Archiv für den Monat: Dezember 2023
Hl. Basilius der Große und hl. Gregor von Nazianz 1 Joh 2,22-28
Jesus Christus, der allein unser Meister ist, sei mit euch.
Heute feiern wir den heiligen Basilius der Große und den heiligen Gregor von Nazianz. Heilige Basilius war ein bedeutender Theologe und Kirchenvater des 4. Jahrhunderts und heiliger Gregor von Nazianz war ein enger Freund und Zeitgenosse von Basilius. Er war ebenfalls ein bedeutender Theologe. Beide spielten eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des trinitarischen Glaubens und der Bekämpfung von Häresien.
Jesus, du hast uns dein Wort hinterlassen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast deiner Kirche den Heiligen Geist gesandt. Christus, erbarme dich unser.
Du bist unsere Kraft in den Stürmen der Zeit. Herr, erbarme dich unser.
Der dringende Aufruf des Johannes, in Christus zu „bleiben“, bedeutet nicht, dass wir stehen bleiben sollen. Der griechische Begriff ménete, den Johannes verwendete, hat eine weiter gefasste Bedeutung. Es bedeutet auch „wohnen“ oder „eine Wohnung bauen“. Johannes lädt uns ein, im Herrn unser Zuhause zu finden, unseren Platz, wo wir hingehören. „Zuhause“ ist nicht nur ein Dach über dem Kopf oder ein Ort, an den man von der Arbeit zurückkehrt. Das Zuhause soll auch unser Zufluchtsort sein, ein Ort, an dem wir ausruhen, uns erfrischen und neue Kraft schöpfen. Es ist ein Ort, an dem wir satt werden – nicht nur vom Essen auf dem Teller, sondern auch von der gemeinsamen Zeit und den Gesprächen. Jesus soll für uns ein solches Zuhause sein: unsere Zuflucht in den Stürmen des Lebens, unsere Erfrischung, wenn wir besorgt oder erschöpft sind, unsere Nahrung, wenn wir uns leer und schwach fühlen. Aber wie kann Jesus, der seinen Thron im Himmel hat, unser Zuhause werden, während wir hier auf der Erde leben? Paradoxerweise liegt es in unserem Herzen. Wir können in Jesus bleiben, weil er in uns bleibt! Du musst ihn nicht im Himmel suchen, denn er ist bei dir auf der Erde. Er wohnt in deinem Herzen und wartet darauf, dass du zu ihm kommst und in ihm ruhst. Er wartet darauf, Ihnen seine Barmherzigkeit zu schenken, die Schuld und Schande wegwäscht. Er möchte Ihnen sein Mitgefühl für die Verachteten, seine Barmherzigkeit für die Sünder und seinen Trost für die Leidenden schenken. Er möchte dich mit seinem Wort belehren und dich mit dem Brot des Lebens ernähren. Versuchen Sie sich beim heutigen Gebet vorzustellen, dass Sie mit Jesus und seinen Jüngern am Tisch sitzen. Stellen Sie sich das Gefühl der Akzeptanz und Zugehörigkeit vor, das sie in seiner Gegenwart erlebten. Auch Sie können diese innige Gegenwart Jesu jeden Tag im Gebet erleben. Wenn Sie lernen, im Gebet näher an Jesus heranzukommen, fällt es Ihnen leichter, den ganzen Tag in ihm zu bleiben. Wenn du „in ihm bleibst, wirst du Vertrauen gewinnen und dich seiner nicht schämen“ (vgl. 1 Joh 2,28), lass zu, was auch immer dir im Laufe des Tages widerfährt! Es gibt wirklich keinen besseren Ort als zu Hause. Besonders, wenn es Jesus ist!
Wie Jesus Christus, der Meister allen Betens, uns gelehrt hat, wollen wir unser Gebet an den Vater richten.
Gott, unser Vater, ist der Gott des Friedens. Ihn bitten wir durch Jesus Christus, seinen Sohn.
Selig, die Gottes Wort bewahren und heimfinden zum Leben.
Gebet am letzten Tag des Jahres.
Unendlicher, ewiger Gott, allmächtiger Schöpfer von allem. In ein paar Stunden wird wieder ein Jahr vergehen. Es wird vergehen, mit all den Freuden, an die wir uns nicht mehr erinnern. Gnädiger Gott, Herr der Zeit und der Ewigkeit, wir werden Rechenschaft ablegen müssen, wozu wir dieses Jahr gebraucht haben, dessen Ende so viele unserer Mitmenschen nicht mehr erleben. Wir fürchten uns vor dieser Abrechnung, denn wir wissen, dass wir oft gesündigt haben. Deshalb bitten wir dich demütig um Vergebung. Wenige Tage sind es, an die wir uns auf dem Sterbebett zufrieden zurückerinnern können.
Gerechter Gott, viele Tage werden uns vor deinem Gericht anklagen, dass wir sie vergeudet und sogar dazu benutzt haben, Sünden zu begehen und zur Empörung unserer Mitmenschen. Wenn wir das, was wir getan haben, mit dem vergleichen, was wir an Gutem getan haben, müssen wir uns schämen, dass wir deiner Liebe nicht würdig sind. Aber deine Geduld ist größer als unsere Undankbarkeit: Du hast uns das Leben geschenkt, obwohl wir es nicht verdient haben. Wir können gar nicht zählen, wie viele Gnaden du uns in diesem Jahr geschenkt hast. Und wenn wir uns noch an die vielen Gefahren für Leib und Seele erinnern, die du von uns abgewandt hast, müssen wir demütig bekennen, oh wir unwürdigen Diener, wir undankbaren Kinder. Süßester Jesus, du unser Mittler, wie oft hast du deine Hände zum himmlischen Vater erhoben, damit er uns nicht für unsere Missetaten strafe. Wie oft hat dein heiligstes Blut um Gnade und Vergebung für unsere Sünden geschrien. Wie oft haben wir vom Priester die Absolution erhalten, weil wir gelobt haben, unser Leben zu bessern, aber oft haben wir selbst diese Vorsätze vergessen. Wir blieben, wie wir waren, und wurden sogar noch schlimmer. Unser Herr richte uns nicht. Denn wenn du uns für unsere Missetaten richten würdest, Gott, wer würde dann bestehen? Sieh nicht auf unsere Sünden, sondern wasche sie ab mit dem Blut des unschuldigen Lammes. Gott, sei uns gnädig! Wir wünschen uns aufrichtig, mit dir versöhnt zu werden, und wir versprechen dir aufrichtig, dass wir uns im kommenden Jahr bessern, gottgefällig leben und dir treu dienen wollen. Unser Gott, womit sollen wir dir die vielen Segnungen vergelten, mit denen du uns in diesem Jahr überschüttet hast? Gib, dass die Größe der Liebe, die du uns erwiesen hast, tief in unsere Seelen eindringen kann. Unsere Herzen sind von Dankbarkeit erfüllt. Wir spüren, dass dieses Gefühl der Dankbarkeit auch von deiner Großzügigkeit herrührt. Deshalb eilen wir in den letzten Stunden dieses Jahres zu deinem Altar, wo du unter der Gestalt des Brotes gegenwärtig bist, damit wir dich mit allem, was wir haben und als Danksagung auf den Altar gelegt haben, mit Lobgesängen und Anbetung preisen und verherrlichen, jetzt und in alle Ewigkeit.
Hochfest der Gottesmutter Maria B Neujahr Lk2,16-21
Gott, der Herr, der alle segnet, die seinen Namen anrufen, sei mit euch.
Brüder und Schwestern, Erich Kostner sagte einmal: „Gedenkt an das fünfte Gebot; Töte nicht die Zeit“. Das Ende des alten und der Beginn eines neuen Jahres ist eine Gelegenheit für tiefes Nachdenken. Das alte Jahr ist vorbei und unwiederbringlich im Ozean der Ewigkeit versunken. Keine Kraft kann die vergangene Zeit ungeschehen machen. Denn das, was passiert ist, darüber können wir nicht sagen, dass es ist nicht passiert. Was wird das neue Jahr bringen, das gerade begonnen hat? Wir wissen nicht. Diese Zukunft ist uns verborgen und nur Gott weiß davon. Aber eines wissen wir: Unsere Zeit hier auf der Erde ist begrenzt. Gott schenkt uns das neue Jahr, um dieses Geschenk der Zeit besser als zuvor zu nutzen. Und wenn wir bis zum Ende dieses Jahres leben werden, leben wir so , damit wir nicht bereuen müssen ,dass wir etwas verpasst haben.
Jesus,du kamst als Segen über die Schuld des alten Menschen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns losgekauft durch dein Kreuz. Christus, erbarme dich unser.
Dein Name hat uns das Heil Gottes verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Lassen wir uns innehalten und darüber nachdenken, wie viel Zeit wir in unserem Leben bereits verschwendet haben, wie viele Minuten, Stunden, Monate, Jahre verloren gegangen sind? Sicherlich tragisch ist das Schicksal eines Menschen, der im Moment seines Todes feststellt: „Ich habe die meiste Zeit meines Lebens gedankenlos verschwendet.“ Wir verschwenden Zeit, wenn wir das Morgengebet verpassen, wenn wir nicht lernen, wenn wir unser Wissen nicht vertiefen, wenn wir faul sind und den Tag berauscht von Alkohol oder anderen Rauschmitteln beenden. Wir verschwenden Zeit, wenn es uns nicht gelingt, Gott oder die Menschen zu lieben. Wenn wir uns über jemanden lustig machen, klatschen wir, wenn wir klatschen. Wenn wir gedankenlos und unkritisch sagen, dass wir für nichts Zeit haben.
Gott hat uns Zeit gegeben, sie gut zu nutzen, um uns nicht nur körperlich und geistig, sondern auch geistig zu entwickeln. Wollen wir die Zeit sinnvoll nutzen und uns auf diese Weise geistig bereichern? Man muss also zum Jahreswechsel nachdenken und sich ein paar Fragen stellen: Wie war das alte Jahr für uns? Hat er uns Gott und unserer glücklichen Ewigkeit näher gebracht? Vor allem: In welche Richtung geht unser Leben in diesem Moment?
Sind wir ehrlicher als vor einem Jahr? Beten wir besser als noch vor ein paar Jahren? Sind wir freundlicher zu den Menschen und verständnisvoller? Ein altes Sprichwort sagt: „Wie sich der Ast biegt, so wächst der Baum.“ Mit anderen Worten: Wenn unser Leben letztes Jahr in die falsche Richtung lief, wird es auch in diesem Jahr in die falsche Richtung gehen. Aber wenn wir grundlegende Änderungen daran vornehmen, kann es sich zum Besseren wenden.
Wenn wir beispielsweise jeden Monat im Jahr weniger ehrlich werden, werden wir im neuen Jahr und in der Zukunft wahrscheinlich nicht mehr so ehrlich sein. Wenn wir mit jedem Jahr immer sturer und ungeduldiger werden, werden wir in Zukunft wahrscheinlich nicht weniger stur und geduldiger sein. Wenn wir im vergangenen Jahr immer schlechter gebetet haben, werden wir wahrscheinlich auch in diesem neuen Jahr nicht besser beten. Das Gleiche lässt sich über jeden anderen Bereich unseres moralischen und spirituellen Lebens sagen.
