Archiv für den Monat: März 2019

Jesu Verurteilung und Kreuzweg

Lange hatte Pilatus  geschwankt, manche  Versuche  gemacht, Jesus  loszulassen, endlich aber  siegte die Bosheit und Ungerechtigkeit. An  der Gunst  des  irdischen Kaisers lag ihm  mehr, als  an der  Gnade  dessen, der gesagt. Mein Reich ist nicht  von dieser Welt. Aus Furcht vor dem  Kaiser  gab er  den Juden  das heiligste  Blut  Jesu preis, und  sein  schuldbeflecktes  Gewissen  wollte  er mit Wasser   reinigen,  dass er  sich über  die Hände  gießen ließ und dabei  ausrief . Ich bin  unschuldig  an  dem Blute dieses Gerechten, da  seht ihr zu. Nein Pilatus, Du nennst  Jesus  gerecht und  vergießt dennoch sein Blut, du bist  also der  ungerechte, gewissenlose  Richter.  Und dasselbe unschuldige  Blut, das  Pilatus von  seinen Händen  abwaschen wollte, und  von seiner Seele  nicht  abwaschen konnte. Die  blutgierigen  Juden   riefen:  Sein  Blut  komme über  uns  und unsere  Kinder. O  schreckliche  Selbstverurteilung.  Wie  sie  in Erfüllung  gegangen. Jesus  wurde  nun vor den Richterstuhl des Pilatus  geführt   und zwischen  die  zwei  Schächer  gestellt. Da  stand  nun Jesus, das unschuldige Lamm, vor  dem  ungerechten  Richten, schweigend und seines  Urteils  gewärtig. Und  Pilatus  erhob sich  von seinem  Sitze  und sprach. So  verurteile  den  Jesus  von  Nazareth  den König  der Juden,  dass er  an das  Kreuz  genagelt  werde. Das  Wort  war  also ausgesprochen.  Jesus  soll sterben am Kreuze für die  Sünden  der Menschen, er  soll  sein Leben hingeben in schmachvollen Tod,  um  die  Menschen  vom ewigen  Tode  zu retten. Kaum  hatte  Pilatus das Urteil über Jesus ausgesprochen,  da  fielen  die  Kreuzigter über  den Herr her, rissen ihm  die Spottkleider  vom Leibe, nahmen  ihm die Dornenkrone  vom Haupte, um ihm seinen  eigenen  gewirkten Rock  anziehen   zu könnn,setzten ihm dann die Dornenkrone wieder auf und  führten  ihn  unter  Hohngelächter,  unter  Stoßen und  Schlagen   auf dem  Marktplatz,wo das  Kreuz war, an  welchem  das  unschuldige Osterlamm  geschlachtet  werden sollte. Als  Jesus das Kreuz, diesen  kostbaren  Opferaltar vor  sich am  Boden  liegen  sah, warf  er  sich  neben demselben  auf die  Knie nieder umfasste  es  mit den Armen, küsste es,  indem er  in der Stille ein leises   Dankgebet zu seinem himmlischen   Vater. Jesus  musste  nun   das schwere Kreuz  auf seine  rechte Schulter  nehmen    und mit  dem rechten  Arme   umfassen. Der göttliche  Heiland   zerschlagen und ermüdet, krümmte sich aber  unter der  schweren Last  des  Kreuzholz.  Seine  heiligen  Hände waren  von der Geißelung   verwundet und  geschwollen. Jesus  fand er keine  Erleichterung, sondern   von den Unmenschen, die  ihn umgaben,  musste   er  neuerdings sein  Kreuz wieder  fortschleppen. O wenn  wir  Jesus auf seinem  schmerzlichen  Wege  nach  Golgatha gesehen  hätten o wie  würden  wir  Mitleiden  mit  ihm  gehabt haben, wie  würden   wir  freudig  das Kreuz   ergriffen  und statt seiner   getragen haben. Doch  so  viel  fordert   der  Herr   von uns nicht einmal. Er fordert  nur  das kleine Kreuz   das er  uns  hie und da   auflegt, ihm  nachzu  tragen, indem er  gesagt hat. Wer mein Jünger   sein und mir  nachfolgen   will, der  nehme   sein Kreuz   auf sich und  so folge  er mir nach. Wir  können  es nicht  fassen  und uns  nicht  vorstellen, was  Jesus  auf dem  schmerzlichen   Wege  nach Golgatha  unter  der schweren  Last  des Kreuzes   gelitten, die unsere Sünden   auf seine   Schultern  geladen haben. Nur eine  Begebenheit, die  auf  diesem schmerzlichen Wege  sich  zutrug, wollen  wir noch etwas  näher  ins Auge  fassen, denn sie  ist  für  uns  von  besonderer Bedeutung. Als  Jesus die schwere  Last  des Kreuzes  auf den Kalvarienberg  hinaus trug,  folgte  dem Zuge  eine große  Menge Volkes, die einen verhöhnten und verspotteten  den Herrn, andere  hatten  Mitleiden  mit ihm, namentlich mehrere Frauen. Zu  diesen wendete sich  und sprach   zu ihnen. Ihr Töchter Jerusalems weint nicht über mich, sondern über euch selbst und eure Kinder. Denn siehe, es werden  Tage  kommen, an  welchen  man  sagen wird:  Selig  sind  die Unfruchtbaren, die  keine  Kinder  zu betrauern  haben. Dann werden  sie  anfangen  zu den  Bergen zu  sagen. Fallt der über uns, und  zu  den Hügeln, bedeckt uns.  Denn  wenn man  das  am grünen Holze  tut, was  wird  mit  dem  dürren  geschehen? Jesus  Christus  ist das grüne Holz, d.h.  der  fruchtbare  Baum , der  Baum  des ewigen Lebens, wir aber sind  unfruchtbar  Bäume. Wenn  nun , wie  wir  aus  den  bisherigen  Vorträgen  gesehen haben, schon  mit dem  grünen  Holze  so verfahren wird , wenn Gottes  Gerechtigkeit   von Jesus  seinem geliebten  Sohn ein so  schweres   Versöhnungsopfer   fordert, welche  Strafe wird  dann  erst  über  uns fallen.  Ó  fürchten wir  Gottes  Gerechtigkeit    und  seine  Gerichte und  suchen  wir  durch   eine  ernstliche  Buße   zu entgehen,  da  es  noch  Zeit   ist, wenn wir  vor dem  Gerichte   stehen. Endlich nach vielen  Misshandlungen   kam  der traurige  Zug  mit Jesu  unter  der  schweren  Kreuzeslast   am  Kalvarienberge,  dem  Orte der  Kreuzigung  an.

Montag der 4.Fastenwoche 4, 43-54

Jesus, der zum königlichen Beamten spricht. Geh hin . Dein  Sohn lebt; er sei mit euch.

Wir wissen, dass  das Leben ohne Bewegung, ohne Veränderung nicht möglich ist. Wir  können das  an den Kindern sehen. Das Kind wächst, ändert  sich. Unser Glaube  hat auch gewisse  Grade seiner Entwicklung.

Jesus, du hast  den Menschen  immer geholfen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast den Menschen Glauben verlangt. Christus, erbarme dich unser.

Du bist   gekommen, den  Quell des   ewigen    Lebens  zu öffnen. Herr,  erbarme dich    unser.

Das Evangelium zeigt uns heute drei Grade des Glaubens. Der erste Grad ist  gegründet   auf dem  Glauben  an Wunder. Es ist  der Glaube  derer, die  Bedingungen  auf Gott  setzen; darum kritisiert Jesus sie. Wenn ihr nicht   Zeichen und  Wunder   seht,  so glaubt  ihr   nicht. Der zweite Grad ist der Glaube an Gottes Wort. Ein solcher Glaube hatte  der  königliche Beamte, von dem das Evangelium sagt.  Und   glaubte, er  und   sein   ganzes Haus. Zu diesem Grad kam der Beamte, als er  erfuhr ,  dass sein Sohn  lebt. Hier sehen wir, dass er nicht nur bei den Worten Jesu bleibt. Der Glaube  des Beamten  ging  durch  drei  Entwicklungsstufen. Von   dem Glauben, der   auf dem  Wunder   der Heilung, dann auf dem Glauben an das  kraftvolle   Wort  Jesu  und zum Schluss  an Jesus’ Person, wo er sich  mit  Gott trifft, aufgebaut ist. Im Leben sind  wir uns   oft dieser drei Stufen des Glaubens  nicht bewusst.Es ist aber notwendig, dass wir im Glauben wachsen, dass wir  von Zeit zu Zeit   über unsere Beziehung     zum Glauben  nachdenken, über die Lehre Jesu Christi, über seine Person. Möge sich auch in uns der Glaube entwickeln.                                                                                                                                         

Jesus, der gütig  und   selbstlos ist,  kam  als Zeuge  der Liebe   Gottes. In seinem Namen  beten wir   zum Vater. 

Damit  wir  Ruhe  für unser  Herz finden, wollen  wir  den Herrn   um  Seinen Frieden bitten.   

Selig,  die  den Sohn  Gottes erkannt  haben und  heimfinden  in das  Land   seiner  Herrlichkeit,                                                                                                                                                                                                   

Samstag der 3.Fastenwoche Lk 18, 9-14

Jesus, der sagte: Der sich selbst  erhöht, wird  erniedrigt werden; wer aber  sich  selbst  erniedrigt, wird  erhöht werden. Er sei mit euch. Auf der anderen Seite

Das Gleichnis  stellt einen Pharisäer als  Vertreter  der jüdischen Religion und einen Zöllner als   öffentlichen Sünder dar. Der Pharisäer rühmt sich und bittet um nichts. Dagegen hat der Zöllner nichts, worüber er sich vor Gott loben kann. Darum bleibt er bescheiden hinten stehen  und bittet um Vergebung.

Jesus, du hast  die Armen selig gepriesen. Herr, erbarme  dich  unser.                                               

Du hast den Sündern  Verzeihung   verheißen. Christus,  erbarme dich unser.                                 

Du  wolltest  selbst  zu  den  Besitzlosen  dieser Welt   gehören. Herr, erbarme dich unser.

Stellen Sie sich eine Situation vor. Zwei Menschen betraten den Tempel, um zu beten. Der eine war ein erfolgreicher junger Mann, der in der Arbeit  gelingen ließ. Ihm fehlte nichts, und der zweite Mensch war eine Mutter, die  sich selbst um drei kleine Kinder kümmerte. Der junge Mann betete so.  Gott, ich habe alles; ich habe in meinem Leben vieles geschafft. Du weißt, wie viel ich  zur Kirche  beitrage. Du kannst mir nichts vorhalten. Mutter  kniete hinten und betete. Herr, ich weiß, dass  ich  deine  Großzügigkeit   nicht verdiene.  Aber es gibt mir die Kraft, meine Kinder auch heute zu versorgen, auch  wenn  es  mir schwerfällt,  das  Vertrauen  in dich  nicht zu verlieren. Welche Einstellung ist uns näher? Die Einstellung des Zöllners oder die des Pharisäers? Die Einstellung des jungen Mannes oder die der Mutter von drei Kindern. Nur hier geht  es nicht nur darum, dass wir vor Gott demütig knien und  Gott um Verzeihung  bitten werden.  Gott verzeiht uns, aber er verlangt von uns, unser Leben zu ändern. Wenn wir nichts für die Änderung unseres Lebens tun und unsere Reue nicht aufrichtig ist. Es kann aber Situationen   geben, in  denen wir gern unser Leben ändern wollen,  die momentane  Lage uns das jedoch nicht ermöglicht. Aber wenn wir die hätten, würden wir  unser Leben ändern. Dabei  sind wir vor Gott demütig,  denn  wir  sind unserer   Sündhaftigkeit bewusst.                     

