Archiv für den Monat: Oktober 2019
Allerheiligen Mt 5,1-12
Jesus, der sagte, selig, der reines Herzens sind, denn sie werden Gottes Kinder heißen,er sei mit euch.
Einführung
Wir haben uns beim heutigen Allerheiligenfest versammelt. Wir kennen die Namen einiger aus dem Kirchenkalender, aus ihren Biografien, aus frommen Legenden. Das sind diejenigen, die vor uns gelebt haben. Und wie kennen wir zeitgenössische Heilige unter uns? Was charakterisiert die Heiligen von heute?
Jesus, du hast uns geheiligt durch deinen Tod.Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns dein göttliches mitgeteilt. Christus, erbarme dich unser.
Du willst uns vollenden in ewigem Leben. Herr, erbarme dich unser.
Die Heiligen von heute tun nichts Außergewöhnliches, aber alles was sie tun, tun sie außergewöhnlich gut. Sie leben den Alltag, aber mit ungewöhnlicher Liebe. Sie sind sehr kritisch zu sich selbst, aber sehr nett und freundlich zu anderen.Wir haben oft gehört, dass die Heiligen, für uns ein Vorbild des christlichen Lebens sind. Damit können wir zustimmen. Gleichzeitig provoziert uns die Frage. Wie sollen wir den Heiligen aus der Vergangenheit folgen? Wir wissen zum Beispiel, der heilige Franz von Assisi hat seine Arbeit aufgegeben, wandelte durch das Land und um das Essen gebettelt hat. Heute würden die Menschen uns als arbeitsvermeindende Elemente angesehen. Oder, der heilige Antonius lebte als Einsiedler in der Wüste. Wir würden heute überhaupt als Vagabunden und verdächtige Individuen betrachtet.Die heilige Theresia von Avila gründete Klöster. Wo können wir jetzt einen Ort finden, an dem unsere frommen Mädchen Klöster errichten könnten? Und so können wir leicht den Schluss ziehen, dass es einfach unmöglich ist ,nach dem Muster der Heiligen der Vergangenheit zu leben. Jeder Mensch lebt und handelt im Geist und Umwelt seiner Zeit. Natürlich können wir heute nicht im Geiste des Mittelalters oder einer anderen Zeit leben oder uns kleiden. Aber worauf kommt es an? Wir sollen und können auf die heutige Weise leben. Wie kennen wir die Heiligen unter uns? Es sind vor allem die Menschen, die Christus im Geist und in der Umwelt von heute nachfolgen. Die Heiligen unter uns sind nicht durch exzentrische Kleidung, Frisur, provokatives Verhalten, oder durch Verwenden frommen Redewendungen auffällig. Wenn die Heiligen schon unter uns auffällig sind, dann durch Freundlichkeit gegenüber anderen, durch Gewissenhaftigkeit bei der Arbeit. Sie sind zuverlässig. Sie reden nicht zu viel über Gott, aber desto mehr sie reden mit Gott über die Menschen . Sie wissen, warum sie an Gott glauben und können auf allgemene Einwände gegen den Glauben reagieren. Der Heilige von heute löst den täglichen Ärger mit Frieden, ohne Zorn. Der Heilige von heute weiß, dass bei allen Ereignissen der Welt guter Gott ist der auch das Böse zum Guten wenden kann. Er kritisiert die Menschen um sich nicht. Er verurteilt sie nicht, sondern versucht sie zu verstehen und ihnen zu helfen. Wenn er über etwas redet, redet er nie, nur darum, damit die Rede nicht stehe. Er verspricht nichts, von dem er weiß, dass er es nicht erfüllen kann. Vor seinen Mitmenschen rühmt er sich nicht und bemüht sich so wenig wie möglich ist, über sich selbst zu reden. Als ihm jemand einen Fehler vorwirft, denkt nach, wie er ihn beheben kann, damit er keinen schlechten Eindruck hinterlässt. Er drängt niemandem seine Meinung auf. Er wirkt auf seine Nächsten durch sein Beispiel, durch seine Persönlichkeit. Jeden Tag bemüht er sich, eine bessere Form von Menschen und Christ zu schaffen. Das Wichtigste habe ich noch nicht gesagt. Wissen sie, was das letzte Erkennungszeichen der Heiligen unter uns ist? Viele Menschen haben diese Grundsätze akzeptiert, aber es gelingt ihnen nicht, immer und überall zu bewahren. Sie stolpern immer, noch , sie irren sich. Aber was ist wesentlich , sie machen aus ihren Stürzen keine Tragödie. Sie wissen genau, dass Heiligkeit in einem ständigen Anfangen besteht, Wir wissen, dass selbst die größten Heiligen, begnadigte Sünder sind, also die Menschen wie wir. Im Streben nach Heiligkeit dürfen wir nicht eklig werden. Wir müssen immer beginnen. Die Botschaft des heutigen Festes ist: Die Heiligen wurden Heiligen nicht darum, weil sie nie gesündigt haben, sondern darum, weil sie nach dem Sturz immer zu einem Leben aufgestiegen sind, zu einem neuen freudigen Leben nach Gottes Willen. Alle Heiligen Gottes fürbitten bei Gott für uns.
Hl. Wolfgang von Regensburg, Lk13,18-21
Jesus Christus der sagte: Das Reich Gottes ist einem Sauerteig gleich, welchen ein Weib nahm und vermengte ihn unter drei Scheffel Mehl, er sei mit euch.
Die Apostel müssen erstaunt gewesen sei als Jesus das Reich Gottes mit Senfkorn und Sauerteig verglich. Sie wussten, dass das Senfkorn so klein war, dass es schwer zu sehen war. Und sicher wussten sie, das ein bisschen Sauerteig ausreichte, damit der Teig aufging, und wir das Brot backen können. Aber sie verstanden sicherlich nicht, was es mit etwas so Großartigem wie das Reich Gottes ist, mit so etwas gewöhnlichen wie das Senfkorn ist, zu tun hat.
Jesus, du kamst als Zeuge göttlicher Liebe. Herr, erbarme dich unser.
Du wolltest in deiner Liebe bei uns bleiben. Christus, erbarme dich unser.
Du führst uns durch die Kraft des Geistes. Herr, erbarme dich unser.