Was müssen wir also tun, wenn wir feststellen, dass unser Leben in die falsche Richtung geht? Wie können wir diese Situation abwenden? Der erste Schritt, den wir in dieser Situation unternehmen müssen, ist unser ehrliches Eingeständnis. Es ist ein sehr schwieriger Schritt, aber gleichzeitig auch sehr wichtig. Es ist nicht einfach, einen Fehler zuzugeben.
Der nächste Schritt muss darin bestehen, ein spezifisches Verhaltensprogramm aufzustellen, das unsere schlechten Gewohnheiten ändert. Wenn wir beispielsweise nicht beten, müssen wir von nun an morgens und abends eine gewisse Zeit für das Gebet einplanen. Dasselbe gilt auch für unsere anderen schlechten Gewohnheiten und Versäumnisse. Wenn wir eine grundlegende Veränderung in unserem spirituellen und moralischen Leben bewirken wollen, müssen wir anfangen, solide an uns selbst zu arbeiten. Der Beginn des neuen Jahres ist eine großartige Gelegenheit, gute Vorsätze zu fassen. Aus diesem Anlass beschließen viele Menschen, ihr Leben zum Besseren zu verändern.
Wir können absolut sicher sein, dass Gott uns seine Gnade und Hilfe sicherlich nicht verweigern wird, wenn wir alles in unserer Macht Stehende tun, um dieses neue Jahr gut zu verbringen.
Die englische Schriftstellerin Minnie Haskins hat einen wunderschönen Vers über die Hoffnung geschrieben, die jeder von uns mit dem Beginn des neuen Jahres verbindet: „Ich fragte den Wachmann, der am Neujahrstor stand: „Gib mir Licht, damit ich sicher ins Unbekannte gehen kann.“ !». Er antwortete: „Gehe mutig in die Dunkelheit! Legen Sie einfach Ihre Hände in Gottes Hände. Es wird für Sie besser sein als das Licht und sicherer als der Weg, den Sie kennen.“
Brüder und Schwestern! Legen wir also das ganze neue Jahr mit allem, was es bringt, in die Hände Gottes, der uns liebt. Es wird für uns besser sein als das Licht und sicherer als der Weg, den wir kennen. Beenden wir unsere Betrachtung mit dem Rat, den uns der heilige Johannes an der Schwelle zum neuen Jahr gegeben hat. Augustinus: „Gib deine Vergangenheit der Barmherzigkeit Gottes an; Dein Geschenk an Seine Liebe; und seine Zukunft, seine Vorsehung“.
Im Namen Jesu ist das Heil zu uns gekommen. Deshalb dürfen wir in seinem Namen zum Vater beten.
Damit wir sicheren Fußes unseren Weg durch die Zeit gehen. Dazu brauchen wir den Frieden. Deshalb bitten wir.
Selig, die Gottes Wort im Herzen bewahren und seine Geheimnisse schauen dürfen in Ewigkeit.
Fest der heiligen Familie B Lk 2,22-40
Gott, unser Vater, der die Familie zum Fundament der Völker bestimmt hat, sei mit euch.
Mitten in der Nacht wacht ein kleiner Junge mit starken Schmerzen in einem Krankenhausbett auf. Er fühlt sich sehr verängstigt und verlassen. Seine Schmerzen sind unerträglich: Er hat Verbrennungen am ganzen Körper. Jemand übergoss ihn mit Alkohol und zündete ihn anschließend an. Er begann um seine Mutter zu weinen und zu schluchzen. Die Krankenschwester nimmt ihn in den Arm und versucht ihn zu trösten. Sie umarmt ihn fest und flüstert ihm ins Ohr, dass er keine Angst haben soll, dass der Schmerz bald aufhören wird. Es funktioniert nicht. Sie schluchzt weiter. Der Schmerz, den er am meisten empfindet, ist nicht der Schmerz seines Körpers, der Schmerz der Brandwunden, sondern der Schmerz, von seiner Mutter getrennt zu sein. „Mama, Mama!“ schluchzt sie. Die Krankenschwester ist verwirrt, aber auch wütend. Diejenige, die diesem Kind diesen Schmerz zufügte, ihm Alkohol übergoss und es dann anzündete, war seine Mutter. Der Schmerz eines Kindes, von seiner Mutter getrennt zu werden, ist für es größer als der Schmerz seiner Wunden, selbst wenn seine Mutter grausam zu ihm ist. Die Trennung von der Mutter bereitet dem Kind mehr Schmerzen, als es ertragen kann.
Jesus, du bist eingekehrt in die Ordnung menschlichen Familienlebens. Herr, erbarme dich unser.
Du hast Leben angenommen aus dem Erbe menschlicher Generationen. Christus, erbarme dich unser.
Du wolltest alles erfüllen, wie es im Gesetz geschrieben steht. Herr, erbarme dich unser.
Während des Zweiten Weltkriegs leitete die Kinderpsychiaterin Anna Freudová drei Waisenhäuser. In ihrem Buch „Krieg und Kinder“ schrieb sie: „Der Krieg selbst hatte kaum negative Auswirkungen auf die Kinder, solange sich das, was sie erlebten, auf die Gefährdung ihres physischen Lebens, die Einschränkung ihrer materiellen Freude und den Mangel an Nahrung beschränkte.“ Diese negativen Auswirkungen waren jedoch enorm, als der Krieg begann, in das Familienleben einzugreifen, indem er Beziehungen zerstörte, Menschen entwurzelte und kleine Kinder von ihren Eltern trennte. Kinder, die während des Bombenanschlags in London bei ihren Familien blieben, waren von diesem Bombenanschlag weitaus weniger betroffen als diejenigen, die vor dem Bombenanschlag in der Stadt evakuiert und von ihren Familien getrennt wurden. Es ist bekannt, dass Kinder sich auch an Mütter klammern, die grausam zu ihnen sind. Hauptsache, sie sind bei ihnen.“
Ein Autor erzählt, wie er einst ein Waisenhaus in Uganda besuchte. Es waren etwa 100 Kleinkinder dort. Was ihn überraschte, war, dass diese Kinder überhaupt nicht weinten. 100 Babys zusammen, in getrennten Kinderbetten in einem riesigen Raum gestapelt, und überall herrschte ernste Stille. Seltsam! „Ich fragte die Krankenschwester, die mich begleitete, nach diesem seltsamen Phänomen. Ich werde nie vergessen, was sie mir erzählt hat.“ „Wissen Sie“, sagt die Krankenschwester, „wenn so ein Kind hierher gebracht wird, weint es ständig.“ Als er nach etwa einer Woche merkt, dass niemand zu ihm kommt, hört er auf.“ „Ich verdrehte die Augen“, sagt der Besucher. „Nun ja. Das Kind weint 4 Stunden lang, niemand kommt; weint ein oder zwei Tage lang, niemand kommt; Sie weint eine Woche lang und niemand kommt. Dann hört er auf zu weinen, weil er merkt, dass sich niemand für ihn interessiert!“
Wir können uns vorstellen, welche emotionale Wunde ein solches Kind in seinem Erwachsenenleben tragen wird. Die ständige Anwesenheit der Eltern ist für das Kind ein Zeichen dafür, dass alles in Ordnung ist. Die Familie, so unvollkommen sie auch sein mag, ist die wesentlichste und grundlegendste menschliche Beziehung. In jeder menschlichen Beziehung gibt es Unvollkommenheiten, aber selbst die unvollkommensten Familien sind eine stärkere Stütze für ein Kind als jede andere Institution, wie perfekt sie auch sein mag. Egal wie gut ein Kind in einem Waisenhaus oder einer ähnlichen Einrichtung betreut wird, dieser Ort wird niemals die natürliche Beziehung ersetzen, die zwischen Mutter und Kind besteht. Wir wissen, dass die herzliche und innige Beziehung, die zwischen Mutter und Kind besteht, die Grundlage dafür ist, dass sich sein Innenleben und tatsächlich seine gesamte Persönlichkeit später entwickeln, wachsen und entwickeln werden. Dies bedeutet natürlich nicht, dass die Rolle des Vaters unterschätzt wird. Für die gesunde und ausgeglichene Entwicklung des Kindes ist der Vater ebenso wichtig wie die Mutter. Nun, was wir hier sagen wollen, ist, dass in den allermeisten Familien die Mutter die Person ist, die die Kinder füttert, wäscht und anzieht und sie tröstet, wenn sie Angst haben. Eine Mutter ist immer für ihr Kind da, besonders aber, wenn es etwas braucht. Eltern sind somit die ersten Lehrer der Liebe; Ihre Verbundenheit zu ihren Kindern zeigt ihnen, dass sie der Liebe würdig und liebenswert sind. Und so zeigt er ihnen dann, dass sie selbst weiterhin andere Menschen lieben sollten. Es ist nicht einfach, ein liebevoller Mensch zu werden für jemanden, der in einer Umgebung aufgewachsen ist, in der diese tiefe Beziehung fehlte und in der sich niemand um ihn kümmerte.
Im heutigen Evangelium, am Fest des Hl. Familien, wir sehen, wie die Eltern Jesu ihre Verantwortung erfüllen, die sich aus ihrer religiösen Tradition ergibt, und wie Jesus unter ihrer Führung an Weisheit und Alter wuchs. Die gegenseitige Liebe zwischen Maria und Josef und ihre gemeinsame Liebe zu Jesus waren für ihr Kind eine Schule der Liebe und eine Quelle des Gefühls von Sicherheit und Geborgenheit. Wenn Jesus später darüber nachdenkt, was Liebe ist, wird es ihm genügen, in seinen Erinnerungen zu seinen Eltern und dem Haus zu gehen, in dem er aufgewachsen ist. Die Liebe, mit der seine Eltern ihn aufgenommen haben, wird ihm sein ganzes Leben lang eine Quelle der Sicherheit und der Freiheit sein, sich selbst zu fühlen. Und obwohl er als Sohn Gottes viel mehr besaß, als seine Eltern ihm geben konnten, ist ihr Einfluss auf sein Leben nie zu unterschätzen. Es wird eine Zeit kommen, in der Jesus sich wie jedes andere Kind von seinen Eltern trennen muss, um seinen eigenen Lebensweg zu wählen. Doch auch jetzt, als Kind, ist er noch völlig auf die Liebe angewiesen, die er in seiner Familie erhält. Darin liegt der Ruhm, aber auch die Grenzen seiner Menschlichkeit.
Heute ist der Feiertag des Hl. Familien, jeder von uns hat die Möglichkeit, auf seine eigene Familie zu blicken und ihnen für das zu danken, was sie uns gegeben hat. Fest des hl. Familien sind nicht so alt, wie sie scheinen; Sie wurde erst 1921 gegründet. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir bis dahin nicht die Macht der Familie erkannt hätten oder dass wir Gott nicht für die Möglichkeit gedankt hätten, in einer Familie aufzuwachsen. Die Kirche war schon immer eine Verteidigerin der unersetzlichen Rolle der Familie im Leben eines Menschen, und wir können sicher sein, dass sie dies auch weiterhin tun wird. Für uns Christen ist die Familie nicht nur die Grundlage für die gesunde Entwicklung unserer Persönlichkeit, sondern auch eine Schule des Glaubens. In der christlichen Familie lernen wir, dass Gott niemals allein kommt; sondern dass er immer von denen begleitet wird, die uns auf ihre Weise etwas von seiner fürsorglichen Liebe und liebevollen Güte zeigen. In einer christlichen Familie lernen wir, einen Gott zu erfahren, der uns so annimmt, wie wir sind, und der uns treu bis zum Ende liebt, egal, was aus uns wird.
