Archiv für den Monat: Februar 2015

2. Fastensonntag.B Mk 9,2-10.

Einleitung

Sie wissen bestimmt, dass ein Mensch, der im Leben etwas erreichen will, dazu die richtige Motivation braucht. Nur wenn man motiviert ist, erreicht man sein Ziel. In unserem Leben können wir aber meist nichts erreichen, ohne auch Opfer zu bringen. Sind wir bereit, unsere Ziele zu opfern? Denken wir ein wenig darüber nach!

Predigt

Das Wort „Opfer“ ist ein religiöser Begriff.  Das Opfer gehört zum Wesen unserer Religion. Sein Wert wird in den heutigen Lesungen auf jeweils eigene Weise betont.

In der ersten Lesung haben wir von Abraham und seinem Gehorsam gegenüber Gott gehört. Abraham sollte seinen Sohn Isaak opfern. Können Sie sich vorstellen und ganz tief mitempfinden, was das für ein Opfer für Abraham war? Und Abraham war zu diesem Opfer bereit. Sein Herz hat sicherlich sehr gelitten, aber Glaube, Gehorsam und Liebe waren stärker als sein enormer Schmerz.

Die zweite Lesung sagt uns, wie sehr Gott uns liebt. Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben. Wenn wir in der Fastenzeit den Kreuzweg beten, begegnen wir der großen Liebe Gottes zu uns. Sicherlich litt auch das Herz des Vaters beim Anblick der Schmerzen seines Sohnes. Er errettete seinen Sohn aber nicht aus dem Tod, weil er uns dadurch retten wollte.

Im heutigen Evangelium hörten wir von Jesu Verwandlung auf dem Berg Tabor. Den drei Aposteln, die mit ihm auf dem Berg waren, gewährte er für eine Weile einen Einblick in das unsichtbare Reich seines Lichtes. Er machte sie  auch darauf aufmerksam, dass er viel leiden müsse, sterben werde, aber auch von den Toten auferstehen werde und dann in die Herrlichkeit des Vaters eingehen werde. Das ist jene Herrlichkeit, die die Apostel am Berg Tabor sahen.

Kann man also sagen: „Ich bin Christ, aber ein Opfer will ich nicht bringen.“ Ein
Christentum ohne Opfer ist kein wahres. Eine Frömmigkeit ohne Opfer wäre wie ein Organismus ohne Wirbelsäule.

Was ist also das Wesen jedes Opfers? Es ist unser freier Wille. Ohne unsere freie Zustimmung hat unser Opfer keinen Wert. Unser Wille geht jedem Opfer voraus. Es gibt verschiedene Situationen, in denen wir uns entscheiden können, ein Opfer zu bringen. Ich nenne hier nur zwei Beispiele: für einen kranken Menschen sorgen und jemanden finanziell unterstützen. Wir wählen also ein Opfer, das wir vollbringen wollen. Unserem Willen kann aber auch ein Opfer folgen. Ich denke dabei an eine Krankheit oder die Geburt eines kranken Kindes. Das ist viel schwieriger, denn wir sind gezwungen, das Opfer anzunehmen, das das Leben bringt.

Manchmal dauert es lange, bis wir bereit sind, ein Opfer zu geben. Wir durchleben Zeiten der Verzweiflung, des Aufruhrs gegen Gott und der Trauer. Sie wissen ja, wie lange es dauert, bis wir zu Gott sagen können: „Gott, ich opfere dir dieses Leid auf! Der Sinn eines Opfers besteht darin: etwas zu verlieren, um etwas zu gewinnen!

Der junge amerikanische Arzt Tom Dooley zeichnete sich durch seine heldenhafte und opferbereite ärztliche Tätigkeit in Vietnam aus. Als er nach dem Krieg nach Hause kam, boten ihm mehrere Krankenhäuser eine gut bezahlte Stelle an. Ein luxuriöses Leben wartete auf ihn. Er mietete eine Wohnung in Washington und wollte sie feudal einrichten. Da tauchten aber immer wieder vor seinen Augen Gestalten leidender Vietnamesen auf. Er dachte an ein junges Mädchen namens Lin, an die gute Frau Ngai und ihre vielen Kinder. Diese Vorstellungen quälten ihn. Einmal erzählte er seinem Freund, was ihn so plagt. Sein Freund riet ihm: „Schreib darüber ein Buch!“ Tom Dooley schrieb das Buch „Befrei uns vom Bösen“. Das Buch hatte unerwartet großen Erfolg. Aber die quälenden Erinnerungen hörten nicht auf. Seine Mutter telefonierte mit ihm und fragte, ob er die Wohnung schon eingerichtet habe. Da antwortete Tom: „Mutti, was würdest du sagen, wenn ich auf meine neue Stelle verzichte und wieder nach Vietnam gehen würde, um den Menschen dort zu helfen?“ Die Mutter schwieg eine Weile und sagte dann: „Wenn Gott dich ruft, geh!“

Unsere Liebe zu Gott und zu den Menschen äußern wir durch unsere Bereitwilligkeit, Opfer zu bringen. Wenn wir keine Lust haben, Opfer zu bringen, wenn wir Opfer meiden, verlieren wir schließlich unser Leben, verlieren wir alle Verdienste, die wir durch Opfer erwerben können. Das Christentum kann nur dort erblühen, wo Christen bereit sind, Opfer zu bringen. Es gilt immer: Verlieren bedeutet, gewonnen zu haben.

Hl. Matthias.

Jesus Christus, der uns liebt, wie ihn der Vater liebt, sei mit euch.

Heute haben wir das Fest des heiligen Matthias, des Apostels. Er war einer der Jünger Jesu, der nach der Himmelfahrt den Verräter Judas ersetzte. Sind wir bereitwillig, die Aufgabe aufzunehmen, die uns der Herr gibt? Ein wenig denken wir darüber nach.

Herr Jesus, aus Liebe zu uns hast du dein Leben hingegeben …

Herr Jesus, du hast die Apostel seine Freude genannt …

Du hast die Apostel gesandt, damit sie bleibende Frucht bringen.

Der Beruf des heiligen Matthias ist interessant. Der heilige Petrus erklärte nach dem Selbstmord Judas, dass die leere Stelle im Judas-Psalmenbuch notwendig zu erfüllen sei. Seine Behausung möge veröden und sei niemand, der dort wohnt. Sein Amt möge der andere übernehmen. Nehmen wir gut wahr. Judas wurde selbst von Jesus berufen, doch er bestand nicht. Es kam ein Ersatzmann (Matthias), weil die Gottespläne erfüllt werden, auch dann, wenn wir enttäuschen und verraten.

Da Jesus Christus uns für sein Reich erwählt hat, dürfen wir in seinem Namen zum Vater beten.

Herr schenkt uns seine Freude, damit sie ungetrübt sei. In dieser Freude finden wir den Frieden, um den wir bitten.

Selig, die den Willen des Vaters tun, und sie werden im Gottesreich leben.

Hl. Polykarp Mt 25,31-46

Jesus Christus, der uns aus dieser Welt erwählt hat, sei mit euch.

Heute haben wir den Gedenktag des heiligen Polykarp. Er war Schüler des heiligen Johannes, des Apostels. Er starb an dem Märtyrertod – durch Verbrennung. Polykarp  war bereit, für Christus große Märtyrer zu ertragen. Was bin ich bereit, für Christus zu ertragen?   Wir ein wenig nach.

Wenn die Astrologen das künftige Leben eines Menschen feststellen wollen, schauen sie in den Himmel. Der Christ soll das verkehrt machen. Wenn er will, was ihn dort „oben“ erwartet, soll er auf die Erde schauen. Nach den Worten Christi sind wir  ihm so nahe oder weit, wie wir nahe oder weit von den Menschen sind, mit denen wir leben. Es ist möglich, dass wir eine andere Vorstellung davon haben, wie wir zu Gott kommen. Ein Gebet, Fasten… Vergessen wir nicht. Das sind nur die Mittel.  Das Ziel sind die Werke der Liebe.

Gott gibt uns die Kraft, das Leiden zu vertragen, darum beten wir mit Vertrauen…

Weil wir aus der Welt ausgewählt sind, hasst uns diese. Den Frieden kann uns nur einer geben. Ihn bitten wir..

Selig, die jeder Bosheit standhalten und in sein Reich eingehen werden.

Mt 9,14-15 Fasten.

Jesus Christus, der uns wegen der Sünde zur Buße ruft, sei mit euch.

