Archiv für den Monat: März 2019
Montag der 4.Fastenwoche 4, 43-54
Jesus, der zum königlichen Beamten spricht. Geh hin . Dein Sohn lebt; er sei mit euch.
Wir wissen, dass das Leben ohne Bewegung, ohne Veränderung nicht möglich ist. Wir können das an den Kindern sehen. Das Kind wächst, ändert sich. Unser Glaube hat auch gewisse Grade seiner Entwicklung.
Jesus, du hast den Menschen immer geholfen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Menschen Glauben verlangt. Christus, erbarme dich unser.
Du bist gekommen, den Quell des ewigen Lebens zu öffnen. Herr, erbarme dich unser.
Das Evangelium zeigt uns heute drei Grade des Glaubens. Der erste Grad ist gegründet auf dem Glauben an Wunder. Es ist der Glaube derer, die Bedingungen auf Gott setzen; darum kritisiert Jesus sie. Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht. Der zweite Grad ist der Glaube an Gottes Wort. Ein solcher Glaube hatte der königliche Beamte, von dem das Evangelium sagt. Und glaubte, er und sein ganzes Haus. Zu diesem Grad kam der Beamte, als er erfuhr , dass sein Sohn lebt. Hier sehen wir, dass er nicht nur bei den Worten Jesu bleibt. Der Glaube des Beamten ging durch drei Entwicklungsstufen. Von dem Glauben, der auf dem Wunder der Heilung, dann auf dem Glauben an das kraftvolle Wort Jesu und zum Schluss an Jesus’ Person, wo er sich mit Gott trifft, aufgebaut ist. Im Leben sind wir uns oft dieser drei Stufen des Glaubens nicht bewusst.Es ist aber notwendig, dass wir im Glauben wachsen, dass wir von Zeit zu Zeit über unsere Beziehung zum Glauben nachdenken, über die Lehre Jesu Christi, über seine Person. Möge sich auch in uns der Glaube entwickeln.
Jesus, der gütig und selbstlos ist, kam als Zeuge der Liebe Gottes. In seinem Namen beten wir zum Vater.
Damit wir Ruhe für unser Herz finden, wollen wir den Herrn um Seinen Frieden bitten.
Selig, die den Sohn Gottes erkannt haben und heimfinden in das Land seiner Herrlichkeit,
Samstag der 3.Fastenwoche Lk 18, 9-14
Jesus, der sagte: Der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Er sei mit euch. Auf der anderen Seite
Das Gleichnis stellt einen Pharisäer als Vertreter der jüdischen Religion und einen Zöllner als öffentlichen Sünder dar. Der Pharisäer rühmt sich und bittet um nichts. Dagegen hat der Zöllner nichts, worüber er sich vor Gott loben kann. Darum bleibt er bescheiden hinten stehen und bittet um Vergebung.
Jesus, du hast die Armen selig gepriesen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast den Sündern Verzeihung verheißen. Christus, erbarme dich unser.
Du wolltest selbst zu den Besitzlosen dieser Welt gehören. Herr, erbarme dich unser.
Stellen Sie sich eine Situation vor. Zwei Menschen betraten den Tempel, um zu beten. Der eine war ein erfolgreicher junger Mann, der in der Arbeit gelingen ließ. Ihm fehlte nichts, und der zweite Mensch war eine Mutter, die sich selbst um drei kleine Kinder kümmerte. Der junge Mann betete so. Gott, ich habe alles; ich habe in meinem Leben vieles geschafft. Du weißt, wie viel ich zur Kirche beitrage. Du kannst mir nichts vorhalten. Mutter kniete hinten und betete. Herr, ich weiß, dass ich deine Großzügigkeit nicht verdiene. Aber es gibt mir die Kraft, meine Kinder auch heute zu versorgen, auch wenn es mir schwerfällt, das Vertrauen in dich nicht zu verlieren. Welche Einstellung ist uns näher? Die Einstellung des Zöllners oder die des Pharisäers? Die Einstellung des jungen Mannes oder die der Mutter von drei Kindern. Nur hier geht es nicht nur darum, dass wir vor Gott demütig knien und Gott um Verzeihung bitten werden. Gott verzeiht uns, aber er verlangt von uns, unser Leben zu ändern. Wenn wir nichts für die Änderung unseres Lebens tun und unsere Reue nicht aufrichtig ist. Es kann aber Situationen geben, in denen wir gern unser Leben ändern wollen, die momentane Lage uns das jedoch nicht ermöglicht. Aber wenn wir die hätten, würden wir unser Leben ändern. Dabei sind wir vor Gott demütig, denn wir sind unserer Sündhaftigkeit bewusst.
Zu Gott dürfen wir zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen. Und selbst unsere Fehler und Schwächen brauchen wir vor ihm nicht zu verstecken. So beten wir nun voll Vertrauen.
Gottes Friede wird spürbar und erlebbar, wo Menschen sich auf sein Wort einlassen, es sich zu Herzen nehmen und in die Tat umsetzen. Und diesen Frieden des Herrn wollen wir uns nun gegenseitig zusagen.
So spricht der Herr. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen,
Freitag der 3.Fastenwoche Mk 12, 28-34
Jesus, der sagte, dass das erste Gebot die Liebe zu Gott und zu den Nächsten ist, sei mit euch.
Jeder von uns kennt das Lied: „Näher an dich, Gott. Dieses Lied wird auf Begräbnissen gesungen und man spricht davon, dass es auf dem Schiff Titanic entstand, als es sank. Das ganze Lied ist der tiefe und aufrichtige Aufschrei des Menschen, der sich am Ende des Lebens nach Gottes Nähe sehnt. Er sehnt sich danach, nicht weit vom Gottesreich entfernt zu sein.
