Der Stammbaum Jesu.

Beim Lesen des heutigen Evangeliums habe ich das Gefühl, vor mir eine linguistische Prüfung zu haben. Mehr als 40 Namen von Männern und Frauen aus dem langen Stammbaum. Sind das nur die anonymen Namen? Jeder von ihnen hatte sein Leben. Jede dieser Gestalten, Personen hatte ihre Väter, ihre Mütter. Jede dieser Personen lebte zu einer bestimmten Zeit. Stellen wir uns die Frage. Was für eine Botschaft hat vor, uns diesen Stammbaum zu vermitteln? Dieser Stammbaum bringt uns die Botschaft, dass Jesus in die Welt der Menschen, die mit Sünden bezeichnet ist, eingetreten ist. Es ist interessant, dass der Stammbaum Jesu nicht von bedeutenden Begebenheiten, Feldschlachten und Armeen spricht. Nichts davon. Hier sind nur die Namen. Jesus kam zur Welt inmitten des israelischen Volkes. Er wurde als Jude geboren. Während des Zweiten Weltkrieges, als Hitler die Juden liquidierte, wurden die Stammbäume gefälscht und überschrieben, mit dem einzigen Ziel, dass der oder die keine jüdischen Vorfahren hatte. Hier wird im Gegenteil angegeben, dass Jesus jüdische Vorfahren hatte. Im Jesus-Stammbaum stehen vier Frauen. Es handelt sich um vier sündige Frauen. Alle haben die heidnische Abstammung. Alle hatten einen zweifelhaften Ruf. Ist das vielleicht so in den offiziellen Stammbäumen? Solche Sachen schieben sich einfach in den Hintergrund, damit sie vergessen wird. Jesus schämt sich nicht für seine Herkunft. Er schämt sich nicht, uns unsere Brüder zu nennen. Jesus trat unter uns als unser Bruder auf. Er wollte – er will – unser Bruder sein. Er ist in unsere Geschichte nicht deshalb eingetreten, um uns zu überlisten, sondern um uns zu erlösen und zu Kindern Gottes zu machen. Für Jesus waren wir nicht gleichgültig. Möge auch für uns Jesus nicht gleichgültig sein.

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