Warum Christus so viele Wunder an Kranken wirkte?

Jesus  heilte in Kapharnaum Krankheiten aller Art, damit sich erfüllte, was durch den Propheten Jesaja gesagt wurde: „Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.“ ( Jes 53,4) Zwar ist die Befreiung von leiblichen Krankheiten  und zeitlichen Übeln nicht der Hauptzweck der Erlösung. Jesus ist gekommen,um uns  von der Sünde und geistigen Schwächen zu befreien. Diese Erlösung, so kostbar sie auch für uns war, war doch für die Augen des Fleisches unsichtbar , und daher wegen ihrer geistigen Beschaffenheit  nicht sehr geeignet, auf die Herzen der Menschen  Eindruck zu machen. Darum wollte Gott die Erlösung, für die Jesus sie zu erwirken auf Erden kam, durch die Befreiung von leiblichen Übeln sichtbar machen. Damit kein Zweifel entstand,  dass Jesus vom Übel der Sünde befreien und erlösen kann, so hat er auch mit seinem  Wort den Leib von allen Übeln befreien können.   Gott ließ uns dadurch auch erkennen, dass er das Reich des Satans zerstören will.  Oh, wie viel Dank sind wir unserem Herrn und Erlöser schuldig, der uns erlöst hat. Er hat nicht bloß unsere Sünden hinweg genommen, sondern uns auch von unseren anderen Übeln befreit, damit sie aufhören, im eigentlichen Sinne Übel zu sein. Dadurch sind unsere Übel  nur von kurzer Dauer, Jesus heilt unsere Übel. Der Sünde folgt die Strafe wie dem Körper der Schatten. Ohne Jesus wäre diese Übel geblieben und wir würden durch Strafen, durch Marter und Pein gereinigt. Da aber Jesus unsere Strafen auf sich genommen hat, hat er sie erhoben. Diese Übel sind durch seine Verdienste eine Genugtuung geworden. Er bezahlt unsere Sündenschuld und löscht sie aus. Sie sind zur Arznei geworden und sollen uns vor künftigen Sünden bewahren. Sie sind ein Opfer des Lobes und der Buße geworden. Sie sind zu Quellen der größten Verdienste geworden und zur Leiter in die himmlische Glorie. Mit Christus angeschaut sind Übel, Krankheiten, Probleme, die wir als Buße auf uns nehmen, eigentlich große Werte, weil sie Schätze sind für das Himmelreich. Daher sagt der Heilige Petrus von Alkantara: “ Oh heilige Trübsale,  wer wird euch nicht hochschätzen, wer wird euch nicht wünschen. Lasset uns nicht mehr als Kinder Adams leiden, sondern als Glieder Jesu Christi leiden.“

Durch Vereinigung mit Christus, mit seinem Leiden,  sind unsere Krankheiten und Leiden eine Quelle für unsere Verdienste. Leiden, die verbunden sind mit Christus,  haben ihren Sinn. Es ist für uns unvorstellbar, wie groß unsere Belohnung wird, wenn wir mit Christus verbunden, unsere Leiden ohne Murren ertragen.

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