Leib trennte. Der heilige Hieronymus schreibt, dass der Leib der heiligen Maria im Getsemanigarten beigesetzt wurde. Gott berief die Apostel nach Jerusalem, als sich die Zeit Marias Abgangs näherte. Sie waren Zeugen ihres Todes und beerdigten ihren Leib. Nur der Apostel Thomas fehlte. Als er am dritten Tag kam, öffneten die Apostel ihr Grab, um ihm zum letzten Mal den Leib Marias zu zeigen. Im Grab aber war der Leib nicht. Die Apostel waren überzeugt, dass Jesus den Leib der heiligen Maria in den Himmel nahm. Auch diese Nachricht bietet uns die Möglichkeit, weiter und tiefer zu sehen. Betrachten wir nicht den Tod als ein Rücksichtloses, brutales Gesetz. Sehen wir auch sein zweites Ufer. Der Tod ist nur dann Befreiung, wenn der Mensch auf den Tod vorbereitet ist. Wenn er in Ruhe stirbt, wenn er wirklich seine Seele Gott übergibt. Wer an den Tod denkt, lebt gut und stirbt gut. Bei der Weltmeisterschaft in dem Fallschirmspringen in hat sich bei einem französischen Fallschirmspringer der Fallschirm nicht geöffnet. Er ist auf die Erde gefallen und lag im Sterben. Seine Ehegattin lief zu ihm und rief nach einem Priester. Unter den Zuschauern war glücklicherweise ein Priester, der Französisch sprach. Er gab dem Sterbenden die Absolution, die letzte Salbung. Die Ehegattin war zufrieden. Sie rief den Arzt nicht, weil es bereits vergeblich war. Sie riss die Haare von Verzweiflung nicht aus. Sie machte das, was am notwendigsten war. Beide waren tief gläubige Menschen. Darum bekam der Sterbende die Gnade, die ihm den Weg ins ewige Leben öffnete. Wir müssen vor dem Tod nicht flüchten, sondern ihn annehmen und uns auf ihn vorbereiten. Bitten wir die heilige Maria, damit sie für uns bei ihrem Sohn Fürsprache einlege, und so erbitte sie für uns viele Gnaden für die Stunde unseres Todes.

Warum sind die drei Personen nur ein Gott?

Warum sind diese drei Personen nur ein Gott?
Alle drei Personen haben eine Natur und eine Wesenheit.
Was heißt „Wesenheit“? Wesenheit ist eigentlich dasselbe wie Natur. In der Bezeichnung „Wesenheit“ wird das nur kräftiger und deutlicher zum Ausdruck gebracht. Natur ist das, was den Menschen ausmacht. Zum Menschen gehört der Leib mit all seinen Bestandteilen, wie beispielsweise den Gliedern des Leibes. Dazu gehören auch alle seine Kräfte, alles, was er vermag, sowie sein Verstand und seine Seele. Du und du und du, das sind drei Personen. Jeder hat seine eigene menschliche Natur, seinen eigenen Leib, seine eigene Seele und seinen eigenen Verstand. Niemand hat denselben Leib, denselben Kopf wie ein anderer. Wenn das so wäre, dann würden alle gleich denken und handeln. Jeder unterscheidet sich also vom anderen. Drei verschiedene menschliche Naturen sind also drei verschiedene Menschen. Ist es bei den drei göttlichen Personen auch so? Nein, sie haben nur eine Natur und Wesenheit, nämlich die göttliche. Göttliche Natur ist das, was zu Gott gehört, was die Gottheit ausmacht: die Ewigkeit, die Allwissenheit, die Allmacht, die Heiligkeit – kurz gesagt: die Vollkommenheit Gottes. Gott Vater hat also nicht eine eigene besondere göttliche Natur, der Sohn eine eigene und der Heilige Geist eine besondere, sondern alle drei haben nur eine einzige, dieselbe göttliche Natur wie der Vater und der Sohn. Der heilige Apostel Johannes hat gesagt: „Drei sind es, die Zeugnis geben im Himmel.“ Der Vater, das Wort – der Sohn – und der Heilige Geist, und diese drei sind eins. Er sagt nicht, diese drei seien einer, sondern eins – sie haben eine und dieselbe Natur. Das ist ähnlich wie bei meiner Frage: „Wer bist du?“ Und ich meine damit deine Person, und du antwortest: „Ich heiße M. M.” Wenn ich aber frage: „Was bist du?”, da meine ich deine Natur, und du antwortest: „Ich bin ein Mensch.” So hat auch Christus gesagt: „Ich und der Vater sind eins.“ /Joh.10,30/

