Mittwoch der 22.Woche, Lk 4,38- 44

Jesus, der die Kranken heilte, sei mit euch.

Ist es nicht erstaunlich, wie Jesus von dem Wunsch getrieben wurde, das Reich Gottes aufzubauen? Es schien ihm, dass dies das Motiv für alle Handlungen war – Wunder, Heilung, Lehre und Verkündigung. Selbst in zufälligen Gesprächen versuchte Jesus, die Menschen für die neue Realität des Reiches Gottes zu öffnen, das um sie herum keimte – ein Reich, in dem Hass durch Liebe, Verurteilung, Barmherzigkeit und Hoffnung auf Verzweiflung ersetzt wurde.

Jesus, du hast  überall dein Wort verkündet. Herr, erbarme dich unser.

Du hast Kraft gesucht im Gebet mit dem Vater. Christus, erbarme dich unser.

Du hast allen geholfen, die zu dir kamen. Herr, erbarme dich unser.

Für Jesus war das Reich Gottes alles. Er wollte viel mehr als nur ein paar Leute ansprechen. Stellen Sie sich vor, wie zeitlich und örtlich begrenzt es ihm nicht erlaubte, jeden Verwundeten in Galiläa und Judäa zu heilen. Oder denken Sie an all diejenigen außerhalb des Heiligen Landes, die gleichermaßen verwundet waren und seine Hilfe brauchten. Sicherlich kam er nicht nur wegen der wenigen Menschen, die er während seines Auftritts auf der Erde kennengelernt hatte?

Warum ist es so wichtig? Weil Jesus möchte, dass wir erkennen, dass wir im Leben viel mehr gewinnen können als seine Arbeit und seine persönliche Beziehung zu ihm. Er möchte, dass wir lebendige, aktive Mitglieder des Reiches Gottes sind. Er möchte uns sagen, was er einmal zu den Jüngern gesagt hat: Ich muss die gute Nachricht vom Reich Gottes verkünden! Es reicht nicht aus, den Segen des Herrn zu erfahren. Es reicht nicht aus, mit der Hoffnung zufrieden zu sein, dass wir eine Person beeindrucken. Jesus ruft uns dazu auf, der Welt eine ganz neue Ordnung zu verkünden – durch unser Gebet, Zeugnis, Worte und Taten.

Es bleibt noch viel zu tun. Obwohl wir uns klein und schwach fühlen mögen, sind wir mit Hilfe des Geistes voll und ganz bereit, das Himmelreich aufzubauen. Wir sind voll und ganz bereit, der Welt zu bezeugen, dass es für Einzelpersonen und Gemeinschaften „normal“ ist, im Glauben zu leben, von Gott geführt zu werden und Gerechtigkeit und Frieden zu wählen, nicht Schaden und Streit. Wer weiß? Wenn wir im Glauben wandeln, können wir auch Wunder und Wunder erleben, die ein Zeichen für die Welt sein werden, dass Gott heute noch gegenwärtig und mächtig ist! Deshalb wurden wir geboren!

Durch die Taufe sind wir  eingewurzelt in Jesus Christus und leben in Gemeinschaft mit dem Vater. So beten wir mit dem den Worten Jesu;

Gott reinigt uns, damit wir Frucht bringen und den Frieden leben, den er uns schenken will. Deshalb bitten wir.

So spricht der Herr. Ich bin der wahre Weinstock, ihr seid die Rebzweige. Wer  in mir bleibt und  in wem  ich bleibe, der bringt reiche Frucht.

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