Zu Gott  dürfen wir  zu jeder  Tages- und Nachtzeit  kommen. Und  selbst unsere  Fehler  und Schwächen brauchen  wir   vor ihm  nicht zu verstecken. So  beten  wir  nun voll  Vertrauen.     

Gottes Friede  wird  spürbar und  erlebbar, wo  Menschen  sich  auf  sein  Wort einlassen,  es sich  zu Herzen  nehmen  und  in  die Tat  umsetzen. Und  diesen   Frieden  des  Herrn   wollen  wir  uns  nun  gegenseitig    zusagen.                                                                                                                 

So spricht    der Herr. Wer zu  mir  kommt, den  werde  ich  nicht  abweisen,  

Freitag der 3.Fastenwoche Mk 12, 28-34

Jesus, der sagte, dass das erste Gebot die Liebe zu Gott und zu den Nächsten ist, sei mit euch.

Jeder von uns kennt das Lied: „Näher an dich, Gott. Dieses Lied wird auf Begräbnissen gesungen und man spricht davon, dass es auf dem Schiff Titanic entstand, als es  sank. Das ganze Lied ist  der tiefe und aufrichtige Aufschrei des Menschen, der sich am Ende des Lebens nach Gottes Nähe sehnt. Er sehnt sich danach, nicht weit vom Gottesreich entfernt zu sein.

Jesus, du lehrst uns, dass das Hauptgebot die Liebe zu Gott und zu den Nächsten ist. Herr, erbarme dich unser.

Unsere  Lieblosigkeit ist in  deinem Kreuz aufgehoben. Christus  erbarme  dich unser.

Vergib uns,wenn unsere Liebe so klein und schwach ist. Herr, erbarme dich unser.          Im Evangelium haben wir gehört, was notwendig ist, um nicht weit  von Gottes Reich entfernt zu sein. Gott zu lieben von ganzem Herzen und dem Nächsten wie sich selbst. Vergleich  Mr 12,30-31.  Gott will keinen gespaltenen Menschen. Gott verlangt vom Menschen Liebe. Die Liebe zu Gott und zu den Nächsten ist mehr als nur Opfer und Gabe zu bringen. Die Liebe zu Gott und die Nächstenliebe sind die Früchte, die Gott von uns erwartet. Was sagen uns unsere Herzen? Lieben wir Gott aus dem ganzen Herzen? Und lieben wir den Nächsten wie uns selbst. Wenn noch nicht, ist nichts verloren. Ein Rat. Beginnen wir als Erstere zu lieben.  Warten wir nicht auf die anderen. Wenn wir uns an diesen Rat halten, werden wir unser ganzes Leben und auch die Welt  um uns herum verändern. Nie widerrufen wir  unseren Vorsatz, Gott und unsere Nächsten zu lieben, auch wenn unsere Liebe  nutzlos  zu sein scheint. Ein  schönes Beispiel  für die Liebe   Gottes  und die Nächstenliebe  ist Pater Maximilian Kolbe. Er  wählte  den Tod, um das  Leben seines Nächsten zu retten. Und auch in der Todeszelle, wo es wirklich schwierig war, zeigte er ein unvergleichliches Beispiel der Liebe. Vorher ertönten immer wieder Flüche und Schimpfwörter aus der Todeszelle. Jetzt klangen Gebete, Lobgesänge. Liebe  überflutete  das Herz Maximilian  Kolbes mit einem Strom der Gnade. Bis zur letzten  Weile diente er seinen Mithäftlingen. Er hat ihnen die Beichte abgenommen und sie zum Tode verurteilt.  Pater Kolbe ist der Beweis   für den Sieg der Liebe. Ich will  in  dein Reich  kommen, Herr. Herr, lehre mich , dich  zu lieben  und meine Nächsten zu lieben.                                                                                                                Wenn wir  beten, dann  öffnen wir die  Tür  unseres Herzens  für  die  Begegnung   mit  dem  Gott unseres  Lebens. Im  Wissen  darum,  dass  wir  jetzt  in  seiner  Gegenwart  stehen, beten  wir  vertrauensvoll.                                                                                                       

Herr Jesus  Christus,  mit   unserer  kleinen  Kraft  suchen wir,  was  den  Frieden  schafft , den  Frieden  unter den  Menschen, den  Frieden im Innersten unseres Herzens.  Wo  wir  schwach sind  oder  den  Unfrieden  spüren,  rufen  wir  zu dir.                                                                                                                                                                                Singen will ich  dem Herrn, weil  er  mir  Gutes  getan hat; den Namen des  Höchsten will  ich  preisen.   

4, Fastensonntag C Lk 15, 1-3,11-32

Zuhause ist ein Ort, zu dem ich gehöre.   

 Einführung

Die Menschen abzuschreiben als verlorene  Fälle ist das Problem des heutigen  Evangeliums. Alle Zöllner  und Sünder  kamen zu Jesus  um ihn zu hören, Die  Pharisäer  und die Schriftgelehrten empörten  sich darüber. Er  gibt  sich  mit Sündern ab, isst sogar  mit ihnen. Die Pharisäer wollten, dass Jesus diese Leute  nicht wahrnimmt, und zeigten ihnen, dass sie verlorene Fälle sind. Gottes Einstellung zu den Sünder, aber ist anders.

Predigt

Die Pharisäer, deren Name „abgetrennt“ bedeutet, waren die Leute, die mit den Sündern nicht verkehrten, sie hatten keine Kontakte mit ihnen. Jesus aber hält die beiden Gruppen /Pharisäer und die Sünder/ für die Kinder denselben himmlischen Vaters und so gegenseitig für die Brüder und Schwestern Jesus erzählte ihnen, anstatt mit den Pharisäern zu streiten, die Geschichte von einem Vater und seinen Söhnen. Beide Söhne verlor der Vater. Der jüngere Sohn verlor sich in einem fernes Land und der ältere Sohn zu Hause. Der jüngere Sohn fühlt  sich  zu Hause nicht wohl.  Er sehnt sich nach einem freien, ungebundenen Leben. Sein Weg nach dem Glück aber endet schlecht. Er hat hunger, er ist abgerissen, verlassen.  Ist hier eine Gefahr, dass er  weit weg  von Hause  vergessenen  sterben wird. Er wurde  sich seines Elends voll bewusst. Was für eine Schande.  Wohin  er geriet? Der  Schweinekoben ist nicht der Ort, wo er gehört. Erst jetzt ist ihm klar, wohin er gehört. Er hat ein Zuhause, und gehört dort. Vielleicht es gibt kein wirksameres Mittel festzustellen wohin wir gehöre, als der Hunger. Die Vision einer  regelmäßigen  warmen  Mahlzeit genügte, um nach Hause zu  kehren. Er dachte nach, was er dem Vater sagen wird,  wenn er sich mit ihm treffen wird. Sein Vater  hatte sich nie  mit seiner   Abreise  abgefunden. Obwohl der Sohn verzichtete auf seinen Vater, der Vater verzichtete nicht auf seinen Sohn. Er ist der Vater, der   darauf wartet, dass sein Sohn  zurückkehrt. Die Liebe  zum Sohn stärkt ihn  in der Hoffnung, dass  der Sohn   zurückkehren wird. Und als er endlich seinen Sohn in der Weite wahrnimmt lief  er zu ihm los. Wenn jemand dir entgegen kommt , ist dein Weg immer kürzer. Statt  Vorwürfe und Hören der vorher bereiteten Sprache. organisiert er ein Festmahl.  Wie sonst?  Doch sein Sohn  kehrte zurück.                                                     Der ältere Sohn, wenn er nach Hause kam, ist überrascht, als er die  Musik hört. Ein Diener sagt zu ihm, dass sein jüngerer Bruder kam zurück und sein Vater richtete von  der Freude ein Gastmahl aus. Der ältere Sohn,  teilt  die Freude  seines Vaters nicht. Er lehnt ab,  zum Gastmahl  zu gehen. Der Vater ging ihm entgegen, und was er von seinem Sohn hört, sind lautere Vorwürfe. So viele  Jahre  schon  diene ich  dir und nie habe ich  gegen deinen Willen  gehandelt, mir aber   hast du nie auch  nur  einen  Ziegenbock  geschenkt, damit ich  mit meinen  Freunden    ein Fest feiern konnte. Im griechischen  Original ist das Wort „douleuo“verwendet und das bedeutet „fronend“ Der ältere Sohn hielt also den Dienst dem Vater für das Scharwerk. In der Wirklichkeit ist er   vom Gefühl  seiner  eigenen  Gerechtigkeit  versklavt. Der  ältere  Bruder  hat  kein  Interesse  daran, seinem jüngeren  Bruder   näher zu kommen und durch seine Einstellung zeigt er, dass er von seinem Bruder getrennt ist. Wie die Pharisäer von den Sünder. Der ältere Bruder zeigt, dass er seinen jüngeren Bruder, für den Bruder nicht hält. Im Gegensatz  zu seinem  Vater  hat  er weder  Liebe noch  Erbarmen, Harte Arbeit  machte  ihn zu einem Mann mit hartem Herzen. Wenn  jeder von uns  in sein Innere schaut, wird er dort  wahrscheinlich etwas  von den drei Charakteren befindlich im Gleichnis von verlorenen Sohn. In jedem  von uns  befindet sich  ein Vater,  der scharfe  Augen hat, mit denen er fähig ist, diejenige zu erkennen, die verloren sind und die Hilfe  bei ihrer Bemühung, nach Hause . Und hier ist auch die Fähigkeit abzuschätzen, wann notwendig ist das Gastmahl auszurichten, auf dem der Betreffende die Sicherheit würde gewinnen, dass seine  Rückkehr  gewünscht ist  und unsere Freude über ihn aufrichtig ist. In jedem von uns befindet sich der jüngere Sohn, der sehnt sich danach alles ,,wegschnappen“ und auszuprobieren Es ist die Versuchung  das Leben in vollen Zügen  genießen, ohne Beschränkung. Das machen, was mir angenehm ist, sorglos  zu leben. Und in jedem von uns befindet sich auch der ältere Sohn, der den Menschen, denen er dient, treu ist, klar sagt, was ihn das alles kostet, und in einem  unerwarteten Moment  legt er ihnen seine Rechnung auch mit den  Zinsen vor und auch wenn er auf ihre Zahlung  nicht dringt, spürt er die Freude, dass der andere davon weiß Welche dieser Einstellungen ist in diesem Moment deines Lebens  dominant? 

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Donnerstag der 3.Fastenwoche, Lk 11, 14- 23

Jesus ,der  einen bösen Geist  austrieb, der stumm  war, sei mit euch.

Glaub  mir, dass das  Königreich  fallen  wird, wenn  in ihm  an Liebe fehlt. So singt man in einem Lied. Die Liebe, die Menschen  vereint, die Unliebe  teilt sie, die  Sünde  trennt  uns  von Gott. Nur in der  Einheit   mit anderen kann man vollwertig  leben. In der Einheit liegt die Zukunft. In der Trennung liegt der Niedergang.                                             

Jesus, du bist  gekommen,  um zu retten und zu heilen. Herr, erbarme dich unser.                       