Keine unserer Familien ist völlig heilig. Jedes ist eine Mischung aus allem: Zuneigungen und Konflikten, Gefälligkeiten und Verrücktheiten, freundlichen Gesten und Fehltritten. All dies stellt die Stärke unserer persönlichen und gegenseitigen Liebe und unsere Fähigkeit, einander zu vergeben, auf die Probe. Aber mittendrin ist Gott. Eine liebevolle Familie ist der wahrste Ort, an dem Gott persönlich gefunden und erlebt werden kann.
Gott, unser Herr, hat seinen Sohn in diese Welt gesandt, voll Gnade und Weisheit. In seinem namen dürfen wir beten.
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen. Deshalb bitten wir.
Selig, die den Willen des Herrn erfüllen und eingehen dürfen in seinen ewigen Frieden.
6.Tag der Weihnachtsoktav 1 Joh 2,12-17
Jesus Christus,der erfüllt war mit Weisheit und Gnase, sei mit euch.
Es ist interessant, dass wir in der Weihnachtszeit den gesamten Ersten Johannesbrief lesen werden! Es ist seltsam, weil dieser Brief nicht direkt mit der Geschichte der Geburt Jesu zusammenhängt. Aber je mehr wir darüber nachdenken, desto besser können wir die Zusammenhänge verstehen. Dieser an die ersten Christen gerichtete Brief ist eigentlich eine Predigt darüber, wie das Leben „nach Christus“ aussehen sollte. Johannes scheint zu sagen, dass nun, da Gott zu uns gekommen ist, jeder von uns vor einer persönlichen Entscheidung steht, einer grundlegenden Wahl zwischen Licht und Dunkelheit.
Jesus, du kannst zur Erlösung aller, die guten Willen haben. Herr,erbarme dich unser.
Du hast das Gesetz des Bundes in allem erfüllt. Christus, erbarme dich unser.
Als Menschenkind wurdest du erfüllt mit Weisheit und Gnade. Herr, erbarme dich unser.
Was wählen wir? Gott lädt uns in sein Licht ein, aber wir müssen seine Einladung annehmen. Wir müssen uns zwischen Gottes Geschenk des Lichts und Lebens und dem Leben in der Dunkelheit entscheiden, das sich in der „Liebe zur Welt“ manifestiert (vgl. 1 Joh 2,15). Johannes meinte nicht, dass wir die natürliche, von Gott geschaffene Welt nicht lieben sollten. Vielmehr ermutigt es uns, die Herrschaft des Bösen nicht zu lieben, was im Widerspruch zu Gottes Werten steht: Liebe, Dienst und Barmherzigkeit. Er ermahnt uns, den Glanz, die flüchtige Befriedigung von Geld, Vergnügen und Macht nicht zu lieben. Stattdessen sollen wir Gottes Wege lieben. Wir sollen Jesus lieben, der seine Macht nutzte, um ein hilfloses Kind zu werden und dann sein Leben ans Kreuz legte, um uns zu retten. Johannes erinnert uns daran, dass wir unser Herz ändern müssen, wenn wir die Welt immer weniger und Gott immer mehr lieben wollen.
Es fällt uns schwer, egoistisches Denken und Handeln aufzugeben. Wir verändern unser Verhalten, das immer noch die Werte der Welt widerspiegelt, nur langsam. Aber Gott gibt uns die Gnade, in seinem Licht zu wandeln. Er schenkt uns immer wieder die Gnade, mit kleinen, aber konkreten Taten der Liebe zu ihm und den Menschen zu beginnen. Versuchen Sie, diese Momente, in denen die schöne Weihnachtsatmosphäre noch in uns nachhallt – Mitternachtsmesse, Weihnachtslieder, die Ruhe der Krippe – damit zu verbringen, über diesen Brief von Johannes zu meditieren. Lassen Sie sich von seinen Worten dabei helfen, über die Geburt Jesu, des Sohnes Gottes, nachzudenken. Möge der Heilige Geist Ihnen helfen, das Licht zu wählen, um denjenigen zu lieben, der seinen Sohn gesandt hat, um Sie zu seinem Sohn oder seiner Tochter zu machen. Dann loben Sie Gott dafür, dass er zu uns gekommen ist!
Wie Jesus Christus, der erfüllt war mit Weisheit und Gnade , uns gelehrt hat, wollen wir zum Vater beten.
Das Kind von Betlehem hat uns den Frieden gebracht. In diesem Frieden leben wir, wenn wir bitten.
Selig, die Gott dienen mit Fasten und Beten und Erlösung finden am Letzten Tag.
Hl.Thomas Becket, Bischof von Canterbury Lk 2,22-35
Jesus Christus, der uns vorangeht mit der Last des Kreuzes, sei mit euch.
Thomas Becket war ein englischer Geistlicher und Politiker des 12. Jahrhunderts. Er wurde um das Jahr 1118 geboren und stieg später zu einem der mächtigsten Männer Englands auf. Becket war zunächst Kanzler des englichen Königs Henrich II. und ein enger Vertrauer des Königs.
Jesus, du hast keine Ehre der Welt gesucht. Herr, erbarme dich unser.
Du willst uns frei machen von dieser Welt. Christus, erbarme dich unser.
Dein Reich ist nicht von dieser Welt. Herr, erbarme dich unser.
Jedoch änderte sich die Beziehung zwischen Becket und Heinrich II, als Becket im Jahr 1162 zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde. Becket nahm seine Rolle als geistlicher Führer sehr ernst und sich für die Unabhängigkeit der Kirche von königlichen Einfluss ein. Dies führte zu einem Konflikt mit Heinrich II, der versuchte, seine Autorität über die Kirche zu behalten.
Der Konflikt zwischen Becket und Heinrich II. gipfelte schließlich in der Ermordung von Becket im Jahr 1170. Vier Ritter, die dem König nahestanden, töteten Becket in der Kathedrale von Canterbury. Dieser Mord löste großte Empörung und einen Aufschrei in ganz Europa aus.
Thomas Becket wurde nach seinem Tod zum Märtyrer erklärt und schnell als Heiliger verehrt. Sein Grab in der einem Kathedrale von Canterbury wurde zu einem wichtigen Wallfahrtsort und zog Pilger aus der ganzen Welt an.
Die Geschichte von Thomas Becket zeigt die Spannung zwischen Kirche und Staat im Mittelalter und die Bedeutung von Glauben und Gerechtigkeit. Sein Vermächtnis lebt bis heute fort und er bleibt eine wichtige Figur in der englischen Geschichte. Unser Leben ist von Gefahr umgeben.
Unser Leben ist von Gefahr umgeben. Damit wir unser Leben retten, wollen wir voll Vertrauen zum Vater beten.
Damit wir das Kreuz unseres Lebens zu tragen vermögen, bitten wir den Herrn um seinen Frieden.
Selig, die Christus auf dem Weg des Kreuzes folgen und gewinnen was uns verheißen ist.
Unschuldigen Konder Mt 2,13-18
Gott, unser Vater, der die Seinen schützt und den WEg des Lebens führt, sei mit euch.
Als Herodes von dem neugeborenen jüdischen König hörte, fühlte er sich bedroht. Deshalb befahl er, alle Jungen unter zwei Jahren in Bethlehem zu ermorden (Mt 2, 16). Obwohl dies eine grausame Tat war, war es wahrscheinlich nur eine von vielen Gräueltaten, die Herodes im Laufe seines Lebens beging. Herodes war zweifellos ein sündiger Mann! Aber schauen wir uns die heutige erste Lesung an: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht: Er wird uns unsere Sünden vergeben und uns reinigen von aller Ungerechtigkeit“ (1 Joh 1, 9).
Herodes wollte dich toten,Herr,erbarme dich unser.
Der Tod der Kinder rettete dein Leben. Christus, erbarme dich unser.
Die Unschuldigen krönst du mit Leben. Herr, erbarme dich unser.
Wir hören auch, dass Jesus „die Sühne für unsere Sünden ist; und nicht nur für unsere, sondern auch für die Sünden der ganzen Welt“ (2, 2). Das ist eine wirklich großzügige und mutige Aussage. Sogar Herodes würde vergeben werden, wenn er Buße tun würde. Wenn wir heute das Fest der Heiligen Unschuldigen feiern, erinnert uns Gott daran, dass selbst der größte Sünder nicht weit von Gottes Barmherzigkeit entfernt ist. Aber was bedeutet das für uns, die wir mit Christus leben? Es bedeutet, dass wir Hoffnung haben, auch wenn wir dunkle Tage durchmachen. Herodes
Der heilige Johannes Paul II. Er drückte dies aus, indem er sagte: „Wir sind nicht nur die Summe unserer Schwächen und Fehler; Wir sind die Summe der Liebe des Vaters zu uns und unserer wahren Fähigkeit, das Bild seines Sohnes zu werden.“ Sie sind ein einzigartiges und unwiederholbares Bild von Jesus. Sie sind nicht nur ein Sünder, der gelegentlich etwas richtig macht, Sie sind ein geliebter Jünger, der gelegentlich in Sünde fällt. Wenn Sie sich als erlösten Sünder sehen, werden Sie offener für Gottes lebensverändernde Gnade sein.
Die heutige erste Lesung zeigt, welch hohen Preis Gott für unsere Erlösung bezahlt hat: „das Blut Jesu, seines Sohnes“ (1 Joh 1, 7). Nehmen Sie die Kraft dieses Blutes, das Sie reinigen und Ihr Herz verändern kann, nicht auf die leichte Schulter! Nehmen Sie das Ausmaß der Barmherzigkeit Gottes nicht auf die leichte Schulter, die Sie wieder empfangen wird, wenn Sie in die Irre gehen. Diese Barmherzigkeit ist weitaus größer als jede Sünde, die Sie – oder irgendjemand sonst – begehen könnte. Ja, sogar größer als die Sünde des Herodes. Jesus ist uns treu. So sehr, dass er alle unsere Sünden vergibt. Gott ist der Herr über Leben und Tod.
Zu ihm in dessen Hand unser Leben liegt, wagen wir voll Vertrauen zu beten.
Die Welt kennt Weinen und Wehklagen. Der Herr schenkt uns seinen Frieden. Ihn bitten wir.
Selig, die ihr Leben in die Hand Gottes gegeben haben und auferstehen werden zum ewigen Leben.
Hl.Johannes,Apostel und Evangelist 1 Joh 1,1-4
Jesus Christus, der den Tod überwunden hat und aus dem Grab auferstand, sei mit euch.