Wolfgang, einer der volkstümlichsten Heiligen in Deutschland, entstammte aus einem angesehenen, aber armen Elternhaus in Pfullingen bei Reutlingen. Erzogen wurde er in der Klosterchule auf der Bodensee Insel Reichenau. Als Wolfgangs Studienfreund Heinrich im Jahr 956 Erzbischof von Trier wurde, folgte ihm Wolfgang und war bis 964 Lehrer an der Trierer Domschule. Dann entschied sich Wolfgang für ein anderes Leben. Er ging nach Einsiedeln in der Schweiz und legte im dortigen Benediktinerkloster die Gelübde ab. Vier Jahre später empfing er von Bischof Ulrich von Augsburg die Priesterweihe. In den folgenden Jahren zog der Mönch und Missionar durchs Noricum, einem Teil des heutigen Österreich und verkündete das Wort Gottes. Pilgrim, der Passauer Bischof, wurde schließlich auf die großen Erfolge Wolfgangs aufmerksam und schlug den Wandermönch als neuen Bischof von Regensburg vor. Doch der Kaiser und zahlreiche Vertreter des Klerus zweifelten zunächst an Wolfgangs Eignung, dieses Amt ausüben zu können. Die Legende erzählt, dass kurz darauf einer der Zweifler erkrante und von Wolfgang auf wundersame Weise geheilt wurde. Von diesem Wunder stark beeindruckt, ernannnte Kaiser Otto II. den Benediktiner Wolfgang 972 zum Bischof von Regensburg. In den folgenden 22 Jahren entwickelte Bischof Wolfgang eine überaus segensreiche Tätigkeit in seinem Bistum. Er reformierte die bestehenden Klöster, gründete neue Stifte förderte die Zucht und unter den Mönchen und Nonnen und die Ausbildung des Klerus, vertiefte die Religiosität im Volk und kümmerte sich um die Armen und die Kranken. Schon zu Lebzeiten wurde der Bischof wie ein Heiliger verehrt. Dazu trug auch erheblich bei, dass Wolfgang selbst weiterhin äußerst asketisch und bescheiden lebte.
Die Liebe verbindet uns mit dem Herrn und untereinander. In dieser Verbundenheit lässt uns beten:
Der wahre Friede, den die Welt nicht geben kann, ist ein Geschenk die überströmenden Liebe Gottes. Deshalb bitten wir:
Du bist das Brot, das den Glauben stärkt, die Hoffnung nährt und deine Liebe in uns bewahrt.
Mittwoch 30.Woche im Jahr Lk 13,22-30
Jesus, der sprach: Ringt danach, durch die enge Tür einzugehen, er sei mit euch.
Der Mensch ist ein neugieriges Wesen. Und er war immer neugierig/in der Vergangenheit auch/. Darum wundern wir uns nicht der Frage, die jemand gestellt hat. Wenn diese Frage an eine Person gestellt worden wäre, die sich mit der Zukunft beschäftigt, sicher hätte sie so geantwortet. Aber Jesus antwortete nicht so. Warum? Weil es Jesu Ziel war nicht, die menschliche Neugier zu befriedigen, aufzuzeigen.
Jesus, du bist uns mit dem Kreuz vorangegangen, Herr erbarme dich unser.
Du hast getan, was dir vom Vater aufgetragen war. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns in die Schar deiner Jünger berufen. Herr, erbarme dich unser.
Jesus beantwortet die Frage nicht direkt und will sie auch nicht beantworten. Warum fragt man nach der Nummer? Sucht er Sicherheit in Zahlen? Oder er denkt, wenn viele gerettet werden, auch ich werde gerettet. Wenn die Anzahl der Geretteten gering ist, sind meine Aussichten auf Rettung gering, Warum sich dann mühen? Die Zahlen würden verderben, was Jesus beobachtete. Er verlangt, dass jeder selbst sich für das Gottes Reich entscheidet. Das Einzige ist wichtig und nicht die Kenntnis der Zahlen. Der Mann, der Jesus diese Frage stellte, wollte Jesus nicht wie die Pharisäer, die er in seiner Rede einfangen. Er bekommt eine Antwort, die allen gehört. Bemüht euch und ringt von allen Kräfte, um das enge Tor einzugehen, solange es Zeit ist. Fragen Sie nicht wem es gelingen wird, und wie viele Menschen gerettet werden. Es ist ein Geheimnis, das Gott das Geheimnis lässt. Die Menschen kennen weder den Tag ihres Todes, noch den Tag Weltgerichts. Wenn sie ihn kennen würden, könnten sie aufhören zu arbeiten, würden sie berechnend werden. Es ist besser, dass wir das nicht wissen. Wir sollen arbeiten und uns bemühen, bis zum letzen Moment unsere Lebens. Diese Fragen beantwortete er auch nicht den Aposteln. Wer würde davon profitieren? Eines ist wichtig zu erkennen. Ob wir gerrettet werden oder nicht, hängt von uns ab.
Im Namen Jesu Christi, der unser Fürsprecher beim Vater ist, wagen wir zu beten:
Jesus Christus ist verherrlicht bei seinem Vater. Um seinen Frieden dürfen wir bitten:
Selig, die mit Gott eins geworden sind und eingehen dürfen in seine Herrlichkeit.
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Dienstag der 30.Woche Lk 13,18-21
Jesus, der sprach, das Reich Gottes ist einem Senfkorn gleich, er sei mit euch.
Jesus vergleicht das Reich Gottes mit einem Senfkorn. Senfkorn ist eines der kleinsten und obwohl es ist um eine Gartenpflanze handelt, wächst es baumartig und erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern und damit übertrifft alle Gartenpflanzen.
Jesus, du hast uns den Anfang göttlichen Lebens schenkt. Herr, erbarme dich unser.
Du läßt dein Leben mehr und mehr in uns wachsen. Christus, erbarme dich unser.
Du willst unser ganzes Leben mit Gnade erfüllen. Herr, erbarme dich unser.