Jesus, du lehrst uns, dass das Hauptgebot die Liebe zu Gott und zu den Nächsten ist. Herr, erbarme dich unser.
Unsere Lieblosigkeit ist in deinem Kreuz aufgehoben. Christus erbarme dich unser.
Vergib uns,wenn unsere Liebe so klein und schwach ist. Herr, erbarme dich unser. Im Evangelium haben wir gehört, was notwendig ist, um nicht weit von Gottes Reich entfernt zu sein. Gott zu lieben von ganzem Herzen und dem Nächsten wie sich selbst. Vergleich Mr 12,30-31. Gott will keinen gespaltenen Menschen. Gott verlangt vom Menschen Liebe. Die Liebe zu Gott und zu den Nächsten ist mehr als nur Opfer und Gabe zu bringen. Die Liebe zu Gott und die Nächstenliebe sind die Früchte, die Gott von uns erwartet. Was sagen uns unsere Herzen? Lieben wir Gott aus dem ganzen Herzen? Und lieben wir den Nächsten wie uns selbst. Wenn noch nicht, ist nichts verloren. Ein Rat. Beginnen wir als Erstere zu lieben. Warten wir nicht auf die anderen. Wenn wir uns an diesen Rat halten, werden wir unser ganzes Leben und auch die Welt um uns herum verändern. Nie widerrufen wir unseren Vorsatz, Gott und unsere Nächsten zu lieben, auch wenn unsere Liebe nutzlos zu sein scheint. Ein schönes Beispiel für die Liebe Gottes und die Nächstenliebe ist Pater Maximilian Kolbe. Er wählte den Tod, um das Leben seines Nächsten zu retten. Und auch in der Todeszelle, wo es wirklich schwierig war, zeigte er ein unvergleichliches Beispiel der Liebe. Vorher ertönten immer wieder Flüche und Schimpfwörter aus der Todeszelle. Jetzt klangen Gebete, Lobgesänge. Liebe überflutete das Herz Maximilian Kolbes mit einem Strom der Gnade. Bis zur letzten Weile diente er seinen Mithäftlingen. Er hat ihnen die Beichte abgenommen und sie zum Tode verurteilt. Pater Kolbe ist der Beweis für den Sieg der Liebe. Ich will in dein Reich kommen, Herr. Herr, lehre mich , dich zu lieben und meine Nächsten zu lieben. Wenn wir beten, dann öffnen wir die Tür unseres Herzens für die Begegnung mit dem Gott unseres Lebens. Im Wissen darum, dass wir jetzt in seiner Gegenwart stehen, beten wir vertrauensvoll.
Herr Jesus Christus, mit unserer kleinen Kraft suchen wir, was den Frieden schafft , den Frieden unter den Menschen, den Frieden im Innersten unseres Herzens. Wo wir schwach sind oder den Unfrieden spüren, rufen wir zu dir. Singen will ich dem Herrn, weil er mir Gutes getan hat; den Namen des Höchsten will ich preisen.
4, Fastensonntag C Lk 15, 1-3,11-32
Zuhause ist ein Ort, zu dem ich gehöre.
Einführung
Die Menschen abzuschreiben als verlorene Fälle ist das Problem des heutigen Evangeliums. Alle Zöllner und Sünder kamen zu Jesus um ihn zu hören, Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber. Er gibt sich mit Sündern ab, isst sogar mit ihnen. Die Pharisäer wollten, dass Jesus diese Leute nicht wahrnimmt, und zeigten ihnen, dass sie verlorene Fälle sind. Gottes Einstellung zu den Sünder, aber ist anders.
Predigt
Die Pharisäer, deren Name „abgetrennt“ bedeutet, waren die Leute, die mit den Sündern nicht verkehrten, sie hatten keine Kontakte mit ihnen. Jesus aber hält die beiden Gruppen /Pharisäer und die Sünder/ für die Kinder denselben himmlischen Vaters und so gegenseitig für die Brüder und Schwestern Jesus erzählte ihnen, anstatt mit den Pharisäern zu streiten, die Geschichte von einem Vater und seinen Söhnen. Beide Söhne verlor der Vater. Der jüngere Sohn verlor sich in einem fernes Land und der ältere Sohn zu Hause. Der jüngere Sohn fühlt sich zu Hause nicht wohl. Er sehnt sich nach einem freien, ungebundenen Leben. Sein Weg nach dem Glück aber endet schlecht. Er hat hunger, er ist abgerissen, verlassen. Ist hier eine Gefahr, dass er weit weg von Hause vergessenen sterben wird. Er wurde sich seines Elends voll bewusst. Was für eine Schande. Wohin er geriet? Der Schweinekoben ist nicht der Ort, wo er gehört. Erst jetzt ist ihm klar, wohin er gehört. Er hat ein Zuhause, und gehört dort. Vielleicht es gibt kein wirksameres Mittel festzustellen wohin wir gehöre, als der Hunger. Die Vision einer regelmäßigen warmen Mahlzeit genügte, um nach Hause zu kehren. Er dachte nach, was er dem Vater sagen wird, wenn er sich mit ihm treffen wird. Sein Vater hatte sich nie mit seiner Abreise abgefunden. Obwohl der Sohn verzichtete auf seinen Vater, der Vater verzichtete nicht auf seinen Sohn. Er ist der Vater, der darauf wartet, dass sein Sohn zurückkehrt. Die Liebe zum Sohn stärkt ihn in der Hoffnung, dass der Sohn zurückkehren wird. Und als er endlich seinen Sohn in der Weite wahrnimmt lief er zu ihm los. Wenn jemand dir entgegen kommt , ist dein Weg immer kürzer. Statt Vorwürfe und Hören der vorher bereiteten Sprache. organisiert er ein Festmahl. Wie sonst? Doch sein Sohn kehrte zurück. Der ältere Sohn, wenn er nach Hause kam, ist