Die Lebensgeschichte des Heiligen Johannes ist uns bekannt. Er war ein einfacher Fischer, aber er liebte Jesus sehr und war offen für das Wirken des Heiligen Geistes. Jesus war für ihn ein so großes Geschenk, dass er ihn auch im schwierigsten Moment, unter dem Kreuz, nicht verließ!!! Vielleicht haben wir dieses Weihnachten auch ein paar Geschenke bekommen. Aber niemand sollte das größte Geschenk übertreffen – das Geschenk des Glaubens an Gott und die lebendige Gegenwart Jesu unter uns. Ein Freund Jesu zu sein und täglich von seiner Gegenwart und seinem Wort genährt zu werden, sollte für uns Christen das größte Geschenk sein.
Christus, du kamst als menschgewordene Liebe. Herr, erbarme dich unser.
Du hast das Licht deiner Botschaft gebracht. Christus, erbarne dich unser.
Du hast die Apostel zu Zeugen deiner Herrlichkeit gemacht,Herr, erbarme dich unser.
Wie viel Glück hatte Johannes! Der Apostel und Evangelist, dessen Fest wir heute feiern, hat den Herrn Jesus persönlich gesehen, gehört und berührt (1 Joh 4, 1-4). Er traf den ewigen Gott im Fleisch! Haben Sie sich jemals gewünscht, dass Sie Jesus wie den Heiligen Johannes körperlich erleben könnten? Aber Johannes glaubte nicht an Jesus, nur weil er physisch bei ihm war. Er glaubte vor allem, weil er ihn mit den Augen des Glaubens ansah. Dies wird besonders im heutigen Evangelium deutlich sichtbar. Als Johannes zum leeren Grab kam, sah er Jesus dort nicht. Als er jedoch hineinschaute und nur zusammengerollte Laken sah, „sah er und glaubte“ (Joh 20,8). Aus Johannes Sicht war es nicht nur reine Schlussfolgerung. Es war ein Geschenk, das Gott ihm gegeben hatte – die Offenbarung, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden war. So funktioniert der Glaube für uns alle. Den Glauben erwerben wir nicht aus eigener Kraft, er ist in erster Linie ein Geschenk Gottes. Aus reiner Liebe zu uns pflanzte der Herr bei unserer Taufe den Samen des Glaubens in unsere Herzen. Unsere Antwort auf dieses Geschenk besteht darin, diesen Samen zu bewässern und den Boden um ihn herum zu düngen. So kann unser Glaube wachsen. Aber es ist ein Prozess. Gott schenkt uns ständig das Geschenk des Glaubens, und wenn wir ihn weiterhin schätzen, wird unser Glaube von Tag zu Tag und von Jahr zu Jahr stärker. Je mehr unser Glaube wächst, desto fester glauben wir, dass Jesus wirklich lebt und bei uns ist. Wir können ihn vielleicht nicht wie Johannes sehen, hören oder berühren, aber wir können ihn dennoch mit den Augen des Glaubens sehen. Es ist ein ebenso wunderbares Geschenk wie das Geschenk, das es uns ermöglicht, Jesus jedes Mal zu sehen und zu berühren, wenn wir ihn in der Eucharistie empfangen! Erst vor zwei Tagen haben wir die Geburt Jesu gefeiert. Lassen wir uns diese Feier heute fortsetzen, indem wir Gott für das Geschenk des Glaubens danken. Mögen wir es niemals vernachlässigen oder für selbstverständlich halten! Dank dieses Geschenks können wir zu Weihnachten Jesus in der Krippe und den auferstandenen Jesus sehen, der lebt und immer noch unter uns ist.
Da wir das Wort der Wahrheit durch die Botschaft der Apostel erhalten haben, wagen wir zum Vater zu beten.
Jesus Christus, den auferstandenen Friedensfürst, bitten wir um seinen Frieden.
Selig, die eingehen in die Liebe Gottes und ihn schauen dürfen in seiner Herrlichkeit.
Hl. Stephanus, erster Märtyrer, Mt 10, 17-22
Jesus, der sagte: Nehmt euch aber vor den Menschen Acht. Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen, sei mit euch.
Um etwas wirklich zu verstehen, brauchen wir jemanden, der es gut erklärt, am besten mit einem Beispiel. Und wir müssen auch genügend wahre und plausible Fakten haben, um ein richtiges Urteil zu fällen.
Jesus, du schenkst uns die Kraft, dich zu lieben.Herr, erbarme dich unser.
Du rufst uns zur Entscheidung für dich. Christus, erbarme dich unser.
Du bist uns nah in deinen Zeugen. Herr, erbarme dich unser.
Wir reden immer über geistige Dinge. Und wir befinden uns in der Nachweihnachtsoktav, genauer gesagt in der Oktav des Festes der Geburt des Herrn, wo wir die acht Tage so freudig feiern wie einen, den ersten. An diesem Tag, feiern wir das Fest des ersten Märtyrers, des heiligen Stephanus.
Es mag uns seltsam erscheinen, dass wir gerade zu Weihnachten ein Fest für jemanden feiern, der Christus, wahrscheinlich nicht einmal persönlich kannte und der einige Jahre nach seinem Abgang von dieser Welt, starb. Die Erklärung ist einfach: Das Fest des heiligen Stephanus ist älter als der Weihnachtstag (sogar genau am 25., war das Fest der Jungfrau und Märtyrerin Anastasia, deren Name im römischen Kanon – dem Ersten Eucharistischen Hochgebet – nur noch vorkommt). Neben dieser historischen Erklärung wird uns jedoch noch eine weitere Erklärungen angeboten. Diese hat mit der Liturgie zu tun, in der wir bei den Festen einen Weihnachts- und einen Osterkreis unterscheiden. Aus Weihnachten ergeben sich Feste wie die Darstellung des Herrn, das Fest des hl. Mariä Heimsuchung oder das Fest der Geburt Johannes des Täufers. Der Osterkreis wiederum umfasst alle Sonntage, die Feste des Heiligen Geistes und aller Märtyrer, einschließlich des Martyriums des Heiligen Johannes des Täufers. Sowohl gestern, als auch heute verbinden sich der Weihnachts- und der Osterkreis zusammen. Und heute ganz besonders. Denn an Weihnachten wird uns bewusst, dass Gott Mensch geworden ist, damit wir Menschen Kinder Gottes werden können. An Ostern dagegen erkennen wir, wie sehr Gott uns geliebt hat – so sehr, dass er sein Leben für uns hingegeben hat.
Die erhabene Liebe, die Gott uns gezeigt hat, als er auf diese Erde kam, wurde sich als konkrete und vorstellbare Liebe äußern, indem der Sohn Gottes für uns starb. Der heilige Johannes drückt es so aus: „Wir haben erkannt, was Liebe ist, weil er sein Leben für uns hingegeben hat. Auch wir sind verpflichtet, unser Leben für die Brüder hinzugeben“. (1 Joh 3,16). Die große Liebe Gottes führt uns also zu großen Dingen. So wie es der heilige Paulus an anderer Stelle wieder ausdrückt: „Denn wir werden von der Liebe Christi ergriffen, wenn wir erkennen, dass, wenn einer für alle gestorben ist, und somit alle gestorben sind.“ (2. Korinther 5,14). Wenn ich also in Ehrfurcht vor Gottes Liebe stehe, inspiriert mich das und führt mich dazu, ähnliche Werke zu tun, wie Christus sie getan hat.
In der Kirche gedenken wir einer großen Zahl von Märtyrern, die Christus in seiner Liebe auf konkrete Weise gefolgt sind. Und der erste von ihnen war der heilige Stephanus. Er – und alle anderen – haben verstanden, welche Liebe Christus dazu brachte, auf die Erde zu kommen und einer von uns zu werden. Und er verstand auch, welche Liebe ihn an das Kreuz führte. Um sein Leben für uns hinzugeben und durch seine Auferstehung den Himmel für uns zu öffnen.
Brüder und Schwestern! Der heilige Stephanus ist derjenige, der das verstanden hat. Er ist nicht nur der erste Märtyrer, sondern auch der erste, der uns ein Beispiel dafür ist, wohin uns die Liebe zu Gott und durch ihn die Liebe zu den Menschen führt. Sehr passend gehört er daher in die Feier des Weihnachtsfestes und in die Weihnachtsoktav. Es soll also nicht nur ein Tag des Besuchs von Verwandten und Bekannten sein, sondern – im Geiste von Weihnachten und Ostern – auch ein Tag der Besinnung auf das Geheimnis der Liebe Gottes. Die Liebe, die darin zum Ausdruck kam, dass Gott Mensch wurde, und die darin zum Ausdruck kam, dass Gott sein Leben für unsere Sünden hingab. Mögen wir auch verstehen, dass ein wichtiges Merkmal der Liebe Gottes das Opfer ist.
Als Christen sind wir in Gottes Gnade und könen durch Jesus Christus zu Gott unserem Vater beten.
Mit dem Frieden und der Eintrach in unseren Familien beginnen Friede und Eintrach in der Welt. Deshalb bitten wir.
Unser Gott ist auf der Erde erschienen als Mensch unter den Menschen.
Kindermette 2023
Orgel-Einzug: Ihr Kinderlein kommet 3x Gotteslob 248
Begrüßung: Pfarrer
Liebe Kinder und liebe Erwachsene! Wir freuen uns sehr dass ihr unserer Einladung gefolgt seid. Der Heilige Abend ist schon sehr nah und Gott will zu uns kommen. Wir wollen ihm dafür danken, dass er uns seinen Sohn Jesus geschenkt hat. In seinem Namen beginnen wir mit dem Kreuzzeichen-Im Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes.
Damals, vor über 2000 Jahren, ist ein heller Stern aufgegangen, Gott hat uns seinen Sohn Jesus Christus geschenkt. Sein Licht zeigt und den Weg aus jeder Nacht und Finsternis. Wer sich von ihm anstrahlen lässt, der wird selbst zu einem leuchtenden hellen Stern. Hören wir nun dazu eure Gedanken.
Bußakt: /Kinder/
1. Mein Stern heißt Freude.
Viele Menschen sind einsam und traurig.
Ich möchte Freude bringen und andere froh machen.
Herr, erbarme dich
2 Mein Stern heißt Liebe.
In den Herzen der Menschen gibt es oft Dunkelheit. Ich möchte Liebe weitergeben, so wie Jesus uns alle liebt. Christus, erbarme dich
3 Mein Stern heißt Hoffnung.
Manche Menschen glauben nicht an Jesus. Ich möchte Hoffnung sein für alle, die von Jesus nichts hören wollen. Herr, erbarme dich
Herr Pfarrer: Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen
Orgel: Leise rieselt der Schnee /3 Str/
Tagesgebet: Gott. Jesus, dein Sohn, ist als heller Stern über uns aufgegangen. Sein Licht schenkt uns Hoffnung und Freude. Lass uns in seinem Licht leben und durch ihn u hellen Sternen werden. Lass uns zu hellen Sternen werden, die anderen Liebe und Freude bringen jetzt und in Ewigkeit.
Rückgabe der Herbergsbilder. In unserer christlichen Tradition gibt es den adventlichen Brauch der sogenannten ,, Herbergssuche“. Er will an jene Tage erinnern, in denen Josef mit der hochschwangeren Maria in Bethlehem nach einer Unterkunft suchte. Auch in unserer Pfarre waren Maria und Josef in den letzten 9 Tagen wieder auf Herbergsuche, Viele Familien haben sie aufgenommen und miteinander gesungen und gebetet, Jetzt hat die heilige Familie hier in der Kirche und hoffentlich auch in unseren Herzen Herberge gefunden. Ich darf euch jetzt bitten, die Herzbergbilder und -statuen zum Altar zu bringen. /Bilder werden auf den Altar gelegt/.