Jesus will mit dem Gleichnis andeuten, wie es mit dem Reich Gottes sein wird, wie es wachsen wird. Jesus bringt dieses Reich und die Apostel sollen es weiterhin verkünden. Jesu Taten, Wunder, und das Besiegen der Kräfte des Teufels bezeugen, dass dieses Reich Gottes bereits begonnen hat. Aber die Sache ist nicht so einfach, dass jeder sagen kann. Das Reich Gottes ist schon hier. Gottes Geheimnisse werden nur von denen verstanden, wer sich der Gottes Gnade aneignet und zu der kommen wir durch Demut und Glauben. Alles ist noch in den Anfängen. Jesu Wirken kann nur ein winziges Korn zu sein. Im Vergleich zu dem Großen, wovon Jesus immer spricht, was er vorher sieht und was er verspricht. Er hat eine Handvoll Jünger um sich und er spricht von einem Königreich, das sich auf der ganzen Welt ausgebreitet hat. Jünger dürfen sich nicht irren lassen. Die Größe des Bäumes hängt nicht von der Größe des Samens ab, sondern von der Kraft, die Gott in den Samen gelegt hat. Die Größe der zukünftigen Kirche kann auch nicht aus den Dimensionen ihrer Anfängen abgeleitet werden. Es ist genug, dass Jesus hier ist, voll der Gottes Macht. Er selbst ist der Same, der in die Furchen dieser Erde gesät hat und dieser Same durch eigene göttlichen Kraft auf den Feldern dieser Welt wachsen wird. Die Jünger werden diesen Samen, allen Nationen bringen. Und Nationen werden an seinem Segen teilnehmen.
Jesus, du hast den Menschen das Brot ewiges Leben gegeben. Herr,erbarme dich unser.
Du bist beim Mahl vereint,die dir folgen. Christus,erbarme dich unser.
Du hast Not und Leid mit uns getragen. Herr, erbarme dich unser.
Die wahre Größe der Heiligen.
Was die Heiligen vor Gott groß und geehrt macht, das ist eben nicht Adel und Reichtum, Würde und Ansehen dieser Welt. Wohl weißt die Mehrzahl der Menschenkinder nichts anderes zu schätzen, als diese Scheingüter, welche heute sind und morgen nicht mehr, denn wie die Nebel des Herbstes verschwinden, wenn im Glanze die Sonne sich über den Talgrund hebt. Was die Heiligen vor Gott groß macht und geehrt, das ist eben nur Gottes und Macht auf der einen und der Heiligen Demut und Selbstverleugnung und Verachtung aller irdischen Größe auf der anderen Seite. Und wenn wir mit Recht die Heiligen ehren und ihre Tage feierlich begehen, so beabsichtigt, die Kirche damit eben nicht anderes, als Gott zu preisen, der wunderbar ist in seinen Heiligen, und diese Heiligen selbst, als unsere Muster und Vorbilder zu betrachten und ihnen mit allen unseren Kräften nachzueifern. Gleichwie aber die Lilie von der Rose und die Rose von Tulpe verschieden ist. Wie Paulus schreibt, die Seligkeit der Heiligen und ihr Glanz verschieden, obgleich sie alle Gott preisen und verherrlichen und uns erfreuen und uns zur Tugend mahnen. Bekannt ist das Wort des heiligen Cyprianus. Die Demut ist das Fundament der Heiligkeit, so so jenes des heiligen Hieronymus. Die erste Tugend der Christen ist die Demut. Alle Heiligen waren demütig. Unsere seligen Brüder im Himmel würden jetzt die ewige Seligkeit nicht genießen, wenn sie nicht heilig auf Erden gelebt hätten. Sie würden aber nicht ein so heiliges Leben geführt haben, wenn nicht vorerst ein heißes Verlangen nach Heiligen, nach Vollkommenheit ihre Seele erfüllt hätte. Dieses Verlangen nach Heiligkeit ist dennoch das wichtigste Mittel zur Heiligkeit wirklich zu gelangen. Wenn wir aus ganzem Herzen darnach verlangen, heilig zu sein. Der heilige Augustin. Das ganze Leben eines guten Christen ist heilige nach Selbstvervollkommnung. Denken wir recht oft daran, dass es unsere Bestimmung ist, Gott unserem Schöpfer, immer ähnlicher zu werden, dass es höchste Würde des Menschen ist, ein Ebenbild Gottes, des Allerheiligsten, zu sein, und dies Ebenbild immer reiner und schöner in sich darzustellen. Stellen wir uns täglich das Wort des Apostels vor Augen. Das ist der Wille Gottes eure Heiligung. Erneuern wir täglich den Vorsatz in uns, unsträflich vor Gottes Angesicht zu wandeln. Aber merken wir. Niemand wird gekrönt, der nicht gesetzmäßig gekämpft hat. Du musst heilig werden wollen, so wirst du auch selig werden. Die Heiligen, die jetzt im Himmel sind, haben auch oft, recht empfunden, dass sie schwache Menschen seien. Das Gebet ist das weitere Mittel zur Heiligkeit zu gelangen. Von Gottes Gnade unterstützt ist der schwache Mensch stark zu allem Kampfe und zu aller Anstrengung. Darum muss er zu Gott um Kraft bitten, wer bittet, wird empfängt. Diejenigen, die wir nun als Heilige verehren haben in ihren Lebenstagen auf Erden ihr Verlangen und Streben nach Heiligkeit fort und fort genährt durch Anhörung und Lesung des Wortes Gottes. Auch uns wird diese Anhörung und Lesung des göttlichen Wortes ein kräftiges Mittel zur Heiligkeit. Der heilige Augustinus, da er noch immer zwischen Tugend und Sünde schwankte, hörte einmal eine Stimme, die zu ihm sprach: Nimm und lies. Er schlug die heilige Schrift auf, und die erste Stelle, die sich ihm darbot, machte solchen Eindruck auf ihn, dass von diesem Augenblicke an der ernste Entschluss standhafter Bekehrung in ihm feststand und auch ins Werk gesetzt wurde. Und gibt es noch ein anderes Mittel zur Heiligkeit zu gelangen, der Hinblick auf das Leben und auf die Beispiele der Heiligen. Wenn ein Maler ein Gemälde für sich abzeichnet, so sieht er von Zeit zu Zeit auf das Original hin und sucht die Züge davon auf sein Werk überzutragen. So muss auch der, welcher in aller Tugend und Heiligkeit sich vervollkommen will, auf die Lebens beispiele der Heiligen seinen Blick richten und ihre Tugenden und guten Werke durch Nachahmung sich anzueignen suchen. Dieses bestätigend, sagt der heilige Gregor von Nyssa, es ist zu glauben, dass deswegen die Lebensbeschreibungen der vorzüglichsten Männer verfasst worden seien, damit unser durch ihre Nachahmung zur Tugend und allem Guten auf desto geraderem Wege hingeleitet werde.
