Archiv für den Monat: September 2015

27.Sonntag B Mk 10,2-16

27.Sonntag B 2015, Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen

Einführung

Im Evangelium werden wir von Jesus  über die Ehe hören. Seine Worte sind auch heute aktuell. Wenn sich die Menschen nach drei Jahren Ehe scheiden lassen, sollte man sich die Frage stellen:  Haben Sie Abnützungserscheinungen? Haben Sie vergessen, was Sie sich versprochen haben? Ich nehme dich vor Gottes Angesicht an als  meine Frau, als meinen Mann. Ich verspreche  dir  die Treue in guten und  bösen Tagen, in Gesundheit  und Krankheit. Die Scheidung bedeutet also, dass die Liebe sich abgenützt hat.

Predigt

In den westeuropäischen Ländern werden die Hälfte der Ehen geschieden. Das Problem der Ehescheidung existierte schon von 2000 Jahren, aber nur in einem minimalen Ausmaß. Die Pharisäer wollten Jesus auf die Probe stellen und fragten ihn: „Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau aus der Ehe zu entlassen?“  Er antwortete ihnen: „Was hat euch Mose geboten?“ Sie sagten:  „Mose hat es gestatten, einen Scheidebrief auszustellen.“ Jesus sprach zu ihnen: „Wegen eurer Herzenshärte hat er  dies gestattet. Die ursprüngliche Absicht Gottes war anders. Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch  nicht trennen.“

Die Bibel schreibt positiv über die Ehe. Sie ist das Ideal, eine Gabe der Liebe. In einem weiteren Kapitel wird aber auch über das Versagen der Menschen gesprochen,  über die Sünde und ihren Folgen. Wir lesen in der Bibel, dass der Trotz des Menschen und die Lust, sich den Himmel auf Erden zu machen, groß ist. Das sind Folgen der Erbsünde. Dadurch entsteht Zwiespalt unter den Menschen, der Egoismus beherrscht die Menschen. Das tut der Ehe nicht gut.

Es ist wichtig, zurückzukommen auf das, was einer Ehe gut tut, nämlich Liebe, Sympathie und Freude. Wenn in einer Ehe die Selbstsucht Oberhand gewinnt, schadet dies enorm. Durch Jesu Tod werden wir erlöst und befreit. Er macht uns zu neuen Menschen. Das lehrt uns die  Kirche. Wenn man ein eheliches Problem lösen will, bedarf es der Vergebung der Sünden. Gott macht  von Sünden frei, wenn man sie bereut. Dieses Angebot soll genützt werden. Wenn man sein egoistisches Verhalten negiert, wird es nicht zu einer Ehescheidung kommen.

Was bedeutet es,  das Sakrament der Ehe zu empfangen? Wenn ein erwachsener Christ seine Frau betrachtet, dann sieht er  ihre Gestalt, ihre Persönlichkeit, ihr  Lächeln als Gabe Gottes. Die Frau sieht in ihrem Mann, den sie zu ihrem Ehemann erwählt hat,  ein Geschenk Gottes. Eine gut gelungene Ehe ist nichts Selbstverständliches. Eine Ehe zu leben, bedeutet: füreinander zu leben, sich für den anderen aufopfern, ihm zu dienen.

Es ist ein Unterschied zwischen einer Zivilehe und einer Ehe, die in der Kirche geschlossen wurde.  Auch am Standesamt ist die Ehe ein Bund zweier Menschen, die sich einander schenken. Aber mit Gott rechnet man nicht. Diesen Bund kann man annullieren. Man erkennt den anderen nicht als Gabe Gottes.  Der Partner, die Partnerin werden eher als Gegenstand betrachtet.

Das Christentum verkündet: Die Ehe ist ein Sakrament. Ein Sakrament ist ein Verbindung  mit Gott. Gott verspricht den  beiden Menschen, dass er ihre Liebe segnen wird, damit sie sich positiv entwickeln kann. Wenn um uns herum so viele zerstörte und geschiedenen Familien sind, ist das deshalb, weil die Menschen sich dessen zu wenig bewusst sind, wozu Gott sie berufen hat und sie mit ihm zusammenarbeiten sollen.

Viele Menschen sagen heute: „Ich bin ledig, aber ich habe eine Freundin, einen Freund.“ Hier ist ein Widerspruch. Diese Menschen leben in der Nacht wie Eheleute, tagsüber aber wie  Unvermählte. Viele Menschen – hauptsächlich junge Menschen sagen heute: “ Zur Ehe brauchen wir kein Papier.“ Wenn wir dieses Argument gutheißen, dann können wir sagen: „Zur Heilung der Menschen brauchen wir  kein Papier, wichtig ist nur unser Wissen. Wenn es so wäre, dann kann  jeder Mensch in jedem Krankenhaus operieren und die Menschen heilen, ganz ohne Doktortitel.  Der Titel ist nicht wichtig. Wir aber wissen, dass das nicht so ist.  Wer heute Arzt werden will, muss viele Prüfungen ablegen. Nicht alle sind fähig, diese Prüfungen abzulegen.

Auch zu einem  Eheleben sind nicht alle Menschen fähig. Viele Menschen sind für die Ehe nicht  oder nicht gut vorbereitet. Daher  ist es kein Zufall, dass heute sich so viele Menschen  scheiden lassen. Für viele Menschen ist die Ehe nicht etwas, wofür  sie vor Gott verantwortlich sind.  Leider sind auch in mehreren christlichen Familien die materiellen Interessen vorrangig. Gott ist dort nicht anwesend. Es ist ganz natürlich, dass solche Leute für einander keine Opfer bringen wollen. Jeder schützt seine eigenen Interessen und Rechte. In der christlichen Ehe aber sollen ein Mann und eine Frau unzertrennbar verbunden sein.

Das beweist auch die folgende Geschichte: Katharina Jagiellonica war die Ehefrau des schwedischen Prinzen Johann, dem zweiten Sohn Königs Gustav I Wasa. Als dieser wegen Landesverrates zu einer  lebenslangen Haft verurteilt wurde, bat Katharina den schwedischen König Erik, dass sie ihm im  Gefängnis besuchen dürfe.  Der König wollte sie davon abhalten. Er meinte: „Wissen Sie,  ihr Mann wird nie mehr das Tageslicht sehen können!“ Da antwortete sie: „Ich weiß es, aber ob er im Gefängnis oder auf freiem Fuß ist, schuldig oder unschuldig ist, er bleibt immer mein Mann.“ Da meinte König Erik: „Nachdem, was geschah, kann Sie doch nichts mehr an ihn binden.“ Katharina zog daraufhin ihren Ehering vom Finger und reicht ihn dem König mit den Worten: „Lesen Sie,  Majestät, was da draufsteht!“. Auf dem Ring waren die  zwei lateinischen Worte:  Mors sola – zu lesen. Das heißt: Nur der Tod kann uns scheiden! Katharina lebte mit ihrem Mann 17 Jahre lang im Gefängnis, bis König Erik starb und ihr Mann wieder  auf freiem Fuß war.

Ehe bedeutet also, zueinander zu stehen, auch wenn der andere in einer schwierigen Situation ist und  ihm zu helfen. Seien wir dankbar für die Ehe und kehren wir zu den ursprünglichen Werten der Ehe zurück!

 

Hl.Hieronymus

Jesus Christus, der uns das Gericht über Gute und Böse angekündigt hat, sei mit euch.

Heute ist den Gedenktag des heiligen Hieronymus. Im Evangelium werden wir hören, wie ein Mann Christus nachfolgen wollte. Jesus machte ihn auf die Schwierigkeiten aufmerksam, die mit der Nachfolge Christi verbunden sind. Trotz den Schwierigkeiten es lohnt sich Christus nachfolgen. Das begriff auch der heilige Hieronymus.

Jesus, du hast uns dein Wort verkündet, Herr erbarme dich unser.

Jesus, dein Wort ist uns Weisung zum Leben, Christus erbarme dich unser.

Jesus, du führst uns durch dein Wort zum Heil, Herr erbarme dich unser.

Hieronymus wurde zirka 345 in der Stadt Stridom an den dalmatischen Grenzen geboren. Als junger Mann studierte er in Rom Grammatik, Rhetorik, Philosophie, Hieronymus hatte eine explosive Natur. Nach dem Studium in Rom  ging er in Antiochia und von dort in die Wüste, wo er widmete sich der Bußen und dem Studium der Heiligen Schrift. 382 kam er nach Rom zurück a wurde der Ratgeber und Sekretär Papstes Damasus I Seit Jahre 385 lebte er in Palästina und  Bethlehem, wo widmete sich er hauptsächlich  der Übersetzung der Heiligen Schrift. Diese Übersetzung heißt ,,Vulgata“ Er aber war wissenschaftlich auch in anderen religiösen Bereiche tätig. Er starb im Jahre 420. Er war einer von den vier westlichen Kirchenväter.

Da wir als Kinder Gottes berufen sind dürfen wir wagen zu Vater beten.

Wenn wir Gottes Botschaft aufnehmen wollen, müssen wir in den Frieden leben. Um diesen Frieden bitten wir.

Selig die Wort Gottes hören und erlangen die Herrlichkeit des Himmels.

Hl.Michael, Gabriel, und Rafael, Erzengel

Jesus Christus, der sagte zu den Aposteln, dass sie die Engeln über ihn aufsteigen und nieder steigen sehen werden, sei mit euch.

Heute haben wir das Fest der heiligen Erzengel/Michael Gabriel, Rafael/ Ihre Namen befinden sich in den mehreren Orten der Heiligen Schrift. Gott vertraute ihnen in der  Heilgeschichte wichtige Aufgaben an. Darum nennen wir sie Erzengel. Alle Erzengel sind große Freunde von Menschen

Jesus, dir dienen die Scharen der Engel, Herr erbarme dich unser.