Du  hast  das  Leben  in Fülle  verkündet. Christus, erbarme dich  unser.                                           

Du stärkst uns  mit deinem  Wort, deinem Brot , deiner  Gegenwart. Christus, erbarme dich unser.                                                                                                                                             

Kommen  wir  zu den Worten Jesu  aus dem heutigen  Evangelium zurück: Jedes Reich, das in sich   gespalten  ist, wird veröden  und ein Haus  ums andere  stürzen.  Das Evangelium zeigt, dass die Macht  der Dämonen  gegen Jesus  praktisch  wirkungslos ist. wie es aus  der Heilung  des Stummen  hervorgeht. Auch die jüdischen Exorzisten  /Eure Söhne/ treiben die bösen Geister mit Gottes Macht,  nicht durch Zusammenarbeit mit  Belzebul. Jesus arbeitete auch nicht mit Belzebul zusammen. Er hat  klar gesagt, dass Satan nicht gegen Satan kämpfen kann.  Jesus war aber „persona non grata“, und seine Feinde nutzten jede Gelegenheit, um ihn anzuklagen. Auch wenn diese Beschuldigungen nicht wahrheitsgemäß waren. Heute gibt es schon wenige Königreiche, und so scheint es, dass die Worte Jesu, „Jedes Reich, das  in sich   gespalten ist  , wird veröden“,  nicht aktuell sind. Versuchen wir aber, anstatt des Wortes „Reich“ das Wort  „Herz“ einzusetzen. Dann würde daraus „hervorgehen“, veröden. Und das ist hinreißend aktuell. Unser Inneres muss einig sein. Wir können nicht lieben und auch nicht lieben: einmal Gott sagen ja, dann wieder nein. Es kann nicht so leben, dass wir in etwas auf Gott  hören und in etwas nicht. Jemanden werde ich lieben, ihm gut tun, andere hassen und ihnen schaden.  Jedes menschliche Herz, innerlich gespalten, wird veröden.                         

Mit  den  Worten Jesu  und der Kraft seines Geistes beten wir.                                                             

In Christus erkennen wir den Vater und  finden Einheit  und Frieden mit Gott untereinander. Deshalb bitten wir.                                                                                                                 

Herr, von den Früchten  deiner Schöpfung  werden alle  satt. Du schenkst dem Menschen  Brot von  der Erde  und Wein, der sein Herz  erfreut.


					

Mittwoch der 3.Fastenwoche Mt 5, 17-19

Jesus, der spricht: Ich bin nicht gekommen , um das Gesetz und die Propheten  aufzuheben; er sei mit euch.

Die Eltern, die sie erzogen haben, geben mir sicher recht, wenn ich sage, dass das Erziehen von Kindern nicht leicht ist. Zum Beispiel beginnt ein 3-jähriges Kind, sich bewusst zu werden, dass alles, was es will, es haben muss. In der Familie fühlt es sich als Wichtigstes, als Größtes an. Fühlen wir uns auch  vor Gott als die Wichtigsten, als die Ersten? 

Jesus, du hast uns gezeigt, was wir tun sollen, damit wir  im Reich Gottes groß sind. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  uns  das Geheimnis deines göttlichen Lebens  offenbart. Christus, erbarme dich unser.                                                                                                                                                 

Du hast gesagt, dass alles geschehen wird,was du vorhergesagt hast. Herr, erbarme dich  unser. 

Jesus sagt im heutigen Evangelium: Wer sie aber hält und lehrt, der wird  groß sein  im Himmelreich. Es ist klar, dass es nicht ausreicht, nur einige der Gebote Gottes einzuhalten. Wir müssen alle Gottes Gebote einhalten. Aber es ist wichtig, auch zu wissen, warum die Gebote einzuhalten sind. Aus Überzeugung, aus Angst oder  aus Bequemlichkeit,  aus Berechnung? Was für einen Sinn hat es, Gottes Gebote einzuhalten? Aus der Seite Gottes  ist die Ordnung gegeben, die dem normalen  Funktionieren  der Welt  hilft. Wenn wir  wollen, dass  unsere  Welt  normal  funktioniert, müssen wir Gottes Gebote einhalten. Heute ist der Zeitgeschmack  zu erklären . Ich halte Gottes Gebote ein. Ich stehle nicht; ich töte nicht. Aber die kirchlichen Gesetze hat die Kirche ausgedacht; sie haben  nichts  mit Gott zu tun; diese müssen wir nicht einhalten. Aber was ist die Kirche oder wer ist die Kirche? Der Haupt der Kirche ist Christus, und wir sind die Mitglieder der Kirche. Die Kirche ist nicht nur Papst und Bischof; jeder Getaufte ist die Kirche. Wenn wir dessen bewusst werden, dass  Kirchengesetze  uns  nicht  betreffen. Halten wir Gottes und kirchliche Gebote ein und lehren wir auch die anderen, diese Gebote einzuhalten, dann werden wir einen Platz  im himmlischen Reich haben. Machen wir das alles aus der Liebe zu Gott und zu den Nächsten.                                                                                                                                             

 Zum  Vater, der uns  liebt und seinen  einzigen  Sohn  für uns  hingab, dürfen wir  voll  Vertrauen  beten.

Der Sohn Gottes  wird kommen, um die Welt zu richten. Wir wollen  um seinen Frieden bitten.

Selig, die glauben und hinfinden  zum Leben und zur  Herrlichkeit des dreieinigen Gottes.

Dienstag der 3.Fastenwoche Mt 18, 21-35

Jesus, der sagte: Das Himmelreich  ist einem König gleich, der mit seinen  Knechten  rechnen wollte; er sei mit euch.

Gott, der  barmherzige Vater, hat durch  den Tod  und die Auferstehung  seines Sohnes die Welt  mit sich versöhnt und den Heiligen Geist  zur Vergebung  der Sünden gesandt. Durch  den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. Diese Worte hören wir jedes Mal bei der heiligen Beichte. Gott zählt nicht, wie oft er uns vergeben hat.

Jesus, du bist gekommen, um unsere Sünden  zu vergeben.  Herr, erbarme dich  unser.

Durch deinen  Tod  wolltest du uns  ein neues  Leben  schenken. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns gelehrt, dass Gott unser barmherziger Vater ist. Herr,erbarme dich unser.

Als Petrus Jesus fragte, wie oft er dem Bruder  vergeben soll, der an ihm  gesündigt hat. Jesus sprach  siebenundsiebzigmal. Diese Antwort Jesu hat einen Zusammenhang mit einem alten biblischen Text. Kain soll siebenmal  gerächt  werden, aber  Lamech  siebenundsiebzigmal. Lamech war der Nachkomme Kains und er  sprach  zu  seinen Weibern Ada und Zila. Ich  habe einen Mann für  meine Wunde und einen  Jüngling für  meine  Beule erschlagen. In der Gestalt Lamechs ist deutlich zu erkennen, wie die Menschheit ohne Gott fällt. Lamech erhebt sich über Gott. Lamech bestimmt, wie oft er sich rächen wird. Jesus möchte uns heute sagen, dass wir das Böse nicht damit besiegen, dass wir uns an jemandem rächen, sondern damit, dass wir unseren Schuldigkeiten vergeben. Verzeihen sollen wir immer, nicht  nur einmal oder manchmal. Die Sieben hat eine  tiefe  Bedeutung  in der Bibel. Die Nummer sieben bedeutet Fülle, und siebenundsiebzig bedeutet Fülle der Fülle. Jesus, als er Petrus sagte, dass er siebenundsiebzigmal verzeihen soll, wollte er ihm sagen, dass er mit Fülle der Fülle vergeben soll, anders gesagt: völlig und immer vergeben. Gott will uns vergeben, und er wartet. wenn wir ihn darum bitten. Es ist nicht leicht , um Vergebung zu bitten, weil wir dann unsere Schuld und unsere Fehler anerkennen müssen. Gott freut sich darüber, wenn wir ihm um Vergebung bitten, und er will, dass auch wir den anderen ihre Schulden vergeben.

Jesus hat uns im Gebet „Vater unser“ gelehrt, dass wir unseren  Schuldigern vergeben sollen. Wenn wir jetzt  dieses Gebet beten, denken wir an diese Worte.

 Die zu Christus  gehören  leben  in der Einheit  mit ihm  und dem Vater. So dürfen wir  um den Frieden  bitten.

Selig, die  eingehen  dürfen  in die Wohnungen, die  uns  der Herr im Haus  des Vaters  bereitet hat.