überrascht, als er die Musik hört. Ein Diener sagt zu ihm, dass sein jüngerer Bruder kam zurück und sein Vater richtete von der Freude ein Gastmahl aus. Der ältere Sohn, teilt die Freude seines Vaters nicht. Er lehnt ab, zum Gastmahl zu gehen. Der Vater ging ihm entgegen, und was er von seinem Sohn hört, sind lautere Vorwürfe. So viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt, mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Im griechischen Original ist das Wort „douleuo“verwendet und das bedeutet „fronend“ Der ältere Sohn hielt also den Dienst dem Vater für das Scharwerk. In der Wirklichkeit ist er vom Gefühl seiner eigenen Gerechtigkeit versklavt. Der ältere Bruder hat kein Interesse daran, seinem jüngeren Bruder näher zu kommen und durch seine Einstellung zeigt er, dass er von seinem Bruder getrennt ist. Wie die Pharisäer von den Sünder. Der ältere Bruder zeigt, dass er seinen jüngeren Bruder, für den Bruder nicht hält. Im Gegensatz zu seinem Vater hat er weder Liebe noch Erbarmen, Harte Arbeit machte ihn zu einem Mann mit hartem Herzen. Wenn jeder von uns in sein Innere schaut, wird er dort wahrscheinlich etwas von den drei Charakteren befindlich im Gleichnis von verlorenen Sohn. In jedem von uns befindet sich ein Vater, der scharfe Augen hat, mit denen er fähig ist, diejenige zu erkennen, die verloren sind und die Hilfe bei ihrer Bemühung, nach Hause . Und hier ist auch die Fähigkeit abzuschätzen, wann notwendig ist das Gastmahl auszurichten, auf dem der Betreffende die Sicherheit würde gewinnen, dass seine Rückkehr gewünscht ist und unsere Freude über ihn aufrichtig ist. In jedem von uns befindet sich der jüngere Sohn, der sehnt sich danach alles ,,wegschnappen“ und auszuprobieren Es ist die Versuchung das Leben in vollen Zügen genießen, ohne Beschränkung. Das machen, was mir angenehm ist, sorglos zu leben. Und in jedem von uns befindet sich auch der ältere Sohn, der den Menschen, denen er dient, treu ist, klar sagt, was ihn das alles kostet, und in einem unerwarteten Moment legt er ihnen seine Rechnung auch mit den Zinsen vor und auch wenn er auf ihre Zahlung nicht dringt, spürt er die Freude, dass der andere davon weiß Welche dieser Einstellungen ist in diesem Moment deines Lebens dominant?
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Donnerstag der 3.Fastenwoche, Lk 11, 14- 23
Jesus ,der einen bösen Geist austrieb, der stumm war, sei mit euch.
Glaub mir, dass das Königreich fallen wird, wenn in ihm an Liebe fehlt. So singt man in einem Lied. Die Liebe, die Menschen vereint, die Unliebe teilt sie, die Sünde trennt uns von Gott. Nur in der Einheit mit anderen kann man vollwertig leben. In der Einheit liegt die Zukunft. In der Trennung liegt der Niedergang.
Jesus, du bist gekommen, um zu retten und zu heilen. Herr, erbarme dich unser.
Du hast das Leben in Fülle verkündet. Christus, erbarme dich unser.
Du stärkst uns mit deinem Wort, deinem Brot , deiner Gegenwart. Christus, erbarme dich unser.
Kommen wir zu den Worten Jesu aus dem heutigen Evangelium zurück: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden und ein Haus ums andere stürzen. Das Evangelium zeigt, dass die Macht der Dämonen gegen Jesus praktisch wirkungslos ist. wie es aus der Heilung des Stummen hervorgeht. Auch die jüdischen Exorzisten /Eure Söhne/ treiben die bösen Geister mit Gottes Macht, nicht durch Zusammenarbeit mit Belzebul. Jesus arbeitete auch nicht mit Belzebul zusammen. Er hat klar gesagt, dass Satan nicht gegen Satan kämpfen kann. Jesus war aber „persona non grata“, und seine Feinde nutzten jede Gelegenheit, um ihn anzuklagen. Auch wenn diese Beschuldigungen nicht wahrheitsgemäß waren. Heute gibt es schon wenige Königreiche, und so scheint es, dass die Worte Jesu, „Jedes Reich, das in sich gespalten ist , wird veröden“, nicht aktuell sind. Versuchen wir aber, anstatt des Wortes „Reich“ das Wort „Herz“ einzusetzen. Dann würde daraus „hervorgehen“, veröden. Und das ist hinreißend aktuell. Unser Inneres muss einig sein. Wir können nicht lieben und auch nicht lieben: einmal Gott sagen ja, dann wieder nein. Es kann nicht so leben, dass wir in etwas auf Gott hören und in etwas nicht. Jemanden werde ich lieben, ihm gut tun, andere hassen und ihnen schaden. Jedes menschliche Herz, innerlich gespalten, wird veröden.
Mit den Worten Jesu und der Kraft seines Geistes beten wir.
In Christus erkennen wir den Vater und finden Einheit und Frieden mit Gott untereinander. Deshalb bitten wir.
Herr, von den Früchten deiner Schöpfung werden alle satt. Du schenkst dem Menschen Brot von der Erde und Wein, der sein Herz erfreut.
Mittwoch der 3.Fastenwoche Mt 5, 17-19
Jesus, der spricht: Ich bin nicht gekommen , um das Gesetz und die Propheten aufzuheben; er sei mit euch.