Jesus,  die Engel verkündeten dich den Menschen, Christus erbarme dich unser

Jesus, die Engel waren die Zeugen bei den  wichtigen  Ereignisse deines Lebens, Herr erbarme dich unser

Glauben oder nicht glauben an die geistigen Wesen(Geschöpfen)-Engel? Gibt es sie wirklich, oder  sind wir sie erträumten? Gleich am Anfang der Menschheit treffen wir uns mit ihnen. Nach der Sünde vertrieb Gott die Menschen aus dem Paradies und erstellte beim Eingang des Paradieses den Engel mit dem feurigen Flammenschwert, damit er den Weg zum Baum des Lebens bewacht Gen 3,24. Als Tobias wollte den Gefährte seines Sohnes belohnen, der stellte sich vor. Herr hat mir gesandt. Ich bin der Engel Rafael, einer von den sieben Engel, die das Gebet der Heiligen  empor-tragen und mit ihm vor die Majestät   des heiligen Gottes  treten. Tob,12,15 Dem Zacharias erschien der Erzengel Gabriel bei seinem Dienst im Tempel und sagte zu ihm. Ich bin Gabriel der vor Gott steht. Lk 1,19. Der selber Engel kam der Jungfrau Maria  Jesus Geburt verkündet. Mit den Engeln hatte Erfahrungen auch der heilige Petrus und Johannes. Es ist schwer zuzulassen, dass alle diese Menschen ihre Erlebnisse mit den Engeln ausgedacht haben.

Zum Vater, der alle unsere Sorgen und Angelegenheiten kennt, dürfen wir beten.

Die Engel sind unsere Begleiter. Sie  führen uns  zum Frieden, um den wir bitten.

Selig, die an Sohn Gottes glauben  und den Himmel  offen sehen werden.

Hl.Wenzel, Herzog von Böhmen

Jesus Christus, der uns das Schwert der Entscheidung  verkündet, sei mit euch

Heute haben wir den Gedenktag des heiligen Wenzel. Im Evangelium nach dem Matthäus spricht Jesus: Ich bin nicht gekommen den Frieden zu bringen sondern das Schwert. Ja, er kam die Menschen gegeneinander zu stellen. Wenn Jesus jemanden in der Familie zu sich anzieht, dann entsteht in der Familie die Spannung. Dann erfüllst sich das Wort des Herrn. Eigene einheimische werden dem Menschen Feinde. So war das auch  in dem Fall des heiligen Wenzel.

Jesus, deine Kraft war die Stille  des Gebetes, Herr erbarme dich unser

Jesus, du hast uns  das Reich des Friedens gebracht, Christus erbarme dich unser

Jesus, deine Freude war es, allen  Gutes zu tun, Herr erbarme dich unser

Dem Wenzel brachte die Grundsätze des Evangeliums  seine Großmutter Ludmila bei. Nehmen wir seine Grundtugenden wahr. Er liebte Gott, er legte Gott auf die erste Stelle. Täglich nahm er an die heiligen Messe teil. Er backte die Hostien und bereitete den Wein für die heilige Messe vor. Er betete viel. Er führte wieder im Böhmen die Ordnung ein, die schon in der Zerfall war. Er hatte die Nächstenliebe. Er schämte sich nicht die Kranken, die Verlassenen zu dienen. Wenn es  um den unvermeidlichen Kampf mit den Feinden ging, riskierte er lieber sein eigenes Leben. Er glaubte an das ewiges Leben, und bemühte sich es erlangen. Die Magnagten, warfen ihm vor, dass er demütig ist. Ein Herzog muss  doch hochmütig sein.  Er aber wollte Christus nachfolgen, der nicht herrschen kam , sondern zu dienen.

Damit  wir Gott dienen und das Leben gewinnen, das uns versprochen ist, wagen wir im Namen  Jesu Christi zum Vater beten.

Christus fordert  unsere Nachfolge. Bitten wir, dass die Last unseres Lebens  uns den Frieden bringt.

Selig, die Gott über alles  lieben und sie werden des ewigen Lebens würdig

Gottes Söhne

,, Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes“.Röm 8,19. Wir wissen, dass diese Worte, diese Ansprache-  für uns bestimmt ist. Gott ist unser Vater. Er wurde unser Vater, als er uns für seine Söhne aufgenommen hat. Gott aber kann nicht anstatt uns Gottes Söhne werden. Wir werden Gottes Söhne zum Zeitpunkt als wir diese ,, Sohnheit“ aufgenommen haben. Das muss nicht immer so sein. Das beweist auch das Gleichnis vom verlorenen Sohn.,, Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner“ Lk 13,19. Früher war der Vater für seinen Sohn nur ,,ein Tyrann“ ,, ein Begrenzer“ und außerdem auch die Reichtums quelle, nach der der Sohn sich sehnte. Wenn dem Sohn auf etwas lag, so nicht auf dem Vater, sondern auf seinen Geld. Wenn er zurück kam, kam er nicht deshalb zurück, weil er durch die Liebe zum Vater ,, bewegt“ wurde. Den Sohn ,, treibt“ die Hungernot.  Wenn er nicht hungern würde, wahrscheinlich wäre er nicht zurück kam. Darum kam er nicht als zum Vater zurück, sondern als zum ,,Arbeitgeber“. Sehen wir in diesem Sohn auch  uns?

Ist nicht Gott für uns nur der Geber der Gaben. Wir beten oft, Gott gib mir, erledige das uns des.. Ist nicht Gott für uns nur ein Retter aus der Not? Wenn uns gut geht, vergessen wir zu beten. Aber das ist keine Sohnheit. Auch ein gewöhnlicher Mensch erwartet von seinem Arbeitgeber das Gehalt und Essen. Die Sohnheit ruht in der Beziehung zum Vater. Ein Arbeiter hat keine innere Beziehung zu seinem Arbeitgeber. Für ihn ist wichtig, dass er seinen Lohn bekommt. Etwas anderes, interessiert ihn nicht.

Der Vater erlaubte, dass sein ewiger Sohn zum Tod geht , wegen seiner ,, adoptiveren Söhne“  Gott trat mit uns in eine neue Beziehungen ein. Sohn Gottes werden bedeutet von unserer Seite in diese neue Beziehungen einzutreten. Wenn wir jemanden auf der Straßen fragen würden- wer ist dein Vater- wäre die Antwort. Gott ist doch mein Vater. Der Sohn des Vaters zu sein, bedeutet: seinen Vater wirklich lieben, ihn ehren. Wenn Gott wirklich unser Vater ist, spüren wir die Verantwortung für sein Werk? Wenn Gott mein Vater ist, dann alle Gottes Kinder meine Familie ist. Wie schauen wir auf die Christen an uns vorüber? Zu diesem Thema schreibt der heilige Paulus; ,, Also kennen wir von jetzt an, niemand mehr nur auf irdische Weise, auch wenn wir Christus auf irdische Weise gekannt haben, jetzt kennen wir ihn nicht so“ 2Kor, 5,16. Wer Sohn Gottes ist, ist ein neues Geschöpf. Und zum neuen Geschöpf gehören auch die neuen Beziehungen. Schon nicht die körperlichen, sondern die geistlichen, in Gott geankert. Und wo ist unsere wirkliche Heimat. Dort wo unser Vater ist. Also im Himmel. Halten wir der Himmel wirklich für unsere Heimat? An diese Sachen wirklich glauben bedeutet beginnen anders zu leben, anders zu  tun. Für die ersten Christen war Gott wirklich Vater, und der Himmel, war für sie wirkliche Heimat, darum  waren sie bereit ihr Leben für Christus zu opfern. Für uns ist hier eine Aufforderung unsere Beziehung zum Gott als  zu unsere Vater  zu ändern.

Niklaus von Flüe

Jesus Christus, der auf dem Tron der Herrlichkeit sitzt, sei mit euch.

Heute feiern Gedenktag des heiligen Niklaus von Flüe. An seinem Leben können wir sehem, wie merkwürdig Gottes Wege sind. Er beeinflüste wirksam das politische und sozial Leben in seiner Heimat.

Jesus, du kamst den Willen des Vaters zu  erfüllen, Herr erbarme dich unser.

Jesus, du hast alles  verlassen um alle zu reten, Christus erbarme dich unser.

Jesus, du hast uns den Weg den Weg des Lebens gezeigt, Herr erbarme dich unser

Niklaus war ein Bauer. Er heiratete Dorotte  Wyss. Sie hatten zehn Kinder. Ihre  Ehe war zufrieden und glücklich. Nach gewisser Zeit Niklaus  Seele hat besondere Unruhe ergriffen. Selbst Gott  hat ihn erobert. Wie Abraham, auch er hörte in seiner Seele die Gottes Stimme: Zie weg aus  deinem Land, in das Land  das ich dir zeigen werde. Als er 5o Jahre alt war überaschte er seine Frau mit dem beispiellosen Verlangen: Erlaube mir die Stimme Gottes folgen. Anders gesagt; Erlaube mir euch zu  verlassen. In der Wiege war  ein dreizehnwochiges Kind, die anderen Kinder waren auch anwesend. Hast du die Kraft, alles hintelassen. Die Stadt will dich zum Bürgermeistern wählen. Niklaus antwortete. Gott ruft mich. Ich soll sein Diener werden, ich soll bei ihm die Stelle Adorator haben. Ich werde die Seele Führen. Dorotta zum schluss willigte ein. Wir können fragen. Wir können fragen. Warum Gott erwähle eben ihn, einen verheirateten Mann, einen Vater der Familie, und warum nicht einen ledigen, unvermählten Mann. Wir wissen das nicht, aber Gott weißt das.

Da Jesus sitzt auf dem  Thron der Herrlichkeit, dürfen wir durch ihn zum Vater beten.

Niemanden  in der Welt haben wir zu fürchten, wenn wir in Frieden Christi  bleiben. Deshalb bitten wir…

Selig die Christus nachfolgen und das ewige Leben gewinnen.

Erntedankfest 2015

Einführung

Mit dem  deutschen Wort  ,,denken“ ist das Wort danken  unmittelbar verwandt. Wer  nicht denkt, vergisst zu  danken. Dankbarkeit gehört zu den Schulden, die  jeder Mensch hat, aber nur die wenigsten  Menschen tragen  sie ab. Wir aber wollen zu den Menschen gehören, die Gott für seine Gaben dankbar sind, die nicht vergessen, Gott zu danken.