Begräbnis

Begräbnis.
Wer würde gern vom Tod hören? Wer würde gern auf eine Beerdigung gehen? Wir bemühen uns nicht daran denken. Warum? Vielleicht darum, dass wir gegen den Tod machtlos sind. Für unser Leben schaffen wir viele Verbesserungsvorschläge, aber hinsichtlich des Todes ist das Ende unserer Verbesserungsvorschläge. Wir wünschen uns, dass unser Sterben nicht lange und schmerzhaft ist. In diesem machtlosen Hinblick auf den Tod trägt das Evangelium eine neue Perspektive ein. Auge in Auge gegen seinen Tod spricht Jesus. Die Stunde ist gekommen, in der der Menschensohn verherrlicht wird. Jesus spricht über den Tod, als um den endlichen Jubel des Lebens. Er spricht vom Tod, dass dieses Leben der Same ist, aus dem das ewige Leben aufkeimt. Jesus sagt, dass wir das Recht haben, fröhlich unsere Zukunft zu erwarten. Denn diese Jesus-Erwartung erfüllt sich, weil Jesus auferstanden ist. Auch wir haben das Recht auf das Leben hinter dem irdischen Tod. Hinter unserem irdischen Leben, das hauptsächlich am Ende schwierig ist, kommen die Krankheiten, unsere Kräfte schwinden, öffnet sich uns ein neues Leben. Wie sollen wir uns dieses Leben vorstellen? Wie die Vorstellung unseres irdischen Lebens. Nein. Das wird ein ganz neues Leben, eine neue Wirklichkeit. Es ist nicht notwendig, den unversehrten Leib zu bewahren, wie es sich die alten Ägypter vorstellten. Nichts bleibt von dem irdischen Leib. Überdauert nur unsere Liebe, unser Ich. Was für eine geheimnisvolle, aber fröhliche Nachricht für uns ist. Der heilige Paulus verstand es, wenn er schrieb. Der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes./Fil.3.21/. Im Glauben an Jesus Christus wird der Tod zum grausamen Schicksal, nicht mehr. Wer an Jesus Christus glaubt, wer ihn in sein Leben aufnimmt, der muss sich nicht vor dem Tod fürchten.
Bitten wir, dass Gott alles Gute empfange, was unsere Verstorbene während ihres Lebens getan hat. Wir bitten wir, dass wir unser Leben in Liebe erleben und einmal das ewige Leben erlangen können.

19. Sonntag C im Jahreskreis 2013

Einleitung
Das heutige Evangelium enthält eine Verheißung und eine Mahnung.
Die Verheißung ist an die Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Er wird sie an seinem Tisch Platz nehmen lassen und bedienen.
Die Mahnung ergeht an den Knecht, der sich der Illusion hingibt, dass sein Herr noch lange ausbleibt und sich deswegen wie ein Herrscher gegenüber seinem Untergebenen verhält. Die Strafe wird nicht ausbleiben.