Die Eltern, die sie erzogen haben, geben mir sicher recht, wenn ich sage, dass das Erziehen von Kindern nicht leicht ist. Zum Beispiel beginnt ein 3-jähriges Kind, sich bewusst zu werden, dass alles, was es will, es haben muss. In der Familie fühlt es sich als Wichtigstes, als Größtes an. Fühlen wir uns auch vor Gott als die Wichtigsten, als die Ersten?
Jesus, du hast uns gezeigt, was wir tun sollen, damit wir im Reich Gottes groß sind. Herr, erbarme dich unser.
Du hast uns das Geheimnis deines göttlichen Lebens offenbart. Christus, erbarme dich unser.
Du hast gesagt, dass alles geschehen wird,was du vorhergesagt hast. Herr, erbarme dich unser.
Jesus sagt im heutigen Evangelium: Wer sie aber hält und lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. Es ist klar, dass es nicht ausreicht, nur einige der Gebote Gottes einzuhalten. Wir müssen alle Gottes Gebote einhalten. Aber es ist wichtig, auch zu wissen, warum die Gebote einzuhalten sind. Aus Überzeugung, aus Angst oder aus Bequemlichkeit, aus Berechnung? Was für einen Sinn hat es, Gottes Gebote einzuhalten? Aus der Seite Gottes ist die Ordnung gegeben, die dem normalen Funktionieren der Welt hilft. Wenn wir wollen, dass unsere Welt normal funktioniert, müssen wir Gottes Gebote einhalten. Heute ist der Zeitgeschmack zu erklären . Ich halte Gottes Gebote ein. Ich stehle nicht; ich töte nicht. Aber die kirchlichen Gesetze hat die Kirche ausgedacht; sie haben nichts mit Gott zu tun; diese müssen wir nicht einhalten. Aber was ist die Kirche oder wer ist die Kirche? Der Haupt der Kirche ist Christus, und wir sind die Mitglieder der Kirche. Die Kirche ist nicht nur Papst und Bischof; jeder Getaufte ist die Kirche. Wenn wir dessen bewusst werden, dass Kirchengesetze uns nicht betreffen. Halten wir Gottes und kirchliche Gebote ein und lehren wir auch die anderen, diese Gebote einzuhalten, dann werden wir einen Platz im himmlischen Reich haben. Machen wir das alles aus der Liebe zu Gott und zu den Nächsten.
Zum Vater, der uns liebt und seinen einzigen Sohn für uns hingab, dürfen wir voll Vertrauen beten.
Der Sohn Gottes wird kommen, um die Welt zu richten. Wir wollen um seinen Frieden bitten.
Selig, die glauben und hinfinden zum Leben und zur Herrlichkeit des dreieinigen Gottes.
Dienstag der 3.Fastenwoche Mt 18, 21-35
Jesus, der sagte: Das Himmelreich ist einem König gleich, der mit seinen Knechten rechnen wollte; er sei mit euch.
Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist zur Vergebung der Sünden gesandt. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. Diese Worte hören wir jedes Mal bei der heiligen Beichte. Gott zählt nicht, wie oft er uns vergeben hat.
Jesus, du bist gekommen, um unsere Sünden zu vergeben. Herr, erbarme dich unser.
Durch deinen Tod wolltest du uns ein neues Leben schenken. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns gelehrt, dass Gott unser barmherziger Vater ist. Herr,erbarme dich unser.
Als Petrus Jesus fragte, wie oft er dem Bruder vergeben soll, der an ihm gesündigt hat. Jesus sprach siebenundsiebzigmal. Diese Antwort Jesu hat einen Zusammenhang mit einem alten biblischen Text. Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal. Lamech war der Nachkomme Kains und er sprach zu seinen Weibern Ada und Zila. Ich habe einen Mann für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule erschlagen. In der Gestalt Lamechs ist deutlich zu erkennen, wie die Menschheit ohne Gott fällt. Lamech erhebt sich über Gott. Lamech bestimmt, wie oft er sich rächen wird. Jesus möchte uns heute sagen, dass wir das Böse nicht damit besiegen, dass wir uns an jemandem rächen, sondern damit, dass wir unseren Schuldigkeiten vergeben. Verzeihen sollen wir immer, nicht nur einmal oder manchmal. Die Sieben hat eine tiefe Bedeutung in der Bibel. Die Nummer sieben bedeutet Fülle, und siebenundsiebzig bedeutet Fülle der Fülle. Jesus, als er Petrus sagte, dass er siebenundsiebzigmal verzeihen soll, wollte er ihm sagen, dass er mit Fülle der Fülle vergeben soll, anders gesagt: völlig und immer vergeben. Gott will uns vergeben, und er wartet. wenn wir ihn darum bitten. Es ist nicht leicht , um Vergebung zu bitten, weil wir dann unsere Schuld und unsere Fehler anerkennen müssen. Gott freut sich darüber, wenn wir ihm um Vergebung bitten, und er will, dass auch wir den anderen ihre Schulden vergeben.
Jesus hat uns im Gebet „Vater unser“ gelehrt, dass wir unseren Schuldigern vergeben sollen. Wenn wir jetzt dieses Gebet beten, denken wir an diese Worte.
Die zu Christus gehören leben in der Einheit mit ihm und dem Vater. So dürfen wir um den Frieden bitten.
Selig, die eingehen dürfen in die Wohnungen, die uns der Herr im Haus des Vaters bereitet hat.
