Christi Himmelfahrt, Mt 28, 16-20).
Einleitung
Einen Schriftsteller haben sie einmal gefragt, welches Buch er auswählen würde, wenn er auf einer einsamen Insel landen würde. Steven Wright antwortete witzig. Es wäre das Buch mit dem Titel „Wie am schnellsten ein Schiff aufstellen/aufbauen?“ Eine einfache Antwort, aber sehr verständlich. Ein Mensch auf einer einsamen Insel sucht die Art und Weise, wie er von dort am schnellsten zu den Menschen gelangen kann. Wenn jemand auf dem Krankenbett liegt, braucht er Anweisungen, wie er schnellstmöglich wieder gesund wird. Wer vor der Prüfung steht, braucht die Anweisung, wie am schnellsten den erforderlichen Lehrstoff zu erlernen. Wenn jemand wegen der Arbeit ins Ausland fährt, denkt er darüber nach, wie schnell er die Fremdsprache erlernen kann. In den Buchhandlungen gibt es viele Bücher, in denen geschrieben wird, wie wir die Kinder erziehen und das Geld investieren sollen. Aber eine Anleitung fehlt. Wie sollen wir sterben und ins ewige Leben kommen? Das heutige Fest zeigt uns, was Jesus seinen Aposteln hinterließ: die Botschaft , wie wir durch den Tod ins Leben übergehen sollen.
Predigt.
Auf dem Berg in Galiläa trafen sich die Apostel mit Jesus: Sie beteten ihn an. Jesus sagte zu ihnen.,, Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ Mt 28,17. Es ist merkwürdig. Wenn wir von jemandem Abschied nehmen müssen, sind wir traurig. Wie ist es möglich, dass die Jünger, als sie von Jesus Abschied nahmen, voller Freude waren? Dahinter muss ein Geheimnis sein. Dieses Geheimnis hat religiösen Charakter. Am Karfreitag sahen die Jünger, dass alles gescheitert war. Jesus ist gestorben. Auf dem Berg in Galiläa bei Jesus’ Himmelfahrt haben sie etwas Triumphales gesehen, was ihnen ihren Glauben versicherte. Sie haben den verherrlichten Jesus gesehen. Sie begriffen, dass Jesus die Wahrheit hatte und obwohl er weggeht, mit ihnen bleibt. Darum haben sich die Apostel geräut. Die ähnlichen Erfahrungen hatten auch die Heiligen in der Geschichte der Kirche. In dem Moment der größten Anspannung, im größten Dienst den Kranken, den Leidenden, durchlebten sie die innerliche Freude. Maximilian Kolbe im Hungerbunker sang. Bischof Polykarp lobte Gott, obwohl er auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Freude über Jesus‘ Sieg, griff nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz. In jeder heiligen Messe hören wir die Worte: „Erhebt die Herzen.“ Wir haben sie beim Herrn. Das bedeutet: Nimm wahr, was „oben“ ist. Du bist für höhere Werte erschaffen.Die Sorgen um die irdischen Angelegenheiten dürfen man uns nicht in unserer Orientierung auf oben, auf Gott verhindern. Das bestätigt auch der Satz von Jesus: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben“ Mt 28,18. Das ist nicht die Macht der Politiker, die über das Geld entscheiden, die Macht der Direktoren, die in der Arbeit, die Angestellten annehmen oder aus der Arbeit entlassen, oder die Macht der Richter, die die Urteile fällen/verkünden. Jesus hat eine andere Macht. Die Macht der Liebe, der Verzeihung. Aber vor allem hat Jesus die Macht über den Tod. Das ist etwas, was wir in den Büchern nicht finden können. Jesus hat für uns eine Anleitung, wie man stirbt und dann lebt. Aus dieser Wahrheit ergibt sich die Sendung. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Völker zu meinen Jüngern, lehrt sie ,was das Ziel des Menschen ist , wie schön seine Mission ist. Gegen alle,die über Terrorismus, Arbeitslosigkeit, Not und Ungerechtigkeit sprechen werden , ihr Jünger Christi geht und spricht davon, was dort „oben“ ist . In den Höhen Gottes. Der Mensch ist nicht nur ein Bestandteil dieser Welt. Er hat in sich Gottesgeist. Ein Professor der Soziologie sandte seine Studenten ins Elendviertel der Stadt Baltimore, damit sie die Angabe über 200 Buben gewinnen. Dann sollten die Studenten die „Zukunft“ dieser Buben einschätzen bzw. bestimmen. Über die Mehrheit dieser Buben sagten sie. Sie haben keine Zukunft. Nach 25 Jahren las ein anderer Professor die Ergebnisse dieses Studiums. Er entschied sich , diese Forschung fortzusetzen. Seine Studenten sollten feststellen, wie das weitere Schicksal dieser Buben war. Die Studenten haben festgestellt, dass 4 Buben gestorben sind und 16 sich übersiedelten. 156 von ihnen erlangten mehr als nur den durchschnittlichen Erfolg. Sie wurden Advokaten, Ärzten, Geschäftsmännern und Ingenieuren. Der Professor war sehr überrascht und wollte den Grund dafür feststellen. Er besuchte persönlich diese gewesenen Buben. Sie antworteten fast einstimmig. Unsere Lehrerin war einzigartig. Die Lehrerin lebte noch und der Professor suchte sie auf und fragte sie. Was für eine Methode brauchten sie, die diese gewesenen Buben zum Erfolg brachte? Die Lehrerin strahlte mit ihren versteckten Augen und sagte mit einem Lächeln. Das ist sehr einfach. Ich habe diese Buben geliebt. Diese kurze Geschichte beweist, dass die Liebe eine schöpferische Kraft ist. Sie erweckt in dem Menschen versteckte Möglichkeiten. Auch von Jesus können wir sagen, dass er seine Jünger liebte und ihnen damit Mut und Kraft gab. Die Liebe erhebt den Menschen nach oben. Das zeigt uns auch das heutige Fest. Danken wir Jesus, dass er uns den Weg dort „nach oben“ zeigt.
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