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Hl. Simon und Hl.Judas Lk 6, 12-19
Jesus, der seine Jünger rief zu, und erwählte aus ihnen zwölf, er sei mit euch.
Jesus hat von seinen Jüngern die zwölf Apostel ausgewählt. Vielleicht denken wir, dass Jesus nicht die fähigsten ausgewählt hat. Die Frage ist, was wir mit den fähigsten meinen. Weil es andere der Kriterien der Leute sind und andere der Kriterien der Menschen. Heute feiern wir der heiligen Apostel Simon und Juda.
Jesus, du hast uns den Anfang göttlichen Lebens geschenkt. Herr, erbarme dich unser.
Du lässt dein Leben mehr und mehr in uns wachsen. Christus, erbarme dich unser.
Du willst unser ganzes Leben mit Gnade erfüllen. Herr, erbarme dich unser.
Heute werde ich wegen der kurzen Zeit nur über Simon Zelots sprechen. Simon gehörte vor seiner Berufung durch Christus der religiösen Gemeinschaft der Zeloten an und trägt deshalb den Beinamen, „der Zelots“ zur Unterscheidung von den anderen Jünger mit dem Namen Simon. Oft erhielt der Apostel in Überlieferung auch den Beinamen ,,Kananäus“ wodurch er in der Legende manchmal zum Bräutigam von Kana wurde. Simon wirkte wahrscheinlich als Missionar unter den Juden und erlitt zu einem unbekannten Zeitpunkt das Martyrium. Die einen Überlieferungen sagen, er sei enthauptet worden, andere berichten, man habe den Apostel zersägt. Auf Abbildungen ist Simon mit einer Säge dargestellt und deshalb haben ihn die Holz und Waldarbeiter zu ihrem Schutzpatron erwählt. Reliquien des Apostels werden in mehreren Städten verehrt, so auch in Köln, Hersfeld und Rom. Nach einer anderen Überlieferung soll Simon mit Judas Thaddäus mit welchem zusammen er am 28. Oktober gefeiert wird, in Syrien, Mesopotamien und Persien als Missionar gewirkt haben und dann in Persien von Magiern ermordet Worden sein. Der Legende nach sind dor beide Apostel mit einer Keule erschlagen worden. Der Apostel Simon ist fast immer mit Marterwerkzeugen dargestellt. Mit Säge, Lanze, Keule, Schwert oder Beil, manchmal hat er auch ein Kreuz, fast immer ein Buch bei sich.
Wir dürfen Gott unseren Vater nennen, der uns das Leben in Fülle verheißen hat. Zu ihm lasst uns beten:
Als Glieder einen Leibes sind wir dazu berufen den Frieden Christi zu leben und zu verschenken. Darum bitten wir:
Dir Jesus singt und jubelt meine Seele, weilt du mich erlöst hat.
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Samstag der 29/Woche Lk 13,1-9
Jesus, der das Gleichnis vom Feigenbaum erzählte, er sei mit euch.
Nach warnenden Worten an diejenigen, die nicht bekehren wollen und die Busse zu tun,sagte Jesus ein ermutigendes Gleichnis.Es drückt in ihm Gottes Geduld und Nachsicht aus. Das Gleichnis, kann man auf das jüdische Volk beziehen, aber auch auf jeden von uns.
Jesus,du bist gekommen, uns zu reten. Herr,erbarme dich unser.
Du wirst unser Leben fruchtbar machen.Christus,erbarme dich unser.
Du schenkst allen eine Zeit der Gnade und Bekehrung. Herr,erbarme dich unser. Die Worte,der Herr hat in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt, zeigen sie Gottes Beziehung zu Israel und jedem von uns an. Gott hat seine eigene Besitztümer auf dieser Erde,was ihm total gehört. Israel ist das Volk Gottes geworden, nicht durch natürlichen Weg. Gott, pflanzte es als besonderen Baum und kümmerte sich um ihn durch besondere Taten.Israel hat diese göttliche Fürsorge während seiner gesamten Geschichte erlebt, und wir während unseres ganzen Lebens. Der Besitzer im Gleichnis wartet seit drei Jahren vergeblich auf Obst. Gott wartet Jahrhundert lang in Israel auf die Früchte der Bekehrung.Kirchenväter erklärten drei Jahre symbolisch .Als drei Perioden der Geschichten der Richter, Könige und Hohepriester, oder als die Zeit des Gesetzes, der Propheten und die Zeit Jesu. Das ist aber nicht wesentlich.Entscheidend ist, dass der Feigenbaum hoffnungslos unfruchtbar ist,unfruchtbar ist das Leben Israels,und unser Leben ist auch oft unfruchtbar. Unfruchtbar bedeutet sinnlos und nutzlos. Warum ist ein Baum, der keine Früchte trägt? Er verurteilte sich selbst. Eine Nation, die nicht fähig ist, der Bekehrung und der Liebe, verurteilte schon sich selbst, Darum der Befehl. Hau ihn um.
In das Wort Vater wollen wir all unser Vertrauen legen und beten, wie es uns Jesus gelehrt hat.
Herr Jesus, den Friede,der von dir kommt,sollen wir einander weitergeben. So bitten wir dich.
Wir sind versammelt um einen Tisch, lass deinen Geist in uns mächtig werden, dass wir alle eines Sinnes werden.
Freitag der 29. Woche Lk 12, 54-59
Jesus, der sprach: Warum richtet ihr aber auch von euch selbst aus nicht, was gerecht ist, er sei mit euch. Im heutigen Evangelium spricht Jesus davon, dass die Menschen aus ihrer Fähigkeit fühlen, nach bestimmten Zeichen das Wetter vorherzusagen. Und wirklich sie irren sich in ihrer Vorhersagen nicht. Die Menschen sind gleich fertig mit ihrer Aufzählung. Und danach richten sich ein.
Jesus, du rufst uns alle, dir zu folgen. Herr, erbarme dich unser.
Du bist unser Heil. Christus, erbarme dich unser.
Du bist unser Friede. Herr, erbarme dich unser.
