Archiv für den Monat: Dezember 2023

Heiligster Name Jesu Lk 2,21-24

Jesus Christus, dessen Namen wir verehren, sei mit euch.

Der Name Jesu hat eine besondere Bedeutung im Christentum. Er stammt von dem hebräischen Namen ,,Yeshua“ ab, was der Herr ist Rettung bedeutet. Der Name Jesu wird oft als der Name des Sohnes Gottes verwendet, der Mensch wurde, um die Menschheit von Sünde und Tod zu erlösen.

Jesus, du bist gekommen, um uns zu retten. Herr, erbarme dich unser.

Du bist die Erfüllung aller Verheißungen. Christus, erbarme, dich unser.

Du bist der Erwählte  des Vaters vor Ewigkeit. Herr, erbarme dich unser.

Im Neuen Testament der Bibel wird der Name Jesu häufig verwendet, um auf Jesus Christus  zu verweisen. Er ist der zentrale Fokus des christlichen Glaubens und wird von Christen als der  von Gott gesandte  Erlöser und Messias verehrt.

Der Name  Jesu symbolisiert die  Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung  Gottes. Er steht für  die Hoffnung  auf Erlösung und ewiges Leben. In der christlichen Tradition wird der Name Jesu in Gebeten, Lobpreisliedern und liturgischen Feiern  verwendet, um die Anwesenheit Gottes im Leben der Gläubigen zu bekräftigen.

Der Name Jesu hat auch eine kraftvolle spirituelle Bedeutung. Gläubige sehen in ihm die Autorität und Macht, um Krankheiten zu heilen, Dämonen  auszutreiben und Wunder zu wirken. In vielen religiösen Traditionen wird der Name Jesu als eine Quelle des Schutzes und der Stärkung angesehen.

Zusammenfassend, lässt sich sagen, dass der Name Jesu im Christentum eine zentrale Rolle spielt. Er symbolisiert die Erlösung, die Liebe Gottes und die Hoffnung auf ewiges Leben. Der Name Jesu wird von Millionen  von Gläubigen auf der ganzen Welt verehrt und als Quelle von Trost, Kraft und Hoffnung angesehen.

In Jesus Christus sind wir getauft mit Heiligen Geist. Deshalb beten wir voll Vertrauen zum Vater.

Um uns seinen Frieden zu schenken, gab der Herr und in der Taufe neues Leben. Deshalb bitten wir ihn.

Selig, die  bei Jesus Christus bleiben und ihm angehören, wenn er wiederkommt.

Hl. Basilius der Große und hl. Gregor von Nazianz 1 Joh 2,22-28

Jesus Christus, der allein unser Meister ist, sei mit euch.

Heute feiern wir den heiligen Basilius der Große und den heiligen  Gregor von Nazianz. Heilige Basilius war ein bedeutender Theologe  und Kirchenvater des 4. Jahrhunderts und heiliger  Gregor  von Nazianz war ein enger Freund  und Zeitgenosse von Basilius. Er war ebenfalls ein bedeutender Theologe. Beide spielten eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des trinitarischen Glaubens und der Bekämpfung  von Häresien.

Jesus, du hast  uns  dein Wort hinterlassen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast deiner Kirche den Heiligen Geist gesandt. Christus, erbarme dich unser.

Du bist unsere Kraft in den Stürmen der Zeit. Herr, erbarme dich unser.

Der  dringende Aufruf des Johannes, in Christus zu „bleiben“, bedeutet nicht, dass wir stehen bleiben sollen. Der griechische Begriff ménete, den Johannes verwendete, hat eine weiter gefasste Bedeutung. Es bedeutet auch „wohnen“ oder „eine Wohnung bauen“. Johannes lädt uns ein, im Herrn unser Zuhause zu finden, unseren Platz, wo wir hingehören. „Zuhause“ ist nicht nur ein Dach über dem Kopf oder ein Ort, an den man von der Arbeit zurückkehrt. Das Zuhause soll auch unser Zufluchtsort sein, ein Ort, an dem wir ausruhen, uns erfrischen und neue Kraft schöpfen. Es ist ein Ort, an dem wir satt werden – nicht nur vom Essen auf dem Teller, sondern auch von der gemeinsamen Zeit und den Gesprächen. Jesus soll für uns ein solches Zuhause sein: unsere Zuflucht in den Stürmen des Lebens, unsere Erfrischung, wenn wir besorgt oder erschöpft sind, unsere Nahrung, wenn wir uns leer und schwach fühlen. Aber wie kann Jesus, der seinen Thron im Himmel hat, unser Zuhause werden, während wir hier auf der Erde leben? Paradoxerweise liegt es in unserem Herzen. Wir können in Jesus bleiben, weil er in uns bleibt! Du musst ihn nicht im Himmel suchen, denn er ist bei dir auf der Erde. Er wohnt in deinem Herzen und wartet darauf, dass du zu ihm kommst und in ihm ruhst. Er wartet darauf, Ihnen seine Barmherzigkeit zu schenken, die Schuld und Schande wegwäscht. Er möchte Ihnen sein Mitgefühl für die Verachteten, seine Barmherzigkeit für die Sünder und seinen Trost für die Leidenden schenken. Er möchte dich mit seinem Wort belehren und dich mit dem Brot des Lebens ernähren. Versuchen Sie sich beim heutigen Gebet vorzustellen, dass Sie mit Jesus und seinen Jüngern am Tisch sitzen. Stellen Sie sich das Gefühl der Akzeptanz und Zugehörigkeit vor, das sie in seiner Gegenwart erlebten. Auch Sie können diese innige Gegenwart Jesu jeden Tag im Gebet erleben. Wenn Sie lernen, im Gebet näher an Jesus heranzukommen, fällt es Ihnen leichter, den ganzen Tag in ihm zu bleiben. Wenn du „in ihm bleibst, wirst du Vertrauen gewinnen und dich seiner nicht schämen“ (vgl. 1 Joh 2,28), lass zu, was auch immer dir im Laufe des Tages widerfährt! Es gibt wirklich keinen besseren Ort als zu Hause. Besonders, wenn es Jesus ist!

Wie Jesus Christus, der Meister allen Betens, uns gelehrt hat, wollen wir unser Gebet an den Vater richten.

Gott, unser Vater, ist der Gott des Friedens. Ihn bitten wir durch Jesus Christus, seinen Sohn.

Selig, die Gottes Wort bewahren und heimfinden zum Leben.

Gebet am letzten Tag des Jahres.

Unendlicher, ewiger Gott, allmächtiger Schöpfer von allem. In ein paar Stunden wird wieder ein Jahr vergehen. Es wird vergehen, mit all den Freuden, an die wir uns nicht mehr erinnern. Gnädiger Gott, Herr der Zeit und der Ewigkeit, wir werden  Rechenschaft ablegen  müssen, wozu wir dieses Jahr gebraucht haben, dessen Ende so viele unserer Mitmenschen nicht mehr erleben. Wir fürchten uns vor dieser Abrechnung, denn wir wissen, dass wir oft gesündigt haben. Deshalb bitten wir dich demütig um Vergebung. Wenige Tage sind es, an die wir uns auf dem Sterbebett zufrieden zurückerinnern können.
Gerechter Gott, viele Tage werden uns vor deinem Gericht anklagen, dass wir sie vergeudet und sogar dazu benutzt haben, Sünden zu begehen und zur Empörung unserer Mitmenschen. Wenn wir das, was wir getan haben, mit dem vergleichen, was wir an Gutem getan haben,  müssen wir uns schämen, dass wir deiner Liebe nicht würdig sind. Aber deine Geduld ist größer als unsere Undankbarkeit: Du hast uns das Leben geschenkt, obwohl wir es nicht verdient haben. Wir können gar nicht zählen, wie viele Gnaden du uns in diesem Jahr geschenkt hast. Und wenn wir uns noch an die vielen Gefahren für Leib und Seele erinnern, die du von uns abgewandt hast, müssen wir demütig bekennen, oh wir unwürdigen Diener, wir undankbaren Kinder. Süßester Jesus, du unser Mittler, wie oft hast du deine Hände zum himmlischen Vater erhoben, damit er uns nicht für unsere Missetaten strafe. Wie oft hat dein heiligstes Blut um Gnade und Vergebung für unsere Sünden geschrien. Wie oft haben wir vom Priester die Absolution erhalten, weil wir gelobt haben, unser Leben zu bessern, aber oft haben wir selbst diese Vorsätze vergessen. Wir blieben, wie wir waren, und wurden sogar noch schlimmer. Unser Herr richte uns nicht. Denn wenn du uns für unsere Missetaten richten würdest, Gott, wer würde dann bestehen? Sieh nicht auf unsere Sünden, sondern wasche sie ab mit dem Blut des unschuldigen Lammes. Gott, sei uns gnädig! Wir wünschen uns aufrichtig, mit dir versöhnt zu werden, und wir versprechen dir aufrichtig, dass wir uns im kommenden Jahr bessern, gottgefällig leben und dir treu dienen wollen. Unser Gott, womit sollen wir dir die vielen Segnungen vergelten, mit denen du uns in diesem Jahr überschüttet hast? Gib, dass die Größe der Liebe, die du uns erwiesen hast, tief in unsere Seelen eindringen kann. Unsere Herzen sind von Dankbarkeit erfüllt. Wir spüren, dass dieses Gefühl der Dankbarkeit auch von deiner Großzügigkeit herrührt. Deshalb eilen wir in den letzten Stunden dieses Jahres zu deinem Altar, wo du unter der Gestalt des Brotes gegenwärtig bist, damit wir dich mit allem, was wir haben und als Danksagung auf den Altar gelegt haben, mit Lobgesängen und Anbetung preisen und verherrlichen, jetzt und in alle Ewigkeit.

Hochfest der Gottesmutter Maria B Neujahr Lk2,16-21

Fest der heiligen Familie B Lk 2,22-40

Gott, unser Vater, der die Familie zum Fundament der Völker bestimmt hat, sei mit euch.