Predigt

Goethe sagt einmal: „Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, sogleich fällt es uns  ein. Wie oft aber können wir  jemanden begegnen,  dem wir  Dank  schuldig  sind, ohne daran zu  denken. Wenn wir etwas brauchen, wenn uns etwas fehlt, wenn wir vom anderen etwas erwarten, dann  sprechen wir ihn an. Wenn wir  es  aber erhalten haben, scheint es  so selbst verständlich zu sein, dass ein dankbares   Eingehen darauf  überflüssig  wird. Deshalb  mahnt Mose  sein Volk   eindringlich:   „Denk daran! Vergiss nicht! Halte es dir vor Augen! Mach es dir immer neu bewusst!“ Ähnlich sagt es  der heilige Benedikt  in seiner  Ordensregel: ,,Vor allem soll der Mönch   das Vergessen  Gottes  fliehen! Diese Mahnung ist zwar schon 1500 Jahre alt, aber gerade   auch heute  wieder brandaktuell. Solange es uns  gut geht, nehmen wir  alles, was wir bekommen und besitzen, für  selbstverständlich. Erst wenn wir etwas  verlieren, bedenken wir seine Bedeutung. Dabei ist nichts selbstverständlich. Mit meiner Gesundheit kann es schon morgen schlecht bestellt sein, mein Wohlstand kann bald ein Ende haben,  mein Arbeitsplatz mag in Kürze vielleicht wegrationalisiert werden. Die Erfahrung des Psalmisten ist auch heute noch gültig. „Sie essen Gottes Brot, doch seinen Namen rufen sie nicht an!“ Wer erinnert sich nicht an die mahnende Frage der Eltern: „Hast du auch danke gesagt?“ Sie wollten damit ihrem Kind nicht nur die Regeln der Höflichkeit beibringen, sondern es lehren, die Gabe des anderen zu respektieren und damit den Geber selbst.

Täglich kann ich Erntedank halten: Danken für die Ernte eines jeden Tages, für das erreichte Ziel, das bewältigte Problem, die überstandene Krise, den geschlichteten Streit, den Erfolg in Schule und Beruf, das gute Wort, den erfreulichen Brief. Wenn ich darüber nachdenke, muss ich einfach für danken.

Ich denke da an den dankbaren Samariter. Nur einer von den zehn Geheilten bedankte sich und nur an ihm ist das Wunder der Heilung ganz geschehen. Er hat die Tragweite des Geschenkes Gottes  voll erkannt. Die anderen aber leben so weiter wie vor  ihrer  Krankheit, zum Dank  haben sie keine Zeit, ihr Leben und  ihre Geschäftigkeit rufen  sie. Der Mensch  schafft zwar  viel  aus eigener Kraft und  eigenem  Erfindungsgeist und sieht deshalb  keinen  Anlass  zum Danken. Es ist auch kurzsichtig,  zu sagen:  „Weshalb soll ich Gott danken  für das was  ich  mir  im Supermarket  kaufen kann? Wenn ich etwas weiter denke, werde ich mit meinen Gedanken auf  den  Geber   alles Guten kommen, auf den Schöpfer, den Träger  und Erhalter unserer Welt.

Wenn ich danke, trete ich mit Gott in Verbindung, ich erkenne  sein Werk  an mir und für mich  an – sei es heute in der Erntedankfeier, wo wir  besonders  für  die Früchte  der Natur danken, sei es  im täglichen Morgen-, Tisch- oder  Abendgebet, in dem ich  Gott  lobe für das Gute, das  er  mir schenkt. Auch wenn ich nur einer von zehn sein mag, mein Dank widerlegt schon die These: „Undank ist der Welten Lohn!“

 

26. Sonntag B Mk 9, 38-48

26. Sonntag B 2015 Die Ökologie der Seele

Einführung

Obwohl es  vor zweitausend  Jahren    kein Umweltministerium gab, sorgte Jesus  für die Ökologie der Seele. Er sagte: Wenn dich deine  Hand zum Bösen  verleitet,  dann hau sie ab…. und wenn dich dein Fuß zum Bösen verleitet, hau ihn ab …und wenn dich dein Auge zum Bösen verleitet, reiß es aus, es ist besser für dich  einäugig in das Reich Gottes  zu kommen als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werfen. Jesus verlangt von uns Entschlossenheit im Kampf gegen die Versuchung.

Predigt

Jesu Worte vom  Abhauen der Hände klingen uns ein bisschen fremd. Wir wissen, dass Jesus Hände heilte. Er sagte zu  einem Kranken: Streck deine Arme aus und nicht hau sie ab. Und zu einem Gelähmten sagte er: Steh auf, nimm  deine  Tragbahre  und geh umher. Auch andere heilte Jesus. Bei einem Blinden spukte er auf die Erde, dann machte er  daraus einen Teig, strich dem Blinden  damit über die Augen und sagte  zu ihm: Geh  und wasch dich im  Teich  Schiloach. Jesus hat geheilt und nicht das Auge ausgerissen. Deshalb müssen wir das heutige Evangelium symbolisch  verstehen.

Die Funktion der Hand ist, Gutes zu tun. Wenn Jesus das mit dem Abhauen der Hände wörtlich meinte, wie konnte er dann jemanden streicheln, in den Arm nehmen oder umarmen. Die Funktion der Hand ist nicht,  Böses zu tun. Jesus sagte scharfe Worte gegen den Missbrauch der Hände, Füße oder  Augen. Der Missbrauch der Hände ist das Ergebnis  einer  innerlichen egoistischen Einstellung. Der Mensch entscheidet sich in der Seele für das Böse. Jesus kümmerte sich, dass die Innere des Menschen voll  Liebe und Weisheit sei.

Was ist eine gestörte Ökologie der Seele?  Stellen Sie sich einen Pensionisten vor!  Er wohnt alleine in einer Wohnung, dort findet man  unabgewaschenes Geschirr, der Fußboden ist schmutzig. Sie wollen ihm  Geld für die  Milderung seines  Elends geben. Als dieser Mensch starb, kam ans Tageslicht,  dass er hunderttausend  Euro gespart hatte. Was sagt uns das? Es zeigt, dass er in seinem Innersten habgierig und geizig war.

Jesus würde sagen: Hau diese Habgier ab, weil sie dein Leben kompliziert macht. Du bist ohne Freude, ohne Lächeln. Und dein Tun hat  Folgen für die Ewigkeit. Darum  ist es wichtig, zu kontrollieren, was bewegt uns, was ist notwendig, was s0ll abgehauen werden und was soll wachsen.   Der Kultur des Habens und Besitzens stellt Jesus die Kultur  des Gebens gegenüber. ,,Wer euch nur einen Becher  Wasser  zu trinken  gibt, der  wird   nicht  um seinen Lohn  kommen. In Palästina,  wo es sehr heiß ist, hat ein Glas Wasser  einen anderer Wert als  bei uns.  Dem egoistischen  Instinkt des  Besitzens stellt Jesus die Großzügigkeit gegenüber. Jesus verlangt   Aufmerksamkeit  den anderen gegenüber. Man soll ihm Liebe erweisen, oft schon damit, dass wir jemanden Gehör schenken, dass wir aufmerksam sind.

Dazu die Erfahrung eines Mannes namens Karl: Am Montag  früh,  als er mit dem  Auto zur Arbeit  fuhr, geriet er in einen  Stau. Das Anhalten und ein immer wieder erneuter Start ließ sein Adrenalin steigen. Plötzlich versuchte ein Fahrer am Fahrbahnstreifen neben ihm, sich vor ihm einzureihen. Der  Fahrer hinter ihm, bemerkte das und verlangsamte sein Tempo, Karl aber ließ es nicht zu und gab noch mehr Gas.  In seiner Aggressivität hat er nicht wahrgenommen, dass der Fahrer vor ihm bremste und er ihm hineinfuhr. Der Fahrer, der sich einreihen wollte, war nicht mehr zu sehen. Da kam die Polizei, um den Sachverhalt zu klären. Karl gab dem Fahrer, der sich vor ihm einreihen wollte die Schuld. Die Polizei aber meinte: Nein, sie sind schuld, dann sie sollen sich von anderen Autos nicht ablenken lassen, sondern sich ganz auf ihre Fahrweise konzentrieren. Als Karl nun zuhause war, wollte er eine Erklärung für sein Tun finden. Im Philipperbrief fand er sie, da heißt es nämlich: Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch  auf das der anderen. Damals nahm er sich vor, seine Aufmerksamkeit auf  wichtigen Sachen zu konzentrieren und nicht unbedeutende Sachen, die ihn ablenken.

Die Liebe führt den Menschen zum Guten. Egoismus, Zorn sind gerade das Gegenteil, sie führen den Menschen  zum Bösen.  Mit dem Zorn steigt die Aggressivität und so folgte auch der  Unfall. Wenn Karl diesen Autofahrer das Einreihen erlaubt hätte, hätte er auch anders reagiert, er wäre langsamer geworden und der Unfall wäre nicht geschehen.  Jeder wünscht sich, dass die ,,Ökologie der Seele“ mit Freude,  Lächeln, Hoffnung  gekennzeichnet ist. Wer in sein Leben Böses, Egoismus und Sünde hineinlässt, vernichtet sein Inneres und sein Leben ist von Trauer gekennzeichnet.

Pater Pio 2015

Jesus Christus, der göttliche Vollmacht in Menschenhände gelegt hat, sei mit euch

Heute haben wir den Gedenktag des heiligen Pater Pio. Er wurde in Süditalien 25. Mai. 1887. Als  er 13 Jahre alt war, Gott zeigte ihm alle Menschen , die zu ihm einmal kommen werden. Als er 15 Jahre alt war, trat er ins Kloster ein.

Jesus, du hast deine Apostel in alle Welt ausgesandt, Herr erbarme dich unser

Jesus, dein Wort wird allen Völkern der Erde verkündet, Christus erbarme dich unser

Jesus, deine Kraft  ist mit denen, die  deinem Wort dienen

Pater Pio hörte einmal die Stimme aus dem Tabernakel. Du wirst gepeitsch werden, mit den Dornen gekrönt, und gekreuzigt werden. Nach gewisser Zeit ergriff ihn das Fieber. Es war notwendig den Arzt zu holen. Er ließ Pater Pio das Fieber abmessen. Aber der Fiebermesser zersprang.  Er verwendete den anderen, aber auch dieser zesprang. Dann nahm er  ein Badethermommeter und dieses zeigte  48 Grad Celsius. In den ärztlichen Kreisen bezeichnet sich die Temperatur 42 Grad Celsius für die Temperatur der Agonie. Schon damals erlebte er die Marter Jesus Kreuzigung. Eines Tages hörte er  zu essen auf. Seine Vorsteher erwarteten  jeden Tag den Tod. Nach den 36 Tagen verständigten sie die Eltern. Der Vater nahm ihn nach Hause. Pio sagte zu ihm. Vater kaufe mir  eine Limonade. Als er trank sagte er zu Vaterr.  Vater kaufe mir eine Ansichtskarte. Ich muss meinem Provinzial schreiben, dass ich gesund wurde. Pater Pio aß so wenig, dass es für ein einjähriges Kind nicht genug wäre. Es war ein Wunder, dass er vom Hunger nicht starb.

Jesus Christus war der Mensch unter den Menschen alle unsere Not, darum beten wir voll Vertrauen.