Jesus aber warf ihnen vor, dass diese natürliche Fähigkeit, verwenden sie nicht, wenn es um die größere Dingen geht. Die Weile, die sie jetzt erleben hat auch ihre Zeichen. Es kam Johannes der Täufer mit seinem mächtigen Wort. Ist hier Jesus, mit seinen Taten, aber die Menschen gebärden sich, als ob sie nicht ahnen, was geschehen ist. Diejenige,die jede Kleinigkeit auf der Erde genau beobachten wissen, und wissen daraus eine richtige Schlussfolgerung erschließen, stellen sie sich, begriffsstutzig, wenn sie Jesus sprechen hören, die niemand anderer vor Jesus, getan hat. Sie sind scharfsinnig, wenn es um das Wetter geht, aber begriffsstutzig, wenn es um das Heil geht. Es fehlt ihnen nicht am Spürsinn, es fehlt ihnen an der Bereitwilligkeit nachzudenken. Sie sehen, dass etwas besonderes Geschieht. Sie beobachten alles neugierig. Aber sie wollen nicht zugeben, dass der Augenblick der Entscheidung kam, in der Gott von ihnen die Änderung der Gesinnung und die Bekehrung erwartet. Sie bleiben beim alten Leben.
Weil, wir Kinder Gottes sind, wagen wir voll Vertrauen zum Vater zu beten:
In den Frieden können wir nur dann leben wenn wir auf die Ankunft des Herrn vorbereitet sind. Deshalb bitten wir:
Selig, die der Herr wachend findet und Plazt nehmen lässt am Tisch des Lebens.
30.Sonntag C Lk 18,9-14
30.Sonntag C 2019 Pharisäer und Zöllner Einführung
Wir können die Heilige Schrift als ein großes Drama betrachten, als sinnreiches zusammengestelltes Stück.Eines der populären Instrumente, die im Drama werden, sind die Paare gegensätzlicher Charaktere.Wenn der Autor zwei völlig unterschiedliche Charaktere auf der Bühne vorstellt, ruft Vergleich und Kontrast hervor. Das Ergebnis kann dann eine neue Perspektive, ein neues Verständnis und ein neuer Impuls für unser Leben sein.
Predigt
Wenn wir in das Alte Testament schauen,sehen wir überall diese gegensätzlich Paare; Ezau und Jakob, Joseph und seine Brüder, Mose und Aron David und Saul. Wir könnten weiter.Das heutige Evangelium ist ein Ort,wo auftreten zwei Gestalten mit ganz verschiedenen Charakter. Zwei Personen betreten den Tempel. Pharisäer und Zöllner. Welche Belehrung könnten wir aus ihrem kurzen Auftreten ziehen? Große Dramatiker gehen sehr vorsichtig mit Worten um. Jesus wählt seine Worte sehr gezielt. Der Pharisäer rühmt sich mit allem, was er tat.Wir können sagen,dass er nicht zu Gott,sondern zu sich selbst gebetet hat. Wir müssen keine großen Experten im spirituellen Leben sein,um zu spüren, das ein solches Gebet nicht richtig ist. Sicherlich kommt ein solches Gebet nicht von das Herz gerichtet auf Gott, aber von dem Herzen vertiefen in sein verirt ,,Ich“. Es kommt von einem Mann, der mehr sich seiner als Gott bewusst ist. Wer braucht nicht einmal Gott. Wenn wir jemanden hören, sich so ausdrücken, gewöhnlich rief das in uns den Widerstand hervor.Aber Widerstand ist nicht alles, ein guter Dramatiker erwartet, dass seine Zuschauer noch tiefer gehen werden. Jedes Spiel hat mehrere Level unser Gleichnis ist keine Ausnahme.Was tiefer wollte uns der Dramatiker Jesus sagen? Thomas Merton sagt, dass die Liebe zu sich selbst, Vergaffung in sich selbst. Wenn ein Mensch auch sich selbst auskommt ,wenn er die Hilfe von niemanden braucht,nicht einmal von Gott. Das Ergebnis kann eine Einsamkeit sein, ein Gefühl von Selbstmitleid. Wer denkt, dass er niemand braucht, dass er es alleine schafft, sagt nicht die Wahrheit. Denn niemandes Quellen sind unerschöpflich. Thomas Merton sagt, dass diese Haltung der Pharisäer nicht zur Freude am Heil , sondern zur Traurigkeit der Isolation von Gott führt.Auch der zweite Gestalt aus dem heutigen Evangelium ist nicht weniger wichtig. Ihnen, es ist der positive Gestalt.Jesus sagte, er sei gerechtfertigt nach Hause zurückgekehrt. Der Zöller symbolisiert uns Demut. Die Worte in seinem kurzen Gebet sind unterwürfig und demütig. Sogar seine Körpersprache spricht von Demut. Er ist im Hinten zusammengerollt, schlägt sich an die Brüste und wagt es nicht , die Augen zum Himmel aufzuheben. Wir spüren instinktiv, dass diese Beziehung zu Gott wahr ist. Zollbeamter ist für uns eine große Herausforderung. Er erhielt ein großes Geschenk der Rechtfertigung von Gott.Wir glauben, dass sein Leben dann wirklich anders war. Die beiden Gestalten aus dem Evangelium sind sehr unterschiedlich. Es ist wichtig, dass wir sie klar beschreiben und unterscheiden können. Wir wissen, dass es sich nicht um fiktive Gestalten handelt.Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass diese beiden Gestalten sich in jedem von uns befindet. Für eine Weile sind wir Pharisäer, dann Zöllner, und dann wieder Pharisäer. Wer von uns möchte sagen,dass es nicht so ist. Welche Belehrung sollten wir aus dem heutigen Evangelium nehmen. Die Schlüssel Sache ist zu anerkennen, dass alles was wir haben, ein Geschenk von Gott ist. Der Pharisäer fastete mehr als nötig und zählte Zehenten von allen, obwohl dies nicht verpflichtet war. Er hat nichts falsch gemacht.Was ihn jedoch daran hinderte, die Freude am Heil zu genießen,war seine Selbstgenügsamkeit. Wenn wir fähig sind fasten beten, ist das ein Geschenk von Gott. Und der Zöllner sollte zugeben, dass es ihm nicht schaden würde, macht sich auf dem Weg, den der Pharisäer schritt. Und der Zöllner sollte zugeben, dass es ihm nicht schaden würde,den Weg des Pharisäer ein wenig zu schreiten.Ein bisschen mehr trainieren in Tugenden und weniger sündigen. Es ist notwendig zu folgen, was beim Pharisäer gut war, aber auch das folgen, was bei Zöllner gut war. Wenn wir es schaffen, dann gehen wir etwas tiefer in das Reich Gottes.