Jesu Dornenkrönung
Kaum hatte Jesus die schreckliche Marter der Geißelung überstanden, so wartete schon wieder eine neue Qual auf ihn.Die Soldaten, welche die Geißelung vollzogen hatten, wollten sich und ihren Mitsoldaten, die im Gerichts-hause waren, mit dem armen zerschlagenen Heilanden ein neues Vergnügen machen, dass ganz ihrer unmenschlichen Grausamkeit würdig war. Dazu nahmen sie die Veranlassung von dem Verbrechen her, welches man dem Herrn fälschlich zur Schuldig legte. Man beschuldigte ihn, dass er sich zum König machen wollte. Dafür wollten sie ihn zu einem Spottkönig machen und spottweise seine feierliche Krönung vornehmen. Sie führten deßhalb Jesus von dem Orte, wo er gegeißelt worden war, in den inneren Hof des Gerichtshauses, wo sich die übrigen Soldaten aufhielten, und riefen die ganz Schaar derselben zusammen. Wir wollen uns im Geiste in diesen Hof des Gerichtshauses versetzen und und betrachten, was fernen mit Jesu geschah. Das erste Zeichen der königlichen Würde, womit man Jesus schmückte,war ein alter, schlechter Mantel von roter Farbe, den die Könige trugen eine spöttische Anspielung zu machen. Diese Schmach war aber mit einer grausamer Marter verbunden, denn man rieß dem Herrn seine eigenen Kleider vom Leibe, um ihm den Spottmantel anziehen zu können und darum wurden die durch die Geißelung erhaltenen Wunden auf Neue aufgerissen und sein heiliges Blut floss neuerdings auf die Erde. O welcher Schmerz, verbunden mit Schmach und Verachtung. Und Jesus sagte nicht ein Wort. Er ließ keinen Seufzer laut werden, er tat nicht den geringsten Widerstand. Er ließ sich führen, seine Kleider ausziehen und das Spottkleid anlegen, wie sie wollten. Nehmen wir es zu Herzen wie sehr Jesus für die Zärtlichkeit unseres Leibes, für die sündigen Gelüste unseres Fleisches für die übertriebene, oft unverschämte Kleiderpracht und für die daraus entstehende Eitelkeit und Hoffart, büßen musste. Das zweite Ehrenzeichen für den Spottkönig war die Krone, aber nicht eine Krone von Gold oder Silber, besetz mit Perlen und Edelsteinen, sondern eine Krone von scharfen, spitzen Dornen. Und sie flochten eine Krone von Dornen sagt die Schrift, und setzen sie auf sein Haupt. Die Soldaten fuhren in ihrem grausamen Vergnügen, den Herrn zu misshandeln. Sie nahmen einen Bund Dornen, welche lange und scharfe, sehr feste Stachel hatten, flochten daraus eine Krone setzen sie dem lieben Heiland auf sein heiliges Haupt und drückten sie mit Gewalt auf demselben fest, so dass die scharfen Dorn spitzen tief in das Haupt eindrangen ,und Blut von allen Seiten herabfloß. O ein neuer Schmerz und welch ein Schmerz. O wie teuer musste musste Jesus den Fluch der Sünde büßen. Wir wissen ja, dass Gott ausdrücklich zu Adam sprach nachdem er sein heiliges Gebot übertreten hatte: Verflucht sei die Erde vor deinem Angesichte. Wenn du sie bebaust, soll sie sie dir Disteln und Dornen tragen. O unendliche Gerechtigkeit, o unaussprechliche Barmhrzigkeit Gottes. Um diesen Fluch von der Erde wieder hinwegzunehmen musste die Frucht dieses Fluches selbst auf Jesus den Sohn Gottes fallen. Dornen mussten sein heiliges Haupt verwunden. Und dennoch kann es Menschen, kann es Christen geben den Fluch der Sünde wählen und des mit Dörnen gekrönten Heilandes spotten. Aber es wird an solchen auch in Erfüllung gehen. Den Segen haben sie nicht gewollt, der Segen wird auch ferne von ihnen bleiben, den Fluch haben sie gewählt, der Fluch wird ihnen auch bleiben. Das dritte Ehrenzeichen des gekrönten Spottkönigs war der Zepter. Und sie gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand. Anstatt des königlichen Zepters gab man ihm ein zerbrochen Schilfrohr in die rechte Hand . Auch dieses ließ sich Jesus gefallen. Er nahm es an und hielt es in der Hand, wie es verlangt wurde. In diesem Zustand erschien es nun. Er der König der ewigen Herrlichkeit vor dieser Schar ausgelassener Soldaten als höchst lächerliches Gegenstand. Ó wenn diese Unmenschen nur die geringste Gefühl von Menschlichkeit in sich gehabt hätten. Sie trieben mit Jesus allen Spott und Hohn. Sie beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn, sie fingen an, ihn Einer nach anderen zu grüßen und sprachen. Gegrüßt sei du König der Juden und gaben ihm dabei Backenstreiche. Sie schlugen mit dem Rohre auf sein Haupt, spien ihn an , fielen auf die Knie nieder und brachten ihm zum Spotte ihre Huldigung dar. O göttlicher Erlöser obwohl grausam mit Dörnern, dennoch der König der Könige o wie teuer hast du uns du uns erkauft , wie viel hat dich hat dich unsere Seele gekostet. So übel warst du zugerichtet durch du zugerichtet durch die grausame Geißelung und die darauf folgende Krönung mit Dornen, dass selbst Pilatus, vor welchem du in diesem armseligen, elenden Zustande, Mitleiden hatte, dich dem Volk vorstellte und sprach Ecce homo, seht da den Mensch, seht ihn an ,wie übel er zugerichtet ist und habt doch einmal Erbarmen mit ihn , denn ein Mensch ist er ja doch. Aber das wütende Judenvolke kannte kein Erbarmen mit ihm, sondern schrie, vom Satan gehetzt. Hinweg mit ihm, ans Kreuz mit ihm . Haben wenigstens wir Erbarmen und Mitleiden mit dem armen, grausam, misshandelten Jesus. Vergessen wir nicht das Bild , in welchem sich Jesus uns heute gezeigt hat. Denken wir daran besonders zur Stunde der Versuchung, wie grausam Jesus für unsere Sünden gegeißelt wurde. Stellen wir ihn uns vor- angetan mit einem alten Spottmantel, mit einem Rohre in den gebunden Händen mit der Dornenkrone auf dem Haupte- und geißeln wir unser Fleisch, unsere bösen Begierden, bezähmen wir unsere Leidenschaften, sollte es uns auch schwer fallen, damit wir einst dort mit dem göttlichen Heiland auch mit Herrlichkeit gekrönt werden.