Jesu Dornenkrönung

Kaum hatte Jesus die  schreckliche  Marter  der  Geißelung  überstanden, so wartete schon wieder  eine neue Qual auf ihn.Die Soldaten, welche die Geißelung  vollzogen hatten, wollten sich und  ihren  Mitsoldaten, die  im Gerichts-hause waren, mit dem  armen  zerschlagenen Heilanden  ein  neues  Vergnügen  machen, dass ganz  ihrer  unmenschlichen Grausamkeit  würdig war. Dazu  nahmen  sie die  Veranlassung von dem Verbrechen  her, welches  man  dem  Herrn fälschlich  zur Schuldig legte. Man  beschuldigte  ihn, dass er  sich  zum König machen wollte. Dafür wollten  sie ihn zu einem Spottkönig  machen und  spottweise  seine  feierliche  Krönung  vornehmen. Sie führten   deßhalb Jesus von dem  Orte, wo er  gegeißelt  worden war, in den inneren  Hof des Gerichtshauses, wo sich   die  übrigen   Soldaten  aufhielten, und  riefen die ganz  Schaar   derselben zusammen. Wir wollen uns  im Geiste  in diesen  Hof  des  Gerichtshauses versetzen  und  und betrachten, was  fernen   mit Jesu   geschah. Das  erste Zeichen   der königlichen   Würde, womit man Jesus schmückte,war ein  alter, schlechter  Mantel  von roter Farbe, den die  Könige  trugen eine spöttische  Anspielung zu machen. Diese Schmach war aber mit  einer grausamer  Marter   verbunden, denn man  rieß dem Herrn seine   eigenen Kleider   vom  Leibe, um  ihm den  Spottmantel  anziehen    zu können und darum  wurden   die  durch die  Geißelung  erhaltenen   Wunden   auf  Neue   aufgerissen und sein  heiliges Blut  floss neuerdings  auf die Erde. O welcher  Schmerz, verbunden  mit Schmach  und  Verachtung.  Und Jesus   sagte nicht ein Wort. Er  ließ keinen  Seufzer  laut   werden, er  tat  nicht  den geringsten   Widerstand. Er ließ sich führen, seine   Kleider   ausziehen und das   Spottkleid  anlegen, wie sie wollten. Nehmen wir  es zu Herzen   wie  sehr Jesus   für   die  Zärtlichkeit    unseres  Leibes, für die   sündigen   Gelüste unseres  Fleisches für die  übertriebene, oft   unverschämte  Kleiderpracht und  für die  daraus   entstehende  Eitelkeit  und  Hoffart,   büßen   musste.   Das  zweite  Ehrenzeichen für  den   Spottkönig  war die Krone, aber nicht eine Krone   von Gold   oder Silber, besetz  mit  Perlen und Edelsteinen, sondern eine  Krone  von   scharfen, spitzen  Dornen. Und sie  flochten  eine Krone  von Dornen sagt die Schrift, und  setzen sie  auf sein   Haupt. Die  Soldaten  fuhren  in  ihrem  grausamen  Vergnügen, den Herrn  zu  misshandeln.  Sie  nahmen  einen  Bund  Dornen, welche lange und  scharfe, sehr feste   Stachel  hatten, flochten  daraus  eine Krone  setzen   sie  dem  lieben  Heiland  auf  sein   heiliges   Haupt und drückten  sie mit Gewalt auf  demselben fest, so   dass  die scharfen   Dorn spitzen tief   in das   Haupt   eindrangen ,und  Blut  von  allen  Seiten   herabfloß. O  ein  neuer  Schmerz und welch   ein Schmerz. O  wie  teuer  musste  musste  Jesus den Fluch der Sünde  büßen.  Wir wissen  ja,  dass  Gott ausdrücklich  zu Adam   sprach nachdem  er  sein heiliges  Gebot  übertreten  hatte:  Verflucht  sei  die Erde vor  deinem Angesichte.  Wenn du  sie  bebaust, soll  sie  sie  dir  Disteln  und Dornen  tragen. O unendliche  Gerechtigkeit, o unaussprechliche  Barmhrzigkeit   Gottes. Um diesen Fluch   von  der Erde  wieder  hinwegzunehmen  musste  die Frucht  dieses  Fluches  selbst  auf  Jesus  den Sohn Gottes  fallen. Dornen mussten sein  heiliges  Haupt verwunden. Und dennoch kann es  Menschen, kann  es  Christen  geben den Fluch  der Sünde wählen und  des  mit  Dörnen  gekrönten   Heilandes  spotten. Aber  es wird  an solchen  auch in Erfüllung  gehen.  Den Segen  haben sie  nicht  gewollt, der Segen  wird auch  ferne  von ihnen  bleiben, den Fluch  haben sie  gewählt, der  Fluch  wird   ihnen auch  bleiben. Das  dritte  Ehrenzeichen  des gekrönten  Spottkönigs war  der Zepter. Und sie  gaben  ihm  ein  Rohr  in seine  rechte  Hand. Anstatt des königlichen   Zepters  gab  man   ihm   ein    zerbrochen Schilfrohr  in die rechte  Hand . Auch  dieses  ließ sich   Jesus  gefallen. Er  nahm es   an   und   hielt es    in  der  Hand, wie es  verlangt wurde. In diesem Zustand    erschien  es nun.  Er der König  der ewigen  Herrlichkeit   vor  dieser   Schar   ausgelassener    Soldaten  als  höchst   lächerliches    Gegenstand.  Ó wenn diese Unmenschen  nur  die geringste   Gefühl  von  Menschlichkeit   in sich  gehabt  hätten. Sie  trieben  mit Jesus   allen Spott  und  Hohn. Sie  beugten  die Knie vor ihm und  verspotteten  ihn, sie  fingen an, ihn  Einer nach anderen zu  grüßen   und  sprachen.  Gegrüßt sei  du  König  der   Juden und   gaben   ihm  dabei  Backenstreiche. Sie schlugen mit  dem  Rohre auf  sein  Haupt, spien    ihn an  , fielen  auf die  Knie   nieder  und  brachten  ihm  zum Spotte  ihre  Huldigung  dar. O göttlicher Erlöser obwohl grausam mit Dörnern,  dennoch der König  der Könige o wie   teuer    hast du uns    du uns    erkauft ,  wie  viel   hat   dich   hat dich    unsere Seele   gekostet.  So übel  warst   du   zugerichtet durch du  zugerichtet    durch die    grausame  Geißelung  und die   darauf    folgende    Krönung   mit Dornen, dass selbst  Pilatus,  vor  welchem du    in diesem  armseligen, elenden Zustande, Mitleiden    hatte, dich  dem   Volk   vorstellte   und sprach   Ecce  homo,  seht   da den Mensch, seht ihn an ,wie   übel  er  zugerichtet   ist  und habt    doch    einmal    Erbarmen    mit ihn ,  denn   ein Mensch   ist   er ja    doch.  Aber  das  wütende Judenvolke    kannte    kein Erbarmen  mit ihm, sondern schrie, vom Satan gehetzt.  Hinweg   mit ihm, ans Kreuz    mit ihm .  Haben  wenigstens   wir   Erbarmen    und     Mitleiden    mit   dem  armen,  grausam, misshandelten   Jesus. Vergessen wir nicht das  Bild  , in welchem   sich  Jesus  uns   heute  gezeigt hat. Denken wir daran  besonders  zur Stunde   der Versuchung,  wie grausam   Jesus  für unsere Sünden gegeißelt wurde. Stellen wir ihn  uns   vor-    angetan     mit  einem alten    Spottmantel,  mit einem     Rohre  in  den   gebunden  Händen  mit   der   Dornenkrone   auf   dem   Haupte- und geißeln  wir  unser Fleisch, unsere    bösen    Begierden,  bezähmen     wir      unsere   Leidenschaften, sollte  es uns  auch  schwer  fallen, damit  wir  einst dort  mit  dem  göttlichen Heiland  auch mit  Herrlichkeit   gekrönt werden.          

Verkündigung des Herrn, Lk 1, 25-38

Jesus, dessen Mutter Maria, sei mit euch.

Auch heute  sehen wir wieder, dass vor  Gott kein  Ansehen der Person gelte. Als  der  ewige Ratschluss Gottes zur  Erlösung  des gefallenen Menschengeschlechtes seiner  Erfüllung  nahe war, wurde  der  Engel  des Himmels   nicht zu  einer  Kaiser- oder  Königstochter, sondern   zu einer   armen Jüngerin in dem  Städtchen Nazareth gesandt, ihr  anzukündigen, dass  sie zur  Mutter  des  Welterlösers auserwählt sei.

Jesus, du  bist der Immanuel. Du bist  gekommen, Gottes Willen zu  tun. Christus, erbarme dich unser.                                                                                                                                 

Du  bist  der verheißene Retter. Herr, erbarme  dich unser.                                                         

Maria nannte sich selbst  vor dem Engel in  aller  Demut eine  Dienerin  des Herrn. Wir wollen  jetzt Maria betrachten als eine  Dienerin  des   Herrn,welche  immer  den Willen Gottes tat. Ja, der Diener, eben  weil  er Diener ist, darf nicht nach  seinem eigenen  Willen  handeln; er  muss tun, was  sein Herr ihm gebietet. Und  je  fleißiger und pünktlicher  er  alles tut, was  nur  sein  Herr ihm gebietet, desto mehr  verdient er, ein guter und  getreuer Diener genannt  zu werden.  Wenn aber das ist, so erwies sich gewiss die  seligste Jungfrau Maria als die  beste,  die treueste  Dienerin des  Herrn,  denn sie  tat durchaus nichts  gegen den  Willen Gottes. Sie  beging ja in  ihrem ganzen  Leben nicht  die  mindeste lässliche  Sünde.  Nicht bloß keine  unrechte Tat ward  je  an  ihr  gefunden, sondern  auch  kein unrechter Gedanke, keine  unrechte  Begierde war  jemals in ihrer Seele. Rein und  unbefleckt blieb   ihr  Wandel bis  in den Tod. Sie  tat vielmehr nach dem Willen. Sie tat vielmehr  alles  nach  dem  Willen Gottes. Sie folgte ihren Eltern, sie  lernte, sie  arbeitete, sie  liebte ihren  jungfräulichen Gemahl,  sie  sorgte für  das göttliche Kind,  sie  erfüllte alle  ihre  Berufspflichten auf das  Eifrigste  und  Genauste, weil es  Gottes Wille war.  war. Gottes Wille war  die Richtschnur, nach der  allein  alle  ihre Gedanken, Worte  und  Werke geordnet und  gerichtet waren. So  erwies  sie  sich  als  treue Dienerin des  Herrn. Sollte denn  aber  Maria allein eine  Dienerin  des Herrn sein?  Sind  denn wir Maria allein eine Dienerin des  Herrn? Sind  denn  wir  nicht auch dazu erschaffen, Gott  zu dienen?  Ja, Gott  dienen ist  auch  unser ganzer  Beruf auf  Erden. Diener Gottes  zu sein, ist  unser  höchster Ehrentitel; der  Papst und  der  Kaiser können  keinen  höheren Titel haben,  und  jeder Heilige ist ein seliger Diener Gottes.  Diener Gottes zu  sein, und  zwar  in Wahrheit, das  soll  deshalb  auch unser eifrigstes Bestreben sein, und  zwar  in Wahrheit, um den Namen eines Dieners, einer Dienerin Gottes zu  verdienen; wir wollen vielmehr alles nach dem Willen Gottes. Alles  müssen  wir, wie  Maria, tun, weil es  Gott will und wie Gott es will. Der Wille Gottes wird  uns  aber deutlich   von  Gott selbst ausgedrückt in seinen  Geboten, in der  Stimme unseres  Gewissens,  in den  Befehlen und  Ermahnungen  der Eltern  und  Vorgesetzten, in  den  Vorschriften  unserer gemeinsamen Mutter,  der heiligen  katholischen  Kirche. Ein frommer  Ordensmann pflegte  zu sagen,  er  habe  drei  Verkünder des  göttlichen  Willens,  nämlich  Gott im Himmel,  seine  Vorgesetzten  im  Kloster und  sein  Gewissen in  seinem  Innern. So sollen auch  wir  alles  als   Gottes Willen erkennen, was  uns   Gott in den  zehn   Geboten   befohlen hat, was  uns   Christus, der  Sohn Gottes , auf Erden verkündet hat, was uns  das Gewissen   vorstellt . Maria  war in Wahrheit eine Dienerin des  Herrn,denn sie ergab  sich  auch  immer  in den Willen des  Herrn.                                                     

Der Engel Gabriel hat Maria Jesus als  Gottes Sohn und den Retter der  Menschen  angekündigt.  Mit ihm zusammen  dürfen  wir  zum Vater beten.                                                           

„Fürchte  dich nicht“, hat  der  Engel zu Maria  gesagt. Wir  bitten  um deinen Frieden,  damit sich niemand mehr fürchten  muss.                                                                                                                 

Seht, die  Jungfrau wird empfangen und einen Sohn  gebären  . Sein  Name  ist. Immanuel-Gott  mit uns.                                                                                                                          

Samstag der 2. Fastenwoche Lk 15,1-3,11-32

Jesus, der euch und seinen Vater als einen barmherzigen Vater vorgestellt hat, sei mit euch. 

Man spricht darüber, dass das Gleichnis vom verlorenen Sohn das Schönste ist. Jesus wollte uns in diesem Gleichnis zeigen, wie gut und barmherzig der himmlische Vater ist. Viele Menschen halten das für ganz selbstverständlich. Aber so selbstverständlich ist das nicht. Bei anderen Religionen ist Gott nicht barmherzig, und wenn man sich vergeht, existiert für ihn  die Vergebung nicht mehr.                                       

Jesus, du hast uns  heimgerufen ins Land des Vaters. Herr, erbarme dich unser.

Du rufst  uns  zum Festmahl  der  Versöhnung.  Christus, erbarme dich unser.

Du  hast  uns  das  neue Leben  geschenkt. Herr, erbarme dich unser.                                     