Die Sünde gewann im Leben vieler Menschen so viel Raum, dass für Gott kein Platz mehr bleibt.  Ein Fasten, bei dem es nicht um die Überwindung der Sünde geht, ist ein nutzloses Fasten. Die Fastenzeit ist die Rückkehr zu Gott, von dem wir durch unsere Sünden entfernt wurden. Denken wir darüber nach, womit wir uns von Gott entfremdet haben.

Du kamst, um uns Erlösung und Heil zu bringen…

Du bist für uns  den Weg der Armut gegangen…

Du willst unserem Leben Hoffnung und Freude schenken…,

Das Fasten als Mittel der körperlichen und geistlichen Läuterung nutzen die Menschen seit Ewigkeiten. Zum Beispiel empfahl der Gelehrte Pythagoras seinen Schülern, zu fasten. Platon nutzte Fasten  zur Erhöhung der physischen und  geistlichen Leistungsfähigkeit. Hippokrates empfahl  Fasten als wirksames  Mittel  zur Heilung verschiedener Übel. Fasten, als Teil  der geistlichen Betrachtung, nützen alle Weltreligionen aus. Buddhismus, Islam und Christentum

Da Jesus Christus unser Bräutigam ist, dürfen wir mit vollem Vertrauen zum Vater beten…

Der Sohn Gottes nennt uns seine Hochzeitsgäste. Wir bitten ihn um seinen Frieden.

Selig, die mit Christus durch das Leben gehen und die Einladung zum Mahl des  ewigen Lebens annehmen.

1.Fastensonntag B Mk 1,12-15

1. Fastensonntag B 2015 – Herrsche ich oder werde ich beherrscht?

Einleitung

Das heutige Evangelium erzählt  uns, dass auch Jesus versucht wurde. Mit verschiedenen Versuchungen müssen auch wir immer wieder rechnen. Sind wir fähig, so schnell und entschieden eine Versuchung abzulehnen wie Jesus es tat? Denken wir darüber ein wenig nach!

Predigt

Jesus Christus wusste hervorragend, dass ein Mensch, der sehr bekannt und beliebt ist, sich umso mehr gegen seine Fans wehren muss. Sie gönnen  ihm die Beliebtheit nicht und würden ihm am liebsten nach dem Leben trachten. Manch populärer Mensch beginnt deshalb, so zu leben, wie es seinen Bewunderern gefällt. Jesus kannte diese Gefahr gut.

Der Nobelpreisträger für Literatur des Jahres 1929, der deutsche  Schriftsteller Paul Thomas Mann, schrieb den Roman „Doktor Faustus“. Dabei wurde er von Goethes  „Faust“ inspiriert. Er beschäftigte sich in seinem Roman mit der Lage Deutschlands in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und mit dem Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn. Dieser Musikus schließt mit dem Satan einen Vertrag, der ihn zu einem der genialsten Komponisten machen sollte, wenn er auf die Liebe verzichtet. Mit diesem Roman wollte der Schriftsteller zeigen, wie kalt und leer ein Leben wird, wenn jemand auf die Liebe verzichtet. Er verliert an Wärme, die nur die Liebe bringen kann. Leider gibt es diesen Hunger nach Anerkennung, Geld und Sexualität. Zur Sättigung dieses Hungers braucht es Arbeit, Eigentum und Menschen. Der Mensch wird aber dabei zum Werkzeug, um diese Sehnsüchte, diesen Hunger zu stillen.

Jesus zeigt aber einen anderen Weg: Er zeigt uns seine Zuneigung zu unserem Wohl. Wer in Gott verankert ist und mit anderen mit Achtung und Liebe umgeht, erhält Jesu besondere Zuneigung! Eine Gefahr besteht, wenn jemand sich für einen außergewöhnlichen Menschen hält. Diese Gefahr besteht auch bei geistlichen Menschen, selbst bei Bischöfen, Priestern und Ordensleuten. Der Mensch benimmt sich, als ob er Gott wäre. Diese Menschen sind nur auf den eigenen Ruhm aus. Jesus lehnt das entschieden ab. Er will die Menschen für die Liebe Gottes gewinnen. Er macht sie auf Gottes Wort und auf dessen Beschäftigung aufmerksam.

Ja, es gibt vielerlei Versuchungen. Das muss auch so sein. Der heilige Antonius fand dazu diese schönen Worte: „Die Versuchung ist wie ein Gewitter, das den Baum zwingt, tiefere Wurzeln zu fassen! Also ohne dieses Gewitter kann der Baum die Wurzeln nicht tief genug fassen. Er muss also erschüttert werden, damit er richtig verwurzelt ist. Auch der Mensch muss eine Versuchung erleben, um die Wahrheit des Lebens zu erfahren.“  Wir müssen wachsam sein, damit die Sehnsucht nach Macht, der Hunger nach Glück oder das Bewusstsein der eigenen Wichtigkeit nicht zu unserem Schicksal wird und unsere Entwicklung keinen Rückschritt erlebt.

Dazu möchte ich Ihnen eine Fabel, eine Tiergeschichte, erzählen: Es war einmal ein Löwe, der fliegen wollte, und so beneidete er den Adler um seine Flügel. Er sagte zu ihm: „Gib mir deine Flügel, und ich gebe dir dafür meine Mähne.“ Der Adler antwortete: „Nein, ich kann ohne Flügel dann nicht mehr fliegen!“ Da meinte der Löwe: „Ich fliege auch nicht und bin doch der König der Tiere. Ich wurde zum König, weil ich große Kraft habe!“ „Gut“, sagte der Adler, „zuerst gibst du mir deine Mähne!“ Der Löwe sagte darauf: “ Komm näher, damit ich sie dir übergeben kann!“ Der Adler kam näher und der Löwe griff nach seinen Flügeln und nahm sie ihm weg, aber seine Mähne gab er dem Adler nicht. Der verzweifelte Adler sagte: „Ich wette, du kannst nicht vom Felsen fliegen!“ Der Löwe stieg auf einen Felsen und sprang herunter. Aber sein Körper war dafür zu schwer und die Flügel konnten ihn nicht tragen. So stürzte er zur Erde. Der Adler spannte wieder die Flügel, nahm auch die Mähne des Löwen und hängte sie sich über die Schultern. Aber damit wurde er auch sehr eitel, denn er hatte sich nun vorgenommen, der Löwe, der König der Tiere, zu sein. Als er nun in sein Nest am Felsen zurückkehrte und mit der Löwenmähne auf den Schultern hineinflog, schreckte er das Adlerweibchen gewaltig. Dieses meinte, er sei der Löwe, und pickte ihn so hart am Kopf, dass er zu Boden fiel.

Diese Fabel trifft genau den Punkt, nämlich die Gefahr der Versuchung, berühmt zu sein. In Wirklichkeit ist dieser Versuch nicht besonders erfolgversprechend. Darüber sollten wir in dieser Fastenzeit nachdenken. Wo soll und kann ich mich beherrschen? Wir sollten zeigen, dass der Sieg des Guten und der Liebe immer aktuell ist. Herr, segne diese guten Absichten in dieser Fastenzeit!

Aschermittwoch, Mt 6,1–6.16–18.

Nach der ersten Sünde wurde von Gott dem Adam  das Urteil gesprochen: Du bist Staub und zu Staub wirst du  wieder werden. Dieses  Urteil  des Herrn geht  auch  an alle  Kinder  Adams  in Erfüllung. Die Kirche versäumt daher  heute  nicht, ihre Pflicht , zu erfüllen und uns  an den Staub der Erde zu erinnern. Es wird deswegen durch  die Hände des Priesters geweihte Asche auf  unsere Stirn gestreut, um uns zu erinnern, dass  wir Staub  und Asche   seien und einst Staub und  Asche   werden. Da uns  allen  der Tod  unausweichlich  gewiss ist, welcher  Gedanke sollte tiefer  in unserer  Seele sein als der Gedanke an den Tod.   Was sollte uns mehr  am Herzen  liegen als die Vorbereitung  auf den  Tod!  Was ist  es doch   dieses Menschenleben, wenn jener grauenvolle Augenblick, der Tod heißt,  für jeden kommt? Auf  Erden   bleibt von  uns  nichts    als eine   Handvoll Staub und eine schwache, immer schwächer werdende  Erinnerung an uns, die  sich  bald  ganz  in  Vergessenheit   verliert. Aber  die unsterbliche Seele lebt fort. Ein besonderes  wehmütiges  Gefühl der menschlichen  Gebrechlichkeit durchdringt  mein  Innerstes bei der Auflegung  der Asche: Wo werden alle diese  Menschen in siebzig Jahren  sein?    Alle sind zurückgekehrt? Wehren wir uns nicht   gegen den Gedanken  an den Tod! Es gibt   nichts  Heilsameres, als an den Tod  zu denken. Wir haben  im Vorspruch gehört: „Du bist Staub und zu Staub sollst du wieder werden, von dem du  genommen bist.“ Wir sind dem Leibe nach   aus Staub  gebildet und werden wieder in Staub aufgelöst. Es gibt   einen frühen und einen späten Tod, einen leichten und einen   schmerzhaften Tod.  Einmal stirbst du  gewiss, oh  Mensch, sei es  früh oder spät.

