Hilarius,Bischof von Poitiers 13. Jänner

Hl.Hilarius

Um 315 kam Hilarius in Poitiers als Sohn einer vornehmen heidnischem Familie zur Welt. Er heiratete und hatte eine Tochter. Ständig war er bemüht, sein Wissen zu erweitern und seinen Geist zu schulen. Die Heilige Schrift, die er während seiner Studien las, beeindruckte ihn so, dass er sich taufen ließ. Von den Mitgliedern seiner Gemeinde zum Bischof gewählt, bekämpfte er in Wort und Schritt den Arianismus. Von Kaiser Konstantin II., der die Arianer begünstigte, wurde Hilarius 356 nach Kleinasien verbannt. Der heilige Hilarius verwandte die Zeit, welche er in der Verbannung verbrachte zur Abfassung mehrerer gelehrter Werke, wovon das vorzüglichste und am meisten geschätzte seine Abhandlung über die Dreieinigkeit ist. Es enthält zwölf Bücher. Der Heilige bewies darin auf die bündigste Weise die gleiche Wesenheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Er lehrte, dass die Kirche nur Eine ist, und dass alle Irrlehrer  außerhalb stehen. Hilarius sagte, dass der Arianismus, nicht die wahre Lehre ist, die dem heiligen Petrus geoffenbart  worden sei. Der Herr hat zur unerschütterlichen Grundfeste der Kirche bis zum Ende der Zeiten erwählt. Sein Glaube wird  nie untergehen. Christus hat ihm die  Schlüssel  des Himmelreiches übergeben. Als Hilarius auf seiner Heimreise aus der Verbannung in Selencia in eine Kirche ging, schrie Florentia,  ein heidnisches Mädchen in der Volksmenge mit lauter Stimme: „Ein Diener Gottes, ein Diener Gottes.“ Dann warf sie sich zu seinen Füßen  und sprach: „Mann Gottes,  ich weiche nicht von dir , bevor du mich gesegnet hast. Der Vater des Mädchens,der dies sah, wurde so ergriffen, dass er sich mit seiner ganzen Familie taufen ließ. Auf derselben Reise kam Hilarius  an einer Insel vorbei. Dort waren sehr viele giftige Schlangen, so dass diese Insel allgemein gemieden wurde. Als  der Heilige  dies hörte, bestieg er ein Schiff, fuhr bis zur Insel und ließ sich ein Kreuz voraustragen.  Kaum wurden die Schlangen des Kreuzes ansichtig,  ergriffen sie die Flucht. Bald nach seiner Rückkehr starb zu Poitiers ein Kind ohne die heilige Taufe. Die Mutter, deren einziges  Kind es war, ging zu Hilarius ,warf sich ihm zu Füßen und bat ihn,  ihr Söhnlein  lebendig zu machen. Hilarius von Mitleid gerührt,  warf sich auf die Erde nieder  und betete. Unterdessen röteten sich allmählich die Wangen des Kindes, seine  erstarrten Glieder wurden warm, schließlich öffneten es auch die Augen, es atmete   und fing an zu schreien. Das Kind wurde sogleich getauft. Hilarius starb 367 in seiner Bischofsstadt Poitiers.

Die Stadt Poitiers ernannte ihn zu ihrem Schutzheiligen. Hilarius hilft gegen Schlangen und ist der Patron der kleinen und  schwächlichen Kinder

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