Predigt
Jesus erzählt im Evangelium von einem Herrn, der von einer Hochzeit zurückkehrt und erwartet, dass ihm seine Diener die Tür öffnen. Da hat es geheißen: „Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt.“ Wachsam sein ist wichtig, wachsam sein bedeutet bereit sein. Selbst ganz alltägliche Geschichten bedürfen unserer Wachsamkeit. Wenn ich Pilze sammeln gehe und darauf hoffe, welche zu finden, ist meine Freude groß, wenn sich meine Erwartungen erfüllen. Schwerlich werde ich Pilze finden, wenn ich durch den Wald spaziere und dabei telefoniere oder SMS schreibe. Wir müssen uns also auf das konzentrieren, was wir gerade machen.
Weiters heißt es im Evangelium: „Haltet auch ihr euch bereit, denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet!“ Viele Prediger setzten in der Vergangenheit diese Aussage ein, um die Menschen zu erschrecken. Also eine sehr negative Auslegung des Evangeliums. Heutzutage übernimmt diese Funktion oft das Fernsehen mit aktuellen Meldungen über schreckliche Unfälle.
Dass dieses Gleichnis aber auch eine positive Seite hat, erfahren wir im Satz: „Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.“ Darin versteckt sich die Logik Gottes, die alle unsere Möglichkeiten und Gedanken übersteigt. Wir dürfen glauben an einen Gott, der die Liebe ist und sogar in der Stunde des Todes zum Diener wird. Allerdings ist dazu ein großer Glaube notwendig. Es ist vielleicht einfacher zu glauben, dass Gott der Herr und Richter über alles ist. Jesus wollte aber, dass seine Jünger die richtige Vorstellung von Gott haben. Wenn wir wachsam sind, werden wir in der Lage sein, anders zu denken als viele Menschen um uns herum. Nicht wenige Menschen denken, dass es nur das gibt, was die Wissenschaft und die Vernunft beweisen können. Ein gläubiger Mensch weiß aber, dass es etwas gibt, was Wissenschaft und Vernunft überschreitet. Das ist das Geheimnis, das GOTT heißt. Es gibt Menschen, die sagen, dass das Wichtigste die Produktion und der Gewinn ist, während Christen ihren Schwerpunkt auf Solidarität, Dienen und Teilen von Gütern legen. Es gibt Menschen, die ihre Prioritäten in Aktivitäten erkennen, im ständig tätig sind. Der Gläubige weiß, dass auch Ruhe, Gebet, Konzentration und Zeit für die heilige Messe notwendig sind. Die christliche Art zu denken, weicht also vom Denken der Menschen ab, denen christliche Werte nichts bedeuten.

Folgende Geschichte, die ich einmal gelesen habe, hat mich zum Nachdenken angeregt:
Die Ehe eines Paares wurde wegen Rücksichtslosigkeit geschieden. Als die Frau mit einer vollen Einkaufstasche über eine Stiege hinunterfiel, sagte ihr Mann: „Hoffentlich hast du meine zwei Whiskyflaschen nicht zerschlagen?“ Genau jener Frau hat er vor zwei Jahren Liebe, Achtung und Verständnis versprochen. Heute achtet er den Whisky mehr als seine Frau. Er hat also aufgehört, aufmerksam und wachsam zu sein.
Nun nochmals zurück zum Evangelium: Was erwarten wir? Erwarten wir einmal das ewige Leben bei Gott? Wenn ja, dann sollen wir wirklich bereit und wachsam sein, damit wir unser Ziel erreichen. Dann werden auch uns die Worte aus dem heutigen Evangelium gelten: „Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt!“

Taufe

In der von der Universität Münster veröffentlichten Studie „Gott nach dem Kommunismus“ lesen wir: „Der Kommunistischen Partei in der DDR ist es gelungen, die christliche Tradition zu vernichten.“ 81 % der jungen Leute sind dort nicht getauft. Das ist in diesem Teil Deutschlands ganz normal. In Tschechien ist die Situation nur wenig besser. Europa könnte man schon als Missionsgebiet bezeichnen. Hinzu kommen diejenigen, die nur formell getauft wurden, also ohne lebendigen Glauben.
Man redet von Apostolat und Evangelisation und meint für diese Sendung seien nur Priester und Ordensleute bestimmt. Vielleicht kommt das daher, weil früher der Glaube etwas ganz Selbstverständliches war. Die Evangelisation geschah durch Gebet für die Bekehrung der Heiden irgendwo in Afrika und durch freigiebige materielle Hilfe. Viele Menschen bei uns glauben an Gott, aber ihr Glaube ist nur formell.
Der russische Schriftsteller Andrej Sinavskij fragte sich: „Warum glaube ich eigentlich? Aus alter Gewohnheit oder weil mich meine Eltern so erzogen haben oder weil ich meine Seele retten will?“
Was bedeutet unser Glaube für uns? Was sind wir bereit, Gott zu opfern? Für viele bedeutet das Christentum fast nichts. Haben diese Menschen die Wahrheit? Selbstverständlich nicht! Vergessen wir nicht, dass der Glaube uns vor allem durch die Taufe mit Gott vereinigt! Das ist ein großartiges Geschenk und ein wahrer Reichtum für uns.
Was gibt uns die Taufe? Durch die Taufe erhalten wir das ewige Leben, das Leben mit Christus einst in der himmlischen Herrlichkeit. Viele Menschen wollen den Himmel hier auf Erden haben. Da irren sich diese Menschen, denn unsere wahre Heimat ist im Himmel. Unser irdisches Leben, das so schnell vergeht, ist nur die Vorbereitung auf das ewige Leben. Diese Vorbereitung sollen wir gemeinsam mit Jesus machen. Er muss der Sinn unseres Lebens sein. Nur mit ihm können wir das ewige Leben erlangen.
Wir müssen uns immer wieder die Frage stellen: „Leben wir mit Christus oder ohne ihn? Sehnen wir uns wirklich nach dem ewigen Leben oder ist es uns gleichgültig?“
Ich wünsche Ihnen, dass Sie entdecken, was wir von Christus erhalten haben. Von uns hängt es ab, ob wir die Lehre Jesu annehmen oder ablehnen. Ich weiß, dass Ihnen die Lehre Jesu bekannt ist und Sie diese Ihrem Kind weitergeben möchten. Zu diesem Weg segne Sie, Gott, unser Vater.