Verkündigung des Herrn, Lk 1, 25-38
Jesus, dessen Mutter Maria, sei mit euch.
Auch heute sehen wir wieder, dass vor Gott kein Ansehen der Person gelte. Als der ewige Ratschluss Gottes zur Erlösung des gefallenen Menschengeschlechtes seiner Erfüllung nahe war, wurde der Engel des Himmels nicht zu einer Kaiser- oder Königstochter, sondern zu einer armen Jüngerin in dem Städtchen Nazareth gesandt, ihr anzukündigen, dass sie zur Mutter des Welterlösers auserwählt sei.
Jesus, du bist der Immanuel. Du bist gekommen, Gottes Willen zu tun. Christus, erbarme dich unser.
Du bist der verheißene Retter. Herr, erbarme dich unser.
Maria nannte sich selbst vor dem Engel in aller Demut eine Dienerin des Herrn. Wir wollen jetzt Maria betrachten als eine Dienerin des Herrn,welche immer den Willen Gottes tat. Ja, der Diener, eben weil er Diener ist, darf nicht nach seinem eigenen Willen handeln; er muss tun, was sein Herr ihm gebietet. Und je fleißiger und pünktlicher er alles tut, was nur sein Herr ihm gebietet, desto mehr verdient er, ein guter und getreuer Diener genannt zu werden. Wenn aber das ist, so erwies sich gewiss die seligste Jungfrau Maria als die beste, die treueste Dienerin des Herrn, denn sie tat durchaus nichts gegen den Willen Gottes. Sie beging ja in ihrem ganzen Leben nicht die mindeste lässliche Sünde. Nicht bloß keine unrechte Tat ward je an ihr gefunden, sondern auch kein unrechter Gedanke, keine unrechte Begierde war jemals in ihrer Seele. Rein und unbefleckt blieb ihr Wandel bis in den Tod. Sie tat vielmehr nach dem Willen. Sie tat vielmehr alles nach dem Willen Gottes. Sie folgte ihren Eltern, sie lernte, sie arbeitete, sie liebte ihren jungfräulichen Gemahl, sie sorgte für das göttliche Kind, sie erfüllte alle ihre Berufspflichten auf das Eifrigste und Genauste, weil es Gottes Wille war. war. Gottes Wille war die Richtschnur, nach der allein alle ihre Gedanken, Worte und Werke geordnet und gerichtet waren. So erwies sie sich als treue Dienerin des Herrn. Sollte denn aber Maria allein eine Dienerin des Herrn sein? Sind denn wir Maria allein eine Dienerin des Herrn? Sind denn wir nicht auch dazu erschaffen, Gott zu dienen? Ja, Gott dienen ist auch unser ganzer Beruf auf Erden. Diener Gottes zu sein, ist unser höchster Ehrentitel; der Papst und der Kaiser können keinen höheren Titel haben, und jeder Heilige ist ein seliger Diener Gottes. Diener Gottes zu sein, und zwar in Wahrheit, das soll deshalb auch unser eifrigstes Bestreben sein, und zwar in Wahrheit, um den Namen eines Dieners, einer Dienerin Gottes zu verdienen; wir wollen vielmehr alles nach dem Willen Gottes. Alles müssen wir, wie Maria, tun, weil es Gott will und wie Gott es will. Der Wille Gottes wird uns aber deutlich von Gott selbst ausgedrückt in seinen Geboten, in der Stimme unseres Gewissens, in den Befehlen und Ermahnungen der Eltern und Vorgesetzten, in den Vorschriften unserer gemeinsamen Mutter, der heiligen katholischen Kirche. Ein frommer Ordensmann pflegte zu sagen, er habe drei Verkünder des göttlichen Willens, nämlich Gott im Himmel, seine Vorgesetzten im Kloster und sein Gewissen in seinem Innern. So sollen auch wir alles als Gottes Willen erkennen, was uns Gott in den zehn Geboten befohlen hat, was uns Christus, der Sohn Gottes , auf Erden verkündet hat, was uns das Gewissen vorstellt . Maria war in Wahrheit eine Dienerin des Herrn,denn sie ergab sich auch immer in den Willen des Herrn.
Der Engel Gabriel hat Maria Jesus als Gottes Sohn und den Retter der Menschen angekündigt. Mit ihm zusammen dürfen wir zum Vater beten.
„Fürchte dich nicht“, hat der Engel zu Maria gesagt. Wir bitten um deinen Frieden, damit sich niemand mehr fürchten muss.
Seht, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären . Sein Name ist. Immanuel-Gott mit uns.
Samstag der 2. Fastenwoche Lk 15,1-3,11-32
Jesus, der euch und seinen Vater als einen barmherzigen Vater vorgestellt hat, sei mit euch.
Man spricht darüber, dass das Gleichnis vom verlorenen Sohn das Schönste ist. Jesus wollte uns in diesem Gleichnis zeigen, wie gut und barmherzig der himmlische Vater ist. Viele Menschen halten das für ganz selbstverständlich. Aber so selbstverständlich ist das nicht. Bei anderen Religionen ist Gott nicht barmherzig, und wenn man sich vergeht, existiert für ihn die Vergebung nicht mehr.
Jesus, du hast uns heimgerufen ins Land des Vaters. Herr, erbarme dich unser.