Herr Jesus, lass  uns  den Tod   des Gerechten   sterben!  Lass  uns einmal das ewige  Ziel  erreichen!  Lass uns  zur rechten Zeit   noch  einlenken, wenn wir   bisher   den Weg   zum ewigen Leben  verfehlt haben!

Warum sollen wir fasten ?

Wir sollen fasten,

1/um das Beispiel Jesu und aller Heiligen nachzuahmen,

2/um für unsere Sünden Buße  zu tun,

3/ um unsere  bösen Gelüste zu bezähmen,

1. Um das Beispiel Jesu  und  aller Heiligen nachzueifern, das heißt , so zu leben, wie  Jesus selbst und die Heiligen gehandelt haben, wie sie es uns gezeigt haben. Von hier in die Stadt N. geht  nur ein Weg. Wenn nun jemand auf diesem Weg dir vorangeht. Du gehst ihm aber nicht nach, sondern läufst in umgekehrter Richtung auf einem  ganz anderen Weg. Wirst du dann in die Stadt N. kommen? Gewiss nicht. Nun  sieh, in den Himmel führt  auch nur ein Weg. Jesus  und die lieben Heiligen  sind uns vorausgegangen  und haben uns durch ihr  Beispiel gezeigt. Wenn wir jetzt  diesem Beispiel  Jesu und der Heiligen  nicht  folgen, sondern es gerade umgekehrt machen, werden wir dann  in den Himmel kommen? Gewiss nicht. Was haben aber Jesus und die Heiligen uns als Beispiel gegeben? Jesus hat so streng gefastet, dass er 40 Tage und  40 Nächte  gar nichts aß. Die Heiligen  haben immer  viel strenger und   viel öfter  gefastet  als  die Kirche  es befohlen hat. Wenn wir nun  nicht fasten wollten, so würden  wir es ja gerade umgekehrt  machen, wie Christus  und die Heiligen, würden ihnen nicht  ähnlich  sein. Das ist freilich  nicht nötig , dass wir so streng fasten, wie viele  Heilige es getan haben. Aber  das müssen  wir  wenigstens  tun. Die  Fasten  genau  halten , die  die Kirche  uns vorschreibt.

2. Um für unsere Sünden Buße zu tun, d. h. um auch etwas  zu leiden  als Strafe   für  die Sünden, die wir begangen haben. Ihr wisst, welche schrecklichen Leiden Jesus um unseretwillen erduldet , wie schwer er für sie gebüßt  hat. Wäre es  nun  nicht eine Schande,  wenn  wir den  unschuldigen Jesus die Strafen leiden sehen, die wir verdient haben, wir selbst  aber nichts  leiden wollten? Das wäre nicht richtig. Denn einmal müssen wir   leiden und  büßen. Entweder  hier oder   im  Fegefeuer. Hier  aber geht es  viel leichter  und wir haben noch einen  Verdienst dabei  – im Fegefeuer  müssen wir  viel  härter und länger  leiden  und  verdienen  dadurch  nichts  für  den Himmel. Wie töricht  ist es also ,wenn jemand hier  nicht  abbüßen will. Nun ist aber  ein Hauptbußwerk, wodurch wir  unsere  Sünden   abbüßen, das Fasten. O wie manchen , die sich  aus dem Fastengebot  gar nichts   gemacht haben, jetzt im Fegefeuer   bitter bereuen , dass sie  das Fasten  nicht   gewissenhaft   und genau  gehalten haben. Hätten  sie die  kleine Mühe   nicht gescheut, wären sie jetzt  im Himmel. So aber müssten sie   noch lange  und  schwer  leiden. Wir  sollen aber nicht nur fasten, um für die begangenen Sünden zu büßen, sondern auch, damit wir  keine Sünden mehr begehen.

3. Um unsere bösen Gelüste leichter zu bezähmen. Böse Gelüste/von Lust) – haben Verlangen, Begierde nach Bösem. Diese bösen Gelüste müssen wir nun bezähmen, sonst führen sie uns zur Sünde. Bezähmen – zahm machen. Wir zähmen unsere bösen Gelüste, wenn wir tun, dass sie uns nichts zu leid tun, uns nicht zur Sünde  fortreißen und uns nicht folgen. Wie zähmt man z. B. Ein mutwilliges, wildes Pferd am leichtesten? Wenn man ihm wenig Futter  gibt, verliert er seine Wildheit und folgt bald. So werden  wir auch die bösen Gelüste am leichtesten bezähmen, wenn wir unseren Leib  knapp halten. Dann wird er nicht so mutwillig sein und uns ihre viel weniger bösen Gelüste machen. Und wenn uns auch noch böse Gelüste kommen, werden wir sie leichter überwinden.  Wenn ein  Kind von Jugend auf alles bekommt, was es will, dann wird es verzogen, es kann sich nicht überwinden, tut, was es gerade Lust hat, und fällt so in viele Sünden. Ein Kind aber, dem man nicht immer gibt, was es will, das gewohnt ist, das hat schon gelernt , seine  Begierde  zu überwinden, und  wird so vor vielen Sünden bewahrt. Sie sehen also: Wer öfter fastet , der bezähmt viel leichter  seine bösen Neigungen und wird  vor vielen Sünden  bewahrt. Wenn wir  nun bedenken , welches große Unglück  es ist , wenn wir in eine Sünde fallen , so sollten wir ja  von Herzen gern alle Mittel anwenden, die uns davor  bewahren , also schon  deswegen die kirchlichen Fasten gern und  gewissenhaft  beobachten.

Hl.Cyrill und hl. Methodius.

Eine der erheblichen Schwierigkeiten bei jeder Mission ist die Sprache. Wenn irgendwo eine Mission beginnt, ist es notwendig, die Sprache des Volkes zu verwenden, dem das Evangelium geprächt wird und verkündet wird. Die Sprache ist ein kostbares Gut, das dennoch oft missbraucht wird.

Hl. Cyril von Thessaloniki: Cyrils ursprünglicher Name war Konstantin. Er wurde 827 in Thessalonike geboren. Er war der Sohn eines hohen Beamten. Er studierte in Konstantinopel mit dem künftigen Kaiser Michael III. Im Jahre 862 sandte ihn Kaiser Michael II. gemeinsam mit seinem Bruder Methodius nach dem  Großen Mähren. Er stellte gemeinsam mit seinem Bruder das erste slawische Alphabet zusammen, übersetzte die Heilige Schrift in diese Sprache und feierte in ihr die heilige Messe.

Der hl. Methodius  war älter als sein Bruder. Er wurde 815 in Thesaloniki geboren. Er hat das Recht absolviert. Zehn Jahre lang war er der Verwalter einer Provinz, in der die Bevölkerung meist slawisch war. Dann verzichtete  er auf das hohe Amt und begab sich ins Kloster auf dem Berg Olympus. Mit seinem Bruder wirkte er in Großen Mähren.  Hier  errichteten die kirchliche Provinz in Großen Mähren. Nach dem Tod seines Bruders wurde er zum ersten Erzbischof und päpstlichen Legaten in Großmähren.

6. Sonntag im Jahreskreis B, Mk 1,40-45

Einleitung
Sie wissen vermutlich, dass das Wort „Evangelium” vom griechischen Ausdruck „euangelion” abstammt und „Frohe Botschaft” bedeutet. Wir können uns daher fragen: „Um welche frohe Botschaft handelt es sich?” und „Welche frohe Botschaft enthält das heutige Evangelium für unser Leben?” Die Antwort darauf finden wir, wenn wir gemeinsam über das heutige Evangelium nachdenken.