Die wichtigen Anweisungen

Warum sind wir nicht alle im Himmel geboren worden? Konnte das Gott nicht machen? Wäre es nicht besser, als zuerst die Verdammung zu riskieren? Gott ist vollkommen frei. Wenn der Mensch Gott ähnlich sein soll, muss er in gleicher Weise vollkommen frei sein. Wenn ein Mensch nicht ganz und bedingungslos frei ist, kann er nicht Gott ähnlich sein. Liebe, Glaube, Vertrauen, Einheit, damit alle nur ein freies Geschöpf sein können.
Könnten wir nicht alle im Himmel geboren sein? Nein, wir können es nicht. Gott hat uns die Freiheit gegeben zu wählen zwischen Gutem und Bösen. Wir können das Geschenk Gottes annehmen, aber auch zurückweisen. Gott respektiert unsere freie Entscheidung. Die Hölle ist ein Beweis dafür, dass Gott die Freiheit des Menschen respektiert, denn sie ermöglicht es ihm, Gott abzulehnen und ohne ihn zu leben. Die Hölle ist kein Ort, an den Menschen gesendet werden, weil sie an bestimmte Dinge nicht glauben. Menschen sind dort, weil sie Gott verachten und verwerfen.
Die Freiheit führt uns noch zu einem weiteren Thema: die unausweichliche Folge der Möglichkeit der Sünde. Die Geschichte von Adam und Eva ist eine Beziehungsgeschichte zwischen Gott und den Menschen. Gott schuf den Menschen als sein Abbild. Der Himmel ist weder Ort noch Sache. Der Himmel ist ein Zustand, in dem wir Gott ähnlich sind und wie Gott leben. Können wir gleichzeitig Gott ähnlich sein und nicht wie Gott sein? Können wir Gott ähnlich leben und wieder nicht? Am Anfang der Welt war der Mensch Gott ähnlich, dann verschlechterte sich das aber. Der Mensch trennte sich von dieser Ähnlichkeit. Es kam zu einem Widerspruch, zu einem Zwiespalt zwischen Gott und den Menschen. Der Mensch hat Gott „verlassen“ und seine „eigene Reise“angetreten.
Gott, der Herr, schuf Adam und Eva. Er bekleidet ihn und seine Frau mit Röcken aus Fellen. Dann sprach der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie ich, er erkennt das Gute und das Böse. Aber Adam streckte die Hand aus und nahm vom Baum des Lebens. Er aß davon. Da schickte ihn der Herr hinaus aus dem Garten Eden, damit er den Ackerboden bestelle, von dem er genommen war. Er vertrieb also den Menschen aus dem Garten Eden und stellte östlich des Gartens einen Kerubim mit einem lodernden Flammenschwert auf, damit er den Weg zum Baum des Lebens bewache. Der Grund oder die Ursache war, dass der Mensch wie Gott sein wollte.
Warum also vertrieb Gott den Menschen aus dem Paradies?