Mitten in der Nacht wacht ein kleiner Junge mit starken Schmerzen in einem Krankenhausbett auf. Er fühlt sich sehr verängstigt und verlassen. Seine Schmerzen sind unerträglich: Er hat Verbrennungen am ganzen Körper. Jemand übergoss ihn mit Alkohol und zündete ihn anschließend an. Er begann um seine Mutter zu weinen und zu schluchzen. Die Krankenschwester nimmt ihn in den Arm und versucht ihn zu trösten. Sie umarmt ihn fest und flüstert ihm ins Ohr, dass er keine Angst haben soll, dass der Schmerz bald aufhören wird. Es funktioniert nicht. Sie schluchzt weiter. Der Schmerz, den er am meisten empfindet, ist nicht der Schmerz seines Körpers, der Schmerz der Brandwunden, sondern der Schmerz, von seiner Mutter getrennt zu sein. „Mama, Mama!“ schluchzt sie. Die Krankenschwester ist verwirrt, aber auch wütend. Diejenige, die diesem Kind diesen Schmerz zufügte, ihm Alkohol übergoss und es dann anzündete, war seine Mutter. Der Schmerz eines Kindes, von seiner Mutter getrennt zu werden, ist für es größer als der Schmerz seiner Wunden, selbst wenn seine Mutter grausam zu ihm ist. Die Trennung von der Mutter bereitet dem Kind mehr Schmerzen, als es ertragen kann.

Jesus, du bist eingekehrt in die Ordnung menschlichen Familienlebens. Herr, erbarme dich unser.

Du hast Leben angenommen aus dem Erbe menschlicher Generationen. Christus, erbarme dich unser.

Du wolltest  alles erfüllen, wie es im Gesetz geschrieben steht. Herr, erbarme  dich unser.

 Während des Zweiten Weltkriegs leitete die Kinderpsychiaterin Anna Freudová drei Waisenhäuser. In ihrem Buch „Krieg und Kinder“ schrieb sie: „Der Krieg selbst hatte kaum negative Auswirkungen auf die Kinder, solange sich das, was sie erlebten, auf die Gefährdung ihres physischen Lebens, die Einschränkung ihrer materiellen Freude und den Mangel an Nahrung beschränkte.“ Diese negativen Auswirkungen waren jedoch enorm, als der Krieg begann, in das Familienleben einzugreifen, indem er Beziehungen zerstörte, Menschen entwurzelte und kleine Kinder von ihren Eltern trennte. Kinder, die während des Bombenanschlags in London bei ihren Familien blieben, waren von diesem Bombenanschlag weitaus weniger betroffen als diejenigen, die vor dem Bombenanschlag in der Stadt evakuiert und von ihren Familien getrennt wurden. Es ist bekannt, dass Kinder sich auch an Mütter klammern, die grausam zu ihnen sind. Hauptsache, sie sind bei ihnen.“

 Ein Autor erzählt, wie er einst ein Waisenhaus in Uganda besuchte. Es waren etwa 100 Kleinkinder dort. Was ihn überraschte, war, dass diese Kinder überhaupt nicht weinten. 100 Babys zusammen, in getrennten Kinderbetten in einem riesigen Raum gestapelt, und überall herrschte ernste Stille. Seltsam! „Ich fragte die Krankenschwester, die mich begleitete, nach diesem seltsamen Phänomen. Ich werde nie vergessen, was sie mir erzählt hat.“ „Wissen Sie“, sagt die Krankenschwester, „wenn so ein Kind hierher gebracht wird, weint es ständig.“ Als er nach etwa einer Woche merkt, dass niemand zu ihm kommt, hört er auf.“ „Ich verdrehte die Augen“, sagt der Besucher. „Nun ja. Das Kind weint 4 Stunden lang, niemand kommt; weint ein oder zwei Tage lang, niemand kommt; Sie weint eine Woche lang und niemand kommt. Dann hört er auf zu weinen, weil er merkt, dass sich niemand für ihn interessiert!“

 Wir können uns vorstellen, welche emotionale Wunde ein solches Kind in seinem Erwachsenenleben tragen wird. Die ständige Anwesenheit der Eltern ist für das Kind ein Zeichen dafür, dass alles in Ordnung ist. Die Familie, so unvollkommen sie auch sein mag, ist die wesentlichste und grundlegendste menschliche Beziehung. In jeder menschlichen Beziehung gibt es Unvollkommenheiten, aber selbst die unvollkommensten Familien sind eine stärkere Stütze für ein Kind als jede andere Institution, wie perfekt sie auch sein mag. Egal wie gut ein Kind in einem Waisenhaus oder einer ähnlichen Einrichtung betreut wird, dieser Ort wird niemals die natürliche Beziehung ersetzen, die zwischen Mutter und Kind besteht. Wir wissen, dass die herzliche und innige Beziehung, die zwischen Mutter und Kind besteht, die Grundlage dafür ist, dass sich sein Innenleben und tatsächlich seine gesamte Persönlichkeit später entwickeln, wachsen und entwickeln werden. Dies bedeutet natürlich nicht, dass die Rolle des Vaters unterschätzt wird. Für die gesunde und ausgeglichene Entwicklung des Kindes ist der Vater ebenso wichtig wie die Mutter. Nun, was wir hier sagen wollen, ist, dass in den allermeisten Familien die Mutter die Person ist, die die Kinder füttert, wäscht und anzieht und sie tröstet, wenn sie Angst haben. Eine Mutter ist immer für ihr Kind da, besonders aber, wenn es etwas braucht. Eltern sind somit die ersten Lehrer der Liebe; Ihre Verbundenheit zu ihren Kindern zeigt ihnen, dass sie der Liebe würdig und liebenswert sind. Und so zeigt er ihnen dann, dass sie selbst weiterhin andere Menschen lieben sollten. Es ist nicht einfach, ein liebevoller Mensch zu werden für jemanden, der in einer Umgebung aufgewachsen ist, in der diese tiefe Beziehung fehlte und in der sich niemand um ihn kümmerte.

 Im heutigen Evangelium, am Fest des Hl. Familien, wir sehen, wie die Eltern Jesu ihre Verantwortung erfüllen, die sich aus ihrer religiösen Tradition ergibt, und wie Jesus unter ihrer Führung an Weisheit und Alter wuchs. Die gegenseitige Liebe zwischen Maria und Josef und ihre gemeinsame Liebe zu Jesus waren für ihr Kind eine Schule der Liebe und eine Quelle des Gefühls von Sicherheit und Geborgenheit. Wenn Jesus später darüber nachdenkt, was Liebe ist, wird es ihm genügen, in seinen Erinnerungen zu seinen Eltern und dem Haus zu gehen, in dem er aufgewachsen ist. Die Liebe, mit der seine Eltern ihn aufgenommen haben, wird ihm sein ganzes Leben lang eine Quelle der Sicherheit und der Freiheit sein, sich selbst zu fühlen. Und obwohl er als Sohn Gottes viel mehr besaß, als seine Eltern ihm geben konnten, ist ihr Einfluss auf sein Leben nie zu unterschätzen. Es wird eine Zeit kommen, in der Jesus sich wie jedes andere Kind von seinen Eltern trennen muss, um seinen eigenen Lebensweg zu wählen. Doch auch jetzt, als Kind, ist er noch völlig auf die Liebe angewiesen, die er in seiner Familie erhält. Darin liegt der Ruhm, aber auch die Grenzen seiner Menschlichkeit.

 Heute ist der Feiertag des Hl. Familien, jeder von uns hat die Möglichkeit, auf seine eigene Familie zu blicken und ihnen für das zu danken, was sie uns gegeben hat. Fest des hl. Familien sind nicht so alt, wie sie scheinen; Sie wurde erst 1921 gegründet. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir bis dahin nicht die Macht der Familie erkannt hätten oder dass wir Gott nicht für die Möglichkeit gedankt hätten, in einer Familie aufzuwachsen. Die Kirche war schon immer eine Verteidigerin der unersetzlichen Rolle der Familie im Leben eines Menschen, und wir können sicher sein, dass sie dies auch weiterhin tun wird. Für uns Christen ist die Familie nicht nur die Grundlage für die gesunde Entwicklung unserer Persönlichkeit, sondern auch eine Schule des Glaubens. In der christlichen Familie lernen wir, dass Gott niemals allein kommt; sondern dass er immer von denen begleitet wird, die uns auf ihre Weise etwas von seiner fürsorglichen Liebe und liebevollen Güte zeigen. In einer christlichen Familie lernen wir, einen Gott zu erfahren, der uns so annimmt, wie wir sind, und der uns treu bis zum Ende liebt, egal, was aus uns wird.

 Keine unserer Familien ist völlig heilig. Jedes ist eine Mischung aus allem: Zuneigungen und Konflikten, Gefälligkeiten und Verrücktheiten, freundlichen Gesten und Fehltritten. All dies stellt die Stärke unserer persönlichen und gegenseitigen Liebe und unsere Fähigkeit, einander zu vergeben, auf die Probe. Aber mittendrin ist Gott. Eine liebevolle Familie ist der wahrste Ort, an dem Gott persönlich gefunden und erlebt werden kann. 

Gott, unser Herr, hat seinen Sohn in diese Welt gesandt, voll Gnade und Weisheit. In seinem namen dürfen wir beten.

Alle, die  den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen. Deshalb bitten wir.

Selig, die den Willen des Herrn erfüllen und eingehen  dürfen in seinen ewigen Frieden.

6.Tag der Weihnachtsoktav 1 Joh 2,12-17

 Jesus Christus,der erfüllt war mit Weisheit und Gnase, sei mit euch.

Es ist interessant, dass wir in der Weihnachtszeit den gesamten Ersten Johannesbrief lesen werden! Es ist seltsam, weil dieser Brief nicht direkt mit der Geschichte der Geburt Jesu zusammenhängt. Aber je mehr wir darüber nachdenken, desto besser können wir die Zusammenhänge verstehen. Dieser an die ersten Christen gerichtete Brief ist eigentlich eine Predigt darüber, wie das Leben „nach Christus“ aussehen sollte. Johannes scheint zu sagen, dass nun, da Gott zu uns gekommen ist, jeder von uns vor einer persönlichen Entscheidung steht, einer grundlegenden Wahl zwischen Licht und Dunkelheit. 

Jesus, du  kannst zur Erlösung aller, die guten Willen haben. Herr,erbarme dich unser. 

Du hast das Gesetz des Bundes  in allem erfüllt. Christus, erbarme dich unser.

Als Menschenkind  wurdest du erfüllt  mit Weisheit und Gnade. Herr, erbarme dich unser.

