Donnerstag der 16. Woche, Mt 13, 10-17
Jesus Christus, der uns die Botschaft vom Reich Gottes verkündet hat, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium fragten sie Jesus: „Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse?” Er antwortete: „Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht. Diese Antwort müssen wir richtig verstehen. Es geht nicht darum, dass Jesus nicht wollte, dass die Menschen ihn verstehen. Jesus konstatiert lediglich, dass diese Menschen ihn nicht verstehen werden.
Jesus, du hast deine Botschaft in Gleichnissen verkündet. Herr, erbarme dich unser.
Du wolltest alle Menschen auf den Weg des Glaubens führen. Christus, erbarme dich unser.
Du hast den Glaubenden Leben und Heil verheißen. Herr, erbarme dich unser. Wer sich die Dunkelbrille aufsetzt, wird alles dunkelfarbig sehen. Wer die Welt mit einem optimistischen Blick betrachtet, wird alles rosafarbig sehen. Wer der Wollüstige ist, sieht überall nur den Körper und die Sinnlichkeit. Ein stolzer Mensch hat nur Verständnis dafür, was ihm hilft, den Gipfel zu erreichen und ins Zentrum zu gelangen. Der Schwindler sieht in allem nur einen Trick. Deshalb, weil jeder nur das hört, was er gern hat, ist hier die Gefahr, dass er Christus nicht verstehen wird. Daraus ergibt sich, nur der kann Jesus‘ Rede über Gottes Reich verstehen, der auf falsche Vorstellungen und Träume verzichtet. Und das ist das Problem auch heute. Viele Menschen haben ganz andere Vorstellungen vom Leben, vom Glück als Christus. Darum verstehen sie das Evangelium nicht, wenn sie es hören. Oder anders gesagt: Sie sagen: „Das Christentum ist vom Leben „entfernt“. Subjektiv haben sie recht, weil ihre Vorstellungen vom Leben und vom Glück von denen Christi abweichen. Deshalb verstehen sie ihn nicht, obwohl sie das Evangelium hören.
Damit unsere Ohren hören und unsere Herzen verstehen, wollen wir voller Vertrauen zum Vater beten.
Wir danken dem Herrn für die Botschaft, die wir erhalten haben, und bitten darum, sie im Frieden zu bewahren.
Selig sind, deren Augen sehen und deren Ohren hören, denn sie werden Gott schauen.
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