Krippenspiel.
Liebe Pfarrgemeinde! Wir haben ein kleines Krippenspiel einstudiert und freuen uns jetzt darauf, es ihnen vorzuspielen. Es ist angelehnt an die Geschichte vom Weihnachtsstern, einem Bilderbuch von Marcus Pfister.
Melodie: Stern über Bethlehem
Die Geschichte vom Weihnachtsstern.
Erzähler: Damals, vor gut 2000 Jahren geschah rund um Bethlehem etwas wundersames. Der Engel des Herrn erschien Hirten, die auf einem Feld ihre Nachtruhe machten und der Engel überbrachte ihnen folgende Botschaft:
Engel: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude. Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, der Messias, der Herr.
Die Schafe weideten friedlich weiter,nur am Lagerfeuer, bei den Hirten, kehrte nach dieser Botschaft keine Ruhe ein.
1 Hirte: Habt ihr gehört? Ganz in der Nähe ist ein Kind geboren. Es soll ein neuer König sein!
2 Hirte: Und dieser neue König´hat keine Soldaten und keine Waffen.
3. Hirte: Aber, aber aber wo ist geboren, wie sollen wir ihn finden.
4, Hirte: Wenn wir doch nur einer dieser Sterne wären- dann könnten wir das Land überblicken! Die Sterne kennen den Geburtsort des heiligen Kindes bestimmt!
Erzähler: Die Stimmen der Schafhirten klangen so aufgeregt, dass sie das Knistern des flackernden Feuers übertönten. Und nach kurzem Überlegen….
1 Hirte: Ich habe eine Idee! Lasst uns den König begrüßen!
2 Hirte: Ja, das machen wir! Aber halt mal, wie bitte sollen wir ihn finden?
3 Hirte: Aber, aber ,wo ist er geboren, wie, wie sollen ihn finden.
4 Hirte: Wenn wir doch nur einer dieser Sterne wären- dann könnten wir das Land überblicken! Die Sterne kennen den Geburtsort des heiligen Kindes bestimmt!.
Erzähler: Als ob die Sterne die Bitte der Hirten gehört hätten, schien der Himmel plötzlich in Bewegung zu geraten. Die Hirten blickten gebannt hinauf und hoffen sehnsüchtig auf ein Zeichen, das ihne den Weg weisen würde. Ehrfürchtig bestaunte sie das wundersame Schauspiel am Firmament.
Melodie: Stern über Bethlehem
Langsam rückten die Sterne zusammen. Sie kamen einander näher und näher. / Sterne machen einen engen Kreis, in der Mitte kniet das Kind mit dem großen umgehängten Stern/ und sammelte sich schließlich zu einem einzigen, strahlenden hellen Stern. Die kleinen Sterne knien nieder und der große Stern in ihrer Mitte steht auf. Glitzernd stand der Stern am Abendhimmel und erhellte die tiefblaue Nacht. Dann begann der funkelnde Stern langsam über den Horizont zu gleiten.
Der große Stern kommt die Chorstufen herunter.
Hastig packten die Hirten ihre Siebensachen.
Hirte 1: Schnell, treibt die Schafe zusammen, wir folgen dem Stern!
Hirte 2 : Kommt schon ihr Wollknäuel -weiter gegrast wir ein anderes mal! /treib die Schafe zusammen/
Hirte 4: Diese Nacht ist wahrlich heilig. Mein Herr und Gott, Danke, dass ich das noch erleben darf!
Hirte 3 dreht sich um und geht ein paar Schritte zurück.
Hirte 2: Warte, ich helfe dir- wir gehen zusammen!
Erzähler: Und so folgten sie alle dem hellen Stern..
Lied: Der Weihnachtsstern der weiß den Weg /1.Strohe*1xMelodie/
Erzähler:Und so folgten die Hirten den Stern über Hügel und Felder,Wiesen und Wälder,ganz in der Hoffnung schon bald den neuen König ihre Ehre erweisen zu können.
Doch,nicht nur die Hirten die frohe Botschaft vernommen.
Auch ein Sterndeuter,ein weiser Mann aus dem Morgenland hatte den hellen Stern endeckt.er1 Srterndeuter: Diese Stern ísť wahrlich besonders. Ich bin mir sicher ,er will mir den Web zu einem neuen König zeigen.Mein Herr und mein Gott,ich bitte dich,schicke uns den Friedenskönnig den Messias. Ich habe nun schon viel zu viele Kriege miterlebt.
Erzähler: Und so machte sich der Waise aus dem Morgenlans ebenfalls auf den Weg und folgte dem Stern… Bald schon traf er auf zwei weitere, die demselben Ziel entgegenritten. /die anderen 2 Sterndeuter kommen vom Seitenrand nach vorne/.
Der Sterndeuter ritt hin und sprach zu ihnen:
1 Sterndeuter: Lasst uns den jungen Friedensfürsten gemeinsam begrüßen und beschenken.!
Erzähler: So folgten die drei Weisen aus dem Morgenland dem Weinachtsstern auf dem langen Weg durch die Wüste.
Lied: Der Weihnachtstern der weiß den Weg / 2. und 3. Str. 1x Melodie/
Erzähler: Die Strahlen des Sterns drangen auch bis in die dunklen, dichten Wälder. Da kam ein Wolf aus dem Dickicht hervor.
Wolf; Wie hell es heute in der Nacht ist. Das wird wohl Vollmond sein. Ahuu.
Erzähler: und auch die Hasenmama war verwundert… Hassenmama: Es ist so hell. Ist das schon die Morgendämmerung? Schnell, schnell meine Kinder, ab ins Dickicht, der Tag bricht an.
/Laubnest links vom Ambo/
Erzähler: Aufgeschreckt liefen die anderen Tiere zum Waldrand und entdeckten dort großen Stern in der Frene. / vor dem Ambo/.
Als alle Waldtiere versammlt waren, erzählte ihnen die weiße Eule:
Euele: Heute ist in Bethlehem das heilige Kind geboren und dieser wunderbare Weihnachtsstern wird uns alle an seine Wege führen
Erzähler: Voller Freude machten sich die Tiere auf den Weg. Selbst die Hassenfamilie trauten sich aus dem Dickicht hervor und schloss sich den anderen an.
Melodie: Stern über Bethlehem
Über einem kleinen Stall in Bethlehem blieb der Weihnachtsstern schließlich stehen. Er ließ die unscheinbare Hütte in festlichem Glanz erstrahlen. So viele sind dem Stern gefolgt und nun am Ziel. So fiele die Hirten nieder auf ihre Knie und verehrten das heilige Kind.
Auch die 3 Weisen aus dem Morgenland verbeugten sich und übergaben dem Kind ihre wertvollen Geschenke. /rechts neben Krippe/.
Und auch die Tiere des Waldes hießen das heilige Kind willkommen. Friedlich lag der Wolf neben dem Lamm, der Fuchs neben dem Hasen.
Von Maria und Josef umsorgt lag das Kind in der Krippe.
Die Strahlen des Weihnachtsstern drangen hell durch das kleine Fenster des Stalls.
Ruhe und Frieden lagen über dem Hügel. Es war eine heilige Nacht. Jesus Christus, Gottes Sohn, ward uns geboren.
Lied Kinder: So könnte es Weihnachten werden.
Herr Pfarrer:
Herzlichen Dank liebe Kinder, dass ihr uns dieses schöne Krippenspiel vom ,,Weihnachtsstern“ vorgespielt habt. Ihr habt das toll gemacht und es ist eine wunderschöne Hinführen zum Weihnachtsevangelium, das wir nun aus der Bibel hören dürfen. Dazu stehen wir auf.
Orgel: Halleluja-Ruf.
Herr Pfarrer Evangelium.
Weinachtevangelium nach Lukas
Orgel; StilleNacht 3 Strophen.
Herr Pfarrer: Guter Gott!
Wir danken dir für die Geburt deines Sohnes, unsern Herrn. Mit dem Kind in der Krippe wolltest du einen Neuen Anfang machen ,mit der Liebe mit der Hoffnung und dem Frieden. Einen kleinen Anfang, der sich ausbreiten soll über die ganze Erde, von Mensch zu Mensch, von Generatin zu Generazion , von Land zu Land. Schenke uns an diesem Abend die Liebe, die Freude und die kraft, die Botschaft der Weihnacht auszubreiten.
Fürbitten.
Lasst uns Gott dafür danken, dass Jesus unser hellster Stern geworden ist und darum bitten, dass er über uns allen leuchtet.
1 Herr Jesus Christus: Leuchte für alle, die gut zu uns Kindern sind.Wir bitten dich erhöre uns.
2 Herr Jesus Christus; Leuchte für alle, die alleine, hungrig und krank sind. Wir bitten dich erhöre uns.
3 Herr Jesus Christus: Leuchte für alle, die unter Kriegen leiden. Wir bitten dich erhlre uns.
4. Herr Jesus Christus: Leuchte für alle,die sich für unsere Natur stark machen. Wir bitten dich erhöre uns.
5 Herr Jesus Christus: Leuchte für unsere lieben Verstorbenen und für alle die hier auf der Erde um jemanden trauern. Wir bitten dich erhöre uns.
Herr Pfarrer:
Herr Jesus, erhöre unsere Bitten und lass uns verstehen, dass heute die Heilige Nacht ist, in der du in unseren Herzen ankommen möchtest. Sarum biten wir durch Christus unseren Herrn. Amen
Vater Unser: gebetet
Friedensgruß
Schlussgebet Gott des Lebens. Durcg Jesus kommst du uns heute besonders nahe. Wir danken dir dafür und bitten dich, lass uns die Botschaft von Weihanchten und deinen Frieden mit nach Hause nehmen . Das bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen
Segen:
Liebe Pfarrgemeinde! Nun ist es an der Zeit das Weihnachtfest und die Geburt unseres Herrn im Kreise unserer Familie zu feiern, Dafür wünsche ich euch allen einen schönen und friedvollen Abend.
Möge das Licht dieser Nacht unser Leben erleuchten.
Möge das Kind in der Krippe unsere Herzen berühren.
Möge der Stern am Himmel unsere Gedanken führen.
Möge der Segen dieser Heiligen Nacht auf uns herabkommen und allezeit bei uns bleiben.
So segne und behüte Euch der allmächtige Gott, im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Gehet hin in Frieden…
Orgel- Auszug: ,,Oh du fröhliche“ Gotteslob 238
Hochfest der Geburt des Herrn am Tag Jahr B Joh 1,1-18
Der im Anfang bei Gott war und als Licht in diese Welt kam, Jesus Christus, das Wort Gottes, sei mit euch.
Geliebte, wir feiern die Geburt des Herrn, wir feiern Weihnachten. Für uns Christen ist es eine Einladung, das Geheimnis der Ankunft der Liebe in dieser Welt noch einmal zu erleben. Eine Liebe, die nicht nur den Christen galt, sondern allen Menschen. Wie die Engel nachts zu den Hirten sagten: Wir verkünden euch die Freude, die allen gehört. Weihnachten ist eine Einladung, diese Liebe anzunehmen, mit allen Konsequenzen, die sich daraus für das gesamte Universum ergeben, wenn wir an den Raum denken, und für die gesamte Geschichte, wenn wir an die Zeit denken. Gott ist Mensch geworden, sagen wir, und wir können sagen, dass die Liebe Mensch geworden ist. Lasst uns einen Moment darüber nachdenken, was diese Liebe bedeutet.