Predigt

Jesus heilte einen Aussätzigen. Er sagte zu ihm: „Ich will es – werde rein!” Und augenblicklich verschwand die Leprakrankheit.   Lepra ist eine schreckliche Krankheit. Sie ist ein Aussatz mit vielschichtigen und vielfältigen Symptomen. Erste Anzeichen sind ein Taubheitsgefühl in Fingern oder Füßen sowie angeschwollene Nervenstränge. Dann können weiße Flecken am ganzen Körper des Menschen bemerkt werden. Solche Menschen kamen zu den Priestern und warteten auf die Diagnose. Stellte ein Priester fest, dass ein Mensch Aussatz hatte, wurde dieser aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Das bedeutete, dass er sein Haus und seine Familie verlassen und alleine wohnen musste. Wenn er jemandem begegnete, musste er laut „Ich bin unrein” rufen, damit ihm niemand zu nahe kam und sich ansteckte. Die Krankheit wurde immer verheerender, denn der Mensch verlor an Schultern, Rücken und Beinen Haut und Fleisch, sodass er wie ein lebendiges Skelett aussah. Schließlich starb dieser Mensch einsam, ohne Frau und Kinder. Zu einem solchen Menschen sagte Jesus: „Ich will es – werde rein!” Durch dieses Wort wurde der unglückliche Mensch geheilt und Freude kehrte in sein Leben ein. Er konnte zu seiner Familie zurückkehren.
Dieses Wort Jesu ist auch eine Aufforderung an uns. Auch wir sollen durch dieses Wort heil werden und uns freuen. Es gibt viele Menschen um uns herum, die krank sind und leiden, die Hunger haben, denen die Liebe fehlt, die keine Freunde haben, die einsam, verlassen und traurig sind. Es gibt auch Menschen, die in Streit leben oder ständig mit ihrem Leben hadern. In solchen Situationen ist es gut, als Christ zu handeln. Doch wie kann ich das? Da ist das Gebet notwendig, aber nicht nur das: Wir sind auch zum Dienst an unseren Nächsten verpflichtet, zu Werken der Liebe. Der Apostel Jakobus schreibt: „Glaube ohne Taten ist tot.” Daher sollte unser Motto lauten: „Ich will helfen, ich will Freude bringen.” Dazu möchte ich euch ermutigen.

Eine solche Ermutigung zeigt auch der slowakische Film „Ein Tisch für vierzehn”. Er handelt von Kindern in einem Kinderheim, die böse, faul und ungehorsam sind. Sie schlagen sich gegenseitig und grüßen niemanden. Besonders die älteste von ihnen, Magda, war die frechste und großmäuligste. Doch dann kam es nach einiger Zeit zu einer positiven Verwandlung. Wie war das geschehen? Das Kinderheim bekam neue Erzieher: ein Ehepaar namens Blazek. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, den Kindern Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Geduld und Liebe entgegenzubringen und so zu ihrem Glück beizutragen.  Die Kinder fanden Gefallen an den liebevollen Erziehern und wurden so von ihren anfänglichen Problemen befreit. Sie wurden zu lachenden, geduldigen und gehorsamen Kindern. Sie waren so glücklich, dass sogar ein Kind, dessen Vater es wieder nach Hause holen wollte, lieber im Heim bleiben wollte. Es sagte: „Ich bleibe hier, weil mich hier alle lieb haben.” Ähnlich erging es einer Tochter, die zu ihrer Mutter sagte: „Du hast mich nie so geliebt, wie ich hier geliebt werde.”

Ich glaube, daran erkennen wir jetzt, dass man durch Liebe jedes Übel heilen kann. Ist es nicht ein schöner Auftrag für uns, auch die Menschen in unserem Umfeld auf diese Weise zu heilen – nicht nur körperlich, sondern vor allem geistlich?   Bitten wir Jesus, der den Aussätzigen geheilt hat, dass er auch unsere Herzen mit Liebe erfüllt! Nur so werden wir fähig, auch anderen unsere Liebe zu schenken, sie zu heilen und unseren Nächsten Freude zu bringen!

Die geistliche Entwicklung und das Gebet.

Am Anfang konzentrieren wir uns auf das Überleben, die Gottesliebe, unsere Kleinheit und unsere Sündhaftigkeit. Später, wenn sich unsere Beziehung zu Gott festigt, ändert sich auch der Inhalt der Betrachtung. Wir konzentrieren uns stärker auf das Erkennen von Jesu Denken und Einstellungen. Die Meditation ist ein mächtiges Werkzeug, das uns dabei hilft, diese Gedanken und Einstellungen zu verinnerlichen.
Dies sind zwei Grundprinzipien jedes Gebetes.

1. Das Anhören. Im Gebet ist nicht wichtig, was wir sagen, sondern was Gott sagt. „Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.“ (Mt 6,7)

2. Unser Ziel ist unsere eigene Modifikation, nicht der Versuch, die Absichten Gottes irgendwie zu ändern. „Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.“ (Lk 13,2)

Die Heiden bekennen, dass die Götter für die Stabilität der Welt sorgen. Sie sind die Bürgschaft für Wachstum und Ernte. Sie garantieren Licht und Wärme, Ordnung und Sicherheit. Sie helfen den Verbindungen unter den Menschen. Die Göttin Hera war die Patronin der Familien, Herden und Haushalte.  Aphrodite war die Göttin der Liebe. Dike war die Göttin der Gerechtigkeit. Nichts davon verlangt die Änderung der Menschen. Es genügt, sich die Gunst der Götter zu sichern und ihre Zuneigung zu gewinnen.  Das kann man durch Gebet, Gottesdienst und Opfer erreichen.

Buddha kam zu der Erkenntnis, dass die Sehnsüchte der Menschen ihre Möglichkeiten übersteigen. Die Sehnsüchte der Menschen sind endlos und unerfüllbar. Der Erfolg ist immerwährendes Leid, das sich mit der Sehnsucht vervielfacht und den Menschen nach dem Tod zwingt, sich erneut zu gebären und das Leid des irdischen Daseins zu durchleben. Die Lösung ist, die Wiedergeburt des Menschen zu verhindern. Wenn er nicht wiedergeboren wird, wird er nicht mehr leiden. Der Weg ist das Nirwana, die Auslöschung aller Sehnsüchte im Herzen des Menschen, aller Trauer und Freude, aller Liebe und aller Angst. Ein solcher Mensch sehnt sich nach nichts mehr. Ein solcher Mensch sehnt sich nach nichts mehr. In ihm gibt es keine Sehnsucht, die nach seinem Tod die Auferstehung hervorbringt.

Heute ist die Bewegung „New Age” populär. Sie zielt auf Erlebnisse und geistliche Erfahrungen ab, ohne jedoch eine Änderung zu bewirken. Der wesentliche Nachdruck liegt auf Meditation und verschiedenen Bewusstseinslagen. Diese Lehre besagt, dass durch lauter Konzentration der spirituellen Energie der gesamte Kosmos einen evolutionistischen Sprung erreichen kann.

YMCA

Die christliche Vereinigung junger Männer, die Jesus als Gott anerkennen, sehnt sich danach, seine Jünger zu sein, und bemüht sich um die Ausbreitung seines Reiches, hauptsächlich unter jungen Menschen.
Challenger 21 bemüht sich, das Evangelium J. CH. zu verbreiten. Sie unterstützen die geistliche, intellektuelle und physische Entwicklung des Menschen und die Einheit der Gesellschaft.

Bevollmächtigen alle Menschen , hauptsächlich  die Jugend  und Frauen, damit sie das höhere Maß der Verantwortlichkeit übernehmen und die Aufgabe der Führer   auf allen Ebenen der menschlichen Gesellschaft annehmen. Setzen Sie sich für die Rechte der Kinder ein.

Sie ermuntern zum Dialog und zur Partnerschaft zwischen Menschen verschiedener Religionen und Meinungen sowie zur kulturellen Renaissance. Sie verpflichten sich zur solidarischen Arbeit mit Armen, Unterdrückten sowie Minderheiten, die aufgrund ihrer Rasse oder Religion verfolgt werden. Sie sind Vermittler und Versöhner in Konfliktsituationen. Sie arbeiten mit den Menschen zusammen und unterstützen sie auf dem Weg zur eigenen Selbstbestimmung. Sie wehren Gottes Geschöpfe vor allem dem, was sie vernichten könnte. Sie bewahren und beschützen die natürlichen Quellen für die weiteren Generationen.