Donnerstag der 29.Woche Lk 12, 49-53
Jesus, der sagte: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen, er sei mit euch.
Der gegenwärtige Moment der Geschichte ist von der Persönlichkeit Jesu geprägt. Es geht nicht nur um die israelische Nation, es geht um die ganze Menschheit. Mit Jesus entstand die Zeit der Erlösung für jeden Menschen.
Jesus, du bist als Prophet deines Vaters in diese Welt gekommen. Herr,erbarme dich unser.
Du hast uns gefallene wieder aufgerichtet. Christus, erbarme dich unser.
Du rufst uns auch heute in die Entscheidung für oder gegen deine Botschaft. Herr,erbarme dich unser.
Jesu Mission ist es, den Einzelnen und der ganzen Welt das reinigende und erneuernde Feuer des Heiligen Geistes zu bringen. In ihm soll alles erneuert werden. Aber Jesus stößt auf Hindernisse. Er stößt auf Missverständnisse. Er, den Frieden bringt, wird in Unruhe und Auseinandersetzungen einbezogen, umgeben von Missverständnissen und Hass und wird mit der Taufe seines eigenen Blutes auf Golgatha getauft. Seelenfrieden Gewissensfrieden muss teuer eingelöst werden. Die Zeit, die mit Jesus begann, ist die Zeit der Entscheidung. Jesus, muss mit allen Erscheinungen aufgenommen werden, die seine Mission begleiten. Jesu Frieden, es wird keinen Frieden der bequemen Kompromissen. Es wird ein grundlegender Friede sein, der aus der Treue Gottes erwächst. Dies wird ein dauerhafter Frieden sein, aber es wird etwas kosten. Jesu Tätigkeit kann man mit niemandem in der Welt vergleichen, der verspricht, damit er die Massen niederzureisen, aber dann er sie enttäuscht verlässt, weil, er mehr versprochen hat, als er erfüllen konnte. Jesus gibt keine oberflächlichen Verheißungen und gibt nicht nur Verheißungen nur für dieses Leben, sondern für das ewige Leben.
Wir haben den Geist empfangen der uns zu Propheten Gottes in dieser Welt macht. In diesem Geist dürfen wir voll Vertrauen beten:
Wer auf Jesus hört, der findet Erlösung, Freude und Frieden. Deshalb bitten wir:
Herr, wir vertrauen dir. Du hast Worte ewigen Lebens.
Mittwoch der 29.Woche Lk 12,39-48
Jesus der sagte: Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet, sei mitnmit euch.
Am Ende des heutigen Evangeliums spricht Jesus: „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.“ Sind wir uns dessen bewusst, dass wir diejenigen sind die mehr erhalten haben, und daher mehr Verantwortung haben. Das Wertvollste was wir erhalten haben ist der Schatz des Glaubens.
Jesus du hast uns auf den mühevollen Weg des ewigen Lebens gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns viele Gaben gegeben. Christus, erbarme dich unser.
Du hast dein Reich allen versprochen, die mit dir Last des Lebens dir auf deinem Wege zu folgen bereit sind. Herr, erbarme dich unser.
Wir Christen müssen Gott wirklich dankbar sein, für all die Gaben, die wir von ihm erhalten haben. Natürlich, auch für die materiellen, aber vor allem für die geistlichen. In der Taufe wurde uns ewiges Leben gegeben, wir wurden Kinder Gottes. Wir wurden Mitglieder der Kirche. Im Sakrament der Firmung haben wir den Heiligen Geist empfangen. Jeden Tag können wir uns vom Wort Gottes und der Eucharistie ernähren. Natürlich, mit diesen vielen Gaben, haben wir natürlich auch die Verantwortung übernommen. Ob jemand Priester, Ordensmann, Familienvater ist, oder allein lebt, von jedem wird erwartet, dass er die Taten zur Ehre Gottes tun wird. Wir haben zwei Möglichkeiten. Entweder wir arbeiten fleißig für den Herrn, für das Gemeinwohl, oder wir können für unsere eigene Selbstzufriedenheit arbeiten und nur zu unserem eigenen Nutzen und die Gaben die wir erhalten haben, nur für uns selbst, ausnützen. Die Wahl liegt bei uns. Wir haben alle Voraussetzungen, um das zu tun, was dem Herrn gefällt. Verantwortungsvolles Handeln ist nicht immer einfach oder angenehm. Aber es ist notwendig, damit wir in Ewigkeit mit Gott leben können.
Im Namen Jesu Christi, den der lebendige Vater gesandt hat, dürfen wir voll Vertrauen sprechen:
Zu einem Leeben in Frieden hat Gott uns berufen. Darum bitten wir:
Selig, die das Brot des Lebens empfangen, damit sie auferweckt werden am Letzten Tag.
Dienstag der 29.Soche Lk 12,35-38
Jesus der sagte: Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird, er sei mit euch.
Im heutigen Evangelium spricht Jesus von der Bereitschaft und Wachsamkeit. Bereitschaft im spirituellen Sinne bedeutet, bereit zu sein von seinem Leben abzurechnen. Wir sind dann bereit, wenn die ,,Rechnungen,, unseres Lebens in Ordnung sind. Jesus spricht auch von der Belohnung, die auf einen solchen Diener wartet.
Jesus, du hast uns den Weg der Besserung und Gnade gelehrt. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns das nahe Reich Gottes verkündet. Christus, erbarme dich unser.
Du hast deine Jünger in deine Nachfolge gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Die Israeliten teilten die Nacht zuerst in drei, dann in vier Teile. Es waren die Teile der Nacht von 18 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Nach drei Stunden, als die Wache gewechselt wurde. Ob der Herr kommt bei der zweiten oder dritten Wache, er will immer seine Diener wachen und warten. Nur wenige Worte beinflusten das Erstchristlichen Leben wie die Worte von Jesus: „Auch ihr seid bereit.“ In den Briefen des Heiligen Paulus, Petrus und auch in der Offenbarung des heiligen Johannes ist der Gedanke an die ständige Wachsamkeit aller, die an das Kommen des Herrn geglaubt haben, bis er kommt. Jesus sagt nicht, wann das sein wird, auch empfiehlt er nicht, das Datum seiner Ankunft zu berechnen. Gläubige sollen ihn immer erwarten. Zum Schluss noch eine Frage: Wann passiert es, dass wir nicht auf etwas vorbereitet sind? Es ist dann, wenn Dinge die wir vorbereiten sollten, für uns nicht wichtig sind, oder wir sind mit anderen Sachen, so beschäftig, das wir das einfach vergessen.