Der niederländische Kunstmaler  Rembrandt  van Rijn stellte in seinem Bild „Rückkehr des verlorenen Sohnes“ die tiefe Liebe des Vaters  zu  seinem Sohn in einem bekannten Gleichnis hervorragend dar. Rembrandts Bild ist so zutreffend, dass viele,  die es sahen, es zum Bedauern und zur Versöhnung mit Gott brachte.  Schönes Kleid, Ring,festliches Gastmahl sind die Symbole des Menschen, der zu Gott zurückkehrt. Der Schriftsteller und Priester Henri Nouwen erlebte diese Erfahrung. Als ich zum ersten Mal ein Rembrandt-Bild gesehen habe, habe ich mich danach gesehnt, dass auch ich in einer solchen sicheren Umarmung geraten könnte wie der Sohn auf dem Bild. Als ich sah, wie zärtlich der Vater seinen Sohn umarmt und an die Brust drückt, spürte ich tief in mir, dass ich eigentlich dieser verlorene Sohn bin. Ich wollte zurückkehren. Nouwens Betrachtung endet hier nicht. Er beginnt, sich mit dem älteren Sohn zu identifizieren. Trotzdem, dass Nouwen nie das Haus verließ und nicht sein Vermögen mit Huren vergeudete und der Schwelgerei nicht huldigte, wurde man sich seiner Eifersucht, Zorn und seiner raffinierten Heuchelei bewusst. Er wurde sich bewusst, dass sein Dilemma dem seines älteren Bruders entsprach. Wollte er, dass dieselben Hände ihn umarmen, die seinen jüngeren Bruder armten? Nouwen  begann zu begreifen, dass es nicht daran lag. welcher Sohn er war, aber dass er immer  der Sohn seines Vaters war. Das ist Gott, an den ich glauben will. Der Vater, der immer seinen Arm öffnet, der nie jemandem etwas aufzwingt, der immer erwartet, der immer die Hoffnung hat, dass seine Kinder zurückkommen, damit er ihnen seine Liebe zeigen kann. Er freut sich über die Vergebung und bittet uns um die Willigkeit, seine Barmherzigkeit zu empfangen.               

Als Glaubende wissen wir uns  von Gott angenommen und geliebt, so  wie  wir sind , mit all unseren  Stärken  und Schwächen. Deshalb beten wir voll Zuversicht.                          Allmächtiger  Gott, unser menschlicher Einsatz um Frieden und Gerechtigkeit stößt  wieder  an Grenzen. Diese Erfahrung   betrübt uns,sie öffnet  aber  gleichzeitig  unser Herz  für dich  und dein Wirken. Deshalb bitten wir.                                                                     

Wir wollen  dem Herrn danken für seine Huld, für  sein  wunderbares  Tun  an den Menschen, weil  er  die  hungrige  Seele mit seinen Gaben erfüllt hat.

Freitag der 2.Fastenwoche Mt 21, 33-43, 45-46

Jesus, der die Hohenpriester fragte: „Woher war die Taufe  des Johannes?“, sei mit euch.

Eines der Kriterien der Wertung des Menschen, besonders dann, wenn er in Ewigkeit weggegangen ist, ist, was er für die Familie und die Gesellschaft  getan hat. Jesus wirft  den Hohepriestern  und Pharisäern  ihr  unfruchtbares Leben vor, ein Leben ohne Früchte.  Darum sagt Jesus zu ihnen. Das Reich Gottes  wird von euch  weggenommen und einer Nation  gegeben werden, die  dessen  Früchte  bringen wird. Mt 21, 43.                                                                                                                                                                                        Jesus, du verlangst von uns, dass unser Leben fruchtbar ist. Herr, erbarme dich unser. 

Du lehrst uns in Gleichnissen. Christus, erbarme dich unser.                                                     

Du wirst das Gute belohnen und das Böse bestrafen. Herr, erbarme dich unser.                 

Das Bild des Weinbergs war  dem religiösen Führer Israels gut bekannt. Der Weinberg repräsentierte  die auserwählte Nation  Israel, und die Verwalter und Winzer waren Hohepriester und Schriftgelehrte,die aber ihrem Dienst untreu wurden. Viele Propheten machten auf die Sünden aufmerksam  und riefen zur Buße auf.  Gott sendet seinen Sohn,damit er die Ernte im Weinberg übernimmt. Die Ernte sollte die Frucht des Lebens  jedes Mitglieds des auserwählten Volkes sein.  Aber die religiösen Führer nehmen Jesus nicht auf und wollen ihn töten. Jesus beschuldigt die Hohepriester und Pharisäer des Verrats an den Interessen Gottes. Heute sind wir das Volk, dem der Herr seinen Weingarten anvertraut hat. Wir sind berufen, damit wir die Früchte  bringen. Jeder von uns bringt eine andere Ernte. Jemand dreißigfache, ein anderer sechzigfache und wieder  anderer  hundertfache Ernte. Die Fastenzeit ist für uns die Gelegenheit, uns daran zu erinnern,  nicht nur  an die historischen  Ereignisse  unserer Erlösung, sondern vor  allem daran, in unser Leben das Mysterium  des Kreuzes und  Leidens aufzunehmen. Durch unser Leiden Verbindung mit Christus durchleben   und am Erlösungswerk Christi  teilnehmen. Unsere Ernte ist nicht nur das Gute, das wir tun, sondern auch  unser persönliches Leiden  und Kreuz. In Verbindung mit Christus  haben   unsere persönlichen Leiden und das Kreuz  Erlösungswert  und  werden für uns  und für die ganze Kirche die Quelle des Heiles.                                                                       

Wer betet, ist nie  allein. Mit Millionen Schwestern und Brüdern in  allen christlichen  Konfessionen  sind wir  vereint, wenn wir  zum Vater  rufen.                                                                                                                               

Friede wird nicht  entstehen, wenn  wir  nur leer leeren. Worte machen. Aber wenn wir auf das Wort Christi vertrauen, dann kann die Rede vom Frieden das Hassgeschrei unserer  Zeit  überwinden. So  lasst und betet.                                                               

 Durch  die barmherzige Liebe  unseres Gottes hat uns das  aufstrahlende Licht  aus der Höhe besucht.                                                                                                          

3.Fastensonntag C Lk 13,1-9

3. Fastensonntag 2019- Geduld und Kreativität Gottes             Einführung

Liebe Freunde, nach dem Sonntag  der Versuchung  und dem  Sonntag  der Verwandlung  kommen wir zum Sonntag, der wir der Sonntag der Geduld  und  neue Chance  nennen könnten. Das Evangelium  entwickelt  diese  Idee  in einem Gleichnis von einem  unfruchtbaren Feigenbaum. Lukas  ist der  einzige Evangelist,  der dieses Gleichnis hat.

Predigt

Der Herr  des  Weinbergs  pflanzte  einen  Feigenbaum.Dann ging er  drei Jahre lang   festzustellen, ob der  Feigenbaum bereits Früchte hatte. Er hatte keine. Der Herr beschloss ihn abzuhauen, wozu  macht er  auch das Land  unnütz. Die Biblisten  stimmen  darin   überein,  dass dieses Gleichnis  von der jüdischen Nation  handelt. Jesus wirkte drei Jahre in  der Nation, drei Jahre predigte ihr. Aber  die Nation   bekehrte nicht   und blieb  ohne   die Früchte, die Gott von ihr erwartet hatte. Diese Interpretation ist  sicher richtig  obwohl  ihre  Anwendung viel  weiter sein  könnte als nur das jüdische Volk. Jeder von uns  wird einmal  zur Rechenschaft  gezogen, für die Darbringung der Früchte in seinem Leben. Jeder von ins  zur  Rechenschaft  gezogen  für das , was  nach ihm  blieb übrig. Auch diese Erklärung ist richtig. Und trotzdem würde ich mich erlauben. ein wenig  mit  diesem Gleichnis zu spielen und verwenden eine andere  mögliche Interpretation. Bildlich gesprochen was hier uns positiv stört, sind zwei Sachen. Geheimnisvolle Gestalt  des Winzers und ein offenes Ende. Wer ist der gute Winzer, der  den Herrn überzeugte, dass er den Baum noch nicht abhau, dass er sich um den Feigenbaum kümmern wird, dass  er um  ihn herum  gegraben  und  düngen   wird. Vielleicht wird  das helfen und der Bau bringt die Früchte. Und wie es  zum Schluss endete? Brachte der Feigenbaum die Früchte oder nein? Die Logik sagt uns, wenn der Baum die Früchte nicht gebracht hatte, bestimmt ihn fällten. Lassen wir unsere Logik halten wir das Gleichnis an. Das Gleichnis  endet mit neuer Chance für  den Feigenbaum. Als ob der Winzer würde dem Herrn sagen. Unserer  Meinung nach, haben wir  gute  Bedingungen  für  ihn  geschaffen. Versuchen wir noch eine andere Art. Dieses  Gleichnis  erzählt   uns  von der  Güte  und  Kreativität  Gottes. Darüber schreibt auch  der heilige Paulus im Brief  an Hebräer. Nachdem Gott vielfältig  und  auf  vielfältig  und  auf  vielerlei Weis ehemals  zu den Vätern geredet  hat in  den  Propheten, hat  er am  Ende  dieser Tage zu  uns geredet hat  in den Propheten, hat er  am Ende   dieser Tage   zu uns  geredet   im Sohn,  den  er  gesetzt  hat  zum  Erben aller Dinge, durch  den  er  auch die Welten gemacht  hat. Hebräer 1,1-2 Gott suchte  nach einer Möglichkeit  wie uns anzusprechen  und uns von seiner  Güte  zu  überzeugen und auch davon, dass wir die Früchte bringen. Die Menschen begriffen das nicht, oder wollten das  nicht begreifen. Und Gott suchte eine andere, verständlichere Art, uns anzusprechen. Und wir wieder nicht verstanden.Aber Gott gab sich  nicht auf, Und zum Schluss     sandte sandte  er zu uns seinen Sohn und er ließ ihn unter uns wirken, in der Hoffnung, dass wir endlich begreifen. Es ist möglich,dass der Winzer im Gleichnis  ist gerade die Person von Jesus Christus. Statt der Verurteilung Bitte um die Barmherzigkeit und um eine neue Chance. Gott gibt sie. War sie die letzte? Wir wissen das nicht, aber kaum. Gott wird Maximum  machen,um uns zu retten. Was könnte dieses Gleichnis für uns bedeutet? Erstens, dass wir über Gottes Barmherzigkeit und Kreativität in unserem Lebens  staunen. Wenn wir uns  gegen die Gesetze verstoßen, die wir Menschen vorbereiten haben, keine Barmherzigkeit ist für uns.Wenn wir entdecken sind, zahlen  wir hart, oft sogar härter als wir verdienten. Wie viel  Chance haben wir von Gott bekommen.Gott geht es nicht darum, um uns zu überführen, sondern um uns zu überzeugen, dass er unserem Leben den Wert gibt. Weiter dieses Gleichnis sagt zu unls, dass wir über uns vorzeitig den Stock nicht brechen sollten. Wie oft haben wir uns entschlossen uns bessern, mit etwas Neuem zu  beginnen und es ging uns nicht auf. Zum Beispiel wir wollten in unser Leben, mehr Gebet einzuführen, großzügiger zu den anderen sein, weniger sitzen vor dem Fernsehen und mehr sich der Familie zu widmen. Aber wir haben bei unseren Vorsätzen nicht eingehalten. Wir haben die List mit allem hinschmeißen. Vielleicht würde uns helfen, die Metode zu ändern, aber sich nicht aufzugeben. Das gilt auch für unsere Beurteilung der  anderen. Wie reagierten wir , als wir auf der Straße einen Obdachlosen gesehen haben.  Vielleicht haben wir gedacht. Aus diesem Mensch wird nichts.Wäre es nicht besser diesen Menschen zu ermutigen, eine neue Chance ihm zu geben, als ihn verurteilen? Zum Glück handelt Gott anders als der Mensch. Er bricht über niemanden den Stock. Er sieht in jedem Menschen die Möglichkeit sich bessern, sich ändern. Es wäre gut, wenn wir diese  Gottes Einstellung zu den Menschen auch wir aneignen.