Was wählen wir? Gott lädt uns in sein Licht ein, aber wir müssen seine Einladung annehmen. Wir müssen uns zwischen Gottes Geschenk des Lichts und Lebens und dem Leben in der Dunkelheit entscheiden, das sich in der „Liebe zur Welt“ manifestiert (vgl. 1 Joh 2,15). Johannes meinte nicht, dass wir die natürliche, von Gott geschaffene Welt nicht lieben sollten. Vielmehr ermutigt es uns, die Herrschaft des Bösen nicht zu lieben, was im Widerspruch zu Gottes Werten steht: Liebe, Dienst und Barmherzigkeit. Er ermahnt uns, den Glanz, die flüchtige Befriedigung von Geld, Vergnügen und Macht nicht zu lieben. Stattdessen sollen wir Gottes Wege lieben. Wir sollen Jesus lieben, der seine Macht nutzte, um ein hilfloses Kind zu werden und dann sein Leben ans Kreuz legte, um uns zu retten. Johannes erinnert uns daran, dass wir unser Herz ändern müssen, wenn wir die Welt immer weniger und Gott immer mehr lieben wollen.

 Es fällt uns schwer, egoistisches Denken und Handeln aufzugeben. Wir verändern unser Verhalten, das immer noch die Werte der Welt widerspiegelt, nur langsam. Aber Gott gibt uns die Gnade, in seinem Licht zu wandeln. Er schenkt uns immer wieder die Gnade, mit kleinen, aber konkreten Taten der Liebe zu ihm und den Menschen zu beginnen. Versuchen Sie, diese Momente, in denen die schöne Weihnachtsatmosphäre noch in uns nachhallt – Mitternachtsmesse, Weihnachtslieder, die Ruhe der Krippe – damit zu verbringen, über diesen Brief von Johannes zu meditieren. Lassen Sie sich von seinen Worten dabei helfen, über die Geburt Jesu, des Sohnes Gottes, nachzudenken. Möge der Heilige Geist Ihnen helfen, das Licht zu wählen, um denjenigen zu lieben, der seinen Sohn gesandt hat, um Sie zu seinem Sohn oder seiner Tochter zu machen. Dann loben Sie Gott dafür, dass er zu uns gekommen ist!

Wie Jesus Christus, der erfüllt war  mit Weisheit und Gnade , uns gelehrt hat, wollen wir zum Vater beten.

Das Kind von Betlehem hat uns den Frieden gebracht. In diesem Frieden leben wir, wenn wir bitten.

Selig, die Gott dienen mit Fasten und Beten und Erlösung finden am Letzten Tag.

Hl.Thomas Becket, Bischof von Canterbury Lk 2,22-35

Jesus Christus, der uns vorangeht mit der Last des Kreuzes, sei mit euch.

Thomas Becket war ein englischer Geistlicher und Politiker des 12. Jahrhunderts. Er wurde um das Jahr 1118 geboren und stieg später zu einem der mächtigsten Männer Englands auf. Becket war zunächst Kanzler des englichen Königs Henrich II. und ein enger Vertrauer des Königs.

Jesus, du hast keine Ehre der Welt  gesucht. Herr, erbarme dich unser.

Du willst uns frei machen von dieser Welt. Christus, erbarme dich unser.

Dein Reich ist nicht von dieser Welt. Herr, erbarme dich unser.

Jedoch  änderte sich die Beziehung zwischen Becket und Heinrich II, als Becket im Jahr 1162 zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde. Becket nahm seine Rolle als geistlicher Führer sehr ernst und sich für die Unabhängigkeit der Kirche von königlichen Einfluss ein. Dies führte zu einem Konflikt mit Heinrich II, der versuchte, seine Autorität über die Kirche zu behalten.

Der Konflikt zwischen  Becket und Heinrich II. gipfelte schließlich  in der Ermordung von Becket im Jahr 1170. Vier Ritter, die dem König nahestanden, töteten Becket in der Kathedrale von Canterbury. Dieser Mord löste großte Empörung und einen Aufschrei in ganz Europa aus.

Thomas Becket wurde nach seinem Tod zum Märtyrer erklärt und schnell als Heiliger verehrt. Sein Grab in der einem Kathedrale von Canterbury wurde zu einem wichtigen Wallfahrtsort und zog Pilger aus  der ganzen Welt an.

Die Geschichte von Thomas Becket zeigt die Spannung zwischen Kirche und Staat im Mittelalter und die Bedeutung von Glauben und Gerechtigkeit. Sein Vermächtnis lebt bis heute fort und er bleibt eine  wichtige Figur in der englischen Geschichte. Unser Leben ist von Gefahr umgeben.

Unser Leben ist von Gefahr umgeben. Damit wir unser Leben retten, wollen wir voll Vertrauen zum Vater beten.

Damit wir das Kreuz unseres Lebens zu tragen vermögen, bitten wir den Herrn um seinen Frieden.

Selig, die Christus auf dem Weg des Kreuzes folgen und gewinnen was uns verheißen ist.

Unschuldigen Konder Mt 2,13-18

Gott, unser Vater, der die Seinen schützt und den WEg des Lebens führt, sei mit euch.

Als Herodes von dem neugeborenen jüdischen König hörte, fühlte er sich bedroht. Deshalb befahl er, alle Jungen unter zwei Jahren in Bethlehem zu ermorden (Mt 2, 16). Obwohl dies eine grausame Tat war, war es wahrscheinlich nur eine von vielen Gräueltaten, die Herodes im Laufe seines Lebens beging. Herodes war zweifellos ein sündiger Mann! Aber schauen wir uns die heutige erste Lesung an: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht: Er wird uns unsere Sünden vergeben und uns reinigen von aller Ungerechtigkeit“ (1 Joh 1, 9).

Herodes wollte  dich toten,Herr,erbarme dich unser.

Der Tod der Kinder rettete dein Leben. Christus, erbarme dich unser.

Die Unschuldigen krönst du mit Leben. Herr, erbarme dich unser.

Wir hören auch, dass Jesus „die Sühne für unsere Sünden ist; und nicht nur für unsere, sondern auch für die Sünden der ganzen Welt“ (2, 2). Das ist eine wirklich großzügige und mutige Aussage. Sogar Herodes würde vergeben werden, wenn er Buße tun würde. Wenn wir heute das Fest der Heiligen Unschuldigen feiern, erinnert uns Gott daran, dass selbst der größte Sünder nicht weit von Gottes Barmherzigkeit entfernt ist. Aber was bedeutet das für uns, die wir mit Christus leben? Es bedeutet, dass wir Hoffnung haben, auch wenn wir dunkle Tage durchmachen. Herodes 

Der heilige Johannes Paul II. Er drückte dies aus, indem er sagte: „Wir sind nicht nur die Summe unserer Schwächen und Fehler; Wir sind die Summe der Liebe des Vaters zu uns und unserer wahren Fähigkeit, das Bild seines Sohnes zu werden.“ Sie sind ein einzigartiges und unwiederholbares Bild von Jesus. Sie sind nicht nur ein Sünder, der gelegentlich etwas richtig macht, Sie sind ein geliebter Jünger, der gelegentlich in Sünde fällt. Wenn Sie sich als erlösten Sünder sehen, werden Sie offener für Gottes lebensverändernde Gnade sein. 

Die heutige erste Lesung zeigt, welch hohen Preis Gott für unsere Erlösung bezahlt hat: „das Blut Jesu, seines Sohnes“ (1 Joh 1, 7). Nehmen Sie die Kraft dieses Blutes, das Sie reinigen und Ihr Herz verändern kann, nicht auf die leichte Schulter! Nehmen Sie das Ausmaß der Barmherzigkeit Gottes nicht auf die leichte Schulter, die Sie wieder empfangen wird, wenn Sie in die Irre gehen. Diese Barmherzigkeit ist weitaus größer als jede Sünde, die Sie – oder irgendjemand sonst – begehen könnte. Ja, sogar größer als die Sünde des Herodes. Jesus ist uns treu. So sehr, dass er alle unsere Sünden vergibt. Gott ist der Herr über Leben und Tod.

Zu ihm in dessen Hand unser Leben liegt, wagen wir voll Vertrauen zu beten.

Die Welt kennt Weinen und Wehklagen. Der Herr schenkt uns seinen Frieden. Ihn bitten wir.

Selig, die ihr Leben in die Hand Gottes gegeben haben und auferstehen werden zum ewigen Leben.

Hl.Johannes,Apostel und Evangelist 1 Joh 1,1-4

Jesus Christus, der den Tod überwunden hat und aus dem Grab auferstand, sei mit euch.

Die Lebensgeschichte des Heiligen Johannes ist uns bekannt. Er war ein einfacher Fischer, aber er liebte Jesus sehr und war offen für das Wirken des Heiligen Geistes. Jesus war für ihn ein so großes Geschenk, dass er ihn auch im schwierigsten Moment, unter dem Kreuz, nicht verließ!!! Vielleicht haben wir dieses Weihnachten auch ein paar Geschenke bekommen. Aber niemand sollte das größte Geschenk übertreffen – das Geschenk des Glaubens an Gott und die lebendige Gegenwart Jesu unter uns. Ein Freund Jesu zu sein und täglich von seiner Gegenwart und seinem Wort genährt zu werden, sollte für uns Christen das größte Geschenk sein.

Christus, du kamst als menschgewordene Liebe. Herr, erbarme dich unser.

Du hast das Licht deiner Botschaft gebracht. Christus, erbarne dich unser.

Du hast die Apostel zu Zeugen deiner Herrlichkeit gemacht,Herr, erbarme dich unser.