Jesus warst beim Vater vor aller Zeit. Herr, erbarme dich unser.
Du bist das Licht, das uns erleuchtet. Christus, erbarme dich unser.
Du hast mit deiner Herrlichkeit unter uns gewohnt. Herr, erbarme dich unser.
Die heidnische Vorstellung von Gottes Liebe in der Antike konnte durch den Philosophen Aristoteles zum Ausdruck gebracht werden: Gott bewegt die Welt so sehr, wie er geliebt wird. Nicht wie sehr er liebt, sondern wie sehr er geliebt wird. Diese Vorstellung wurde im Neuen Testament widerlegt. In einem seiner Briefe schreibt der Apostel Johannes über seine Erfahrung mit Jesus wie folgt: „Liebe besteht nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat.“ Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Um Henry de Lubac zu paraphrasieren: Die Welt muss jedes Jahr zu Weihnachten erneut daran erinnert werden: Die Offenbarung der Liebe stellt alles auf den Kopf, was die Welt über das Göttliche dachte. Sogar unsere christliche Welt. Denn wir haben viele Bücher über Gott geschrieben, den es zu lieben gilt. Es gibt auch viele Bücher darüber, wie man ihn liebt, aber wir schreiben viel weniger darüber, wie Gott uns liebt. Auch in der Bibel ist Gott oft das Objekt und nicht das Subjekt der Liebe. Lieben ist das erste Gebot. Aber vor der Ordnung der Gebote steht die Ordnung der Gnade. sagte Kardinal Cantalamessa in seiner diesjährigen Adventspredigt vor Papst Franziskus und anderen Zuhörern im Vatikan. Liebe nicht nur als Pflicht. Sich Christus zu öffnen bedeutet, an die Liebe Gottes zu glauben und sie anzunehmen. Ich möchte noch einmal den Evangelisten Johannes erwähnen, er schreibt: Wir haben die Liebe kennengelernt, die Gott für uns hat. Weihnachten ist eine Offenbarung, eine Offenbarung der Güte und Liebe Gottes für uns und die Welt. Wir sind also eingeladen, es anzunehmen und noch mehr kennenzulernen.
Das Wort Gottes sagt zu uns: Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unseres Heilandes, nicht um der Werke willwn der Gerechtigkeit ,die wir hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit, machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes. (Titus 3, 4-5).
Ja, Gottes Güte und seine Liebe zu den Menschen wurden offenbart An Weihnachten muss man auch etwas kochen, viel putzen und etwas backen, und entspannen und trifft seine Familie . Aber das Wichtigste ist, diese Liebe Gottes mit Staunen anzunehmen. Wenn wir ein Geschenk erhalten, sind wir manchmal versucht, es sofort zurückzuzahlen. Und das ist nicht immer notwendig, denn es könnte bedeuten, dass wir uns verschuldet fühlen und unsere Schulden begleichen wollen. Du hast mir etwas gegeben – ich gebe dir etwas. Versuchen wir, uns mehr auf das Empfangen mit Staunen und Dankbarkeit zu konzentrieren und so das Geschenk und auch den Geber zu ehren. Nur dann können wir beschämt und bescheiden unsere Gabe geben. Das zeigt sich auch in der Art und Weise, wie wir beten. Oft beten wir: Gott, ich liebe dich von ganzem Herzen … Und vielleicht könnten wir zum Beispiel so zu beten : Gott, ich glaube von ganzem Herzen, dass Du mich liebst. Es klingt einfach, ist es aber nicht so leicht. Wir sind alle eher aktiv als passiv. Wir geben lieber, als wir empfangen. Wir wollen Gottes Liebe eher als Belohnung als ein Geschenk.
Wir wissen, dass die Gottes Liebe bleibt. Der Glaube, die Hoffnung, die Charismen werden alle aufhören. Alles wird verschwinden, als würde man das Gerüst von einem Gebäude abbauen und sie zeigt sich in all ihrer Schönheit. Aber jetzt sind wir dabei, dieses Gerüst aufzubauen. Und oft ist es nicht leicht, die Schönheit der Arbeit zu erkennen, zu deren Bau wir eingeladen wurden. Liebe baut auf. Das Wissen wächst. Wenn die Liebe aufbaut, können wir alle durch die Liebe zu Christus heranwachsen.
Abschließend erzähle ich eine Legende, die Geschichte der Hirten aus der Nacht, als die Liebe, Jesus, geboren wurde.
Die Hirten gingen nach der Ankündigung der Engel nach Bethlehem , um das Kind zu sehen. Jeder bereitete ein Geschenk vor, das er dem Neugeborenen schenken wollte. Unter den Hirten gab es einen armen Hirten , der nichts zu bieten hatte. Als sie zur Scheune kamen, bot jeder etwas an, jeder sein eigenes Geschenk. Maria konnte all diese Geschenke nicht einmal annehmen, weil sie das Jesuskind in ihren Händen hielt. Dann bemerkte sie diesen Hirten, der in der Ecke stand und nichts hatte, und sie legte ihm das Kind in den Arm. Nichts zu haben war sein Glück. Mögen wir auch so viel Glück haben. Nehmen wir es diese Weihnachten mit leeren Händen, aber mit einem Herzen voller Dankbarkeit entgegen.
Der als Kind in der Krippe lag, hat uns das Heil des ewigen Vaters verkündet. Deshalb wagen wir zu sprechen.
Gottes ewiges Wort ist Fleisch geworden, damit wir zur Herrlichkeit seines unvergänglichen Lebens gelangen. Darum bitten wir.
Selig, die Gott aufnehmen, damit sie ihn dereinst schauen dürfen in Herrlichkeit.
Weihnachten-Heilige Abend 2023 B Mt 1,1-25
Jesus Christus, der gekommen ist, das Volk Gottes von seinen Sünden zu erlösen ,sei mit euch.
Wie wirkt sich diese Nacht auf unser Leben aus?“ Nach zwei Jahrtausenden seit der Geburt Jesu, nach vielen Weihnachten, die wir inmitten von Dekorationen und Geschenken gefeiert haben, nach so viel Konsum, der das Geheimnis, das wir feiern, verschleiert hat, besteht die Gefahr: Wir wissen so viel über Weihnachten, aber wir vergessen die Bedeutung von Weihnachten. Wie kann man also die Bedeutung von Weihnachten wiederfinden?
Jesus, du bist Mensch geworden durch die Kraft des Heiligen Geistes. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst als Erlöser in das Geschlecht der Sünder. Christus, erbarme dich unser.
Du bist der Immanuel der neuen Zeit. Herr, erbarme dich unser.
Die Kirche will uns an die Hand nehmen und uns wieder dorthin zu führen, wo Gott uns haben möchte. Achten wir auf das Evangelium. Tatsächlich beginnt es mit einer ähnlichen Situation wie wir haben.: Alle sind beschäftigt mit einem wichtigen Ereignis, mit einer großen Volkszählung, die viele Vorbereitungen erforderte. In diesem Sinne war die Atmosphäre damals ähnlich wie die, uns heute zu Weihnachten umgibt. Aber die Erzählung des Evangeliums entfernt sich von diesem weltlichen Szenario. Sie „schneidet“ das Bild schnell, um die andere Realität, einzurahmen. Sie konzentriert sich auf ein kleines, scheinbar unbedeutendes Objekt, das sie dreimal erwähnt und auf das sich die Protagonisten der Geschichte konzentrieren. Erstens Maria, die Jesus „in die Krippe legt“ (Lukas 2,7); dann die Engel, die den Hirten verkünden: „Ein in Windeln gewickeltes Kind liegt in einer Krippe“; dann die Hirten, die „das Kind in der Krippe liegen“ finden. Weihnachtskrippe – da müssen wir hinschauen, um den Sinn von Weihnachten wiederzufinden. Aber warum ist die Kinderkrippe so wichtig? Weil es kein zufälliges Zeichen ist, durch das Christus die Weltbühne betritt. Es ist die Äußerung, mit der sie sich präsentiert, die Art und Weise, wie Gott in die Geschichte hineingeboren wird. Was möchte er uns also mit der Krippe sagen? Er möchte uns mindestens drei Dinge sagen – Nähe, Armut und Konkretheit.
Nähe. Krippen werden verwendet, um Lebensmittel näher an den Mund zu bringen und es sofort zu verzehren. Es kann somit einen bestimmten Aspekt der Menschheit symbolisieren: die Völlerei im Konsum. Denn während die Tiere im Stall Nahrung verzehren, verzehren nach der Macht-hungrigen Menschen in der Welt ihre Nachbarn, ihre Brüder und Schwestern. Wie viele Kriege! Und an wie vielen Orten werden Würde und Freiheit der Menschen auch heute mit Füßen getreten! Und die Hauptopfer menschlicher Gier sind immer die Zerbrechlichen, die Schwachen. Auch an diesem Weihnachten wird die geldgierige, machtgierige und vergnügungsgierige Menschheit macht nicht Platz wie zur Zeit Jesu . für die Kleinen, für so viele Ungeborene, Arme, Vergessene. Ich denke insbesondere an Kinder, die von Kriegen, Armut und Ungerechtigkeit verschlungen werden. Aber Jesus kommt genau dort, wo ein Baby in der Krippe der Ablehnung und Zurückweisung liegt. In ihm, dem Kind von Bethlehem, ist jedes Kind. Und es ist eine Herausforderung, das Leben, die Politik und die Geschichte mit den Augen von Kindern zu betrachten.
In der Krippe der Ablehnung und des Unbehagens macht es sich Gott bequem, er kommt dorthin, weil dort das Problem der Menschheit liegt, die Gleichgültigkeit, die durch den unersättlichen Drang nach Besitz und Konsum verursacht wird. Christus wird dort geboren und in dieser Krippe entdecken wir ihn als der Nächste. Er kommt dorthin, wo Nahrung gegessen wird, um unsere Nahrung zu werden. Gott ist kein Vater, der seine Kinder verschlingt, sondern ein Vater, der uns in Jesus zu seinen Kindern macht und uns mit Zärtlichkeit ernährt. Er kommt, um unsere Herzen zu berühren und uns zu sagen, dass die einzige Kraft, die den Lauf der Geschichte verändert, die Liebe ist. Er bleibt nicht distanziert, er bleibt nicht mächtig, aber er wird nah und demütig; Der im Himmel saß, lässt sich in eine Krippe legen.