Du rufst uns zum Festmahl der Versöhnung. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns das neue Leben geschenkt. Herr, erbarme dich unser.
Der niederländische Kunstmaler Rembrandt van Rijn stellte in seinem Bild „Rückkehr des verlorenen Sohnes“ die tiefe Liebe des Vaters zu seinem Sohn in einem bekannten Gleichnis hervorragend dar. Rembrandts Bild ist so zutreffend, dass viele, die es sahen, es zum Bedauern und zur Versöhnung mit Gott brachte. Schönes Kleid, Ring,festliches Gastmahl sind die Symbole des Menschen, der zu Gott zurückkehrt. Der Schriftsteller und Priester Henri Nouwen erlebte diese Erfahrung. Als ich zum ersten Mal ein Rembrandt-Bild gesehen habe, habe ich mich danach gesehnt, dass auch ich in einer solchen sicheren Umarmung geraten könnte wie der Sohn auf dem Bild. Als ich sah, wie zärtlich der Vater seinen Sohn umarmt und an die Brust drückt, spürte ich tief in mir, dass ich eigentlich dieser verlorene Sohn bin. Ich wollte zurückkehren. Nouwens Betrachtung endet hier nicht. Er beginnt, sich mit dem älteren Sohn zu identifizieren. Trotzdem, dass Nouwen nie das Haus verließ und nicht sein Vermögen mit Huren vergeudete und der Schwelgerei nicht huldigte, wurde man sich seiner Eifersucht, Zorn und seiner raffinierten Heuchelei bewusst. Er wurde sich bewusst, dass sein Dilemma dem seines älteren Bruders entsprach. Wollte er, dass dieselben Hände ihn umarmen, die seinen jüngeren Bruder armten? Nouwen begann zu begreifen, dass es nicht daran lag. welcher Sohn er war, aber dass er immer der Sohn seines Vaters war. Das ist Gott, an den ich glauben will. Der Vater, der immer seinen Arm öffnet, der nie jemandem etwas aufzwingt, der immer erwartet, der immer die Hoffnung hat, dass seine Kinder zurückkommen, damit er ihnen seine Liebe zeigen kann. Er freut sich über die Vergebung und bittet uns um die Willigkeit, seine Barmherzigkeit zu empfangen.
Als Glaubende wissen wir uns von Gott angenommen und geliebt, so wie wir sind , mit all unseren Stärken und Schwächen. Deshalb beten wir voll Zuversicht. Allmächtiger Gott, unser menschlicher Einsatz um Frieden und Gerechtigkeit stößt wieder an Grenzen. Diese Erfahrung betrübt uns,sie öffnet aber gleichzeitig unser Herz für dich und dein Wirken. Deshalb bitten wir.
Wir wollen dem Herrn danken für seine Huld, für sein wunderbares Tun an den Menschen, weil er die hungrige Seele mit seinen Gaben erfüllt hat.
Freitag der 2.Fastenwoche Mt 21, 33-43, 45-46
Jesus, der die Hohenpriester fragte: „Woher war die Taufe des Johannes?“, sei mit euch.
Eines der Kriterien der Wertung des Menschen, besonders dann, wenn er in Ewigkeit weggegangen ist, ist, was er für die Familie und die Gesellschaft getan hat. Jesus wirft den Hohepriestern und Pharisäern ihr unfruchtbares Leben vor, ein Leben ohne Früchte. Darum sagt Jesus zu ihnen. Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte bringen wird. Mt 21, 43. Jesus, du verlangst von uns, dass unser Leben fruchtbar ist. Herr, erbarme dich unser.
Du lehrst uns in Gleichnissen. Christus, erbarme dich unser.
Du wirst das Gute belohnen und das Böse bestrafen. Herr, erbarme dich unser.
Das Bild des Weinbergs war dem religiösen Führer Israels gut bekannt. Der Weinberg repräsentierte die auserwählte Nation Israel, und die Verwalter und Winzer waren Hohepriester und Schriftgelehrte,die aber ihrem Dienst untreu wurden. Viele Propheten machten auf die Sünden aufmerksam und riefen zur Buße auf. Gott sendet seinen Sohn,damit er die Ernte im Weinberg übernimmt. Die Ernte sollte die Frucht des Lebens jedes Mitglieds des auserwählten Volkes sein. Aber die religiösen Führer nehmen Jesus nicht auf und wollen ihn töten. Jesus beschuldigt die Hohepriester und Pharisäer des Verrats an den Interessen Gottes. Heute sind wir das Volk, dem der Herr seinen Weingarten anvertraut hat. Wir sind berufen, damit wir die Früchte bringen. Jeder von uns bringt eine andere Ernte. Jemand dreißigfache, ein anderer sechzigfache und wieder anderer hundertfache Ernte. Die Fastenzeit ist für uns die Gelegenheit, uns daran zu erinnern, nicht nur an die historischen Ereignisse unserer Erlösung, sondern vor allem daran, in unser Leben das Mysterium des Kreuzes und Leidens aufzunehmen. Durch unser Leiden Verbindung mit Christus durchleben und am Erlösungswerk Christi teilnehmen. Unsere Ernte ist nicht nur das Gute, das wir tun, sondern auch unser persönliches Leiden und Kreuz. In Verbindung mit Christus haben unsere persönlichen Leiden und das Kreuz Erlösungswert und werden für uns und für die ganze Kirche die Quelle des Heiles.
Wer betet, ist nie allein. Mit Millionen Schwestern und Brüdern in allen christlichen Konfessionen sind wir vereint, wenn wir zum Vater rufen.
Friede wird nicht entstehen, wenn wir nur leer leeren. Worte machen. Aber wenn wir auf das Wort Christi vertrauen, dann kann die Rede vom Frieden das Hassgeschrei unserer Zeit überwinden. So lasst und betet.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes hat uns das aufstrahlende Licht aus der Höhe besucht.