Opus Dei ist eine Institution der katholischen Kirche, die vom heiligen Josemaría Escrivá gegründet wurde. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Arbeit, Alltag und Lebensumstände Gelegenheiten zum Treffen mit Gott bieten. Der Gründer von Opus Dei erklärte, dass ein Christ kein doppelzüngiges Leben führen sollte. Einerseits das geistliche Leben, das Leben mit Gott, und andererseits ein profanes, weltliches Leben. Escrivá betonte: „Wir haben nur ein Leben, bestehend aus Leib und Seele, und so soll es auch sein.” Es soll sowohl körperlich als auch geistlich mit Gott erfüllt sein. Heiligkeit zu suchen bedeutet, seine Arbeitspflichten gut und verantwortungsvoll im christlichen Geist zu erfüllen. So wird die Arbeit zum Treffpunkt mit Gott.

Unsere Vorstellungen.

Ich  denke, dass sich die meisten Leute in ihrem Leben sicher fühlen wollen. Wir haben eine Vorstellung davon, wie unser Leben sein sollte, wie die Menschen und die Welt um uns sein sollten. Wir bemühen uns, diese Vorstellungen zu erfüllen. Gelingt es uns? Gelegentlich ja, manchmal nicht. Wie reagieren wir, wenn wir versagen? Es bedeutet, dass wir uns nicht auf uns verlassen können. Was für eine Lösung haben wir? Wir bemühen uns, unsere Versagung zu  verleugnen. Einfach unsere Schwachheiten verstecken. Wir wollen die anderen davon überzeugen, dass wir großartig sind. Wir gestehen unsere Fehler nicht ein. Was würden die anderen über uns denken?  Ja, wir haben die Vorstellung davon, wie unsere Umgebung aussehen sollte. Eine Mutter schreit ihre Kinder an: Seid ihr still? Die Mutter ist ermüdet. Der Lärm der Kinder stört sie. Die Kinder denken, dass sie nichts Schlechtes tun. Sie spielen nur. Und sie füllen sich lustig. Die Mutter wurde aber zornig, und sie bestrafte die Kinder. Wir ärgern uns über die Menschen, wenn sie nicht so handeln, wie wir es uns vorstellen. Aber wir ärgern uns nicht nur über die Menschen, sondern auch über die Dinge. Zum Beispiel über das Auto, das gerade dann verdirbt, wenn wir eine Reise geplant hatten, oder über das Wetter, das unseren Ausflug verdirbt. Was ändert daran Jesus? Jesus lehrt uns, uns auf Gott zu verlassen. Er sagte. Sorgt euch nicht  um euer  Leben und darum , dass ihr etwas  zu essen habt. Wer von euch kann mit  all seiner   Sorge sein Leben nur  um eine kleine Zeitspanne verlängern?  Wir müssen glauben, dass unser Leben in Gottes Händen liegt. Und Gott möchte unser Gut.

Die Goldhaarige- Ein Märchen

In der Familie eines Schmiedes war große Not. Der Schmied sagte zu seiner Frau. Besänftige dieses weinenden Kind. Wie würde  das Kind nicht weinen, wenn es hungrig ist. Frau gib ihm etwas  zu essen. Ich habe  schon das ganze Haus durchgesucht und habe ich nichts zum Essen gefunden. Das Kind weinte weiter und der Schmied sagte. Ich kann daran nicht mehr sehen. Und der Schmied ging in die Berge. Dort begegnete er einer schwarzen Herrin. Die schwarze Frau fragte ihn. Was machst du hier im Wald? Warum bist du nicht bei deiner Familie? Meine Kinder sterben vor Hunger. Ich weiß  sie nicht ernähren. Für mich das Leben hat keinen Preis. Wehe dem Menschen, für den das Leben keinen Wert hat. Ich würde dir helfen. Die schwarze Frau zeigte ihm sehr viel Gold. Das Gold kann dein sein, wenn du mir versprichst, dass du mir das geben wirst, was zu Hause hast, und du weißt nicht davon. Der Schmied dachte nach. Was konnte ich zu Hause haben und davon nicht wissen? Vielleicht ein Kram. Er kamm glücklich nach Hause und sagte. Frau, schau, wieviel Gold habe ich. Du unglücklicher Mensch, wo hast du  das gestohlen? Oder hast du jemanden beraubt? Nein, das Gold habe ich bekommen. Das ist unmöglich. So wiel Gold wird  dir niemand nur  so geben. Ich sage nicht, dass nur so. Ich habe der schwarzen Herrin versprochen, dass ich ihr  geben wird, was zu Hause ist und ich weiß davon nicht. Ó du Unglücksvogel. Weist du, was hast du getan? Ich trage ein Kind unter meinem Herzen. Geh zur Frau zurück, gib ihr das Gold zurück. Ich weiß nicht, wo ich sie suchen soll. Vielleicht sie wird daran vergessen.  Sie sagte, dass sie um sieben Jahre kommt. Das ist noch weit. Um halbes Jahr wurde ein Mädchen geboren. Es hatte goldenes Harre und darum es bekam den Name,,  Goldhaarige“ Das Mädchen war sehr schön, alle haben es gemocht. Als es 7 jahre alt war, blieb vor dem Haus eine Kutsche zu stehen, aus der Kutsche stieg eine schwarze Frau aus. Sie betrat   ins Haus. Zum Schmied sagte sie;  Ich bin dafür  gekommen , was hast du mir versprochen. Der Schmied  und  seine Frau baten: Erbarme dich unser.  Lass uns unsere Tochter. Ihr habt Gold bekommen und Goldhaarige gehört mir.  Komm Goldhaarige wir führen uns mit der Kutsche duech.  Goldhaarige sagte. Vater, Mutter ich habe keine Angst. Goldhaarige stieg in die Kutsche ein. Die schwarze Herrin führte sie nach ihrem Schloß ab. Auf dem Schloß waren 100 Zimmer. Sie zeigte ihr 99 Zimmer und dann sagte zu ihr. Hier ist das  hunderste Zimmer. In dieses Zimmer kannst du  nicht betreten. Wenn du dort hineingehen würdest, wirst du schlecht abschneiden. Du wirst 99 Zimmr aufräumen. Und vergiss nicht, ins hunderste Zimmer kannst du nicht hineingehen. Um sieben Jahre komme ich zurück. Die Jahre sind schnell vergangen. Am Ende des siebten Jahre näherte sich zur Tür des hundersten  Gemach. Sie hörte dass jemand hinter der Tür, spielt die Geige. Als ob die Musik sie anrufen würde. Öffne die Tür, komm hinein. Goldhaarige sagte. Ich kann nicht ins Zimmer hineingehen. Aber du kannst  hinausgingen. Aber, dann  hörte sie die Geige nicht mehr. Nach sieben Jahren kam die schwarze Frau zurück. Goldhaarige sagte zu ihr, dass sie ihre Eltern gern besucht. Herrin antwortete ihr. Du wirst gehen, wenn die Zeit erfüllt wird. Jetzt gehe ich weg und ich komme um 7 Jahre zurück. Vergiss nicht, ins  hunderste Gemach kannst du nicht hineingehen. Am Ende siebten Jahre geriet sie vor der Tür des hundersten Zimmer und plötzlich hörte sie hinter der Tür die Stimme. Goldhaarige, du warst sieben Jahre vor dieser Tür nicht. Goldhaarige überwältigte die Neugierig. Sie öffnete die Tür und trat  ins Gemach ein. Sie sah dort beim Tisch 12 versteinerten Männer sitzen und einen lebendigen Geiger. Der Geiger sagte zu Goldhaarige. Wir sind verzaubert. Kann ich ihnen helfen ? Ja, du kannst. Du darfst niemanden sagen, was hast du hier gesehen. Plötzlich kam  die schwarze  Frau zurück. Sie nahm wahr, dass Goldhaarige bei der Tür des hundersten Zimmer war. Goldhaarige, was hast du in diesem Gemach gesehen? Goldhaarige antwortete. Ich habe schon vergessen was habe ich gesehen. Wenn du mir das nicht sagst, werfe ich dich in einen tiefen Brunnen. Goldhaarige schwieg. Na gut. Und Goldhaarige gerat auf den  Boden eines Brunnen. Dort sah sie einen Gehweg.  Sie ging diesen Weg und sie kam auf eine Wiese. Dort sie schlief ein. Morgen In der Früh ist dort der König gekommen, und er sah  dort Goldhaarige schlafen. Was für ein schönes Mädchen. Und in Nu wurde er in sie verliebt. Er nahm Goldhaarige auf sein Schloss und heiratete sie. Um neun Monate Goldhaarige gebar einen schönen Sohn. Sie und der König freuten sich sehr darüber. Einmal besuchte die schwarze Herrin Goldhaarige und sagte zu  ihr. Wenn du mir nicht verraten wirst,  was hast du im Zimmer  gesehen dein Sohn wird sterben. Sag mir was hast du gesehen. Du wirst nicht sprechen. Na gut. Am Morgen fanden den Königssohn ertrunken. Der böse Berater sagte überall, dass er sah, wie die  Königin ihren Sohn ertränkt. Der König aber wollte das nicht glauben. Später Goldhaarige gebär eine wunderschöne Tochter. Wieder freuten sie sich alle darüber. Aber die schwarze Frau, kam wieder zur Goldhaarige und sagte zu ihr. Deine Tochter wird sterben, wenn du mir nicht verrierst, was hast du im verbotenen Gemach gesehen. No, sprich! Du wirst wieder schweigen. Am Morgen fanden die Tochter tot. Der böse Ratgeber machte publik dass Königin ihre Tochter erwürgte. Goldhaarige war fähig kein Wort sagen. Der König wurde jetzt sehr zornig über sie. Er gab einen Befehl die Goldhaarige an eine Säule anbinden und sie verbrennen. Alles war schon vorbereitet, Goldhaarige stand schon bei der Säule und plötzlich erschien bei ihr die schwarze Frau und sagte zu ihr. Du hast die letzte Chanche. Sag mir,was hast du gesegen und du wirst leben. Goldhaarige aber schweig. Das Feuer wurde angezündet. In diesem Moment verwandelte sich die schwarze Herrin in die königliche Mutter und sagte. Löschen sie das Feuer aus. Goldhaarige du hast uns befreit. Der böse Ratgeber hat uns verzaubert. Mich verwandelte in eine schwarze Frau, ich sollte auf ewig herumlaufen in der Welt. Mein Mann wurde in einen Geiger verwandelt und auf ewig sollte im hundersten Gemach bleiben. Und unserem Sohn sollte den Tod der Goldhaarige das Herz brechen. Goldhaarige Tapferkeit hat uns entzaubert. Und der böse Ratbeger möge dort gehen, woher er kam. Der Ratgeber verwandelte sich in eine Schlange. Königs Mutter sagte zu Goldhaarige . Ich weiß, dass für dich die schwerste Prüfung war, wenn du deine Kinder verloren hast. Aber traurige nicht. Deine Kinder leben, Sie sind in der Kutsche.  Und der  König bat sie um die Verzeihung, dass er an die Worte des bösen Ratgeber glaubte.  Zum Schluss das Gute besiegte das Böse. Nicht nur in einem Märchen ist das so, sondern auch in der Wirklichkeit. Die Gewähr dessen der allmächtiger Gott ist, der das Gute belohnt, und das Böse bestraft.