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Donnerstag der 2.Fastenwoche Lk 16, 19-31

Jesus Christus,  der uns lehrt, wie wir richtig leben, sei mit euch. 

Das heutige Evangelium will uns vor der Gleichgültigkeit  gegenüber unseren Nächsten warnen. Wir sind verantwortlich für die anderen. Wir können nicht sagen. Ich interessiere mich nicht für andere. Ich kümmere mich nicht um die anderen . Gott wird jeden von uns dafür zur Verantwortung ziehen, wie wir uns gegenüber dem Elend  unserer Mitmenschen benahmen.

Jesus, du hast  die Welt mit  Gott versöhnt. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns gesandt, Gottes  Gerechtigkeit  zu verkünden. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns in die Welt gesandt, um die Taten der Liebe zu tun. Herr,erbarme dich unser.

Unsere Taten und unsere Lebenseinstellung verraten, wie der Sinn unseres Lebens ist und wie wir uns  auf die  Ewigkeit  vorbereiten. Das bekannte Gleichnis vom vermögenden Mann und vom Bettler namens Lazarus verzeichnet nur der Evangelist Lukas. Der Name Lazarus bedeutet „Gott hilft“. Wichtig ist die Bemerkung: Kamen auch noch die Hunde und leckten  ihn an den Schwänzen. Der Hund wurde als unrein gehalten. Das Unglück des Bettlers betont die Wirklichkeit, dass er diese Tiere nicht von sich wegzujagen vermag. Aber diese Tiere litten ihn. Es ist interessant, dass im Gleichnis der Name des Reiches nicht genannt wird. Es werden  Essen und  Kleid  erwähnt,  die  als  Zeichen des  Reichtums  galten.  Nach den Semiten bestimmt Gott, wer reich und wer arm sein wird.  Die Pharisäer lehrten, dass der Reichtum  der Ausdruck einer besonderen Gunst Gottes sei. Jesus  weist darauf hin, dass eine falsche Einstellung  zum Reichtum zum Verlust des ewigen Lebens führen kann. Mit diesem Gleichnis verdammt Jesus den Reichtum nicht, er verurteilt die Reichen nicht. Jesus weist auf die falsche Einstellung zum Reichtum hin. Es ist wichtig, dass der Reichtum  die Menschen nicht verblendet, damit man  durch  die unrichtige Verwendung des Reichtums kein Egoist wird und seine Seele nicht vergisst. Im Gleichnis sagt Abraham: Hören Sie  nicht Mose und den Propheten, so  werden  Sie  auch  nicht  glauben, wenn jemand  von den  Toten auferstehen wird. Der Reiche leidet  in der  Flamme, denn er hat  vergessen , Mose und Propheten  zu hören, und  ihren Worten nicht geglaubt. Das Gleichnis ist ein Memento,damit der Mensch wegen des irdischen Guten den Sinn seines Lebens nicht vergisst.

Im Gebet „Vaterunser“ sollen wir um tägliches Brot bitten. Beten wir jetzt gemeinsam.

Frieden hinterlasse ich  euch, meinen Frieden  gebe ich euch. So spricht  Jesus  im Evangelium  zu den Aposteln  bei  seinem Abschied. So spricht  er  auch zu uns; ihn  bitten  wir  immer wieder  um diesen verheißenen  Frieden. Meine  Augen haben  das Heil gesehen, das du vor  allen Völkern bereitet hast.

Mittwoch der 2. Fastenwoche Mt 20, 17-20

Jesus, der sein Martyrium erlitten hat, sei mit euch.

Das heutige Evangelium  besteht aus zwei Teilen. Zuerst sagt Jesus, dass er verurteilt, leiden und gekreuzigt  werden und  am dritten Tag von den Toten auferstehen wird. Im zweiten Teil  bittet Salome, die Mutter der Apostel  Jakobus und Johannes, darum, dass ihre Söhne zu Jesu Rechten und Linken sitzen können. Wir werden uns heute auf den zweiten Teil des Evangeliums konzentrieren.

Jesus, du kamst im Zeichen des Kreuzes. Herr, erbarme dich unser.

Du  hast  den  geistigen  Tempel  deines  Reiches errichtet. Christus  , erbarme dich unser.

Du schaust ins  Innere jedes Menschen. Herr, erbarme dich  unser.                                         

Es  wäre ein Fehler, zu glauben, dass Salome  ohne das Wissen ihrer Söhne zu Jesus gegangen wäre und  dass sie  überhaupt  nicht daran  interessiert war , zu Jesu Rechten und Linken zu sitzen. Beide gehörten zu den Gefährten  Jesu. Zusammen mit dem Apostel Petrus waren sie Zeugen der Auferstehung  der Töchter Jairus oder  der Agonie Jesu  im Gethsemane. Obwohl  sie sich  mit einer  mutigen, aber mit ihrer  Art rotzigen Bitte an Jesus  gewandt hatten, schalt Jesus  sie  nicht  und schickte sie nicht weg. Ihre Forderung  rief  die Diskrepanz  zwischen den Aposteln hervor. Sie quillt aus dem  selbstsüchtigen Eifer und der Durchschlagskraft. Diese Forderung   wurde aus  Unwissenheit  vorgetragen und war etwas unhöflich. Jesus sagte zu ihnen,  dass es nicht in seiner Macht läge, ihrer Anforderung stattzugeben. Gleichzeitig  ermutigte er sie, ihm zu folgen, Unbesonnenheit, egoistische Interessen  und Teilnahmlosigkeit  gegenüber den Gefühlen   der anderen. Ein  Verzeichnis genug  unangenehmer Gepräge für jeden,  nichts  sagen  von den Jüngern Jesu. Aber alle diese  Negativen  schlossen Jakobus , Johannes   und  auch   die anderen  Apostel nicht aus  dem Dienst  des Herrn. Johannes Chrysostomus  sagte. Siehst du, wie unvollkommen die Apostel waren. Die beiden, die sich über die hervorheben wollen. Und später sehen  wir diese negativen Eigenschaften bei den Aposteln nicht. Die Eigenschaften der Apostel änderten sich, als  der  Heilige Geist kam. Sie wurden sich Jesu Worte bewusst. Unter   euch  soll  es nicht  so sein, sondern  wer  irgend  unter euch  groß  werden   will, soll euer  Diener sein , und  wer irgend  unter  euch  der  Erste   sein will, soll  euer   Knecht  sein. Matthäus  20,26                       

Auf sein  Wort wenden  wir uns an Gott, unseren Vater, und  beten  mit den Worten Jesu. 

Auch  wenn  viele Bemühungen  um den Frieden nicht immer  mit  Erfolg  gekrönt   sind .  Wir  sollen  nicht  nachlassen, Anstifter zu sein, zu  Frieden und   Versöhnung  zu kommen.                                                                                                                                                     

Wir wollen dem  Herrn danken  für  seine Huld, für  sein Wunderbares. Tun an den Menschen, weil  er  die  hungrige  Seele mit  seinen  Gaben  erfüllt hat.                                                                                                             

Hl. Josef, Mt 1,16, 18-24

Jesus, dessen Pflegevater der heilige Vater war, sei  mit euch.

Die Kirche  feiert heute das Hochfest des heiligen  Josef,  eines Heiligen.  Er ist  ein Heiliger aus  dem  gemeinen Stande,  ein Zimmermann, der in  seinem  Leben weder Wunder wirkte  noch sonst  etwas  Außerordentliches tat.  Sein  Tagewerk  war Arbeit und wieder Arbeit; seine  Hände  waren   voll  Schwielen,sein Leben   war  ein armes  und in  vieler Hinsicht    ein   hartes.

Jesus, du bist  der  Sohn  des ewigen  Vaters. Herr,erbarme dich unser.

Du  wolltest Sohn des  Zimmermanns  genannt werden. Christus, erbarme dich unser.

Du bist  verborgen geblieben an der  Seite  des heiligen Josef, hat Gott berufen zum Gemahl Mariens und  zum  Nähr- und Pflegevater  des göttlichen   Kindes. Schon  war Josef  mit Maria  verlobt. Zwischen  Verlobung  und  Vermählung vergingen  oft  zehn  bis  zwölf   Monate. Da  schien  sich  die Heirat zu zerschlagen. Maria hatte nämlich  unterdessen vom  Heiligen Geiste  empfangen   und befand  sich in gesegneten Umständen. Josef, der  das  Geheimnis  Gottes  nicht  kannte, gedachte, die Verlobung in der Stille  aufzuheben. Da  ihn  aber Gott durchaus  zum Gemahl  Mariä  haben wollte, offenbarte   ihm das  Geheimnis   der  wunderbaren  Menschwerdung  des Sohnes Gottes und nun,   da  Josef  den göttlichen  Willen  erkannt, nimmt  er  ohne  Bedenken und Zaudern Maria zu sich und von nun an arbeitet  er  für die  zarte  Jungfrau, teilt Freud und Leid  mit  ihr, ist  ein Herz  und  eine Seele  mit ihr, und  ist ihr  Stab und  ihre Stütze, ihr  Ratgeber  und Beschützer. Gott berief  zum Wächter und  Nährvater des göttlichen  Kindes. Der größte Schatz , den sie der Erde  trug, ist  ihm anvertraut. O wie sorgfältig   bewacht  er  diesen  Schatz! Er  flüchtet  mit  dem  Knaben, als  ihm  Gefahr drohte, nach Ägypten, eine  gefährliche   Reise  von zweihundert  Meilen machend. Er trägt  den  Müden, er sucht eine Wasserquelle für  ihn  in der  Wüste, um den  Dürstenden   zu  erquicken, er  besteigt  die Palmen, um ihm Frucht  zu  brechen, er  bewacht  und schützt  den Schlummernden gegen wilde  Tiere. Er  führt , wie der  Engel  Rafael,  den  Knaben   Tobias unverletzt  nach Nazareth; er  ernährt  ihn  dort  mit der  Arbeit  seiner  Hände. Er erzieht  und  leitet seine Jugend, so  verdient   er,  obgleich  er  nicht  sein wirklicher  Vater  war,  doch mit Recht  den Vaternamen.

In seinem Sohn hat Gott  seine  Verheißungen  erfüllt. So hört er  nun unser  Gebet, das  uns Jesus  selbst  gelehrt hat.

In  Barmherzigkeit  und  Gerechtigkeit  hat Jesus Christus  Frieden geschaffen und  uns  mit  Gott versöhnt. Deshalb bitten wir.

Komm, du  guter  und  treuer  Knecht, nimm teil  am Festmahl   deines  Herrn.

