Samstag der 29/Woche Lk 13,1-9

Jesus, der das Gleichnis vom Feigenbaum erzählte, er sei mit euch.

Nach warnenden Worten an diejenigen, die nicht bekehren wollen und die Busse zu tun, sagte Jesus ein ermutigendes Gleichnis. Es drückt in ihm Gottes Geduld und Nachsicht aus. Das Gleichnis kann man auf das jüdische Volk beziehen, aber auch auf jeden von uns.

Jesus,du bist gekommen, uns zu reten. Herr,erbarme dich unser.

Du wirst unser Leben fruchtbar machen.Christus,erbarme dich unser.

Du schenkst allen eine Zeit der Gnade und der Bekehrung. Herr, erbarme dich unser. Die Worte „Der Herr hat in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt” zeigen Gottes Beziehung zu Israel und zu jedem von uns. Gott hat seine eigenen Besitztümer auf dieser Erde, die ihm vollständig gehören. Israel ist nicht auf natürlichem Weg das Volk Gottes geworden. Gott hat es als besonderen Baum gepflanzt und sich durch besondere Taten um ihn gekümmert. Israel hat diese göttliche Fürsorge während seiner gesamten Geschichte erlebt und wir während unseres ganzen Lebens. Im Gleichnis wartet der Besitzer seit drei Jahren vergeblich auf Obst. Gott wartet seit Jahrhunderten in Israel auf die Früchte der Bekehrung. Die Kirchenväter erklärten die drei Jahre symbolisch: als die drei Perioden der Geschichte der Richter, Könige und Hohepriester oder als die Zeit des Gesetzes, der Propheten und die Zeit Jesu. Das ist aber nicht wesentlich. Entscheidend ist, dass der Feigenbaum hoffnungslos unfruchtbar ist. Unfruchtbar ist das Leben Israels und unser Leben ist oft auch unfruchtbar. Unfruchtbar bedeutet sinnlos und nutzlos. Warum trägt ein Baum keine Früchte? Er verurteilte sich selbst. Eine Nation, die nicht fähig ist zur Bekehrung und zur Liebe, hat sich selbst verurteilt. Darum der Befehl. Hau ihn um.

In das Wort Vater wollen wir  all unser Vertrauen legen und  beten, wie  es  uns  Jesus gelehrt  hat.

Herr Jesus, den Friede,der  von dir  kommt,sollen wir einander  weitergeben. So  bitten  wir  dich.

Wir sind  versammelt um einen Tisch, lass  deinen Geist in uns  mächtig werden, dass wir alle eines Sinnes werden.