Wie viel Glück hatte Johannes! Der Apostel und Evangelist, dessen Fest wir heute feiern, hat den Herrn Jesus persönlich gesehen, gehört und berührt (1 Joh 4, 1-4). Er traf den ewigen Gott im Fleisch! Haben Sie sich jemals gewünscht, dass Sie Jesus wie den Heiligen Johannes körperlich erleben könnten? Aber Johannes glaubte nicht an Jesus, nur weil er physisch bei ihm war. Er glaubte vor allem, weil er ihn mit den Augen des Glaubens ansah. Dies wird besonders im heutigen Evangelium deutlich sichtbar. Als Johannes zum leeren Grab kam, sah er Jesus dort nicht. Als er jedoch hineinschaute und nur zusammengerollte Laken sah, „sah er und glaubte“ (Joh 20,8). Aus Johannes Sicht war es nicht nur reine Schlussfolgerung. Es war ein Geschenk, das Gott ihm gegeben hatte – die Offenbarung, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden war. So funktioniert der Glaube für uns alle. Den Glauben erwerben wir nicht aus eigener Kraft, er ist in erster Linie ein Geschenk Gottes. Aus reiner Liebe zu uns pflanzte der Herr bei unserer Taufe den Samen des Glaubens in unsere Herzen. Unsere Antwort auf dieses Geschenk besteht darin, diesen Samen zu bewässern und den Boden um ihn herum zu düngen. So kann unser Glaube wachsen. Aber es ist ein Prozess. Gott schenkt uns ständig das Geschenk des Glaubens, und wenn wir ihn weiterhin schätzen, wird unser Glaube von Tag zu Tag und von Jahr zu Jahr stärker. Je mehr unser Glaube wächst, desto fester glauben wir, dass Jesus wirklich lebt und bei uns ist. Wir können ihn vielleicht nicht wie Johannes sehen, hören oder berühren, aber wir können ihn dennoch mit den Augen des Glaubens sehen. Es ist ein ebenso wunderbares Geschenk wie das Geschenk, das es uns ermöglicht, Jesus jedes Mal zu sehen und zu berühren, wenn wir ihn in der Eucharistie empfangen! Erst vor zwei Tagen haben wir die Geburt Jesu gefeiert. Lassen wir uns diese Feier heute fortsetzen, indem wir Gott für das Geschenk des Glaubens danken. Mögen wir es niemals vernachlässigen oder für selbstverständlich halten! Dank dieses Geschenks können wir zu Weihnachten Jesus in der Krippe und den auferstandenen Jesus sehen, der lebt und immer noch unter uns ist.

Da  wir das Wort der Wahrheit  durch  die Botschaft der Apostel erhalten haben, wagen  wir zum Vater zu beten.

Jesus Christus, den auferstandenen Friedensfürst, bitten wir um seinen Frieden.

Selig, die eingehen  in die Liebe Gottes und ihn schauen dürfen  in seiner Herrlichkeit.

Hl. Stephanus, erster Märtyrer, Mt 10, 17-22

Jesus, der sagte: Nehmt euch aber vor den Menschen  Acht. Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen, sei mit euch.

Um etwas wirklich zu verstehen, brauchen wir jemanden, der es gut erklärt, am besten mit einem Beispiel. Und wir müssen auch genügend wahre und plausible Fakten haben, um ein richtiges Urteil zu fällen.

Jesus, du schenkst uns die Kraft, dich zu lieben.Herr, erbarme dich unser.

Du rufst uns zur Entscheidung für dich. Christus, erbarme dich unser.

Du  bist uns nah in deinen Zeugen. Herr, erbarme dich unser.

 Wir reden immer über geistige Dinge. Und wir befinden uns in der Nachweihnachtsoktav, genauer gesagt in der Oktav des Festes der Geburt des Herrn, wo wir die acht Tage so freudig feiern wie einen, den ersten. An diesem  Tag, feiern wir das Fest des ersten Märtyrers, des heiligen Stephanus.

 Es mag uns seltsam erscheinen, dass wir gerade zu Weihnachten ein Fest für jemanden feiern, der Christus, wahrscheinlich nicht einmal persönlich kannte und der einige Jahre nach seinem Abgang  von dieser Welt, starb. Die Erklärung ist einfach: Das Fest des heiligen Stephanus ist älter als der Weihnachtstag (sogar genau am 25., war das Fest der Jungfrau und Märtyrerin Anastasia, deren Name im römischen Kanon – dem Ersten Eucharistischen Hochgebet – nur noch vorkommt). Neben dieser historischen Erklärung wird uns jedoch noch eine weitere Erklärungen angeboten. Diese hat mit der Liturgie zu tun, in der wir bei den Festen einen Weihnachts- und einen Osterkreis unterscheiden. Aus Weihnachten ergeben sich Feste wie die Darstellung des Herrn, das Fest des hl. Mariä Heimsuchung oder das Fest der Geburt Johannes des Täufers. Der Osterkreis wiederum umfasst alle Sonntage, die Feste des Heiligen Geistes und aller Märtyrer, einschließlich des Martyriums des Heiligen Johannes des Täufers. Sowohl gestern, als auch  heute verbinden sich der Weihnachts- und der Osterkreis zusammen. Und heute ganz besonders. Denn an Weihnachten wird uns bewusst, dass Gott Mensch geworden ist, damit wir Menschen Kinder Gottes werden können. An Ostern dagegen erkennen wir, wie sehr Gott uns geliebt hat – so sehr, dass er sein Leben für uns hingegeben hat.

 Die erhabene Liebe, die Gott uns gezeigt hat, als er auf diese Erde kam, wurde sich als konkrete und vorstellbare Liebe äußern, indem der Sohn Gottes für uns starb. Der heilige Johannes drückt es so aus: „Wir haben erkannt, was Liebe ist, weil er sein Leben für uns hingegeben hat. Auch wir sind verpflichtet, unser Leben für die Brüder hinzugeben“. (1 Joh 3,16). Die große Liebe Gottes führt uns also zu großen Dingen. So wie es der heilige Paulus an anderer Stelle wieder ausdrückt: „Denn wir werden von der Liebe Christi ergriffen, wenn wir erkennen, dass, wenn einer für alle gestorben ist, und somit alle gestorben sind.“ (2. Korinther 5,14). Wenn ich also in Ehrfurcht vor Gottes Liebe stehe, inspiriert mich das und führt mich dazu, ähnliche Werke zu tun, wie Christus sie getan hat.

 In der Kirche gedenken wir einer großen Zahl von Märtyrern, die Christus in seiner Liebe auf konkrete Weise gefolgt sind. Und der erste von ihnen war der heilige Stephanus. Er – und alle anderen – haben verstanden, welche Liebe Christus dazu brachte, auf die Erde zu kommen und einer von uns zu werden. Und er verstand auch, welche Liebe ihn an das Kreuz führte. Um sein Leben für uns hinzugeben und durch seine Auferstehung den Himmel für uns zu öffnen.

 Brüder und Schwestern! Der heilige Stephanus ist derjenige, der das verstanden hat. Er ist nicht nur der erste Märtyrer, sondern auch der erste, der uns ein Beispiel dafür ist, wohin uns die Liebe zu Gott und durch ihn die Liebe zu den Menschen führt. Sehr passend gehört er daher in die Feier des Weihnachtsfestes und in die Weihnachtsoktav. Es soll also nicht nur ein Tag des Besuchs von Verwandten und Bekannten sein, sondern – im Geiste von Weihnachten und Ostern – auch ein Tag der Besinnung auf das Geheimnis der Liebe Gottes. Die Liebe, die darin zum Ausdruck kam, dass Gott Mensch wurde, und die darin zum Ausdruck kam, dass Gott sein Leben für unsere Sünden hingab. Mögen wir auch verstehen, dass ein wichtiges Merkmal der Liebe Gottes das Opfer ist.

Als  Christen sind wir in Gottes Gnade und könen durch Jesus Christus zu Gott unserem Vater beten.

Mit dem Frieden und der Eintrach in unseren Familien beginnen  Friede und Eintrach   in der Welt. Deshalb bitten wir.

Unser Gott ist auf der Erde erschienen als Mensch unter den Menschen.

Kindermette 2023

Orgel-Einzug: Ihr Kinderlein kommet 3x Gotteslob 248

Begrüßung: Pfarrer

Liebe Kinder und liebe Erwachsene! Wir freuen uns sehr dass ihr  unserer Einladung gefolgt seid. Der Heilige Abend  ist schon sehr nah und Gott will zu uns kommen. Wir wollen ihm dafür  danken, dass er uns seinen Sohn  Jesus geschenkt hat. In seinem Namen beginnen wir mit dem Kreuzzeichen-Im Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen  Geistes.

Damals, vor über 2000 Jahren, ist ein heller Stern aufgegangen, Gott hat uns seinen Sohn Jesus Christus geschenkt. Sein Licht zeigt und den Weg  aus jeder Nacht und Finsternis.  Wer sich von ihm anstrahlen lässt, der wird selbst zu einem leuchtenden hellen Stern. Hören wir nun dazu eure Gedanken.

Bußakt: /Kinder/ 

1. Mein Stern heißt Freude.

Viele Menschen sind einsam und traurig.

Ich möchte Freude bringen und andere froh machen.

Herr, erbarme dich

2 Mein Stern heißt Liebe.

In den Herzen der Menschen gibt es oft Dunkelheit. Ich möchte Liebe weitergeben, so wie Jesus uns alle liebt. Christus, erbarme dich

3 Mein Stern  heißt Hoffnung.

Manche Menschen glauben nicht an Jesus. Ich möchte Hoffnung sein für alle, die von Jesus  nichts hören wollen. Herr, erbarme dich

Herr Pfarrer:  Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen

Orgel: Leise rieselt der Schnee /3 Str/

Tagesgebet: Gott. Jesus, dein Sohn, ist als heller Stern über uns aufgegangen. Sein Licht schenkt uns Hoffnung und Freude. Lass uns in seinem Licht leben und durch ihn u hellen Sternen werden. Lass uns zu hellen Sternen werden, die anderen Liebe und Freude bringen jetzt und in Ewigkeit.

Rückgabe der  Herbergsbilder. In unserer christlichen Tradition gibt es den adventlichen Brauch der  sogenannten ,, Herbergssuche“. Er will an jene Tage erinnern, in denen Josef mit der hochschwangeren Maria in Bethlehem nach einer Unterkunft suchte. Auch in unserer Pfarre waren Maria  und Josef in den letzten 9 Tagen wieder auf Herbergsuche, Viele Familien haben sie aufgenommen und miteinander gesungen und gebetet, Jetzt hat die heilige Familie hier in der Kirche und hoffentlich auch in unseren Herzen Herberge gefunden. Ich darf euch  jetzt bitten, die Herzbergbilder und -statuen zum Altar zu  bringen. /Bilder werden auf den Altar gelegt/.

Krippenspiel.

Liebe Pfarrgemeinde! Wir haben ein kleines Krippenspiel einstudiert und freuen uns  jetzt darauf, es ihnen vorzuspielen. Es ist angelehnt an die Geschichte vom Weihnachtsstern, einem Bilderbuch von Marcus Pfister.

Melodie: Stern über Bethlehem

Die Geschichte vom Weihnachtsstern. 