Jesu Geißelung

Pilatus, der wankelmütige, ungerechte  Richter, hatte öfter das Wort ausgesprochen: „Ich finde  keine  Schuld  an ihm/an Jesus; darum  will ich ihn  züchtigen, geißeln  lassen und dann freigeben.“ Sonderbar, weil  er  keine Schuld   an ihm findet, will  er ihn  züchtigen lassen , um dem wütenden  Geschrei   des  Volkes nachzugeben. Aber  so wollte  es Gottes Gerechtigkeit,  so  wollte  es  die  unendliche Liebe  Jesu. Die Geißelung war  eine  sehr harte Strafe. Das jüdische Gesetz verbot  ausdrücklich, mehr  als  vierzig  Streiche  zu geben, und  man  gab auch  nur  neununddreißig. Aber  bei den  Römern war  keine  bestimmte   Zahl   festgelegt.  Bei den Juden  musste  sich der Mensch, der  gegeißelt  werden  sollte, auf den Boden  niederlegen oder sich  krümmen. Bei den  Römern aber  stand er  an einer  Säule  angeschlossen, die er  umfassen  musste; die  Hände  wurden  auf der anderen  Seite   der Säule  mit Riemen   zusammengebunden, die Füße  aber  unten  an der Säule  neben  einander   befestigt.  Die Soldaten,  welche den  Verurteilten  kreuzigen mussten, mussten  auch diese Strafe vollziehen. Die Geißelung  geschah   mit Riemen, die  an einem   Stiel  befestigt  waren und  in deren  Enden    Draht   eingeflochten  war,  der  unten in  kleinen Haken endete, wodurch  die  Geißelung untermenschlich zerfleischt   wurde. Diese Marter  war  bei den Römern so  abscheulich, dass sie nur  bei Fremden  und Sklaven  angewendet   wurde, und so grausam, dass viele dieselbe  nicht  aushalten  konnten, sondern  unter  derselben starben. Zu  dieser furchtbaren, grausamen  Marter   wurde  auch Jesus  verurteilt. Jesus zitterte  und bebte  beim  Anblick der Säule;  seine  menschliche Natur   schauderte  vor  dieser  neuen  furchtbaren   Mater.  Aber sein  göttlicher   Wille  war allzeit  mit dem  Willen   seines  himmlischen  Vaters  vereinigt.  Deshalb   zog  er selbst   seine Kleider   aus, umarmte  die Säule, und  die  Schergen knebelten unter  gräulichen  Flüchen   seine  heiligen Hände am oberen  Ende   der  Säule  zusammen und  spannten  seinen ganzen   Leib so  in  die Höhe, dass  seine  unten  an der Säule  geschlossenen Füsse  kaum  stehen  konnten und er  vielmehr  an der  Säule hing als stand.   O welch  ein furchtbarer   Schmerz muss  für  Jesus sein. Jesus, wahrer   Gott und   wahrer  Mensch,  krümmte sich wie  ein  armer  Wurm.  Er  fühlte seiner heiligen Menschheit  nach  den  ganzen furchtbaren Schmerzen umso mehr, da  er  ihn  wegen  der  Sündenlast  des  Menschen, die  auf  ihm lag, dulden musste. Es war dieser Schmerz umso  empfindlicher, je  länger er  andauerte, denn die  Peiniger schlugen  unbarmherzig  auf den  Herrn, und  die Einen, die  ermüdet waren,  wurden  von  anderen   abgelöst,  die  mit   neuem   Mut und   mit neuen  Kräften ihre Geißeln  über den  heiligen   Rücken  Jesu  schwangen. O wie ist da buchstäblich wahr  geworden, was  der  Prophet Jesaja von  ihm geweissagt hatte , mit  den Worten:  Von  der Fußsohle an bis  zum  Haupte ist nichts  Gesundes an  ihm , sondern  nur  Wunden, Striemen und  Beulen, die nicht verbunden, nicht  mit  Öl gelindert sind  und  wiederum  . Es  ist  keine  Schönheit an  ihm und  keine  Zierde, denn am unserer Sünden  willen ist  er  verwundert und  zerschlagen und verwundet ist und  fragen, warum er  auch diese  Marter geduldet, so  gibt uns  der Prophet  Isaias  den Grund  davon   an in den obigen   Worten ,  um  unserer Sünden willen, sagt er  ist er  zerschlagen und  verwundet worden, Ja, die  Sünden der Welt, auch  unsere  Sünden haben Jesus  so  furchtbar gegeißelt und  unter  diesen besonders   eine Gattung, nämlich  die Sünden  der  Weichlichkeit  und   Unlauterkeit spricht der grausam  gegeißelte  Heiland. Darum o Christ fliehe einmal vor   allem diese Sünde, die Sünde der  Unlauterkeit und  was  dazu   Veranlassung gibt, denn diese  Sünde hat viele andere  im Gefolge.  Der heilige Paulus schreibt. Denn wer  für  sein  eigenes Fleisch säet, wird auch von dem  Fleisch Verderben ernten; wer  aber  für  den Geist sät,  wird  von dem Geist ewiges  Leben ernten. Gal 6.8. Nachdem  die Peiniger Jesus so zugerichtet  hatten, dass er  fast  keinen Menschen  mehr  gleich  sah, ließen  sie ihn  endlich  von der Geißelung ab.  Allein ihre  Wut   war noch nicht gesättigt, sogleich  folgte  eine  neue Marter , nämlich die Krönung  mit Dornen.     

Montag, der 2.Fastenwoche Lk 6,36-35

Jesus sagt: „Richtet nicht,  und  ihr werdet nicht gerichtet werden; er sei mit euch.“

Zweifellos hat jeder von uns  im Leben  erlebt, wenn uns  jemand etwas  Unrechtes  angetan hat. Entweder waren es falsche Wörter an unsere Adresse, oder es war eine Beleidigung, oder wir bekamen nicht, worauf wir recht  hatten. In unserem Herzen  hat uns etwas gestochen, verletzt,  und wir sagten. Das werde ich  ihm nicht vergeben. Aber Jesus sagt zu uns. Seid barmherzig, wie auch  euer Vater  barmherzig ist.

Jesus, du gibst uns die Kraft, unseren Feinden zu vergeben. Herr, erbarme dich unser.

An dir  entscheidet sich, ob alle Menschen leben. Christus, erbarme dich unser.

Du bist  als  Zeichen  des Widerspruchs  gekommen. Herr, erbarme dich unser.

Nehmen wir Jesus’ Aufruf zur Vergebung wahr. Stellen wir uns die Fragen. Wann zu vergeben? Warum zu vergeben ? Wie zu vergeben? Jesus sagt. Wenn dein Bruder gesündigt hat, weise ihn zurecht. Wenn er es bereut, vergib ihm. Auf den  ersten Blick  scheint  es, dass wir vergeben sollen,wenn der Täter  seine Handlung bereut. Jesus aber hat vor, uns etwas anderes zu sagen. Er hat vor, uns zu sagen, dass wir immer vergeben sollen. Jesus sagt uns nicht zu. Vergebt nur dann … oder nur unter diesen Bedingungen. Wir sollen ohne Bedingungen einverstanden sein, antworten wir auf die Frage. Warum zu vergeben? Unsere Vergebung gegenüber den anderen ist so unerlässlich, dass sie unter den sieben Bitten des „Vaterunsers“ steht. Im Gebet „Vater unser“ wird uns nur eine  Forderung gestellt: „Vergebt ihren Schuldigern.“ Liebe ist unteilbar. Wir können Gott, den  wir nicht sehen, lieben,  wenn wir den Bruder oder die Schwester, die  wir  sehen, nicht lieben. Wenn wir unseren Brüdern und Schwestern vergeben wollen, dann ist  unser Herz  vor  der  barmherzigen  Liebe Gottes geschlossen. Nicht vergeben ist  das Böse. Wenn wir  nicht  vergeben  wollen, dann lehnen wir ab, dass Gott unser Herz  verwandelt.  Jeder Mensch hat die  Kraft zu vergeben. Obwohl wir wissen, dass wir vergeben sollen, fällt es uns irgendwie nicht leicht. Unsere Vergebung ist  unvollkommen. Was sollen wir damit machen? Wo sollen wir die Kraft zur Vergebung hernehmen? Die Antwort ist. Wir brauchen uns  dem Heiligen Geist  zu übergeben, der die Kraft hat, unser Herz zu verändern und  uns fähig  zu machen, zu vergeben.

Im Geist der  Wahrheit,  der vom Vater kommt, dürfen wir voll Vertrauen  beten.

Der Herr erneuert uns  im Heiligen  Geist. Durch  ihn können wir den Frieden erreichen.

Selig, die Gottes  Wort  im Herzen  bewahren und seine Geheimnisse  in Ewigkeit schauen dürfen.

Samstag der 1.Fastensonntag Mt 5,43-48

Jesus sagte: Denn wenn ihr  die, die  euch  lieben, liebt, welchen Lobpreis habt ihr?  Tun  nicht  auch  die Zöllner  dasselbe? Er sei mit euch.

Heute treffen wir uns auf jedem Schritt mit den Reklamen, die uns überzeugen, dass das, was uns  angeboten wird, perfekt und vollkommen ist und dass wir es brauchen. Jesus fordert uns auf:Ihr sollt vollkommen sein, wie euer  himmlischer   Vater vollkommen ist.

Herr Jesus , wir bringen unsere geistliche  Armut vor  dich und rufen: Erbarme  dich unser.                                                                                                                                                                 Wir  kommen mit dem Hunger nach dem Wort des Lebens zu  dir und rufen. Christus, erbarme dich unser.

Herr Jesus, dir weihen wir die Sorge unseres  Alltags und rufen. Herr, erbarme dich unser.

 Jesus stellt  vor den Blick seiner Zuhörer die Vollkommenheit  seines himmlischen Vaters, zwar als unerreichbares Ideal; er will uns  damit auffordern, uns ständig um die Vollkommenheit zu bemühen. Vollkommen als der himmlische Vater zu sein bedeutet, vollkommen in seiner Liebe zu sein. Wir sind doch alle seine Kinder. Wir alle können vollkommen sein. Wenn die Vollkommenheit etwas  Unmögliches wäre, würde Jesus uns nicht zur Vollkommenheit  auffordern. Jesus ermutigt uns, dass wir  vollkommen  sind. Aber er blieb nicht nur bei den Worten. Er gab uns sein Beispiel. Jede Tat Jesu war ein  Zeugnis  dafür, dass die Vollkommenheit erreichbar ist. Ja, die Wahrheit ist,  dass unsere Vollkommenheit nur  ein Teil  seiner Vollkommenheit ist. Vollkommenheit wird  durch kleine Taten der Liebe erreicht. Das Leben gibt uns dazu so viele Möglichkeiten. Die Vollkommenheit ist notwendig, um in kleinen  Teilen zu bauen. Dazu ein Beispiel. Der berühmte Michelangelo arbeitete. Er hat an einer Skulptur gearbeitet. Sein Freund schaute  zu, wie Michelangelo arbeitete. Dann besuchte ihn nach gewisser Zeit, und ihm schien, als der Künstler an seinem Werk seit seinem letzten  Besuch nicht gearbeitet habe. Und das sagte Michelangelo. Du irrst dich.  Schau. Ich habe diesen Teil geglitten,dort änderte ich diesen Zug. Ich gebe dieser Lippe mehr Ausdruck; ich gebe diesem Muskel mehr Ausdruck. Sehr gut. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Vielleicht ja. Aber die Kleinigkeiten geben die Vollkommenheit und die Vollkommenheit ist nicht die Kleinigkeit. Unsere Aufgabe ist es, diese Kleinigkeiten zum Leben zu erwecken. Wir bemühen uns, vollkommen zu sein, und beweisen es jeden Tag durch alltägliche Kleinigkeiten.

Wir sind gerufen, am   Reich Gottes  mitzubauen, das mit  Jesus  bereits  angebrochen und doch  noch im Kommen ist. In dieser Verantwortung  beten wir  gemeinsam.

 Die Kirche ist durch Jesus Christus mit  einer  Friedensbotschaft  für diese Welt ausgestattet. Meinen  Frieden  hinterlasse  ich euch …

Wir haben  die Liebe  erkannt und  an die Liebe  geglaubt,  die  Gott  zu uns  hat.