Jesus Christus  war der Mensch und doch  Sohn Gottes. Bitten wir um seinen Frieden.

Selig, die Ruf Gottes folgen und Rettung finden am letzten Tag.

Hl. Mauritius und Gefährten

Gott unser Herr, der retten und vernichten kann, sei mit euch.

Heute haben wir den Gedenktag  des heiligen Mauritius und Gefährten. Diese Gefährten waren Exsuperius und Kandidus.Alle drei waren Offiziere im römischen Heer. 286 befand sich die Legion in der Ortschaft Agaunum, heute St. Mauritz, nicht weit vom Genfer See. Alle drei lehnten zusammen mit mehreren Soldaten teilzunehmen an dem Heidengottesdienst ab. Darum wurden sie enthaupten.

Jesus du hast aller Versuchung  widerstanden, Herr erbarme dich unser

Jesus , du hast die bösen  Geister besiegt, erbarme dich unser

Jesus, durch deinen Tod hast du  allen das Leben geschenkt.

Jesus sagt  auch zu uns:  Fürchtet euch nicht vor denen die den Leib töten. Das ist alles , was die Welt ihnen machen kann. Wenn auch dazu kommen würde, es lohnt sich  sein Leben für Jesus zu opfern. Damit er unseren Mut stärkt, versichert er uns , dass er unsichtbar ständig anwesend ist und er nur dann erlaubt uns das Haar zu krümmen, wenn es den Interessen seines Reiches dienen wird. Wenn wegen seiner Interessen zu unserem körperlichen  Tod kommen sollten. Wir wären unklug, wenn wir diesem Tod nicht  den Vorzug geben vor dem ewigen Tod. So gaben diesem Tod den Vorzug auch die heutigen Märtyrer. Moritz, Exsuperius, Kandidus. Vergessen wir nicht die Worte von Jesus. Wer für mich das Leben verliert, wird er es finden, und gewinnen.

Gott liebt uns. Deshalb brauchen wir uns  nicht zu fürchten und dürfen wir voll  Vertrauen zu ihm beten.

Die Bosheit der Welt, kann uns nicht schaden, wenn wir  den Frieden Gottes besitzen.  Wir  bitten   ihn

Selig, die  Jesus Christus   bekennen und  aufgenommen werden  in den Himmel.

Matthäus-Apostel

Jesus Christus, der gekommen ist,  die Sünder zu  rufen

Heute haben wir das Fest des heiligen  Matthäus. Er hieß ursprünglich Levi. Er war der Zöllner in der Stadt Kafarnaum. Nach der Tradition wirkte er zuerst  in Palästina, später in Etiopien und Persien. Er starb den Martertod. Seine Überreste befinden sich seitdem Jahre 1085 in der Stadt Salermo in Süditalien.

Jesus, du hast deine Apostel als Mitarbeiter gerufen, Herr erbarme dich unser.

Jesus, du kamst Barmherzigkeit  zu verkünden, Christus erbarme dich unser.

Jesus, du hast uns auf deinen Weg gerufen, Herr erbarme dich unser.

Die Tradition schreibt das erste Evangelium  Matthäus zu. Sein Evangelium schrieb er für Juden und in  der Aramäischen Sprache. Darum erklärt er die jüdischen Bräuche, Gewohnheiten nicht, er übersetzt hebräische Worte nicht. Dabei aber  ist sein Evangelium  vor dem judaistischen Partikularismus bewahrt, vor dem Traditionalismus. Das Ziel seines Evangeliums ist die christlichen Gemeinschaften zu stärken  in Diskussionen  mit Juden: und bestärken sie  im Glauben an Jesus Christus  und die Richtlinien  ihnen zu geben für das Leben nach der  Lehre Jesus. Der Evangelist stellt Jesus als Sohn des Abrahams  vor, als zugesagter Messias, den Religionsführer  des jüdischen Volkes verworfen, aber Sünder und Heiden  ihn aufgenommen haben.

Da  wir  Sünder sind  und der Gnade bedürfen, wagen wir  mit Vertrauen  zum Vater zu beten.

Der Herr hat sich  der Sünder angenommen und mit  ihnen  am Tisch  gesessen. Um seinen  Frieden  dürfen wir  bitten.

Selig, die  dem Ruf Gottes folgen und  Rettung  finden am Letzten Tag.

Jedes Haus soll eine Kirche sein

Das Vornehmste im Hause Gottes ist die Gegenwart Gottes, welche er selbst an vielen Stellen der Schrift klar ausgesprochen  und angekündigt. ,, Ich werde wohnen mitten unter den Söhnen Israels“ 3. Kön 6 ,,Der Herr ist in seinem heiligen Tempel“ Hab 2. Zwar ist Gott überall gegenwärtig, und wohin wir immer fliehen und eilen und  uns bergen  mögen, seinem Auge können wir nicht entgehen, wie dieses der Psalmist so treffend bezeichnet. Aber ganz besonders ist er in seinem  heiligen Hause. ,, Diesen Ort habe ich mir auserwählt und geheiligt, damit mein Name dort sei in Ewigkeit, und  meine  Augen dort  bleiben und mein Herz alle Tage. Noch heiliger aber ist Gottes Gegenwart in den Tausend Tempeln  des neuen Bundes in  welchen  er selbst unter  den Gestalten des Brotes  im allerheiligsten Sakramente des Altars  zugegen ist. Da spendet er  seine himmlischen Gaben und  Gnaden aus,  da verleiht er Trost und Stärke und Mut  allen, die mit Glaube und Demut sich ihm nahen. Darum glückselig jenes Haus,in dem Gott wohnt, mit  ihm wird der Tag und die Arbeit begonnen, mit ihm fortgesetzt, mit ihm das Tagewerk vollendet.

In der Kirche ist ein Altar, auf welchen das unblutige Opfer des  neuen Bundes geschlachtet wird Tag für Tag, vom Sonnenaufgang bis zum Niedergang. In euren Häusern, soll der Altar  nicht  fehlen. Und was ist dieser Altar?  Das Herz des Vaters, das Herz  der Hausmutter und aller im Hause  bildet  diesen Altar. Daraus geht als Brandopfer  die heilige  Liebe  hervor, welche mit guter Meinung , alle Verrichtungen  des Tages  verdienstvoll macht. Da werden als Schlachtopfer  die schlechten Gedanken  und Wünsche  und  Begierden des  Neides und Hasses, der Feindschaft und  des Grolls verbrannt.

In der Kirche fehlt der Predigertstuhl nicht. Der Priester verkündet  das Wort des Herrn für alle. Alle sucht er zu belehren, zu bessern, von der Sünde zu entfernen, zum Himmel hin zuführen.

Drei Dinge, die in keiner Kirche fehlen sollen. Im alten und neuen Bunde fehlt das Licht  nicht. Auf meinem Altäre soll allezeit  das Licht brennen, welches  der Priester  erhalten wird. 4. Mos 6. Unter  dem Licht haben wir aber die Gnade Gottes zu  verstehen. Daher wandeln jene in der Gnade, welche im Lichte wandeln. Christen, dieses Licht der Gnade Gottes muss in  allen euren  Hausgenossen  brennen, sonst ist Gott nicht bei euch: dieses Licht muss sogleich wieder  angezündet  werden. Das schönste  Licht verbreitet vor  den Augen eine Seele  im Zustande der Gnade. Denn also schreibt  Augustinus :,, Eine Seele in Gottes Gnade überstrahlt alle Sterne  und Engel des Himmels.  Das Licht kam in die Welt   die Menschen liebten   die Finsternis  mehr als Licht. denn ihre Werke waren böse. Jedes des Böses  tut, hasst  das  Licht  und kommt nicht  zum Licht , damit seine Taten aufgedeckt werden. Im Gegenteil von dem Hauptmann Kornelius ist geschrieben. Es war ein frommer und  gottesfürchtiger Mann mit seinem  ganzen  Haus.

Im Tempel zu Jerusalem ertönten fröhliche Lieder zum Schalle  der Posaunen und Harfen und in unseren  Kirchen fehlen diese  Lieder zum Tone  der Orgel nicht. Diese ,, Orgel“ darf  auch in unseren Häusern  nicht fehlen, und gleich wie der  Zusammenklang  und der Wohllaut  der Töne unser  Gemüt zu Gott erhebt  und zur  Freude stimmt, Da muss Übereinstimmung der  Gemüter und  gegenseitiges Einverständnis herrschen. O wohl eine schöne  Musik, wo diese Einhelligkeit   sich findet. Da steht man  miteinander auf,man betet mit einander  , man arbeitet , man  isst  , freut sich , man  trauert  miteinander. Das ist ein  liebliches   Orgelspiel  für  Engel  und Menschen. Leider ist dieses selten geworden. Da herrscht  bei euch  oft  Zank und Streit; man redet schlechte Reden, man sündigt und schweigt dazu, das sind  Misstöne  die Ohr  und Herz  verstimmen. Was  sollen wir  aber von   jenen sagen  , welche   den Frieden   des Hauses zerstören. Von   ihnen  gilt das Wort   des heiligen Gregors   von Nazianz; ,, Wenn jene Gottes Kinder heißen  , die Frieden stiften, so sind  das gewiss Satans  Kinder, welche  denselben  zerstören“. Wenn jeder   seinem Sinne  nachgeht, wenn  jeder  tut  ,was  ihm eben  gefällt, muss  die Unordnung , der  Misston , das Zerfallen    des Hauses  folgen. Denn Ordnung  ist das erste Bedürfnis einer     fruchtbringenden   Arbeit.

Im Tempel zu Jerusalem  befand sich  endlich  ein Opferkasten, wie dieses deutlich erhellt   aus den Worten des heiligen  Lukas. Als sich Jesus umsah, erblickte   er die Reichen, welche ihre Gaben in den Opferkasten warfen.  Da ermahnt der alte Tobias seinen Sohn, : Mein Sohn, soviel du kannst sei barmherzig hast du  viel, so gib  viel, hast du wenig, so gib auch von dem Wenigen  mit Freude.  Woher  kommt es , dass in  manchem Haus kein Glück  und  kein Segen ist. Daher, weil man im Hause keinen Opferkasten hat, daher , weil  man in diesem Haus kein Mitleid und  keine  Barmherzigkeit  mit den Armen hat, und  da geht  das Wort  der Schrift in Erfüllung. Mit  welchem Maße  ihr ausmesst, mit  demselben wird euch auch gemessen werden. Was ihr den Armen  tut, das habt  ihr ihm  getan.  Zu diesen  Opfern sollen  die Eltern die Kinder frühzeitig heran bilden  durch ihr frommes Beispiel, gleich wie es der englische   Kanzel Thomas  Morus  getan, der durch  die Hand seiner Tochter   viel Almosen   austeile mit dem Auftrage , allezeit  die Hand  des Bettlers  zu küssen, dem  sie eine  Gabe  spendete , weil  sie in  ihm  Christus  den Herrn  zu betrachten  habe.