Erzähler: Damals, vor gut 2000 Jahren geschah rund  um Bethlehem etwas wundersames. Der Engel des Herrn erschien Hirten, die auf einem Feld ihre Nachtruhe machten und der Engel überbrachte ihnen folgende Botschaft:

Engel: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde  euch eine große Freude. Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, der Messias,  der Herr.

Die Schafe weideten friedlich weiter,nur am Lagerfeuer, bei den Hirten, kehrte nach dieser Botschaft keine Ruhe ein.

1 Hirte: Habt ihr gehört? Ganz in der Nähe ist ein Kind geboren. Es soll ein neuer König sein!

2 Hirte: Und dieser neue König´hat keine Soldaten und  keine  Waffen.

3. Hirte: Aber, aber  aber wo ist geboren, wie sollen wir ihn finden.

4, Hirte: Wenn wir  doch nur einer dieser Sterne wären- dann könnten  wir das Land überblicken! Die Sterne kennen den Geburtsort des heiligen Kindes bestimmt!

Erzähler: Die Stimmen der  Schafhirten klangen so aufgeregt, dass sie das Knistern des flackernden Feuers übertönten. Und nach kurzem Überlegen….

1 Hirte: Ich habe eine Idee! Lasst uns den König begrüßen!

2 Hirte: Ja, das machen wir! Aber halt mal, wie bitte sollen wir ihn finden?

3 Hirte: Aber, aber ,wo ist er  geboren, wie, wie sollen ihn finden.

4 Hirte: Wenn wir doch nur einer dieser Sterne wären- dann könnten wir das Land überblicken! Die Sterne kennen den Geburtsort des heiligen Kindes  bestimmt!.

Erzähler: Als ob die Sterne die Bitte der Hirten gehört hätten, schien der Himmel plötzlich in Bewegung zu geraten. Die Hirten blickten gebannt hinauf und hoffen sehnsüchtig auf ein Zeichen, das ihne  den Weg weisen  würde. Ehrfürchtig bestaunte sie das wundersame Schauspiel am Firmament.

Melodie: Stern über Bethlehem 

Langsam rückten die Sterne  zusammen. Sie kamen einander näher und näher. / Sterne machen einen engen Kreis, in der Mitte kniet das Kind mit dem großen umgehängten Stern/ und sammelte sich schließlich zu  einem einzigen, strahlenden hellen Stern. Die kleinen Sterne knien nieder und der  große Stern in ihrer Mitte steht auf.  Glitzernd  stand der Stern am Abendhimmel und erhellte die tiefblaue  Nacht. Dann begann der funkelnde Stern langsam  über den Horizont zu gleiten.

Der große Stern kommt die Chorstufen herunter.

Hastig packten die Hirten ihre Siebensachen.

Hirte 1: Schnell, treibt die Schafe zusammen, wir folgen dem Stern!

Hirte 2 : Kommt schon ihr  Wollknäuel -weiter gegrast wir  ein anderes mal! /treib die Schafe zusammen/

Hirte 4: Diese Nacht ist wahrlich heilig. Mein Herr und Gott, Danke, dass ich das noch erleben darf!

Hirte 3 dreht sich um und geht ein paar Schritte zurück.

Hirte 2: Warte, ich helfe dir- wir gehen zusammen!

Erzähler: Und so folgten sie alle dem hellen Stern..

Lied: Der Weihnachtsstern der weiß den Weg /1.Strohe*1xMelodie/

Erzähler:Und so folgten die Hirten den Stern über Hügel und Felder,Wiesen und Wälder,ganz in der Hoffnung schon bald den neuen König ihre Ehre erweisen zu können.

Doch,nicht nur die Hirten die frohe Botschaft vernommen.

Auch ein Sterndeuter,ein weiser Mann aus dem Morgenland hatte den hellen Stern endeckt.er1 Srterndeuter: Diese Stern ísť wahrlich besonders. Ich bin mir sicher ,er will mir den Web zu einem neuen König zeigen.Mein Herr und mein Gott,ich bitte dich,schicke uns den Friedenskönnig den Messias. Ich habe nun schon viel zu viele Kriege miterlebt.

Erzähler: Und so machte sich der Waise aus dem Morgenlans ebenfalls auf den Weg und folgte dem Stern… Bald schon traf er auf zwei weitere, die demselben Ziel entgegenritten. /die anderen 2 Sterndeuter kommen vom Seitenrand nach vorne/.

Der Sterndeuter ritt hin und sprach zu ihnen:

1 Sterndeuter: Lasst uns den jungen Friedensfürsten gemeinsam begrüßen und beschenken.!

Erzähler: So folgten die drei Weisen aus dem Morgenland dem Weinachtsstern auf dem langen Weg durch die Wüste.

Lied: Der Weihnachtstern der weiß den Weg / 2. und 3. Str. 1x Melodie/

Erzähler: Die Strahlen des Sterns drangen auch bis in die dunklen, dichten Wälder. Da kam ein Wolf aus dem Dickicht hervor.

Wolf; Wie hell es heute in der Nacht ist. Das wird wohl Vollmond sein. Ahuu.

Erzähler: und auch die Hasenmama war verwundert… Hassenmama: Es ist so hell. Ist das schon die Morgendämmerung? Schnell, schnell meine Kinder, ab ins Dickicht, der Tag bricht an.

/Laubnest links vom Ambo/

Erzähler: Aufgeschreckt liefen die anderen Tiere zum Waldrand und entdeckten dort großen Stern in der Frene. / vor dem Ambo/.

Als alle Waldtiere versammlt waren, erzählte ihnen die weiße Eule:

Euele: Heute ist in Bethlehem das heilige Kind geboren und dieser wunderbare Weihnachtsstern wird uns alle an seine Wege führen

Erzähler: Voller Freude machten sich die Tiere auf den Weg. Selbst die Hassenfamilie trauten sich aus dem Dickicht hervor und schloss sich den anderen an.

Melodie: Stern über Bethlehem

Über einem kleinen Stall in Bethlehem blieb der Weihnachtsstern schließlich stehen. Er ließ die unscheinbare Hütte in festlichem Glanz erstrahlen. So viele sind dem Stern gefolgt und nun am Ziel. So fiele die Hirten nieder auf ihre Knie und verehrten das heilige Kind.

Auch die 3 Weisen aus dem Morgenland verbeugten sich und übergaben dem Kind ihre wertvollen Geschenke. /rechts neben Krippe/.

Und auch die Tiere des Waldes hießen das heilige Kind willkommen. Friedlich lag der Wolf neben dem Lamm, der Fuchs neben dem Hasen.

Von Maria und Josef umsorgt lag das Kind in der Krippe.

Die Strahlen des Weihnachtsstern drangen hell durch das kleine Fenster des Stalls.

Ruhe und Frieden lagen über dem Hügel. Es war eine heilige Nacht. Jesus Christus, Gottes Sohn, ward uns geboren.

Lied Kinder: So könnte es Weihnachten werden.

Herr Pfarrer:

Herzlichen Dank liebe Kinder, dass ihr uns dieses schöne Krippenspiel vom ,,Weihnachtsstern“ vorgespielt habt. Ihr habt das toll gemacht und es ist eine wunderschöne Hinführen zum Weihnachtsevangelium, das wir nun aus der Bibel hören dürfen. Dazu stehen wir auf.

Orgel: Halleluja-Ruf.

Herr Pfarrer Evangelium.

Weinachtevangelium nach Lukas

Orgel; StilleNacht 3 Strophen.

Herr Pfarrer: Guter Gott!

Wir danken dir für die Geburt deines Sohnes, unsern Herrn. Mit dem Kind in der Krippe wolltest du einen Neuen Anfang machen ,mit der Liebe mit der Hoffnung und dem Frieden. Einen kleinen Anfang, der sich ausbreiten soll über die ganze Erde, von Mensch zu Mensch, von Generatin zu Generazion , von Land zu Land. Schenke uns an diesem Abend die Liebe, die Freude und die kraft, die Botschaft der Weihnacht auszubreiten.

Fürbitten.

Lasst uns Gott dafür danken, dass Jesus unser hellster Stern geworden ist und darum bitten, dass er über uns allen leuchtet.

1 Herr Jesus Christus: Leuchte für alle, die gut zu uns Kindern sind.Wir bitten dich erhöre uns.

2 Herr Jesus Christus; Leuchte für alle, die alleine, hungrig und krank sind. Wir bitten dich erhöre uns.

3 Herr Jesus Christus: Leuchte für alle, die unter Kriegen leiden. Wir bitten dich erhlre uns.

4. Herr Jesus Christus: Leuchte für alle,die sich für unsere Natur stark machen. Wir bitten dich erhöre uns.

5 Herr Jesus Christus: Leuchte für unsere lieben Verstorbenen und für alle die hier auf der Erde um jemanden trauern. Wir bitten dich erhöre uns.

Herr Pfarrer:

Herr Jesus, erhöre unsere Bitten und lass uns verstehen, dass heute die Heilige Nacht ist, in der du in unseren Herzen ankommen möchtest. Sarum biten wir durch Christus unseren Herrn. Amen

Vater Unser: gebetet

Friedensgruß

Schlussgebet Gott des Lebens. Durcg Jesus kommst du uns heute besonders nahe. Wir danken dir dafür und bitten dich, lass uns die Botschaft von Weihanchten und deinen Frieden mit nach Hause nehmen . Das bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen

Segen:

Liebe Pfarrgemeinde! Nun ist es an der Zeit das Weihnachtfest und die Geburt unseres Herrn im Kreise unserer Familie zu feiern, Dafür wünsche ich euch allen einen schönen und friedvollen Abend.

Möge das Licht dieser Nacht unser Leben erleuchten.

Möge das Kind in der Krippe unsere Herzen berühren.

Möge der Stern am Himmel unsere Gedanken führen.

Möge der Segen dieser Heiligen Nacht auf uns herabkommen und allezeit bei uns bleiben.

So segne und behüte Euch der allmächtige Gott, im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Gehet hin in Frieden

Orgel- Auszug: ,,Oh du fröhliche“ Gotteslob 238

Hochfest der Geburt des Herrn am Tag Jahr B Joh 1,1-18

Weihnachten-Heilige Abend 2023 B Mt 1,1-25

23. Dezember Mal 3,1-4, 23-24

Gott, der Herr, der vor den Augen  der Menschen große Dinge tut, sei mit euch.