Kat. 398: „In dieser Sünde zog der Mensch sich selbst vor und missachtete damit Gott. Er entschied sich für sich selbst gegen Gott, gegen die Erfordernisse seines eigenen Geschöpfseins und damit gegen sein eigenes Wohl. In den Stand der Herrlichkeit gestellt, war der Mensch dazu bestimmt, von Gott in der Herrlichkeit
völlig ,,vergöttlich“ zu werden. Vom Teufel versucht, wollte er „wie Gott sein“, aber ohne Gott, und nicht vor Gott und nicht Gott gemäß.
Wenn ein Kind hinfällt oder sich den Kopf anschlägt, tut es ihm weh. Es erinnert sich später daran und es wird vorsichtiger sein, mehr Achtung zu haben. Es gibt auch Situationen, in denen kein Zureden, keine Überzeugungsarbeit helfen. Der Mensch muss es einfach am eigenen Leib spüren. So entschied sich der Mensch außerhalb des Paradieses zu leben, ohne Gott zu leben. Gott hat den Menschen nicht ins Paradies eingesperrt. Er ermöglichte ihm, so zu leben, wie er leben wollte.
Worin liegt das Wesen der Sünde? Im Alten Testament ist das Wort Pascha, das bedeutet „jemanden ablehnen, sich auflehnen gegen jemanden, die Gemeinschaft mit Gott ablehnen, Gott verlassen“. Dort findet man auch das Wort Hataá Sagahre, das bedeutet: „die Ähnlichkeit mit Gott aufgeben, nicht Gott ähnlich werden“.“
Vielfach hört man: Ich habe niemanden getötet, ich gehe in die Kirche, ich bete, ich mache nichts Schlechtes. Sind diese Äußerungen in Ordnung oder fehlt hier etwas? Die Antwort ist eindeutig. Die Sünde ist der Zustand der Nichtähnlichkeit mit Gott, der Uneinigkeit mit Gott. Taten sind nur äußerliche Ausdrucksformen dieses Zustands. Wir meinen, dass das in unserem Leben nicht vorkommt. Wir leben für uns selbst und haben oft nicht einmal die Gelegenheit, uns zu streiten. Das sagt aber nichts darüber aus, ob wir uns im Zustand der Sünde befinden oder nicht.
Hat Adam und Eva geweint, als sie das Paradies verlassen mussten? Sicher nicht. Im Gegenteil, sie schritten erhobenen Kopfes davon und dachten, das sei der Anfang des wirklichen Lebens. Es erging ihnen aber schlecht, das neue Leben, das neue Paradies kam nicht, anstatt dessen nur Leid, Schmerz und der Tod.