Bruder, Schwester, Gott kommt heute Abend zu dir, weil er sich um dich kümmert. Er sagt dir aus der Krippe für dein Leben: „Wenn du dich von den Ereignissen verzehrt fühlst, wenn du von deiner Schuld und deiner Unzulänglichkeit verzehrt wirst, wenn du nach Gerechtigkeit hungerst, dann bin ich, Gott, bei dir.“ Ich weiß, was du durchmachst, ich habe es in der Krippe erlebt. Ich kenne dein Elend und deine Geschichte. Ich wurde geboren, um dir zu sagen, dass ich dir nahe bin und immer sein werde. Die Weihnachtskrippe, die erste Botschaft über Gott, der als Kind geboren wurde, sagt uns, dass er bei uns ist, dass er uns liebt, dass er nach uns sucht. Mut! Lassen Sie sich nicht von Angst, Resignation und Entmutigung überwältigen. Gott wird in einer Krippe geboren, um dich genau dort wiederzubeleben, wo du dachtest, du hättest den Tiefpunkt erreicht. Es gibt kein Übel, keine Sünde, vor der Jesus dich nicht retten wollte und konnte. Weihnachten bedeutet, dass Gott nahe ist: Lass das Vertrauen neu entstehen!
Die Krippe von Bethlehem erzählt uns nicht nur von Nähe, sondern auch von Armut. Um die Krippe gibt es nicht wirklich viel: eine Rassel, Tiere und wenig anderes. Die Menschen waren in den warmen Herbergeb unterbringen , nicht in der kalten Scheune des Gasthauses. Aber Jesus wurde dort geboren, und die Krippe erinnert uns daran, dass er niemanden um sich hatte, nur diejenigen, die ihn liebten: Maria, Josef und die Hirten; die alle arme Menschen waren, die Liebe und Staunen eint, nicht Reichtum und große Chancen. Die arme Krippe zeigt somit den wahren Reichtum des Lebens: nicht Geld und Macht, sondern Beziehungen und Menschen.
Und die erste Person, der erste Reichtum ist Jesus selbst. Und wir, wollen wir an seiner Seite stehen? Nähern wir uns ihm, lieben wir seine Armut? Oder bleiben wir lieber im Komfort unserer eigenen Interessen? Besuchen wir ihn vor allem dort, wo er ist, in der armen Krippe unserer Welt? Dort ist Er gegenwärtig. Und wir sind dazu berufen, eine Kirche zu sein, die den armen Jesus verehrt und Jesus in den Armen dient. Wie ein heiliger Bischof sagte: „Die Kirche unterstützt und segnet die Bemühungen, die Strukturen der Ungerechtigkeit zu verändern, und stellt nur eine Bedingung: dass die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen echten Nutzen für die Armen bringen“ (O.A,ROMERO, Hirtenbotschaft für das neue Jahr , 1. Januar 1980). Natürlich ist es nicht einfach, die angenehme Wärme der Weltlichkeit zu verlassen und die nackte Schönheit der Bethlehem-Höhle zu genießen, aber vergessen wir nicht, dass es kein echtes Weihnachten ohne die Armen ist. Ohne sie feiern wir Weihnachten, aber nicht das Weihnachten Jesu. Brüder, Schwestern, zu Weihnachten ist Gott arm: Lasst die Liebe wiedergeboren werden!
Damit sind wir beim letzten Punkt: Die Krippe erzählt uns von der Konkretheit. Das Kind in der Krippe stellt eine Szene dar, die uns berührt, auch wenn sie grausam ist. Sie erinnert uns daran, dass Gott tatsächlich Fleisch geworden ist. Und so reichen Theorien, schöne Gedanken und fromme Gefühle über ihn genügen nicht mehr aus. Jesus, der arm geboren wurde, arm wird leben und sterben , er hat nicht viele Reden über Armut gehalten, sondern er lebte sie für uns bis zum Äußersten. Von der Krippe bis zum Kreuz war seine Liebe zu uns greifbar, konkret: Von der Geburt bis zum Tod akzeptierte der Zimmermannssohn die Rauheit des Holzes, die Rauheit unseres Lebens. Er liebte uns nicht mit Worten, er liebte uns nicht aus Scherz!
Er wird mit dem Äußeren nicht zufrieden sein. Er Fleisch geworden ist, will nicht nur gute Absichten. Er, der in einer Krippe geboren wurde, sucht nach einem konkreten Glauben, der aus Anbetung und Liebe besteht, nicht aus übermäßigem Gerede und äußeren Äußerungen. Er, der sich in der Krippe entblößt hat und sich am Kreuz entblößen wird, bittet uns um die Wahrheit, darum, zur nackten Realität der Dinge vorzudringen, um Ausreden, Ausreden und Heuchelei zu Füßen der Krippe zu legen. Er, den Maria sanft in Windeln gewickelt hat, möchte, dass wir uns mit Liebe kleiden. Gott will keinen Schein, sondern Konkretheit. Lasst uns dieses Weihnachtsfest nicht verstreichen lassen, ohne etwas Gutes zu tun, Brüder und Schwestern. Da es sein Feiertag ist, sein Geburtstag, schenken wir ihm Geschenke, die ihm gefallen! Zu Weihnachten wird Gott konkret: Lassen Sie uns in seinem Namen ein wenig Hoffnung in denen wieder aufleben lassen, die sie verloren haben!
Jesus, wir schauen auf dich, wie du in der Krippe liegt. Wir sehen dich so nah, für immer nah bei uns: Wir danken Dir, Herr. Wir sehen dich arm, du lehrst uns, dass der wahre Reichtum nicht in den Dingen liegt, sondern in den Menschen, besonders in den Armen: Vergib uns, wenn wir dich in ihnen nicht erkannten und ihnen nicht gedient haben. Wir sehen dich konkret, weil deine Liebe zu uns konkret ist: Jesus, hilf uns, unserem Glauben Körper und Leben zu verleihen.
Jesus Christus, der Immanuel, hat uns das Erbarmen des Vaters verkündet. In seinem Namen beten wir.
In Jesus haben wir den Frieden gefunden. Um diesen Frieden bitten wir.
Selig, die von der Sünde erlöst und berufen sind, einzugehen in das Reich des Vaters.
23. Dezember Mal 3,1-4, 23-24
Gott, der Herr, der vor den Augen der Menschen große Dinge tut, sei mit euch.
Und hier sind wir. Wir befinden uns am Ende des Advents, wir lesen das letzte prophetische Buch des Alten Testaments und werden bald in das Neue Testament eintreten. In diesem wichtigen Moment beschreibt der Prophet Maleachi anhand des Bildes eines mit Silber arbeitenden Handwerkers, wie Gott seine Priester („Söhne Levis“) reinigen will, damit sie „dem Herrn Opfer in Gerechtigkeit darbringen“ können (3, 3). ). Und für uns jetzt, zwei Tage vor Weihnachten, möchte Gott dasselbe tun. Er möchte uns reinigen, damit wir Jesus an diesem Weihnachtsfest noch tiefer annehmen können.
Jesus Ankunft hat Johannes der Täufer angekündigt. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst als die Gnade des himmlischen Vaters. Christus, erbarme dich unser.
Du sandtest den Boten voraus, deinen Weg zu bereiten. Herr, erbarme dich unser.
Wissen Sie, wie man Silber reinigt? Der Silberschmied muss es in einen speziellen Tiegel geben und es dann mitten ins Feuer, an die heißeste Stelle, halten, damit alle Verunreinigungen, alle „Schlacken“ herausgebrannt werden und an die Oberfläche kommen.
Es ist eine präzise und anspruchsvolle Arbeit: Der Silberschmied sitzt die ganze Zeit am Feuer und wartet auf den richtigen Moment, um das Silber aus dem Ofen zu nehmen. Während unserer Reinigung schenkt uns der himmlische Vater die gleiche Aufmerksamkeit und Fürsorge. Er weiß, welche Verunreinigungen an die Oberfläche gelangen und hat einen Plan, diese zu entfernen. Vielleicht muss er uns den Neid eines Nachbarn nehmen, der seiner Familie großzügige Geschenke machen kann. Oder die Schnelligkeit, mit der wir reagieren, wenn wir von den Urlaubsvorbereitungen erschöpft sind. Oder unsere langjährige Bitterkeit, die uns bei Familientreffen anzumerken ist. Oder irgendwelche anderen „Verunreinigungen“.
Was auch immer es ist, Gott möchte dich davon reinigen. Vertraue also auf seine tiefe Liebe zu dir. Stellen Sie sich die Freude vor, die er empfindet, wenn er im Voraus sieht, welche Freiheit, Hoffnung und Liebe Sie erleben werden, nachdem die Trümmer aus Ihnen herausgebrannt sind. So wie ein Silberschmied weiß, wie gereinigtes Silber aussieht – wenn er sich darin wie in einem Spiegel sieht, so weiß Gott, wie Ihr gereinigtes „Selbst“ aussieht – wenn er sich darin wie in einem Spiegel sieht. Geben Sie ihm also in diesen letzten Tagen vor Weihnachten die Erlaubnis, weiterarbeiten zu dürfen. Lassen Sie sich von ihm Tag für Tag mehr und mehr in reines Silber verwandeln, das seine Form widerspiegelt.
Gott loben und preisen alle, die seine Größe erkennen. Mit ihnen wagen wir zum Vater zu beten.
Der Name Johannes verkündet Gottes Gnade. In dieser Gnade kommt sein Friede zu uns.
Selig, die beeindruckt sind von den Großtaten des Herrn und eingehen in seine Herrlichkeit.
22.Dezember 1 Sam 1,24-28
Gott, der Herr, der sich über alle erbarmt, die ihn fürchtet,sei mit euch
Mein Herz jubelt im Herrn, meine Kraft wächst in meinem Gott ›1 Sam 2,1. Diese Worte sind Annas Hymne aus dem Alten Testament. Anna war unfruchtbar, sehnte sich aber nach einem Sohn. Sie wusste, dass sie allein aus eigener Kraft nichts an ihrer Situation ändern konnte. Doch sie erkannte ihre Grenzen und ihre Kleinheit und wandte sich mit ihrem Problem an Gott. Und Gott segnete sie mit einem Sohn – Samuel.
Jesus, du kamst als Sohn des Allerhöchsten. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst mit der Fülle der Gnade, uns zu erlösen. Christus, erbarme dich unser.
Dein Kommen ist die Freude der ganzen Welt. Herr, erbarme dich unser.
Anna weihte ihren Sohn Samuel dem Herrn, vergaß aber ihre Dankbarkeit gegenüber Gott nicht. Sie lobte ihn dafür, dass er sich in ihrem Problem mit den Worten verherrlichte: „Mein Herz schlägt im Herrn, meine Kraft wächst in meinem Gott… Ich freue mich über deine Hilfe.“ Niemand ist so heilig wie der Herr, niemand ist außer dir, niemand ist ein Fels wie unser Gott.“
Ich glaube, dass Sie sich wie Anna manchmal in einer schwierigen Situation befinden, die einfach Ihre Kräfte übersteigt. Vielleicht ist es eine Beziehung, ein gesundheitliches Problem, eine schwierige Prüfung in der Schule… Und vielleicht ist es etwas, mit dem du lange Zeit nicht umgehen kannst, aber du hast Angst, jemandem davon zu erzählen, und du trägst diese Last alleine. Wir sind Menschen, wir haben unsere Schwächen und Grenzen. Aber vergessen wir nicht, dass Gott auch hier ist. Derjenige, der uns erschaffen hat, der Allmächtige und derjenige, der in jedem Moment unseres Lebens unsere Stärke ist.