Und hier sind wir. Wir befinden uns am Ende des Advents, wir lesen das letzte prophetische Buch des Alten Testaments und werden bald in das Neue Testament eintreten. In diesem wichtigen Moment beschreibt der Prophet Maleachi anhand des Bildes eines mit Silber arbeitenden Handwerkers, wie Gott seine Priester („Söhne Levis“) reinigen will, damit sie „dem Herrn Opfer in Gerechtigkeit darbringen“ können (3, 3). ). Und für uns jetzt, zwei Tage vor Weihnachten, möchte Gott dasselbe tun. Er möchte uns reinigen, damit wir Jesus an diesem Weihnachtsfest noch tiefer annehmen können.

Jesus Ankunft hat Johannes der Täufer angekündigt. Herr, erbarme  dich unser.

Du kamst als die Gnade des himmlischen Vaters. Christus, erbarme dich unser.

Du sandtest  den Boten voraus, deinen Weg zu bereiten. Herr, erbarme dich unser.

 Wissen Sie, wie man Silber reinigt? Der Silberschmied muss es in einen speziellen Tiegel geben und es dann mitten ins Feuer, an die heißeste Stelle, halten, damit alle Verunreinigungen, alle „Schlacken“ herausgebrannt werden und an die Oberfläche kommen.

Es ist eine präzise und anspruchsvolle Arbeit: Der Silberschmied sitzt die ganze Zeit am Feuer und wartet auf den richtigen Moment, um das Silber aus dem Ofen zu nehmen. Während unserer Reinigung schenkt uns der himmlische Vater die gleiche Aufmerksamkeit und Fürsorge. Er weiß, welche Verunreinigungen an die Oberfläche gelangen und hat einen Plan, diese zu entfernen. Vielleicht muss er uns den Neid eines Nachbarn nehmen, der seiner Familie großzügige Geschenke machen kann. Oder die Schnelligkeit, mit der wir reagieren, wenn wir von den Urlaubsvorbereitungen erschöpft sind. Oder unsere langjährige Bitterkeit, die uns bei Familientreffen anzumerken ist. Oder irgendwelche anderen „Verunreinigungen“.

Was auch immer es ist, Gott möchte dich davon reinigen. Vertraue also auf seine tiefe Liebe zu dir. Stellen Sie sich die Freude vor, die er empfindet, wenn er im Voraus sieht, welche Freiheit, Hoffnung und Liebe Sie erleben werden, nachdem die Trümmer aus Ihnen herausgebrannt sind. So wie ein Silberschmied weiß, wie gereinigtes Silber aussieht – wenn er sich darin wie in einem Spiegel sieht, so weiß Gott, wie Ihr gereinigtes „Selbst“ aussieht – wenn er sich darin wie in einem Spiegel sieht. Geben Sie ihm also in diesen letzten Tagen vor Weihnachten die Erlaubnis, weiterarbeiten zu dürfen. Lassen Sie sich von ihm Tag für Tag mehr und mehr in reines Silber verwandeln, das seine Form widerspiegelt.

Gott loben und  preisen alle, die seine Größe erkennen. Mit ihnen wagen  wir zum Vater zu beten.

Der Name Johannes verkündet Gottes Gnade. In dieser Gnade kommt sein Friede zu uns.

Selig, die beeindruckt sind von den Großtaten des Herrn und eingehen in  seine Herrlichkeit.

22.Dezember 1 Sam 1,24-28

Gott, der Herr, der sich über alle erbarmt, die ihn fürchtet,sei mit euch

Mein Herz jubelt im Herrn, meine Kraft wächst in meinem Gott ›1 Sam 2,1. Diese Worte sind Annas Hymne aus dem Alten Testament. Anna war unfruchtbar, sehnte sich aber nach einem Sohn. Sie wusste, dass sie allein aus eigener Kraft nichts an ihrer Situation ändern konnte. Doch sie erkannte ihre Grenzen und ihre Kleinheit und wandte sich mit ihrem Problem an Gott. Und Gott segnete sie mit einem Sohn – Samuel.

Jesus, du kamst als Sohn des Allerhöchsten. Herr, erbarme dich unser.

Du kamst mit der Fülle der Gnade, uns zu erlösen. Christus, erbarme dich unser.

Dein Kommen ist die Freude der ganzen Welt. Herr, erbarme dich unser.

Anna weihte ihren Sohn Samuel dem Herrn, vergaß aber ihre Dankbarkeit gegenüber Gott nicht. Sie lobte ihn dafür, dass er sich in ihrem Problem mit den Worten verherrlichte: „Mein Herz schlägt im Herrn, meine Kraft wächst in meinem Gott… Ich freue mich über deine Hilfe.“ Niemand ist so heilig wie der Herr, niemand ist außer dir, niemand ist ein Fels wie unser Gott.“

Ich glaube, dass Sie sich wie Anna manchmal in einer schwierigen Situation befinden, die einfach Ihre Kräfte übersteigt. Vielleicht ist es eine Beziehung, ein gesundheitliches Problem, eine schwierige Prüfung in der Schule… Und vielleicht ist es etwas, mit dem du lange Zeit nicht umgehen kannst, aber du hast Angst, jemandem davon zu erzählen, und du trägst diese Last alleine. Wir sind Menschen, wir haben unsere Schwächen und Grenzen. Aber vergessen wir nicht, dass Gott auch hier ist. Derjenige, der uns erschaffen hat, der Allmächtige und derjenige, der in jedem Moment unseres Lebens unsere Stärke ist.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass dir alle meine Wege bekannt sind. Und nicht nur meine Reisen, sondern auch die Schwierigkeiten, die mir dabei manchmal begegnen. Dir sind meine Probleme nicht gleichgültig. Ich preise dich dafür, dass Du mich mit meinen Schwierigkeiten nicht allein lässt, sondern dass Du hier bei mir bist. In Momenten, in denen ich nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll, in denen ich nicht mehr die Kontrolle habe – dann weiß ich, dass meine Kraft in meinem Gott wächst. Amen.

Fragen zum Nachdenken: Ist Gott derjenige, an den ich mich in schwierigen Situationen wende? Oder verlasse ich mich auf mich selbst?

Gott denkt an sein Erbarmen, das er uns verheißen hat. Daher wagen wir zum Vater zu beten.

Wo Gott naht, fliehen Sorge und Angst. Wir bitten um den Frieden seines Kommens.

Selig, die Hungernden, die Gott mit seinen Gaben reich beschenken wird.

4. Adventsonntag B Lk 1,26-38

Donnerstag der 3 Adventwoche 21. Dez. Hld 2,8-14

Gott, der  in Erfüllung gehen lässt, was er gesagt hat, sei mit euch.

Heute werden wir  einen Ausschnitt aus der Hohelied hören. Viele fühlen sie sich, wenn sie dieses Buch lesen wie mitten in einem Liebesroman.  Das Lied der Lieder  ist eigentlich eine Sammlung von Liebesgedichten. Und Gott wird darin nur einmal erwähnt und auch dann nur indirekt (siehe Hld 8, 6)! Viele haben bereits gefragt, warum dieses Buch es in die Bibel geschafft hat. Eine der Antworten, die Bibelwissenschaftler auf diese Frage geben, ist, dass die leidenschaftliche Liebe zwischen Mann und Frau in diesem Buch die Liebe zwischen Gott und seinem Volk symbolisiert. Das mag auf den ersten Blick seltsam klingen, aber die Heilige Schrift verwendet oft die eheliche, romantische Liebe als Analogie zu unserer Vereinigung mit Gott (Jes 62, 5; Jer 2, 2; Mt 25, 1-13).

Du kamst als  die Freude der ganzen Welt. Herr, erbarme  dich unser. Herr, erbarme dich unser.

Dein Kommen geschah in Stille und Verborgenheit. Christus, erbarme  dich unser.

Dein erster Gruß war spürbare und erlebte Gnade. Herr, erbarme  dich unser.

Wir denken eher an Gott als an unseren Vater, der uns führt und mit barmherziger Liebe liebt, wie ein Elternteil sein Kind liebt. Aber romantische Liebe als Analogie zur Liebe Gottes zu nutzen, kann uns neue Horizonte eröffnen. Jeder, der verliebt war, weiß, wie aufgeregt und freudig er war. Er wollte einfach nur mit seiner Geliebten zusammen sein, seine Schönheit genießen und außergewöhnliche Dinge für ihn tun. Gottes Liebe zu dir ist einfach so, sogar noch größer. Sie ist tiefer, stärker und reiner als jede romantische Liebe, die Sie jemals erleben können. Und in wenigen Tagen werden wir einen der schönsten Ausdrucksformen dieser Liebe feiern: dass der Sohn Gottes Mensch wurde, um unsere Liebe wieder zu gewinnen.

Wenn wir an die Zeit denken, die Jesus unter uns verbracht hat, konzentrieren wir uns oft auf sein Leiden. Er ertrug Armut, Ablehnung und Spott und erlitt einen qualvollen Tod. Aber wenn man sich Jesus als den verliebten Mann aus der heutigen ersten Lesung vorstellt, kommt eine andere Seite dieser Geschichte zum Vorschein: Er ist wie ein junger Mann, der über Hügel und Hügel springt, nur um bei dir zu sein. Er sieht Ihre Sünden und Kämpfe, aber er sieht auch die Schönheit des Bildes Gottes in Ihnen und Ihre potenzielle Heiligkeit. Seine Liebe zu uns ist nicht platonisch. Es strömt nach außen wie die Sonne, die hinter einem fernen Berg aufgeht. Es fließt wie ein rauschender Fluss an die Oberfläche. Und diese Liebe ist für dich bestimmt. Wenn Weihnachten naht, denken Sie daran, dass Jesus sehnsüchtig und mit einem Herzen voller Liebe auf Sie zuläuft. Er wird nie aufhören, nach dir zu suchen.

Gottes Kommen hat den Menschen Gnade und Freude   gebracht. Deshalb wagen wir  zu beten. 

Wo die Nähe Gottes spürbar wird, ist  sein Frieden nah. Deshalb bitten wir den Herrn.

Selig, die glauben, was der  Herr sagt und hinfinden in sein Reich.


					

Der Vatikan hat gleichgeschlechtliche Segnungen zugelassen 

 An der Lehre über die Ehe ändert sich nichts. Segen bedeutet nicht Zustimmung.

An der Lehre über die Ehe ändert sich nichts. Segen bedeutet nicht Zustimmung

Das Dokument des Dikasteriums für die Glaubenslehre wurde von Papst Franziskus persönlich bestätigt.