Wie schön , müsste  es als dann in  unseren Häusern  aussehen.  Wahrlich, wir  wären  ein Schauspiel  der Engel  und Menschen  geworden. Gott würde ja  in unserer  Mitte sein  und bleiben und wir   wären  sein Volk.

Zur Orgelweihe

Königin der Instrumente-2015

Verehrte Gäste, liebe  Mitbrüder!  Liebe Schwester und Brüder!

Sie haben sich zur Weihe einer neuen Orgel  versammelt. Die Orgel ist das Instrument, das die Ankunft und  Gegenwart  des Sohn Gottes in seiner Gemeinde immer freudig  begrüßt  und dankbar bejubelt. Sie haben für die neue Orgel große Aufwendungen erbringen müssen. Sie haben sie aber – wie schon bei unsere St.Katharina-Kirche gern erbracht. Dafür  kann nur  staunend und anerkennend gedankt  werden. Dennoch stellt sich wie bei allen Anschaffungen die übliche Frage:   Hätte man das Geld dafür  nicht den Armen geben sollen? Ich möchte Sie daher an das Wort Christi in der Bibel erinnern, wo es heißt:  Der Mensch  lebt  nicht  vom Brot allein.

Wir können die neue Orgel unter finanziellen Gesichtspunkten betrachten, wir können sie  aber auch aus einer technischen,  künstlerischen  und baugeschichtlichen Betrachtungsweise sehen.  Doch das ist wohl nicht Aufgabe  dieser Stunde und auch nicht  meine Sache. Soviel vermag  ich höchstens zu sagen:  Die neue Orgel ist das Ergebnis einer sinnvollen Verwendung naturgegebener  Materialien und Möglichkeiten. Sie ist ein Wunderwerk menschlichen Geistes. Sie ist  ein Wunderwerk, das  auf den  verweist, der in seiner Schöpfung  in wunderbarer Weise Elemente, Kräfte, Gesetze, Farben  und  Klänge  gestiftet hat.

Mit einem solchen Wunderwerk aus der Hand des Orgelbauers ist unsere Kirche  nun ausgestattet worden, um den aus  ganzem Herzen zu preisen, der uns seine machtvollen Taten kundgetan  und  ein Gedächtnis seiner  Wunder gestiftet hat. Sie wird  unsere Gottesdienste verschönern, um unsere Gemeinde  aufzuerbauen. Dadurch erfahren wir  Stärkung  im Glauben und auch der Glaube von Besuchern und Gästen wird gestärkt.  Gerade im religiösen Bereich gibt es  Erfahrungen,  die sich  in Worten  nicht ausdrücken  lassen. Hier ist uns die Musik als Hilfe gegeben.

Augustinus sagt: Was ist Jubel anderes als bewundernde Freude, eine  Freude, die sich in Worten  nicht ausdrücken lässt! Die Klänge der Orgel erhöhen und  verstärken nicht nur das Wort, sie lassen  uns auch  Opfer und Sakrament tiefer erleben. Musik und Orgel  gestalten das, was  auf dem Altar  vor sich  geht, zu einer  festlichen  Feier.

Das war der Grund, weshalb  das Konzil von der Orgel  sagt: Die  Pfeifenorgel  soll in der  lateinischen Kirche als  traditionelles Musikinstrument in  hohen Ehren gehalten werden. Ja, die Orgel  kann uns  mit ihren  Tönen und Tonreihen, mit ihren Registern  die  Heilsgeheimnisse deuten  und  nahebringen. Gott kann auch heute durch das Werk  einer  Orgel und  die Hände eines  Organisten   Wunder wirken, kann Menschen  erkennen  lassen,  dass sich über  ihnen  der  Himmel öffnet, wo der  Lobgesang der  Engel und Ältesten ertönt, in den auch   wir mit unserer  menschlichen  Stimme, voll Ehrfurcht einstimmen, weil Christus  zusammengeführt  hat, was  im Himmel und auf Erden ist.

Und wie die Orgel uns auf diese  Harmonie hinweisen kann, so ist sie auch Einladung an die Gemeinde zum Zusammenklang in der uns geschenkten  Liebe, zum Zusammenstehen im Alltag  und Glaubenszeugnis und zum Zusammenfinden  im Gottesdienst, besonders  am Sonntag. Auf die  Dauer kann der einzelne nur Christ sein  und bleiben  in der  Gemeinschaft mit den anderen Gläubigen  in der Kirche. Da ist es wie mit einer  Orgel, dass der  einzelne Ton und  die einzelne  Stimme  erst durch  die anderen  mitgetragen, gestärkt und  zu vollem  und  rundem Klang gebracht wird.  Und da wird bewusst, dass auch die einzelne Stimme wichtig und gefordert ist, weil ihr Schweigen und Ausfallen zu Missklang und Nachteil für das Ganze  führen würde.

Damit dieses zunächst technische Instrument diesen Bildern und Erwartungen, dem  Lob Gottes und der Erbauung der Menschen dienen kann, erbitten wir  für die neue Orgel und alle, die sie spielen und hören, Gottes  Segen.

25. Sonntag B Mk 9,30-37

25. Sonntag B 2015  Der Auftrag,  dem anderen zu dienen

Einführung

Die Apostel haben gestritten, wer unter ihnen der Größte sei. Jesus  sagte damals zu ihnen: ,,Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“ Können wir das auch aufrichtig sagen? Auf den ersten Blick scheinen uns diese Worte von Jesu schwer verständlich zu sein.  Für Jesus gelten andere Werte, als wir sie uns vorstellen.

Predigt

In den Jahren 1979-1996 war Frederick Carl Lewis der beste Athlet der Welt. Er war Rekordhalter im Sprinten und Weitspringen.  Er gewann 10 Olympiamedaillen, davon  9 Goldmedaillen. Nach dieser Zeit kam ein jüngerer, schnellerer Athlet. Das war Leroy Burrel. Er überbot den Rekord von Lewis.  Als ihn die Journalisten fragten, welche Beziehung  er zu Lewis habe, ob sie Feinde, Gegner oder Freunde seien, antwortete dieser: „Viele Menschen denken, wenn wir uns im Wettbewerb gegenüberstehen, dann sind wir Rivalen. Aber das ist nicht wahr. Wir sind  füreinander da. Wir motivieren uns gegenseitig. Wenn ich will, dass er schnell läuft, dann werde auch ich schnell laufen.“

Viele wollen schneller, klüger, reicher sein und mehr bewundert werden als die anderen. Deshalb sind sie gegen die anderen. Sie schauen die anderen als Rivalen an. Jesus aber lehrt uns,  dass wir füreinander da sein sollen. Wenn jemand in etwas gut oder hervorragend ist, das sollte uns motivieren.

Die Apostel begriffen später, dass ein Streit darüber, wer unter ihnen der Größte sei, nicht richtig ist.  Wir als Kirche Jesu Christi sollen erkennen, dass der Erfolg des einen auch der Erfolg des anderen ist.  Wir sind nicht deshalb auf der Erde, damit wir gegen einander kämpfen.

Jesus selbst  zeigte, was er immer gepredigt hat. Selbst am Kreuz war er nicht gegen irgend jemanden. Auch dort war er barmherzig und verzeihend. Wenn eine Frau ihrem Mann zu einem zufriedenen, sinnvollen Leben verhilft, dann wird auch ihr Leben besser gelingen. Um das richtig zu verstehen, müssen wir begreifen, was das  Wort Dienst bedeutet.  Jesus sagte: Wer der Erste sein will, soll der Letzte   von allen  und der Diener   aller sein. Wir sollen Herren sein, die sich selbst befehlen, den anderen zu  dienen. Wir machen das aber manchmal umgekehrt. Wir gebieten den anderen, dass sie uns dienen. Das ist leichter. Wer will, dass alle Menschen ihm dienen,  ist ein Karrieremensch.

Karl Kraus, ein bedeutender österreichischer Schriftsteller, der von  1874- 1936 lebte, sagte sehr zutreffend: Die Karriere ist ein Pferd, das zum Tor der Ewigkeit ohne Reiter   ankommt. Wenn wir dienen, haben wir eine göttliche Karriere wie Jesus.