Lasset uns beten zu Gott, unserem Vater, dessen Güte und Barmherzigkeit sein Sohn Jesus Christus in Wort und Zeichen verkündete:
Jesus Christus, hat uns Frieden geschenkt, indem er den Schuldschein, der gegen uns sprach durchgestrichen hat. Daher bitten wir.
Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen.
Arbeit-Anwendung
Wie sollen wir uns, nach dem was wir von Arbeit gehört haben, gegenüber.Wir sollen die Arbeit achten, sie für etwas Vortreffliches und hochwichtiges ansehen- , nicht vielleicht meinen, die Arbeit sei Nebensache. Natürlich kann man nicht immerfort arbeiten, man muss auch rasten und sich erholen. Vernünftige Erholung ist eigentlich so viel wert wie Arbeit.Warum? Sie verschafft uns Kräfte zu neuer Arbeit. Wenn wir aber die Erholung zur Hauptsache machen und uns immerfort erholen und vergnügen wollten, würde uns da das Vergnügen lange freuen? Wir würden dessen bald überdrüssig werden. Wie sagt das Sprichwort, dass die Ruhe nur nach der Arbeit wohl tut. Mit anderen Worten sagt es Goethe . Saure Wochen. frohe Feste. Nicht nur die Arbeit, sondern auch die Arbeitenden sollen wir achten, auch diejenigen die körperlich arbeiten. Viele, die hauptsächlich mit dem Geist arbeiten,sehen geringschätzig herab auf die, die körperlich arbeiten. Das ist aber ungerecht. Wenn jemand seine körperliche Arbeit denkend verrichtet, sich nämlich dabei erinnert, dass Gott die Arbeit angeordnet hat, dass man durch die Arbeit sich veredeln und Gott immer wojlgefälliger werden kann, so steht diese körperliche Arbeit höher als eine geistige Arbeitn ein Studieren oder Schreiben, das nur aus Neugier oder Eitelkeit oder des Verdienstes wegen betrieben wird. Der Mensch arbeitet aber nicht bloß mit dem Körpe, er hat auch seinen Geist und sein Herz dabei und das soll ihm nicht mit etwas Geistigem vergolten werden. Womit ? Mit Achtung und Liebe. Wie hat uns Jesus dazu ermahnt? Indem er seinen Aposteln die Füße wusch und sagte. Wenn ich euer Herr und Meister euch die Füße gewaschen habe,so sollt auch ihr einer dem anderen die Füße waschen. Haben wir bei unserer Arbeit immer auch die rechte Absicht. Welche Arbeit sollen wir haben? Den Willen Gottes zu erfüllen, der die Arbeit angeordnet hat, us durch die Arbeit zu veredeln und Gott ähnlich zu werden, dem Nächsten Gutes zu tun. unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Man kann also bei der Arbeit verschiedene Absichten haben. Aber die eine soll immer dabei sein den Willen Gottes zu erfüllen. Diese Absicht gibt der Arbeit erst ihren rechten Wert. Wenn jemand zum Beispiel bloß deswegen arbeitet,um den Lebensunterhalt zu verdienen und dabei gar nicht daran denkt, den Willen Gottes zu erfüllen und sich zu vervollkommen, so hat seine Arbeit keinen höhern Wert und wird ihn auch wenig veredeln. Er wird an seiner Arbeit vielleicht auch nicht viel Freude haben, besonders wenn die Arbeit nicht recht gelingen Wenn wir aber deswegen arbeiten,weil es Gott so will, so auch jene Arbeit nicht vergebens die nicht gelingt, oder nicht bezahlt wird. Warum ist sie nicht vergebens? Wir sind dadurch besser und Gott Wohlgefälliger geworden und er wird uns für uns unsere Arbeit einstens auch belohnen. Wir haben schon erfahren, dass die Arbeit Freude macht. Man ist froh, seine Arbeit gut gemacht, und man legt sich abends viel froher nieder, wenn man untertags etwas geleistet hat. Besondern wenn für Gott arbeitet. macht die Arbeit viel Freude. Manche meinen, diejenigen seien glücklich,die nicht zu arbeiten brauchen und das Leben genießen können. Aber das ist Täuschung. Der Müßiggang macht nicht glücklich, dem Müßiggänger wird das Leben zum Ekel. Arbeiten die Aufgabe erfüllen , die uns Gott gegeben hat das macht zufrieden und froh und glücklich
Montag der 29.Woche Lk 12, 13-21
Jesus, der sprach: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erteiler über euch gesetzt? er sei mit euch.
Ein Mann, der zu den Jesu Zuhörern gehört, spürte sich in seinen Erbschaftsansprüchen beleidigt. Er dachte, er könnte sich in dieser Angelegenheit an Jesus wenden. Die damaligen Juden wandten sich in ähnlichen Fragen an Rechtsexperten. Jesus will sich nicht an die Stelle eines gültigen Richters setzten. Jesus verweigert in Rechtsstreitigkeiten einzugreifen und fällt keine Urteile.
Jesus du hast die Last des Lebens getragen. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst nicht um zu herrschen, sondern um zu dienen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast dein Leben gegeben für die Sünden der Welt. Herr, erbarme dich.
Der Mann, der sein Verlangen eingereicht hat, aber auch anderen Menschen, hätten erkennen müssen, was die Absichten von Jesus waren und was seine Mission war. Er meinte, er will sich nicht in die Gegend wagen, für die er nicht gekommen ist. Jesus ist gesandt, um die Erlösung zu verkünden, um die Sünder zur Umkehr zu bringen und um für alle zu sterben zur Vergebung der Sünden und um Gottes Leben in die Welt zu bringen. Für Rechtsstreitigkeiten haben seine Zuhörer Rechtsinstitutionen. Jesu Mission ist viel mehr wesentlicher. Grundlegendere spirituelle Grundlagen des Lebens. Diese berühren auch das Wesen der Justiz, nicht aber ihre konkrete Ausführung. Und Jesus berührte diese Grundlage. Wenn bei der Aufteilung des Erbes zu einem Unrecht kam, verursachte das der Geiz, die Sehnsucht, immer mehr zu haben. Das ist die Wurzel der Dinge. Jesus weist darauf hin, dass die Lebensdauer eines Menschen nicht von der Größe seines Eigentums abhängt.