Gebet: Herr, ich danke dir, dass dir alle meine Wege bekannt sind. Und nicht nur meine Reisen, sondern auch die Schwierigkeiten, die mir dabei manchmal begegnen. Dir sind meine Probleme nicht gleichgültig. Ich preise dich dafür, dass Du mich mit meinen Schwierigkeiten nicht allein lässt, sondern dass Du hier bei mir bist. In Momenten, in denen ich nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll, in denen ich nicht mehr die Kontrolle habe – dann weiß ich, dass meine Kraft in meinem Gott wächst. Amen.
Fragen zum Nachdenken: Ist Gott derjenige, an den ich mich in schwierigen Situationen wende? Oder verlasse ich mich auf mich selbst?
Gott denkt an sein Erbarmen, das er uns verheißen hat. Daher wagen wir zum Vater zu beten.
Wo Gott naht, fliehen Sorge und Angst. Wir bitten um den Frieden seines Kommens.
Selig, die Hungernden, die Gott mit seinen Gaben reich beschenken wird.
4. Adventsonntag B Lk 1,26-38
Jesus Christus,der Mensch geworden ist durch die Kraft des Heiligen Geistes, sei mit euch.
Manchmal haben wir während der Heiligen Messe das Gefühl, dass wir in den Lesungen aus der Heiligen Schrift immer wieder dasselbe hören. Möglicherweise kennen wir sogar Passagen auswendig und sprechen den Text im Geiste vor dem Priester, der ihn liest. Wir haben das heutige Evangelium sicherlich unzählige Male gehört, und wenn wir es hören, haben wir ein Bild vor Augen, das die Bilder berühmter Künstler kopiert, die dieses Ereignis auf die Leinwand gebracht haben. Maria kniet auf einem Hocker in einem gemütlichen Zimmer eines Hauses in Nazareth, hinter ihr ist ein offenes gotisches Fenster, durch das ein Bote vom Himmel kommt. Es wird uns jedoch nicht schwerfallen, zu erraten, worum es in dieser Botschaft geht. Vor allem war die Verkündigung keine Idylle, denn der Evangelist sagt deutlich, dass Maria es zunächst nicht verstand und dann Angst hatte.
Christus, du bist gekommen, dein Reich zu gründen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns die Geheimasse des Vaters kundgetan. Christus, erbarme dich unser.
Du hast unser menschliches Wesen angenommen. Herr, erbarme dich unser.
Auch wir befinden uns in ähnlichen Situationen, wir haben Zweifel und Ängste. Es betrifft das persönliche, bürgerliche und spirituelle Leben. Wie oft fragen wir: Geht es mir gut? Habe ich die richtige Entscheidung getroffen? Warum handelt die Regierung so und nicht anders? Habe ich richtig gewählt? Schreiben Journalisten die Wahrheit? Kann ich den Nachrichten im Fernsehen oder im Internet vertrauen? Hat der Arzt mir die richtige Diagnose gestellt? Hat die Bibel recht? Tut die Kirche das Richtige und sollte sie sich nicht stärker an die heutige Welt anpassen? Wie verhält man sich angesichts dieser oder ähnlicher Zweifel? Wir wissen, dass die von Atheisten oder verschiedenen Sekten gepredigten und unterstützten Zweifel dazu führten, dass einige Gläubige vom Glauben abfielen. Andere werden von Zweifeln geplagt, betrachten sie als Sünder. Andere hingegen suchen in ihren Zweifeln die Wahrheit, um sie loszuwerden, was der einzig richtige Weg ist.
Wie verhielt sich Maria im Zweifel? Sie fragte auch: Wie wird das passieren? Dennoch verlangt sie keine Beweise und begnügt sie sich mit der Theologie des Herzens. Sie zeigt Hingabe an Gott, mit der sie ihm vertraut und die Angst durch Vertrauen überwindet. Die Worte des Engels: Fürchte dich nicht Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden, bestätige dies deutlich. Wie sollen wir uns verhalten? Es ist nicht gut, die Augen vor dem Zweifel zu verschließen, denn viele Christen leiden unter dem Vorurteil, dass Zweifel etwas Unanständiges ist und nicht zu einem guten Katholiken gehören. Sie schmachten in Zweifeln und schämen sich, sie einem Priester oder nahestehenden Menschen zu beichten, sie wollen sie nicht einmal zugeben und unterdrücken sie in sich. Maria zeigt, wie man im Zweifel vorgeht – einfach und offen fragen: Wie kann das passieren? Wie ist es möglich?
Allerdings gibt es auch menschliche Ängste, und wenn wir darüber nachdenken würden, was wir sagen, würde beim Vaterunser tiefes Schweigen herrschen bei den Worten: „Dein Wille geschehe.“ Wir fürchten Gott, und daran ist unsere schlechte Vorstellung von ihm als Rächer der menschlichen Sünden schuld. Gott ist zwar gerecht, aber vor allem ist er barmherzig. Wir sprechen oft von der Gottesfurcht, was nicht Angst bedeutet, sondern kindlichen Respekt. Alles, was Gott tut, ist gut. Marias Angst wurde durch die Ankündigung zerstreut, dass sie Gnade bei Gott gefunden hatte. Sie vertraute ihm, dass er gute Pläne mit ihr hatte, also stimmte sie zu. Auch das hat der Evangelist festgehalten: „Siehe, Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.“
Wir stehen an der Schwelle des Weihnachtsgeheimnisses, das besagt, dass auch in meinem Leben ein großer Moment der Verkündigung beginnt. So war es auch im Leben des Heiligen Stanislav Kostka, des Schutzpatrons der studierenden Jugend, der in der Mitte des 16. Jahrhunderts lebte. In seiner Biografie lesen wir, dass er während seiner Krankheit außergewöhnliche Erlebnisse hatte. Eine davon war die, als er während seiner Krankheit darum bat, einen Priester zu ihm holen, der ihn mit den Sakramenten versorgen würde. Die Familie, in der er lebte, wollte ihm diesen Wunsch nicht erfüllen. Eine Nacht vor seinem Tod war eine Krankenschwester bei ihm, die unter Eid bestätigte, dass dies geschehen war, bevor der Heilige starb. Stanislav sammelte seine letzte Kraft, kniete auf dem Bett nieder, betete inbrünstig wie vor der Heiligen Kommunion und schlug sich demütig auf die Brust. Als er fertig war, näherte sich ihm ein Engel, offenbar sein Schutzengel, und reichte ihm die Eucharistie. Er nahm sie andächtig an und starb friedlich.
Gott schickt uns keinen Engel, er kommt selbst und bietet mir seine Geburt, seinen Tod und seine Auferstehung an und fragt mich wie Maria, ob ich ihn annehmen werde, und wartet auf eine Antwort. Wie antworte ich ihm? Vertraue ich mich ihm an? Bin ich bereit, nach dem Evangelium zu leben? Das heißt, nicht nur der Weihnachtsbaum, Weihnachtslieder, Krippe, Mitternacht, Geschenke sind wichtig, sondern vor allem das Leben, das ich lebe. Das erwartet er von mir. Habe ich genug Kraft und Entschlossenheit, um mit Maria zu bekennen: Ich bin ein Diener, des Herrn. Lass es mir geschehen nach deinem Wort
Jesus Christus, der Sohn der Maria, hat uns gelehrt zum Vater zu beten. Mit seinen Worten wagen wir zu sprechen.
Wie Maria gehen wir den Weg des Glaubens und beten wir für den Frieden.
Selig, die Jesus Christus, der Sohn Gottes, in das Reich seiner Herrschaft berufen wird.
Donnerstag der 3 Adventwoche 21. Dez. Hld 2,8-14
Gott, der in Erfüllung gehen lässt, was er gesagt hat, sei mit euch.
Heute werden wir einen Ausschnitt aus der Hohelied hören. Viele fühlen sie sich, wenn sie dieses Buch lesen wie mitten in einem Liebesroman. Das Lied der Lieder ist eigentlich eine Sammlung von Liebesgedichten. Und Gott wird darin nur einmal erwähnt und auch dann nur indirekt (siehe Hld 8, 6)! Viele haben bereits gefragt, warum dieses Buch es in die Bibel geschafft hat. Eine der Antworten, die Bibelwissenschaftler auf diese Frage geben, ist, dass die leidenschaftliche Liebe zwischen Mann und Frau in diesem Buch die Liebe zwischen Gott und seinem Volk symbolisiert. Das mag auf den ersten Blick seltsam klingen, aber die Heilige Schrift verwendet oft die eheliche, romantische Liebe als Analogie zu unserer Vereinigung mit Gott (Jes 62, 5; Jer 2, 2; Mt 25, 1-13).
Du kamst als die Freude der ganzen Welt. Herr, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser.
Dein Kommen geschah in Stille und Verborgenheit. Christus, erbarme dich unser.
Dein erster Gruß war spürbare und erlebte Gnade. Herr, erbarme dich unser.
Wir denken eher an Gott als an unseren Vater, der uns führt und mit barmherziger Liebe liebt, wie ein Elternteil sein Kind liebt. Aber romantische Liebe als Analogie zur Liebe Gottes zu nutzen, kann uns neue Horizonte eröffnen. Jeder, der verliebt war, weiß, wie aufgeregt und freudig er war. Er wollte einfach nur mit seiner Geliebten zusammen sein, seine Schönheit genießen und außergewöhnliche Dinge für ihn tun. Gottes Liebe zu dir ist einfach so, sogar noch größer. Sie ist tiefer, stärker und reiner als jede romantische Liebe, die Sie jemals erleben können. Und in wenigen Tagen werden wir einen der schönsten Ausdrucksformen dieser Liebe feiern: dass der Sohn Gottes Mensch wurde, um unsere Liebe wieder zu gewinnen.
Wenn wir an die Zeit denken, die Jesus unter uns verbracht hat, konzentrieren wir uns oft auf sein Leiden. Er ertrug Armut, Ablehnung und Spott und erlitt einen qualvollen Tod. Aber wenn man sich Jesus als den verliebten Mann aus der heutigen ersten Lesung vorstellt, kommt eine andere Seite dieser Geschichte zum Vorschein: Er ist wie ein junger Mann, der über Hügel und Hügel springt, nur um bei dir zu sein. Er sieht Ihre Sünden und Kämpfe, aber er sieht auch die Schönheit des Bildes Gottes in Ihnen und Ihre potenzielle Heiligkeit. Seine Liebe zu uns ist nicht platonisch. Es strömt nach außen wie die Sonne, die hinter einem fernen Berg aufgeht. Es fließt wie ein rauschender Fluss an die Oberfläche. Und diese Liebe ist für dich bestimmt. Wenn Weihnachten naht, denken Sie daran, dass Jesus sehnsüchtig und mit einem Herzen voller Liebe auf Sie zuläuft. Er wird nie aufhören, nach dir zu suchen.
Gottes Kommen hat den Menschen Gnade und Freude gebracht. Deshalb wagen wir zu beten.
Wo die Nähe Gottes spürbar wird, ist sein Frieden nah. Deshalb bitten wir den Herrn.
Selig, die glauben, was der Herr sagt und hinfinden in sein Reich.
Der Vatikan hat gleichgeschlechtliche Segnungen zugelassen
An der Lehre über die Ehe ändert sich nichts. Segen bedeutet nicht Zustimmung.