Hellmut Ritter war ein erfolgreicher deutscher Orientalist. Er fuhr in der Nacht mit dem Auto. Plötzlich sah er neben der Straße eine Gestalt, die ihn stoppen wollte. Er bremste und sagte: „Mensch, was machen Sie hier in der Nacht?“ Dieser antwortete: „Ich muss nach München, aber ich habe kein Geld für einen Fahrschein.“ Hellmut war diese Stimme des Mannes  plötzlich ganz vertraut. Er sagte: „Sind Sie nicht zufälligerweise Rudolf Pachmann?“ „Ja, das bin ich.“ Hellmut ließ ihn in seine Auto einsteigen. Dann sagte er: „Wir haben zusammen an der Universität studiert.“ Unterwegs klagte Pachmann: “ Ich habe kein Glück. Mir gelingt nichts. Wenn ich etwas anfange, scheitere ich.  Ich habe nur Pech.“ Nach einer Weile meinte er mit einem Blick auf sein tolles Auto: „Aber es scheint mir,   dass  du dich nicht beklagen kannst.“ Hellmut antwortete: „Nein, ich beklage mich nicht. Ich reise viel, ich fotografiere gerne, ich schreibe Bücher. Wenn du willst, kannst du zu mir kommen. Ich brauche jemanden, der mir das  Haus bewacht. Du wirst alles finden, was du dazu brauchst.“ Rudolf Pachmann freute sich über dieses Angebot und sagte: „Es ist wirklich großartig von dir, dass du deinen ehemaligen Mitschüler aus  der Patsche hilfst.“ Dann stiegen sie aus und gingen zu Hellmuts Haus. Das Haus  war wirklich toll ausgestattet.  Rudolf sagte zu Hellmut: „Da kann man dich wirklich beneiden. Du  hast ein wunderschönes Haus und sicher hast du einen Haufen Geld auf der Bank.“ „Nein, ich habe  kein Geld auf der  Bank, ich habe alles in meinem Tresor.“ Hellmut holte dann eine Flasche Wein aus dem Keller. Als er zurückkam, wurde er von Rudolf überwältigt, betäubt und gefesselt. Als Helmut wieder zu sich kam,  sagte Rudolf zu ihm: “ Verzeih mir, Helmut, aber ich brauche Geld. Ich will ins Ausland gehen und ein neues Leben anfangen. Wenn ich dort Geld verdiene, gebe ich dir alles zurück.“ „Mache keine Dummheit und  binde mich wieder los! „Nein, das mache ich nicht, denn du wirst mich bei der Polizei anzeigen. Wo ist der Schlüssel des Tresors?“ Es kam keine  Antwort. Rudolf begann zu drohen: „Ich werde alle deine Papiere vernichten!“ „Um Gotteswillen, mache das nicht. Die Papiere sind für  mich sehr wichtig!“ Plötzlich aber wurde Hellmut ganz blau und seufzte: „Mein Herz, mein Herz! Er rang nach Atem. Dann rief er noch: „Tabletten, Tabletten, dort sind sie am Tisch!“ Rudolf lief zum Tisch, aber als er zurückkam, war Hellmut tot. Rudolf bemühte sich, ihm wiederzubeleben, aber es war vergeblich. Rudolf plagte  das Gewissen. Woher sollte er wissen, dass Helmut ernsthaft  krank ist? Er machte sich heftige Vorwürfe, dann löste er die Handfesseln, durchsuchte seine Tasche, aber den Schlüssel fand er nicht. Vielleicht liegt der Schlüssel am Tisch, aber fand auch dort nichts. Dann dachte er: „Vielleicht hat der Tisch eine geheime Tischlade.“  Er  suchte und er fand einen Knopf. Er drehte daran  und was geschah? Ein Puma betrat langsam  das Zimmer. In der letzten Sekunde konnte sich Rudolf in den Käfig des Pumas retten. Dann bemerkte er den Schlüssel, er baumelte am Hals des Pumas. Es wurde ihm bewusst, dass er sich selbst gefangen genommen hatte. Er wollte sich selbst dienen oder besser gesagt bedienen und die Strafe folgte sogleich. Wenn wir etwas erreichen wollen, ist es besser, es nicht mit Gewalt oder Betrug zu tun, sondern Ehrlichkeit ist gefragt.

Joh 17, 6, 11-19

Es ist packend  zu hören wie Jesus für seine Jünger betete, aber auch überraschend  sie was  er für sie betete. Er bewahrte sie, das bedeutete nicht, wie viele meinten, dass Jesus aus den Aposteln vollkomlt zuräckzogen ltmene, saubere Menschen  machen wollte, sondern er  wollte  nicht , dass seine  Apostel sich  aus der Welt zurückzogen. Im Gegenteil Jesus sendete  sie in die Welt. Wenn  über die Welt  spricht, der  er an die  an die  Menschen, an die menschliche  Gesellschaft, die oft feindlich  Gott  gegenüber ist. Jesus  bittet die Apostel , dass sie sich  der Welt  nicht anpassen. Aber dieses Gebet  bezieht sich  auch auf die Nachfolger der  Apostel. Sie werden sich überall in in der Welt wie zu  Hause  fühlen, aber sie dürfen den Kontakt  mit Gott nicht verlieren  und das Bewusttheit ihrer  Sendung. Die Apostel sollten in der Welt ihre Aufgabe ausspielen. Die Apostel   sollten in die Welt gehen, in die zweilhafte Umgebung,  sich setzen in die Mitte der Menschen, über  die schon   alle  den  Stock  gebrochen  haben. Es geht  um die Aufgabe, die ihre  Kräfte  übersteigt. Jeder kann in den  Aufbau der Welt eingreifen , nach dem Scherflein das sie bekommen haben. Im Wesen  geht es um  den Kampf der Liebe mit der  Unliebe, der Gerechtigkeit  mit der Ungerecht, der Ehrlichkeit   mit der Falschheit, der Wahrheit   mit der Lüge. Wer sich  engagiert für die Liebe, Gerechtigkeit, engagiert sich  für Gott, für sein Reich. Wenn die Apostel in die Welt gesant wurden, dann geht es nicht  um eine  unangenehme Pflicht. Jesus verlangt von den Aposteln persönliche  Engagiertheit. Glaube um den sich ein Christ nicht bemüht  den anderen/seinen Nächsten/  zu vermitteln, der verkümmert  mit der Zeit. Der Sinn der chriostlichen Engagiertheit  ist nicht zu  philosophieren , die neue  Gedankengang vorzulegen, sondern die  Menschen  zu Jesus zu führen, denn er ist  der Weg, die  Wahrheit und das Leben.

Gedächtnis der Schmerzen Mariens

Jesus Christus, der am Kreuz seinem Jünger die anvertraute, sei mit euch

Unter den klasischen latin Verse gehört: Quod campi flores, tot  sunt in amore dolores. Wieviel ist auf der Wiese Blumen, so viel ist in Liebe Plagen. Die Erfahrung bestätigt, dass in jeder Liebe ist auch der Schmerz anwesend. Am Anfang ist so schön, aber später den Schmerzen niemand vermeinden. Werden wir uns dessen bewusst?

Jesus, du  bist  für uns  am Kreuz gestorben, Herr erbarme dich unser.

Jesus, dein toter Leib lag auf dem  Schoß der Mutter, Christus  erbarme dich unser.

Jesus, du hast uns die läuternde Kraft des Leidens offenbart, Herr erbarme  dich unser.

Der heilige Maria  d´Ligouri/1696- 1787/ schrieb: Maria hängte an demselben Kreuz wie Jesus, obwohl Jesus auf eine andere Weise hängte. Wenn wir jemanden lieben und er leidet, sein Leid dringt uns durch. Die Einstellung von Schmerzhaften Maria war bewunderswert, weil diese Einstellung war nicht lamentierende, sondern die ander  motivierende. Trotzdem, dass die bösen Menschen ihrem Sohn weh getan, Maria verflüchte sie nicht, sondern ihren Schmerzen gab Gott ab. Die Einstellung Mariä ist auch heute aktuell. Wir hören sehr oft die Geschichte, wenn die Menschen Böses treiben, gegenseitig misshandeln. Die Leidenden zögern zwischen der Rache oder zwischen dem  passiven Ertragen aller Ungerechtigkeiten. Die Lösung bietet uns Maria an. Sie lehrt uns unseren Schmerz Gott übergeben.

Kreuz und Leid sind der Anteil unseres irdischen Lebens. Damit wir es tregen lernen, wollen wir zum Vater beten.

Damit  uns das Kreuz  des Herrn zur Auferstehung  und  zum Frieden  führe, wollen wir  den Herrn bitten.

Selig, die mit  Maria unter dem Kreuz stehen und Anteil erhalten  an  Auferstehung und Herrlichkeit.

 

 

Mt 25,14-25 Talente-ein Geschenk Gottes

Liebe  Kinder,

Was sind  Talente?  Die Talente sind  Begabungen, Fähigkeiten, besondere Anlagen im Menschen. Ein Talent war zunächst ein Gewichtmit  dem man Geld wog. Zur Zeit Jesu wurde nach dem röm griech. Silbertalent gerechnet. Jesus will euch klar gesagt, dass ihr  alle, die Talente bekommen habt. Und diese Talente, Begabungen, dürftet ihr  nicht vergraben. Ihr  sollt  mit diesen Begabungem, Fähigkeiten zusammenarbeiten. Das alles lieber Kinder verstehen wir sehr gut. Aber Jesus  möchte uns  viel mehr sagen, nämlich dass jeder  Talente  mitbekommen hat. Deshalb  die Frage: Welche   Talente  habt ihr  bekommen?  Der eine kann gut singen, der andere  Instrumente spielen , malen, wieder andere  sind  gute  Spotler oder  Spitze  in Mathematik  oder Sprachen usw. Keiner verfügt über  alle geistigen  und körperlichen  Anlagen, aber  jeder hat zumindest einige  erhalten. Diese  Talente sind uns als  Geschenk Gottes gegeben. Sie dürfen nicht vergraben werden, sondern jeder muss damit wuchern. Wer also  eine gute eine gute Stimme  hat, der muss sie gebrauchen, muss den Menschen eine Freude machen , und  wo zum Beispiel. Im Gottesdienst, im Chor. Die Talenten , die Gott uns  geschenkt hat, sind  nicht nur  eine schöne  Gabe, sondern auch eine Aufgabe. Der Herr erwartet von uns, dass wir  unsere Talente entfalten und dadurch unsere eigene Persönlichkeit entwickeln. Er will dass wir  durch den vollen Einsatz unsere  verschiedene Fähigkeiten uns gegenseitig tragen, einander  dienen und  so dazu beitragen, dass unsere Welt schöner  und besser wird. In einer Schule in Finnland die Kinder bekamen die Aufgabe etwas aus dem Schnee etwas machen.  Die erste Gruppe gebildete aus dem Schnee einen Riesen , der zweiten Gruppe zerfällt ihr Produkt, aber sie ergaben sich nicht und sie  machten wenigstens einen Zwerg. Die dritte Gruppe zückte die Achsel und sie sagten. Uns macht das nicht  Spaß, uns friert an den Händen. Einmal sagte jemand das einmal wird uns schmerzen das wir etwas machen konnten, und machten wir das nicht. Liebe Kinder  bemüht euch die Talente zu entdecken, die Gott  euch gegeben und diese Talente entwickeln und  zum Guten benützen.

Kreuzerhöhung 2015

Jesus Christus , der uns  durch sein Kreuz ewiges Leben erworben hat, sei mit euch.

Heute haben wir  das Fest der Kreuzerhöhung. Es war schön , als die Kaiserin Helena  sehnte sich danach das Holz  der Schmach  erkennen, an dem  das Drama  unseres Heiles   vollbracht. Mit der Hilfe  jerusalemer Bischof  des heiligen Makarios, lies sie es  feirlich zur öffentlichen Verehrung  erheben. Was bedeutet für uns  das Kreuz.