Freitag der 1.Fastenwoche 5,20-26

Jesus Christus, der sagte. Wenn eure Gerechtigkeit  besser ist als  die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so  werdet ihr  nicht  in  das Himmelreich  kommen. 

Gegenseitige Beziehungen sind  heutzutage  ein sehr   oft  diskutiertes Thema. Im heutigen Evangelium hörten wir die Aufforderung von Jesus:So lass vor dem  Altar deine Gabe und gehe zuvor hin  und versöhne dich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe.Mt 5,24

Jesus, du bist ein Zeichen  des  Widerspruchs gekommen. Herr,erbarme dich unser.                  An dir  entscheidet sich alles Menschenleben. Christus, erbarme dich unser.

Du gibst die Kraft der Treue, der Stärke und der  Wachsamkeit. Herr, erbarme  dich unser.

Jesus ändert  das Gesetz in  einigen  Situationen  von Grund  auf. Heute verkündet er das fünfte Gebot Gottes. Jesus sagte: „Wer  aber  zu seinem   Bruder   sagt: ‚Racha ! Wer einen anderen mit „Du Narr“ beleidigt, der ist des höllischen Feuers schuldig; wer jedoch sagt, er sei ein Narr, der schuldig ist, der ist des Rates schuldig. Was war die Botschaft Jesu mit diesen Worten? Jesus zeigt   uns, was  für ein Gewicht ein Wort hat. So wie es körperlich möglich ist, zu verletzen, so ist es auch mit dem Wort Unrecht möglich, zu verletzen.Deshalb müssen wir  auch  auf Wörter  achten , die eine mächtige  Waffe sein können. Jesus will, dass wir  unsere gegenseitigen  Beziehungen  in Ordnung bringen. Es wäre gut, wenn unsere Zeitgenossen von uns sagen könnten, was von den ersten Christen gesagt wurde.  Bemühen wir uns,unser Leben nach dem Leben Jesu zu formen und in jedem Menschen unseren Bruder oder unsere Schwester zu sehen. Dazu ein Beispiel.  Ein Rabbiner hat seine Schüler gefragt: Wie können  wir den Moment  kennen, in dem die Nacht endet und der Tag  beginnt? Ein Schüler antwortete. Ich würde sagen, wenn ich ein Tier in der  Ferne  sähe und sagen könnte,  dass es ein Hund   oder ein Schaf ist.  Nein“, sagte Rabbi. Der zweite Schüler sagte. Ich denke, damals, wenn ich  in der Ferne   einen Baum  sehen würde, könnte ich sagen, ob es sich  um einen Feigenbaum oder um einen Aprikosebaum  handelte.  Auch nicht. Wie  können wir also wissen, wann die  Nacht  endet  und der Tag  beginnt, fragten die damals, wenn du  irgendeinem ins Gesicht anschaust  und siehst, dass er dein Bruder oder deine Schwester ist. Bemühen wir uns, in unseren nächsten Brüdern und Schwestern zu sehen?

In  seinem Sohn hat  Gott seine  Verheißungen  erfüllt. So hört  er  nun  unser Gebet, das  uns  Jesus  selbst gelehrt hat.

In Barmherzigkeit  und Gerechtigkeit hat  Jesus Christus  Frieden geschaffen  und  uns  mit  Gott  versöhnt. Deshalb bitten wir.

Wir wollen dem Herrn danken für seine  Huld, für  sein  wunderbares  Tun an den Menschen,weil er  die  hungrige Seele   mit seinen Gaben erfüllt hat.

2.Fastensonnstag C Lk 9,28-36

 Er hat sich verändert.

Einführung

Aus dem Evangelium  geht klar hervor, dass die Menschen, die sich in der Nachbarschaft von Jesus befanden, von ihm viele Sachen erwarteten. Sie erwarteten , dass er die Situation, in der sie sich befanden, ändern würde, dass er die Welt, die ihnen nicht entspricht, /konveniert/ ändern würde. Etwas Ähnliches erwarteten auch seine Jünger von ihm. Was erwarten wir von Jesus?

Predigt

Die Erwartungen, die einst die Menschen bei Johannes dem Täufer hatten, konzentrieren sich jetzt auf Jesus. Sie erwarteten von Jesus Wunder und Zeichen. Im heutigen Evangelium nimmt Jesus Petrus, Jakobus und Johannes mit und führt sie auf den Berg Tabor. Er sagte zu ihnen. Kommt mit mir. Ich werde euch etwas zeigen. Sie folgten ihm mit Begeisterung. Sie waren stolz, dass Jesus gerade sie auserwählt hatte. Und als sie schon oben auf dem Berggipfel waren, öffnete sich plötzlich der Himmel über ihnen, und sie sahen, was sie noch nie gesehen hatten. Sie sahen Mose und Elia. Sie spürten in sich eine unüberwindliche Erregung. So endlich kommt die Änderung für die,  die so lange  gewartet haben. Als sie  sahen, wie Jesus mit Mose und  mit Elija redet, waren sie ohne sich. Sie waren sicher. Jesus ist hier, um Rat zu fragen.Waren doch Mose und Elija nicht  die größten Propheten? War das nicht Mose, der das Volk aus Ägypten herausführte in das neue Land und so die unerträgliche Situation, in der sich das Volk  befand, änderte? Und war das nicht Elija, der das zurückgebliebene, sündige  Volk in das berühmte Volk wandte? Sie waren überzeugt, dass die Änderung gerade begann. Sie sahen schon unendliche Felder, wo reiche  Ernte  geboren wird. Und Israel wird über die ganze Welt herrschen. Überall  wird genug Wasser sein, und in der Welt werden Ruhe und Gerechtigkeit herrschen. Sie erwarteten die Änderung. Und die Änderung kam  wirklich .Aber eine andere als sie erwartet hatten. Das Gras wurde nicht dichter. Die Bäume  begannen nicht, die größeren Früchte zu bringen, und der Regen begann nicht ,  dichter zu fallen, und  der Mais begann , keine größeren Ähren  zu haben. Was sich geändert hat, waren nicht die Dinge, sondern Jesus selbst. Sein Körper begann zu strahlen.  Er zeigte den   Aposteln  seinen verherrlichten Körper. Jesus zeigte uns genau, was sich ändern oder umwandeln sollte. Wir sollten uns so ändern, wie Jesus sich verändert hat. Aber wir Menschen wollen uns nicht ändern. Hier in Europa treten nur wenige Menschen zur heiligen Beichte. Vielleicht ist das auch ein Beweis dafür,  dass  die Menschen  kein großes Interesse an ihrer Veränderung haben. Wir wollen, dass sich die Dinge um uns herum ändern. Wir träumen davon, in einer vollkommen technischen Welt zu leben. Und auch das ist die Wahrheit: Die Menschheit tut viel dafür. Ja, wir können sehen, dass wir immer mehr  moderne Autos, Massenmedien und Geräte haben. Wir träumen von einer Welt, in der der Mensch  sich alles leisten kann. Der Mensch sehnt sich danach, immer mehr die Möglichkeit zu haben, sich immer mehr zu genießen. Aber das ist nicht der Weg, den Jesus uns zeigte. Jesus will, dass wir uns verändern oder umwandeln. Und wenn wir denken, dass die Dinge um uns herum uns ändern, dann irren wir. Nein, wir müssen uns ändern. Unsere Eigenschaften ändern sich. Unser Vorbild ist Jesus. Aber innerlich sich ändern kann nur der Mensch, der seine Fehler, seine Sünden anerkannt hat. Ich werde nichts Neues sagen, wenn ich sage, dass viele Menschen seine Fehler sehen oder nicht sehen wollen. Aber hier geht es nicht nur um einige  schlechte Eigenschaften. Bei mehreren Menschen geht  es um falsche, unrichtige Einstellungen zum Leben. Aber diese Leute halten ihre  Ansichten für  normal und korrekt , und diejenigen, die andere Ansichten  haben,halten sie   für altmodisch. Im Evangelium hörten wir die Worte vom Himmel. Dies ist  mein  auserwählter Sohn, den sollt ihr hören. Das galt nicht nur für Jesu Zeitgenossen, sondern auch für uns. Jesus ist Gottes Sohn. Er weiß, was wir brauchen. Er kennt uns. Und wo treffen wir uns mit Jesus? In der Kirche. Also nehmen wir an, was die Kirche uns lehrt, damit wir das Ziel unseres Lebens erreichen, auch wenn der Weg, den Jesus durch seine Kirche zeigt, nicht leicht ist.

Donnerstag der 1.Fastenwoche Mt 7, 7-12

Jesus, der sagt alles   was ihr  wollt, dass euch  die  Menschen tun,  das  tut  auch  ihr  ihnen  ebenso, er sei mit euch.

Kennen sie das Sprichwort: Auge um Auge,  Zahn  um Zahn. Dieses Sprichwort war gültig bei Heiden aber auch bei Juden. Jesus aber lehnte diese Regel ab. Er sagt wenn wir wollen, dass uns die Menschen gut tun, zuerst  müssen wir ihnen gut zu tun. Wenn wir den anderen schlecht machen, sie hassen, dann wundert wir uns nicht, dass andere   uns auch hassen werden, sie werden uns schlecht machen.                                                                                                                                                                                                        Jesus, du hast den Menschen den Weg zum richtigen Leben gezeigt. Herr, erbarme dich unser.

Du gibst    uns die Kraft   auch gegen  Widerstände  das Gute zu tun. Christus, erbarme dich unser.

 Du  gehst  mit uns auf dem  Weg  und  verlässt   uns nicht. Herr, erbarme dich unser.                                                                                                                                                                         Es war immer wenig Liebe in der Welt.   Die Welt  war immer  kalt, egoistisch, berechnend und und böse. Die Christen lehnten solche Welt ab und sie suchten Flucht. Flucht   in die Einsamkeit, wo sie ihr Leben erlebten. Die Menschen die in die Einsamkeit nicht gehen könnten, bauten die Häuser, wie eine uneinnehmbare Burg. Kennen wir das Sprichwort. Mein Haus, meine Burg. So wichen die Menschen vielen Problemen aus. Sie hatten Ruhe.  Alle das ist nicht die Ideal.  Die Kirche sendet uns in die Welt. Es ist nicht richtig oder anders gesagt wir können unser Christentum nicht nur in der Kirche und zu Hause verbringen. Das betonnt auch der heutige Papst Franziskus. Die Christen müssen in der Welt mit ihrer Lieben anwesend sein. Ja, mit ihrer Liebe. Was wäre geschehen, wenn die Christen damals wenn sie verfolgt wurden, hätten sie nach der Regel Auge um Augen Zahn um Zahn verhielten? Nur das, dass in der Welt noch mehr Haas wäre. Wenn wir die Welt umgestalten wollen, müssen nach dem Bild  Christi, müssen wir in die Welt die Liebe hineintragen. Nicht warten dass die anderen die Liebe werden uns erwiesen. Wir müssen die ersten sein. Nicht einmal beschwert sich  die Menschen, wie die Menschen böse sind. Aber das ist nicht genug, nur sich beschweren. Seien wir aktiv in der Liebe, und werden wir die Welt ändern.

Von Gott her erwarten wir einen neuen  Himmel und eine  neue Erde. Ihm vertrauen wir  auch  im Gebet unsere wichtigen täglichen Anliegen an.

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. So spricht Jesus  im Evangelium  zu den Aposteln  bei seinem Abschied. So spricht er auch zu uns. Ihn bitten wir  immer wieder  um diesen verheißenen Frieden.

So spricht der Herr. Wenn  ihr mich liebt, werdet ihr  meine Gebote  halten …