3.Fastensonntag C Lk 13,1-9
3. Fastensonntag 2019- Geduld und Kreativität Gottes Einführung
Liebe Freunde, nach dem Sonntag der Versuchung und dem Sonntag der Verwandlung kommen wir zum Sonntag, der wir der Sonntag der Geduld und neue Chance nennen könnten. Das Evangelium entwickelt diese Idee in einem Gleichnis von einem unfruchtbaren Feigenbaum. Lukas ist der einzige Evangelist, der dieses Gleichnis hat.
Predigt
Der Herr des Weinbergs pflanzte einen Feigenbaum.Dann ging er drei Jahre lang festzustellen, ob der Feigenbaum bereits Früchte hatte. Er hatte keine. Der Herr beschloss ihn abzuhauen, wozu macht er auch das Land unnütz. Die Biblisten stimmen darin überein, dass dieses Gleichnis von der jüdischen Nation handelt. Jesus wirkte drei Jahre in der Nation, drei Jahre predigte ihr. Aber die Nation bekehrte nicht und blieb ohne die Früchte, die Gott von ihr erwartet hatte. Diese Interpretation ist sicher richtig obwohl ihre Anwendung viel weiter sein könnte als nur das jüdische Volk. Jeder von uns wird einmal zur Rechenschaft gezogen, für die Darbringung der Früchte in seinem Leben. Jeder von ins zur Rechenschaft gezogen für das , was nach ihm blieb übrig. Auch diese Erklärung ist richtig. Und trotzdem würde ich mich erlauben. ein wenig mit diesem Gleichnis zu spielen und verwenden eine andere mögliche Interpretation. Bildlich gesprochen was hier uns positiv stört, sind zwei Sachen. Geheimnisvolle Gestalt des Winzers und ein offenes Ende. Wer ist der gute Winzer, der den Herrn überzeugte, dass er den Baum noch nicht abhau, dass er sich um den Feigenbaum kümmern wird, dass er um ihn herum gegraben und düngen wird. Vielleicht wird das helfen und der Bau bringt die Früchte. Und wie es zum Schluss endete? Brachte der Feigenbaum die Früchte oder nein? Die Logik sagt uns, wenn der Baum die Früchte nicht gebracht hatte, bestimmt ihn fällten. Lassen wir unsere Logik halten wir das Gleichnis an. Das Gleichnis endet mit neuer Chance für den Feigenbaum. Als ob der Winzer würde dem Herrn sagen. Unserer Meinung nach, haben wir gute Bedingungen für ihn geschaffen. Versuchen wir noch eine andere Art. Dieses Gleichnis erzählt uns von der Güte und Kreativität Gottes. Darüber schreibt auch der heilige Paulus im Brief an Hebräer. Nachdem Gott vielfältig und auf vielfältig und auf vielerlei Weis ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge, durch den er auch die Welten gemacht hat. Hebräer 1,1-2 Gott suchte nach einer Möglichkeit wie uns anzusprechen und uns von seiner Güte zu überzeugen und auch davon, dass wir die Früchte bringen. Die Menschen begriffen das nicht, oder wollten das nicht begreifen. Und Gott suchte eine andere, verständlichere Art, uns anzusprechen. Und wir wieder nicht verstanden.Aber Gott gab sich nicht auf, Und zum Schluss sandte sandte er zu uns seinen Sohn und er ließ ihn unter uns wirken, in der Hoffnung, dass wir endlich begreifen. Es ist möglich,dass der Winzer im Gleichnis ist gerade die Person von Jesus Christus. Statt der Verurteilung Bitte um die Barmherzigkeit und um eine neue Chance. Gott gibt sie. War sie die letzte? Wir wissen das nicht, aber kaum. Gott wird Maximum machen,um uns zu retten. Was könnte dieses Gleichnis für uns bedeutet? Erstens, dass wir über Gottes Barmherzigkeit und Kreativität in unserem Lebens staunen. Wenn wir uns gegen die Gesetze verstoßen, die wir Menschen vorbereiten haben, keine Barmherzigkeit ist für uns.Wenn wir entdecken sind, zahlen wir hart, oft sogar härter als wir verdienten. Wie viel Chance haben wir von Gott bekommen.Gott geht es nicht darum, um uns zu überführen, sondern um uns zu überzeugen, dass er unserem Leben den Wert gibt. Weiter dieses Gleichnis sagt zu unls, dass wir über uns vorzeitig den Stock nicht brechen sollten. Wie oft haben wir uns entschlossen uns bessern, mit etwas Neuem zu beginnen und es ging uns nicht auf. Zum Beispiel wir wollten in unser Leben, mehr Gebet einzuführen, großzügiger zu den anderen sein, weniger sitzen vor dem Fernsehen und mehr sich der Familie zu widmen. Aber wir haben bei unseren Vorsätzen nicht eingehalten. Wir haben die List mit allem hinschmeißen. Vielleicht würde uns helfen, die Metode zu ändern, aber sich nicht aufzugeben. Das gilt auch für unsere Beurteilung der anderen. Wie reagierten wir , als wir auf der Straße einen Obdachlosen gesehen haben. Vielleicht haben wir gedacht. Aus diesem Mensch wird nichts.Wäre es nicht besser diesen Menschen zu ermutigen, eine neue Chance ihm zu geben, als ihn verurteilen? Zum Glück handelt Gott anders als der Mensch. Er bricht über niemanden den Stock. Er sieht in jedem Menschen die Möglichkeit sich bessern, sich ändern. Es wäre gut, wenn wir diese Gottes Einstellung zu den Menschen auch wir aneignen.
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