Herr Jesus, du bist am Kreuz erhöht worden, Herr erbarme dich unser

Herr Jesus, du hast  für uns  das Kreuz  getragen, Christus erbarme dich unser

Herr Jesus, du wirs wiederkommen im Zeichen des Kreuzes, Herr erbarme dich unser

Wie viele verschiedene  Einstellungen  haben die Menschen zum Kreuz. Sie sich fürchten vor ihm. Das Kreuz kreuzt unsere Pläne, die oft  nicht nach dem Evangelium sind. Das Kreuz ist das Zeichen das die Welt zerteilt. Wer ergeben sich  dem Kreuz, wird für die Welt ein Narr. Die Logik Jesus Kreuze ist solche: Wenn  das Weizenkorn, das  in die Erde fiel, nicht stirbt, bleibt es allein, wenn es aber  stirbt bringt  es  reiche Frucht. Was bedeutet das? Wenn wir in diesem Zeichen nicht leben, leiden, kämpfen werden, werden wir eingehen, umkommen. Die Kirche nahm das Zeichen des Kreuzes als die Äußerung des Glaubens an Jesus Christus. Es gibt kein Sakrament , das  das Zeichen des Kreuzes nicht begleitet würde. Wenn wir uns bekreuzigen , machen wir das  würdig, bewusst, als die Äußerung unseres Glaubens  und Dankbarkeit für Jesus große Liebe.

Im Namen Jesu Christi, der durch sein Kreuz die Welt gerettet hat, wagen wir  zum Vater zu beten

Das Kreuz einst ein Zeichen der Schande, hat uns  den Frieden gebracht. Deshalb bitten wir.

Selig die gerettet werden , durch Jesus Christus der für  uns  am Kreuz  erhöht worden ist.

 

Das Kreuz-eine Himmelsleiter

Dadurch, dass Christus  für uns  litt und starb, hat er  uns  das verschlossene Paradies, die ewige Heimat  im Himmel wieder eröffnet. Durch seine Leiden ist er  eingegangen  in die  Herrlichkeit  seines Vaters und hat auch uns den Weg  dahin  gebahnt Wie erhebend, wie tröstlich  ist dieser Gedanke  für uns alle! Ehe das Kreuz war, sagt der heilige Augustinus, gab es auch noch  keine  Leiter  zum Himmel, darum konnten weder Abraham, noch Jakob, noch David, noch auch  irgend ein anderer Mensch  dorthin gelangen.  Nun aber  ist diese Leiter aufgestellt, das Kreuz ist errichtet, und  der Eingang zum Himmel  steht offen. Darauf weist auch  schon der heilige Paulus mit  den Worten  hin. ,,  Wie es also   durch die  Übertretung  eines  einzigen  für alle   Menschen   zur  Verurteilung  kam, so wird   es  auch  durch  die gerechte Tat  eines  einzigen  für alle Menschen   zur Genrechtsprechung  kommen, die Leben  gibt “ Röm 5,18 Alle frommen, christlichen Seelen fanden in diesem tröstlichen Gedanken  Ruhe und Beseelung  in den  Tagen des Lebens,  wie in der Stunde des Todes. Karl Clarentin war ein frommer studierender Jüngling im Kollegium zu Amiens und das Muster seiner Muster seiner Mitschüler. Er schien eine blühende Gesundheit zu genießen, aber auf einmal verfiel  er in eine sehr schmerzliche und gefährliche Krankheit. Er täuschte sich nicht  über seinen  Zustand, sondern verlangte und empfing sogleich mit herzlicher Andacht die heiligen Sakramente. Einst,  da er mehr als gewöhnlich zu leiden schien, näherte sich ihm sein Beichtvater, um ihn bei seiner Geduld zu erhalten und fragte ihn nach seinem Befinden. Mein Vater!  antwortete Karl, indem er beide Hände auf die Brust legte, was  den Leib betrifft, so  gestehe ich, dass er  viel leidet, meine Seele aber ist  voll Trost. Der Diener des Herrn hielt ihm das  Kreuz hin. Er ergriff es und wiederholte mehrmals unter freudigen Küssen, womit er   dasselbe bedeckte. Meine Liebe  ist gekreuzigt  und ich lebe noch. Darauf  hielt  er das Kreuz an seine Augen und sagte. Seht ,das ist  mein Panzer und mein Schild. Das ist  meine  Leiter, auf  welcher ich zum Himmel emporsteigen  will. Vater in deine Hände   empfehle ich  meinen Geist und  dabei  die Himmelsleiter  des Kreuzes   fest  an sein  Herz  drückte. Auch uns   steht  dieser Weg  offen, auch  für  uns  ist  diese Himmelsleiter  des  Kreuzes  und wenn wir   zum Himmel  gelangen wollen , so dürfen  wir uns die Mühe  nicht  bereuen lassen.  Die Himmelsleiter oder der Weg des Kreuzes ,muss  der sicherste Weg zum Himmel sein, da Christus selbst uns  darauf vorangegangen  ist. Er spricht; Ich bin der Weg, die Wahrheit und das  Leben. Dieser Weg des Kreuzes ist der leichteste. Es ist  doch offenbar viel leichter, unser Kreuz mit  Geduld  zu tragen, als die Schuld  im  Fegefeuer  zu büßen; ja weit leichter ist es  sagt  der heilige Pacian, durch das Wasser  der Busse , als  durch Feuer  gereinigt zu werden. Durch geduldige Ertragen  seiner Leiden kann er schon  auf Erden  seine Schuld   an die  göttliche Gerechtigkeit  abtragen.. Schön bemerkt  in  dieser  Beziehung  der heilige  Vinzent Ferarie. Der  Herr  sendet   uns  Leiden und Kreuz und  gibt  uns dadurch   Mittel, unsere Schulden an seine  Gerechtigkeit   ab zutragen. Wer also  vernünftig  ist,nimmt solche  mit Freude  an, denn  er  erwägt das Gute, das er  daraus  gewinnt, als das  Böse,  das er dadurch  empfindet. Um diese Wahrheit zu veranschaulichen, trug  eben genannte Heilige  seinen  Zuhörern  folgende Parabel  vor: Ein  König  hielt  zwei  seiner   Untertaten von  welchen jeder ihm  eine ungeheure   Summe  Geldes  schuldig war im  Kerker   gefangen. Da er  nun sah , dass sie diese  Schulden  nie bezahlen würde, weil sie durchaus kein   Vermögen hatten, ging er  in das Gefängnis hinab  und warf   jedem    eine   volle   Geldbörse   an den  Kopf. Beiden  nun  tat  dieser   Wurf   sehr   wehe ,  doch betrugen  beide  sich nicht  auf  dieselbe Weise.  Denn der Eine  ward  sehr  zornig  darüber, dass er also  ward geworfen  worden, verachtete die  Geldbörse  und  brach in  schmähliche Worte  aus, der  andere  hingegen, der vernünftiger   war,  nahm  das  Gold, dass ihm war   zugeworfen worden, bezahlte   was er schuldig war und entkam damit dem Gefängnisse. Seht sprach hierauf der Heilige wir sind  in demselben  Falle, wie  diese Gefangenen. Alle sind wir gegen die göttliche Gerechtigkeit  verschuldet, teils für  die Wohltaten die Gott uns  erwiesen  hat, teils wegen so vieler  Sünden,  womit  wir  belastet sind. Nun sendet, von Mitleid gegen uns  gerührt- der  himmlische   König uns das Geld  der  Geduld  in dem  Beutel der Trübsal. Jene nun,  welche dieselbe  geduldig  ertragen, bezahlen   Gott ihre  Schulden  mit  diesem  unschätzbaren  Gold und  werden  seine  Freunde,  indes jene, welche darüber  murren  und unwillig werden , statt dem Herrn  zu danken, ihre  Schulden noch mehr  vergrößern  und  seine  Feindschaft sich  noch  höherem Grade  zuziehen.  Der heilige Petrus  schreibt; Christus   hat für uns gelitten     und hat   euch  dadurch    ein Beispiel    hinterlassen  , dass  ihr  seinen   Fußstapfen   nachfolgt. So  wandelt   denn    den    königlichen     Weg des   Kreuzes. Es ist ja  der  sicherste, der  leichteste und kürzeste   Weg  zum  Himmel.

24. Sonntag B Mk 8,27-35

24.Sonntag 2015 –  Auch Böses ist für etwas gut

Einführung

Das heutige Evangelium führt uns zur Besinnung. Was für eine Einstellung haben wir zum Kreuz, zum Leiden? Ist das Leiden, das Kreuz nur etwas unvermeidbar Böses, das wir ertragen müssen oder kann uns das Leiden, das Kreuz auch Gewinn bringen?

Predigt

Wer einen Gips auf dem Fuß hat, ist traurig, dass er zu Hause bleiben muss. Das durchkreuzt alle seine Pläne. Aber dann stellt er fest, dass er ein Buch vollständig gelesen hat, welches er, wenn er gesund wäre, nie ausgelesen hätte. Der Gips war also nicht nur ein Hindernis, sondern auch sinnvoll. Ein Mensch, der  den Zug versäumt, hat  Pech. Wenn er dann auf einen anderen Zug wartet, trifft er dort vielleicht einen Menschen, mit dem er einiges zu besprechen hat. Er stellt dann fest,  dass das Versäumnis ein Segen war. Zum Leben gehört auch die Fähigkeit, die Sachen von einer anderen Seite zu sehen. Zu dieser Erkenntnis kamen auch die Apostel. Auf der einen Seite sahen sie Jesus als einen populären Mann, der Wunder wirkte, der heilte, der Erfolg hatte, der klug erzählen konnte, dem die Menschenmenge folgte. Auf der anderer Seite sollten sie begreifen, dass auf Jesus der schreckliche und unausweichliche Tod wartete.

Der Evangelist Markus berichtet  im achten Kapitel seines Evangeliums von drei unterschiedlichen Situationen. Zuerst bekennt der heilige Petrus begeistert: „Du bist der Messias“. Dann sagt Jesus: „Der Menschensohn  muss vieles erleiden  und  von den  Ältesten, Höhenpriestern   und  Schriftgelehrten   verworfen  werden, er werde  getötet werden, aber  nach  drei  Tagen   auferstehen.“ Und zum Schluss sagt Jesus:  „Wer  zu mir  gehören  will, der  verleugne sich  selbst, nehme sein  Kreuz  auf  sich  und  folge  mir nach.“

Jesus versuchte, seine Jünger zu erziehen. Er stellt Petrus die Frage: „Wirst du  in mir auch den Messias sehen, wenn ich bespuckt, mit Dornen gekrönt und geprügelt werde?   Wenn ich nicht mehr populär bin, sondern verurteilt werde? Wirst du an Gottes Versprechungen glauben, wenn du mich am Kreuz sehen wirst? Wirst du auch dann bekennen, dass ich der Messias bin?“  Petrus hat nicht  begriffen, dass Jesus der Gesandte Gottes ist, der zuerst gefeiert wird, dann aber leiden muss, um der Welt die Erlösung zu bringen. Für alle Apostel war es schwer, zu verstehen, dass Jesus verurteilt und erniedrigt wird. Sie erwarteten von ihm,  dass er die Freiheit bringt, aber als gefeierter Sieger. Gott aber hat  für seine Jünger  einen anderen Weg.  Jesus sagt: “ Wer  zu mir gehören will, der verleugne  sich selbst, nehme  sein Kreuz auf sich  und folge mir nach“. Das bedeutet,  seinen Egoismus zu verleugnen, weil die Konzentration nur  auf sich selbst und   nur den eigenen Sehnsüchten  und Träumen zu folgen, den Menschen nicht zum Glück gereicht. Immer müssen wir fragen: „Was ist der Wille Gottes? Was will Gott von mir?“

Der belgische katholische Ordensgeistliche Phil Bosmans schrieb zu diesem Thema: Die Nacht ist nie so dunkel, sodass du keinen Sterne findest. Keine Wüste ist so öde, sodass du kein Wasser findest.