5. Sonntag, B Mk 1,29-39.

Einleitung

Eine Studentin erinnerte sich an eine Vorlesung, zu der nur die Hälfte der Studenten gekommen war. Der Professor, der üblicherweise den Besuch der Vorlesung nicht kontrollierte, geriet, als er nur so wenige Studenten sah, in Wut  und ließ eine Liste herumgehen, auf die sich alle unterschreiben sollten. An diesem Tag fehlte auch ein wunderhübscher Junge, in den die Studentin sehr verliebt war, und sie wollte nicht, dass er wegen seiner Abwesenheit Probleme hatte. So entschloss sie sich, für ihn zu unterschreiben. Als aber die Liste zu ihr kam, sah sie, dass das ganz unnötig war. Sein Name war dort schon dreimal unterschrieben. Im Laufe des Lebens ist man eben in einem gewissen Alter verliebt. Jeder Mensch will lieben und geliebt werden. So interessieren sich die Jungen für die Mädchen und umgekehrt. Niemand will ausgeschlossen sein. Es gibt aber auch Situationen, in denen manche  ausgeschlossen werden. Da sind oft eine Krankheit, das Alter oder die Armut.

Predigt

Wir können das heutige Evangelium auf dreifache Weise betrachten: 1. Jesus heilt, 2. Jesus betet und 3. Jesus predigt.

Zu Punkt 1: Jesus begegnete vielen Menschen, die von vielem ausgeschlossen waren. Im heutigen Evangelium nach Markus haben wir gehört: Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten. Also half Jesus vielen, die sozial ausgegrenzt waren, damit sie wieder in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Er wollte, dass die Menschen begreifen, dass Gott sie liebt. Nach der damaligen, gültigen, jüdischen Lehre war man überzeugt, dass  es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Krankheit und Schuld gebe. Die Leute hielten deshalb die Kranken für Menschen, die eine Schuld auf sich geladen haben, also für Sünder. Im Judentum meinte man, dass ein schuldiger Mensch von Gott mit seiner Krankheit bestraft wurde. Mit der Heilung  kranker Menschen zeigte Jesus, dass jeder, auch jeder kranke Mensch, von Gott geliebt wird.  Dadurch, dass er Menschen heilte, half er ihnen, sich mit Gott tiefer zu vereinen.

Zu Punkt 2: Im heutigen Evangelium nach Markus wird uns außer der Heilung der Schwiegermutter des Petrus auch Folgendes vermittelt:  Als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.  Das brauchte Jesus, damit er Abstand von allem Irdischen nehmen konnte, das auf ihn einströmte. Alles, was Jesus von morgens bis abends erlebte, war vergänglich. Durch das Gebet sah er im  Leben alles anders und konzentrierte sich dadurch auf das Wesentliche. Die Verbindung mit dem Vater und das Gespräch mit ihm waren wichtige Bestandteile seines Wirkens.

Zu Punkt 3) Seine Jünger eilten ihm nach und sagten zu ihm: „Alle suchen dich. Jesus antwortete darauf: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige. Es war ihm also sehr wichtig, das Wort vom Reich Gottes  überall zu verkünden. Es ist ja dazu in die Welt gekommen.

 Im Griechischen bezeichnen wir diese drei wesentlichen Punkte, über die ich eben gesprochen habe, als 1. Diakonie – das ist der karitative Dienst an den Menschen. 2. Leitourgia – das bedeutet, Gott zu loben und zu preisen, zu ihm zu beten, und 3. Martyria – das ist die Verkündigung des Evangeliums, das Zeugnis von Gott gibt. Eigentlich sind das dreierlei Ämter, die Jesus hier ausübt: Er ist Diakon, Priester und Prediger.

Wenn unsere Nachfolge mit Jesu Wirken authentisch sein soll, müssen wir diese drei Funktionen nachahmen. Wir alle müssen uns darauf konzentrieren, zu erfassen, was im Leben elementar ist. Notwendig ist dabei der Kontakt mit Gott, dem Vater, im Gebet. Daraus ergibt sich, dass wir alle unsere Aktivitäten in Liebe ausüben; nur so sind sie sinnvoll. Wer anderen Freude bereiten will, muss dieses Gefühl in seinem Herzen tragen. Wer der Welt Wärme schenken will, muss Feuer in sich tragen. Wer anderen Menschen helfen will, muss Hände haben, die niemanden verletzen. Wer Träger des Friedens sein will, muss selbst zuerst Ruhe in seinem Inneren finden.

Nun eine kurze Geschichte – und zwar das Märchen von der goldenen Mütze. Einmal nahm jemand, der eigentlich alles besaß, wahr, dass sein Leben betrüblich war. So nahm er aus einem Schrank eine Mütze, die aus Goldfäden gestrickt war.   Er ging hinaus auf die Straße und schenkte einem unbekannten Kind mit den Worten: „Für dich!“ Das Kind wunderte sich und lief voller Freude nach Hause. „Schau, was ich da habe!“, sagte es seiner Mutter. Die Mutter aber schenkte die Mütze einem armen Menschen und dieser fand wiederum jemanden, der noch ärmer war als er. Und überall dort, wohin die Mütze kam, brachte sie Freude. Sie wurde zum Zeichen der Liebe. Sie hatte die Fähigkeit, traurige Menschen glücklich zu machen.

Ich denke: Wir alle tragen in unseren Händen eine solche goldene Mütze, mit der wir eine Kettenreaktion auslösen können. Oft genügt nur ein freundlicher Gruß oder ein Lächeln, oder wir können jemandem sagen: „Du bist für mich wichtig, du bedeutest mir viel.“

Bitten wir den Herrn, dass er bei allen unseren Entscheidungen mit uns sein möge! Möge es in unserem Leben nur Taten der Liebe und Hoffnung geben! Das kann unser bedeutender Beitrag zur Heilung der Welt sein.