Kat.400: „Die Harmonie, die sie der ursprünglichen Gerechtigkeit verdankten, ist zerstört; die Herrschaft der geistigen Fähigkeiten der Seele über den Körper ist gebrochen; die Einheit zwischen Mann und Frau ist Spannungen unterworfen, ihre Beziehung ist gezeichnet durch Begierde und Herrschsucht.“ Auch die Harmonie mit der Schöpfung ist zerbrochen; die sichtbare Schöpfung ist dem Menschen fremd und feindlich geworden. Wegen des Menschen ist die Schöpfung der Knechtschaft und der Vergänglichkeit unterworfen. Schließlich wird es zu der Folge kommen, die für den Fall des Ungehorsam ausdrücklich vorhergesagt worden war: der Mensch, wird zum Erdboden zurückkehren, von dem er genommen ist.“
Das Paradies kam nicht. Viele tausend Jahre sind vergangen.
Der Autor des Buches der Sprichwörter fasste die Erfahrungen der Menschheit ohne Gott zusammen. Der Zuchtlose sucht Weisheit, doch vergebens, dem Verständigen fällt die Erkenntnis leicht. (Sprichw. 14, 6). Die Geschichte der Menschheit erinnert eher an die Hölle als an das Paradies. Die Menschen argumentieren folgendermaßen: Wenn es Gott gäbe, könnte er nicht zulassen, dass auf der Erde so schreckliche Sachen stattfinden. Gott will das Übel beseitigen, aber er kann nicht, oder er kann es, aber er will nicht, oder er will nicht und er kann nicht. Wenn Gott das Übel beseitigen will, aber es nicht kann, dann bezeichnet man ihn als ohnmächtig. Wenn er kann, aber er will nicht, dann wird er verworfen. Woher kommt das Böse? Wenn es Gott gibt, ist er für das Böse in der Welt verantwortlich? Der Mensch besitzt vollkommene Freiheit und ist für seine Taten verantwortlich. Es ist wie mit einem Kind. Wenn es ein Spielzeug geschenkt bekommt und damit machen kann, was es will, dann kann es es auch vernichten. Wenn die Eltern dem Kind das Spielzeug wegnehmen, weil sie Angst davor haben, dass es das Spielzeug kaputt macht, dann hat das Geschenk wenig Sinn. Das Kind ist dann weder frei noch verantwortlich für sein Tun.
Ist es nicht auch ungerecht, dass gute Leute für die Übeltaten böser Menschen bezahlen müssen? Wenn es nur das irdische Leben gäbe, dann ja. Da aber das Leben hier auf Erden nur eine kurze Zeitspanne des wirklichen Lebens ist, ändert sich alles. Das Böse, das man erleiden musste, kann nicht verhindern, erlöst zu werden. Es kann paradoxerweise auch noch helfen. Im Matthäusevangelium 10,28 heißt es: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.“ Im 1. Petrusbrief 4,13 heißt es:
„Stattdessen freut euch, dass ihr Anteil an den Leiden Christi habt; denn so könnt ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit voll Freude jubeln.“ Im Buch Daniel 9,5–6 heißt es: „Wir haben gesündigt und Unrecht getan, wir sind treulos gewesen und haben uns gegen dich empört; von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen. Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen und Vorstehern, zu unseren Vätern und zu allen Bürgern des Landes geredet haben.“ Und weiters heißt es im Hebräerbrief 1,1: „Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten.“
Der Inhalt der frohen Botschaft Jesu ist wahr; es ist eine frohe Nachricht von Gott, der uns liebt, der bereit ist, uns zu verzeihen. Er nimmt uns als seine Söhne und Töchter an. Gott führt uns, beschützt uns und gibt uns Perspektiven für ein gelungenes irdisches Leben.
Im Matthäusevangelium 4,23 steht: „Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.“
Wichtig ist auch folgende Bibelstelle: Lk 9,51-56: „Als die Zeit herankam, in der er in den Himmel aufgenommen werden sollte, entschloss sich Jesus, nach Jerusalem zu gehen. Und er schickte Boten vor sich her. Diese kamen in ein samaritisches Dorf und wollten eine Unterkunft für ihn besorgen. Aber man nahm ihn nicht auf, weil er auf dem Weg nach Jerusalem war. Als die Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet? Da wandte er sich um und wies sie zurecht. Und sie gingen zusammen in ein anderes Dorf. Weitere Stellen: Joh 3,16: „Denn Gott hat die Welt so unendlich geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ Röm 5,8.10: Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Da wir durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Gottes Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden, werden wir erst recht, nachdem wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.
Joh 15,13: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“
Der Tod am Kreuz war der Beweis Gottes für seine größte Liebe und sein höchstes Opfer. Manchmal hört man folgende Meinung von Christen: Jesus musste mit seinem Tod das Lösegeld zahlen, musste Gott zufriedenstellen, denn ohne dieses Opfer wäre Gott nicht bereit gewesen zu verzeihen. Was aber sagt die Bibel dazu: Kol 1,21-22: „Auch ihr standet ihm einst fremd und feindlich gegenüber; denn euer Sinn trieb euch zu bösen Taten. Jetzt aber hat er euch durch den Tod seines sterblichen Leibes versöhnt, um euch heilig, untadelig und schuldlos vor sich treten zu lassen.“ Es ist nicht notwendig, dass Gott ein blutiges Opfer braucht, um sich mit den Menschen zu versöhnen. Die Menschen haben sich entfremdet und sind zu Feinden Gottes geworden. Es ist eine Versöhnung notwendig, obwohl Gott ihnen nie wehgetan hat. Durch Jesus Christus verzeiht Gott den Menschen. Er bietet den Menschen die Umkehr zu Gott an. Das bestätigt seine Liebe am Kreuz. Gott reicht den Menschen seine helfende Hand. Es liegt nun am Menschen, dieses Angebot anzunehmen. Wie soll das geschehen? Wir müssen uns der Gemeinschaft mit Gott öffnen. Wir müssen uns bemühen, so zu leben, dass die Sünde vernichtet wird. Gott sagt uns also alles genau, was wir machen sollen. Dazu Joh 3,5: „Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Oder: Lk 13,3:
„Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.“ Weiters Lk 14,26: „Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.“ Weitere Bibelstellen: Lk 14,33: „Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ Mt 10,21: „Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken.“ Versuchen wir ein bisschen Ordnung zu machen:

