Die heilige Kommunion.

Wozu hat Jesus das allerheiligste Sakrament des Altars eingesetzt? Als Jesus nach der wunderbaren Brotvermehrung sagte, dass er uns  seinen Leib und sein Blut geben wollte, hat er aufs Deutlichste gesagt, dass sie für  uns ein Brot und ein Trank sein sollten, damit wir davon leben. Ich bin das lebendige Brot“, sprach er, „das vom Himmel herabgekommen ist.“ Das Brot , das ich euch geben werde, ist mein Fleisch  für das Leben der Welt. Als darauf die Juden untereinander stritten  und sagten : „Wie kann uns dieser  sein Fleisch zu essen geben?“ Jesus sagte: „Der mich isst, der mich leben wird. Jesus sagt also: Wer sein Fleisch , wer sein Fleisch isst und sein Blut trinkt , hat das ewige Leben, und Jesus wird ihn  am jüngsten Tage auferwecken: Dann verglich Jesus seinen Leib, seinen Leib, und sein Blut mit dem Manna und sagte. Es ist nicht wie das Manna, das eure Väter  gegessen haben; sie sind gestorben. Wer dieses Brot isst, wird ewig leben. Das heißt: Das Manna konnte denen, die es aßen, nur eine Zeit lang das Leben erhalten, das Brot aber, das uns Jesus gibt, verschafft uns ewiges Leben.

Jesus hat also immer wieder gesagt, dass sein Leib für uns eine Speise sein soll, die uns Leben gibt. Schauen wir nun, was für ein Leben Jesu da meint. Meint  er das Leben des Leibes?  Für das Leben des Leibes  genügt die gewöhnliche irdische Nahrung. Das Brot vom Himmel, das uns Jesus gibt, soll unsere Seele leben lassen. Aber kann die Seele denn überhaupt sterben? Sie ist ja doch unsterblich. Ja, sie kann nicht so sterben, dass sie dann nicht  mehr  da wäre. Aber unsere Seele  soll nicht nur das gewöhnliche,  natürliche  Leben haben. Gott hat ihr  auch ein höheres , übernatürliches Leben gegeben. Wann  hat er es ihr gegeben? Bei der Taufe. Bei der Taufe. Bei der Taufe hat unsere Seele ein ganz neues , ein göttliches Leben erhalten. Wenn sie dieses göttliche Leben hat, ist sie atemberaubend, voller Liebe zu Gott und voller Freude. Wie nennt man dieses höhere, himmlische  Leben, das die Seele da erhalten hat? Die heiligmachende Gnade. Die heiligmachende Gnade ist der Anfang  und die Vorstufe des ewigen Lebens. Wir können aber in diesem höheren , himmlischen Leben der Seele nicht zunehmen und es  nicht bewahren, wenn wir  unserer  Seele keine  himmlische Nahrung  zukommen lassen. Welche ist die himmlische Nahrung? Der Leib und das Blut Jesu Christi. Hat die Seele diese himmlische Nahrung nicht, so verliert sie ihr höheres  Leben. Mit welchen Worten hat uns Jesus gesagt? Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes  nicht  essen und sein Blut  nicht trinken werdet, so werdet ihr  das Leben nicht in euch haben. Haben wir schon jetzt das ewige Leben? Ja, den Anfang , den Keim  des ewigen Lebens haben  wir  schon. Dieser Keim kommt in uns  durch jede hl. Kommunion  : mehr  zur  Entfaltung , zum  Wachstum   und  zur Blüte. Am jüngsten Tag  aber wird der Keim seine herrliche  Frucht bringen. Nach dem kirchlichen Gesetz sollen wir mindestens einmal  im Jahr in österlichen Zeiten zur heiligen Kommunion gehen. Aber das ist nur das Minimum. Schauen wir  nun , wie uns Jesus durch die heilige Kommunion  ein höheres, übernatürliches Leben mitteilt.  Wenn wir die hl.Kommunion  empfangen, ist Jesus so nah  bei uns , als es  überhaupt  möglich ist. Er ist in uns. Wenn wir  ihn  mit dem Mund empfangen, geht er zugleich   auf geistige Weise in unsere Seele ein und schlägt da  seinen Tritt. Er erfüllt unsere Seele mit himmlischem Glanz. Er macht sie  schöner und heiliger. Das Wort „Kommunion“ bedeutet „Vereinigung“. Jesus hat in seiner Rede  nach der wunderbaren Brotvermehrung versprochen. Wer mein Fleisch   ist  und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Jesus bleibt  in uns, nicht mit Fleisch und Blut, sondern mit seiner Liebe. Er schaut nach der heiligen Kommunion  immer mit  besonderer Liebe auf uns und steht uns bei und beschützt uns.

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