Hl.Rabanus Maurus.

Der „Praeceptor Germaniae“/Lehrmeister Deutschlands wurde  um 780 in Mainz geboren und in der Klosterschule Fulda erzogen. Von Kind an mit den Regeln des heiligen Benedikt vertraut, entschied er sich, in den Benediktinerorden einzutreten. Nach seiner  Weihe zum Diakon schickte der Abt von Fulda den jungen Rabanus an die berühmteste Klosterschule der damaligen Zeit; nach Tours. Er studierte dort bei Alkuin, dem Berater Karls des Großen, bis er nach Fulda zurückgerufen wurde. Unter seiner Leitung entwickelte sich die  Klosterschule zu einer berühmten Bildungsstätte im fränkischen  Reich. Seine bekanntesten Schüler waren unter anderen Walafried Strabo  und Otfried von Weißenburg.

822 zum Abt gewählt, förderte er den wissenschaftlichen, künstlerischen, geistlichen und wirtschaftlichen Fortschritt des Klosters. Nach der Teilung des Frankenreiches – er hatte sich für Lothar, der nun das Mittelreich erhielt  und dessen Anspruch auf das Gesamtreich er eingesetzt hatte – legte  er 842 die Abtswürde nieder und zog  sich auf den Petersberg in der  Nähe von Fulda zurück. Ludwig der Deutsche berief ihn 847  zum Erzbischof von Mainz, wo dieser  universale Gelehrte am 4. Februar 856 starb. Dargestellt wird Rabanus Maurus als Bischof im kirchlichen Ornat, Stab und Buch haltend. Er hat ein umfangreiches, in seiner Zeit weitverbreitetes Werk hinterlassen. Unter anderem gilt er auch als Verfasser  der Pfingsthymne „Veni creator spiritus“.

Sein Fest,der 4. Februar, wird besonders in Mainz gefeiert.

Die Hauptwirkung der hl.Kommunion.

Die hl. Kommunion vermehrt in  uns  die Liebe  zu Jesus. Nach der heiligen Kommunion  haben wir das Verlangen, ganz Jesus zu gehören. Durch Liebe  zu Jesus werden  in  unserem Herzen  die bösen Neigungen unterdrückt, sie werden schwächer und schwächer, und  es wird uns  immer leichter, die Gebote  zu halten. Jesus  beschützt  uns und hilft uns  gegen  die Versuchungen zu streiten. Die heilige Kommunion  ist eine himmlische  Medizin , die  uns  in Wirklichkeit vor der Seelenkrankheit schützt. je öfter  wir diese himmlische  Medizin nehmen, desto mehr  sind wir   vor dem Seelentode  gesichert. Der hl.Alfons von Liguori erzählt. Ein vornehmer  Mann begeht Tag für Tag  eine schwere Sünde. Der Beichtvater empfiehlt ihm, täglich  zur hl. Kommunion  gehen und von da an war der Mann von seinem Laster befreit. Es gibt kein kräftigeres Mittel gegen die Sünden als die hl. Kommunion.  Durch die hl.Kommunion mit Jesus vereint  und in der Liebe zu ihm gestärkt. So werden  wir vor der Todsünde  bewahrt, nehmen an  Gnade  immer zu und erlangen  das ewige Leben. Jesus hat gesagt.  Willst du  zum Leben  eingehen? so halte die Gebote.  Aber Jesus hat das auch gesagt. Wenn jemand  von diesem Brot ist, so wird er in  Ewigkeit leben. … Wer mein Fleisch  ist und mein Blut  trinkt, der hat das ewige Leben  und ich werde ihn  am jüngsten Tag auferwecken. … Wer mich  isst , wird  durch mich leben. Wer dieses  Brot  isst, wird ewig leben. Darum  sagt  der Katechismus, dass uns  die heilige Kommunion   ein Unterpfand  der glorreichen   Auferstehung   und der ewigen Seligkeit  ist.  Natürlich  muss man, wenn man  selig  werden will , auch glauben und   die Gebote halten. aber  die hl. Kommunion hilft  uns eben  , dass wir im  Glauben  und  im Halten  der Gebote treu und  standhaft  bleiben. Habt ihr vom Propheten Elias  gehört? Der Prophet   Elias wurde vom König Achab und der Königin Isebel verfolgt. Elias musste sich  in die Wüste  flüchten. Er war völlig erschöpft und wünschte sich den Tod. So legte er sich nieder  und schlief ein.  Plötzlich  berührte ihn  ein Engel  und sprach. Steh auf  und iss. Als sich Elias   umsah , sah er neben sich  ein Brot  und einen Krug   mit Wasser. Er aß und trank, dann legte er sich  wieder  hin  und schlief.  Und der Engel  kam zum zweiten Mal,  berührte  ihn  und sprach: „Steh auf  und iss, denn du hast  noch einen  weiten Weg. Da stand er auf  und  aß und trank. Durch die Kraft dieser Speise nun ging er  40  Tage  und Nächte  bis zum Berge  Gottes Horeb.  Bei diesem Berge war Gott dem Mose im brennenden Dornbusch erschienen. Auf diesem Berg  hatte Gott auch seine  zehn Gebote  gegeben. Als  Elias  zu diesem Berge kam, zeigte sich  ihm Gott. Welcher ist für uns  der Berg Gottes, zu dem wir alle wandern  müssen  und  wo  wir uns  zeigen? Der Himmel.  Der Weg dorthin  ist aber  weit  und beschwerlich. Wenn wir Jesus genießen  , erlangen  wir die Kraft , immerfort  dem Himmel entgegenzuwandern. Aber nicht durch  den  oftgenutzten  Genuss erlangen wir  die Kraft , sondern  durch den  oftgenutzten Genuss. Wir sollen oft zur heiligen Kommunion gehen. Wer kann zur heiligen Kommunion nicht gehen?  Wenn jemand im Stande der schwereren Sünde ist. Wenn jemand nicht die richtige Absicht hat. Welches  wird  die rechte  Absicht  sein? Mit  Jesus  vereinigt  zu werden, ihm wohlzugefallen, von  ihm Gnaden zu erlangen. Eine  verkehrte  Absicht  wäre es, um sich   fromm zu zeigen,  um hinter  anderen  nicht  zurückzustehen oder nur den Menschen zu gefallen. Wenn man die hl.Kommunion  in solcher  Absicht empfinge, würde man  sie  zu  weltlichen  Zwecken gebrauchen   und Jesus   keine  Ehre erweisen.