1. Erster Schritt. Ohne Information von Jesus ist es unmöglich zu ihm zu kommen.
Joh 17,3: „Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.“ Mk 16,15: „Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“

2. Zweiter Schritt: Wir müssen der Botschaft Jesu glauben. Ohne Glauben wird in unserem Leben nichts passieren, sich nichts ändern.
Joh 1,12: „Allen aber, die ihn aufnahmen, / gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, / allen, die an seinen Namen glauben.“ Joh 3,16: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“

3.Dritter Schritt. Glauben, aber nicht an irgendetwas, sondern an das Evangelium Jesu Christi. Der christliche Glaube ist das Vertrauen in die Person Jesu Christi und an seine Botschaft.
Jak 2,19: „Du glaubst: Es gibt nur den einen Gott. Damit hast du recht; das glauben auch die Dämonen, und sie zittern. Apg 16,30-31: „Er führte sie hinaus und sagte: Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden? Sie antworteten: „Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus.“ Joh 3,36: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.“
Kat.150: Der Glaube ist eine persönliche Bindung des Menschen an Gott und zugleich untrennbar davon, freie Zustimmung zu der ganzen von Gott geoffenbarten Wahrheit.

4. Vierter Schritt: Der Glaube ist nicht beliebig. Wir müssen innerlich und wesenhaft glauben. Wir müssen unterscheiden zwischen Meinungen auf der einen Seite und der wesenhaften Überzeugung auf der anderen Seite.
Röm 10,9: „Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: «Jesus ist der Herr» und in deinem Herzen glaubst: «Gott hat ihn von den Toten auferweckt», so wirst du gerettet.“

5. Schritt. Die Taufe: Im Verhältnis zu Gott ist sie ein ähnlicher Schritt wie die Hochzeit in der Ehe. Die Taufe ist der Moment der Verbindung mit Gott.
Mk 16,16a: „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet.“ Apg 2,38: „Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

6. Schritt. Metanoia (Reue, Buße): Das Ziel ist die Erneuerung der Ähnlichkeit mit Gott und insbesondere die innerliche Änderung. Wir sollen uns nach Gottes Modell das Denken, die Werte und die Ziele aneignen.
Eph 5,1-2: „Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingeben hat als Gabe und Opfer, das Gott gefällt.“ Mt 5,48:
„Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.“ Joh 15,12: „Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.“
Kat. 1693: Christus Jesus tat stets das, was dem Vater gefiel. Er lebte in vollkommener Gemeinschaft mit ihm. Auch seine Jünger sind dazu berufen, vor dem Angesicht des Vaters zu leben, der auch das Verborgene sieht.

7. Schritt. Sterben: Wir haben nur ein einziges Leben auf der Erde. Wenn wir rot-gemäß leben wollen, müssen wir das alte Leben aufgeben.
Lk 14,33: „Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ Mt 16,24: „Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Röm 6,6-8: „Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mit gekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.“
Wir können nur eine Identität haben. Ohne das alte Leben zu verlassen, können wir nicht reumütig und bußfertig sein und ein neues Leben anfangen.
Kat. 1431. Innere Buße ist eine radikale Neuausrichtung des ganzen Lebens. Umkehr zu Gott aus ganzem Herzen. Verzicht auf Sünde. Abwendung vom Bösen, verbunden mit einer Abneigung gegen die bösen Taten, die wir begangen haben. Gleichzeitig bringt sie das Verlangen und den Entschluss mit sich, das Leben zu ändern, sowie die Hoffnung auf das göttliche Erbarmen und das Vertrauen auf seine Gnadenhöfe. Diese Umkehr des Herzens ist von heilsamem Schmerz und heilender Traurigkeit begleitet, die die Kirchenväter Seelenschmerz und Herzensreue nennen.