Am Montag veröffentlichte das Dikasterium für die Glaubenslehre die Erklärung Fiducia supplicans zur pastoralen Bedeutung des Segens, die sich erschließt die Möglichkeit, Paare in irregulären Situationen zu segnen, also auch gleichgeschlechtliche Paare oder geschiedene und standesamtlich wiederverheiratete Paare.

Das Dokument betont jedoch auch, dass sich an der katholischen Lehre über die Ehe zwischen Mann und Frau nichts ändert, da „nur in diesem Zusammenhang sexuelle Beziehungen ihre natürliche, richtige und völlig menschliche Bedeutung finden“ (Artikel 4).

Die Segnung von Personen in irregulären Situationen bedeutet in keiner Weise die Zustimmung zu ihren Lebensentscheidungen, und daher muss dieser Akt in einer Weise durchgeführt werden, die nicht im Entferntesten einer Trauung ähnelt, heißt es in dem vom Präfekten des Dikasteriums Víctor Manuel unterzeichneten Text Fernández und persönlich von Papst Franziskus bestätigt.

„Es ist ein Text, der nach zehn Jahren die Worte von Papst Franziskus in Evangelii Gaudium konkretisiert: „Die Kirche ist keine Zollhaus, es ist das Haus des Vaters, in dem für jeden ein Platz ist, auch mit seinen Schwierigkeiten im Leben“, beurteilte der Redaktionsleiter der Vatikanische Medien, Andrea Tornielli.

Der amerikanische Jesuit James Martin, der sich seelsorgerisch für die LGBTIQ-Gemeinschaft einsetzt, warnte vor Reaktionen, dass sich an der aktuellen Stellungnahme des Vatikans nichts ändere. „Es ist eine bedeutende Veränderung. Kurz gesagt, gestern durfte ich als Priester überhaupt keine gleichgeschlechtlichen Paare segnen. Heute kann ich mit gewissen Einschränkungen“, er schrieb im sozialen Netzwerk X (ehemals Twitter).

Einige Bischofskonferenzen agieren in dieser Angelegenheit schon seit langem im Alleingang. Die belgischen Bischöfe genehmigten die Zeremonie und das Gebet zur Segnung homosexueller Paare bereits im September 2022, es ist in mehreren deutschen Diözesen bereits gängige Praxis.

Der Papst gab die Entscheidung bereits vor einigen Monaten bekannt

Dass Papst Franziskus der aktuellen Entscheidung zuneigt, zeigte bereits seine Reaktion auf die Zweifel von fünf Kardinälen (Burke, Brandmüller, Sarah, Zen, Sand oval), die ihn direkt nach der Segnung homosexueller Paare fragten.

Als Antwort bekräftigte, dass die Ehe eine exklusive, stabile und unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau sei, die von Natur aus offen sei die Zeugung von Kindern.

„Aus diesem Grund vermeidet die Kirche jede Zeremonie oder jedes Sakrament, die diesem Glauben widersprechen und den Eindruck erwecken könnten, dass wir etwas als Ehe anerkennen, was sie nicht ist“, erklärte der Papst.

Anschließend wies er jedoch auf die pastorale Liebe und Besonnenheit hin, die „richtig unterscheiden muss, ob es Segensformen gibt, die von einer oder mehreren Personen erbeten werden und nicht eine fehlerhafte Vorstellung von der Ehe zum Ausdruck bringen.“ Wenn jemand um einen Segen bittet, drückt er eine Bitte um Hilfe von Gott aus, eine Bitte um die Möglichkeit, besser zu leben und auf den Vater zu vertrauen, der uns helfen kann, besser zu leben.“

Obwohl viele Medien damals die Worte des Papstes als Zustimmung zur Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften interpretierten, zeigte sich bei komplexerer Betrachtung, dass er nur von der Segnung von Personen sprach, sofern diese in keiner Weise der Segnung einer Ehe ähneln würde.

Schließlich hat die Kongregation für die Glaubenslehre erst vor zwei Jahren eine Stellungnahme abgegeben, dass die Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht segnen könne . Der Inhalt des Dokuments, das vom damaligen Präfekten der Kongregation, Luis F. Ladaria, unterzeichnet wurde, wurde auch von Papst Franziskus persönlich genehmigt.

Mittwoch der 3.Adventwoche 20.Dez. Jes 7,10-14

19. Dezember Lk. 1,5-25

Gott, der auf vielfache Weise das  Kommen seines Reiches angekündigt  hat, sei mit euch.

Zacharias hatte so viele Jahre für das Kind gebetet, dass es ruhig war an Gottes Schweigen gewöhnt. Kein Wunder, dass er erschrak, als Gott ihm endlich antwortete! Und wie viele Fragen muss diese Antwort in ihm ausgelöst haben! Wird er genug Kraft haben, um mit einem kleinen Kind klarzukommen? Haben sie und Elizabeth alles, was sie brauchen, um ein Kind großzuziehen und zu formen, das eine so wichtige Mission hat? Und inwieweit wird dieses Ereignis ihren Alltag verändern?

Engel haben dein Kommen  in diese Welt angekündigt. Herr, erbarme dich unser.

In Johannes hast du  einen Boten  vorhergesagt. Christus,erbarme dich unser.

Die Botschaft deines Kommens war Freude für die ganze Welt. Herr, erbarme dich unser.

Der Engel erzählte Zacharias  von der Freude, die Gott für ihn bereitet hatte. Darüber hinaus sagte er voraus, dass die Mission dieses Kindes vielen Menschen Freude bereiten würde.

So wie ein Engel einst Manoach und seine Frau vor der Geburt Samsons belehrte (Richter 13, 4-7), gab Gabriel Zacharias sogar Ratschläge und skizzierte, welches Leben sein Sohn führen sollte. Und das war gut so: Weder die Erziehung Simsons noch die Erziehung Johannes des Täufers war einfach. Beide waren starke Persönlichkeiten und wollten sich offensichtlich nicht einfach unter die Masse mischen. Es kann manchmal beängstigend sein, wenn Gott unsere langjährigen Gebete erhört. Wir werden sofort erkennen, welche Auswirkungen diese Veränderung auf unser Leben haben wird. Wir können nicht mehr mit dem rechnen, was wir bisher wussten, obwohl es kein idealer Zustand war. Mit diesem Geschenk gehen neue Herausforderungen einher, die uns einladen, zu wachsen und uns zu verändern.

Nehmen Sie zum Beispiel frisch gebackene Eltern ihres ersten Kindes. Ihr Leben hat sich erheblich verändert! Die Art und Weise, wie sie ihr Kind behandeln, wird jeden Aspekt seines Lebens beeinflussen. Dieses Kind stellt Fragen, auf die es keine Antworten kennt, und hat Bedürfnisse, die es möglicherweise nicht erfüllen kann. Ihre neue Mission wird ihre Beziehung auf die Probe stellen und sie dazu veranlassen, sich auf eine Weise auf Gott zu verlassen, die ihnen noch nie zuvor in den Sinn gekommen wäre. Doch trotz alledem wird ihnen dieses neue Baby so viel Freude und Liebe bringen, dass sie gemeinsam jedes Hindernis überwinden, jede Aufgabe erfüllen und lernen werden, jeden Sturm zu überstehen. Wenn wir unseren Blick auch in den stressigsten Situationen auf Jesus richten können, werden wir immer die Gnade erhalten, die wir brauchen, um vorwärts zu gehen. Und wenn wir diese Gnade annehmen, finden wir auch einen Grund, glücklich zu sein.

Gott hat uns froh gemacht durch die Botschaft seines Reiches. Deshalb wagen wir voll Vertrauen zum Vater zu beten.

Der dem Erlöser als sein Herold vorausging, kam als Bote der Freude und des Friedens. Damit der  Friede  zu uns kommt, bitten wir.

Selig, die fromm und in allem nach dem Gebot des Herrn leben und gerettet werden.

Montag der 3. Adventwoche Jer 23,5-8

 