Die Sicherheit der Gottesliebe

Die Sicherheit des Heils, der Gottesliebe, ist für uns wesentlich. Die Erfahrung, die wir in der Welt haben, ist: Liebe und Aufmerksamkeit verdienen sich die Menschen, die gut, schön, erfolgreich und tüchtig sind. Sind wir solche Menschen? Niemand kennt unsere Schwachheiten und Fehler besser als wir selbst. Von unseren Fehlern und Mängeln wollen wir nicht sprechen. Wir fürchten uns davor, dass die anderen uns verurteilen und auslachen. Darum verbergen wir unsere Fehler und Schwachheiten. Es gibt auch eine andere Weise, die manche Leute verwenden, und das ist: andere Menschen kritisieren, auf ihre Fehler hinweisen, hindeuten, die anderen lächerlich machen. Die Menschen wollen damit kundtun, dass sie überlegen sind. Kurz darauf, als ich nach Österreich gekommen bin, kritisierte mich einer von meinen Bekannten und sagte zu mir, dass ich in der deutschen Sprache viele Fehler mache. Er stellte sich als jemand dar, der perfekt Deutsch spricht. Wie war meine Überraschung, als mir eine  Bekannte aus Bratislava, geborene Deutsche, die mich gut kannte, zu mir sagte: „Ich kenne ihn.“ Er ist überzeugt, dass er fehlerfrei spricht, und in der Wirklichkeit macht er mehr  Fehler als du.  Wir wissen, dass Gott auch mit unseren Fehlern und Mängeln  uns liebt. Es ist richtig, wenn wir uns unserer Stärken und Mängel bewusst werden, und wir bemühen uns, sie nicht zu verneinen. Dem Kardinal Suenens wurde die Frage gestellt. Ihre Meinung nach: Wer ist ein Heiliger? Und der Kardinal antwortete. Ein Heiliger ist der, der sich dessen bewusst ist, dass er Sünder ist.  Seinen Fehler zugeben, das kann nur der Mensch, der Gottes Liebe erkannt und an sie geglaubt hat.  Noch eine Sache: Die Fehler der Anderen sollten nicht die Ursache für das Ärgernis sein; im Gegenteil: Der Grund der Gottfeier ist, dass Gott uns trotz unserer Fehler und Mängel liebt. Es ist förderlich, wenn der Mensch zu einer Gesellschaft gehört, die ihn annimmt, in der er frei sprechen kann, ohne Vorstellung. Wir können endlich  unsere Qual und Armseligkeit eingestehen. Wir schaffen das, weil wir wissen, dass Gott  uns so, wie wir sind, liebt. Die Brüder und die Schwester in der Gemeinschaft haben dieselben Probleme. Es ist ein gutes Gefühl, wenn wir  uns ohne Furcht anvertrauen können. Wir verlieren den Bedarf, jemanden  zu verurteilen oder zu ermahnen. Wenn sich jemand vor uns öffnet, dann erniedrigen wir ihn nicht; wir verurteilen ihn nicht.Doch auch wir wurden nicht verurteilt. Wir bemühen uns, die anderen zu unserem Bild zu ändern. Wir wissen, dass unser Weg  kein Weg für den anderen sein muss. Und  sein Weg muss uns nicht passen. Nur die Macht des Heiligen Geistes   kann die Menschen ändern. Und Gott hat außer uns auch die anderen Werkzeuge, und er verwendet sie, wann er will und wie er will. Die Ausnahme ist die Situation, wenn uns jemand um einen Ratschlag bittet. Aber auch dann ist das nur ein freundlicher Ratschlag, nicht der Drucker. Statt der  Ermahnung oder Kritik teilen wir uns eher unsere Erfahrungen. Ich kann mich durch die Erfahrungen der anderen bereichern, und die anderen können aus meinen Erfahrungen profitieren. Wir verantworten uns und verzeihen einander. Wem würden wir uns anvertrauen, wenn nicht Christus? Und wartet uns  Christus eben nicht in der Gemeinschaft. Henri Nouwen schreibt. Mittels des Bekenntnisses tauchen die dunklen  Kräfte aus der Isolation auf, sie kommen ans Licht, werden  sichtbar und entwaffnen sich mittels der Verzeihung, zerstreuen sich. Das ist eigentlich nur der  Widerhall der Worte  der Heiligen Schrift. Darum bekennt euch  eure Sünder  und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.

Darstellung des Herrn (Lk 2,22–32).

Einleitung

 In Jerusalem wurde es bereits im 5. Jahrhundert feierlich begangen. Sie begann am römischen Forum und führte zur Basilika Santa Maria Maggiore. Dieserseits war es eine Bußäußerung, andererseits sollte es einem alten heidnischen Ritual einen christlichen Charakter verleihen. Das Christentum verlieh diesen alten heidnischen Bräuchen eine neue Bedeutung. Jesus ist das Licht der Welt. Licht ist auch ein Symbol der Läuterung. Berets

Es kam vor, dass die Kinder nach der Geburt eines Kindes untereinander vertauscht wurden. In einigen Fällen wurde ein Kind aus der Geburtsklinik in eine fremde Familie gebracht. Doch manchmal sind die Eltern nicht in der Lage, ihr Kind inmitten der überfüllten Kinderkrippen gleich zu erkennen. Stellen wir uns vor, welche schwere Aufgabe Simeon hatte. Er wusste nur, dass er nicht sterben würde, bevor er den Erlöser Israels sah.  Der Heilige Geist führte ihn zu Jesus. Der Heilige Geist wirkt auch heute noch wie zur Zeit Simeons. Das gilt für das Kind, das in der Kirche schreit, ebenso wie für den Kollegen mit aggressiven politischen Ansichten oder den eingezogenen Nachbarn.

Die heilige Kommunion.

Wozu hat Jesus das allerheiligste Sakrament des Altars eingesetzt? Als Jesus nach der wunderbaren Brotvermehrung sagte, dass er uns  seinen Leib und sein Blut geben wollte, hat er aufs Deutlichste gesagt, dass sie für  uns ein Brot und ein Trank sein sollten, damit wir davon leben. Ich bin das lebendige Brot“, sprach er, „das vom Himmel herabgekommen ist.“ Das Brot , das ich euch geben werde, ist mein Fleisch  für das Leben der Welt. Als darauf die Juden untereinander stritten  und sagten : „Wie kann uns dieser  sein Fleisch zu essen geben?“ Jesus sagte: „Der mich isst, der mich leben wird. Jesus sagt also: Wer sein Fleisch , wer sein Fleisch isst und sein Blut trinkt , hat das ewige Leben, und Jesus wird ihn  am jüngsten Tage auferwecken: Dann verglich Jesus seinen Leib, seinen Leib, und sein Blut mit dem Manna und sagte. Es ist nicht wie das Manna, das eure Väter  gegessen haben; sie sind gestorben. Wer dieses Brot isst, wird ewig leben. Das heißt: Das Manna konnte denen, die es aßen, nur eine Zeit lang das Leben erhalten, das Brot aber, das uns Jesus gibt, verschafft uns ewiges Leben.

Jesus hat also immer wieder gesagt, dass sein Leib für uns eine Speise sein soll, die uns Leben gibt. Schauen wir nun, was für ein Leben Jesu da meint. Meint  er das Leben des Leibes?  Für das Leben des Leibes  genügt die gewöhnliche irdische Nahrung. Das Brot vom Himmel, das uns Jesus gibt, soll unsere Seele leben lassen. Aber kann die Seele denn überhaupt sterben? Sie ist ja doch unsterblich. Ja, sie kann nicht so sterben, dass sie dann nicht  mehr  da wäre. Aber unsere Seele  soll nicht nur das gewöhnliche,  natürliche  Leben haben. Gott hat ihr  auch ein höheres , übernatürliches Leben gegeben. Wann  hat er es ihr gegeben? Bei der Taufe. Bei der Taufe. Bei der Taufe hat unsere Seele ein ganz neues , ein göttliches Leben erhalten. Wenn sie dieses göttliche Leben hat, ist sie atemberaubend, voller Liebe zu Gott und voller Freude. Wie nennt man dieses höhere, himmlische  Leben, das die Seele da erhalten hat? Die heiligmachende Gnade. Die heiligmachende Gnade ist der Anfang  und die Vorstufe des ewigen Lebens. Wir können aber in diesem höheren , himmlischen Leben der Seele nicht zunehmen und es  nicht bewahren, wenn wir  unserer  Seele keine  himmlische Nahrung  zukommen lassen. Welche ist die himmlische Nahrung? Der Leib und das Blut Jesu Christi. Hat die Seele diese himmlische Nahrung nicht, so verliert sie ihr höheres  Leben. Mit welchen Worten hat uns Jesus gesagt? Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes  nicht  essen und sein Blut  nicht trinken werdet, so werdet ihr  das Leben nicht in euch haben. Haben wir schon jetzt das ewige Leben? Ja, den Anfang , den Keim  des ewigen Lebens haben  wir  schon. Dieser Keim kommt in uns  durch jede hl. Kommunion  : mehr  zur  Entfaltung , zum  Wachstum   und  zur Blüte. Am jüngsten Tag  aber wird der Keim seine herrliche  Frucht bringen. Nach dem kirchlichen Gesetz sollen wir mindestens einmal  im Jahr in österlichen Zeiten zur heiligen Kommunion gehen. Aber das ist nur das Minimum. Schauen wir  nun , wie uns Jesus durch die heilige Kommunion  ein höheres, übernatürliches Leben mitteilt.  Wenn wir die hl.Kommunion  empfangen, ist Jesus so nah  bei uns , als es  überhaupt  möglich ist. Er ist in uns. Wenn wir  ihn  mit dem Mund empfangen, geht er zugleich   auf geistige Weise in unsere Seele ein und schlägt da  seinen Tritt. Er erfüllt unsere Seele mit himmlischem Glanz. Er macht sie  schöner und heiliger. Das Wort „Kommunion“ bedeutet „Vereinigung“. Jesus hat in seiner Rede  nach der wunderbaren Brotvermehrung versprochen. Wer mein Fleisch   ist  und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Jesus bleibt  in uns, nicht mit Fleisch und Blut, sondern mit seiner Liebe. Er schaut nach der heiligen Kommunion  immer mit  besonderer Liebe auf uns und steht uns bei und beschützt uns.