Dienstag der 28.Woche, Lk 11, 37-41

Jesus, der sagte: „Gebt vielmehr  Almosen, von dem, was ihr habt, und siehe, alles ist  euch   rein. Lk 11,41.

Es besteht kein Zweifel, dass Almosen eine gute Sache sind. Aber können wir uns reinigen, indem wir es geben? Es gibt so viele Möglichkeiten für finanzielle Almosen: einen Beitrag zur Staatskasse zu leisten, Geld per Internetbanking zu überweisen oder ein paar Kronen für wohltätige Zwecke in die Sammlung zu werfen. Es spielt jedoch keine Rolle, wie viele und wie viele Menschen wir beitragen – wir werden uns dafür nicht den Weg zum Himmel kaufen.

Wir wissen, dass das einzige, was uns wirklich reinigen kann, das Blut Jesu ist. Ohne seine Liebe, die durch uns fließt, wären selbst unsere wunderbarsten Taten vergebens. Selbst wenn wir alle unsere Besitztümer verteilen oder sogar unser Leben als Märtyrer opfern würden, aber der lebendige Gott nicht in uns wohnen würde, würde uns etwas Wichtiges fehlen (1 Kor 13: 3). Deshalb fragte Jesus die Pharisäer: „Woher stammen deine guten Werke? Von deinem Geist – oder von meinem? „

Beachten Sie, was Jesus zu Beginn sagt, wenn er rät, Almosen zu geben: „Aber was ist drin …“ Mit anderen Worten: „Geben Sie Almosen von dem, was Sie drinnen haben.“ Almosen zu geben bedeutet also nicht, nur Geld zu geben. Es bedeutet, ein bereits und williges Herz zu haben. Wahre, wahre Almosenverteilung setzt eine Abkehr von der egoistischen Haltung voraus, und so können wir von Herzen geben – großzügig. Wenn wir versuchen, so gut wir können, unsere Selbstsucht und unseren Wunsch, großzügig gegenüber dem Herrn zu sein, weiterzugeben, wird er unsere Verteilung sehr segnen und wir werden ein Spiegelbild seiner eigenen Güte und Barmherzigkeit.

Natürlich ist es immer gut, den Armen Geld zu geben, egal was wir in unseren Herzen haben. Es gibt viele großzügige Atheisten auf der Welt. Beim Christentum geht es jedoch nicht nur darum, äußere Taten zu vollbringen. Es bedeutet nicht nur, etwas zu tun, das „gut“ oder „gut genug“ ist. Das Christentum handelt von einem Leben, das durch die Kraft des Geistes verändert wurde. Es geht um Menschen, die sich in Jesus verliebt haben und seine Großzügigkeit und Liebe nachahmen wollen. Gehen Sie also heute im Glauben und geben Sie etwas von einem großzügigen Herzen. Wenn dich etwas aufhält, vertraue darauf, dass Jesus sich darum kümmert. Er ist großzügig genug – und mächtig genug – um jedes Herz zu verändern.

Gott sendet seine Boten aus und lädt uns  ein. Wir dürfen zu  ihm kommen und ihn unseren Vater nennen. So beten wir.

Böse und Gute lädt Gott ein zum Mahl in sein Reich. Deshalb bitten wir.

Wenn der Herr offenbar wird, werden wir ihm ähnlich sein; denn wir werden ihn  sehen, wie er ist.

Dieser Beitrag wurde unter Andere veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.