Ist die Religion die Sache des Trostes ?

Stellen sie sich vor , dass sie zu Hause einen Teenager haben, der keine Ahnung hat, was eine Oper ist. Wenn sie ihn zur Oper eingeladen würden, würde er ihnen sagen, dass ihn die Oper interessiert nicht. Der Teenager ist aber ein Gourmand und im Gebäude der Oper ist eine gute Pizzeria. Zu erst wird er in Pizzeria sitzen und Pizza zu essen. Aus der Weite ertönt die Musik und der Gesang. Die Musik wird  ihm gefallen und wird ihn ganz gewinnen. Wenn die Pizzeria geschlossen wird, wird es ihm nicht stören. Er entdeckte neue Schönheit und diese ist mehr als die Pizza, das ist die Schönheit des Gesanges und die Majestät der Musik.

Der Mensch besteht aus drei ,,Sektionen“  Leib, Seele und Geist. Der Leib das ist das Essen, Trinken, Sex, Angst, Wollust. Die Seele das ist Ästhetik, das Gefühl für die Schönheit, Gerechtigkeit. Und der Geist. Der Geist ist der Ort des Zusammentreffen mit Gott. Die geistlichen Freuden sind größere und intensivere  als die Freude des Körpers.

Wenn sie einen körperlichen Menschen treffen, können sie die körperlichen Wollüsten ausnützen, denen er versteht, dazu, damit  sie ihn allmählich für die geistliche Freuden öffnen. Das ist etwas was wir verstehen. Zum Beispiel. Geben wir nicht den Kindern Bonbons, wenn sie aus der Schule die Note Eins bringen? Wir machen  das in der Hoffnung, dass die Kinder /wegen der Belohnung/ gern lernen wird. Wenn die Kinder die Freude aus dem Lernen entdecken, dann werden sie Bonbons  nicht brauchen. Gott arbeitet ähnlich. Glauben sie nicht? Die Heilung der Kranken, Brotvermehrung, das alles waren die Taten, mit denen wirkte Jesus, auf die körperliche Seite der Menschen. Jesus gab den Menschen durch den Leib Gottes Reich  zu verspüren. Der Mensch hat nicht nur der Leib, sondern auch die Seele. Im Gebet gibt uns Gott verschiedene Trost, das Gefühl der Erfüllung, Zufriedenheit. Durch das alles Jesus  entdeckt uns die Freude Gottes Reiches. Und hier beginnt das Problem. Wir bleiben von diesen Trosten abhängig. Wir verlangen, dass Gott uns  ständig seine Gunst äußern. Auf der körperlichen Ebene /Wohlleben, Erfolg, Karriere/ und auf der geistlichen Ebene – Trost. So kann das nicht funktionieren. Es ist so, wenn ein Kind immer Bonbons verlangt und wenn es Bonbons nicht bekommt, es lernt nicht. Ähnlich es ist auch mit Erwachsenen. Es ist ein Fehler, wenn wir nur bei ,, egoistisch- geistlichen Gefühlen“ bleiben und wenn die Probleme, Schwierigkeiten kommen, sind wir ganz, ganz ratlos, und wir fragen ,, erschauert“ Wie konnte das Gott erlauben? Was ist notwendig machen?. Trost zu verlassen. Trost ist das Streiflicht Gottes Reiches, aber nicht das Gottes Reich. Doch Gottes Reich spricht klar. ,, Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geist“. Röm 14,17.  Reich Gottes ist mehr als Geld, Erfolg, Essen. Bedeutet das den Trost ablehnen? Nein. Wenn Gott und den Trost gibt sollen wir ihn annehmen. Aber den Trost ist nicht mehr Zentrum unserer Bemühungen. Der Trost ist wie ein Geschenk, das ihnen ein Mensch bringt, den wir lieben. Sie freuen sich über das Geschenk, aber interessieren sie sich für den Menschen. Sie erwarten ihn, weil sie ihn gern haben, nicht deshalb, denn wir sehnen uns  nach seinen Gaben. Ähnlich ist es auch mit unserer Beziehung zu Gott. Zuerst freuen wir uns über seine Gaben später wird Gott uns fragen. Liebst du auch mich? Der Apostel Paulus sagte einmal. ,, und haben geehrt und  gedient dem Geschöpf statt dem Schöpfer“ Röm 1,25. Mit anderen Worten gesagt, die Heiden  erstaunt durch die Schönheit der Welt ,machten sie Götter aus der Sonne, Mond und sie bemerkten nicht Gott- Schöpfer, von dem diese erschaffene Sachen zeugen. Etwas ähnliches kann auch mit uns geschehen, wenn wir uns auf die Gottes Gaben, Trost, hängen  und selbst Gott bleibt hinter haltig, ignoriert. Gestehen wir . Wir beten viel, wenn wir uns angenehmen spüren, wenn wir aber dieses Gefühl verlieren, das Gebet beendet wir sehr schnell. Gott bietet uns an, mehr als den Trost, Gefühle. Er bietet uns an, tiefe, geistliche Gemeinschaft mit ihm, in wirklichen Liebe. Von außen sieht diese Gemeinschaft  uninteressant aus. Etwa so, wie die Oper für den Menschen, der für den Gipfel des Glücks Bier und Wurst hielt. Das aber bedeutet nicht, dass die Gemeinschaft mit Gott  wirklich uninteressant ist. Diese Gemeinschaft mit Gott ist unbegreiflich für jeden, die sie nicht erlebt. ,, Der natürliche  Mensch aber  vernimmt nichts vom Geist Gottes, es ist ihm eine Torheit, und er kann es  nicht erkennen, denn es muss geistlich verstanden sein. 1.Kor 2,14

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