Im Namen Jesu Christi, der Diener unseres Heils geworden ist, lasst uns zum Vater beten:
Wo Frieden herrscht, wird von Gott für die Menschen, die Frieden stiften, die Saat der Gerechtigkeit ausgestreut. Deshalb bitten wir:
Selig, die Gott in sein Reich aufnehmen wird, weil sie sich der Armen und Schwachen erbarmt haben.
Samstag der 28.Woche Lk 12,8-12
Jesus, der sagte: Denn der Heilige Geist, wird euch zu derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt, er sei mit euch.
Jesus warnt uns vor der Lästerung des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist wirft uns ein Rettungsseil. Er macht uns das so. Der Heilige Geist zeigt uns zwei Dinge, dass wir Sünder sind und dass Jesus unser Weg aus der Sünde ist.
Jesus, du hast dein Leben mit uns geteilt. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns Kunde vom Vater gebracht. Christus, erbarme dich unser.
Du bist uns Weg, Wahrheit und Leben. Herr, erbarme dich unser.
Stellen Sie sich das vor. Sie segeln mit einem Boot und plötzlich sehen sie einen ertränkenden Mann im Wasser. Sie werfen ihm ein Rettungsseil und sie erwarten, dass er es ergreift und Sie ziehen ihn aus dem Wasser. Aber der Mann wird schreien: „Ich brauche ihre Hilfe nicht!“ Sie beginnen ihn überreden, aber er will nicht das Seil fangen. Der Mensch lästern dem Heiligen Geist, wenn er sagt, ich brauche den Heiligen Geist nicht. Den Heilige Geist zu ignorieren und zu versuchen, alles allein zu lösen, ist falsch und gefährlich für alle. Aber wie kann man die Herausforderungen des Heiligen Geistes auf die Leute erstrecken, die wissen, dass sie den Heiligen Geist brauchen. Vielleicht, diese Menschen lehnen die Herausforderungen des Heiligen Geist nicht, aber sie machen Kompromisse nicht. Warum machen sie das? Vielleicht darum, weil ihnen die Herausforderung des Heiligen Geistes zu anspruchsvoll scheinen. Sie wollen sich nicht gegen die Sünde stellen. Seien wir nicht wie der Mann im Wasser. Nehmen wir die Hilfe des Heiligen Geistes an, Lassen wir uns davon überzeugen, dass wir die Hilfe des Heiligen Geistes brauchen. Lassen wir uns wissen, dass wir uns immer auf die Macht des Heiligen Geistes verlassenen können, besonders in verschiedenen Versuchungen. Denken wir daran, der Heilige Geist wirft uns immer ein Rettungsseil zu.
In vielen Sprachen rufen die Menschen zu Gott. Allen gemeinsam will er Vater sein. So wollen wir beten mit allen, die Gott suchen und ehren:
Im Zeichen des Friedensgrußes die Wirklichkeit und Wirksamkeit Gottes zu erfahren und weiterzusagen, dazu sind wir bereit, wenn wir bitten:
Jesus, du bist für mich Zuflucht und Burg, dem ich vertraue.
Hl.Lukas, Evangelist Lk 10,1-9
Jesus, der seine Jünger zu je zwei in jede Stadt und jeden Ort sandte,wohin er selbst kommen wollte, er sei mit euch.
Was sagt uns das heutige Evangelium? Jesus sendet seine Jünger überall wo er später hinkommen will. Die Jünger sollen die Menschen auf das Kommen Jesu vorbereiten. Dabei sagte er ihnen wie sie sich verhalten sollen und was sie sagen sollen. Auch der heutige Heilige, der Evangelist Lukas verkündete das Reich Gottes und bereitete die Menschen darauf vor, Jesus zu empfangen.
Jesus, du bist unser Meister und Lehrer. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Menschen in deinen ausschließlichen Dienst gerufen. Christus, erbarme dich unser.
Du lässt uns nicht allein und hilflos in dieser Welt. Herr, erbarme dich unser.
Wir wissen, dass der heilige Lukas ein Arzt und Mitarbeiter des heiligen Paulus war. Lukas ist der Autor des Evangeliums, das seinen Namen trägt, aber auch der Apostelgeschichte. Im Vorwort zu seinem Evangelium schreibt er. Während andere die verschiedene Ereignisse im Leben Jesu erzählten, beschloss er, nach sorgfältiger Prüfung alles von Anfang alles geschrieben wurde. Von Anfang an macht Lukas klar, dass er nicht nur einige interessante Geschichten aus dem Leben Jesu herausgreifen wird, sondern, dass er treu alles über Gott erzählen wird, der als unser Retter und Erlöser in die Welt gekommen ist. Und gerade darum geht es. Wir glauben nicht an eine Fabel, sondern an Gott, der Hauptdarsteller der Geschichte ist. Gott offenbarte sich zuerst den Israeliten und machte sie zu seinem auserwählten Volk. Dann sandte er in der Fülle der Zeit seinen Sohn, um Israel und die ganze Menschheit zu retten. Die Geschichte beginnt mit Jesu Himmelfahrt und obwohl es kann uns scheinen, dass seine Zeit endet, geschieht das Gegenteil. Jesus arbeitet weiterhin mit großer Kraft. Denn sein Heiliger Geist steigt auf die Apostel herab und macht sie zu mutigen Verkündiger des Evangeliums. Lukas beendet die Apostelgeschichte mit dem 28 Kapitel in dem Paul in Rom auf den Prozess wartet. Es gibt jedoch auch ein 29.Kapitel. Dieses ungeschriebene Kapitel ist die Geschichte einer unendlichen Anzahl von Gottes Taten, durch die Gott seit Jahrhunderten in das Leben seines Volkes eingegriffen hat.
Es gibt vielerlei Gründe für Bitten: kirchliche, politische, wirtschaftliche, persönliche. Sie sind alle zusammengefasst in dem Gebet, das uns Jesus gelehrt hat:
Der Friede Christi schließt alle ein. Auch die Feinde, weil er für alle gestorben ist und will, dass alle leben.
Jesus, lass uns Dir folgen, ungeteilt und gern. Begeistert vom Ereignis Deiner Liebe.
rlö