Noch eine kurze Geschichte: Ein Leutnant sollte zum ersten Mal mit seiner Auserwählten zusammentreffen. Sein Herz klopfte heftig. In 6 Minuten wird er eine Frau sehen, die  er nie gesehen hatte. Wie haben sie sich ohne Begegnung kennengelernt? Er las in einem Ausbildungslager ein Buch über menschliche Versklavung. Er wunderte sich, wie das möglich sei, dass die Autorin in diesem Buches so genau in sein Herz sieht. Er suchte den Namen der Autorin im Telefonverzeichnis und erfuhr dadurch ihre Adresse. Da schrieb er ihr  einen Brief und er bekam Antwort darauf.  Es kam dann zu einem regen Briefwechsel zwischen den beiden.  Sie vereinbarten, sich zu treffen, aber er wurde versetzt in eine weit entfernte Gegend. Er verlangte von  der Frau ein Foto, aber sie schrieb ihm:  „Wenn ihre Gefühle zu mir wirklich echt sind, dann liegt es nicht daran, wie ich aussehe. Vielleicht bin ich sogar schön. Mich verfolgt stets der Gedanke, dass sie mich ausnützen würden. Ein solche Liebe würde mir nicht gefallen. Ich bin nur eine  ganz gewöhnliche Frau. Mich verfolgt auch der Gedanke, dass sie  mir nur deshalb schreiben, weil Sie einsam sind, weil Sie niemanden haben. Verlangen Sie nicht ein Foto von mir!  Kommen Sie nach New York, sie werden mich sehen, und dann können Sie sich ihre Meinung über mich bilden. Ich werde eine Rose angesteckt haben, damit sie mich erkennen.“ Gesagt, getan! Dann war es so weit. Auf dem Bahnhof näherte sich ihm eine schlanke, große Frau mit blonden Haaren und blauen Augen. Er ging auf  sie zu. Die Frau sagte zu ihm: „Kennen wir uns?“  Da nahm er plötzlich wahr, dass die Frau keine Rose angesteckt hatte. Er wurde stutzig, schaute sich um und sah eine Frau mit Rose. Sie war zirka 40 Jahre alt, ein bisschen mollig und hatte ein wenig ergrautes Haar. Der junge schlanke Frau entfernte sich schnell. Schließlich ging er zur Frau mit der  Rose. Er stellte sich vor und  sagte: „Ich bin froh, dass Sie gekommen sind, um uns zu treffen.  Darf ich Sie zum Abendessen einladen?“  Die Frau antwortete ihm: „Ich weiß  nicht, was das bedeutet, aber diese schlanke Frau vorhin bat mich,  dass ich diese Rose anstecke. Außerdem hat Sie zu mir gesagt, wenn Sie mich zum Abendessen einladen, soll ich Ihnen sagen, dass sie im Restaurant auf Sie  wartet. Sie sagte mir, dass wäre eine Prüfung.“

Wir dürfen nicht auf der ersten Blick hereinfallen. Der zweite Blick  ist notwendig. Der erste Blick auf Jesus zeigt : Jesus wurde besiegt, er wurde erniedrigt. Der zweite Blick auf Jesus zeigt: Jesus ist Sieger, er ist mächtiger als der Tod. Das gilt zu bedenken. Verweilen wir niemals nur beim ersten Blick!

Maria Geburt 2015 B

Gott, der Maria zur  Mutter seines Sohnes erwählt  hat,sei mit euch

Mit Freude feiern wir Mariä Geburt, denn  aus ihr ging  hervor  die Sonne der Gerechtigkeit-Christus. Am  Geburtstag unserer irdischen  Mutter bemühen wir uns  zu ihr  zu kommen und Freude ihr zu machen. Heute wollen wir   Freude unserer himmlischen Mutter machen.

Herr Jesus, du hast Maria zu deiner  Mutter erwählt, Herr erbarme  dich unser

Herr Jesus, du hast Maria mit der  Fülle der Gnade ausgestattet, Christus  erbarme dich unser

Herr Jesus,  du bist Mensch geworden im  Schoß  der Jungfrau, Herr erbarme dich unser

Wir kennen Maria aus verschiedenen aufgemalten  Bilder. Jeder  Künstler stellte sich ihr anders vor . Wir kennen gotische, -renaissance, moderne Bilder von Maria, aber auch völkisch  Bilder in unseren  Kirchen. Alle diese  Bilder beweisen/zeigen/ , dass Maria  eine wirkliche Frau,  eine wirkliche Mutter ist, wie die Millionen anderen Frauen und doch  nur sie  bejubeln wir  und  das schon  zwei Tausend Jahren lang   nach ihrem irdischen Leben.Wie erklären wir, dass noch nach  zwei tausend Jahren  erfüllt sich ihre Vorhersage ,,von nun an preisen mich  selig alle Geschlechter“  Worin besteht die wirkliche Große Mariens, die ihre geistliche Schönheit bildet. Das ist der Fakt, dass sie der Welt Jesus Christus gebar. Das ist ihr größte Privilegium. Wir danken Gott, dass er solche Mutter uns gegeben hat und folgen wir ihren Tugenden.

Zum Vater aller Menschen, der die Sünder liebt, beten wir voll Vertrauen.

Den Herrn, der alles  erfüllt, wollen wir um den Frieden  bitten, der uns  verheißen ist

Selig, die mit  Gott leben in dieser  Welt  und Erlösung finden am Letzten Tag.

Was macht einen Christen – Christen

Ein Astronaut fliegt nach den Mars. Er landete dort. Eine Frage. Kann er dort /auf dem Mars/ ein Christ sein? Ein Eingeborener fand  auf einer pazifischen Insel in den Überresten einer Mission  Station die Bibel. Er begeistert sich und er will der Nachfolger Jesu Christi sein. Kann ein isolierter, einsamer Einheimische Christ zu sein? Robinson  Crusoe lebte alleine auf einer Insel, konnte er dort ein Christ sein?

Was ist das wesentlichste  Wesen  des Christentums? Ein Christ unterscheidet sich vom Nichtchrist  im Grunde  einzig durch das Ziel.

Der Sinn des Lebens eines Christen ist: Erlernen zu leben, zu tun, zu denken in jeder Situation wie Jesus und sein Leben  mit Gemeinschaft mit ihm zu  leben.

Die Änderung des Zieles, als  das wesentliches Zeichen des Christen. ,,D0ch was  mir  damals  ein Gewinn  war, das habe  ich  um Christi willen als Verlust  erkannt. Ja, ich sehe sogar alles  Verlust an, weil die  Erkenntnis  Christi  Jesu, meines  Herrn, alles  übertrifft. Seinetwegen habe ich das alles  aufgegeben und  halte es  für Unrat um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein. Nicht meine eigene  Gerechtigkeit  suche  ich, die aus dem Gesetz  hervorgeht,sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt die Gerechtigkeit, die Gott Kraft des Glauben an Christus kommt die Gerechtigkeit, die Gott Kraft des Glaubens  schenkt.  Christus will ich  erkennen  und die Macht seiner  Auferstehung   und  die Gemeinschaft  mit  seinen  Leiden;  sein Tod soll mich  prägen. So hoffe ich  auch zur  Auferstehung  von den Toten zu gelangen. Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder  dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil  auch ich  von Christus  Jesus  ergriffen worden bin. Brüder,ich rede mir nicht ein, dass ich es  schon ergriffen  hätte. Eines   aber tue ich  : Ich vergesse, was hinter mich liegt, und  strecke mich  nach dem  aus, was vor  mir ist. Das Ziel vor Augen  jage ich nach dem  Stegespreis: der himmlischen Berufung , die Gott uns in  Christus Jesus schenkt“ Phil 3,7-14

Die gleichen  Werkzeugen- ein verschiedenes Ziel.  ,, Wisst ihr  nicht  , dass die Läufer  aber  nur  einer  den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn  gewinnt, Jeder  Wettkämpfer   lebt aber völlig enthaltsam, jene tun  dies,  um einen  vergänglichen  Siegeskranz zu gewinnen“ 1 Kor 9,24-25

Die Identität eines Christen aus der Bibel.

  • bin  ,,das Kinder  Gottes genannt werden, und  wir  sind es“ 1 Joh 3,1

  • meine Heimat. ,, Unsere Heimat  aber ist  im Himmel. Phil 3, 20
  • mein Vater. ,, Auch  sollt  ihr  niemand  auf  Erden  euren  Vater nenne, denn  nur  einer  ist euer   Vater  , der  im Himmel „B Math 23,9
  • meine  Familie. ,, Ihr seid  also  jetzt  nicht  mehr  Fremde  ohne Bürgerrecht, sondern  Mitbürger der  Heiligen   und Hausgenossen   Gottes ,,Eph 2, 10

  • mein Sinn des Lebens. ,, Ihr sollt also vollkommen sein , denn auch  euer  himmlischer  Vater ist vollkommen“ Mat 5, 48
  • das verlangt. Alles  aber tue  ich , um am Heil  des Evangeliums  teilzuhaben.

  • wenn ich sterbe. ,, Ich habe  den guten Kampf  gekämpft, den  Lauf  vollendet, die Treue gehalten. Jetzt  liegt  für   mich der Kranz  der Gerechtigkeit   bereit, den  mir  der Herr, der gerechter Richter, geben wird  an jenem Tag , aber  nicht  nur  mir, sondern allen, die in Liebe  auf sein Erscheinen warte.“ 2Tim 4,7-8