8. Schritt. Der Heilige Geist: Ohne Hilfe des Heiligen Geistes könnte der Mensch Gott nicht ähnlich werden. Ziel des Christseins ist es, im Heiligen Geist zu leben.
Joh 3,5: „Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Röm 8,14: „Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.“2 Kor 3,18: „Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.“
Der Heilige Geist ist also der, der den Menschen zu einem wirklichen Sohn, zu einer wirklichen Tochter umbildet.
Kat. 1999, Die Gnade Christi besteht darin, dass uns Gott umgeschuldet sein Leben schenkt. Er gießt es durch den Heiligen Geist in unsere Seele ein, um sie von der Sünde zu heilen und sie zu heiligen. Das ist die heilig machende oder vergöttlichende Gnade, die wir in der Taufe erhalten haben. Sie ist der Ursprung des Heilneigungswerkes.

9. Schritt Die Liebe: Das Wesen des göttlichen Lebens ist die Liebe, die Gott in der Heiligsten Dreifaltigkeit darstellt.
1 Joh 4,8.16: „Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.“ Joh 13,34: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ Mt 5,44:
„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.“
Kat. 837: Jene werde der Gemeinschaft der Kirche voll eingegliedert, die im Besitze des Geistes Christi, ihre ganze Ordnung und alle in ihr eingerichteten Mittel zum Heil annehmen und sich in ihrem sichtbarem Gefüge mit Christus, der sie durch den Papst und die Bischöfe leitet, verbinden, nämlich durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und der kirchlichen Leitung und Gemeinschaft. Nicht gerettet wird jedoch, auch wenn er der Kirche eingegliedert wird, wer, in der Liebe nicht verharrend, im Schoße der Kirche zwar dem Leibe, aber nicht dem Herzen nach verbleibt.
Gal 6,2: „Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ 1 Joh 3,16:
„Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben.“
Die Sünde ist nicht die Tat, sondern der Zustand, der sich nach außen äußert. Wer in der Sünde ist, kann nicht in Einheit mit Gott leben.

Hl.Eusebius

Der heilige Eusebius, geboren um 283 auf Sardinien, wird im römischen Brevier als Märtyrer bezeichnet, weil er viel für den Glauben zu leiden hatte. Zunächst als Priester und Lektor des

Eusebius, ein ehemaliger römischer Kleriker, wurde 340 zum ersten Bischof von Vercelli ernannt. Sein Leben war geprägt von seinem leidenschaftlichen Kampf gegen den Arianismus, den er mit ganzer Kraft bekämpfte. Ähnlich wie der hl. Hilarius von Poitiers, ein Zeitgenosse, verteidigte die Gottheit Christi mit Überzeugungskraft und wurde deshalb verbannt. Er reiste nach Palästina, Kappadozien und Kleinasien und hielt sich in der ägyptischen Thebais auf. In Alexandria besuchte er den Hl. Athanasius, der ebenfalls gegen die Arianer kämpfte. Während seiner Amtszeit litt Eusebius unter den Arianern und erhielt den Ehrennamen „Bekenner“. Er war der erste Bischof des Abendlandes, der eine Regel für sich und seinen Klerus einführte, indem er das „vita communis“ nach osteuropäischem Vorbild verordnete. Damit wurde er zum Vorbild des Hl. Augustinus. Die Augustiner Chorherren haben ihn daher zu ihrem Patron erwählt. Eusebius starb im Alter von 88 Jahren an natürlichen Ursachen in Vercelli.

Als Eusebius zum Bischof ernannt wurde, versperrten die Arianer alle Kirchentüren. Er betete vor der Kirche der seligsten Jungfrau Maria, und im selben Augenblick sprangen alle Kirchentüren in der Stadt wieder auf. So zeigte Gott wiederholt sein Wohlgefallen dem Erwählten.