OAXEN UND FIKTIONEN ÜBER DAS BILD DER JUNGFRAU VON GUADALUPE

Heutzutage gibt es in den sozialen Medien viele Mythen und Legenden über das Bild der Jungfrau Maria auf der Tilma des Heiligen Juan Diego in Guadalupe, Mexiko. Trotz der Tatsache, dass Wissenschaftler erstaunliche, unerklärliche Tatsachen über dieses Bild entdeckt haben, ist es dennoch notwendig, der Wahrheit treu zu bleiben und keine Scherzartikel zu verbreiten, die zwar populär, aber falsch sind (Herzschlag, sich bewegende Augen, Bild, das über das Tuch fliegt…) Hier ist eine Liste der häufigsten Behauptungen und deren Wahrheit oder Falschheit (bestätigt in mehreren Interviews von Pater Edoardo Chavez, Postulator der Sache der Heiligsprechung von Juan Diego):
Behauptungen über Tilma und das Bild
BESTÄTIGUNG
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Augen Marias drei Effekte der Brechung des Bildes im lebenden Auge haben.
WAHRHEIT
Wahr. Mexikanische Augenärzte wie Dr. Manuel Torroella, Dr. Enrique Graue, Dr. Rafael Torrija und Dr. Jorge Antonio Escalante haben das Phänomen entdeckt, dass man in den Augen der Jungfrau Maria Spiegelungen sieht, die auch in den Augen einer lebenden Person auftreten.
GESCHAFFEN VON
In den Augen Marias spiegeln sich 13 kleine Figuren, darunter Bischof Zumarrago und der heilige Juan Diego.
WAHRHEIT
Dies ist die Wahrheit. Insgesamt 13 Bilder bilden die beiden Szenen in den beiden Augen, und durch Computerdigitalisierung haben wir herausgefunden, dass diese reflektierten Bilder vollständig ineinander übergehen. (Vgl. Jose Aste Tönsmann, El secreto de sus ojos, Ed. Contenidos de Formación Integral, Mexiko 2003. Von demselben Autor, Los ojos de la Virgen de Guadalupe, Ed. Diana, Mexiko 1981).
BILDUNG
Das Bild von Bischof Zumarraga in den Augen Marias wurde digital vergrößert und enthüllt, dass in seinen Augen das Bild des heiligen Juan Diego ist, der seine Tilma öffnet.
WAHRHEIT
Diese Behauptung ist falsch. Juan Diego ist eine der Spiegelungen in den Augen der Jungfrau Maria und wird dargestellt, wie er seine Tilma vor dem Bischof öffnet. Sein Bild steht jedoch allein in den Augen der Jungfrau (die nur 7 und 8 Millimeter im Durchmesser sind), nicht in den Augen des Bildes von Bischof Zumarraga. Das Bild des Bischofs wurde nie vergrößert, so dass die Behauptung, dass sich in seinen Augen irgendwelche Bilder spiegeln, nicht bewiesen werden kann.
QUELLE
Guadalupe bedeutet in der Sprache der Eingeborenen „den Kopf der Schlange zertreten“.
WAHRHEIT
Diese Aussage ist falsch. Guadalupe ist ein Wort arabischen Ursprungs. Die Araber sind seit etwa acht Jahrhunderten auf der Iberischen Halbinsel, so dass viele spanische Wörter aus ihrer Sprache stammen. Ein solches Wort ist Guadalupe, das von Wadi al Lub stammt. Wadi al Lub kann als „Fluss aus schwarzem Kies“ oder „Flussbett“ oder „Flusskanal“ übersetzt werden; nicht Wasser, sondern „das, was Wasser leitet“.
Auf der iberischen Halbinsel gab es ein Kloster namens Guadalupe von Extremadura, so dass der Name Guadalupe den Spaniern gut bekannt war. Maria erschien mit dem Namen Guadalupe in einer Weise, die mit ihrer anderen im Evangelium beschriebenen Mission übereinstimmt, nämlich bei der Hochzeit in Kana in Galiläa: „Tut alles, was er euch sagt“ (Joh 2,5). Maria führt uns zu Jesus. Sie führt uns zu ihrem geliebten Sohn, dem „lebendigen Wasser“.
HIER
Die spanischen Missionare wollten den Namen Guadalupe aus dem Namen der Muttergottes von Guadalupe entfernen.
WAHRHEIT
Wahr. Die ersten spanischen Franziskaner-Missionare – sogar ein Mönch namens Bruder Jeronimo Diego de Santa Maria, der aus dem Kloster von Guadalupe in Spanien kam – wollten den Namen Guadalupe abschwächen. Mehrere historische Dokumente belegen, dass die Franziskaner nicht wollten, dass Unsere Liebe Frau von Tepeyac Guadalupe genannt wird, und dass sie versuchten, den Namen zu ändern.
GESCHAFFEN VON
Das Gemälde stellt Szenen aus dem Buch der Offenbarung des Johannes dar.
WAHRHEIT
Wahr. Das Bild stellt insbesondere Offenbarung 12:1-2 dar, wo es heißt: „Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, bekleidet mit der Sonne und mit dem Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen. Und sie hatte ein schweres Haupt und schrie vor Schmerzen, denn sie war im Begriff zu gebären.“
SCHÖPFUNG
Tilma hat eine konstante Temperatur von 98,6 Grad Fahrenheit.
WAHRHEIT
Diese Behauptung ist nie bewiesen worden.
GLAUBE
Die Tilma, auf die das Bild gedruckt wird, besteht aus Maguey-Fäden.
WAHR
Diese Behauptung ist falsch. Die Tilma (ein indigener Umhang, der zur Zeit der Erscheinung getragen wird) ist aus Agavenfasern der Ixtle-Pflanze hergestellt.
GESCHAFFEN VON
Die Farben sind auf dem Bild aus einer Entfernung von 10 Zentimetern nicht zu erkennen.
WAHRHEIT
Diese Aussage ist falsch. Die Farben sind nicht nur auf dem Bild zu sehen, sondern zeigen sich deutlich durch den Tilma-Stoff von vorne bis hinten.
ZERTIFIZIERUNG
Der Laser hat festgestellt, dass sich die Farben des Bildes nicht auf der Vorder- oder Rückseite der Tilma befinden, sondern weniger als einen Millimeter über dem Stoff schweben.
WAHR
Diese Aussage ist falsch. Ein solches Experiment ist nie durchgeführt worden. Ebenso befinden sich die Farben des Bildes nicht nur auf der Tilma, sondern sie gehen von vorne nach hinten durch den Stoff. Dies zeigt, dass der Stoff der Tilma für die Herstellung eines solchen Werks scheinbar ungeeignet ist, vor allem ohne jegliche Vorbereitung oder „Takelage“, wie man es im 16. Jahrhundert genannt wurde. Der Stoff hat Löcher, Unvollkommenheiten und sogar eine dicke Naht, die sich von oben nach unten durch die Mitte der Tilma zieht, und seine Beschaffenheit lässt die Farben von einer Seite zur anderen „ausbluten“.
Überraschenderweise „nutzt“ das Gemälde diese Unvollkommenheiten aus. So erzeugen einige der Löcher Schatteneffekte, und die Fadenknoten in der Tilma heben bestimmte Merkmale hervor, wie die Unterlippe des schönen Gesichts der Heiligen Maria von Guadalupe.
GESTALTEN
Unter der Tilma ist einmal eine Bombe explodiert, die sie aber nicht beschädigt hat.
WAHRHEIT
Wahr. Am Morgen des 14. November 1921 explodierte eine Bombe in der Basilika von Guadalupe. Luciano Perez Carpio, ein Angestellter des Privatsekretariats der Präsidentschaft, platzierte die Bombe unter dem Bild der Jungfrau von Guadalupe, geschützt von als Zivilisten verkleideten Soldaten. Die Explosion war noch in einem Kilometer Entfernung zu hören, aber dem Bildnis der Jungfrau von Guadalupe geschah nichts. Die bronzenen Kerzenständer und das Kruzifix auf dem Altar wurden jedoch durch den Aufprall verbogen. (Vgl. Eduardo Chavez San La Iglesia de México entre dictaduras, revoluciones y persecuciones chez, Ed. Porrúa , Mexiko 1998, S. 165-166). Das Bronzekreuz ist derzeit in der Basilika ausgestellt und kann von der Öffentlichkeit besichtigt werden.
SCHÖPFUNG
Der Arzt steckte ein Stethoskop unter die Schärpe Marias und hörte den Herzschlag.
WAHRHEIT
Diese Aussage ist falsch. Es wurden keine derartigen Tests bezüglich des Herzschlags in Marias Unterleib durchgeführt. Das Vorhandensein des Bandes auf dem Bild Unserer Lieben Frau von Guadalupe deutet jedoch darauf hin, dass sie schwanger ist (auf Spanisch heißt ein Band „cinta“ und schwanger „encinta“, was „mit einem Band“ bedeutet).
GESCHAFFEN VON
Die Studien haben den Ursprung der Farbgebung des Gemäldes nicht aufgeklärt.
WAHR
Wahr. Der Ursprung der Farbgebung und „die Art und Weise, wie das Tuch bemalt wurde“, wurde nicht entdeckt. Da es keine erkennbaren Pinselspuren gibt, müsste es heißen „die Art und Weise, wie das Bild auf der Tilma festgehalten oder gedruckt wurde“ und nicht „die Art und Weise, wie das Bild auf dem Tuch erschien“. Über die Technik(en), mit denen das Bildnis Unserer Lieben Frau von Guadalupe geprägt wurde, ist nichts Genaues bekannt. Der große oaxacaische Maler Miguel Cabrera erklärte jedoch in seinem Buch Maravilla Americana von 1756, dass vier Maltechniken für das Bild verwendet wurden: Öl, Tempera, Aquarell und geschnitzte Tempera. Es gibt jedoch keine schlüssigen Beweise dafür, und wie wir wissen, gibt es keine Spuren von Pinseln, die Cabreras Behauptung stützen. Ein Detail des Gemäldes ist jedoch besonders überraschend: Der Schuh der Jungfrau, der über dem Mond erscheint, hat keine Farbe, sondern ist einfach eine grobe Tilma. Dies ist unerklärlich.
GESCHAFFEN VON
Eine Replik des Gemäldes wurde einst auf ein ähnliches Maguey-Fasertuch gemalt, das sich nach einigen Jahrzehnten auflöste.
WAHRHEIT
Im Grunde genommen wahr, wenn auch mit einigen Ungenauigkeiten. Zunächst sei daran erinnert, dass es sich um Agaven- oder Ixtle-Fasern handelt, nicht um Maguey. Im Jahr 1787 fertigte Dr. Jose Ignacio Bartolache tatsächlich zwei Kopien des Bildes an, wobei er versuchte, das Original so genau wie möglich zu kopieren. Er stellte zwei dieser Kopien in Tepeyac auf, eine in einem Gebäude namens El Pocito und die andere in der Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau von Guadalupe. Diese Kopien überdauerten jedoch keine 10 Jahre, was die erstaunliche Unversehrtheit des Originalgemäldes unterstreicht. (Vgl. Jose Ignacio Bartolache y Diaz de Posadas, Manifiesto Satisfactorio u Opúsculo Guadalupano, In Ernesto de la Torre Villar and Ramiro Navarro de Anda, Testimonios Históricos Guadalupanos, Ed. FCE, Mexiko 1982).
EDITION
In den 1700er Jahren wurde versehentlich Säure auf das Tuch verschüttet, und der Schaden wurde auf wundersame Weise innerhalb von 30 Tagen wiederhergestellt.
WAHRHEIT
Dies ist nur zur Hälfte wahr. Im Jahr 1795 wurde versehentlich Salpetersäure auf die linke Seite des Gemäldes verschüttet. Eine Spur der verschütteten Säure ist noch heute zu sehen. Fünfunddreißig Jahre später, im Jahr 1820, wurde der Unfall in einem notariellen Bericht festgehalten, in dem es hieß, dass der Substanz nichts passiert sei. (Tatsächlich befindet sich darauf ein feiner Fleck, der mit bloßem Auge sichtbar ist, vor allem von der Rückseite des Gemäldes aus). Selbst wenn die Behauptung, das Tuch sei auf wundersame Weise innerhalb von 30 Tagen wiederhergestellt worden, falsch ist, so ist es doch erstaunlich, dass die Säure weder dem Bild noch dem Tuch selbst einen nennenswerten Schaden zugefügt hat. (Vgl. Instrumento Jurídico sobre el agua fuerte que se derramó, casualmente, hace muchos años, sobre el Sagrado lienzo de la portentosa Imagen de N. Sra. de Guadalupe de México, 1820, AHBG, Correspondencia con el Supremo Gobierno, Caja 3, Exp. 54).
(Quelle: https://www.kofc.org/…/our-lady-of…/truths/index.html)